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Mittwoch, 29. April 2015

Ist der nächste militärische Zwischenfall nur noch eine Frage der Zeit?

Thema: Geopolitik

USA und Russland bereiten sich auf neue Eskalation in der Ukraine vor
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 25.04.15

Die Waffenruhe in der Ost-Ukraine ist trügerisch: Offenbar bereiten sich Russen und Amerikaner auf neue militärische Aktionen vor. Die US-Regierung will das Thema am Köcheln halten, um die EU beim TTIP unter Druck zu setzen. Die USA sind im Energie-Krieg unter Zugzwang geraten, seit Moskau bekanntgegeben hat, sein Erdgas ab 2019 nicht mehr über die Ukraine leiten zu wollen. Der nächste militärische Zwischenfall scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Lesen Sie den Artikel hier: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Was ging voraus?

F.A.Z.
Obama verspottet Russland als Regionalmacht

Rede in Den Haag 25.03.2014

Präsident Obama hat Russland vorgeworfen, aus Schwäche, nicht aus Stärke zu handeln. Es gebe größere Bedrohungen für Amerika. Er drohte mit neuen Sanktionen, sollte Moskau weiter in der Ukraine intervenieren. Die Sache sei nicht erledigt.

http://www.faz.net/aktuell/politik/rede-in-den-haag-obama-verspottet-russland-als-regionalmacht-12863534.html



Angst vor „Ereignis“ in New York:
US-Notenbank verlegt Büros nach Chicago
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 25.04.15 09:45 Uhr

Die Fed verlegt ihren Hauptsitz von New York nach Chicago. Offizieller Grund: In New York könne es zu Naturkatastrophen kommen. Auch Cyber-Attacken werden befürchtet. Ob Unruhen oder auch Terror eine Rolle spielen, ist nicht bekannt.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/19/angst-vor-ereignis-in-new-york-us-notenbank-verlegt-bueros-nach-chicago/#comment-1082310



Montag, 23. März 2015

Alexis Tsipras Reise am 8. April zu einem offiziellen Treffen mit Putin sorgt in Brüssel für Unruhe

Thema: Euro-Krise

Athen pokert mit Sanktionen: Tsipras reist zu Putin nach Moskau

Der griechische Premier Alexis Tsipras wird am 8. April zu einem offiziellen Treffen mit Russlands Präsident Putin reisen. In Brüssel sorgt die Reise für Unruhe, weil nicht klar ist, ob Tsipras von Russland neue Kredite erhalten wird, um seine Liquiditätskrise zu lösen. Zuvor hatte Tsipras die Putin-Gegnerin Victoria Nuland in Athen empfangen. Der Syriza-Chef spielt den geopolitischen Poker auf einem beachtlichen Niveau.
weiterlesen...

Waren es nicht Schäubles Worte: "Griechenland ist auf einem guten Weg?"
Wird von Seiten der EU nicht immer wieder betont dass Griechenland ein souveränes Land ist?
Wo ist dann das Problem?

Haben die USA die riesigen Öl- und Gasvorkommen vor der griechischen Küste vielleicht schon als ihr Eigen angesehen und aufgeteilt? Oder ist ihnen Griechenland als Nato-Mitglied wichtiger? Schicken sie Victoria "Fuck the EU" Nuland auf Europatournee um auf eventuelle Abweichler Druck auszuüben und ihnen von der NSA gesammeltes Erpressungsmaterial unter die Nase zu halten?

Statt sich allein von den Transatlantikern und Brüssel Vorschriften machen zu lassen, sind die Griechen gut beraten, sich auch nach Russland zu orientieren.
Vor allem haben sie mit Öl und Gas einen Vorteil in der Hand, an dem bestimmt auch China interessiert ist.


Im Kommentar bei DWN schreibt "Teutone":
Es ist interessant zu beobachten, wie sich der Westen in die Hosen scheißt, sobald eines ihrer “Mitglieder” einen eigenen Weg gehen möchte. Wenn man so sehr um seine Einigkeit beunruhigt ist, dann kann es eigentlich keine geben. Dieselben Anzeichen wie bei der Sowjetunion werden immer stärker sichtbar. Und wir alle wissen, wie die Sowjetunion endete… wie wird die EU enden?

Aus meiner Sicht brauchen wir sie nicht, denn sie dient vorrangig als verlängerter, politischer Arm der USA, während die NATO den verlängerten, militärischen Arm darstellt.

Weg mit beiden!


Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Freitag, 20. Februar 2015

Ukraine: Opposition in Schüsse von Maidan-Massaker verwickelt

Thema: Ukraine
Deutsche Wirtschafts Nachrichten
Jazenjuk-Vertrauter im Zwielicht
BBC enthüllt:
Opposition in Schüsse von Maidan-Massaker verwickelt


Die BBC hat in einer Reportage dokumentiert, dass das Massaker am Maidan nicht wie in der offiziellen Lesart behauptet von der Janukowitsch-Polizei allein ausgelöst worden ist. Mindestens ein Schütze stammte von der Opposition. Die Hintermänner sind unbekannt. Der Bericht nährt den Verdacht, dass einer der engsten Vertrauten des heutigen Premiers Arseni „Jaz“ Jazenjuk eine äußerst dubiose Rolle gespielt haben könnte. Jazenjuk war von den Amerikanern als Führungsfigur aufgebaut worden.


Von Anfang an galt die Behauptung der US-Regierung und der EU, Scharfschützen des damaligen Präsidenten Janukowitsch habe die Demonstranten und drei Polizisten erschossen.
Aufgrund dieses Massakers wurde Janukowitsch gestürzt und die US-Marionetten an den Machtpositionen installiert. Eine Aufklärung des Massakers war anscheinend, ganz im Gegenteil zur Ankündigung unserer Kanzlerin, nie erwünscht.

Nun berichtet die BBC von einer ganz anderen Geschichte. Ihnen ist es gelungen, einen der Schützen zu identifizieren, der aus einem von der Opposition kontrollierten Gebäude auf Polizisten und Demonstranten geschossen hat.

Dieser Mann sagte, sein Einsatz sei lange vorher geplant gewesen und er sei darauf vorbereitet worden.
Bestätigt wird diese Aussage vom Abgeordneten Andrij Shevchenko.
Er habe den ehemaligen "Sicherheitschef" der Proteste, Andrij Parubij auf die Entwicklung aufmerksam gemacht und der habe einige seiner besten Leute auf den Balkon des Konservatoriums geschickt, um zu überprüfen, ob sich dort Scharfschützen befänden.
Parubij dagegen, der auch der „Kommandant vom Maidan“ genannt wurde, kam zu dem Ergebnis, dass es unmöglich sei, vom Balkon des Konservatoriums auf die Demonstranten zu schießen und behauptete, dass es im Konservatorium keine Scharfschützen gäbe. Die BBC präsentiert jedoch Fotos des Fotografen Evgeniy Maloletka, die zweifelsfrei Scharfschützen im von der Opposition kontrollierten Konservatorium und auf dem Balkon zeigen.

Auch der Schütze, der mit der BBC gesprochen hat, widerspricht der Darstellung Parubijs: Er sei er von Männern aus Parubijs Truppe aus dem Gebäude eskortiert und mit einem Auto aus Kiew weggebracht worden, ausgesetzt und musste allein nach Kiew zurückkehren.

Auf diesen Ereignissen und der daraus entstandenen Eskalation beruhen der Sturz der Regierung Janukowitsch und die Sanktionen gegen Russland.

Parubiy ist heute Mitglied der Partei von Jazenjuk und wirkt als stellvertretender Sprecher des ukrainischen Parlaments.
Die Regierung von Jazenjuk wird von den USA unterstützt und wird in der westlichen Öffentlichkeit gerne als „prowestliche Regierung“ oder „europafreundliche Regierung“ bezeichnet. Die Steuerzahler Europas werden vermutlich mit Milliarden die Schulden der Ukraine bezahlen müssen, weil sich die wirtschaftliche Lage in dem Land nach den Ereignissen auf dem Maidan dramatisch verschlechtert hat.

Mittlerweile hat Obama zugegeben, dass die USA die Geschehnisse in der Ukraine ganz gezielt herbeigeführt haben.
Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

» der Kommentar des Blogschreibers «
Man kann davon ausgehen, dass der jetzigen Regierung die wahren Schuldigen bekannt sind. Warum sonst hätte sie die Bäume auf dem Maidan, die Ein- bzw. Durchschuss- Löcher aufwiesen, fällen lassen. Doch wohl nur um die Untersuchungen zu erschweren. Anhand des Schusskanals war es sehr einfach, den Standort des Schützen ausfindig zu machen. Einige Journalisten haben das mit Laserpointern gemacht und konnten so nachweisen, dass von Gebäuden geschossen wurde, die zu der Zeit von Oppositionellen besetzt waren. Siehe hierzu auch: http://www.heise.de/tp/artikel/41/41490/1.html

Kommentare

ist_das_so? sagt:
Endlich scheint der Rubel zu rollen, denn:wenn zeitgleich eine Annäherung zu Russland seitens D und Fr stattfindet und eine BBC “Aufklärung” in gleicher Tendenz erscheint, ist ein politischer Peak überwunden. Hoffe die Amis werden nicht überreagieren ….irgendwas muss man von ihnen reaktiv erwarten.

lngenieur sagt:
Das Thema der Maidan-Masaker wurde auch in russischen Medien ausgiebig untersucht. Eine umfassende Dokumentation ist in April/Mai erschienen mit mehreren Zeugen, Dutzenden Videoausschnitten, abgefangenem Polizeifunk uvm. Es ist nichts neues was da die BBC ausgegraben hat, nur hier wollte damals es keiner hören. Auch Frau Ashton nicht, als sie estnischer Außenminister im Telefongespräch darauf hinweist.

Nun hoffentlich wird die Rede von Sergej Lavrov in München verständlicher, wenn man diese Zusammenhänge kennt. Wichtig dabei diese im original zu hören und nicht die kommentierte/gekürzte Version.

Gino sagt:
“Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte nach dem Massaker versprochen, dass es eine detaillierte Untersuchung der Vorfälle geben werde. Bis heute ist keine umfassende, unabhängige Untersuchung eingeleitet worden.” Natürlich nicht, denn jeder weiß (kann man auf you tube ansehen) dass die gezielten Schüsse aus eine von den Demonstranten besetzem Hotel kamen. Es wurde gezielt auf Polizisten und eigene Demonstranten geschossen. All das wird auch unsere Regierung wissen – deshlab keine Aufklärung.
In das selbe Muster fällt die MH-17
Alles ein ganz mieses Spiel der West-Geld-Politik-Mächte.

kooka sagt:
Zitat: “Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte nach dem Massaker versprochen, dass es eine detaillierte Untersuchung der Vorfälle geben werde. Bis heute ist keine umfassende, unabhängige Untersuchung eingeleitet worden.”
Da merkel selbst an diesem Umsturz beteiligt war (siehe klitschko – rolle der Konrad-Adenauer-Stiftung, diverse deutsche Politiker auf dem Maidan..) kann sie gar kein Interesse an einer unabhängigen (was immer das sein soll) Untersuchung haben.

_Alex_ sagt: “BBC ENTHÜLLT” erst jetzt?… Sind aber spät dran, ARD – Monitor hat schon im April 2014 darüber berichtet: ARD-Monitor 10.04.2014 Neue Hinweise auf Maidan-Schützen
ARD-Monitor
Vielleicht wird bald BBC auch die Wahrheit über Massaker in ODESSA am 02.05.2014 enthüllen… ODESSA
oder Mariumpol am 09.05.2014 Mariumpol
Slawjansk, Kramatorsk, MH17, Donbass und und und… Die Liste wird sehr lang sein, da gibt es noch ne menge zu enthüllen. Slawjansk, Kramatorsk, MH17, Donbass

Dienstag, 17. Februar 2015

EU belegt Mitglieder von russischer Regierung mit Einreise-Verboten

Thema: Kalter Krieg
Deutsche Wirtschafts Nachrichten
Gegen Putin:
EU belegt Mitglieder von russischer Regierung mit Einreise-Verboten


Die EU hat gegen Mitglieder der russischen Regierung Einreise-Verbote und Kontosperrungen verhängt. Auch ein russischer Sänger, der Donezk besucht hatte, wird bestraft. Maßnahmen gegen den rechtsextremen Rechten Sektor der Ukraine hat die EU nicht beschlossen. Die Führung der paramilitärischen Truppe hatte verkündet, dass sie sich nicht an die Vereinbarungen von Minsk halten wolle.
Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

» der Kommentar des Blogschreibers «
Obwohl Dimitri Jarosch, der Chef des Rechten Sektors, lauthals angekündigt hatte, dass für sie das Abkommen nicht gilt, da es gegen die Verfassung der Ukraine verstößt und sie sich das Recht vorbehalten nach eigenen Plänen weiter zu kämpfen, interessiert das anscheinend keinen von der christlich-jüdischen Wertegemeinschaft.
Was haben wir nur für Nullen in der EU, die sich anmassen für Europas Bürger entscheiden zu dürfen?


Kommentare

philip sagt:
Ich frage mich seit langem, wo der rechtliche Rahmen für die gesamten EU-Sanktions-Massnahmen und -Strafen liegt. Die EU ist weder ein Staat, noch ist sie von Russland angegriffen worden. Das Völkerrecht lässt beides nicht zu!!!
Und, meines Wissens ist zumindest in der BRD weder Art 23 GG, noch IntVG oder GR-Charta, EMRK, EuRat, EuGVVO, EUZBLG, oder das EUZBGG über den Bundestag, den Europarat herangezogen worden. Ist das Makulatur?
Wir erleben hier bereits die DIKTATUR, den EU-Totalitarismus in seiner reinsten Form: Obama befiehlt, Merkel schlägt vor und Kommission macht. Alles ohne parlamentarischer Kontrolle. Stalin hätte nicht besser handeln können. Aber Pegida verbieten und alle abhören. Super-Demokratie DDR hoch 4.

tigerente sagt:
Maßnahmen gegen den rechtsextremen Rechten Sektor der Ukraine hat die EU nicht beschlossen.
Natürlich nicht. Die Faschisten kämpfen schließlich für die westlichen Werte. Die eigenen Truppen sanktioniert man nicht. Wählerisch war der Westen noch nie, wenn es um Verbündete ging. Hier mal ein paar Beispiele: Mobutu Sese Seko, Augusto Pinochet, Saddam Hussein, Osama Bin Laden, Guldbuddin Hekmatyar…
Wir sind nicht nur nicht die Guten, wir sind auch die Hässlichen! Man kann sich nur distanzieren von dieser “Wertegemeinschaft” und zum Regimegegner werden. Leider sind die Möglichkeiten zum Widerstand gering. Der zivile Ungehorsam bleibt, indem man z. B. keinen Zoll bei der Einfuhr von Gütern aus dem Ausland oder keine GEZ-Propagandasteuer bezahlt. Noch will sich das Volk ja nicht bewaffnen…

J.Blum sagt:
Es ist an der Zeit, dass Politiker welche wider besseren Wissens handeln für ihre Taten bestraft werden können. Dies muss soweit gehen, dass sie sämtliche finanziellen Ansprüche verlieren, Gelder zurückzahlen müssen oder gegebenefalls mit Gefängnis bestraft werden.
Ein solches Gesetz sollte schnellstmöglich durch eine Bürgerinitiative eingereicht werden. Bei Ablehnung gleich bei EUGH und Int. Gerichtshof vorstellig werden. Sollte also ein Politiker Extremisten/Terroristen bewusst unterstützen, muss eine Bestrafung her. Da auch viel über “geheim” läuft, darf es auch keine Verjährung bei solchen Taten geben.
Vielleicht würden unsere Politiker dann zweimal überlegen, ob sie Putschregierungen mit zweifelhaftem Hintergrund und deren Lügen unterstützen.

Oma hat sagt:
Als Kind/Jugendliche alles schon mal erlebt, wie es endete weiß jeder. Was damals in D gefördert wurde wird heute in der Ukraine gefördert – mit dem Unterschied, dass es heute so offensichtlich gemacht wird, dass eigentlich jeder Bürger Europas dagegen aufstehen müsste.
Im Gegensatz zu damals sind heute so viele Informationen zugänglich die “Wir haben es doch nicht gewusst” unakzeptabel machen.
Was “unsere” BKin angeht verkneife ich mir jeglichen Kommentar!

Christa sagt:
Was ist jetzt der Grund für neue Sanktionen gegen Russland? Russland hat das Minsker Abkommen mit unterzeichnet und hält sich daran, warum also jetzt Einreiseverbote und Kontosperrungen?
Dass Kiew seine schweren Waffen nicht gedenkt abzuziehen und der rechte Sektor sich an die Vereinbarungen nicht halten will, das wird kommentarlos und ohne die angekündigten Massnahmen hingenommen.
Man stelle sich vor, all das würde sich vor der Haustüre Amerikas abspielen und nicht vor Russlands Toren. Besser nicht, denn dann hätten wir den 3. Weltkrieg schon.


Mittwoch, 17. September 2014

USA und Russen reden über Teilung der Ukraine

Thema: Ukraine

Machtkampf in der Ukraine: Merkel und die EU sitzen in der Falle

In der Ukraine ist ein offener Machtkampf zwischen Präsident Poroschenko und den von Angela Merkel und der EU unterstützten Politikern „Jaz“ Jazenjuk und Julia Timoschenko ausgebrochen. Amerikaner und Russen bereiten unterdessen offenbar die Teilung der Ukraine vor. So wie die Dinge jetzt stehen, bleibt für die Europäer eine altbekannte Rolle: Die des Zahlmeisters für den Scherbenhaufen in der West-Ukraine.

Die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine sind für die europäischen Steuerzahler äußerst besorgniserregend: Zwischen den politischen Spitzenkräften ist ein offener Machtkampf ausgebrochen. Der stellvertretende Außenminister Danylo Lubkivskiy ist am Wochenende zurückgetreten – aus Protest gegen die Verschiebung des Assoziierungsabkommens mit der EU: „Wenn eine Entscheidung verschoben wird, ist es keine Entscheidung“, schrieb der Diplomat auf Facebook. Das Wall Street Journal berichtet, Lubkivskiy habe seinen Rücktritt damit begründet, dass die Verschiebung „das falsche Signal für alle ist: für den Aggressor, für die Verbündeten und vor allem für die Bürger der Ukraine“.

Am Wochenende war zeitgleich die geplante gemeinsame Wahlplattform zwischen dem von den Amerikanern eingesetzten Übergangspremier Arseni „Jaz“ Jazenjuk und dem Präsidenten Petro Poroschenko geplatzt. Die beiden werden nun gegeneinander antreten. Jazenjuk hat in seiner Partei einige Hardliner wie umstrittenen Innenminister Arsen Avakov und den früheren Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Andriy Parubiy, in seinem Team. Außerdem, so berichtet das WSJ, sind zwei Führer der gefürchteten „Freiwilligen-Bataillone“ auf der Liste von „Jaz“. Es ist unklar, ob es sich bei den beiden um ausgewiesene Nazis handelt. Das Asov-Batallion ist erwiesenermaßen eine Neo-Nazi-Gruppe.

Jazenjuk ist am Sonntag seinem einstigen Verbündeten Poroschenko in den Rücken gefallen: Der Präsident hatte mit der EU und Russland gemeinsam einen Kompromiss über die Verschiebung des EU-Freihandelsabkommens erzielt. Jazenjuk sagte, dass es keine Verschiebung geben werde, sondern das Abkommen entgegen der Vereinbarung am ersten Tag nach der Unterschrift implementiert werde. Die Unterzeichnung soll am Dienstag in Straßburg erfolgen.

Noch härter ging eine andere Verbündete des Westens mit Poroschenko ins Gericht: Die ehemalige Regierungschefin Julia Timoschenko sagte, die Verschiebung sein „ein Verrat an den nationalen Interessen“ der Ukraine.

Der Hintergrund des Machtkampfs sind die Parlamentswahlen am 26. Oktober. Poroschenkos Partei liegt mit etwa 20 Prozent weit an der Spitze. Jazenjuk kann gerade mal knapp 4 Prozent erreichen, für Timoschenko sieht es nicht viel besser aus. Beide haben ein Interesse, die Lage zu eskalieren: Wenn es ihnen gelingt, Poroschenko als Schwächling oder gar Kollaborateur mit den Russen zu denunzieren, sinken dessen Chancen. Vor allem aber könnte eine entsprechende Zuspitzung die ukrainischen Kämpfer im Osten mobilisieren. An der Spitze von Timoschenkos Liste steht Nadiya Savchenko, eine Kampfpilotin, die von den Rebellen im Osten gefangengenommen worden war. Ein ehemaliger ukrainischer Diplomat sagte dem WSJ, dass die Verschiebung des Abkommens mit der Ukraine als „formales Veto-Recht Russlands gegen den Deal“ interpretiert werden könnte.

Und das dürfte es de facto auch sein: Die Amerikaner haben hinter den Kulissen längst begonnen, sich mit den Russen zu arrangieren. US-Präsident Barack Obama braucht die Russen im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) – nicht zuletzt, weil die Russen viel bessere Verbindungen nach Syrien und in den Irak haben. Der Kampf gegen den islamistischen Terror war von Obama in seiner Rede an die Nation als die vorrangige außenpolitische Aufgabe der USA ausgerufen worden. Obama hatte die Ukraine in dieser Rede lediglich in einem eher zusammenhanglosen Nebensatz erwähnt. Die Teilnahme des russischen Außenministers Lawrow an der Anti-Terror-Konferenz in Paris ist ein klares Signal, dass Washington die Weltpolitik nicht ohne die Russen dominieren kann.

Aber auch auf operativen Ebene wird offen über die Teilung der Ukraine gesprochen: So sagte der ehemalige britische Verteidigungsminister Douglas Henderson beim Economic Forum im polnischen Krynica unter lautstarkem Protest der anwesenden polnischen und baltischen Politiker, dass es „eine Neu-Definierung des Territoriums in der Ukraine“ geben müsse, weil eine militärische Lösung des Konflikts nicht möglich sei. Der Westen brauche „Putin für die Achse gegen den Islam“. Es müsse eine Achse „Nato-USA-Russland – nicht mit der EU“ geben. Henderson sagte bereits Anfang September, dass es eine militärische Einigung über die Ukraine geben werde.

Die Tatsache, dass Henderson die Nato und nicht die EU als Ansprechpartner sieht, belegt: Die EU-Politiker haben sich unter Führung von Angela Merkel in der Ukraine-Krise in eine äußert missliche Lage manövriert. Sie werden von den Amerikaner schlicht nicht ernstgenommen. Zu Zeiten des Kalten Krieges hätte man von „nützlichen Idioten“ gesprochen. Victoria Nulands barsches „Fuck the EU“ war mitnichten eine unbeherrschte Entgleisung, sondern ist integraler Bestandteil der US-Geopolitik.

Denn auch die Russen scheinen sich bereits mit einigBloomberen Fakten abgefunden zu haben. Vladimir Lukin, früherer Berater von Wladimir Putin, sagte Bloomberg, dass die Russen sich mit einer Nato-Mitgliedschaft der West-Ukraine abfinden könnten, wenn ihnen der Ostteil des Landes zugesprochen wird. Dies dürfte weniger in Form einer staatlichen Abspaltung geschehen, sondern in Form einer Sicherstellung des russische Einflusses auf die für die russische Rüstung wichtigen Industrie-Betriebe im Donbass. Lukin meinte, die Ost-Ukrainer würden gegen eine Nato-Mitgliedschaft ihres Gebiets stimmen. Der ehemalige russische Botschafter in Washington sprach sich für eine weitgehende Autonomie des Ostens der Ukraine aus. Dementsprechend ließ Präsident Poroschenko in den vergangenen Tagen auch Pläne kursieren, die dem Donbass eine Art vorübergehender Selbstverwaltung inklusive Wahlen und Kontrolle des Militärs einräumen soll.

Militärisch war die ukrainische Armee von den Rebellen vor dem Waffenstillstand so weit in die Defensive gedrängt worden, dass sich Poroschenko auf einen entsprechenden Deal einlassen musste. Poroschenko hat auch persönliche Interessen, eine Lösung mit der Ukraine herbeizuführen: Sein Schokolade-Imperium operiert auch in Russland und blieb bezeichnenderweise vom jüngsten Süßwaren-Embargo Moskaus verschont.

Angela Merkel muss in der kommenden Wochen der Tatsache ins Auge schauen, dass die von ihr geförderten Politiker „Jaz“ und Timoschenko zwar zu den Hardlinern gehören, jedoch in den großen Deals zwischen Russen und Amerikanern keine Rolle spielen. Merkel versucht unterdessen einen Schwenk: Der von ihr in die Ukraine entsandte und von den Amerikanern für eine Regierungsfunktion abgelehnte Boxer Vitali Klitschko soll mit Poroschenko bei den Parlamentswahlen eine gemeinsame Plattform bilden. Klitschkos Gruppe war bei der Präsidentschaftswahl nur unter „ferner liefen“ ins Ziel gekommen.

In dem von Russen und Amerikanern angestrebten Szenario bekommt die EU eine altbekannte Rolle zugewiesen: Sie muss die West-Ukraine mit europäischen Steuergeldern retten. Offenbar haben Moskau und Washington die Euro-Krise sehr genau beobachtet und ordnen der EU unter deutscher Führung besondere Kompetenzen im „Bailout“-Business zu. Die wirtschaftliche Macht der Ostukraine macht diesen Teil zu einem interessanteren Teil als den Westen, in dem zudem die Neo-Nazis unvermindert aktiv sind und, wie der Guardian neulich berichtete, auch nicht davor zurückschrecken, eine Diktatur als beste Staatsform zu empfehlen.

Die EU hat bereits 1,6 Milliarden Euro an „Soforthilfe“ zugesagt: Dieses Geld wird zwangsläufig in dunklen Kanälen versickern, weil die EU nicht die leiseste Chance hat, die Verwendung der Gelder zu kontrollieren. „Jaz“ und Timoschenko sind nicht zuletzt deshalb große EU-Befürworter, weil sie anhand von Bulgarien beobachten könnten, dass die Branche der Organisierten Kriminalität dank der unkontrollierten EU-Fördertöpfe einen einzigartigen Aufschwung erlebte.

Ob die Rechnung der Großmächte aufgehen wird, ist dennoch noch nicht sicher: Amanda Paul vom Zentrum für Europäische Politik in Brüssel sagte Bloomberg, dass Poroschenko eine Gratwanderung zu absolvieren habe. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Präsident, der im März aus dem Nichts gekommen war, gewaltsam gestürzt wird wie sein Vorgänger Viktor Janukowitsch.

Der größte Fehler von Merkel und der EU scheint gewesen zu sein, dass sie „Jaz“ nicht mit der gebotenen kritischen Distanz begegnet ist. So notierte das Bundeskanzleramt im Wochenrückblick vom 8. März 2014:
    Wie, darüber spricht die Kanzlerin zuerst mit den Regierungschefs von Polen, Italien, Großbritannien und Frankreichs Präsident. Sie teilen Angela Merkels Kritik am russischen Vorgehen auf der Krim. Wenn Russland nicht einlenkt, müsse man notfalls mit Sanktionen reagieren. Dann ist Arsenij Jazenjuk dran. Die Kanzlerin hatte ihn bereits vor zwei Wochen in Berlin kennengelernt. Jetzt schildert er allen Staats- und Regierungschefs die Lage in der Ukraine. Er befürchtet eine weitere Eskalation und Unruhen, falls die Wirtschaft zusammenbricht. Ein beeindruckender Bericht, so die Kanzlerin. Er prägt die Entscheidung des Rates. Vorerst stoppt die EU ihre Gespräche mit Russland über Visaerleichterungen. Kommt die Kontaktgruppe, die Angela Merkel Putin vorgeschlagen hat, nicht zustande, drohen auch Einreiseverbote und Kontosperrungen. Verschärft Russland die Lage weiter, ist die EU auch zu Wirtschaftssanktionen bereit.
Einen Tag später ließ sich die Kanzlerin von nicht minder dubiosen Leuten die Lage schildern:
    Bevor Angela Merkel am Mittag mit Irlands Premierminister Enda Kenny zusammenkommt, fährt sie zum Gipfel der konservativen europäischen Volksparteien. Die Kanzlerin ist dort mit den ukrainischen Oppositionspolitikern Julia Timoschenko und Vitali Klitschko verabredet.
Jazenjuk hat als ehemaliger Zentralbanker gute Kenntnis der Vorteile einer nahen Anbindung an die EU: Unter der Überschrift „Freiheit und Demokratie“ werden sich die Geldschleusen öffnen, die die Ukraine braucht, im den Staatsbankrott abzuwenden. Die Nato-Mitgliedschaft ist die Vorstufe und wesentliche Bedingung für die Aktivierung des Zahlmeisters. Auch wenn „Jaz“ nur geringe Chancen hat, auch nach dem 26. Oktober weiter die Rolle des Regierungschefs zu spielen – Brüssel wird sich erkenntlich zeigen, wenn es ihm gelingt, die Einfluss-Sphäre der Nato zu erweitern.

Wie hoch die Rechnung für die Finanzierung des in Grund und Boden gewirtschafteten Staates sein wird, kann niemand absehen. Tatsache ist: Mit dem Assoziierungsabkommen kommt die EU nicht mehr aus der Falle. Der IWF hat bereits berechnet, dass die Ukraine Milliarden braucht, um die kommenden Monate zu überstehen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat am Wochenende bereits weitere Zahlungen aus den EU-Steuertöpfen in Aussicht gestellt.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Adlerauge sagt:
Egal, solange alle weiter lügen, wird`s schon irgendwie funktionieren. IRGENDWIE…
“Das denkt man nicht: Das Auswärtige Amt sendet ein Geheimpapier durch die Gegend, in dem von der Europäischen Union (vom Ausschuss der ständigen Vertreter der Mitgliedsstaaten) unverhohlen ein Berufsverbot für russische und russischsprachige Journalisten gefordert wird”:
http://www.rationalgalerie.de/home/berufsverbot-und-sippenhaft.html

Sammy sagt:
Das ging ja schnell.
“Zu Zeiten des Kalten Krieges hätte man von „nützlichen Idioten“ gesprochen.”
Warum nur zu “Zeiten des Kalten Krieges” und wieso “hätte”? Das sind nützliche Idioten, mit der Betonung auf letzteres Wort.

Nemesis sagt:
Die “Rolle” die Deutschland zugedacht war, wurde von Anfang an (1945) festgelegt.
Leider (wieder) die “alte Leier”, mit dem fehlenden Friedensvertrag zwischen den VSA und Deutschland.
Solange diese Besatzungsmacht (VSA) Deutschland ganz legal drohen/erpressen kann, wird sich an der weltpolitischen Rolle Deutschlands nichts ändern.
Egal wer gerade Kanzler/Kanzlerin ist.
Und das der Keil in die EU getrieben werden musste, um den Untergang des amerikanischen Imperiums hinauszuzögern, war auch klar.

joachim999 sagt:
Dumm gelaufen: Die vom Westen unterstützte Junta führt den Krieg in der Ostukraine ganz offenbar unproffessionell: Geplant war ein Massenexodus der russischstämmigen Minderheit im Donbass durch Vertreibung. Da dies offensichtlich fehlgeschlagen ist, wird ein Referendum zum Beitritt in die NATO – wie die 23 Jahre zuvor – aussichtslos sein.
Die USA wechseln nun die Strategie und die EU darf das gescheiterte Unternehmen finanzieren, wird aber überhaupt nicht gefragt… Eine klassische Falle.

Benedikt sagt:
Poroschenkos Firmen sind laut Reuters doch von den Russischen quasi Sanktionen betroffen. http://www.reuters.com/article/2014/09/15/ukraine-crisis-chocolate-idUSL6N0RG1GE20140915 Seine Russische Süßwarenfabrik wurde stillgelegt und seine Restlichen Fabriken dürfen nicht nach Russland mehr liefern. Daher kann er seine Firmen auch nicht Verkaufen. Zwischen der Ukraine und Russland läuft ein Sanktionskrieg. Aus vorgeschobenen Gründen wird die Einfuhr aus dem Nachbarland verweigert. Das macht viele Assets in der Ukraine wertlos. Und ohne das man in den Russischen Markt liefern kann, ist die Ukraine als Investitionsstandort nicht interessant.

alfons sagt:
Die USA haben eines ihrer geostrategischen Ziele erreicht:
Vernichtung der Wirtschaftsbeziehungen Deutschlands und der EU mit Russland bei gleichzeitiger maximalen Schädigung aller europäischen Staaten.
Jetzt müssen nur noch TTIP, TISA, CETA her, um die Europäer auf das Niveau von afrikanische Entwicklungsländer zu drücken und komplett auszuplündern.

Ekkehardt Fritz Beyer sagt:
„Die EU-Politiker haben sich unter Führung von Angela Merkel in der Ukraine-Krise in eine äußert missliche Lage manövriert.“ – Wobei die Amis hinter den Kulissen längst begannen, sich mit den Russen zu arrangieren. Und Dr. Merkel wie die EU-Kommissare wussten bei ihren jüngsten Zahlungen an Kiew nichts davon?
Putin sollte gut aufpassen: Die Amis verheizen – um ihren Vorteil zu wahren – wohl auch ihre engsten Verbündeten! Doch wenn die USA „nun“ mit Wissen der EU die Russen um Hilfe ersuchen, dann muss es um den Westen „sehr“ schlecht stehen!!!
Besser ein Ende mit Schrecken …!
Die Timoschenko sprach v. Verrat an den nationalen Interessen der Ukraine. Wen bzw. was meint sie mit national? Das Volk o. die Eliten? Wie sieht es dies bzgl. in der EU aus?

dimitri sagt:
Natürlich wird die Nachricht in Deutschland nicht veröffentlicht. In den USA sehr zaghaft: Jatseniuk nannte die Aufständiasachen in der Ost-Ukraine als die “Untermenschen”. Interessante sprachgebrauch: “Subhuman”. Das State Departement bemerkte es und sagte, Jatseniuk würde der englischen Sprache nicht mächtig zu sein, denn er wollte, eigentlich, “unhuman” sagen. Jatseniuk spricht ein ausgezeichnetes amerikanisch. Eben die “nazi”Sprache ist eben in der Ukraine beliebt.

HeSchi sagt:
Das Ganze ist doch ein abgekarters Spiel der Elite: Die EU soll als US-Ableger fungieren. Das geht aber nur, wenn die noch finanzstarken Länder platt gemacht und den ärmeren Ländern angeglichen sind, so dass alle Länder der EU auf gleichem Level sind. Wie daran gearbeitet wird, sieht man ja. Hauptverfechterin ist unsere US-Vasallin, die in jede Richtung ihr Fähnchen hängt: Hauptsache Richtung EUSA, auch wenn man Souveränität dafür abgeben muss!
Merkel schwört Treueeid in Washington
http://www.youtube.com/watch?v=XcQFICde6BA
http://www.washingtonsblog.com/2014/06/ukraines-civil-war-global-historical-importance.html
http://www.youtube.com/watch?v=WW8BxC0kpkI

khaproperty sagt:
Tatsächlich geht es in der Ukraine vor allem um interne Machtkämpfe, die Putin zu nutzen weiß, alte Fehler direkt zu korrigieren, wie an der Krim zu sehen, die stets zu Rußland gehörte. Daß die deutsche Regierung – die sich ohnehin recht oft deutlich überschätzt – dabei auf der Strecke bleibt, verwundert nicht angesichts der doch recht naiven Führung, unter der wir zu lange bereits leiden müssen.

Zeitzeuge sagt:
Zwei Faktoren hatten die Planer der Aktion, die Ukraine von der EU okkupieren zu lassen nicht in der Planung:
1. Das entschlossene Handeln Putins, der Russen, die Krim wieder fest in das russische Staatsgebiet zu integrieren.
2. Die Entstehung der Republik Novorossia als zuerst einmal wehrfähiges und dann auch gleich militärisch erfolgreiches Gebilde (eine organisatorische Meisterleisung in einer ansonsten von Rückständigkeit, Korruption, Verfall gekennzeichneten und auch sonst desolaten Region!).
Man – und vor allem Frau Merkel – ist als großer Bürokraten- und Propaganda-Apparat “EU”, unterstützt von zwielichtigen Gruppen und Geheimdiensten, zum ersten Mal auf massiven Widerstand gestoßen, mit dem man so nicht gerechnet hatte. Damit wurden die “tönernen Füße” der EU entblößt!

Montag, 15. September 2014

Die Sanktionen gegen Russland dienen ausschließlich den US-Interessen

Thema: EU-Vasallen

Die US-Regierung hat die berechtigten Proteste der ukrainischen Bevölkerung gegen ihre korrupte Regierung verwendet, um einen gewalttätigen Regime-Wechsel in Kiew herbeizuführen. Die CIA operiert weltweit im Interesse der Wall Street, die Regierung in Washington ist offenbar längst nicht mehr Herr der Lage der Machtstrukturen im eigenen Land. Es ist völlig unverständlich, warum sich die EU und die Bundesregierung dem globalen Diktat der USA unterwerfen.

Mathias Bröckers und Paul Schreyer haben ein äußerst lesenswertes Buch geschrieben: „Wir sind die Guten. Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren“. In diesem Buch analysieren die beiden die Entwicklung in der Ukraine und erklären die Vorgänge als Teil einer globalen US-Strategie, Zugriff auf wichtige Rohstoffmärkte zu erhalten. Wladimir Putin ist den Amerikanern ein Dorn im Auge, weil er sich dem Einfluss der multinationalen Konzerne in Russland widersetzt. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten haben mit Mathias Bröckers gesprochen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: In Ihrem Buch schreiben Sie, dass nicht die diskriminierenden homophoben Gesetze den Westen auf den Plan gerufen haben, sondern handfeste wirtschaftliche Interessen. Warum ist Putin dem Westen ein Dorn im Auge?

Mathias Bröckers: Unter Jelzin hatten die anglo-amerikanischen Konzerne Verträge über die Öl- und Gas-Exploration gemacht, die ihnen über Jahrzehnte sämtliche Profite und keinen Cent für die russische Staatskasse einbrachten. Dass Putin diese Ausbeutung stoppte und die russischen Ressourcen wieder unter nationale Kontrolle brachte, ist der eigentliche Grund, warum er im Westen zur Unperson wurde.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Sie schreiben, dass die USA und die CIA die „orangene Revolution“ vom Zaun gebrochen haben. Wie muss man sich das vorstellen?


Mathias Bröckers ist freier Journalist, der unter anderem für die taz und Telepolis schreibt. Er wurde 1954 in Limburg an der Lahn geboren. Ab 1973 studierte er an der FU Berlin Literaturwissenschaft, Linguistik und Politikwissenschaft (M.A.) Er gehörte zur Gründergeneration der taz und war dort bis 1991 Kultur- und Wissenschaftsredakteur. Danach war er für die Zeit und die Woche als Kolumnist sowie als Rundfunkautor tätig und fungierte als Mitglied der Sachbuch-Jury der Süddeutschen Zeitung. Neben Radiosendungen, Kabarettprogrammen und Beiträgen für Anthologien veröffentlichte Mathias Bröckers zahlreiche Bücher. Seine Werke “Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf” (1993) und “Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.” (2002) wurden internationale Bestseller. (Foto: Bröckers)
Mathias Bröckers: Die USA haben nach Aussage ihrer Chefdiplomatin Nuland fünf Milliarden Dollar in die „Demokratieförderung“ der Ukraine investiert. Damit wurden regierungskritische Institutionen, NGOs und Medien gefördert – doch die absolut berechtigten Proteste der Bevölkerung gegen ihre korrupte Regierung wurden dabei nur als Trittbrett genutzt, um die Eliten auszuwechseln und eher amerikafreundliche Oligarchen ans Ruder zu bringen. Weder der Oligarchenwechsel 2004 noch der zehn Jahre später haben zu irgendeiner „Demokratisierung“ geführt.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Präsident Janukowitsch wurde, so schreiben Sie, „mit Unterstützung des Westens…weggeputscht“. Die Killer vom Maidan seien nicht von der damaligen ukrainischen Regierung oder von Russland angeheuert worden. Wer steckt hinter der Eskalation auf dem Maidan?

Mathias Bröckers: Dass der Massenmord auf dem Maidan bis heute nicht untersucht und aufgeklärt ist, spricht Bände. Diese Morde waren der Auslöser für die gewaltsame Vertreibung Janukowitschs, dessen Polizei sich wochenlang weitgehend defensiv verhalten und die Regierungsgebäude gegen die Demonstranten geschützt hatte. Weder er, noch die EU-Minister, mit denen er gerade einen Vertrag über seinen Rücktritt und Neuwahlen ausgearbeitet hatte, konnten irgendein Interesse an einer solchen Eskalation haben. Deshalb kann der unbekannte Auftraggeber der Scharfschützen nur aus Kreisen kommen, die keinen friedlichen Übergang, sondern eine Zuspitzung des Konflikts beabsichtigten.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Sie schreiben, dass hinter der „Organisation dieses Bürgerkriegs“ auch private Truppen des US-Militärkonzerns Academi, vormals Blackwater, stecken. Welche Belege gibt es für deren Aktivitäten?

Mathias Bröckers: Verschiedene große Medien haben darüber berichtet, die Firma selbst hat es dementiert, was aber nicht weiter überrascht. Berater der CIA und des FBI sind seit längerem in Kiew aktiv und der Einsatz solcher Söldner für die schmutzigen Jobs, ohne die „Regime Changes“ meist nicht zu bewerkstelligen sind, gehört zum üblichen Modus Operandi. Gäbe es nur den Hauch eines Beweises, dass Russland oder Janukowitsch für diese Morde verantwortlich waren, wäre er uns längst im Breitbandformat vorgeführt worden. Da das nicht geschehen ist, fällt der Verdacht eher auf die CIA, die auch dafür sorgte, dass einige Militante des „rechten Sektors“ in polnischen Lagern ausgebildet wurden.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Hat der deutsche Außenminister davon nicht das Geringste gewusst? War er ahnungslos, eine Marionette? Wie weit war die deutsche Bundesregierung oder der BND in den „Putsch“ involviert?

Mathias Bröckers: In dem geleakten „Fuck the EU“-Telefonat hatte Frau Nuland die von den USA vorgesehenen Marionetten der Regierung Jazenjuk ja schon benannt. Der von der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung geförderte Boxer Klitschko war da nur zweite Garnitur. Als neuer Bürgermeister von Kiew hat er gerade die letzten echten Demonstranten, die mehr als einen Oligarchenwechsel verlangen, vom Maidan entfernen lassen. Wenn der BND da involviert war, dann allenfalls im Windschatten der US-Geheimdienste. Ob die deutsche Regierung im Hintergrund Politik im Interesse ihrer Bevölkerung treibt, oder nur als Vasall der US-Politik agiert, ist schwer zu sagen. Die schwachsinnige Sanktionspolitik, mit der sich Deutschland und die EU ins eigene Knie schießen, folgt jedenfalls ausschließlich US-Interessen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Sie schildern ausführlich, warum Putin ausdrücklich nicht die Wiederherstellung der UdSSR will. Kann man Putin trauen – immerhin ist er ein ausgebildeter KGB-Mann…

Mathias Bröckers: Russland ist das größte Flächenland der Erde und verfügt über ein Drittel aller bekannten Ressourcen (Öl, Gas, Mineralien). Wer so groß und so reich ist, muss keine Kolonien erobern. Weder die marode Ostukraine, noch die wirtschaftlich unbedeutende Krim. Über den strategisch unverzichtbaren Marinestützpunkt dort hatte Putin mit Janukowitsch den Pachtvertrag gerade über 30 Jahre verlängert – bei einem friedlichen Regierungsübergang in Kiew wäre ein Referendum und der Anschluss an Russland völlig unnötig gewesen. Als aber die rechten Milizen nach dem Putsch zum „Marsch auf die Krim“ aufriefen, musste Putin handeln. Dass ein feindliches Militärbündnis den wichtigsten Seehafen unter Kontrolle nimmt, kann keine Regierung der Welt dulden.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Warum ist Russland eine Weltmacht – und warum fürchten die Amerikaner, den Einfluss zu verlieren?

Mathias Bröckers: Amerika ist die militärische Supermacht und Russland ist der Rohstoffriese der Welt. Wer über ein Drittel aller Rohstoffe verfügt und wie Russland unter Putin in der Lage ist, sie selbst zu fördern und zu vermarkten, ist automatisch ein Player im Great Game. Und wer, wie die USA, die globale „Full Spectrum Dominance“ will, muss einen solchen Player unter Kontrolle bringen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Kann es sein, dass die Amerikaner im Grunde wissen, dass mit Russland (Rohstoffe) und China (Wirtschaftsmacht) eine multipolare Welt nicht verhindert werden kann?

Mathias Bröckers: „Nur weil wir den größten Hammer haben verwandelt sich nicht jedes Problem in einen Nagel“ hat Obama neulich gesagt, was eine gewisse Einsicht anzudeuten scheint. Russland ist mit den BRICS-Staaten gerade dabei, sich vom Petrodollar abzukoppeln, sie gründen ihre eigenen Rating-Agenturen und eine Entwicklungsbank als Alternative zum IWF. Diese Entwicklung lässt sich einfach nicht verhindern.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Welche Rolle spielt die CIA in der Ukraine? Agiert sie im Auftrag der Regierung oder haben sich die Geheimdienstler verselbständigt – eine Argumentation, die wir ja im Zuge der NSA-Debatte auch schon gehört haben?

Mathias Bröckers: Die CIA hat schon immer in erster Linie für die Wall Street agiert und nicht für die Regierung. Das Konzept der „Peacetime Operations“, der verdeckten Operationen für Regimewechsel, das der „Vater“ der CIA, Allen Dulles – ein Wall Street Anwalt – entwickelte, diente stets den Geschäfts- und Konzerninteressen. Und so ist es auch jetzt wieder: Als erste Amtshandlung nach dem Putsch wurde der Sohn von Außenminister Biden als Vorstand der größten ukrainischen Gasgesellschaft installiert.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Sie schreiben, dass die Amerikaner „ihre imperiale Ambition hinter ökonomischer Effizienz“ verstecken. Haben die USA immer noch den Anspruch einer Weltherrschaft?

Mathias Bröckers: Wenn man den aktuellen Doktrinen des Pentagon folgt, durchaus – nur werden jetzt verstärkt „multilaterale“ Anstrengungen gefordert, weil der Spaß zu teuer wird und die USA maßlos überschuldet sind. Deshalb kommt jetzt zum Beispiel die Forderung auf, dass sich die Bundeswehr am Kampf gegen ISIS im Irak beteiligt. Selbst in ihrer eigenen Kolonie – und nichts anderes ist der Irak nach dem US-Überfall – will die einzige Weltmacht nicht mehr für Ordnung sorgen und andere dafür einspannen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Sie legen in Ihrem Buch sehr umfassend dar, dass die Berichterstattung in den deutschen Medien von teilweise krasser Einseitigkeit gegen Russland getragen ist. Wir tun uns schwer mit der Vorstellung, dass dies auf eine direkte Manipulation „von oben“ zurückzuführen ist. Wie viel ist Gedankenlosigkeit, Unkenntnis – und wie viel wird gezielt manipuliert?

Mathias Bröckers: Da muss „von oben“ gar nicht viel kommen, der Herdentrieb funktioniert auch so. Was aus dem Ticker kommt, wird verbraten. Da macht zwei Tage die „russische Invasion“ weltweit Schlagzeilen – und dann meldet die Tagesschau kleinlaut auf ihrem Twitter-Account, dass es sich bei „Invasion“ um einen Übersetzungsfehler der Agentur Reuters gehandelt hätte.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Warum sind die öffentlich-rechtlichen Sender nicht besser? Gibt es eine Kommunikation zwischen den Eigentümervertretern (Politik) und den Chefredaktionen? Oder ist der Großteil nicht eher „vorauseilender Gehorsam“?

Mathias Bröckers: Eher letzteres. Wobei die Besetzung von Chefredaktionen und Ressortleitungen natürlich parteibuchmäßig läuft und freie Geister wenn überhaupt eher nur in den unteren Etagen zu finden sind.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Auch Putin setzt gewaltig auf Propaganda, in Russland wie auch im Westen. In Russland gibt es so gut wie keine freie Presse mehr. Viele „Putin-Versteher“ im Westen sind außerdem im Kern Verschwörungstheoretiker und haben zum Teil eine paranoide, selektive Wahrnehmung. Wie kann der Leser heute noch erkennen, wem er glauben kann?

Mathias Bröckers: „Putinversteher“ sind in meinen Augen eher Leute, die ihre Vernunft noch nicht an der Garderobe abgegeben haben, sondern die die Motive und Absichten des anderen analysieren. Verstehen heißt ja nicht verehren. Paranoide Verschwörungs-Theoretiker sind doch eher diejenigen, die permanent einen neuen Super-Bösen bezichtigen – wie etwa der Nato-Sprecher Rasmussen. Der hatte schon 2003 gesagt: „Saddam Hussein hat Massenvernichtungswaffen. Das glauben wir nicht, das wissen wir.“ Und genauso weiß er auch jetzt wieder alles – wer diesem Herrn glaubt, ist nicht zu retten.

* * *

Was geht Deutschland die Ukraine an? Und wie kommt es, dass ein gescheitertes Abkommen mit der EU zu einer der gefährlichsten Krisen geführt hat, die Europa in den vergangenen Jahrzehnten erlebte? Alles Putins Schuld? Oder ist die Wahrheit hinter diesem Konflikt, der nun den Frieden eines ganzen Kontinents bedroht, doch komplexer? Und welche Rolle spielen eigentlich die Medien? Sind sie noch unabhängige Berichterstatter oder längst selbst zur Partei geworden? Mathias Bröckers und Paul Schreyer schauen hinter die Kulissen eines politischen Spiels, das tödlicher Ernst geworden ist.

Der Spiegel-Bestseller „Wir sind die Guten. Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren“ ist unter der ISBN 978-3-86489-080-2 im Buchhandel, direkt beim Verlag oder bei Amazon bei Amazon erhältlich (208 Seiten, 16,99 Euro).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

La Paloma sagt:
**„Putinversteher“ sind in meinen Augen eher Leute, die ihre Vernunft noch nicht an der Garderobe abgegeben haben, sondern die die Motive und Absichten des anderen analysieren. Verstehen heißt ja nicht verehren.**
Exakt Herr Broeckers, so sehe ich mich auch.
Wieder ein Artikel den man einfach weiterverbreiten muss. Leider gibt es noch zu viele Schlafmuetzen.

Nichtwähler sagt:
Sehr guter Beitrag! Eine Pflichtlektüre für alle Berliner & Brüsseler “Politiker”.

joseph sagt:
In die selbe Kerbe wie Mathias Bröckers schlagen übrigens die amerikanischen Kriegsveteranen. Bei denen beginnt der (amerikanische) Patriotismus mit dem Kampf gegen die eigenen Lügen, usw..
Und scheu sind sie auch nicht gerade, die heben die Moral schon mal.
Hier deren Artikel über Russland, die Ukraine (vorgewählt):
http://www.veteranstoday.com/category/world-global/russia-world-global/

Vasalle? sagt:
Ein gutes Buch, was zur richtigen Zeit kommt.
Nur die Mär vom deutschen Vasall die scheinbar Land auf, Land ab runter gegebetet wird ist doch ein schlechter Witz.
Nach dem zweiten Weltkrieg haben sich da doch welche gesucht und gefunden, und die haben ihr Netzwerk mit ihren irren Machtphantasien weltweit gespannt.
Also bitte hört doch mal damit auf die deutsche Regierung immer zu entschuldigen.
Die deutsche Regierung wird nicht getrieben oder gezwungen, sie ist eine der maßgeblichen Antreiber dieser Politik dieser durchgeknallten Klicke!

Uschi sagt:
Sehe ich auch so.
Deutschland profitiert massiv von Krisen weltweit. Sie sind drittgrößter Rüstungsexporteur. Das wird man nicht, wenn man nur in friedliche Gebiete liefert. Da werden einfach keine Waffen benötigt.
Deutschland hat einen riesigen Finanzsektor. Man schaue sich mal an, wer in Island und Griechenland tatsächlich gerettet wurde. Nicht der Staat, sondern deutsche Schattenbanken.
Wir sind lange gut im Windschatten der Amerikaner gefahren und unsere Reigerung ist einfach nichts anderes gewohnt. Mal ganz davon abgesehen, was die NSA wohl über uns Mutti weiß ...

Romie sagt:
Ja das fürchte ich auch und genau das erschüttert mich so und macht mich fassungslos. Die erste Ahnung kam, als Gauck das erstemal auf der Sicherheitskonferenz sagte, dass D sich militärisch nicht raushalten soll. Da wurde es mir ganz anders und die Dinge nehmen gewaltig Fahrt auf, angetrieben von Frau Merkel. Wer kann das verstehen? Die Dimension ist m.E. den meisten Bürgern noch gar nicht klar.
Ich frage mich beständig nach dem WARUM?

kay sagt:
Das Interview lob ich mir. Wieso kann man sollche Interviews nicht auch mal, bei Maybritt Illner hören und sehen? Das es der USA um Rohstoffe wieder geht, war klar. Die wollen da keine Demokratie oder Menschenrechte einführen. Das wollen die nie, nur uns normalos wird dieses so verkauft zur Rechtfertigung.

Tommy Rasmussen sagt:
13.09.2014 – Willy Wimmer:”Als ich 1985 Verteidigungspolitischer Sprecher wurde, hat mich ein leitender Mitarbeiter der Pressestelle der CDU/CSU ausdrücklich gewarnt vor einem Netzwerk der NATO in der deutschen Presse. Wenn es heute irgend etwas zu kommentieren gibt im Zusammenhang mit Entwicklungen innerhalb der Russischen Föderation, werden dafür in unseren Medien immer amerikanische Institutionen mit Sitz in Moskau herangezogen. Sie hören keine Stimme aus Moskau, die russisch ist.”
http://www.jungewelt.de/2014/09-13/007.php

Oxana Temporowa sagt:
Merkel & Bundesregierung operieren in diesem Sumpf seit Jahren mit:
http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2014/01/497841/deutschlands-ostpolitik-merkel-will-janukowitsch-stuerzen/
Nichts geschieht zufällig, das alles war geplant. Wer heute in Thüringen/Brandenburg noch CDU wählt, wird zum Mittäter!

Stephan Achner sagt:
Die EU-Sanktionen gegenüber Rußland sind ein Indiz für die maßlose Selbstüberschätzung der Brüsseler EU-Technokraten. Machtpolitisch ist dies Brüsseler Größenwahn (nach Helmut Schmidt). Die Wirtschaft in den meisten EU-Staaten befindet sich im Sinkflug, der durch die EU-Sanktionen beschleunigt wird. Rußland wird sich wirtschaftlich mehr denn je auf seine gewaltigen eigenen Kräfte besinnen und verstärkt Bündnisse mit China, Indien und den anderen BRICS-Staaten schmieden. Die EU und gerade Deutschland können nur verlieren. Politisch, wirtschaftlich und kulturell sind die Entscheidungen Merkels in Berlin und Brüssel eine einzige Katastrophe. Hier lohnt es sich auch, das neueste Buch des kürzlich verstorbenen Peter Scholl-Latour zu lesen.

Nachfrager sagt:
Ich empfehle jedem, der sich über die wahren Hintergründe der Ereignisse in der Ukraine, den Konflikt mit Russland und die Rolle der EU dabei informieren will ein sehr aufschlussreiches Interview mit dem US- Historiker und politischen Journalisten Webster Tarpley, der schon 2008 (!) vor genau dieser Entwicklung gewarnt hat. Das Szenario/ der Konflikt mit Russland , in dem die EU- Bürger das zahlende Bauernopfer sein sollen und als Speerspitze für den Krieg gegen Russland dienen, ist bereits vor vielen Jahren von Präsidentenberater Zbigniew Brzeziński entwickelt worden. Das Interview ist auf Englisch, wichtige Kernaussagen bei MInute 02:15 und wieder ca. min 14:00 – ‘Obama wants Europe as a tool against Russia’.
Das ganze Interview hier:
https://www.youtube.com/watch?v=OygG10gaHTg


Mittwoch, 3. September 2014

Offener Brief ehemaliger US-Geheimdienstler an Merkel

Thema: Ukraine
Krieg gegen Russland:
Ehemalige Geheimdienstler warnen Merkel vor falschen „Beweisen“

Ehemalige Mitarbeiter von US-Geheimdiensten haben einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel geschrieben, in dem sie vor einem Krieg mit Russland warnen. Die von den USA vorgelegten Beweise für eine russische Invasion der Ukraine seien höchst zweifelhaft und erinnerten an die falschen Beweise im Vorfeld des Angriffs auf den Irak.

Alarmiert durch die anti-russische Stimmung, die das offizielle Washington in diesen Tagen prägt – und das Gespenst eines neuen Kalten Krieges – haben ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter am 30. August den ungewöhnlichen Schritt unternommen. Sie haben eine Mitteilung an die Bundeskanzlerin Angela Merkel geschickt. Darin ziehen sie die Verlässlichkeit von Behauptungen der ukrainischen und der amerikanischen Regierung über eine russische „Invasion“ in Zweifel. Die OSZE hat erst am Montag festgestellt, dass sie über keine Hinweise einer Truppenpräsenz der Russen in der Ukraine verfüge.

Die investigative US-Website Consortiumnews.com veröffentlichte den Originaltext. Die Seite wird vom amerikanischen Investigativ-Journalisten Robert Parry betrieben. Er hatte für die Nachrichtenagentur Associated Press unter anderem die Iran-Kontra-Affäre behandelt. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten dokumentieren den Text im Wortlaut (Übersetzung DWN).

DENKSCHRIFT FÜR: Angela Merkel, Bundeskanzlerin von Deutschland

VON: Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS)

THEMA: Ukraine und Nato
Wir, die Unterzeichner, sind ehemalige langjährige Mitarbeiter von US-Geheimdiensten. Wir unternehmen den ungewöhnlichen Schritt, diesen offenen Brief an Sie zu schreiben, um sicherzustellen, dass Sie die Gelegenheit haben, sich vor dem Nato-Gipfel am 4. bis 5. September über unsere Ansichten zu informieren.

Sie müssen zum Beispiel wissen, dass Anschuldigungen einer größeren russischen „Invasion“ der Ukraine anscheinend nicht von verlässlichen Geheimdienstinformationen gestützt werden. Stattdessen scheinen die „Geheimdienstinformationen“ von derselben zweifelhaften, politisch „festgesetzten“ Art zu ein, die vor zwölf Jahren genutzt wurde, um den US-geführten Angriff auf den Irak zu „rechtfertigen“.

Wir haben damals keine glaubwürdigen Beweise für Massenvernichtungswaffen im Irak gesehen; wir sehen jetzt keine glaubwürdigen Beweise für eine russische Invasion. Vor zwölf Jahren weigerte sich der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, dem die Fadenscheinigkeit der Beweise über irakische Massenvernichtungswaffen bewusst war, sich an dem Angriff auf den Irak zu beteiligen. Unserer Ansicht nach sollten Sie angemessen misstrauisch sein gegenüber den Anschuldigungen des US-Außenministeriums und von Nato-Beamten, die eine russische Invasion der Ukraine behaupten.

Am 29. August bemühte sich Präsident Barack Obama, die Rhethorik seiner eigenen hochrangigen Diplomaten und der Medien abzukühlen, als er die jüngsten Aktivitäten in der Ukraine öffentlich beschrieb als „eine Fortsetzung dessen, was nun bereits seit Monaten geschieht … es ist nicht wirklich eine Veränderung“.

Doch Obama hat nur schwache Kontrolle über die Entscheider in seiner Regierung – die leider nicht viel Geschichtsverständnis haben, die wenig über den Krieg wissen und die das Verfolgen einer Strategie mit anti-russischen Beleidigungen ersetzen. Vor einem Jahr brachten militaristische Beamte des US-Außenministeriums und ihre Freunde in den Medien Präsident Obama beinahe dazu, einen größeren Angriff auf Syrien zu starten, der sich einmal mehr auf „Geheimdienstinformationen“ stützte, die im besten Falle zweifelhaft waren.

Hauptsächlich wegen der wachsenden Bedeutung von und des offensichtlichen Vertrauens auf Geheimdienstinformationen, die wir für fadenscheinig halten, denken wir, die Wahrscheinlichkeit, dass die bewaffneten Auseinandersetzungen über die Grenzen der Ukraine hinaus eskalieren, ist in den letzten Tagen deutlich gewachsen. Was noch wichtiger ist: Wir glauben, dass diese Wahrscheinlichkeit vermieden werden kann. Dies hängt davon ab, wie viel Urteilsfähigkeit Sie und andere europäische Führer zum Nato-Gipfel in der kommenden Woche mitbringen.

Erfahrungen mit der Unwahrheit

Hoffentlich haben Ihre Berater Sie an die Erfahrungen mit der Glaubwürdigkeit von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erinnert. Es scheint uns, dass Rasmussens Reden noch immer von Washington geschrieben werden. Das war mehr als deutlich an dem Tag vor der US-geführten Invasion des Irak. Damals sagte er als dänischer Premier seinem Parlament: „Irak hat Massenvernichtungswaffen. Das ist nicht nur etwas, das wir nur glauben. Wir wissen es.“

Fotos können so viel wert sein wie tausend Worte; sie können aber auch irreführen. Wir haben beträchtliche Erfahrungen im Sammeln, Analysieren und Berichten über alle Sorten von Satelliten- und andern Bildern sowie über andere Sorten von Geheimdienstinformationen. Es reicht wohl zu sagen, dass die von der Nato am 28. August veröffentlichten Bilder eine sehr dünne Basis liefern, um Russland die Invasion der Ukraine vorzuwerfen. Leider zeigen sie eine starke Ähnlichkeit mit den Bildern, die Colin Powell den Vereinten Nationen am 5. Februar 2003 zeigte, die ebenfalls nichts beweisen konnten.

An demselben Tag warnten wir Präsident Bush, dass unsere früheren Kollegen Analysten „zunehmend verzweifelt über die Politisierung von Geheimdienstinformationen“ waren, und sagten ihm ganz offen, dass „Powells Präsentation [dem Ziel] nicht einmal nahe kommt“, einen Krieg zu rechtfertigen. Wir drängten Präsident Bush, „die Diskussion zu erweitern … über den Kreis jener Berater hinaus, die klar zu einem Krieg entschlossen waren, für den wir keinen überzeugenden Grund sahen und von dem wir glaubten, dass die unbeabsichtigten Folgen wahrscheinlich katastrophal sein werden“.

Schauen Sie sich den Irak heute an. Schlimmer als katastrophal.

Obwohl Präsident Wladimir Putin im Ukraine-Konflikt bisher beachtliche Zurückhaltung gezeigt hat, müssen wir uns daran erinnern, dass auch Russland die Schock-Methode beherrscht. Wenn es die geringste Chance dafür gibt, dass wegen der Ukraine so etwas irgendwann auf Europa zukommt, dann müssen nüchterne Führer dies unserer Ansicht nach sehr vorsichtig durchdenken.

Wenn die Fotos, welche die Nato und die USA veröffentlicht haben den besten verfügbaren „Beweis“ einer Invasion durch Russland darstellen, dann wächst unser Verdacht, dass große Anstrengungen unternommen werden, um die Argumente dafür zu stärken, dass der Nato-Gipfel Handlungen zustimmt, die Russland mit Sicherheit als eine Provokation betrachten wird. Caveat emptor ist ein Ausdruck, mit dem Sie sicherlich vertraut sind. Es genügt wohl zu ergänzen, dass man sehr vorsichtig sein sollte im Hinblick darauf, was Rasmussen oder sogar US-Außenminister John Kerry durchsetzen wollen.

Wir vertrauen darauf, dass Ihre Berater Sie seit Anfang 2014 über die Krise in der Ukraine auf dem Laufenden gehalten haben und darüber, dass die Möglichkeit, dass die Ukraine ein Nato-Mitglied wird, dem Kreml ein Dorn im Auge ist. Laut einer (von WikiLeaks veröffentlichten) Mitteilung vom 1. Februar 2008 von der US-Botschaft in Moskau an Außenministerin Condoleeza Rice wurde US-Botschafter William Burns von Außenminister Sergej Lawrow einbestellt, der Russlands starken Widerspruch gegen eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine erklärte.

Lawrow warnte eindringlich vor „Ängsten, dass das Thema das Land möglicherweise in zwei Teile spalten könnte, was zu Gewalt oder, wie einige sagen, sogar zu einem Bürgerkrieg führen könnte, der Russland dazu zwingen würde zu entscheiden, ob es eingreifen soll“. Burns gab dieser Mitteilung den ungewöhnlichen Titel „NJET HEISST NJET: RUSSLANDS ROTE LINIEN FÜR EINE NATO-ERWEITERUNG“ und schickte sie mit der Priorität DRINGEND nach Washington. Zwei Monate später auf ihrem Gipfel in Budapest verabschiedeten die Nato-Führer eine formale Erklärung: „Georgien und die Ukraine werden in der Nato sein.“

Am 29. August nutzte der ukrainische Premier Arsenij Jazenjuk seine Facebook-Seite, um zu behaupten, dass mit der Zustimmung des Parlaments, die er beantragt hatte, der Weg zur Nato-Mitgliedschaft offen ist. Jazenjuk war natürlich Washingtons Favorit, als er nach dem Staatsstreich in Kiew am 22. Februar Premierminister wurde.

„Jaz ist der Mann“, sagte die stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland einige Wochen vor dem Staatsstreich in einem abgefangenen Telefongespräch mit dem US-Botschafter in der Ukraine Geoffrea Pyatt. Sie erinnern sich vielleicht daran, das ist dasselbe Gespräch, in dem Nuland sagte: „Fuck the EU.“

Das Timing der russischen „Invasion“

Die gängige Darstellung, die Kiew vor nur wenigen Wochen unterstützte, war, dass ukrainische Truppen bei den Kämpfen gegen die föderalistischen Gegner des Staatsstreichs im Südosten der Ukraine die Oberhand gewonnen hätten. Die Kämpfe wurden überwiegend als eine Aufwisch-Operation dargestellt. Aber das Bild der Offensive kam fast ausschließlich von offiziellen Regierungskreisen in Kiew. Es gab wenige Berichte, die von vor Ort im Südosten der Ukraine kamen. Es gab jedoch einen Bericht, der den ukrainischen Präsident Petro Poroschenko zitiert und durch den die Verlässlichkeit der Darstellung der Regierung in Zweifel gezogen wurde.

Laut dem „Pressedienst des Präsidenten der Ukraine“ vom 18. August forderte Poroschenko eine „Neugruppierung der ukrainischen Militäreinheiten, die an der Operation im Osten des Landes beteiligt sind. … Wir benötigen heute die Neuordnung der Truppen, die unser Territorium verteidigen und die Armee-Offensive fortsetzen werden“, so Poroschenko, der hinzufügt: „Wir müssen unter den neuen Umständen eine neue Militäroperation prüfen.“

Wenn „neue Umstände“ heißt, dass die ukrainischen Regierungstruppen erfolgreich vorankommen, warum sollte es notwendig sein, die Truppen „neu zu gruppieren“, „neu zu ordnen“? Zu etwa diesem Zeitpunkt begannen Quellen vor Ort über eine Reihe von erfolgreichen Angriffen der föderalistischen Gegner des Staatsstreichs gegen die Regierungstruppen zu berichten. Laut diesen Quellen war es die Regierungsarmee, die begann, schwere Verluste zu verzeichnen und Boden zu verlieren, vor allem wegen Unvermögens und einer schwachen Führung.

Zehn Tage später, als sie eingekreist wurden und/oder sich zurückzogen, fand man dafür eine vorgefertigte Ausrede in der „russischen Invasion“. Genau zu diesem Zeitpunkt wurden die verschwommenen Fotos von der Nato veröffentlicht und Reporter wie Michael Gordon von der New York Times wurden losgelassen, um zu verbreiten, „die Russen kommen“. (Michael Gordon war einer der ungeheuerlichsten Propagandisten für den Irak-Krieg.)

Keine Invasion – Aber reichlich andere russische Unterstützung

Die föderalistischen Gegner des Staatsstreichs in der südöstlichen Ukraine haben beachtliche Unterstützung vor Ort, zum Teil als Folge der Artillerie-Angriffe durch Regierungstruppen auf größere Wohnzentren. Und wir glauben, dass russische Unterstützung wahrscheinlich über die Grenze eingedrungen ist und maßgeblich hervorragende Geheimdienstinformationen vom Schlachtfeld beinhaltet. Doch es ist zu diesem Zeitpunkt alles andere als klar, dass diese Unterstützung Panzer und Artillerie umfasst – vor allem weil die Föderalisten besser geführt worden sind und überraschend erfolgreich darin waren, die Regierungstruppen zu binden.

Zugleich haben wir wenig Zweifel daran, dass wenn die Föderalisten sie brauchen, russische Panzer kommen werden.

Genau aus diesem Grund erfordert die Situation eine gemeinsame Anstrengung für einen Waffenstillstand, was, wie Sie wissen, Kiew bisher verzögert hat. Was sollte zu diesem Zeitpunkt geschehen? Unserer Ansicht nach muss man Poroschenko und Jazenjuk offen sagen, dass eine Nato-Mitgliedschaft nicht infrage kommt – und dass die Nato nicht vorhat, einen Stellvertreterkrieg gegen Russland zu führen – und vor allem nicht, um die Pöbel-Armee der Ukraine zu unterstützen. Anderen Nato-Mitgliedstaaten muss man dasselbe sagen.

Für den Lenkungsausschuss, Veteran Intelligence Professionals for Sanity
  • William Binney, ehemaliger Technischer Direktor, World Geopolitical & Military Analysis, NSA; Mitgründer, SIGINT Automation Research Center (i.R.)
  • David MacMichael, National Intelligence Council (i.R.)
  • Ray McGovern, ehemaliger US Army infantry/intelligence officer & CIA analyst (i.R.)
  • Elizabeth Murray, Deputy National Intelligence Officer for Middle East (i.R .)
  • Todd E. Pierce, MAJ, US Army Judge Advocate (i.R.)
  • Coleen Rowley, Division Counsel & Special Agent, FBI (i.R.)
  • Ann Wright, Col., US Army (i.R.); Foreign Service Officer (zurückgetreten)
Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

Kommentare

mensch sagt:
jeder hier von uns sollte dieses offenen Brief an sämtliche Abgeordnete per email schicken. Ich werde das in Österreich so machen. Vlt. ist zur breiten Veröffentlichung in Deutschland ein Dr. Gysi auch die richtige Ansprechperson.
Mir graut vor der Zukunft, die wirtschaftlich, sozialpolitisch und auch ökonomisch so leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird, nur weil ein paar “Eliten” vermeintliche Vorteile sehen.

picasso62 sagt:
Auch der Council of Foreign Relations sieht die Hausptschule der Ukrainekrise beim Westen. Aber darüber informiert diese Zeitung bereits.
Unglaublich und kriegshetzerisch habe ich die gestrige Rede von Gauck in Danzig erlebt. Dieser Mann vertritt nicht das deutsche Volk, sondern ist heute ein Vasalle der Amerikaner. Gestern war er ein Vasall der DDR. Grund:
Das Landgericht Rostock hat im Jahr 2000 ein rechtskräftiges Urteil gesprochen, wonach Gauck im Sinne des Gesetzes als “Begünstigter der Staatssicherheit” bezeichnet werden darf. (Quelle Buch von Dr. Blessing. Gauck, der richtige Mann?/www.klaus-blessing.de)
Auf openpetition.de, Seite 2 gibt es eine Petition, die den Rücktritt Gauck fordert.
Dieser Gauck ist eine Gefahr für den Frieden in Europa.

Hans Beimler sagt:
“Es ist der Irak, der uns alle mit seinen Massenvernichtungswaffen bedroht.” (Angela Merkel, Februar 2003)
http://www.stern.de/politik/deutschland/angela-merkel-ich-wollte-eiskunstlaeuferin-werden-523894.html

Grün sagt:
Die USA zetteln einen Krieg gegen Russland auf europäischem Boden an und CIA Mitarbeiter warnen Merkel vor “Beweisen” einer russischen Invasion. Seltsamerweise ist der Bericht der OSZE, der keine Invasion Russland feststellt, in den “Leitmedien” der BRD praktisch nicht vorhanden. Allein die heise.de erwähnt den Bericht, auf ARD, ZDF, Spiegel, nix.
Wann gehen wir endlich auf die Strasse? Wenn die Panzer rollen? Oder sind wir dann schon zu eingeschüchtert?

Carmen sagt:
Frage von Grün:
Wann gehen wir endlich auf die Strasse? Wenn die Panzer rollen? Oder sind wir dann schon zu eingeschüchtert?
Antwort:
Wir sind schon seit Wochen jeden Montag auf der Strasse!
http://Montagsmahnwache.de

Lachendes Gesicht sagt:
Das ist kein “Hereinfallen”, das Merkel unterläuft, es ist Programm:
“Angela Merkel stützt sich auf die Ratschläge von Jeffrey Gedmin, der vom Bush- Clan speziell für sie nach Berlin geschickt wurde. Dieser Lobbyist hat zuerst für das American Enterprise Institute (AEI) unter der Direktion von Richard Perle und der Frau von Dick Cheney gearbeitet. (…) Er hat auch am Project for a New American Century (PNAC) mitgewirkt und das Kapitel über Europa in diesem Programm der Neokonservativen verfasst. Dort schreibt er, dass die EU unter der Kontrolle der NATO bleiben muss …”
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP05810_260210.pdf
Dazu die kleine Frage: Wer kontrolliert die NATO?
Genau dafür darf die Merkel hier die Mutti machen und sonst nichts.

Politicus sagt:
Der Brief an Merkel ist genauso nutzlos wie der Brief an Obama.
Ein offener Brief in den Print- und Internetmedien an das deutsche Volk wäre wessentlich Sinn- und Nutzvoller.

Hans Beimler sagt:
So sehe ich es auch. Allerdings wird man damit nicht in die Print-Medien vordringen, die Meinungshoheit liegt KOMPLETT im transatlantischen Netzwerk.
Siehe Dissertation von Uwe Krüger (2013):
Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse
http://www.amazon.de/gp/product/3869620706/ref=s9_psimh_gw_p14_d0_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-2&pf_rd_r=1MVYKSJC8MFJ9TY9Y48D&pf_rd_t=101&pf_rd_p=455353807&pf_rd_i=301128
Rezension hier:
http://www.pw-portal.de/rezension/14566-meinungsmacht_43900

"Qualitätspresse" sagt:
Bekannt ist, dass jeder Journalist der Springer-Presse in seinem Arbeitsvertrag einen Passus hat, nichts gegen die USA / Israel zu schreiben und die transatlantischen Beziehungen zu fördern.
Es gibt hier auch einen sehr interessanten Beitrag der Anstalt (ab 36:30 Min.), wo das Beziehungsgeflecht der deutschen Medien dargestellt wird:
http://www.youtube.com/watch?v=tAPu3OnOSnE

Adlerauge sagt:
Dennoch gibt es wohl noch Menschen, die mit wachem Verstand die Entgleisungen dieses Bundespräsidenten-Darstellers etwas anders sehen, und das sogar in den “BRD”-Propagandamedien(!):
http://www.sueddeutsche.de/politik/joachim-gaucks-russland-schelte-der-unbesonnene-praesident-1.2111440


Sonntag, 24. August 2014

Nato finanziert private Stiftung von Ukraines Premier Jazenjuk

Thema: Ukraine
Angela Merkel trifft am Samstag den Übergangs-Premier Arseni Jazenjuk. Er ist eine Art „Mario Monti der Ukraine“: Ein ehemaliger Banker, als Technokrat eingesetzt, um die westlichen Interessen zu vertreten. Für seine Stiftung erhält er Geld von der Nato und der britischen Finanz-Elite. Er ist der Prototyp des globalen Netzwerkers, der nicht seinem Volk dient, sondern jenen, die von der Plünderung der Ukraine langfristig massiv profitieren wollen.

Angela Merkel und Arseni Jazenjuk haben eines gemeinsam: Sie bewundern Barack Obama. Vielleicht nicht so sehr wegen dem wirklichen Obama, der sich als einzige Enttäuschung entpuppt (hier), als vielmehr nach einem Idealbild eines Politikers, den alle bewundern – den es aber in der Realität nicht gibt.

Jazenjuk ist im Grund als politischer Führer der Ukraine denkbar ungeeignet: Er hat keine Hausmacht, gilt als unberechenbar und als Einzelgänger. Seine Biografie weist den Juristen als Banker aus: Er war stellvertretender Vorsitzender des Vorstands einer der größten ukrainischen Banken, der AT AvalBank. Später war er Vizepräsident der Ukrainischen Zentralbank, ehe er als Mitglied der Timoschenko-Gruppe vollständig in die Politik ging.

Jazenjuk ist der typische regionale Vertreter, wie ihn die internationalen Finanz-Eliten gerne an der Macht sehen. Sein Aufstieg zum Premierminister der Ukraine erinnert an die Einsetzung von Mario Monti als technokratischer Staathalter der Finanzindustrie in Italien. Monti, der vormalige EU-Kommissar und Goldman-Sachs-Banker, beerbte Silvio Berlusconi, der in der internationalen Politik wegen seiner Eskapaden unmöglich geworden war. Monti ist in seiner Zeit als italienischer Premier völlig wirkungslos geblieben. Allerdings trug er dazu bei, gemeinsam mit seinem Freund Mario Draghi, einen veritablen Crash des italienischen Banken-Systems zu verhindern. Draghi, der ebenfalls von Goldman kam und nach seiner Tätigkeit in der italienischen Politik und bei der Zentralbank, schaffte es bis auf des Chef-Sessel der EZB.

Jazenjuk ist sicher deutlich weniger profiliert als Monti und Draghi. Doch seine Mission ist eine ähnliche: Er arbeitet für die internationale Finanz-Industrie, auch wenn er in seinem Amt eigentlich ausschließlich das Wohl des ukrainischen Volks im Blick haben müsste. Immerhin hat er sich äußerlich die Rolle eines sanften Revolutionärs zugelegt: War er als Banker noch stets glattrasiert aufgetreten, trägt er nun einen Dreitagesbart, der ihn volksnäher erscheinen lassen soll.

Sein formaler Rücktritt vor einigen Wochen geht daher auch nicht auf die Sorge um die Zukunft der Ukrainer zurück, sondern auf einen abgelehnten Gesetzesentwurf, mit dem die Öffnung der ukrainischen Pipelines für ausländische Investoren möglich gemacht hätte werden sollen.

Jazenjuk macht aus seiner Verbundenheit mit den westlichen Machtstrukturen kein Geheimnis: Seine persönliche Arseniy Yatseniuk Stiftung Open Ukraine wird von der Nato, dem britischen Finanz-Club Chatham House, dem US-Think-Tank National Endowment for Democracy und der schwedischen Swedbank finanziert. Jazenjuk macht kein Geheimnis daraus, die Financiers sind auf der Website aufgelistet. Die führenden Mitglieder kommen alles aus der Industrie oder dem Banking. Mitgründer ist der Pole Zbigniev Drzymala, Direktor des Finanz-Konglomerats Inter Groclin. Eines der Board-Mitglieder, Sergiy Taruta, hat als “Chairman of the Board of the Industrial Union of Donbas Corporation” konkrete wirtschaftliche Interessen. Da die Nato aus Steuergeldern finanziert wird, kann gesagt werden: Die europäischen Steuerzahler werden gezwungen, die private Stiftung des höchst umstrittenen ukrainischen Premiers zu finanzieren, mit der er seine privaten Interessen sowie die Interessen seiner Freunde verfolgt. Wieviel Geld Jazenjuk aus diesen Mitteln persönlich bezieht ist nicht bekannt. Seit seiner Banker-Karriere gilt er als wohlhabend. Bezeichnenderweise gibt es die Website der Stiftung nur auf Englisch. Damit kann Jaz dem Westen signalisieren, dass er zum Netzwerk gehört. Die Bürger der Ukraine, von deren Steuergelder der Premier lebt, erfahren nichts von seinen engen Auslands-Beziehungen und die Vermischung von privaten und öffentlichen Interessen.

Den Oligarchen in der Ukraine ist Jazenjuk suspekt. Der neue Präsident Petro Poroschenko hat wichtige Geschäftsinteressen in Russland (hier) und hat den als Hardliner auftretenden Jazenjuk bereits mehrfach in die Schranken gewiesen.

Sein Mangel an politischer Erfahrung und seine Sozialisierung durch die radikale Julia Timoschenko dürften für seine martialischen Töne verantwortlich sein. Timoschenko, die gesagt hatte, dass man dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Kugel in den Kopf jagen müsse, ist noch deutlich schriller als Jazenjuk. Doch auch der droht unablässig mit dem Weltkrieg, hat seine Mission als eine Art Selbstmord-Kommando bezeichnet und schreckt auch nicht davor zurück, die Wirklichkeit nach Belieben zu verdrehen. So sagte er am Freitag, dass die Rebellen im Osten für die katastrophale Wirtschaftslage der Ukraine verantwortlich seien, weil sie Eisenbahntrassen, Minen und Kraftwerke mutwillig zerstörten, um dem Land zu schaden.

Jazenjuk ist – zumindest vorläufig – der Mann, auf den die Amerikaner setzen. Die Sonderbeauftragte Victoria Nuland hatte „Jaz“, wie er im Diplomatenjargon der Amerikaner genannt wird, als den besten Kandidaten für den Job des ukrainischen Premiers bezeichnet und damit Angela Merkels Favorit Wladimir Klitschko aus dem Rennen geworfen. „Jaz“ entspricht den Vorstellungen der Finanzeliten für einen internationalen Finanzkrieg (wie der funktioniert – hier). In dieser Woche teilte Jazenjuk dem IWF mit, dass er die Kredite für den Schuldendienst umwidmen wolle (hier). Er entspricht den Erwartungen der Finanzindustrie genauso wie seinerzeit der Grieche Lucas Papademos, auch ein Goldman, der in Griechenland erfolgreich dafür sorgte, dass die Banken unbeschadet aus dem von ihnen mitverursachten Fiasko gingen und die griechische Bevölkerung bis zum heutigen Tag die Folgen der Euro-Tragödie zu tragen haben.

Ein Vertrauter Jazenjuks sagte dem International Relations and Security Network der ETH Zürich im Jahr 2009, dass Barack Obama das große Vorbild von Jazenjuk sei. Auch Obama arbeitet eng mit der Wall Street zusammen und vertritt die Interessen der US-Finanzindustrie im globalen Finanzkrieg, zu dessen Vorbereitung Obama neue Strukturen mit den Steuergeldern der Amerikaner geschaffen hat.
Unmittelbar vor ihrem Ukraine-Besuch hat sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit US-Präsident Barack Obama über die Lage in dem Land beraten. Beide äußerten Unverständnis über die Entscheidung der russischen Regierung, ihren Hilfskonvoi ohne Zustimmung der ukrainischen Regierung und ohne Begleitung durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz über die ukrainische Grenze in Richtung Lugansk auf den Weg zu bringen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert zum Inhalt des Telefonats vom Freitagabend mit. Damit trage die russische Regierung die Verantwortung für eine weitere Verschärfung der Situation.

Merkel reist am Samstag erstmals seit Beginn des Konflikts zu einem Kurzbesuch nach Kiew. Geplant sind Gespräche mit Poroschenko und Jazenjuk.

Merkels Rolle ist undurchsichtig und wirkt eher unbeholfen: Die deutsche Außenpolitik hat sich unter ihrer Führung vollständig unter die US-Kuratel gestellt. Das zeigt auch der wahnwitzige Beschluss, Waffen an die Kurden zu liefern. Deutschland bricht mit diesem Schritt mit allen Traditionen. Die Versorgung von unkontrollierbaren Milizen mit Waffen hat sich schon als für die Amerikaner als Bumerang erwiesen. Die von den Amerikanern geheuchelte Überraschung über die militärische Stärke der IS ist unmittelbar darauf zurückzuführen, dass die Terroristen im Besitz ausgerechnet jener Waffen sind, die die Amerikaner an verschiedene irakische Milizen verteilt haben, um den Irak neu zu ordnen.

Auch für „Jaz“ kann ein Blick in den Irak aufklärend wirken: Die Amerikaner haben den von ihnen eingesetzten Statthalter Maliki fallengelassen, als sich der Wind drehte und klar wurde, dass Maliki zu korrupt war, um das Land zu einen.

Aber „Jaz“ braucht sich um seine Zukunft keine Sorgen zu machen. Wer einmal den Finanzeliten untertan war, kommt im Netzwerk aus Politik, Banken und Organisationen unter und kann, wenn er nicht mehr im Amt ist, seine eigenen Taten gepflegt auf akademischem Boden reflektieren: So lehrte der Grieche Papademos nach vollbrachter Arbeit an der Harvard-University.

Auch „Jaz“ kann mit einem lukrativen internationalen Job rechnen, wenn seine Zeit in Kiew abgelaufen ist.

Darin unterscheidet er sich grundsätzlich von dem Volk, für das er Verantwortung trägt: Die ukrainische Bevölkerung wird über Jahrzehnte fremdbestimmt leben müssen. Im Gegensatz zu „Jaz“, der für seinen Beitrag an der Plünderung seiner Heimat belohnt werden wird, können die Ukrainer ihrem Schicksal nicht entrinnen. Sie werden fremden Herren dienen, als rechtlose Sklaven einer globalen Feudal-Herrschaft, die sich Schritt für Schritt über den ganzen Globus ausbreitet.
* * *
Die Protagonisten des ukrainischen Dramas passen genau in das Schema, das DWN-Herausgeber Michael Maier in seinem neuen Buch beschrieben hat. Maier erklärt, dass die Netzwerke aus Politik und Finanzindustrie die Welt in eine gigantische Schuldenkrise getrieben haben. Nun, da das Schneeball-System zur Lawine geworden ist, holen sich diese „Eliten“ alle realen Assets – die ihnen wie die reifen Früchte in den Schoß fallen. Leute wie „Jaz“ Jazenjuk gehören zu diesen Eliten, die ohne wirkliche Verantwortung an einem Spiel mitwirken, das für die Völker der Welt am Ende nicht Freiheit und Wohlstand, sondern Knechtschaft und Entbehrung parat hat.
* * *

Michael Maier 
Die Plünderung der Welt Wie die Finanz-Eliten unsere Enteignung planen 288 Seiten,

Hardcover mit Schutzumschlag 19,99 € (D), 20,60 € (A)

Auch als E-Book erhältlich
ISBN 978-3-89879-853-2

FinanzBuch Verlag, München 2014
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Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

G.N. sagt:
Der Übergangs-Premier Jazenjuk…..
Wir sehen hier den Übergang von Freiheit in die Sklaverei durch die Finanzelite der FED.
Die Ukraine (das Volk) glaubt doch wohl nicht, dass es da mit diesem Technokraten Jazenjuk, der eine ferngesteuerte Puppe der westlichen Finanzelite ist, wie wir sie überall im gesamten entmündigten Westen finden, je wieder ein Mittel gibt, sich zu befreien?
Das Volk der Ukraine wird genauso entmündigt, entrechtet und unterjocht werden, wie sämtliche Völker Europas, die von Amerikas Gnaden “betreut” werden, koste es, was es wolle. DAS bleibt alternativlos!

Angelika die Rebellin sagt:
G.N., Ich stimme zu, nur dieses Ferngesteuerte, dass glaube ich nicht wirklich. Nicht jeder würde sich fernsteuern lassen, da gehören immer zwei dazu. Die Grundvorraussetzung ist immer auch, der Wille so etwas zu tun und der schlechte Charakter. Manche würden auch für zehn Euro ihre Großmutter verkaufen und sind trotzdem nicht ferngesteuert und deshalb voll verantwortlich für sein Handeln!.

Hans sagt:
Ein ausgezeichneter Artikel. Er zeigt, welch raffiniertes Verschwörungsnetz gesponnen wurde, das den gewaltsamen Umsturz in der Ukraine vorbereitet und inszeniert hat.
Das von Plutokraten gelenkte US-Schreckensimperium im Verein mit seinen verlängerten Armen Nato und EU weitet sich weiter aus, so wie es Brzezinski in der von ihm skizierten US-Geostrategie beschrieben hat.
Siehe eine gute Übersicht auf:
http://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/03/28/europa-geostrategischer-bruckenkopf-der-einzigen-weltmacht/

Mazi sagt:
“Er ist eine Art „Mario Monti der Ukraine“: Ein ehemaliger Banker, als Technokrat eingesetzt, um die westlichen Interessen zu vertreten. Für seine Stiftung erhält er Geld von der Nato und der britischen Finanz-Elite. Er ist der Prototyp des globalen Netzwerkers, der nicht seinem Volk dient, sondern jenen, die von der Plünderung der Ukraine langfristig massiv profitieren wollen.”
Nach Medienveröffentlichung ist er Societologe.[Scientologe, Mitglied von Scientology?]

harald sagt:
Wenigstens brauchen sich die Ukrainer keine Sorgen um ihre Goldreserven machen.
Die 45 Tonnen wurden innerhalb von Tagen in die USA geflogen, auf Nimmerwiedersehn. Hier könnte die Bundesbank lernen, wie man Gold zügig über den Atlantik bringt.

Traumschau sagt:
Der Artikel bringt es gut auf den Punkt!
Die Politik ist das offizielle Gesicht einer skrupellosen Finanzelite, die in allen Schlüsselstellungen ihre Leute installiert hat!
Die Völker des Westens werden an die Finanzelite verkauft – mit allen Mitteln, auch Krieg! Dazu ein Artikel, den ich sehr empfehlen kann:
http://principiis-obsta.blogspot.de/2014/08/nazi-regierung-der-ukraine-stabil-wie.html
LG Traumschau


Mittwoch, 13. August 2014

Ukraine: Jazenjuk bezeichnet russische Hilfe als „grenzenlosen Zynismus“

Thema: Ost-Ukraine
Lugansk ohne Strom und Wasser
Ukraine: Jazenjuk bezeichnet russische Hilfe als „grenzenlosen Zynismus“
Der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk will den Hilfs-Konvoi der Russen nicht ins Land lassen. Er bezeichnete die Aktion als grenzenlosen Zynismus, weil die Russen zuerst Militärgerät und nun "Wasser und Salz" schicken. Die Bevölkerung von Lugansk steuert unterdessen auf eine humanitäre Katastrophe zu: Die Stadt ist ohne Wasser, Strom und Telefon. Außer dem russischen Konvoi sind bisher keine größeren Hilfsaktionen, etwa aus der EU, bekannt geworden.

Die ukrainische Regierung will den russischen Konvoi mit Hilfsgütern für die Einwohner der belagerten Separatisten-Hochburg Luhansk nicht ins Land lassen. Innenminister Arsen Awakow schrieb am Mittwoch auf Facebook, die Fahrzeuge dürften nicht in die Region Charkiw einfahren. Die Entsendung des Konvois bezeichnete Awakow als Provokation eines zynischen Aggressors. Auch Ministerpräsident Arseni Jazenjuk warf Russland “grenzenlosen Zynismus” vor. “Zuerst schicken sie Panzer, Grad-Raketen und Banditen, die auf Ukrainer schießen, und dann schicken sie Wasser und Salz”, sagte er bei einer Kabinettssitzung.

Jazenjuk, der von den Amerikanern ausgewählt wurde, die Regierung zu führen – die Sondergesandte Nuland sagte damals: “Jaz is it!” - vertritt eine absolut kompromisslose Rolle gegenüber den Russen. Sogar Polen, das bisher auch zu den Hardlinern gehörte, ist bereits umgeschwenkt und erklärte, dass der Hilfskonvoi der Russen ein Schritt in die richtige Richtung sei (mehr zu dieser überraschenden Kehrtwende hier).

Am Dienstag war der Konvoi aus rund 280 Lastwagen mit Hilfsgütern nahe Moskau Richtung Ostukraine gestartet. Er wird am Mittwoch an der Grenze erwartet. Der Hilfskonvoi hat Befürchtungen genährt, dass die Regierung in Moskau direkt in die Kämpfe im Nachbarland eingreifen könnte. Das russische Außenministerium hat zugesichert, ab der Grenze könne das Rote Kreuz die Führung übernehmen. Westliche Politiker befürchten dennoch, dass die Lieferungen als Tarnung oder Vorwand für eine russische Intervention genutzt werden könnte.

Die Ukraine selbst ist offenbar nicht mehr in der Lage, die Grundversorgung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten: Die Nachrichtenagentur Ukrinform meldete am Mittwoch, dass die Stadt Lugank ohne Wasser, Strom und Telefon sei. Die Lage der Zivilbevölkerung nimmt offenkundig immer bedrohlichere Ausmaße an.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


» der Kommentar des Blogschreibers «
Man muss sich schämen, dass die eigene Regierung so einen zu ihren Freunden zählt, dass die Kanzlerin das auch noch offen bekennt. Nazis werden in der Regierung eines anderen Landes hofiert, solange es den USA dient und solange die es wünschen. Erbärmlich!

Kommentare

Logan sagt:
Nein, der größte Zynismus ist der, dass die Ukraine offen leugnet, es gebe keine humanitäre Katastrophe im Land und dass sie offen lügt, es gebe keinen Bürgerkrieg, sondern ein Krieg gegen die russische Armee.

Der größte Zynismus ist der, dass der Westen die Kurden im Irak offen unterstützt, sich aus dem irakischen Territorium abzutrennen, um einen eigenen Staat zu gründen, während man den russisch ethnischen Ukrainern auf der Krim und Osturkaine diese Freiheit nicht gewährt.
DAS IST ZYNISMUS!

Frank sagt:
100% Zustimmung!

Gino sagt:
Die Kurden kämpfen gegen eine von den USA erst gezüchtete ISIS.
In Syrien haben die USA sie groß gemacht, von Katar etc. werden die mit geld und Waffen versorgt. Alle Terroreinheiten, Taliban, Al Quaida und nun ISIS – alle von den USA geschaffen.
Das sollte der Menscheit allmählich mal zu denken geben.
Die ISIS wird immer stärker und größer, wann holen die sich die Türkei?
Oder wann werden die Kurden durch Waffenlieferungen so stark die Türkei unter Druck zu setzen. Dann kämpfen die US mit Nato-Türkei wieder gegen die Kurden.
Das ganze ist an Perversität kaum zu toppen

Böser Zyniker sagt:
Solange die Daten des Flugschreibers und die Kommunikation mit der Flugsicherung von MH 17 zurückgehalten werden, glaube ich dem Westen und der Ukraine kein Wort mehr. Die Faschisten aus Kiew wollen die russische Bevölkerung in der Ostukraine vertreiben und reden bei einer Hilfsaktion von Zynismus, wenn das mal kein Zynismus ist.

ronja w. sagt:
Dieser Jazenjuk gehört weggesperrt. Er ist von der Realität weiter weg, als die Erde zum weitesten Stern. Ausgerechnet er spricht von Zynismus. Gibt es das, dass jemand so die Tatsachen verdreht? Russland will helfen und die Putschregierung benimmt sich wie Kleinkinder in der Trotzphase, nur viel viel schlimmer. Ich verstehe die ganzen Hilfsorganisationen nicht, die sollten endlich mal Klartext reden! Ich empfinde das als so schlimm, dass ich weinen könnte!

Spitzer Stachel sagt:
Die deutsch-russische Zusammenarbeit klappt ja noch ganz gut:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-08/hilfe-deutschland-hilfskonvoi-russland-ukraine

Weltpatriot sagt:
Zynisch ist eigenes Volk bekämpfen und die Schuld daran einem Anderen geben!
Zynisch ist das eigene Volk lieber verhungern lassen als Hilfe anzunehmen!
Zynisch ist eine Hilfestellung schlechtmachen, statt Dankbarkeit zu zeigen. Es sind Spenden der Moskauer, haben mit Putin nichts zu tun!
Zynisch ist selbst der größte Nazi aller Zeiten zu sein und es einem Anderen vorwerfen!
Zynisch ist mit dieser gefährlichen Person zusammenarbeiten, liebe Bundesregierung!

MH17 sagt:
Zynisch ist auch ca.300 Passieren abzuknallen nur um Putin zu beschuldigen . Dieser Kahlkopf ist krank genauso wie alle Poliker, die ihn unterstützen

forelli sagt:
Der Steinmeier kriegt nicht mal die beiden (oder drei) Parteien zu ernsthaften Verhandlungen an den Tisch. Und nun schaut er immer noch zu wie seit Wochen Hunderttausende Zivilisten beschossen und vertrieben werden. Und Steinmeier redete von “Blut an den Haenden”.
Es sieht mehr und mehr so aus, als ob diese Haende ueberwiegend den pro-westlichen Soldaten des ausgetauschten Oligarchenregimes in Kiew gehoeren.
Die Auswertungen der Blackboxen der MH17 sind weiterhin unter Verschluss, die vom ukrainischen Geheimdienst beschlagnahmten KiewerTowerkommunikationsprotokolle sind nicht vorgelegt und die US-Satelitenaufnahmen sind im Irak verschollen.
Ein Schelm wer Boeses dabei denkt.
Aber unser deutscher Schlaumeier steht voll hinter den Sanktionen, bis ihm promt das Gas ausgeht. GAZPROM

Apokalypto sagt:
Die Kiewer Verbrecher haben gar nicht im Sinn der ostukrainischen Bevölkerung zu helfen. Die wollen die einfach durch Vertreibung, verhungern lassen, töten etc. weg haben.
Die Mensche dort sind doch nur lästig, wenn es um die Förderung von Schiefergas geht.
Das ist Zynismus in Reinstform!

IM Erika sagt:
das sind die letzten Zuckungen der Zerstörer der Ukraine, die Verzweiflung nimmt langsam wirklich skurile Ausmaße an

Parzifist sagt:
Der ukrainische “Premier” Jazenjuk möchte die osturkainische Bevölkerung lieber verrecken lassen, als durch Hilfsgüter von wem auch immer, unterstützt sehen.
Ein perverser Krieg. Gleiches in Gaza:
Bomben massenweise in die Städte und gnädigerweise ein paar Brotkrumen, damit zeigt man, dass man doch nicht ganz unmenschlich ist. Wie dumm glaubt Ihr, dass Euer Volk ist?