Thema:
USA, BRICS, EU
original Posted by Maria Lourdes - 29/11/2014
Ob ihm der Appetit vergangen ist? Oder ob er einfach nur müde war? Das letzte gemeinsame Essen ließ Wladimir Putin jedenfalls sausen – auch bis zur Unterzeichnung des Abschlussprotokolls wollte er nicht warten.
Eilig reiste der russische Präsident vom Gipfel der 20 mächtigsten Wirtschaftsnationen (G20) im australischen Brisbane ab. “Er müsse schließlich am Montag wieder arbeiten”, sagte der Kreml-Chef in seinem Hotel in Brisbane.
“Und vier bis fünf Stunden schlafen wolle er auch noch”. So und so ähnlich, beschrieben die westlichen Medien die vorzeitige Abreise Putin’s aus Brisbane. Russische Quellen berichteten über Morddrohungen gegenüber Putin.
Es ist nun allgemein bekannt, das Brasilien, Russland, Indien und China die vier aufstrebenden Mächte sind, die die BRICS-Gruppe ins Leben gerufen haben. Zu der Gruppe gehört auch Südafrika und in kurzer Zeit werden ihr andere Mächte des Großen Südens beitreten.
Die BRICS sind in Washington und seinem Think-Tankland herzlich verhasst, denn sie verkörpern die Bemühungen des Großen Südens zur Schaffung einer multipolaren Welt.
Presidenta Dilma Rousseff durante reunião dos Chefes de Estado e de Governo dos BRICS (Brasil, Rússia, Índia, China e África do Sul). Los Cabos - México, 18/06/2012
Foto: Roberto Stuckert Filho/PR (CC BY-SA 2.0)
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Man könnte einige Flaschen Krim-Champagner wetten, dass die Antwort der USA auf diese Bemühungen ein totaler Informationskrieg sein wird, der sich im Wesen nicht sehr viel unterscheiden wird vom “totalen Informationsbewusstsein” (Total Information Awareness-TIA),
jenes entscheidende Bestandteil der Doktrin der “Gesamtspektrum-Dominanz“ (Full spectrum dominance)
des Pentagons, das der Deep State NSA schon umgesetzt hat.
Die BRICS werden als eine ernsthafte Bedrohung empfunden. Zu deren Bekämpfung müssen die gesamten Informationsnetze beherrscht werden.
Nicht vergessen: Bediene beide Seiten und ziehe deine Vorteile daraus. Das war und ist die Agenda des Hauses Rothschild seit rund 200 Jahren. Ich zitiere für die Leser aus der Presseseite des Hauses Rothschild…
RUSSLAND – Unser Haus hat seit 10 Jahren viele lokale Investments in Russland platziert und sieht im russischen Markt weiterhin gute Chancen […]
Dabei konnten wir das uns anvertraute Vermögen unserer, aus den wohlhabendsten Kreisen der globalen Gesellschaften stammenden Kunden, zu deren Zufriedenheit erfolgreich sichern. Dazu stehen unserem Hause viele Wege zur Verfügung. […]
Es wurden beispielweise rund 30 Milliarden US Dollar im Markt über verschiedene Finanzbeteiligungen wie TPG Capital, VTB Capital und EBRD. Für die Transaktionen wurden die Geldhäuser Sberbank und DenizBank genutzt.
Quelle: rothschild.com – russia – gefunden bei iknews
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Als Putin 2003 das Öl-Kartell von Rothschild-Finanzsoldat Chodorkowski zerschlug und dieser zurecht hinter Schloss und Riegel wanderte, gingen die Anteile seines Unternehmens YUKOS an Lord Jakob Rothschild über. Ab sofort kontrollierte Rothschild die 13,5 Milliarden US-Dollar Anteile des Ölkonzerns.
| Merke: Im System ROTHSCHILD gibt es keinen Staat und wenn, dann nur einen zahnlosen und willfährigen Staat. In diesem System gibt es keine Völker, Menschenrechte, Grenzen und keine Nachhaltigkeit, keine erhaltenswerte Natur, kein Kollektiv. Es gibt nur den Profit – alles dient dem Gewinn und endet letztlich in Ausbeutung und Sklaverei und hinterlässt überall verbrannte Erde.
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Rothschild ist auch in China beteiligt…und das schon seit den Opiumkriegen.
Für Alfredo Jalife-Rahme, Professor für politische und soziale Wissenschaften an der nationalen autonomen Universität von Mexico, war der G-20 in Brisbane nicht das Theater einer Isolation Russlands, sondern eine immer stärkere ausgeprägte Kluft zwischen den Mitgliedern der BRIC-Staaten einerseits und den Verbündeten von Washington andererseits. Die Ersten konstatierten zuerst die Bösgläubigkeit der Abendländler, die sich im Jahr 2010 in Seoul zu einer nie durchgeführten Reform des IWF engagiert hatten. Daher haben sie ihre gemeinsamen Interessen und ihre Entscheidung wieder behauptet, ein alternatives internationales System zu schaffen. Außerdem scheint es, als sei die Unerbittlichkeit der atlantischen Medien, die vorzeitige Abreise von Präsident Putin zu verspotten, dazu da, um die Gerüchte über ein mögliches Attentat gegen ihn zu verbergen.
Bruch auf dem G-20 Gipfel in Brisbane – Ein Artikel von Professor Alfredo Jalife-Rahme bei
Voltairenet.
Der APEC- Gipfel in Peking hatte bessere Ergebnisse als der G-20 in Brisbane, wo sich die Kluft zwischen dem G7 und den BRIC-Ländern vertieft hat.
Über die angebliche Flucht von Präsident Putin, hochgespielt von den angelsächsischen Medien, die genauso wirksam in Desinformation sind wie sie streitsüchtig sind, flüstern russische Quellen, dass er tatsächlich durch Morddrohungen ins Visier genommen wäre und das ist, was Russland dazu geführt hätte, seine Kriegsschiffe – den mit Lenk-Raketen ausgestatteten Kreuzer Varyag und den Zerstörer Marschall Schaposchnikov – nahe der australischen Küste zu platzieren, eine Tatsache, die von der russischen Botschaft in Canberra bestätigt wurde [1].
Ein von Australien, von einem aggressiven Mitglied der Anglosphäre organisierter G-20-Gipfel und von russischen Kriegsschiffen subtil belagert, das ist nicht wirklich Gang und Gebe.
Präsident Putin hatte ein paar Tage zuvor berichtet, dass die russische Wirtschaft nicht durch die Dollar-Diktatur dominiert werden würde [2],
und dass es sich mit den schmerzhaften Sanktionen auf einen Wirtschaftskrieg vorbereite, seitdem die Russische Zentralbank 55 Tonnen Gold im dritten Quartal gekauft hatte [3]. Der russische Präsident, der die Petrodollar boykottiert und Gold hortet, ist doppelt tollkühn; Wir wissen, was das Ende der anderen Staatsoberhäupter, Saddam Hussein und Muammar Gaddafi war, die ähnliche Manöver versucht hatten.
Luisa Corradini, von der argentinischen Tageszeitung La Nación [4]
,
enthüllt, dass bei dem vom Mandarin Xi dem russischen Präsidenten
angebotenen Festmahl, am Rande des APEC-Gipfels, er erklärt habe, dass
China und Russland dem Druck von Washington wiederstehen und im
Interesse der Welt vereint bleiben müssten. Aber fast nichts
ist in der völlig durch die USA und die Anglosphäre kontrollierten
westlichen Presse durchgesickert, über den Mini-Gipfel zu fünft den die
BRIC-Staaten am Rande des G-20 hielten, wo die Haltung der USA hart
angeprangert wurde, weil sie die Reform des IWF im Jahr 2010 nicht
ratifiziert hatten, was ihre Legitimität und Vertrauen untergräbt [5].
Wir haben da noch eine echte Schwachstelle zwischen dem G7 und den
BRIC-Ländern gesehen.
Die Spaltung innerhalb des G-20 wirkt sich auf allen Ebenen
aus, und sie breitet sich in den Medien der Anglosphäre, Großbritannien,
Kanada, Australien so obszön aus, wenn sie in kontinuierlichem Strom
Präsident Putin beschimpfen, wegen Rechtsstreitigkeiten über die
Ukraine, während die Vertreter der BRIC-Staaten sich für Zurückhaltung
entschieden haben. Die chinesische inoffizielle Zeitung Global
Times [6] sagt in ihrer Diagnose, dass der Gipfel G-20 in Brisbane
entgleist ist, obwohl eines der wichtigsten Ziele war, das Wachstum und
die Beschäftigung zu fördern, und dass die ganze öffentliche
Aufmerksamkeit sich auf die Rivalität zwischen Russland und dem Westen
konzentriert hat.
Das gleiche Organ ist der Auffassung, dass China den Gipfel
der APEC mit 21 Ländern viel besser verwaltet hat, als Australien den
G20-Gipfel. Man kann es nicht besser sagen…
Selbst die Tageszeitung Le Monde, inoffizielles Sprachrohr
der französischen Diplomatie, gesteht ein, dass jenseits der intensiven
rhetorischen Streitereien zwischen dem Westen und Russland, „die echte Rivalität heute zwischen China und den USA liegt“ [7]. Sylvie Kauffmann, Analyst von Le Monde, stimmt Philip Stephens vom Financial Times zu [8]: Russland ist
“eine Macht im Niedergang, mit regionalen Ambitionen”, sagt sie.
Aber man muss zugeben, dass Russland auf wirtschaftlichem,
militärischem und wissenschaftlichem Niveau heute weitaus mächtiger ist
als Frankreich und das Vereinigte Königreich, die beiden ehemaligen
Kolonialmächte, die ins Trudeln kommen. Diese hirngespinstische
Verzerrung befindet sich im Herzen des Problems der Unterschätzung von
Russland und der Überschätzung des Westens durch sich selbst.
Vorsichtiger als seine kriegerischen britischen Kollegen, sagt Andrew Critchlow, vom Daily Telegraph [9]
,
dass die gesamte Wirtschaft leiden wird, trotz dem Wunschdenken des
G-20 in Brisbane, von dem keine andere Spur bleiben wird, als die
Erinnerung an die übereilte Abfahrt von Wladimir Putin. Wenn
hier das Ziel gewesen wäre, Putin auf der Weltbühne als isoliert
darstellen zu wollen, um seiner Popularität in seinem Land einen Schlag
zu erteilen, wäre das Manöver gescheitert und zeige eine große
Unkenntnis der russischen Mentalität.
Er fügt hinzu, dass, anstelle des Ziels des G-20 für einen weiteren Wachstumsanstieg von 2%, „die
Gefahr für die Weltwirtschaft wäre, dass der Streit zwischen dem Westen
und Russland, der nun als ein neuer Kalter Krieg allgemein anerkannt
wird, als eine signifikante Bremse für das Wachstum in den kommenden
Jahren wirken wird“, insofern Russland schon die achte Weltwirtschaft ist. Andrew
Critchlow fügt noch hinzu, dass der Westen bereits die Auswirkung der
schmerzhaften Isolation von Moskau fühlt, während Europa die Petrodollar
mehr braucht, als Russland den zerrütteten Wirtschaftsblock der 27
Länder braucht, die sich untereinander streiten um zu entscheiden, ob
sie zusammen bleiben werden (ich korrigiere: es sind 28 und nicht 27).
Abgesehen von seinem persönlichen Groll gegen Putin hat David Cameron, britischer Staatsmann des Admiralschiffs der Anglosphäre – England ist an der zehnten Stelle in Bezug auf das BIP, während Kanada den 14. Rang und Australien den 18. einnimmt -
am Ende des G-20 vor einem bevorstehenden zweiten globalen Crash
gewarnt, während Japan, auch ein sehr streitsüchtiges Land, das jegliche
nukleare Erinnerung verloren hat, gerade wieder in eine x-te Rezession
gefallen ist, und das Euro-Währungsgebiet sich am Rande einer dritten
Rezession befindet [10]. Das genügt vollkommen, um die Nervenkrise des G7 zu verstehen…
Seit Peking (auf dem APEC-Gipfel)
bis Brisbane (Gipfel des G-20)
hat Obama vielfache Persönlichkeiten verkörpert:
Er ging von der verführerischen Haltung zur rhetorischen Brutalität
über, die auf der Universität von Queensland einen Höhepunkt erreichte,
als er das Niveau der globalen Bedrohung von Russland auf Platz drei
herabstufte (nach dem er sie schon auf den zweiten Platz gestellt
hatte), nämlich nach den Dschihadisten und der Ebola, und gegenüber
China über das amerikanische Management der asiatisch-pazifischen Region
schwadronierte, was nach Angaben der WSWS-Website einer Kriegsdrohung
entspricht. [11].
Obama hat gegen China gewettert, ohne es aber zu nennen:
eine effektive Ordnung in Sachen Sicherheit für Asien sollte nicht auf
Einflusssphären oder Zwang oder Einschüchterung beruhen, wo große Länder
kleine zwingen sich unterzuordnen, sondern auf Allianzen, um die
Sicherheit gemeinsam zu verwalten, durch das Recht und internationale
Standards, sagte er.
Außerhalb der multipolaren Realität, um nichts von der neuen
geostrategischen dreiseitigen Unordnung zu sagen, hat Obama sein
stichfestes Engagement an Seiten seiner regionalen Verbündeten als
einzige Hypermacht der Welt garantiert [12].
Frank Sieren, Analyst der Deutschen Welle, sagte seinerseits,
dass der neuerliche Vertrag des Frei-Handels zwischen Australien und
China die «USA entsetzt hat» [13]
, was seiner
Meinung nach einem Mikro-Bruch innerhalb des westlichen Blocks
gleichkäme im Kontext der globalen Makro-Fraktur zwischen den G-7 und
den BRIC-Staaten.
Vorsichtiger als die hohle Prahlerei der Anglosphäre und der
unhaltbare unipolare Solipsismus, befürworten Robert Blackwill und
Dimitri Simes, von der wichtigen The National Interest Website, die
Eröffnung eines privaten Kanals für eine Diskussion mit Putin, um zu
versuchen, die Ukraine-Konfrontation zwischen den USA und Russland zu
beenden, bevor sie außer Kontrolle kommt [14].
Ja, die Welt ist in Gefahr, es ist nicht notwendig, davor Gorbatschow und Kissinger zu warnen…
Fußnoten:
- [1] “Third Australian warship sent to halt Russian flotilla bound for G20 in Brisbane”; News Corp Australia, 14 November 2014.
- [2] “Putin: Russian Economy Won’t Be Dominated by ’Dollar Dictatorship’”,Sputnik News, 14 November 2014.
- [3] “Putin “Prepares For Economic War”, Buys Whopping 55 Tonnes Of Gold In Q3”, Tyler Durden, Zero Hedge, 13 November 2014.
- [4] «El equilibrio del poder se reparte entre EE.UU., Rusia y China», Luisa Corradini, La Nación (Argentina), 16 de noviembre de 2014.
- [5] “BRICS say failure to enact IMF reforms damages institution’s “legitimacy””, Russia Today, 15 November 2014.
- [6] “G20 will better connect China and world”, Global Times, 17 November 2014.
- [7] «A l’Est, rien de nouveau» [Im Osten nichts Neues], Sylvie Kauffmann, Le Monde, 15 septembre 2014.
- [8] “Gorbachev is wrong about a new cold war”, Philip Stephens, Financial Times; 13 November 2014.
- [9] “Global economy to suffer as Putin quits G20 early”, Andrew Critchlow,Daily Telegraph, 16 November 2014.
- [10] “Red lights are flashing on the global economy”, David Cameron, The Guardian, 17 November 2014.
- [11] “Obama’s speech in Australia: A threat of war against China”, James Cogan, WSWS, 17 November 2014.
- [12] “’World’s only superpower’ pledges ’ironclad commitment’ to Asia Pacific at G20 summit”, Russia Today, 15 November 2014.
- [13] “Sieren’s China: US sidelined by Australia-China trade deal”, Frank Sieren, Deutsche Welle, 17 November 2014.
- [14] “Dealing with Putin”, Robert Blackwill and Dimitri Simes, The National Interest, 16 November 2014.
Linkverweise:
- Den BRICS-Staaten wird totaler Krieg angesagt
- Medwedew: Obama ist geistig verwirrt
- Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg: Allianz kann ihre Truppen stationieren, wo sie will
- USA haben EU zu Sanktionen gegen Russland gezwungen
- Südafrika unterzeichnet 10 Mrd.-Atomdeal mit Russland
- Russische Zentralbank droht mit Crash des globalen Finanz-Systems
- Deutschland plant insgeheim Anschluss an BRICS
- Putin ruft BRICS zur Opposition gegen den Westen auf
- Dritter Weltkrieg in Europa
- Kriegserklärung gegen den Dollar?
- Die einzige Weltmacht – USA – aber nicht mehr lange!
- Brics-Länder starten Konkurrenz zu IWF und Weltbank
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Quelle:
Lupocattivoblog.com
Danke Klaus für den Link