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Mittwoch, 29. Januar 2020

Anne Will 26.01.2020 Klimaschutz und Kohleausstieg – werden die Milliarden richtig investiert?


Sendung am 26. Januar 2020 | 21:45 Uhr
Klimaschutz und Kohleausstieg –
werden die Milliarden richtig investiert?


Die Gäste im Studio

  • Marie-Luise Wolff
    Präsidentin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft
  • Sebastian Lachmann
    Industriekaufmann beim Energieunternehmen LEAG in Cottbus
  • Anton Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen)
    Fraktionsvorsitzender im Bundestag
  • Reiner Haseloff (CDU)
    Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt
  • Antje Grothus
    Umweltaktivistin

  • Fotos: Screenshots

    Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wurde vor den Folgen des Klimawandels gewarnt - in Deutschland streitet man über die konkrete Umsetzung von Klimaschutz. Für den Kohleausstieg will die Bundesregierung Milliarden in die Hand nehmen. Neben Hilfen für betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind hohe Entschädigungen für Kraftwerksbetreiber vorgesehen. Kommt das Geld bei den Richtigen an? Wie brüchig ist der gesellschaftliche Konsens in der Klimapolitik? Für Millionen Stromkundinnen und -kunden sind die Strompreise zu Jahresbeginn erneut gestiegen. Wer trägt die Kosten für Klimaschutz und Energiewende?

    Link zur Sendungsseite
    Link zum Anne-Will-Blog

    Pressestimmen

    Frankfurter Allgemeine
    Talkshow-Kritik „Anne Will“
    "Der größtmögliche Populismus
    Die Grünen sprechen im Namen der Menschheit, eine Umweltaktivistin glaubt an die Lösung, und ein klassischer Energieversorger stellt die richtigen Fragen: Bei Anne Will ging es um Klimaschutz und Kohleausstieg.
    Die Grünen hatten bei der letzten Bundestagswahl ein passables Ergebnis. Genau 4.158.400 Bürger gaben der Partei ihre Stimme. Damit ist sie ein wichtiger Faktor in der deutschen Politik, aber sie repräsentiert damit lediglich diese Wähler im deutschen Bundestag. Die Partei käme sicherlich nicht auf die Idee, „die Deutschen“ zu vertreten. Deren überwältigende Mehrheit hat sie schließlich nicht gewählt. Umso kurioser ist die Vorstellung, gleich für die Menschheit sprechen zu wollen. Diesen Anspruch formulierte der Vorsitzende ihrer Bundestagsfraktion. Laut Anton Hofreiter glaube kein Mensch, dass „die Menschheit die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen mitmachen“ werde. Das Thema war „Klimaschutz und Kohleausstieg – werden die Milliarden richtig investiert?“ Es ging um den Betrieb der letzten deutschen Kohlekraftwerke bis zum Jahr 2038.

    RP-Online
    TV-Nachlese zu „Anne Will“
    Beifall für rheinische Kohlekritikerin Antje Grothus
    Düsseldorf Konsens über Klimapolitik? Von wegen. Bei „Anne Will“ geht es um den Gesetzesentwurf zum Kohleausstieg. Gleich in den ersten Minuten fällt das Wort „Kungelrunde“.
    Vor den Folgen des Klimawandels hat zuletzt das Weltwirtschaftsforum in Davos gewarnt. Über die passenden Klimaschutzmaßnahmen und ihre Umsetzung gibt es oft Streit – vor allem, wenn es um Geld und Arbeitsplätze geht. Wohin sollen die Investitionen der Bundesregierung in den Klimaschutz fließen?

    Kommentare

    Seite 121
    Frank schrieb am 27.01.2020 19:30 Uhr: Deutschland steigt gleichzeitig aus der Atomenergie und der Kohle aus! Das ist ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung. Im Gegensatz zu den Grünen oder Leuten wie Rezo bin ich der Meinung, dass man dabei mit Augenmaß und Vernunft vorgehen muss. Deutschland kann den Klimawandel nicht allein bekämpfen. Wir sind für etwa 2 Prozent der weltweiten Klimagase verantwortlich. Für die restlichen 98 Prozent tragen andere Länder die Verantwortung. Vor allem die USA, China, Indien, Japan und die Europäische Union sind gefragt mehr für den Klimaschutz zu tun. Der Kohlekompromiss ist aus meiner Sicht in Ordnung. Die Bundesregierung hat einen guten Kompromiss gefunden. Die Umweltaktivisten müssen einsehen, dass wir nicht alle Atomkraft- und Kohlewerke sofort abschalten können. Deutschland ist beim Thema Klimaschutz ein globaler Vorreiter. Das verdanken wir nicht zuletzt der Tatkraft und Weitsicht von Frau Merkel. Frau Merkel ist Mitglied der CDU und nicht Mitglied der SPD oder der Grünen!

      Gerd 49 schrieb am 27.01.2020 20:59 - - - ZENSIERT - - -
      Werter Frank,
      das haben sie aber schön geschrieben:
      "Das verdanken wir nicht zuletzt der Tatkraft und Weitsicht von Frau Merkel." Meinen sie Tatkraft bei der Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke und Weitsicht ein halbes Jahr später bei der Abschaltung der Gleichen?
      "Frau Merkel ist Mitglied der CDU und nicht Mitglied der SPD oder der Grünen!"
      Wollen sie damit sagen dass eine Bundeskazlerin, die 2010 MultiKulti für gescheitert erklärt hat, mur 5 Jahre später MultiKulti einführt, dass dieses CD-U-Boot welches so schnell die Farben wechselt, etwas mit Weitsicht zu tun hat?

    Seite 122
    G. Andert schrieb am 27.01.2020 20:52 Uhr:
    Mehrere Milliarden Euro sind verplant, für den Kohleausstieg und an falsch investierende Firmen/Aktionäre ... Warum werden diese Gelder für Firmen/Aktionäre vergeudet ABER nicht für Betroffene (Arbeiter, vom Kohleausstieg betroffene Bevölkerung, usw.) verwendet ???

      Gerd 49 schrieb am 28.01.2020 16:35 Uhr
      Es ist wie bei der Entwicklungshilfe und anderen staatlichen Subventionen: Es ist nicht zum Schaden der Befürworter. Es ist ja auch nicht ihr privates Geld. Von Firmen und Aktionären findet ein Teil auf verschlungenen Pfaden zurück in die "richtigen" Taschen, von den Arbeitern und der Bevölkerung aber nicht.

    Sonntag, 22. Oktober 2017

    OXFAM Deutschland - Das stinkt uns




    Jetzt Appell schicken: Politik muss Kohleausstieg anpacken!

    Zur Online-Version


    Kohlekonzerne wie RWE fördern in Deutschland jedes Jahr insgesamt über 150 Millionen Tonnen Braunkohle für ihre Kraftwerke. Das muss ein Ende haben!





    Liebe Leser,

    Monsterstürme, Dürren, reißende Fluten: Millionen Menschen leiden unter den Folgen des Klimawandels. Ein Hauptverursacher: Deutschland. Kein anderes Land heizt dem Klima so mit schmutziger Braunkohle ein. Das stinkt uns! Schluss mit der Kohle!

    Heute starten CDU/CSU, FDP und Grüne mit ersten gemeinsamen Sondierungsgesprächen über eine „Jamaika“-Koalition. Genau der richtige Moment, um von ihnen zu fordern: Raus aus der Kohle! Die Grünen wollen den Kohleausstieg, doch CDU/CSU und FDP könnten blockieren. Das darf nicht sein!

    Wir fordern: Konkreter Klimaschutz in den Koalitionsvertrag, Kohlekraftwerke abschalten! Die laufenden Jamaika-Sondierungen müssen die Weichen dafür stellen. Unterstützen Sie uns, appellieren Sie mit uns an Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Christian Lindner (FDP).

    Jetzt E-Mail schicken









    Kohlekonzerne wie RWE fördern in Deutschland jedes Jahr insgesamt über 150 Millionen Tonnen Braunkohle, um ihre Kraftwerke zu befeuern. Die Folgen fürs Klima sind verheerend, und vor allem Menschen in armen Ländern leiden unter der Überhitzung des Klimas. Tropenstürme verwüsten ganze Landstriche, Überschwemmungen zerstören Ernten, Dürren trocknen Böden und Flüsse aus. Der Klimawandel raubt den Menschen ihre Lebensgrundlagen, verschärft Hunger und Armut. Verantwortung dafür trägt auch Deutschland.

    International gibt Deutschland den Vorreiter im Klimaschutz – versagt in der Realität jedoch drastisch. 2007 legte die Bundesregierung fest, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Dieses Ziel wird Deutschland krachend verfehlen. Noch im Wahlkampf hatte Angela Merkel öffentlich versprochen, dass Deutschland dieses Ziel erreichen werde. Das aber geht nur, wenn die neue Bundesregierung zügig die ältesten und schmutzigsten Kohlemeiler abschaltet.

    Die Politik muss jetzt gegensteuern! Wir fordern, dass sich die neue Bundesregierung im Koalitionsvertrag zu einem schrittweisen Ausstieg aus der dreckigen Kohle verpflichtet. Bis spätestens 2035 muss das letzte Kohlekraftwerk in Deutschland vom Netz gehen! Die Grünen wollen den Kohleausstieg. Auch CSU/CDU und FDP müssen jetzt mitziehen!

    Unterstützen Sie uns! Senden Sie Ihren Appell an die Parteispitzen von CDU/CSU und FDP – für konkreten Klimaschutz und ein Ende der Kohle!


    Bastian Neuwirth
    Projektkoordinator Klima und fossile Energien


    PS: Haben Sie Lust, sich direkt mit Oxfam und anderen klimabewegten Menschen zum Thema Klima auszutauschen? Wollen Sie als Erste/r von Oxfams Klimaaktionen erfahren und von Klimazeug/innen hören, welche Folgen der Klimawandel im Globalen Süden hat? Dann werden Sie Teil unserer Klimaheld/innen-Gruppe auf Facebook!










    Unterstützen Sie unseren Kampf gegen Kohle!
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    Dienstag, 22. August 2017

    campact - Wie der Kohleausstieg kommt

     


     
    Liebe Leser,
    Schwarz-Gelb macht den Trump. Die neue NRW-Landesregierung hat mit ihrem Koalitionsvertrag faktisch beschlossen, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen: CDU und FDP wollen die Windenergie ausbremsen, das Klimaschutzgesetz abschaffen und weiter uneingeschränkt Kohle abbaggern.[1] Dabei befeuert gerade die Braunkohle den Klimawandel – und im rheinischen Revier wird mehr davon aus dem Boden geholt als irgendwo sonst in Europa.[2]

    Deswegen protestieren wir am 26. August gegen den Klimakiller Kohle: Der BUND, Greenpeace und andere Umweltverbände rufen zu einer Demo am Kohle-Tagebau in Kerpen-Buir auf. Direkt am Grubenrand ziehen Kohle-Gegner/innen mit langen Transparenten eine symbolische rote Linie. Ihre Forderung: Bis hierhin und nicht weiter – Kohleausstieg jetzt!

    Mitten im Bundestagswahlkampf ist diese Botschaft besonders wichtig. Und unsere Chance auf Erfolg besonders groß. Denn auch, wenn Schwarz-Gelb in Nordrhein-Westfalen bremst – über die Zukunft der Kohlemeiler wird die neue Bundesregierung entscheiden. Hier ist viel in Bewegung: Grüne und Linkspartei fordern bereits ein schnelles Ende. Selbst Kanzlerin Angela Merkel hat eingestanden, man müsse den Ausstieg „ins Auge fassen“.[3] Jetzt ist es an uns: Je lauter unser Protest, desto eher bringen wir die neue Regierung dazu, die Kohlekraftwerke abzuschalten. Machen Sie mit und seien Sie Teil der roten Linie gegen die Kohle!

    Ort: Kerpen-Buir (nahe Köln), Parkplatz Manheimer Bürge (Stadtplanlink)
    Zeit: Samstag, 26. August, 12 Uhr

    Bringen Sie gerne rote Kleidung, Fahnen und Transparente mit zur Aktion!
    Mehr Informationen zur roten Linie finden Sie auf der Webseite des Aktionsbündnisses. 
    Zeitgleich zur roten Linie ist im Rheinland auch eine Aktion zivilen Ungehorsams geplant: Tausende Menschen wollen im Rahmen des Bündnisses „Ende Gelände“ friedlich die Kohle-Bagger im Tagebau blockieren. Campact hat sich gemeinsam mit dem BUND, Oxfam, den Naturfreunden Deutschlands und vielen weiteren Umweltverbänden solidarisch mit den Kohle-Blockierer/innen erklärt. Denn friedliche Aktionen zivilen Ungehorsams sind für uns ein essenzieller Bestandteil einer streitbaren Demokratie. 

    „Wir, die unterzeichnenden Organisationen, sind erschüttert über die Politik des Wegschauens und die existenzielle Gefährdung von weltweit Millionen Menschen durch den Klimawandel“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „Wir können angesichts der bedrohlichen Klimakatastrophe nachvollziehen, wenn sich jetzt Menschen zum zivilen Ungehorsam gegen den Kohleabbau gezwungen sehen.“

    Es wäre falsch, die Aktionen von „Ende Gelände“ mit dem illegitimen und schädlichen Randalierertum beim G20-Gipfel in Hamburg in Verbindung zu bringen – so wie dies einige Medien und das CDU-geführte Innenministerium von NRW bereits machen. Wenn die Aktionen friedlich und gewaltfrei sowie zuvor öffentlich angekündigt sind, sind sie wichtig und richtig. Im Aktionskonsens von „Ende Gelände“ heißt es hierzu: „Wir werden uns ruhig und besonnen verhalten, von uns wird keine Eskalation ausgehen, wir gefährden keine Menschen. Wir werden mit unseren Körpern blockieren und besetzen.”[4]

    Wer mit Aktionen zivilen Ungehorsams die Kohle blockiert, tritt der Ungerechtigkeit, die die Verbrennung von Braunkohle mit sich bringt, mutig entgegen. Das verdient unseren Respekt – Respekt, den wir auch von den politischen und staatlichen Institutionen erwarten.

    Unsere Solidaritätserklärung und weitere Informationen zu der Aktion finden Sie hier.
    Campact ist nicht Mitveranstalter der Aktionen im Rheinland, aber wir streiten schon lange gegen Kohlekraft und wollen daher über den Protest informieren.
    Herzliche Grüße

    Luise Neumann-Cosel, Campaignerin
    Christoph Bautz, Campact-Vorstand

    [1] „NRW steuert auf Klima-Rollback zu“, klimaretter.info, 14. Juni 2017
    [2] „Rohstoff der Superlative“, Kohleatlas 2015, Heinrich-Böll-Stiftung & BUND
    [3] „Merkels Ausstieg“, Süddeutsche Zeitung, 17. Juni 2017
    [4] Aktionskonsens „Ende Gelände“
    Kampagnen | Über Campact | Spenden | Kontakt
      Campact e.V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden
     

    Mittwoch, 25. November 2015

    campact: Paris-Demo verboten: Jetzt kommt es auf uns an!

    Campact | Spenden | Über uns | Kontakt
    Kohleausstieg
    23.11.2015 - Abonnent/innen: 1.740.208
    Liebe Leser,

    es sollte die größte Klima-Demo werden, die Europa je gesehen hat. Monatelang wurde vorbereitet und geplant, hunderte Busse waren organisiert, etliche Transparente gemalt. Doch nun hat die französische Regierung die Pariser Proteste zum Klimagipfel untersagt. 

    Das ist bitter – heißt aber auch: Wir müssen verhindern, dass in Paris allein die Lobbyisten der Rohstoff- und Energiekonzerne den Ton angeben. Jetzt kommt es auf uns an: Wenn am kommenden Sonntag Berlin für den Klimaschutz demonstriert, braucht es uns alle.

    Am Sonntag strömen weit über zehntausend Menschen auf die Straßen Berlins, werben mit Fahnen für die Energiewende, fordern lautstark die Abkehr von Fracking und Kohle. Demonstrieren Sie mit!
    Ort: Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof, Berlin (Stadtplanlink)

    Zeit: Sonntag, 29. November 2015, 12 Uhr

    Ja,
    ich bin dabei...
    Nein,
    leider nicht...


    Wir suchen noch Menschen, die uns bei der Organisation der Demo unter die Arme greifen: als Ordner/innen die Demonstration begleiten, Fahnen verteilen oder unser Aktionsbild zum Leben erwecken – einen gigantischen „Kohlosaurus“, der Kohlendioxid in die Atmosphäre pustet, bis er von den Demonstrant/innen gestoppt wird. Bitte unterstützen Sie uns! Wenn Sie helfen wollen, senden Sie uns bitte eine kurze Mail an aktion@campact.de.

     Ich freue mich darauf, mit Ihnen am Sonntag zusammen gegen Kohle und Fracking und für erneuerbare Energien zu demonstrieren.
    Herzliche Grüße

    Chris Methmann, Campaigner

    PS: Am Sonntag wollen wir richtig viele werden. Informieren Sie Freund/innen, Verwandte oder Kolleg/innen über die Demo. Leiten Sie dazu diese Mail gern weiter!
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    Montag, 3. August 2015

    campact - Gebaggert wird nicht

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    Kohleausstieg
    03.08.2015 - Abonnent/innen: 1.740.485
    Liebe Leser,
    die jüngste Kohle-Politik der Regierung ist ein einziges Zugeständnis an die Industrie. Die Klimaabgabe ist erstmal geplatzt. Nur wenige Braunkohle-Kraftwerke werden abgeschaltet. Um die Klimaziele zu erreichen, ist das viel zu wenig. Und gleichzeitig werden die Konzerne für diese Abschaltung auch noch entlohnt. Bis zu zehn Milliarden Euro sollen Staat oder Verbraucher ihnen dafür zahlen, dass sie ihren CO2-Ausstoß kaum reduzieren.

    Doch es gibt Widerstand gegen diese Politik für die Kohlelobby: etwa die Aktion „Ende Gelände“, die bald startet. Dann sollen die lauten, haushohen Bagger, die sich im rheinischen Braunkohle-Revier durch die Erde fressen, still stehen. Vor ihnen sitzen viele hundert Menschen und sagen: Ende Gelände, bis hierhin und nicht weiter!

    Wie genau der Ablauf dieser Aktion des Zivilen Ungehorsams ist? Wie die riesigen Bagger eigentlich blockiert werden? Und wie der juristische Hintergrund ist? In unserem Interview mit dem Sprecher der Aktion gibt es Antworten:

    Hier klicken und mehr über die Aktion im Campact-Blog erfahren...

    Herzliche Grüße

    Lara Dovifat, Campaigning

    PS: Sie haben Freunde, Verwandte oder Bekannte, die sich auch gegen die Kohle stark machen wollen? Dann leiten Sie diese Mail doch einfach weiter.
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    Donnerstag, 9. April 2015

    campact: NEUE UHRZEIT: Menschenketten in Dortmund

    Campact | Spenden | Über uns | Kontakt
    Kohleausstieg
    09.04.2015 - Abonnent/innen: 1.640.499
    Liebe Leser,
    Korrektur: Die Anti-Kohle-Ketten in Dortmund beginnen am Samstag schon um 13.30 Uhr. Wegen einer anderen Demonstration am selben Tag hat die Polizei unsere Menschenketten um eine halbe Stunde vorverlegt.

    Jetzt macht die Kohlelobby mobil: RWE-Aufsichtsrat und Verdi-Chef Frank Bsirske kündigte gestern „massive Proteste“ gegen das Gesetz an, mit dem Sigmar Gabriel die ältesten und schmutzigsten Kohlekraftwerke vom Netz nehmen will. Und schließt sich damit der Betonfraktion rund um die Industriegewerkschaft IG BCE an, die sich jedem Wandel verschließen. Jetzt sind wir Bürger/innen gefragt, für Energiewende und Kohleausstieg zu streiten – damit die Regierung vor der Kohlelobby nicht einknickt.

    Damit das gelingt, haben wir Großes vor: Am Samstag, den 25. April 2015, wollen wir eine acht Kilometer lange Menschenkette gegen die Kohlekraft entstehen lassen – am geplanten Braunkohle-Tagebau Garzweiler bei Köln. Doch die Zeit drängt. Wir müssen schon vorher klarmachen: Überall in Deutschland wächst eine Bewegung gegen den Klimakiller Kohlekraft. Los geht es daher schon am kommenden Samstag, den 11. April, bei Ihnen vor Ort in Dortmund.

    Zusammen mit Ihnen wollen wir eine erste Menschenkette gegen Kohlekraft durch die Dortmunder Innenstadt entstehen lassen – und gleichzeitig die große Menschenkette am 25. April bekannt machen. Damit wir die Kette am Samstag geschlossen bekommen, setzen wir auf Sie.

    Kommen Sie zu den Menschenketten durch die Dortmunder Innenstadt:

    Zeit: Samstag, 11. April 2015, 13.30 Uhr

    Ort: an der Katharinentreppe

    sowie

    Zeit: 14.00 Uhr

    Ort: am RWE-Tower, Platz von Amiens

    Die Aktion findet gemeinsam mit Greenpeace statt.

    Alle aktuellen Informationen zur Probemenschenkette finden Sie hier…

    Am Samstag in gut zwei Wochen, den 25. April, ist es dann soweit: Die Menschenkette in Garzweiler steigt. Wir hoffen, dass Sie auch dort mit dabei sind. Von Dortmund fahren Busse dorthin.

    Alle Infos zur Anreise finden Sie hier...

    Mit der Menschenkette durch den Tagebau Garzweiler stehen wir im richtigen Moment am richtigen Ort. Sigmar Gabriel hat ein Gesetz vorgelegt, mit dem der klimaschädliche Kohlestrom endlich begrenzt werden soll. Denn obwohl mehr und mehr erneuerbare Energien unseren Strombedarf decken, sinken die deutschen CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken kaum. Um unser Klima schützen zu können, braucht es den Einstieg in den Kohleausstieg – und der ist jetzt möglich.

    Doch selbst dagegen läuft die Kohlelobby Sturm. Vattenfall und RWE, BDI und IG BCE, die Regierungen der Braunkohleländer NRW, Sachsen und Brandenburg und der Wirtschaftsflügel der Union wollen die Kohle möglichst unbegrenzt am Netz halten.

    Deswegen braucht es jetzt uns: Mit einer langen Menschenkette zeigen wir gemeinsam mit unseren Bündnispartnern, dass wir Bürger/innen hinter dem Klimaschutz stehen. Kommen Sie am Samstag zur Probemenschenkette und am 25. April 2015 nach Garzweiler. Ich würde mich freuen, Sie dort zu sehen!

    Herzliche Grüße
    Chris Methmann, Campaigner

    PS: Drei der fünf klimaschädlichsten Kraftwerke Europas stehen im Rheinland – und machen die Region damit zur größten CO2-Quelle unseres Kontinents. Am 25. April haben Sie die Chance, diese Klimakiller zu stoppen. Kommen Sie zur Menschenkette durch den geplanten Tagebau Garzweiler in der Nähe von Köln!

    Informieren Sie sich hier über die Kette… 
    Campact | info@campact.de | Campact e. V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden | www.campact.de


    Dienstag, 24. März 2015

    campact - Davon erzählen Sie noch Ihren Enkeln: Kohleausstieg

    Campact | Spenden | Über uns | Kontakt
    Kohleausstieg
    20.03.2015 - Abonnent/innen: 1.637.961
    Liebe Leser,
    werden Sie mal Ihren Enkeln erzählen können, Sie hätten den Ausstieg aus dem Klimakiller Kohle in diesem Land mit durchgesetzt? Damals am 25. April 2015, mit einer bunten Menschenkette direkt an der Kante von Europas größtem Tagebau, Garzweiler bei Köln – dort wo die Bagger die Braunkohle dem Erdreich entreißen.

    Seit gestern ist klar, wieviel wir am 25. April erreichen können: Wirtschaftsminister Gabriel legte Eckpunkte für ein Gesetz vor, wie er die klimaschädlichsten Kohlekraftwerke vom Netz nehmen will. Das durchzusetzen wird verdammt hart: Die Kohlelobby in der CDU geißelte Gabriels Pläne sofort als „unterirdisch“, das werde „sie so nicht mittragen.“


    Wie wir am Samstag, den 25. April, gemeinsam mit Ihnen der Kohlelobby die Stirn bieten wollen, das erfahren Sie in unserem Video. Schauen Sie es jetzt – und teilen Sie es mit Ihren Freunden.

    Lassen Sie sich keinen Sand in die Augen streuen – schauen Sie unser Video...





    Mit unserer Menschenkette sind wir Teil einer globalen Bürgerbewegung: Rund um den Erdball stehen Menschen auf gegen Braunkohle-Bagger und Fracking-Bohrer – gegen die Gewinnung von Öl aus Teersanden im kanadischen Alberta, gegen den riesigen Kohle-Tagebau im australischen Maules Creek, gegen Fracking-Vorhaben in Großbritannien oder gegen die Keystone XL-Pipeline durch die USA. Die gemeinsame Botschaft: Unser Klima werden wir nur retten, wenn der Großteil von Kohle, Gas und Öl im Boden bleibt. Und das gelingt nur, wenn wir uns heute den Energiekonzernen entgegenstellen und für den Kohle-Ausstieg kämpfen.

    Einen ersten wichtigen Schritt zum Ausstieg plant jetzt offenbar Sigmar Gabriel: Nach einem Bericht der heutigen Süddeutschen Zeitung will er eine feste Obergrenze für den CO2-Ausstoß aller Kraftwerke festlegen, die jährlich sinken soll. Je älter ein Kraftwerk ist, desto weniger soll es ausstoßen dürfen. Die dreckigsten und ineffizientesten Meiler würden damit aus dem Markt gedrängt. Auch wenn die Obergrenze viel zu langsam sinkt – das neue Instrument könnte sich zum Motor des Kohleausstiegs entwickeln.

    Doch dafür braucht es jetzt uns. Wir müssen dafür sorgen, dass die Kohlelobby Gabriels Pläne nicht eiskalt kassiert. Und dass das Gesetz wirklich zum Einstieg in den Kohleausstieg wird: Notwendig ist ein gesetzlich verankerter Fahrplan zum Kohle-Ausstieg, mit dem das letzte Braunkohle-Kraftwerk 2030 und das letzte Steinkohle-Kraftwerk spätestens 2040 vom Netz geht.

    Doch um all dies zu erreichen, ist es ein langer Weg – und der 25. April könnte ein wichtiger Meilenstein für die entstehende Anti-Kohle-Bewegung werden. Seien Sie mit uns zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Kommen Sie am 25. April zur Menschenkette in Garzweiler bei Köln, die wir in einem breiten Bündnis organisieren.

    Schauen Sie jetzt das Mobilisierungsvideo...
    Alle Infos zu Anreise und Programm der Anti-Kohle-Kette...

    Herzliche Grüße
    Chris Methmann, Campaigner