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Sonntag, 9. Dezember 2018

Die ARD missbraucht die Ukraine-Krise für Hetze gegen Putin.

Thema: Ukraine

Der nächste Krieg
Die ARD missbraucht die Ukraine-Krise für Hetze gegen Putin.
von Friedhelm Klinkhammer, Volker Bräutigam

Konfrontation zwischen der Ukraine und Russland in der Meerenge von Kertsch: Putschpräsident Poroschenko provoziert einen läppischen Zwischenfall nahe der neuen Krim-Brücke und nutzt ihn als Vorwand, um Kriegsrecht über die Ukraine zu verhängen. Tatsächlich will er die anstehenden Wahlen stornieren, denn er selbst ist dabei nur mehr Zählkandidat. Die ARD-aktuell-Redaktion unterschlägt jedoch erst einmal den Hintersinn der Aktion. Stattdessen dient sie sich westlichen Politikern als Tröte für russlandfeindliche Sprüche an und lässt sogar NATO-Stoltenberg stänkern — obwohl die Ukraine (noch) nicht NATO-Mitglied ist. Die AgitProp der Tagesschau verschleiert, wer das Chaos und Leid in der Ukraine angerichtet hat: Die USA-geführte „Westliche Wertegemeinschaft“ darf ihren Scheinheiligen-Schein wahren.

Verschleiern und Geschichte leugnen: Der Westen hat die Katastrophe mit Intrige, Geld und Gewalt herbeigeführt. USA und EU organisierten den Putsch auf dem Maidan und demonstrierten nachdrücklich ihre NATO-Machtansprüche. Angesichts dieses mit vielen Toten und Verletzten herbeigeführten Umsturzes votierte eine überwältigende Mehrheit der Krimbewohner für Trennung von der Ukraine und Aufnahme in die Russische Föderation. So geschehen; seither herrschen Krise und Kriegshetze.

ARD-aktuell hetzte mit. Die Berichterstattung über den Zwischenfall in der Kertsch-Straße, dem Nadelöhr zwischen Schwarzem Meer und Asowschem Meer, ist nur eines von vielen Beispielen. Es heißt zwar in den Programmrichtlinien für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk:
„In Berichten und in Beiträgen, in denen sowohl berichtet als auch gewertet wird, dürfen keine Tatbestände unterdrückt werden, die zur Urteilsbildung nötig sind“ (1).
und weiter, die Berichterstattung solle
„die internationale Verständigung fördern (und) für die Friedenssicherung eintreten“ (2),
doch das setzt Sachlichkeit, kritischen Journalismus und dessen Distanz zu jedweder Regierung voraus, insbesondere zur eigenen. Das aber ist nicht Sache der Qualitätsjournalisten in Dr. Gniffkes Tagesschau. Konformistisch reden sie Kanzlerin Merkel und Außenminister Maas nach dem Munde und kolorieren deren „Feindbild Russland“.

Dass Tagesschau-Redakteure ungern selbst über komplexe Zusammenhänge informieren, zeigt sich an ihrer häufigen Inanspruchnahme von „Experten“. Vorgeblich neutrale Fachleute entheben die Redaktion der Notwendigkeit, selbst Stellung zu beziehen und sich dabei zu exponieren. Mit der Auswahl des jeweiligen Experten lässt sich zudem ganz unauffällig die Tendenz einer Nachricht gestalten.

Besonders beliebt bei Dr. Gniffkes Qualitätsmannschaft sind daher die Vertreter der „Stiftung Wissenschaft und Politik“. Wer sie befragt, beweist Linientreue und kann nichts falsch machen: Es ist die „Denkfabrik” der Bundesregierung, finanziert vom Steuerzahler (3). „Stiftung“ klingt jedoch immer gut und außerdem neutral. Kanzlerin und Minister ziehen die Angestellten dieses Instituts ständig zu Rate.

Wie der Herr, so‘s Gescherr. Die ARD-aktuell-Redaktion wandte sich im hier betrachteten Fall an die Expertin Dr. Sabine Fischer. Die kam zwar gleich zu Beginn zu der Erkenntnis:
„Ich sehe auf russischer Seite im Moment eigentlich kaum ein Interesse an einer militärischen Eskalation. Russland hat sich im Grunde genommen seit einem halben Jahr sehr stark zurückgezogen“ (4).
Aber trotz dieser objektiv stimmigen Ansicht gaben die Gniffke-Krieger nicht klein bei. Sie fragten und schwadronierten so lange herum, bis das Feindbild wieder gerade hing und sich „neue Sanktionen gegen Russland“ fordern ließen.

In den Folgetagen war der Journaille keine Übertreibung zu blöde, um damit Kriegsangst in der deutschen Öffentlichkeit zu schüren. Sogar den bei seinen Landsleuten höchst unbeliebten Poroschenko führten sie als Zeugen an:

„Ukrainischer Präsident Poroschenko warnt vor Krieg“ (5).

Verbales Abrüsten: Fehlanzeige. Objektive Darstellung des Zwischenfalls, seiner Entstehung, seines historischen Kontextes und der dafür Verantwortlichen: Fehlanzeige. Inhaltlich überzeugende Analyse: Fehlanzeige.

Die Qualitätsjournalisten hielten es nicht einmal für nötig, die Stimmung im ukrainischen Parlament einzufangen, dessen Mitglieder dem Kurs Poroschenkos nicht folgen wollten, jedenfalls nicht in vollem Umfang.

„Poroschenko hat das Kriegsrecht erklärt, als ob er einen Wagen mit Roshen-Süßigkeiten (Anmerkung: Produkte von Poroschenkos Schokoladenfabrik „Рошен“) verkaufen würde. Das was Poroschenko vorgeschlagen hat, hat keinen militärischen Sinn, es beraubt die Ukrainer aller Verfassungsrechte“ (6),

betonte der eher zum rechten Spektrum zählende Abgeordnete Ljaschko. Nach dem Inkrafttreten des Kriegsrechts verlören die Bürger ihr Recht auf Privatsphäre, Redefreiheit, Medienfreiheit, Versammlungsfreiheit, Bildung, Arbeit und vor allem ihr Wahlrecht.

Was interessierte das Gniffkes Qualitätsjournaille? Sie meldete es erst und nur am Rande, als es mit Rücksicht auf die kritische Gegenöffentlichkeit nicht mehr vermeidbar war. Kriegsrecht beseitigt die bürgerlichen Freiheitsrechte?

Dass 80 Prozent der Ukrainer dank intensiver Zuwendung und Einflussnahme der Westlichen Wertegemeinschaft (WWG) eh schon unter der Armutsgrenze dahinvegetieren: pillepalle. Gerade wurden diesen Ärmsten auch noch Gaspreiserhöhungen von 20 Prozent zugemutet (7, 8). Dieser Tage meldete RT deutsch: „Ganze Städte erfrieren“ (9).

Nichts von all dem in der Tagesschau.

Gniffkes journalistische Vorkämpfer für Menschenrechte und Demokratie nutzen ausschließlich das Material der transatlantisch genormten westlichen Nachrichtenagenturen und das Gewäsch der dito genormten und hochbezahlten ARD-Korrespondenten. Das tatsächliche Elend in der Ukraine hat niemanden zu interessieren. Dass die Ukrainer mittlerweile bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 176 Euro angelangt sind (10), darf niemand wissen.

Der deutsche Konsumbürger soll keinesfalls auf den Gedanken kommen, dass die Ukraine den USA und der EU geopfert wurde, Ergebnis einer Aggression mit ausschließlich geostrategischen und ausbeuterischen Zielen. Die WWG schert sich einen Dreck um Freiheit und humanitäre Anliegen.
Propaganda muss, wenn sie denn wirken soll, ihre Lüge in möglichst primitiver Form und in ständiger Wiederholung vorbringen, wie schon Joseph Goebbels wusste. ARD-aktuell folgt seiner Methode konsequent. Der idiotische Pleonasmus „völkerrechtswidrige Annexion der Krim“ gehört zum Stammvokabular der Redaktion in deren Informationskrieg gegen Russland.

In der 20-Uhr-Tagesschau am 26. November kam das Wort „Annexion“ gleich zwölfmal vor, und drei weitere Male wurde indirekt darauf angespielt. Und, auf dass es auch der letzte Depp begreife, hieß es mal hübsch „illegale Annexion“ oder eben „völkerrechtswidrige Annexion“. Gekrönt mit dem überflüssigen Hinweis, selbst die Vereinten Nationen hätten sie nicht anerkannt.

Als ob die stets politisch motivierten Resolutionen der UN-Vollversammlung trotz ihrer Unverbindlichkeit gleichzusetzen wären mit einem völkerrechtlich gültigen Gerichtsurteil. Aus wohlerwogenen Gründen wird der Internationale Gerichtshof in Den Haag nicht befasst. Völkerrechtler vertreten und begründen längst die Auffassung, die Aufnahme der Krim in die Russische Föderation sei durchaus keine „Annexion“ gewesen.

Den mit Atlantikbrücken-Mitgliedern bis an die Senderspitze besetzten WDR kümmert es nicht. Sein hochbezahlter Lohnschreiber Stefan Stuchlik durfte den Zwischenfall von Kertsch in den Tagesthemen kommentieren und zur Verkündung seines Verständnisses von Wahrheit nutzen:

„Wir wissen, wer schuld ist. Nicht am gestrigen Vorfall, sondern an der Gesamtsituation. Russland hat völkerrechtswidrig die Krim besetzt, beherrscht den Eingang zum Asowschen Meer und kann der Ukraine die Zufahrt zu wichtigen Häfen sperren ... Russland hat, bitte alle mal hinsehen, aus Unrecht Fakten gemacht“ (11).

Das ist das Niveau bornierter Schwätzer, die bis heute alle gegenläufigen Argumente und die alles auslösende Vorgeschichte leugnen. Stuchlik & Co. ignorieren einfach Entstehung und Verursacher des Konflikts.

Als ob es nie jenen berüchtigten Telefongesprächs-Mitschnitt gegeben hätte, in dem die US-Sonderbeauftragte für eurasische Angelegenheiten, „Fuck the EU”-Victoria Nuland, sich unzweideutig über Rolle und Absichten der USA in der Ukraine äußert. Sogar auf einer Pressekonferenz in Washington hatte sie den Judaslohn beziffert, den Washington für die Erniedrigung der Ukrainer zahlte: 5 Milliarden US-Dollar (12, 13).

Dass die jüngsten Vorfälle in der Straße von Kertsch Resultat und damit Teil der vom Westen hervorgerufenen Entwicklung in der Ukraine sind, ließ die ARD-aktuell-Redaktion im Dunkeln. Wochenlang hatten Tagesschau und Tagesthemen überhaupt nichts über die Ukraine gemeldet, unter grober Verletzung ihrer Pflicht,
„einen umfassenden Überblick über das internationale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen”
zu geben (14).

Dass bewaffnete ukrainische Schiffe Russland schon seit dem Frühjahr provozierten, wurde einfach verschwiegen. In Kurzfassung: Im März kaperte die ukrainische Küstenwache ein russisches Fischerboot im Asowschen Meer, 15 Seemeilen vor der ukrainischen Küste. Ein Rechtsbruch, denn laut einem 2004 besiegelten Abkommen zwischen Moskau und Kiew dürfen sich Handels- und Kriegsschiffe beider Seiten außerhalb der jeweiligen Zwölf-Meilen-Zonen frei bewegen. Moskau sprach von einem „Akt offener Piraterie”, protestierte gegen die Beschlagnahme des Kutters und die Inhaftierung seiner Mannschaft. Erfolglos bis heute.

Die ARD-aktuell unterließ es auch, die Hintergründe der jüngsten ukrainischen Provokation knapp zu beschreiben: Das Asowsche Meer ist ein zur Ukraine und zu Russland gehörendes Binnenmeer, kein internationales Gewässer. In seiner Zufahrt, der Straße von Kertsch, finden schon immer geregelte Kontrollen statt, vormals russische und ukrainische, jetzt nur noch russische, seit die Krim zur Russischen Föderation gehört.

Ist die Krim russisch, dann ist auch die Straße von Kertsch russisch. Wenn drei ukrainische bewaffnete Küstenschiffe dort einlaufen, sich der Anmeldung und Kontrolle entziehen und Blockademanöver fahren, ist eine russische Reaktion unausbleiblich. Als die erfolgte, die drei Schiffe aufgebracht und die Mannschaften gefangen genommen wurden, schäumte es aus allen Rohren der Tagesschau; diesmal waren‘s ja Ukrainer, nicht Russen, die da festgesetzt worden waren.

Solche Doppelstandards sind Kennzeichen der Propaganda. Was kümmert‘s die Tagesschau? Sie blieb auf „Berliner“ Linie. Und die dort ansässige Bundesregierung übersah, absichtlich oder nicht, dass der jüngste Zwischenfall sich vor der Straße von Kertsch zugetragen hat, nicht im Asowschen Meer (15). Maas stützte sich zudem wie üblich auf ein Votum der „Stiftung Wissenschaft und Politik” wie dieses: Poroschenko habe nicht genug für die militärische Aufrüstung der Ukraine getan.

„Noch gravierender ist, dass die ukrainische Führung seit Jahren weitgehend ignoriert hat, dass die Ukraine im Asowschen Meer einer wachsenden Gefahr durch Russland ausgesetzt ist und sich nicht um den Ausbau ihrer Flottenkapazitäten gekümmert hat“ (16).

Unverhohlene deutsche Kriegstreiberei und Aufrüstungsgier. Poroschenko sah sich regelrecht aufgefordert, Russland zu provozieren. Sowohl für Hilfsgelder und Milliardenkredite aus dem Westen als auch im Interesse seines Machterhalts spielte er einmal mehr den Schmutzfinger, diesmal in der Meerenge bei Kertsch (17, 18).

Politik ist, sich mit Realitäten zu arrangieren, wenn sie sich aktuell als unabänderlich erweisen. Die Krim gehört heute – und auch historisch – zu Russland. Die meisten ihrer Bewohner betrachten sich zudem als Russen. Wann endlich verhält sich der Westen rational und gemäß den Gegebenheiten? Akzeptieren muss er sie nicht, aber als Faktum hinnehmen sollte er sie.

Realitäten leugnen und eine Provokation der nächsten folgen zu lassen, demonstrativ Kriegsschiffe zu entsenden, Unmengen Waffen in die Ukraine zu pumpen (19), tausende US- und GB-„Militärberater“ zu schicken und ein korruptes und verhasstes Regime mit Milliarden Dollar und Euro an der Macht zu halten: Das ist nicht Politik, sondern aggressive, ruinöse, unsägliche Dummheit. Sie nützt nur dem militärisch-industriellen Komplex und gereicht den betroffenen Völkern zu unermesslichem Leid. Das zu ignorieren und zu verschweigen, statt es kritisch aufzuzeigen, ist nicht Qualitätsjournalismus, sondern schändliches Versagen.

Weder die ARD-aktuell-Redaktion noch andere Qualitätsjournalisten im hiesigen Meinungsmonopol konnten oder wollten die sonstigen provokanten Vorgänge melden, die den russischen Brückenbau über die Meerenge von Kertsch beschleunigten: Hatte die Ukraine nicht die Gasversorgung der Krim gekappt? Hatten ihre „Aktivisten” nicht die Stromleitungen zur Krim gesprengt? Hatten die Machthaber in Kiew die Halbinsel nicht ebenso wie den Donbass blockieren lassen und ihr sogar die Wasserversorgung abgestellt?

Es scheint nun allerdings so, als habe das korrupte Oligarchen-System mit seinen neonazistischen Milizen, seiner irrationalen Unterwerfung unter US-Vorgaben und mit seiner Unfähigkeit zu rationaler Politik das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Kriegsrechtsnummer war wohl doch der Tropfen zuviel. Merkel und anderen vormaligen Scharfmachern in der EU scheint die Lust auf weitere Sanktionen gegen Russland vergangen zu sein, obwohl diese zunächst mit großem Geschrei gefordert worden waren.

Gniffkes Qualitätsjournalisten erwähnen das vorsichtige Einlenken allerdings nicht. Sie liefern nur Merkel-Devotionalien, wie üblich: Friedensengel Änschii auf Rettungsmission (20).

Kein erklärendes Wort darüber, dass und warum die Kanzlerin die Unterstützung einiger europäischer Gefolgsleute verloren hat. Die Sanktionierung Russlands nützt der US-Wirtschaft, der westeuropäischen schadet sie. Ansonsten bleibt sie wirkungslos und belebt sogar die russische Eigenständigkeit. Mehrere EU-Staaten pflegen inzwischen wieder engere Beziehungen zu Russland. Nach Zypern, Bulgarien, Griechenland und Ungarn nun auch Österreich und Italien.

Europas politische Linke, auch die deutsche, befürwortet seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit Russland. Jetzt gesellen sich „Rechtspopulisten” und rechtsnationale Kräfte hinzu: FPÖ, Lega Italia, Front National, Ungarns Fidesz, die Schwedendemokraten, die Dansk Folkeparti, die niederländische Partij voor de Vrijheid. Linke und Rechte wollen Frieden und Zusammenarbeit mit Russland (21).

Und die alten deutschen „Volksparteien” in der vermeintlichen politischen Mitte? Die fallen mittendurch. Die Wahlen in jüngster Zeit zeigen es. Gniffkes Albtraum: Die Garanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Unterstützer des korporierten Qualitätsjournalismus und seiner Sinekuren schwächeln. Allesamt haben sie sich ihren Niedergang selbst zuzuschreiben.

Quellen:
(1) „Grundsätze für die Zusammenarbeit im ARD-Gemeinschaftsprogramm 'Erstes Deutsches Fernsehen'„ (Richtlinien gemäß § 11 Rundfunkstaatsvertrag) https://www.ard.de/download/1899726/Grundsaetze_fuer_die_Zusammenarbeit_im_ARD_Gemeinschaftsprogramm_.pdf
(2) NDR Staatsvertrag, § 7, https://www.ndr.de/der_ndr/unternehmen/staatsvertrag100.pdf
(3) https://de.wikipedia.org/wiki/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik
(4) https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-476179.html
(5) https://www.tagesschau.de/100sekunden/index.html
(6) http://www.russland.news/ljaschko-kritisierte-die-einfuehrung-des-kriegsrechts/
(7) https://ru.tsn.ua/groshi/v-ukraine-bez-otopleniya-merznet-bolshe-desyatka-gorodov-1249740.html
(8) https://www.russland.capital/der-gaspreis-in-der-ukraine-wird-noch-zweimal-erhoeht
(9) https://deutsch.rt.com/international/79843-bankrott-entkommen-ganze-staedte-erfrieren/
(10) https://www.laenderdaten.info/durchschnittseinkommen.php
(11) https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-476177.html
(12) http://www.informationclearinghouse.info/article37599.htm
(13) https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/5-milliarden-dollar-fuer-den-staatsstreich
(14) NDR Staatsvertrag, § 5, Programmauftrag, Abs. 1. https://www.ndr.de/der_ndr/unternehmen/staatsvertrag100.pdf
(15) https://www.youtube.com/watch?v=mY_Yx2tMNu8
(16) https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/asowsches-meer-neues-eskalationspotenzial-zwischen-russland-und-der-ukraine/
(17) http://thesaker.is/ukrainian-crews-were-given-the-order-to-try-to-covertly-cross-the-kerch-stait/
(18) http://thesaker.is/uber-loser-poroshenko-goes-full-saakashvili/
(19) https://www.tagesspiegel.de/politik/militaerische-unterstuetzung-usa-liefern-der-ukraine-raketen/21232334.html
(20) https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-477305.html
(21) https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/veraenderte-politische-lage-das-problem-mit-neuen-sanktionen-gegen-russland-6884625.

Anmerkung der Autoren:
Unsere Beiträge stehen zur freien Verfügung. Wir schreiben nicht für Honorar, sondern gegen die „mediale Massenverblödung“ (in memoriam Peter Scholl-Latour). Die Texte werden auf der Seite https://publikumskonferenz.de/blog dokumentiert.


Friedhelm Klinkhammer Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest angestellt beim NDR. Er war Gesamtpersonalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeitnehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und -Verwaltungsrat.


Volker  Bräutigam Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tageszeitungen in Süddeutschland und landete 1975 für zehn Jahre in der Tagesschau-Redaktion in Hamburg. Nach elf weiteren Jahren als Personalrat und Kulturredakteur im NDR übernahm er 1996 einen Lehrauftrag an der Fu Jen Catholic University in Taipeh und danach einen Forschungsauftrag des Wissenschaftsrates der Regierung von Taiwan. Seine Rente verzehrt er jetzt aber im Umland von Lübeck.


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Dienstag, 5. Juli 2016

Umfrage: Fast zwei Drittel gegen NATO-Einsatz in Osteuropa

Thema: NATO-Einsatz

Deutschland-Umfrage:
Fast zwei Drittel gegen NATO-Einsatz in Osteuropa

Die Deutschen wollen keine zusätzlichen Truppen in Osteuropa, weder NATO-Truppen noch Bundeswehrkräfte. Dies zeigen aktuelle Befragungen. Zwar wiederholen NATO und Verteidigungsministerium gebetsmühlenartig, dass Polen und die baltischen Staaten besser geschützt werden müssen. Die Menschen dort haben jedoch ganz andere Probleme.

Frank-Walter Steinmeier hatte kürzlich die Pläne der NATO kritisiert, mehr Truppen in Osteuropa zu stationieren. Damit hat der Außenminister den größten Teil der Bevölkerung hinter sich: Fast zwei Drittel teilen die Kritik am „Säbelrasseln“ der NATO.
Die Aussage von Steinmeier lautete:
    „Was wir jetzt nicht tun sollten, ist durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen. Wer glaubt, mit symbolischen Panzerparaden an der Ostgrenze des Bündnisses mehr Sicherheit zu schaffen, der irrt.“
Dem stimmen 64 Prozent der 2054 Befragten zu, nur 16 Prozent lehnen diese Aussage ab.

Nur neun Prozent unterstützen die Pläne der Bundesregierung, tausende Soldaten ins Baltikum zu schicken, um „Russland abzuschrecken“. Damit bestätigt die aktuelle Umfrage von YouGov auch die Tendenz in älteren Befragungen.

Trotz Ukraine-Krise verspüren die Deutschen keinerlei Lust auf militärische Abenteuer. Als der ARD-Deutschlandtrend im April 2014 fragte, ob die deutsche Bundeswehr sich mit Flugzeugen an einer „stärkeren Sicherung des Luftraums der NATO-Länder in Osteuropa“ beteiligen sollte, antworteten 61 Prozent klar mit „Nein“. Auch ein allgemeines NATO-Engagement – also ohne Bundeswehr – lehnten mit 53 Prozent die meisten ab.

Heute, zwei Jahre später, ergibt sich trotz hartnäckiger NATO-Propaganda von angeblichen Bedrohungen durch die Russen kein anderes Bild: Laut ZDF-Politbarometer sprechen sich sogar leicht mehr, nämlich 56 Prozent, gegen eine „Truppenverstärkung der NATO zum Schutz der östlichen Mitgliedsländer“ aus.



Ähnlich deutlich liegen die Deutschen, wenn es um neue NATO-Mitglieder in Osteuropa geht. Nur ein Viertel der Deutschen wollen die Ukraine in dem Militärbündnis sehen. Ganze 57 Prozent der Befragten lehnen einen solchen Schritt klar ab, fand Emnid im Auftrag des Focus heraus. Dabei zeigte sich außenpolitisch übrigens eine klare Rot-Rot-Grüne Koalition: Unter den Linken und den Grünen lehnen gegenwärtig drei Viertel eine NATO-Mitgliedschaft des Landes ab, bei den Sozialdemokraten waren es 65 Prozent. Selbst unter Unionswählern sprach sich fast die Hälfte ausdrücklich dagegen aus. Möglicherweise ahnt die deutsche Bevölkerung, dass es keinen Grund gibt, irgendjemanden in Osteuropa zu schützen. Im Baltikum, dort wo deutsche Soldaten neuerdings gegen die russische Gefahr kämpfen sollen, hat man ganz andere Probleme. Auf die Frage nach den größten Problemen Litauens gibt die Bevölkerung aktuell folgende Antworten:
  • 94 Prozent: Niedrige Löhne und fehlende soziale Garantien und Beschäftigung
  • 82 Prozent: Niedrige Geburtenraten und die allgemeine demographische Lage
  • 76 Prozent: Korruption
  • 76 Prozent: Probleme im lettischen Gesundheitssystem
  • 58 Prozent: Kriminalität
  • 49 Prozent: Integrationsprobleme
  • 48 Prozent: Russland
Dass dieses letzte „Problem“ überhaupt existiert, sahen allerdings 43 Prozent der Letten ausdrücklich nicht. Konsequenterweise halten die Letten mehrheitlich auch nicht neues Militär oder zusätzliche Soldaten für notwendig. Auf die Frage, was man unternehmen müsse, um „die Sicherheit und den Schutz des Landes“ zu garantieren, antworteten 93 Prozent: Den Wohlstand in der Bevölkerung verbessern.
Quelle: RT-Deutsch



Gegen Säbelrasseln
Klare Mehrheit:
Deutsche lehnen Nato-Politik gegen Russland ab

Die Deutschen lehnen laut einer Umfrage die gegen Russland gerichtete Politik der Nato ab. Sie teilen die Einschätzung von Bundesaußenminister Steinmeier, dass das „Säbelrasseln“ in Richtung Moskau nicht zielführend ist. Russlands Präsident Putin sieht die Entwicklung gelassen: Man werde sich nicht in eine konfrontative Haltung drängen lassen.

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Mittwoch, 1. Juni 2016

Putin zur Ausbreitung der NATO nach Osten

Thema: NATO-Osterweiterung

Putin schießt gegen den Westen
Nachbarstaaten im "Fadenkreuz Russlands"

Wladimir Putin hat bei seinem Besuch in Griechenland scharfe Kritik an der Haltung des Westens im Umgang mit seinem Land geäußert. Die USA und deren Nato-Verbündete hemmten die Handels- und Energiekooperation mit Russland, sagte Putin in Athen. Rumänien und Polen warnte er davor, "ins Fadenkreuz" seines Landes zu geraten.

Der russische Präsident griff vor allem die USA an und kritisierte deren kürzlich neu ausgeweitetes Raketenabwehrsystem in Rumänien. Dies betrachte er als eine Bedrohung für die Sicherheit Russlands, sagte er.

"Schritte ergreifen, die unsere Sicherheit garantieren"

Die Nato bezeichnet das System als rein defensiv und als Reaktion auf die zunehmenden Fähigkeiten ballistischer Raketen weltweit.

"Wir hören immerzu, dass dies keine Bedrohung gegen Russland sei. Natürlich ist das eine Bedrohung für uns. Es kann leicht angepasst werden, um aggressive Fähigkeiten zu entfalten", sagte Putin.

"Und wenn einige Teile Rumäniens gestern nicht wussten, was es bedeutet, Ziele zu sein, werden wir nun gezwungen sein, bestimmte Schritte zu ergreifen, die unsere Sicherheit garantieren werden", fügte er hinzu. Ins Detail ging Putin nicht.

"Mit Maßnahmen auf Sanktionen geantwortet"

Seit Moskau vor zwei Jahren in einer Reaktion auf die Ukraine-Krise und der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim mit Sanktionen belegt wurde, hat Putin nur einigen EU-Staaten einen Besuch abgestattet.

Putin sagte in Athen: "Die Frage der Sanktionen ist nicht unser Problem, wir haben sie nicht auferlegt, wir haben mit Maßnahmen geantwortet. Sobald sie aufgehoben sind, werden wir dies ebenfalls gegenüber unseren Partnern tun."

Tsipras kritisierte in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti den "Teufelskreis" aus "Sanktionen, Militarisierung und einer Rhetorik des Kalten Kriegs". Zudem betonte er, Athen betreibe eine "unabhängige Außenpolitik".

Status der Krim nicht verhandelbar

Eine Diskussion über den Status Krim-Halbinsel schloss Putin derweil strikt aus. "Was die Krim angeht, so erachten wir dieses Kapitel als für immer geschlossen", sagte Putin. "Russland wird mit niemanden über dieses Thema diskutieren."

Es ist der erste Besuch Putins in einem EU-Staat in diesem Jahr. Athen will seine traditionell engen Bande zu Moskau aufrechterhalten - trotz der griechischen Beteiligung an den EU- Strafmaßnahmen und an einem Gaspipeline-Projekt, das Russlands regionale Energiedominanz begrenzen soll.

Russland ist einer der größten Handelspartner Griechenlands, doch wird der wirtschaftliche Austausch durch die EU-Sanktionen und durch gesunkene Energiepreise belastet.

Bereits Wirtschaftsverträge unterzeichnet

Athen will nach dem Einbruch 2015 zudem wieder das Geschäft mit russischen Touristen ankurbeln. Das hoch verschuldete EU-Land kann sich seit 2010 nur mit Hilfskrediten der EU und des IWF über Wasser halten.

Putin, in dessen Delegation sieben Minister und die Chefs der Energiekonzerne Gazprom und Rosneft waren, unterzeichnete bereits wirtschaftliche Kooperationsverträge.

Die Verbesserung der Beziehungen zu Moskau nannte Tsipras zudem eine strategische Wahl. "Wenn die Meinungsverschiedenheiten unsere Kräfte übersteigen, können wir als positiver Einfluss innerhalb der EU und der Nato fungieren."

Quelle: t-online.de

Kommentare aus dem T-online-Forum

GSCrook Es ist einfach nur noch lächerlich. Amerika macht in Estland (vor der Haustür Russlands) riesen Militärmanöver (die ganzen Convois hab ich jetzt erst wieder auf der A4 gen Osten rollen sehen) und stationiert in Rumänien (auch wieder vor der Haustür Russlands) das Raketensystem. Aber der böse böse Putin, der es wagt dageben was zu sagen. Was würden die Amis sagen, wenn die Russen in der mexikanischen Wüste kurz hinter der Ami-Grenze ähnliche Manöver fahren würden??? Wir alle können sehr sehr froh sein, dass mit Putin in Russland jemand an der Macht ist, der Ruhe und Besonnenheit ausstrahlt, sonst wäre der 3. Weltkrieg schon lange real!!

daydream1
Bei USA fällt mir immer Max Frisch Werk: Biedermann und die Brandstifter ein. Arabischer Frühling, nun den Frühling können wir tagtäglich ausbaden. In Syrien, Irak, Libanon gibt es nichts mehr zu tun, ist ja bereits alles in Grund und Boden zerbombt. Nun wird eine neue Spielwiese gesucht. Aber natürlich nur in Europa, weit weg von zu Hause. Und unsere Perle ist diesen Weltunruhestiftern und Brandstiftern hörig bis zum es geht nicht mehr.

didi92 Es ist nicht mehr nachvollziehbar, das stationieren die USA ein Raketenabwehrsystem in Polen und Rumänien und erzählen der ganzen Welt was von einer angeblichen Bedrohung aus dem Iran die überhaupt nicht mehr existiert. Es geht eindeutig gegn Russland. Da werden Natotruppen unmittelbar an der Grenze zu Russland stationiert, aber Russland bedroht die Nato bzw. die Anrainerstaten usw. usw. Die Glaubwürdigkeit der Politik und der Medien wird durch diese Lügen bei immer mehr Menschen zerstört und da wundern sie sich darüber, dass immer mehr das ganze nur noch als Lüge empfinden und die Medien mit Lügenprese titulieren. Anstatt auf Entspannung zu setzen werden immer neue Krisenherde geschaffen. Diese gehen aber nicht von Russland aus sondern eindeutig vom ach so "friedliebendem Westen" Wer as anders daraus deutet muss richtig dicke kartoffeln auf den Augen haben und schon vollkommen erblindet sein, seine Ohren nur in Richtung Systemmedien ausgerichtet haben.

knochenkalle Ja ohne Kriegsdrohungen können die US Regierungen nicht leben.Denn welcher Staat hat denn die meisten Kriege nach dem 2 WK angefangen oder War darin verwickelt??Gilt auch für die Staatsstreiche der CIA.. Aber ,der liebe US Präsident hat ja den Friedenshohnpreis..

lippundlipp Die völlig einseitige und verfehlte Politik der EU gegenüber Russland hat bisher schon immense wirtrschaftliche Schäden auf beiden Seiten ge- kostet.In Deutschland stehen dafür zuvorderst Merkel und Steinmeier. Hinzu kommt das neuerliche Säbelrasseln der Nato, das vor allem uns sehr gefährlich werden kann.

Mittwoch, 2. September 2015

Sie können es einfach nicht lassen - Großes Marinemanöver im Schwarzen Meer

Thema: NATO-Manöver

Protest gegen Russland
USA starten großes Marinemanöver im Schwarzen Meer

Vor der Küste der Ukraine hat das von den USA angeführte Nato-Marinemanöver "Sea Breeze" (Seebrise) begonnen. Russland protestiert.

Mit rund 2500 Soldaten aus elf Ländern - darunter etwa 1000 aus dem Nicht-Nato-Land Ukraine - sei dies die größte Übung seit dem Beginn der internationalen Seemanöver 1997, berichteten ukrainische Medien. Auch Bundeswehr-Soldaten beteiligen sich.

Auch das Entern wird geübt. (Quelle: U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 1st Class Sean Spratt/ Released)
Dutzende Schiffe liefen aus dem Hafen von Mykolajiw im Süden des Landes zu der knapp zweiwöchigen Übung (bis 12. September) aus. Trainiert werden sollen insbesondere Operationen auf See zum Abfangen von Schiffen, Anti-U-Boot-Kriegsführung sowie die Verteidigung gegen kleinere Boot-Attacken - mit scharfer Munition. Auch die Luftabwehr und andere taktische Manöver werden geübt. Übungsorte werden unter anderem die Militärgebiete rund um Odessa sein sowie der dortige Seehafen und Flughafen.

Scharfe Kritik aus Moskau

Russland sieht angesichts des Krieges zwischen ukrainischem Militär und moskautreuen Separatisten im Osten der Ukraine in dem Manöver der Nato-Staaten eine neue Provokation. "Sea Breeze" sei eine Vorbereitung Kiews auf Kampfhandlungen, meinte der Verteidigungspolitiker Franz Klinzewitsch von der Regierungspartei 'Geeintes Russland' in Moskau. Die Übung gefährde auch den Friedensplan für das Kriegsgebiet Donbass, meinte er.

Die Nato und Russland werfen sich gegenseitig vor, mit Manövern und Truppenbewegungen in Osteuropa den Ukraine-Konflikt unnötig anzuheizen.

Quelle: T-online.de

Kommentare

Kometeneinschlag
Der Ami kennt keine Freunde,der wechselt die Freundschaft,wie sie in seine Weltherrschafft passt,das müsst ihr verstehen.Unsere Politiker wissen das,die sind nur auf ihren Vorteil aus,sonst nix.Werde wieder zensiert.

Reiner Tiroch
mal sehen was passiert, wenn Russland und China vor kuba am Üben sind, gell? lol.

Zebulon13
um dieses Manöver im Schwarzen Meer durchführen zu können, brauchen die USA den "verlässlichen" Nato-Partner Türkei. Dafür schaut man auch gerne mal weg, wenn der gutte Nato-Freund Erdogan die "versehentlich" 700 Kurden tötet, hoppala, die Bomben sollten ja eigentlich IS treffen. Man lässt IS gewähren, solange bis sich ganz Nordafrika entvölkert, und dabei verdient man auch noch gut. Auch die Saudis, ebenfalls beste US-Freunde, unterstützen ja massiv den IS. Noch so ein paar gute Freunde und es geht alles den Bach runter.

GCE-Berlin
Die NATO übt den Krieg und wir hoffen, dass sich Russland nicht provozieren lässt. Poroschenko allerdings will den Donbas und die Krim zurück erobern, weil diese Gebiete bereits an amerikanische Firmen verkauft sind (Gas, Kohle, Fracking, Monsato). Krieg zumindest gegen den Donbas ist die westliche logische Konsequenz. Das Abkommen Minsk 2 ist bereits jetzt Makulatur und wird zur Aufrüstung benutzt. Kaum vorzustellen, dass Russland still halten wird, wenn der Donbas "russenfrei" gemacht werden soll. Polen nimmt keine Flüchtlinge aus dem Süden auf, weil sie mit einem großen Ansturm von Flüchtlingen aus der Ukraine rechnen, das sagt alles.

vorwaerts58
Russland fühlt sich nicht provoziert,sie werden provoziert!

sherdar
Der Kriegstreiber Nr. 1 in der Welt kann es nicht lassen, immer wieder werden neue Konflikte entfacht. Man kann nur hoffen, daß die Russen die Nerven behalten und sich nicht provozieren lassen. Langsam muß man wirklich Angst haben, daß diese Widerlinge jenseits des Atlantik einen neuen Weltkrieg vom Zaun brechen.


Samstag, 9. Mai 2015

Fiktive Botschaft der Bundeskanzlerin Angela Merkel

Zitate und Adressen mit CSS voreinstellen
Thema: Ende des II. Weltkriegs

RT-Deutsch

(Fiktive) Botschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Bürger der Russischen Föderation zum 70. Jahrestag des Ende des II. Weltkrieges

Dr. Leo Ensel, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Oldenburg und Osteuropa-Experte, hat einen fiktiven Brief der Bundeskanzlerin Merkel, gerichtet an die russische Bevölkerung über die Verfehlungen des Westens in der Ukraine-Krise, verfasst. RT Deutsch dokumentiert diesen in voller Länge.

Дорогие россияне! (Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Russischen Föderation! – wörtl.: Liebe Russländer!)

Ich bin sehr froh über die Genehmigung Präsident Putins, gerade heute an diesem geschichtsträchtigen Datum und in dieser nach wie vor nicht einfachen politischen Situation im russischen Fernsehen eine Botschaft an Sie richten zu dürfen. Heute vor 70 Jahren haben die Soldaten der Roten Armee – russische, ukrainische, weißrussische Soldaten sowie Soldaten aus den kaukasischen und zentralasiatischen Sowjetrepubliken – zusammen mit Soldaten der USA, Englands, Frankreichs und anderer Staaten mein Land, Deutschland, von der Herrschaft des nationalsozialistischen Terror-Regimes befreit. Nach zwölf Jahren hatte dieses Regime weltweit 60 Millionen Tote hinterlassen.

Darunter sechs Millionen Juden, die man systematisch ermordet hatte und fast 27 Millionen Sowjetbürger. Hitler-Deutschland hatte diesen verbrecherischen Krieg begonnen und Hitler-Deutschland hat ihn fast sechs Jahre später verdient verloren. Auch wenn der 9. Mai – bei uns ist es der 8. Mai – objektiv ein Tag der Befreiung von einer mörderischen Diktatur war, so wurde er doch damals von den meisten Deutschen eher als Tag der totalen Niederlage erlebt und als „Tag der bedingungslosen Kapitulation“ ist er ja auch jahrelang in unsere Geschichtsbücher eingegangen. Mindestens vier Jahrzehnte hat es bedurft, bis die Mehrheit unseres Volkes erkannte: Ohne diese gerechte Niederlage, die uns die von uns angegriffenen Völker bereitet haben, würden wir Deutschen vermutlich bis auf den heutigen Tag noch unter der Nazi-Diktatur leben!

Wir waren nicht in der Lage gewesen, uns selbst zu befreien – und so hatten die alliierten Streitkräfte dies unter großen Opfern stellvertretend für uns tun müssen. Die schrecklichsten Verluste von allen Ländern aber hatte die Sowjetunion zu beklagen. Fast 27 Millionen Menschen: Russen, Ukrainer, Weißrussen, Armenier, Georgier, Aserbaidschaner, Kasachen, Usbeken, Kirgisen und Menschen vieler anderer Nationalitäten, nicht zu vergessen die sowjetischen Juden!

Wenn es überhaupt eine einzige Lehre aus diesem grauenhaften Gemetzel geben kann, dann die: Niemals wieder darf ein Krieg zwischen unseren Völkern ausbrechen! Und niemals wieder dürfen sich die Völker auf dem europäischen Kontinent entzweien!

Und damit komme ich zur Gegenwart.

Wie wir alle wissen, waren die letzten anderthalb Jahre keine einfache Zeit für die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen im Allgemeinen und für die Beziehungen zwischen Russen und Deutschen im Besonderen. Lassen Sie es mich gerade heute hier unverblümt aussprechen: Meiner Einschätzung nach haben alle Seiten – die Europäische Union, die NATO, die Ukraine und auch Russland – kurz: wir alle haben uns in einer Sackgasse verrannt! Und bitte nehmen Sie es mir ab: Ich bin über diese Entwicklung tief besorgt!

Ohne auf die Hintergründe und die komplizierten Details hier näher eingehen zu können, möchte ich an dieser Stelle eines deutlich feststellen: Wir alle brauchen jetzt keine weitere Eskalation der ohnehin schon sehr verfahrenen Lage! Das Wichtigste, was wir alle jetzt sofort benötigen, ist eine Politik der Schadensbegrenzung, die hoffentlich möglichst schnell zu einer Politik der Deeskalation und mittelfristig zu einer Neuen Entspannungspolitik führen wird. Und ich versichere Ihnen: Ich als Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland bin dazu bereit!

Spätere Historiker werden vermutlich feststellen, dass wir alle Fehler gemacht haben. Und nicht erst seit Beginn der Ukraine-Krise, die sich mittlerweile schrecklicherweise zu einem Krieg in der Ukraine ausgewachsen hat – ein Krieg, der auf gar keinen Fall auch noch zu einem Krieg um die Ukraine oder sogar zu noch Schlimmerem eskalieren darf!

Zunächst zu unseren Fehlern, also den Fehlern ‚des Westens‘: Ich fürchte, wir haben Ihr Land, Russland nach dem für uns so glücklichen Ende des Kalten Krieges zu wenig respektiert! Statt dessen gab es sogar Stimmen, die triumphierend von einem „Sieg des Westens im Kalten Krieg“ tönten! Ich weiß, welche schwere Zeit die meisten von Ihnen Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger Jahre durchleben mussten – während wir Deutschen uns gleichzeitig über unsere Wiedervereinigung freuen konnten. Wie bitter und arrogant müssen diese Stimmen damals in Ihren Ohren geklungen haben!

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Russischen Föderation,

wie Sie alle wissen, haben wir Deutschen vor einem halben Jahr den 25. Jahrestag des Falles der Berliner Mauer gefeiert. Und ich möchte es an dieser Stelle unmissverständlich aussprechen: Ich selbst wäre heute niemals Bundeskanzlerin des vereinten Deutschland, wenn die Soldaten der Roten Armee damals im Herbst 1989 nicht in ihren Kasernen geblieben wären! Dasselbe gilt für unseren Bundespräsidenten.

Wir Deutschen haben nicht vergessen, dass die Sowjetunion nicht nur die Hauptlast des II. Weltkrieges getragen hat, sondern dass auch der Mauerfall und die Wiedervereinigung Deutschlands ohne die konstruktive Politik der damaligen Sowjetunion unmöglich gewesen wären! Und dies erfüllt uns mit großer Dankbarkeit!

Und noch einmal zu unseren Fehlern, den Fehlern ‚des Westens‘: Ich fürchte ebenfalls, dass wir in den letzten 20 Jahren auch auf die Sicherheitsbedürfnisse Russlands zu wenig Rücksicht genommen haben. Ja, im Rückblick erkennen wir, dass der Westen eine Zeit lang offenbar zu unilateral gehandelt hat. Das muss und wird sich ändern! Umgekehrt kann ich nicht umhin zu konstatieren, dass auch die russische Politik nicht immer makellos war. Ich denke hier besonders an den Krieg in der Ost-Ukraine und an die nach wie vor ungeregelte Krim-Frage.

Aber die Lage ist zu ernst, um nach hinten zu schauen oder sich mit wechselseitigen Beschuldigungen aufzuhalten. Wir sollten statt dessen endlich gemeinsam nach Wegen Ausschau halten, um aus dieser fatalen Sackgasse herauszufinden!

Meine lieben Zuschauerinnen und Zuschauer in der Russischen Föderation, es schmerzt mich sehr, dass die Beziehungen zwischen unseren Völkern, die sich nach dem Ende des Kalten Krieges so hoffnungsvoll entwickelt hatten, in der letzten Zeit eine so tragische Wendung genommen haben. Lassen Sie uns alles dafür tun, dass unsere Völker 100 Jahre nach dem Ausbruch des I. Weltkrieges und 70 Jahre nach dem Ende des II. Weltkrieges nicht noch ein drittes Mal in eine Katastrophe taumeln! Lassen Sie uns vielmehr wieder an die noch gar nicht so lange zurückliegenden Zeiten anknüpfen, als ausgerechnet wir Deutschen bei Ihnen, den Russen, eines der beliebtesten Völker waren!

Wir Deutschen haben noch gut im Gedächtnis, dass es in den Achtziger Jahren die damalige sowjetische Administration war, die mit einer Reihe einseitiger Maßnahmen das entscheidende Startsignal zum Sieg über die Logik des Wettrüstens gesetzt hat. Diesmal ist es daher an uns, den ersten Schritt zu tun! Ich freue mich sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass die deutsche Bundesregierung als ersten einseitigen Schritt folgendes beschlossen hat: Ab sofort werden wir für alle Studierenden des postsowjetischen Raumes Visafreiheit für die Bundesrepublik Deutschland einführen! Diese Maßnahme gilt bedingungslos und ist zeitlich unbefristet. – Liebe Studentinnen und Studenten, auch bei uns in Deutschland gibt es ausgezeichnete Hochschulen.

Wenn Sie mögen, kommen Sie zu uns, lernen Sie unser Land kennen, schließen Sie Freundschaften! Deutschland steht Ihnen offen, Sie sind herzlich willkommen! Es ist meine feste Überzeugung: Wir müssen jetzt alles dafür tun, dass Russen und Deutsche, die viele schreckliche Zeiten, aber noch längere Zeiten fruchtbarer Kooperation miteinander verbinden, nicht noch weiter auseinanderdriften!

Als Kanzlerin des wiedervereinten Deutschland versichere ich hiermit Ihnen, dem russischen Volk, dass die Bundesregierung alles in ihrer Macht stehende tun wird, damit diese unglückliche Entwicklung nicht nur gestoppt, sondern umgekehrt wird. Ich setze mich daher nachdrücklich für die Wiederbelebung des Petersburger Dialoges ein. Außerdem wird die Bundesregierung als weitere bedingungslose Vorleistung die bereits bestehenden Partnerschaften zwischen deutschen Städten und Städten im postsowjetischen Raum ab sofort mit einer Summe von 20 Millionen Euro jährlich fördern. Die Menschen unserer beiden Völker dürfen sich nicht noch weiter voneinander entfernen, sie dürfen sich nicht noch weiter voneinander entfremden!

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Russischen Föderation,

lassen Sie uns aber dabei nicht stehen bleiben! Lassen Sie uns vielmehr zurückgreifen auf eine kühne Vision, die in den Achtziger Jahren von der damaligen sowjetischen Administration entwickelt wurde: Die Vision unseres „Gemeinsamen Hauses Europa“! – Leider muss ich an dieser Stelle ein drittes Mal von unseren Fehlern, den Fehlern ‚des Westens‘ sprechen – und dabei schließe ich auch mich persönlich mit ein: Statt auf die zahlreichen russischen Offerten der beiden letzten Jahrzehnte einzugehen, haben wir Europa bis jetzt ohne Russland gebaut! Heute erkennen wir: Ohne Ihr großes Land, ohne Russland wird auch das Europäische Haus für immer eine „Bauruine“ bleiben!

Unser Dichter Bertolt Brecht hat einmal geschrieben:
„Wer A sagt, muss nicht B sagen – er kann auch erkennen, dass A ein Fehler war!“
Lassen Sie es uns in diesem Sinne jetzt besser machen! Lassen sie uns endlich das große „Gemeinsame Haus Europa“ bauen – und zwar von Lissabon bis Wladiwostok!

Meine lieben Zuschauerinnen und Zuschauer,

Sie alle kennen den großen russischen Dichter Fjodor Tjuttschew, der sich ja auch um die Übersetzung der deutschen Dichter Goethe, Schiller und Heine verdient gemacht hat. Und Sie wissen vermutlich, dass Fjodor Tjuttschew eine Zeit lang in die Deutsche Amalie von Lerchenberg verliebt war, die vor 160 Jahren ein Waisenhaus für die Kinder des Krimkrieges gegründet hat. Und natürlich kennen Sie alle den berühmten Satz „В Россию можно только верить!“ (An Russland muss man einfach glauben). Erlauben Sie mir, dass ich diesen Satz für unsere aktuelle Situation etwas abwandele. Lassen Sie uns alle auch an Europa, genauer: an unser „Gemeinsames Haus Europa“ glauben! Lassen Sie uns wieder zu einer Zusammenarbeit zurückfinden, die sich gegen niemanden richtet: Nicht gegen die Menschen in der Ukraine, nicht gegen die Menschen in Polen und nicht gegen die Menschen im Baltikum! Nicht gegen die USA und nicht gegen China! Gegen niemanden!

Ich bin sicher: Unsere gemeinsamen Interessen als europäische Nationen sind viel größer als unsere momentanen Differenzen! Als verantwortliche Politikerin werde ich mich mit aller Kraft für eine neue OSZE-Konferenz einsetzen, die spätestens in einem Vierteljahr stattfinden soll. Dort sollten wir nicht nur mit der Deeskalation beginnen und auch bei der Konzeption einer neuen Entspannungspolitik nicht stehen bleiben. Wir sollten einen mutigen Schritt weiter gehen: Nun ist die Zeit reif, die Spaltung Europas vollständig zu überwinden!

Lassen Sie uns endlich anfangen, die kühne Vision unseres „Gemeinsamen Hauses Europa“ zu verwirklichen! Ein Haus, in dem – wie damals beim Elsass – die Frage, welches Territorium zu welchem Land gehört, immer mehr an Brisanz und Relevanz verliert. Von Lissabon bis Wladiwostok! Wenn wir alle dies ernsthaft und gleichberechtigt anstreben, wenn wir alle Energie nicht mehr in eine weitere Eskalation, sondern auf die Verwirklichung dieser großen gemeinsamen Vision richten, dann werden wir nicht nur aus der gegenwärtigen fatalen Sackgasse herausfinden. Wir werden vielmehr diese schwere Krise genutzt haben, um unseren Kontinent, um uns, unsere Kinder und Kindeskinder vor weiteren schrecklichen Krisen und Kriegen zu bewahren. Wir werden Europa endlich in einen Kontinent des Friedens verwandelt haben. Und wir werden schließlich den Beweis erbracht haben, dass wir alle tatsächlich in der Lage sind, aus der Geschichte zu lernen!

Denn bei diesem Projekt kann es zum Glück nur „Sieger“ geben!
Lassen Sie uns gemeinsam anfangen!
Jetzt!
In diesem Sinne wünsche ich uns allen:
„Мирное будущее в нашем ‚Общем Доме Европа‘!“ (Eine friedliche Zukunft in unserem ‚Gemeinsamen Haus Europa!)
Quelle: RT-Deutsch

Kommentare

ronja
Niemals werden wir das aus dem Mund der amerikanischen Marionette hören! Schade eigentlich!

Schreiber
Jürgen;: Es ist eine Parodie. Dies Rede würde Frau Merkel gar nicht reden dürfen, sonst würde sie am nächsten Tag von den USA abgesetzt werden. Darum, kann man nur hoffen das es nicht noch schlimmer wird.

Heidi
mal Gratulation zu diesem Beitrag -fiktive Botschaft- .Genauso ist es. z.Zt. werden überall Gedenk-Kränze niedergelegt. Doch fehlt mir langsam der Glaube, dass der WESTEN ernsthaft daran arbeitet – allen voran die USA- eine gute Zusammenarbeit mit Russland zu forcieren. Es ist wirklich lobenswert, dass sich die russische Regierung nicht provozieren lässt. Aber die Hardliner der US-Regierung werden immer und immer wieder Unfrieden mit subtilen und auch offensichtliche Methoden zu stiften. Langsam reicht es.


Sonntag, 26. April 2015

Die Ukraine-Krise ist initiiert worden, um eine Allianz zwischen Deutschland und Russland zu verhindern

Thema: Ukraine-Krise

Posted by Maria Lourdes - 24/04/2015

Der Außenminister der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, äußerte sich in einem Fragemarathon mit russischen Medien ausführlich zu zahlreichen außenpolitischen Entwicklungen.

Dabei beschuldigte er die USA, eine Strategie des Säens von Zwietracht in allen Teilen der Welt zu verfolgen, um damit am Ende den eigenen Einfluss abzusichern.


Foto: Lupocattivoblog
So sei die Ukraine-Krise initiiert worden, um eine Allianz zwischen Deutschland und Russland zu verhindern. Ebenso betonte er, dass die Stationierung von taktischen US-Nuklearwaffen in fünf europäischen Ländern eine Verletzung des Atomwaffen-Sperrvertrages darstellt.

„Strategisch wollen die USA es nicht zulassen, dass wichtige Regionen der Welt ohne sie leben und gedeihen. Deshalb sehen sie es als wichtig an, die Leute von sich abhängig zu halten“, so Lawrow.
Quelle: RT
    „Eine offene Partnerschaft zwischen Russland und Deutschland wäre nötig, um die EU aus ihrer Lethargie zu reißen, um es den Mitgliedsstaaten zu ermöglichen, ihre nationalen Interessen zu verfolgen und diese nicht einer EU-Politik unterzuordnen, die von marginalisierten Politikern betrieben wird, die Befehlen von jenseits des Großen Teichs folgen.“
Der Konflikt hätte zudem eine militärische Komponente: Die Ukrainekrise erlaube es Washington, Nato-Mitglieder in ähnliche Weise gegen die angebliche russische Gefahr zu vereinigen, wie man 2001 eine Koalition zur Invasion Afghanistans gebildet habe. Anders als die USA, die ihre taktischen Nuklearwaffen unter Verletzung des Atomwaffensperrvertrages in fünf europäischen Ländern stationiert hätten, lehne die Russische Föderation jedwede nukleare Proliferation ab und würde niemals Atomwaffen in anderen Ländern stationieren, so Lawrow.

„Wir sind nicht der Auffassung, die Sicherheit unserer Nation müsste dadurch gewährleistet werden, dass wir unsere nuklearen Arsenale anderswo aufbauen“, antwortete Lawrow auf die Frage, ob es nicht das Gleiche wäre, als würde Russland Waffen dieser Art in Lateinamerika stationieren. Russland sei nur daran interessiert, über die militärische Stärke zu verfügen, die erforderlich sei, um in jedem Teil der Welt Missionen auszuführen und in diesem Zusammenhang mit anderen Ländern zusammenarbeiten zu können. Man brauche keine Basen, wie sie die Amerikaner allenthalben unterhielten. Es reiche, eine Möglichkeit zu haben, Versorgung zu gewährleisten und den Mannschaften Ruheräume zu geben – „wir haben diese Möglichkeiten und wir verbessern diese“.

Der russische Außenminister trat aber auch Vorschlägen wie jenen entgegen, die der iranische Verteidigungsminister Hossein Dehghan kürzlich geäußert hatte, der vorschlug, den Iran, die Russische Föderation, China und Indien zu einem Block zusammenzufassen, um damit der NATO eine alternative Sicherheitsarchitektur entgegenzusetzen.

Russland kooperiere zwar intensiv mit dem Iran, um gegen gemeinsame Bedrohungen wie den Terrorismus oder die Organisierte Kriminalität zu kämpfen, aber es gebe keinen Bedarf für eine militärische Allianz, so Lawrow. „Weder wir noch der Iran bedürfen einer militärischen Allianz“, so der Minister und führte weiter aus: „Ich bin mir dessen sicher und an uns wurde auch kein Vorschlag in dieser Richtung herangetragen. Das wäre auch unrealistisch und unnötig.“

Man werde aber über eine stärkere militärische Kooperation wie jüngst im Zusammenhang mit der Lieferung eines S-300-Raketensystems nachdenken, die bereits 2007 vereinbart und anschließend wegen des Embargos auf Eis gelegt worden war, sobald der UN-Sicherheitsrat nach allseitiger Erfüllung des Atomabkommens der 5+1-Gruppe mit dem Iran die bestehenden Waffenhandelsbeschränkungen gelockert habe.

Lawrow äußerte sich auch skeptisch hinsichtlich der von Kiew proklamierten Idee, eine UN-Friedenstruppe in den Osten der Ukraine zu bringen, um den Waffenstillstand zu beaufsichtigen.
    „UN-Truppen zu bringen hieße, Gräben auszuheben und Befestigungsanlagen zu errichten“, so Lawrow. „Das würde bedeuten, einen Teil des Landes physisch abzutrennen. Ich weiß nicht, wozu das nötig sein sollte. Vielleicht soll es davon ablenken, dass Kiew versucht, das Abkommen von Minsk zu unterminieren und einseitig abzuändern.“

Russland wolle die Ukraine als einheitliche, aber militärisch neutrale Nation sehen. Der Weg dorthin könne nur über politische Reformen führen. Eine geteilte Ukraine, die jeden vertreibe oder zum Schweigen bringe, der Vorbehalte gegen die antirussische Politik der derzeitigen Führung äußere, wäre hingegen für die Nato ein leicht zu verschluckender Happen.
Quelle: Lupocattivoblog.com

Freitag, 13. März 2015

Was die Amerikaner wirklich wollen - Bündnis Russland+Deutschland verhindern

Thema: Weltenherrscher
STRATFOR:
US-Hauptziel seit einem Jahrhundert war Bündnis Russland+Deutschland zu verhindern

Veröffentlicht am 12.03.2015

4 Februar 2015. Der Gründer und Vorsitzende des führenden privaten US-amerikanischen Think Tank STRATFOR (Abkürzung für Stategic Forecasting Inc.) George Friedman in einem Vortrag für The Chicago Council on Global Affairs über die geopolitischen Hintergründe der gegenwärtigen Ukraine-Krise und globalen Situation insgesamt. Ausschnitte.



Deutschland+Russland
Falls jemand tiefer in die Materie einsteigen will, hier russischer Abgeordneter über gleichen Sachverhalt wie in dem STRATFOR-Video

Arminius Arminius
Wenn ein Russe genau dasselbe ausspricht ist es "Russische Propaganda". Wenn ein US-Amerikaner das Ausspricht wird das unter den Teppich gekehrt oder als gegeben hingenommen.

Wilfried Michalski
Das ist Klartext!!! in der Council-kompatiblen Brutal-Variante. Ein Lehrstück, wie auf offener Bühne die verworfensten Schäbigkeiten aus gut informierten Kreisen verkündet werden. Die kaum verklausulierte Kriegserklärung an Deutschland, für den Fall, dass es diesmal immer noch nicht wissen sollte, wer und warum ...und mit welcher realen (Kriegs)Macht seit nahezu 150 Jahren einen Keil zwischen Deutschland und Russland treibt, ist nicht zu überhören...und bietet keinen Spielraum für Mißverständnisse!
(In aktueller Ergänzung: Artikel dazu im CONTRA-MAGAZIN:

noch mehr Kommentare hier: LINK

Dienstag, 10. März 2015

T-Online staunt über Putins Offenheit

Thema: Krim
t-online.de schreibt:
Russisches Propaganda-Video
Putins Befehl: "Wir müssen die Krim zurück nach Russland holen"

Ein Jahr nach der Krim-Annexion durch Russland nimmt Präsident Wladimir Putin überraschend Stellung zu den Hintergründen. In einem im russischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Propaganda-Clip spricht er so offen wie nie über die Kommandoaktion.

Präsident Putin Foto: Rossija
Putin berichtet in den gezeigten Interview-Ausschnitten, wie er den entscheidenden Befehl gab. "Wir beendeten die Sitzung etwa um sieben Uhr morgens", erzählt Putin in dem Video über die Sitzung mit Leitern der russischen Sicherheitsdienste in der Nacht zum 23. Februar 2014. "Als wir uns trennten, sagte ich zu meinen Kollegen: Wir müssen beginnen, die Krim zurück nach Russland zu holen."

Putin bestritt lange Zeit seine Beteiligung

Vier Tage nach der historischen Besprechung übernahm eine schwer bewaffnete Kommandoeinheit die Kontrolle über das Regionalparlament der Krim. Die Abgeordneten stimmten daraufhin in einer kurzfristig angesetzten Sitzung für ein Referendum über den Anschluss an Russland. Die Ukraine warf Moskau daraufhin eine "Invasion" der Halbinsel vor.

Obwohl sich die Hinweise mehrten, dass es sich bei den Truppen ohne Hoheitskennzeichen, die strategische Orte auf der Krim besetzten, um russische Soldaten handelte, bestritt Moskau zunächst eine direkte Beteiligung. Nach der umstrittenen Volksabstimmung wurde die Krim am 18. März von Russland offiziell annektiert - ein Schritt, der von Kiew und dem Westen bis heute als rechtswidrig betrachtet wird. Später gab Putin zu, auf der Krim russische Truppen eingesetzt zu haben.

Maschinengewehre, um "nicht zu viel reden" zu müssen

Der Clip wirbt für eine Dokumentation mit dem Titel "Die Krim - Die Rückkehr nach Hause". Putin erzählt darin, dass auch die Rettung Janukowitschs während der nächtlichen Sitzung geplant wurde.

Janukowitsch war am 22. Februar nach heftigen Straßenkämpfen in Kiew ins ostukrainische Donezk geflohen. "Er wäre getötet worden", sagt Putin. "Wir bereiteten uns vor, ihn per Land, per Wasser oder per Luft aus Donezk zu bringen." Es seien schwere Maschinengewehre installiert worden, um "nicht zu viel reden" zu müssen. Janukowitsch tauchte später im südrussischen Rostow am Don auf. Wie Janukowitsch letztlich außer Landes gebracht wurde, erzählt Putin in den Aufnahmen nicht.

In dem Trailer sind neben Putin, der in seinem Büro sitzt, auch Bilder von Kampfhubschraubern und Panzern zu sehen. Einen Sendetermin für die Doku nannte der Staatssender Rossija 1 zunächst nicht.

Quelle: t-online.de

Sonntag, 1. März 2015

Direktor der Nationalen Nachrichtendienste in den USA will offen provozieren

Thema: Ukraine
T-Online.de
Droht Angriff auf Mariupol im Frühjahr?
US-Geheimdienst will Putin mit Waffenlieferung provozieren

Kräfte sammeln vor dem nächsten großen Angriff? Die US-Geheimdienste rechnen noch im Frühjahr mit einer Offensive der prorussischen Separatisten auf die ukrainische Hafenstadt Mariupol. James Clapper, Direktor der Nationalen Nachrichtendienste in den USA, plädiert ganz offen dafür, die Ukraine-Krise erst einmal eskalieren zu lassen, um Wladimir Putin zu provozieren.

Ein Vordringen in die strategisch wichtige Hafenstadt stehe zwar nicht kurz bevor, sei dann aber zu erwarten, erklärte Clapper, bei einer Anhörung im US-Senat in Washington. Die Separatisten würden sich derzeit neu formieren.

Clapper machte erneut Kremlchef Wladimir Putin für den Krieg verantwortlich. Russland habe schon länger auf die Gelegenheit gewartet, die Krim und Teile der Ostukraine unter seine Kontrolle zu bringen. Es gebe aber keine Erkenntnisse, dass es Putin auf das gesamte Land abgesehen habe. Moskau hatte solche Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen.

Waffen liefern, um Putin zu provozieren

Clapper sprach sich auch für die Lieferung von tödlichen Waffen an die Ukraine aus - mit einer überraschenden Begründung. "Dies würde eine negative Reaktion bei Putin erzeugen", prophezeite er vor dem Streitkräfteausschuss der Kongresskammer. Er würde sich herausgefordert fühlen, seinerseits mehr Waffen in das Land senden zu müssen. Dadurch würde dann noch mal deutlicher werden, dass die Russen entgegen ihrer Aussage tatsächlich in dem Konflikt involviert seien. Dies sei allerdings seine persönliche Meinung und nicht der offizielle Standpunkt der US-Geheimdienste.

Das dürfte dem deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier gar nicht gefallen, der auf Entspannung statt Eskalation setzt: "Wenn ich um den Erdball schaue und mir Syrien, Libyen und den Irak anschaue, dann halte ich den Ukraine-Konflikt für den einzig lösbaren", sagte der SPD-Politiker. "Jetzt endlich scheint es so zu sein, dass wir endlich in eine ruhigere Phase kommen und dass wir bald nicht nur über eine Waffenruhe, sondern auch über eine politische Lösung sprechen können."

"Wieder etwas zuversichtlicher"

Allerdings stehe mittelfristig eine Annäherung der verfeindeten Seiten noch in den Sternen. Steinmeier glaubt, dass eine völlige Aussöhnung in der Ostukraine erst in Jahrzehnten möglich sei: "Eine politische Lösung wird wahrscheinlich eine Generation dauern."

Die Entscheidung der Ukraine, nach tagelangem Zögern schwere Waffen von der Front im Donbass abzuziehen, sei kein Durchbruch, aber eine "gute Nachricht". "Vielleicht darf man jetzt wieder etwas zuversichtlicher sein, als wir das in den letzten Wochen waren", meinte der Minister in Berlin.

Fast zwei Wochen nach Inkrafttreten der Waffenruhe im Kriegsgebiet hat das ukrainische Militär am Donnerstag mit dem Abzug schwerer Waffen begonnen. Der Rückzug der Militärtechnik ist ein zentraler Punkt des Friedensplans für die Ostukraine, der am 12. Februar in der weißrussischen Hauptstadt Minsk in einem diplomatischen Kraftakt beschlossen worden war.
Quelle: T-online.de

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Kommentare aus dem T-Online-Forum

haribo
US-Geheimdienst will Putin mit Waffenlieferung provozieren. Das hat ja länge gedauert bis mal hier die richtige bzw... Wahrheit steht ...

Quiko
Die scheiß Amis sollen sich endlich aus Europa raushalten.
Das ist zum kotz... wo die sich überall einmischen.
Wenn Sie Probleme mit Russland haben soll Obama mit Putin in den Ring steigen und die Sache dort ausfechten. Dann werden keine Unschuldigen mit hereingezogen.

KurNurz
Ich find`s gut hier lesen zu können, was der US-Geheimdienst vorhat - Hauptsache geheim und TO weiß es eher als die BILD.

pauker1
Daran sieht man wieder, dass es bestimmten Kreisen in USA gar nicht darauf ankommt, den Frieden zu erhalten. Sie wollen provozieren und Russland in die Knie zweingen. Warum lässt sich das Europa gefallen?

CogitoErgoSum_1
zum ersten Mal seit langer Zeit ein TO-Bericht, der Richtung ausgewogene Berichterstattung geht und der zeigt, wo die Scharfmacher in Wirklichkeit sitzen.

Cincinnati-Kit
Selbst die Dümmsten müssten jetzt langsam begreifen, wehr die wirklichen Kriegstreiber sind. Und die kommen nicht aus Russland.

uta43
wieso ist eigentlich Marinopol für die USA strategisch wichtig?

wlander
Marinopol ist Ukraine! Und die Ukraine steht im Interesse der USA, zwecks Ausbeutung!

Barthagame
die gesamte Ukraine ist für die AMis wichtig. Frau Nuland, die Fack-Europe-Tante, hat selbst gesagt, dass USA schon 5 Mrd. Dollar ins Land gesteckt hat und langsam "Zinsen" kassieren möchte. Der Sohn vom USA-Vize-Biden ist Vorstandsvorsitzender der Schiefergas-firma, die iim Kriegsgebiet Gas für West-Europa fördern soll. In der restlichen Ukraine sollen Chlorhühner, turbo-Kühe, Hormon-Schweine und GEn-obst und-gemüse von in Europa für Europa von Ami-Firmen produziert werden. Wenn dann noch das Freihandelsabkommen durch ist, für das Frau Merkel im Interesse der Amis kämpft, können wir hier alle einpacken. Und wenn uns was nciht passt, kann Wiesenhof und Co. ja vor einem Schiedsgericht in New York klagen. Ich kann gar nicht so viel fressen...

w-dettinger
Wird ganz langsam publik wer der Provokateur ist. Ich bin mit vielem nicht einverstanden was Putin macht, aber Putin ist es nicht.

taiko67
Da hat mal einer der Amis aus Versehen die Wahrheit gesagt! Und mit sowas sind wir befreundet.... Wer solche Freunde hat brauch keine Feinde Pfui Teufel.

Bernardo
Putin wurde bislang immer provoziert, offen oder versteckt. Die gesamte "UA-Krise" ist von "langer Hand" aus dem Ausland gesteuert. Die UA ist die wichtigste ehemalige Sowjet-Teilrepublik, für die USA ein interessantes Aufmarschgebiet nach EU- oder sogar NATO-Beitritt. Aus Sicht der USA muss(!) die UA in die westliche Hemisphäre integriert werden, damit RUS irgendwann auch kippt. Das ist die Absicht, aber die gesamten Kosten und Probleme werden die EU-Länder, vornehmlich natürlich Deutschland, zu tragen haben. Ich finde das Vorgehen der Amis perfide: aber es passt zu ihnen und ihren Scharfmachern in Politik und Wirtschaft.

maxi
Schmeißt doch endlich alle Besatzungstruppen aus Deutschland raus und weg von dieser unsäglichen Abhängigkeit der Amis. Die jährlich 13 Mrd. Euros, die durch Dtl. dafür gezahlt werden, kann man bestimmt besser verwenden!

Betawolf
Das haben schon viele Foristen beschrieben, dem CIA sind Menschen egal. Es gibt einen Plan, und der wird umgesetzt! Die USA sind das Gesetz. Kriegshetze pur, die OSZE Bemühungen sind wohl Salz in einer US Wunde?


Sonntag, 25. Januar 2015

Ausweg aus Ukraine-Krise - Kann man dieser Frau noch trauen?

Thema: Ukraine
t-online.de
Ausweg aus Ukraine-Krise
Merkel und Gabriel machen Putin ein Angebot
22.01.2015, 18:59 Uhr | AP/dpa, t-online.de, dpa, AFP | t-online.de
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich nach dem Berliner Außenministertreffen zurückhaltend zur Entwicklung in der Ukraine-Krise geäußert. "Es gibt leichte Fortschritte, obwohl es auch viele Rückschritte gibt", sagte Merkel beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland könnten aufgehoben werden, wenn der Grund ihrer Implementierung entfalle.

"Da sind wir aber leider nicht." Die Kanzlerin betonte, das Minsker Abkommen bleibe "die Grundlage, auf der wir versuchen wollen, diesen Konflikt zu lösen". Die Außenminister Deutschlands, Russlands, Frankreichs und der Ukraine hatten sich am Mittwochabend in Berlin auf die Einrichtung einer Pufferzone in der Ostukraine geeinigt.

Sollte eine Friedenslösung für die Ukraine gefunden werden, stellte Merkel Russland Gespräche über "Möglichkeiten einer Kooperation in einem gemeinsamen Handelsraum" zwischen EU und Eurasischer Union in Aussicht. "Dazu sind wir bereit", so die Kanzlerin.

"Sollten Russland einen Ausweg anbieten"

Noch weiter ging nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Der Vize-Kanzler regte Überlegungen darüber an, was man Russland für die Zeit nach dem Krieg in der Ostukraine anbieten könne. "Der nächste Schritt ist eine Diskussion über eine Freihandelszone", sagte er. "Wir sollten Russland einen Ausweg anbieten", erklärte Gabriel.

Kanzlerin und Vize-Kanzler benutzten die Formulierung "zwischen Lissabon und Wladiwostock" die 2010 vom russischen Präsidenten Wladimir Putin beim Wirtschaftsgipfel der "Süddeutschen Zeitung" geprägt worden war. Putin hatte damals "eine harmonische Wirtschaftsgemeinschaft" vorgeschlagen.

Lage in der Ukraine eskaliert

Von Harmonie ist derweil in der Ukraine nichts zu spüren. Die Nato spricht von den heftigsten Kämpfen seit Ausbruch des Krieges im vergangenen Jahr. Die Kämpfe seien teils heftiger als vor dem Minsker Waffenstillstand vom September, der die Lage etwas beruhigt hatte, aber doch immer wieder gebrochen wurde.

Unterdessen warb Merkel in Davos erneut für das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP). "Wir können uns nicht abschotten in dieser Welt", sagte sie. Die Kanzlerin wolle ein "großes Plädoyer" dafür einlegen, dass die EU "offen ist für Freihandelsabkommen" mit den Vereinigten Staaten, aber auch mit Kanada (Ceta) und Japan.

TTIP: "einzigartige Chance"

Europa müsse "die einzigartige Chance" nutzen, "seine Wachstumsmöglichkeiten durch weniger Hemmnisse im transatlantischen Handel zu beschleunigen und zu vergrößern". Zudem biete das Abkommen die Möglichkeit, "etwas für die Standardsetzung weltweit zu tun", sagte Merkel mit Blick auf die "guten und hohen" Standards im Umwelt- und Verbraucherschutz in Europa und den USA. "Das können wir nur, wenn wir gemeinsam agieren. Deshalb werde ich mich in diesem Jahr sehr stark dafür einsetzen."

Über das geplante Freihandelsabkommen mit den USA wird seit Juli 2013 verhandelt. Die Befürworter erhoffen sich von einer Freihandelszone einen enormen Schub für die Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks, indem Zölle und andere Handelshemmnisse abgebaut werden. Kritiker in Europa befürchten jedoch eine Erosion von Standards bei Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.
Quelle: t-online.de

Kommentar zum Post "Ukraine-Krise: ARD erwähnen Blackwater-Söldner"

Klaus hat einen Kommentar zum Post "Ukraine-Krise: ARD erwähnen Blackwater-Söldner" hinterlassen. Diesen Kommentar nehme ich zum Anlass einen eigenen Beitrag daraus zu machen.

Hallo Ralf und Mitlesende,

der Dampf wird im Kessel bleiben. Zu groß die Wut der Abgehängten, der Politikverdrossenen. Die Formierung müsste allerdings noch geschlossener werden.
Den "Schwenk" von Gabriel sehe ich als typische Wendehalsreaktion.
Es stehen wahrscheinlich noch "unbekannte" Veränderungen an.
Sind doch die Forderungen mehr als deutlich.
Weg von der Parteiendemokratie, hin zur echten Demokratie.
Noch standen die Zuschauer und Gegendemonstranten auf Anordnung oder zweifelnd am Rand.
  • Was ist falsch, wenn endlich eine Verfassung eingefordert wird?
  • Was ist falsch, wenn endlich die strikte Trennung von Legislative, Exekutive und Judikative gefordert wird? (Richter/Staatsanwalt Wahl durch das Volk)
Was ist falsch wenn gefordert wird:
  • GEGEN das Abhören und Ausspionieren privater Daten europäischer Bürger!
  • KEIN Fracking auf europäischen Boden!
  • FÜR ein ENDE des ständig ansteigenden Wachstums- und Konsumwahns!
  • GEGEN die Vergiftung unserer Lebensmittel durch Monsanto, Nestlé, und Co.!
  • FÜR ein ENDE der Ausbeutung der 3. Welt, FÜR fairen Handel!
  • FÜR freie und neutrale Medien, GEGEN Kriegshetze!
  • FÜR die sofortige Aufhebung der Russlandsanktionen!
  • GEGEN TTIP, TISA, CETA usw.! Freihandelsabkommen dienen nur den Großkonzernen!
  • FÜR Frieden, Einhaltung des Völkerrechts und sofortiges Ende des Drohnenkrieges!
  • FÜR ein stabiles und faires Finanzsystem ohne Zinseszinsen sowie deutsche Goldreserven auf deutschem Boden!
  • FÜR die Erforschung/Entwicklung/Förderung freier und erneuerbarer Energien!
  • FÜR den Stopp der Krankmacherei und Abzocke durch die Pharmalobby und Klinikkonzerne!
  • FÜR ein souveränes und neutrales Deutschland, Friedensvertäge und Abzug der Besatzer!
  • FÜR direkte Demokratie, Volksentscheide und eine Regionalisierung!
  • Gegen Zentralismus!
  • Gegen das Parteiensystem auf Bundesebene!
  • Gegen Armut, Hungerlohn und Armutsrenten, seine Stimme zu erheben?
Es wurde zu lange nur gequasselt, ohne tatsächliche spürbare Verbesserung der Lebensbedingen. ( über 3 Millionen können von ihrer Hände Arbeit nicht leben!)
"Deutschland geht es gut", diesen Quatsch kann kein normaler Mensch mehr ertragen.

Medien: Ein leises Umschwenken auf die Realitäten, leider zu spät.
Ihre Lügen und Hetze sind eingebrannt.
RU hat das Tor für diese EU geschlossen, stellt sich offen und klar hinter Neurussland.
Wie wollen denn unsere Politiker ihre Haltung und Unterstützung für die faschistische Ukraine jemals rechtfertigen? Das Rad der Geschichte dreht sich unaufhaltsam weiter.
Das vergessen leider viele!

Beste Grüße
Klaus
» der Kommentar des Blogschreibers «
Ja Klaus, jeder halbwegs normal denkende Mensch muss Dir Recht geben.
Diese Frau an der Spitze der deutschen "Regierung" die das alles zu verantworten hat, ist nur mit Hilfe der Bilderberger an ihren Posten gekommen; was Schlimmeres konnte Deutschland nicht passieren.
Diese Frau hat nie was zu entscheiden gehabt. Sie hat immer nur Befehle ausgeführt, immer gegen das Interesse des eigenen Volkes, immer zu Gunsten der US-Kapitals.
Anfangs war Ackermann ihr Befehlsgeber, danach wurde sie direkt gesteuert.

Natürlich liegt mittlerweile das Schicksal der ganzen Welt in den Händen von ca. 80 geld- und machtgeilen alten Säcken von jenseits des Atlantiks; nur ganz ohne Heerscharen von rückgratlosen Marionetten, die sich entweder kaufen lassen oder erpresst werden, oder beides, die nur ihr eigenes Wohlergehen im Sinn haben und dafür auch das Leben von unschuldigen Mitmenschen opfern, wären die alten Säcke eben nur alte Säcke, mehr nicht.

Ja diese Frau wird in die Geschichte eingehen - aber bestimmt nicht so wie sie sich das vorstellt.
Die ehemalige FDJ-Sekretärin wird als die größte Verräterin am eigenen Volk und als Zäpfchen des US-Kapitals und der amerikanischen Präsidenten einen schlimmeren Eindruck hinterlassen als die Ziehväter ihrer Jugend: die beiden Erichs.


Freitag, 28. November 2014

Sahra Wagenknecht - Scharfe Attacke im Bundestag

Thema: Kalter Krieg

T-Online.de
Scharfe Attacke im Bundestag
Linke wirft Merkel Rückkehr zum Kalten Krieg vor
26.11.2014, 10:36 Uhr | AFP, rtr, dpa
In der Generaldebatte im Bundestag hat Linke-Fraktionsvize Sahra Wagenknecht der schwarz-roten Bundesregierung eine verfehlte Politik vorgeworfen und den Kurs im Ukraine-Konflikt scharf attackiert. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe Deutschland in die "Neuauflage eines Kalten Krieges mit Russland hineingetrieben", der den Frieden in Europa gefährde, sagte Wagenknecht.

Linke-Fraktionsvize Sahra Wagenknecht rechnet im Bundestag mit der Politik der Großen Koalition ab Foto: t-online
"Sie warnen vor einem Flächenbrand, aber Sie gehören doch zu denen, die mit brennendem Zündholz herumlaufen."

"Sinnlosen Wirtschaftskrieg angezettelt"

Merkel vergifte das politische Klima und gefährde den Frieden in Europa, sagte Wagenknecht weiter. Mit den Sanktionen gegen Russland wegen des Vorwurfs der Unterstützung von Separatisten in der Ukraine habe die Kanzlerin einen "sinnlosen Wirtschaftskrieg" angezettelt.

Merkel ignoriere russische Interessen, sagte sie mit Blick auf Warnungen aus Moskau, die Einflusszone westlicher Staaten auszuweiten. Zudem unterstütze die Bundesregierung eine Regierung in der Ukraine, in der wichtige Posten von Nazis besetzt seien. "Kehren Sie auf den Weg der Diplomatie zurück, stellen Sie die Sanktionen ein", appellierte Wagenknecht an die Kanzlerin.
Soziale Ungleichheit angeprangert

Wagenknecht kritisierte außerdem, die im Haushalt 2015 geplante schwarze Null bei der Neuverschuldung sei "Ausdruck einer Nullkompetenz in der Wirtschaftspolitik". Dabei widersprächen auch Wirtschaftswissenschaftler der Sparpolitik der Kanzlerin.

Die Linken-Politikerin warf Merkel erneut vor, verantwortlich für eine zunehmende soziale Ungleichheit in Deutschland zu sein: "Ihre Politik, Frau Merkel, spaltet Deutschland und versündigt sich an der Zukunft, weil Sie nicht den Mut haben, sich den organisierten Interessen von Banken und Konzernen entgegenzustellen." Wagenknecht bezeichnete es als "kriminell", wenn die Politik umstrittene "Steuersparmodelle" für Unternehmen gesetzlich ermögliche.
Merkel: "Brauchen einen langen Atem"

Die Kanzlerin äußerte sich anschließend in ihrer Rede - trotz aller Rückschläge - optimistisch zu einer politischen Lösung der Ukraine-Krise mit Russland. "So anstrengend und lang der Weg auch ist, so überzeugt bin ich dennoch, dass er uns gelingen wird", sagte sie. Wirtschaftliche Sanktionen gegen Moskau blieben weiterhin unvermeidlich. "Für unsere Bemühungen, die Krise zu überwinden, brauchen wir Geduld und einen langen Atem", ergänzte Merkel. Ziel sei eine souveräne und territorial unversehrte Ukraine.

"Das Vorgehen Russlands stellt die europäische Friedensordnung in Frage und bricht internationales Recht", kritisierte die Kanzlerin. Militärisch sei der Konflikt nicht zu lösen. "Wir lassen nichts unversucht, in Gesprächen mit Russland zu einer diplomatischen Lösung zu kommen", betonte sie ihre Übereinstimmung mit den Anstrengungen von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD).

CSU-Chef Horst Seehofer hatte kürzlich für Unmut auch in der CDU gesorgt, als er vor einer Art Nebendiplomatie Steinmeiers gewarnt hatte.

Hier das Video


drei Stimmen zum Video

Warriorscult
Warum ist Sahra Wagenknecht nicht die deutsche Bundeskanzlerin!? Sie ist fähig, intelligent, schön, kompetent, menschlich, natürlich, sozial gerecht, ehrlich, hält brillante starke Reden und setzt sich für die richtigen Ideale/Ziele ein. Merkel dagegen ist unfähig, unterbelichtet, hässlich (äußerlich wie innerlich), inkompetent, menschenverachtend.

Thorben Bieber
Allein schon wegen Merkels verhalten zu Anfang muss man Wagenknecht einfach recht geben, ganz gleich ob man die Linke nun mag oder nicht.

Geteilt von Diether Dehm
"Die Deutsche Bank etwa lobt sich in ihrem Geschäftsbericht selbst dafür, dass sie durch eine „vorteilhafte geographische Verteilung ihres Konzernergebnisses“ ihre Steuerzahlungen minimiert, sprich: die Öffentlichkeit geschädigt hat. Das muss man sich schon auf der Zunge zergehen lassen: Eine Bank, die ohne die Milliarden der Steuerzahler bankrott gewesen wäre, ist stolz darauf, dass sie eben diese Steuerzahler Jahr für Jahr um beträchtliche Summen betrügt.
Natürlich ist das kriminell, aber genauso kriminell ist eine Politik, die die passenden Gesetze dafür liefert bzw. sie akzeptiert."...

Kommentare aus dem T-Online-Forum

4711
Eines muß man Frau Wagenknecht lassen...was sie sagt hat Hand und Fuß. Sie hat Recht !! Nur zur Info...bin kein Links Wähler.

drumroydrum
wie schön, dass ich nicht der einzige bin, der so denkt..danke sahra wagenknecht.. daumen hoch..

MahneridW "Sie warnen vor einem Flächenbrand, aber Sie gehören doch zu denen, die mit brennendem Zündholz herumlaufen." donnert Wagenknecht! Ich glaube, das hat sie bei mir abgeschrieben! Aber selbstverständlich hat sie damit Recht! Nur nutzen wird das nichts, denn Merkel darf als Speerspitze Obamas auch gar nichts anderes, die ist da fremdgesteuert!
BayernMunchen
Wenigstens eine die klar denkt.

kenner68
Eines vorweg: Sarah Wagenknecht´s Rede hatte von der ersten bis zur letzten Minute Hand und Fuß, kurzum: Sie hatte mit allem, was sie an ökonomischen, sozialen und geopolitischen Themen ansprach sehr Recht. Merkel´s Antwort zum Thema Ukraine war sehr dürftig. Und sie verwies u. a. darauf, daß Rußland 1994 in einem Budapester Abkommen die Unantastbarkeit von Grenzen anerkannte und dies faktisch gebrochen hat uind damit Sanktionen gerechtfertigt wären.
Soweit so richtig. Nur, die Kanzlerin kann sich dann den Wortbruch die NATO NICHT nach Osten zu erweitern nicht damit relativieren, weil die ehemaligen Ostblockstaaten ja "um Aufnahme in die NATO gebeten hätten".
Wer hinderte die NATO daran Polen, Ungarn etc. zu sagen: Nein, wir stehen bei Gorbatschow (bzw. seinen Nachfolgern) im Wort und nehmen Euch nicht auf." Dieser historischen Wahrheit stellt sich Frau Merkel nicht und belegt erneut die Einseitigkeit der westlichen Interessenlagen!

Fuxburger
Was versteht Frau Merkel unter einer souveränen und territorial unversehrten Ukraine? Aufgabe der Souvernität der Ukraine im Rahmen von EU und NATO? Mit Durchsetzen von Sanktionen und Kaltem Krieg? Friedenspolitik sieht anders aus.

Reiner Tiroch
Frau Wagenknecht hat vollkommen Recht! Frau Merkel poltert schon seit 3 Jahren auf Putin herum. Es fehlt nur noch 1 großes Ereignis und eine freche Lüge der Ukraine, die Nato bestätigt, und rums-bums geht es wie bestellt los.


Samstag, 4. Oktober 2014

Odessa 2. Mai 2014 - Bericht eines Überlebenden

Thema: Ukraine

STIMME RUSSLANDS
Massaker von Odessa. Bericht eines Überlebenden

Am 2. Mai dieses Jahres hatten die Radikalen aus dem sogenannten Rechten Sektor einige Dutzend Anhänger der Föderalisierung in der Ukraine im Gewerkschaftshaus von Odessa blockiert und mit Molotow-Cocktails beworfen. Rund 40 Menschen starben in den Flammen oder beim Sprung aus dem Gebäude. Insgesamt kamen bei den Ausschreitungen in Odessa 48 Menschen ums Leben. Einer der Überlebenden der Tragödie, Oleg Muzyka, berichtete in unserem Studio über das Massaker.


Einfach peinlich, wie fast alle deutschen Medien darauf reagiert haben. Noch peinlicher ist, dass die Verantwortlichen und die Täter vom Westen auch noch unterstützt werden, auch von Deutschland, auch von unserer Regierung!

Samstag, 27. September 2014

Ex CIA Offizier: Das sind die wahren Schuldigen am Ukraine Krieg

Thema: Ukraine

Veröffentlicht am 21.09.2014

Ex CIA Offizier Ray McGovern, der über 30 Jahre beim US-Geheimdienst gearbeitet hat, legt klare Fakten auf den Tisch!
Zwei Interviews mit ihm, die in Deutschland aufgezeichnet wurden, sagen in aller Deutlichkeit, wer den Putsch in Kiew ausgelöst hat und warum es deshalb zum Ukraine-Krieg kam.

Ein absolutes "Must see it" für alle, die an den wahren Hintergründen interessiert sind und eine Ohrfeige für unsere gleichgeschalteten Medien, Politiker und NATO-Versteher!

Quellen:
https://www.youtube.com/redirect?q=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Ffeature%3Dplayer_detailpage%26v%3DWJ4J3rasHf8&redir_token=KL-wguLr81vTKpcNITysE_mHMAF8MTQxMTU5OTEzOUAxNDExNTEyNzM5

https://www.youtube.com/redirect?q=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Ffeature%3Dplayer_detailpage%26v%3DYL_CiiwGvXM&redir_token=KL-wguLr81vTKpcNITysE_mHMAF8MTQxMTU5OTEzOUAxNDExNTEyNzM5

Übrige Bilder und Videos etc. von Privat oder im YT-Video gekennzeichnet.

Musik von YT: Cataclysmic Molten Core, Pucker Up

Achtung: Im Internet findet bereits, wie in den Mainstream Medien, eine Zensur statt! Mit obskurer Hilfe von vermeintlichem Jugendschutz, Video-, Bild- und Ton-Urheberschutz wird versucht Seiten, Kanäle und Videos zu sperren, die sich mit der Ukraine-Krise befassen.

Daher ist es notwendig, dieses Video herunter zu laden, auf die eigene Festplatte, um es gegebenenfalls wieder hoch laden zu können. Oder es gleich zu kopieren und anderweitig hoch zu laden. Habe das Recht dazu, im Anhang des Videos, freigegeben.
Danke Klaus für den Link