Sonntag, 2. Juni 2013

Günther Jauch: Auslaufmodell Hausfrau – wie funktioniert Familie heute?

Soll das Thema Quotenbringer sein?
- oder soll es vom Todeskampf des Euro ablenken?
- oder der russischen Waffenlieferung nach Syrien?
- oder dass England und Frankreich Waffen an die syrische Opposition liefern wollen?


Link zur / zum: - (Sendung) - (Blog)

Noch vor 50 Jahren herrschte in Deutschland ein breiter gesellschaftlicher Konsens, wie eine anständige Familie auszusehen habe: Die Frau hatte die Hoheit über Küche, Wäsche und Kinder, der Mann verdiente alleine das Geld.


Ein Vater hält sein Kind auf dem Arm, die Mutter ein Notebook (Montage)© Fotolia.com
2013 ist von dieser Rollenverteilung nur noch wenig übrig, zahlreiche andere Formen des Familienlebens haben sich etabliert. Vor allem die Rolle der klassischen Hausfrau scheint ein Auslaufmodell zu sein: Laut Mikrozensus sind heute 60 Prozent der Mütter erwerbstätig, ein Großteil von ihnen in Teilzeit.

Doch diese Familiengestaltung kommt nicht überall gut an. Der Kölner Kardinal Meisner beklagte kürzlich, dass Frauen nicht mehr dazu ermutigt würden, "zu Hause zu bleiben und drei, vier Kinder auf die Welt zu bringen". Im Gegenteil: Sie würden in die Produktion geschickt anstatt unserem "sterbenden Volk" Nachwuchs zu schenken.

Das Ringen um das richtige Familienmodell wird nicht nur aus kirchlicher Sicht schnell zur Glaubensfrage. Kind & Karriere oder Vollzeit zu Hause? Die Debatte um Rabenmütter, Übermütter, Heimchen am Herd und Working Mums wird emotional geführt. Denn nicht nur junge Eltern fragen sich: Machen wir das richtig?

Ist das Leben als Hausfrau ein Auslaufmodell? Was kann jungen Familien echte Wahlfreiheit geben? Hängt die Entscheidung für Kinder überhaupt von Geld und Karriere ab?

Blogmoderation:
Der Kölner Kardinal Meisner sorgt sich um die Familie: Frauen sollen zu Hause bleiben und drei, vier Kinder auf die Welt bringen. Mutti am Herd oder Mama auf der Karriereleiter – ist das immer noch der Stoff für eine Grundsatzdebatte?

Ja werte Leser, der Herr Kardinal gehört zu dieser seltsam zölibatären Spezies wie auch überzeugte Junggesellen oder viele Schwule: - sie vermehren sich nicht nicht, aber sie sterben auch nicht aus.
 

Alle drei Gruppen überlassen die öffentlichen Aktivitäten zur Arterhaltung, und die damit verbundenen Kosten, gerne Anderen. Was bei dem Einen oder Anderen im Geheimen abläuft, darüber kann man nur munkeln.

Interessant ist, dass gerade diese "Herren in bunten Frauenkleidern", die nicht einmal von ihrem Arbeitgebern sondern von der Allgemeinheit ihr monatliches Salär beziehen, also auch von Nicht- oder Andersgläubigen bezahlt werden, selber null Komma nichts zur Finanzierung und zum Überleben ihres eigenen Berufsstandes beitragen, sich aber dazu berufen fühlen, andere zur Vermehrung anzuhalten.
Klar, wenn es keinen Nachwuchs gibt der Steuern zahlt, versiegt auch ihre Einkommensquelle irgendwann.
Natürlich darf in ihrem strengen Sinne dieser Akt der Fortpflanzung nur der biologischen Weitergabe der Gene zur Arterhaltung dienen. Jede lustvolle Nebenwirkung hat zu unterbleiben, ist Sünde und musste früher sogar gebeichtet werden. Natürlich bei einem der "Herren in Frauenkleidern", damit der in seinen geheimsten Vorstellungen mit dem reuigen Sünder, oder besser noch der Sünderin, mitleiden konnte.


Kommentare

Ekkehard Grube #6
Zwecks Verkürzung der Diskussion: Sendung vom 24.02. nachlesen
Da ging es nämlich um das Kita-Versprechen.
Läuft auf dasselbe hinaus.
Einziger Unterschied:
Bei der Auswahl der Gäste scheint mir diesmal eine stärkere Schlagseite in Richtung traditionelles Familienbild zu existieren, als das am 24.02. der Fall war.


Placebo #13
Clever!
Der neue Trick der Marktradikalen: die verstaubte, in Traditionen erstickende Kirche links überholen, um die eigenen Positionen fortschrittlich erscheinen zu lassen. Und in der Tat: Gemessen an den klerikalen Betonköpfen scheinen sich selbst marktradikalste Ausbeuter noch fortschrittlich fühlen zu können.

Worauf die Argumentation der GJ-Redaktion abzielt: Die aktuelle, menschenverachtende Arbeitsmarktpolitik soll anscheinend vor dem Hintergrund kirchlicher Gespensterdebatten in einem Waschgang befürwortet und durchgewunken werden - von Billiglohn-Werkverträgen bis hin zu Multi-Jobberinnen, die Tag und Nacht malochen müssen, um ihren Nachwuchs "durchzukriegen", den sie "leider" fast nie zu Gesicht bekommen. Die Ausbeutung z.B. dieser Multi-Jobberinnen soll aus Sicht der Betroffenen als "Freiheit" wahrgenommen werden. Denn Sklaven sind nicht an den Herd gefesselt, sie dürfen sich auf dem Arbeitsmarkt ganz legal zu Spottpreisen verkaufen.

Klar, dass ich auf der Seite des Kardinals bin, dessen Position in der Sendung offenbar niemand vertritt. Die Vorstellung, dass Menschen in Würde leben, ist mir deutlich sympathischer als der Albtraum von der totalen Ausbeutung nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen. Übrigens: Ist es neuerdings verboten, "drei, vier Kinder" zu haben?

Gerd 49 #35
Interessant ist...
... wozu sich dieser Herr mit der lustigen, bunten Arbeitskleidung berufen fühlt.

Aber es ist ja nicht nur Kardinal Meissner. Allen Hütern des katholischen Glaubens ist es verboten selber für den Fortbestand der Menschheit zu sorgen. Deshalb fordern sie die Mitmenschen dazu auf.
Das hat nach den Vorgaben dieser Institution allerdings nur zum biologischen Fortbestand und lustlos zu geschehen.
Alles was Spass macht ist Sünde und musste früher sogar bei Mitgliedern seines Berufsstandes gebeichtet werden.
Sie haben wohl besonders viel mitgelitten, wenn ihnen von den bösen Gedanken während der Aktion zur Arterhaltung lang und breit berichtet wurde.
Was in der Institution „Kirche“ im Geheimen abläuft, wie groß die Zahl der selbsterzeugten Nachkommen ist, darüber kann man nur spekulieren, dass wird natürlich nicht veröffentlicht, da werden stillschweigend Alimente bezahlt aber keine Erbansprüche akzeptiert.

Klar irgendwann, wenn es nur noch Muslime oder andere „Ungläubige“ Steuerzahler gibt, hat das süsse Leben auf Kosten der Allgemeinheit auch für Meissner & Co. ein Ende. So empfiehlt es sich natürlich, schon frühzeitig zu trommeln.

Da aber die Kosten für die Nachwuchssteuerzahler nahezu komplett von deren Erzeugern aufgebracht werden müssen, da sich der Staat bei allen Unterstützungen immer mehr zurückzieht, ist es einfach für Familie zu plädieren, wenn es nicht ans eigene Geld geht.

Gerd 49 #65
…und es begab sich zu der Zeit,
… dass wieder einmal Wahlen anstanden und die Öffentlich-Rechtlichen auffällig unauffällig begannen, die Themen in den Focus rückten, von denen die Kanzlerin denkt, noch Wählerstimmen abgreifen zu können.

Eine Kanzlerin, die sogar mit den Schwerpunkten anderer Parteien auf Stimmenfang geht, macht natürlich auch beim Thema Familie nicht halt.

Wie sehr sie das Thema zu anderen Zeiten interessiert sieht man daran, dass sie das Ministerium damals, allein der Quote wegen, an einen total unerfahrenen, und zudem unverheirateten, Teenie aus Hessen vergeben hat.(Hessen wollte unbedingt ein Ministerium besetzen)

Mit einer Aufgabe der anscheinend nicht einmal die große Zensursula, trotz ihrer großen Klappe und sieben eigenen Kindern, gewachsen war, war und ist dieser Teenager im Familienministerium von Anfang an überfordert gewesen.
Was von ihrer Seite an Vorschlägen kam, hat statt Gesetze nur Kopfschütteln erzeugt.

Am besten übernimmt Meissner und die katholische Kirche ganz die Familienpolitik in Deutschland. Viel schlimmer kann das Chaos doch gar nicht mehr werden.

Ergänzung 02.06.2013

Nichtbürger #59
Un-Thema
D ist kinderfeindlich, da helfen auch die "Aufrufe" der Konservativen nicht.
"Frauen an den den Herd" ist zudem diskriminierend und eine Beleidung aller Frauen.
Sie verdienen Respekt, Achtung und Unterstüzung.Nicht mit jahrenlangen hohlen Versprechen sondern durch Handeln.

Der Zensus 2011 brachte es ans Licht, das D mehr Kinder hat, als "Errechnet" und D NICHT überaltert. Zahlreiche Lügengerüste ( Demografie,etc.) brechen zusammen.

Geld für die Zukunft unsere Kinder darf kein Problem sein und sollte nicht künstlich hochgepuscht werden.
Für jeden anderen Quatsch verpulvert D ganz andere Summen.

Miss-Erfolg hat ja ein "neues Wahlversprechen" zu Gunsten der Kinder und Mütter abgeben. Erwartet aber nicht dessen Einhaltung.

Angesichts der Europa- und weltweiten Ereignisse von größerer Bedeutung ist auch diese Sendung zu "angepasst".
Zuschauerflucht, wie letzen Sonntag ist wohl erwünscht ?

Wolf Matheus #131
Auslaufmodell Hausfrau – wie funktioniert Familie heute?
Hurra! Unsere Gesellschaft schafft sich selbst ab!
Darüber sollten wir uns Gedanken machen, und nicht so verbissen darüber diskutieren, wer die Kinder gebären und erziehen soll. Zum Thema erziehen bin ich dafür, dass beide Elternteile, Vater und Mutter ihren Beitrag einzubringen haben!

Hurra! Unsere niedersächsische Gebärmaschine hat es geschafft, Ihrem Ziel, unsere Gesellschaft abzuschaffen, nähergekommen.
Sie hat ein Gesetz verabschiedet, unseren Kindern nach dem Geburtskanal einen KITA-Platz zu garantieren?
Leider hat sie vergessen die Finanzierung und Umsetzung zu sichern. Die Leidtragenden sind nicht der Bund, sondern die Eltern und die Kommunen!

Herr Jauch, Sie sollten eine Diskussion über diese Fehlplanung ansetzen, damit unsere Gesellschaft wieder eine lebensfähige Basis zurückerhält.

XXYYZ #409
alles klar in D? GELD = KIND
Sieht man diese Talk Show, dann versteht man, was in D los ist. Da geht´s um Geld (das wichtigste in D wie Ausländer aus der Ferne süffissant beobachten) , Anerkennung, Kita Plätze NUR NICHT UM MENSCHEN UND KINDER!
Das hat weniger mit Geld als mit den Deutschen und ihrer verdammten Mentalität zu tun. So rational kalkulierend wird´s nix mit dem Nachwuchs. GELD = KIND - in welchem Land denkt man denn sonst so?
Es gibt viel ärmere Länder, wo sich die Menschen mit dem Leben verbinden und nicht mit Mammon und immer neuen Forderungen nach dem, was der Staat alles leisten soll.
Armes Deutschland, bedauernswerte Menschen.

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Der Kommentar erscheint erst nach Freigabe