Montag, 10. August 2020

Presseclub 9.8.2020 - Rückkehr auf die Schulbank – Verantwortungslos oder überfällig?


So. 9. August 2020, 12:03 - 13:00 Uhr

Rückkehr auf die Schulbank – Verantwortungslos oder überfällig?


Moderation:
Volker Herres
ARD Programmdirektor
Bilder: Screenshots

Die Ruhe hielt keine Woche: In Mecklenburg-Vorpommern sind nur wenige Tage nach den Sommerferien zwei Schulen wegen Corona wieder geschlossen worden. Ein schlechtes Omen für die sechs Bundesländer, die nächste Woche mit dem Regelbetrieb beginnen – darunter auch NRW mit den höchsten Infektionszahlen. Doch die Entscheidung der Kultusminister steht: Die Kinder sollen nach dem Lockdown im Frühjahr wieder gemeinsam unterrichtet werden – im Klassenzimmer ohne Mindestabstand. Nur NRW verpflichtet alle Schüler ab der 5. Klasse, auch im Unterricht eine Maske zu tragen. Eine gute Entscheidung – für Eltern, Lehrer und Kinder?

Prinzip Hoffnung und kein Plan?

Die lange Schulpause hat bildungspolitisch großen Schaden angerichtet, vor allem bei leistungsschwachen Kindern. Besonders strapaziös war sie auch für Eltern, die sich im Homeoffice auch noch um die Beschulung ihrer Kinder kümmern mussten. Eine Ifo-Studie zeigt: Fast die Hälfte der Schüler hatte weder gemeinsamen Onlineunterricht noch Einzelgespräche mit ihren Lehrern. Während einige Lehrkräfte sehr engagiert versuchten, den Notstand durch kreative Ideen zu überbrücken, konnten andere ohne Attest mit dem Hinweis auf Vorerkrankungen einfach abtauchen. Jetzt will die Politik die Digitalisierung der Schulen so schnell wie möglich nachholen. Doch das dauert: Kinder brauchen Computer, Lehrer müssen geschult und Lehrinhalte erst entwickelt werden. Bis dahin gilt das Prinzip Hoffnung, dass das Infektionsgeschehen möglichst an den Schulen vorbeigeht. Denn unsere Kinder dürfen nicht zu Bildungsverlierern werden. Doch was passiert, wenn es anders läuft? Sind die Schulen für eine zweite Welle gerüstet? Wie sollen die enormen Lernrückstände aufgeholt werden? Wie gehen wir mit dem Lehrermangel um, der sich jetzt noch mal verstärken wird, weil viele Lehrkräfte zur Risikogruppe gehören? Wie garantieren wir Bildungsgerechtigkeit?

Weblinks
Linktipps
Sendungsseite
Gästebuch

» der Kommentar des Blogschreibers «

Wie will sich Deutschland an EU-weiten Problemlösungen (manchmal meine ich sogar "global" gehört zu haben) beteiligen, wenn nicht einmal innerhalb des Landes die geringste Einigkeit besteht? Können Coronaviren Landesgrenzen, politische Gesinnungen oder auch zeitliche Termine erkennen?
Oder sollte es sich auch bei der Maskenpflicht für Schüler, wie bei fast Allem was sich um Corona dreht, um politische Machtkämpfe handeln?
Wird das Ergebnis der dreißigjährigen Medien-Manipulation jetzt als Masken-Dressurmaßnahme an der Bevölkerung, und in NRW an Kindern, getestet?
Mehr kann es eigentlich nicht sein, wenn selbst alle verantwortlichen Exsperten Sinn und Zweck einer Maske als Virenschutz bezweifeln.

738 Kommentare - 202 Kommentare und Antworten zensiert

Kommentar 141:
Karl Heinz schreibt am 08.08.2020, 22:25 Uhr :
Lauterbach hat eben in den Nachrichten erzählt, dass es bei den „vielen“ Tests für die Urlaubsrückehrer und auch noch den Lehrern und Schülern wohl ganz schnell zu einem Engpass käme und selbst die Labore haben ihre Kapazitäten schon mehr als überlastet. Im Großen und Ganzen herrscht bei unseren Politikern der blanke Dilettantismus. Schulen 1 Jahr schließen und restaurieren und digitalisieren. Das ist wohl die einzige gute Möglichkeit.
    Antwort von
    Heinz Becker , geschrieben am 08.08.2020, 22:58 Uhr :
    Ein ganzer Jahrgang ohne Schulausbildung?
    Ein ernsthafter Beruf kommt wohl eher nicht infrage aber als Mitglied oder auch Abgeordeter bei den Grünen reichts.

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)
    Antwort von
    Heinz Becker , geschrieben am 08.08.2020, 23:26 Uhr :
    Das mit eurer Nettikette hätte mir eigentlich klar sein müssen, so grün und rot wie die ARD angehaucht ist, konnte das nicht ausbleiben.
    Schöne Grüße an den regierungstreuen Chefredakteur
    Antwort von
    Gerd Körner , geschrieben am 09.08.2020, 07:55 Uhr :
    Lauterbach erzählt viel wenn der Tag lang ist. Der Mann ist nicht mehr ernst zu nehmen. Ein Wichtigtuer vor der Kanzlerin, mehr nicht! - Sie wollen also die Schulen 1 Jahr schließen, restaurieren und digitalisieren. - Wissen Sie eigentlich was das mit den Kindern macht? Wissen Sie eigentlich, was ein Jahr Bildung und Unterrichtsausfall mit einer Jugendgeneration anrichtet? - Schon heute entlassen Jahr für Jahr Real- und Hauptschulen Zehntausende "funktionelle Analphabeten" in die totale Ausbildungsunfähigkeit von Industrie und Handwerk. Die PISA-Ergebnisse sprechen Bände! Von den vielfältigen ethnischen Problemen an Schulen ganz zu schweigen, wo täglich das Miteinander der Kulturen neu ausverhandelt werden muß, weil man dem Lehrkörper sämtliche autoritäre Handlungskompetenzen genommen hat. - In einer solchen Gemengelage wollen Sie allen Ernstes die Schulen für ein Jahr schließen? Das glaub ich jetzt nicht!
    Antwort von
    Doro , geschrieben am 09.08.2020, 08:17 Uhr :
    @Heinz Becker. Wenn der Redakteur so regierungstreu ist, kann er nicht rot-grün sein. Oder habe ich verpasst, das Rot-Grün gerade die Regierung stellt? Die ARD kann eigentlich auch nicht Rot-Grün sein, denn dann würde man doch nicht Frau Merkel so hochjubeln. Die ist laut Parteibuch wohl bei der CDU. Wenn Sie schon von regierungstreuen Medien erzählen, sollten Sie vielleicht auch die richtigen Parteien benennen.
    Antwort von
    Heinz Becker , geschrieben am 09.08.2020, 08:50 Uhr :
    @Doro, die richtige Partei habe ich benannt. Der Gestaltung der Politik nach zu urteilen, haben wir nur eine bunte Regierungs-Partei mit den Farben schwarz, rot und grün. Eine Opposition findet nicht statt. Die Richtlinien der Innen-Politik bestimmt seit Februar ein Trio aus einem Virologen, einem Tierarzt und einem Bankkaufmann, nachdem ihre Vorgängerin, die sechzehn-jährige Schwedin, seit kurz vor Weihnachten abgetaucht ist, bzw. von Corona überstrahlt wird.

Kommentar 126:
Gaby Gross schreibt am 08.08.2020, 20:10 Uhr :
Die Abschaffung der Schulpflicht würde wahrscheinlich das Schulsystem deutlich entlasten.
    Antwort von
    Heinz Becker 08.08.2020, 22:32 Uhr
    ... und Deutschland bei PISA zum negativen Sieger machen.
    Alleine dieser Vorschlag ist schon ein Fleißkärtchen, abgezeichnet von der Kanzlerin, wert.

Kommentar 127:
Petra L. schreibt am 08.08.2020, 20:21 Uhr :
Meine Tochter hat ihre Lehrerin gefragt, ob sie eine Hausarbeit über ein Thema schreiben darf, das der investigative Journalist Gerhard Wisnewski vor vielen Monaten vorgestellt hat. Die Lehrerin kannte ihn gar nicht. Aber meine Tochter durfte und freute sich.
    Antwort von
    Günter.K , geschrieben am 08.08.2020, 20:36 Uhr :
    Bestimmt hätte die Lehrerin alle persönlichen Daten von Greta gekannt :-)
    Antwort von
    Harry Niebuhr , geschrieben am 08.08.2020, 21:11 Uhr :
    Wer ist Gerhard Wisnewski? Muss man den kennen? Und vor allem: Was hat das mit dem Thema der Sendung zu tun?
    Antwort von
    Heinz Becker , geschrieben am 08.08.2020, 22:40 Uhr :
    Das wissen sie nicht Herr Niebuhr? Erkundigen sie sich erstmal, bevor sie so unqualifizierte Fragen stellen
    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

Kommentar 521:
Heinz Becker schreibt 09.08.2020, 12:44 Uhr :
Ich höre schon wieder "arme Kinder". Seit wann sollen die denn überhaupt gebildet werden? Nicht auszudenken wenn jetzt eine Lösung für das Schulproblem im Allgemeinen und Bildung im Besonderen gefunden würde. Ein regelmäßig alle vier Jahre bemühtes Wahlkampf-Thema, dass genauso schnell schon am Wahlabend aus dem Blickfeld verschwindet wie seinerzeit die Steuerbibel des Guido Westerwelle. Hat zwar nie geklappt, aber jetzt wird es funktionieren. Bei jedem Wahlkampf wieder.
Kommentar 556:
Justyna schreibt 09.08.2020, 12:51 Uhr :
Hallo, was passiert mit alleinerziehenden Muttern/Vatern die vollzeit arbeiten gehen müssen um zu überleben und erstklassen schuler zuhause haben ? Wie soll das e-learning funktionieren wenn mann Geld verdienen muss, in der Firma anwesen sein muss und gleichzeitig ZUHAUSE MIT EINEM KLEINEN KIND LERNEN ODER HELFEN SOLL DEN LERNSTOF ZU VERSTEHEN ?????? Wie soll das funktionieren bitte ?
Kommentar 555:
Maik G. schreibt 09.08.2020, 12:51 Uhr :
Mittlerweile geht jeder elfte Schüler auf eine Privatschule– oder haben zumindest den Wunsch, es zu tun. . Gewerkschafter fürchten dadurch eine Verschärfung der sozialen Spaltung.Bis tief hinein in die Mittelschicht erlebe ich Eltern, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken, weil das Niveau an staatlichen Schulen sinkt. Ein Trend, der bei Gewerkschaftern Sorgen hervorruft: Aus Sicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wirken private Schulen „sozial selektiv“ und verschärfen die soziale Spaltung. Die GEW in Nordrhein-Westfalen kritisierte, auch der schlechte Zustand vieler öffentlicher Schulen habe zu der steigenden Privatschulnachfrage beigetragen. „Bei vielen Eltern nimmt das Gefühl zu, dass das öffentliche Schulsystem überfordert ist“, sagte Klaus Klemm, Bildungsforscher an der Uni Duisburg-Essen.
    Antwort von
    Stefan Meyer , geschrieben am 09.08.2020, 13:05 Uhr :
    Nun ja stellen sie sich einen Lehrer vor der in den gr. Ferien immer gesagt bekommt OK mit dem Beginn der Sommerferien müssen sie Arbeitslosengeld / Hartz 4 beantragen. Zitat - Baden-Württemberg Land ist Spitzenreiter bei Lehrer-Arbeitslosigkeit im Sommer. In keinem Land melden sich zu den Sommerferien so viele Lehrer arbeitslos wie in Baden-Württemberg. Das liegt an den Verträgen, die oft auf nur ein Schuljahr befristet sind. Das spornt richtig an da gebe ich als Lehrer mein Bestes wenn man mit mir so umgeht. Nun ja es stimmt schon, Baden- Württemberg ist ja noch ärmer wie Bremen oder Berlin, die noch an den Schulden der Bankgesellschaft Berlin (Heute noch) abzahlen.
    Antwort von
    Angela Hoth , geschrieben am 09.08.2020, 13:18 Uhr :
    Ich kann Herrn Meyer nur zustimen, in Schleswig-Holstein gibst nur noch 9 Monatsverträge. Wer will da noch Lehrer werden?

Sonntag, 9. August 2020

NEUE DEMO IN BERLIN 29.08.2020 | BERLIN invites Europe | Fest für Freiheit und Frieden


Adrian

NEUE DEMO IN BERLIN 29.08.2020 | BERLIN invites Europe | Fest für Freiheit und Frieden Re-Upload Querdenken 711
Von Adrian angepinnt

Leute, ich bin entsetzt und weiß nicht was ich davon halten soll. Ich weiß, dass ich viel Hate in Kauf nehmen muss, weil viele Menschen von der Rechtschaffenheit der Regierung und den Medien überzeugt sind, wie auch ich es bis vor Kurzem noch gewesen bin. Ich sehe mich nicht als Verschwörungstheoretiker, eher als normalen Bürger der um seine Kinder besorgt ist.
Ich bin mir im Klaren darüber, dass es viele Menschen gibt, die Angst vor Corona haben und viele Menschen, die das hinterfragen. Ich zähle mich zu Letzterem, da ich das Ganze für einen entschuldbaren Fehler unserer Regierung halte, der sich in Kürze aufklären sollte. Es soll anders kommen.

Mir ist von einem Zuschauer eine Seite empfohlen worden, die ein weit, weit, weit größeres Problem aufzuzeigen vermag, als nur Masken zu tragen. Es geht um viel mehr als die Ausrottung eines Virus. Ich selber habe immer versucht heraus zu bekommen, warum und wer ein Interesse daran hat Corona vorzugaukeln und die Bevölkerung mit Daueransagen in allen Kanälen zu verunsichern.

Diese Seite offenbart vermutlich die geballte Macht und das perfide Vorhaben einiger mächtiger Multi-Bosse. Wenn das umgesetzt werden sollte und die dort aufgezeigten Pläne, die bereits umgesetzt werden, Vollendung finden, dann haben wir hier KEINE Zukunft mehr.
Ich bitte alle, sich diese Seite genau anzusehen und möchte darum bitten hier nicht zu haten oder wahllos Beleidigungen in die Kommis zu schreiben.
Ich weiß, es ist alles unfassbar und jeder der mir das bis vor Kurzem erzählt hätte, würde von mir einen Schwall des Gelächters ernten. Wenn aber doch etwas dran ist, dann haben wir einen hoffnungslosen Standpunkt erreicht, es sei denn wir stehen alle zusammen und bieten dieser beängstigenden Planung gemeinsam die Stirn. Sollte das alles nicht wahr sein, bitte ich alle darum mir und anderen zu erklären, warum es nicht so sei.
Erklärung der Seite auf Deutsch:

DER PERFIDE PLAN DES WORLD ECONOMIC FORUM



Rubikon - Das Maß ist voll!

Nach ihrer Schand-Berichterstattung zum 1. August 2020 muss die Mainstreampresse massiven Gegenwind zu spüren bekommen — boykottieren wir sie!

von Roland Rottenfußer

Sie beleidigen freiheitsliebende Menschen als „Covidioten“. Sie nennen Demonstranten, die sich der fortgeschrittenen Gesundheitsdiktatur entgegenstellen, „Nazis“. Sie assistieren einer zunehmend übergriffigen Obrigkeit dabei, mit Angst zu regieren. Sie streichen bei Angaben zur Anzahl der Demonstranten am 1. August in Berlin schon mal eine Null weg und versuchen, eine wachsende Bewegung so in der Öffentlichkeit zum Verschwinden zu bringen. „Unsere“ Mainstream-Medien haben den Bogen zweifellos überspannt. Von einem ohnehin geringen Niveau der Glaubwürdigkeit ausgehend, sind sie nun nochmals einen Riesenschritt abwärts gegangen. Es wird Zeit, dass sie die Konsequenzen ihres historischen, für die Demokratie in diesem Land verheerenden Fehlverhaltens zu spüren bekommen. Boykottieren wir die eingebetteten Massenmedien und Presseorgane! Entziehen wir ihnen unsere Aufmerksamkeit und unser Geld! Ja, auch wenn da mal Sympathie, gar Liebe war — reichen wir endlich die Scheidung ein!


So leicht wird man heutzutage zum „Nazi“. Nicht nur, dass den
Demonstranten vom 1. August in Berlin der Ruf „Nazis raus!“ entgegenschallte — die Süddeutsche Zeitung spürte auch eine überaus bedenkliche „Nazi-Parallele“ auf. Das Motto der Demo lautete ja: „Das Ende der Pandemie — Tag der Freiheit.“ Und siehe da: „Den Titel ‚Tag der Freiheit‘ trägt auch ein Propagandafilm der Nazi-Ikone Leni Riefenstahl über den Parteitag der NSDAP 1935.“

Wumms, das hat gesessen! Nun sind „Tag“ und „Freiheit“ relativ häufige Worte der deutschen Sprache. Man muss nicht unbedingt glühender Nationalsozialist sein, um auf diese Wortkombination von ganz allein zu kommen. 1942 drehte Rolf Hansen mit Heinrich George und Zarah Leander den Nazi-Propagandafilm „Die große Liebe“. Ist große Liebe somit etwas Schlechtes? Sollten wir aufpassen, die Wortkombination nicht mehr zu benutzen? Oder geht es hier um etwas ganz anderes als „Geschichtsbewusstsein“?

„Argumente“ wie jenes aus der Süddeutschen Zeitung zeugen eher vom Triumph des Willens zur Diffamierung — oh, jetzt ist mir schon wieder ein Riefenstahl-Zitat unterlaufen. Die Mainstream-Presse versucht auf Teufel komm raus einen negativen Eindruck von der Großdemo vom 1. August zu erzeugen und ist sich dabei für keine Übertreibung, keine Schikane, ja keine plumpe Lüge zu schade. Es beginnt damit, dass sich Medienberichte viel weniger damit befassten, was die Demonstranten dachten und wollten, als damit, was sie anhatten beziehungsweise nicht anhatten: eine Maske.

Die Zeit titelte in Anlehnung an Berlins Regierenden Bürgermeister: „Das sind Leben, mit denen die spielen.“ Damit war zur Jagd gegen kritische Bürger geblasen, die nicht einsahen, warum sie sich im Akt des Demonstrierens ausgerechnet dem aussagekräftigsten Symbol dessen unterwerfen sollten, wogegen demonstriert wurde.
Eine „Welle“ fast ohne Tote
Die Diffamierungsversuche der Presse setzten sich fort mit dem Hinweis, „ausgerechnet jetzt, da die Infiziertenzahlen wieder steigen“, verhielten sich die Protestierenden derart leichtsinnig. Die Botschaft ist klar: Mitten in die zweite Welle hinein, also zur Unzeit und völlig faktenblind, platzten die Demonstranten mit ihrer Aktion hinein. Schauen Sie sich, um die Fakten wieder gerade zu rücken, diese einfache Grafik an. Sie stammt — keine Angst — aus einer „seriösen Quelle“: Wikipedia. Klicken Sie dabei unbedingt auf „Todesfälle“, dann ist die „Welle“ ein äußerst sanftes Kräuseln der Wasseroberfläche.

Suchbild: finden Sie die zweite Corona-Welle!

Wie immer man die Infiziertenzahlen der letzten Wochen bewertet, es scheint sich zumindest in Deutschland um eine Welle fast ohne Tote zu handeln. Seit Ende Juni liegt die Zahl der Verstorbenen in der Größenordnung zwischen 0 und 10 pro Tag. Die Aussage, es sei um jedes Leben schade, ist im Prinzip richtig, führt jedoch hier politisch nicht weiter. Denn dies gilt für Menschen, die ohne Zusammenhang mit Covid-19 oder gerade wegen der rigiden Corona-Maßnahmen sterben, ebenso. Ich fordere ja nicht, die Berichterstattung über Covid-19 beziehungsweise Sars-CoV-2 komplett einzustellen. Wohl aber wäre eine Berichterstattung zu erwarten, die entsprechend der tatsächlichen Bedrohlichkeit einer Krankheit an- und wieder abschwillt. Zum Vergleich: Etwas über 400 Menschen sterben täglich an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Muss man da ein Irrer sein, rücksichtslos oder Nationalsozialist, um die Frage nach der Verhältnismäßigkeit zu stellen?
Es gibt auch Corona-Coldspots
In meinem Heimatlandkreis Weilheim-Schongau gab es bisher überhaupt nur 368 positiv auf Covid-19 Getestete. Davon sind nur 9 (!) heute noch immer erkrankt. 3 starben, jedoch alle schon zu Beginn der Epidemie. Derzeit kommen in meiner Gegend auf einen erwiesenermaßen Corona-Infizierten, der noch nicht wieder geheilt ist, circa 16.700, die nicht infiziert sind. Von den 9 Infizierten sind wiederum 6 in Quarantäne, laufen also nicht „frei herum“ und können andere nicht gefährden. In meiner Heimatgemeinde Peißenberg, separat betrachtet, gibt es also derzeit zwischen 0 und einer Person, bei der ich mich anstecken könnte.

Die Maskenpflicht gilt jedoch rigoros in allen Geschäften und Einrichtungen mit Personenverkehr. Ich habe nirgendwo erlebt, dass mir ein Händler verschwörerisch zugeraunt hätte, bei ihm müsse ich es mit der Maskenpflicht nicht so genau nehmen. Der Staat hat auf die vermutlich ohnehin wenigen Menschen, die eigenständig denken, mit Drohung und Nötigung massiven Psychoterror ausgeübt. Wer mit gutem Grund keine Angst vor Ansteckung hat, muss wenigstens so tun, als hätte er sie. Wir leben in einer Gesellschaft der Ängstlichen und Angst-Simulanten. Kein Zweifel:
Die Mächtigen und ihre Medien hassen jeden „Leichtsinn“. Lieber ist ihnen eine schwersinnige Bevölkerung, die mit ernstem Gesicht über Gefahren nachgrübelt, die nicht oder nur in geringem Maß existieren — niedergedrückt unter der psychischen Last, die man ihnen auferlegt hat, weil man eine bedrückte Bevölkerung leichter unterdrücken kann.
Frage: Warum wird in der Presse andauernd über sogenannte Hotspots, jedoch nicht über deren Gegenteil berichtet: „Coldspots“ wie den Landkreis Weilheim-Schongau? Warum werden wir, nachdem die Zahlen für Fanatiker, die in die Idee eines Dauernotstands verliebt sind, längst nicht mehr so viel hergeben, mit einem „Worst of“ der schlimmsten Corona-Vorfälle in Angst gehalten? Welche Agenda verfolgen die Medien?
„Corona-Leugner“ — ein billiger Denunziationsversuch
Warum hat sich der Begriff „Corona-Leugner“ für Menschen, die wie wir im Rubikon über den massiven Freiheitsabbau überall in der Welt besorgt sind, auf breiter Front in den Medien durchgesetzt. Was wollen die uns mit dieser Wortwahl unterschieben? Es gab in der Geschichte nur zwei Gelegenheiten, bei denen der Zusatz „Leugner“ massiv gegen eine Gruppe von Menschen ins Feld geführt worden: der „Gottesleugner“ und der „Holocaustleugner“. Die einen galten als verachtenswerte Ketzer, die anderen sind Verbrecher, die juristisch belangt werden können und auf schlimmste Weise die Opfer eines historisch einzigartigen Völkermords beleidigen.

Was haben Menschen, die zum Umgang der Politik mit Corona kritische Fragen stellen, mit diesen Menschen zu tun? Und, abgesehen vom beleidigenden Charakter dieser Bezeichnung: Ich kenne wirklich viele Berichte der alternativen Medienszene zu Corona und habe nicht einmal gesehen, dass jemand die Existenz des Virus leugnete. Allenfalls wird die These von seiner exzeptionellen Gefährlichkeit relativiert — mit guten Gründen.

Warum versuchen die uns so etwas unterzujubeln? Warum lügen Sie? Warum schlägt den Verteidigern der Freiheit ein solcher Hass entgegen? Immerhin gehen mit der Freiheit alle im Bundestag vertretenen Parteien gern hausieren — so aufdringlich, dass sich unsere imperialistische Hemisphäre sogar selbst den Ehrentitel „freie Welt“ verliehen hat. Ein besonders abstoßendes Beispiel für völlig enthemmte Hasstiraden lieferte die SPD Chefin Saskia Esken. Noch während am Samstag die Demonstration lief, schrieb sie auf Twitter, „Tausende Covidioten“ seien marschiert. Und benannte auch Gruppierungen, die sie gesichtet haben will: „Rechtsextreme mit Reichsbürgern, Pegida-Angehörige mit QAnon-Anhängern“.

Wenn man einen Live-Stream der Veranstaltung anschaut, kann man sich da nur an den Kopf langen. Ein kilometerlanger Aufmarsch ganz überwiegend harmloser und freundlicher Menschen. Dabei hatte Rubikon-Autorin Adriana Sprenger, die vor Ort war, ehrlicherweise zugegeben, dass sich Menschen im Pulk befanden, deren Weltanschauung mit der freiheitlichen Einstellung der Veranstalter und der überwältigenden Mehrheit der Teilnehmer nicht vereinbar war. Von 0,5 Prozent sprach Adriana, was natürlich nur eine Schätzung sein kann. Warum schrieb die Presse aber nirgendwo: „In Berlin waren friedliche und freiheitsbewusste Menschen unterwegs. Unter den Demonstranten wurden auch Linke und Umweltbewegte gesichtet?“ Passt die Wahrheit, passt ein Mindestmaß an wohlwollender Betrachtung den Medienverantwortlichen nicht ins Konzept?
Der Kampf der „Liberalen“ gegen die Freiheitskämpfer
Fühlen sich die Journalisten nicht als Teil dieser Gesellschaft, die sich derzeit rapide auf einer abschüssigen Bahn in Richtung Gesundheitsdiktatur befindet? In welcher Welt wollen diese Menschen leben? Welche Welt wollen sie mit ihrem Schreibtalent zu erschaffen helfen — nicht zuletzt auch für ihre eigenen Kinder und Enkel?
Wenn diese Kinder sie später einmal fragen: „Wo warst du damals, Opa oder Oma, als die Diktatur begann? Hast Du gekämpft?“, dann müssten sie kleinlaut antworten: „Ja, ich habe gekämpft — gegen die Kämpfer. Ich habe meinen Einfluss auf die öffentliche Meinung genutzt, um die ohnehin wenigen kritischen Menschen zu diffamieren und den sich regenden Widerstand im Keim zu ersticken.“
Vielleicht glauben viele von denen wirklich, dass sie das Land vor „Nazis“ schützen müssen – zumindest jene, die nicht vor Ort waren, jedoch den Mund sehr weit aufreißen, wenn es darum geht, das, was sie nicht gesehen haben, zu beschreiben. Aber ich möchte nicht in der Haut derer stecken, die eigentlich schon selber nicht mehr an ihre Lügen glauben, weiter mitspielen in diesem perfiden Spiel, auf Befehl ihres Chefredakteurs oder um eine lieb gewonnene Festanstellung nicht zu riskieren. Nicht für viel Geld.

Auch überwiegend gute alternative Medien verhalten sich zu der Demonstration vom 1. August teilweise sehr unbestimmt. Allen voran das Magazin Telepolis, dessen Corona-Berichterstattung ohnehin dem Prinzip eines durchwachsenen Stücks Speck entspricht:
Mal wird ähnlich kritisch argumentiert wie im Rubikon, mal propagieren Autoren das glatte Gegenteil, so dass beide Seiten des Meinungsspektrums — oder keine von ihnen — das Magazin für sich beanspruchen können.
Oder man findet gleich zwei Meinungen in ein und demselben Artikel wie beispielsweise in jenem von Telepolis-Chefredakteur Florian Rötzer vom 3. August. Am 6. August bezieht derselbe dann unmißverständlich Position — und zwar auf eine Art und Weise, die selbst Stammleser im Forum dagegen Sturm laufen lässt, denn für dumm verkaufen lassen wollen sie sich nicht.

Tobias Riegel nimmt die Demonstranten in einem überwiegend freundlichen Artikel auf den NachDenkSeiten zwar in Schutz, distanziert sich dann jedoch umgehend von allem und jedem, was irgend mit Protest zu tun haben könnte, ohne hierfür auch nur einen Grund zu nennen:
„Ich persönlich hätte (die Demo) (...) nicht besucht. Aber...“
Die Zahlenfälscher
Die schlimmste Presselüge zum 1. August dürfte jene gewesen sein, die die Anzahl der Demonstrierenden betraf. Hier nannten die meistens Mainstream-Medien folgende Zahlen: 20.000 oder gar nur 15.000. Aber wie viele waren es wirklich? Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke geht nach einigen Recherchen und Überlegungen mittlerweile nicht mehr von einer Million oder gar 1,3 Millionen Menschen aus. Er nennt eine Zahl zwischen 160.000 und 320.000. Das ist plausibel, sieht man sich die Livestreams und Luftaufnahmen von der Großdemonstration an. Der Rubikon bietet einiges an Material, damit sich alle Nicht-Demo-Teilnehmer darüber selbst ein Bild machen und eigene Schätzungen anstellen können.

Sicher scheint: Die meisten Berichterstatter haben sich in der Größenordnung ganz massiv „geirrt“. Man muss die angegebenen Zahlen mit 10 oder 20 multiplizieren. Kann man von Qualitätsjournalisten heutzutage erwarten, dass sie, wenn sie 100 Menschen sehen, nicht schreiben, es wären fünf gewesen? Offenbar nicht.

Jens Wernicke schließt: „Es handelt sich wohl tatsächlich um die größte regierungskritische Demonstration in Deutschland seit dem 4. November 1989.“ An diesem Tag fand die größte, nicht staatlich gelenkte Demonstration der DDR-Geschichte auf dem Berliner Alexanderplatz statt. Das Ereignis gilt heute als historisch und als Meilenstein auf dem Weg zur friedlichen Entmachtung der damaligen Führungsriege. Auch die damals angegebenen Teilnehmerzahlen — meist wurde 1 Million genannt — wurden natürlich in Frage gestellt. Aber selbst, wenn vor ein paar Tagen nur ein Drittel der damaligen Teilnehmerzahl erreicht wurde, verdient die Demonstration vom 1. August 2020 gegen das Corona-Regime die Bezeichnung „historisch“.

Warum wird dieses Signal von den Mächtigen nicht oder nur höchst verzerrt wahrgenommen? Warum werden die Teilnehmerzahlen von Polizei und Presse gefälscht? Und was geschähe, wenn wirklich einmal eine Million Demonstranten kämen — oder zwei Millionen? Würden wir dann wieder nur von ein paar tausend Nazis, Idioten und Pöblern lesen?
Repression als Antwort auf Bürgerkritik
Es ist zu befürchten: Mit dem weiteren Wachstum einer Gegenbewegung würde der Staat, anstatt auf die Botschaft der Demonstrierenden zu hören, lediglich die Repressionsmaßnahmen verstärken. Nach dem Motto: Wenn 1000 kommen, ignorieren wie die Demo; wenn 10.000 kommen, beschimpfen wir die Demonstranten. Und wenn sich 100.000 ankündigen, verbieten wir die Kundgebung einfach. Dies deutet sich schon jetzt an. Denn zahlreiche Politiker forderten nach dem 1. August ein härteres Vorgehen, schnellere Demoauflösungen und weitere Einschränkungen des Demonstrationsrechts.
Die maßgeblichen Akteure bemerken nicht einmal, wie peinlich es ist, dass sie nun die Seiten gewechselt haben, gerade sie, die sich voll Verachtung gegen das DDR-Regime stets auf der „richtigen Seite der Geschichte“ wähnten.
Unbelehrbare, ideologisch verblendete Betonköpfe merkten damals wie heute gar nicht, wie es im Volk rumorte — bei jener offenbar lästigen Menschengruppe also, der Politiker offiziell ja zu dienen hätten. Die bis heute herrschende Politikerriege hat uns immer nur eine „Joachim-Gauck-Freiheit“ gebracht, eine Freiheit der Märkte und der Unternehmerwillkür, eine Freiheit, die von vornherein schon durch „Verantwortung“ eingehegt und beschnitten sein musste, und deren Grenzen sie selbst definierten. Sobald einmal wirkliche Freiheit ihr Haupt erhebt, möchten solche Liberale, erhitzt von biedermännischem Furor, am liebsten draufknüppeln.

Vaclav Havel schrieb mit Blick auf seine Heimat, die damals „realsozialistisch“ verwaltete Tschechoslowakei: „Ich hoffe immer noch, dass die Staatsmacht endlich aufhört, sich wie ein hässliches Mädchen zu gebärden, das den Spiegel zerschlägt in der Annahme, er sei schuld an seinem Aussehen.“ Das möchte man heutigen Corona-Politikern vorhalten. Und Medien, die „ihr“ Volk tagaus, tagein mit Staatspropaganda analog zur „Aktuellen Kamera“ in der DDR beschallen — in einem Land, dessen Grenzen zeitweise geschlossen waren und im Zuge „zweiter und dritter Wellen“ stets von Schließung bedroht sind und in dem Totalüberwachung die von den Menschen geduldete neue Normalität geworden ist.

Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke ging inzwischen gegen die massiven Presselügen anlässlich des 1. August presserechtlich vor. Er forderte das Polizeipräsidium in Berlin über die Rechtsanwältin Viviane Fischer ultimativ auf, die Zahlen zu nennen, die den Medien von der Polizei übermittelt worden waren. Mitunter nämlich haben bestimmte Pressevertreter gar nicht selbst falsch gezählt, sie haben ungeprüft Zahlen übernommen, die ihnen von der Staatmacht genannt worden waren und die sie — routiniert fügsam — in keiner Weise in Frage stellten. Jens Wernicke schließt einen Newsletter an die Rubikon-Leser: „Das Maß ist wirklich voll; es reicht.“
Boykottiert sie!
Was tun? Von Karl Marx stammt der berühmte Ausspruch: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern.“ Ich möchte das, angewandt auf den vorliegenden Fall, einmal so abändern: Alternative Medien haben die Macht der Systemmedien nur aus verschiedenen Blickwinkeln beklagt; es kommt aber darauf an, ihnen diese Macht zu entreißen. Das klingt kühn und so, als würden wir uns hoffnungslos selbst überfordern. Tatsächlich kann aber jeder und jede von uns Schritte gehen, um den Einfluss jener Mainstream-Medien, die sich beim fraglichen Thema „Corona“ unfair und manipulativ verhalten haben, zu verringern.

Wir können
  • Fernsehsender, die das Corona-Regime stützen, nicht mehr einschalten – zumindest aber die Nachrichtensendungen und einschlägigen Talkshows meiden.
  • Politische Tageszeitungen sowie Wochenmagazine nicht mehr kaufen.
  • Gegebenenfalls entsprechende Abonnements kündigen.
  • Mitmenschen von den eigenen negativen Erfahrungen mit derartigen Medien berichten und dafür konkrete Beispiele nennen.
  • Und – ganz wichtig – den betreffenden Medien die Gründe für den Boykott darlegen. Dies dürfte besonders wirksam bei Abo-Kündigungen sein. Wo Medienmacher ethischen und politischen Argumenten gegenüber nicht aufgeschlossen sind, werden sie vielleicht aufmerksam, wenn relevante Geldverluste drohen.
Tatsächlich ist ein Sinken der Auflagen großer Print-Titel kein neues Phänomen. So sanken die Leserzahlen unter anderem von Stern, Welt, BILD, Süddeutscher und Frankfurter Allgemeiner 2019 in unterschiedlichem Ausmaß.

Wer will, kann über den auch in Zahlen dokumentierbaren Niedergang der „großen“ Medien noch weiter forschen. Das ist interessant. Bei ARD und ZDF sitzen junge Menschen schon lange nicht mehr in der ersten Reihe — trotz Zwangsgebühr sind diese Bespaßunsprogramme für sie schlicht nicht mehr relevant. Obwohl die Bindewirkung der „Großen“ somit rapide nachlässt, war es jedoch möglich, der Bevölkerungsmehrheit die Corona-Maßnahmen noch einmal aufzuschwatzen, weil es gelang, die offizielle „Wahrheit“ fast flächendeckend bei den vielen größeren und kleineren Informationsanbietern zu verbreiten. Umso wichtiger ist es, gerade jetzt und mit Blick auf das „nächste Mal“ eine der wichtigsten „Säulen“ des Regimes zu schwächen: die Propaganda.
Kündigungswelle statt Coronawelle
Ein Rubikon-Leser schrieb uns, er habe jetzt ein langjähriges Zeit-Abo gekündigt und werde die Summe stattdessen an den Rubikon überweisen. Aus der guten Idee könnte eine Bewegung werden, die hunderttausende enttäuschter Mainstream-Konsumenten ergreift. Mal abgesehen von dem Geld-Aspekt — wir freuen uns immer über Spenden — ist schon die Kündigung eines Zeit-Abos an sich ein Gewinn. Ein kleiner Schritt für den einzelnen Abonnenten, der, wenn es ihm viele nachmachen, zu einem großen Schritt für die Gegenbewegung werden könnte.

Die „Großen“ sind nicht unverwundbar. So wurde die Unterschriften-Plattform Campact, die vor einigen Monaten vor der Teilnahme an Hygiene-Demos warnte, von den Negativreaktionen vieler Förderer kalt erwischt. So gab Felix Kolb von Campact zu:

„Als dann aber die Reaktionen auf meine E-Mail gegen die sogenannten ‚Hygiene-Demos‘ kamen, war ich sehr erschreckt. Ja, es gab auch viel Zuspruch, aber vor allem gingen Hunderte empörte, teilweise beleidigende Zuschriften ein. Und rund 1.000 FörderInnen beendeten ihre finanzielle Unterstützung. Das war wirklich heftig für das Campact-Team und mich.“

Kolb zeigte sich jedoch im Ergebnis uneinsichtig, griff vereinzelte, beleidigende Zuschriften heraus, um damit gegen die Meinungsgegner Stimmung zu machen und bat seine Anhänger, die Verluste durch Extra-Spenden wett zu machen. Der Vorgang zeigt aber, dass Warnschüsse gehört werden und eine unfair agierende Plattform — oder ein Medium — durchaus treffen können. Vielleicht müssen es nur noch mehr werden, um ein Umlenken zu bewirken.

Ich stelle beim Medienkonsum auch intelligenter und kritischer Menschen ein merkwürdiges Phänomen fest: Sie halten mit fast selbstquälerischer Treue an Gewohnheiten fest, die sie schon längst als schädlich durchschaut haben.
Ein Veganer würde nie das Fleisch-Magazin Beef abonnieren. Linke halten sich meist eher von der Nationalzeitung fern. Es kommt aber nicht selten vor, dass Menschen, die Gegner des Corona-Regimes, des Neoliberalismus oder der Kriegspolitik der NATO sind, Abonnenten von Zeit, Spiegel, Süddeutscher oder anderer intelligent gemachter Zeitungen und Zeitschriften bleiben, in denen gerade auch diese falsche Politik propagiert wird.
Auch Einzel- und Gelegenheitskäufe dieser problematischen Medien sind nicht selten – vom immer noch üblichen täglichen Konsum der Tagesschau, von Talkshows wie „Maybrit Illner“ oder ähnlichem ganz abgesehen.

Ich kann das bis zu einem gewissen Grad sogar verstehen. Ich habe über Jahre die Gewohnheit gehabt, mir in der Bäckerei einen Kaffee und ein Croissant zu kaufen und dazu die Heimatzeitung Weilheimer Tagblatt, einen Ableger des Münchner Merkur, zu lesen. Ich konsumierte dabei oft schlechte Milch aus Qualtierhaltung, schlechte Eier im Kuchen und zu allem Überfluss schlechten Journalismus. Warum ich das tat?
Gründe für den Konsum von Mainstream-Medien
Ich nenne die Gründe hierfür ausführlicher, weil sie sicher auch für viele andere Menschen zutreffen:
  • Es war beim Bäcker keine bessere Zeitschrift vorrätig, und manchmal macht es halt Freude, nicht am Computer zu lesen, sondern eine Papier-Zeitung umzublättern.
  • Gewohnheit. Ich kenne diese Zeitung wie auch Süddeutsche und Abendzeitung seit meiner Jugend.
  • Regionalnachrichten, zum Beispiel über als Bienenweiden neu bepflanzte Brachflächen oder die in ihrer Existenz bedrohte sympathische Eselfarm in der Nachbarschaft, gibt es nur in dieser Zeitung. Ich will ja mitreden können und ab und zu über einen persönlich bekannten Menschen aus der Region etwas lesen. Dafür nehme ich auch eine Beschallung mit neoliberalem Gedöns im weltpolitischen Teil in Kauf.
  • Das meiste, was in diesen Presseorganen steht, trifft zu. Wenn das Weilheimer Tagblatt schreibt, Bayern München hätte gegen Dortmund 2 : 1 gewonnen, nehme ich an, das stimmt. Ich nehme an, dass die Börsenkurse richtig wiedergegeben sind und dass die Nachricht, im Münchner Residenztheater fand eine Aufführung der „Antigone“ statt, korrekt ist. Ebenso stimmt es wohl, wenn da steht, dass Kanzlerin Merkel sich mit dem US-Präsidenten Trump getroffen hat. Und auch ein paar herausgegriffene Zitate der beiden dürften nicht erfunden sein. So entsteht über die Jahre Vertrauen. Der Dauerleser übersieht, dass Mainstreammedien in ein paar ganz entscheidenden Punkten manipulieren. So bei den Themengebieten Krieg, Kapitalismus und jetzt Corona. Mainstream-Medien schaffen Vertrauen mit neun Wahrheiten, um uns eine Lüge unterjubeln zu können. Dieser kleine, aber entscheidende Prozentsatz an „Fehlern“ ist aber meines Erachtens Grund genug, den Presseorganen die Treue aufzukündigen.
  • Nicht zu vergessen: Immer wieder gibt es Artikel, etwa in der Zeit, die richtig gut sind. Journalistisch ohnehin. Und auch weltanschaulich sträuben sich mir bei weitem nicht bei jedem dieser Werke die Haare. Nicht alles kann und muss mir ja gefallen. Und man will ja auch tolerant sein. Deshalb weiter die Zeit. Oder das Weilheimer Tagblatt.
  • Ich will mir einen Überblick darüber verschaffen, was es auf dem Meinungsmarkt alles gibt. Dafür will ich umfassend informiert sein und darf mich nicht ausschließlich in der eigenen „Bubble“ bewegen. Sogar so etwas wie „Feindbeobachtung“ kann ein Grund sein, zu den missliebigen Magazinen zu greifen. Ich kaufe Zeitungen, mit denen ich überwiegend inhaltlich nicht übereinstimme, um sie dann in „meinen“ alternativen Medien zu zerlegen.
Wir unterstützen unsere Gegner
Ausgehend von diesem Bündel von Gründen habe ich im Laufe von Jahrzehnten ganz schön viel Geld bei Spiegel, Stern & Co. gelassen. Auch durch meine Aufmerksamkeit und mit meinem Geld rafften solche Presseorgane die Markt- und Meinungsmacht, mit deren Hilfe sie jetzt unter anderem erfolgreich gegen die neue Freiheitsbewegung hetzen. Mea maxima culpa. Ich gelobe Besserung. Alle genannten Gründe sind nicht stichhaltig genug, um den einen entscheidenden Gegengrund aufzuwiegen: Ich unterstütze damit Medien, die eine falsche und gefährliche Weltanschauung verbreiten.
Ich bin überzeugt: Nur gezielter und massenhafter Liebesentzug kann solche Medien zur Raison bringen. Oder sie, wenn dies nicht möglich ist, in ihrer Reichweite so weit einschränken, dass sie keine echte Gefahr mehr darstellen.
Natürlich ist es dabei wichtig, nicht nur die anderen „klein“ zu machen, sondern zeitgleich am Aufbau einer alternativen Medienlandschaft mitzuwirken, die wirklich radikalhumanistische, libertäre und pazifistische Standpunkte vertritt und die auf der Seite der Menschen steht, für die sie sich gegründet hat. Der Weg zur Erreichung dieses Ziels scheint weit, er beginnt aber, wie so oft, bei uns selbst und mit dem nächsten Schritt. Der „erste Schritt“ muss ja nicht mehr gegangen werden, denn Medien wie den Rubikon gibt es nicht nur, sie konnten ihre Reichweite speziell in diesem Jahr noch einmal sprunghaft steigern.

Wer also nicht will, dass sich das Desaster der Mainstream-Berichterstattung über den 1. August 2020 wiederholt, muss jetzt selbst tätig werden.
  • Entziehen Sie den dafür verantwortlichen Medien Ihre Aufmerksamkeit.
  • Unterstützen Sie diese Medien vor allem nicht mit Geld. Informieren Sie sich notfalls über öffentliche Bibliotheken und Umsonst-Angebote im Internet darüber, wie der Gegner „tickt“, wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen.
  • Und teilen Sie den betreffenden Medien auf jeden Fall mit, dass und warum Sie das tun.
Reichen Sie die Scheidung ein!
Der Skandal der letzten Tage und die mediengeschürte Hysterie des vergangenen halben Jahres werden dann vielleicht nicht ganz umsonst gewesen sein, sondern einen weiteren Schritt innerhalb eines dramatischen Umstrukturierungsprozesses darstellen, die die Medienlandschaft seit langem durchläuft. Die Wahrheitsverdreher sind vielleicht noch dieses eine Mal — bei den meisten — damit durchgekommen. Wenn aber jetzt viele aufwachen — auch Menschen, die sich bis jetzt nie zu den Rebellen im Land gezählt haben, denen aber der Umgang von Politik und Medien mit Corona das letzte bisschen Vertrauen geraubt hat —, dann könnte es sein, dass ihre Macht bröckelt. Sie könnten verlieren, weil sie es, siegessicher wie sie waren, mit dem Lügen übertrieben haben.

Es ist für viele, so auch für mich selbst, ein schwerer Abschied, denn ich habe mit mehreren Mainstream-Medien viele, auch schöne und aufschlussreiche Stunden verbracht. Aber es ist ein notwendiger Trennungsschritt. Liebe Qualitätsmedien, wir haben euch lange unterstützt und sogar geliebt, haben uns über euch geärgert und unter euch gelitten, haben euch angegriffen und um Besserung gebeten. Doch nun ist es an der Zeit, getrennte Wege zu gehen.





Spenden per SMS Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende. Jetzt spenden

oder klicken Sie hier



oder senden Sie einfach eine SMS mit dem Stichwort Rubikon5 oder Rubikon10 an die 81190 und mit Ihrer nächsten Handyrechnung werden Ihnen 5 oder 10 Euro in Rechnung gestellt, die abzüglich einer Gebühr von 17 Cent unmittelbar unserer Arbeit zugutekommen.

Giorgio Agamben Roland Rottenfußer, Jahrgang 1963, war nach dem Germanistikstudium als Buchlektor und Journalist für verschiedene Verlage tätig. Von 2001 bis 2005 Redakteur beim spirituellen Magazin connection, später für den „Zeitpunkt“. Aktuell arbeitet er als Lektor, Buch-Werbetexter und Autorenscout für den Goldmann Verlag. Seit 2006 ist er Chefredakteur von Hinter den Schlagzeilen.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Der Artikel ist erschienen bei :Rubikon-News

Samstag, 8. August 2020

Dr. Markus Krall: Zombies kippen diesen Herbst



World of Value

💰 Die Wirtschaftskrise ist da:

Es ist keine Corona-Krise, das Virus war lediglich der Auslöser. Die heutige Situation hat sich über Jahrzehnte angebahnt und wird wesentlich länger dauern als viele denken.

👉 Was macht die Geldpolitik?

Nichts neues. Sie tut genau das, was wir am wenigsten brauchen. Doch es gibt zwei wichtige Unterschiede zu früher. Erstens, die Geldschwemme hat inzwischen Ausmasse wie zuletzt 1923 erreicht. Und zweitens findet das Ganze auf globaler Ebene statt. Die massiv steigende Geldmenge trifft auf ein fallendes Warenangebot.

👉 Was tun die Regulatoren?

Sie antworten mit Bilanzkosmetik. Ausgefallene Kredite müssen nicht mehr abgeschrieben werden. Zukünftige Entscheidungen werden somit auf einem falschen Datenfundament gefällt. Es scheint das einzige zu sein, das unser System noch zusammenhält.

👉 Wie reagieren die Medien?

Mit Gesundbeterei. “Es geht uns so gut wie nie zuvor”, posaunt es. Und sie haben recht: Die Leute verdienen soviel wie vor der Krise, müssen aber nicht arbeiten. Wir konsumieren ohne zu produzieren, leben von der Substanz. Dieser Sachverhalt wird durch jede Regierungsmassnahme verstärkt. Wir haben uns für die Planwirtschaft entschieden.

👉 Und die Märkte?

Die funktionieren nicht mehr. Durch die Bilanzkosmetik und die expansive Geldpolitik sind sie blind geworden. Es ist immer wieder überraschend, wie lange sich die Märkte in einer Blase befinden können — auch wenn diese so gewaltig ist wie nie zuvor.

👉 Wie sieht die Zukunft aus?
  1. 1. Zunächst werden wir in den nächsten Monaten eine weiter schrumpfende Wirtschaft und deflationären Druck erleben.
  2. 2. Wird an den Aktienmärkten ein Fünf-Sigma-Tail-Event eintreffen. Und zwar negativ, nicht positiv.
  3. 3. Anschliessend werden sich die Anleger graduell von langläufigen Anleihen trennen, später aus mittelfristigen, Kurzläufern, komplett aus dem Geldmarkt aussteigen und schliesslich Zuflucht in Edelmetallen suchen.
🕵️‍♂️ Diesen Herbst werden die Zombiefirmen kippen und viele Kredite werden ausfallen. Die Banken haben ihr Eigenkapital aber bereits jetzt verbrannt. So werden wir noch dieses Jahr eine erste Bankenrettungswelle erleben. Die Politik wird ihre fehlgeschlagenen Massnahmen mit einer weiteren Null hinter der Druckerpresse zu kaschieren versuchen. Ab Ende diesen Jahres werden wir in eine inflationäre Phase übergehen. Beide Wege resultieren im Schuldenabbau (Zombiepleiten durch Abschreibungen und die Gelddruckmanie durch Entwertung). Die verschiedenen Asset-Klassen werden synchron steigen und fallen. Ergo werden Investoren nicht mehr diversifizieren können. Risk-Parity ist tot.
Die Situation wird täglich schlimmer. Doch wir können unseren Wohlstand schützen und dürfen nicht aufgeben.

👉 🕺 World of Value 2020

Du wirst an der World of Value 2020 nicht nur erfahren, warum sie Kopf steht – sondern auch, wie Du Dich konkret aufstellen kannst. Dabei spielt es absolut keine Rolle, ob Du Dein Vermögen von einem Family Office verwalten lässt, ein eigenes Unternehmen führst oder soeben mit Deinem Maschinenbaustudium begonnen hast und Dich nebenbei für das Investieren begeisterst.

Kommentare

Manfred Hermann
Der Patient fragt seinen Hausarzt.- Lieber Herr Doktor, wann ist Corona Pandemie zu Ende?- Ich weiß es nicht, ich bin kein Politiker.
Heidi von der Alm
Ich mache mir keine Sorgen um die Menschen die im Wohlstand, und sei er noch so klein, leben. Ich mache mir Sorgen um die, die jetzt schon nichts haben.
Publikumskonferenz
Corona war nicht der Auslöser. Corona ist der synchron etablierte Sündenbock für alles, was sich bereits seit Monaten abzeichnete. Das hätte man bereits 2018 mit Influenza haben können und zwar mit glaubwürdigen Opferzahlen.
Max Tschany
Crashprophet hin oder her. Egal wer Herrn Dr,. Krall so deklariert. Es hat alles Hand und Fuß was er sagt. Die Frage ist nicht ob, sondern wann die aktuelle Blase platzt.

Markus Krall: Merkel und die große Transformation



MMnewsTV

Merkel mit sozialistischer Agenda?

Kommentare

Heinz Kruse
Kein Bundeskanzler vor Merkel hat so viel Leid und Elend über Deutschland gebracht...
Aldo Werner
Es ist noch viel schlimmer als alle dachten
Carla Zahrt
Und immer noch laufen viele der Merkelregierung hinterher...sie beklatschen auch noch ihren eigenen Untergang...
Tiber Septim
Merkel ist eine eindeutige Kommunistin , die sich in ihre Ämter durch Lügen und Verstellung geschlichen hat ... eines ihrer Ziele ist die Beseitigung der BR Deutschland!
Soma Hamburg
Es ist eine Dreistigkeit, was eine Kommunistin mit ihrem Stab 83 mio. Menschen antut.. .und viele applaudieren ihr....sind alle wahnsinnig?

Freitag, 7. August 2020

Rubikon - Die Viren-Diktatur

Die Viren-Diktatur
Den Akteuren der Corona-Hysterie gehen die Corona-Infizierten aus — deshalb werden die Angstkampagnen final aberwitzig.
von Gerd Reuther

„Covid-19“ hat Lügen bekanntlich salon- und studiofähig gemacht. Die Protagonisten der schwarz-grünen österreichischen Staatsoperette können daher aus dem Vollen schöpfen. Und dies ist auch nötig, da nicht nur Deutschland, sondern auch der Alpenrepublik die positiven Corona-Testergebnisse abhandenkommen. Während die neuen Machthaber von ihren Statthaltern Angstkampagnen einfordern, erreichen die positiven Testergebnisse bei rekordverdächtigen 8.000 Tests pro Tag gerade noch die Minimalschätzung falsch positiver Befunde.


Auf offener Fernsehbühne in der Nachrichtensendung Zeit im Bild 2 gab
der grüne Gesundheitsminister Anschober eine Kostprobe seiner notorischen Rechtsbrechereien (ab Minute 23:58). Als Begründung für die erneute Verschärfung der Maskenpflicht führte er eine Zunahme von Rhinoviren, den Erregern des gemeinen Schnupfens, als „Indikator“ für „Covid-19“ an. Vereinzelte Fälle eines Sommerschnupfens genügen ihm, um ein ansteigendes „virologisches Grundrauschen“ zu beschwören.
Einschränkung der Freiheitsrechte wegen Schnupfen — ein neuer Höhepunkt der Medizindiktatur.
Flächendeckende Tests der Bevölkerung auf Rhinoviren werden in Österreich gar nicht durchgeführt. Es gibt auch keine Studie, die bisher behauptet hätte, dass Corona- oder Influenzaviren bevorzugt auftreten, wenn Rhinoviren vorliegen. Vermutlich weil in den deutschen Sentinelpraxen Fälle von Schnupfen durch Rhinoviren registriert wurden (1), spürt der österreichische Gesundheitsminister bereits ein „Brodeln“ und der Vizekanzler ein „Blubbern und Flimmern“. Der Innenminister bekundet die Notwendigkeit für „Wellenbrecher“ — die Masken. Die blumige Sprache verrät einmal mehr, dass es keinerlei Fakten gibt. Man fischt ausschließlich im Irrationalen.

Um die derzeit weltweit wohl nicht zufällig grassierenden Verschärfungen einer Maskenpflicht zu legitimieren, ist dem Minister jedes Argument recht. Anschober ist da nicht zimperlich. War er es doch, der anfänglich Besuchs- und Ausgangsverbote im ganzen Land verkündete, bei denen sich einige Wochen später herausstellte, dass diese gar nicht in den von ihm zitierten angeblichen Verordnungen standen … Vom österreichischen Verfassungsgerichtshof wurden Anschobers Betretungsverbot des öffentlichen Raums und seine Ungleichbehandlung verschiedener Gewerbe zwischenzeitlich für verfassungswidrig erklärt.

Auch die Antwort auf die Frage, warum die Maskenpflicht jetzt nur auf Supermärkte, Bank- und Postfilialen sowie Gottesdienste, nicht aber andere Geschäfte und die Gastronomie ausgeweitet werde, ließ aufhorchen:

„Es geht bei der Maskenpflicht auch um einen psychologischen Effekt. Das deutlich gesunkene Risikobewusstsein muss wieder gesteigert werden.“

Daher seien die neuen Orte mit Maskenpflicht Lebensbereiche, zu denen man keine Alternative habe. Da niemand ins Wirtshaus, in Modeboutiquen oder Trafiken (österreichisch: Kiosk, Tabakladen) gehen müsse, könne dort die Maskenpflicht weiterhin ausgesetzt bleiben.

Die Maskenpflicht wird nicht wegen einer realen Gefährdung ausgeweitet, um eine Verbreitung von ausgeatmeter Luft einzudämmen. Es soll den Bürger nur empfindlich treffen. Nein, es geht darum, den Bürgern des Staates ein vermeintlich mangelndes Risikobewusstsein sichtbar vor Augen zu führen. Man könnte allen Menschen auch ein Gefahrensymbol auf die Stirn tätowieren! Der eigentliche Hintergrund für die Ausnahmen der Maskenpflicht ist allerdings wohl der Druck Geschäftstreibender. Eine Maskenpflicht in Geschäftslokalen jenseits der Daseinsfürsorge würde deren Umsatzrückgänge von 30 bis 50 Prozent noch einmal vergrößern.
Es könnte sein, dass die Alpenrepublik das Testfeld für eine neue Strategie ist. Statt gleich wieder ein neues Virus zu schicken, könnte man mit bekannten Viren das Bedrohungsszenario aufrechterhalten.
Rhinoviren sind seit Jahrtausenden stabile Begleiter unserer Spezies. Warum sollten die verängstigten Menschen nicht inzwischen sogar bei einem Schnupfen um ihr Ende fürchten? Man muss sich dann nur jeweils über den Sommer durchhangeln. Im Winterhalbjahr laufen die Nasen überall — „same procedure as every year“.




Spenden per SMS Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende. Jetzt spenden

oder klicken Sie hier



oder senden Sie einfach eine SMS mit dem Stichwort Rubikon5 oder Rubikon10 an die 81190 und mit Ihrer nächsten Handyrechnung werden Ihnen 5 oder 10 Euro in Rechnung gestellt, die abzüglich einer Gebühr von 17 Cent unmittelbar unserer Arbeit zugutekommen.

Giorgio Agamben Gerd Reuther, ist Universitätsdozent und Facharzt für Radiologie. 2005 erhielt für seine Leistungen den Eugenie-und-Felix-Wachsmann-Preis der Deutschen Röntgengesellschaft. Er veröffentlichte rund 100 Beiträge in nationalen und internationalen Fachzeitschriften und -büchern sowie zwei eigene Bücher. Außerdem hält er Vorträge zur Rolle der Medizin in der Gesellschaft.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Der Artikel ist erschienen bei :Rubikon-News

Donnerstag, 6. August 2020

openPetition - wir werden bedroht!


openPetition
Petition starten | Über uns |  Helfen

Sie müssen Bildinhalte freigeben

Wir werden bedroht!

Mehrere Organisationen und Vereine haben ihre Gemeinnützigkeit verloren, weil sie einzelne politische Anliegen vertreten. openPetition unterstützt alle Menschen, Themen und politische Richtungen gleichermaßen, doch auch wir sind in Gefahr!
Liebe Leser, es ist ernst:
"Wir verlieren unsere Gemeinnützigkeit!" Mit diesen Worten könnte unsere nächste Nachricht beginnen. Weil wir uns für das Gemeinwohl Aller einsetzen, mit Petitionen Debatten anstoßen und Veränderung schaffen, sind wir als gemeinnützig anerkannt. Doch der Bundesgerichtshof hat geurteilt, dass sich gemeinnützige Organisationen nicht politisch äußern dürfen. [1] Problem: Alle Themen auf unserer Plattform sind politisch!
Sollte openPetition einem einzelnen Menschen einmal zu viel helfen oder einem Thema nur einmal zu viel Aufmerksamkeit widmen, dann droht auch uns die Aberkennung der Gemeinnützigkeit.
Während Profitunternehmen weiterhin jede Ausgabe für ihre Lobbyarbeit von der Steuer absetzen dürfen, stehen Non-Profit-Organisationen Schritt für Schritt vor dem Aus. [2] Sollte es nicht bald eine Reform des Gemeinnützigkeitsrechts geben, werden laut Experten noch hunderte Organisationen ihren Status als gemeinnützige Organisation verlieren [3] [4] - und damit: Steuervergünstigungen, Fördermittel, Spenden und schließlich ihre Existenz. Deshalb fordert das zivilgesellschaftliche Bündnis “Allianz Rechtssicherheit für politische Willensbildung”, dem wir auch angehören, ein neues Gemeinnützigkeitsrecht:
9 Millionen Menschen nutzen unsere Plattform, doch nur 0,3 Prozent fördern uns - das wird in Zukunft nicht reichen. Wenn es schon keine Rechtssicherheit gibt, brauchen wir umso dringender finanzielle Sicherheit, damit openPetition weiterhin unabhängig von Werbung und staatlichen Mitteln bleiben kann. Liebe Leser, helfen Sie unsere Existenz zu schützen?

Ja, ich sichere die
Zukunft von openPetition

Eine widerstandsfähige Demokratie braucht politisch engagierte Menschen - mit und ohne Parteibuch. Politische Arbeit stärkt die politische Willensbildung und schafft Kontrolle der Politik durch die Wählerschaft. Unsere Mission ist es, möglichst vielen Menschen politische Teilhabe zu ermöglichen.
Danke für Ihr Engagement und dass auch Sie zu einer lebendigen Zivilgesellschaft und Demokratie beitragen.
Sie müssen Bildinhalte freigeben Jörg Mitzlaff, Gründer von openPetition Sie müssen Bildinhalte freigeben
PS: Als gemeinnützige GmbH dürfen wir keinen Profit machen, sondern müssen alle Einnahmen sinnstiftend zur “Förderung des bürgerschaftlichen Engagements” verwenden. Solange wir als gemeinnützig anerkannt sind, können Spenden an uns von der Steuer abgesetzt werden.
[1] “Politische Betätigung und Gemeinnützigkeit”, BFH-Urteil (Az. V R 60/17), 10.01.2019
[2] “Attac-Urteil zu Gemeinnützigkeit: Schlechte Nachrichten für die Demokratie”, LobbyControl, 28.02.2019
[3] “Gericht entscheidet: Ist Attac gemeinnützig?”, Redaktionsnetzwerk Deutschland, 26.02.2020
[4] “Erlass mildert Wirkung des Attac-Urteils – wem nutzt es?”, Allianz “Rechtssicherheit für politische Willensbildung”, 02.03.2020

openPetition ist eine zivilgesellschaftliche Plattform für digitale Demokratie, politisch neutral, gemeinnützig und transparent. Initiative Transparente Zivilgesellschaft
openPetition gemeinnützige GmbH | Haus der Demokratie | Greifswalder Str. 4 | 10405 Berlin

Gibt es noch eine journalistische Ehre

folgende Email ging an: info@zdf.de | redaktion@wdr.de | service-redaktion@rbb-online.de

Betreff: Frage an die Redaktion: Gibt es noch eine journalistische Ehre

Sehr geehrte Damen und Herren,

ähnlich wie der Rundfunk, den meine Eltern und Großeltern erdulden mussten, haben wir wieder einen Staatsrundfunk, der sich fälschlicherweise Öffentlich-Rechtlich nennt, vielleicht sogar mal war, und sich ganz dreist auch noch von denen finanzieren lässt, die er mit seinen, zu einem großen Teil gefälschten, Fake-News verarscht und manipuliert.

Ich schäme mich für alle Journalisten die anscheinend nicht das geringste Berufsethos haben, aus Dummheit oder Berechnung falsch berichten oder sich bestechen lassen. Nicht nur bei Berichten über die "Pandemie" oder die Demonstration in Berlin oder bei dem inszenierten Video aus Mallorca fällt das auf.
Im Verglelich zu Hans Joachim Friedrichs oder Peter Scholl-Latour sind heute nur noch Stümper am Werk.
Würden Sie sich von einem Arzt, der eine ähnliche Auffassung von seinem Beruf hat und der so arbeitet wie viele der sog. Journalisten, operieren lassen?

Ich hätte nie geglaubt einmal eine Berichterstattung in Deutschland erleben zu müssen, die dem Wahrheitsgehalt der Nachrichten von Nordkorea oder China ebenbürtig ist. Die seit dreißig Jahren andauernde Manipulation mag bei den meisten Zuschauern zwar gewirkt haben, aber es werden immer mehr, die das Mißverhältnis erkennen zwischen ihren eigenen Beobachtungen und Dem, was ihnen untergejubelt werden soll; die wieder selber anfangen zu denken.

Denken sollten Sie auch mal und zwar daran, von wem Sie bezahlt werden?
Meinen Sie der Zwangs-Gebührenzahler gibt sein Geld dafür aus, bewusst oder unbewusst im Sinne der Regierung manipuliert, oder bevorzugt er eher der Wahrheit entsprechend informiert zu werden? Seit einigen Jahren hat sich anscheinend medienübergreifend die Hofberichterstattung durchgesetzt.

Da ständig in Deutschland wechselt wer die Innenpolitik bestimmt, haben die Verantwortlichen der Medien, also Ihre Chefs, die "Qualität" der Politikerdarsteller erkannt und versuchen ihren Nutzen daraus zu ziehen.
Zur Zeit bestimmt ein Trio aus einem Virologen, einem Tierarzt und einem Bankkaufmann wo es langgeht. Vorher war es eine sechzehnjährige Schwedin und hüpfende Schulschwänzer, davor auch schon mal die Schreihälse der Grüninnen oder sogar eine zeitlang der Chef der Deutschen Bank, dem Frau Merkel anschließend zum Dank ein Geburtstags-Essen im Kanzleramt gegeben hat.

Während die Bundeskanzlerin weltweit das Geld der deutschen Steuerzahler verschleudert, nutzen m.E. die Chefs der unterschiedlichen Medien ihre Chance und fühlen sich befugt, selber Politik zu machen.
Das wird ihnen wohl noch schwer auf die Füsse fallen.

Zum Abschluß und zur Erinnerung noch ein Zitat eines ehemaligen Berufskollegen aus den USA, was sich viele von Ihnen zu eigen gemacht haben:

“. . .Die Aufgabe der Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füssen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiss es. . .”

John Swinton, (1829 – 1901), US-amerikanischer Redaktions-Chef der New York Times. das koplette Zitat finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/John_Swinton

Also noch einmal die Frage:

Gibt es noch eine journalistische Ehre?

Mit freundlichen Grüßen


´

Mittwoch, 5. August 2020

Ja zu Untersuchungsausschuss oder Enquete-Kommission und Bürgerbeteiligung


Coronakrise: Ja zu Untersuchungsausschuss oder Enquete-Kommission und Bürgerbeteiligung

Zur Verarbeitung der Coronakrise brauchen wir einen Untersuchungsausschuss oder Enquete-Kommission und Bürgerbeteiligung!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, eine offene Aufarbeitung der Coronakrise wird nicht von alleine stattfinden, zu groß scheinen die Widerstände. Das kann nur passieren, wenn es von sehr, sehr vielen Menschen gefordert wird.

Deshalb bitte ich Sie, unterschreiben Sie und schicken Sie diese Petition weiter!
Sie können die Verbreitung der Petition auch mit einer Spende unterstützen, wir finanzieren damit zur Zeit Online-Werbung, die gute Resonanz bringt. Bitte spenden Sie an Demokratiebedarf e.V., Konto DE56700205000008894500, Stichwort "Petition". Jeder Beitrag hilft. (Bitte auf das Konto von Demokratiebedarf e.V. spenden, Spenden an Change.org erhalten wir nicht und stehen nicht für Werbemaßnahmen ausserhalb von Change.org zur Verfügung, sondern dienen nur der Bewerbung auf der Change.org Homepage.)

War der Shutdown ein Fehler?
Der Shutdown und Aussetzung unserer Grundrechte im März 2020 waren ein Schock. Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen sind verheerend, unzählige Existenzen sind zerstört, wir haben Millionen Arbeitslose und Kurzarbeiter, über Nacht stehen wir vor der größten Wirtschaftskrise seit 1929.

Inzwischen zeigt es sich,
  • dass es wohl gravierende Fehlleistungen im Krisenmanagement der Behörden gab,
  • dass unsere Regierung vermutlich über das Ziel hinausgeschossen und unverhältnismäßig gehandelt hat,
  • dass sich die Coronakrise vielleicht sogar als Fehlalarm erweist.
Das ist das Ergebnis eines 83 seitigen Papiers eines Oberregierungsrates des Bundesinnenministerium, der für „medizinische Versorgung“ zuständig ist und sich dabei von zehn Professoren beraten lies: https://kurzelinks.de/dmr3

Die Politik befasst sich damit nicht, wir erleben zunehmend Bunkermentalität. Unsere Wirtschaft ist so massiv geschädigt, dass sich unsere Regierung kaum noch erlauben kann, zuzugeben, Fehler gemacht zu haben. Gleichzeitig ist auch die Stimmung in der Bevölkerung sehr polarisiert, was eine offene und sachliche Diskussion erschwert.

Wir benötigen die Offenheit auch unbequeme Fragen zu stellen. Die Coronakrise muss in Gesellschaft und Politik verarbeitet werden.
Ansonsten kann die Bundesregierung ab jetzt jedes Jahr das Grundgesetz saisonal außer Kraft setzen. Jedes Jahr entstehen neue Viren und jedes Jahr gibt es deswegen in Deutschland eine Grippe-Epidemie, deren Verlauf:
  • zu Beginn nicht vorhersehbar ist,
  • mit täglich ansteigenden Zahlen der Infektionen (bis zu 16 Millionen),
  • mit täglich ansteigenden Zahlen der Erkrankungen und
  • mit täglich ansteigenden Zahlen der Todesfälle! (bis zu 25.000)
Jedes Jahr kann man in Grafiken die ansteigenden Zahlen medial präsentieren und beatmete Patienten auf der Intensivstation sowie die Leichname der Verstorbenen in Bildern zeigen. So erzeugt man ein genügend hohes Angstniveau um Verhalten zu steuern.
In der Geschichte der Bundesrepublik hat bisher noch keine Bundesregierung den Einfall gehabt, eine Virus-Epidemie mit Aufhebung der Verfassung zu beantworten. Das droht uns nun laufend. Damit ist die notwendige Sicherheit für Unternehmungen, Investitionen und Berufs- und Lebenspläne dahin.
Das Krisenmanagement von Politik und Verwaltung muss gründlich untersucht und Lehren für die Zukunft gezogen werden.
Deshalb fordern wir die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses oder einer Enquete-Kommission im Bundestag und den Bundesländern und zusätzlich die Durchführung einer Bürgerbeteiligung (z.B. losbasierte Bürgerräte), damit auch die Bevölkerung in adäquater Form an dem Aufarbeitungsprozess beteiligt ist. Bei dem Untersuchungsprozess müssen kritische Fachleute beteiligt werden.
Im Untersuchungsausschuss oder Enquete-Kommission und in den Bürgerräten sollen zumindest folgende Fragen bearbeitet werden:

-         War der Virus wirklich so gefährlich, dass ein allgemeiner Shutdown und Aufhebung der Grundrechte verhältnismäßig war?
Vermutlich wurde die Gefährlichkeit des Virus zu Beginn überschätzt, da Personen mit keinen oder milden Symptomen nicht erfasst wurden.

Laut den Daten der am besten untersuchten Regionen liegt die Sterblichkeit von Covid19 zwischen 0,06% und 0,37% und damit in der Bandbreite einer sehr starken Influenza (Grippe), die eine Sterblichkeit von ca. 0,2% hat und für Risikogruppen auch gefährlich sein kann. Diese Zahlen sind keine Verharmlosung, ermöglichen aber eine Einordnung. (siehe Anmerkung 8 in https://kurzelinks.de/pxc8) Nach einer Studie der Uni Zürich könnte die Sterblichkeitsrate sogar bis zum Fünffachen geringer sein, da die Antikörpertests nicht alle Infektionen erfassen. (https://kurzelinks.de/rmaq)

Das Coronavirus erhöht nicht die normale Sterblichkeit, das Durchschnittsalter der mit Coronavirus Verstorbenen liegt in allen Ländern bei über 80 Jahren und entspricht damit der normalen Lebenserwartung. Das heisst: Das Coronavirus ist im Durchschnitt nicht gefährlicher als alle anderen Krankheitsmöglichkeiten.

Fast alle Verstorbenen hatten eine oder mehrere Vorerkrankungen, ohne die sie in der Regel nicht gestorben wären.

Das Sterberisiko für die Allgemeinbevölkerung im Schul- und Arbeitsalter liegt selbst in den weltweiten „Hotspots“ zumeist im Bereich einer täglichen Autofahrt zur Arbeit. (https://kurzelinks.de/yuff)

Die in Deutschland etwa 7000 mit Coronavirus Verstorbenen (Stand Mitte Mai 2020) fallen in der Gesamtzahl von 900.000 jährlichen Toten nicht auf. Auch in Italien, das als Schreckbild diente, fallen die Relationen nicht auseinander: jährlich sterben ca. 700.000 Menschen, davon waren in diesem Jahr ca. 30.000 mit dem Coronavirus infiziert. Auch in anderen Ländern entsprechen die Todeszahlen früheren starken Grippewellen (z.B. 2014/2015).

In dem oben genannten Papier des Oberregierungsrates heisst es deshalb: „Die beobachtbaren Wirkungen und Auswirkungen von COVID-19 lassen keine ausreichende Evidenz dafür erkennen, dass es sich – bezogen auf die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Gesamtgesellschaft – um mehr als um einen Fehlalarm handelt. Durch den neuen Virus bestand vermutlich zu keinem Zeitpunkt eine über das Normalmaß hinausgehende Gefahr für die Bevölkerung (Vergleichsgröße ist das übliche Sterbegeschehen in DEU).“ (https://kurzelinks.de/dmr3)

Da das Coronavirus nicht wesentlich gefährlicher wie eine starke Influenzagrippe ist, das Sterberisiko nicht wächst und die Übersterblichkeit im Gesamtjahr nicht außergewöhnlich zunimmt, erscheinen die umfassenden staatlichen Eingriffe in ihrer Gesamtheit als nicht verhältnismäßig und damit ohne Rechtsgrundlage.

-         Warum hat sich die Regierung und das Robert Koch Institut (RKI) im Januar und Februar 2020 nicht ausreichend auf die Coronakrise vorbereitet?
Dabei geht es um die Bevorratung von Schutzmaterialien und Medikamenten, Fehler in der Risikoanalyse und Kommunikation. Siehe dazu zum Beispiel die Protestnote des Medizinerverbandes IG Med e.V.: https://kurzelinks.de/wxit

Recherchen des Bayrischischen Rundfunks ergaben, dass die Regierung den Coronavirus in den ersten Wochen des Jahres deutlich unterschätzt und damit „78 Tage verloren“ habe. Zunächst wurde nicht reagiert und dann plötzlich ganz hart. (https://kurzelinks.de/ubhz)

-         Warum hat das RKI nicht frühzeitig aussagekräftige und repräsentative Zahlen zum Verlauf der Infektionswelle erhoben?

Die vom RKI veröffentlichten Infiziertenzahlen sind nicht aussagekräftig, da die Testkriterien laufend geändert und die Anzahl der Testungen vervielfacht wurden, ohne das zu berücksichtigen. Das widerspricht aller Statistik. Für eine realistische Lageeinschätzung wären repräsentative Untersuchungen nötig gewesen. Es ist völlig unverständlich, warum das RKI das ablehnte, anstatt schon im Februar selbst damit zu beginnen. Damit befanden sich Politik und Öffentlichkeit in einem Blindflug.

Repräsentative Zahlen wurden seit Ende Februar 2020 von der Arbeitsgemeinschaft Influenza erhoben, wobei kein auffälliger Epidemieverlauf mit Sars Cov2 ersichtlicht wurde. Das wurde vom RKI aber nicht verwendet. Stattdessen wurden zwischen der 11. und der 12. Kalenderwoche die Corona-Testungen verdreifacht, was eine wesentliche Ursache des Anstieges der Infektionszahlen war, mit denen der Shutdown begründet wurde. (https://kurzelinks.de/t5z4)
Durch die Nennung von Todeszahlen ohne Einordnung in die allgemeine Sterblichkeit wurde die Öffentlichkeit in Angst versetzt.

In den veröffentlichten Zahlen gibt es keine Unterscheidung, ob jemand am oder nur mit dem Virus verstorben ist. Es ist aber ein grosser Unterschied, ob jemand ursächlich am Coronavirus gestorben ist oder ob er zum Beispiel im Endstadium einer Krebserkrankung mit geschwächtem Immunsystem auch noch Virenerkrankungen mitgenommen hat.

Die vom RKI veröffentlichten Infektionszahlen beziehen sich auf den Erkrankungsbeginn und wenn dieser nicht bekannt ist auf das Meldedatum. Um den Epidemieverlauf nachzuvollziehen ist aber das Infektionsdatum entscheidend, das fünf bis sechs Tage vor dem Erkrankungsbeginn oder zwei bis drei Wochen vor dem Meldedatum liegt.

Die Coronatests haben eine offizielle Fehlerquote von 1,4%. Diese Fehlerquote wird vom RKI nicht berücksichtigt. Da es bei Testungen ab Mai 2020 oftmals nur 1% bis 2% positive Ergebnisse gab, bleibt damit unklar, ob eine tatsächliche Erkrankung vorlag oder ob nur die Fehlerquote der Test gefunden wurde. Dieses Problem könnte nur gelöst werden, wenn ein positives Testergebnis mit einem zweiten Test kontrolliert wird. Warum wurde das vom RKI nicht verlangt? (https://kurzelinks.de/8pl3 und https://kurzelinks.de/t5z4 und https://kurzelinks.de/rfpy)
Angesichts der drastischen Shutdown-Maßnahmen erscheint es unverantwortlich, dass unsere Regierung nicht frühzeitig repräsentative und aussagekräftige Daten erhob. So konnten unsere Politiker auf keinen evidenzbasierten Grundlagen entscheiden, genauso wurde die Öffentlichkeit irregeführt.

-         Warum riet das RKI bei Covid-19-Infizierten von Obduktionen ab (wodurch tatsächliche Todesursachen nicht hinreichend untersucht werden konnten), obwohl die Obduktion von Verstorbenen auch bei Verdacht auf eine hochinfektiöse Erkrankung unter Pathologen üblich ist?

-         Warum wurden bei den Shutdown-Beschlüssen die Entscheidungsgrundlagen nicht veröffentlicht, was sehr ungewöhnlich ist? Gab es überhaupt eine wissenschaftliche Basis und eine Strategie?

-         Wer waren die Berater der Regierung? Warum wurde kein Expertenrat gegründet, um der Komplexität der Situation gerecht zu werden? Warum wurden kritischen Experten nicht zu Rate gezogen, sondern stattdessen diffamiert?
Es gibt hunderte Fachleute, die die den Shutdown-Beschlüssen kritisch gegenüber stehen. (https://kurzelinks.de/dx85)

-         Warum hat die Regierung die tatsächliche Wirkung beschlossener Maßnahmen am 9.3.2020, 16.3.2020 und 23.3.2020 nicht evaluiert, bevor sie weitere Restriktionen beschloss? Auf welcher Basis erfolgten stattdessen diese Beschlüsse?

-         Am 9. April 2020 veröffentlichte das RKI, dass die Reproduktionszahl schon am 21. März 2020 unter 1 lag. Deshalb war der allgemeine Shutdown am 23. März vermutlich gar nicht notwendig. Warum wurde aufgrund dieser Erkenntnisse der Shutdown nicht sofort nach Ostern beendet? (https://kurzelinks.de/2xsg)

Der Höhepunkt der Infektionen war in der ersten Märzhälfte. Das RKI veröffentlicht getestete Infektionen mit dem Datum der Erkrankung, die eigentliche Infektion hat aber im Mittel 5-6 Tage vorher stattgefunden. Unter Berücksichtigung dieser Inkubationszeit ergibt sich, dass der Höhepunkt der Infektionen am 12./13.3.2020 war, also nach dem Verbot von Großveranstaltungen am 9.3. und noch vor der Schließung der Schulen am 16.3., schon ab dem 14.3. sank die Anzahl getesteter Neuinfektionen. (https://kurzelinks.de/gnn6 sowie https://kurzelinks.de/vdq0)

-         Warum wurden die Kriterien für den Shutdown mehrmals geändert und die Öffentlichkeit damit verwirrt?
Zunächst ging es um ausreichend Kapazitäten der Krankenhäuser, da diese leer blieben, wurde zur Verdoppelungsrate über 10 Tage gewechselt. Da dieses Ziel schnell erreicht wurde, wurde die Reproduktionszahl unter eins als Kritierum angegeben. Da die Reproduktionszahl schon ab 21. März unter eins war, wurde zu einer Gesamtzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Menschen gewechselt. Ausserdem wurde erklärt, dass der Ausnahmezustand erst mit einer Impfung, die es vielleicht nie geben wird, beendet werden könne.

-         Warum verbindet die Regierung das Ende des Ausnahmezustandes mit einem Impfstoff, obwohl es völlig unsicher ist, ob überhaupt ein Impfstoff gefunden wird?
Für den HIV-Virus wird z.B. seit 40 Jahren vergeblich nach einem Impfstoff geforscht. Die Strategie der Regierung, die allein auf eine Impfung setzt und natürliche Herdenimmunität ablehnt, erscheint deshalb blauäugig und verantwortungslos. Was ist, wenn kein Impfstoff gefunden wird?

-         Warum stellt die Regierung eine Impfung in einem kurzen Zeitraum in Aussicht, obwohl die Sicherheit vor gefährlichen Nebenwirkungen nur in Langfriststudien über viele Jahre festgestellt werden kann?
Impfschäden (z.B. Autoimmunkrankheiten, Krebs, etc.) zeigen sich oft erst im Laufe der Jahre, deshalb benötigten bisherige Impfstoffe klinische Studien über mindestens fünf Jahre. Durch politischen Druck könnten diese Studien vielleicht abgekürzt werden, aber das ginge nur auf Kosten der Sicherheit und es wären Impfschäden möglich, die gefährlicher der Coronavirus sind. Will unsere Regierung solche Gesundheitsrisiken eingehen?

-         Warum wurde die Wirkung der einzelnen Maßnahmen nicht untersucht?
Vermutlich waren viele der pauschalen Verbote überflüssig. Von Schulkindern geht nach vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchungen fast kein Ansteckungsrisiko aus, weshalb die Schließung von Kindergärten und Grundschulen unverständlich ist. (https://kurzelinks.de/x0az sowie https://kurzelinks.de/7749). Eine österreichische Untersuchung der Infektionsketten zeigt, dass das Schließen von Geschäften bedeutungslos war, es wurden auch keine Ansteckungen im öffentlichen Nahverkehr entdeckt (https://kurzelinks.de/eoui). Genauso fraglich war das Verbot von Gottesdiensten oder das Schließen von Tierparks, Bibliotheken oder Golfanlagen, etc.
-         Warum wurden die Kollateralschäden des Shutdowns nicht erfasst?
In dem oben erwähnten Arbeitspapier des BMI Beamten wird geschätzt, dass zwischen 5000 bis zu 125 000 Patienten, die aufgrund von verschobenen Operationen versterben werden oder schon verstarben. Es seien weitere tausende Tote zu befürchten durch „abgesagte Folgebehandlungen“ von OPs („z. B. Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt“), durch Selbstmorde (u. a. durch fehlende Versorgung von „psychisch Instabilen“ während der Kontaktverbote) sowie „durch Herzinfarkt und Schlaganfall“ bei Patienten, die sich wegen der Corona-Schließungen nicht mehr zur Vorsorge in Kliniken trauen. Vermutlich starben durch die Folgen des Shutdowns mehr Menschen als mit dem Corona-Virus. Die „Medizin“ scheint gefährlicher als die „Krankheit“. Noch schlimmer: Die Bundesregierung hatte offensichtlich überhaupt keinen Mechanismus eingerichtet, um solche fatalen Wirkungen erkennen zu können. (https://kurzelinks.de/dmr3)
Die Zahlen der AOK bestätigen die Befürchtungen, während des Shutdowns gab es z.B. 30% weniger Herzinfarkt-Patienten in den Krankenhäusern. (https://kurzelinks.de/n3yj) Prof. Dr. Dr. Ulrich Schmidt, Leiter des Kieler Institut für Weltwirtschaft kommt zum gleichen Ergebnis: „Ohne Shutdown hätten wohl mehr Leben gerettet werden können.“ (https://kurzelinks.de/eud8)
Die psychologischen Auswirkungen des Shutdown (Einsamkeit, Depression, Überforderung) sind bei vielen Menschen sehr stark. Bekanntlich wird damit das Immunsystem geschwächt, was anfälliger für Infektionen macht. Auch diese Folgen wurden nicht diskutiert und berücksichtigt.
Eine verantwortliche Politik hätte sich bemüht, ein möglichst genaues Bild von den negativen Folgen eines Lockdowns zu verschaffen. (https://kurzelinks.de/9i6d)
-         Warum sollte die Öffentlichkeit bewußt „geschockt“ und in Angst und Panik versetzt werden, wie es im Strategiepapier des Bundesinnenministeriums „Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen“ beschrieben wurde? Solche Manipulationen passen in ein totalitäres System, wie verträgt es sich mit einer Demokratie? (https://kurzelinks.de/lzm8)
-         Welche Schadensersatzforderungen können auf die Bundesrepublik Deutschland zukommen aufgrund unverhältnismäßiger Einschränkung der Grundrechte, insbesondere des Eigentumsrechtes?
-         Wurde auf die Medien Einfluss genommen, um öffentliche Kritik an den Shutdown-Maßnahmen zu verhindern?
-         Anstatt des harten Shutdowns hätte es die Möglichkeit gegeben, schonendere Wege zu gehen. Wurde das überhaupt untersucht?
-         Welche Kriterien müssen erfüllt sein für einen zukünftigen Shutdown und Aufhebung der Grundrechte? Sollen dazu objektive Kriterien und transparente demokratische Entscheidungsprozesse eingeführt werden? Oder soll das weiterhin allein der Bundesregierung überlassen bleiben?
Mit dem neuen Coronavirus sind bis Mitte Mai 2020 ca. 7000 Menschen gestorben, die Gesamtsterblichkeit ist in 2020 nicht höher wie in früheren Jahren. (https://kurzelinks.de/9f4r) Das war nach Ansicht unserer Regierung ausreichend für eine Aufhebung der Verfassung und einen Shutdown mit schwersten Folgen. Es gibt aber jedes Jahr neue Viren und Grippewellen mit bis zu 25.000 Toten. Wenn unsere Regierung also der Ansicht ist, dass der jetztige Shutdown gerechtfertigt war, müssen wir dann in Zukunft mit regelmässigen Shutdowns rechnen? Welches Unternehmen und welcher Privater kann unter solchen Umständen noch Risiken für Investitionen eingehen?
Gesundheitsminister Spahn sagte noch am 23.1.2020 in den tagesthemen: "Es sei wichtig, die Krankheit einzuordnen. Spahn verwies in diesem Zusammenhang auf die Grippe, an der in Deutschland jedes Jahr bis zu 20.000 Menschen sterben. "Auch das ist eben ein Risiko, das wir jeden Tag haben." Bei der neuen Lungenkrankheit sei das Infektionsgeschehen im Vergleich dazu milder."

Noch am 14. März bestritt das Bundesgesundheitsministerium vehement, dass eine Beschränkung des öffentlichen Lebens geplant sei. (https://kurzelinks.de/1q88) Wenige Tage später verursachte die Bundesregierung überraschend die schwerste Wirtschafts- und Grundrechtskrise in der Geschichte der Bundesrepublik.


Ausführlichere Hintergründe zu den Fragen sind in dem folgenden Dokument, das Bestandteil dieser Petition ist: https://kurzelinks.de/pxc8