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Dienstag, 22. März 2022

Volker Pispers über Putin, die Ukraine und das wir die guten sind - Achtung SATIRE!

Volker Pispers über Putin, die Ukraine und das wir die guten sind - Achtung SATIRE!

TheIncredibleUwe

Volker Pispers, ein Realsatiriker mit so viel Biss, dass einem das Lachen im Halse stecken bleiben und man vor Schamesröte im Boden versinken möchte, weil er einem bewusst macht, wie blind man durch diese Welt geht.

... und hier noch zwei kurze Clips von Volker Pispers

Pispers - 40% gehen von unten nach oben

Volker Pispers Deutschland & Der Leichtsinn


Donnerstag, 17. März 2022

Rubikon - Die andere Seite der Wahrheit

Rubikon - Dr. Daniele Ganser: Ukraine 2014, ein illegaler Putsch (Berlin 10.5.2015)

Die andere Seite der Wahrheit

Ohne den Völkerrechtsbruch des US-Präsidenten Obama vor acht Jahren hätte es die illegale Militärinvasion Putins vermutlich nicht gegeben.
von Daniele Ganser

Am 24. Februar 2022 gab Russlands Präsident Wladimir Putin seiner Armee den Befehl, in die Ukraine einzumarschieren — ein Verstoß gegen das UNO-Gewaltverbot und daher illegal. Fast genau acht Jahre zuvor, am 20. Februar 2014, ließ US-Präsident Barack Obama die Regierung in der Ukraine stürzen, um das Land in die NATO zu ziehen. Dieser Putsch ist die Wurzel des Ukrainekrieges. Gleich wie die Invasion von Putin war auch Obamas Verhalten ein Verstoß gegen das UNO-Gewaltverbot und daher illegal. Es wird Zeit, sich nicht länger mit Halbwahrheiten der einen oder der anderen Seite zufriedenzugeben und die Geschichte des Konflikts vollständig und ausgeglichen zu erzählen.

Wir hören nur die halbe Geschichte


Derzeit liest und hört man in den Medien viel über die Invasion
von Putin, die zu Recht kritisiert wird. Aber man liest und hört praktisch gar nichts über den Putsch von Obama. Warum wird uns nur die halbe Geschichte erzählt?

Haben die USA wirklich die Regierung in der Ukraine gestürzt? Warum hat das damals fast niemand bemerkt? Und welche historischen Belege gibt es dafür? Solche und ähnliche Fragen erhalte ich derzeit oft.

Als Historiker und Friedensforscher habe ich seit Jahren zu den offenen und verdeckten Kriegen der USA geforscht und in meinem Buch „Illegale Kriege“ auch den Putsch in der Ukraine beschrieben. „Es war ein vom Westen gesponserter Putsch, es gibt kaum Zweifel daran“, erkannte schon der frühere CIA-Mitarbeiter Ray McGovern (1).

In Berlin habe ich ein Jahr nach dem Putsch am 10. Mai 2015 einen Vortrag über die Ereignisse in der Ukraine gehalten und dort gezeigt, dass Präsident Obama tatsächlich die Regierung in der Ukraine gestürzt hat. Wer möchte, kann sich den Vortrag hier ansehen (2).

Konfrontation der Atommächte

Der Ukrainekrieg ist ein besonders delikater internationaler Konflikt, weil sich hier die USA und Russland gegenüberstehen, die beide über Atomwaffen verfügen. Wie bei der Kubakrise spielen beide Seiten mit verdeckten Karten und versuchen, die Ukraine in ihren Einflussbereich zu ziehen.

Nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Zusammenbruch der Sowjetunion erklärte die Ukraine 1991 ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Die Schwäche von Moskau gab Washington erstmals die Chance, den US-Einfluss auf Osteuropa auszudehnen und die früher von Moskau kontrollierten ehemaligen Mitgliedsstaaten des Warschauer Paktes in die NATO aufzunehmen.

Die NATO-Osterweiterung und der Gipfel von Bukarest

Obschon die USA gegenüber Russland versprochen hatten, die NATO werde sich nicht ausdehnen, geschah genau dies. Polen, Tschechien und Ungarn wurden im Jahre 1999 NATO-Mitglieder. Und beim NATO-Gipfel in der rumänischen Hauptstadt Bukarest im April 2008 erklärte US-Präsident George Bush, man werde auch die Ukraine in die NATO aufnehmen.

Russland war erzürnt, denn die Ukraine grenzt direkt an Russland. Und auch in den USA gab es mahnende Stimmen. „Man stelle sich die Empörung in Washington vor, wenn China ein mächtiges Militärbündnis schmiedete und versuchte, Kanada und Mexiko dafür zu gewinnen“, warnte der amerikanische Politologe John Mearsheimer von der Universität Chicago. Gemäß Mearsheimer hat der Westen die Russen unnötig provoziert und ist daher schuldig an der Krise in der Ukraine (3).

Senator John McCain auf dem Maidan

Auf dem Maidan, dem zentralen Platz der ukrainischen Hauptstadt Kiew, demonstrierten Ende 2013 immer mehr Menschen gegen die Regierung von Präsident Viktor Janukowitsch und Premierminister Nikolai Asarow. Der bekannte Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko führte die Demonstrationen an und hielt in enger Absprache mit den USA flammende Reden.

In dieser angespannten Lage flog der einflussreiche US-amerikanische Senator John McCain in die Ukraine und besuchte am 15. Dezember 2013 Klitschko und das Protestlager auf dem Maidan. Der US-Senator ermunterte die Demonstranten, die ukrainische Regierung zu stürzen (4).

Man stelle sich die Empörung in Washington vor, wenn ein bekannter russischer Parlamentarier nach Kanada fliegen würde, um dort Protestierende in der Hauptstadt Ottawa zu unterstützen, die kanadische Regierung zu stürzen.

Genau das taten die USA in der Ukraine.

Die US-Botschaft in Kiew koordiniert die Proteste

Die Anführer der Proteste auf dem Maidan gingen in der US-Botschaft ein und aus und holten sich dort ihre Befehle. Einige Demonstranten waren bewaffnet und gingen gewaltsam gegen die Polizei vor. „Die Amerikaner forcierten erkennbar die konfrontative Entwicklung“, erinnert sich Premierminister Nikolai Asarow, der gestürzt wurde (5).

In der US-Botschaft in Kiew war es US-Botschafter Geoffrey Pyatt, der die Demonstranten unterstützte und dadurch die Ukraine destabilisierte. Botschafter Pyatt war in direktem Kontakt mit Ex-Boxer Klitschko. Die gut organisierte Demonstration auf dem Maidan wurde immer größer und die Spannungen in Kiew nahmen zu.

Auch der heutige US-Präsident Joe Biden war direkt in den Putsch involviert, da auch er die Demonstration auf dem Maidan unterstütze. Im Dezember 2013 rief Biden, damals Vizepräsident unter Obama, in der Nacht Präsident Janukowitsch an und drohte ihm mit Strafen, wenn er den Maidan durch die Polizei räumen lasse. Janukowitsch hat daraufhin die geplante Räumung zurückgezogen (6).

Die fünf Milliarden Dollar von Victoria Nuland

Im US-Außenministerium war Victoria Nuland für den Putsch verantwortlich. Nuland war unter US-Außenminister John Kerry als stellvertretende Außenministerin eine hochrangige Mitarbeiterin von Präsident Obama. Unter Präsident Donald Trump verlor Nuland an Einfluss, wurde aber von Präsident Joe Biden wieder als Staatssekretärin ins Außenministerium berufen. In der Ukraine wollte Nuland Premierminister Nikolai Asarow und Präsident Viktor Janukowitsch stürzen, um das Land in die NATO zu ziehen, wie es am Gipfel von Bukarest beschlossen worden war.

Die Anführer der Demonstration auf dem Maidan holten sich in der US-Botschaft nicht nur ihre Befehle, sondern auch ihre Bezahlung.

Im Dezember 2013, zwei Monate vor dem Putsch, hatte Nuland in einem Vortrag erklärt: „Wir haben mehr als fünf Milliarden Dollar investiert, um der Ukraine zu helfen Wohlstand, Sicherheit und Demokratie zu garantieren“ (7).

Das führte auch in den USA zu Kritik. Der frühere US-Kongressabgeordnete Ron Paul fragte öffentlich:

„Wir haben gehört, wie die stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland damit geprahlt hat, dass die USA fünf Milliarden Dollar für den Regimewechsel in der Ukraine ausgegeben haben. Warum ist das okay?“ (8).

Dass ein Teil der Demonstranten in der Ukraine bezahlt wurde, war damals ein offenes Geheimnis. „Es gibt Leute wie den US-Milliardär George Soros, die Revolutionen finanzieren. Soros hat auch den Maidan unterstützt, hat dort Leute bezahlt — die haben in zwei Wochen auf dem Maidan mehr verdient als während vier Arbeitswochen in der Westukraine“, erklärte die Ukraine-Expertin Ina Kirsch gegenüber der Wiener Zeitung. „Es gibt genügend Belege dafür, dass sowohl auf dem Maidan als auch auf der Gegenveranstaltung, dem ‚Antimaidan‘, Leute bezahlt wurden“, so Ina Kirsch, die in Kiew vor Ort war. „Es gab Preise für jede Leistung. Ich kenne Leute, die haben morgens auf dem Antimaidan bei der Gegendemo abkassiert, sind dann rüber auf den Maidan und haben dort nochmals kassiert. Das ist in der Ukraine ja nichts Ungewöhnliches“ (9).

Fuck the EU: Das Telefonat vor dem Putsch

Der zentrale Beweis für die Beteiligung der USA am Putsch in der Ukraine ist ein abgehörtes Telefongespräch zwischen Victoria Nuland und Botschafter Geoffrey Pyatt, das diese am 7. Februar 2014 führten, nur wenige Tage vor dem Putsch.

Nuland sagt im Telefongespräch, wer in der Ukraine nach dem Putsch die neue Regierung bilden sollte. „Ich denke nicht, dass Klitsch Teil der neuen Regierung sein sollte, ich glaube, das ist nicht nötig und keine gute Idee“, bestimmt Nuland. „Ich denke, Jazenjuk ist der richtige Mann, er hat die notwendige Erfahrung in Wirtschaft und Politik.“ 

Tatsächlich wurde Arsenij Jazenjuk nach dem Putsch Premierminister in der Ukraine. Der Ex-Boxer Vitali Klitschko musste sich mit dem Posten des Bürgermeisters von Kiew zufriedengeben. Dies beweist, dass Victoria Nuland für die USA den Putsch plante und erfolgreich durchführte. Ban Ki-moon von der UN „könnte helfen, das wasserfest zu machen, und weißt du was, fuck the EU“, sagte Nuland im abgehörten Gespräch wörtlich, was bei Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einiger Empörung führte (10).

Scharfschützen lassen die Lage am 20. Februar 2014 eskalieren

Ende Februar eskalierte die Situation auf dem Maidan. Am 20. Februar 2014 kam es zu einem Massaker, als nicht identifizierte Scharfschützen aus verschiedenen Häusern auf Polizisten und Demonstranten schossen, es gab mehr als 40 Tote. Chaos brach aus. Sofort wurden die amtierende Regierung von Präsident Viktor Janukowitsch und seine Polizeieinheit Berkut für das Massaker verantwortlich gemacht, obschon diese kein Interesse daran hatten, dass die Lage eskalierte, da sie sich ja nicht selber stürzen wollten. „Die Welt darf nicht zuschauen, wie ein Diktator sein Volk abschlachtet“, kommentierte der Boxer Vitali Klitschko, der die Regierung stürzen wollte, im deutschen Boulevardblatt Bild.

Der Regime Change war erfolgreich: Präsident Janukowitsch wurde gestürzt und floh nach Russland. Er wurde durch den Milliardär Petro Poroschenko ersetzt, der als Präsident umgehend erklärte, er wolle die Ukraine in die NATO führen.

Obama spricht über den Putsch

Ein Jahr nach dem Putsch hat US-Präsident Obama mit CNN über den Machtwechsel in der Ukraine gesprochen, dabei aber die Rolle der USA verschleiert. „Putin wurde durch die Proteste auf dem Maidan auf dem falschen Fuß erwischt“, sagte Obama. „Janukowitsch ist geflohen, nachdem wir einen Deal zur Machtübergabe ausgehandelt hatten.“ Dass Obama tatsächlich die Regierung in der Ukraine gestürzt hatte, erfuhren die Zuschauer von CNN nicht (11).

Putin spricht über den Putsch

Aber die Russen wussten, dass die USA den Putsch organisiert hatten, und waren sehr verärgert. „Ich glaube, dass diese Krise willentlich geschaffen wurde“, sagte Präsident Putin gegenüber der italienischen Zeitung Corriere della Sera. Die NATO-Länder hätten den Putsch verhindern können, zeigte sich Putin überzeugt.

„Wenn Amerika und Europa zu jenen, die diese verfassungswidrigen Handlungen begangen haben, gesagt hätten: ‚Wenn ihr auf eine solche Weise an die Macht kommt, werden wir euch unter keinen Umständen unterstützen. Ihr müsst Wahlen abhalten und sie gewinnen‘, dann hätte sich die Lage völlig anders entwickelt“ (12).

Die Sezession der Krim

Präsident Wladimir Putin hatte nicht die Absicht, die Ukraine kampflos aufzugeben. Unmittelbar nach dem Sturz von Janukowitsch gab er in den frühen Morgenstunden des 23. Februar 2014 den Auftrag, mit der „Rückholung“ der Krim zu beginnen. Russische Soldaten in grünen Uniformen ohne Abzeichen besetzten am 27. Februar 2014 alle strategischen Punkte in Simferopol, der größten Stadt auf der Halbinsel Krim.

Schon am 16. März  2014 stimmten 97 Prozent der Bevölkerung der Krim für den Austritt aus der Ukraine und den Anschluss an Russland. Seither gehört die Halbinsel Krim nicht mehr zur Ukraine, sondern zu Russland.

Weder die USA noch Russland haben sich im Ukrainekrieg an das Völkerrecht gehalten. Zuerst brach Obama das Völkerrecht mit dem Putsch am 20. Februar 2014.

Als Reaktion darauf brach auch Putin das Völkerrecht mit der Besetzung der Krim am 23. Februar 2014. Die Besetzung der Krim durch Russland „war ein Bruch geltenden Völkerrechts (...) die völkerrechtliche Souveränität und die territoriale Integrität der Ukraine wurden missachtet“, erklärt Dieter Deiseroth, früher Richter am Bundesverwaltungsgericht. Der Westen kritisiere Putin nun scharf, obschon er selber „in zahlreichen Fällen immer wieder gegen geltendes Völkerrecht verstoßen hat und verstößt (Kosovo, Irak, Afghanistan, Libyen, Drohnenkrieg, Guantanamo et cetera), was seine Glaubwürdigkeit schwer beschädigt hat“ (13).

Der Donbas spaltet sich ab

Nach dem Putsch in Kiew und der Sezession der Krim stürzte die Ukraine in einen Bürgerkrieg. Der neue Premierminister Arsenij Jazenjuk versuchte mit der Armee, dem Geheimdienst und der Polizei das ganze Land unter seine Kontrolle zu bringen. Doch nicht alle Soldaten, Polizisten und Geheimdienstmitarbeiter folgten den Weisungen der Putschregierung. Im an Russland angrenzenden russischsprachigen Osten der Ukraine erklärten die Bezirke Donezk und Lugansk, dass sie die Putschregierung in Kiew nicht anerkennen würden. Die Separatisten besetzten Polizeistationen und Verwaltungsgebäude und argumentierten, die neue Regierung habe keine Legitimität, da sie auf illegalem Wege an die Macht gelangt sei.

Premierminister Jazenjuk wies dies vehement zurück und erklärte, alle Separatisten seien Terroristen. CIA-Direktor John Brennan flog nach Kiew, um die Putschisten zu beraten. Am 15. April 2014 begann die ukrainische Armee mit Unterstützung der USA ihren „Antiterror-Sondereinsatz“ und griff die Stadt Slawjansk im Bezirk Donezk mit Panzern und Schützenpanzern an. Damit begann der ukrainische Bürgerkrieg, der in acht Jahren mehr als 13.000 Tote forderte und am 24. Februar 2022 zur illegalen Invasion durch Putin führte.

Der Putsch in Kiew gibt Putin kein Recht, in der Ukraine einzumarschieren und damit das Völkerrecht zu brechen. Aber wenn wir im Westen den Putsch von 2014 ignorieren, werden wir den Ukrainekrieg nie verstehen können.


Quellen und Anmerkungen:

(1) Ex CIA Offizier Ray McGovern. Das sind die wahren Schuldigen am Ukraine Krieg. YouTube, 21. September 2014, https://www.youtube.com/watch?v=juw4E4O_XeI.
(2) Dr. Daniele Ganser: Ukraine 2014, ein illegaler Putsch, Berlin 10. Mai 2015, https://www.youtube.com/watch?v=_sMfNmx0wKo.
(3) John Mearsheimer: Warum der Westen an der Ukraine-Krise schuld ist. Foreign Affairs, 1. September 2014.
(4) John McCain tells Ukraine protesters: „We are here to support your just cause.“ The Guardian, 15. Dezember 2013, https://www.theguardian.com/world/2013/dec/15/john-mccain-ukraine-protests-support-just-cause.
(5) Stefan Korinth: „An unseren Händen klebt kein Blut.“ NachDenkSeiten, 22. Oktober 2015; https://www.nachdenkseiten.de/?p=28031#foot_0.
(6) Ebenda.
(7) ARD Monitor: Die NATO als Kriegstreiber in der Ukraine, 14. März 2014, https://www.youtube.com/watch?v=qpw5qIZ7QeM.
(8) Ron Paul: Reckless Congress ‚declares war‘ on Russia. Ron Paul Institute for Peace and Prosperity. 4. Dezember 2014.
(9) Gerhard Lechner: Offene Fragen zu Ereignissen auf dem Maidan. Ina Kirsch über die vielen Fehler, die zu der schweren Ukrainekrise führten. Wiener Zeitung, 20. Februar 2015, https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Essays/Politik/Maidan.
(10) Victoria Nulands Ausrutscher. US-Diplomatin entschuldigt sich für „Fuck the EU“. Spiegel Online, 7. Februar 2014, https://www.spiegel.de/politik/ausland/us-diplomatin-victoria-nuland-entschuldigt-sich-fuer-fuck-the-eu-a-952016.html.
(11) US-Präsident Barack Obama im Gespräch mit CNN-Journalist Fareed Zakaria, 1. Februar 2015. YouTube: Fareed Zakaria Obama CNN Interview 3. February 2015.
(12) Wladimir Putin: Interview with the Italian newspaper Il Corriere della Sera, 6. Juni 2015.
(13) Marcus Klöckner: „Wer den Einsatz von Atomwaffen anordnet, handelt verbrecherisch.“ Telepolis, 2. April 2015, https://www.heise.de/tp/features/Wer-den-Einsatz-von-Atomwaffen-anordnet-handelt-verbrecherisch-3371089.html.



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Daniele Ganser Daniele Ganser, Dr. phil., ist Schweizer Historiker, spezialisiert auf Zeitgeschichte seit 1945 und Internationale Politik. Seine Forschungsschwerpunkte sind Friedensforschung, Geostrategie, verdeckte Kriegsführung, Ressourcenkämpfe und Wirtschaftspolitik. Er leitet das „Swiss Institute for Peace and Energy Research“ in Basel.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Der Artikel ist erschienen bei :Rubikon-News

Donnerstag, 20. August 2020

Ein Schockwelle geht um die Welt - Millie Weaver wurde verhaftet

Meinung
Wer ist Millie Weaver und sollte es uns etwas ausmachen, wenn diese rechte „Journalistin“ verhaftet wurde?

Dieses Video ist von David Freiheit.
Freiheit ist ein kanadischer Anwalt, der unter dem Pseudonym „Viva Frei“ YouTube-Videos erstellt. Freiheit erhielt sein Jurastudium an der Universität Laval und begann 2007 mit der Anwaltstätigkeit. 2018 verließ er seine Anwaltskanzlei, um sich der Erstellung von Youtube-Videos zu widmen, in denen er aktuelle Themen unter rechtlichen Gesichtspunkten analysiert.

In seinem neuesten Video geht es um den Fall einer rechten Journalistin, die am Freitag (mit ihrem Ehemann) vor ihren Kindern festgenommen wurde. Bisher ist unklar, warum Millie Weaver verhaftet wurde, aber sie behauptet, sie würde schockierende Nachrichten veröffentlichen, die das Establishment erschüttern würden. Weaver wird voraussichtlich am Montag vor einem Richter stehen und aus der Haft entlassen werden. Ist dies eine Art extrem seltsamer Werbegag, der falsche Nachrichten und eine rechtzeitige Verhaftung kombiniert? Hier ist der kanadische Anwalt Viva Frei.

VIVA FREI:
„Ich hatte bis gestern noch nie von Millie Weaver gehört, aber die Stille um ihre Verhaftung ist ein starker Kontrast zu der Berichterstattung, als ein CNN-Reporter live im Fernsehen festgenommen wurde. Hier ist eine Zusammenfassung mit so vielen Informationen, wie derzeit bekannt sind.”

https://disqus.com/by/bitchute-79b8208443b6b996c10fef154cd6f93d/ Ich danke Ihnen für das Teilen. Der erste Upload erreichte mehr als 1,3 Millionen Aufrufe, bevor YouTube ihn unter dem Vorwurf der "Hassrede" entfernte.

dies Video kommt nicht von Youtube

YOUTUBE sagte, es sei wegen Hassrede gelöscht worden. 17AUG2020 - HERUNTERLADEN UND TEILEN - Millie Weaver und ihr Mann wurden gerade verhaftet, als sie diesen Dokumentarfilm veröffentlichten, der den VERRAT der Obama-Regierung enthüllte. Das ist kein Witz! Bitte notieren Sie dies, laden Sie es herunter und teilen Sie es. Je mehr Menschen es gesehen haben, es bekommen haben und darüber aussagen können, desto sicherer werden diejenigen sein, die ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben.

Gavin Scott Wince ist konservativer Filmemacher und Infowars-Mitarbeiter, Millie Weavers Lebensgefährte und, basierend auf Weavers Instagram-Account, der Vater ihrer beiden Kinder.

Wince und Weaver wurden beide am 14. August verhaftet und in das Gefängnis von Portage County eingewiesen. Heavy sprach mit einem Gefängnisbeamten, der bestätigte, dass beide wegen Raubes, Manipulation von Beweismitteln, Behinderung der Justiz und häuslicher Gewalt angeklagt sind. Es wurde erwartet, dass sie am Montag, dem 17. August, einem Richter gegenüberstehen. Heavy wandte sich an die Staatsanwaltschaft des Bezirks, um eine Kopie der eidesstattlichen Erklärung zu erhalten. Wir haben noch nichts davon gehört.

Der Gefängnisbeamte, mit dem wir gesprochen haben, bezeichnete Wince als Weavers Ehemann, ebenso wie Infowars Gastgeber Alex Jones. Der Cleveland Plain Dealer beschrieb Wince als Weavers Freund. Heavy hat nicht unabhängig überprüft, ob das Paar verheiratet ist.

In einer schockierenden Nachricht wurden die investigative Reporterin Millie Weaver und ihr Partner Gavin Wince in ihrem Haus festgenommen. Die Verhaftung erfolgt nach ihrer Veröffentlichung eines Dokumentarfilms zum Thema der US-amerikanischen „Schattenregierung“, die auf YouTube gezeigt werden sollte, wie sie es in ihrem letzten Tweet getan hatte. Während es keine Bestätigung dafür zu geben scheint, warum sie von den Beamten genommen wurde, scheint eine Reihe spekulativer Theorien in den sozialen Medien aufgetaucht zu sein.

Weaver wurde am 6. Februar 1991 in San Bernardino, Kalifornien, USA, geboren. Sie war eine aufstrebende Schauspielerin und Sängerin, die später politische Aktivistin und Reporterin wurde. Sie ist Mutter eines vierjährigen Sohnes und einer neun Monate alten Tochter, wie aus einem Bericht von YHStars.com hervorgeht. Nicht nur das, der gleiche Bericht besagt, dass die 29-Jährige als einer der "30 einflussreichsten Republikaner unter 30" von Newsmax bezeichnet wurde. Augenblicklich ist sie Reporterin für Infowars.

Am 11. August 2020 veröffentlichte sie den Trailer mit der Überschrift: „Der ObamaGate-Skandal kratzt nur an der Oberfläche. Dies ist möglicherweise das bislang größte Whistleblowing-Ereignis. Offizieller Trailer - Shadow Gate. “ Nach den schockierenden Nachrichten wurde der Tweet mit über 7.000 Retweets und 8.000 Likes in wenigen Stunden viral. In der Erzählung im Trailer heißt es: „Beide Parteien sind gleichermaßen schuldig an dem, was sich als noch größerer Skandal herausstellen sollte. Shadow Gate die taktische und operative Rolle der Schattenregierung hinter den Kulissen des Putsches gegen Präsident Trump. “ Der Trailer beschrieb auch, dass der Dokumentarfilm detailliert beschreiben würde, wer die wirklichen Puppenspieler und Fadenzieher sind.
Dieses Video ist ein MUSS. Millie Weaver führt uns alle durch das Kaninchenloch der Deep State-Korruption, das weitaus schlimmer ist als in der Vergangenheit. Der Zeitpunkt ihrer Verhaftung kann kein Zufall sein.

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Spygate: Ex-FBI-Chef gibt Lüge zu und spricht von "unerklärlichem Verhalten

Barr spricht von „massivem Amtsmissbrauch und unerklärlichem Verhalten”
Von Gastautor vom Deutschland-Kurier17. Dezember 2019 Aktualisiert: 18. Dezember 2019 20:03

Am 9. Dezember 2019 veröffentlichte der Generalinspekteur des US-Justizministeriums Michael Horowitz seinen Bericht über die Entstehung des FBI-Lauschangriffs gegen die Kampagne von Donald Trump 2016. Horowitz, der von Barack Obama nominiert wurde, fand 17 Fälle schwerwiegender Pflichtverletzungen. Die erste Strafermittlung läuft.

Im September 2016 hatte das Justizministerium unter dem damaligen US-Präsident Barack Obama aufgrund nicht bestätigter Vorwürfe Lauschangriffe gegen Mitarbeiter der Trump-Kampagne autorisiert. Wie der Horowitz-Bericht jetzt bestätigte, waren die hanebüchenen Vorwürfe des sogenannten Steele-Dossiers der Clinton-Detektei Fusion GPS der maßgebliche Beleg für diese Anweisung des sogenannten FISA-Gerichts für Auslandsspionage.

Da Inlandsspionage gegen US-Bürger eigentlich illegal ist, vor allem gegen einen politischen Gegner während des Wahlkampfs, habe die Obama-Regierung in Zusammenarbeit mit der Kampagne der damaligen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton einen Verdacht auf eine „Russland-Verschwörung“ erfunden, die später von willfährigen Helfern in den Medien an die Öffentlichkeit getragen wurde, so der Vorwurf aus dem Lager von Donald Trump.

Der ehemalige Obama-FBI-Chef James Comey räumte im Gespräch mit „Fox News“ ein, Fehler gemacht zu haben: „Es war falsch von mir behauptet zu haben, dass der FISA-Prozess korrekt befolgt wurde“, so Comey zu Chris Wallace.

Nun wird gegen einen Mitarbeiter des Justizministeriums ermittelt, weil dieser eine E-Mail geändert habe, die Trump-Mitarbeiter Carter Page entlastet hätte. Der Senator aus Texas, Ted Cruz, Mitglied des Rechtsausschusses, fragte am 11. Dezember 2019 Generalinspekteur Michael Horowitz, ob er so ein Vorgehen schon einmal in seiner Laufbahn erlebt habe. Horowitz dementierte: „Nein, habe ich nicht.“ Cruz fragte, ob ein Privatbürger, der in dieser Weise Gerichtsdokumente gefälscht hätte, strafrechtlich verfolgt werden würde. Horowitz bestätigte dies.

„Die Presse hat an Ihrem [Horowitz‘] Bericht betont, dass Sie keine Beweise für eine politische Kampagne [gegen Trump] gefunden hätten. Das ist Ihre Einschätzung, die ich nicht teile,“ so Cruz im Senat. Die Tatsachen in dem Bericht seien „zutiefst erschütternd“, die Bürger würden „selbst ihre Schlüsse daraus ziehen, warum dieses Muster des Amtsmissbrauchs auftrat“. Von den 17 „schwerwiegenden Fehlern und Falschbehauptungen“ in dem Bericht, die das FBI und Justizministerium benutzt hatten, um einen Lauschangriff gegen die Trump-Kampagne genehmigt zu bekommen, seien „eine Reihe sehr, sehr verstörend. Das sind keine Tippfehler oder Versehen. Es sind groteske Fälle von Amtsmissbrauch“.

In einem Interview mit dem Sender NBC bestritt Justizminister William Barr Horowitz‘ Feststellung, die Lauschangriffe gegen die Trump-Kampagne seien nicht politisch motiviert gewesen: „Unser Land wurde drei Jahre lang auf den Kopf gestellt durch eine völlig aus der Luft gegriffenen Affäre, die von einer völlig verantwortungslosen Presse angefacht wurde“, so Barr.
Es gab massiven Amtsmissbrauch und unerklärliches Verhalten seitens des FBI. Es ist sehr wohl möglich, dass dies aus böser Absicht geschah.“
Horowitz hat eine Million Dokumente untersucht und 100 Zeugen vernommen, um festzustellen, dass „keine Anhaltspunkte für eine politische Motivation zu finden seien“. Barr warf Horowitz vor, nicht intensiv genug gesucht zu haben. „Er hat nur gesagt, hier ist die Erklärung, die diese Leute mir gegeben haben, ich habe nichts gefunden, was dem entgegensteht. Aber den Vorwurf der missbräuchlichen Beweggründe hat er nicht wirklich untersucht. Ich glaube, wir müssen das Ergebnis der ganzen Untersuchung abwarten“, so Barr.

Während Horowitz nur den Prozess des FISA-Antrags untersucht hat, untersucht Sonderermittler John Durham im Auftrag Barrs die ganzen Hintergründe der Trump-Russland-Verschwörung. Diese Ergebnisse werden im Frühjahr oder Sommer erwartet und könnten maßgeblich den US-Wahlkampf beeinflussen.

Das Amtsenthebungsverfahren der Demokraten konnte bisher keine Anhaltspunkte für ein konkretes Verbrechen seitens Präsident Trumps erbringen, den Demokraten bleiben jetzt nur die vagen Anschuldigungen „Machtmissbrauch“ und „Behinderung des Kongresses“, an sich keine Straftatbestände.

Im Interview mit Fox & Friends sagte US-Präsident Trump, er „freue sich darauf“, dass das Amtsenthebungsverfahren im Senat weitergehe, denn dort haben die Republikaner eine Mehrheit und können eigene Zeugen berufen, wie zum Beispiel die Privatdetektive Glenn Simpson und Christopher Steele, den Sohn des ehemaligen Vizepräsidenten Hunter Biden oder den „Whistleblower“ Eric Ciaramella.
Das Amtsenthebungsverfahren scheint immer mehr auseinanderzufallen. Sogar Demokraten wenden sich immer mehr von dem Amtsenthebungszirkus ab: Laut einer neuen CNN-Umfrage unterstützen nur noch 77% der linken Wähler die Amtsenthebung, im Vormonat waren es 90%.

Der demokratische Abgeordnete Jeff Van Drew kündigte an, die Partei wegen dem Amtsenthebungszirkus zu verlassen. Wie es jetzt aussieht, wird Donald Trump die Amtsenthebung rechtzeitig zum Wahlkampf abwenden und den Durham-Bericht im Frühling/Sommer gegen die Demokraten munitionieren können. Damit könnte die ganze Affäre, die Trump als einen „Putschversuch einmaliger Dimension“ darstellt, den Demokraten gehörig auf die Füße fallen.

Zuerst erschienen im Deutschland-Kurier.
Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.

Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Dienstag, 1. Oktober 2019

Was ist der Friedensnobelpreis noch wert?

Ist er wirklich noch eine ehrliche Auszeichnung?
oder kann er seit der Verleihung an Obama und die EU als politische Trophäe gelten, nicht viel mehr wert als ein Karnevalsorden?


Denn jetzt kommt auch das noch!

16-jährige Klimaschützerin
Greta Thunberg für den Friedensnobelpreis nominiert
schreibt der Münchner Merkur

Kopenhagen (dpa) - Ihr Einsatz für das Klima hat der jungen schwedischen Aktivistin Greta Thunberg eine Nominierung für den Friedensnobelpreis eingebracht.

Laut norwegischer Zeitung "Verdens Gang" sprachen sich drei Abgeordnete der norwegischen Sozialistischen Linkspartei dafür aus, dass die 16-Jährigen die renommierte Auszeichnung erhalten sollte. Dem schwedischen "Aftonbladet" zufolge wurde sie auch von zwei Politikern aus Schweden nominiert. Thunberg selbst schrieb dazu am Donnerstag auf Twitter, sie fühle sich geehrt und sei sehr dankbar über die Nominierung.

"Wir haben Greta nominiert, weil die Klimabedrohung vielleicht einer der wichtigsten Beiträge zu Krieg und Konflikten ist", wurde Freddy André Øvstegård, einer der Abgeordneten, von der "VG" zitiert. "Die riesige Bewegung, die Greta in Gang gesetzt hat, ist ein enorm wichtiger Beitrag zum Frieden."

Das norwegische Nobelkomitee hatte Mitte Februar mitgeteilt, dass mehr als 300 Nominierungen für den diesjährigen Friedensnobelpreis eingegangen seien. Die Frist zur Nominierung war am 31. Januar abgelaufen.

Soll dieser Preis nicht Menschen oder Organisationen ehren, die sich in besonderer Weise um den Frieden in der Welt verdient gemacht haben?

Es gibt eine ganze Reihe die ohne jeden Zweifel in diese Kategorie gehören.

Nur einige Namen seien als Beispiele aufgeführt:
  • Martin Luther King (1964)
  • Willy Brandt (1971)
  • Mutter Teresa (1979)
  • Tenzin Gyatso (14. Dalai Lama)(1989)
  • Michail Gorbatschow (1990)
  • Nelson Mandela (1993)
  • Ärzte ohne Grenzen (1999)
  • Malala Yousafzai (2014)
Zumindest zweifelhaft erscheinen in der Auflistung:
  • Henry Kissinger (1973) (Kriegsplaner)
  • Jassir Arafat (1994) (Terroristenführer)
  • Al Gore (2007) (Klimaschwindler)
Aber solche Namen wie
  • Barack Obama (2009) (Drohnenkiller)
und
  • Europäische Union (2012)(Kriegstreiber)
stören die Reihenfolge nur.

Warum ? - Darum :

Friedensnobelpreis-Chef muss gehen
Er war für Obama und die EU.


"Seit der Auszeichnung Barack Obamas mit dem Friedensnobelpreis ist Thorbjørn Jagland umstritten, jetzt wurde der Vorsitzende des Komitees abgesetzt. Eine Frau übernimmt seinen Job"
schrieb die Frankfurter Allgemeine am 3.1.2015

Umstritten war, dass gleich zu Beginn seiner Amtszeit Obama, der gerade erst US-Präsident geworden und in zwei Kriege in Afghanistan und im Irak verstrickt war, mit dem Preis ausgezeichnet wurde.
Diese Entscheidung des Nobelkomitees unter seinem Vorsitz hatten sowohl bei Kommentatoren als auch bei früheren Nobelpreisträgern heftige Kritik ausgelöst.



Und bei Deutsche Wirtschafts Nachrichten konnte man damals lesen:

Friedensnobelpreis - Kritik wegen Obama-Auszeichnung
Nobelpreis-Komitee setzt Vorsitzenden Jagland ab


Das norwegische Nobelpreiskomitee hat seinen Vorsitzenden Thorbjörn Jagland abgesetzt. Seit 2009 stand Jagland aufgrund der Vergabe des Friedensnobelpreises an US-Präsident Obama in der Kritik. Seine Nachfolgerin wird die norwegische Ex-Politikerin Kaci Kullmann Five.

Freitag, 31. Mai 2019

Trump kündig an, weitere Ermittlungsergebnisse frei zu geben

Thema: Donald Trump

Ermittlungen gegen Obama: Trump kündigt Freigabe der Dokumente an


LION Media
Am 29.05.2019 veröffentlicht

Trump hat die Autorität zur Freigabe der Informationen an Justizminister Barr übertragen, jener Mann der schon vor Amtsantritt Ermittlungen gegen die Clintons gefordert hat. Im Hintergrund arbeiten Durham und Horowitz weiter an ihren Berichten.

Kategorie Nachrichten & Politik

Donnerstag, 11. April 2019

FBI Agenten packen aus: Hillary Clinton hat die USA verraten

Thema: USA

FBI Agenten packen aus:
Hillary Clinton hat die USA verraten


LION Media
Am 18.03.2019 veröffentlicht

Kategorie Nachrichten & Politik

Kommentare

Neverforgetniki
Aber Clinton war doch "die Gute" im letzten Wahlkampf..habe ich in den deutschen Qualitätsmedien gelesen. :D

werner zuercher
Die Wallstreethexe und ihr Pädophiler Mann gehörten schon lange hinter Gitter. Der Friedensnobelpreis tragende Drohnenmörder und sein Mann ebenfalls!

Claudia Thielke
Danke!Jetzt kommen tatsächlich die angekündigten Wahrheiten immer mehr an das Tageslicht.

Peter Steffan
Der Wind wird sich noch zum Sturm entwickeln und es kommt dann hoffentlich noch zu Tornados, welche den Dreck dann mitreißen und unseren Planeten säubern.


Samstag, 16. März 2019

Der Tiefe Staat, Soros und die Neue Weltordnung

Thema: Die Neue Weltordnung

Soros und die Neue Weltordnung: Scheitert sein Plan?


LION Media
Am 12.03.2019 veröffentlicht

Kategorie Nachrichten & Politik

Kommentare

Racore90
Also Wählt nicht die Grünen!!!
Soros setzt nämlich auf die Grünen bei der nächsten Wahl!!!

Neverforgetniki
Soros ist eine der menschlich abstoßendsten Personen, welche je gelebt haben. br />
Manuela Schmitz
Niguel Farage hat das EU Parlament gefragt: "Wer hat von Ihnen nicht Geld von George Soros erhalten?"

Mark White
Klasse Beitrag ! Ja, wer der Spur des Geldes folgt, erkennt die perfide Strategie des empathielosen Psychopathen...


Freitag, 11. Mai 2018

US-Ausstieg aus Atom-Abkommen - jetzt kommt es auf Europa an

Thema: USA / Iran

Hätte es noch eines Beweises für die Beratungsresistenz des US-Präsidenten Donald Trump bedurft, so hat er ihn geliefert. Obwohl seine Berater, Geheimdienst-Koordinator Dan Coats als auch Mike Pompeo, bis vor Kurzem noch CIA-Chef, haben ihm bestätigt, dass sich der Iran an den Atom-Deal hält.

Allem Anschein nach geht es ihm aber gar nicht um den Atomdeal, er will den Iran wirtschaftlich zerstören und einen Machtwechsel herbeiführen, damit das, seiner Meinung nach unterdrückte, iranische Volk, in „Freiheit“ leben kann und er als der Befreier gefeiert wird.

Dazu fordert er von den Verbündeten bedingungslose Loyalität ein. Das geht soweit, dass der neue US-Botschafter Richard Grenell von deutschen Unternehmen gefordert hat, ihre Geschäftsbeziehungen zum Iran herunter zu fahren.

Anstatt Teheran auf Augenhöhe an den Verhandlungstisch zu holen, wird die Blutgrätsche aus Washington die klerikalen Hardliner stärken. Moderate Kräfte um Präsident Rohani geraten ins Hintertreffen. Am Ende der eingeleiteten Ketten-Reaktion steht nicht mehr Stabilität, sondern neben dem Risiko eines regionalen Rüstungswettlaufs die Gefahr eines militärischen Flächenbrands. Nicht nur im Nahen 0sten. Auch die taufrische Annäherung mit Nordkorea ist gefährdet. Warum sollte Diktator Kim Jong un in die Demontage seines Atomprogramms einwilligen, wenn Trump das Abkommen mit Teheran hintertreibt?

Alles sein Reden und Handeln erinnert an den Irak-Feldzug von US-Präsident George W. Bush 2003. Auch damals schwelgte Washington in der Utopie, den Diktator Saddam Hussein zu stürzen und quasi per Knopfdruck die Demokratie im Nahen Osten einzuführen. Eine fataler Trugschluss.

2003 weigerten sich Deutschland und Frankreich an der Irak-Invasion teilzunehmen. Damit wird es diesmal aber nicht getan sein, diesmal muss EU in Kauf nehmen, dass ihre Firmen mit US-Strafmaßnahmen belegt werden.

Ihnen sollte dann Schadenersatz gewährt werden. 2003 hatten sich Deutschland und Frankreich zu Recht geweigert, an der Irak-Invasion Bushs teilzunehmen. Heute kommt es darauf an, dass die EU Nein sagt zu einer wirtschaftlichen Vernichtungskampagne oder gar einem Krieg gegen den Iran. Das ist die Nagelprobe für die Europäer.

Freiheit ist nicht nur die Freiheit für Andersdenkende sondern auch für Dummheit. Und diese Freiheit beweist die USA zur Zeit jeden Tag aufs neue und ihr Präsident betreibt Gehirnwäsche bei seinen potentiellen Wählern wenn er ihnen eine nicht vorhandene Macht vorgaukelt.

So langsam sollten sich die Europäer mal fragen, warum sie sich immer nach den USA richten müssen. Vor allem, solange dieser unberechenbare Präsident sein Unwesen treibt. Vielen Amerikanern ist es peinlich, was er macht. Aber solange er die Wirtschafts- und Bankenlobby hinter sich weiß, wird sich nichts ändern, und wenn die Schüler und Studenten noch so oft auf die Strasse gehen.

Trumps Ego-Trip ist nicht zuletzt eine Absage an das Prinzip Wandel durch Annäherung. Adressat: Europa. Die Bittsteiler-Besuche von Macron und Merkel waren im Ergebnis für die Katz. Nach 15 Monaten Trump im Weißen Haus ist der transatlantische Graben noch breiter geworden.

Quelle: WP 10.05.2018

Ergänzung 11.05.2018 um 21:45 Uhr
Donald Trump lässt sich feiern:
„Wir haben einen großen Deal gemacht, für die Welt“


WELT
Am 11.05.2018 veröffentlicht
Der US-Präsident ist wieder im Wahlkampfmodus. Fans halten Schilder mit der Aufschrift: „Keep America great.“ Die jüngsten Ereignisse im Iran-Konflikt und in Nordkorea werden als Erfolge gefeiert. In Frankreich etwa bleibt man kritisch.

Kategorie Nachrichten & Politik
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Freitag, 21. Juli 2017

Trump stoppt von Obama geduldeten Waffendeal des CIA mit "Rebellen"

Thema: Syrien

Keine Waffen für Rebellen –
«Putin hat gewonnen»

Was unter seinem Vorgänger Obama angefangen hat, hat der amtierende US-Präsident Trump nun gestoppt: Die verdeckten Waffenlieferungen der CIA an syrische Rebellen.

US-Präsident Trump hat laut einem Bericht die verdeckten Waffenlieferungen der CIA an syrische Rebellen, die gegen die Regierung von Baschar al-Assad kämpfen, stoppen lassen. Die Entscheidung habe Trump vor knapp einem Monat nach einem Treffen mit CIA-Direktor Mike Pompeo und seinem Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster getroffen, berichtete die «Washington Post» heute unter Berufung auf Regierungskreise. Eine Sprecherin Trumps bestätigte den Bericht nicht.

Die CIA hatte 2013 unter dem damaligen Präsidenten Barack Obama ein verdecktes Programm mit Waffenlieferungen begonnen. Der Auslandsgeheimdienst rüstete moderate Rebellen mit leichten Waffen und Munition aus. Regierungsbeamte sagten der «Washington Post», Trumps Entscheidung zum Stopp des Programmes spiegele sein Interesse wider, Wege zu finden, um mit Russland zusammenzuarbeiten. Moskau ist einer der wichtigsten Verbündeten Assads.

Trump hatte sich vor knapp zwei Wochen zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen. Dabei verkündeten beide Regierungen eine Waffenruhe für den Südwesten Syriens. Regierungsbeamte sagten der Zeitung, dass die Entscheidung zum Stopp der Waffenlieferungen keine Bedingung für den Waffenstillstand gewesen sei.

Kreml gewinnt

Mehrere Quellen werteten den Schritt dennoch als grosses Zugeständnis an Russland. «Putin hat gewonnen», sagte ein Regierungsvertreter der Zeitung, der anonym bleiben wollte. Das Blatt wies zugleich darauf hin, dass auch Unterstützer des Programmes dessen Erfolg angezweifelt hätten, nachdem Russland 2015 militärisch in den Bürgerkrieg eingegriffen hatte.

Die US-Regierung kämpft in Syrien gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Das Militär fliegt Luftangriffe auf den IS und unterstützt die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) am Boden mit Training und Waffen. Diese Waffenlieferungen haben nichts mit dem verdeckten CIA-Programm zu tun, sondern sind eine Operation des Pentagons.

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Mittwoch, 5. April 2017

Obamas Sicherheitsberaterin Susan Rice soll Trump ausgeschnüffelt haben


Thema: Spionage

Obamas Sicherheitsberaterin
Susan Rice soll Trump ausgeschnüffelt haben

Donald Trump will abgehört worden sein. Jetzt nennt ein Bloomberg-Kolumnist die angebliche Urheberin: Obamas Sicherheitsberaterin Susan Rice.

Susan Rice soll Geheimdienstinformationen über Donald Trump und seine Gefolgsleute verbreitet haben. Zwei Berichte behaupten, Obamas Sicherheitsberaterin habe die Aufdeckung der Namen von Amerikanern in Abhörberichten von Ausländern verlangt.

Donald Trumps Vorwürfe gegen seinen Vorgänger Barack Obama haben am Wochenende neue Nahrung erhalten. Zwei Recherchen wollen bestätigt haben, dass Trump und sein Team vor der Amtseinsetzung von der noch amtierenden Regierung bespitzelt wurden.

Nach beiden Darstellungen geht es um Geheimdienstberichte über Ausländer. Der Vorwurf: Die Identität der darin vorkommenden Trump-Mitarbeiter sei unrechtmässig aufgedeckt worden. Diese «Demaskierung» ist meist illegal und kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.

War es Susan Rice?

Laut einem Fox-News-Bericht vom Freitag ist der Urheber der Namensenthüllung eine «sehr bekannte, sehr hochrangige Person in der Welt der Geheimdienste» ausserhalb des FBI. Am Montag ging der Bloomberg-Kolumnist Eli Lake einen Schritt weiter. Lake schrieb, die Enthüllung sei von Susan Rice angefordert worden – Obamas Sicherheitsberaterin.

Laut Lake wurde das Muster von Susan Rices Anfragen bei einer Überprüfung der «Demaskierungspolitik» entdeckt. Die Durchsicht wurde von Ezra Cohen-Watnick geleitet, dem Geheimdienstdirektor im Nationalen Sicherheitsrat. Cohen-Watnick sei im Februar aufgefallen, dass Rice während der Übergangszeit wiederholt die Namen von Trump-Leuten aufzudecken begehrte. Er habe diesen Befund an das Rechtsbüro des Weissen Hauses weitergeleitet.

Politisch wertvolle Informationen

Die Geheimdienstberichte seien in der Obama-Regierung breit gestreut worden und hätten politisch wertvolle Informationen enthalten, sagt einer von Lakes Gewährsleuten. Dazu zähle, wen das Trump-Team getroffen habe, was seine aussenpolitischen Auffassungen gewesen seien und welche Pläne es gehegt habe.

Der Bericht von Lake macht denkbar, dass auch der Inhalt des Telefongesprächs von Michael Flynn mit dem russischen Botschafter auf diesem Weg bekannt wurde. Als Folge davon wurde Flynn als Sicherheitsberater nach 24 Tagen im Amt von Trump entlassen.

Womöglich schon seit einem Jahr ausgeschnüffelt

Susan Rice hat Eli Lakes Anfragen bisher nicht beantwortet. Auf die «Demaskierung» von Trump-Leuten in Geheimdienstberichten angesprochen, sagte Rice im März am PBS-Fernsehen: «Davon weiss ich nichts.»

Im Verlauf des Montags bestätigte Fox News die Rolle von Susan Rice bei der Namensenthüllung. Zusätzlich unterstellt der Sender der Obama-Regierung, sie habe Trump und seine Leute schon länger ausspioniert. Eine Abhörung via Namensaufdeckung in Geheimdienstberichten sei schon früh im vergangenen Jahr belegt, noch bevor Trump Mitte Juli offizieller Kandidat der republikanischen Partei wurde, schreibt Adam Housley von Fox News. Diese Praxis der Obama-Regierung habe zudem nichts mit Trumps Russland-Kontakten zu tun, die seit Wochen die politische Diskussion in Washington beherrschten.

Trumps Tweets nicht ganz daneben

Der politische Hintergrund der Recherchen sind Trumps umstrittene Tweets vom 4. März 2017. Darin beschuldigte der Präsident Obama, die Telefone im Trump Tower angezapft zu haben:
Terrible! Just found out that Obama had my "wires tapped" in Trump Tower just before the victory. Nothing found. This is McCarthyism!
— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) March 4, 2017
Seitdem sucht das Weisse Haus nach Belegen für diesen Vorwurf.

Wörtlich genommen, trifft Trumps Behauptung einer Telefon-Abhörung sicher nicht zu. Doch wenn die Recherchen von Fox News und Eli Lake stimmen, liegt Trump mit seinem Vorwurf nicht völlig daneben. Mehr noch: Wie der Fox-News-Analyst Chris Stirewalt am Montag andeutete, könnte der Vorwurf, Trump-Leute hätten sich im Wahlkampf mit Russland abgesprochen, sogar von Obama-Mitarbeitern mithilfe der Geheimdienstinformationen in die Welt gesetzt worden sein.

Viele Medien verschweigen es

Diese brisante Möglichkeit kann womöglich erklären, warum die neuen Recherchen zu Beginn ausserhalb von Bloomberg, Fox News und der Trump-freundlichen Website Breitbart weitgehend ignoriert wurden. Die Websites Politico und The Hill rapportierten die Berichte in kurzen Artikeln. Die «New York Times», die «Washington Post», CNN sowie die News-Divisionen der Sender ABC, CBS und NBC jedoch erwähnten die Ausschnüffelungsstory bis Montagnachmittag mit keinem Wort. Breit aufgenommen wurde der potenzielle Skandal erst am Abend und in den Zeitungen vom Dienstag.

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Sonntag, 15. Januar 2017

Bilanz über die Amtszeit eines US-Präsidenten

Thema: US-Präsident Obama

Barack Obamas Bilanz
Brillant gescheitert

Der Jubel der Massen hallte kilometerweit. Fast 250.000 Menschen hatten sich in jener Nacht im Grant Park von Chicago versammelt, um ihren Helden zu feiern. Es war der 4. November 2008 - nur Stunden, nachdem Barack Obama als erster schwarzer Präsident der USA feststand. "Change", rief er, "has come to America!" Der Wandel ist nach Amerika gekommen.

Acht Jahre später kehrt an diesem Dienstag ein ergrauter, zermürbter Obama in seine Heimatstadt zurück, um mit einer letzten Rede Abschied zu nehmen und das Erbe seiner Amtszeit zu umreißen. Es geht ein in Teilen großer, in Teilen aber auch gescheiterter Präsident. Es kann kein einheitliches Urteil über ihn geben: Ja, von vielen seiner Großprojekte blieb wenig übrig und aus dem Prinzip Hoffnung, dem Slogan der Obama-Ära, fast nichts. Die USA taumeln zerrissener denn je in eine ungewisse Zukunft unter Donald Trump. Das ist die eine Seite.

Doch unter den Trümmern der hehren Ambitionen finden sich auch einige erstaunliche Errungenschaften, deren Tragweite teilweise erst die Geschichte offenbaren dürfte. Wie kein anderer seit John F. Kennedy prägte Obama das Amt mit seinem Stil und seiner intellektuellen Brillanz. Er modernisierte die amerikanische Gesellschaft schnell - möglicherweise zu schnell.

Die wichtigsten Erfolge und Fehlschläge des 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten im Überblick:

TOP: Die Wirtschaft läuft

Die Amerikaner fühlen sich wirtschaftlich und finanziell so unsicher wie nie zuvor. Dabei ist der konjunkturelle Aufschwung eine statistisch klar nachweisbare Errungenschaft Obamas: Gemeinsam mit dem Kongress bewahrte er die USA davor, in den Abgrund zu stürzen. Als erstes berappelte sich die Automobilindustrie, deren Krise die legendäre Motown Detroit zur Geisterstadt gemacht hatte. Die Arbeitslosenquote lag bei Obamas Amtsantritt bei 7,8 Prozent, im Dezember 2016 war sie auf 4,7 Prozent gesunken. Auch wenn die sogenannte Schattenstatistik - die diejenigen mitrechnet, die die Jobsuche ganz aufgegeben haben - bis heute düster aussieht und das Wirtschaftswachstum weiter anämisch ist, geht es den USA wesentlich besser als vor acht Jahren. Doch der dramatische Strukturwandel, der sich hinter den Zahlen verbirgt, führt dazu, dass die meisten Amerikaner das nicht spüren.

TOP: Kampf gegen den Klimawandel

Es ist einer der nachhaltigsten Erfolge Obamas: sein Einsatz für die Umwelt. Die politischen Scharmützel über die Keystone- und die Dakota-Pipeline können nicht darüber hinwegtäuschen, dass er der "Öko-Präsident" war - ein Prädikat, das Trump und die klimafeindlichen Republikaner nun am liebsten wieder ganz ausradieren wollen. Doch so einfach wird das nicht sein: Viele Schritte, die Obama im aussichtlos scheinenden Kampf gegen die globale Erwärmung einleitete, lassen sich längst nicht mehr rückgängig machen, zumal sich auch die US-Industrie schon weitgehend umgestellt hat. Das Pariser Klimaschutzabkommen, das Trump zunächst "zerreißen" wollte, dürfte sich als haltbarer entpuppen als gedacht. Andere Obama-Umweltprojekte sind kaum bekannt, sie verstecken sich im Kleingedruckten. Zum Beispiel in dem massiven Konjunkturpaket, das die USA aus der Rezession hievte und bis zu 90 Milliarden Dollar Subventionen für grüne Energie enthielt. Die US-Produktion von Wind- und Solarenergie hat sich seither vervielfacht. Hinzu kommen noch zahlreiche Innovationen des Silicon Valley.

TOP: Der Regenbogenpräsident

Hier kam Obama zwar erst spät in Gang. Doch am Ende landete er als "Unser Präsident" auf dem Cover des Schwulenmagazins "Out". Obamas Verdienste um die LGBT-Gemeinde sind zahllos: Er schaffte die "Don't ask, don't tell"-Regel des Militärs und das US-Einreiseverbot für HIV-Infizierte ab; er entwickelte Amerikas erste umfassende HIV/Aids-Strategie; er sprach sich als erster US-Präsident für die gleichgeschlechtliche Ehe aus, kurz bevor der Supreme Court sie legalisierte; er holte schwule, lesbische und transsexuelle Mitarbeiter in die Regierung und ordnete ihre Gleichstellung an; er ließ Hassverbrechen stärker verfolgen; er erhob das Stonewall Inn, wo die moderne US-Schwulenbewegung ihren Anfang nahm, zum Nationaldenkmal. Seine Gesundheitsreform stellte außerdem sicher, dass auch arme HIV-Infizierte krankenversichert sind. Viele dieser Fortschritte sind nun aber unter Trump und seinem schwulenfeindlichen Vize Mike Pence bedroht.

TOP: Meisterstück Gesundheitsreform

Es ist unklar, was von ihr in der Ära Trump übrig bleibt - aber für Obama war die Gesundheitsreform die Krönung seiner Amtszeit. Mit dem Gesetz, das er 2010 unterzeichnete, schaffte Obama die Basis für eine Krankenversicherung für alle Amerikaner. Kassenwechsel wurden leichter, die Kostenexplosion im Gesundheitssektor stoppte, chronisch Kranke erhielten eine Versicherungsgarantie. Nichts steht für das Versprechen des Wandels mehr als Obamas Gesundheitsreform. 20 Millionen US-Bürger, die vor 2008 unversichert waren, sind heute unter dem Schirm von Obamacare. Sicher, das Gesetz hat seine Schwächen. Unter dem Druck der Opposition verzichtete der Präsident etwa auf die Einrichtung einer staatlichen Krankenversicherung. Dennoch: Angesichts der jahrzehntelangen Widerstände gegen jede Form einer Versicherungspflicht war Obamas Initiative ein mutiger und richtiger Schritt. Mit Obamacare schaffte er etwas, woran etliche Präsidenten vor ihm scheiterten.

TOP: Stratege im Anti-Terror-Kampf

An Obamas Kurs in der Terrorismusbekämpfung gab es zuletzt viel Kritik: Der Präsident habe, so hieß es, den Aufstieg des "Islamischen Staates" unterschätzt. Da ist etwas dran. Trotzdem gehörte der Anti-Terror-Kampf insgesamt zu Obamas Stärken - jedenfalls aus Sicht Amerikas. Die Zahl der Anschläge daheim blieb überschaubar. Obama verstärkte den juristisch hochumstrittenen, aber unbestreitbar effektiven Drohnenkrieg, um Terroranführer auszuschalten. Er befahl die riskante Operation gegen Osama Bin Laden. Bis zuletzt verstand er sich als Gegenpol zur Bush-Regierung, die nach dem 11. September 2001 im Anti-Terror-Kampf auf Folter und das Gefangenenlager Guantanamo setzte. Obama schaffte es aufgrund des Widerstands im Kongress nicht, Guantanamo zu schließen. Seiner Argumentation, das Lager schade den Interessen der USA, weil es die Werte des Landes verrate, folgen aber inzwischen auch einige Republikaner.

TOP: Obama, die Stil-Ikone

Obamas Amtszeit ist ohne die Stilfrage nicht zu verstehen. Der 44. Präsident - er war von Tag eins an auch Ikone. Über seine Inhalte und Vorstöße kann man streiten, aber mit welcher Eleganz und Leichtigkeit er durch den politischen Alltag spazierte, beeindruckte selbst seine Gegner. Wir alle kennen die Bilder: Obama beim Basketball, Obama im Burgershop, Obama beim Singen oder Scherzen, Obama als liebender Papa - acht Jahre versuchte er, ein Präsident zum Anfassen sein. Ein Cheerleader der USA. Ein Vorbild. Er prägte mit seiner Art das Amt wie kein anderer Präsident seit John F. Kennedy. Der geschickte Einsatz von sozialen Medien und seines Fotografen Pete Souza half ihm dabei. Das mag mitunter aufgesetzt gewirkt haben, aber sein Stil, seine Integrität und seine intellektuelle Brillanz, mit der er Politik zu vermitteln versuchte, sind ganz wesentliche Gründe, weshalb er als äußerst populärer Präsident in Polit-Rente geht.

FLOP: Die Banker ließ er laufen

Als Obama sein Amt antrat, steckten die USA in der schlimmsten Finanzkrise seit Generationen. Lehman Brothers war Ende 2008 kollabiert, die meisten anderen Großbanken überlebten nur dank staatlicher Intervention. Die Zockersünden der Wall Street waren entblößt. "Ohne wachsame Augen kann der Markt außer Kontrolle geraten", warnte Obama in seiner ersten Vereidigungsrede. "Die Nation kann nicht blühen, wenn sie nur die Wohlhabenden begünstigt." Die Occupy-Aktivisten machten den Zorn auf die Banker kurzzeitig zur Volksbewegung. Doch Obamas große Wall-Street-Reform scheiterte: Die Republikaner höhlten das Gesetzespaket aus, ein paar schlagzeilenträchtige Geldstrafen gegen die Banken versickerten in den Bilanzen, am Ende landete kein einziger Chefmanager hinter Gittern. Donald Trumps Finanzkabinett aus Multimilliardären und Goldman-Sachs-Alumni dürfte nun dafür sorgen, dass die unregulierten Wild-West-Zeiten von einst mit Macht zurückkehren.

FLOP: Der Rassismus grassiert

"Hope" war Obamas Slogan. Seine Person symbolisierte die Hoffnung auf eine politische und gesellschaftliche Einheit Amerikas - eines Amerikas, in dem alle friedlich miteinander leben können, Demokraten wie Republikaner, Schwarze wie Weiße. Doch wie schnell diese Hoffnung wieder zerstob, zeigte sich vor allem an den eskalierenden Gewalttaten gegen unbewaffnete Afroamerikaner durch Polizisten, aber auch Zivilisten. Der Freispruch des Wachmanns George Zimmerman, der in Florida den Teenager Trayvon Martin erschossen hatte, und der Tod von Michael Brown in Ferguson, der juristisch ebenfalls ungesühnt blieb, lösten wochenlange Unruhen aus, es folgten zahllose weitere Fälle. Die Protestorganisation Black Lives Matter entstand, die Republikaner hielten dagegen, die Grenzen von Obamas Rhetorik offenbarten sich. Die Zahl rassistischer Übergriffe stieg sogar noch an, während rechtsextreme Gruppen neuen Zulauf fanden, als Gegenreaktion auf Obamas Wahl. Als eine solche verstehen manche auch den Sieg Trumps.

FLOP: Obama kriegt die Schere nicht zu

Es ist die dunkle Seite des Obama-Aufschwungs: die ökonomische Ungleichheit in den USA. Die hat sich zwar dank Obama ein bisschen entschärft, bleibt aber ein krasser Notstand. In seiner letzten Rede zur Lage der Nation beklagte Obama selbst die Einkommensschere zwischen den Reichsten und dem Rest als eines der wichtigsten Probleme Amerikas. Tatsächlich klafft diese Schere in den USA weiter auseinander als in irgendeinem anderen Mitgliedsland der OECD: Das jüngste Einkommenswachstum kam überwiegend Millionären zugute, während zuletzt rund 41 Prozent der Amerikaner in Armut lebten, mehr als vor der Rezession. "99 Prozent des neuen Einkommens geht an die obersten ein Prozent", sagte der Sozialist Bernie Sanders, dessen Populismuswahlkampf von dieser Malaise ebenso profitierte wie der Donald Trumps. Dass Trumps Regierung eine Regierung der top one percent wird, scheint seine Anhänger jedoch nicht weiter zu stören.

FLOP: Konzeptlos durch die Welt

Es ist nicht leicht, für die gesamte Außenpolitik Obamas ein einheitliches Urteil zu fällen. In Teilen justierte er sie auf fundamentale Art und Weise neu, setzte auf Diplomatie, suchte den Ausgleich mit jahrzehntelangen Feinden wie Kuba und Iran, beendete die Kriege im Irak und in Afghanistan. Dass die Außenpolitik trotzdem als einer der Schwachpunkte seiner Amtszeit gelten muss, liegt vor allem an seiner Nahostpolitik. Seine Regierung hatte lange Zeit Schwierigkeiten, eine Haltung gegenüber der "Arabellion" zu finden. Am Friedensprozess zwischen Israel und Palästina verlor Obama mit der Zeit das Interesse. In Libyen verpasste er, für eine Nachkriegsordnung zu sorgen. Als Makel seiner Präsidentschaft wird das Desaster in Syrien in Erinnerung bleiben. Zu lange vertraute Obama darauf, dass sich das Problem Baschar al-Assad von selbst löst. Am Ende wurde er von Russlands Einmischung in Syrien überrascht und düpiert. Sein Nachfolger erbt ein Schlachtfeld, das weit über Syrien hinausreicht.

FLOP: Von wegen Reform in Washington

Das Versprechen des Wandels, mit dem Obama 2008 angetreten war, bezog sich nicht nur auf die Kultur im Land. Auch in der Hauptstadt wollte er für eine neue Politik sorgen: Überparteilicher, transparenter und moderner sollte es in Washington DC zugehen. An diesem Vorhaben scheiterte der Präsident. Am Regierungsalltag hat sich wenig geändert, der Lobbyismus blühte unter Obama wie eh und je, der Kongress ist zerstrittener als je zuvor. Letzteres muss teils auch Obama persönlich angelastet werden. Anders als etwa Bill Clinton scheute er stets, mit den relevanten Figuren der Gegenseite ein vernünftiges Arbeitsverhältnis aufzubauen. Sein unilateraler Kampf für die Gesundheitsreform steht symbolisch dafür, dass Obama es vorzog, seine Agenda durchzuziehen, als einen Kompromiss zu suchen. Dass "Washington" in weiten Teilen des Landes inzwischen ein noch mächtigeres Schimpfwort ist als vor seiner Amtszeit, kann als eine von Obamas großen Niederlagen gelten.

FLOP: Waffen überall

Obama hatte seine stärksten Auftritte in Zeiten der größten Trauer: Schier unzählige Male musste der Präsident nach Amokläufen und Massenschießereien vor die Kameras treten. Stets traf er einen guten Ton, mehrfach überwältigten ihn die Gefühle, insbesondere nach der Tragödie in der Sandy-Hook-Grundschule im Dezember 2012. Die Debatte über eine Verschärfung des Waffenrechts ist gleichzeitig eine von Obamas größten und tragischsten Niederlagen. Trotz mehrfacher teils emotionaler Anläufe schaffte es der Präsident nicht, den Widerstand der Republikaner zu brechen und die Macht der Waffenlobby zu beschränken. Ihm blieben nur ein paar kosmetische Korrekturen, die er per Exekutivanordnung festlegen konnte. Dass er nicht mehr erreichte, führte bei Obama in den letzten Monaten seiner Amtszeit sichtbar zu Frust. Mitunter schien es, als zweifle er am Verstand seiner Landsleute.

Quelle: T-Online

Kommentare

PhilippA
Ich weis nicht, ob das etwas mit ihm zu tun hat, aber es ist auffällig, dass sich östlich und südlich von EUROPA alles destabilisiert hat. Man denke nur an die Bezeichnung "Arabischer Frühling", oder Farbenrevolution. Syrien gehört auch dazu. Die Rebellen oder Dschihadisten sind ja offensichtlich meist keine Syrer.
Vermutlich wurde das ganze unter Busch begonnen und vor allen i.d. Zeit, als die Clinton Außenministerin war, fortgeführt.

berlinoffice
Ganz sicher sehr, sehr, schwer, die USA als globale Weltmacht zielsicher zu führen. NUR, von der charismatischen, glanzvollen Parole des Wahlkämpfers "we can change", blieb mehr nur die Floskel als die reale Tat. Enttäuschende Tagträumerei . . . khk-berlin

endederwelt
Nicht brillant, sondern kläglich gescheitert!
Kein Ruhmesblatt vom angeblich mächtigsten Mann der Welt !

    KaneAlpha
    Selbst der mächtigste Mann der Welt kann nicht gegen den Kongress und gegen dn Senat regieren. Und so lange dort noch mehrheitlich Republikaner mit rückständigen Ansichten sitzen wird sich weder beim Thema Rassismus noch bei den Waffen etwas ändern. Ultrarechte, erzkonservative, homophobe Senatore, Evolutionsgegner, Klimawandel-Leugner, Waffennarren usw bringen einLand halt nicht voran. Wie kanns sein dass es in den USA n riesen ding ist wenn n 17Jähriger Bier trinkt oder man als Teenager Sex hat aber wenn man ne M16 hat ist alles heile Welt? Das Land und die Leute dort haben allesamt nen Knacks weg.

mimuel
... und wofür hat er den Friedensnobelpreis verdient bekommen?
Im Nahen Osten hat er einen Scherbenhaufen hinterlassen.
Im Schnelldurchgang eine Resolution gegen Israel durchgeboxt und sich bei der Abstimmung enthalten.

sabike
Klar nachweislich ist auch , das sich die Staatsschulden der USA in seiner Amtszeit verdoppelt haben und er der einzige Präsident in der Geschichte der USA ist, der während seiner kompletten Amtszeit Kriege geführt hat. Das hat nicht mal Bush geschafft........ein Blender !!!

Sadeness
Eines der schlechtesten Präsidenten der USA, das ist und bleibt Fakt und daran kann keiner was dran ändern, so gern man möchte!!!
Er sollte mal lieber die Klappe halten und stillschweigenden in Ruhestand gehen und es würde gut sein, wenn er seine liebste Angie, mit nehmen würde!!!

» der Kommentar des Blogschreibers «

Gerne würde ich einmal wissen, wie sich die Bundeskanzlerin beim Abschied von ihrem "lieben Barack" fühlt. Konnte sie seinerzeit gar nicht von George dabbelju loslassen, liess sie Obama bei seinem Deutschlandbesuch, noch als Kandidat, statt vorm Brandenburger Tor, an der Siegessäule seine Rede halten. Anschließend hat sie sich um 180 Grad gewendet und förmlich bei ihm "eingenistet". (Das "Merkeln", die Meinung in kürzester Zeit ins genaue Gegenteil verkehren, ist ja mittlerweile zu ihrem Markenzeichen geworden.)
Interessant wird es sein, wie sie und ihr "Regierungsdarstellerensemble" uns den Umstieg auf Donald Trump erklären werden; hat doch der größte Teil von ihnen den neuen Präsidenten bisher nur verteufelt.

Montag, 21. November 2016

Presseclub 20.11.2016 - Vormarsch der Populisten: Welche Rolle muss Deutschland in Europa spielen?



Vormarsch der Populisten:
Welche Rolle muss Deutschland in Europa spielen?

Presseclub - So. 20.11.2016, 12.03 - 13.00 Uhr
Der scheidende US-Präsident Obama mahnte die Europäer leidenschaftlich bei seiner Abschiedstour, die historische Leistung der Einigkeit zu bewahren, also nicht wieder dem Nationalismus zu verfallen. Dabei empfahl der Demokrat Angela Merkel den Deutschen, wie ein Wahlkampfhelfer, weiter als Kanzlerin.

Zu Gast:

  • Andreas Petzold, Herausgeber der Magazine "Stern" und "Capital"
  • Ulrike Guérot, Politologin und Publizistin
  • Anne Mailliet, freie Journalistin
  • Roland Tichy, Herausgeber, "Tichys Einblick"

  • Moderation:
    Volker Herres
    Bilder: Screenshots

    In Europa ist Merkel für Obama eine Art natürlich Anführerin. Nach dem Wahlsieg Donald Trumps sehen sie US-Medien gar als die „letzte Verfechterin der liberalen westlichen Werte“.

    Angela Merkel wird möglicherweise an diesem Sonntag (20.11.) erklären, ob sie zu einer erneuten Kandidatur als Kanzlerin bereit ist. Dann könnte auch SPD-Chef Gabriel bald seine Kanzlerkandidatur anmelden.

    Nicht nur in den USA ist oft zu hören, Deutschland müsse in schwierigen Zeiten eine „größere Rolle“ spielen in Europa. Aber wie kann eine solche „Führungsrolle“, die sich nicht nur aus wirtschaftlicher Macht speist, überhaupt praktisch aussehen in diesem zerstrittenen Staatenbund? Ist ein noch größerer Einfluss auf EU-Ebene überhaupt wünschenswert? Wäre das nicht Wasser auf die Mühlen der europäischen Rechtspopulisten und Nationalisten, etwa im anstehenden Wahlkampf in Frankreich? Und: Haben die bisherigen Regierungen Merkel denn eine so gute Europapolitik gemacht, vor allem in der Finanzkrise oder der Flüchtlingsfrage, dass künftige deutsche Regierungen eine Führungsrolle überhaupt beanspruchen dürfen?

    Alle 769 Kommentare findet man ( hier ) und zur Sendungsseite geht's ( hier )
    Dort stehen auch die Wiederholungstermine

    einige Kommentare

    Melisande Horstmann
    Was erwarten denn unsere Regierenden? Das das Volk HURRA ruft, wenn es immer mehr ausgebeutet wird. Alles wird teurer, aber nichts wird besser. Es ist doch nicht zu übersehen, dass die Reichen tatsächlich immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Und da ist es nur ein schwaches Argument, daß es uns doch gut geht gegenüber anderen. Es könnte aber allen besser gehen, wenn im Sinne der Mehrheit regiert werden würde und nicht nur vor allem für eine Minderheit. Einfach eine gerechte Verteilung wieder auf den Weg bringen und Pegida erledigt sich von allein. Und bei der Flüchtlingskrise hat sich gezeigt, daß Deutschland keine generelle Führungsrolle einnimmt, sondern nur wenn es um Wirtschaft geht. Und es hat sich bewiesen, Europa ist nur eine wirtschaftliche Vereinigung, keine mentale. Wenn schön die Bundesländer in vielem (siehe Bildung) nicht auf einen Nenner kommen, wie soll es da mit so verschiedenen Ländern funktionieren.

    Monika Vogel
    Mit der erneuten Kanzlerkandidatur von Frau Merkel werden auch viele Wähler in Deutschland wie in den USA nur die Wahl zwischen Pest und Cholera haben. Dies gilt insbesondere für die, die sich nicht für die AfD entscheiden können. Obwohl, was Trump anbetrifft, wissen wir noch viel zu wenig, über die Qualität unserer Etablierten (es gibt natürlich Ausnahmen, wie z.B. O. Palmer von den Grünen) jedoch dürften wir genug wissen. Seien wir doch endlich mal schlauer als unsere Politiker und denken vorausschauend (das machen die ja meistens nicht, auch und gerade nicht unsere BK!) an die Konsequenzen von Entscheidungen, die da z.B. wären: Euro - Eurokrise, Migration non Stop - Brexit, unkontrollierte Einwanderung - leider auch mit erhöhter Kriminalität bis Terrorismus und zu hohen Sozialausgaben verbunden. Bin ich jetzt böser Populist? Mein gesunder Menschenverstand sagt mir: Nein, bist du nicht, denn die Tatsachen sprechen für sich.

    Karl Schmidt
    Gut, dass es Querdenker wie Tichy gibt ! Gut auch, dass mit ihm auch mal ein solcher in den Presseclub eingeladen wurde. Ist das ein Zeichen für ab jetzt größere Meinungsvielfalt in der ARD ? Schön wär's ja!

    Michael
    Ich kann Herrn Tichy nur zustimmen, mit dem Begriff Populisten, denn demnach ist die Kanzlerin die größte Populistin "Wir schaffen das" ohne Plan und ohne Beschränkung der Zuwanderung. Die Warner, dass die unbeschränkte Zuwanderung ins Chaos führt, werden von den Medien als Populisten bezeichtet und leichtfertig in die rechten Ecke vebannt..

    E.Dreier
    Wenn ein Bürger vor Gericht einen Meineid leistet,wird er bestraft. Wenn ein Politiker aus DE 3 mal eine Meineid begeht,gar auf die Bibel schwört wird man Bundeskanzler oder Minister.Komische Welt das sein.

    Hans Zimmer
    Guerot: "Der Populismus spaltet die Nationen!" Genau! Rekord bei der Kinderarmut? Populismus! Rekord bei der Altersarmut? Populismus! Rekord beim Niedriglohn? Populismus! Rekord bei der illegalen Einwanderung? Populismus! Ich male mir die Welt - wies dem Presseclub gefällt ; - )))

    Rosemarie
    Sehr enttäuschend, leider. Das Thema wird überhaupt nicht diskutiert, stattdessen alte Lamellen zur Schuldenkrise, politikwissenschaftliche Ausführungen dazu, was Populismus ist. Also ich fühle mich enorm bedroht durch "Populismus" (egal, ob das nun der richtige Begriff ist) und mir fehlt das Verständnis dafür, dass es nicht nur um Bedienung von Interessen geht, sondern um langfristige, zukunftsorientierte Politik und da fühle ich mich bei Merkel und ihrem Politikverständnis als Dienst an den Menschen gut aufgehoben. Mag sie Fehler machen, aber sie ist klug genug, um weitreichende Folgen abschätzen zu können und nicht für den Moment populäre Lösungen zu finden. Oder wer will noch was zur langfristigen Perspektive sagen? Niemand? Also ich habe ausgeschaltet.

    Hartmut Fenchel
    An dem Aufstieg der sogenannten Populisten ist die Presse in allen Schattierungen stark beteiligt. Immer wenn in den sogenannten etablierten Parteien ein schwieriges politisches Problem kontrovers diskutiert wird, berichtet die Presse von Streit und suggeriert dadurch praktische Handlungsunfähigkeit der jeweiligen Gruppierung zur Lösung dieses Problems. Genau dies spielt den Populisten in die Hände, denn die möchten ja glauben machen, dass es ganz einfache Lösungen für diese diskutierten politischen Probleme (innenpolitisch oder auch außenpolitisch) gäbe und wecken dadurch Hoffnungen bei manchen Menschen. Deswegen muss die Presse Diskussionsprozesse innerhalb einer Gesellschaft positiv begleiten und die möglichen Lösungen am Ende der Diskussion herausstellen und eben hervorheben, dass dies nicht Streit, sondern notwendige Analysen einer komplizierten Prozesslage sind. Demokratische Diskussionen führen zu guten Lösungen schwieriger Zusammenhänge/Probleme. Wenn Menschen das erk ...

    Pavel Deutscher
    Die Populisten haben es einfach aus folgenden Gründen. Seit 1998 haben Regiert auf der Bundesebene: Rot- Grün, Schwarz - Rot, Schwarz- Gelb und jetzt Schwarz- Rot. Auf der Landesebene, Schwarz- Grün, Grün-Schwarz, Rot- Rot, Rot Rot Grün, Schwarz Gelb, Grün Rot. Das Ergebnis nach 18 Jahren? In Deutschland beherrschen 500 Familien ganz Deutschland die restlichen 79.990.000 Millionen Bürgerinnen und Bürger schauen in die "Röhre"! Das kann und wird nicht gut gehen! Da braucht man nicht immer uns erzählen die Welt wäre komplexer denn je! Alles im Reich der Märchen! Es ist einfach die unersättliche Gier ein paar wenige die unsere Demokratie Missbrauchen. Der "Millionärsclub" Bundestag schaut zu und stoppt die Nimmer satten nicht. Auf einmal kann sich keiner erklären warum die Populisten so einen Zulauf haben? Wie dumm seid ihr, ihr Eliten?

    Anna
    Wie groß ist die Macht der Populisten? Ich tu mich etwas schwer mit dieser Frage? Wie wäre die Frage in welchen Fragen hat die EU eine einheitliche Meinung? Der Alleingang von Angela Merkel in Fragen der Flüchtlingspolitik war der Untergang an Gemeinsamkeit in Europa. Wenn ein Gebiet wie Europa seine Aussengrenzen nicht Wirksam schützen kann, und dies einer Bande von kriminellen Schleusern überlässt, dann machen sich ganz normale Bürger in der ganzen EU Gedanken über ihre Sicherheit. Die Interessen von allen Bürger in der EU sind die gleichen und jeder Bürger wünscht sich Sicherheit für sein Leben und sein Umfeld. Pegida und AFD, Marie Le Pen, Wilders, Orban alle nur als Rechtspopulisten hinzustellen ist zu einfach. Man hätte schon 2014 die Gründe für die Entwicklung genau analysieren müssen. Jetzt die AFD Wähler als Bildungsferne Unterschicht einzustufen geht gar nicht. Die Wähler haben auch gelernt mit einer Stimme für AFD mehr zu bewirken.

    Ein Beitrag aus dem Anne-Will-Blog
    Jan Schröder schrieb am 20.11.2016 22:03 Uhr:
    Ich empfehle den "Presseclub" von heute in der Mediathek. Tichy hat es auf den Punkt gebracht. Die CDU ist ein alter ausgebrannter Ofen und Merkel hat sich selber "alternativlos" gemacht, dank solcher Alternativen wie Armin Laschet oder Peter Tauber. Ich glaube jeder Mittelständler hat besseres Führungspersonal in der mittleren Managementebene. Ich glaube, wir steuern auf RotRotGrün zu, dank einer Alternative für Deutschland, Beginn einer weiteren Konfliktspirale in unserem Land.
    Und hört endlich auf von den "Abgehängten" zu reden. Ich glaube, wir sprechen hier hauptsächlich von der arbeitenden Mittelschicht, denn die hat am meisten zu verlieren.


    Samstag, 19. November 2016

    Obamas Abschied bei Merkel - herzzerreissend, wie von Hollywood gestaltet

    Thema: Wirtswechsel

    Sorgenvolles Goodbye
    Ein Abschied wie von Hollywood gestaltet
    Westfalenpost 18.11.2016

    Bei seinem Abschiedsbesuch in Berlin lobt US-Präsident Obama Kanzlerin Merkel in den höchsten Tönen, aber Trumps Wahlerfolg überschattet die Gespräche

    Berlin. Sein schönstes Abschiedsgeschenk für die Kanzlerin hält Barack Obama eine Weile zurück.

    Gerade hat der US-Präsident gut zwei Stunden mit Angela Merkel gesprochen. Jetzt macht er ihr "vor laufenden“ Kameras erst mal eine politische Liebeserklärung: „Sie ist eine wunderbare Freundin und Verbündete“, säuselt Obama, er hätte sich in den acht Jahren der Zusammenarbeit keine standfestere und "zuverlässigere Partnerin" wünschen können. Und dann, auf eine Nachfrage, wird Obama überraschend sogar zum Wahlhelfer der Kanzlerin. Es sei zwar Merkels Sache, ob sie noch einmal zur Bundestagswahl antrete, aber wenn er Deutscher wäre, „wäre ich ihr Anhänger“ und: „Ich würde für sie stimmen.“

    Da lässt auch die Kanzlerin ihre Zurückhaltung fahren. Erst hat Merkel dem Präsidenten sehr nüchtern für die freundschaftliche Zusammenarbeit gedankt, jetzt sagt sie: „Der Abschied fällt mir schwer, na klar.“ Doch schnell hat sich Merkel wieder unter Kontrolle und erklärt, Demokratie lebe vom Wechsel, jetzt müsse man „nach vorn gucken.“ Obama lächelt bei so viel Pragmatismus.

    Es ist eine ungewöhnliche Abschiedsszene hier im Kanzleramt. Der amerikanische Präsident ist extra noch einmal nach Berlin gekommen, um sich von seiner „wichtigsten Beziehung“ zu verabschieden. Es schwingt Wehmut mit, aber plötzlich bestimmt auch Sorge die Gespräche: Obama muss Merkel und Europa beruhigen, dass es Vielleicht doch nicht so schlimm wird mit seinem Nachfolger Donald Trump. Das versucht Obama zwar, aber er macht aus seinen Bedenken auch keinen Hehl: Er warnt seinen Nachfolger etwa vor einer Aufgabe Wichtiger Prinzipien im Verhältnis zu Russland. Trump dürfe „nicht einfach Deals mit Russland“ machen, sondern müsse auch Interessensunterschiede deutlich machen.

    Eigentlich hatte Obama der Kanzlerin schon im April Goodbye gesagt, damals flog er auf Merkels Bitte extra zur Eröffnung der Hannover-Messe ein und lobt ihre Flüchtlingspolitik in höchsten Tonen. Geht noch mehr? Und ob. Jetzt ist Obama knapp zwei Tage in der Hauptstadt, gleich viermal trifft er sich mit Merkel, rund zehn Stunden verbringen die beiden zusammen. Im Luxushotel Adlon isst der Präsident am Mittwoch mit Merkel zu Abend, in privater Atmosphäre wird neben Gourmetküche auch Currywurst serviert. Am Donnerstag, nach einem Interviewtermin, fährt der Präsident nachmittags am Kanzleramt vor: Lächelnd gibt er Merkel zur Begrüßung Wangenküsschen, den Fotografen winkt er lässig zu.

    Dann arbeiten die beiden im Gespräch eine lange Problemliste ab: Trump, Putin, Ukraine, Terror, TTIP. Nicht bei allen Themen sind sie einer Meinung, völlig konfliktfrei war ihr Verhältnis ja nie. Aber bei allen Differenzen haben sich Merkel und Obama in acht turbulenten Jahren doch als absolut verlässlich schätzen gelernt.

    Am Abend gibt Merkel ein Abschieds-Dinner für den Präsidenten im kleinen Kreis im Kanzleramt, am Freitagmorgen steht vor Obamas Abreise noch ein gemeinsames Treffen mit den Staatschefs von Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien an. Der Präsident ermahnt die Europäer, sich um den Erhalt der EU zu bemühen. „Die EU ist eine der größten Errungenschaften der Welt“, sagt er. Diese Errungenschaften müssten kultiviert und abgesichert werden.

    Aber der Wahlsieg Trumps überschattet alles. Der Präsident ist jetzt als Trump-Erklärer gefragt, weil niemand in Berlin Kontakt ins Lager des Wahlsiegers hat, und er kommt als Beschwichtiger: Obama versichert, das Bekenntnis zur transatlantischen Allianz gelte genauso weiter wie die Verpflichtung, jeden Verbündeten zu verteidigen. Trump habe ihm gegenüber großes Interesse gezeigt, die entscheidenden strategischen Beziehungen aufrecht zu erhalten. Es ist aus Obamas Sicht die wichtigste Botschaft seiner Europa-Tour. Doch sagt Obama auch, der Wahlerfolg seines Nachfolgers sei der größte politische Umbruch in der jüngeren Geschichte. Die Kanzlerin ihrerseits ist bemüht, den künftigen Präsidenten nicht zu brüskieren: „Natürlich“ werde sie alles daran setzen, mit Trump „gut zusammenzuarbeiten“. Die engen Beziehungen Deutschlands und Europas zu den USA seien „ein Grundpfeiler unserer Außenpolitik.“

    Aber natürlich sind beide besorgt: Das Freihandelsabkommen TTIP etwa, das Merkel und Obama noch unter Dach und Fach bringen wollten, hat unter Trumps Ägide keine Chance mehr. In einem von der "Wirtschaftswoche“ veröffentlichten Aufsatz warnen Präsident und Kanzlerin, die USA und Deutschland dürften sich nicht von der Globalisierung abwenden. Die Achse zwischen Europa und den USA sei die wichtigste weltweit, beide Regierungen seien verpflichtet, „die Zusammenarbeit zu vertiefen“, schreiben sie. Trump schweißt Obama und Merkel noch enger zusammen.

    Aber beide wissen auch, dass jetzt auf Deutschland mehr Anforderungen zukommen. Schon Obama hatte auf höhere Verteidigungsausgaben der Bündnispartner gedrängt, Trump wird es noch Viel mehr tun. Merkel sagt das überraschend klar zu: Deutschland und Europa müssten sich in der Nato mehr engagieren, das Ungleichgewicht könne nicht von Dauer sein. „Deutschland hat diese Botschaft verstanden“, erklärt Merkel. So ist der Abschied von Obama auch ein bisschen der Abschied vom großen Bruder Amerika.

    Privat allerdings will Obama wiederkommen nach Deutschland, zum Oktoberfest etwa. „Wieder hier zu sein“, sagt er, „ist wunderbar.“

    Quelle: gedruckte Westfalenpost vom 18.11.2016

    » der Kommentar des Blogschreibers «

    Was wurde uns schon wieder für eine Schmierenkommödie vorgespielt?
    Wundern wir uns über das "innige Verhältnis" Obama - Merkel? Wohl kaum, schließlich kennt er sie wohl besser als sie sich selber. Sie hat ja nicht sein Handy abhören lassen sondern er ihres.

    Erinnern wir uns an den Anfang:
    Merkel wohnte noch im Enddarm von George dabbelju und der Präsidentschaftskandidat Obama besuchte Berlin. Eine Rede vor dem Brandenburger Tor zu halten wurde ihm von der Bundeskanzlerin verweigert. Maximal die Siegessäule durfte es sein, wo er dann seine Rede hielt.
    Als Präsident Obama besuchte er die Länder der Welt. Deutschland mit seiner Bundeskanzlerin Merkel liess er ein Jahr warten. Erst dann erlöste er die sehnsüchtig Wartende, die aber auch sofort bei ihm Einzug hielt und ihn, bis auf ein kurzes Gastspiel in 2016 im Hinterteil des türkischen Präsidenten Erdogan, bis zum Ende seiner Amtszeit, trotz aller Abhör- und sonstigen Affären, nicht mehr verliess, ja sich sogar von diesem "Drohnenkiller" fernsteuern liess.

    Ob Obama als Abschiedsgeschenk auch Vaseline für sie und ihre Regierungsdarsteller zum Einzug in den nächsten Präsidentenpopo übergeben hat, wurde nicht bestätigt.
    Sie liess auf jeden Fall schon Umzugsbereitschaft an Donald Trump signalisieren und ihr Eingleiten wird genauso geschmeidig und geräuschlos erfolgen, wie damals von George dabbelju zu Obama.
    Dass sie das Paradebeispiel eines "Präsidentenzäpfchens" ist, hat sie u.A. im Juni 2016 beim sauteuren, vom Steuerzahler finanzierten, G7-Gipfel auf Schloss Elmau bewiesen.

    Freitag, 21. Oktober 2016

    Merkel folgt US-Wunsch nach Aufrüstung - Geld spielt anscheinend keine Rolle wenn Obama pfeift

    Thema: Kalter Krieg

    Bis zu 20 Milliarden Euro mehr - Merkel folgt US-Wunsch:
    Rekord-Erhöhung für militärische Aufrüstung

    Bundeskanzlerin will bis zu 20 Milliarden Euro mehr als bisher in Militär-Ausgaben stecken. Von diesem sagenhaften Geldsegen des deutschen Steuerzahlers dürfte vor allem die US-Rüstungsindustrie profitieren.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine starke und dauerhafte Erhöhung der Verteidigungsausgaben Deutschlands in den nächsten Jahren angekündigt. „Da geht es dann nicht um 300 Millionen“, sagte Merkel am Samstag auf dem Deutschlandtag der Jungen Union in Paderborn.

    Es ist interessant, dass Merkel bei der Tagung auch ausdrücklich sagte, wer von ihr höhere Steuerausgaben für die Rüstungsindustrie erwartet: US-Präsident Barack Obama habe ihr gesagt, es könne nicht dabei bleiben, dass die USA 3,4 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für Sicherheit ausgäben, ein enger Nato-Verbündeter wie Deutschland aber nur 1,2 Prozent. Das von Deutschland zugesagte Ziel liege bei zwei Prozent. „Um von 1,2 auf 2,0 Prozent zu kommen, müssen wir ihn sehr stark steigern“, sagte Merkel mit Blick auf den Militäretat. Der Militäretat liegt 2016 bei 34,3 Milliarden Euro. Er müsste um mehr als 20 Milliarden Euro angehoben werden, um an das Zwei-Prozent-Ziel zu kommen, schreibt Reuters.

    Von diesem gewaltigen Anstieg dürfte vor allem die US-Rüstungsindustrie profitieren. Wegen des Kalten Krieges gegen Russland, das in der Nato- und dr deutschen Militärdoktrin als Feind identifiziert wird, sind Rüstungsgeschäfte mit Russland ausgeschlossen. Zuletzt war ein milliardenschwerer Deal Frankreichs über den Verkauf eines Flugzeugträgers wegen der Sanktionen geplatzt.

    Polen, das ein sehr enges Verhältnis zu den USA hat, hat erst vor wenigen Tagen entschieden, seine Hubschrauber nicht beim europäischen Airbus-Konzern, sondern beim US-Konzern Lockheed.

    Ein solches Ziel könne man nicht sofort erreichen, man müsse aber eine klare Perspektive aufzeigen. „Im 21. Jahrhundert wird uns nicht mehr so viel geholfen werden wie im 20. Jahrhundert“, sagte Merkel. Zudem lägen viele Konflikte heute vor der „europäischen Haustür“. Die Bundesregierung hat den Verteidigungsetat bereits 2016 erhöht und plant dies auch für das kommende Jahr.

    Merkel betonte, es liege immer im Interesse Europas und Deutschlands, enge Beziehungen mit den USA zu pflegen. „Es gibt für mich keine Äquidistanz.“ – also keine Gleichwertigkeit Russlands mit den USA.

    Wie schon bisher grenzte sich Merkel gegen Russland ab. Auch sie wolle gute Beziehungen zu Russland. Sie warf Russland erneut vor, die territoriale Integrität der Ukraine verletzt zu haben und warnte: „Morgen kommt dann vielleicht ein anderes Land dran.“ Belege für diese These legte Merkel nicht vor.

    Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

    Mittwoch, 19. Oktober 2016

    "Muttis ehemaliger Liebling" fordert Stopp von Pipeline Nord Stream 2

    Thema: Kalter Krieg

    der kalte Krieger Norbert Röttgen
    fordert Stopp von Russland-Pipeline Nord Stream 2

    Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen fordert einen Abbruch der Arbeiten an den Pipeline Nord Stream 2. Die Pipeline ist den USA ein Dorn im Auge bei ihrem Plan, Russland den europäischen Energiemarkt abzujagen.

    "Muttis Liebling", der kluge Röttgen (Zeit.de) nimmt jetzt aber fürchterlich Rache. Derjenige, den "Mutti" kurzerhand abserviert hat, nachdem er die NRW-Wahl krachend verlor, will jetzt aber so richtig zeigen, was für ein ganzer Kerl er doch ist.

    Er ruft die Bundesregierung auf, die mit Russland geplante Gaspipeline Nord Stream 2 zu stoppen. „Die Bundesregierung sollte abrücken von ihrer Position, wonach Nord Stream 2 ein rein geschäftliches und nicht politisches Projekt sei“, sagte Röttgen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Polen, Balten und Ukrainer sehen durch dieses Pipeline-Projekt ihre Sicherheit bedroht. Die Bundesregierung sollte diese Sorgen anerkennen“ schreibt DWN.

    Der Besserwisser sagte: "Das Projekt ist energie- und außenpolitisch falsch – es widerspricht allem, was die EU an gemeinsamen Grundsätzen in der Energie- und Außenpolitik verabredet hat“. Welche Grundsätze das sind, erfährt man nicht.

    Die USA und Großbritannien fordern wegen der Intervention in Syrien neue Sanktionen gegen Russland. Bundeskanzlerin Merkel unterstützt diese Sanktionen und der "verstoßene Liebling" steht ihr immer noch zur Seite.

    Durch die Pipeline Nord Stream 2 soll ab Ende 2019 russisches Gas unter Umgehung Polens und des Baltikums direkt nach Deutschland strömen.
    Das kann Robin Hood Norbert Röttgen natürlich nicht zulassen.
    Da das Projekt den US-Interessen in der Energiepolitik widerspricht, muss ein Transatlantiker wie Röttgen nun einmal seinen unqualifizierten Senf dazugeben, ob er gefragt wird oder nicht.

    Bereits im Zuge der Krim-Krise mussten mehrere EU-Länder auf South Stream verzichten. Das Projekt wurde im August vom US-Alliierten Polen torpediert, als die polnische Wettbewerbsbehörde Einspruch gegen den Zusammenschluss mehrerer europäischer Unternehmen mit Gazprom zu einem Joint Venture einlegte.

    Die USA wollen, gemeinsam mit ihrem Verbündeten Katar, Russland den europäischen Energiemarkt abjagen, weil sie nach neuen Absatzmärkte für ihr mit Fracking gewonnenes Erdgas gewinnen. Die ersten Ladungen von Flüssiggas sind vor einigen Zeit aus den USA und Katar in Europa angekommen.

    Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten