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Donnerstag, 19. November 2020

Angelika Barbe: „Sie können uns die Freiheit nehmen, aber unseren Widerstand nicht!

Angelika Barbe: „Sie können uns die Freiheit nehmen, aber unseren Widerstand nicht!“ Von Angelika Barbe / Gastautorin 18. November 2020 Aktualisiert: 18. November 2020 9:26

Die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Angelika Barbe hat an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und des Bundesrates einen offenen Brief geschrieben. Wir veröffentlichen ihn hier in voller Länge.

Als ehemalige Abgeordnete, die dem ersten gemeinsamen Bundestag angehören durfte, wende ich mich an Sie mit der Bitte, mir zuzuhören.

Ich spreche als ehemalige DDR-Bürgerin zu Ihnen, die in der SED-Diktatur mit Berufsboykott bestraft wurde, deren Kinder Sippenhaft erdulden mussten, weil ich es gemeinsam mit gleichgesinnten Oppositionellen wagte, der allmächtigen SED zu widersprechen und offenen Widerstand gegen das real existierende sozialistische Unrechtssystem zu leisten…

Die Grundrechte des Bürgers und der Rechtsstaat sind im Grundgesetz der Bundesrepublik gewährleistet. Sie dienen damit dem Schutz der Bürger vor dem willkürlichen Zugriff des Staates – es ist die wesentlichste Garantie, die wir Bürger haben.

Dass es niemals angetastet werden darf, darauf haben wir vertraut, als wir für die Einheit Deutschlands in der einzigen frei gewählten Volkskammer stimmten.

Mein Lehrmeister, SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Jochen Vogel, lehrte mich, das Grundgesetz zu achten. Vor allem versicherte er mir, dass Grundrechtsänderungen immer der Zustimmung einer Zweidrittelmehrheit des Bundestages bedürfen. Niemals würde der geradlinige Jurist Vogel diesem Ermächtigungsgesetz unter dem Vorwand des „Bevölkerungsschutzes“, das mit einfacher Mehrheit beschlossen werden soll, zustimmen.

2020 wird ein Virus benutzt, um die Grundrechte einzuschränken, sind die Artikel 8 (Versammlungsfreiheit) und 5 (Meinungsfreiheit) durch bloße Verordnungen gefährdet.

Ich gehe auf die Straße, um das mir anvertraute Recht als Bürgerin zu verteidigen. Als ich im April einem Berliner Polizisten, der mich am Besuch des Rosa-Luxemburg-Platzes hindern wollte, erklärte, ich möchte von meinem Widerstandsrecht Gebrauch machen, antwortete er: „Ach, damit fangen Sie auch noch an!“ und erhielt einen Platzverweis. Als ich im Mai auf dem Alexanderplatz dem Treiben der polizeilich geschützten Antifa zusah, wurde ich mit brutaler Polizeigewalt abgeführt und zur Abschreckung mit einer Strafanzeige bedroht.

Es gibt das Übermaßverbot des Grundgesetzes, das ausdrücklich untersagt, freiheitsbeschränkende Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung im Übermaß allen Bürgern zuzumuten, obwohl es nur einen kleinen Teil der Bevölkerung (multimorbide Patienten mit Vorerkrankungen, Raucher usw.), ca. 3 Prozent betrifft. Alle Bürger (die übrigen 97 Prozent) in “Schutzhaft” zu nehmen ist weder verhältnismäßig, noch geeignet und längst nicht erforderlich.

Wir hatten in der kommunistischen DDR ein Ziel – Freiheit und Rechtsstaat zu gewinnen – für uns und unsere Kinder. Wir hatten uns von der Angst befreit und dabei die Freiheit zu aktivem Widerstand gewonnen. Zu vieles erinnert mich schon wieder an die DDR. Es ähneln sich die Methoden der Machtsicherung heute wie gestern.

Ständig wurde Angst verbreitet– vor dem Klassenfeind, vor Krieg, vor Verhaftung, usw.

Die Gesellschaft wurde gespalten – in die SED, ihre Anhänger und die Klassenfeinde, „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Und wer gegen uns ist, ist gegen den Weltfrieden!“

Ständig erfolgte wahrheitsverfälschende Propaganda durch die Staatsmedien –„Aktuelle Kamera“ und „Schwarzer Kanal“.

Schon Thomas Jefferson erkannte:

Die Straße zur Tyrannei beginnt mit der Zerstörung der Wahrheit“

In Diktaturen gibt es vor allem Verbote. Und es gibt den Zwang, immer wieder den verordneten Zwang, Dinge zu tun, die man nicht tun will. Dazu schrieb Jean-Jaques Rousseau:

Freiheit heißt nicht, dass man tun kann, was man will, sondern nicht tun muss, was man nicht will.”

Zu den Unterwerfungsattributen in Diktaturen, die mit Repressionen gekoppelt sind, gehörte der Zwang, im real existierenden Sozialismus Pioniertücher oder FDJ-Hemden zu tragen.

Der Judenstern wurde in der nationalsozialistischen Diktatur verordnet. Und Friedrich Schiller schildert uns im Wilhelm Tell, dass sogar der Hut des Despoten Geßler in seiner Abwesenheit gegrüßt werden musste. In diese Kategorie gehört die Maskenpflicht. Maskenzwang ist vorsätzliche Körperverletzung, was Labortests und Studien belegen.

Orwells “Neusprech” wird auf perfide Weise ständig von den Machthabern eingesetzt, um die Bürger in Angst und Schrecken zu versetzen, sie damit für ihre Maßnahmen gefügig zu machen, statt den Corona-Fehlalarm zuzugeben.

Wir Ostdeutschen reagieren allergisch auf Sprachlügen wie den „Antifaschistischen Schutzwall“ in der DDR. Der hinderte die Bürger am Recht, das Land zu verlassen. Heute verhindert der „antivirale Schutzwall“ nicht nur Reisen in sogenannte „Risikogebiete“, sondern sogar in andere Bundesländer, die man aber zum Arbeiten täglich betreten muss.

Das Herunterfahren des Lebens – ich weigere mich, den verharmlosenden Begriff „Lockdown“ dafür zu benutzen – haben Sie, als Politiker, verschuldet. Sie haben mit irrwitzigen Zahlen eines Tests gelogen, der für Diagnosen nicht erlaubt ist. Die Tests dienen zur Behauptung, die Zerstörung von Wirtschaft und Hunderttausenden menschlicher Existenzen sei nötig gewesen, was sogar die WHO bestreitet.

Inzwischen müssen wir uns das Recht, das uns das Grundgesetz garantiert, erst zurückklagen. Wie pervers ist das denn?

Hilfen von der Bundesregierung für Gaststätten gibt es aber nur, wenn nicht geklagt wird. Nennt man das nicht Schweigegeld für Unterwerfung?

Sie, Herren und Damen Politiker, verordnen Zwangsmaßnahmen, um uns vor uns selbst zu schützen. Sie nehmen uns die Freiheit und täuschen angebliche Sicherheit vor.

In einer Demokratie hat das Prinzip „Zwang“ nichts verloren. Wäre es der Demokratie nicht angemessener, es mit dem Prinzip Freiwilligkeit zu versuchen – wie in Schweden?

Glauben Sie mir, es gibt ein Leben nach dem Bundestag. Gewiss, man muss auf geliebte Privilegien verzichten, wie den Fahrdienst, das schöne Büro. Und auch die fleißigen Mitarbeiter wird man vermissen. Das subventionierte Bundestags-Kantinenessen ist natürlich auch perdu. Trösten Sie sich, die vielen Obdachlosen erhalten in dem Haus, das „dem deutschen Volke“ gewidmet ist, dazu auch keinen Zugang.

Aber man gewinnt sehr viel mehr – nämlich Eigenachtung und die Ehre zurück, die jeder bei bloßer Unterwerfung unter den Willen mächtiger Parteiführer verliert.

Willkür entsteht, wo das Recht mit Füßen getreten wird. Wo willfährige Untertanen Macht erhalten, ohne durch das Recht gebunden zu sein, verlieren wir Bürger unsere Freiheit.

Demokratie wird zum Schimpfwort, wenn die Bürger von Politik und Medien nur noch als “Abgehängte” verachtet, als Steuerzahler missbraucht und als Maulkorbträger in Panik vor einer Pandemie gedemütigt werden.

Deshalb ist mir das Grundgesetz (das wir in der DDR nicht hatten) heilig und deshalb leiste ich Widerstand, wenn es bedroht wird.

“Es könnte sein, dass man sich in 50 Jahren weniger an das Virus erinnert, als an den Moment, als die Überwachung aller durch die Regierung begann.” (Prof. Yuval Noah Harari, israelischer Menschenrechtshistoriker)

Dieses Gesetz zum „Schutz der Bevölkerung bei epidemischer Lage von nationaler Tragweite“ erinnert mich an das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ vom 24. März 1933 – als die gesetzgebende Gewalt vom Parlament an Hitler überging. Damals hatte die SPD noch als einzige Fraktion den Mut, das Ermächtigungsgesetz abzulehnen.

Heute hat diese Partei, die ich 1989 in Schwante mitgründete, dieses Vermächtnis des Widerstands verraten.

Wir werden Ihnen ins Gesicht sehen, wenn Sie zur Abstimmung schreiten, wir werden diejenigen verachten, die uns Recht und Freiheit nehmen und diejenigen für immer ehren, die gegen ein Ermächtigungsgesetz stimmen.

Sie können versuchen, uns die Freiheit zu nehmen, aber unseren Widerstand gegen das Ermächtigungsgesetz nicht!

Angelika Barbe

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland oder dieses Blogs wiedergeben.


Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Dienstag, 10. Juli 2018

Nicht alle Staaten wollen Trump beim Iranboykott gehorchen

Thema: Trump / Iran

Widerstand gegen Trumps Iran-Politik wächst

Trotz drohender US-Sanktionen wollen fünf Staaten die wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran aufrechterhalten.

Foto: Sxreenshot Youtube
Die verbliebenen Unterzeichnerstaaten des Atomabkommens mit dem Iran unterstützen trotz drohender US-Sanktionen das Recht Teherans zum Export von Öl und Gas. Beim Aussenministertreffen in Wien erklärten die fünf Staaten China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Russland am Freitag, sie blieben ihren wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran verpflichtet. Dies schliesse die «Fortsetzung von Irans Öl- und Gasexport» ein.

Die Zusage ist Teil einer in Wien aufgestellten Liste zur Rettung des Atomabkommens. Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini leitete die Zusammenkunft mit dem iranischen Aussenminister Mohammad Javad Zarif. Es war das erste Treffen dieser Art, seit US-Präsident Donald Trump das Abkommen mit dem Iran vor zwei Monaten einseitig aufgekündigt hatte.

Auch Teheran droht mit Ausstieg

Trump hatte zugleich bekannt gegeben, dass die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt würden. Teheran drohte daraufhin seinerseits mit einem Ausstieg aus dem Abkommen, sollten die anderen Vertragsstaaten nicht für Teheran einstehen. Der Iran bestreitet, nach Atomwaffen zu streben, und betont, dass seine Atomanlagen ausschliesslich zivilen Zwecken dienten.

Das Wiener Atomabkommen von 2015 verpflichtete Teheran, seine Urananreicherung drastisch herunterzufahren und verschärfte internationale Kontrollen zuzulassen. Im Gegenzug sollen die Strafmassnahmen gegen das Land schrittweise aufgehoben werden. Trump fordert ein neues, umfassenderes Abkommen mit Teheran. (chi/afp)

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Freitag, 27. Januar 2017

Umweltinstitut - TTIP: Unser Werk und Trumps Beitrag ++ Diese Fördermitglieder haben gewonnen ++ Wir haben Agrarindustrie satt

Donnerstag, 26.01.2017
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TTIP: Unser Werk und Trumps Beitrag
TTIP: Unser Werk und Trumps Beitrag
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

TTIP ist gescheitert, das hat mit Landwirtschaftskommissar Phil Hogan in dieser Woche zum ersten Mal ein hochrangiges Mitglied der EU-Kommission eingestanden. Als Grund nannte er die Wende in der US-Handelspolitik unter Donald Trump. Hat Trump also TTIP gestoppt? Sollen wir jetzt die Sektkorken knallen lassen? Oder uns ärgern, weil Teile der Welt jetzt in Nationalismus zurückzufallen drohen? Unsere ausführlichen Antworten auf diese Fragen lesen Sie hier.
Kurz zusammengefasst: Natürlich freuen wir uns, dass TTIP allem Anschein nach Geschichte ist. Nach dem, was wir aus Geheimpapieren von den Verhandlungen wissen, wäre das Abkommen eine Katastrophe geworden. Es hätte einseitig den Interessen großer Unternehmen gedient.
Doch dieses erfreuliche Ergebnis ist nicht Trumps Verdienst. Schon vor seiner Wahl hieß es hinter vorgehaltener Hand in Brüssel und Berlin, dass TTIP kaum noch eine Chance habe. Der Grund dafür war unser beharrlicher Widerstand. Und dieser Widerstand kommt aus einer ganz anderen Richtung als Trumps Politik. Denn seine Politik zielt nicht auf eine gerechte Weltordnung, sondern lediglich auf ein nationalistisches "America first!".
Die Debatte um Freihandel hat sich seit Herbst letzten Jahres massiv verändert. Beim europäisch-kanadischen Abkommen CETA wird immer häufiger so getan, als ginge es dabei nicht um ein Handelsabkommen, sondern um den Zusammenhalt der "freien Welt" und die Zukunft der Europäischen Union. Als wäre irrelevant, was in dem Abkommen steht und wie es sich auswirkt. Doch das ist es nicht.
In den vergangenen drei Jahren haben wir mit Ihrer Unterstützung eine riesige Bewegung gegen Handelsabkommen aufgebaut, die unsere Rechte und unsere Umwelt bedrohen. Sind Sie auch mit dabei, wenn es darum geht, ob zwischen "America first!", "Brexit" "Oui! La France!" und "Deutschland den Deutschen!" überhaupt noch jemand von der Zerstörung unserer Umwelt spricht? Dann werden Sie jetzt Fördermitglied
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Bio-Urlaub in Südtirol: Diese Fördermitglieder haben gewonnen
Mals
Im November hatten wir von dem malerischen Dorf Mals in Südtirol berichtet. Dessen Einwohner habem in einem Bürgerentscheid mit einer Dreiviertelmehrheit dafür gestimmt, Mals zur ersten pestizidfreien Gemeinde Europas zu machen. Damit provozierte Mals heftige Reaktionen in Südtirol, wo der massive Einsatz von Pestiziden auf den zahlreichen Obstplantagen und Anbauflächen die Norm und der Widerstand gegen Mals entsprechend hoch ist.
Wir unterstützen Mals bei seinem Kampf für eine giftfreie und lebenswerte Natur. Und drei unserer Fördermitglieder können sich "das Wunder von Mals" bei einem erholsamen Urlaub nun selbst genauer anschauen. Sie haben als neue Fördermitglieder bzw. Förderbeitragserhöher bei unserer Verlosung gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!
Gewinnerin des 1. Preises: Doris K. aus Kempten
1. Preis: Eine Woche im Bio-Hotel "Panorama" mit Halbpension für zwei Personen hat unser Fördermitglied Doris aus Kempten gewonnen (Foto).
2. Preis: Drei Tage im Hotel "Greif" mit Halbpension für zwei Personen hat unser Fördermitglied Elisabeth gewonnen.
3. Preis: Ein Wochenende auf dem Bergbauernhof "Lechtlhof" für vier Personen hat unser Fördermitglied Petra gewonnen.
Wir bedanken uns für die kostenlose Bereitstellung der Preise. Wir sind uns sicher, dass eine pestizidfreie Region auch den Tourismus stärken wird.
Und falls Ihnen das Losglück dieses Mal nicht hold gewesen ist: Dank Ihrer Unterstützung "gewinnt" unser Einsatz für eine intakte und lebenswerte Natur und Umwelt an Schlagkraft. Denn hinter uns steht kein Milliardenkonzern, sondern Menschen wie Sie. Herzlichen Dank!
Wir haben Agrarindustrie satt!
Wir haben Agrarindustrie satt
18.000 Menschen demonstrierten am vergangenen Samstag in Berlin für eine Wende in der Landwirtschaftspolitik. Die siebte "Wir haben es satt!" – Demo erbrachte den Beweis, dass dieser Bewegung nicht die Luft ausgeht. Wir fordern regionale Kreisläufe statt globaler Konzerne, Biobauernhöfe statt Agrarfabriken und blühende Landschaften statt Ackergifte.
Immer wieder kamen die Reden auf der Bühne auf die kommende Bundestagswahl zu sprechen. Der Politik darf es nicht egal sein, wie Landwirtschaft betrieben wird und wer sie beherrscht. Andernfalls werden unsere Umwelt und unsere Ernährung immer stärker von wenigen großen Konzernen bestimmt.
Nicht nur mit Gesang, sondern auch mit vielen einfallsreichen Plakaten und bunten Tierkostümen stellten die TeilnehmerInnen ihre Kreativität unter Beweis. Damit wurde die "Wir haben es satt"-Demo zu einem Erlebnis, das zum Jahresanfang viel Schwung und Motivation gibt. Danke an alle, die trotz eisiger Temperaturen mitgemacht haben.
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Samstag, 24. September 2016

Umweltinstitut - CETA: So geht es weiter ++ Jetzt noch mitmachen: Neues AKW verhindern

Freitag, 23.09.2016
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CETA: So geht es weiter
Jetzt Fördermitglied werden und CETA stoppen helfen
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,
eine intensive Woche liegt hinter uns. Den großen Demos gegen CETA am Samstag folgte am Montag die bittere Nachricht: Die SPD hat sich für das Freihandelsabkommen mit Kanada ausgesprochen. Am Mittwoch machten wir uns auf den Weg nach Bratislava, um dort vor dem Treffen der EU-HandelsministerInnen zu demonstrieren. Doch trotz aller Proteste hat sich kein einziger Mitgliedsstaat der EU gegen CETA ausgesprochen.
War nun alles umsonst? Keineswegs. Überall in Europa regt sich heftiger Widerstand gegen CETA. Und die Chancen, das Abkommen zu kippen, stehen nach wie vor gut. Der Vertrag muss noch durch mehr als 30 Parlamente. Auch mehrere Volksbegehren stehen an.
  • Das Europäische Parlament stimmt als erstes ab. Wir werden die Europaabgeordneten mit voller Wucht mit dem Widerstand ihrer WählerInnen konfrontieren. Dazu reaktivieren wir das Bündnis, das die Europäische Bürgerinitiative Stop TTIP organisiert hat.
  • Die Abstimmung im Deutschen Bundestag wird besonders interessant, denn 2017 stehen Bundestagswahlen an. Wir werden dafür sorgen, dass CETA und TTIP zu wahlentscheidenden Themen werden.
  • In Österreich steht bereits der Termin für ein Volksbegehren. Vom 23. bis zum 30. Januar müssen sich 100.000 BürgerInnen eintragen. Auch in Irland und den Niederlanden sind Refernden möglich. 
  • Mit Volksinitiativen in mehreren deutschen Bundesländern wollen wir den Bundesrat zu einem Nein bewegen. Im Oktober reichen wir die Unterschriften für den Zulassungsantrag zum bayerischen Volksbegehren gegen CETA ein.
Für all das brauchen wir Sie! Gehen Sie weiterhin demonstrieren, schreiben Sie Ihren Abgeordneten, sammeln Sie Unterschriften und helfen Sie uns dabei, all das vorzubereiten. Werden Sie jetzt Fördermitglied und unterstützen Sie unsere Arbeit dauerhaft. Als Dankeschön erhalten Sie eine Prämie aus unserem Programm.
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AKW-Neubau in Dukovany stoppen
Am kommenden Dienstag, den 27. September endet die Frist für Einwendungen gegen den Neubau von zwei Atomkraftwerken im tschechischen Dukovany. Am Standort, der nur etwa 170 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt liegt, sind bereits vier marode Uraltmeiler in Betrieb. Im Katastrophenfall können große Teile Deutschlands radioaktiv verstrahlt werden.
Dazu hatten wir eine Mustereinwendung erstellt, mit der bereits mehr als 18.000 Menschen ihre Ablehnung gegen das Projekt an die tschechischen Verantwortlichen geschickt haben. Nutzen Sie die Gelegenheit und beteiligen Sie sich noch an unserer Online-Aktion! Falls Sie bereits mitgemacht haben, leiten Sie die Info gerne an Freunde und Bekannte weiter.

Je mehr Einwendungen in Tschechien eingehen, desto klarer ist das Signal, dass ein Ausbau der Atomkraft in Europa keine Zukunft hat!
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Sonntag, 18. Oktober 2015

Presseclub - So. 18.10.15 - wie stark ist der Widerstand gegen die Flüchtlingspolitik?

Thema: Flüchtlingspolitik


"Von Junge Union bis Pegida –
wie stark ist der Widerstand gegen die Flüchtlingspolitik?"

Presseclub - So. 18.10.15, 12.00 - 13.00 Uhr

Zu Gast:
  • Nadine Lindner (Deutschlandradio)
  • Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung)
  • Eva Quadbeck (Rheinische Post)
  • Ulrich Reitz (Focus)

  • Es ist der erste Jahrestag des islamfeindlichen Bündnisses: Am Montag, 19. Oktober 2015, will Pegida zehntausende Demonstranten in der Dresdner Innenstadt mobilisieren. Die Bewegung protestiert vor allem gegen die Asylpolitik Deutschlands, die gestiegenen Flüchtlingszahlen haben ihr Auftrieb gegeben. Doch gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik mehrt sich Kritik auch von anderer Seite: Zahlreiche CDU-Mitglieder in regionalen und überregionalen Ämtern, darunter viele von der Jungen Union, schickten einen warnenden Brief an ihre Vorsitzende Angela Merkel. Und Mitglieder der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag kritisierten in einer Sitzung diese Woche offen die Politik der Kanzlerin.

    Kommentare

    Elisabeth Bohn
    Es wird die Meinungsfreiheit ständig bemüht, wenn es gegen Iran, Türkei oder Afghanistan geht, wenn aber die Meinungsfreiheit in den deutschen Medien gemeint ist, geht man merkwürdig bigott damit um. Da soll jetzt Namenspflicht unliebsame Meinungen fern halten. Nicht Hetze, egal von welcher Seite, nicht Unflätigkeit oder Hassreden, egal von welcher Seite, nicht extreme und fanatische Äußerungen, sondern Meinungen die tabu sind, werden blockiert. Es darf nicht mehr diskutiert werden, was Fremdenhass ist, wo er anfängt und wie man ihn erkennt und von anderen Feindseligkeiten unterscheiden werden kann. Es sollte hier um Meinungen und deren Freiheit gehen, nicht um die Identifikation von Personen. Nur die Form muss gewahrt sein, der Tonfall, die Wortwahl, Art und Weise des Ausdrucks. Das kann man mit Moderation leisten. Demokratie als Chance.

    Müller
    Deutsche Hybris. Deutschland hat schon fertig bevor der ganze Flüchtlingsstrom einsetzte.: Unbezahlbare ESM Bürgschaften, Wohnungsnot, Altersarmut, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Kindermangel, Überschuldung der Kommunen, VW, DFB, NSA , Nullzinsen, EEG, Steuertricks der Konzerne, knallroter Dispo, Reallohnverlust der letzten 20 Jahre, kaputte Schulen , kaputte Straßen, abgebaute Polizei, No-Go Areas , Krankenhauskeime, abgezockte Lebensversicherte

    Sören Häberle
    Herr Prantl, "Wir" haben 2.3 Billionen Schulden!!!!! Wissen Sie überhaupt wieviel Euronen an Zinsleistungen in der momentanen Null-Zinsphase zu "erwirtschaften" sind, von Tilgung ganz zu schweigen??? Spenden Sie Ihren "Presseclub-Unkostenbeitrag" einer Tafel, wieviele Flüchtlinge haben Sie auf "Ihre" Kosten bei sich aufgenommen???? ICH KANN DIESES "WIR SIND EIN REICHES LAND" NICHT MEHR HÖREN!!

    Daniel
    Für den Zustrom von Flüchtlingen gibt es keine alternative (merkel) und genau diese alternativlosigkeit spaltet, wir in Deutschland können nicht alle Flüchtlinge aufnehmen das ist so. Unsere Kanzlerin hat den Boden für jede Realität verloren. Und genau das irritiert und bringt die Menschen auf die Strasse. Es wird keine Politik für Deutschland, deutsche gemacht sondern für alle anderen. Ängste die bereits Realität sind (Wohnungen, Kindergarten, Krankenversicherung.....). Wie soll da das souveräne Volk handeln? Politiker sind von uns gewählt haben aber sich von ihrem Auftrag weit entfernt, nämlich die Interessen der Bürger zu vertreten.

    Christian W.
    Der Protest gegen die angeordnete Masseneinwanderung, hat eine breite Basis in der Bevölkerung. Die Versuche, diesen Protest in die Nähe eines anscheinend gestörten Messerstechers zu rücken, ist infam, und nicht zielführend. Der Protest hat seinen Ursprung in einer Politik, die die Interessen der hier lebenden Menschen, missachtet. Es gäbe viele gute Argumente, die die Damen und Herren in der heutigen Runde, an ihre Grenzen bringen würden. Es ist nur niemand eingeladen, der sie äußert.

    Mike v Dyke
    Dass es leider ohne Heuchelei in den Debatten nicht abgeht, beweist die heutige leider wieder einmal eindrucksvoll. Heribert Prantl ist zu intelligent und zu gut informiert, als dass ich ihm seine Empörung gegen die Mini Guillotine ernsthaft abkaufen würde im Sinne einer Äußerung pro Humanität und gegen die thematisierte Radikalisierung. Denn diese Art Geschmacklosigkeiten ist keinesfalls neu, wie Hugo Müller-Vogg auf Tichys Einblick zutreffend schildert. Neu ist nur die öffentliche Erregung darüber. Man wundert sich. Denn als der durchgeknallte Schlingensief seine Tötungsphantasien in Richtung Kohl äußerte, gab es diese Empörungswelle weit weniger hörbar. Und als sich eine fast identische Inszenierung wie die der Pegida gegen Gabriels TTip Kuschelkurses die Unehre gab, da war es kaum der Rede wert. Wenn sich also jetzt die Damen und Herren der Runde darüber so echauffieren, dann wirkt das einfach nur seltsam.

    Wolfgang Schäfer
    Die Anzahl der Flüchtling ist nicht das Problem. Die Anzahl der Muslime ist das Problem vor dem sich die Bevölkerung fürchtet.

    viel mehr Kommentare gibt es hier: Das Erste/Presseclub

    Mittwoch, 14. Oktober 2015

    campact - Fwd: Ja was war DAS denn?!

    Campact | Spenden | Über uns | Kontakt
    TTIP
    13.10.2015 - Abonnent/innen: 1.721.574
    Liebe Leser,

    die Medien-Berichte über die gigantische Anti-TTIP-Demo in Berlin haben viele Menschen aufgeweckt. Sie fragen sich, was sie jetzt ganz konkret machen können. In einer Mail kurz nach der Demo haben wir aufgezeigt, was wir als Bürgerbewegung nun vorhaben. Wir fügen Ihnen diese Mail unten nochmal an – weil wir unbedingt möchten, dass der Widerstand gegen TTIP und CETA weiter wächst.

    Herzlich
    Christoph Bautz, Campact-Vorstand

    STOP TTIP - Demobild

    Liebe Leser,

    gestern haben wir gemeinsam Geschichte geschrieben: 250.000 Menschen strömten in das Berliner Regierungsviertel – eine der größten Demonstrationen, die dieses Land je gesehen hat. Es war unglaublich: überall Fahnen und Transparente gegen TTIP und CETA, Entschlossenheit in den Gesichtern, kraftvolle Sprechchöre. Die Botschaft des Tages in allen Abendnachrichten: Diese Bürgerbewegung ist bereit, noch lange zu kämpfen. Sie ist gigantisch im Netz – und auch auf der Straße.

    Ganz klar: Die TTIP-Befürworter sind nervös. Kurz vor der Demo schmähten sie die Aktiven des breiten Bündnisses als Opfer einer „Empörungsindustrie“ – und stempelten sie sogar als „einfach strukturiert“ ab. Den Monsantos, Bayers und Googles dieser Welt scheint längst jedes Mittel recht – und sie geben noch lange nicht auf. Denn es geht um viel Geld, Einfluss und Macht.

    Die „einfach strukturierten“ Bürger jedoch haben das durchschaut. Vergangenen Dienstag lief die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA mit 3.263.922 Unterschriften ins Ziel ein. Die größte, die es bisher gab! Und dann gestern die 250.000 Menschen auf den Straßen Berlins: Was für ein Ereignis, was für ein Signal!
                
    Doch um TTIP und CETA wirklich zu Fall zu bringen, werden wir viel Ausdauer brauchen. Wir müssen nicht nur dranbleiben, sondern weiter kräftig zupacken. Als nächstes beim SPD-Parteitag in Berlin im Dezember, wenn um die Abkommen gerungen wird. Und dann bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Berlin, wo sich entscheidet, ob es im Bundesrat eine Mehrheit gegen TTIP und CETA gibt.
    Damit wir das schaffen, bitten wir Sie, Campact ab sofort regelmäßig zu fördern. Schon mit 5 Euro im Monat helfen Sie enorm.

    Ja, ich werde jetzt Campact-Förderer/in

    Um das Thema TTIP in den Köpfen zu halten und den Widerstand auszubauen, haben wir einiges vor. Wir wollen... :
    • Mitte Dezember vor dem Parteitag der Regierungspartei SPD die TTIP-kritischen Delegierten stärken. Überall im Land werden Campact-Aktive sie bei Aktionen vor SPD-Büros oder Bürgersprechstunden auffordern, die von der Partei gezogenen roten Linien gegenüber Sigmar Gabriel weiter zu verteidigen.
    • im nächsten Jahr vor den Landtagswahlkämpfen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz den Grünen, der SPD und den Linken das Versprechen abringen, dass sie CETA und TTIP im Bundesrat ablehnen. Denn ohne diese Parteien hat die Große Koalition im Bund keine Mehrheit dafür.
    • auch in Bayern Dampf machen. Und zwar mit einer regionalen Kampagne, die die TTIP-kritische CSU-Basis gegen ihre Parteioberen mobilisiert. Dafür schaffen wir zeitweise eine Anlaufstelle in München und besetzen sie mit zwei Mitarbeiter/innen.
    • mit Campact-Aktiven vor den Büros der deutschen Abgeordneten präsent sein, wenn nächsten Jahres die Ratifizierung von CETA im Europaparlament ansteht.
    • eine große Aktionskonferenz unterstützen, die die vielen lokalen Initiativen gegen TTIP und CETA vernetzt.
    Sie sehen: Der Köcher ist voll. Die Pfeile ins Ziel zu bringen, ist jedoch eine Kraftanstrengung, die zusätzliche Mittel benötigt. Flashmobs und Demos, Aktionen vor Ort, Plakate, Flyer, Kontaktaufnahme mit Delegierten: Das alles kostet sehr viel Geld. Wir bitten Sie daher: Fördern Sie Campact mit einem regelmäßigen Beitrag. Das gibt uns die Kraft und Flexibilität, dem komplexen Problem TTIP immer passend zu begegnen – bis die Sache vom Tisch ist. Schon mit 5 Euro im Monat bringen Sie uns nach vorne.

    Ja, ich werde jetzt Campact-Förderer/in

    Wenn Sie bis zum 18.10. Ihre Förderungserklärung übermitteln, senden wir Ihnen zur argumentativen Stärkung das soeben erschienene Buch „Der Unfreihandel. Die heimliche Herrschaft von Konzernen und Kanzleien“ von Petra Pinzler, Hauptstadtkorrespondentin und Otto-Brenner-Preisträgerin für kritischen Journalismus.

    Als Campact-Förderer/in werden Sie zum jährlichen Förderertreffen eingeladen und erhalten mehrmals im Jahr spezielle Förderer-Informationen per E-Mail. Am Jahresanfang erhalten Sie eine steuerlich absetzbare Spendenquittung über Ihre Beiträge. Ihre Unterstützung können Sie jederzeit formlos kündigen.

    Vielen Dank für Ihr Engagement
    Maritta Strasser, Campaignerin
    Christoph Bautz, Campact-Vorstand

    PS: Falls Sie einen Brief oder das Fax bevorzugen – einfach unser Förder-PDF ausdrucken und an Campact senden:
    http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/10/campact_foerdern_2015ttipdemo.pdf
    Campact | info@campact.de | Campact e. V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden | www.campact.de

    Mittwoch, 8. April 2015

    Dringend: Ihre Unterschrift gegen Fracking wird gebraucht


    Liebe Leser,
    am 1. April 2015 hat die Bundesregierung ein „Fracking-Ermöglichungsgesetz“ beschlossen. Damit wäre Fracking in weiten Teilen Deutschlands möglich.
    Doch das Gesetz muss noch durch den Bundestag und viele Abgeordnete haben bereits ihren Widerstand angekündigt. Mit dieser Petition fordern wir ein generelles und ausnahmsloses Fracking-Verbot für Kohlenwasserstoffe in Deutschland! 
    Mein Name ist Sonja Schuhmacher. Ich wohne in Bayern und bin freie Übersetzerin. Auch unsere Region, das Weidener Becken, ist von der klimaschädlichen Fracking-Technologie bedroht. Als Mutter von drei Kindern meine ich: Das Beste, was wir der nächsten Generation hinterlassen können, ist sauberes Wasser, gesunde Böden und ein erträgliches Klima. Daher engagiere ich mich bei “Abgefrackt - Bündnis Weidener Becken gegen Fracking”.
    Gerhard, mein Ziel sind mindestens 100.000 Unterschriften gegen Fracking. Bitte unterschreiben auch Sie.

    Denn dann werde ich diese Petition allen Bundestagsabgeordneten zur Stellungnahme vorlegen.
    Vielen Dank für Ihr Engagement, Sonja Schuhmacher