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Sonntag, 22. Oktober 2023

Brasilien und der Zustand des Regenwaldes

Brasilien und der Zustand des Regenwaldes
Foto https://lula.com.br

Kaum ein Politiker ist mit so viel Vorschusslor-beeren überhäuft worden wie Brasiliens ehemaliger und künftiger Präsident Luiz Inacio Lula da Silva (77).
Der Grund für die Euphorie in Europa und in den USA: Lula – wie ihn seine Anhänger rufen – hat im Wahlkampf ein historisches Versprechen abgegeben: Lula da Silva versprach vor einem Jahr, die Abholzung des Regenwaldes zu stoppen. Bis 2030 soll in seinem Land kein Regenwald mehr abgeholzt werden.

Dem Amazonas-Regenwald droht der Kollaps. Wenn nichts gegen Abholzung unternommen wird, wird eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die das einzigartige Ökosystem für immer verschwinden lässt und den Klimawandel weiter anheizt. Doch die Wahl Luiz Inacio Lula da Silva zum Präsidenten Brasiliens gibt Hoffnung. Er kündigte an, die Abholzung des Amazonas zu beenden.

In Brasilien liegen gut 60 Prozent des Amazonas-Regenwaldes. Die größte Waldfläche der Erde beeinflusst das Klima auf der ganzen Welt, indem sie CO2 bindet und Sauerstoff produziert. Dieses Ökosystem steht kurz vor einem unumkehrbaren Kipp-Punkt, dessen Erreichen das Weltklima für immer verändern würde. Mit der Fortsetzung von Bolsonaros Umweltpolitik würde dieser Punkt zweifellos erreicht werden. Lula kündigte an, für das Ende der Abholzung im Amazonas kämpfen zu wollen. Was ist aus dem Versprechen Lulas geworden?


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Torpedo - Gesellschafts- und Politik-Blog für Aufklärung mit tagesaktuellen Themen
Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise des Blogbetreibers widerspiegeln.

Donnerstag, 29. August 2019

Das Schweigen der sog. Klimaschützer beim Amazonas-Desaster


Gerald Grosz
Am 25.08.2019 veröffentlicht

Der Amazonas, die grüne Lunge unseres Planeten wird gerade abgefackelt, dem Erdboden gleichgemacht. Warum? Weil internationale Lebensmittelkonzerne billige Anbauflächen am anderen Ende der Welt für Ihre noch billigeren Produkte brauchen.

Und hinter diesen großkriminellen Netzwerken stehen Legionen von geschmierten – also spendenabhängigen - Politikern und Meinungsbildnern, die zwar beim abstrakten Klimawandel ihr großes Maul mutig aufreißen, internationale Konferenzen und Mahnwachen organisieren, aber bei der großflächigen Vernichtung von Ressourcen und Lebensräumen feig schweigen.

Ein gesamtes Ökosystem dieses Planeten wird vernichtet, dem Flammenmeer des Kommerzes übergeben, damit eine kleine Minderheit von gierigen Investoren, sogenannte Kriegsgewinnler, fette Bilanzen schreiben, das Wirtschaftswachstum nur in ihren eigenen Geldtaschen spürbar machen lassen.
Und mit deren ethisch und ökologisch giftigen Produkten werden unsere Märkte geflutet und gleichzeitig unsere eigenen Klein- und Mittelbetriebe in der Landwirtschaft in den Ruin getrieben.

Und was macht Europa, was machen Europas Staatskanzleien? Was machen die Merkels und Macrons, was machen Staats- und Regierungschefs, die sich sonst so gerne bei jeder Gelegenheit das grüne Mäntelchen umhängen? Sie unterzeichnen in feierlichen Akten Freihandelsabkommen, damit man diesen mafiösen Wirtschaftsstrukturen die Handelswege nach Europa noch erleichtert. Sie kreieren sogenannte Gütesiegel, die in Wahrheit nur dazu dienen, uns Konsumenten zu belügen, die wahre Herkunft der Güter des täglichen Lebens zu verschleiern. Sie machen in Wahrheit jenen, die unseren Planeten zerstören die Räuberleiter.
Und während das Entsetzen und der Aufschrei der einfachen Menschen unüberhörbar ist, sind jene sehr leise, die sich sonst so gerne und billig aufschwingen, als moralisch selbsternannte Instanzen den Klimawandel im Kampf gegen den „kleinen Mann“ zu bemühen. Sie begnügen sich diesmal mit sinnlosen Mahnwachen, nutzlosen Gebeten und heucheln sich über ihre eigene Gewissenlosigkeit fehlenden Mutes hinweg. Ja, wo ist denn die heilige Gretl und ihre Zwergenarmee von minderjährigen Weltenerklärern, wenn es darum geht, dieser kriminellen Industrie ihre Grenzen aufzuzeigen.
Wo sind denn jene Politiker, die zwar in Europa CO2- und Schnitzelsteuern, die Erhöhung der Treibstoffpreise der Menschheit diktieren wollen, aber den Kampf gegen die wahren Vernichter des Planeten nicht aufnehmen. Nein, das tun sie nicht. Denn eine Hand die einen füttert, beißt man nicht, heißt es so schön.
Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, heißt es an anderer Stelle. Es ist doch viel bequemer, die Menschen in ihrem Alltag zu geißeln, sie weiter zu bevormunden, anstatt diesem Wahnsinn der Landwirtschaftsindustrien den Gar aus zu machen.
Es ist viel PR-trächtiger, jeden Freitag auf Plätzen zu stehen, sinnentleerte Transparente in die Höhe zu halten, das Gewissen zu beruhigen, als sich mutig gegen ein System zu stellen, das breite Teile unserer Gesellschaft direkt und indirekt in ökonomischer und politischer Geiselhaft hält. Mut kann man bekanntlich nicht kaufen, die Untätigkeit der politischen Eliten sehr wohl.

Kategorie Nachrichten & Politik

Kommentare
Fritz Reininger
Gerald Grosz bringt die Wahrheit immer kurz und würzig auf den Punkt! Bravo! Weiter SO!!

Christel Maria Steinmann
Ja, wo sind sie jetzt, die Schulschwänzer? Ach, in den Ferien! Bis man wieder schwänzen kann, ist der Wald abgebrannt. Oops 🙈 Dumm gelaufen.
Albis gerster Gerster
Brände überall wo man hinsieht und auch noch gleichzeitig an verschiedenen Orten ausbrechen,Alles sehr seltsam !!!!! Wann hüpfen die klimahüpfer für den Regenwald??? 😃

Sonntag, 20. Januar 2019

change.org - Blutdiesel


Hallo liebe Leser,

41 Millionen Fußballfelder pro Jahr. Das ist in etwa die Fläche an Regenwald, die jährlich abgeholzt wird. Die Tendenz: steigend. Die grüne Lunge unserer Erde wird vernichtet – die Folgen sind Klimawandel und Artensterben.

Eine Hauptursache für die Zerstörung des Regenwalds ist der Anbau riesiger Palmöl-Plantagen. Über die Hälfte des nach Europa importierten Palmöls landet als Biodiesel in unseren Autos. Palmöl ist nicht nur schädlicher für die Umwelt als normaler Diesel, sondern raubt außerdem zahlreichen Arten ihre Lebensgrundlage.

Zu diesen einmaligen Arten zählen die Orang-Utans. Sie werden vertrieben, verhungern oder werden erschossen, wenn sie sich auf der Suche nach Nahrung in ihre natürlichen Gebiete wagen. An Palmöl klebt Blut. Die Beimischung von Palmöl zu Diesel gehört verboten!
Jetzt fördern

Die EU-Kommission entscheidet am 1. Februar 2019 darüber, ob der Beschluss umgesetzt wird. Die Palmöl-Lobby übt bereits massiven Druck aus.

Jetzt liegt es an uns: Gegen Palmöl und für den Regenwald mobilisiert eine große Petition auf Change.org – 185.000 Menschen haben bereits unterschrieben. Wir müssen nun, den Druck auf die europäischen Mitgliedsstaaten und insbesondere auf die deutsche Bundesregierung erhöhen: Stoppt Blutdiesel! Schützt den Regenwald! 

Werden Sie heute Förder*in des Change.org e.V. Nur so können wir sicherstellen, dass wir diese und viele andere Kampagnen für die Erhaltung unserer Tier- und Umwelt optimal begleiten können.

Herzlichen Dank für Ihr Engagement

Gregor Hackmack
und das Change.org e.V.-Team

PS: Ihre Förderung ist steuerlich absetzbar und jederzeit kündbar. Für Ihre Förderbeiträge erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. 

Dienstag, 24. Juli 2018

campact - REWE verkauft zum Grillen Tropenholz




Tropenholz auf dem Grill
Bäume fallen, Tiere fliehen – und das nur für billige Grillkohle. Rewe verkauft Kohle, für die der Regenwald abgeholzt wird. Dabei wirbt der drittgrößte deutsche Lebensmittelhändler mit Nachhaltigkeit. Wir fordern: Rewe muss Tropenkohle aus dem Sortiment nehmen. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell.

Hallo liebe Leser,
was kommt bei Ihnen auf den Grill? Nein, nicht auf den Rost, sondern darunter. Meist ist es Holzkohle. Doch was Grillbegeisterte oft nicht wissen: Ein großer Teil unserer Holzkohle kommt aus dem Regenwald. Das Thünen-Institut für Holzforschung hat jüngst Proben aus deutschen Supermärkten, Discountern und Baumärkten untersucht – und in 40 Prozent der Kohlesäcke Tropenholz gefunden.[1]

Mit fast jeder Grillparty geht so ein Stück Regenwald in Rauch auf. Die Folge: Seltene Tiere wie der Jaguar und Papageienarten verschwinden, und das Klima heizt sich auf. Doch nun haben wir die Chance, den Regenwald vor dem Grill zu retten. Denn die drittgrößte deutsche Supermarktkette hat Kund/innen für sich entdeckt, die nachhaltig einkaufen. Rewe wirbt groß mit einer Kampagne für den Schutz des Regenwalds.[2] Wir fordern, dass Rewe diesem Anspruch nun auch gerecht wird.

Rewe erwartet dicke Umsätze mit Holzkohle und Grillgut. Wenn Kundinnen und Kunden sich gegen die Regenwald-Kohle wehren, muss Rewe handeln. Sollten mehr als 100.000 Menschen unseren Appell unterzeichnen, laden wir den Rewe-Chef zu einem „Grillfest“ ein. Vor der Zentrale in Köln überreichen wir Lionel Souque die Unterschriften – neben einem Riesengrill, auf dem der Regenwald brutzelt. Unterzeichnen Sie bitte jetzt unseren Appell und machen Sie klar, dass Sie kein illegal gefälltes Holz in Ihrem Grill wollen!
„Die REWE Group setzt sich für den Schutz der Wälder und der dort lebenden Tier- und Pflanzenarten ein.“ Das schreibt der Lebensmittelkonzern im Nachhaltigkeitsbericht 2017 auf der eigenen Webseite.[3] Der Anspruch ist erst einmal löblich.

Doch eine Marktanalyse der Naturschutzorganisation WWF vom Juli 2018 zeigt: Rewe verkauft Grillkohle mit Tropenholz – und ohne das Nachhaltigkeitssiegel FSC. Offenbar ist Rewe gar nicht interessiert daran, woher genau das Holz für seine Kohle kommt. Forschen die deutschen Supermärkte und Discounter nicht nach, handeln die Vertragspartner oft illegal. Diese Nachlässigkeit zerstört Regen- und Trockenwälder in Paraguay und Nigeria.[1]

Und was macht die Politik? Eigentlich gibt es ein EU-Gesetz, das die Tropenwälder schützen soll: die europäische Holzhandelsverordnung. Doch Holzkohle gilt hier als Ausnahme – und wird nicht weiter überprüft. Jetzt sind wir Konsument/innen am Drücker. Rewe will nachhaltig sein – wir verpflichten den Supermarkt-Riesen dazu, seinem Anspruch gerecht zu werden. Aldi hat es schon vorgemacht und seit diesem Jahr auf FSC-zertifizierte Holzkohle ungestellt. Jetzt muss Rewe nachziehen. Schützen Sie den Regenwald davor, auf unseren Grills zu landen – und unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell!
Herzliche Grüße
Matthias Flieder und Annemarie Kunz, Campaigner/in
PS: Mit 250.000 Tonnen pro Jahr verbraucht Deutschland von allen EU-Ländern am meisten Holzkohle.[1] Stolze 90 Prozent der Deutschen besitzen einen eigenen Grill.[4] Damit bei Ihnen kein Tropenholz in Rauch aufgeht, fordern Sie Klarheit. Unterzeichnen Sie unseren Appell!
[1] „Marktanalyse Grillkohle 2018 – Das schmutzige Geschäft mit der Grillkohle“, WWF, Juli 2018
[2] „Ein Herz für den Regenwald!“, Webseite Rewe, abgerufen am 9. Juli 2018
[3] „Rewe-Group Nachhaltigkeitsbericht 2017“, Rewe Group, Juni 2018
[4] „Umfrage zum Besitz eines eigenen Grills in Deutschland 2017“, Statista 2018
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Donnerstag, 11. Mai 2017

campact - Diese Bank zerstört den Regenwald

 


 
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Hört auf zu zündeln!
Indonesiens Regenwälder brennen für neue Palmöl-Plantagen. Die Brandrodungen setzen riesige Mengen des Klimakillers Kohlenstoff frei. Mitfinanziert wird dies von der Deutschen Bank. Schon nächste Woche treffen sich Großaktionär/innen und Finanzpresse zur Hauptversammlung in Frankfurt. Das ist unsere Chance, die Bank zu stoppen: Bitte unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell an die Deutsche Bank.

Liebe Leser,
dichter Qualm dringt aus dem Boden, Rauchwolken schrauben sich in den Himmel, durch den Wald hallen verzweifelte Schreie der Orang-Utans: Der Regenwald in Indonesien brennt. Denn Unternehmen brauchen Platz für neue Palmöl-Plantagen – Öl für unsere Kosmetik, unser Essen und für billigen Sprit. Mit den Waldbränden drohen nicht nur Orang-Utans auszusterben. Zudem entstehen Unmengen Klimagase: An manchen Tagen setzt Indonesien mehr Kohlenstoff frei als die USA.[1]
Mitfinanziert wird diese Brandrodung indonesischer Regenwälder von der Deutschen Bank. Das wollen wir ändern: Im Februar hat der Branchenriese HSBC-Bank die Finanzierung solcher Palmöl-Unternehmen beendet.[2] Wenn wir das große Brennen öffentlich machen, muss die Deutsche Bank nachziehen. Nach all den Skandalen der letzten Jahre kann das Kreditinstitut vor allem eines nicht gebrauchen: schlechte Presse.
Schon am 18. Mai treffen sich die Aktionär/innen der Bank und die Finanzpresse zur Hauptversammlung in der Frankfurter Festhalle. Und wir sind dabei: mit einer riesigen Kettensäge und in Orang-Utan-Kostümen. Wenn bis dahin 100.000 Menschen unseren Appell unterzeichnet haben, halten wir eine Rede und überreichen Deutsche-Bank-Chef John Cryan den Appell. Das Rederecht haben wir bereits – jetzt fehlt nur noch Ihre Unterschrift!
Die Deutsche Bank ist tief verstrickt in die Regenwaldzerstörung. Sie finanziert die beiden Firmen Noble Group und First Pacific/Indofood, die Regenwälder für Palmölplantagen zerstören.[3] Zwar hat die Bank sich selbst Umweltregeln für die Kreditvergabe auferlegt, doch die sind so lax, dass die Zerstörung von Regenwäldern und Torfmooren nicht ausgeschlossen wird. Dabei sind die meterdicken Torfböden einer der wichtigsten Kohlenstoffspeicher weltweit. Wir fordern, dass die Bank ihre Geschäfte mit diesen Firmen beendet und ihre Regeln für die Kreditvergabe verschärft.
Die Vergangenheit hat gezeigt: Banken reagieren sehr sensibel auf öffentliche Kritik. Vor kurzem haben knapp 300.000 Menschen unseren Appell an die Bayerische Landesbank unterzeichnet, Trump keinen Kredit für seine klimaschädliche Mega-Pipeline zu geben. Mit Erfolg! Auf ähnliche Weise konnte die Umweltorganisation Greenpeace die HSBC-Bank dazu bewegen, zerstörerische Palmöl-Geschäfte zu beenden.
Einen neuen Skandal kann das Kreditinstitut nicht gebrauchen. Mit Ihrer Unterstützung können wir die Deutsche Bank überzeugen, die Finanzierung zu beenden. Wenn zwei der größten Banken der Welt den Urwald-Brandstiftern das Geld entziehen, kann daraus ein neuer Standard für die gesamte Branche werden. Bitte helfen Sie dabei – unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell:
Mit hoffnungsvollen Grüßen
Gerald Neubauer, Campaigner
Lisa Lehmann, Campaignerin
PS: Das Wort „Orang-Utan“ bedeutet im Indonesischen „Waldmensch“. Der extrem intelligente Affe kennt jeden Baum seines über 300 Hektar großen Reviers. Er weiß genau, wann und wo welche Früchte reif sind.[4] Doch sein Lebensraum schrumpft dramatisch, weil Konzerne den indonesischen Regenwald roden – mitfinanziert von der Deutschen Bank. Retten Sie die Orang-Utans vor dem Aussterben!
[1] „Über Bankgeschäfte auf Kosten der Wälder“, Greenpeace-Blog, Gesche Jürgens, 15. März 2017
[2] „HSBC promises to cut ties with forest trashing palm oil companies“, Greenpeace International-Blog, Annisa Rahmawati, 21. Februar 2017
[3] „Dirty Bankers, How HSBC is financing Forest Destruction for Palm Oil“, Greenpeace 2017
[4] „Abenteuer Regenwald: Orang-Utans – die Denker des Dschungels“, Umwelthelden e.V.
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Freitag, 23. Oktober 2015

AVAAZ - Nur eine Unterschrift fehlt


Auf dem Schreibtisch des peruanischen Premierministers liegt ein Gesetzentwurf, der eines der prachtvollsten Amazonasgebiete in einen Nationalpark verwandeln würde — er muss ihn einfach nur unterschreiben. Mit jeder Stunde, die verstreicht, wird dieses wertvolle Stück Land zerstört. Helfen Sie jetzt, die Sierra del Divisor zu retten:

UNTERZEICHNEN

Liebe Freundinnen und Freunde,

am Amazonas ist ein traumhaftes, abgelegenes Regenwaldgebiet in Gefahr. Illegale Koka-Bauern und Holzfäller könnten dort ganze Landstriche zerstören, die eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt aufweisen — selbst Jaguare und Pumas sind dort Zuhause. Doch mit nur einem Federstrich könnte Perus Premierminister das Waldstück jetzt retten und es in einen Nationalpark verwandeln.Der Gesetzesentwurf zum Schutz des Waldes liegt auf Premierminister Caterianos Schreibtisch — und er überlegt gerade, ob er ihn unterzeichnen soll. Doch mit jeder Stunde, die verstreicht, wird dieser Naturschatz zerstört. Wenn Cateriano die Initiative ergreift und sich gegen die illegale Zerstörung einsetzt, könnte er andere dazu anregen, das Gleiche zu tun — und zwar über Generationen hinweg. Genau das können wir ihm jetzt bewusst machen.
Aktivisten in Peru sagen, dass Cateriano handeln wird, wenn er Rückenwind aus aller Welt verspürt. Seit zwanzig Jahren setzen sich Umweltschützer und indigene Gruppen für den Schutz dieses Waldstücks ein. Geben wir ihnen jetzt einen letzten Anstoß von Avaaz. Unterzeichnen Sie die Petition — Avaaz überreicht sie direkt dem Büro des Premierministers.

https://secure.avaaz.org/de/sierra_del_divisor_loc/?baLosfb&v=66537

Die Sierra del Divisor ist ein einzigartiger Teil des Amazonas. Viele indigene peruanische Völker sind dort Zuhause und an Artenvielfalt ist die Gegend kaum zu überbieten. Doch die Zeit rennt: Illegale Holzfäller, Goldgräber und Koka-Bauern machen sie zunichte und Gerüchten zufolge könnten der Sierra auch Straßenbauprojekte und Öl- und Gasgeschäfte drohen.Manche mögen meinen, dass es nicht ausreicht, die Sierra del Divisor zu einem Nationalpark zu machen — dass dadurch die illegalen Aktivitäten nicht aufhören werden. Doch mit der Ernennung zum Nationalpark würde man sinnbildlich einen Wasserhahn aufdrehen: Ist der Hahn erst einmal offen, sprudeln die Ressourcen nur so heraus — Arbeitskräfte, finanzielle Mittel, strengere Auflagen und Inspektionen.Wir haben es fast geschafft: Seit 2006 arbeiten Naturschützer, einheimische Völker, Regierungsbeamte und auch der Privatsektor gemeinsam daran, die Sierra del Divisor zum Schutzgebiet zu machen. Nun gibt es nur noch eine Hürde: diese einzige Unterschrift. Unterzeichnen Sie die Petition — zeigen wir Cateriano, dass die ganze Welt seinen heldenhaften Einsatz erwartet:

https://secure.avaaz.org/de/sierra_del_divisor_loc/?baLosfb&v=66537

Immer wieder hat sich die Avaaz-Gemeinschaft für den Schutz unserer Wälder eingesetzt — letztes Jahr haben Zehntausende von uns gespendet, um ein Landstück zu kaufen und zu schützen, in dem viele der letzten Orang-Utans leben. Überzeugen wir Perus Premierminister jetzt davon, die Führungsstärke zu beweisen, die die Welt so dringend braucht, und das prachtvolle Land zu retten.Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Riccardo, Maria Paz, Oscar, Alice, Luis, Caro und das ganze Avaaz-Team.
WEITERE INFORMATIONEN

Auf Englisch:

Peru verzögert neuen Nationalpark in einzigartiger Bergkette am Amazonas (The Guardian)
http://www.theguardian.com/environment/andes-to-the-amazon/2015/jul/29/peru-stalling-new-national-park-unique-amazon-mountain-range

Satelliten stellen Abholzung in fast genehmigtem peruanischen Nationalpark fest (Policy Innovations)
http://www.policyinnovations.org/ideas/commentary/data/00370

Sierra del Divisor Update: Erschaffung des Nationalparks geht in die Endphase (Rainforest Trust)
https://www.rainforesttrust.org/news/sierra-del-divisor-update-final-stage-creating-new-national-park-reached/

Wird die Sierra del Divisor bald zu Perus neuestem Nationalpark? (Mongabay - Environmental News)
http://news.mongabay.com/2015/07/will-sierra-del-divisor-soon-become-perus-newest-national-park/

Auf Spanisch:

Koka und Abholzung bedrohen die gefährdete Sierra del Divisor (La Republica)
http://larepublica.pe/sociedad/17701-la-coca-y-la-tala-amenazan-sierra-del-divisor-en-riesgo


Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 41 Millionen Mitgliedern,
das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.


Um Avaaz zu kontaktieren, antworten Sie bitte nicht auf diese E-Mail.Benutzen Sie stattdessen das Formular www.avaaz.org/de/contact?ftr oder rufen Sie uns an, unter: +1 1-888-922-8229 (USA).

Freitag, 25. Januar 2013

AVAAZ: Hilfeschrei aus dem Regenwald

Email von AVAAZ vom 25.01.2013

Liebe Freundinnen und Freunde,



Die Stammesmitglieder der Kichwa aus Sani Isla in Ecuador haben uns um Hilfe gebeten, damit die Regierung ihr heimisches Waldgebiet nicht in ein Ölfeld verwandelt. Ein massiver Skandal in den internationalen Medien könnte Präsident Correa davon überzeugen, seine umweltpolitischen Grundsätze zu befolgen und den Ölrausch im Amazonasgebiet zu stoppen. Unterzeichnen Sie jetzt die Petition:

im Herzen Ecuadors versucht ein gigantischer Ölkonzern, ein unberührtes Regenwaldgebiet in ein Ölfeld zu verwandeln. Doch die Mitglieder des Kichwa-Stammes in Sani Isla leisten tapferen Widerstand und haben jetzt um unsere Hilfe gebeten, um ihre Heimat zu retten.

Die Stammesgemeinschaft hat ein Versprechen unterzeichnet, ihr Land niemals zu verkaufen -- ein Waldgebiet in dem Jaguare umherstreifen und in dem ein Hektar Land eine größere Tiervielfalt beherbergt als ganz Nordamerika! Doch die ecuadorianische Regierung versucht nun, die Ureinwohner mit falschen Versprechen abzuspeisen und 4 Millionen Hektar des Amazonasgebiets für große Ölfirmen zu öffnen. Präsident Correa befindet sich mitten im Wahlkampf und genießt den Ruf, sich um den Schutz der Umwelt und der indigenen Völker zu bemühen. Wenn wir einen weltweiten Aufschrei auslösen und den Schutz des Amazonasgebiets zu einem Wahlkampfthema machen, könnten wir den Ölrausch stoppen.

Bislang hat die Stammesgemeinschaft mutig standgehalten, doch die Ölindustrie könnte jeden Moment mit der Bohrausrüstung anrücken. Die Kichwa haben uns um Hilfe gebeten, um ihr Amazonasgebiet zu retten. Unterzeichnen Sie jetzt die Petition und leiten Sie sie weiter -- wenn eine Million Menschen unterzeichnen, werden wir einen Medienwirbel auslösen, der Correa zu einem Rückzieher zwingt:

http://www.avaaz.org/de/oil_in_the_amazon_global/?bviusbb&v=21300

Nachdem Texaco und andere Ölfirmen ecuadorianische Gewässer verschmutzt und kostbare Ökosysteme für immer verwüstet haben, hat Correa dafür gesorgt, dass sein Land als erstes Land der Welt die Rechte von “Mutter Erde” in seiner Verfassung anerkennt. Er hat Ecuador für unverkäuflich erklärt und im Yasuni-Nationalpark eine bahnbrechende Initiative vorangetrieben, durch die andere Regierungen Ecuador dafür bezahlen, Ölvorkommen in der Erde zu lassen, um den Regenwald zu schützen. Doch nun steht er kurz davor, seinen Versprechen untreu zu werden.

Erschreckenderweise befindet sich das Gebiet der Kichwa teils im Yasuni-Nationalpark. Doch Correas größerer Plan ist noch erschreckender: In wenigen Tagen starten Regierungsbeamte eine Weltreise, um ausländischen Investoren Bohrrechte auf einem 4 Millionen Hektar großen Waldgebiet anzubieten -- eine Fläche, die größer ist als die Niederlande! Wie jedes andere Land mag Ecuador seinen Anspruch auf eine gewinnbringende Nutzung der eigenen Ressourcen geltend machen. Doch die Verfassung selbst schreibt vor, dass die Rechte der indigenen Völker und die atemberaubenden Wälder geschützt werden müssen, die den Tourismus anlocken und dadurch jedes Jahr Millionen von Dollar einbringen.

In diesem Augenblick befindet sich Correa in einem harten Wahlkampf, um eine zweite Amtszeit als Präsident zu gewinnen. Dies ist der perfekte Zeitpunkt, ihn zur Einhaltung seiner umweltpolitischen Versprechen zu bringen und die umweltfreundliche Verfassung aufleben zu lassen. Unterzeichnen Sie jetzt, um dem Kichwa-Stamm zur Seite zu stehen und dazu beizutragen, ihren Wald zu retten:

http://www.avaaz.org/de/oil_in_the_amazon_global/?bviusbb&v=21300

Unsere Gemeinschaft hat Jahr um Jahr dafür gekämpft, das Amazonasgebiet in Brasilien und Bolivien zu schützen und wir haben mit unserer Solidarität für indigene Völker viele Erfolge erzielt. Nun ist Ecuador an der Reihe -- lassen Sie uns den Aufruf zum Handeln befolgen und das Waldgebiet retten.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Alex, Pedro, Alice, Laura, Marie, Ricken, Taylor, Morgan und das ganze Avaaz-Team

Weitere Informationen:

Erdöl aus Ecuador: Mögliches Ende einer Klimaschutz-Utopie (Spiegel Online)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/yasuni-in-ecuador-das-regenwald-projekt-ist-gescheitert-a-869476.html

Ecuadorianischer Stamm bekommt eine Atempause im Ölrausch (The Guardian) (Englisch)
http://www.guardian.co.uk/environment/2013/jan/17/indigenous-ecuadorian-tribe-oil-intrusion

Ecuador erkennt die Rechte der Natur in der Verfassung an (Rights of Nature) (Englisch)
http://therightsofnature.org/ecuador-rights/

Wie Ölförderung sich auf den Regenwald auswirkt (Amazon Watch)
http://amazonwatch.org/news/2013/0107-oil-extraction-how-oil-production-impacts-the-rainforest

Anführer indigener Völker in Ecuador lehnen neue Ölförderungspläne im Amazonasgebiet ab (Earth Island Journal) (Englisch)
http://www.earthisland.org/journal/index.php/elist/eListRead/ecuadors_indigenous_leaders_oppose_new_oil_exploration/


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