Rubikon - Dr. Daniele Ganser: Ukraine 2014, ein illegaler Putsch (Berlin 10.5.2015)
Die andere Seite der Wahrheit
Ohne den Völkerrechtsbruch des US-Präsidenten Obama vor acht
Jahren hätte es die illegale Militärinvasion Putins vermutlich nicht
gegeben.
von
Daniele Ganser
Am 24. Februar 2022 gab Russlands Präsident Wladimir Putin
seiner Armee den Befehl, in die Ukraine einzumarschieren — ein Verstoß
gegen das UNO-Gewaltverbot und daher illegal. Fast genau acht Jahre
zuvor, am 20. Februar 2014, ließ US-Präsident Barack Obama die Regierung
in der Ukraine stürzen, um das Land in die NATO zu ziehen. Dieser
Putsch ist die Wurzel des Ukrainekrieges. Gleich wie die Invasion von
Putin war auch Obamas Verhalten ein Verstoß gegen das UNO-Gewaltverbot
und daher illegal. Es wird Zeit, sich nicht länger mit Halbwahrheiten
der einen oder der anderen Seite zufriedenzugeben und die Geschichte des
Konflikts vollständig und ausgeglichen zu erzählen.
Wir hören nur die halbe Geschichte
Derzeit liest und hört man in den Medien viel über die Invasion
von Putin, die zu Recht kritisiert wird. Aber man liest und hört praktisch
gar nichts über den Putsch von Obama. Warum wird uns nur die halbe
Geschichte erzählt?
Haben die USA wirklich die Regierung in der Ukraine gestürzt? Warum
hat das damals fast niemand bemerkt? Und welche historischen Belege gibt
es dafür? Solche und ähnliche Fragen erhalte ich derzeit oft.
Als Historiker und Friedensforscher habe ich seit Jahren zu den
offenen und verdeckten Kriegen der USA geforscht und in meinem Buch
„Illegale Kriege“ auch den Putsch in der Ukraine beschrieben. „Es war
ein vom Westen gesponserter Putsch, es gibt kaum Zweifel daran“,
erkannte schon der frühere CIA-Mitarbeiter Ray McGovern (1).
In Berlin habe ich ein Jahr nach dem Putsch am 10. Mai 2015 einen
Vortrag über die Ereignisse in der Ukraine gehalten und dort gezeigt,
dass Präsident Obama tatsächlich die Regierung in der Ukraine gestürzt
hat. Wer möchte, kann sich den Vortrag hier ansehen (2).
Konfrontation der Atommächte
Der Ukrainekrieg ist ein besonders delikater internationaler
Konflikt, weil sich hier die USA und Russland gegenüberstehen, die beide
über Atomwaffen verfügen. Wie bei der Kubakrise spielen beide Seiten
mit verdeckten Karten und versuchen, die Ukraine in ihren
Einflussbereich zu ziehen.
Nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Zusammenbruch der
Sowjetunion erklärte die Ukraine 1991 ihre Unabhängigkeit von der
Sowjetunion. Die Schwäche von Moskau gab Washington erstmals die Chance,
den US-Einfluss auf Osteuropa auszudehnen und die früher von Moskau
kontrollierten ehemaligen Mitgliedsstaaten des Warschauer Paktes in die
NATO aufzunehmen.
Die NATO-Osterweiterung und der Gipfel von Bukarest
Obschon die USA gegenüber Russland versprochen hatten, die NATO werde
sich nicht ausdehnen, geschah genau dies. Polen, Tschechien und Ungarn
wurden im Jahre 1999 NATO-Mitglieder. Und beim NATO-Gipfel in der
rumänischen Hauptstadt Bukarest im April 2008 erklärte US-Präsident
George Bush, man werde auch die Ukraine in die NATO aufnehmen.
Russland war erzürnt, denn die Ukraine grenzt direkt an Russland. Und
auch in den USA gab es mahnende Stimmen. „Man stelle sich die Empörung
in Washington vor, wenn China ein mächtiges Militärbündnis schmiedete
und versuchte, Kanada und Mexiko dafür zu gewinnen“, warnte der
amerikanische Politologe John Mearsheimer von der Universität Chicago.
Gemäß Mearsheimer hat der Westen die Russen unnötig provoziert und ist
daher schuldig an der Krise in der Ukraine (3).
Senator John McCain auf dem Maidan
Auf dem Maidan, dem zentralen Platz der ukrainischen Hauptstadt Kiew,
demonstrierten Ende 2013 immer mehr Menschen gegen die Regierung von
Präsident Viktor Janukowitsch und Premierminister Nikolai Asarow. Der
bekannte Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko führte die Demonstrationen
an und hielt in enger Absprache mit den USA flammende Reden.
In dieser angespannten Lage flog der einflussreiche US-amerikanische
Senator John McCain in die Ukraine und besuchte am 15. Dezember 2013
Klitschko und das Protestlager auf dem Maidan. Der US-Senator ermunterte
die Demonstranten, die ukrainische Regierung zu stürzen (4).
Man stelle sich die Empörung in Washington vor, wenn ein bekannter
russischer Parlamentarier nach Kanada fliegen würde, um dort
Protestierende in der Hauptstadt Ottawa zu unterstützen, die kanadische
Regierung zu stürzen.
Genau das taten die USA in der Ukraine.
Die US-Botschaft in Kiew koordiniert die Proteste
Die Anführer der Proteste auf dem Maidan gingen in der US-Botschaft
ein und aus und holten sich dort ihre Befehle. Einige Demonstranten
waren bewaffnet und gingen gewaltsam gegen die Polizei vor. „Die
Amerikaner forcierten erkennbar die konfrontative Entwicklung“, erinnert
sich Premierminister Nikolai Asarow, der gestürzt wurde (5).
In der US-Botschaft in Kiew war es US-Botschafter Geoffrey Pyatt, der
die Demonstranten unterstützte und dadurch die Ukraine destabilisierte.
Botschafter Pyatt war in direktem Kontakt mit Ex-Boxer Klitschko. Die
gut organisierte Demonstration auf dem Maidan wurde immer größer und die
Spannungen in Kiew nahmen zu.
Auch der heutige US-Präsident Joe Biden war direkt in den Putsch
involviert, da auch er die Demonstration auf dem Maidan unterstütze. Im
Dezember 2013 rief Biden, damals Vizepräsident unter Obama, in der Nacht
Präsident Janukowitsch an und drohte ihm mit Strafen, wenn er den
Maidan durch die Polizei räumen lasse. Janukowitsch hat daraufhin die
geplante Räumung zurückgezogen (6).
Die fünf Milliarden Dollar von Victoria Nuland
Im US-Außenministerium war Victoria Nuland für den Putsch
verantwortlich. Nuland war unter US-Außenminister John Kerry als
stellvertretende Außenministerin eine hochrangige Mitarbeiterin von
Präsident Obama. Unter Präsident Donald Trump verlor Nuland an Einfluss,
wurde aber von Präsident Joe Biden wieder als Staatssekretärin ins
Außenministerium berufen. In der Ukraine wollte Nuland Premierminister
Nikolai Asarow und Präsident Viktor Janukowitsch stürzen, um das Land in
die NATO zu ziehen, wie es am Gipfel von Bukarest beschlossen worden
war.
Die Anführer der Demonstration auf dem Maidan holten sich in der
US-Botschaft nicht nur ihre Befehle, sondern auch ihre Bezahlung.
Im Dezember 2013, zwei Monate vor dem Putsch, hatte Nuland in einem
Vortrag erklärt: „Wir haben mehr als fünf Milliarden Dollar investiert,
um der Ukraine zu helfen Wohlstand, Sicherheit und Demokratie zu
garantieren“ (7).
Das führte auch in den USA zu Kritik. Der frühere US-Kongressabgeordnete Ron Paul fragte öffentlich:
„Wir haben gehört, wie die stellvertretende US-Außenministerin
Victoria Nuland damit geprahlt hat, dass die USA fünf Milliarden Dollar
für den Regimewechsel in der Ukraine ausgegeben haben. Warum ist das
okay?“ (8).
Dass ein Teil der Demonstranten in der Ukraine bezahlt wurde, war
damals ein offenes Geheimnis. „Es gibt Leute wie den US-Milliardär
George Soros, die Revolutionen finanzieren. Soros hat auch den Maidan
unterstützt, hat dort Leute bezahlt — die haben in zwei Wochen auf dem
Maidan mehr verdient als während vier Arbeitswochen in der Westukraine“,
erklärte die Ukraine-Expertin Ina Kirsch gegenüber der Wiener Zeitung.
„Es gibt genügend Belege dafür, dass sowohl auf dem Maidan als auch auf
der Gegenveranstaltung, dem ‚Antimaidan‘, Leute bezahlt wurden“, so Ina
Kirsch, die in Kiew vor Ort war. „Es gab Preise für jede Leistung. Ich
kenne Leute, die haben morgens auf dem Antimaidan bei der Gegendemo
abkassiert, sind dann rüber auf den Maidan und haben dort nochmals
kassiert. Das ist in der Ukraine ja nichts Ungewöhnliches“ (9).
Fuck the EU: Das Telefonat vor dem Putsch
Der zentrale Beweis für die Beteiligung der USA am Putsch in der
Ukraine ist ein abgehörtes Telefongespräch zwischen Victoria Nuland und
Botschafter Geoffrey Pyatt, das diese am 7. Februar 2014 führten, nur
wenige Tage vor dem Putsch.
Nuland sagt im Telefongespräch, wer in der Ukraine nach dem Putsch
die neue Regierung bilden sollte. „Ich denke nicht, dass Klitsch Teil
der neuen Regierung sein sollte, ich glaube, das ist nicht nötig und
keine gute Idee“, bestimmt Nuland. „Ich denke, Jazenjuk ist der richtige
Mann, er hat die notwendige Erfahrung in Wirtschaft und Politik.“
Tatsächlich wurde Arsenij Jazenjuk nach dem Putsch Premierminister in
der Ukraine. Der Ex-Boxer Vitali Klitschko musste sich mit dem Posten
des Bürgermeisters von Kiew zufriedengeben. Dies beweist, dass Victoria
Nuland für die USA den Putsch plante und erfolgreich durchführte.
Ban Ki-moon von der UN „könnte helfen, das wasserfest zu machen, und
weißt du was, fuck the EU“, sagte Nuland im abgehörten Gespräch
wörtlich, was bei Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einiger Empörung
führte (10).
Scharfschützen lassen die Lage am 20. Februar 2014 eskalieren
Ende Februar eskalierte die Situation auf dem Maidan. Am
20. Februar 2014 kam es zu einem Massaker, als nicht identifizierte
Scharfschützen aus verschiedenen Häusern auf Polizisten und
Demonstranten schossen, es gab mehr als 40 Tote. Chaos brach aus. Sofort
wurden die amtierende Regierung von Präsident Viktor Janukowitsch und
seine Polizeieinheit Berkut für das Massaker verantwortlich gemacht,
obschon diese kein Interesse daran hatten, dass die Lage eskalierte, da
sie sich ja nicht selber stürzen wollten. „Die Welt darf nicht
zuschauen, wie ein Diktator sein Volk abschlachtet“, kommentierte der
Boxer Vitali Klitschko, der die Regierung stürzen wollte, im deutschen
Boulevardblatt Bild.
Der Regime Change war erfolgreich: Präsident Janukowitsch wurde
gestürzt und floh nach Russland. Er wurde durch den Milliardär Petro
Poroschenko ersetzt, der als Präsident umgehend erklärte, er wolle die
Ukraine in die NATO führen.
Obama spricht über den Putsch
Ein Jahr nach dem Putsch hat US-Präsident Obama mit CNN über
den Machtwechsel in der Ukraine gesprochen, dabei aber die Rolle der
USA verschleiert. „Putin wurde durch die Proteste auf dem Maidan auf dem
falschen Fuß erwischt“, sagte Obama. „Janukowitsch ist geflohen,
nachdem wir einen Deal zur Machtübergabe ausgehandelt hatten.“ Dass
Obama tatsächlich die Regierung in der Ukraine gestürzt hatte, erfuhren
die Zuschauer von CNN nicht (11).
Putin spricht über den Putsch
Aber die Russen wussten, dass die USA den Putsch organisiert hatten,
und waren sehr verärgert. „Ich glaube, dass diese Krise willentlich
geschaffen wurde“, sagte Präsident Putin gegenüber der italienischen
Zeitung Corriere della Sera. Die NATO-Länder hätten den Putsch verhindern können, zeigte sich Putin überzeugt.
„Wenn Amerika und Europa zu jenen, die diese verfassungswidrigen
Handlungen begangen haben, gesagt hätten: ‚Wenn ihr auf eine solche
Weise an die Macht kommt, werden wir euch unter keinen Umständen
unterstützen. Ihr müsst Wahlen abhalten und sie gewinnen‘, dann hätte
sich die Lage völlig anders entwickelt“ (12).
Die Sezession der Krim
Präsident Wladimir Putin hatte nicht die Absicht, die Ukraine
kampflos aufzugeben. Unmittelbar nach dem Sturz von Janukowitsch gab er
in den frühen Morgenstunden des 23. Februar 2014 den Auftrag, mit der
„Rückholung“ der Krim zu beginnen. Russische Soldaten in grünen
Uniformen ohne Abzeichen besetzten am 27. Februar 2014 alle
strategischen Punkte in Simferopol, der größten Stadt auf der Halbinsel
Krim.
Schon am 16. März 2014 stimmten 97 Prozent der Bevölkerung der Krim
für den Austritt aus der Ukraine und den Anschluss an Russland. Seither
gehört die Halbinsel Krim nicht mehr zur Ukraine, sondern zu Russland.
Weder die USA noch Russland haben sich im Ukrainekrieg an das
Völkerrecht gehalten. Zuerst brach Obama das Völkerrecht mit dem Putsch
am 20. Februar 2014.
Als Reaktion darauf brach auch Putin das Völkerrecht mit der
Besetzung der Krim am 23. Februar 2014. Die Besetzung der Krim durch
Russland „war ein Bruch geltenden Völkerrechts (...) die
völkerrechtliche Souveränität und die territoriale Integrität der
Ukraine wurden missachtet“, erklärt Dieter Deiseroth, früher Richter am
Bundesverwaltungsgericht. Der Westen kritisiere Putin nun scharf,
obschon er selber „in zahlreichen Fällen immer wieder gegen geltendes
Völkerrecht verstoßen hat und verstößt (Kosovo, Irak, Afghanistan,
Libyen, Drohnenkrieg, Guantanamo et cetera), was seine Glaubwürdigkeit
schwer beschädigt hat“ (13).
Der Donbas spaltet sich ab
Nach dem Putsch in Kiew und der Sezession der Krim stürzte die
Ukraine in einen Bürgerkrieg. Der neue Premierminister Arsenij Jazenjuk
versuchte mit der Armee, dem Geheimdienst und der Polizei das ganze Land
unter seine Kontrolle zu bringen. Doch nicht alle Soldaten, Polizisten
und Geheimdienstmitarbeiter folgten den Weisungen der Putschregierung.
Im an Russland angrenzenden russischsprachigen Osten der Ukraine
erklärten die Bezirke Donezk und Lugansk, dass sie die Putschregierung
in Kiew nicht anerkennen würden. Die Separatisten besetzten
Polizeistationen und Verwaltungsgebäude und argumentierten, die neue
Regierung habe keine Legitimität, da sie auf illegalem Wege an die Macht
gelangt sei.
Premierminister Jazenjuk wies dies vehement zurück und erklärte, alle
Separatisten seien Terroristen. CIA-Direktor John Brennan flog nach
Kiew, um die Putschisten zu beraten. Am 15. April 2014 begann die
ukrainische Armee mit Unterstützung der USA ihren
„Antiterror-Sondereinsatz“ und griff die Stadt Slawjansk im Bezirk
Donezk mit Panzern und Schützenpanzern an. Damit begann der ukrainische
Bürgerkrieg, der in acht Jahren mehr als 13.000 Tote forderte und am
24. Februar 2022 zur illegalen Invasion durch Putin führte.
Der Putsch in Kiew gibt Putin kein Recht, in der Ukraine
einzumarschieren und damit das Völkerrecht zu brechen. Aber wenn wir im
Westen den Putsch von 2014 ignorieren, werden wir den Ukrainekrieg nie
verstehen können.
Quellen und Anmerkungen:
(1) Ex CIA Offizier Ray McGovern. Das sind die wahren Schuldigen am Ukraine Krieg. YouTube, 21. September 2014, https://www.youtube.com/watch?v=juw4E4O_XeI.
(2) Dr. Daniele Ganser: Ukraine 2014, ein illegaler Putsch, Berlin 10. Mai 2015, https://www.youtube.com/watch?v=_sMfNmx0wKo.
(3) John Mearsheimer: Warum der Westen an der Ukraine-Krise schuld ist. Foreign Affairs, 1. September 2014.
(4) John McCain tells Ukraine protesters: „We are here to support your just cause.“ The Guardian, 15. Dezember 2013, https://www.theguardian.com/world/2013/dec/15/john-mccain-ukraine-protests-support-just-cause.
(5) Stefan Korinth: „An unseren Händen klebt kein Blut.“ NachDenkSeiten, 22. Oktober 2015; https://www.nachdenkseiten.de/?p=28031#foot_0.
(6) Ebenda.
(7) ARD Monitor: Die NATO als Kriegstreiber in der Ukraine, 14. März 2014, https://www.youtube.com/watch?v=qpw5qIZ7QeM.
(8) Ron Paul: Reckless Congress ‚declares war‘ on Russia. Ron Paul Institute for Peace and Prosperity. 4. Dezember 2014.
(9) Gerhard Lechner: Offene Fragen zu Ereignissen auf dem Maidan. Ina
Kirsch über die vielen Fehler, die zu der schweren Ukrainekrise führten.
Wiener Zeitung, 20. Februar 2015, https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Essays/Politik/Maidan.
(10) Victoria Nulands Ausrutscher. US-Diplomatin entschuldigt sich für „Fuck the EU“. Spiegel Online, 7. Februar 2014, https://www.spiegel.de/politik/ausland/us-diplomatin-victoria-nuland-entschuldigt-sich-fuer-fuck-the-eu-a-952016.html.
(11) US-Präsident Barack Obama im Gespräch mit CNN-Journalist Fareed Zakaria, 1. Februar 2015. YouTube: Fareed Zakaria Obama CNN Interview 3. February 2015.
(12) Wladimir Putin: Interview with the Italian newspaper Il Corriere della Sera, 6. Juni 2015.
(13) Marcus Klöckner: „Wer den Einsatz von Atomwaffen anordnet, handelt verbrecherisch.“ Telepolis, 2. April 2015, https://www.heise.de/tp/features/Wer-den-Einsatz-von-Atomwaffen-anordnet-handelt-verbrecherisch-3371089.html.
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Daniele Ganser, Dr. phil., ist Schweizer Historiker, spezialisiert auf Zeitgeschichte seit 1945 und Internationale Politik. Seine Forschungsschwerpunkte sind Friedensforschung, Geostrategie, verdeckte Kriegsführung, Ressourcenkämpfe und Wirtschaftspolitik. Er leitet das „Swiss Institute for Peace and Energy Research“ in Basel.
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