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Sonntag, 16. April 2023

Neue Wahlrechtsreform erlaubt nur noch 630 Abgeordnete im Bundestag

Neue Wahlrechtsreform erlaubt nur noch 630 Abgeordnete im Bundestag | WDR Aktuelle Stunde

WDR Aktuelle Stunde

17.03.2023
Der Bundestag hat heute eine neue Wahlrechtsreform verabschiedet. Die neue Wahlrechtsreform der Ampel-Koalition soll den Bundestag auf 630 Abgeordnete begrenzen. Aktuell sitzen 736 Abgeordnete im Bundestag.

Das soll sich ändern: Die Zweitstimme, mit der die Wähler:innen eine Partei wählen, soll bald allein über die Verteilung der Sitze im Bundestag entscheiden.

Die Folge: Nicht alle über die Erststimme gewählten Direktkandidat:innen würden automatisch in den Bundestag einziehen. Das würde nur dann funktionieren, wenn der Partei über die Zweitstimme tatsächlich so viele Sitze zustünden, wie es erfolgreiche Direktkandidaten gibt.

Die Unionsparteien, also CDU und CSU und auch die Linke wollen gegen die neue Wahlrechtsreform vorgehen. Sie kündigten bereits eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht an. Das Gericht soll dann überprüfen, ob die neue Reform vereinbar mit dem Grundgesetz ist.

Kommentare

Freibursche
Man braucht nur Direktmandate, es wäre jedenfalls menschlicher und ressourcensparender. Parteien arbeiten heutzutage so unverantwortlich, machtgierig und untransaprent, dass man Parteilisten und Verhältniswahlen nicht mehr ernst nehmen kann. Ich erkenne nur den menschlichen Kandidaten an.
Wenn man ein Wahlsystem nach Verhältnis haben will, dann sollen auch bitte Seniorenräte, Gewerkschaften, Handwerkskammer oder Studentenwerke in den Bundestag, also proportional zur Tätigkeit und Alter der Wähler. Die hätten auf jeden fall mehr Leidenschaft und Fachkenntnisse als Listenpolitiker.
Ab ins Wasser
wozu brauchen wir 736 Abgeordnete oder dann 630 wenn der Größte Teil nicht anwesend ist bei den Sitzungen..und von den die da sind spielen die meisten mit den Handy sollte man verbieten.
ĐΣċīƥΣɌ
630 sind noch viel zu viele, bei allem Respekt. Ein Schritt in die richtige Richtung aber das muss dann schon grundsätzlich anders geregelt werden. Die Sache an sich ist sehr gut, wie es umgesetzt werden soll ist sehr schlecht. Typisch Ampel würde ich mal sagen.
marxs999
Das ist absolut notwendig. So wie es jetzt ist, ist es absolute Steuerverschwendung.

Montag, 6. März 2023

Skandal-Tweet: Innenministerin Faeser will keine Demos

Skandal-Tweet: Innenministerin Faeser will keine Demosnach

BILD

09.02.2023
Johannes Boie bei BILD Live:

21.01.2022
Für BILD-Chef Johannes Boie ist es ein Skandal. Nach dem Skandal-Tweet von der Innenministerin Nancy Faeser solle man nicht mehr auf die Straße gehen, um zu demonstrieren. Und auch Robert Habeck hält die Anklage wegen Veruntreuung von Gelder gegen ihn für „politisch durchgenudelt“. Es scheint, als gehe der Respekt der Bundesregierung vor deutschem Recht verloren.

„Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln“, heißt es in Artikel 8 des Grundgesetzes.

Doch ausgerechnet Verfassungsministerin Nancy Faeser (51, SPD) scheint dieses Recht infrage zu stellen.

Wörtlich schrieb Faeser Mittwochabend beim sozialen Netzwerk Twitter: „Ich wiederhole meinen Appell: Man kann seine Meinung auch kundtun, ohne sich gleichzeitig an vielen Orten zu versammeln.“

Klartext: Faeser fordert Demonstranten auf, ihren Protest nicht mehr auf die Straße zu tragen.

„Die Aussage der Ministerin ist im Kontext der Corona-Proteste und vor dem Hintergrund der dramatisch hohen Corona-Infektionszahlen zu sehen“, erklärte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums gegenüber BILD.

Gleichzeitig ist die Bundesinnenministerin bei anderen Themen eine glühende Verfechterin des öffentlichen Protests, von Demonstrationen im Freien und – ebenfalls völlig zu Recht! – öffentlichen Meinungsbekundungen.

Den ganzen Artikel zu Nancy Faesers Aussage kannst du hier lesen:
https://on.bild.de/3IoIy1H

Kommentare

Sadat X
Vielen Dank und Respekt an alle mutigen Menschen, die Gesicht zeigen und auf die Straße gehen. Macht weiter. Ihr seid wahre Helden und entlarvt die Verlogenheit dieser Politik!
Martina Dallai
Seid froh, wenn so viele Menschen auf die Straße gehen. Sonst kriegt niemand mit, was abgeht. Es geht uns ALLE an - egal ob Geimpfter oder Ungeimpfter. Runter vom Sofa, rauf auf die Straßen. Niemand ist mit seinen Gedanken alleine! Nur Mut
Gert Lapoehn
Immer wenn man meint, es kann nicht schlimmer kommen, bricht die nächste Sprosse der Leiter.

Donnerstag, 17. November 2022

Christian Kreiß bei Viertel nach Acht - „Baerbock und Habeck ist Deutschland egal“

„Baerbock und Habeck ist Deutschland egal“ | Christian Kreiß bei Viertel nach Acht

11.11.2022
Baerbock und Habeck ist Deutschland egal

Baerbock und Habeck missachten die Interessen des deutschen Volkes. Die gesamte wirtschaftliche und diplomatische Abkapslung von Russland schadet Deutschlands Wirtschaft enorm. Die Ukraine ist für Baerbock und Habeck leider wichtiger als Deutschland, was übrigens auch Baerbocks Satz, „egal was meine deutschen Wähler denken“, belegt. Unser Land braucht Politiker, die sich auf unsere Interessen konzentrieren!“

BILD Impressum

Kommentare

Mister Garrak
Wir müssen dafür sorgen, dass die Grünen auch keine Laufzeitverlängerung mehr bekommen.
Dr. Stefan Berger
ohne Ausbildung kann man Politiker werden, Respekt, alle rein da!
Uwe
Es sind nicht nur die Grünen auch die SPD und die FDP schaut zu
Dönerteller Versace
„Lasst uns dieses Europa gemeinsam verenden.“ A. Baerbock 🤡
Hans Walter
"Wer die GRÜNEN wählt, wird sich später mal bitterste Vorwürfe machen." Helmut Schmidt, Bundeskanzler (1982). Noch Fragen?
Yvi Lee
Habeck und Barbock die Aufragskiller des Mittelstand 👍

Samstag, 27. August 2022

Fehlende Meinungsfreiheit: Katrin Seibold zu ihrem Ausscheiden beim ZDF

Fehlende Meinungsfreiheit: Katrin Seibold zu ihrem Ausscheiden beim ZDF Viertel nach Acht

BILD im TV

23.02.2022
📺 „Viertel nach Acht” ist zurück!
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, 20.15 Uhr auf unserem Youtube-Channel und ab 23.15 Uhr bei BILD im TV.

Das Thema von Katrin Seibold:
Katrin Seibold sieht die Meinungsfreiheit in der Berichterstattung von ZDF nicht mehr gegeben:„ In meinem Beitrag über „allesdichtmachen“ wurde journalistische Neutralität als meine Meinung plattgemacht durch die Auswahl eines Schaltgastes. Ähnlich erging es einer Kollegin, die ihren Beitrag über „#allesaufdentisch“ gegen ihre Überzeugung und gegen das vorher ausgearbeitete Konzept umschneiden musste. Sie war zudem gezwungen ein Interview mit einem Gesprächspartner zu wiederholen, der die Aktion „#allesaufdentisch“ als „kriminell“ bezeichnete.“

Link zur ganzen Folge: https://youtu.be/K0-5S-N_Mbw


🎧 NEU: Höre jetzt unsere Podcasts auch auf Youtube:
https://on.bild.de/BILD-Podcasts-YT
👁‍🗨 Impressum: https://on.bild.de/impressum

Kommentare

Hans Wurst
Das ist ja gar nicht in Worte zu fassen was im besten Deutschland aller Zeiten stattfindet!!!!!
The Best
Meinen höchsten Respekt an die Journalistin die zeigt, wie es wirklich um die zwangsfinanzierten, öffentlich Rechtlichen bestellt ist. DANKE!
Mensch der Vernunft
Respekt an Sie Frau Seibold. Es ist ein Sumpf wohin man schaut. Es ist unfassbar wer uns regiert, wer uns in den Medien lenkt und wer da alles mit macht von Schulleitern, Lehrern, Ärzten, Journalisten.
d s
Vielen Dank, Frau Seibold für Ihre Courage, Ihre Erlebnisse und Ihre Einschätzung mit der Öffentlichkeit zu teilen. Alles Gute für Sie!

Freitag, 20. September 2019

Die Politik will uns nicht mehr



Privatinvestor Politik Spezial
Am 19.09.2019 veröffentlicht

"Volle Attacke auf den DFB", titelt die BILD heute zum Zoff zwischen den Pfosten im deutschen National-Tor: Neuer oder Ter Stegen, dieses Streitthema scheint die Republik in seinen Bannstrahl zu ziehen.

Dabei droht im Nahen Osten ein großer Krieg, wir sind nur Haaresbreite davon entfernt - und Europa könnte ganz schnell mittendrin stehen, wenn die Konfrontation größer wird.

Im Gemengelage der Nachrichten fällt heute ein kleiner Tweet auf, in dem es heißt: "Den Gewerkschaften laufen die Mitglieder weg". Klar, den Zeitungen und ÖR-Anstalten auch, ebenso den Kirchen mit ihrem hundsmiserablen Bodenpersonal und den Parteien, die einen kaum zu stoppenden Wählerschwund beklagen.
Bei der Flucht von Mitgliedern, Wählern und Publikum geht es stets darum, dass die Realität der beteiligten Menschen nicht mehr abgebildet, schlecht wahrgenommen oder schlicht ignoriert wird. Institutionen, Medien, Parteien und Staat haben sich meilenweit von den Bürgern entfernt.

Neu ist das Thema nicht, aber dringlicher denn je. Das sah man zuletzt an den vielen Schlagzeilen zu der Bezirksversammlung des Berliner Senats über Fußgänger und Klimafragen. Die Teilnehmer fuhren mit 16 dicken Limousinen vor. Auf Nachfrage, warum es S-Bahnen, Busse oder Fahrgemeinschaften nicht auch getan hätten, war zu hören, man habe so viele Akten dabei.

Das sind dieselben Politiker und deren Mitarbeiter, die wollen, dass wir dicke Einkaufstaschen, Büro-Akten und Bierkästen mit dem Fahrrad oder dem E-Roller durch die Lande fahren, vielleicht auch durch die U-Bahn schleifen. Ein Fußgänger-Gipfel im PS-Rausch, was kann besser zeigen, wie weit entfernt die politische Kaste von den Menschen inzwischen ist und wie verlogen jene handeln, die uns ständig zu umweltfreundlicherem Verhalten erziehen wollen?
Das Thema Bürgernähe kommt jedoch meist vor Wahlen auf, wenn man es als Versprechen darbieten kann. Und Sozialwissenschaftler, Politikberater und große Konzerne greifen es gerne auf, um Schleusen zu öffnen, damit im wütenden Wahlvolk Druck abgelassen werden kann.

Doch solange wir Beispiele wie den PS-, sorry, Fußgänger-Gipfel serviert bekommen, will das nicht gelingen. Wenn das so weitergeht, werden sich demnächst sehr viele Menschen in diesem Land zu Fuß auf den Weg machen - mit Heugabeln.

Kategorie Nachrichten & Politik

Kommentare

Crisis 490
Sie haben die unverschämte Diätenerhöhung vergessen. Fürs mist bauen und nix tun mal eben das Gehalt verdoppeln. Schnell Taschen voll stopfen, weil sie noch nicht voll genug sind, bevor es knallt.

Peter Brombacher
Nie wieder CDU, SPD oder Grün.
Diese Parteien sind nicht mehr für die Bürger da. Es wird gelogen und betrogen. Hauptsache die Diäten stimmen. Das gleiche gilt für fast alle Medien. Falsche Rescherche und zum Teil die Wahrheit verbiegen oder einfach verschweigen. Promis die Meinungsmache auf Bühnen und in Interviews grölen. Wo sind wir bloß gelandet? Wie primitiv ist das? Wenige Profiteure zerstören unser bisher gutes System welches von unseren Vätern und Müttern aufgebaut wurde.

Britta Leuthner
Die Menschen haben eben erkannt, dass sie alle von den Institutionen nur belogen werden, also treten sie aus, kündigen ihre Mitgliedschaft. Ist doch gut so.😄

Ulrike Keunecke-Pallan
Immer mehr Menschen erkennen, dass wir belogen und betrogen werden! Und das ist gut so👍🏻

DreamCatcheR
Wasser predigen, selber Wein saufen...Politik, Kirchen, Medien, Parteien haben sich schon lange von uns entfernt, die beschäftigen sich nur noch mit sich selbst, über uns machen sie sich lustig oder ignorieren uns. Meine Meinung: Politik, Kirchen, Medien, Parteien brauchen wir nicht mehr! Meine Mistgabel steht bereit.


Montag, 15. Oktober 2018

Die Woche in COMPACT-TV

Thema: Compact

Bayern strafen CSU ab, Bundestag für Masseneinwanderung: Die Woche COMPACT


COMPACTTV
Am 14.10.2018 veröffentlicht

Das hatte sich Markus Söder wohl anders vorgestellt. Erst seit März ist der 51-Jährige bayrischer Ministerpräsident. Doch nun steht Söder vielleicht bereits vor dem politischen Aus. Die Wahlen im Süden sind eines der Themen von Die Woche Compact. Diese Beiträge haben wir für Sie vorbereitet.

Arroganz der Macht – Wie der Bundestag Asyl-Proteste ignoriert Ende der Alleinherrschaft – Weshalb die Bayern die CSU abstrafen Sichere Grenzen – Volksbegehren gegen Politikversagen Politischer Gefangener – Exklusivinterview mit Tommy Robinson Todesfahrt in Berlin – Neues vom Anis-Amri-Untersuchungsausschuss AfD auf Schmusekurs? – Die Angst vor dem Verfassungsschutz Kriegsspiele in Norwegen – Größtes NATO-Manöver seit dem Kalten Krieg.

Halten Sie unsere unabhängigen Nachrichten für wichtig? Diese Videoproduktionen kosten COMPACT eine Menge Geld. Mit einer Spende können Sie dazu beitragen, dass wir auch künftig auf Sendung sind: Via Pay Pal unter http://bit.ly/2FsKEhQ oder per Überweisung an COMPACT: IBAN, DE74 1605 0000 1000 9090 49. Kennwort Compact TV Wollen Sie mehr von COMPACT TV sehen? Bleiben Sie doch auf dem Laufenden über die Produktionen von COMPACT TV und abonnieren Sie diesen YouTube-Kanal.

Das Wohlbefinden der Untertanen hat im Bundestag oberste Priorität. Deshalb ist der Petitionsausschuss des Parlaments sogar im Grundgesetz vorgeschrieben. Gleich 28 Abgeordnete mühen sich in der aktuellen Wahlperiode um die Anregungen und Beschwerden der Bürger. Mit Erfolg: Seit Einführung der öffentlichen Petitionen wurde tatsächlich ein einziges Gesetz aufgrund einer Eingabe leicht verändert und nur 95 Prozent gar nicht erst veröffentlicht. In dieser Woche diskutierten die Parlamentarier nun die Gemeinsame Erklärung 2018. Darin hatten sich im Frühjahr vor allem Intellektuelle über die anhaltende Grenzöffnung durch die Kanzlerin beschwert.

Bayerns Erde bebte. Seit Schließung der Wahllokale ist klar: Die Zeiten der absoluten Mehrheit sind für die CSU zumindest in den kommenden fünf Jahren vorbei. Dafür sind die Grünen die neue starke Kraft im Freistaat und die AfD ist nun in fast allen Landtagen vertreten. Doch wie kam es zu diesem Ergebnis? Compact TV hat den Wahlkampf an Isar und Donau begleitet.

Ist Bayern nach dem Absturz der CSU nun ein gescheiterter Staat? Und weshalb haben sich die Bajuwaren am Sonntag gegen eine absolute Mehrheit für ihre Staatspartei entschieden. Fragen, die jetzt unsere Gäste im Compact-Wahlstudio beschäftigen.

Eine Bande von moslemischen Einwanderern soll in England unzählige Mädchen sexuell mißbraucht haben. Doch wie reagiert die Justiz auf diesen Vorwurf?Mit Repressionen gegen die Pressefreiheit. Sie steckt einen Journalisten in den Knast, weil er über den Prozeß gegen die mut-maßlichen Verbrecher berichtet. Dieser Berichterstatter, Tommy Robinson, läßt sich jedoch nicht einschüchtert. Seit Jahren ist er eine engagierte Stimme der kritischen Öffentlichkeit in Großbritannien. Compact TV hat ihn getroffen.

Fast drei Jahre sind vergangen, seit Anis Amri einen gestohlenen Lastwagen in einen der bekanntesten Berliner Weihnachtsmärkte steuerte. Elf Menschen riss der Islamist damals in den Tod. Bis heute ist die Tat nicht vollständig aufgeklärt. Am Freitag hat der Untersuchungsausschuss in der Hauptstadt erneut getagt.

Als freche Opposition versuchte sich die AfD bislang einen Namen zu machen. Doch seit eine offizielle Beobachtung durch den Verfassungsschutz droht, erscheint die Partei auffallend um Zurückhaltung bemüht. Ein Kurs, der insbesondere seit den Protesten von Chemnitz noch verschärft wurde. In Berlin ist uns die Abgeordnete Jessica Bießmann zugeschaltet.

Die NATO macht sich weiter Kriegsbereit. Diesen Eindruck vermittelt jedenfalls eine großangelegte Übung, die Ende Oktober im Norden Norwegens starten soll. Dort übt das Militärbündnis die Abwehr eines fiktiven Feindes. Doch Eisbären und Eskimos sind offenbar nicht gemeint.

Kategorie Nachrichten & Politik

Dienstag, 10. Mai 2016

BR-Medienstudie - Wie glaubwürdig sind die Medien in Deutschland?

Thema: Medien in Deutschland

BR-Medienstudie
Wie glaubwürdig sind die Medien?

Der Bayerische Rundfunk wollte wissen, was die Menschen über die Medien denken und für wie glaubwürdig sie Journalisten halten. Eine Studie vom Meinungsforschungsinsititut TNS Emnid im Auftrag des BR hat spannende Ergebnisse hervorgebracht: Einerseits setzen die Menschen ein hohes Vertrauen in die öffentlich-rechtlichen und die Qualitätsmedien. Doch andererseits müssen sich die Medien auch zunehmend der Kritik stellen.

Die Ergebnisse

Die Klarmacher
Die große Mehrheit der Deutschen findet, dass die Journalisten verständlich und professionell berichten, also echte "Klarmacher" sind! Ein anderes Ergebnis, das vielleicht noch wichtiger in diesen turbulenten Zeiten, lautet: das Grundvertrauen der Nutzer in die Medien ist noch da.
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Die Vormacher
B5 aktuell wird 25 Jahre - Anlass für den BR, Mediennutzer zu befragen. "Informationen fürs Leben" heißt die große Studie, deren Ergebnisse nun vorliegen. Positiv sind sie wahrlich nicht alle. Doch es wird auch deutlich: die etablierten Medien und gerade die Öffentlich-Rechtlichen gelten für viele als unverzichtbar, weil sie die wichtigen Themen setzen und als Orientierungshilfe vorangehen.
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Die Mitmacher
Mittendrin statt nur dabei - mit in dem Fall eher negativen Folgen: Journalisten sind nach Ansicht der meisten Teil des Establishments. Entsprechend wirkt sich die Politikkrise auch auf die Medien aus. Noch härter treffen aber die Vorwürfe des Gelenktwerdens.
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Die Regenmacher
Das Glas stets halb leer, überall Krisen, immer nur Regenwetterstimmung - Kritik, wonach die Medien zu negativ berichten, ist nicht neu. Sie wird nur zurzeit besonders laut geübt, verbunden mit dem Wunsch nach Lösungen. Was also tun?
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Die Infomacher
Die Konkurrenz durch Internetangebote steigt, dennoch vermelden die Infosender der ARD zurzeit tendenziell gute Zahlen. Die Kombination aus Schnelligkeit und Verlässlichkeit ist derzeit für viele Hörer attraktiv. Da lohnt also der genau Blick - auf Macher und auf Hörer.
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Die Studienmacher
Als Leiterin der BR-Abteilung Unternehmensanalyse und Medienforschung verantwortet Birigt van Eimeren die Studie "Informationen fürs Leben". Florian Haas hat mit ihr gesprochen: auch darüber, warum so ein großer Aufwand betrieben wurde.
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Alle Beiträge sind von Florian Haas

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Aufstand gegen Merkel weitet sich aus - jetzt auch auf CDU - Basis

Diesmal kein Beitrag zur Anne-Will Sendung, drei Kommentare stehen unter Dies und Das

Thema: Flüchtlinge

Brandbrief der CDU-Basis
Aufstand gegen Merkel weitet sich aus

Die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin erhitzt weiter die Gemüter in der Union. Besonders an der Basis rumort es. So haben laut "Bild"-Zeitung mittlerweile 126 meist lokale Funktionäre einen mehrseitigen offenen Brief an CDU-Chefin Angela Merkel unterzeichnet. Sie fordern angesichts des Flüchtlingszustroms, die Grenzen dicht zu machen und die Menschen abzuweisen.

Zu den Unterzeichnern sollen 38 Abgeordnete aus den Landtagen zählen. Der offene Brief war vergangene Woche von zunächst 34 Unterzeichnern verschickt worden. Das Dokument liegt auch t-online.de vor.

In dem Brief heißt es, dass vor allem Flüchtlinge aus sicheren Drittstaaten gemäß Paragraph 18 Asylverfahrensgesetz an der deutschen Grenze abgewiesen werden sollen.

Aus der CSU und inzwischen auch zunehmend aus der CDU kommen Forderungen, die Zahl der Flüchtlinge massiv zu begrenzen. Gegenstimmen erheben sich auch angesichts der von Merkel ausgerufenen "Wir schaffen das"-Politik, wenn es um die Unterbringung und Integration der Asylbewerber geht.

Merkel "streckenweise vorgeführt"

Auch in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hatten Abgeordnete am Dienstagabend gefordert, Flüchtlinge an der Grenze zurückzuweisen. Merkel hatte dies ebenso wie Innenminister Thomas de Maiziere vehement abgelehnt. Sie warnte davor, dass die kleineren europäischen Ländern auf der sogenannte Balkan-Route ins Chaos gestoßen würden, sollte das große EU-Land Deutschland seine Grenzen schließen. Die "Welt hatte berichtet, Merkel sei bei der Sitzung "streckenweise vorgeführt" worden.

Dort soll es Medienberichten zufolge hoch her gegangen sein. Merkel sei von mehreren Innenpolitikern scharf kritisiert worden. Aus Teilnehmerkreisen hieß es dazu relativierend: "Es gab eine sehr offene Diskussion." Es seien "unterschiedliche Argumente ausgetauscht worden, wobei beide Seiten auf ihren Standpunkten beharrt haben".

Strobl: kein Misstrauensvotum

Unterdessen ist CDU-Vize Thomas Strobl Berichten entgegengetreten, wonach in der Flüchtlingspolitik der Rückhalt für die Kanzlerin in der Unionsfraktion drastisch schwinde. So große Herausforderungen wie die Bewältigung der hohen Flüchtlingszahlen führten "natürlich zu Diskussionen", sagte Strobl im ZDF. In der Fraktionssitzung seien Argumente ausgetauscht worden, aber das heiße nicht, "dass das ein Misstrauensvotum gegen die Bundeskanzlerin ist". Die Fraktion stehe geschlossen hinter ihr.
Warnung vor sinkenden Umfragewerten

Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach sagte dem Sender N24, neben "viel Übereinstimmung" sei auch ein "Dissens" deutlich geworden: So "insbesondere bei der Beantwortung der Frage, schaffen wir es denn wirklich, wenn die Zugangszahlen so bleiben, wie sie seit August sind". Da habe es "in der Tat unterschiedliche Einschätzungen" gegeben.

Bosbach äußerte sich auch zu Berichten, der CSU-Politiker Hans-Peter Uhl habe Merkel vor einer "Regierungsabwahl" gewarnt, wenn es keine Lösung der Flüchtlingsproblematik gebe. Uhl habe die Stimmung an der Basis geschildert und auf sinkende Umfragewerte hingewiesen. Zudem habe Uhl gefordert, dass die Regierung sich das Vertrauen der Bevölkerung erhalten müsse, sagte Bosbach. "Und da hat er Recht."

Merkel bleibt auf Linie

Merkel habe den "glaubwürdigen Eindruck erweckt, sie kennt die Probleme, sie weiß, welche Sorgen die Menschen haben", fügte der Innenexperte hinzu. Sie sei anders als die Innenpolitiker der Unionsfraktion aber mehr auf die außenpolitische Dimension der Krise fokussiert. Heute gibt Merkel im Bundestag eine Regierungserklärung zu dem später am Tag stattfindenden EU-Gipfel in Brüssel ab, auf dem ebenfalls über Flüchtlingspolitik beraten wird.

Ungeachtet der Kritik aus den eigenen Reihen will die Kanzlerin aber an ihrer Linie festhalten. Merkel habe "ihren Kurs erläutert und deutlich gemacht, dass sie dabei bleiben wird", berichtete Bosbach. Er sieht die Unionsbundestagsabgeordneten noch zu "100 Prozent" hinter der Kanzlerin.

Quelle: t-online.de

. . . und wie immer, wenn keine politisch korrekten Kommentare zu erwarten sind:

Liebe Leserin, lieber Leser, bei t-online.de können Sie die meisten Artikel kommentieren. Einige Themen sind allerdings nicht kommentierbar. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion. Weitere Hinweise finden Sie in unserer Netiquette. Wir danken für Ihr Verständnis.

Donnerstag, 3. September 2015

Abschottung durch Zäune - Europas neue Freiheit?

Thema: Baltische Staaten

t-online.de
Estland und Lettland
Baltische Staaten planen Zaun zu Russland
28.08.2015, 07:22 Uhr | dpa, AFP, t-online.de
Die baltischen Staaten Estland und Lettland erwägen einen Zaun an der Grenze zu Russland zu bauen. Die Pläne sind eine Folge des angespannten Verhältnisses zwischen Moskau und der Nato - aber auch der Flüchtlingsproblematik.

In Estland, dem kleinsten baltischen Staat, würden Pläne für den rund zweieinhalb Meter hohen Zaun bereits seit vergangenem Jahr ausgearbeitet. Ziel sei es, die Landgrenze "zu 100 Prozent und rund um die Uhr" technisch überwachen zu können, um "die Sicherheit Estlands und des Schengen-Raums zu gewährleisten", sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Tallinn.

Estland und seine Nachbarn Lettland und Litauen fürchten angesichts Russlands Aggressionen im Ukraine-Konflikt um ihre Sicherheit. Die Staaten standen nahezu fünf Jahrzehnte unter sowjetischer Besatzung. Anfang der 90er-Jahre wurden die Länder unabhängig, 2004 traten sie der Europäische Union und der Nato bei. Das Verteidigungsbündnis baut derzeit wegen der Ukraine-Krise seine Präsenz in Osteuropa aus.

In der jüngeren Vergangenheit hatten sich beide Seiten gegenseitig immer wieder mit Militärmanövern und -paraden provoziert.

Ein Drittel der Grenze

Mit dem Bau in Estland soll laut dem schwedischen Fernsehsender SVT im Jahr 2018 begonnen werden, ein Jahr später solle der Zaun stehen. Nach Angaben der Grenzschutzbehörden erhält der geplante und knapp 110 Kilometer lange Zaun auch Stacheldraht. Rund ein Drittel der Grenze will das Land so schützen - Marschlandgebiete sollen frei bleiben.

Auch Lettland will die EU-Außengrenze zu Russland besser sichern - allerdings auch angesichts einer steigenden Zahl illegaler Grenzgänger. Dabei werde auch die Möglichkeit diskutiert, einen Zaun entlang bestimmter Abschnitte der Ostgrenze des baltischen Landes zu errichten, sagte Innenminister Rihards Kozlovskis im lettischen Radio. Um die Reaktionsgeschwindigkeit des lettischen Grenzschutzes zu erhöhen, solle zunächst aber ein zwölf Meter breiter Grenzstreifen mit modernen Sicherheitssystemen geschaffen werden. In Lettland waren zuletzt vermehrt vietnamesische Flüchtlinge aufgegriffen worden.

Quelle: t-online.de
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Mittwoch, 2. September 2015

Sie können es einfach nicht lassen - Großes Marinemanöver im Schwarzen Meer

Thema: NATO-Manöver

Protest gegen Russland
USA starten großes Marinemanöver im Schwarzen Meer

Vor der Küste der Ukraine hat das von den USA angeführte Nato-Marinemanöver "Sea Breeze" (Seebrise) begonnen. Russland protestiert.

Mit rund 2500 Soldaten aus elf Ländern - darunter etwa 1000 aus dem Nicht-Nato-Land Ukraine - sei dies die größte Übung seit dem Beginn der internationalen Seemanöver 1997, berichteten ukrainische Medien. Auch Bundeswehr-Soldaten beteiligen sich.

Auch das Entern wird geübt. (Quelle: U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 1st Class Sean Spratt/ Released)
Dutzende Schiffe liefen aus dem Hafen von Mykolajiw im Süden des Landes zu der knapp zweiwöchigen Übung (bis 12. September) aus. Trainiert werden sollen insbesondere Operationen auf See zum Abfangen von Schiffen, Anti-U-Boot-Kriegsführung sowie die Verteidigung gegen kleinere Boot-Attacken - mit scharfer Munition. Auch die Luftabwehr und andere taktische Manöver werden geübt. Übungsorte werden unter anderem die Militärgebiete rund um Odessa sein sowie der dortige Seehafen und Flughafen.

Scharfe Kritik aus Moskau

Russland sieht angesichts des Krieges zwischen ukrainischem Militär und moskautreuen Separatisten im Osten der Ukraine in dem Manöver der Nato-Staaten eine neue Provokation. "Sea Breeze" sei eine Vorbereitung Kiews auf Kampfhandlungen, meinte der Verteidigungspolitiker Franz Klinzewitsch von der Regierungspartei 'Geeintes Russland' in Moskau. Die Übung gefährde auch den Friedensplan für das Kriegsgebiet Donbass, meinte er.

Die Nato und Russland werfen sich gegenseitig vor, mit Manövern und Truppenbewegungen in Osteuropa den Ukraine-Konflikt unnötig anzuheizen.

Quelle: T-online.de

Kommentare

Kometeneinschlag
Der Ami kennt keine Freunde,der wechselt die Freundschaft,wie sie in seine Weltherrschafft passt,das müsst ihr verstehen.Unsere Politiker wissen das,die sind nur auf ihren Vorteil aus,sonst nix.Werde wieder zensiert.

Reiner Tiroch
mal sehen was passiert, wenn Russland und China vor kuba am Üben sind, gell? lol.

Zebulon13
um dieses Manöver im Schwarzen Meer durchführen zu können, brauchen die USA den "verlässlichen" Nato-Partner Türkei. Dafür schaut man auch gerne mal weg, wenn der gutte Nato-Freund Erdogan die "versehentlich" 700 Kurden tötet, hoppala, die Bomben sollten ja eigentlich IS treffen. Man lässt IS gewähren, solange bis sich ganz Nordafrika entvölkert, und dabei verdient man auch noch gut. Auch die Saudis, ebenfalls beste US-Freunde, unterstützen ja massiv den IS. Noch so ein paar gute Freunde und es geht alles den Bach runter.

GCE-Berlin
Die NATO übt den Krieg und wir hoffen, dass sich Russland nicht provozieren lässt. Poroschenko allerdings will den Donbas und die Krim zurück erobern, weil diese Gebiete bereits an amerikanische Firmen verkauft sind (Gas, Kohle, Fracking, Monsato). Krieg zumindest gegen den Donbas ist die westliche logische Konsequenz. Das Abkommen Minsk 2 ist bereits jetzt Makulatur und wird zur Aufrüstung benutzt. Kaum vorzustellen, dass Russland still halten wird, wenn der Donbas "russenfrei" gemacht werden soll. Polen nimmt keine Flüchtlinge aus dem Süden auf, weil sie mit einem großen Ansturm von Flüchtlingen aus der Ukraine rechnen, das sagt alles.

vorwaerts58
Russland fühlt sich nicht provoziert,sie werden provoziert!

sherdar
Der Kriegstreiber Nr. 1 in der Welt kann es nicht lassen, immer wieder werden neue Konflikte entfacht. Man kann nur hoffen, daß die Russen die Nerven behalten und sich nicht provozieren lassen. Langsam muß man wirklich Angst haben, daß diese Widerlinge jenseits des Atlantik einen neuen Weltkrieg vom Zaun brechen.


Mittwoch, 26. August 2015

Der Meister aller Handaufhalter - der König der Absahner

Thema: Korruption

Medienbericht
Strauß kassierte Schmiergeld im großen Stil

Foto: Robert Ward (DoD photo by) Lizenziert unter Gemeinfrei
Franz-Josef Strauß kassierte jahrelang Schmiergelder. Das berichtet das Magazin "Der Spiegel". Unter den Geldgebern sind die größten Firmen Deutschlands.

Über eine Briefkastenfirma kassierte Strauß über Jahre hinweg Geld. Dies belegen bislang unbekannte Akten des "Eureco Büro für Wirtschaftsberatung GmbH und Co. KG". Auf die stieß der Politikwissenschaftler Peter Siebenmorgen bei Recherchen für seine Strauß-Biografie.

Strauß und seine Gattin Marianne hatten das Büro 1964 gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Reinhold Kreile gegründet. Der Anwalt sorgte mittels einer Treuhand-Konstruktion dafür, dass der Name Strauß nicht mit "Eureco" in Verbindung gebracht werden konnte.

Strauß wusste um halblegalen Charakter der Firma

Die Liste der Geldgeber ist lang - und namhaft: Strauß erhielt Zuwendungen von BMW, Bertelsmann, Daimler Benz und Dornier. Auch Firmen aus dem Flick-Imperium sowie die Taurus-GmbH von Medienmogul Leo Kirch zahlten Strauß Schmiergelder. Die Zahlungen summieren sich allein zwischen den Jahren 1964 bis 1968 auf 490.895 D-Mark - und damit mehr als das fünffache des Jahresgehalts, das Strauß damals bezog (etwa 90.000 D-Mark).

Gegenleistungen erhielten die Firmen dafür offenbar kaum: Die "Eureco"-Verträge sind sehr vage gehalten und umfassen meist nur Beratungen. Strauß wusste dennoch, dass er sich damit am Rande der Legalität bewegt, wie Schreiben von Anwalt Kreile belegen. Er schlug vor, dass man sich über die praktische Tätigkeit der Gesellschaft "am besten mündlich" verständige.

Das Nachrichten-Magazin "Der Spiegel" konfrontierte Kreile mit den Anschuldigungen. Er lehnte mit einem Hinweis auf seine anwaltliche Schweigepflicht jeden kommentar ab, stellte jedoch fest, dass die gezahlten Honorare "ohne jegliche Beanstandung seitens der Finanzämter blieben"

Quelle: t-online.de

» der Kommentar des Blogschreibers «
. . . und dann glauben seine Erben sie seien ebenso gewieft und wollen mal eben 300 Millionen an der Steuer vorbei nach Luxemburg schaffen . . .

Kommentare

vorwaerts58
Mit Sicherheit läuft es heute nicht anders!! Was läuft denn überhaupt noch sauber??

NoFuel
Jetzt werden den Strauß-Jüngern sicher die Tränen in den Augen stehen: Was der auch? Ja, der auch! Das ist genau das, was konservative Politik antreibt: Geld!

Hans-Henning
Ja das ist doch nichts Neues, der Typ hat von Lockheed für den Kauf der Starfighter doch auch Sonderzahlungen erhalten. - Mich würde viel mehr interessieren, wer von den heutigen (ehrenwerten ;-)) Politikern Schmiergelder von den Industrie - und Banken-Lobbyisten erhält!

Libero
Keine echte Sensation, nur die Bestätigung für das was jeder halbwegs klar denkende eh schon ahnte/vermutete, ich nenne nur die dubiosen Rüstnugseinkäufe unter FJS seiner Zeit als Verteidigungsminister!

Deerhunter62
er war kein lobbyist, er war die lobby, ist das jetzt was neues? sommerloch beim spiegel, andere themen zu heiss?

Smoker1
Wenn ich jetzt sage, dass verwundert mich gar nicht, habe ich dann den Glauben an eine ehrliche Politik und das Gute im Menschen verloren ? Wer glaubt, es sei heute anders, der ist mit dem Klammerbeutel gepudert !

poscopiati
und die Erbin sind im EU-Parlament


Mittwoch, 12. August 2015

Kauders Drohung löst Sturm der Entrüstung aus

Thema: Grundgesetz Artikel 38

"Er disqualifiziert sich als Vorsitzender"
Kauders Drohung löst Sturm der Entrüstung aus
10.08.2015, 06:51 Uhr | AFP, t-online.de
Volker Kauder (CDU) hat mit seinen Drohungen gegenüber parteiinternen Gegnern für Empörung gesorgt. Mehrere Unionskollegen übten scharfe Kritik an ihrem Fraktionsvorsitzenden. Ein CDU-Abgeordnete spricht Kauder sogar die Tauglichkeit für sein Amt ab.

Bei der Abstimmung über die Verhandlungen mit Griechenland über ein drittes Kreditprogramm hatten 60 Bundestagsabgeordnete von CDU und CSU Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Gefolgschaft verweigert und mit Nein gestimmt. Fünf weitere enthielten sich. Die Verhandlungen wurden dennoch mit dem nötigen Stimmenanteil gebilligt.

Kauder sagte der "Welt am Sonntag": "Diejenigen, die mit Nein gestimmt haben, können nicht in Ausschüssen bleiben, in denen es darauf ankommt, die Mehrheit zu behalten: etwa im Haushalts- oder Europaausschuss." Die Fraktion entsende Kollegen in Ausschüsse, "damit sie dort die Position der Fraktion vertreten".

"Nur noch Stimmvieh der Parteiführung"

Den härtesten Ton schlug der CDU-Abgeordnete Alexander Funk an. "Die Einlassungen von Volker Kauder sind für jeden Vertreter der parlamentarischen Demokratie erschreckend und beschämend", sagte Funk der "Bild" und fügte hinzu: "Damit disqualifiziert er sich als Vorsitzender." Schon 2013 habe Kauder unliebsame Abgeordnete abgestraft. Jetzt solle diese Methode offenbar zum Prinzip der Unionsfraktion werden.

"Eine solche Drohung beeindruckt mich überhaupt nicht", sagte Christian von Stetten (CDU), Vorsitzender des Unions-Parlamentskreises Mittelstand. Der Finanzexperte kündigte in der "Bild"-Zeitung zugleich weiteren Widerstand gegen die Rettungspolitik an: "Kein einziges neues Argument für weitere Griechenlandmilliarden ist präsentiert worden." Er bleibe "selbstverständlich" bei seiner ablehnenden Haltung.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Detlef Seif, Mitglied im Bundestagsausschuss für EU-Angelegenheiten, sagte dem "Tagesspiegel": "Wenn diejenigen, die in der Unionsfraktion aus gewichtigen Gründen eine abweichende Meinung vertreten, bestraft werden, schadet das dem Klima und der Zusammenarbeit in der Fraktion."

Der Abgeordnete Andreas Mattfeldt (CDU), der dem Haushaltsausschuss angehört, sprach im "Kölner Stadt-Anzeiger" von einem "sehr, sehr fragwürdigen Vorgehen". "Es kann nicht sein, dass man nur noch Stimmvieh der Parteiführung ist", kritisierte er. Der "Bild" sagte Mattfeldt, Kauder habe "die Meinungsfreiheit, die im Grundgesetz für Abgeordnete fest verankert ist, mit Füßen getreten".

Sprecherin relativiert Kauders Aussagen

Der CDU-Abgeordnete Klaus-Peter Willsch, der in der Vergangenheit gegen die Hilfskredite an Griechenland gestimmt hatte und nach der Bundestagswahl 2013 nicht mehr in den Haushaltsausschuss entsandt wurde, sagte "Spiegel Online": "Das ist doch wenigstens ein ehrliches Wort! Nach der Neuwahl 2013 wurde immer noch behauptet, unser Rausschmiss aus dem Haushaltsausschuss hätte mit unserem Abstimmungsverhalten nichts zu tun."

Die Abgeordnete Veronika Bellmann (CDU) sagte der "Bild", es sei "legitim" und angebracht, dass ein Fraktionschef versuche, "seine Truppe zusammenzuhalten". "Aber Drohungen und Sanktionen stehen nicht in der Fraktionsordnung", so Bellmann.

Der CSU-Wirtschaftspolitiker Hans Michelbach sagte der "Welt": "Ich glaube, Volker Kauder wird bei nochmaligem Nachdenken bemerken, dass sein Gedanke nicht zielführend ist."

Eine Fraktionssprecherin versuchte offenbar, den Konflikt zu entschärfen. Kauder habe nicht die Absicht, Abgeordnete aus wichtigen Ausschüssen abzuziehen, sagte sie dem "Tagesspiegel". Sie relativierte damit die früheren Äußerungen des Fraktionschefs.

Quelle: t-online


» der Kommentar des Blogschreibers «
Artikel 38 GG:

"(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen."


Dienstag, 10. März 2015

T-Online staunt über Putins Offenheit

Thema: Krim
t-online.de schreibt:
Russisches Propaganda-Video
Putins Befehl: "Wir müssen die Krim zurück nach Russland holen"

Ein Jahr nach der Krim-Annexion durch Russland nimmt Präsident Wladimir Putin überraschend Stellung zu den Hintergründen. In einem im russischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Propaganda-Clip spricht er so offen wie nie über die Kommandoaktion.

Präsident Putin Foto: Rossija
Putin berichtet in den gezeigten Interview-Ausschnitten, wie er den entscheidenden Befehl gab. "Wir beendeten die Sitzung etwa um sieben Uhr morgens", erzählt Putin in dem Video über die Sitzung mit Leitern der russischen Sicherheitsdienste in der Nacht zum 23. Februar 2014. "Als wir uns trennten, sagte ich zu meinen Kollegen: Wir müssen beginnen, die Krim zurück nach Russland zu holen."

Putin bestritt lange Zeit seine Beteiligung

Vier Tage nach der historischen Besprechung übernahm eine schwer bewaffnete Kommandoeinheit die Kontrolle über das Regionalparlament der Krim. Die Abgeordneten stimmten daraufhin in einer kurzfristig angesetzten Sitzung für ein Referendum über den Anschluss an Russland. Die Ukraine warf Moskau daraufhin eine "Invasion" der Halbinsel vor.

Obwohl sich die Hinweise mehrten, dass es sich bei den Truppen ohne Hoheitskennzeichen, die strategische Orte auf der Krim besetzten, um russische Soldaten handelte, bestritt Moskau zunächst eine direkte Beteiligung. Nach der umstrittenen Volksabstimmung wurde die Krim am 18. März von Russland offiziell annektiert - ein Schritt, der von Kiew und dem Westen bis heute als rechtswidrig betrachtet wird. Später gab Putin zu, auf der Krim russische Truppen eingesetzt zu haben.

Maschinengewehre, um "nicht zu viel reden" zu müssen

Der Clip wirbt für eine Dokumentation mit dem Titel "Die Krim - Die Rückkehr nach Hause". Putin erzählt darin, dass auch die Rettung Janukowitschs während der nächtlichen Sitzung geplant wurde.

Janukowitsch war am 22. Februar nach heftigen Straßenkämpfen in Kiew ins ostukrainische Donezk geflohen. "Er wäre getötet worden", sagt Putin. "Wir bereiteten uns vor, ihn per Land, per Wasser oder per Luft aus Donezk zu bringen." Es seien schwere Maschinengewehre installiert worden, um "nicht zu viel reden" zu müssen. Janukowitsch tauchte später im südrussischen Rostow am Don auf. Wie Janukowitsch letztlich außer Landes gebracht wurde, erzählt Putin in den Aufnahmen nicht.

In dem Trailer sind neben Putin, der in seinem Büro sitzt, auch Bilder von Kampfhubschraubern und Panzern zu sehen. Einen Sendetermin für die Doku nannte der Staatssender Rossija 1 zunächst nicht.

Quelle: t-online.de

Sonntag, 25. Januar 2015

Ausweg aus Ukraine-Krise - Kann man dieser Frau noch trauen?

Thema: Ukraine
t-online.de
Ausweg aus Ukraine-Krise
Merkel und Gabriel machen Putin ein Angebot
22.01.2015, 18:59 Uhr | AP/dpa, t-online.de, dpa, AFP | t-online.de
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich nach dem Berliner Außenministertreffen zurückhaltend zur Entwicklung in der Ukraine-Krise geäußert. "Es gibt leichte Fortschritte, obwohl es auch viele Rückschritte gibt", sagte Merkel beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland könnten aufgehoben werden, wenn der Grund ihrer Implementierung entfalle.

"Da sind wir aber leider nicht." Die Kanzlerin betonte, das Minsker Abkommen bleibe "die Grundlage, auf der wir versuchen wollen, diesen Konflikt zu lösen". Die Außenminister Deutschlands, Russlands, Frankreichs und der Ukraine hatten sich am Mittwochabend in Berlin auf die Einrichtung einer Pufferzone in der Ostukraine geeinigt.

Sollte eine Friedenslösung für die Ukraine gefunden werden, stellte Merkel Russland Gespräche über "Möglichkeiten einer Kooperation in einem gemeinsamen Handelsraum" zwischen EU und Eurasischer Union in Aussicht. "Dazu sind wir bereit", so die Kanzlerin.

"Sollten Russland einen Ausweg anbieten"

Noch weiter ging nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Der Vize-Kanzler regte Überlegungen darüber an, was man Russland für die Zeit nach dem Krieg in der Ostukraine anbieten könne. "Der nächste Schritt ist eine Diskussion über eine Freihandelszone", sagte er. "Wir sollten Russland einen Ausweg anbieten", erklärte Gabriel.

Kanzlerin und Vize-Kanzler benutzten die Formulierung "zwischen Lissabon und Wladiwostock" die 2010 vom russischen Präsidenten Wladimir Putin beim Wirtschaftsgipfel der "Süddeutschen Zeitung" geprägt worden war. Putin hatte damals "eine harmonische Wirtschaftsgemeinschaft" vorgeschlagen.

Lage in der Ukraine eskaliert

Von Harmonie ist derweil in der Ukraine nichts zu spüren. Die Nato spricht von den heftigsten Kämpfen seit Ausbruch des Krieges im vergangenen Jahr. Die Kämpfe seien teils heftiger als vor dem Minsker Waffenstillstand vom September, der die Lage etwas beruhigt hatte, aber doch immer wieder gebrochen wurde.

Unterdessen warb Merkel in Davos erneut für das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP). "Wir können uns nicht abschotten in dieser Welt", sagte sie. Die Kanzlerin wolle ein "großes Plädoyer" dafür einlegen, dass die EU "offen ist für Freihandelsabkommen" mit den Vereinigten Staaten, aber auch mit Kanada (Ceta) und Japan.

TTIP: "einzigartige Chance"

Europa müsse "die einzigartige Chance" nutzen, "seine Wachstumsmöglichkeiten durch weniger Hemmnisse im transatlantischen Handel zu beschleunigen und zu vergrößern". Zudem biete das Abkommen die Möglichkeit, "etwas für die Standardsetzung weltweit zu tun", sagte Merkel mit Blick auf die "guten und hohen" Standards im Umwelt- und Verbraucherschutz in Europa und den USA. "Das können wir nur, wenn wir gemeinsam agieren. Deshalb werde ich mich in diesem Jahr sehr stark dafür einsetzen."

Über das geplante Freihandelsabkommen mit den USA wird seit Juli 2013 verhandelt. Die Befürworter erhoffen sich von einer Freihandelszone einen enormen Schub für die Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks, indem Zölle und andere Handelshemmnisse abgebaut werden. Kritiker in Europa befürchten jedoch eine Erosion von Standards bei Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.
Quelle: t-online.de

Freitag, 23. Januar 2015

Wagenknecht setzt US-Drohnenangriffe mit Pariser Anschlägen gleich

Thema: Drohnenangriffe
t-online.de
Wagenknecht setzt US-Drohnenangriffe mit Pariser Anschlägen gleich

Die stellvertretende Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht hat die Drohnenangriffe der USA in Afghanistan, Pakistan oder im Jemen mit den Terroranschlägen von Paris verglichen. "Wenn eine vom Westen gesteuerte Drohne eine unschuldige arabische oder afghanische Familie auslöscht, ist das ein genauso verabscheuenswürdiges Verbrechen wie die Terroranschläge von Paris, und es sollte uns mit der gleichen Betroffenheit und dem gleichen Entsetzen erfüllen", so Wagenknecht. Man dürfe da nicht mit zweierlei Maß messen.

Foto: Sven Teschke / Lizenz: Creative Commons CC-by-sa-3.0 de
"Der US-Drohnenkrieg etwa, der auch von Deutschland aus geführt wird, hat schon tausende Unschuldige ermordet und erzeugt in den betroffenen Ländern Gefühle von Ohnmacht, Wut und Hass. Damit bereitet man den Boden für den Terror, den man offiziell bekämpfen will", argumentierte Wagenknecht.

Das gelte auch für den Afghanistan-Krieg, der über viele Jahre mit deutscher Beteiligung geführt wurde. "Auch die Bundeswehr ist für den Tod unschuldiger Menschen in Afghanistan verantwortlich."

Ende westlicher Interventionen gefordert

Als "wichtigste Konsequenz" aus den Terroranschlägen von Paris forderte Wagenknecht das Ende aller Militäreinsätze des Westens im Nahen und Mittleren Osten.

In diesem Sinne hatte auch Linksfraktionschef Gregor Gysi argumentiert. Auch er gab dem Westen eine Mitschuld an der Entstehung des islamistischen Terrorismus. "Al-Kaida und Islamischer Staat waren auch die Folge und Produkte von Militärinterventionen", hatte er in dieser Woche im Bundestag gesagt.

Die US-Drohnenangriffe sind völkerrechtlich umstritten. Bei den gezielten Angriffen auf Terrorverdächtige werden nach Angaben der örtlichen Sicherheitsbehörden immer wieder auch Zivilisten getötet, offizielle US-Angaben gibt es dazu aber nicht. Unbestätigten Medienberichten zufolge werden die Angriffe über eine Satelliten-Station im rheinland-pfälzischen US-Stützpunkt Ramstein gesteuert.

Umfrage bei t-online


Quelle: t-online.de

Kommentare aus dem T-Online-Forum

HaFi
die Wagenknecht hat vollkommen Recht. Sie traut sich wenigstens die Wahrheit zu sagen. Unsere Regierung hat doch Angst etwas gegen die USA zu sagen, einfach feige. Der Ami kann doch mit uns machen was er will dann fällt die Merkel immer noch den Amis vor die Füße. so was unfähiges wie die Merkel hatten wir noch nie. Sie macht alles was der AMI will und an die eigene Bevölkerung denkt sie nicht pfui TEUFEL

meesett
Die Terroristen haben das Problem unserer westlichen "Zivilisation" erkannt, bekämpfen abe Unschuldige. Würden die Terroristen die Verantwortlichen (vor allem in der Wirtschaft - denn die steuern ja die Politik) treffen, selbst PEGIDA würde ihnen zujubeln.
Eine Korrektur im Verhalten einiger Mächtiger würde den Terror automatisch beenden). Da aber einige wenige den Hals nicht voll bekommen, werden weiter viele Unschulduge sterben!

als ich weitere Kommentare hinzufügen wollte, musste ich das lesen:
Liebe Leserin, lieber Leser, zu diesem Thema ist keine Kommentierung möglich. Weitere Hinweise finden Sie in unserer Netiquette. Wir danken für Ihr Verständnis.

Da wurden wohl nicht die gewünschten Kommentare gepostet!

Montag, 19. Januar 2015

Zehntausende Menschen demonstrieren wieder in Deutschland

Thema: Pegida
t-online.de
Deutschland ist bunt
Zehntausende Menschen demonstrieren gegen Pegida

Überall in der Republik gehen die Menschen wieder auf die Straße, um gegen das Anti-Islam-Bündnis Pegida und seine Ableger in verschiedenen deutschen Städten zu demonstrieren. Sie wollen ein Zeichen setzen: gegen Fremdenhass, Islamfeindlichkeit und die Instrumentalisierung der Opfer von "Charlie Hebdo" durch die Rechten. 35.000 Menschen hatten bereits in Dresden gegen Pegida protestiert.

Rund 30.000 Menschen sind es in Leipzig. Insgesamt gab es dort sieben Gegendemonstrationen gegen den ersten sogenannten Spaziergang von "Legida", wie Stadtsprecher Matthias Hasberg sagte.

"Wie viele Menschen bei "Legida" mitliefen, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Der Aufmarsch wurde zudem laut Polizei massiv von Gegendemonstranten blockiert und konnte sich nicht wie geplant in Bewegungen setzen. Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften in der Stadt unterwegs.

Die Städte sind bunt und weltoffen

Allein in München beteiligten sich 20.000 Menschen am Abend an einer Demonstration unter dem Motto "München ist bunt". "Wir stehen auf gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus und rechter Gewalt", sagte der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bei der Kundgebung.

In Dresden folgten dem Aufruf des Bündnisses "Dresden Nazifrei" zunächst einige hundert Menschen. Dort hatte Pegida für den Abend zu einem Trauermarsch für die Opfer des islamistischen Terrors von Paris aufgerufen. In Berlin versammelten sich rund 2000 Menschen vor dem Bundeskanzleramt, um gegen eine Demonstration des Berliner Pegida-Ablegers Bärgida zu protestieren.

Pegida-Anhänger mit "Je suis Charlie"-Plakaten

Die Pegida-Anhänger sind in Dresden zu ihrer ersten Kundgebung seit den islamistischen Anschlägen in Frankreich zusammengekommen. In der sächsischen Landeshauptstadt versammelten sich am Abend etwa 25.000 Demonstranten. Am Montag vor den Anschlägen in der vergangenen Woche waren in Dresden rund 18.000 Pegida-Anhänger auf die Straße gegangen.

In Dresden hatten die Pegida-Organisatoren die Teilnehmer aufgefordert, mit Trauerflor für die Toten von Paris zu erscheinen. Einige der Demonstranten hielten den Spruch "Je suis Charlie" (Ich bin Charlie) in die Höhe, mit dem sich nach den Anschlägen weltweit hunderttausende Menschen sowie Zeitungen und andere Medienunternehmen mit den Opfern des Angriffs auf die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" solidarisch erklärt und für die Meinungsfreiheit demonstriert hatten.

"Der Islam gehört zu Deutschland"

Auch auf weiteren Plakaten und Transparenten bezogen sich die Demonstranten in Dresden mit Sprüchen wie "Meinungsfreiheit statt Salafistenterror" und "Feige Presse, ihr seid nicht Charlie" auf die Anschläge von Paris. Ein anderes Bild zeigte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einem Schleier.

Mehrere Politiker, darunter auch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), hatten die Pegida-Anhänger aufgerufen, nach den Anschlägen in Frankreich auf ihre Kundgebungen zu verzichten. Es sei wichtig, dass "wir deutlich machen, dass wir in Deutschland ein friedliches Zusammenleben von Muslimen und denen, die anderen Religionen angehören, wollen", sagte Merkel dazu in Berlin am Rande eines Treffens mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu. Unter Verweis auf eine Äußerung des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff (CDU) sagte Merkel: "Der Islam gehört zu Deutschland - und das ist so, dieser Meinung bin ich auch."

Umfrage auf der t-online-Seite


Mittwoch, 31. Dezember 2014

Nicht angemeldete Demonstration in Moskau - Solidarität mit Nawalny

Thema: Demo in Moskau
t-online.de schreibt:

Solidarität mit Kreml-Kritiker Nawalny
Über 130 Festnahmen bei Protesten in Moskau

30.12.2014, 21:10 Uhr | AFP | t-online
Bei einer nicht genehmigten Demonstration in Moskau gegen die Verurteilung des Kremlkritikers Alexej Nawalny und seinen Bruder Oleg sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 132 Menschen festgenommen worden. Sie würden unweit des Kremls in Polizeiwagen festgehalten oder seien schon auf Polizeiwachen gebracht worden, erklärte die Gruppe OVD-Info auf ihrer Webseite.

Die Gruppe ist auf die Dokumentation von Festnahmen in Russland spezialisiert. Die Polizei bestätigte die Angaben nicht.

Polizei greift gegen "nicht gemeldete Kundgebung" hart durch

Auf dem nahe gelegenen Maneschnaja-Platz im Zentrum von Moskau hatten sich mehrere hundert Menschen zu der Protestkundgebung gegen die Verurteilung der Nawalny-Brüder versammelt. Die Moskauer Behörden hatten zuvor angekündigt, die Polizei werde "jede nicht genehmigte Kundgebung" auflösen.

Nawalny selbst hatte zu der Demonstration aufgerufen, um gegen die Haftstrafe für seinen Bruder Oleg zu protestieren. Während er selbst mit einer dreieinhalbjährigen Bewährungsstrafe davonkommt, muss sein jüngerer Bruder für den gleichen Zeitraum hinter Gitter.

Umstrittene Verurteilung der Nawalny-Brüder

Die Brüder sollen laut Anklage den französischen Kosmetikkonzern Yves Rocher um fast 27 Millionen Rubel (laut damaligem Wechselkurs knapp eine halbe Million Euro) betrogen haben, als das Unternehmen ihren Vertriebsdienst benutzte.

Später revidierte Yves Rocher die Anschuldigungen: Das Unternehmen erklärte, es habe durch die Zusammenarbeit mit der Firma der Brüder "keinen Schaden" erlitten.

Nawalny erst festgenommen - und wieder unter Arrest

Auch Alexej Nawalny war zunächst festgenommen worden, als er sich ungeachtet seines Hausarrests auf dem Weg zu der Kundgebung befand. Bilder des unabhängigen Fernsehsenders Doschd zeigten die Festnahme des 38-jährigen Anwalts und Bloggers. Nawalny lief in Begleitung von Mitstreitern eine Straße hinab, als Polizisten ihn packten und in einen Polizeibus bugsierten.

Anschließend ist der prominente russische Oppositionelle wieder nach Hause gebracht worden. Polizisten hätten ihn zu seiner Wohnung gefahren, teilte Nawalny am späten Dienstagabend über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Mehrere Beamte seien dort geblieben und würden vor seiner Tür darüber wachen, dass er seine Wohnung nicht verlasse.

Der Anwalt und Kremlkritiker Nawalny steht seit Februar unter Hausarrest. Das am Dienstag in einem Betrugsprozess verkündete Urteil gegen ihn und seinem Bruder wurde international kritisiert. Die Europäische Union erklärte, das Urteil sei offenbar politisch motiviert, die USA zeigten sich "beunruhigt".
Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch hier



Da wird von einer nicht angemeldeten Demonstration berichtet.
Nun einmal eine angemeldete Demonstration in Deutschland zum Vergleich...

Samstag, 02.10.2010 Spiegel-online
Polizei-Gewalt bei "Stuttgart 21":
Experten geben Politik Schuld am Demo-Debakel

Harsche Kritik am brutalen Einsatz: Experten werfen Politik und Polizei vor, gezielt den gewalttätigen Konflikt mit den "Stuttgart 21"-Gegnern gesucht zu haben und sprechen von einer "aggressiven Linie". Der baden-württembergische Innenminister Rech schließt einen Rücktritt dennoch aus.
[...]
Bei den Protesten am Donnerstag war es zu einer Gewalteskalation seitens der Polizei gekommen; nach Behördenangaben waren 130 Demonstranten durch den Einsatz verletzt worden. Nach Angaben der Demonstranten gab es weitere 280 Verletzte, darunter zahlreiche Schüler und auch ältere Menschen.

Für das harte Vorgehen der Polizei bei der Demo steckt die Landespolitik weiter harte Kritik ein - jetzt auch von Experten wie dem Polizeiwissenschaftler Thomas Feltes. Vieles spreche dafür, dass bei dem Einsatz von Anfang an keine Deeskalation geplant war, sagte der ehemalige Rektor der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen der "Stuttgarter Zeitung".

Die Verantwortung für das Demo-Debakel verortet Feltes ganz klar bei der Politik: "Ich würde den einzelnen Polizeibeamten am wenigsten Schuld geben, sondern eher dem Ministerium und der Landesregierung. Die Polizei hat gemacht, was ihr politisch angewiesen wurde."
[...]
Ach ja: die USA zeigten sich nicht "beunruhigt".
Es kann aber sein, dass sich Putin, wie Andere auch, aufgrund der vielen Killercops mit Rassenhass gegen Schwarze in den USA, beunruhigt zeigt.


Lesen Sie den ganzen Artikel zu Stuttgart hier: Spiegel-online



tagesschau.de schreibt dazu:
Kundgebung in Moskau
Polizei geht gegen Oppositionelle vor

Stand: 30.12.2014 20:59 Uhr
In Moskau haben Tausende Oppositionelle gegen das Urteil gegen den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny demonstriert. Sie versammelten sich am späten Nachmittag im Zentrum der Hauptstadt und trotzten damit den Behörden. Diese hatten vor einer Teilnahme an der nicht genehmigten Kundgebung gewarnt und ein hartes Durchgreifen angekündigt.

Auf dem Manege-Platz unweit des Kreml hielten die Demonstranten Schilder mit dem Namen des Anwalts in die Höhe und riefen seinen Namen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot präsent und löste die Versammlung schließlich auf. Nach Angaben der russischen Menschenrechtsorganisation OVD Info wurden dabei mindestens 250 Demonstranten festgenommen. Die Polizei sprach von mehr als 100 Festgenommenen.

Nawalny selbst wurde von den Polizisten daran gehindert, an dem Protest teilzunehmen. Polizisten nahmen ihm fest, als er auf dem Weg zur Demonstration war und brachten ihn in seine Wohnung zurück. Dort steht er seit dem vergangenen Jahr unter Hausarrest.

Bewährungsstrafe für Kreml-Kritiker Nawalny
tagesschau 20:00 Uhr, 30.12.2014, Golineh Atai!!!!, ARD Moskau (ausgerechnet Die)

Der 38-Jährige war am Morgen nach einem umstrittenen Betrugsprozess zu dreieinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Richterin blieb damit zwar deutlich unter dem Strafmaß von zehn Jahren, das die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. Um so härter traf es dagegen Nawalnys weniger prominenten Bruder Oleg. Er muss für dreieinhalb Jahre in Haft und wurde noch im Gerichtssaal verhaftet.

Den Brüdern wurde vorgeworfen, über den Vertriebsdienst Glawpodpiska die französische Kosmetikfirma Yves Rocher um umgerechnet eine halbe Million Euro betrogen und das Geld anschließend über ein Firmengeflecht gewaschen zu haben. Yves Rocher erklärte allerdings, dem Unternehmen sei durch die Kooperation mit dem Vertriebsdienst kein Schaden entstanden. Ursprünglich hatte Yves Rocher jedoch eine Klage gegen Unbekannt eingereicht, weil das Unternehmen zunächst davon ausgegangen war, der Vertrieb hätte billiger ausgeführt werden müssen.

Ob die Nawalny-Brüder tatsächlich, wie von der Staatsanwaltschaft behauptet, eine führende Rolle bei Glawpodpiska spielten, ist zudem umstritten. Alexej Nawalny selbst bestreitet, Gründer des Unternehmens gewesen zu sein und dieses kontrolliert zu haben. Dubios ist auch die Rolle eines zyprischen Offshore-Unternehmens, dem Anteile an Glawpodpiska gehören. Die russischen Behörden sind davon überzeugt, dass diese Firma Nawalny gehört.

Alexej Nawalny wies die Vorwürfe als politisch motiviert zurück und bezeichnete insbesondere das Urteil gegen seinen Bruder als "Schweinerei". Die Staatsführung versuche nicht nur, ihre Gegner mundtot zu machen, sondern nehme auch deren Verwandte ins Visier, sagte er vor dem Gerichtsgebäude.

International wurde das Urteil massiv kritisiert. Es "scheint eine politische Motivation zu haben", erklärte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini in Brüssel. " Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer, sagte , die Entscheidung des Gerichts sei "ein weiterer Schlag gegen die kritische Zivilgesellschaft in Russland". Er forderte die russische Regierung auf, friedliche Proteste gegen das Urteil zuzulassen. Das US-Außenministerium sprach von einer "beunruhigenden Entwicklung".

Kämpfer gegen Korruption

Nawalny veröffentlicht seit 2007 in seinem Blog kritische Recherchen über die dubiosen Geschäftspraktiken russischer Großkonzerne. Er war ein Wortführer der Proteste gegen die umstrittene Parlamentswahl im Dezember 2011 und die Wiederwahl von Wladimir Putin ins Präsidentenamt im Mai 2012. Bei der Bürgermeisterwahl in Moskau im September 2013 wurde er mit einem starken Ergebnis Zweiter.

Sein Verstoß gegen den Hausarrest könnte ihm nun weiteren Ärger einbringen. Im äußersten Fall droht ihm die Umwandlung der Bewährungs- in eine Haftstrafe.

2013 war Nawalny bereits in einem anderen Fall wegen Untreue zu einer Haftstrafe verurteilt, aber nach Protesten seiner Anhänger in den Straßen Moskaus am folgenden Tag freigelassen worden. Das Urteil wurde in eine Bewährungsstrafe umgewandelt. Seit vergangenem Jahr steht Nawalny unter Hausarrest, weil er gegen Bewährungsauflagen verstoßen haben soll.


Liest man einige Kommentare, dann muss man glauben, Frau Golineh Atai schreibt von jemand ganz anderem.
Kommentare bei tagesschau.de

von exwessi
warum wird mit keinem wort erwähnt das er aus dem faschistischen lager kommt.ich habe noch nie gelesen wenn in deutschland ein rechter verurteilt wird, dass er ein oppositioneller ist.

von wolf 666
Milder geht es kaum noch.
Das nenne ich ein Gerichtsurteil, was es im rechtsstaatlichen Westen nie geben würde. 3,5 Jahre Bewährungsstrafe obwohl er bereits vorbestraft ist und sich noch in Bewährungszeit aus dem vergangenen Jahr befindet.
Demnach ein Mehrfach- oder Wiederholungstäter und dann erneut auf Bewährung verurteilt.

von d483573
Seltsam... Egal wie zwielichtig die Gestalten sind, sobald sie nur ein Wort gegen Putin sagen sind jegliche Prozesse gegen sie "politisch motiviert" und "umstritten".
Nawalny ist ein aggressiver Nationalist, wer mal ein bisschen recherchiert wird ganz unschöne Aussagen von ihm finden.
Der Konzern "Yves-Rocher" hat Nawalny und seinen Bruder wegen Geldwäsche angeklagt, nicht Putin oder der Russische Staat. Wie kann dieser Prozess also politisch motiviert sein?
Die Hintergründe erklärt man uns hier nicht.
Mit den Beweisen und dem Prozess setzt man sich nicht auseinander, stattdessen hat man den Prozess schon bevor er stattfand als "politisch motiviert" bezeichnet.
Warum werden wir hier nicht informiert, so dass wir uns unsere eigene Meinung bilden können?
Ist das nicht eigentlich der Auftrag der ÖR?
Eine vorgefertigte Nachplappermeinung kriegt man auch aus der Zeitung mit den 4 Buchstaben...

von zomil
Dieser Artikel ist mal wieder ! grottenschlecht.
Wenn man Nawalny als Blogger bezeichnet, dann muss man ihn aber auch gleichzeitig als Hetzer und Faschist bezeichnen der unverblühmt faschistische Reden mit Hitlergrüßen hielt, auf youtube zu finden.
Ist nicht jeder ein Blogger heutzutage?
Desweiteren ist es Spekulation und in meinen Augen falsch zu behaupten die ehemalige Strafe von Nawalny sei abgemildert worden weil ein paar Demonstranten dann auf die Straße gegangen seien? Hätte er dann nicht freigesprochen oder sogar zum pro-westlichen Präsidenten erklärt werden müssen. Dazu fehlt hier die offizielle richterliche Begründung im Artikel!
Nawalny als politischen Gegner Putins darzustellen ist ein Wünsch Dir Was und entspricht nicht der russ. Realität.
In Deutschland wird eine Anzeige sobald sie den Staatsanwalt erreicht ebenfalls weiter verfolgt, auch wenn der Klagende die Anzeige zurückzieht, die Mühlen der Justiz halt !
Der Artikel ist einfach grotten schlecht und neigungsanfällig!

von Royal Palm Estate
Den Feind mit den eigenen Waffen schlagen ZITATE VON Nawalny:
"Kaukasier sind Kakerlaken, die anders als die Schabe nicht mit der Fliegenklatsche oder dem Pantoffel, sondern mit einer Pistole zu bekämpfen sind."
"Zersetzende Elemente sollten deportiert werden."
Aus Image-Gründen versucht er jetzt die Kehrtwende und bezeichnet sich selbst als "nationalen Demokraten". Er ist aus meiner Sicht ein gefährlicher, rechtsradikaler Demagoge und Kleinkrmineller, der sich selbst zum "Bekampfer der Korruption" ernannt hat und dafür vom Westen zum "Kremlkritiker" hochstilisiert wurde. Parallelen zum Fall Jazenjuk in der Ukraine sind wohl nicht ganz zufallig.

von Royal Palm Estate
Was lernen wir daraus?
DER selbst ernannte "Korruptionsbekampfer" ist auch nur ein kleiner russischer Mafioso mit Offshore-Firma... Möglicherweise. ES gibt auch boswillige Verleumdungen, die der Ansicht sind, das er ertappte korrupte Geschaftsleute und Staatsbedienstete erpresst und die Einnahmen daraus Über seine diversen Firmenbeteiliungen gewaschen hat... Alles nur. Böswillige Gerüchte... Oder?

von Besserwisser2000
Aber nicht doch, die Polizei geht nicht "gegen Oppositionelle vor", sondern loest eine nicht genehmigte Demonstration auf, so wie sie das in Deutschland auch machen wuerde und gemacht hat. Hoert doch mit Eurer Agitation auf!

von André Marggraf
Die Nawalnys sind ehrenwerte Herren...
...wie die ukrainische Gasprinzessin Timoschenkow eine ehrenwerte Dame ist.
Nichts ist zu billig, um einen wirtschaftlichen und politischen Konkurrenten zu diffamieren... Schrieben Karl Marx und Friedrich Engels doch schon im vorletzten Jahrhundert:
"Kapital wird sich gegen Kapital wenden."
Weiterdenken!

von spom
lächerliche Übertreibung
Jeder kann sich im Netz die Fotos ansehen. Von Tausenden Demonstranten haben die Veranstalter und einige Journalisten sicher geträumt. Die tatsächliche Zahl dürfte wohl gerade um die 1500 liegen. Und dann: "Die Polizei löste die nicht genehmigte Kundgebung am Abend auf und verhaftete Hunderte Demonstranten- darunter auch Nawalny."
So was passiert natürlich nur bei den bösen Russen. Und nur zur Klarstellung: Herr Nawalny stand -und das war ihm auch bekannt- unter Hausarrest. Er wurde auch nicht während der Demonstration sondern bereits davor verhaftet. Und das zumindest nach meinem Rechtsverständnis zu Recht. Das ist heute nun schon der dritte Beitrag der TS über diesen "Helden". Aber besser wurden sie im Laufe des Tages dennoch nicht. Ein Durcheinander an juristischen Begriffen, keinerlei Tatsachen, keine Belege für die Behauptung es sei ein politisches Urteil. Schlimm auch, dass die bekannten radikalen Äußerungen einfach "vergessen" wurden.
Das ist kein guter Journalismus.

von Royal Palm Estate
Wie andete Foristen auch...
fordere ich Sie als Redaktion der TS zu Sachlichkeit und solidem Journalismus auf und Frau Attai aus Moskau abzuziehen. DIE Hetze der letzten drei Artikel zum gleichen Thema heute strotzte von journalistischer Inkompetenz, Stimmungsmache und Propaganda.

von koechris
Macht das mal mit Deutschland,
eine unangemeldete Demo meine ich. Viel Spaß mit Pfeffersprey und Wasserwerfern.
Ich hoffe das in Zukunft auch in der ARD jede Auflösung einer nicht genehmigten Demonstration weltweit behandelt wird. Das würde dann reichen um die Anzahl der Artikel locker zu verdoppeln. In Deutschland wird bei sowas der Platz übrigens schon weiträumig abgesperrt (wenn man es denn weiß) bevor sich dort so viele Menschen versammeln können. Von daher wurde hier erstmal länger abgewartet als bei uns. Man hat sie quasi erstmal Demonstrieren lassen.
Warum ist das bei Russland jetzt so viel Interessanter als anderswo?

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Über "Pegida" wird international berichtet

Thema: Pegida
T-Online
Aufmacher in der "New York Times"
"Pegida" wird auch in den USA zum Aufreger
Die Webseite der "New York Times". (Quelle: Screenshot)
16.12.2014, 16:38 Uhr | Volker Bonacker
Dass "Pegida" vor allem einen Slogan der DDR-Bürgerrechtsbewegung für rechtsextreme Proteste missbraucht, notiert die britische Zeitung "The Guardian". Durch die Verbindung mit den Freiheitskämpfern der DDR gäbe sich Pegida den Anschein moralischer Seriosität. Dabei wäre klar, dass hunderte der Mitmarschierenden Neonazis sind. "Die Pegida-Botschaften legen Vergleiche mit der Propaganda des Dritten Reichs nahe", zitiert der Beitrag den Berliner Extremismusforscher Hajo Funke.

Debatte muss geführt werden

Die britische BBC hatte eine Reporterin live vor Ort. Es sei sehr schnell klar geworden, dass die Proteste gegen Asylsuchende gingen und nicht gegen Islamisierung. "Vor einigen Jahren wären solche Szenen in diesem Land unvorstellbar gewesen", so die Korrespondentin. Die hohe Zahl der Teilnehmer zeige jedoch, dass die Debatte um Immigration in Deutschland nicht mehr ignoriert werden könne.

Die "Washington Post" geht der Frage nach, wie der rasante Aufstieg der Anti-Islam-Bewegung zu erklären sei. Erklärbar sei dies unter anderem damit, dass die neuen Proteste in Ostdeutschland stattfänden. Während derartige Bewegungen im Westen des Landes wenig zulauf fänden, seien die neuen Bundesländer anfälliger - und das, obwohl gerade dort nur wenige Asylsuchende leben würden. Viele Menschen würden deshalb nur wenige bis keine Ausländer kennen - und hätten gerade deshalb Angst vor dem Unbekannten. Die Politik wäre allerdings nicht unschuldig: Es fehle weiterhin an Integration der Migranten in die Gesellschaft.

Rechtsextrem und rassistisch

"Wann wird der Hass auf der Straße sichtbar?", fragt zuletzt die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ). Denn: Im Internet lassen "Pegida"-Anhänger ihrer Wut mit rechtsextremen Parolen und Morddrohungen schon lange freien Lauf. Nur auf den Demonstrationen bleibt es friedlich - noch. Denn die "krude Mischung, die das Fremde als Ursache der eigenen Probleme und Unzufriedenheit" ausmacht, birgt nach den Ansichten der Zeitung ein enormes Gefahrenpotential. Vor allem die mangelnde Distanz gegenüber dem, was auf den eigenen Internet-Präsenzen an Kommentaren veröffentlicht wird, lässt den Autoren schließen: "Solange kann Pegida zu Recht als rechtsextrem, gewaltbereit und rassistisch bezeichnet werden.
Quelle: T-Online


... und wieder einmal, wie immer wenn's unbequem werden könnte:
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T-online Umfrage zum Thema



Folterberichte der USA - Gysi stellt Strafanzeige gegen Bush und Dick Cheney

Thema: wegen Folter
T-online.de
16.12.2014, 15:11 Uhr
Gysi stellt Strafanzeige gegen Ex-US-Präsident Bush

Linksfraktionschef Gregor Gysi hat Strafanzeige gegen den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush wegen der Foltervorwürfe gegen den Geheimdienst CIA gestellt. In einem Brief an den Generalbundesanwalt Harald Range fordert Gysi auch die sofortige Aufnahme von Ermittlungen gegen den früheren US-Vizepräsidenten Dick Cheney, Ex-CIA-Chef George Tenet, zwei Militärpsychologen sowie gegen unbekannt.

Gregor Gysi fordert Konsequenzen nach der Veröffentlichung der US-Verhörmethoden. (Quelle: imago / Reiner Zensen)
Der US-Senat hatte vergangene Woche einen Bericht zu den US-Verhörmethoden im Kampf gegen den Terror in den Jahren 2002 bis 2009 veröffentlicht. Dazu zählten das berüchtigte "Waterboarding" (simuliertes Ertränken) und der Zwang, in schmerzhafter Stellung auszuharren. Bush war von 2001 bis 2009 US-Präsident.

"Die durch den Senatsbericht bekannt gewordenen Folterpraktiken erfüllen die Tatbestände der schweren Körperverletzung, der Erpressung, des Menschenraubs sowie zumindest in einem Fall auch des Mordes", schreibt Gysi in seinem Brief.

"Die Art der Tatbegehung durch Angehörige und beauftragte Mitarbeiter der CIA offenbart teilweise zutiefst bestialische und sadistische Motive, Neigungen und Methoden der Beteiligten."
Quelle: T-online.de

Kommentare aus dem T-Online-Forum

DB-Baureihe103
Danke Herr Dr. Gysi. Kein Staat dieser Welt steht außerhalb der Menschenrechte außerhalb der Humanität außerhalb des Rechtes das gegenüber jedermann zu walten ist. Auch nicht die Vereinigten Staaten von Amerika. Verbrechen gegen die Menschlichkeit egal von wem sie begangen werden oder wer sie zu verantworten hat müssen aufgeklärt werden dann angeklagt werden und dann vor einem Gericht verhandelt werden. Ohne Ansehen der Person oder des Staates.

Politclown
Bravo Herr Gysi, ich gehöre nicht zu Ihren Sympathisanten. Aber endlich ein Politiker, der gegen die politisch kriminelle USA das andeutet was eigentlich von jeder demokratischen Regierung ausgehen sollte. Aber unsere zur Zeit Regierenden erinnern immer mehr an längst vergangene Zeiten. Verbrechen egal von welcher Regierung müssen geächtet und verfolgt werden. Die gewissenlosen Kriegstreiber in den USA sind eine Gefahr für die Menschheit.

wollde
ich wünsche ihnen erfolg damit,auch wenn ich annehme, das man alles daran setzen wird, das sie damit nicht durchkommen werden...aber nur so kann man diesen kriegstreibern aus übersee beikommen.....alle politiker, den soviel an demokratie liegt, werden sich ihnen anschließen....aber leider, wirds wohl keiner sein..

weiss
Selbstverständlich wird diese Anzeige keine Konsequenzen haben, aber es ist trotzdem richtig, darauf aufmerksam zu machen, dass die USA Kriegsverbrecher, Mörder und Folterer nicht verfolgt. Das hat in diesem Land Tradition! Die eigenen Verbrecher werden geschützt. Das nennt man Patriotismus!

weiss
@gast007 16:28 Für Freiheit und Demokratie darf man foltern? Freiheit und Demokratie wurden und werden von den USA missbraucht und in den Dreck getreten! Sie dienen immer als Begründung wenn wieder ein Land unter die Kontrolle der USA gebracht werden soll, wie zuletzt die Ukraine. Tatsächlich geht es immer nur um die Vorherrschaft der USA, Ausweitung ihres Machtbereichs und Unterdrückung aller,die sich nicht unterordnen. Freiheit und Demokratie nach Art der USA haben in den letzten Jahrzehnten unendlich viel Leid über die Welt gebracht und sind ganz entscheidend am Terror schuld, der viele Länder ins Chaos stürzt. Wer im Namen von Freiheit und Demokratie foltert und mordet, verrät diese Ideale und ist keinen Deut besser als all die anderen die eine andere Begründung für ihr abscheuliches Handeln finden.

weiss
Selbstverständlich wird diese Anzeige keine Konsequenzen haben, aber es ist trotzdem richtig, darauf aufmerksam zu machen, dass die USA Kriegsverbrecher, Mörder und Folterer nicht verfolgt. Das hat in diesem Land Tradition! Die eigenen Verbrecher werden geschützt. Das nennt man Patriotismus!


Freitag, 28. November 2014

Sahra Wagenknecht - Scharfe Attacke im Bundestag

Thema: Kalter Krieg

T-Online.de
Scharfe Attacke im Bundestag
Linke wirft Merkel Rückkehr zum Kalten Krieg vor
26.11.2014, 10:36 Uhr | AFP, rtr, dpa
In der Generaldebatte im Bundestag hat Linke-Fraktionsvize Sahra Wagenknecht der schwarz-roten Bundesregierung eine verfehlte Politik vorgeworfen und den Kurs im Ukraine-Konflikt scharf attackiert. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe Deutschland in die "Neuauflage eines Kalten Krieges mit Russland hineingetrieben", der den Frieden in Europa gefährde, sagte Wagenknecht.

Linke-Fraktionsvize Sahra Wagenknecht rechnet im Bundestag mit der Politik der Großen Koalition ab Foto: t-online
"Sie warnen vor einem Flächenbrand, aber Sie gehören doch zu denen, die mit brennendem Zündholz herumlaufen."

"Sinnlosen Wirtschaftskrieg angezettelt"

Merkel vergifte das politische Klima und gefährde den Frieden in Europa, sagte Wagenknecht weiter. Mit den Sanktionen gegen Russland wegen des Vorwurfs der Unterstützung von Separatisten in der Ukraine habe die Kanzlerin einen "sinnlosen Wirtschaftskrieg" angezettelt.

Merkel ignoriere russische Interessen, sagte sie mit Blick auf Warnungen aus Moskau, die Einflusszone westlicher Staaten auszuweiten. Zudem unterstütze die Bundesregierung eine Regierung in der Ukraine, in der wichtige Posten von Nazis besetzt seien. "Kehren Sie auf den Weg der Diplomatie zurück, stellen Sie die Sanktionen ein", appellierte Wagenknecht an die Kanzlerin.
Soziale Ungleichheit angeprangert

Wagenknecht kritisierte außerdem, die im Haushalt 2015 geplante schwarze Null bei der Neuverschuldung sei "Ausdruck einer Nullkompetenz in der Wirtschaftspolitik". Dabei widersprächen auch Wirtschaftswissenschaftler der Sparpolitik der Kanzlerin.

Die Linken-Politikerin warf Merkel erneut vor, verantwortlich für eine zunehmende soziale Ungleichheit in Deutschland zu sein: "Ihre Politik, Frau Merkel, spaltet Deutschland und versündigt sich an der Zukunft, weil Sie nicht den Mut haben, sich den organisierten Interessen von Banken und Konzernen entgegenzustellen." Wagenknecht bezeichnete es als "kriminell", wenn die Politik umstrittene "Steuersparmodelle" für Unternehmen gesetzlich ermögliche.
Merkel: "Brauchen einen langen Atem"

Die Kanzlerin äußerte sich anschließend in ihrer Rede - trotz aller Rückschläge - optimistisch zu einer politischen Lösung der Ukraine-Krise mit Russland. "So anstrengend und lang der Weg auch ist, so überzeugt bin ich dennoch, dass er uns gelingen wird", sagte sie. Wirtschaftliche Sanktionen gegen Moskau blieben weiterhin unvermeidlich. "Für unsere Bemühungen, die Krise zu überwinden, brauchen wir Geduld und einen langen Atem", ergänzte Merkel. Ziel sei eine souveräne und territorial unversehrte Ukraine.

"Das Vorgehen Russlands stellt die europäische Friedensordnung in Frage und bricht internationales Recht", kritisierte die Kanzlerin. Militärisch sei der Konflikt nicht zu lösen. "Wir lassen nichts unversucht, in Gesprächen mit Russland zu einer diplomatischen Lösung zu kommen", betonte sie ihre Übereinstimmung mit den Anstrengungen von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD).

CSU-Chef Horst Seehofer hatte kürzlich für Unmut auch in der CDU gesorgt, als er vor einer Art Nebendiplomatie Steinmeiers gewarnt hatte.

Hier das Video


drei Stimmen zum Video

Warriorscult
Warum ist Sahra Wagenknecht nicht die deutsche Bundeskanzlerin!? Sie ist fähig, intelligent, schön, kompetent, menschlich, natürlich, sozial gerecht, ehrlich, hält brillante starke Reden und setzt sich für die richtigen Ideale/Ziele ein. Merkel dagegen ist unfähig, unterbelichtet, hässlich (äußerlich wie innerlich), inkompetent, menschenverachtend.

Thorben Bieber
Allein schon wegen Merkels verhalten zu Anfang muss man Wagenknecht einfach recht geben, ganz gleich ob man die Linke nun mag oder nicht.

Geteilt von Diether Dehm
"Die Deutsche Bank etwa lobt sich in ihrem Geschäftsbericht selbst dafür, dass sie durch eine „vorteilhafte geographische Verteilung ihres Konzernergebnisses“ ihre Steuerzahlungen minimiert, sprich: die Öffentlichkeit geschädigt hat. Das muss man sich schon auf der Zunge zergehen lassen: Eine Bank, die ohne die Milliarden der Steuerzahler bankrott gewesen wäre, ist stolz darauf, dass sie eben diese Steuerzahler Jahr für Jahr um beträchtliche Summen betrügt.
Natürlich ist das kriminell, aber genauso kriminell ist eine Politik, die die passenden Gesetze dafür liefert bzw. sie akzeptiert."...

Kommentare aus dem T-Online-Forum

4711
Eines muß man Frau Wagenknecht lassen...was sie sagt hat Hand und Fuß. Sie hat Recht !! Nur zur Info...bin kein Links Wähler.

drumroydrum
wie schön, dass ich nicht der einzige bin, der so denkt..danke sahra wagenknecht.. daumen hoch..

MahneridW "Sie warnen vor einem Flächenbrand, aber Sie gehören doch zu denen, die mit brennendem Zündholz herumlaufen." donnert Wagenknecht! Ich glaube, das hat sie bei mir abgeschrieben! Aber selbstverständlich hat sie damit Recht! Nur nutzen wird das nichts, denn Merkel darf als Speerspitze Obamas auch gar nichts anderes, die ist da fremdgesteuert!
BayernMunchen
Wenigstens eine die klar denkt.

kenner68
Eines vorweg: Sarah Wagenknecht´s Rede hatte von der ersten bis zur letzten Minute Hand und Fuß, kurzum: Sie hatte mit allem, was sie an ökonomischen, sozialen und geopolitischen Themen ansprach sehr Recht. Merkel´s Antwort zum Thema Ukraine war sehr dürftig. Und sie verwies u. a. darauf, daß Rußland 1994 in einem Budapester Abkommen die Unantastbarkeit von Grenzen anerkannte und dies faktisch gebrochen hat uind damit Sanktionen gerechtfertigt wären.
Soweit so richtig. Nur, die Kanzlerin kann sich dann den Wortbruch die NATO NICHT nach Osten zu erweitern nicht damit relativieren, weil die ehemaligen Ostblockstaaten ja "um Aufnahme in die NATO gebeten hätten".
Wer hinderte die NATO daran Polen, Ungarn etc. zu sagen: Nein, wir stehen bei Gorbatschow (bzw. seinen Nachfolgern) im Wort und nehmen Euch nicht auf." Dieser historischen Wahrheit stellt sich Frau Merkel nicht und belegt erneut die Einseitigkeit der westlichen Interessenlagen!

Fuxburger
Was versteht Frau Merkel unter einer souveränen und territorial unversehrten Ukraine? Aufgabe der Souvernität der Ukraine im Rahmen von EU und NATO? Mit Durchsetzen von Sanktionen und Kaltem Krieg? Friedenspolitik sieht anders aus.

Reiner Tiroch
Frau Wagenknecht hat vollkommen Recht! Frau Merkel poltert schon seit 3 Jahren auf Putin herum. Es fehlt nur noch 1 großes Ereignis und eine freche Lüge der Ukraine, die Nato bestätigt, und rums-bums geht es wie bestellt los.