Mittwoch, 11. Dezember 2013

Anne Will: 11.12.2013 - Zocken, manipulieren, betrügen – Sind die Banken wieder außer Kontrolle?


Die Anne-Will-Redaktion schreibt:

Vergangene Woche hat die EU-Kommission ein Rekordbußgeld von 1,71 Milliarden Euro gegen sechs Großbanken wegen Zinsmanipulation verhängt. Allein die Deutsche Bank muss 725 Millionen Euro Strafe zahlen. Angesichts der wiederkehrenden Regelverstöße warnte Bundesfinanzminister Schäuble zuletzt vor einer Regulierungspause für Banken. Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen hält so eine Kritik jedoch für „populistisch“ und spricht von „Einzelfällen“.

Sind die jüngsten Zinsskandale wirklich nur „Einzelfälle“ oder liegt hier ein Systemversagen des Finanzsektors vor? Sind die Banken wieder außer Rand und Band und müssen von der Politik strenger kontrolliert werden? Oder haben die Geldhäuser seit der Finanzkrise gelernt und arbeiten längst nach neuen ethischen Gesichtspunkten?

Die Gäste

Sahra Wagenknecht
Stellvertretende Partei- und Fraktionschefin Die Linke
Viviane Reding
Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und EU-Justizkommissarin
Stefan Baron
Ehemaliger Kommunikationschef der Deutschen Bank
John Kornblum
Früherer US-Botschafter in Deutschland und ehemaliger Investmentbanker
Foto: Screenshot

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Einige Kommentare

Ja liebe Leser, sofort mein erster Kommentar verschwand spurlos von der Seite.
Von Günther Jauch war ich das ja gewohnt, aber bei Anne Will jetzt auch?
Was sagt mir das? Ich muss noch vorsichtiger sein, mit dem was ich schreibe.
Ich will ja nicht hoffen, dass IM Blogmoderation den Beitrag sofort an Pofalla gemeldet hat. So schlimm ist er doch gar nicht. Lest selbst:


#38 Gerd 49: Der Kommentar wartet auf Freischaltung.
10. Dezember 2013 um 20:00 Uhr
Ausgerechnet Schäuble warnt vor Regelverstössen?
Ausgerechnet der Mann der sich genausowenig wie die Banken an Regeln hält?, der mit den Eurorettern eine supranationale Superbank plant, um den direkten Zugriff auf die Steuermilliarden zu erhalten.

Sein Traum: Der ESM und die EU-Kommission soll über die Banken-Rettungen entscheiden.
Ein in Geldangelegenheiten unglücklich glücklicher Mann, der bis heute nicht weiss wo die 100.000 DM vom Waffenhändler Schreiber verloren gegangen sind, der dann aber, an anderer Stelle oh Wunder, 55,5 Milliarden Euro für die Staatliche Bad Bank findet.

Dieser Mann will Direktor des ESM mit uneingeschränkten Vollmachten werden. Den hat er mit erschaffen und dessen Immunität will er nutzen.

So wie es jetzt aussieht, wird Schäuble sowohl über die deutschen Steuer-Milliarden als auch über die europäischen Milliarden im ESM immer entscheidend bestimmen können denn der ESM unterliegt keinerlei Transparenz und und ist niemanden Rechenschaftspflichtig.

Es ist ein ganz böses Spiel das der Warner vor Regelverstößen da mit uns treibt.
Was der Mann bisher schon im Hintergrund, von der Öffentlichkeit unbemerkt, für Geschäfte abwickelt hat, ist schon der reine Wahnsinn und hat mit Demokratie wirklich nichts zu tun.

Zählt er sich vielleicht selber schon zu den rechtmäßigen Herrschern der Welt und als Organisator der Neuen Weltordnung unter Führung der US-Banken und des ESM?
Nachlesen kann man das alles bei Deutsche Wirtschafts Nachrichten und wenn man z.B. nach Daniel Stelter, Boston Consulting Group oder Levin Holle googelt.


Mein zweiter wurde freigeschaltet


#40 Gerd 49:
10. Dezember 2013 um 21:03 Uhr
Die Politik und Banken kotrollieren? Da lachen ja die Hühner!
Banken kontrollieren die Politik! Siehe der berühmte Einzelfall Mappus!
Bänker Notheiss machte mit diesem „Politiker“ doch was er wollte.
Und vor drei, vier Jahren, wer hat wohl mehr regiert, Merkel oder Ackermann?

Was war denn mit den Landesbanken? Was haben denn die Politiker im Aufsichtsrat alles kontrolliert ausser ihren Nebeneinkünften?

Es mag ja Politiker geben, die Ahnung von Finanzgeschäften haben, aber doch nicht in Deutschland. Auch die von der CSU? Na ja, die wissen wenigstens wie man Finanzgeschäfte zum eigenen Vorteil macht, aber schon bei der Hypo-Alpe-Adria war Schluss, oder was hat Stoiber kontrolliert? Leider traut sich niemand ihn zu fragen, ob das auch ein Einzelfall war.


# 7 Frau Wichmann:
10. Dezember 2013 um 15:19 Uhr

Die AW-Redaktion fragt: “Sind die jüngsten Zinsskandale wirklich nur „Einzelfälle“ oder liegt hier ein Systemversagen des Finanzsektors vor?”

Wir sind es wirklich leid, dass noch immer so getan wird, als seien die Bänker lernfähig und als seien sie zu einer Wandlung vom Saulus zum Paulus fähig und als könnte alles wieder gut werden. Hat die AW-Redaktion, haben die Menschen noch immer nicht begriffen, dass die Banken ihre krummen Geschäfte nicht einstellen werden? Wie lange müssen wir noch “Zinsskandale” erleben, bis es im Oberstübchen selbst des letzten depperten Banken-”Gläubigen” “PLING!” macht? Die Abzockeritis liegt in der Natur der Sache (=Bankgeschäfte mit Zinseszinseszinseszinseszins).

Bitte zeigen Sie noch mal den Einspieler vom letzten Talk mit dem Uckermark-Taler (ohne Zinseszins). Wir möchten eine ähnliche Talerwährung für Hessen und BW einführen. Andere Bundesländer können sich gern anschließen. Dann wird ehrlich getauscht und nicht mehr flächendeckend abgezockt.

12 Marie:
10. Dezember 2013 um 16:42 Uhr

Ob die Banken “wieder” ausser Kontrolle” sind? Was fuer eine Frage, die waren überhaupt noch nicht “unter Kontrolle”. Schäuble “warnt” vor “Regulierungspause”? Eine Pause kann bekanntermassen erst eingelegt werden, wenn man mit etwas begonnen hat. Wurde aber noch nix “reguliert”, nix als wirkungslose Kosmetik zur Einlullung des die Zockerverluste zahlenden Buergers, damit der weiter schnarcht.
“Rekordbussgeld” für Zockerbanden? Ich kipp vor Lachen fast vom Stuhl, bei Multimilliarden privatisierter Zockergewinne und Multimilliarden sozialisierter Zockerverluste begleichen die Zockerbanden die mehr als laeppischen Peanuts aus der Portokasse, die symbolische Muskelshow soll nur den zahlenden Michel einschlaefern. Ist in etwa so, als wurde ein Dieb auf der Bank ne Million klauen und zur “Busse” muss er einen Euro wieder zurück zahlen, den Rest darf er behalten.


#48 Gerd 49:
11. Dezember 2013 um 01:34 Uhr
Wenn es nur die Zinsskandale alleine wären in die die Deutsche Bank verwickelt ist.
Überall auf der Welt wo es eine Sauerei zu finanzieren gilt, wo auch nur der geringste Profit lockt, ist die Deutsche Bank an vorderster Front dabei. Auch Spekulationen auf Grundnahrungsmittel bilden keine Ausnahme. Der Liborskandal ist die Spitze eines Eisbergs.
Um ihre größten Raubzüge zu erfahren, darf man natürlich nicht auf die deutschen Medien hoffen, da hofft man vergebens. Wenn es sich absolut nicht mehr verschweigen lässt, na ja, dann wird auch schon mal was gebracht.
US-Zeitungen sind da schon geeigneter. Selbst aus schweizer oder auch russischen Zeitungen erfährt man mehr über die Dinge, die so gerne in Deutschland verschwiegen werden.
Auch heute liest man, allerdings nicht im Mainstream, von Vergangenem:
» Ackermann verweigert Freigabe von Beweismitteln «
Josef Ackermann legt beim höhsten Gericht in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde ein. Der frühere Deutsche Bank Chef will verhindern, dass beschlagnahmte Dokumente aus einer Razzia im Kirch-Prozess gegen ihn verwendet werden.“
oder
» Milliarden-Grab Landesbank Berlin: „Alle haben Schiss!“ «
Die Sparkassen zittern um die Landesbank Berlin: Die LBB könnte noch mehr Geld als die kürzlich abgeschriebene Milliarde benötigen. Sollte sich dies bei bevorstehenden Stresstest der EZB herausstellen, dann müssen die Sparkassen noch mehr Kapital zuschießen.
Erst in dieser Woche wurde bekannt, dass sie per Dekret von der Politik die Landesbank aufs Auge gedrückt bekommen haben. Damit liegen die Verluste einer vom Staat geführten und vom Staat beaufsichtigten Bank bei 3,2 Milliarden Euro.
… und warum kommt alles so nach und nach raus?
Es wird ja nicht nur gezockt, es wird gelogen und betrogen, selbstverständlich hat man die Bonuszahlungen zu bekommen. Schließlich stehen die einem zu.
… und was macht die Politik? Greift die regulierend ein?
Um Gottes Willen nein, das könnte sich als Bummerang für die eigene Karriere erweisen, dann lieber auf andere Länder schimpfen, nur nichts gegen die Banker im eigenen Land unternehmen, ausserdem geht das nur europaweit, wenn nicht sogar nur global… national ist eh nicht mehr lange, zumindest für Deutschland wenn es nach unserer Europakanzlerin geht.


Nachtrag: 12.12.2013 07:25 Uhr
auch der folgende Beitrag ist auf einmal verschwunden:

130 Theo Malz:
11. Dezember 2013 um 20:41 Uhr
Martin: SED!!! Frau Wagenknecht ist um die 40. Wann war nochmal die DDR??
Sie war sicher am Mauerbei beteiligt, gell?!!
Mann, mann, mann,
da wird einem Angst und Bange bei soviel Fachwissen.
[Anm. er bezieht sich auf Beitrag 119]


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