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Freitag, 14. April 2023

Schmierige Geschäfte - Rubikon

Schmierige Geschäfte https://www.rubikon.news/artikel/schmierige-geschafte Schmierige Geschäfte
Rohstoffhändler erzielen riesige Gewinne durch das Mischen und den Wiederverkauf von billigem russischem Öl.
von Rubikons Weltredaktion

Das Ende letzten Jahres in Kraft getretene Verbot der Europäischen Union und der USA für russisches Rohöl zwingt Russland, mehr Abnehmer im östlichen Teil der Welt zu finden. Neben dem steigenden Appetit Chinas und Indiens auf russische Rohölimporte strömt eine Flut von billigem Öl nach Singapur. Es wird dort gemischt und dann weltweit reexportiert, wobei die Händler große Gewinne erzielen. Es sei daran erinnert, dass russische Energieprodukte im letzten Sommer nach China verkauft und für die europäischen Märkte umverpackt wurden. Bevor Russland in die Ukraine einmarschierte, war Europa Moskaus größter Abnehmer von Rohöl und raffinierten Erdölerzeugnissen. Doch diese Zeiten sind vorbei, da die westlichen Sanktionen Russland zwangen, seine Energieversorgungsketten nach Osten zu verlagern.


von Tyler Durden

Moskau erkannte, dass es neben dem Ausbau der Pipelines nach Asien und anderswo, der Jahre dauern könnte, um die Infrastruktur für die Erhöhung der Ölströme zu entwickeln, am besten eine Flotte von Schattentankern für den Transport des Öls einsetzen sollte.

Laut Bloomberg steigt nun die Nachfrage nach Lagertanks in Singapur sprunghaft an, da das preiswerte russische Rohöl eine neue Heimat findet.

Laut einem leitenden Angestellten eines Tankbetreibers und einem Berater, der Händler in dieser Angelegenheit berät, wird der Tankraum im Stadtstaat aufgrund des gestiegenen Interesses und der Gewinne aus der Vermischung von billigen Treibstofflieferungen aus Russland mit Lieferungen aus anderen Quellen regelrecht aufgekauft. Dieser Prozess kann dazu beitragen, die Herkunft der Ladungen zu verschleiern, sagten sie.

Im Gegensatz zu vielen westlichen Ländern hat Singapur bisher kein Verbot für russisches Öl oder Erdölprodukte verhängt, obwohl es den dort ansässigen Banken verboten ist, russische Länder zu finanzieren oder direkt mit ihnen zu handeln.

In den kommenden Wochen bereitet sich Europa darauf vor, neue Sanktionen gegen russische Erdölerzeugnisse zu verhängen, was die Ströme von Russland nach Asien nur noch verstärken wird, die zu Drehkreuzen wie denen in Singapur geleitet werden, wo billige russische Kraftstoffe mit anderen Quellen gemischt und weltweit weiterverteilt werden.

„Wir haben in der Zeit vor Dezember einen Anstieg der Anfragen für Kurzzeitlagerungen beobachtet“, sagte ein Sprecher des Öllagerunternehmens Advario Asia Pacific per E-Mail.

Sechsmonatige Mietverträge für die Lagerung von Heizöl oder Rohöl in Singapur stiegen im letzten Jahr um bis zu 20 Prozent, so die örtlichen Tankbetreiber, darunter Advario, Jurong Port, Horizon und Royal Vopak.

Die Schiffsverfolgungsdaten von Vortexa Ltd. zeigen, dass die Terminals, die Öl entgegennehmen, im Dezember das Volumen an russischem Naphtha und Heizöl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt haben. Die Terminals erhielten 2,6 Millionen Barrel Naphtha, fast 40-mal mehr als vor einem Jahr.

Russisches Naphtha, das in den Tanklagern in Singapur lagert, wird schnell in andere asiatische Märkte re-exportiert, so Armaan Ashraf, globaler Leiter des Bereichs Erdgasflüssigkeiten beim Branchenberater FGE.

William Tan, Senior Vice President der Brennstoffberatungsfirma Miyabi Industries, sagte, dass die Tanklager in Singapur bei Händlern sehr beliebt sind, die billiges russisches Rohöl aufnehmen, es mischen und mit „sehr guten“ Gewinnspannen in andere Länder exportieren. Er sagte, dass die Händler eine Gewinnspanne von 20 Prozent erzielen.

Russland wird seine Schattentankerflotte ausbauen müssen, da die Energieversorgungsketten aufgrund der westlichen Sanktionen neu geordnet werden. Die Händler profitieren von diesen neuen Handelsströmen. Dennoch muss der Westen Russland erst noch komplett lahmlegen, um eine Welt herbeizuführen, in der Energie nur in Dollar gehandelt wird.


Tyler Durden ist eine fiktive Figur aus dem Film Fight Club und Autor vieler Artikel der Online-Publikation ZeroHedge. Diese möchte den gutherzigen anarchischen Geist von Tyler Durden aufgreifen und die Anonymität ihrer Journalisten in einer Zeit schützen, in der so viele Äxte messerscharf auf jeden gerichtet sind, der sich nicht an das offizielle Narrativ hält.


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien unter dem Titel „Traders Book Huge Profits By Mixing, Reselling Cheap Russian Oil bei Zero Hedge. Er wurde vom ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzungsteam übersetzt und vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratsteam lektoriert.





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Nina Sendling, Es bringt wenig, nur im eigenen, wenn auch exquisiten Saft zu schmoren. Deshalb sammelt und veröffentlicht die Rubikon-Weltredaktion regelmäßig Stimmen aus aller Welt, vorwiegend aus dem anglo-amerikanischen und arabischen Raum. Wie denken kritische Zeitgenossen dort über geopolitische Ereignisse? Welche Ideen haben sie zur Lösung globaler Probleme? Welche Entwicklungen beobachten sie, die uns in Europa vielleicht auch bald bevorstehen? Der Blick über den Tellerrand ist dabei auch ermutigend, macht er doch deutlich: Wir sind viele, nicht allein!
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Der Artikel ist erschienen bei :Rubikon-News

Samstag, 12. Oktober 2013

change.org: Friedensnobelpreisträger verkündet

Malala hat den Friedensnobelpreis nicht gewonnen. Doch ihre Botschaft geht um die Welt. Unterstützen Sie ihre Kampagne für das Recht auf Bildung für Mädchen?

 
Email vom 11.10.2013
Heute morgen hat das Nobelpreiskomitee verkündet, dass die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPWC) den Friedensnobelpreis gewonnen hat.
Obwohl wir uns für Malala als Preisträgerin eingesetzt haben, möchten wir natürlich auch der OPWC zu dieser wichtigen Auszeichnung gratulieren. Ich bin so stolz, dass wir es mit unserer Petition vollbracht haben, Malala für den Friedensnobelpreis zu nominieren.
Vor einem Jahr waren viele von uns erschüttert über die Geschichte der jungen Malala, welche auf ihrem Weg zur Schule beinahe tödlich angeschossen wurde. Malalas Handeln ist von großer Symbolkraft, gerade auch in meinem Heimatland Pakistan. Ich wollte zeigen, dass die Menschen in Deutschland und in aller Welt sie unterstützen. So war die Idee für eine Petition geboren, um Malalas Nominierung für den Friedensnobelpreis zu fordern. 
Damals konnte ich mir nicht im Traum ausmalen, was danach passieren sollte. Gemeinsam mit Ihnen haben über 450.000 Menschen Petitionen auf Change.org in Brasilien, Singapur, Großbritannien, Kanada, Kenia, Frankreich, USA, Indien, IItalien und selbst Pakistan unterschrieben.
Ihr Mut, sich für das Recht auf Bildung für alle Mädchen und Jungen weltweit einzusetzen, hat eine globale Bewegung ausgelöst. 
Malala zeigt uns, dass wir alle eine Stimme haben, die wir nutzen können, um für die Anliegen einzutreten, die uns wichtig sind. Mit unserer Petition haben wir dazu beigetragen, Malala Geschichte in der ganzen Welt zu verbreiten.
Auch wenn Malala den Preis nicht gewonnen hat, so geht ihr Kampf für das Recht auf Bildung für Mädchen weiter. An ihrem 16. Geburtstag startete Malala ihre eigene Petition, um die Vereinten Nationen auf ihre Botschaft aufmerksam zu machen. Sie können die Kampagne hier unterstützen oder diese E-Mail an Freunde und Bekannte weiterleiten: www.change.org/malalastraum
Vielen herzlichen Dank,
Hani Yousuf

NZZ:
Malala Yousufzai - Eine Pakistanerin verzaubert die Welt
Malala Yousafzai hat schon als Kind die Taliban kritisiert. Weltweit bekannt wurde die junge Pakistanerin nach einem Attentat der Islamisten, das sie nur knapp überlebte. Nun hat ihr das EU-Parlament den Sacharow-Preis verliehen.

Stern.de:
Mutigstes Mädchen der Welt
Malala Yousafzai erhält Sacharow-Preis der EU
10. Oktober 2013, 16:22 Uhr

Das tapfere Mädchen Malala Yousafzai erhält von der EU den Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit. Gewürdigt wird damit ihr mutiger Einsatz gegen die Taliban.

t-online:
Friedensnobelpreis verliehen
Freude bei Taliban nach Entscheidung
12.10.2013, 06:56 Uhr | AFP
Die pakistanischen Taliban haben sich nach der Entscheidung des Nobel-Komitees, den Friedensnobelpreis der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) zuzusprechen, erfreut gezeigt - allerdings nicht aus Zustimmung zur Arbeit der Waffenexperten, sondern darüber, dass die mitfavorisierte pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai den Preis nicht erhielt.