Posts mit dem Label Sanktionen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sanktionen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 14. April 2023

Schmierige Geschäfte - Rubikon

Schmierige Geschäfte https://www.rubikon.news/artikel/schmierige-geschafte Schmierige Geschäfte
Rohstoffhändler erzielen riesige Gewinne durch das Mischen und den Wiederverkauf von billigem russischem Öl.
von Rubikons Weltredaktion

Das Ende letzten Jahres in Kraft getretene Verbot der Europäischen Union und der USA für russisches Rohöl zwingt Russland, mehr Abnehmer im östlichen Teil der Welt zu finden. Neben dem steigenden Appetit Chinas und Indiens auf russische Rohölimporte strömt eine Flut von billigem Öl nach Singapur. Es wird dort gemischt und dann weltweit reexportiert, wobei die Händler große Gewinne erzielen. Es sei daran erinnert, dass russische Energieprodukte im letzten Sommer nach China verkauft und für die europäischen Märkte umverpackt wurden. Bevor Russland in die Ukraine einmarschierte, war Europa Moskaus größter Abnehmer von Rohöl und raffinierten Erdölerzeugnissen. Doch diese Zeiten sind vorbei, da die westlichen Sanktionen Russland zwangen, seine Energieversorgungsketten nach Osten zu verlagern.


von Tyler Durden

Moskau erkannte, dass es neben dem Ausbau der Pipelines nach Asien und anderswo, der Jahre dauern könnte, um die Infrastruktur für die Erhöhung der Ölströme zu entwickeln, am besten eine Flotte von Schattentankern für den Transport des Öls einsetzen sollte.

Laut Bloomberg steigt nun die Nachfrage nach Lagertanks in Singapur sprunghaft an, da das preiswerte russische Rohöl eine neue Heimat findet.

Laut einem leitenden Angestellten eines Tankbetreibers und einem Berater, der Händler in dieser Angelegenheit berät, wird der Tankraum im Stadtstaat aufgrund des gestiegenen Interesses und der Gewinne aus der Vermischung von billigen Treibstofflieferungen aus Russland mit Lieferungen aus anderen Quellen regelrecht aufgekauft. Dieser Prozess kann dazu beitragen, die Herkunft der Ladungen zu verschleiern, sagten sie.

Im Gegensatz zu vielen westlichen Ländern hat Singapur bisher kein Verbot für russisches Öl oder Erdölprodukte verhängt, obwohl es den dort ansässigen Banken verboten ist, russische Länder zu finanzieren oder direkt mit ihnen zu handeln.

In den kommenden Wochen bereitet sich Europa darauf vor, neue Sanktionen gegen russische Erdölerzeugnisse zu verhängen, was die Ströme von Russland nach Asien nur noch verstärken wird, die zu Drehkreuzen wie denen in Singapur geleitet werden, wo billige russische Kraftstoffe mit anderen Quellen gemischt und weltweit weiterverteilt werden.

„Wir haben in der Zeit vor Dezember einen Anstieg der Anfragen für Kurzzeitlagerungen beobachtet“, sagte ein Sprecher des Öllagerunternehmens Advario Asia Pacific per E-Mail.

Sechsmonatige Mietverträge für die Lagerung von Heizöl oder Rohöl in Singapur stiegen im letzten Jahr um bis zu 20 Prozent, so die örtlichen Tankbetreiber, darunter Advario, Jurong Port, Horizon und Royal Vopak.

Die Schiffsverfolgungsdaten von Vortexa Ltd. zeigen, dass die Terminals, die Öl entgegennehmen, im Dezember das Volumen an russischem Naphtha und Heizöl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt haben. Die Terminals erhielten 2,6 Millionen Barrel Naphtha, fast 40-mal mehr als vor einem Jahr.

Russisches Naphtha, das in den Tanklagern in Singapur lagert, wird schnell in andere asiatische Märkte re-exportiert, so Armaan Ashraf, globaler Leiter des Bereichs Erdgasflüssigkeiten beim Branchenberater FGE.

William Tan, Senior Vice President der Brennstoffberatungsfirma Miyabi Industries, sagte, dass die Tanklager in Singapur bei Händlern sehr beliebt sind, die billiges russisches Rohöl aufnehmen, es mischen und mit „sehr guten“ Gewinnspannen in andere Länder exportieren. Er sagte, dass die Händler eine Gewinnspanne von 20 Prozent erzielen.

Russland wird seine Schattentankerflotte ausbauen müssen, da die Energieversorgungsketten aufgrund der westlichen Sanktionen neu geordnet werden. Die Händler profitieren von diesen neuen Handelsströmen. Dennoch muss der Westen Russland erst noch komplett lahmlegen, um eine Welt herbeizuführen, in der Energie nur in Dollar gehandelt wird.


Tyler Durden ist eine fiktive Figur aus dem Film Fight Club und Autor vieler Artikel der Online-Publikation ZeroHedge. Diese möchte den gutherzigen anarchischen Geist von Tyler Durden aufgreifen und die Anonymität ihrer Journalisten in einer Zeit schützen, in der so viele Äxte messerscharf auf jeden gerichtet sind, der sich nicht an das offizielle Narrativ hält.


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien unter dem Titel „Traders Book Huge Profits By Mixing, Reselling Cheap Russian Oil bei Zero Hedge. Er wurde vom ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzungsteam übersetzt und vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratsteam lektoriert.





Spenden per SMS Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie Rubikons Arbeit mit einer Spende. Jetzt spenden

oder klicken Sie hier



oder senden Sie einfach eine SMS mit dem Stichwort Rubikon5 oder Rubikon10 an die 81190 und mit Ihrer nächsten Handyrechnung werden Ihnen 5 oder 10 Euro in Rechnung gestellt, die abzüglich einer Gebühr von 17 Cent unmittelbar unserer Arbeit zugutekommen.

Nina Sendling, Es bringt wenig, nur im eigenen, wenn auch exquisiten Saft zu schmoren. Deshalb sammelt und veröffentlicht die Rubikon-Weltredaktion regelmäßig Stimmen aus aller Welt, vorwiegend aus dem anglo-amerikanischen und arabischen Raum. Wie denken kritische Zeitgenossen dort über geopolitische Ereignisse? Welche Ideen haben sie zur Lösung globaler Probleme? Welche Entwicklungen beobachten sie, die uns in Europa vielleicht auch bald bevorstehen? Der Blick über den Tellerrand ist dabei auch ermutigend, macht er doch deutlich: Wir sind viele, nicht allein!
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Der Artikel ist erschienen bei :Rubikon-News

Dienstag, 15. November 2022

Make America Great Again - wie US-Handelskriege & Sanktionen uns ruinieren - Sahra Wagenknecht

Make America Great Again - wie US-Handelskriege & Sanktionen uns ruinieren

Sahra Wagenknecht

10.11.2022
Der Westen dürfe sich nicht spalten lassen - so das Mantra der Ampel und der Union, die nicht erst seit dem russischen Überfall auf die Ukraine die gemeinsame "Wertegemeinschaft" beschwören. Dumm nur, dass es der US-amerikanischen Führung nicht um irgendwelche "Werte" oder eine Partnerschaft auf Augenhöhe geht, sondern um die knallharte Durchsetzung eigener Interessen. Demokraten wie Republikaner verfolgen das Ziel, die USA wieder zur alleinigen Weltmacht zu machen. Zum Hauptgegner haben sie China erklärt - und die "Ukraine-Krise, in der wir uns gerade befinden, ist nur das Warmlaufen", ließ der US-Oberbefehlshaber der Atomstreitkräfte kürzlich verlauten. Aber auch Europa und ganz speziell Deutschland mit seiner - bis jetzt! - starken Exportindustrie haben sie im Visier. Im Video der Woche spreche ich über den US-Handelskrieg gegen China und seine Folgen für uns, über die Sanktionen gegen Russland, die sich mindestens in gleichem Maße gegen Europa richten, darüber, wie die USA schon seit den siebziger Jahren versuchen, deutsch-russische Pipelineprojekte zu torpedieren, und warum wir bei dem Schutz kritischer Infrastruktur nicht nur an China denken, sondern auch unsere Abhängigkeit von US-Konzernen im Bereich Finanzen und Digitalwirtschaft reduzieren müssen:

Quellen:

Bild: https://bit.ly/3TpQ55B
Bundesregierung: https://bit.ly/3tjAuKd
Handelsblatt: https://bit.ly/3WOwyPd
Spiegel: https://bit.ly/3NSkpVr
Spiegel: https://bit.ly/3EmfYPr
Handelsblatt: https://bit.ly/3DUgvGN
Handelsblatt: https://bit.ly/3tgD4Rg
RND: https://bit.ly/3A4dnac
FAZ: https://bit.ly/3WUmqEo
Spiegel: https://bit.ly/3DTNF9H
Merkur: https://bit.ly/3NSBpLa
New York Times, In: NachDenkSeiten: https://bit.ly/3UwFmYn
Berliner Zeitung: https://bit.ly/3UKfd85
Spiegel: https://bit.ly/3A3Hwqh
Helmut Schmidt: https://bit.ly/3UE8IUA
Washington Post: https://wapo.st/3huG0Hd
Spiegel: https://bit.ly/3NXqvUd
US-Congress: https://bit.ly/3tljVgS
Focus: https://bit.ly/3UH0nzT
Bruno Le Maire : https://bit.ly/3Us37AU
Handelsblatt: https://bit.ly/3UpyUlP
Handelsblatt: https://bit.ly/3NWwkRR
Handelsblatt: https://bit.ly/3NUuIrQ
Handelsblatt: https://bit.ly/3EnUGB8
Handelsblatt: https://bit.ly/3EmFDHK
Robert Habeck: https://bit.ly/3NUCcuS
Handelsblatt: https://bit.ly/3tjCDWh
Handelsblatt: https://t1p.de/ohf3q

Ihr findet mich im Netz:
Webseite: https://www.sahra-wagenknecht.de
Newsletter: https://www.team-sahra.de
Facebook: https://www.facebook.com/sahra.wagenknecht
TikTok: https://www.tiktok.com/@sahra.wagenknecht
Twitter: https://twitter.com/swagenknecht

Kommentare

Kim Lautner
Endlich mal jemand aus der Politik der aufklärt und mit Fakten sein Volk bildet. Danke Frau Wagenknecht!
Really Real
Das ist echte Aufklärung, hört gut zu, hier lernt ihr in 20 Minuten mehr als in 365 Tagen ARD & ZDF
Lida x
Mal wieder alles eindeutig auf den Punkt gebracht. Sie sind die einzige Politikerin, die mir Hoffnung gibt, dass der aktuelle Wahnsinn irgendwann ein Ende hat. Herzlichen Dank für Ihren Mut und Ihr Engagement! Ich bin sehr glücklich, dass wir Sie haben ❤️
Elly McSpy
Frau Wagenknecht, sie sind einer der wenigen Menschen, die solche Zusammenhänge nicht nur erkennen, sondern sie auch aussprechen. Danke dafür!
Elvira Zummo
Sie sind eine Lichtgestalt in dieser desaströsen politischen Landschaft Deutschlands…! Geben Sie bitte niemals auf und lassen Sie sich nicht einschüchtern. Wir brauchen ganz dringend Menschen wie Sie! Danke für ihr Engagement, Ihren Mut und Ihre Offenheit. Sie nennen die Dinge beim Namen. Bleiben Sie bitte so! ❤
loro7lenguas
Liebe Frau Wagenknecht, Sie haben diese wunderbare Fähigkeit, den Finger in die Wunde zu legen. Ohne Zweifel ist für mich die wichtigste politische Frage in Deutschland: wie können wir uns von den USA emanzipieren. Ich danke Ihnen für Ihren Mut, genau das anzusprechen wo die meisten feige Politiker sich nicht trauen. Sie geben mir Hoffnung. Danke auch dafür.

Dienstag, 12. Juli 2022

Sahra Wagenknecht - Hebt die Sanktionen auf! Warum der Gaskrieg Deutschland ruiniert

Hebt die Sanktionen auf! Warum der Gaskrieg Deutschland ruiniert


Sahra Wagenknecht

07.07.2022 Der Wirtschaftskrieg mit Russland entwickelt sich mehr und mehr zum Albtraum. Sollten die Gaslieferungen tatsächlich eingestellt werden, droht uns eine Katastrophe, wie wir sie seit der Weltwirtschaftskrise zu Zeiten der Weimarer Republik nicht mehr erlebt haben. Und was machen unsere Oberhäuptlinge? Scholz redet vom Unterhaken, der Arbeitgeberpräsident träumt von einem „nationalen Notstand“, in dem Streiks nicht mehr ohne weiteres möglich sind, Habeck wirbt für kürzeres Duschen - und irgendwelche Experten erzählen uns, dass es sowieso gesünder ist, die Wohntemperatur auf 16 Grad abzusenken, denn wenn man friert, schmelzen immerhin die Fettpolster. Statt solche aberwitzigen Debatten zu führen, sollten wir lieber der Wahrheit ins Auge sehen: Die westlichen Sanktionen ruinieren nicht Russland, sondern Deutschland. Putin verkauft seine Rohstoffe an andere Länder und seine Taschen sind durch die steigenden Energiepreise prall gefüllt, während die Portemonnaies der Menschen hierzulande immer leerer werden. Deshalb: Schluss mit diesem Wahnsinn! Wir können und müssen den Wirtschaftskrieg beenden und die Sanktionen aufheben. Dann bekommen wir auch wieder genug Öl und Gas zu moderaten Preisen. Mein Video der Woche über die Folgen eines Gas-Lieferstopps, die erfolglose Suche nach alternativen Lieferanten und warum die Bundesregierung den Sanktions-Irrsinn beenden muss:

Quellen:

Frankfurter Rundschau: „Nebenkosten-Schock: Nachzahlung bis zu 2000 Euro droht“: https://bit.ly/3asbdaN

Berliner Kurier: „Energieexperte warnt vor „Preis-Tsunami“ und Armut durch Gaskrise: Bis zu 4000 Euro Mehrkosten pro Haushalt“: https://bit.ly/3bLgavG

BZ: „Warmwasser nur noch zu bestimmten Zeiten“: https://bit.ly/3bX82Zg

Spiegel: „Russlands Gas-Lieferstopp: Verband warnt vor Wirtschaftseinbruch um 12,7 Prozent - DER SPIEGEL“: https://bit.ly/3IoVq9y

Prognos-Studie: „Folgen einer Lieferunterbrechung von russischem Gas für die deutsche Industrie“: https://bit.ly/3P7WGzR
Focus: „Kampf um die Gülle: Hohe Düngerpreise treiben Bauern zu verzweifelten Maßnahmen“: https://bit.ly/3ynPYPB

Handelsblatt: „Veltins-Chef warnt vor Folgen der Energiekrise“: https://bit.ly/3uwa7lr

Presseanzeigen24.com: „Gas-Stopp würde Papierproduktion lahmlegen“: https://bit.ly/3yOmWtF

Saarbrücker Zeitung: „Villeroy & Boch: Ende für Merziger Werk – so viele Mitarbeiter sind betroffen“: https://bit.ly/3PsrE67

Spiegel: „Energiepreise: Viele Industrieunternehmen sehen Lage als existenzbedrohend“: https://bit.ly/3ykWaYE

Bloomberg: “The Global Energy Crisis Just Got Even Worse. Here's Why”: https://bloom.bg/3ap4SNp

Spiegel: „Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger bringt Brechung von Streikrecht ins Gespräch“: https://bit.ly/3NUaNYu

T-online: Markus Söder: "Die Gas-Triage wird kommen": https://bit.ly/3OOMqwA

Tagesschau: „Energiesparen im Haushalt: Kürzer duschen, richtig lüften“: https://bit.ly/3ykDIiN

Berliner Kurier: Gas-Mangel im Winter – Experte: „Eigentlich wäre es gesund, wenn wir täglich vor Kälte zittern“: https://bit.ly/3yPZE6W

Merkur: „Ukraine-News: Russland trotz Sanktionen mit glänzender Energieexport-Bilanz“: https://bit.ly/3NTjgeq

Handelsblatt: „Die Folgen der Russland-Sanktionen spürt vor allem der Westen“: https://bit.ly/3ymJMaj

n-tv: „Kaufen, raffinieren, verschiffen: Wie Indien russisches Öl in Europa verkauft“: https://bit.ly/3P6P15r

Wirtschaftswoche: Norwegen: „Unternehmen wollen Gaslieferungen ab 2024 erhöhen“: https://bit.ly/3OSihwy

n-tv: „Streit um Vertragsdauer: Gas-Deal mit Katar kommt nicht voran“: https://bit.ly/3NRwo3E

Börsen-Zeitung: „Katar will 20-Jahres-Bindung bei Flüssiggas“: https://bit.ly/3Rb0aU9

Focus: „Zu wenig deutsche Schiffe? Reeder zweifeln an Habecks LNG-Plänen“: https://bit.ly/3yr0zZN

Kommentare

Frauke
Bewundernswert, dass Sie es schaffen, so ruhig zu bleiben. Mir platzt allein beim Zuhören schon die Hutschnur!
Wilfried Müller
Sauber, Sie gehören zu den wenigen die sich noch trauen diese deutliche Kritik zu äußern. Die Ampel ist eine Schande. Machen Sie bitte weiter so. Vielen Dank.
Sabine Brigitte Pankau
Einfach schön, dass es noch Leute mit Hirn gibt. Leider nicht in der Regierung.
David Pasetzki
Endlich mal jemand der sachlich erklärt, in welcher Situation wir stecken. Hoffentlich kapiert es auch der Bürger.

Samstag, 1. August 2020

"Syrien-Hilfe" - Was die Tagesschau verschweigt

Die "Syrien-Hilfe" und Maas, der Schein-Heilige

"Caesar Act"? Schon mal gehört? Wenn ja, dann sicher nicht in einer Tagesschau-Sendung. Der Name dieses jüngsten US-amerikanischen Verbrechens an den Syrern taucht im Nachrichtenangebot der ARD-aktuell überhaupt nur ein einziges Mal auf, am Schluss eines demagogischen Traktats.
von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Der Caesar Act ist ein weiteres Sanktionsgesetz, mit dem Washington die syrische Bevölkerung jetzt zur Hungerrevolte gegen die Assad- Regierung zwingen will. Urheber und Anwender dieses Machwerks gehören als Angeklagte eines Verbrechens gegen die Menschheit vor den Internationalen Strafgerichtshof. Doch das verschweigt die Tagesschau sorgfältig in ihrem bodenlos demagogischen, aus der Ferne geschriebenen Internet-Traktat. So, wie sie oft wochenlang nicht aus Syrien berichtet, weil sich das dortige mörderische Treiben der westlichen Alliierten ums Verrecken nicht in positivem Licht darstellen lässt.

Die militärische und wirtschaftliche Interventionspolitik der westlichen Koalition unter Führung der USA und unter Mitwirkung Deutschlands firmiert in den Massenmedien als Kampf für demokratischen Wandel in Syrien. Sie basiert jedoch auf grundsätzlicher Missachtung der UN-Charta und führt seit neun Jahren zu ungezählten Kriegsverbrechen.

Die Tagesschau verzichtet seit jeher auf Versuche, das sauber zu analysieren und zu publizieren. Dass die Europäische Union Ende Mai ihre eigenen, ebenfalls völkerrechtswidrigen Sanktionen gegen Syrien um ein weiteres Mal verlängerte, vermerkte die ARD-aktuell-Redaktion nicht mal am Rande. So offenbaren sich das ganze Elend der deutschen Außenpolitik und der nachrichtenjournalistische Niedergang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Mit der Verabschiedung ihres "Cäsar-Gesetzes" versuchen die USA jetzt, das wirtschaftliche Leben in Syrien vollends abzuwürgen, ohne Rücksicht auf den lebensnotwendigen Bedarf der syrischen Bevölkerung. Mit einem Bündel von Strafmaßnahmen verfolgt werden "Einzelpersonen, Gruppen, Unternehmen und Länder, die mit der Regierung in Damaskus Geschäftsbeziehungen eingehen". Sie werden daran gehindert, zum Wiederaufbau, zu Investitionen und zur Bereitstellung von Ersatzteilen für den Energie- und den Luftfahrtsektor in Syrien beizutragen. Die finanziellen Zugänge zu den Märkten für Nahrungsmittel und für medizinische Güter sind für Syrien blockiert.

Völkerrechtswidrig, weil …

Die Sanktionen ("maximaler Druck") sind bereits rein formal mit dem Völkerrecht unvereinbar: Es sind einseitige Aktionen, obwohl nach den Grundsätzen der UN-Charta solche Methoden nur vom Weltsicherheitstrat beschlossen und kollektiv, von der gesamten Staatengemeinschaft, angewendet werden dürfen. Nachlesbar und leicht verständlich dargelegt ist das in der Abhandlung "Die UN-Charta und die Legitimität der Wirtschaftssanktionen".

Im Übrigen ist der Cäsar Act absolut unverhältnismäßig und damit auch vom Inhalt her völkerrechtswidrig.

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat in einem vergleichbaren Fall ein US-Embargo gegen Nicaragua als völkerrechtswidrig verurteilt: Ein Wirtschaftsembargo als Druckmittel zu verwenden, um etwas zu erreichen, worauf der verhängende Staat keinen Rechtsanspruch hat, ist und bleibt nun mal unzulässig.

Auch im Fall Syrien hat der Westen kein Recht, einen Wechsel im Präsidentenamt zu erzwingen. Das wirtschaftlich bereits ruinierte Land weiter zu zerstören und ungezählte Todesopfer (wie bei den Irak-Sanktionen) in Kauf zu nehmen, ist mit sämtlichen internationalen Rechtsnormen unvereinbar. Unser Parlament und die Bundesregierung müssten sich darüber durchaus im Klaren sein. Ein Rechtsgutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages lässt daran keinen Zweifel. Unsere Volksvertreter aber schert es einen Dreck.

Auch der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, lügt sich über die Rechtslage und die Fakten hinweg und greift in einer Stellungnahme zum Mittel der puren Demagogie:
Das syrische Volk musste im Laufe des Konflikts auf außerordentliche Reserven an Widerstandsfähigkeit zurückgreifen. Die Sanktionen der EU richten sich gegen diejenigen, die für ihr Leid verantwortlich sind, gegen Mitglieder des syrischen Regimes, ihre Anhänger und Geschäftsleute, die das Regime finanzieren und von der Kriegswirtschaft profitieren. Die EU ist entschlossen, ihre Unterstützung für das syrische Volk fortzusetzen...
Zusätzlich zu Bombenkrieg, partieller Besatzung und Diebstahl syrischer Ölressourcen nun auch noch diese US-EU-"Unterstützung für das syrische Volk": Es wird zum Hungern gezwungen; den Menschen sind die Fluchtwege nach Europa verschlossen; das NATO-Mitglied Türkei unter Führung seines Beinahe-Alleinherrschers Erdoğan darf Syrer unter Bruch des Völkerrechts und der Menschenrechtskonvention aus ihren Heimatprovinzen Idlib und Afrin vertreiben; die USA unterstützen mittels der Europäer die Mordbrennerei von Dschihadisten und Söldnern aus aller Herren Ländern mit Geld, Waffen und "Militärberatern". Allesamt versuchen sie, das Verbrecherische der eigenen Politik mit absurden Schuldzuweisungen gegen Assad ("Giftgasangriffe", "Fassbomben auf das eigene Volk") zu bemänteln und zu rechtfertigen.

Wir Schandtäter

"Wir" Deutsche tragen mit eigenen politischen Manövern zu diesen Abscheulichkeiten bei. Unsere Bundesluftwaffe lieferte die Zieldaten für alliierte Bombenangriffe auf syrischem Gebiet und unterstützte damit unbestreitbare Kriegsverbrechen. Im März dieses Jahres wies der deutsche UN-Diplomat Jürgen Schulz einen Appell Russlands auf Aufhebung der Sanktionen zurück – mit ähnlich verlogener Begründung wie der EU-Repräsentant Borrell: Die Sanktionen richteten sich "nicht gegen die Bevölkerung" sondern
… gegen die Führung in Damaskus […], die der schlimmsten Menschenrechtsverbrechen schuldig ist, die man sich nur vorstellen kann … Die humanitäre Situation in Syrien ist einzig und allein das Ergebnis der Politik von Damaskus.
"Wer anderen in der Nase bohrt, hat selbst was drin", sagt der Volksmund. Deshalb ignoriert die Tagesschau großzügig die Ekelhaftigkeit deutscher Diplomatie. ARD-aktuell ist eben unserer Regierung zu Diensten und gibt sie als "Helfer in der Not" aus, vorneweg den Außenminister Maas. Dem Totalversager auf der geopolitischen Bühne poliert sie regelmäßig den Scheinheiligenschein. So auch anlässlich der letzten Syrien-"Geberkonferenz". Die Redaktion vermeidet geradezu krampfhaft jeden Hinweis darauf, dass die Geldsammelei kein Ausdruck von Mildtätigkeit für leidgeprüfte Menschen ist, sondern lediglich knallharte Interessenpolitik. Im EU-Sinne sollen die Investitionen garantieren, dass die Verelendeten bleiben, wo sie sind: fernab der europäischen Grenzen. Asylbewerber sollen den geheiligten europäischen Boden nach Möglichkeit nicht mehr betreten.

Nachschub für Terroristen

Dass die milliardenschweren Hilfeleistungen des Westens auf Basis einer bis 10. Juli befristeten UN-Resolution auch als Waffe im geopolitischen Machtkampf dienen, macht der jüngste Streit im Weltsicherheitsrat deutlich. Die Resolution regelte die umfangreichen Transporte über zwei türkische Grenzübergänge nach Idlib. Diese Provinz ist das wichtigste verbliebene Rückzugsgebiet der Terroristen. Die Stellvertreterkrieger des Westens und ihre Clans führen hier eine Schreckensherrschaft, halten die verbliebenen Einheimischen sowie Hunderttausende syrischer Binnenflüchtlinge faktisch als Geiseln und bereiten ihnen die Hölle auf Erden.

Kopfabschneider der Al-Qaida, syrische und sonstige Salafisten, die "Weißhelme" natürlich, Dschihadisten und Söldner aus aller Welt haben das Sagen: die "bewaffnete Opposition", wie einer der widerwärtigen Euphemismen für die Verbrecherbande lautet. Unter deren Augen sollten die internationalen Hilfssendungen weiterhin verteilt werden; auf keinen Fall darf die syrische Regierung die Sendungen kontrollieren oder gar darüber verfügen. Darum dreht sich das Gezerre im UN-Sicherheitsrat.

Sorgfältig aber vermied die ARD-aktuell in ihren Berichten jeden Hinweis darauf, dass Deutschland gerade turnusgemäß den Vorsitz in dem UN-Gremium hat und sich der Superdiplomat Maas nach seiner verkorksten Libyen-Initiative soeben die nächste politische Pleite einhandelte.

Die Tagesschau berichtet hingegen unverdrossen weiter über Idlib als "letzte Rebellenhochburg" und gibt mit keinem Wort zu verstehen, dass die dahin verbrachten Hilfsgüter des Westens praktisch die Herrschaft eines mörderischen Terroristengesindels über fast drei Millionen Zivilisten absichern.

Russland wiederum, der ständigen Sabotageakte der Westallianz und ihrer Taktiererei im UN-Sicherheitsrat müde, besteht jetzt darauf, dass die Hilfsgütertransporte reduziert und nur noch über einen Grenzübergang geleitet werden. Die Hilfe soll nicht länger der Stabilisierung der Terrorherrschaft in Idlib dienen und allen Notleidenden zugutekommen, auch denen jenseits der Frontlinien Idlibs.

Statt den auffälligen Widerspruch zwischen menschenfeindlicher US-EU-Sanktionspolitik und dem Einsatz riesiger Summen an Hilfsgeldern kritisch zu analysieren, lässt den die Tagesschau aber gänzlich außer Betracht. Gerade dieser Widerspruch ist der Inbegriff fehlender eigenständiger deutscher Außenpolitik und der abartigen Unfähigkeit des Parlaments, Remedur zu schaffen.

Schon gar nicht informiert die Tagesschau darüber, dass die vom Westen herangezüchteten und umsorgten syrischen Oppositionellen mit Demokratie und Menschenrechten noch weit weniger am Hut haben als der zum Abschuss freigegebene syrische Präsident Assad. Sie repräsentieren nur islamistische, fundamentalistische Konzepte; ihr Regime nach den Gesetzen der Scharia wäre für die multi-konfessionelle und multi-ethnische Bevölkerung Syriens eine humanitäre Katastrophe.

Unsere gedächtnisschwachen Volksvertreter

Die für den mörderischen Charakter des westlichen Sanktionsregimes sich blind und taub stellenden deutschen Volksvertreter fügen sich weiterhin der Imperialmacht USA und unterstützen deren Ziel, auch Syrien zu unterwerfen – selbst um den Preis, die Zivilbevölkerung hungern und verelenden zu lassen. Not herrscht ja in ganz Syrien, nicht nur in Idlib. Der Vorläufer für die praktizierte Unmenschlichkeit ist bekannt: Die Irak-Sanktionen kosteten von 1996 bis 2003 eine halbe Million Kinder das Leben. Doch Madeleine Albright, damals mitverantwortlich als US-Außenministerin, heute Gönnerin des Grünen-Gurus Josef "Joschka" Fischer, fand das in Ordnung: "Wir denken, den Preis ist es wert."

Solchem US-amerikanischen Politgesindel folgen rückgratlose deutsche Abgeordnete allemal! Als Vertreter des ganzen Volkes "an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen" – und eben nicht dem Willen ihrer Wähler, gelle? Dem Wortsinn nach bedeutet Demokratie "Volksherrschaft", aber im politischen Alltag ist sie nicht wirksam.

Auch mit dem kollektiven Gedächtnis ist es in unserem Parlament nicht weit her. Die Damen und Herren Volksvertreter haben erfolgreich verdrängt, dass sie wie auch ihre Vorgänger noch bis zum Jahr 2010 nichts gegen "syrische Folterkeller" einzuwenden hatten. Wolfgang Schäuble, heute Bundestagspräsident, seinerzeit Innenminister, erklärte sich vor Jahr und Tag ausdrücklich bereit, auch unter syrischer Folter erzwungene Geständnisse von den deutschen Polizeibehörden auswerten zu lassen. Frank-Walter Steinmeier, heute Bundespräsident, damals zuständiger Kanzleramtsminister, hatte keine Einwände, dass Beamte des Bundesnachrichtendienstes bei Folterungen in Syrien zugegen waren.

Deutschen Politikern und Bürokraten war es egal, was mit abgeschobenen Asylbewerbern in Syrien passierte. Noch 2008 schloss die Bundesregierung mit der Regierung Assad ein "Rückführungsübereinkommen", um syrische Asylsuchende problemlos abschieben zu können.

Vorgeschobene "Experten"

Anbiederei, Selbstbetrug und Heuchelei gehören zum Rüstzeug deutscher Politiker. Wenn man dieses Gesocks über Menschenrechte reden hört, die in anderen Ländern einzufordern seien, dreht sich einem der Magen um. Nicht minder, wenn man erleben muss, wie die öffentlich-rechtlich konstruierte und vom Volk finanzierte ARD-aktuell bornierten "Experten" wie Kristin Helberg ein Forum für Hetze bietet. Helberg durfte ungeniert und unwidersprochen anregen, Spendengelder für hilfsbedürftige syrische Staatsbürger als Druckmittel zu benutzen, um dem "Regime" zu schaden.

ARD-aktuell lässt solche "opportunen Zeugen" bevorzugt zu Wort kommen, weil deren Positionen zur transatlantischen Tendenz des Ladens passen. Hinter ihrer Parteilichkeit lassen sich Unkenntnis und Voreingenommenheit der Redaktion verbergen. Hingegen sind ausgewiesene Experten ohne missionarischen Eifer – Karin Leukefeld, Jürgen Todenhöfer, Michael Lüders etc. – für die Volksverdummungsbeiträge der Tagesschau über Syrien selbstverständlich tabu. Und obwohl die Katholische Kirche sogar etliche Vertreter in den Rundfunkräten sitzen hat, kommen nicht einmal ihre Informationen über Syrien in der Tagesschau korrigierend zur Geltung.

So bleibt die Tagesschau-Berichterstattung über Syrien bei fieser Meinungsmache, bei Nachrichtenunterschlagung und demonstrativer Ignoranz gegenüber den Verbrechen der US-geführten Allianz. ARD-aktuell bildet nur getreulich ab, was ihr die Bundesregierung und die transatlantisch eingefärbten Nachrichtenagenturen vorgeben.

Von Sachwissen unbelastet

Die Diskrepanz zwischen der faktischen Leistung der Tagesschau und ihrem Selbstbild ist nicht zu leugnen. Unabhängigen Journalismus schafft die ARD-aktuell nicht (mehr). Sonst würde sie den regierungsoffiziellen täuschenden Begriff "Syrien-Hilfe" nicht ohne Interpretation verwenden, sondern korrekt über "Idlib-Hilfe" (zugunsten von Terroristen) sprechen. In jeder Meldung über Syrien würde sie die Formulierung "Völkerrechtsbruch der US-Koalition" und das Wort "Kriegsverbrechen" unterbringen. Denn das Aushungern der syrischen Zivilbevölkerung, auf dass die endlich gegen ihre Regierung in Damaskus revoltieren möge, ist nichts anderes als verbrecherisch.

Um das zu kapieren, muss man aber die "Regeln des Krieges" im Humanitären Völkerrecht wenigstens mal gelesen haben. Und man sollte die juristische Lehrmeinung über "Die syrischen Belagerungen und die Praxis des Aushungerns" kennen.

Der durchschnittliche Tagesschau-Redakteur von heute hat mutmaßlich auch noch nie etwas von Donald Rumsfelds "Plan für den Mittleren Osten" gehört und davon, dass man in Washington, D.C. seit Jahrzehnten versucht, Nordafrika und den Vorderen Orient nach eigenem Gutdünken umzugestalten. Und folglich berichtet er auch nicht darüber, dass die USA und die Türkei in schönster Selbstherrlichkeit beschlossen haben, Teile Syriens und des Irak zusammenzulegen und als neuen Staat Kurdistan zu deklarieren – unter Verletzung aller einschlägigen Völkerrechtsnormen, versteht sich.

Der Krieg in Syrien geht derweil unter lebhafter deutscher Mitwirkung weiter, befeuert von gewissenlosen Politikern und gleichermaßen charakterlosen Journalisten. "Wir" sind eben "Partner" und "Freunde" der USA, ihnen zur Stiefelleckerei verpflichtet und dazu auch allzeit bereit – selbst wenn dabei nicht nur unsere Würde flöten geht, sondern beträchtlicher volkswirtschaftlicher Schaden entsteht. Von einem Schwein darf man sich keinen Kaviar versprechen, von einem Maas keine professionelle Außenpolitik und von der ARD-aktuell keine sachgerechten Nachrichten – jedenfalls nicht, wenn über US-gesteuerte geostrategische Konflikte zu berichten ist.

Der Weltsicherheitsrat hat sich nun doch noch auf eine Verlängerung der Rechtsgrundlage für die sogenannte "Syrien-Hilfe" des Westens verständigt. Die Transporte werden eingeschränkt und nur noch über einen Grenzübergang geleitet, wie von Russland vorgeschlagen. Ein Kommentar zu der Mainstream-Darstellung, die Einigung basiere auf einem deutsch-belgischen Kompromissvorschlag, erübrigt sich.



Das Autoren-Team:

Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, Jurist. 1975 bis 2008 Mitarbeiter des NDR, zeitweise Vorsitzender des NDR-Gesamtpersonalrats und des ver.di-Betriebsverbandes sowie Referent einer Funkhausdirektorin.

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, Redakteur. 1975 bis 1996 Mitarbeiter des NDR, zunächst in der Tagesschau, von 1992 an in der Kulturredaktion für N3. Danach Lehrauftrag an der Fu-Jen-Universität in Taipeh.

Anmerkung der Autoren:

Unsere Beiträge stehen zur freien Verfügung,nichtkommerzielle Zwecke der Veröffentlichung vorausgesetzt. Wir schreiben nicht für Honorar, sondern gegen die "mediale Massenverblödung" (in memoriam Peter Scholl-Latour). Die Texte werden vom Verein "Ständige Publikumskonferenz öffentlich-rechtlicher Medien e.V." dokumentiert: https://publikumskonferenz.de/blog

Erschienen ist der Beitrag bei RT-Deutsch

Dienstag, 17. Dezember 2019

Erdogan will bei Sanktionen gegen die Türkei US-Stützpunkte schliessen

Sollten die USA Sanktionen gegen sein Land in Kraft setzen, werde man die entsprechende Antwort geben, sagte der türkische Präsident Erdogan.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hält angesichts der Spannungen zwischen Washington und Ankara auch eine Schliessung von zwei Stützpunkten für die USA für möglich.

«Wenn erforderlich» könne man die von den USA genutzte Luftwaffenbasis Incirlik und die US-Radarstation Kürecik in der Provinz Malatya schliessen, sagte Erdogan am Sonntagabend in einem Interview mit dem Sender A Haber. Insbesondere wenn «Massnahmen wie Sanktionen» gegen die Türkei in Kraft treten sollten, werde man die entsprechende Antwort geben, sagte Erdogan.

Vergangene Woche hatte der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu bereits angedeutet, dass die Türkei im Fall von US-Sanktionen den USA den Zugang zu Incirlik und Kürecik verwehren könnte.

Russisches Abwehrsystem gekauft

US-Senatoren fordern Sanktionen gegen die Türkei, weil diese im Sommer das russische Raketenabwehrsystem S-400 gekauft hatte. Die US-Regierung befürchtet unter anderem, dass Russland über das empfindliche Radar des Waffensystems an Daten über die Fähigkeiten des US-Kampfjets F-35 gelangen könnte.

Ankara war Partner beim Bau des Kampfjets und wollte zahlreiche Flugzeuge kaufen. Wegen des Rüstungsdeals mit Moskau haben die USA die Türkei aus dem F-35-Programm ausgeschlossen. Harte Sanktionen blieben bislang aber aus.

US-Kongress anerkennt Völkermord

Das Verhältnis zwischen den Nato-Partnern ist auch angespannt, weil nach dem Repräsentantenhaus auch der US-Senat die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich als Völkermord anerkannt hat. Eine entsprechende Resolution war am Donnerstag verabschiedet worden. Die Türkei protestierte scharf. Erdogan sagte am Sonntag, es handle sich um eine politische Entscheidung, die inakzeptabel sei.

Während des Ersten Weltkriegs waren Armenier systematisch verfolgt und unter anderem auf Todesmärsche in die syrische Wüste geschickt worden. Historiker sprechen von Hunderttausenden bis zu 1,5 Millionen Opfern. Die Türkei als Nachfolgerin des Osmanischen Reiches gesteht den Tod von 300'000 bis 500'000 Armeniern während des Ersten Weltkrieges ein und bedauert die Massaker. Eine Einstufung als Völkermord weist sie jedoch strikt zurück. (chk/sda)

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Was ist das eigentliche Ziel des Bevölkerungsaustauschs - eine Antwort ...


... an Walter Neumann
auf seinen Kommentar vom 09.10.2019, 15:11 Uhr

Sehr geehrter Herr Neumann,
Sie beschreiben das schon ganz richtig, fast so sehe ich das auch.

Das ein Großteil der Verantwortung für die Massenmigration bei der EU liegt, auch damit stimme ich überein. UNO-Mitarbeiter haben lange vorher schon darauf aufmerksam gemacht und beinahe um Geld gebettelt. Man kann auf den Gedanken kommen, dass auch die deutsche Regierung die Migration bewusst mit herbei geführt hat, zumal Syrien schon lange vorher von der EU sanktioniert wurde und auch keine Medikamente mehr geliefert bekam. Rückkehrer aus Syrien berichteten, im ganzen Land gäbe es nur noch kyrillisch beschriftete Arzneimittel.

Ich sehe trotzdem noch eine gewaltige Diskrepanz. Von den Kindern und Jugendlichen der FfF -Aktion und von selbsternannten "Experten" hört man öfter, dass es zu viele Menschen auf der Welt gibt und sich die Anzahl rasant vergrößert. In Deutschland, in einigen Ländern Europas und in Japan befürchtet die UNO aber, dass sie aussterben.

Wer genehmigt denn, welche Volksgruppen auf der Welt wieviele Kinder bekommen dürfen?
Wollen Deutsche darüber bestimmen? Eventuell die Kinder von FfF?
Wielange kann man sich, bei den immensen Kostensteigerungen in allen Bereichen, Kinder überhaupt noch leisten?

Und auch hier nochmal die Frage:
"Wer ist denn der Staat? Ist die Regierung der Staat?

Wenn die Meinung vorherrscht, die Bürger seien der Staat und die Regierung sei die Vertretung der Bürger, warum verspricht die Regierung vor den Wahlen alles, danach wird sofort, noch am Wahlabend, alles wieder vergessen und wieder vier Jahre gegen den Willen der wirklichen Mehrheit, nicht der Parteianhänger, gehandelt.
Lt. Umfragen wollen 80% keine Auslandseinsätze der Bundeswehr,
die Regierung schickt die Soldaten trotzdem.

Lt. Umfragen will die Mehrheit keine Waffenexporte in Krisengebiete,
die Regierung genehmigt sie, auch unter Umgehung gesetzlicher Bestimmungen, trotzdem.
2019 wird wohl ein Rekordjahr werden.
Außer dem Chaos mit der Energieversorgung gibt es hunderte weitere Beispiele.

Kann es sein, dass wir gar keine Parlamentarische Demokratie haben sondern eine Parteiendiktatur, bei der seit dem Abtreten der "Steuermänner" Josef Ackermann und Barrak Obama eine Minderheit die Richtlinien der Politik in Deutschland bestimmt und die Bundeskanzlerin stramm nach links/grün vor sich hertreibt?

Und die allerwichtigsten Fragen zum Schluss:
"Wer soll denn die Diäten der Politiker, die Gehälter und Pensionen der Verwaltungsangestellten und Beamten erarbeiten, wenn die "schon länger hier lebenden Leistungsträger in Altersrente, ausgestorben oder ausgewandert sind?
Wenn nur noch Migranten die Regierung, die Verwaltung und sich selbst versorgen müssen?"

Zahlen dann die EU-Länder die über Jahre erhaltenen Subventionen zurück oder wie soll das geschehen?


Von weniger werdender Rente wird ja schon lange gefaselt, von Pensionen hört man allerdings wenig, auch nicht von den Betriebsrenten der Öffentlich-Rechtlichen Mitarbeiter, die heute selbstverständlich der Gebührenzahler trägt.
Werden eigentlich Zahlen darüber veröffentlicht, wieviel "gut ausgebildete Deutsche" jedes Jahr das Land verlassen weil sie die Schnauze vollhaben von der ganzen Bevormundung und Klugscheißerei der selbsterannten "Elite", die in erster Linie nur Postenschacherei und Selbstversorgung zu Lasten der Steuerzahler betreibt?

Freitag, 17. August 2018

USA drohen Türkei mit weiteren Sanktionen

Thema: Pastorstreit

USA drohen Türkei mit weiteren Sanktionen

Washington drängt auf die Freilassung des US-Pastors Brunson und intensiviert den Druck auf Ankara.

Die US-Regierung hat Ankara mit weiteren Sanktionen gedroht, sollte der in der Türkei festgehaltene US-Pastor Andrew Brunson nicht bald freikommen. Die US-Regierung plane weitere Konsequenzen, wenn die Türkei "ihn nicht schnell frei lässt", sagte Finanzminister Steven Mnuchin am Donnerstag bei einer Kabinettssitzung in Washington in Anwesenheit von Medienvertretern.

Der evangelikale Pfarrer Brunson sitzt seit Oktober 2016 unter Spionage- und Terrorvorwürfen in türkischer U-Haft. US-Präsident Trump und sein Vize Mike Pence dringen seit langem auf seine Freilassung. Anfang August verhängte Trump wegen des Konflikts Sanktionen gegen zwei türkische Minister und schickte damit die ohnehin schwächelnde türkische Lira auf Talfahrt. Am Mittwoch wies ein Gericht in Izmir einen erneuten Antrag Brunsons auf seine Freilassung zurück.

Ausserdem verdoppelte Trump die Zölle auf türkische Stahl- und Aluminiumimporte. Als Vergeltung rief der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Landsleute am Dienstag zum Boykott elektronischer Geräte aus den USA auf. Am Mittwoch hob die türkische Regierung die Einfuhrzölle auf mehrere US-Produkte deutlich an.

Von den neuen Zöllen, die Präsident Recep Tayyip Erdogan per Dekret in Kraft setzte, sind vor allem Autos, alkoholische Getränke, Tabak- und Kosmetikprodukte aus den USA betroffen. Für Autos betragen sie 120 Prozent, für alkoholische Getränke 140 Prozent und für Tabak 60 Prozent. Trumps Sprecherin Sarah Sanders erklärte dazu am Mittwoch, die Anhebung der Zölle sei «sicher bedauerlich und ein Schritt in die falsche Richtung». (nag/afp)

Mit freundlichrer Genehmigung von 20min.ch

Dienstag, 10. Juli 2018

Nicht alle Staaten wollen Trump beim Iranboykott gehorchen

Thema: Trump / Iran

Widerstand gegen Trumps Iran-Politik wächst

Trotz drohender US-Sanktionen wollen fünf Staaten die wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran aufrechterhalten.

Foto: Sxreenshot Youtube
Die verbliebenen Unterzeichnerstaaten des Atomabkommens mit dem Iran unterstützen trotz drohender US-Sanktionen das Recht Teherans zum Export von Öl und Gas. Beim Aussenministertreffen in Wien erklärten die fünf Staaten China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Russland am Freitag, sie blieben ihren wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran verpflichtet. Dies schliesse die «Fortsetzung von Irans Öl- und Gasexport» ein.

Die Zusage ist Teil einer in Wien aufgestellten Liste zur Rettung des Atomabkommens. Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini leitete die Zusammenkunft mit dem iranischen Aussenminister Mohammad Javad Zarif. Es war das erste Treffen dieser Art, seit US-Präsident Donald Trump das Abkommen mit dem Iran vor zwei Monaten einseitig aufgekündigt hatte.

Auch Teheran droht mit Ausstieg

Trump hatte zugleich bekannt gegeben, dass die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt würden. Teheran drohte daraufhin seinerseits mit einem Ausstieg aus dem Abkommen, sollten die anderen Vertragsstaaten nicht für Teheran einstehen. Der Iran bestreitet, nach Atomwaffen zu streben, und betont, dass seine Atomanlagen ausschliesslich zivilen Zwecken dienten.

Das Wiener Atomabkommen von 2015 verpflichtete Teheran, seine Urananreicherung drastisch herunterzufahren und verschärfte internationale Kontrollen zuzulassen. Im Gegenzug sollen die Strafmassnahmen gegen das Land schrittweise aufgehoben werden. Trump fordert ein neues, umfassenderes Abkommen mit Teheran. (chi/afp)

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Freitag, 25. Mai 2018

Iranischer Sprecher: «Die USA wollen einen Konflikt provozieren»

Thema: Iran

Irans Reaktion
«Die USA wollen einen Konflikt provozieren»

Der Iran reagiert gelassen auf die Drohungen von US-Aussenminister Mike Pompeo. Die EU-Aussenbeauftragte kritisiert ihn hingegen scharf.>

Der Iran hat gelassen auf die Drohungen von US-Aussenminister Mike Pompeo reagiert. «Was Pompeo sagt, zeigt, dass die Amerikaner versuchen, einen Konflikt zu provozieren», sagte Heschmatollah Falahatpischeh, der Sprecher des aussenpolitischen Ausschusses im Parlament in Teheran, am Montag.

Der Iran sollte sich jedoch nicht provozieren lassen, seine diplomatische Linie fortsetzen und rational auf diesen radikalen US-Kurs reagieren, so der Sprecher laut Nachrichtenagentur Isna. Er plädierte dafür, weiterhin die Vorschläge der EU für die Rettung des Atomabkommens ohne die USA abzuwarten.

Pompeo hatte dem Iran angedroht, das Land wirtschaftlich auszutrocknen, sollte es nicht auf eine lange Liste von US-Forderungen zur Befriedung der Nahost-Region eingehen.

EU-Aussenbeauftragte kritisiert Pompeo

Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini hat die von US-Aussenminister Mike Pompeo vorgezeichnete Linie in der Iran-Politik scharf kritisiert. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu rief hingegen die Staatengemeinschaft auf, dem Beispiel der USA zu folgen.

In einer von der EU-Aussenbeauftragten Federica Mogherini am Montag verbreiteten Stellungnahme heisst es, die Rede von Minister Pompeo «habe nicht deutlich gemacht, wie der Rückzug aus dem Atomabkommen die Region sicherer mache oder machen solle». Sie sprach sich dafür aus, die Wirtschaftsbeziehungen zum Iran nicht einzufrieren. «Die Normalisierung des Handels und der wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Iran bedeutet einen wichtigen Teil der Vereinbarung, der von der internationalen Gemeinschaft aufrechterhalten werden sollte.»

Damit widerspricht Mogherini den Ausführungen Pompeos deutlich. Der US-Aussenminister hatte zuvor klargemacht, dass die USA bereit seien, den Iran mit den empfindlichsten Sanktionen der Geschichte zu überziehen. Alle, die sich «verbotenen Geschäften» mit dem Iran hingäben, würden zur Verantwortung gezogen.

Netanyahu stellt sich hinter die USA

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu stellte sich hingegen hinter die USA. «Die Politik der USA ist richtig», sagte er in Jerusalem. «Wer die Aggressionen des Iran stoppen will, wer die Sicherheit stärken will, wer den Frieden fördern will muss sich dem Iran entgegenstellen und die amerikanische Position unterstützen», sagte Netanyahu. «Genau dies macht Israel.»

US-Präsident Donald Trump hatte am 8. Mai den Ausstieg seines Landes aus dem Atomabkommen und die Wiedereinsetzung der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verkündet. Trump fordert ein neues, umfassenderes Abkommen mit Teheran. Die EU will an dem bestehenden Abkommen festhalten. (chk/sda)

Kommentare

dani87
reicht langsahm. Mann sieht immer deutlicher wie teuflisch die usa sind. Wird zeit das alle länder die usa sanktionieren, mal sehn wo sie dann noch bleiben

Fmoll
Höchste Eisenbahn, dass die EU aufwacht und vor dem aktuellen USA-Regime kein Blatt mehr vor den Mund nimmt.

Oronzo Danese
Welch Einseitigkeit.
Genau die beiden Aggressoren kämpfen für einen Frieden im Nahostkonflikt. Hat Frieden was mit grosser Klappe zu tun?

B. Kerzenmacher
Die gleichen Sanktionen wie gegen Nordkorea für den Iran. Dazu diskrete Überflüge von B-52 Stratofortress über Teheran. Dann kommt sehr rasch Bewegung in die Gespräche.

Edmund
Krieg gesucht, dringend
Es ist seit Monaten glasklar: Die USA suchen und wollen einen Krieg, das haben sie immer so gemacht in der Vergangenheit und jetzt ist es seit einiger Zeit überfällig. Ein Krieg (auf Lügen basiert wie meistens) lenkt von allen innerern Problemen und der eigenen Unfähigkeit ab. Wie lange macht das die Bevölkerung noch mit.

michi Züri
Ansage an die USA: Lasst doch endlich den Iran in Ruhe!

Patrick
Nie verstanden vor Jahrhunderten kriegen die Eurpäer gegeneinander. Neuer Trend: Ex-Europäer gegen Europäer. wird immer schräger

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Samstag, 27. Mai 2017

Nach Tschechien will auch Polen keine Flüchtlinge aufnehmen

Thema: Flüchtlinge

Nach Tschechien nun Polen:
Lieber Sanktionen als Flüchtlinge

Trotz Androhung von EU-Sanktionen: Nach Tschechien spricht sich auch Polen gegen die Erfüllung der EU-Flüchtlingsquote aus. "Europas Migrantenquoten sind ganz sicher schlimmer als jedwede Bestrafung durch Brüssel", so Polens Innenminister Błaszczak.

Nach Tschechien wehrt sich nun auch Polen klar gegen die Aufnahme von Flüchtlingen – nach den von der EU vorgeschriebenen Quoten. „Europas Migrantenquoten sind ganz sicher schlimmer als jedwede Bestrafung durch Brüssel“, sagte Polens Innenminister Mariusz Błaszczak dem Sender Radio 1, berichtet die „Junge Freiheit“.

„Erinnern wir uns daran, was in Westeuropa passiert ist. Erinnern wir uns an die Terroranschläge, die sich in den größeren Staaten der Europäischen Union ereignet haben. Erinnern wir uns daran, daß sie (die Länder Westeuropas) mit verhältnismäßig kleinen moslemischen Gemeinschaften angefangen haben, die inzwischen sehr groß geworden sind“, so Błaszczak.

Innenpolitische Situation in Deutschland und anderen EU-Staaten

Neben einer finanziellen Belastung – 21,7 Milliarden Euro in 2016 und geplanten 21,3 Milliarden Euro in 2017 – stellt die Flüchtlingskrise für Deutschland auch innenpolitisch eine Herausforderung dar. So war in 2016 fast jeder zweite Tatverdächtige nichtdeutscher Herkunft. Ähnliche Entwicklungen betreffen Staaten in der EU, die eine große Zahl Flüchtlinge aufgenommen haben, wie Schweden und Österreich.

Die Kenntnis über die Situation in den umliegenden und benachbarten Staaten dürften Polen bei der Entscheidung bestärkt haben, eher Sanktionen durch die EU in Kauf zu nehmen, als die Flüchtlingsquoten zu erfüllen.

So erklärte Polens Premierministerin Beata Szydło (PiS): „Es ist ausgeschlossen, dass Polen derzeit Flüchtlinge aufnimmt und wir werden ganz sicher keine verpflichtenden Quoten akzeptieren, die Polen oder irgendeinem anderen Mitgliedsstaat aufgebürdet werden.“

Im September 2015 hatten die EU-Innenminister die Umverteilung von 120.000 Flüchtlingen beschlossen. Bisher wurden weniger als 20.000 Asylsuchende tatsächlich verteilt.

Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Montag, 6. März 2017

„Russland-Sanktionen schaden nur einem Land in der Welt, Deutschland“

Thema: Sanktionen

Gerd Kichniawy im Interview:
„Russland-Sanktionen schaden nur einem Land in der Welt, Deutschland“

Er ist seit über 30 Jahren ganz nah dran am Auf und Ab der Weltwirtschaft: Gerd Kichniawy ist Amerika-Experte und betreut mit seiner Firma GATC in Atlanta deutsche Firmen beim Markteintritt in Amerika. Andre Zalbertus spricht mit ihm in Düsseldorf über Trump, die Zukunft Deutschlands und Russland-Sanktionen.


Quelle: RT-Deutsch

Dienstag, 29. November 2016

Anti-russische Sanktionen schaden Europas Ländern am meisten

Thema: Sanktionen

Anti-russische Sanktionen kosteten Italien 7 Milliarden Euro und 200.000 Arbeitsplätze

Moskaus Antwort auf das Sanktionsregime der Europäischen Union hat die Wirtschaft Italiens hart getroffen. Das kritisierte die Politikerin Paola Carinelli von der drittgrößten italienischen Partei „MoVimento 5 Stelle“ Mitte der Woche.

„Wir haben seit Beginn der Sanktionen über 7 Milliarden Euro verloren. Die Zahl der verlorenen Arbeitsplätze könnte mittlerweile 200.000 erreicht haben“, zitierte die Nachrichtenagentur RIA Novosti die Politikerin bei einer Pressekonferenz in der russischen Hauptstadt.

Carinelli sagte, dass die „MoVimento 5 Stelle“ (5-Sterne Bewegung) wiederholt an das italienische Kabinett appellierte, die anti-russischen Sanktionen fallenzulassen. „Die Regierung ist für unsere Wünsche Forderungen taub“, schloss die Politikerin. Der italienische Senator und Parteikollege Vito Petrocelli kommentierte in diesem Zusammenhang:
    „Von Anfang an waren die Sanktionen eine falsche Entscheidung. Ziemlich viel davon verletzte die Rechte und Interessen der italienischen Unternehmen.“
„Es gibt absolut keinen Nutzen bei diesen Sanktionen. Unsere kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMUs) haben keine Chance mehr, mit russischen Partnern zu arbeiten“, kritisierte Petrocelli.

Die „MoVimento 5 Stelle“ ist die drittgrößte Partei im italienischen Parlament mit 54 Sitzen. Auch der im Grunde EU-nahe Premierminister Matteo Renzi kritisierte zuletzt das westliche Sanktionsregime gegen Russland beim EU-Gipfel im Oktober. Er sprach sich gegen ihre Ausweitung aus.

„Wir sollten alles Mögliche für ein Friedensabkommen in Syrien tun. Es ist schwer sich vorzustellen, dass sowas an weitere Sanktionen gegen Russland verbunden werden kann“, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters den Premierminister.

Im Juli unterstützte die regionale Gesetzgebung der Provinz Toskana einstimmig eine Resolution, die die Aufhebung von Sanktionen gegen Russland fordert. Damit brach auch diese Region mit der Praxis, Russland zu isolieren, wie zuvor die Provinzen Lombardei, Venetien und Ligurien, die die Angliederung der Krim-Halbinsel 2014 an Russland als legitim anerkannt haben.

Quelle: RT-Deutsch

Dienstag, 18. Oktober 2016

Dämpfer für Merkel? - Keine neuen Strafen gegen Putin

Thema: Syrien

Die EU setzt im Syrienkonflikt auf Gespräche statt Sanktionen.
Die Gründe der Aussenminister.

Die EU wird nach Angaben der Aussenbeauftragten Federica Mogherini keine Sanktionen gegen Russland wegen des Syrien-Konflikts beschliessen. Ein solches Vorgehen sei «von keinem Mitgliedstaat» vorgeschlagen worden, sagte sie beim Treffen der EU-Aussenminister in Luxemburg. Diskutiert würden aber zusätzliche Sanktionen «gegen das syrische Regime».

Ähnlich äusserte sich auch der österreichische Aussenminister Sebastian Kurz. In Syrien könne nur etwas Positives zustande gebracht werden, wenn die USA und Russland an einem Strang zögen. «Insofern halte ich die Idee, jetzt zusätzliche Sanktionen gegen Russland zu beschliessen, für falsch.»

Steinmeier: Sanktionen bringen keine Verbesserung

Das Wichtigste wäre, einen Waffenstillstand in Syrien zu erreichen, sagte Kurz weiter. Es brauche wieder einen humanitären Zugang, um das Leid der Menschen zu reduzieren.

Dies könne nur gelingen, wenn die Gespräche in der Kontaktgruppe fortgesetzt werden. Das EU-Aussenministertreffen biete Gelegenheit, um diplomatischen Druck aufzubauen, sagte Kurz weiter.

Auch der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sprach sich gegen Sanktionen wegen des russischen Vorgehens in der nordsyrischen Stadt Aleppo aus. «Ich sehe zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht, wie möglicherweise langfristig wirkende Sanktionen hier zur Verbesserung der Lage der Zivilbevölkerung beitragen sollen», sagte er in Luxemburg. Er glaube, dass, in Gesprächen über eine Friedenslösung «noch die grösste Chance steckt», um Fortschritte zu erreichen.

Merkel soll für Strafen geworben haben

Die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» hatte berichtet, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei den EU-Partnern für eine Verschärfung der Russland-Sanktionen werben wolle. Die EU hat im Ukraine-Konflikt seit 2014 bereits eine Reihe von Wirtschaftssanktionen gegen Moskau verhängt.

Der Westen wirft Russland vor, die Separatisten in der Ostukraine zu unterstützen. In Syrien unterstützt Russland militärisch die Regierung von Machthaber Baschar al-Assad.

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Freitag, 19. August 2016

Hackerangriff soll Grund für neue Sanktionen gegen Russland sein

Thema: Cyber-Krieg

Wer sucht, der findet:
"DNC-Hack" - USA nennen Grund für neue Sanktionen gegen Russland

Die USA erörtern neue Sanktionen gegen Russland wegen des Hacker-Angriffs auf die Server der Demokratischen Partei. Um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, muss jedoch die Obama-Administration Russland offiziell der Cyberattacke beschuldigen. Davor schrecke man im Weißen Haus noch zurück, schreibt The Wall Street Journal.

US-amerikanische Behörden erwägen neue Sanktionen gegen Russland als Antwort auf den Hacker-Angriff auf die Server der Demokraten. Bislang sei keine Entscheidung darüber getroffen worden, meldet The Wall Street Journal unter Berufung auf mehrere anonyme Quellen, die dem Weißen Haus nahe stehen sollen.

Für die Einführung der Sanktionen muss das Weiße Haus Russland oder die Hacker, die es unterstützt haben soll, offiziell der Cyberattacke und des Datenlecks beschuldigen. Normalerweise veröffentlichen die USA gewöhnlich keine Informationen, die die Organisatoren derartiger Angriffe betreffen, aber 2014 haben sie Nordkorea öffentlich vorgeworfen, die Netze von Sony Pictures Entertainment geknackt zu haben.

Bevor Washington eine Entscheidung zu neuen Sanktionen trifft, muss es sich mit einer Palette von möglichen Reaktionen darauf auseinandersetzen, was eine längere Zeit in Anspruch nehmen kann.

Das FBI und die US-Geheimdienste, die in dem Vorfall ermittelt haben, sind sich angeblich darüber einig, dass die Cyberangriffe von mit Russland affiliierten Hackern verübt wurden. Derselben Meinung seien auch „einige Computersicherheitsunternehmen“, bemerkt WSJ.

Schon Hillary Clintons Wahlkampfmanager bei der US-Präsidentschaftswahl 2016, Robby Mook, berief sich auf Experten, denen zufolge hinter der Attacke die Russen stehen sollen, die dem Herausforderer von Clinton, Donald Trump, helfen wollten. Der letztere nannte die Anschuldigungen „weit hergeholt“ und „lächerlich“. Die Vorsitzende der demokratischen Fraktion im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, bezeichnete den Hack als ein „elektronisches Watergate“ und einen „Einbruch der Russen“.

Moskau wies mehrmals die Vermutungen zurück, dass es in das Datenleck verwickelt sei. Dem Kreml-Sprecher, Dmitri Peskow, zufolge „betreiben russische Behörden keinen Cyberterrorismus“.

Die rund 20.000 internen E-Mails und Dokumente wurden von WikiLeaks veröffentlicht. Die Unterlagen weisen darauf hin, dass die demokratische Parteiführung bei den Vorwahlen den innerparteilichen Herausforderer von Hillary Clinton, Bernie Sanders, in Verruf bringen wollte. Der nachfolgende Skandal führte zur Rücktrittserklärung der Vorsitzenden des Nationalen Komitees der Demokraten (DNC), Debbie Wasserman Schultz.

Quelle: RT-Deutsch

Donnerstag, 21. Juli 2016

Österreich geht wegen Sanktionen auf die Barrikaden

Thema: Sanktionen

Die Sanktionslüge
Österreich geht auf die Barrikaden

Wenn kriminelle Machenschaften aufgedeckt werden sollen, so folge man immer dem Grundsatz zur Bekämpfung von Kriminalität, wie auch bei der Mafia, mit der klassischen Frage: Cui bono zu deutsch "Wem nützt es" Der Nutznießer ist auf der anderen Seite des Erdballs und ich kann das Unterwerfungsverhalten der Merkeldrohne in keinster Weise auch nur im Ansatz verstehen.


Veröffentlicht am 01.07.2016
Kategorie Menschen & Blogs
Lizenz Standard-YouTube-Lizenz

Kommentare

Hans Laschalt
Hier geht es für die USA nicht um Frieden Bemühungen mit Rußland, sondern nur alleine dass die USA Europa in den Krieg mit Russland drängt.
Die USA werden ihr Vorhaben nicht aufgeben, bis Europa mit Russland im Krieg sind!
Schwachköpfige hypnotisierte ( mitunter bestochene) Politiker in Europa schüren diesen Konflikt noch mit aller Kraft...!
Bei einem Krieg gegen Russland wird es mit Sicherheit zu einem atomaren Krieg kommen! Und dann wird Europa zum größten Teil ausgelöscht!!!
Das werden diese hinterlistigen dreckigen Amis als Kollateralschaden nehmen. Da ja nicht die hinterlistigen Amis betroffen sind, sondern wir hier.
Auch diese Sanktionen sind zu 100% unser Nachteil, im Gegenzug machen die Amerikaner mit Russland weiterhin große Geschäfte.
Diese Dreckigen Politiker in Europa gehören für immer in die geschlossene! Ich frage mich was haben wir hier in Europa für einen Geisteskranken Sauhaufen vom Politiker?

Knut Hansenvor
Wir müssen unsere regierenden Ratten oder minderwertiges Pack (entnommen aus den Vokabular unserer Politiker) nach USA jagen, wo sie hingehören

Menzi Muckelivor
So funktioniert Kapitalismus. Es gibt keinen Kapitalismus, der auf das Wohl aller Menschen bedacht ist geschweige denn darauf Rücksicht nimmt. Das dumm gehaltene Volk wird es ausbaden müssen, die Eliten ihre Pfründe sichern.

M. Kurzvor
Ach wäre das doch schön, würden die Menschen einsehen, dass die Option von Gysi so einfach und gut wäre. Aber eben, es würde in Frieden enden, und das wollen die USA und NATO inkl. offenbar auch Merkel & Co. nicht. Einfach eine Verbrecherbande!!!


Mittwoch, 29. Juni 2016

Sanktionen - Wie deutsche Milchbauern darunter leiden

Thema: Sanktionen

Die Folgen der Sanktionspolitik:
Wie Milchbauern in Deutschland ums Überleben kämpfen

Von der deutschen Agrarwirtschaft sind vor allem die Milchbauern von den Russlandsanktionen betroffen, die ohnehin schon mit den niedrigen Preisen zu kämpfen haben. Mit Russland bricht den Landwirten ein wichtiger Markt weg. RT hat das Ehepaar Paulsen, Milchbauern aus der Uckermark, besucht und nachgefragt, wie sich die Sanktionen auf das Geschäft auswirken.



Kommentare

Mir Mirvor
EU tötet Milchbauern und Tiere - Die EU bricht allen das GENICK !!
Durch die Sanktionen ist der russische Markt faktisch über Nacht weggefallen. In fast allen Branchen ächzen die Unternehmer wegen der Sanktionen, China ist drauf und dran, den Europäern den wichtigen russischen Absatzmarkt abzujagen, das alles interessiert die EU nicht im geringsten !
Ist ja auch egal, denn die Steuerzahler kann man ja melken..

Ronja
Die Milchbauern sollten der Merkel die Milch vor die Tür kippen. Was die mit ihrem Geschrei nach den sanktionen ungestraft angerichtet hat, ist nicht mehr in Worte zu fassen. Ein Rücktritt wäre längst fällig gewesen.
Niemand will diese Frau mehr sehen, weder deutsche Unternehmen, noch die einzelnen Länder der EU.
Sie ist bereits die meistgehasste Frau der Welt, und das mit recht!

Detlev Pinkus
Die Folgen der Sanktionspolitik: Wie Milchbauern in Deutschland ums Ueberleben kaempfen. Das Ehepaar Paulsen aus der Uckermark muesste mit gleich Gesinnten eine Demonstration in Berlin vor dem Kanzleramt organisieren. Der Angela Merkel sind die Milchbauern egal, hauptsache Angela Merkel empfaengt Lob aus den USA, das ist Angela Merkel.


Sonntag, 5. Juni 2016

Glaubt man den Medien, sind Europas Milchbauern selber schuld an der "Überproduktion"

Thema: Russlandsanktionen

„Milchgipfel“ ohne Ergebnisse:
Deutsche Bauern leiden weiter unter Sanktionsfolgen

Seit mittlerweile zwei Jahren behauptet die EU, ihre Sanktionen gegen Russland wären nötig, um ein Zeichen für „europäische Werte“ zu setzen. Doch der Unmut insbesondere bei deutschen Milchbauern nimmt angesichts sanktionsbedingt fallender Milchpreise massiv zu. Gleichzeitig drängen insbesondere asiatische Länder in die "Milchexportlücke" und investieren Milliarden in den russischen Agrarmarkt.

Zu Beginn der Woche sah sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt veranlasst, Bauernvertreter, Molkereien und Großabnehmer wie Supermarktketten zu einem „Milchgipfel“ zu laden, auf dem Maßnahmen beschlossen werden sollten, um dem weiteren Absturz von Erzeugerpreisen entgegenzuwirken. Da deutsche Bauern auf Grund der Sanktionen ihre Produkte nicht mehr nach Russland liefern können, fiel der Preis seit deren erstmaliger Verhängung von etwa 40 auf mittlerweile unter 28 Cent, in besonders drastischen Fällen sogar auf 20 Cent und darunter. Für viele Landwirte wird dadurch der Hof zur bloßen Liebhaberei.

Mit Ausnahme einer Sofortunterstützung in Höhe von 100 Millionen Euro, die für die Betroffenen allerdings eher einen Tropfen auf dem heißen Stein darstellen, ist aus dem ersten Temin des „Milchgipfels“ jedoch lediglich eine Einigung auf einen weiteren „Branchendialog“ übrig geblieben.

Wie die NGO „Foodwatch“ herausfand, scheint die Politik auch kaum über tatsächliche Möglichkeiten zu verfügen, den Preisverfall aufzuhalten. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass auch hochpreisige Milch keine höheren Erlöse für die Bauern nach sich zieht als Billigprodukte, weil die Konsumenten, die teure Milch kaufen, in erster Linie Werbung und Marketing finanzieren. Für die Verbesserung der Ertragssituation bei den Bauern hilft der Kauf teurer Markenmilch nicht.

Auch Appelle und Milchgipfel vermögen den tatsächlichen Grund für die Milchpreismisere nicht zu beseitigen, und dieser liegt im Überangebot auf den heimischen Märkten infolge der Sanktionspolitik. Die flehentlichen Appelle von Fachleuten und Praktikern wie dem Bauernverbandspräsidenten für Mecklenburg-Vorpommern, Rainer Tietböhl, doch endlich die ruinösen Sanktionen zu beenden, stoßen jedoch bisher in Berlin und Brüssel auf taube Ohren.

Selbst im Fall zeitnaher Aufhebungen der Sanktionen dürfte eine Rückkehr deutscher Milchbauern auf den russischen Markt schwerfallen. Nicht nur die russischen Landwirte selbst, die gestärkt aus der Krise hervorgingen und in diesem Jahr bereits ein Gewinnplus von 3,7 Prozent erwirtschaften konnten, sondern vor allem auch Anbieter aus Asien, etwa aus China, Thailand oder Vietnam, haben die Situation genützt, um sich strategisch zu positionieren.

Im Mai etwa unterzeichnete der thailändische Premierminister Prayut Chan-o-cha bei einem Staatsbesuch in Moskau einen Vertrag zum Aufbau einer gigantischen Milchproduktionsanlage im 200 Kilometer südlich von Moskau gelegenen Rjasan im Wert von etwa einer Milliarde US-Dollar. Neben der thailändischen Charoen-Pokphand-Gruppe sind auch der chinesische Konzern Banner Infant Dairy Products, der russische Staatsfonds RDIF und arabische Investoren an dem Projekt beteiligt. Vietnam positionierte sich ebenfalls im russischen Milchsektor mit einer Großinvestition im Großraum Moskau.

Einzig der deutsche Konzern DMK (Humana, Milram, Oldenburger) erlangte von den russischen Kartellbehörden jüngst eine Genehmigung zum Kauf mehrerer russischer Käsehersteller in Woronesch.

Quelle RT-Deutsch



Größter Gewinner des Lebensmittelembargos:
Russische Landwirtschaft

Die Abwertung des Rubels und steigende Chancen auf dem Binnenmarkt als Ergebnis des von Moskau verhängten Lebensmittelembargos für ausländische Agrar-Produkte haben für die russische Landwirtschaft neue Anreize geschaffen, Pläne für umfassende Investitionen und Wachstum auszuarbeiten.

So verkündete unter anderem das Unternehmen Ros Agro, es werde 250 Millionen US-Dollar an Fremdkapital für Investitionen aufnehmen, um westliche Importausfälle durch eigene Produkte zu substituieren.

Der Mehrheitsaktionär des Unternehmens Vadim Moshkovich plant, weitere neu ausgegebene Hinterlegungsscheine im Wert von 100 Millionen US-Dollar zu erwerben.

Unter anderem gehört Ros Agro zu den größten Gewinnern des russischen Lebensmittelembargos gegen westliche Importeure. Der Aktienkurs des Unternehmens hat sich seit August 2014 verdreifacht. Am Montag wurde er zuletzt bei 16,12 US-Dollar je Aktie gehandelt.

„Das Unternehmen wird aggressiv investieren und wachsen“, attestierte der Finanzanalyst Swjatoslaw Arsenow gegenüber Bloomberg. Er betonte, die Abwertung des Rubels mache den Sektor besonders attraktiv.

Russland wurde 2013 international als der neuntgrößte Lebensmittelhersteller geführt. Vor zwei Jahren reduzierte Russland laut Regierungsangaben seine Lebensmittelimporte weiter um 40 Prozent auf 26,5 Milliarden US-Dollar.

Die russische Regierung in Moskau betont immer wieder, sie wolle die Ernährungssicherheit erhöhen und den Agrarsektor stärken. Dabei verspricht sie Landwirten umfassende staatliche Unterstützungsprogramme. Nach Aussagen des Premierministers, Dimitri Medwedew, produziere Russland immer noch nicht genug Milch, Obst und Gemüse.

„Wir haben die Menge der in Russland produzierten Fleischprodukte und jene für den heimischen Markt zementiert und die Exporte in gleichem Maße erhöht. Wir können nicht nur uns versorgen“, sagte Medwedew Anfang dieses Monats. Er fügte hinzu, dass inzwischen mehr als 3,4 Milliarden US-Dollar in den russischen Agrarsektor investiert wurden.

Quelle: RT-Deutsch

» der Kommentar des Blogschreibers «

Mit keinem Wort wird in der westlichen Berichterstattung der wahre Grund für die Milchschwemme genannt. Als sei über Nacht eine "Überproduktion" entstanden.
Natürlich trägt die Politik keine Schuld an der augenblicklichen Lage, die "gierigen" auf immer mehr "Gewinn" ausgelegten Bauern sind selber verantwortlich für die "Überproduktion", wenn man den Medien glaubt. Für wie blöd will man uns eigentlich noch verkaufen?


Mittwoch, 1. Juni 2016

Putin zur Ausbreitung der NATO nach Osten

Thema: NATO-Osterweiterung

Putin schießt gegen den Westen
Nachbarstaaten im "Fadenkreuz Russlands"

Wladimir Putin hat bei seinem Besuch in Griechenland scharfe Kritik an der Haltung des Westens im Umgang mit seinem Land geäußert. Die USA und deren Nato-Verbündete hemmten die Handels- und Energiekooperation mit Russland, sagte Putin in Athen. Rumänien und Polen warnte er davor, "ins Fadenkreuz" seines Landes zu geraten.

Der russische Präsident griff vor allem die USA an und kritisierte deren kürzlich neu ausgeweitetes Raketenabwehrsystem in Rumänien. Dies betrachte er als eine Bedrohung für die Sicherheit Russlands, sagte er.

"Schritte ergreifen, die unsere Sicherheit garantieren"

Die Nato bezeichnet das System als rein defensiv und als Reaktion auf die zunehmenden Fähigkeiten ballistischer Raketen weltweit.

"Wir hören immerzu, dass dies keine Bedrohung gegen Russland sei. Natürlich ist das eine Bedrohung für uns. Es kann leicht angepasst werden, um aggressive Fähigkeiten zu entfalten", sagte Putin.

"Und wenn einige Teile Rumäniens gestern nicht wussten, was es bedeutet, Ziele zu sein, werden wir nun gezwungen sein, bestimmte Schritte zu ergreifen, die unsere Sicherheit garantieren werden", fügte er hinzu. Ins Detail ging Putin nicht.

"Mit Maßnahmen auf Sanktionen geantwortet"

Seit Moskau vor zwei Jahren in einer Reaktion auf die Ukraine-Krise und der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim mit Sanktionen belegt wurde, hat Putin nur einigen EU-Staaten einen Besuch abgestattet.

Putin sagte in Athen: "Die Frage der Sanktionen ist nicht unser Problem, wir haben sie nicht auferlegt, wir haben mit Maßnahmen geantwortet. Sobald sie aufgehoben sind, werden wir dies ebenfalls gegenüber unseren Partnern tun."

Tsipras kritisierte in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti den "Teufelskreis" aus "Sanktionen, Militarisierung und einer Rhetorik des Kalten Kriegs". Zudem betonte er, Athen betreibe eine "unabhängige Außenpolitik".

Status der Krim nicht verhandelbar

Eine Diskussion über den Status Krim-Halbinsel schloss Putin derweil strikt aus. "Was die Krim angeht, so erachten wir dieses Kapitel als für immer geschlossen", sagte Putin. "Russland wird mit niemanden über dieses Thema diskutieren."

Es ist der erste Besuch Putins in einem EU-Staat in diesem Jahr. Athen will seine traditionell engen Bande zu Moskau aufrechterhalten - trotz der griechischen Beteiligung an den EU- Strafmaßnahmen und an einem Gaspipeline-Projekt, das Russlands regionale Energiedominanz begrenzen soll.

Russland ist einer der größten Handelspartner Griechenlands, doch wird der wirtschaftliche Austausch durch die EU-Sanktionen und durch gesunkene Energiepreise belastet.

Bereits Wirtschaftsverträge unterzeichnet

Athen will nach dem Einbruch 2015 zudem wieder das Geschäft mit russischen Touristen ankurbeln. Das hoch verschuldete EU-Land kann sich seit 2010 nur mit Hilfskrediten der EU und des IWF über Wasser halten.

Putin, in dessen Delegation sieben Minister und die Chefs der Energiekonzerne Gazprom und Rosneft waren, unterzeichnete bereits wirtschaftliche Kooperationsverträge.

Die Verbesserung der Beziehungen zu Moskau nannte Tsipras zudem eine strategische Wahl. "Wenn die Meinungsverschiedenheiten unsere Kräfte übersteigen, können wir als positiver Einfluss innerhalb der EU und der Nato fungieren."

Quelle: t-online.de

Kommentare aus dem T-online-Forum

GSCrook Es ist einfach nur noch lächerlich. Amerika macht in Estland (vor der Haustür Russlands) riesen Militärmanöver (die ganzen Convois hab ich jetzt erst wieder auf der A4 gen Osten rollen sehen) und stationiert in Rumänien (auch wieder vor der Haustür Russlands) das Raketensystem. Aber der böse böse Putin, der es wagt dageben was zu sagen. Was würden die Amis sagen, wenn die Russen in der mexikanischen Wüste kurz hinter der Ami-Grenze ähnliche Manöver fahren würden??? Wir alle können sehr sehr froh sein, dass mit Putin in Russland jemand an der Macht ist, der Ruhe und Besonnenheit ausstrahlt, sonst wäre der 3. Weltkrieg schon lange real!!

daydream1
Bei USA fällt mir immer Max Frisch Werk: Biedermann und die Brandstifter ein. Arabischer Frühling, nun den Frühling können wir tagtäglich ausbaden. In Syrien, Irak, Libanon gibt es nichts mehr zu tun, ist ja bereits alles in Grund und Boden zerbombt. Nun wird eine neue Spielwiese gesucht. Aber natürlich nur in Europa, weit weg von zu Hause. Und unsere Perle ist diesen Weltunruhestiftern und Brandstiftern hörig bis zum es geht nicht mehr.

didi92 Es ist nicht mehr nachvollziehbar, das stationieren die USA ein Raketenabwehrsystem in Polen und Rumänien und erzählen der ganzen Welt was von einer angeblichen Bedrohung aus dem Iran die überhaupt nicht mehr existiert. Es geht eindeutig gegn Russland. Da werden Natotruppen unmittelbar an der Grenze zu Russland stationiert, aber Russland bedroht die Nato bzw. die Anrainerstaten usw. usw. Die Glaubwürdigkeit der Politik und der Medien wird durch diese Lügen bei immer mehr Menschen zerstört und da wundern sie sich darüber, dass immer mehr das ganze nur noch als Lüge empfinden und die Medien mit Lügenprese titulieren. Anstatt auf Entspannung zu setzen werden immer neue Krisenherde geschaffen. Diese gehen aber nicht von Russland aus sondern eindeutig vom ach so "friedliebendem Westen" Wer as anders daraus deutet muss richtig dicke kartoffeln auf den Augen haben und schon vollkommen erblindet sein, seine Ohren nur in Richtung Systemmedien ausgerichtet haben.

knochenkalle Ja ohne Kriegsdrohungen können die US Regierungen nicht leben.Denn welcher Staat hat denn die meisten Kriege nach dem 2 WK angefangen oder War darin verwickelt??Gilt auch für die Staatsstreiche der CIA.. Aber ,der liebe US Präsident hat ja den Friedenshohnpreis..

lippundlipp Die völlig einseitige und verfehlte Politik der EU gegenüber Russland hat bisher schon immense wirtrschaftliche Schäden auf beiden Seiten ge- kostet.In Deutschland stehen dafür zuvorderst Merkel und Steinmeier. Hinzu kommt das neuerliche Säbelrasseln der Nato, das vor allem uns sehr gefährlich werden kann.

Samstag, 28. Mai 2016

Merkel ohne Unterstützung in der Flüchtlingskrise von G7 Staaten

Thema: Flüchtlingskrise

G7-Staaten verweigern Merkel Unterstützung in der Flüchtlingskrise

USA, Japan und Kanada haben die Aufnahme von Asylsuchenden abgelehnt. Finanzhilfen wurden ebenfalls ausgeschlossen. Über den Krieg als wichtigste Fluchtursache wurde am G7-Gipfel in Japan erst gar nicht gesprochen.

In der Asylkrise kann die Kanzlerin Angela Merkel (CDU) von den USA, Kanada und Japan keine Hilfe erwarten. Ein entsprechendes Engagement wurde von den großen Staaten verworfen, berichten die "Deutschen Wirtschafts Nachrichten".

Die G7-Staaten seien sich einig, "dass wir alles tun müssen, um Fluchtursachen zu bekämpfen", sagte Merkel. "Ich erwarte nicht ganz konkrete Zahlen", äußerte sie am Donnerstag im japanischen Ise-Shima vorsichtig. Es sei international aber etwas in Gang gekommen, fügte sie unter Verweis auf den UN-Nothilfegipfel Anfang der Woche in Istanbul hinzu. Doch habe der Nothilfegipfel gar keine konkreten Ergebnisse hervorgebracht, kritisiert DWN.

Auch EU-Ratspräsident Donald Tusk forderte die internationale Gemeinschaft zu Gipfelbeginn auf, sich solidarisch zu zeigen und anzuerkennen, dass es sich um eine weltweite Krise handle. Die G7-Staaten müssten die Hilfe für Flüchtlinge und für die Aufnahmeländer wie die Türkei, den Libanon und Jordanien erhöhen.

Die Kriege in Syrien dem Irak, Afghanistan und Libyen - die wichtigsten Fluchtursachen - wurden auf dem Gipfel nicht zwingend im Zusammenhang mit den Flüchtlingsbewegungen in Richtung Europa gesehen, so DWN.

Weiters heißt es, dass die mächtigsten Staaten der Welt nicht in der Lage sein sollten mit den Söldner-Milizen im Nahen-Osten fertig zu werden könne lediglich mit mangelndem Willen der G7-Staaten erklärt werden.

Umso befremdlicher sei der Umstand, dass gerade Russland, das als einziges Land Erfolgsergebnisse auf diesem Gebiet vorzuweisen habe, vom Gipfel ausgeschlossen werde. Der Ausschluss Russlands wurde von Seiten der Kanzlerin erneut bestätigt. Merkel kündigte auch an, dass die Sanktionen gegen Russland aufrecht erhalten bleiben sollen.

Anstatt seine Rolle als internationaler Brückenbauer wahrzunehmen, würden sich die G7-Staaten noch in Territorialstreitigkeiten im Ost- und Südchinesischen Meer einmischen, so DWN weiter. Man sei sich einig, dass hier internationale Interventionen legitim seien, rechtfertigt Merkel den Vorstoß. Das Schiedsgericht in Den Haag soll bis Juni über die Ansprüche Chinas im Ost- und Südchinesischen Meer entscheiden.

Es kann bereits angenommen werden, dass Peking das Urteil nicht akzeptieren wird: "Die G7 soll sich mit ihren eigenen Problemen beschäftigen, anstatt sich in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen", so die Sprecherin des Außenministeriums in Peking. (dk)

Mit freundlicher Genehmigung von Epoch Times.de



Blamage für Merkel:
West-Mächte lehnen Aufnahme von Flüchtlingen ab

Abfuhr für Bundeskanzlerin Merkel beim G7: Die USA, Japan und Kanada haben die weitere Aufnahme von Flüchtlingen abgelehnt. Finanzhilfen wurden ebenfalls ausgeschlossen. Über den Krieg als wichtigste Fluchtursache wurde erst gar nicht gesprochen.

Quelle und weiterlesen Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Europäische Union hat die Sanktionen gegen Russland verlängert

Thema: Wirtschaft

EU verlängert Sanktionen gegen Russland
Wirtschaft protestiert: "Wir sind Geisel der EU-Politik"

Am Montag hat die Europäische Union ihr Sanktionsregime im Wirtschaftssektor gegen Russland um weitere sechs Monate verlängert. Europäische Unternehmen kritisieren indes, dass sie „Geiseln anti-russischer Sanktionspolitik wurden“.

„Am 21. Dezember 2015 hat der Rat beschlossen, dass die EU Wirtschaftssanktionen gegen Russland bis zum 31. Juli 2016 verlängert“, teilte der Europäische Rat auf ihrer offiziellen Webseite mit.

Über die Verlängerung der Sanktionen einigten sich alle EU-Mitgliedsstaaten bereits am vergangenen Freitag bei einer Sitzung in Brüssel. Trotz immer wieder aufflammender Skepsis an der Effektivität des Brüsseler Sanktionsregimes gegen Moskau vor allem von Seiten südeuropäischer EU-Mitglieder wurde bei der endgültigen Entscheidungsfindung kein Einspruch eingelegt.

EU-Sanktionen gegen Russland wurden erstmals im Juli 2014 wegen der angeheizten Ukraine-Krise und der russischen Wiedervereinigung mit der Krim-Halbinsel eingeführt.

Das umstrittene Sanktionspaket, welches Moskau in der Ukraine aus europäischer Perspektive zum Einlenken zwingen soll, umfasst Beschränkungen für die europäische Kreditvergabe an große russische Staatsbanken, Verteidigungsunternehmen und Ölgesellschaften. Außerdem erlegte Brüssel Beschränkungen für die Lieferung von Waffen, militärische Ausrüstung, Militärtechnik, High-Tech und Technologie für die Ölförderung gegen die Russische Föderation auf.

Moskau reagierte auf den aggressiven Handelskrieg der EU mit der Verhängung eines eigenen Lebensmittelembargos für westliche Unternehmen. Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügelfleisch, Fisch, Käse, Milch, Gemüse und Obst wurden aus russischen Verkaufsregalen verbannt. Damit leitete die russische Regierung eine Politik der Importsubstitution hin zur nachhaltigen wirtschaftlichen Unabhängigkeit russischer Konsumgüterhersteller ein.

In der Endbetrachtung haben beide Konfliktseiten die Sanktionsspirale aufrecht erhalten, vor der insbesondere deutsche Unternehmer immer wieder warnen, die bedeutende Wirtschaftsbeziehungen in der Russischen Föderation zugunsten internationaler Konkurrenz bedroht sehen. Aber auch Wirtschaftskreise in Italien, Griechenland und andernorts in Europa haben öffentlich gegen die Fortführung der Sanktionierung des östlichen Partners demonstriert. Sie erklärten, dass europäische Unternehmen „Geiseln anti-russischer Sanktionspolitik wurden“.

In letzter Zeit äußerten auch europäische Politiker zunehmend Zweifel an den anti-russischen Sanktionen. Ihrer Meinung nach erwiesen sich die Maßnahmen als ineffektiv und wirtschaftlich schädlich für Russland aber auch europäische Länder.
Quelle: RT-Deutsch