Samstag, 16. August 2014

Ungarn attackiert EU: „Haben uns mit Sanktionen ins eigene Bein geschossen“

Thema: Umverteilung
Ungarn attackiert EU: „Haben uns mit Sanktionen ins eigene Bein geschossen“

Der Widerstand gegen die Russland-Sanktionen in der EU wächst: Nach der Slowakei hat sich nun auch Ungarn gegen den harten Kurs ausgesprochen. Brüssel versucht, den Unmut zu dämpfen und hat beschlossen, die Umsatzverluste mit Steuergeldern zu bezahlen.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat die Sanktionspolitik der EU gegenüber Russland scharf verurteilt. «Wir haben uns damit ins eigene Bein geschossen», sagte Orban am Freitag dem Staatsrundfunk. Er stimme mit seinem slowakischen Kollegen Robert Fico darin überein, dass die Sanktionen den EU-Staaten mehr schadeten als Russland. Wirtschaftssanktionen verletzten grundsätzlich das nationale Interesse exportorientierter Länder.

Die EU und Russland müssten sich zusammensetzen und über die gemeinsame Zukunft verhandeln, darunter auch über die Ukraine, sagte Orban weiter. Er suche Partner um zu bewirken, dass die EU die Sanktionspolitik ändere. Der rechtsnationale Orban regiert seit 2010 in einem Konfrontationskurs mit der EU.

Die EU hat unterdessen europäischen Bauern weitere Hilfe in Aussicht gestellt, um die Folgen des russischen Einfuhrverbotes abzufedern. Er werde Anfang kommende Woche neue Maßnahmen bekanntgeben, erklärte Agrar-Kommissar Dacian Ciolos am Donnerstag nach einer Dringlichkeitssitzung mit Experten. Auch EU-weite Programme kämen infrage. Die EU-Kommission hatte am Montag bereits Hilfen für Pfirsich- und Nektarinenbauern angekündigt.

Russland hat als Reaktion auf die wegen der Ukraine-Krise verhängten Wirtschaftssanktionen der EU und der USA ein Importverbot für Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte aus dem Westen ausgesprochen. Die Agrar-Ausfuhren der EU nach Russland haben pro Jahr ein Volumen von etwa elf Milliarden Euro, was einem Zehntel aller Exporte in diesem Bereich entspricht.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Dagmar sagt:
Und wer beruhigt die Bürger, die das Alles bezahlen müssen? Wer entschädigt uns bei einem Preissprung bei Öl und Gas? Man sollte sie allesamt in die Wüste schicken!

Die US Regierung von Berlin sagt:
Man sieht, wenn wie in Ungarn einer wie Orban auf den Tisch haut wie dann die Bübchen der EU springen! Orban kann nur noch lachen er zieht alles durch was den Ungarn nützt, und führt die EU regelrecht vor, wie die EU darauf reagiert ist eine einzige Lachnummer!
Die machen alles um einen EU Austritt zu verhindern!
Dieser wird mit Bestimmtheit auch kommen, und nicht nur einer, wenn die Menschen merken welcher US Organisation Sie aufgesessen sind!
Wie muss man eine Bunderegierung einordnen die willenlos nicht das umsetzt wa die WU oder die Amis vorgrben, nei das wär zuwenig!
Merkel und Schäuble lassen keine Möglichkeit aus um noch mehr Suveränität vob Deutschland an die EU zu verscherbeln. Und Schäuble hat öffentlich erklärt, er hat kein Problem damit den Haushalt an die EU abzugeben!!

IM Erika sagt:
völlig richtig was Herr Orban da sagt, ungeachtet der pauschalen Verunglimpfung seiner Person durch die hörigen MVM. Er kümmert sich um sein Volk, daher greift die inflatonäre Beschimpfung seitens der hörigen MVM ins Leere: er ist ein Populist (Populist = einer der sich um das Volk kümmert) und sollte stolz drauf sein!

egon sunsamu sagt:
“Der rechtsnationale Orban regiert seit 2010 in einem Konfrontationskurs mit der EU.”
Eine klitzekleine Korrektur wird wohl erlaubt sein:
Orbán ist bürgerlich-konservativ. Er hat erkannt, daß diese EU sich immer mehr zur Organisierten Kriminalität gegen Europa und die Interessen der europäischen Nationen wandelt.
Orbán geniesst die Unterstützung von rund 70% der Bevölkerung in Ungarn.
Ein Staatsmann und Politiker, der die Interessen seines Landes und seines Volkes vertritt. Nicht die Interessen der “Märkte”, der “Finanzinvestoren” und geheimnisvoller Eliten, die bevorzugt in Hinterzimmern ihre Lügen ausklüngeln. Europa hat nur ohne diese EU-Diktatur eine Chance auf eine friedliche Zukunft.

1 Kommentar :

  1. Da kann man von halten, was man will, aber er spricht aus was alle wissen, mit der Sanktionspolitik wird in dieser Konstellation nichts erreicht und schaden tun sich die Aussprecher selbst mit am meisten. Ob der Mittelstand in Deutschland die Bauern im Osten oder die Banker in London. Das wirklich eine Verhaltensänderung dadurch erzielt wird ist doch zweifelhaft und trotzdem wird mit einer 2. Verschärfung an diesem Instrument festgehalten...

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