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Sonntag, 22. September 2019

Das "Merkel unser" und die unglaubliche Liste des Scheiterns



Nuo7

Am 18. September 2005 war die Wahl zum 16. Deutschen Bundestag und all die Menschen, die damals schon länger in Deutschland gelebt haben, waren aufgerufen ihre neue Regierung zu bestimmen. Als dann an diesem Wahlabend ein sichtlich angetrunkener Altkanzler Gerhard Schröder noch etwas abfällig über Angela Merkel geredet hatte, konnte sicher noch niemand ahnen, welche Entwicklung unser Land ab da nehmen würde.

Seit diesem verhängnisvollen Tag nämlich ist die jetzige Kanzlerin im Amt und ist offensichtlich heute entschlossener als je zuvor, dass das auch so bleibt. Egal was da kommt, es wird einfach munter weiter regiert, so als wäre jedesmal überhaupt nichts passiert. Regierungschaos, Flüchtlingskrise, Stress mit der CSU, „Ich wüsste nicht was wir hätten anders machen sollen“, sagte sie nach der letzten Bundestagswahl im September 2017, nach dem wohlgemerkt schlechtesten Ergebnis für die CDU seit 1949.
Wie die Geschichte einmal über sie urteilen wird, dass lässt sich heute echt schwer voraussagen, aber ich glaube ich kann da schon eine Richtung erkennen.
Die Worte „einzigartig“ und „gewaltige Veränderungen für Deutschland“ wird man in diesen Texten bestimmt oft finden, aber in einem ganz anderen Kontext, denn der Gesamttenor, also die Generalabrechnung, die wird verheerend sein, das ist jetzt schon sicher.

Wer nämlich heute mit offenen Augen die drastischen Veränderungen in unserem Land beobachtet, kann gar nicht anders als die Auswirkungen der Politik unter Merkel als absolut katastrophal zu bezeichnen. Im Juli 2018 hat nach einer Umfrage die Union bei nur noch 28% in der Wählergunst gelegen, der tiefste Wert jemals wohlgemerkt. Und wenn das für viele Menschen vielleicht eine gute Nachricht ist, so muss ich da leicht widersprechen, denn für mich ist das überhaupt keine gute Nachricht, wenn 28% der Befragten immer noch nicht kapiert haben, wie wir verarscht und belogen werden, und das mit einer Dreistigkeit, die echt schwer zu ertragen ist. Und weil ich es einmal schwarz auf weiß haben wollte, wie die Bilanz der Regierungszeit Merkel so ausschaut, habe ich bei Google einfach die Suchanfrage: „Merkels Fehler“ eingegeben.

Ich hatte ja schon so eine Vermutung, aber dieses Ergebnis hab mich doch mehr als überrascht. Diese Liste, und sie ist bestimmt noch nicht vollständig, ist das Resultat von 13 Jahren Inkompetenz, Postengeschacher, Lobbyismus und völlig irrationalem Verhalten der politisch Verantwortlichen hier bei uns in Deutschland..

Kategorie Unterhaltung

Kommentare

Heike Czuja
Alle wissen das sie eine Versagerin ist und macht immer weiter. Sie sagt sich macht ihr eures , ich mach meins, bin doch Kanzlerin.

Eve H.
Wieso scheitern? Die macht es doch perfekt, DE ist gespalten, wie niemals zuvor. Die Menschen lassen alles mit sich geschehen, gehen immer noch arbeiten um am Lebensende nach Flaschen suchen zu müssen. GEIL MERKEL! [Ironie off]

Wolf Ewolf
In keinem anderen Land der Erde dürfte so ein(e) Volksverräter (In) weiter als Staatsoberhaupt im Amt bleiben.
Das geht, wie so vieles in der Politik, nur bei uns.👎👎👎

Mittwoch, 15. Juni 2016

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder - der Kanzler des Neoliberalismus

Thema: Gerhard Schröder

Der Platz in den Geschichtsbüchern ist Gerhard Schröder sicher: Als Volks- und Parteiverrräter, Basta- und Hartz-Kanzler, als Parteispalter, als Sozialdemonteur und »Genosse der Bosse«.

Gerhard Schröder ist der Kanzler des formvollendeten und marktwirtschaftlich konsequenten Neoliberalismus. Dieser artige Hofknicks-Kanzler ist nichts anderes als der verlängerte Arm des Kapitals, eine Marionette mit russischem Gasanschluß. Das Kapital kann sich für seine treue Dienerschaft bedanken.

Seine Politik ist zum Synonym geworden für politisches Versagen, Sozialabbau und staatlich verordneten Zwangsmassnahmen. Reformen haben seit seiner Kanzlerschaft einen äußerst bitteren Nachgeschmack bekommnen, denn Reformen sind mit Massenentlassungen, Lohndumping und Sozialabbau verbunden.

Wie abgehoben und beschränkt muß man eigentlich sein, um zu ernsthaft glauben, seine Politik hätte Deutschland vorangebracht? Worin bitte schön, sollte denn hier der Fortschritt liegen?

»Der Staat ist die Wirklichkeit der sittlichen Idee.«
Georg Friedrich Wilhelm Hegel

Schröder ist zum Symbol geworden für die Abgehobenheit, Wohlgefälligkeit und Selbzufriedenheit der politischen Klasse. Und natürlich auch für die Entfremdung gegenüber denjenigen, welchen er vorgegeben hat, zu dienen, nämlich dem Volk.

Dieser von den Interessen des Kapitals steuerbare volksfremde und selbstgefällige »Kanzler ohne Volk« hat eine Politik gemacht, die das Land tiefgreifend verändert hat.

Er war vollmundig mit dem Versprechen angetreten, die Arbeitslosigkeit im Land zu halbieren. Gelungen ist ihm den Sozialstaat abzubauen, weite Teile des Volkes zu "verhartzen" und zu entsolidarisieren.

Sein "politischer Macchiavellismus" hat dem Neoliberalismus, der auf legalem Wege nicht einzuführen gewesen wäre, erst die wüste Bahn geebnet.

Wenn man dieses neoliberal verwüstete Land heute betrachtet, muß man feststellen, daß Gerhard Schröder als Bundeskanzler während seiner Amtszeit eine Politik gemacht hat, die niemand - außer der herrschenden Klasse - in diesem Land braucht.

Sein Heilsplan der Politik sah die Privatisierung von Staatsunternehmen Massenentlassungen, Lohndumping und Sozialabbau sowie die Umverteilung von Vermögen von unten nach oben und die schamlsoe Bereicherung der herrschenden Klasse ausdrücklich vor.

Ein Land, das solche Kanzler an der Macht hat, braucht schließlich keine Feinde mehr! Als echte Sozialdemokraten würden sich seine geistigen Ahnherrn August Bebel und Ferdinand Lasalle bei Schröders Anblick noch heute im Grabe herumdrehen.

Selbst wenn das einige nicht verstanden haben:

Weblink: Zehn Jahre Hartz IV

eingestellt von Blogger am 9/27/2015 07:00:00 nachm. unter Torpedo - kritischer Gesellschafts- und Politik-Blog

Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise des Blogbetreibers widerspiegeln.

Mittwoch, 3. September 2014

Offener Brief ehemaliger US-Geheimdienstler an Merkel

Thema: Ukraine
Krieg gegen Russland:
Ehemalige Geheimdienstler warnen Merkel vor falschen „Beweisen“

Ehemalige Mitarbeiter von US-Geheimdiensten haben einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel geschrieben, in dem sie vor einem Krieg mit Russland warnen. Die von den USA vorgelegten Beweise für eine russische Invasion der Ukraine seien höchst zweifelhaft und erinnerten an die falschen Beweise im Vorfeld des Angriffs auf den Irak.

Alarmiert durch die anti-russische Stimmung, die das offizielle Washington in diesen Tagen prägt – und das Gespenst eines neuen Kalten Krieges – haben ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter am 30. August den ungewöhnlichen Schritt unternommen. Sie haben eine Mitteilung an die Bundeskanzlerin Angela Merkel geschickt. Darin ziehen sie die Verlässlichkeit von Behauptungen der ukrainischen und der amerikanischen Regierung über eine russische „Invasion“ in Zweifel. Die OSZE hat erst am Montag festgestellt, dass sie über keine Hinweise einer Truppenpräsenz der Russen in der Ukraine verfüge.

Die investigative US-Website Consortiumnews.com veröffentlichte den Originaltext. Die Seite wird vom amerikanischen Investigativ-Journalisten Robert Parry betrieben. Er hatte für die Nachrichtenagentur Associated Press unter anderem die Iran-Kontra-Affäre behandelt. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten dokumentieren den Text im Wortlaut (Übersetzung DWN).

DENKSCHRIFT FÜR: Angela Merkel, Bundeskanzlerin von Deutschland

VON: Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS)

THEMA: Ukraine und Nato
Wir, die Unterzeichner, sind ehemalige langjährige Mitarbeiter von US-Geheimdiensten. Wir unternehmen den ungewöhnlichen Schritt, diesen offenen Brief an Sie zu schreiben, um sicherzustellen, dass Sie die Gelegenheit haben, sich vor dem Nato-Gipfel am 4. bis 5. September über unsere Ansichten zu informieren.

Sie müssen zum Beispiel wissen, dass Anschuldigungen einer größeren russischen „Invasion“ der Ukraine anscheinend nicht von verlässlichen Geheimdienstinformationen gestützt werden. Stattdessen scheinen die „Geheimdienstinformationen“ von derselben zweifelhaften, politisch „festgesetzten“ Art zu ein, die vor zwölf Jahren genutzt wurde, um den US-geführten Angriff auf den Irak zu „rechtfertigen“.

Wir haben damals keine glaubwürdigen Beweise für Massenvernichtungswaffen im Irak gesehen; wir sehen jetzt keine glaubwürdigen Beweise für eine russische Invasion. Vor zwölf Jahren weigerte sich der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, dem die Fadenscheinigkeit der Beweise über irakische Massenvernichtungswaffen bewusst war, sich an dem Angriff auf den Irak zu beteiligen. Unserer Ansicht nach sollten Sie angemessen misstrauisch sein gegenüber den Anschuldigungen des US-Außenministeriums und von Nato-Beamten, die eine russische Invasion der Ukraine behaupten.

Am 29. August bemühte sich Präsident Barack Obama, die Rhethorik seiner eigenen hochrangigen Diplomaten und der Medien abzukühlen, als er die jüngsten Aktivitäten in der Ukraine öffentlich beschrieb als „eine Fortsetzung dessen, was nun bereits seit Monaten geschieht … es ist nicht wirklich eine Veränderung“.

Doch Obama hat nur schwache Kontrolle über die Entscheider in seiner Regierung – die leider nicht viel Geschichtsverständnis haben, die wenig über den Krieg wissen und die das Verfolgen einer Strategie mit anti-russischen Beleidigungen ersetzen. Vor einem Jahr brachten militaristische Beamte des US-Außenministeriums und ihre Freunde in den Medien Präsident Obama beinahe dazu, einen größeren Angriff auf Syrien zu starten, der sich einmal mehr auf „Geheimdienstinformationen“ stützte, die im besten Falle zweifelhaft waren.

Hauptsächlich wegen der wachsenden Bedeutung von und des offensichtlichen Vertrauens auf Geheimdienstinformationen, die wir für fadenscheinig halten, denken wir, die Wahrscheinlichkeit, dass die bewaffneten Auseinandersetzungen über die Grenzen der Ukraine hinaus eskalieren, ist in den letzten Tagen deutlich gewachsen. Was noch wichtiger ist: Wir glauben, dass diese Wahrscheinlichkeit vermieden werden kann. Dies hängt davon ab, wie viel Urteilsfähigkeit Sie und andere europäische Führer zum Nato-Gipfel in der kommenden Woche mitbringen.

Erfahrungen mit der Unwahrheit

Hoffentlich haben Ihre Berater Sie an die Erfahrungen mit der Glaubwürdigkeit von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erinnert. Es scheint uns, dass Rasmussens Reden noch immer von Washington geschrieben werden. Das war mehr als deutlich an dem Tag vor der US-geführten Invasion des Irak. Damals sagte er als dänischer Premier seinem Parlament: „Irak hat Massenvernichtungswaffen. Das ist nicht nur etwas, das wir nur glauben. Wir wissen es.“

Fotos können so viel wert sein wie tausend Worte; sie können aber auch irreführen. Wir haben beträchtliche Erfahrungen im Sammeln, Analysieren und Berichten über alle Sorten von Satelliten- und andern Bildern sowie über andere Sorten von Geheimdienstinformationen. Es reicht wohl zu sagen, dass die von der Nato am 28. August veröffentlichten Bilder eine sehr dünne Basis liefern, um Russland die Invasion der Ukraine vorzuwerfen. Leider zeigen sie eine starke Ähnlichkeit mit den Bildern, die Colin Powell den Vereinten Nationen am 5. Februar 2003 zeigte, die ebenfalls nichts beweisen konnten.

An demselben Tag warnten wir Präsident Bush, dass unsere früheren Kollegen Analysten „zunehmend verzweifelt über die Politisierung von Geheimdienstinformationen“ waren, und sagten ihm ganz offen, dass „Powells Präsentation [dem Ziel] nicht einmal nahe kommt“, einen Krieg zu rechtfertigen. Wir drängten Präsident Bush, „die Diskussion zu erweitern … über den Kreis jener Berater hinaus, die klar zu einem Krieg entschlossen waren, für den wir keinen überzeugenden Grund sahen und von dem wir glaubten, dass die unbeabsichtigten Folgen wahrscheinlich katastrophal sein werden“.

Schauen Sie sich den Irak heute an. Schlimmer als katastrophal.

Obwohl Präsident Wladimir Putin im Ukraine-Konflikt bisher beachtliche Zurückhaltung gezeigt hat, müssen wir uns daran erinnern, dass auch Russland die Schock-Methode beherrscht. Wenn es die geringste Chance dafür gibt, dass wegen der Ukraine so etwas irgendwann auf Europa zukommt, dann müssen nüchterne Führer dies unserer Ansicht nach sehr vorsichtig durchdenken.

Wenn die Fotos, welche die Nato und die USA veröffentlicht haben den besten verfügbaren „Beweis“ einer Invasion durch Russland darstellen, dann wächst unser Verdacht, dass große Anstrengungen unternommen werden, um die Argumente dafür zu stärken, dass der Nato-Gipfel Handlungen zustimmt, die Russland mit Sicherheit als eine Provokation betrachten wird. Caveat emptor ist ein Ausdruck, mit dem Sie sicherlich vertraut sind. Es genügt wohl zu ergänzen, dass man sehr vorsichtig sein sollte im Hinblick darauf, was Rasmussen oder sogar US-Außenminister John Kerry durchsetzen wollen.

Wir vertrauen darauf, dass Ihre Berater Sie seit Anfang 2014 über die Krise in der Ukraine auf dem Laufenden gehalten haben und darüber, dass die Möglichkeit, dass die Ukraine ein Nato-Mitglied wird, dem Kreml ein Dorn im Auge ist. Laut einer (von WikiLeaks veröffentlichten) Mitteilung vom 1. Februar 2008 von der US-Botschaft in Moskau an Außenministerin Condoleeza Rice wurde US-Botschafter William Burns von Außenminister Sergej Lawrow einbestellt, der Russlands starken Widerspruch gegen eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine erklärte.

Lawrow warnte eindringlich vor „Ängsten, dass das Thema das Land möglicherweise in zwei Teile spalten könnte, was zu Gewalt oder, wie einige sagen, sogar zu einem Bürgerkrieg führen könnte, der Russland dazu zwingen würde zu entscheiden, ob es eingreifen soll“. Burns gab dieser Mitteilung den ungewöhnlichen Titel „NJET HEISST NJET: RUSSLANDS ROTE LINIEN FÜR EINE NATO-ERWEITERUNG“ und schickte sie mit der Priorität DRINGEND nach Washington. Zwei Monate später auf ihrem Gipfel in Budapest verabschiedeten die Nato-Führer eine formale Erklärung: „Georgien und die Ukraine werden in der Nato sein.“

Am 29. August nutzte der ukrainische Premier Arsenij Jazenjuk seine Facebook-Seite, um zu behaupten, dass mit der Zustimmung des Parlaments, die er beantragt hatte, der Weg zur Nato-Mitgliedschaft offen ist. Jazenjuk war natürlich Washingtons Favorit, als er nach dem Staatsstreich in Kiew am 22. Februar Premierminister wurde.

„Jaz ist der Mann“, sagte die stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland einige Wochen vor dem Staatsstreich in einem abgefangenen Telefongespräch mit dem US-Botschafter in der Ukraine Geoffrea Pyatt. Sie erinnern sich vielleicht daran, das ist dasselbe Gespräch, in dem Nuland sagte: „Fuck the EU.“

Das Timing der russischen „Invasion“

Die gängige Darstellung, die Kiew vor nur wenigen Wochen unterstützte, war, dass ukrainische Truppen bei den Kämpfen gegen die föderalistischen Gegner des Staatsstreichs im Südosten der Ukraine die Oberhand gewonnen hätten. Die Kämpfe wurden überwiegend als eine Aufwisch-Operation dargestellt. Aber das Bild der Offensive kam fast ausschließlich von offiziellen Regierungskreisen in Kiew. Es gab wenige Berichte, die von vor Ort im Südosten der Ukraine kamen. Es gab jedoch einen Bericht, der den ukrainischen Präsident Petro Poroschenko zitiert und durch den die Verlässlichkeit der Darstellung der Regierung in Zweifel gezogen wurde.

Laut dem „Pressedienst des Präsidenten der Ukraine“ vom 18. August forderte Poroschenko eine „Neugruppierung der ukrainischen Militäreinheiten, die an der Operation im Osten des Landes beteiligt sind. … Wir benötigen heute die Neuordnung der Truppen, die unser Territorium verteidigen und die Armee-Offensive fortsetzen werden“, so Poroschenko, der hinzufügt: „Wir müssen unter den neuen Umständen eine neue Militäroperation prüfen.“

Wenn „neue Umstände“ heißt, dass die ukrainischen Regierungstruppen erfolgreich vorankommen, warum sollte es notwendig sein, die Truppen „neu zu gruppieren“, „neu zu ordnen“? Zu etwa diesem Zeitpunkt begannen Quellen vor Ort über eine Reihe von erfolgreichen Angriffen der föderalistischen Gegner des Staatsstreichs gegen die Regierungstruppen zu berichten. Laut diesen Quellen war es die Regierungsarmee, die begann, schwere Verluste zu verzeichnen und Boden zu verlieren, vor allem wegen Unvermögens und einer schwachen Führung.

Zehn Tage später, als sie eingekreist wurden und/oder sich zurückzogen, fand man dafür eine vorgefertigte Ausrede in der „russischen Invasion“. Genau zu diesem Zeitpunkt wurden die verschwommenen Fotos von der Nato veröffentlicht und Reporter wie Michael Gordon von der New York Times wurden losgelassen, um zu verbreiten, „die Russen kommen“. (Michael Gordon war einer der ungeheuerlichsten Propagandisten für den Irak-Krieg.)

Keine Invasion – Aber reichlich andere russische Unterstützung

Die föderalistischen Gegner des Staatsstreichs in der südöstlichen Ukraine haben beachtliche Unterstützung vor Ort, zum Teil als Folge der Artillerie-Angriffe durch Regierungstruppen auf größere Wohnzentren. Und wir glauben, dass russische Unterstützung wahrscheinlich über die Grenze eingedrungen ist und maßgeblich hervorragende Geheimdienstinformationen vom Schlachtfeld beinhaltet. Doch es ist zu diesem Zeitpunkt alles andere als klar, dass diese Unterstützung Panzer und Artillerie umfasst – vor allem weil die Föderalisten besser geführt worden sind und überraschend erfolgreich darin waren, die Regierungstruppen zu binden.

Zugleich haben wir wenig Zweifel daran, dass wenn die Föderalisten sie brauchen, russische Panzer kommen werden.

Genau aus diesem Grund erfordert die Situation eine gemeinsame Anstrengung für einen Waffenstillstand, was, wie Sie wissen, Kiew bisher verzögert hat. Was sollte zu diesem Zeitpunkt geschehen? Unserer Ansicht nach muss man Poroschenko und Jazenjuk offen sagen, dass eine Nato-Mitgliedschaft nicht infrage kommt – und dass die Nato nicht vorhat, einen Stellvertreterkrieg gegen Russland zu führen – und vor allem nicht, um die Pöbel-Armee der Ukraine zu unterstützen. Anderen Nato-Mitgliedstaaten muss man dasselbe sagen.

Für den Lenkungsausschuss, Veteran Intelligence Professionals for Sanity
  • William Binney, ehemaliger Technischer Direktor, World Geopolitical & Military Analysis, NSA; Mitgründer, SIGINT Automation Research Center (i.R.)
  • David MacMichael, National Intelligence Council (i.R.)
  • Ray McGovern, ehemaliger US Army infantry/intelligence officer & CIA analyst (i.R.)
  • Elizabeth Murray, Deputy National Intelligence Officer for Middle East (i.R .)
  • Todd E. Pierce, MAJ, US Army Judge Advocate (i.R.)
  • Coleen Rowley, Division Counsel & Special Agent, FBI (i.R.)
  • Ann Wright, Col., US Army (i.R.); Foreign Service Officer (zurückgetreten)
Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

Kommentare

mensch sagt:
jeder hier von uns sollte dieses offenen Brief an sämtliche Abgeordnete per email schicken. Ich werde das in Österreich so machen. Vlt. ist zur breiten Veröffentlichung in Deutschland ein Dr. Gysi auch die richtige Ansprechperson.
Mir graut vor der Zukunft, die wirtschaftlich, sozialpolitisch und auch ökonomisch so leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird, nur weil ein paar “Eliten” vermeintliche Vorteile sehen.

picasso62 sagt:
Auch der Council of Foreign Relations sieht die Hausptschule der Ukrainekrise beim Westen. Aber darüber informiert diese Zeitung bereits.
Unglaublich und kriegshetzerisch habe ich die gestrige Rede von Gauck in Danzig erlebt. Dieser Mann vertritt nicht das deutsche Volk, sondern ist heute ein Vasalle der Amerikaner. Gestern war er ein Vasall der DDR. Grund:
Das Landgericht Rostock hat im Jahr 2000 ein rechtskräftiges Urteil gesprochen, wonach Gauck im Sinne des Gesetzes als “Begünstigter der Staatssicherheit” bezeichnet werden darf. (Quelle Buch von Dr. Blessing. Gauck, der richtige Mann?/www.klaus-blessing.de)
Auf openpetition.de, Seite 2 gibt es eine Petition, die den Rücktritt Gauck fordert.
Dieser Gauck ist eine Gefahr für den Frieden in Europa.

Hans Beimler sagt:
“Es ist der Irak, der uns alle mit seinen Massenvernichtungswaffen bedroht.” (Angela Merkel, Februar 2003)
http://www.stern.de/politik/deutschland/angela-merkel-ich-wollte-eiskunstlaeuferin-werden-523894.html

Grün sagt:
Die USA zetteln einen Krieg gegen Russland auf europäischem Boden an und CIA Mitarbeiter warnen Merkel vor “Beweisen” einer russischen Invasion. Seltsamerweise ist der Bericht der OSZE, der keine Invasion Russland feststellt, in den “Leitmedien” der BRD praktisch nicht vorhanden. Allein die heise.de erwähnt den Bericht, auf ARD, ZDF, Spiegel, nix.
Wann gehen wir endlich auf die Strasse? Wenn die Panzer rollen? Oder sind wir dann schon zu eingeschüchtert?

Carmen sagt:
Frage von Grün:
Wann gehen wir endlich auf die Strasse? Wenn die Panzer rollen? Oder sind wir dann schon zu eingeschüchtert?
Antwort:
Wir sind schon seit Wochen jeden Montag auf der Strasse!
http://Montagsmahnwache.de

Lachendes Gesicht sagt:
Das ist kein “Hereinfallen”, das Merkel unterläuft, es ist Programm:
“Angela Merkel stützt sich auf die Ratschläge von Jeffrey Gedmin, der vom Bush- Clan speziell für sie nach Berlin geschickt wurde. Dieser Lobbyist hat zuerst für das American Enterprise Institute (AEI) unter der Direktion von Richard Perle und der Frau von Dick Cheney gearbeitet. (…) Er hat auch am Project for a New American Century (PNAC) mitgewirkt und das Kapitel über Europa in diesem Programm der Neokonservativen verfasst. Dort schreibt er, dass die EU unter der Kontrolle der NATO bleiben muss …”
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP05810_260210.pdf
Dazu die kleine Frage: Wer kontrolliert die NATO?
Genau dafür darf die Merkel hier die Mutti machen und sonst nichts.

Politicus sagt:
Der Brief an Merkel ist genauso nutzlos wie der Brief an Obama.
Ein offener Brief in den Print- und Internetmedien an das deutsche Volk wäre wessentlich Sinn- und Nutzvoller.

Hans Beimler sagt:
So sehe ich es auch. Allerdings wird man damit nicht in die Print-Medien vordringen, die Meinungshoheit liegt KOMPLETT im transatlantischen Netzwerk.
Siehe Dissertation von Uwe Krüger (2013):
Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse
http://www.amazon.de/gp/product/3869620706/ref=s9_psimh_gw_p14_d0_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-2&pf_rd_r=1MVYKSJC8MFJ9TY9Y48D&pf_rd_t=101&pf_rd_p=455353807&pf_rd_i=301128
Rezension hier:
http://www.pw-portal.de/rezension/14566-meinungsmacht_43900

"Qualitätspresse" sagt:
Bekannt ist, dass jeder Journalist der Springer-Presse in seinem Arbeitsvertrag einen Passus hat, nichts gegen die USA / Israel zu schreiben und die transatlantischen Beziehungen zu fördern.
Es gibt hier auch einen sehr interessanten Beitrag der Anstalt (ab 36:30 Min.), wo das Beziehungsgeflecht der deutschen Medien dargestellt wird:
http://www.youtube.com/watch?v=tAPu3OnOSnE

Adlerauge sagt:
Dennoch gibt es wohl noch Menschen, die mit wachem Verstand die Entgleisungen dieses Bundespräsidenten-Darstellers etwas anders sehen, und das sogar in den “BRD”-Propagandamedien(!):
http://www.sueddeutsche.de/politik/joachim-gaucks-russland-schelte-der-unbesonnene-praesident-1.2111440


Donnerstag, 31. Juli 2014

Putin-Vertrauter: „Es wird Krieg in Europa geben“

Thema: Ukraine

Der russische Präsident Wladimir Putin rechnet mit einem Krieg in Europa. Das geht aus einer Bemerkung eines Vertrauten Putins im Zusammenhang mit dem Yukos-Urteil hervor. Die Amerikaner spekulieren bereits auf den Sturz Putins. Auch Bundesaußenminister Steinmeier sieht den Frieden in Europa bedroht. Der Rubel geriet erneut unter Druck.

Die Russen haben das Urteil gegen die Verstaatlichung des Ölkonzerns Yukos mit einer auffälligen Gleichgültigkeit zur Kenntnis genommen. Der Grund könnte darin liegen, dass man in Moskau davon ausgeht, dass das Verhältnis mit dem Westen ohnehin zerrüttet ist.

Erstmals hat in diesem Zusammenhang jedoch ein russischer Offizieller die Möglichkeit einer militärischen Auseinandersetzung in Europa als Möglichkeit genannt.

Die Financial Times berichtet:
    „Ein Vertrauter von Putin sagte, dass das Yukos-Urteil im Lichte der geopolitischen Auseinandersetzung um die Ukraine unerheblich sei: „Es wird einen Krieg in Europa geben. Glauben Sie wirklich, dass das dann noch eine Rolle spielt?“
Es ist bemerkenswert, dass die FT dieses Zitat in direkter Rede bringt. Denn daraus lässt sich schließen, dass auch Putin sich darauf einstellt, dass eine Verständigung zwischen Russland und dem Westen nicht mehr möglich ist.

Die Amerikaner scheinen darauf zu spekulieren, dass die Möglichkeit eines Krieges in Europa zu einem Putsch gegen Putin führen könnte. Sie sehen offenbar ein Ende der Ära Putin gekommen. So analysierte der Chef des privaten Geheimdienstes Stratfor erst vor wenigen Tagen die Situation Putins und kam zu dem Ergebnis, dass Putin seinen Zenit überschritten haben könnte (“Can Putin survive?”).

Offenbar hat auch der über den Gazprom-Berater Gerhard Schröder im Kreml gut vernetzte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ähnlich Signale bekommen: Er sagte in einem Interview mit dem Spiegel, dass der Frieden in Europa in Gefahr sei. Er sagte, die Entwicklung in der Ukraine könne zu unvorhersehbaren Folgen “für ganz Europa” führen.

Vor diesem Hintergrund setzte die russische Währung ihre Talfahrt fort. Der Dollar stieg um bis 0,5 Prozent auf ein Drei-Monats-Hoch von 35,7045 Rubel. Die Leitindizes der Moskauer Börse hielten sich dagegen knapp im Plus. Sie hatten am Vortag bereits drei und zwei Prozent nachgegeben.

Die neuen EU-Sanktionen träfen nicht allein Russland, warnten die Analysten der Essener National-Bank. “Ohne Wirkung auf das europäische Wirtschaftswachstum werden die Sanktionen aufgrund der Handelsverflechtungen nicht sein. Über das Ausmaß lässt sich derzeit jedoch nur spekulieren, da es abhängig von der Dauer der Sanktionen sein wird.”

Diese Unsicherheit trieb einige Anleger in “sichere Häfen” wie Bundesanleihen. Daraufhin fiel die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Titel auf ein Rekordtief von 1,12 Prozent. Der Bund-Future, der auf diesen Papieren basiert, stieg im Gegenzug um bis zu 39 Ticks und notierte mit 148,66 Punkten so hoch wie nie zuvor. Die “Antikrisen-Währung” Gold verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 1309,70 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Unterdessen nimmt die EU gezielt Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin ins Visier. Die Botschafter der 28 EU-Staaten fassten am Montag nach Angaben von Diplomaten einen vorläufigen Beschluss, Sanktionen gegen Unterstützer und Nutznießer der Destabilisierung der Ostukraine und des Krim-Anschlusses an Russland zu verhängen. Zu den Betroffenen zählten sowohl Einrichtungen als auch Personen, darunter Vertraute der russischen Führung, sagte einer der Diplomaten. Einem anderen Diplomaten zufolge gelten die Sanktionen für acht Personen und drei Einrichtungen. Die Namen sollen nach einem endgültigen Beschluss durch die Botschafter Dienstag oder Mittwoch veröffentlicht werden.

Vorige Woche hatten sich die EU-Staaten auf eine Erweiterung der Sanktionskriterien geeinigt. Bisher verhängte die EU Strafmaßnahmen gegen 87 Personen und 20 Organisationen. Die EU wirft der Regierung in Moskau vor, zu wenig zur Aufklärung des mutmaßlichen Abschusses der malaysischen Passagiermaschine über der Ostukraine beizutragen und die prorussischen Separatisten zu unterstützen.

Am Dienstag wollen die EU-Botschafter deshalb auch über weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Russland beraten. Damit würden zum ersten Mal ganze Branchen von Maßnahmen der EU betroffen sein. Sollten die Botschafter keine Einigung erzielen, könnte noch in dieser Woche ein EU-Sondergipfel folgen.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

29. Juli 2014 um 15:19 Ekkehardt Fritz Beyer sagt:
Die ständigen Provokationen der Amis und der „Frau, die dem deutschen Volk den Rest geben will“ http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2012/04/11/die-frau-die-dem-deutschen-volk-den-rest-geben-will/ lassen auch mich glauben: „Es wird einen Krieg in Europa geben.“
Allerdings kündigte ihn Dr. Merkel für den Fall, dass das Volk nicht nach ihrer Pfeife tanzt, indirekt schon an: http://www.youtube.com/watch?v=K2QNOGgT1Ok
Europa allerdings scheint sie nur beiläufig zu interessieren – sie will ein globales System unter US-Herrschaft. http://www.geolitico.de/2014/05/02/das-system-globaler-us-herrschaft/
Mit viel Glück werden ihr die Amis “danach” – um dem Fallout zu entgehen – sogar Asyl geben!? Allerdings: Wird Europa vernichtet, dann werden es die USA mit ziemlicher Sicherheit auch!!!

Nix versteher sagt:
Ein Friedensnobelpreisträger der einen atomaren Erstschlag per Gesetz legalisiert?!?!?!? Und was könnte man hier noch so alles anführen???
Es ist eine LEHRE und eine WARNUNG der Geschichte, dass je größer die Lügen sind, um so mehr menschliches Leben ausgelöscht wurde…

cherry sagt:
Die EU will ja Krieg haben.
Wie kann man sich erklären, dass sie Nazis in der Ukraine hofieren?
Ein Skandal ist das.

wolfgang sagt:
wenn es hier wirklich Krieg geben sollte,verdanken wir das dem Friedensnobelpreisträger und unseren eigenen “Volksver(r) trertern”,den stiefelleckenden Vasallen der USA

Maus sagt:
Bis jetzt hat doch die USA nichts zu der Aufklärung beigetragen.
Nur weil die Finanz-Eilten Ihre Profit-Gier nicht befriedigen können weil sie alles haben wollen und die USA Ihre Macht Vorherrschaft erhalten und ausweiten wollen muss ein Krieg vom Zaun gebrochen werden ? Nur weil einige kranke Gehirne denken ein Krieg bringe Wirtschaftliche Erfolge ,und diesen Gewinnen zu können treiben sie die Welt in einen Globalen Krieg ? Die glauben doch nicht das der Krieg nur im Osten und Europa wüten wird und sie davon kommen und als strahlende Sieger hervorgehen ? EIN KRIEG WIRD NUR VERLIERER HERVORBRINGEN!
Und Unsere Merkel wird in die Geschichte eingehen das eigene Volk in einen Krieg getrieben zu haben gegen des Willen des Volkes ! Ganz Europa wird in Schutt und Asche liegen!
Vollpfosten!


Mittwoch, 5. März 2014

Ukraine: Deutsche Steuerzahler sollen offene Rechnungen bei Gazprom bezahlen

vorab: Deutscher Bundestag
Petitionsausschuss

Petition 48994 - Kein Transatlantisches Freihandelsabkommen
noch bis zum 11. März mitzeichnen (hier klicken)


Thema: Bailout für Energie-Konzern

Deutschland und die EU planen offenbar, Steuergelder zum russischen Gazprom-Konzern umzuleiten: Ein Regierungssprecher sagte, der Westen könne die offenen Gasrechnungen der Ukraine bei Gazprom übernehmen. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder berät den Konzern, der jedes Jahr Milliarden-Gewinne einfährt. Ein Bailout für Gazprom wäre ein politischer Skandal erster Güte.

Es gibt in jeder Krise auch Gewinner: Gerhard Schröder mit dem CEO von Gazprom, Alexei Miller und dem russischen Bürokraten Sergei Ivanow. (Foto: dpa)
Westliche Länder haben nach Angaben der Bundesregierung der Ukraine Hilfe bei ihrer offenen Gasrechnung gegenüber dem russischen Gazprom-Konzern in Aussicht gestellt. Deutschland und seinen Partnern sei es jetzt wichtig, der Ukraine bei ihren finanziellen Problemen zu helfen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin angesichts des zugespitzten Konflikts zwischen der Ukraine und Russland. Konkret werde es noch im März um die Begleichung einer Gasrechnung gegenüber Gazprom gehen. Darüber sollten in der nächsten Woche Gespräche geführt werden.

Nach einer Meldung der russischen Agentur Interfax hat die Ukraine die Schulden bei Gazprom für Gas auf zwei Milliarden Dollar beziffert. Gazprom hatte am Montag mitgeteilt, man prüfe eine Erhöhung des Gaspreises für die Ukraine nach dem ersten Quartal.

Ein “Bailout” für Gazprom wäre ein politischer Skandal erster Güte. Es ist dasselbe Problem wie den “Banken-Rettungen”. Die Staaten leben über ihre Verhältnisse mit Hilfe von Staatsschulden. Wie Herr Janukowitsch mit dem Geld verwendet hat, konnte man ja vor einigen Tagen sehen (hier). Wenn sie die Rechnungen nicht mehr bezahlen können, wird der Steuerzahler zur Kasse gebeten. Politiker suchen immer nach einer Möglichkeit zum “Bailout”. Denn der “Bail-In”, dass also die Gläubiger für das Risiko, das sie eingehen, auch haften, ist schwieriger umzusetzen. Vom Steuerzahler können die Politiker Zwangsabgaben erheben. Gegenüber der Finanzindustrie müssen sich die verschuldeten Regierungen artig verhalten – weil ihnen sonst die Banken die Kredite streichen.

Dass jedoch der deutsche und europäische Steuerzahler nun die offenen Rechnungen der Ukraine bei Gazprom bezahlen soll, ist absurd. Gazprom, das vom ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder beraten wird, ist ein Milliarden-Unternehmen: Im dritten Quartal 2013 meldete das Unternehmen einen Gewinn von 8,1 Milliarden Dollar. Die Russen können der Ukraine nach Belieben das Messer ansetzen, wenn die EU sich auf einmal bereit erklärt, die offenen Rechnungen von Janukowitsch zu bezahlen.

Der amtierende Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist einer der engsten Vertrauten von Gerhard Schröder.

Noch vor wenigen Monaten war die EU mit Gazprom wegen der hohen Energiepreise im Clinch gelegen.

Es ist unklar, welchen “Deal” Merkel und Barroso hinter den Kulissen verhandeln. Offenbar stehen die EU-Verhandler einer ziemlich heftigen Erpressung der Russen wehrlos gegenüber. Gazprom hatte, so Forbes, vor einigen Tagen angekündigt, die Gas-Preise für die Ukraine drastisch anheben zu wollen. Ein solcher Schritt hätte die unmittelbare Staatspleite zur Folge.

Diese Erpressung zeigt, wie gefährlich es in der aktuellen Situation ist, der Ukraine Kredite zu gewähren. Denn im Fall einer Staatspleite wäre auch das Gelder deutschen Steuerzahler weg.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Leider sagt:
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

Dieser Spruch hat auch heute noch absolute Gültigkeit. Deutschland rettet die Welt – oder wie stellen sich unsere “superintelligenten” Politiker das vor? Wieso sollten wir bereit sein, auch noch für die Ukraine zu bezahlen?

Ich bin nicht mal bereit, für Griechenland und die sonstigen PFIIGS zu bezahlen!
Wieso auch?

Kein Land haftet für ein anderes – so sagte man uns. Dieser EUro ist eine Schweinerei an jeder beteiligten Bevölkerung in jedem EUro-Land. Diese NWO, welche die Politiker installieren wollen, verarmt uns alle!

Eines ist sicher: meine Familie und ich werden bei den nächsten Wahlen der Alternative für Deutschland unsere Stimmen geben.

Diese Enteignungspropaganda, permanent zum Wohle fremder Staaten, Banken und Firmen widert mich an.

Wer Risiko eingeht, muss auch dafür bezahlen! D.h. nichts anderes, als das die Gläubiger in der Pflicht sind. Zur Not muss man auch mal, wie in Island, Banken pleite gehen lassen. Die Italiener drucken ihre Euros selbst, die Irländer auch. Also lasst endlich die Banken pleite gehen und druckt Euros um die Sparer zu entschädigen.

Aber lasst unser Vermögen in Ruhe. Die Anwandlungen des DIW, IWF oder der Boston Consulting Group führen nur dazu, dass die Superreichen ihr Vermögen verlagern und wir Mittelständler für die Fehler aller haften sollen.

Ich kann gar nicht schreiben, wie mich diese Politik anekelt!

Brigitta sagt:
Weiss jemand, was mit den in Genf eingefrorenen Geldern auf Schweizer Konten passiert? Und was passiert mit dem blühenden Geschäft der Geldwäsche in Genf (Rohstoffhandel) des Sohns von Janukowitsch, welches ebenfalls in Genf ansässig ist?
Die Familie Janukowitsch hat in den letzten paar Jahren Milliarden gescheffelt. Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass jetzt Steuerzahler aus D die unbezahlten Rechnungen der Ukraine bei Gazprom bezahlen.
Bitte teile mir jemand mit, ob es sich hier um eine Zeitungs-Ente handelt.

Sammy sagt:
Schau Dir das Milliardenvermögen von Yulia Tymoshenko an, die diese ausser Landes gebracht hat (von 0 auf 45 Milliarden US-$). Diese Transaktionen auf ausländische Konten sind gerichtsfest, deswegen wurde sie in der Ukraine auch zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Dass jetzt exakt das Janukowitsch unterstellt wird, wundert nicht. Aber ist es auch bewiesen? Nicht dass ich den Typen sonderlich mögen würde, aber meines Wissens konnte ihm bislang nichts nachgewiesen werden.

Das beste Indiz, dass es sich bei der von Dir zitierten Information um Desinformation handelt ist die Tatsache, dass die Schweiz zwar “Konten ukrainischer Politiker” einfrieren wollte, aber keines von Janukowitsch gefunden werden konnte. Na so ein Pech aber auch! Das stört die westliche Propagandamaschine ungemein.


Montag, 30. September 2013

Der langsame Tod der Demokratie in Europa

Thema: Gesellschaft
 
Die FDP abgestürzt, die Grünen gestutzt, die SPD ein Schatten vergangener Zeiten: Der Grund für die Erosion der Parteien ist die schleichende Verlagerung aller politischen Entscheidungen nach Brüssel. 90 Prozent aller Gesetze in Deutschland werden nicht vom Bundestag angestoßen, sondern von der EU. Wir erleben eine Verwandlung der Volk-Herrschaft hin zu einem Feudalsystem der Funktionäre. Die Folgen sind fatal: Die Bürger können nicht mehr selbst über ihr Schicksal bestimmen. In Europa stirbt die Demokratie. 


Das große Trauerspiel in wechselnden Besetzungen, doch immer gilt: Am Ende sehen wir den Vorhang und viele Fragen offen. (Foto: dpa)
Die Bundestagswahl hat in gespenstischer Weise Auflösungserscheinungen bei den Parteien zu Tage gefördert. Gleich mehrere Parteien wissen über Nacht nicht mehr, warum sie existieren.
Die Ursachen liegen nicht in faschen Personalien, wie die politische Unterhaltungsindustrie gerne behauptet.

Die Ursache liegt in einer dramatischen Verschiebung der politischen Macht zu Institutionen, deren Befehle die Politik auszuführen hat.

Das bringt die Demokratie in eine ernste Krise.

Bereits im Jahr 2005 hat eine Anfrage des CSU-Abgeordneten Johannes Singhammer erheben, dass der Bundestag faktisch nur noch ein Ausführungsorgan ist. Er muss Gesetze beschließen, die von Brüssel vorgegeben werden.

Von 23.167 Gesetzen und Verordnungen, die im Zeitraum 1998 bis 2004 beschlossen und damit in Deutschland geltendes Recht wurden stammten fast 19.000 aus Brüssel. Das teilte das Bundesjustizministerium dem Abgeordneten Singhammer mit. Der Bundestag hat dagegen nur 4250 Vorlagen verabschiedet. Die Zahl der EU-bestimmten Gesetze ist seither weiter gestiegen – von 84 Prozent auf aktuell über 90 Prozent.

In den vergangenen 15 Jahren ist damit eine schleichende Entmachtung des Bundestags zu beobachten – jener Institution, die eigentlich den Willen der deutschen Bürger vertreten sollte.
Der britische Europa-Parlamentarier Daniel Hannan analysierte bereits vor der Bundestagswahl im Jahr 2005 in einem Beitrag für die Welt:
    „Keiner der Spitzenkandidaten kam im Wahlkampf auf das Thema Europa zu sprechen – außer über den Umweg des umstrittenen Türkei-Beitritts. Gleichwohl war die EU allgegenwärtig. Sie war da wie Banquos Geist aus Shakespeares ,Macbeth‘: Unsichtbar für die meisten Wähler, schüttelte sie ihre blutigen Locken gegen die Parteioberen, die ja genau wissen, dass sich ihre Programme innerhalb der Koordinaten bewegen müssen, die die europäische Jurisdiktion vorgibt.Daher könnte kein Politiker ehrlicherweise versprechen, die deutsche Landwirtschaft wieder auf Vordermann zu bringen (dagegen spricht die Gemeinsame Agrarpolitik) oder Arbeitsmarktrestriktionen aufzuheben (dagegen spricht die Sozialcharta), oder die Grenzen besser zu schützen (dagegen spricht Schengen), oder sogar eine radikal andere Wirtschaftspolitik zu machen (dagegen sprechen der Euro und der Stabilitätspakt).“

Das Problem sind nicht allein die nicht gewählten Funktionäre in Brüssel.
Das Problem liegt in dem Umstand, dass es für alle Politiker im Grunde sehr angenehm ist, wenn sie sich selbst keine eigene Meinung mehr bilden müssen. Bei den Notverordnungen zu ESM und Euro-Rettung muss sich Angela Merkel den Vorwurf gefallen lassen, dass sie in einem Stakkato von Notverordnungen zentrale Veränderungen für die wirtschaftliche Lage der Deutschen durch den Bundestag gepeitscht hatte.

Eine Umfrage der Deutschen Mittelstands Nachrichten hatte bei der ESM-Entscheidung ergeben, dass viele Abgeordnete keine Ahnung hatten, worüber sie abstimmen. Einige Parlamentarier verwechselten sogar die ESM-Abstimmung mit der Abstimmung über die Griechenland-Kredite. Bei einer DMN-Umfrage über die deutsche Souveränität holten sich viele Abgeordnete ihre Meinung bei der Fraktionsführung ab.

Dem kritischen Beobachter erschien das reichlich seltsam.
Doch die Abgeordneten scheinen das Problem gar nicht zu verstehen. Seit nunmehr 15 Jahren sind sie zu einer Abstimmungsmaschine verkommen, zu einer Art kostspieligem Notariat, dessen Aufgabe nicht darin besteht, den Willen der Bürger, die die Parlamentarier vertreten, in Gesetze zu gießen.

Die Aufgabe aller Parlamente in den Nationalstaaten besteht darin, dass sie ihren Völkern den Willen von Interessensgruppen aufzwingen, die außerhalb der Demokratie stehen. Sie sind lokale Vollzugs-Organe einer global agierende Elite, die keiner kennt, keiner kontrolliert, keiner abwählen kann.
Der frühere Bundespräsident Roman Herzog ist in einem Zeitungsbeitrag mit dem Titel „Europa entmachtet uns und unsere Vertreter“ zu dem ernüchternden Fazit gekommen: „Die institutionellen Strukturen der EU leiden in besorgniserregender Weise unter einem Demokratiedefizit und einer faktischen Aufhebung der Gewaltenteilung.“

Das Defizit der Demokratie hat auch gravierende Folgen für diejenigen, die als Repräsentanten der Bürger in den Nationalstaaten eigentlich für die Gesetzgebung zuständig sind: die politischen Parteien.

Daher sind die Zerfallserscheinungen der Parteien nach der Bundestagswahl auch kein Zufall und weit mehr als saisonbedingte Moment-Aufnahmen: Warum weiß die FDP nicht mehr, warum sie liberal sein soll? Warum vergessen die Grünen, dass sie eigentlich für Basisdemokratie, Bürgerrechte und Umweltschutz stehen müssten? Warum beschäftigt sich die SPD nicht mit den Problemen der Arbeiter, sondern nur noch mit innerparteilichen Verteilungskämpfen?

Die Parteien haben resigniert. Sie sind programmatisch in die innere Emigration gegangen. Sie gestalten nicht mehr, sie funktionieren nur noch in einem System, das eigentlich keine Parteien braucht: Einem Funktionärs-Staat, in dem die Amtsträger funktionieren.

Der große Widerstand gegen die politische „Klasse“ in weiten Teilen der Bevölkerung kommt daher, dass die Parteien nicht mehr die Bürger vertreten, sondern ganz andere Kräfte.

Der Zentralismus in Brüssel ist eine Bündelung von Lobbyisten, Industrievertretern, Tricksern, Manipulatoren und Spin-Doktoren. Diese obskuren Kräfte verfolgen ausschließlich handfeste wirtschaftliche oder partikulare Interessen. Sie haben ihre Späher, Einflüsterer und Drahtzieher auch in all den Nationalstaaten in Position gebracht.

Den Parteien bleiben lächerliche Symbol-Handlungen: Der Brioni Anzug und die Zigarre als Insignien der Macht bei Gerhard Schröder, das Guido-Mobil, der Veggi-Day, der Stinkefinger.
Mit solchen Kraftmeiereien soll das wahre Problem der Demokratie in Europa übertüncht werden: Dass die Parteien selbst nichts mehr zu bestellen haben, dass sie hochbezahlte Almosen-Empfänger sind, Schauspieler, Kader.

Dieser Verfall der Demokratie in der Mitte der Gesellschaft hat zwangsläufig zu dem geführt, was wir heute in Griechenland beobachten können: Einer Renaissance der Extreme. Rechtsextreme und Linksextreme gewinnen in atemberaubendem Tempo politisches Terrain. Sie profitieren von den Wählern, weil sie ihnen versprechen, das zu zerstören, was den Bürgern eigentlich besonders schützenswert erscheinen müsste: die Demokratie.

Der Erfolg der Radikalen rührt auch daher, weil die etablierten Parteien einen Nichtangriffspakt geschlossen haben: Sie wissen alle, dass sie ohnehin nichts ändern können. Daher verschanzen sie sich vor der Welt in einer undurchlässigen Harmonie. Auch nach der Bundestagswahl haben viele Politiker gesagt, dass es eigentlich gut sei, dass die Parteien durch und durch verwechselbar sind.
Sie haben damit in Zeiten des Wohlstandes dem Zeitgeist entsprochen.

Daniel Hannan:
    „Sie mögen jetzt vielleicht denken: Das ist doch eigentlich etwas Gutes. Konsens ist besser als Dissens. Und es ist vollkommen in Ordnung, wenn all die Politiker endlich mal in einem Punkt übereinstimmen. Doch Achtung: Die Idee, dass Parteiengezänk schlecht für das Land sei, gehört seit den Tagen Napoleons zu den Argumenten sämtlicher Diktaturen.“
Und diese Diktatoren schlagen dann zu, wenn es den Völkern schlecht geht.

Die globale Schuldenkrise ist der ideale Nährboden für den Erfolg von Diktaturen. Die
Kontrolle der wichtigsten wirtschaftlichen Entscheidungen durch eine kleine Clique, durch eine Finanzoligarchie, deren Sprecher undemokratische Einrichtungen wie der IWF, die EZB oder eben die EU-Bürokraten sind, ist nichts anderes als eine elegante Form der Diktatur.
Elegant nicht, weil sie den Nationen weniger schadet als echte Diktatoren.

Elegant deshalb, weil die Völker nicht merken, wie sie unerbittlich ausgebeutet und am Ende enteignet und entrechtet werden.

Wir erleben eine Diktatur des Kleingedruckten: Die Völker Europas können den Diktatoren nicht Einhalt gebieten, weil das Unrecht nicht schreit, sondern durch die Hintertür kommt. In hundert-seitigen Dokumenten, in technokratischer Sprache, mit immer neuen Vehikeln und einem Karussell der Rechts-Verdrehung.

Vorne auf der Bühne spielen, wie Puppen, die Parteien die Rollen, für die sie bezahlt werden.
Tatsächlich erleben wir jedoch den Tod der Demokratie in Europa.

Eine Gattung stirbt aus: An die Stelle der Volks-Herrschaft tritt der Feudalismus der Funktionäre.

Die Geschichte wiederholt sich.

Doch auch die Lehren aus der Geschichte wiederholen sich: Der Aufhebung der Gewaltenteilung folgt in der Regel immer die nackte Gewalt.

In Griechenland, dem Mutterland der Demokratie, erleben wir, wie das Konzept endet.
Es wird einige wenige Profiteure, aber jede Menge Verlierer geben.
Die Geschichte wiederholt sich.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare


... und wieder begint sich eine Verschwörungstheorie aufzulösen und in eine brutale Wahrheit zu verwandeln.

Vor wenigen Jahren hätte man eine Einweisung in die Psychiatrie riskiert, wenn man sowas öffentlich verbreitet hätte.
Ich will damit keineswegs leugnen, dass es bestimmt noch konservative Parlamentarier gibt, für die es immer noch eine Verschwörungstheorie ist.

 


Falkenauge sagt:
Der ausgezeichnete Artikel kommt auf die entscheidenden Punkte der heutigen Demokratie. Aber man muss noch etwas tiefer gehen, wie es in den folgenden Texten geschieht:

“Da stellt sich die für eine freiheitliche Demokratie wesentliche Frage, die zumeist übergangen wird, welche Gesetze in einer Gemeinschaft überhaupt notwendig sind. Denn ein Gesetz, mag es inhaltlich noch so gut oder gut gemeint sein, schließt immer das freie Handeln des Menschen aus und unterwirft es einem äußeren Zwang.

Wenn Freiheit und Selbstbestimmung, Gleichheit vor dem Gesetz und Sozialverhalten die Ideale des demokratischen Staates sind, dann kann dessen Sinn und Aufgabe nur darin bestehen, durch die Verfassung, das Zivil-, Straf- und sonstige Ordnungsrecht den schützenden Rahmen dafür zu bilden, dass seine Bürger im Sinne dieser die Demokratie in ihrem Fundament begründenden Men­schenrechte ihr Leben selber bestimmen und gestalten und darin ihre Persönlichkeit frei entfalten können. Die staatliche Ordnung ist nicht Selbstzweck, sondern hat der Entwicklung des Menschen zur freien Individualität zu dienen.

Gesetze dürfen danach nicht die inhaltliche Regelung der wirtschaftlichen und kulturell-geistigen Tätigkeit der Bürger, ihr physisches und moralisches Wohl, zum Ziele haben. Denn dann setzt sich der Staat an die Stelle der Handlungsintentionen des freien Menschen, schaltet mit der Selbstbestimmung seine Freiheit aus und verletzt ihn in seiner Würde als autonomes Wesen.

Der Mensch wird dann nicht als mündiges Subjekt, sondern als Objekt des Willens anderer behandelt und erniedrigt. Es wird automatisch ein demokratiewidriges Über- und Unterordnungsverhältnis begründet, dem die Menschen passiv ausgesetzt sind.

Der Staat tritt als Vormund auf, der unausgesprochen voraussetzt, dass die Menschen unmündig seien, denen von den we­nigen Mündigen im Staate, von „denen da oben“, wie die hilflosen Bürger noch immer bezeichnenderweise sagen, vorgeschrieben werden müsse, was das Richtige und Beste für sie sei. Es ist noch eine unbewusst so tief sitzende obrigkeitsstaatliche Gewohnheit und Tradition, dass man gar nicht mehr die darin liegende Arroganz und Überheblichkeit empfindet.

Sie wird nur durch das suggestiv-mediale Ritual der Parlaments-Wahlen verdeckt, das für den Wähler die Illusion des Einflusses erzeugt, in Wahrheit aber die Abgabe seiner Freiheit bedeutet.”

Vgl: http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/05/17/fassade-demokratie/

“Der Mensch ist autonomes Subjekt, er darf daher niemals als Objekt seiner Umgebung betrachtet werden, da er damit als Nicht-Ich behandelt und als sich selbst be­stimmende Individualität missachtet und gedemütigt wird.

Dies geschieht aber in den die Menschen von außen bestimmenden Einheitsstaaten und er­reicht in dem Monsterstaat der EU seinen Höhepunkt. Dieser ist regelrecht darauf angelegt, das sich selbst bestimmende freie Ich, die Frucht der europäischen Geistesentwicklung, zu eliminieren. Es wird in einer riesigen, alles egalisierenden Staatsmaschine erdrückt und zum funktionierenden Teilchen verformt, dem kein Ausweg mehr bleibt.
Die EU ist daher in ihrem zentralen Ansatz antimenschlich, menschenfeindlich. Sie bildet in Wahrheit die wüsteste Reaktion gegen die ganze europäische Kultur- und Geistesentwicklung, gegen den Fortschritt der Menschheit. Das Kürzel EU drückt un­gewollt das wahre Wesen dieses Monsters aus: Eu­ropas Untergang.”

Vgl.: http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/06/01/die-steigerung-der-demokratischen-diktatur-in-der-eu/


Toni-Ketzer sagt:
Man sollte nicht dem erwünschten Glauben verfallen und “parlamentarische Demokratie” als eine demokratische Grundordnung betrachten. Mit jeder Zustimmung überläßt und übergibt man Demokratie im guten Glauben an vermeidliche Verantwortungsträger. Diese Verantwortung möge eine Ehre sein welche von z.B. Merkel, Pofalla, deMaizière, Schäuble, Kauder, v.d.Leyen, uva. behütet wird. Wird diese Ehre infrage gestellt, dann tritt ein Volksvertreter ggf. vom Amt zurück, um mittels “Vettern” in bessere Position zu gelangen. Eine solche demokratische Grundordnung hat längst Methode. Gute Beziehungen zur Parteispitzen sind Voraussetzung für das gelingen. Typische Beispiele sind Frau Müntefering oder “Doris Schröder-Köpf”. Schaut man nach Hessen zu “Thorsten Schäfer-Gümbel”, dort sieht man ein Berufsvolksvertreter vergleichbarer Qualität eines Ronald Pofalla.

Natürlich wächst der Argwohn im Heer der 20Mio. perspektivlosen Mitbürger. Der Ruf nach konstruktiver Zukunft tönt aus deren Mitte. Einige mutige gründen sogar Parteien um politische Änderung zu erreichen. Kaum ist eine Partei gegründet, streben Parteisoldaten aus der linken wie rechten Szene zuerst nach Parteibücher, dann zur Parteispitze.
Aber lassen sich etwas weiter nach “Rechts” orientierte Parteien nicht vereiteln, dann tönt es aus dem linken Lager “Rechtsextremismus”.

Unter diesen beständigen Druck mittels “Genossen mit Klumpschuhen auf den nassen Asphalt stampfen” wurde die FDP auf niedrigen Niveau gehalten. Die AfD wird überhaupt keine Chance bekommen. Der Verein tendiert ja laut Sozen zur NPD. Aber wie können Parteien wie AfD oder DiePiraten den Zustrom von linken und rechten Saboteure verhindern? Eben darum gibt es in Deutschland fast nur Sozenparteien welche ebenso zugrunde gehen.
Was haben Sozialisten mit Demokratie zu tun?

Der Sozialismus beruft sich auf seine Genossen welche in Solidargemeinschaften zusammen finden. Aus viele kleine Gemeinschaften werden größere, wenn ein gemeinsames Ziel erreicht werden möge.

Wie leicht läßt sich mittels Einrede eine übergeordnete Solidarität schaffen? Letztlich steht das Ziel, eine gemeinsame politische Partei zu sein. Eine solche Sozenpartei kommt aber nicht auf demokratischen Wege zustande, sondern durch Solidarkundtuungen. Schaut man sich in Deutschland um, dann sind Solidaritäten und Solidargemeinschaften samt Vetternwirtschaft das Grundgerät der Karriereleiter. Ohne Solidarität und sehr gute Beziehungen läuft in Deutschland nichts. Es ist soweit gereift, das Fr.Merkel bereits die Zwangssolidarität ohne Widerspruch einführte. Erinnert man an vergleichbare Zwangssolidaritäten aus dem dritten Reich, dann fühlen sich die Sozen nicht verantwortlich. Damals wie heute steht jeder Mitbürger unter Generalverdacht. Wer dem Sozialismus treu dient und stets solidarisch ist, hat Anspruch auf eine Pension, ist echter Deutscher edler Rasse.

Jeder andere Mitbürger ist dieser sozialistischen Grundordnung eine Gefahr. Solche Mitbürger unterliegen der Mitwirkungspflicht, werden seitens “Agentur für Arbeit” disponiert. Die mögen ihre Kinder neben der Kinderkrippe abwerfen, um billig und willig verfügbar zu sein.

In Deutschland empört sich kaum jemand über diese menschenverachtende Handhabung seitens der Sozen. Und mitten in diesen totalen Unrechtstaat “Deutschland” werden alle vier Jahre mal Wahlen veranstaltet.

Nun werter Leser eine saublöde Frage:
“Wer geht in Deutschland zur Wahl und was wird gewählt?”

Klare Antwort:

Es gilt als gewählt was zuvor aufgrund organisierte Umfragen ermittelt und veröffentlicht wurde.
Das die UNION Anno2013 mit 41,5% dasteht, war wohl mehr ein Unfall. Anno2009 zählte die UNION lediglich 33,8% und Anno2005 satte 35,2%. Die große und zugleich die peinliche Frage, warum in aller Welt erlangte die UNION ein solches Ergebnis?
Klare Antwort:

“Weil die Deutschen sich das gefallen lassen! Deutsche sind solidarisch, diszipliniert und dienlich, Basta!”


Klaus Schneppenheim sagt:
Im Prinzip gibt es Deutschland als souveränen Staat nicht; hat es nie gegeben (dasDeutsche Reich existiert noch und befindet sich nach wie vor im Kriegszustand mit den Kriegsgegnern, da niemals ein Friedensvertrag geschlossen wurde).

Die Bundesrepublik Deutschland hat kein Grundgesetz und wurde von der US- Regierung als Interessenvertretung (Unternehmen) ins Leben gerufen; als Staat aber nie anerkannt.

Wir sind also im Prinzip alle noch Staatsbürger des deutschen Reichs und nicht Staatsbürger Deutschlands. Warum nennt sich unser Personalausweis so ? Weil wir Personal der Bundesrepublik Deutschland sind; wäre das anders, würde er vielleicht Personenausweis oder Bürgerausweis heissen.

Unter HRB 51411, Amtsgericht Frankfurt findet sich seit dem 12.10.2004 der Eintrag der Firma “Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur Gesellschaft mit beschränkter Haftung”.

Die Eile, mit der wir in Europa integriert werden und wir von Europa fremdbestimmt werden hat also ihren Grund. Man schafft Tatsachen, die irgendwann unumkehrbar sind, weil wir uns auf keine nationalen Rechte berufen können !

Weil die AfD den Volksentscheid einführen will, mit dem sich die EU- Diktatur noch verhindern ließe, ist sie den etablierten Parteien ein Dorn im Auge, den man (bisher) erfolgreich durch Diffamierung, Verleugnung, Unterstellungen und Lügen bekämpft hat, und zwar Politik, Presse und TV gemeinsam, so dass es wirklich erstaunlich ist, dass noch über 2 Mio. Deutsche die AfD gewählt haben. Bei der Europawahl muss es passieren, denn es bleibt nicht mehr viel Zeit, den Weg aus der Demokratie zur EU- Beamtendiktatur zu verhindern !


rumpelstilzchen sagt:
Darf man hier das Wort “Entartet” erwähnen oder sogar ausdrücklich gebrauchen??

Übrigens, der Begriff “Entartung der Demokratie” sei aus der Zeit des Nationalsozialismus vorbelastet, ist eine glatte Falschmeldung.

Der Begriff “Entartet” ist von dem Juden Max Nordau, alias Simon Südfeld, geprägt worden. Mann kann sein Buch “Entartet” für 125 Euro bestellen und nachlesen: “gewisse Zeiterscheinungen der Entartung”, “kulturelle Entartung”, “krankhafte Entartung”, “Vermehrung der Entarteten” um einige Begriffe aus seinem lesenswerten Buch zu entnehmen.

Etwas für die historischen Analphabeten. Göbbels wollen wir nicht aufzählen, aber Franz Josef Strauß sprach auch von “kultureller Entartung” und er bestand darauf, dass der Begriff auch heute noch verwendet werden darf, so wie es auch der Kardinal Joachim Meisner in seiner Predigt vom Sept. 2007 gewagt hat, von “kultureller Entartung” zu sprechen.

Schade, dass der Herr Lucke nicht genug über “Entartung” wußte, er hätte in der Runde Max Nordau wunderbar zitieren können.


bauagent sagt:
Nach diesem excellenten Artikel muss man sich nur noch die Frage stellen, wem dieser Niedergang nützt.

Richtig!

Jetzt kann hoffentlich jeder nachvollziehen, dass die Entdemokratisierung und Zentralisierung ein langer Plan der Hochfinanz und Industrieoligarchie ist.
Die Politiker sind dabei ihre willfährigen Handlanger, weil sie bereits vor Jahrzehnten das Zepter zugunsten persönlicher Vorteile aus der Hand gegeben haben.

Nur der Widerstand durch das Volk selbst, könnte diese Entwicklung noch aufhalten.
Bei der ” Generation Smartphone ” bin ich mir allerdings relativ sicher, dass sie erst aufwacht, wenn der Akku leer ist und kein Strom zum Nachladen vorhanden ist.

Putin hat den Niedergang der Werte Familie, christliche Wurzeln und die Umkehrung der Definition von Demokratie in seiner kürzlichen Rede vom 19.9.2013 richtig beschrieben und kommt zum Schluss, dass der Westen im Selbstzerstörungsmodus ist.

Die Durchmischung a la Joschka Fischer tut ihr übriges, um die Identität der Völker zu eliminieren und dem Kapital ein unterwürfiges Zombie-Personal zur Verfügung zu stellen.
Schöne neue Weltordnung!