Freitag, 31. Januar 2020

Unsere Demokratie ist nicht in Gefahr — wir leben gar nicht in einer

Der Feind im Innern


Anders als gern behauptet, besteht keinerlei Gefahr für „unsere Demokratie“ — denn wir leben in einer Konzerndiktatur.

 Der Tiefe Staat fräst sich wie ein Bulldozer durch die demokratischen Grundrechte und hinterlässt eine Spur aus Korruption, Armut, „Failed States“ und Marionetten, die für ihn arbeiten. Dieser Prozess ist bereits sehr weit fortgeschritten. Auch das Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump ist kein „Aufstand des Gewissens“. Es zeigt nur, dass der Tiefe Staat diejenigen bestraft, die ihm nicht in allen Belangen gehorchen. Mit oder ohne Trump stehen wir einer sich radikalisierenden Konzendiktatur gegenüber, die es immer weniger für nötig halten wird, die Fassade eines demokratischen Rechtsstaats aufrecht zu erhalten.

Unsere Demokratie ist nicht in Gefahr — wir leben gar nicht in einer.
Die Vorstellung, eine Demokratie zu haben, ist in Gefahr. Der Tiefe Staat — die Generäle, Banker, die Unternehmensberater, Lobbyisten, Geheimdienstchefs, Regierungsbeamten und Technokraten — sind darauf bedacht, den Schein zu wahren.

Es ist schwierig, sich selbst lauthals als den Welthüter der Freiheit dazustellen, wenn Donald Trump gleichzeitig zusammenhanglos über sich selbst faselt, rassistische Gewalt schürt, unsere traditionellen Verbündeten und die Gerichte, die Presse und den Kongress beleidigt, fehlbuchstabierte Albernheiten twittert und impulsiv die Innen- und Außenpolitik der beiden großen Parteien verurteilt oder sabotiert.

 Trumps unverzeihlichste Sünde besteht in den Augen des Tiefen Staates jedoch in seiner Kritik an den endlosen Kriegen des Imperiums, wenngleich es ihm auch an den intellektuellen organisatorischen Fähigkeiten mangelt, einen Rückzug zu bewerkstelligen.

 Die letzten Zuckungen eines sterbenden Imperiums

 Der Tiefe Staat beging den größten strategischen Fehler der US-amerikanischen Geschichte, als er in Afghanistan und den Irak einfiel und diese besetzte. Man nennt solche fatalen militärischen Fiaskos — ein Kennzeichen scheiternder Imperien — Handlungen eines „Mikro-Militarismus“:

 Sterbende Imperien verschleudern für gewöhnlich das letzte Kapital, das sie besitzen — wirtschaftliches, politisches und militärisches Kapital — in vergeblichen, unlösbaren und nicht zu gewinnenden Konflikten, bis sie zusammenbrechen.

 In diesen Mikro-Militarismus-Aktionen versuchen sie, frühere Vorherrschaft und verloren gegangene Größe zurückzuerobern. Es kommt zu einer Katastrophe nach der anderen — die Architekten unserer imperialen Todesspirale sind jedoch unantastbar.

Götzenanbetung


Die ahnungslosen Generäle und Politiker, die das Imperium in wachsendes Chaos und den finanziellen Ruin treiben, sind in einer Sache erfolgreich: sich selbst zu erhalten.

Niemand wird zur Rechenschaft gezogen. Eine servile Presse behandelt diese Mandarine mit fast religiöser Ehrfurcht. Generäle und Politiker, von denen viele einkassiert oder vor Gericht gestellt hätten werden sollen, bekommen nach ihrer Pensionierung lukrative Posten in den Vorständen der Waffenhersteller, für die diese Kriege ungeheuer profitabel sind.

Eine katzbuckelnde Presse fordert sie auf, der Öffentlichkeit eine Analyse des Chaos zu liefern, das sie angerichtet haben. Sie werden als Beispiele der Integrität, des selbstlosen Dienstes und des Patriotismus hochgehalten.

Chaos und Zerstörung


Nach nahezu zwei Jahrzehnten wurde jede Mission, die unsere Kriege im Nahen Osten rechtfertigen sollte, auf den Kopf gestellt. Die Invasion Afghanistans sollte die Al-Qaida auslöschen.
Stattdessen verlegte sich die al-Qaida darauf, das Machtvakuum zu füllen, das der Tiefe Staat in den Kriegen im Irak, in Syrien, Libyen und im Jemen verursacht hatte. Der Krieg in Afghanistan verwandelte sich in einen Krieg gegen die Taliban, die jetzt den größten Tel des Landes kontrollieren und gerade das korrupte Regime bedrohen, das wir in Kabul eingesetzt haben.
Der Tiefe Staat inszenierte die Invasion des Irak, der nichts mit den Angriffen des 11. September 2001 zu tun hatte. Selbstbewusst sagte er voraus, er könne eine Demokratie westlichen Stils aufbauen und die Macht des Iran in der Region schwächen.
Stattdessen zerstörte er einen vereinten Irak und spielte sich bekriegende ethnische und religiöse Fraktionen gegeneinander aus. Hieraus ging der Iran, der enge Verbindungen zur schiitischen Regierung in Bagdad pflegt, gestärkt hervor.
Der Tiefe Staat bewaffnete „moderate“ Rebellen in Syrien, um Präsident Bashar al-Assad zu stürzen. Als er jedoch feststellte, dass er die Dschihadisten, denen er rund 500 Millionen US-Dollar an Waffen und Unterstützung bereitgestellt hatte, nicht kontrollieren konnte, begann der Tiefe Staat, diese zu bombardieren und kurdische Rebellen zu bewaffnen, um sie zu bekämpfen. Dieselben Kurden sollten später von Trump verraten werden.
Der „Krieg gegen den Terror“ breitete sich wie eine Seuche von Afghanistan, Irak, Syrien und Libyen in den Jemen aus, in dem nach fünf Kriegsjahren eine der schlimmste humanitären Krisen der Welt herrscht.
Der finanzielle Preis für dieses Elend und diesen Tod beträgt zwischen 5 und 8 Billionen US-Dollar. Der menschliche Preis geht in die Hunderttausende von Toten und Verwundeten, zerstörte Städte, Kleinstädte und Infrastruktur sowie Millionen von Flüchtlingen.

Marionetten des Imperiums


Trump beging politische Ketzerei, als er es wagte, auf den Aberwitz eines unkontrollierten Militärapparates hinzuweisen. Er wird dafür bezahlen.
Der Tiefe Staat beabsichtigt, ihn durch jemanden zu ersetzen, der oder die tut, was man von ihm oder ihr verlangt — vielleicht durch Mike Pence, der ja moralisch und intellektuell so geistlos ist wie Trump. Dies ist die Rolle der US-amerikanischen Exekutive: das Imperium zu personifizieren und zu vermenschlichen — und dies mit Pomp und Würde.
Barack Obama, der die Authorization for Use of Military Force von 2001 (ursprünglich berechtigte dieses Gesetz den Präsidenten dazu, im Kampf gegen den Terror Streitkräfte einzusetzen; Anmerkung der Übersetzerin) irreführend dahingehend interpretierte, dass er der Exekutive die Macht verlieh, jeden des Terrorismus Verdächtigten — selbst US-Bürger — im Ausland zu ermorden, tat sich in diesem Spiel ganz besonders hervor.

Amtsenthebungsverfahren? Es bliebe doch alles beim Alten.


Die Entfernung Trumps aus seinem Amt würde die Konzernmacht nicht gefährden. Sie würde keine Bürgerrechte wiederherstellen — einschließlich unseres Rechtes auf Datenschutz und rechtsstaatliche Gerichtsverfahren.
  • Sie würde weder die Polizei entmilitarisieren noch die Rechte der Arbeiterklasse stärken.
  • Sie würde die Profite der Erdöl- und Bankenindustrie nicht verhindern.
  • Sie würde den Klimanotstand nicht angehen.
  • Sie würde der Überwachung der Öffentlichkeit ohne richterlichen Befehl kein Ende setzen.
  • Sie würde außerordentliche Auslieferungen — das weltweite Entführen jener, die als Staatsfeinde betrachtet werden — nicht abschaffen.
  • Sie würde die Morde durch militarisierte Drohnen nicht stoppen. Sie würde weder die Trennung von Kindern von ihren Eltern beenden, noch die “Lagerhaltung“ dieser Kinder unter schmutzigen, überfüllten Bedingungen.
  • Sie würde die Konsolidierung des Reichtums und der Macht der Oligarchien nicht beheben — auch nicht die weitere Verarmung der Bürgerschaft.
Die Ausbreitung unseres Strafvollzugssystems und geheimer Gefängnisse — Orte, an denen wir foltern —, würde genauso fortgeführt werden wie das Niedermähen armer, unbewaffneter Bürger in städtischen Brachen.
Und vor allem würden die katastrophalen Kriege im Ausland, die zu einer Reihe von „Failed States“ geführt und Billionen US-Dollar an Steuergeldern gekostet haben, sakrosankt bleiben und enthusiastisch von den Spitzen der beiden regierenden Parteien, Marionetten des Tiefen Staates, vertreten werden.
Das Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ist, trotz des Eifers der liberalen Elite, größtenteils kosmetischer Art. Das gesamte politische und Regierungssystem ist korrupt.
Berichten zufolge zahlte man Hunter Biden 50.000 US-Dollar monatlich für seinen Vorstandssitz beim ukrainischen Gaskonzern Burisma Holdings, obwohl er weder eine Ausbildung noch Erfahrung in der Gas-Industrie vorweisen kann.
Er hatte zuvor bei der Kreditkartenfirma MBNA gearbeitet — einer der größten Sponsoren von Joe Bidens Wahlkampfkampagne, als er Senator von Delaware war. Hunter Biden wurde aus demselben Grund von Burisma Holdings eingestellt wie von MBNA.
Sein Vater, schon lange ein Werkzeug der Konzernmacht und des militärisch-industriellen Komplexes — kurz, des Tiefen Staates —war Senator und später Vizepräsident.

„Primarying“


Joe Biden, die Clintons und die Spitze der Demokratischen Partei verkörpern die legalisierte Bestechung — ein Merkmal ihrer Rivalen bei den Republikanern. Kandidaten aus der Konzernwelt, die einer der herrschenden Parteien angehören, werden vor-ausgewählt, gesponsert und „geweiht“.
Wenn sie die Forderungen des Tiefen Staates — der die Konzerninteressen und das Management des Imperiums schützt — nicht befolgen, fliegen sie raus. Es gibt sogar einen Ausdruck dafür: primarying (abgeleitet vom englischen Wort für Vorwahlen, „primaries“; Anmerkung der Übersetzerin). Konzernlobbyisten schreiben die Gesetze, die Gerichte vollstrecken sie.
Im US-amerikanischen politischen System gibt es keine Möglichkeit, gegen die Interessen von Goldman Sachs, Citigroup, AT&T, Amazon, Microsoft, Walmart, Alphabet, Facebook, Apple, Exxon Mobil, Lockheed Martin, UnitedHealth Group oder Northrop Grumman zu wählen.

Bürger als Zuschauer, nicht Akteure


Wir, die US-amerikanische Öffentlichkeit, sind Zuschauer. Und Zuhörer. Wer wird noch auf seinem Stuhl sitzen, wenn die Reise nach Jerusalem ausgespielt ist?
Wird Trump an der Macht festhalten können? Wird Pence der neue Präsident sein? Oder wird der Tiefe Staat einen politischen Schmierfinken wie Biden oder einen neoliberalen Apologeten wie Pete Butiggieg, Amy Klobuchar oder Kamala Harris ins Weiße Haus heben? Wird er Michael Bloomberg, John Kerry, Sherrod Brown oder, Gott bewahre, Hillary Clinton verpflichten? Und was ist, wenn der Tiefe Staat scheitert?
Was, wenn die Fäulnis in der Republikanischen Partei — oder, wie Glen Ford sie nennt, „die Party des weißen Mannes“ — so weit fortgeschritten ist, dass sie den politischen Untergang des inkompetentesten Präsidenten in der US-amerikanischen Geschichte nicht unterstützt?
Der Machtkampf, darunter auch die Verhinderung der Nominierung von Bernie Sanders oder Elizabeth Warren für die Demokraten, wird monatelang für großartiges TV-Spektakel und Milliarden an Werbeeinnahmen sorgen.

Tiefer Staat versus Trump


Die Schlacht zwischen dem Tiefen Staat und Trump begann im Augenblick seines Wahlsiegs. Der ehemalige CIA-Direktor John Brennan und der frühere Direktor der nationalen Nachrichtendienste, James Clapper — beide nun bezahlte Kommentatoren in Nachrichtenkanälen — sowie James Comey, ehemals Direktor des FBI, beschuldigten Trump schnell, ein Instrument Moskaus zu sein.
Geheimdienste ließen anzügliche Geschichten über „Pinkel-Videos“ und Erpressung sowie Berichte über „wiederholte Kontakte“ mit russischen Geheimdiensten durchsickern.
Zu Brennan, Clapper und Comey gesellten sich schnell andere ehemalige Geheimdienstverantwortliche wie Michael Hayden, Michael Morell und Andrew McCabe. Ihre Angriffe wurden dann von ehemaligen Militär-Führungskräften wie William McRaven, James Mattis, H.R. McMaster, John Kelly, James Stavridis und Barry McCaffrey verstärkt.
Mit der Veröffentlichung des Mueller-Reports erwies sich die Verschwörung mit Russland als Blindgänger. Dennoch wurde den Akteuren des Tiefen Staates durch Trumps Entscheidung, die ukrainische Regierung dahingehend unter Druck zu setzen, Ermittlungen über Joe Biden anzustellen, wieder neue Energie verliehen. Diesmal schien Trump seinen Feinden aus dem Tiefen Staat das Seil ausgehändigt zu haben, mit dem sie ihn hängen können.

Der Tiefe Staat und die Linke


Das Amtsenthebungsverfahren gegen Trump markiert ein neues und beängstigendes Kapitel der US-amerikanischen Politik.
Der Tiefe Staat hat sein wahres Gesicht gezeigt. Er hat öffentlich erklärt, dass er keinen Dissens duldet — wenngleich Trumps Dissens rhetorischer, launischer und ineffektiver Art ist.
Der Versuch, Trump seines Amts zu entheben, sendet eine Unheil verkündende Botschaft an die US-amerikanische Linke.
Der Tiefe Staat versucht nicht nur wie schon 2016 zu verhindern, dass Bernie Sanders oder ein anderes progressives Mitglied der Demokraten an die Macht kommt — er hat auch bereits signalisiert, dass er jeden Politiker zerstören wird, der die Aufrechterhaltung und Ausweitung des Imperiums infrage stellt.
Seine Feindseligkeit gegen die Linke ist weit ausgeprägter als die gegen Trump. Und er verfügt über nahezu unerschöpfliche Ressourcen zur Zerstörung der Linken.

Das Einmaleins des Systems


Der Politikphilosoph Sheldon Wolin sah dies bereits 2008 in seinem Buch “Democracy Incorporated: Managed Democracy and the Specter of Inverted Totalitarianism”. Er schrieb darin:
„Die politische Rolle der Konzernmacht, die Korruption der politischen und repräsentativen Prozesse durch die Lobby-Industrie, die Ausweitung der Macht der Exekutive auf Kosten verfassungsgemäßer Beschränkungen sowie die von den Medien vorangetriebene Verschlechterung des politischen Dialogs sind die Grundlagen des Systems, nicht dessen Auswüchse. Das System würde selbst dann erhalten bleiben, wenn die Demokratische Partei die Mehrheit einfahren würde — und träte dieser Fall ein, würde das System jedem nicht erwünschten Wandel enge Grenzen setzen. Die Scheu, mit der die Demokraten Reformvorschläge machen, ist davon bereits ein Vorbote.
In der jüngsten Analyse rühren die viel gelobte Stabilität und der Konservatismus des US-amerikanischen Systems nicht von erhabenen Idealen her, sondern von der unwiderlegbaren Tatsache, dass das System durch und durch korrupt ist und mit finanzieller Unterstützung hauptsächlich von Reichen und Unternehmensspendern überflutet wird. Wenn mindestens eine Million US-Dollar erforderlich sind, um ins Repräsentantenhaus zu kommen oder Richter zu werden, und wenn der Patriotismus zur Sache derjenigen, die nicht im Militär dienen, sowie der einfachen Bürger wird, ist die Behauptung, dass die Politik, wie wir sie kennen, auf wundersame Weise das Böse heilen kann, das unabdingbar für ihre Existenz ist, ein simpler Akt der Arglist.“

Die Diktatur des Tiefen Staates


Der Tiefe Staat wird weder von innen noch von außen kontrolliert. Die demokratischen Institutionen, darunter auch die Presse, die einst den Bürgern eine Stimme und ein Mitspracherecht bei der Machtausübung gaben, wurden beschnitten.
Der Tiefe Staat wird die Konsolidierung des Reichtums und der Macht der Konzerne vorantreiben. Er wird die soziale Ungleichheit, die die Hälfte der US-Amerikaner in die Armut oder fast in die Armut gestürzt hat, ausweiten. Er wird uns unserer verbleibenden Bürgerrechte berauben und den raubgierigen Appetit des Militärs und der Waffenindustrie stillen.
Die staatlichen Ressourcen werden verschwendet werden, während das bundesstaatliche Defizit weiter aufgebläht wird. Die Frustration und das Gefühl des Stillstands in einer entmachteten und vernachlässigten Bürgerschaft, die zur Wahl Trumps führten, werden anwachsen.

Abrechnung


Der Moment der Abrechnung wird kommen, wie er in den letzten Tagen im Libanon und in Chile gekommen ist.
Soziale Unruhen sind unvermeidbar. Jede Bevölkerung hat irgendwann genug. Der Tiefe Staat — reformunfähig und fest entschlossen, seine Macht zu erhalten — wird bei der Gefahr von Unruhen im Volk zu einem Konzernfaschismus werden. Ihm stehen die rechtlichen und physischen Werkzeuge zur Verfügung, um die Vereinigten Staaten im Handumdrehen in einen Polizeistaat zu verwandeln.
Dies ist die wahre Gefahr, die hinter den Bemühungen des Tiefen Staates steht, Trump seines Amtes zu entheben. Es ist eine schonungslose Botschaft: gehorsam zu sein oder zum Schweigen gebracht zu werden.
Trump ist letzten Endes nicht das Problem. Wir sind es. Und wenn der Tiefe Staat sich Trumps nicht entledigen kann, wird er ihn, wenn auch widerstrebend, benutzen, um seine dreckige Arbeit zu erledigen. Sollte es Trump gelingen, zu überleben, wird er seine Militärparaden bekommen. Und wir bekommen, mit oder ohne Trump, die Tyrannei.

 Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien zuerst unter dem Titel „The Enemy Within“. Er wurde von Gabriele Herb aus dem ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzungsteam übersetzt und vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratsteam lektoriert.


Chris Hedges

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Leonardo da Vinci: Wahres Selbstporträt gefunden? | Doku | ARTE



Irgendwas mit ARTE und Kultur
Eingestellt am 25.01.2020

Es scheint, als erlaubt Leonardo da Vinci im Jahr 2019 – genau 500 Jahre nach seinem Tod - endlich einen Blick in sein wahres Gesicht. Im Jahr 2009 wurde im süditalienischen Lucania zufällig ein kleines Gemälde entdeckt. Es weist große Ähnlichkeit mit einem vermeintlichen Selbstporträt des Renaissance-Malers auf. Zehn Jahre lang untersuchten Wissenschaftler das Lukanische Porträt. Ist das wahre Selbstporträt von Leonardo da Vinci jetzt gefunden? Im Jahr 2009 wurde in einer Privatsammlung im süditalienischen Lucania zufällig ein kleines Gemälde auf Holz entdeckt. Es weist große Ähnlichkeit mit einem in den Uffizien in Florenz aufbewahrten vermeintlichen Selbstporträt des Renaissance-Malers auf. Mehrere Jahre lang untersuchten Experten das Gemälde – mit einem erstaunlichen Ergebnis. Dabei rekonstruieren sie auch das Leben des genialen Künstlers: Die Forscher bauen beispielsweise das berühmte Spiegelkabinett nach, das der Maler wahrscheinlich für dieses Porträt nutzte. Es zeigt, wie sich Leonardo da Vinci im ausgehenden Quattrocento – der Frührenaissance – nach außen darstellen wollte. In dieser überaus kreativen Periode der italienischen Renaissance kämpften die Maler dafür, nicht mehr als Handwerker betrachtet, sondern als Künstler anerkannt zu werden, und behaupteten ihre schöpferische Einzigartigkeit. Bis heute fasziniert der Künstler und Wissenschaftler Leonardo da Vinci. Noch immer ranken sich viele Geheimnisse um ihn. Die Tausenden von seiner Hand beschriebenen Seiten sind weder Tagebuch noch Memoiren. Was heute über Leonardos Leben bekannt ist, stammt hauptsächlich aus Texten, die nach seinem Tod verfasst wurden und sich in vielerlei Hinsicht widersprechen. Auch sein Aussehen ist ungewiss. Das von Zeitzeugen gezeichnete Bild ist zu schön und zu perfekt, um glaubwürdig zu sein, und die Echtheit der wenigen existierenden Porträts wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder von Kunsthistorikern angezweifelt. Zeigt das „Lukanische Porträt“ nun sein wahres, sein wirkliches Gesicht? Dokumentarfilm von Luca Trovellesi Cesana (F/I 2015, 86 Min)

Kategorie Menschen & Blogs

Donnerstag, 30. Januar 2020

Hirntod und Organspende - Die verschwiegene Seite



Silvia Matthies & Dr. med. Regina Breul

Autor: Silvia Matthies
Produktion: Initiative KAO (http://www.initiative-kao.de)
Kritische Informationen über Organtransplantation, Organspende und Hirntod

Ist ein Organspender unmittelbar vor der Organentnahme eine Leiche oder ein Lebender ohne messbare Hirnfunktion? In dieser Frage nehmen Fachleute aus Medizin, Rechtswesen und Theologie gegensätzliche Positionen ein. Das deutsche Transplantationsgesetz hat diesen Konflikt nicht gelöst. Schließlich leben 97% des Organismus zu diesem Zeitpunkt noch. Dieser Tatsache muss sich jeder bewusst sein und sich vor diesem Hintergrund eine eigene Meinung bilden. Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) ist eine Initiative, gegründet von Eltern, die ihre verunglückten Kinder zur Organspende freigegeben haben, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt genau genug zu kennen. Erst nachdem unsere Kinder beerdigt waren, haben wir begriffen, wozu wir ja gesagt hatten. Wir haben begriffen, dass lebende Organe nicht von Menschen entnommen werden können, die so tot sind, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir haben unsere Entscheidung daher bitter bereut. Durch unsere Zustimmung waren unsere Kinder in ihrem Sterbeprozess, in dem sie unserer besonderen Liebe bedurften, ungeschützt alleingelassen und einer Organentnahme überantwortet, die uns hinterher wie das Ausschlachten eines Autowracks erschien.

In dieser Situation haben wir uns entschlossen, durch Aufklärung dazu beizutragen, dass andere Eltern unter ähnlichen Umständen davor bewahrt werden, unvorbereitet wie wir mit der Frage der Organspende konfrontiert zu werden.

Kategorie Nachrichten & Politik

Kommentare

Eternal Goof
Ein beispielhaftes Video, welches die wichtigsten Probleme beim Thema Organentnahme auf den Punkt bringt. Unserer Gesellschaft ist jede Nähe zur Spiritualität verloren gegangen. Menschen, die meditieren, die sich auch mit philosophischen Aspekten des Daseins beschäftigen, sind rar und werden als Sonderlinge betrachtet. Die große Mehrheit der Bürger ist Teil einer Bedarfs- und Konsumgesellschaft, die sich inzwischen auf das menschliche Leben, das Sterben und die Organe von Sterbenden ausgedehnt hat. Die Wartelisten sind lang, also wird versucht, den Bedarf mit allen Mitteln zu decken, dies hat sich unser Gesundheitsminister Jens Spahn auf die Fahne geschrieben und ist damit zum Glück gescheitert - vorerst. Der faschistoide Gedanke dahinter, nämlich menschliches Leben in lebenswertes und lebensunwertes zu unterteilen, ist die Grundlage dieser Idee, was in diesem Video ebenfalls an einer Stelle klar zum Ausdruck gebracht wird. Doch diese Grundidee wird verschleiert, mit Tricks und Täuschungen, mit Schuldgefühlen und Werbekampagnen. Solange eine sogenannte "Aufklärung" sich nur auf die Vorteile von Organspenden für kranke Menschen und die Gesellschaft (ich darf dies ergänzen, weil stets unerwähnt: und die Kasse der Transplantationsklinik) erstreckt, ist sie das Gegenteil, nämlich eine manipulative Verschleierung der wahren Gesamtsituation, einzig und allein mit dem Ziel, potentielle Organspender und Entscheidungsträger zu täuschen. Erst wenn Videos wie dieses Teil der Aufklärung und eine Betrachtung notwendige Vorbedingung ist, für die Möglichkeit, ein Organspender zu werden oder einer Organspende zuzustimmen, dann erst reden wir von Aufklärung. Dann erst kann man von Organspende reden, denn im Moment ist es irgendwas zwischen Organraub und Organbetrug.

Unsere Gesellschaft wird wieder lernen müssen, den Tod als Ende des Lebens zu akzeptieren. Die Phase der Organtransplantationen wird in ferner Zukunft des Menschen, so er eine solche hat, neben dem Kannibalismus auf der Liste der humanistischen, ethischen und spirituellen Entgleisungen landen. In Frieden zu sterben ist nicht minder wichtig, als im Leben die Ziele verfolgen zu können, die man sich setzen mag.

Ich möchte anmerken, dass ich einen Organspendeausweis bei mir trage, bei dem eine Organentnahme prinzipiell ausgeschlossen wurde, alle Verwandten und Freunde sind darüber informiert. Unnötig, zu erwähnen, dass ich niemals ein Organ eines anderen Menschen annehmen würde, auch wenn es die letzte Rettung wäre. Ich habe trotzdem großen Respekt vor informierten Organspendern, denn sie wissen, was sie tun.

Michaela Meyer
Als Krankenschwester die auf einer Intensivstation gearbeitet hat und 15 Jahre mit Menschen ,die auf ein Organ gewartet haben ,kommt weder für mich noch für meine Familienangehörigen eine Organspende in Frage.Der Mensch hat einen geistigen Körper der erst mit dem Tod den physischen Körper verlässt.Das ist meine ganz persönliche Wahrnehmung in der Begleitung von Sterbenden. Die Information wie eine Explantation vor sich geht und was alles "verwertet "wird, ist noch immer ein Tabu.Danke für das Interview.

Mittwoch, 29. Januar 2020

12 Fragen an Harald Lesch - Ein offener Brief von Gunnar Kaiser

Ein Video, passend zur Anne Will vom 26.01.2020


Gunnar Kaiser
eingestellt am 21.01.2020

Quellen
Kategorie Menschen & Blogs

Kommentare

Norbert Piechotta
Die mediale Massenverblödung in Deutschland wirkt! - Es geht nur darum, Geld für die Reichen, die parasitäre Oligarchie - via die Staatsgewalt - zu generieren. (5.5.2019). Neuerdings 3 Billionen laut vdL. ...Allmählich wird es immer offensichtlicher, dass via Klima-Madonna Greta, aufgebaut von beauftragten PR-Agenturen, eine EU-weite Co2-Steuer/Abgabe für die Staatssäckel resp. für die Kriegsausgaben von 2% BIP aus den gehirngewaschen, verständnisvoll nickenden Bürgern und deren Portemonnaies geholt werden soll ... Klimawandel gibt es seit 4,5 Milliarden Jahren. Klimawandel ist nur marginal durch angeblichen Ursachen der aktuelle CO2-Diskussion verursacht. Es ist der parasitäre Neoliberalismus (und die wahnsinnige "Globalisierung" und die wahnsinnige Wachtumsideologie) mit seinen apokalypischen Reitern des MIMBK (Militärisch-Industrieller-Medien-Banken-Komplex), der Klima verändert, Wälder und Tierarten vernichtet und aussterben lässt, Kulturen und Völker zerstört und tötet - die GIER nach Geld, das man dann fressen wird, wenn alles vernichtet ist durch die parasitäre Zins- und Zinseszins-Finanz-blackrock-Derivate-Hedgefonds-Mafia. - 205.000 Flüge weltweit jeden Tag, 51 Millionen Liter Treibstoff der US-Armee weltweit JEDEN TAG, 1.800 Milliarden Dollar pro Jahr für Krieg weltweit (davon 1.000 Milliarden die Nato), 100.000 Tote durch Hunger JEDEN TAG (Jean Ziegler) ...

Brauchnix Verleihnix
Ganz einfach zu beantworten: Folge dem Geldstrom dann hast du die Profiteure!
Sebastian Schmidt
Das Standbild vom Hofreiter am Ende! 😂
Spaß beiseite, die letzte Frage ist die Wichtigste!
Genial.

Frank Preusse
„FridaysForFuture ist eine Veranstaltung der Eliten. Sonst würde man sie in Davos auch gar nicht vorlassen.”

Andreas T.
In den öffentlich - rechtlichen Medien gibt es anscheinend nur Zwei Wissenschaftler, Prof. Harald Lesch Naturwissenschaftler und Prof. Guido Knopp Geisteswissenschaftler, diese erklären uns die Welt, wo ist da der Diskurs mit anderen Wissenschaftlern in den Medien? Andere Wissenschaftler kommen selten bis überhaupt nicht in den Medien vor, wie kann das sein?


Anne Will 26.01.2020 Klimaschutz und Kohleausstieg – werden die Milliarden richtig investiert?


Sendung am 26. Januar 2020 | 21:45 Uhr
Klimaschutz und Kohleausstieg –
werden die Milliarden richtig investiert?


Die Gäste im Studio

  • Marie-Luise Wolff
    Präsidentin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft
  • Sebastian Lachmann
    Industriekaufmann beim Energieunternehmen LEAG in Cottbus
  • Anton Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen)
    Fraktionsvorsitzender im Bundestag
  • Reiner Haseloff (CDU)
    Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt
  • Antje Grothus
    Umweltaktivistin

  • Fotos: Screenshots

    Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wurde vor den Folgen des Klimawandels gewarnt - in Deutschland streitet man über die konkrete Umsetzung von Klimaschutz. Für den Kohleausstieg will die Bundesregierung Milliarden in die Hand nehmen. Neben Hilfen für betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind hohe Entschädigungen für Kraftwerksbetreiber vorgesehen. Kommt das Geld bei den Richtigen an? Wie brüchig ist der gesellschaftliche Konsens in der Klimapolitik? Für Millionen Stromkundinnen und -kunden sind die Strompreise zu Jahresbeginn erneut gestiegen. Wer trägt die Kosten für Klimaschutz und Energiewende?

    Link zur Sendungsseite
    Link zum Anne-Will-Blog

    Pressestimmen

    Frankfurter Allgemeine
    Talkshow-Kritik „Anne Will“
    "Der größtmögliche Populismus
    Die Grünen sprechen im Namen der Menschheit, eine Umweltaktivistin glaubt an die Lösung, und ein klassischer Energieversorger stellt die richtigen Fragen: Bei Anne Will ging es um Klimaschutz und Kohleausstieg.
    Die Grünen hatten bei der letzten Bundestagswahl ein passables Ergebnis. Genau 4.158.400 Bürger gaben der Partei ihre Stimme. Damit ist sie ein wichtiger Faktor in der deutschen Politik, aber sie repräsentiert damit lediglich diese Wähler im deutschen Bundestag. Die Partei käme sicherlich nicht auf die Idee, „die Deutschen“ zu vertreten. Deren überwältigende Mehrheit hat sie schließlich nicht gewählt. Umso kurioser ist die Vorstellung, gleich für die Menschheit sprechen zu wollen. Diesen Anspruch formulierte der Vorsitzende ihrer Bundestagsfraktion. Laut Anton Hofreiter glaube kein Mensch, dass „die Menschheit die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen mitmachen“ werde. Das Thema war „Klimaschutz und Kohleausstieg – werden die Milliarden richtig investiert?“ Es ging um den Betrieb der letzten deutschen Kohlekraftwerke bis zum Jahr 2038.

    RP-Online
    TV-Nachlese zu „Anne Will“
    Beifall für rheinische Kohlekritikerin Antje Grothus
    Düsseldorf Konsens über Klimapolitik? Von wegen. Bei „Anne Will“ geht es um den Gesetzesentwurf zum Kohleausstieg. Gleich in den ersten Minuten fällt das Wort „Kungelrunde“.
    Vor den Folgen des Klimawandels hat zuletzt das Weltwirtschaftsforum in Davos gewarnt. Über die passenden Klimaschutzmaßnahmen und ihre Umsetzung gibt es oft Streit – vor allem, wenn es um Geld und Arbeitsplätze geht. Wohin sollen die Investitionen der Bundesregierung in den Klimaschutz fließen?

    Kommentare

    Seite 121
    Frank schrieb am 27.01.2020 19:30 Uhr: Deutschland steigt gleichzeitig aus der Atomenergie und der Kohle aus! Das ist ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung. Im Gegensatz zu den Grünen oder Leuten wie Rezo bin ich der Meinung, dass man dabei mit Augenmaß und Vernunft vorgehen muss. Deutschland kann den Klimawandel nicht allein bekämpfen. Wir sind für etwa 2 Prozent der weltweiten Klimagase verantwortlich. Für die restlichen 98 Prozent tragen andere Länder die Verantwortung. Vor allem die USA, China, Indien, Japan und die Europäische Union sind gefragt mehr für den Klimaschutz zu tun. Der Kohlekompromiss ist aus meiner Sicht in Ordnung. Die Bundesregierung hat einen guten Kompromiss gefunden. Die Umweltaktivisten müssen einsehen, dass wir nicht alle Atomkraft- und Kohlewerke sofort abschalten können. Deutschland ist beim Thema Klimaschutz ein globaler Vorreiter. Das verdanken wir nicht zuletzt der Tatkraft und Weitsicht von Frau Merkel. Frau Merkel ist Mitglied der CDU und nicht Mitglied der SPD oder der Grünen!

      Gerd 49 schrieb am 27.01.2020 20:59 - - - ZENSIERT - - -
      Werter Frank,
      das haben sie aber schön geschrieben:
      "Das verdanken wir nicht zuletzt der Tatkraft und Weitsicht von Frau Merkel." Meinen sie Tatkraft bei der Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke und Weitsicht ein halbes Jahr später bei der Abschaltung der Gleichen?
      "Frau Merkel ist Mitglied der CDU und nicht Mitglied der SPD oder der Grünen!"
      Wollen sie damit sagen dass eine Bundeskazlerin, die 2010 MultiKulti für gescheitert erklärt hat, mur 5 Jahre später MultiKulti einführt, dass dieses CD-U-Boot welches so schnell die Farben wechselt, etwas mit Weitsicht zu tun hat?

    Seite 122
    G. Andert schrieb am 27.01.2020 20:52 Uhr:
    Mehrere Milliarden Euro sind verplant, für den Kohleausstieg und an falsch investierende Firmen/Aktionäre ... Warum werden diese Gelder für Firmen/Aktionäre vergeudet ABER nicht für Betroffene (Arbeiter, vom Kohleausstieg betroffene Bevölkerung, usw.) verwendet ???

      Gerd 49 schrieb am 28.01.2020 16:35 Uhr
      Es ist wie bei der Entwicklungshilfe und anderen staatlichen Subventionen: Es ist nicht zum Schaden der Befürworter. Es ist ja auch nicht ihr privates Geld. Von Firmen und Aktionären findet ein Teil auf verschlungenen Pfaden zurück in die "richtigen" Taschen, von den Arbeitern und der Bevölkerung aber nicht.

    Dienstag, 28. Januar 2020

    TV1 Talk mit Georg Schramm - Interview in Liechtenstein



    TV1
    eingestellt am 15.05.2013

    Kommentare

    cycling4ever
    eigentlich neige ich nicht dazu, Menschen auf ein Podest zu heben.
    Bei Georg Schramm mache ich aber mit Freude eine Ausnahme.
    Großartiger Mann!

    C N
    Ein sehr schönes Gespräch. Schade Schade, dass Hr. Schramm 2014 kürzer treten wird. Sehr guter, intelligenter und witziger Mann, jenseits der ComedyAffen, die uns einlullen und das dann noch dreisterweise Kabarett nennen.

    Herby Kugel
    Sehr interessant auch mal eine mehr oder weniger private Seite von Georg Schramm kennen zu lernen.
    Ich bin ja ein ganz großer Fan von ihm und seinen Kabarettfiguren.
    Allerdings konnte ich nicht immer lachen, sondern mir standen oft die Wuttränen in den Augen. Seine Programme und ihre Inhalte waren immer sehr von Wahrheit und Treffsicherheit geprägt.
    Für mich ist er ein ganz Großer.

    M. Kurz
    Georg Schramm ist für mich eigentlich ein absolut interessanter Satiriker. Er bringt immer die Probleme auf den Punkt und vor allem hat er Kultur und Mut.


    Montag, 27. Januar 2020

    change.org - DEUTSCHLAND 2020: 24 TAGE, SECHZEHN GEWALTSAM GETÖTETE FRAUEN (*) + 177 IN 2019


    Professor Dr. Kristina Wolff hat gerade ein Update zur Petition Stoppt das Töten von Frauen #saveXX veröffentlicht. Lesen Sie das Update und kommentieren Sie:
    Neuigkeit zur Petition

    DEUTSCHLAND 2020: 24 TAGE, SECHZEHN GEWALTSAM GETÖTETE FRAUEN (*) + 177 IN 2019

    01.01.2020 #Borken († 52 Jahre)
    04.01.2020 #Langerwehe († 45 Jahre)
    04.01.2020 #Langerwehe († 60 Jahre)
    05.01.2020 #PreußischOldendorf († 54 Jahre)
    06.01.2020 #Borgholzhausen († 38 Jahre)
    11.01.2020 #Hannover († 23 Jahre)
    11.01.2020 #Walsrode († Alter unbekannt)
    12.01.2020 #Starnberg († 60 Jahre)
    13.01.2020 #Flörsheim († 43 Jahre)
    17.01.2020 #Münster († 23 Jahre)
    19.01.2020 #Töging († 37 Jahre)...

    Vollständiges Update lesen

    Tag der Befreiung durch die "Rote Armee" in Auschwitz: 27. Januar 1945


    Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau
    Foto: Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0
    Der Tag, an dem Auschwitz befreit wurde - Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee in Auschwitz rund 7.000 überlebende Gefangene. Auschwitz-Birkenau war das größte NS-Vernichtungslager und die Verkörperung des Grauens. Für die Insassen war das Lager die Hölle. Mindestens 1,1 Millionen Menschen wurden hier während des Zweiten Weltkriegs ermordet.

    Kurz vor der Befreiung des Vernichtungslagers mussten Tausende Häftlinge noch zu den "Todesmärschen" aufbrechen. Zwischen dem 17. und dem 21. Januar 1945 zwang die SS rund 56.000 Häftlinge aus Auschwitz-Birkenau zu einem Marsch nach Westen, weg von der näher rückenden Roten Armee. Viele von ihnen waren Zwangsarbeiter in den Außenstellen von Auschwitz.

    Auf den bis zu 250 Kilometer langen Märschen starben Tausende Häftlinge. Während einigen wenigen Menschen unterwegs die Flucht gelang, wurden viele der Überlebenden bei klirrender Kälte in offenen Bahnwaggons in die Konzentrationslager Buchenwald und Mauthausen gebracht.

    Ein großer Teil von ihnen überlebte die letzten Kriegswochen nicht. In Auschwitz-Birkenau ließ die SS rund 7.000 kranke und entkräftete Häftlinge zurück, die am 27. Januar 1945 von Soldaten der Roten Armee befreit wurden.

    Der 27. Januar 1945 ist in die Geschichte eingegangen als der Tag, an dem Auschwitz von der Roten Armee befreit wurde. Der Opfer des Nationalsozialismus wird an diesem Tag nach einem UN-Beschluss seit 2006 gedacht, in Deutschland seit 1996.

    Blog-Artikel:

    »Die Ermittlung« von Peter Weiss

    eingestellt von Blogger auch unter Torpedo - Gesellschafts- und Politik-Blog mit stets aktuellen Themen
    Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise des Blogbetreibers widerspiegeln.

    internationaler frühschoppen - 26.01.2020 - Verhärtete Fronten – EU ringt um Flüchtlingspolitik

    Internationaler
    Frühschoppen
    Logo Internationaler Frühschoppen (Quelle: phoenix)

    Verhärtete Fronten – EU ringt um Flüchtlingspolitik"
    Internationaler Frühschoppen - So. 26.1.20 12.00 - 13.00 Uhr

    Eine einheitliche Flüchtlingspolitik – darum ringt die Europäische Union seit Jahren. Der Flüchtlingsdeal mit der Türkei hat der EU zwar Zeit verschafft. Doch Erdogan benutzt das Abkommen immer wieder, um Druck auf Brüssel aufzubauen: Die EU halte Zusagen an die Türkei nicht ein und habe einen Teil der versprochenen Gelder nicht bezahlt. Der türkische Regierungschef droht damit, die türkischen Grenzen Richtung Europa zu öffnen.

    Länder wie Griechenland fühlen sich unterdessen mit zehntausenden Flüchtlingen von der EU im Stich gelassen. Ein Generalstreik auf den griechischen Inseln in dieser Woche zeigt die Verzweiflung der Einheimischen.

    Doch die Positionen der EU-Länder scheinen weiter verhärtet. Osteuropäische Staaten und Österreich lehnen die Aufnahme von Flüchtlingen weiter kategorisch ab.

    Warum kommt die EU in der Flüchtlingsfrage nicht auf einen Nenner? Wie könnte eine gerechte Lösung innerhalb der EU aussehen? Welche Strategie verfolgt die Türkei?

    Anke Plättner diskutiert mit fünf internationalen Gästen:


    Anke Plättner
    Fotos: Screenshots
    • Cigdem Akyol,Türkei, Journalistin und Publizistin (u.a. „Erdogan: Die kritische Biografie“)
    • Georgios Pappas, Griechenland, ERT – Hellenic Broadcasting Corporation
    • Pascal Thibaut, Frankreich, Radio France Internationale
    • Livia Klingl, Österreich, Journalistin und Publizistin (u.a. „Wir können doch nicht alle nehmen“)
    • Thomas Gutschker, Brüssel / Deutschland, Frankfurter Allgemeine Zeitung

    Hintergrundinformation

    Der Internationale Frühschoppen ist die traditionsreichste Talkrunde im deutschen Fernsehen. Seit der Erstsendung am 30. August 1953 heißt der Leitspruch: Sechs Journalisten/innen aus fünf Ländern diskutieren das wichtigste politische Thema der Woche. Bis 1987 moderierte Werner Höfer die Sendung, danach trat der "Presseclub" am 27. Dezember 1987 die Nachfolge an.

    Am 13. Oktober 2002 hat phoenix den Internationalen Frühschoppen mit dem ursprünglichen Konzept unter dem gewohnten Titel wieder belebt. Seitdem strahlt der Ereignis- und Dokumentationskanal die Talksendung immer an Sonntagen von 12.00 bis 13.00 Uhr aus, wenn der "Presseclub" im Ersten ausfällt.

    In seinem Gesamterscheinungsbild hat sich der Frühschoppen seit seinen Anfängen kaum verändert. Zwar wurde vor allem die Studio-Dekoration immer an aktuelle Trends des Fernsehdesigns angepasst. Dafür blieb aber - auch in der Neuauflage bei PHOENIX - das ursprüngliche stilbildende Konzept der Zuschauerbeteiligung durchweg erhalten: Von 12.45 Uhr an haben die Zuschauer und Zuhörer Gelegenheit, sich in die Diskussion mit Fragen einzuschalten.

    Der Internationale Frühschoppen setzt in der Themenwahl stets auf hohe Aktualität. Vor allem die Mischung aus deutschen Journalisten und ausländischen Korrespondenten mit ihrer zum Teil ganz speziellen Außenansicht der diskutierten Themen macht den einzigartigen Charakter der Sendung aus.

    Sonntag, 26. Januar 2020

    Georg Schramm: Zur Lage der Welt - sehenswert


    medico international
    eingestellt am 12.06.2018

    Ende Mai 2018 feierte die Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international ihr 50. Jubiläum in der Berliner Urania.

    50 Jahre medico international

    Seit 1968 leistet die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international Hilfe für Menschen in Not und streitet für das Recht auf Gesundheit. 2018 ist für medico gleich in zweifacher Hinsicht ein besonderes Jahr. Wir begehen ein rundes Jubiläum, und wir eröffnen das medico-Haus im Frankfurter Osthafenviertel. Mit Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Lesungen und Musikveranstaltungen wollen wir in den kommenden Monaten zeigen: Die Welt ist groß und Rettung lauert überall!

    Kategorie Nachrichten & Politik
    Lizenz Creative Commons-Lizenz mit Quellenangabe (Wiederverwendung erlaubt)

    Kommentare

    Michael Neumayr
    Der Psychologe Schramm hat man wieder alles analysiert und es mit wenigen Worten auf den Punkt gebracht. Unübertroffen und so treffend.

    Klaus Schwanitz
    Exzellent, jemand mit klarem Verstand und davon gibt es nicht wenige, wehe sie erheben sich zum Zorn...

    Bluezz Trommler
    Georg Schramm sollte Bundespräsident sein, mal einer fürs Hirn.

    Helge Donath
    einer von den aufrechten, ehrlichen, unerschütterlichen, intellektuellen, scharfsinnigen, seltenen, unverstummbaren. danke schramm-für immer!

    222mozart
    Herr Schramm, ich widerspreche Ihnen äußerst ungern, aber ich muß es sagen: Sie irren!! Sie irren gewaltig!
    Am 1. Januar 2018 bestand von 0 bis 12 Uhr ein Strombedarf von ca. 52 GW. Erzeugt wurden 2 GW Wasserkraftstrom, 33 GW Windstrom und 1 GW (durchschnittlich) Sonnenstrom, Also 36 GW entspr. 70% waren regenerativ.
    Zwischen 12 und 24 Uhr sah es so aus: Bedarf 54 GW, Produktion 2 GW Wasserkraft, 18 GW Wind, 1 GW (durchschnittl.) Sonne. Also 21 GW entsp. 39% waren regenerativ. Quelle: agora Dazugesagt werden muß, daß der übliche Bedarf (außerhalb von Feiertagen) im Winter tags bei 75 GW, nachts bei 60 GW liegt.
    Keine Ahnung, wo Sie diese völlig aus der Luft gegriffene Behauptung haben. Fakt ist, daß 100% bisher ein einziges mal auftrat, an einem Sommersonntag (wenig Bedarf!) , volle Sonne wegen blauen Himmels im ganzen Land und nahezu zerstörerischen Sturmes. An einem Sommersonntag zur Mittagszeit, als die Sonne voll schien, 14 Uhr war die Herrlichkeit schon wieder vorbei. Weiß nicht, wieviel Schaden dadurch in den Kraftwerken angerichtet wurde und zu welchem Minuspreis der überflüssige Strom im Ausland vernichtet wurde.
    Ach ja: der Gesamtenergiebedarf unseres Landes beträgt 410 GW durchschnittlich. Davon wurden am 1.Januar 2018 7% regenerativ erzeugt.

    Samstag, 25. Januar 2020

    KLARTEXT - Hat der US-Präsident Berlin wachgerüttelt?



    Privatinvestor Politik Spezial
    eingestellt am 24.01.2020

    Seit Monaten werden wir mit Ankündigungen für höhere Steuern traktiert. Fast täglich kommen die Vorstöße: SUV-Steuer, höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch, CO2-Steuer, Grunderwerbs-Zuwachssteuer etc.

    Und plötzlich - heute - lesen wir, die GroKo wolle uns steuerlich entlasten. Wenn es schon Februar wäre, würden wir an einen Faschings-Scherz denken. Aber der Zusammenhang ist ein anderer. Und niemand thematisiert ihn.

    Erinnern Sie sich? Die Rede von Donald Trump in Davos zu Beginn der Woche? Ein "Affront gegen alle in Davos", titelte die WELT. Andere Zeitungen fielen in ähnlicher Weise über den US-Präsidenten her, weil er im Wahljahr eine Wahlkampfrede vor der Welt hielt. Wie überraschend!

    Und weil Trump seine eigene politische Leistung in höchsten Tönen pries und selbstgefällig - und meterhoch - auflegte, rief er die Faktenchecker auf den Plan. Sie drehen ihn seit Tagen durch den Fakten-Fleischwolf. Nach seinem Auftritt muss er sich das auch gefallen lassen.

    Aber irgendwo beim Faktenchecken muss hiesigen Journalisten und Politikern in Berlin aufgegangen sein, dass das, was Trump vorweisen kann, gar nicht mal so schlecht ist. Er will die Mittelschicht und die unteren Einkommen entlasten, hat er gesagt. Im Klartext: er will diejenigen mitnehmen - durch eine weitere Steuerreform auch noch - die sich als Verlierer von Globalisierung, Digitalisierung und wachsendem Lohndruck sehen.

    Irgendwie muss es da in den Gehirnen deutscher Politiker und Mainstream-Faktencheckern geklickt haben, sogar in DGB-Hirnen: es wäre doch vielleicht wirklich besser, auch die deutschen Steuerzahler zur Abwechslung mal zu entlasten. Wie anders kann man eine sozial gespaltene und ideologisch aufgeladene Gesellschaft sonst zusammenhalten als durch eine Politik, die eine wachsende Zahl von Gewinnern produziert?

    Donald Trump hat uns in Davos genau an diese politische und soziale Notwendigkeit erinnert, allen Moral- und sonstigen Predigten besserwisserischer deutscher Politiker und Journalisten zum Trotz.
    Er hat im Idealfall den Ausschlag für etwas gegeben, was uns seit Jahren versprochen, aber nie eingehalten wird.
    DANKE Donald Trump.

    Kategorie Nachrichten & Politik

    Kommentare

    Kathrin Waldapfel
    Im Vergleich mit Donald Trump ist Habeck ein Wurm
    Gruß Stephan

    Orpheus' Freund
    Selbst wenn Trump nur Unwahres erzählen würde, glaubte ich den Faktencheckern der Hauptstrommedien noch weniger!
    Uschi Waldfee
    Das Geld gehört in die Rentenkasse ...geklaut habt ihr ja,schon genug ....es war das Geld der STEUERZAHLER
    Rolf aus NRW
    Lieber den Donald, als Fr. Merkel plus die anderen Politdarsteller! Er hält seine Wahlversprechen nämlich ein. Allein, wenn ich an den Amtseid der IM ERIKA denke ...

    Freitag, 24. Januar 2020

    change.org - Beschränkung von Bürgerinitiativen im Eilverfahren!?

    Im Eilverfahren soll zum 31.01.20 ein Gesetz veröffentlicht werden, wonach künftig bestimmte Großprojekte vom Bundestag per Gesetz erlassen werden können. Dies würde eine gesetzliche Beschränkung von Einwirkungsmöglichkeiten durch Bürgerinitiativen bedeuten. Silvia, die sich mit der Bürgerinitiative BI-Auetal gegen den Bau einer ICE-Trasse durch das Auetal einsetzt, will das nicht zulassen. Liebe Leser, helfen Sie mit?

    NEIN zur gesetzlichen Beschränkung von Einwirkungsmöglichkeiten durch Bürgerinitiativen!
    Silvia Baer & BI-Auetal e.V. hat diese Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel gestartet und hat nun 2.921 Unterstützer*innen
    Unterschreiben Sie bitte diese Petition
    Ich bin Aktivistin der Bürgerinitiative BI-Auetal, die sich gegen ein Neu-Bauvorhaben der Bundesregierung zur Wehr setzt: Eine ICE-Trasse soll quer durch das Auetal, ein landschaftlich wunderschön gelegenes kleines Tal im Schaumburger Land, gebaut werden, obwohl es eine ausbaufähige alternative Bestandsstrecke gibt. Jetzt wird uns die Pistole auf die Brust gesetzt. Es soll ein Maßnahmegesetz erlassen werden, das den Bau der ICE-Trasse gesetzlich durchsetzt. Bauen per Gesetz! Wir sind entsetzt über das Vorgehen der Bundesregierung! Verwirrung, Verunsicherung, Lähmung, Ohnmacht und Wut! Das ist, was dieses Vorgehen bei uns bewirkt!
    Im Eilverfahren soll schon zum 31.1.2020 (!) das auf zwölf Bauvorhaben bezogene Maßnahmegesetzvorbereitungsgesetz, kurz MgvG, vom Bundestag verabschiedet werden, was viele Bürgerinitiativen zunichte machen wird. In §5(1) des MgvGs heißt es dort, dass die betroffene Öffentlichkeit nur noch unterrichtet und angehört werden muss! Für ein Ja oder Nein ist es dann zu spät! Es wird keine Einwandmöglichkeiten mehr geben! Nicht von Bürgern, nicht von betroffenen Institutionen, nicht von großen Verbänden! So wird z.B. das Umweltverbandsklagerecht außer Kraft gesetzt.
    Bitte helft uns, damit wir alle weiter für sinnvolle Lösungen kämpfen dürfen! Denn, wenn dieses Gesetz erst inkraft tritt, ist unser demokratisches Recht auf Bürgerbeteiligung ausgehebelt. Wenn dieses Gesetz inkraft tritt, kann dieser Weg für die Zukunft und andere Projekte Schule machen und zum Regelfall werden!
    Wir fordern die Ablehnung des MgvG am 31.Januar 2020!
    Schneller, Höher, Weiter, Mehr ist Besser?! Leider sind diese Faktoren wider besseren Wissens immer noch das Credo für viele Entscheidungsträger. Genau diese Entscheidungsträger sind bereit, dafür das Mitspracherecht der Bürger mittels des Maßnahmegesetzes MgvG auszuhöhlen!
    Unterschreibe diese Petition zur Stärkung der Demokratie und des Bürgerbeteiligungsrechts!
    12 Bauvorhaben sind vom MgvG betroffen. Vordergründig werden diese Bauvorhaben als Klimaprojekte erklärt, bei genauer Betrachtung entpuppen die Projekte sich jedoch teilweise als fragwürdig und unbedingt schärfer zu prüfen. Denn es gibt oft alternative umweltverträglichere Möglichkeiten.
    Die durch das MgvG betroffenen Bauvorhaben sind:
    1. Ausbau der Eisenbahnstrecke von München über Mühldorf nach Freilassing,
    2. Ausbau der Eisenbahnstrecke von Hof über Marktredwitz und Regensburg nach Obertraubling,
    3. Ausbau der Eisenbahnstrecke von Magdeburg nach Halle,
    4. Neubau der Kurve von Mönchehof nach Ihringshausen im Rahmen des Ausbaus der Eisenbahnstrecke von Paderborn nach Halle,
    5. Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke von Geithain nach Chemnitz im Rahmen des Ausbaus der Eisenbahnstrecke von Leipzig nach Chemnitz,
    6. Ausbau der Eisenbahnstrecke von Hannover nach Bielefeld,
    7. Ausbau der Eisenbahnstrecke von der Grenze D/NL über Kaldenkirchen, Viersen und Rheydt nach Odenkirchen,
    8. Fahrrinnenanpassung der Außenweser,
    9. Abladeoptimierung der Fahrrinnen des Mittelrheins,
    10. Fahrrinnenvertiefung des Untermains bis Aschaffenburg,
    11. Vertiefung des Nord-Ostsee-Kanals sowie
    12. Ausbau des Wesel-Datteln-Kanals bis Marl und den Ersatzneubau der „Großen Schleusen“ sowie die Brückenhebung bei diesem Ersatzneubau.
    Der Gesetzentwurf der Bundesregierung 579/19: „Entwurf eines Gesetzes zur Vorbereitung der Schaffung von Baurecht durch Maßnahmegesetz im Verkehrsbereich (Maßnahmegesetzvorbereitungsgesetz – MgvG)“ ist 34 Seiten lang und auf dipbt.bundestag.de/extrakt/ba/WP19/2552/255234html in einer Fassung vom 8.11.2019 nachlesbar. Für Laien alles schwer verständlich.
    Doch wir haben Rückenwind vom Deutschen Anwaltverein (DAV), Ausschuss Verwaltungsrecht. Der Deutsche Anwaltverein lehnt in einer Stellungnahme aus November 2019 – Nachzulesen im Newsroom auf anwaltverein.de - SN 47/19 – die mit dem vorliegenden Gesetzentwurf verbundene Richtungsentscheidung definitiv ab - hier heißt es übrigens noch Genehmigungsbeschleunigungsgesetz (GbG). Verwirrung pur! Mit Bearbeitungsstand vom 16.10.2019 wurde dem Anwaltverein ein Referentenentwurf vorgelegt mit Bitte um Stellungnahme zum 17.10.2019. Einen Tag später? Echt jetzt? Diese Tatsache macht schon - wohlwollend ausgedrückt - misstrauisch.
    Doch - und wir bedanken uns an dieser Stelle für die Wachsamkeit der Mitarbeiter des DAV - kluge Leute haben dort schnell erkannt und verständlich auf den Punkt gebracht, was hier für ein Brei zusammengebraut wurde. Laut Stellungnahme hält der Anwaltverein den Referentenentwurf für verfassungsrechtlich problematisch und rechtsschutzeinschränkend. Leider muss eine solche Stellungnahme bei der endgültigen Entscheidung Ende Januar nicht berücksichtigt werden. Deshalb brauchen wir ein klares NEIN von vielen Bürgern!
    Bitte seid achtsam! Unterschreibt diese Petition, um dem Würgegriff von Maßnahmegesetzen vorzubeugen!
    Was ist da los? Wieso soll ein Gesetz in einem Zeitrahmen durchgesetzt werden, in dem eine realistische Prüfung und Einschätzung aller Beteiligten schlichtweg nicht möglich ist? Und das über Weihnachten und Neujahr, wo anzunehmen ist, dass wir alle sehr beschäftigt sind? Wie kommen die also darauf, jetzt plötzlich dieses Vorbereitungsgesetz (MgvG) vorzulegen? Was soll denn da angeschoben werden? Wird dort mit Gegenwind gerechnet und warum? Wir sagen deutlich NEIN zu solchen Praktiken!
    Die Regierung steht unter Druck. Jetzt sollen klimaschonende Projekte angestoßen werden. Doch bitte gebt nicht das ganze schöne Geld für ein paar Großprojekte aus! Wir alle wollen die Richtung ändern. Weg von Raubbau und Zerstörung – hin zu naturnaher wertvoller Lebensweise. Das beinhaltet auch eine ausbalancierte Verteilung! Oft ist es das Kleine, das Veränderung bewirkt. Lasst uns pflegen, was wir haben!
    Ja – es sollen möglichst schnell sinnvolle Klimaprojekte angestoßen werden! Ja – es sollen kreative, sinnvolle Lösungen für die Nutzung der Verkehrswege gefunden werden! Doch nein – ein Hochgeschwindigkeits ICE, der mit 300 Sachen durch das Land schießt, ist nicht umweltverträglich! So ein Hochgeschwindigkeitszug hält auch nicht an den vielen kleinen Orten, wo eine ökologisch wertvolle Verbindung sinnvoll wäre. Und hier wird es Zeit, sich an etwas zu erinnern: Weniger ist mehr! Langsam ist Achtsam! Es gibt Alternativen!
    Helft uns, ökologisch wichtige Sachverhalte darzustellen und prüfen zu lassen! Helft uns demokratische Entscheidungsprozesse zu erhalten!
    Ein Beispiel: Das Auetal ist eine kleine Gemeinde im Landkreis Schaumburg und liegt in einer kleinen Talsohle zwischen dem Süntel, dem Wesergebirge und dem Bückeberg. Eines der Projekte, die durch das MgvG betroffen sind, ist eine Neubautrasse für den 300 Sachen ICE mitten durch dieses kleine Auetal. Hintergrund ist die Idee, von Bielefeld nach Hannover in 30 Minuten zu gelangen! Das ist das eigentliche und einzige Argument für den Neubau. Aber: Es gibt bereits eine vorhandene, funktionierende Strecke, die vielleicht nicht ganz so schnell, jedoch ausbaubar ist.
    Konsequenzen wie Landschaftsveränderungen, Artenschwinden, wirtschaftliche und somit auch demographische Negativkonsequenzen mit der damit verbundenen Zerstörung von Existenzen werden als Kollateralschäden gesehen!
    So gibt es in Auetal ein durch den NABU über Jahre gewachsenes, mit immensen finanziellen Mitteln gefördertes EU-Projekt zur Erhaltung z.B. der Gelbbauchunke. Durch eine ICE-Trasse quer durch Auetal ist dieses Projekt stark gefährdet, wenn nicht sogar zerstört. Nicht mit uns! Wir sind bereit, für die schonende Verwendung von Ressourcen zu kämpfen. Helft uns, den demokratischen Entscheidungsweg zu erhalten!
    Stimmt gegen die Durchsetzung des MgvG ! Unterschreibt diese Petition gegen Willkür und Verschleierung!
    Ein weiterer wichtiger Punkt des Gesetzes ist der Ermächtigungsparagraf des MgvG. Dort heißt es: §11 Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen für Änderungen des Maßnahmengesetzes. Das bedeutet, Teile des bereits erfassten Bauvorhabens können ohne Weiteres geändert werden:
    Zitat §11 (1): „Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates das Maßnahmengesetz zu ändern, wenn nach Inkrafttreten des Maßnahmengesetzes Tatsachen bekannt werden, die der Ausführung des Verkehrsinfrastrukturprojektes oder von Teilen des Verkehrsinfrastrukturprojektes nach den getroffenen Festsetzungen entgegenstehen. Die hiervon betroffenen öffentlichen und privaten Belange sind zu ermitteln und gegeneinander abzuwägen. Die Grundzüge des Maßnahmengesetzes dürfen nicht geändert werden.“
    Wir lesen hier zwischen den Zeilen! Man könnte uns also zunächst glauben lassen, es handele sich um einen Ausbau der bestehenden Strecke. Im Nachhinein jedoch kann das Bauvorhaben willkürlich in einen Neubau verändert werden. Hier sehen wir die Macht zur Willkür. Wir sehen die Gefahr für unsere Demokratie! Doch es geht noch weiter.
    Was, wenn das Schule macht! Es ist so einfach, Maßnahmegesetze und Ermächtigungsgesetze zu erlassen, wenn der Bürger sich nicht wehrt, wenn der Bürger nicht Bescheid weiß, wenn scheinbar im Interesse des Gemeinwohls gehandelt wird.
    In der bereits erwähnten Stellungnahme des Deutsche Anwaltvereins heißt es:
    Zitat sn_47-19: „Der Deutsche Anwaltverein hält das Gesetz – würde es so zustande kommen wie im Referentenentwurf vorgesehen – für verfassungsrechtlich problematisch. Angelehnt an die bisherige Rechtsprechung des BVerfG im Beschluss vom 17.07.1996 – 2 BvF 2/93 – juris wird aus einem historisch bedingten einmaligen Vorgehen die Vorbereitung eines Regelfalls. ...“
    Ein Regelfall? Einzelne Landesverkehrsminister haben bereits angefragt mit folgenden Projekten in das MgvG mitaufgenommen zu werden:
    1. Marschbahn Sylt (Schleswig-Holstein)
    2. Ausweitung auch auf Stromtrassen, d.h. Südlink,
    3. Fahrrinnenanpassung Unterweser (Niedersachsen)
    4. sowie Außenems (Niedersachsen)
    5. Metropolregion FrankfurtRheinMain (Hessen)
    Das sind nur 5 Projekte, die Liste ist sicherlich nicht vollständig! Werden also in Zukunft die Bürger regelmäßig von dieser Vorgehensweise betroffen sein? Haben Bürgerinitiativen dann noch eine Chance? Lasst es nicht soweit kommen!
    Aus dem Engagement um unseren Lebensraum ist nun ein Engagement für unsere Demokratie geworden! Macht mit! Lehnt das MgvG ab!
    Unterschreibt hier für den Erhalt der Demokratie – für den Erhalt demokratischer Entscheidungsprozesse!   
                        ___________________________
    Sehr geehrte Frau Merkel, sehr geehrter Herr Scheuer!
    Stehen Sie zur Demokratie! Ändern Sie vertrauensvoll die Richtung! Lehnen Sie das MgvG ab!
    Bestandteil einer sinnvollen Lösungsfindung auf umweltschonender Ebene ist immer die direkte Verbindung zwischen Mensch und Umwelt vor Ort. Gesundes Wachstum braucht Zeit! Lassen Sie sich darauf ein, ressourcenschonende Wege auf demokratischem Weg zu entdecken! Zeigen Sie uns, dass Sie Demokraten sind!

    Weiterführende Links:
    Gesetzentwurf MgvG / ID:19-255234
    Stellungnahme des Deutschen Anwaltvereins SN 47/19 vom 25.11.2019
    Analyse des Online-Rechtsportals juris vom 12.12.2019
    Bürgerinitiative Bi-Auetal e.V.
    Unterschreiben Sie bitte diese Petition


    Umweltinsttitut München: Kohleausstieg: 2038 ist es zu spät

    Liebe Leser,
    am 23.01.2020 erhielt ich eine Email vom Umweltinstitut München, in der es um die Abschaltung der Kohlekraftwerke in Deutschland geht.
    Wie schon sooft geschehen, wollte ich sie veröffentlichen, jedoch war mir die Überschrift doch etwas zu einseitig. Aus dem Grund habe ich nachgefragt und veröffentliche meine Email hier:


    An: Newsletter@Umweltinstitut.org
    Betreff: Kohleausstieg: 2038 ist es zu spät

    Sehr geehrtes Team des Umweltinstitut München,

    unter der Überschrift "Schwacher Fahrplan für den Kohleausstieg" erhielt ich eine Email in der Sie bemängeln, dass im schlechtesten Fall 2035 noch fast die Hälfte der besonders klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke am Netz sein werden!
    Zumindest in Deutschland.
    Warum schreiben Sie nicht, dass weltweit 1.380 neue Kohlekraftwerke in Planung sind?
    https://www.energiezukunft.eu/wirtschaft/weltweit-sind-1380-neue-kohlekraftwerke-in-planung/ Warum schreiben Sie nicht, dass es China und Indien ausdrücklich erlaubt ist, weit über 2035 hinaus "klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke" zu betreiben, und zwar in einer Anzahl, von der Europa nur träumen kann.

    Eine weitere Frage: Wie soll verhindert werden, dass der Co2- Ausstoß, z.B. durch Kohle- Kraftwerke in Indien und China, Einfluß auf das Weltklima und besonders das Klima in Deutschland nimmt?

    Schreiben Sie doch einmal, wie sehr sich die sofortige Abschaltung sämtlicher Kohle-Kraftwerke und die Stilllegung aller Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in Deutschland auf das Weltklima auswirken würde.

    Gerne werde ich Ihr Anliegen in meinem Blog weiterverbreiten, wenn Sie mir glaubhaft erklären können, wie sich Deutschland vor dem Ausstoß der "besonders klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke" anderer Länder, wie z.B. Polen, China Indien, Japan, Nordkorea, usw. schützen wird.

    Mit einer Vorreiterrolle, mit der sich sogenannte "Umweltschützer" auf Kosten aller Steuerzahler profilieren wollen, die schon Milliarden Euro gekostet aber so gut wie keine Auswirkung auf das Weltklima hat, bin ich nicht einverstanden.

    Sicherlich ist Ihnen bekannt, dass der ehemalige Exportweltmeister Deutschland eine neue Führungsrolle in der Welt hat. Endlich ist es gelungen Dänemark beim Strompreis auf den zweiten Platz zu verweisen und die Spitzenposition zu übernehmen.
    Wenn auch letztendlich nicht die Erzeugung der "Erneuerbaren Energie" den Löwenanteil am Gesamtpreis hat, sondern Gebühren, Steuern und Abgaben, so kann das dem Endverbraucher egal sein, für ihn spielt die Zusammensetzung keine Rolle, ihm wird so oder so in die Tasche gegriffen.

    In Erwartung einer möglichst zügigen Antwort verbleibe ich
    mit freundlichen Grüßen aus dem Hochsauerland

    Gerd Dietrich

    PS:
    Ich werde diese Email in meinem Blog
    politikparadox.blogspot.de
    und eine eventuelle Antwort veröffentlichen