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Samstag, 21. Oktober 2017

We moveEU - 4.342 € ausgegeben für █████

Europaabgeordnete erhalten 4.342 € im Monat für ein Regionalbüro. Niemand überprüft, wofür sie das Geld ausgeben. Wir verlangen Transparenz. Wir wollen nachvollziehen können, wie unsere Steuergelder verwendet werden.
Liebe Leser,

alle Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEP) erhalten monatlich einen “Zuschlag” von 4.342 €, der direkt auf ein Bankkonto ihrer Wahl überwiesen wird.[1] Mit dem Geld sollen sie ein Regionalbüro und ihre Telefonrechnungen bezahlen. Aber niemand überprüft, wofür unser Geld wirklich ausgegeben wird.

Eine Untersuchung hat ergeben, dass jeder dritte Abgeordnete überhaupt kein regionales Büro hat, darunter sind auch acht deutsche Abgeordnete.[2] Und wir Steuerzahler/innen schicken ihnen trotzdem brav jeden Monat mehr als 4.000 € - ohne dass sich die Abgeordneten je Fragen stellen müssen.

Es waren kritische Journalist/innen, die die Untersuchung eingeleitet haben. Sie haben das Europäische Parlament (EP) wegen mangelnder Transparenz [3] verklagt. Der Parlamentspräsident, Antonio Tajani, hat sich inzwischen verpflichtet, bis Ende diesen Jahres konkrete Reformvorschläge vorzulegen.[4] Bisher gibt es dafür aber noch nicht einmal einen Entwurf.
Es ist an uns, ihm den notwendigen Anstoß zu geben. Wir wollen wissen, wofür unser Geld ausgegeben wird. Wir fordern gemeinsam Transparenz über alle Ausgaben des Europäischen Parlaments und insbesondere für die Extras der Abgeordneten.

Unterschreiben Sie unseren Appell

Die Abgeordneten müssen keine Quittungen oder Belege vorlegen. Es gibt keine finanziellen Kontrollen, keine Rechnungsprüfungen. Nichts. Es ist vermutlich die einzige EU-Budgetlinie, die keiner Kontrolle unterliegt. 

Eine dauerhafte und sinnvolle Lösung liegt nah: Nächste Woche trifft sich das Präsidium des Europaparlaments [5] und die Abgeordneten könnten zusätzliche Finanzkontrollen in die Wege leiten, mit denen endlich alle Ausgaben für uns transparent werden. Wenn sie jetzt endlich die Initiative ergreifen, dann könnten wir bis zum neuen Jahr eine angemessene Kontrolle dieser Ausgaben bewirken.

Natürlich wissen etliche Abgeordnete, wie riskant dieses schwarze Loch für öffentliche Mittel ist. Etliche haben Nachweise vorgelegt, auch wenn sie nie gefragt wurden.[6] Es ist unser Geld. Wir müssen jetzt lautstark einfordern, dass wir Transparenz wollen. Wir müssen die Abgeordneten wachrütteln.
Bitte stimmen Sie in unseren Weckruf ein.

Unterschreiben Sie unseren Appell

Jeder Mangel an Transparenz untergräbt unser Vertrauen in die politischen Institutionen. Wenn wir unsere Politiker/innen nicht zur Rechenschaft ziehen, dann stärkt das auch die kritischen Stimmen gegen die EU. Auch deshalb ist es uns WeMove-Aktiven so wichtig, Transparenz herzustellen.
Wir können von unseren Abgeordneten Entscheidungen zum Wohle aller erwarten. Wir können erwarten, dass dieser europäische Haushaltstitel kein Selbstbedienungsladen ist. Transparenz ist das einfache und wirksame Mittel dagegen.

Unterschreiben Sie unseren Appell

Fast alle anderen Ausgaben der Europäischen Union werden bereits angemessen erfasst, verfolgt und veröffentlicht. Es ist an der Zeit, dass auch die europäischen Parlamentarier/innen sich an diese Standards halten.

Wir grüßen aus vielen Ecken Europas

Jörg Rohwedder (Lübeck)
Virginia López Calvo (Madrid)
Doina Proorocu (Bukarest)
Julia Krzyszkowska (Warschau)
Olga Vuković (Bologna)
Mika Leandro (Bordeaux)

für das gesamte WeMove.EU-Team

PS: Könnten Sie sich vorstellen, dass die Abgeordneten jährlich 40 Millionen Euro für Entwicklungsprojekte verteilen, ohne eine einzige Quittung vorzulegen? Wir müssen endlich Transparenz von allen MdEPs bezüglich ihrer Ausgaben einfordern. Bitte unterzeichnen Sie unseren Appell.

Referenzen
[1] https://transparency.eu/bluebells/
[2] http://www.ir-d.dk/2017/05/citizens-pay-for-eu-ghost-offices/
[3] https://assets.documentcloud.org/documents/2516693/the-meps-project-press-release.pdf
[4] http://www.europarl.europa.eu/news/en/press-room/20170613IPR77316/working-group-on-revision-of-expenses-under-the-general-expenditure-allowance
[5] Sitzung des Präsidiums des Europäischen Parlaments, Straßburg 23/10/2017.
http://www.europarl.europa.eu/plenary/en/meetings-search.html?localisation=ALL&body=OD&subBody=BURO&term=LONG_TERM
[6] Veröffentlichte Berichte beinhalten Vertreter des Vereinigten Königreichs, zum Beispiel Abgeordnete der Konservativen und Labour-Partei und Abgeordnete anderer nationaler Parteien wie Benedek Jávor and Roberta Metsola.

WeMove.EU ist eine Bürgerbewegung, die sich für ein besseres Europa einsetzt; für eine Europäische Union, die sich sozialer Gerechtigkeit verpflichtet fühlt; die für ökologische Nachhaltigkeit und bürgernahe Demokratie steht. Wir sind Menschen unterschiedlicher Lebensläufe, Kulturen und Religionen, die Europa ihr Zuhause nennen – egal, ob wir in Europa geboren wurden oder anderswo. Wenn Sie sich aus unserem Verteiler austragen möchten, klicken Sie bitte hier.
WeMove.EU finanziert sich aus Spenden unserer Unterstützer aus ganz Europa. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere unabhängige Arbeit finanzieren helfen. Spenden

Montag, 21. September 2015

Sie hat sich wieder gedreht - Schutz der EU-Außengrenzen hat jetzt Vorrang

Thema: Flüchtlinge

Merkels neue Strategie:
Schutz der EU-Außengrenzen hat Vorrang

Bundeskanzlerin Angela Merkel will in der Flüchtlings-Krise offenbar den Schwerpunkt verlagern: Nachdem eine verbindliche Quote in der EU nicht durchsetzbar ist, sollen nun die EU-Außengrenzen geschützt werden. Vermutlich wird beim EU-Gipfel deshalb nicht über den Syrien-Krieg oder die humanitäre Lage der Flüchtlinge gesprochen – sondern über die Verteilung von Steuergeldern für Grenzbefestigungen. Von den europäischen Werten sollte man bei solch einer kurzsichtigen Annäherung lieber schweigen.

Flucht und Vertreibung sind kein Schicksal, sondern das Ergebnis brutaler regionaler und geopolitischer Kriege.
Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Und das Tabuthema "Waffenlieferungen", egal von welcher Seite, traut sich die mächtigste Frau der Welt nicht mal anzusprechen

Kommentare

21. September 2015 um 01:49
hr sagt:
Merkels neue Strategie: Schutz der EU-Außengrenzen hat Vorrang Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 21.09.15 01:05 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel will in der Flüchtlings-Krise offenbar den Schwerpunkt verlagern: Nachdem eine verbindliche Quote in der EU nicht durchsetzbar ist, sollen nun die EU-Außengrenzen geschützt werden. Vermutlich wird beim EU-Gipfel deshalb nicht über den Syrien-Krieg oder die humanitäre Lage der Flüchtlinge gesprochen – sondern über die Verteilung von Steuergeldern für Grenzbefestigungen. Von den europäischen Werten sollte man bei solch einer kurzsichtigen Annäherung lieber schweigen Die Reichen werden Todeszäune ziehen.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14344559.html
Was ist der Grund, das niemand über eine Schutzzone in Syrien spricht ?

21. September 2015 um 05:07
Detlev G. Pinkus sagt:
Merkels neue Strategie: Schutz der EU-Außengrenzen hat Vorrang. Man kann nur hoffen, das die Deutschen entlich begreifen, Angela Merkel ist ein Wendehals, Mitlaeufer und ein Untertan des USA Praesidenten. Die hat keine Ideen, keinen Plan, keine Vision und keine Strategie. Die ist aber eine excellenteTaktikerin in Sachen Joberhalt im Kanzleramt in Berlin. Fuer Angela Merkel zaehlt nur Angela Merkel, Deutschland mit Sicherheit nicht.

21. September 2015 um 08:03
meinung sagt:
Merkel meint sicher die USE Außengrenzen, welche Bestandteil eines europäischen Staates wären, was ja das Ziel der Politik ist. Bis die Grenze steht ist die westliche Kultur unterwandert und zerfallen, was ja auch ein Ziel ist um den Weg zum EU-Staat zu ebnen. Das Problem sind nicht die Grenzen von Ländern sondern die Grenzen in den Köpfen von Politikern wie Merkel. Als ob ein Grenze das tatsächliche Problem lösen würde. Die, vor allem westliche, Politik sollte sich aus dritten Ländern heraus halten ich nicht immer so tun als ob ihr streben eine Art Verbesserung einer Gesellschaft wäre, was es ja ganz offensichtlich nicht ist.
Merkels gegensätzliche und verwirrenden Äußerungen deuten einmal mehr darauf hin daß sie einfach alternativlos unfähig ist den Job des Staatsdieners zu tragen.

21. September 2015 um 08:06
Jim Kopf sagt:
Typisch Deutsch. Erst werden Waffen geliefert, dann wird stillgehalten, wenn der große Bruder die Flüchtlingswelle herbei bombt. Dann wird auf „Aktion“ gemacht. Zum guten Schluss, wird wieder Geld verteilt und die Drecksarbeit sollen andere machen. Brutaler kann Politik der merkelschen Art nicht sein, denn schließlich reden wir ja hier von Menschen Und wenn ihr die Menschen im eigenen Land schon egal sind, sollte sie wenigstens so ehrlich sein, den potentiellen Neubürgern klar und deutlich sagen, das alles nur Spaß war und jetzt Schluss ist mit der Aufnahme.
Nein, es wird verwaltet (Das auch noch ganz schlecht lieber Herr Maizière), geredet, weggeduckt, Bauernopfer dargebracht und Scheinaktivitäten entfaltet. Diese Frau produziert ein Chaos ersten Ranges. Es ist ganz schlimm, dass sich solche Leute immer nur vor der Geschichte verantworten müssen und nie vor Gericht.
Eine Forderung nach Rücktritt der Regierung (Ihre SPD kann dann gleich mit einpacken) muss einfach immer lauter werden. Diese Frau darf politisch nicht mehr in Ruhe gelassen werden.

21. September 2015 um 09:09
norbert sagt:
„Von den europäischen Werten sollte man bei solch einer kurzsichtigen Annäherung lieber schweigen.“
Welche europäischen Werte?
Europäische Werte sind doch der Neoliberalismus und das Abzocken der Gesellschaft. Es ist Zeit, „das Merkel“ gewaltsam nach 20/4 GG abzusetzen und vor ein Sondergericht zu stellen.
Samt ihrer gesamten Bande die sich als Regierung bezeichnet !
Das Brüsseler Eurokratenviertel muss niedergebrannt werden als Zeichen des Widerstandes.

21. September 2015 um 09:11
Mainfranke sagt:
Die Sicherung der Außengrenzen kann natürlich nur ein erster Schritt sein.
Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof hat in einem offenen Brief an Merkel die Situation tiefergehender analysiert und zusammengefasst, als man es meist zu hören bekommt, und hat Lösungsvorschläge die man sich genauer betrachten sollte.

21. September 2015 um 09:47
denkmalnach sagt:
Da die deutsche Regierung als drittgrößter Waffendealer der Welt einer der größten Nutznießer von Krieg und Zerstörung ist, ist die Ursache des Flüchtling-Problems natürlich Tabu.
Soviel zu westlichen Werten!

21. September 2015 um 12:39
Beobachter2 sagt:
Es ist unglaublich. Lt. Focus soll jetzt die Fa. Mc Kinsey (Unternehmensberatung) Struktur in die Abwicklung bringen. Das nenne ich mal den SuperGau für unsere Regierung. Sie können es nicht.
Werden wir jetzt von einer amerikanischen Unternehmensberatungsfirma regiert? Ich bin sprachlos.

21. September 2015 um 10:56
Birgit sagt:
„Wir sind eine Europäische Union, die die gleichen Werte vertritt.“
Und welche Werte wären das?

21. September 2015 um 11:14
Bastian sagt:
„Europäische Werte“ hat es nie gegeben. Diese wurden in Washington für deren Interessen formuliert. Wir werden uns nur aus diesem Würgegriff befreien können, wenn wir die Vasallen abwählen. Und dieses kann nur nach russischem Vorbild gelingen, wo selbst noch im hintersten sibirischen Dorf der gesamte Wahlprozess einschließlich Stimmenauszählung penibel videoüberwacht wird.

21. September 2015 um 12:02
Christie sagt:
„….Merkels neue Strategie: Schutz der EU-Außengrenzen hat Vorrang…“
Wieso denn neu??
Darum geht es doch: Einen zentralistisch regierten EU-Einheitsbreistaat zu schaffen. Und der braucht schliesslich für Freund und Feind eindeutig erkennbare Grenzen nach aussen…..:-(
Die einheitliche Währung haben wir ja bereits.
Nationale Gesetzgebung weicht EU-Gesetzgebung (z.B.der BGH wird vom EUGH überstimmt) Die Geldumschichtung z.B. Griechenland/Ukraine läuft auch schon recht gut, Man ist gerade dabei die Löhne zu vereinheitlichen.
Nur die EU-Aussengrenzen waren noch nicht so richtig im Visier, aber dafür eben jetzt. Europa soll doch bestens gewappnet sein für die Zukunft….:-(

21. September 2015 um 12:11
Christian Vollmer sagt:
Merkel ist nicht mehr tragbar. Sie muss zurücktreten und den Weg für Neuwahlen freimachen. Das wird sie natürlich nicht tun und das Land und Europa weiter Richtung Abgrund treiben. Aber eines ist sicher: ihr unaufhaltsamer Niedergang hat begonnen.


Donnerstag, 2. Oktober 2014

Auf Wunsch der USA: Afghanistan wird nun von einem „Chief Executive“ regiert

Thema: Geopolitik
Wie man einen Staat in ein Unternehmen verwandeln kann, zeigt sich am Beispiel Afghanistans: An der Spitze steht nun kein Präsident mehr, sondern ein „Chief Executive“. Amerikanische und europäische Steuergelder musste die Mutation einer Demokratie zu einem Konzern mit mehreren Billionen Dollar finanzieren. Die Amerikaner haben den Deal vermittelt.

Die westlichen Demokratien rechtfertigen die enormen Kriegskosten in Afghanistan damit, dass sie dort eine Demokratie aufbauen. Doch tatsächlich hatten die Wahlen im Land nur wenig Einfluss auf die Bildung der neuen Einheitsregierung. Vielmehr kam die Einigung unter Vermittlung von US-Außenminister John Kerry zustande, welcher der neuen Führung damit drohte, alle Truppen abzuziehen.

Schließlich haben sich die beiden Präsidentschaftskandidaten Abdullah Abdullah und Aschraf Ghani nach monatelangen Machtkämpfen auf die Bildung einer Einheitsregierung geeinigt. Zuvor hatten sowohl Abdullah als auch Ghani den Sieg für sich beansprucht.

Abdullah hatte im April die erste Wahlrunde gewonnen, war aber nicht über 50 Prozent gekommen. Nach der Stichwahl im Juni erklärte die Wahlkommission seinen Konkurrenten Ghani zum Sieger, was Abdullah nicht anerkannte. Er drohte sogar mit der Bildung einer Parallelregierung.

Nach der nun gefundenen Einigung unter Vermittlung der USA wird der Sieger der Stichwahl Ghani neuer afghanischer Präsident. Zudem wird Ex-Außenminister Abdullah ein neu geschaffenes Amt besetzen, das Befugnisse ähnlich denen eines Regierungschefs erhalten soll, berichtet Reuters. Bezeichnenderweise nennt sich der neue Posten „Chief Executive“. Die Verfassung sieht das Amt nicht vor, es wurde einfach geschaffen – obwohl die Bürger einen CEO für ihr Land niemals gewählt hatten.

Nach der Unterzeichnung umarmten sich die beiden Rivalen im Präsidentenpalast. Ein Sprecher des scheidenden Präsidenten Hamid Karsai sagte, dass Ex-Finanzminister Ghani voraussichtlich noch diese Woche als Staatsoberhaupt vereidigt wird.

Die Taliban, die in den vergangenen Wochen wieder vermehrt Anschläge verübt und besonders im Süden und Osten des Landes ihren Einfluss wieder ausgeweitet haben, bezeichneten die neue Einheitsregierung als eine Marionette der USA. In einer E-Mail an Journalisten sagte ein Taliban-Sprecher am Montag:
    „Die Amerikaner müssen verstehen, dass unser Boden und unser Land uns gehört und alle Entscheidungen und Abkommen von Afghanen getroffen werden müssen, nicht vom Außenminister oder von der Regierung der USA.“
Die Einsetzung der Einheitsregierung ist ein erneutes Beispiel dafür, wie demokratische Wahlen praktisch ignoriert werden. Rein formal erhalten die beiden Präsidentschaftskandidaten Ghani und Abdullah entscheidende Posten. Tatsächlich hat US-Außenminister Kerry die Einigung hergestellt und dafür gesorgt, dass der starke Einfluss der USA bestehen bleibt.

Nach Berechnungen des DIW Berlin kostete der Bundeswehreinsatz in Afghanistan den deutschen Steuerzahler bereits bis zum Jahr 2010 rund 36 Milliarden Euro. Jedes Jahr erhöhen sich die Kosten um rund 3 Milliarden Euro zusätzlich. Somit liegen die Kosten bis zum Jahresende bereits bei 48 Milliarden Euro.

Für die USA sind die Kosten noch einmal deutlich höher. Laut einer Studie der Harvard Kennedy School zahlen die amerikanischen Steuerzahler für die Kriege in Afghanistan und dem Irak rund 4 bis 6 Billionen Dollar. Diese Summe beinhaltet die Kosten für die medizinische Versorgung verwundeter Veteranen und für die teuren Reparaturen an der Ausrüstung nach mehr als zehn Jahren Krieg.

Den Steuerzahlern in Deutschland, den USA und anderen Staaten wird gesagt, der teure Einsatz des Militärs diene dem Aufbau der Demokratie in Afghanistan. Doch in der Realität ist die staatliche Ordnung dort nur mithilfe des westlichen Militärs aufrecht zu erhalten. Die USA hatten die nun erreichte Einigung zur Bedingung dafür gemacht, dass sie auch nach 2014 Soldaten im Land belässt.

Wenn es den westlichen Regierungen tatsächlich darum gehen sollte, das vermeintliche Erfolgsmodell Demokratie zu verbreiten, dann scheitern sie grandios – wie in Afghanistan, so auch etwa im Irak oder in der Ukraine. In Kiew hat der Westen demokratische Regeln missachtet und eine ihm genehme Regierung eingesetzt, während er das überwältigende demokratische Votum auf der Krim für einen Anschluss an Russland verurteilt.

Auch im Irak ist die Etablierung einer Demokratie durch den Westen eine Farce. Billionen Dollar finanzieren einen inzwischen jahrzehntelangen Krieg, der das Land und seine Einwohner schwer geschädigt hat. Doch der Irak ist wie Afghanistan weit von einem stabilen Frieden entfernt. Denn der Islamische Staat kontrolliert große Teile Syriens und des Iraks und hat dort ein Kalifat ausgerufen.

Afghanistan ist infolge der Stationierung von US-Truppen weltweit führend beim Anbau von Schlafmohn, aus dem Opium gewonnen werden kann – der Hauptbestandteil der Heroin-Produktion. Laut einem Bericht der UN wurde im vergangenen Jahr auf 209.000 Hektar Landfläche Schlafmohn angebaut. Das entspricht in etwa der Größe des Saarlandes.

Vom Drogenhandel profitieren nicht nur die mit US-Hilfe an die Macht gelangten korrupten afghanischen Politiker und ihre Clans, sondern auch große Banken, welche an der Geldwäsche verdienen.
Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

hp sagt:
Die Farce ist komplett: …..diene dem Aufbau der Demokratie …..
was meint man damit? der Aufbau = Korruption und Betrug an der Bevölkerung Demokratie bezeichnet man das was die USA machen: Krieg, Geheimdienste, Guatanamo, Überfälle, Annexion, Unterjochung, Presse-Manipulation, Diebstahl der Ressourcen, usw usw
Obama hat es vor der UN verdeutlicht: wer am lautesten und am brutalsten LÜGT, kann die Macht über die Welt gewinnen… so lange “R” bezahlt.
Die ganze Welt ist ein TOLLHAUS voller Irren und Wahnsinnigen!

Nichtwähler sagt:
“Mutation einer Demokratie zu einem Konzern”
Alle Staaten, bis auf eine handvoll Ausnahmen, sind Firmen mit GF und Personal. Wer´s nicht glauben will soll selber nachschauen: https://www.upik.de/
z.B.: Firma “Regierung Bundesrepublik” (Verantwortlicher Peter Altmaier)
https://www.upik.de/99dd9706ed80299938b5f474f17c8798/upik_suche.cgi?advanced=1&fromEupdate=&BUSNAME=regierung+bundesrepublik&PHYSADDR=&ZIP=&CITY=&PRIM_GEO_AREA=AL&PRIM_GEO_AREA_KAN=AB&CTRY_CD=DE&advancedButton=Finden

LuT sagt:
Ich bezieh mich mal nicht auf den Artikel u. die Kommentare. Nur das eine: Die UPIK-Nummer als Beweis hinzustellen, dass Staaten Unternehmen seien, ist wirklich lachhaft. Diese Nr. dienen dazu Unternehmen u. Organisationen eindeutig im Wirtschaftsverkehr zu identifizieren, da Namen und Adressen dafür nicht ausreichen. Beispiel IBM. Kann man auch I.B.M. schreiben oder die Abkürzung ausschreiben. Deshalb bekommt IBM (oder wie immer man es schreiben will) eine Nummer verpasst, die eindeutig ist. Das kann man dann auch mit Tochterunternehmen und Filialen machen. Anhand der Nummer, weiß ich immer: Aha, das ist also dieser eine, eindeutig identifizierte Geschäftspartner. …und Staaten können eben auch, wie alle Organisationen ein Geschäftspartner sein. Deshalb bekommen auch sie eine Nummer. OK?

Bimbeskabunzlerin sagt:
Nein.
Nur Firmen erhalten D-U-N-S-Nummern.
http://wakenews.net/Gerichte_-_Unternehmen_BRD.pdf

Nachfrager sagt:
“Afghanistan ist infolge der Stationierung von US-Truppen weltweit führend beim Anbau von Schlafmohn, aus dem Opium gewonnen werden kann – der Hauptbestandteil der Heroin-Produktion. ”
Das erscheint nur logisch. Denn die CIA ist weltweit der grösste Drogendealer.
Der ‘Krieg gegen die Drogen’ ist genauso eine Farce wie der ‘Krieg gegen den Terror’.

Hollenstein Paul sagt:
Vielleicht haben beim damaligen Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan die USA das Zünglein an der Waage gespielt: Brzeziński in einem Interview: “Ja. Der offiziellen Geschichtsdarstellung entsprechend, begann die Hilfe der CIA für die Mudschaheddin während des Jahres 1980, das heißt, nachdem die Sowjet Armee am 24. Dezember 1979 in Afghanistan einmarschiert ist. Aber, die Tatsachen, die bis heute geheimgehalten werden, sind völlig anders: Tatsächlich unterzeichnete Präsident Carter die erste Weisung für die geheime Unterstützung der Opposition des pro-sowjetischen Regimes in Kabul am 3. Juli 1979. An diesem Tag schrieb ich einen Vermerk an den Präsidenten, in dem ich ihm erklärte, dass, meiner Meinung nach, diese Unterstützung ein Eingreifen der sowjet. Militärs herbeiführen wird.”

KDB53 sagt:
Das ist schon lange nicht mehr geheim. Es gibt zu dem Fakt längst mehrere Publikationen, auch in den Medien der BRD.
Und alles basierte auf dem strategischen Konzept von Zbigniew Brzezinski. Der UdSSR wurde seinerzeit mit voller Absicht eine Falle gestellt, in die die UdSSR auch voll rein tappte.

Rudolf-Robert Davideit sagt:
Werter Hollenstein Paul,
endlich wieder ein interessanter Beitrag auf DWN
MfG Rudolf-Robert Davideit

Sonntag, 14. September 2014

Die EU macht das nächste Fass ohne Boden auf

Thema: Ukraine

Barroso verteilt in Kiew weitere 760 Millionen Euro aus Steuergeldern

EU-Kommissionspräsident Barroso hat der Ukraine in Kiew die Zahlung von weiteren 760 Millionen Euro für Oktober zugesichert. Im Gegenzug solle die Ukraine "Reformen" durchführen. Welche das sind, ist unbekannt. Es gibt keine Kontrolle der Verteilung des Geldes. Wegen der verheerenden Wirtschaftsdaten ist zu erwarten, dass die europäischen Steuerzahler das Geld nie mehr wiedersehen werden.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat der EU die Auszahlung von weitern 760 Millionen Euro aus europäischen Steuermitteln bereits im Oktober zugesagt. Barroso sprach, wie Novoye Vremia berichtet, auf dem jährlichen Meeting der Yalta European Strategy (YES). Barroso sagte, dass bereits 600 Millionen Euro ausbezahlt wurden. Was mit dem Geld geschehen ist, ist unbekannt. Insgesamt hat die EU der Ukraine die Auszahlung von 1,6 Milliarden Euro zugesagt. Die Auszahlung war an die schwammige Bedingung geknüpft, das Land müsse “Reformen” durchführen und die Korruption bekämpfen.

Tatsächlich ist die Ukraine pleite. Sie braucht das Geld, um das Finanzsystem zu stützen und um einen Teil der Gazprom-Rechnungen an Russland zu bezahlen.

Russland ist es dank der geschickten Strategie Putin gelungen, Europa zum Zahlmeister der Ukraine zu machen. Barroso kündigte am Samstag in Kiew an, dass es weiter Zahlungen geben werde, die über die bereist zugesagten hinausgehen sollen, berichtet Ukrinform.

Das Geld wird, wie in Griechenland, in einem Fass ohne Boden versickern. Die Wirtschaft stürzt ab – die ukrainische Zentralbank erwartet für dieses Jahr einen Einbruch von 10 Prozent.

Während die europäischen Steuergelder das globale Finanzwesen und die Engergie-Multis stützen, schickte Russland, etwas altmodische, einen zweiten Konvoi mit rund 2000 Tonnen Hilfsgütern in das Krisengebiet Donbass. Wenige Stunden später erreichte die Kolonne mit Medikamenten, Lebensmitteln und Stromgeneratoren russischen Medien zufolge Lugansk. In der Separatistenhochburg ist seit Wochen die Versorgung mit Strom und Wasser ausgefallen.

Anders als beim ersten Hilfskonvoi verlief dieser ohne Streit.

Beim ersten hatte die Nato noch behauptet, er sei eine getarnte Invasion. Nun ist die Ukraine in der Form an die EU angeschlossen, dass Politiker wie Angela Merkel und Sigmar Gabriel deutsche Steuergelder in eine weitere unkontrollierbare Region leiten, wo sie versickern und Oligarchen gestützt werden, die den wirtschaftlichen Interessen der Amerikaner Folge leisten.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Dollar u. Euro sind der größte Betrug seit Ende des Zweiten Weltkrieges sagt:
Wie lange sehen wir diesem Feudalismus noch zu!
Korrupte Staaten übelster Art werden fianziert und als Dank werden bei durch die EZB mit Nanozinsen und Infaltion die Altersvorsorge, Riester und Lebensversicherungen zerstört.
Alleine in 11 Jahren hat der Euro sage und schreibe nach Berechnungen von unabhängigen Nationalökonomen um über 65% Kaufkraft verloren.
Wer kontrolliert denn diese völlig entartete EU die sich die Taschen volstopfen und uns immer mehr enteigenen!
Leute wacht endlich auf, die Mafia hat mehr Sozialstrukturen als die USA – EU, wir werden jeden Tag mehr an den Abgrund geführt!
Die EU muss zurück abgewickelt werden und der Inflationseuro muss verschwinden.
Deshalb legt euer Geld jenseits dieses Schuldgeld Systems an, es gibt genug Möglichkeiten.
Wir werden beraubt

L.K. sagt:
760 Mio. von Herrn Barroso und nochmals 500 Mio. von Frau Merkel als Kreditzusage; dass dürfte ja für den antirussischen Schutzwall fast reichen.

Romie sagt:
Das glaub ich nicht, da fließt schon noch was extra, bestimmt aus Deutschland. Also – in die Hände gespuckt und ran an die Arbeit, damit Schäuble kassieren und überall verteilen kann. Ach ja, der Soli wird vermutlich bald eine Kriegssteuer und die Maut kommt für alle Autofahrer zusätzlich zur KFZ-Steuer. Straßenbau damit? Ja, aber nicht in Deutschland.

Adlerauge sagt:
Wieviel “offene Briefe” müssen noch geschrieben und über das Netz veröffentlicht werden, bis die Politikdarsteller endlich von ihren wahnwitzigen Aktionen, die bereits Milliarden-Schaden in Europa angerichtet haben, ablassen?
Offener Brief an Außenminister Kurz und die Österreichische Bundesregierung:
http://www.contra-magazin.com/2014/09/ukraine-krise-offener-brief-aussenminister-kurz-und-die-oesterreichische-bundesregierung/

Dagmar sagt:
Wer autorisiert diese Figur dazu, das Geld, das ihm nicht gehört, mit vollen Händen heraus zu schmeißen? Was geht uns die Ukraine an? Was gehen uns die Amis an?
Nahezu jeder Staat weltweit ist bis über die Halskrause bei den Banken verschuldet. Und damit die Banken darunter nicht zusammen brechen, verschulden sich die selben Staaten bei den selben Banken noch höher. Was passiert denn, wenn man am Ende der Schulden einfach mal die letzten 9 Stellen streicht? Dann könnten Schulden und Geldmenge sich wieder einander annähern. Was wäre daran schlecht?

khaproperty sagt:
Das ist ganz sicher eine zumindest politische Veruntreuung von Steuermitteln in unvorstellbarer Höhe. Woher nehmen diese Funktionäre ohne jede demokratische Legitimation und ohne ausdrückliche Vollmachten diese unglaubliche Unverschämtheit?
Unterschlagung und Untreue scheinen in der EU schlimmer noch verbreitet als in den Mitgliedsnationen.

No more taxation sagt:
Diese Politiker haben sich zweifelsohne der Kontrolle durch den Wähler entzogen, der genannte ist by the way “nur” oberster Verwaltungsbeamter und keineswegs gewählt worden. Wer dahin noch Steuern abführt ist selbst schuld.

Alex Gruber sagt:
Es erfüllt mich mit Wut, wenn ich lesen muss, wie unsere Steuergelder dort versenkt werden. Völlig korrupte Politiker spielen anderen völlig korrupten Politikern Geld zu, welches wir vermutlich nie wieder sehen. Und das wo die Steuerlast bei uns ohnehin schon enorm ist und jährlich schlimmer wird.
Die Aussichtlosigkeit, dass sich hier irgendwas ändert erfüllt mich mit Ohnmacht. Ich habe den Eindruck, dass uns diese Verbrecher das letzte Geld aus der Tasche ziehen und wir schauen dabei zu und machens uns hinterm Fernseher gemütlich. Was tun?

Gabriele sagt:
Mit wessen Legitimation wird dies gemacht?
Einfach so? Klasse – Steuergelder für ein rechtes Regime.
Und bei uns werden Museen und Theater geschlossen, die Schulen verrotten, “kein Geld” für Lehrer, Erzieher, Altenpfleger…. Kaputte Straßen, marode Brücken, alles im Argen.
Die steinreichen Oligarchen in der Ukraine können ihre “Reformen” ganz locker selber finanzieren!
Warum lassen wir uns alles gefallen?

Janako sagt:
Was ich immer so faszinierend finde:
Russland schickt Sachgüter, wie Lebensmittel, Decken, Generatoren usw.
Europa schickt Geld.
Ich bin sicher, dass so zumindest russische Hilfe bei normalen Bürgern ankommt, die zum größten Teil – ähnlich wie der normale Grieche auch – nichts für den Schwachsinn können, den “die da oben” angerichtet haben.
Ich persönlich spende auch lieber zwei Decken und einen 6er Pack Wasser, bevor ich bereit wäre Geld zu spenden. Da weiß ich wenigstens, dass es um ein vielfaches wahrscheinlicher da ankommt, wo ich es gerne haben würde.

La Paloma sagt:
Mal zwischendurch ...
Zweiter russischer Hilfskonvoi fuer die Ostukraine ist schon wieder auf dem Weg nach Hause.
http://rt.com/news/187620-russia-second-convoy-lugansk/

Ökognom sagt:
Ich würde gern einmal den Prozess verstehen, auf dessen Weg solche Mittel freigegeben werden können. Es kann ja wohl kaum nur einen EU- Kommissionspräsident geben, der solche gleichermaßen diktatorische Entscheidungen treffen kann, oder?
Wer also war an den Entscheidungen beteiligt?
Namen derjenigen, die für eine solche Entscheidung gestimmt haben? Namen derjenigen die gegen eine solche Entscheidung gestimmt haben?
Wie und durch was sind solche Entscheidungen legitimiert?
Das sind wichtige Informationen für die spätere Aufbereitung.


Montag, 25. August 2014

Poroschenko will zusätzlich Waffen für 3 Milliarden Dollar kaufen

Thema: Ukraine

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko schlug bei den Unabhängigkeitsfeiern in Kiew vor, den Verteidigungshaushalt um 3 Milliarden Dollar zu erhöhen. Zuvor hatte ihm Angela Merkel eine Kreditgarantie von 500 Millionen Euro für den „Wiederaufbau Ost“ versprochen.

In Kiew treibt die Regierung Pläne zu Aufrüstung voran. Nach dem Versprechen von Angela Merkel, der ukrainischen Regierung 500 Millionen Euro als Kreditgarantien aus deutschen Steuergeldern zur Verfügung zu stellen, sagte Präsident Petro Poroschenko am Sonntag bei der Militärparade zur Unabhängigkeitsfeier, dass die Ukraine in den kommenden drei Jahren 3 Milliarden Dollar zusätzlich aufbringe solle, um die Armee weiter aufzurüsten. Dies sei notwendig, um die prorussischen Kräfte im Osten zu überrennen, sagte Poroschenko. Die Ukraine werde noch lange von den Russen bedroht werden, weshalb sich das Land gegen die Bedrohung schützen müsse.

Das zusätzliche Geld würde den Verteidigungshaushalt um 50 Prozent steigern. In diesem Jahr will die Ukraine regulär 1,5 Milliarden Dollar für Kriegsgerät ausgeben.

Der Militärhaushalt des Landes ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen (mehr dazu im Detail hier, wo auch zu erkennen ist, dass vor allem die US-Rüstungsindustrie von den Kriegsvorbereitungen und den Kämpfen profitiert).

An und für sich ist die Ukraine rechnerisch längst pleite (hier). Wegen der ungebremsten Korruption ist an eine ordnungsgemäße Wirtschaftsförderung oder gar Kontrolle nicht zu denken.

Für die Regierung des Übergangspremiers Arseni „Jaz“ Jazenjunk ist die Befriedung der Banken vorrangig. Der ehemalige Banker und Zentralbanker will daher IWF- und vermutlich auch EU-Gelder umleiten, um die formale Pleite abzuwenden.

Ungeachtet aller Risiken hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag in Kiew die Bereitstellung von 500 Millionen Euro an Kreditlinien zugesagt. Der Steuerzahler würde demnach ins Risiko genommen, wenn der Aufbau Ost misslingt. Die Kämpfe im Donbass gingen am Sonntag unvermindert weiter.

In Kiew protestierten Patrioten gegen die Militär-Parade, weil die Panzer im Kriegsgebiet gebraucht würden und ihnen eine Zurschaustellung in Kiew als Schwächung der Truppe erschien. Präsident Poroschenko versprach, dass alle Kriegsgerät unmittelbar nach der Parade wieder in den Osten gebracht werde, um in der Schlacht Verwendung zu finden.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


» der Kommentar des Blogschreibers «
Ja so ist das mit den total Abgehobenen! Die Amis wird's freuen wie er so dasteht auf Bild 1

Wäre es nicht sinnvoller erstmal die Schulden für das Gas bei Russland zu bezahlen? Was nutzen neue Waffen an der Front wenn die Familien der Kämpfer zu Hause erfrieren?

Er kann ja mit Timoschenko eine Bedarfsgemeinschaft bilden und mit den aus ihren Korruptionsgeschäften stammenden Milliarden die Waffen kaufen.

Oder könnte es sein, dass Deutschlands Kriegswaffenverkäuferin die 500 Mio., wie so oft bei Entwicklungshilfe, an ein Rüstungsgeschäft mit Deutschland gekoppelt hat?


Kommentare

tigerente sagt:
Wo sind eigentlich die “Helden vom Maidan”? Ich meine nicht die Faschisten, sondern die Naiven. Darf ich aus ihrem Schweigen und Verschwinden schließen, dass sie zufrieden sind mit dieser Regierung? Oder gab es doch nur braune Horden seinerzeit? Wo bleiben denn die “nach Freiheit und Wohlstand strebenden” (Zitat Jörg Schönenborn) proeuropäischen Demokraten, um diese elenden Marionetten abzuurteilen?
So ist das eben, wenn die Revolution auf halbem Wege kehrt macht.

der kleine schmock sagt:
Macht ja Sinn wenn man Pleite ist!
Aber so werden unsere EU-Steuergelder schön direkt über die Ukraine in die Kassen unserer privaten Rüstungsindustrie umgeleitet…hoch lebe der Kapitalismus!

Gast sagt:
Aufbau-Ost??
Hat Merkel etwas verpaßt oder noch nicht mitbekommen daß im Osten noch nicht fie Faschisten herrschen, welche sie ja mit wachsender Begeisterung unterstützt. Vielmehr würden dort wohl 5000 Soldaten eingekesselt und festgesetzt.
Also die Merkel ist von der Realität völlig los gelöst und sieht in ihrer überheblichen weisen Voraussicht einen “Aufbau-Ost”. Vielleicht ist es aber auch Realitätsverlust, was man dann unbedingt medizinisch behandeln lassen sollte, Erste Anzeichen dafür gab / gibt es ja bei der (nicht) Bewältigung der EURO-Krise.
Was für Phantasten hier rumlaufen. Unglaublich.

Hella sagt:
Was die amerikaner zwischen 1933 und 45 in Deutschland etablierten, wiederholen sie nun in der Ukraine: Sie stützen die verbrecherichsten Kräfte in der Ukraine – um sie gegen Rußland zu verheizen, wie einst dieselben des deutschen Volkes.
Es ist die alte Römische Strategie, Hilfstruppen zu verheizen!
Und so werden die USA untergehen wie einst Rom.
Warum, ist bei Macchiavelli nachzulesen …
Hella

ronja w. sagt:
“Die Ukraine werde noch lange von den Russen bedroht werden”! So etwas wird im richtigen Leben “Verfolgungswahn” genannt. Das Volk hungert und leidet und bald wird es auch noch frieren, aber es muß aufgerüstet werden, und das von unseren Steuergeldern.Der Westen ist zu einem kriegslüsternden Volk verkommen, ohne einen Sinn! Es werden Kriegsgeräte aufgefahren und bejubelt, die danach gleich wieder als Tötungsmaschinen eingesetz werden.Wer das noch verstehen kann, soll es mir erklären!

ein Normaler sagt:
Tja Frau Merkel,
500Millionen € für Waffen an Putschisten ,die das eigenes Volk in Stücke bombt,sieht so aus als ob den Haag immer näher kommt.Steinmeier ist anscheinend etwas schlauer geworden ,und hält sich in letzter Zeit schön raus .

Gast sagt:
Mir fehlen die Worte..
Kiew muß für Milliarden aufrüsten weil es sich bedroht fühlt. Bedroht fühlt aus Moskau, weil Forderungen für Gaslieferungen bestehen?
Der nächste Winter kommt bestimmt. Wer zahlt dann das Gas?


Sonntag, 24. August 2014

Zahlungsunfähig: Ukraine verwendet EU-Steuergelder für den Schuldendienst

Thema: Schulden-Falle

Die Ukraine will die ersten Milliarden an internationalen Steuergeldern, die das Land vom IWF erhält, nicht für die Linderung der Not der Zivilbevölkerung verwenden. Die Regierung in Kiew hat angekündigt, dem Schuldendienst Vorrang geben zu wollen. Die Banken sollen ruhig gestellt werden. Denn eigentlich ist das Land längst ruiniert und zahlungsunfähig. Doch davon unbeeindruckt, werden auch Steuergelder aus der EU in die Ukraine gepumpt - ohne jegliche Transparenz oder Kontrolle.

Die Regierung in Kiew hat dem IWF mitgeteilt, die vom IWF ausbezahlten Kredite für die Rückzahlung von Staatsschulden nutzen zu wollen. Das Geld der zweiten Tranche, etwa 1,4 Milliarden US-Dollar, soll in das öffentliche Defizit und an die Nationalbank fließen. „Wir brauchen dieses Geld, um Schulden zurückzuzahlen“, so der Finanzminister. Das Land steht kurz vor dem Staatsbankrott.

Ende April dieses Jahres hat der IWF ein Rettungspaket bewilligt, wonach 17 Milliarden Euro für zwei Jahre für die Ukraine freigegeben wurden. Die zweite Tranche soll Ende August ausgezahlt werden.

Die Gelder vom IWF sind internationale Steuergelder. Der IWF verteilt das Geld international, um geopolitische Ziele zu verfolgen. Die USA haben im IWF faktisch ein Veto-Recht. Die EU hat sich der IWF-Strategie angeschlossen und pumpt ebenfalls Milliarden in die Ukraine (wie der IWF und die EU ihre Schuldenpolitik zu Lasten der Bürger betreiben, hat Michael Maier in seinem Buch ausführlich beschrieben – hier).

Die USA hat zur Abwendung eines Staatsbankrotts eine Milliarde US-Dollar zugesagt. Die EU gab eine Milliarde Euro frei und stellte weitere 10 Milliarden in Aussicht (insgesamt also 11 Milliarden Euro), verteilt auf mehrere Jahre. Das Geld soll aus dem Gemeinschaftshaushalt und von EU-Finanzorganisationen kommen. Die wichtigsten Bestandteile des Hilfsangebots sind drei Milliarden Euro aus dem EU-Budget. Davon seien 1,4 Milliarden Euro Zuschüsse und 1,6 Milliarden Kredite. Hinzukommen sollen von der Europäischen Investitionsbank im Zeitraum zwischen 2014 und 2015 rund 3 Milliarden Euro Kredite. Außerdem kalkuliert die Kommission mit Hilfen der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in Höhe von fünf Milliarden Euro.

„Wir fragten nach einer Änderung der Ressourcenverteilung. Wir dachten, dass die Mittel, wie in den vergangenen Jahren der Zusammenarbeit mit dem IWF, an die National Bank of Ukraine (NBU) gehen. Wir mussten darum bitten, dass von den 1,4 Milliarden US-Dollar aus der zweiten Tranche, rund eine Milliarde an den Staatshaushalt und 400 Millionen an die Zentralbank gehen. Wir brauchen dieses Geld, um Schulden zurückzuzahlen“, zitiert die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform den Finanzminister Oleksandr Shlapak.

Der ukrainische Wirtschaftsminister Pawlo Scheremeta hat am Mittwochabend seinen Rücktritt eingereicht. „Ich habe fast sechs Monate lang gegen das gestrige System und die Menschen von gestern anzukämpfen versucht“, erklärt er am Donnerstag. „Am Mittwoch wurden gleich mehrere rote Linien überschritten, die ich in keinem Leitungssystem sehen kann. Deshalb habe ich beschlossen, mich auf die Arbeit mit den Menschen und dem System von morgen zu konzentrieren“, zitiert ihn Ria Novosti.

Der Wirtschaftswissenschaftler hatte nach dem Sturz des Präsidenten Viktor Janukowitsch sein Amt mit der Ankündigung angetreten, Reformen durchzusetzen und die Korruption zu bekämpfen, die das Land an den Rand des Ruins getrieben hat – diese gelten als Bedingung des IWF für eine weitere Auszahlung.

Premier Arseni Jazenjuk räumte ein, dass es der Ukraine schwerer falle, die vom IWF geforderten Reformen umzusetzen. Der IWF hat für die Ukraine ein Hilfspaket von 17 Milliarden Dollar geplant, aber an Auflagen geknüpft. Dazu gehört etwa die Senkung des Staatsdefizits. „Ich bin unzufrieden mit dem Tempo und Umfang der Reformen“, so Jazenjuk. „Aber die Schritte, die wir eingeleitet haben, werden hoffentlich die Wirtschaft stabilisieren, wenn der Frieden zurückkehrt.“ Allerdings macht „Jaz“, wie ihn seine amerikanischen Freunde nennen, die Rebellen im Osten dafür verantwortlich, dass sich die Wirtschaft in einem verheerenden Zustand befindet. Sie zerstörten mutwillig die Infrastruktur wie Minen, Kraftwerke und Schienen, um der Ukraine zu schaden, zitiert das WSJ den Übergangspremier.

Ende des Monats entscheidet der IWF über die Zahlung der zweiten Kredittranche von 1,4 Milliarden Dollar. Weil die USA in der Ukraine politische Ambitionen verfolgt, ist zu erwarten, dass das Geld fließen wird.

Am Donnerstag bezifferte Russland die ukrainischen Schulden im seit Monaten andauernden Gasstreit auf 5,3 Milliarden Dollar. Gazprom forderte Kiew erneut auf, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen und so einen reibungslosen Gastransfer nach Westeuropa zu gewährleisten.

Die Ukraine steht allerdings kurz vor einem Staatsbankrott. Im Frühjahr war die Wirtschaft um 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. Da die Industrieproduktion im Juli um zwölf Prozent einbrach, sind die Konjunkturaussichten auch für das dritte Quartal wenig rosig. Der IWF macht die Vergabe der Kredite von Reformen abhängig.

Das Land benötigt finanzielle Unterstützung in Höhe von bis zu 35 Milliarden Dollar (25,5 Milliarden Euro). Dies sei der Bedarf für das laufende und das kommende Jahr, erklärte der damalige kommissarische Finanzminister Juri Kolobow im Februar.

Die Führung in Kiew verwendete einen großen Teil der ersten Tranche des IWF-Kredits im Umfang von 3,2 Milliarden Dollar, um Gold zu kaufen. Auf diese Weise sollte die finanzielle Situation des Krisenstaates stabilisiert werden (mehr dazu hier).

Im Falle einer Umschuldung, die viele Beobachter für unumgänglich halten, ist das Land auf die Mitwirkung Russlands angewiesen. Russland ist einer der größten Gläubiger des Landes. Ohne die Zustimmung des russischen Präsidenten Putin bei den Verhandlungen zur Umschuldung lässt sich ein Staatsbankrott nicht vermeiden (mehr dazu hier).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

giselher sagt:
Merkel will in Kiew Gespräche darüber führen, in welchem Maße Deutschland Beiträge zum Wiederaufbau in der Ukraine leisten könne. Der ukrainische Außenminister Klimkin hatte zuvor Wirtschaftshilfen für sein Land gefordert (!). In Anlehnung an den Marshall-Plan sprach er sich für einen “Merkel-Plan” für die Ukraine aus -
http://www.neues-deutschland.de/artikel/943337.kanzlerin-fliegt-nach-kiew.html -.
Und in Deutschland verrottet die Infrastruktur immer mehr!

Bezahler sagt:
Unfassbar wie unser stringenst eingetriebenes Geld für imperialistische EU-Großmannsucht durch die Hintertür rausgehauen wird. Jetzt gibts Krieg nach Kassenlage! Wir wolln unsern alten Kaiser Wilhelm wida ham!

Der mit dem Wolf tanzt... sagt:
Warum werden Steuergelder und Kredite einem Land zur Verfügung gestellt, dass damit Panzer, Jagdflugzeuge finanziert und Bomben auf das eigene Volk abwirft und die eiigene Bevölkerung abschlachtet.
Wie pervers sind die in der EU und im IWF eigentlich.
Es liegt ja wohl auf der Hand, dass die Kosten des Militärs der Ukraine, welches die Menschen im eigenen Land abschlachtet jetzt auch noch von uns finanziert werden.
Unfassbar – was für Verbrecher sitzen da eigentlich in Berlin, Brüssel und auf der anderen Seite des Atlantiks…

heide sagt:
“Die Führung in Kiew verwendete einen großen Teil der ersten Tranche des IWF-Kredits im Umfang von 3,2 Milliarden Dollar, um Gold zu kaufen.”
40 tonnen gold wurden in einer nacht- und nebelaktion aus der ukraine ausgeflogen. diese dürften offensichtlich abgeschrieben sein, wenn wiederum neues gold obendrein noch auf kredit gekauft wurde…

Angelika die Rebellin sagt:
Dann sieht es ja so aus, dass die Ukraine von europäischen Steuergeldern Gold kauft und dann den Amerikaner überlasst……….?

Angelika die Rebellin sagt:
Jazenjuk ist kein Premier, er ist ein Putschist und als solcher wird er schon sehen, wie er sich selbst bereichern kann. Es hat doch wohl Niemand geglaubt, dass eine Putschregierung wie in Kiew, edle Beweggründe hat.Die Ukraine wird ein Fass ohne Boden für die EU, sprich für den Steuerzahler und dass alles, weil Amerika ihre habgierigen Pläne durchsetzen will! Über deutsche Politiker, kann man nur angewiedert den Kopf schütteln, denn so doof können die nun wirklich nicht sein, um das nicht zu merken!

Gino sagt:
Sie wissen es, unterstützen es und FÖRDERN es sogar.
Staatsfeindliches Verhalten nenne ich das, um nicht das Wort Volksverrat benutzen zu müssen

Euroami sagt:
Krieg um Ressuorcen?
“1,5 Billionen Euro an Kohlevorkommen besitzt das am schwarzen Meer gelegene Land Ukraine. Ergänzt werden die Bodenschätze dieses Landes durch ein Vorkommen von 72 Milliarden Euro an Erdgas. ” Zu diesem Ergebnis kam eine Recherche die im Mai 2014 unternommen wurde.
Neben der Fruchtbarkeit der Erde und “Beherbergung” von Pipelines besitzt das Land riesige Vorkommen an Schiefergas.
Es wird vermutet, dass bei den Konflikten 2014, zwischen Russland und der Ukraine, die Bodenschätze, vor allem das Erdgas im schwarzen Meer und an der Krim eine große Rolle spielt.
Quelle:http://www.schatzwert.de/rohstoffe/bodenschaetze/bodenschaetze-ukraine.html
Einige werden reich und das Schafvolk blecht!!

Curley sagt:
Griechenland mit ca. 10,7 Millionen Einwohnern hat schon über 240 Milliarden an Rettungsgeldern bekommen, davon zahlen wir Deutsche 27 %. Die Ukraine hat über 40 Millionen Einwohner, das Land ist bankrott, zerstört und die Politiker dort sind noch um ein Vielfaches korrupter als die in Griechenland. Jetzt kann sich jeder für sich ausrechnen, was da auf uns deutsche Steuerzahler zukommt! Einige auserwählte US-Firmen werden sich die Bodenschätze in der Ukraine unter den Nagel reißen und sich dumm und dämlich verdienen! Für das Elend der Menschen und den Wiederaufbau des Landes werden wir EU-Steuerzahler herangezogen! Wir Deutsche mit 27 %. Soldidarität werden es Frau Merkel, Herr Steinmeier und Herr Schäuble nennen. Warum wählt ihr die immer wieder – ich kann es nicht begreifen?

charly sagt:
die banditen halten sich lediglich durch massive wahlfälschungen an der macht. wer an demokratische, freie wahlen in deutschland glaubt, für den kommt der weihnachtsmann in einem schlitten, der von rentieren gezogen wird.

Arno Nym sagt:
Es ist simpel:
- USA benötigt Krieg, um das System am laufen zu halten
- gute Beziehungen innerhalb Europas und gute Verbindungen nach Russland und Asien gefährden die Vormachtstellung des Pleitestaates
also: Stifte Unruhe in Europa, Zettel einen Krieg an, lass die EU-Marionetten für dich tanzen, ziehe immer neue Schuldenstaaten in die EU bis alles unter der Last zusammenbricht UND präsentiere dich selbst dann als Heilsbringer… sehr einfach zu durchschauen…
… nur der Mob ist zu doof, das zu kapieren… warum? Lest mal Psychologie der Massen… danach seht ihr klarer!

Cuibono sagt:
Dieses ISIS Getrommle ist ein ganz böser Witz.
Die ISIS hat es nicht mal geschafft den Assad wegzuputschen. Sie halten nur noch die ostsyrischen Ölquellen.
Und was ist im Irak?
Die angeblich so radikale ISIS sitzt bequem im Saddam Hussein Land.
Die Saddam Leute in Tikrit haben sich keinen Millimeter gegen die ach so radikale ISIS gewehrt. Die arbeiten zusammen.
Und wie sind die Saddam Leute, kulturell?
Westmodern, Frauen studieren, säkular, keine Rede von radikal islamisch, im Gegenteil, Saddam hat die radikalislamischen Verschleierungsfreaks immer bekämpft.
Ich habe es so satt wie diese Kriegstreiber lügen.
Und jetzt wollen diese Närrischen in Berlin den Kurden Waffen liefern und treten damit zwei Kurdenkriegsfronten gegen Türkei und Iran los.


Dienstag, 16. Juli 2013

Schäuble zweifelt erstmals an Griechenland-Rettung

Eurovisionen

Wolfgang Schäuble will den deutschen Steuerzahlern nicht garantieren, dass sie ihr Geld für die Griechenland-Rettung jemals wiedersehen. Mit einem bemerkenswerten Zwischenton will der Finanzminister die Deutschen offenbar zum ersten Mal darauf vorbereiten, dass die Steuergelder weg sein könnten.



Einkehr des Realismus: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist sich nicht mehr sicher, dass sein Fleiß reichen wird, um die Euro-Krise zu beenden. (Foto: consilium)
Bisher hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in der Frage der Griechenland-Rettung immer einen unmissverständlich optimistischen Kurs gefahren: Man sei in Athen auf einem guten Weg, und selbstverständlich werde der deutsche Steuerzahler seine Kredite wiedersehen.
Schäuble hat dem deutschen Steuerzahler noch nie gesagt, dass die Kredite nicht an die notleidenden Griechen, sondern zu 80 Prozent an die Banken gehen, die sich mit aberwitzigen Finanz-Produkten verspekuliert haben.

Die Legende, die die Euro-Retter ihren Bürgern auftischen, hat einen anderen Spin: Die Reichen sollen den Armen geben, damit die Armen wieder auf die Beine kommen. Danach werden die Armen hart arbeiten, damit sie ihre Schulden bei den Reichen wieder auf Heller und Pfennig begleichen können.

Dass er sich mit den Armen nicht so leicht tut, hat Schäuble schon öfter gesagt – etwa, wenn er die Griechen vor einer weiteren Tranche etwas unter Druck setzen wollte. Dann sprach Schäuble von einem „Fass ohne Boden“.

Solche Unmutsäußerungen kamen bisher jedoch stets vor der Auszahlung einer Tranche.
Nun hat sich Schäuble erstmals nach der Genehmigung einer Milliarden-Rate pessimistisch geäußert.
Schäuble macht so etwas natürlich nicht so plump, in dem er sagt: „Leute, das Geld ist weg. Vergesst es, ihr seht es nie wieder. Tut mir echt leid – aber wie sollen die Griechen über 100 Milliarden Euro Schulden zurückzahlen? Geht nicht – Ende, Schluss, aus.“

So etwas sagt Schäuble nicht, weil er dann die Märkte in Panik versetzen würde. Und dann wären die hunderten Milliarden an über Griechenland laufenden Banken-Rettungsgelder wirklich vergeblich geflossen.

Schäuble sagt so etwas erst recht nicht wenige Wochen vor einer Bundestagswahl. Er hält es immer noch für denkbar, dass den Deutschen auffallen könnte, dass sie um richtig viel Geld gebracht wurden.

Doch Schäuble weiß: Es ist an der Zeit, die Deutschen langsam auf die bittere Wahrheit vorzubereiten.

Die Bild-Zeitung hat ihm folgende einfache Frage gestellt: „Geben Sie den Bundesbürgern die Garantie, dass auch nach der Bundestagswahl kein deutsches Steuergeld für Griechenland abgeschrieben werden muss?“

Vor zwei Jahren hätte Schäuble geantwortet:
    „Selbstverständlich gebe ich Ihnen diese Garantie. Wir geben diese Kredite als Investment, weil wir wissen, dass wir es in Griechenland mit einer Konjunktur-Delle zu tun haben. Daher erwarten wir nicht nur, dass wir das Geld zurückbekommen. Das ist ein ganz normaler Prozess. Wir werden unser Geld mit Profit zurückbekommen.“

Vor neun Monaten hätte Schäuble geantwortet:
    „Ja, diese Garantie kann ich geben. Wir wissen, dass es länger gedauert hat als erwartet, aber das hängt mit der globalen Rezession zusammen, die die hervorragenden Anstrengungen unser griechischen Freunde und Partner etwas behindert hat. Aber jetzt befinden wir uns auf einem guten Weg, wie auch die neuesten Prognosen des IWF zeigen. Sie können also ganz beruhigt schlafen in Deutschland.“

Am Freitag veröffentlichte die Bild-Zeitung folgende Antwort auf die Frage:
    „Ich garantiere, dass ich alles tun werde, dass das Programm erfolgreich sein wird. Erste Erfolge sind ja auch schon sichtbar. Griechenland hat wichtige Reformen auf den Weg gebracht. Das Land ist wieder wettbewerbsfähiger und saniert seinen Haushalt.“

Damit schlägt Schäuble eine ganz neue Tonart an. Man muss zu solchen Interviews wissen, dass sie nicht dem entsprechen, was wirklich gesprochen wurde. Ein solches Interview wird in Deutschland vom Team des Finanzministers „autorisiert“. Das heißt: Die Mitarbeiter von Schäuble schreiben jene Antworten, die für den Minister politisch opportun sind.

Hier wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt.

Hier zählt jede Nuance.

Wegen der Märkte.

Wegen der Wahlen.

Und ein ganz klein wenig wegen der Wahrheit. Die wird nämlich immer dann angedeutet, wenn klar ist, dass sie irgendwann zu rauskommt.

Das bedeutet: Schäuble will ausdrücklich nicht garantieren, dass die deutsche Steuerzahler ihr Geld wiedersehen. Die Frage hatte ja nicht gelautet: „Garantieren Sie den Bundesbürgern, dass Sie mehr arbeiten werden?“

Wenn ein Politiker bei einem solchen Interview in der Autorisierung ausdrücklich eine ausweichende Antwort gibt, dann muss es schlimm stehen um Griechenland. Schon etwas weiter vorher hat Schäuble in dem Interview auf die Frage nach weiteren Krediten für Griechenland eine ausweichende Antwort gegeben. Auf die Frage, ob Deutschland Griechenland „noch mehr Geld geben“ müsse, sagte Schäuble, dass „weitere Unterstützung“ nach 2014 geprüft werde.

Von allem rhetorischen Brimborium abgeschminkt sagt Wolfgang Schäuble den Deutschen damit folgendes:

„Ich habe keine Kontrolle mehr über die Lage in der europäischen Schuldenkrise. Wir müssen uns das jetzt schönreden, weil es sonst zum Crash kommt und/oder Angela Merkel und ich die Wahl verlieren. Aber ich werde solange weiter das Geld der deutschen Steuerzahler einsetzen, bis wir die Lage unter Kontrolle haben. Das zumindest wollen wir jetzt versuchen, weil wir im Grunde nicht mehr zurückkönnen.“

Das sind keine guten Nachrichten.

Auch wenn sie geschickt verpackt sind.

Allein: Die Rettungspakete zerfallen.

Die Retter ergrauen.

Die Talfahrt geht weiter.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

Kommentare


The veritas valebit sagt:

Herr Schäuble, diese Chronik lässt sich noch weiterführen, wer Ihnen noch glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 13.07.13
Schäuble zweifelt erstmals an Griechenland-Rettung
Wolfgang Schäuble will den deutschen Steuerzahlern nicht garantieren, dass sie ihr Geld für die Griechenland-Rettung jemals wiedersehen. Mit einem bemerkenswerten Zwischenton will der Finanzminister die Deutschen offenbar zum ersten Mal darauf vorbereiten, dass die Steuergelder weg sein könnten.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 19.03.13
Wolfgang Schäuble: Der gefährlichste Mann EuropasDie Banken Zwangs-Abgabe in Zypern war kein Betriebsunfall. Sie ist der erste Baustein in dem Plan, wie Europa künftig regiert werden soll. Autoritär, ideologisch und undemokratisch. Das Vorbild für den finanztechnischen Teil zur Lösung der Schuldenkrise ist die deutsche Wiedervereinigung. Der Architekt des Plans: Wolfgang Schäuble. Das verheißt nichts Gutes.
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 29.06.12

Frank Schäffler: Die Tinte ist im Bundestag beim ESM-Vertrag noch nicht trocken, schon werden die Regeln erneut geschleift. Die angekündigten Maßnahmen – Veränderung des Gläubigerstatus, Direkthilfen an Banken – sind rechtswidrig. Die Anleihenfinanzierung des ESM ist der Einstieg in die Banklizenz und das Perpetuum mobile über die EZB.
Deutsche Mittelstands Nachrichten | 29.03.12

Heimliche Grundgesetz-Änderung:
Bürger soll nicht mehr in Karlsruhe klagen können
CDU: Schäuble darf ESM aufstocken
Aus Kreisen von Verfassungsrechtlern haben die Deutschen Mittelstands Nachrichten erfahren, dass es bei den Parteien CDU/CSU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bestrebungen gibt, den Gang ans Karlsruher Bundesverfassungsgericht für Privatpersonen zu erschweren. Offiziell, um die Überlastung des Gerichts einzudämmen. Angeblich wenden sich mittlerweile zu viele Bürger an das Gericht – und dieses könne die Überlastung nicht mehr bewältigen. Ob die neue restriktive Politik mit möglichen Klagen gegen den Rettungsschirm ESM zusammenhängt, wollte am Donnerstag in Berlin niemand bestätigen. Von der Regierung ist bisher dazu nichts veröffentlicht worden.

DiePresse.com : 05.07.2012
http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1262402/TopOekonomen-warnen_Wir-sitzen-in-der-Falle?_vl_backlink=/home/index.do
Hans-Werner Sinn schart prominente Ökonomen um sich. Sie wollen an die deutsche Kanzlerin appellieren und die Bürger zum Protest gegen die geplante Bankenunion aufrufen.
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 15.08.12, 13:57

Rechtsprofessor warnt Karlsruhe vor uferlosen Folgen des ESM
Die Haftungen Deutschlands für eine umfassende Eurorettung würden 3,7 Billionen Euro betragen. Wird der ESM vom Bundesverfassungsgericht für zulässig erklärt, würde dieser Betrag Deutschland massiv belasten, warnt der Mitkläger gegen den ESM, Markus Kerber.
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 03.09.12

Schäuble: Karlsruhe wird den ESM durchwinken
Bundesfinanzminister Schäuble erwartet die Zustimmung von Karlsruhe zu ESM und Fiskalpakt. In Straßburg sagte Schäuble, er sei sicher, dass es keine Blockade geben werde. Bislang war es in Deutschland Usus, dass es einen gewissen Grundrespekt vor der Gewaltenteilung gab.
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 06.09.12

EZB: Weidmann hat offenbar gegen Draghi gestimmtBundesbankpräsident Jens Weidmann scheint die einzige Gegenstimme gegen Mario Draghis Ankaufprogramm von Staatsanleihen gewesen zu sein. Draghi deutete ziemlich unmissverständlich darauf hin, was man als nicht gerade freundliche Geste betrachten kann.
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 10.09.12

Deutschland: ESM gerät immer stärker ins VisierKurz vor der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Eilanträge bezüglich EMS und Fiskalpakt wächst der Unmut in Deutschland. Peter Gauweiler reicht einen Eilantrag ein – noch heute will das Gericht darüber beraten – und ein neues Gutachten warnt vor Verletzungen des Budgetrechts. Deutschlands Regierung gerät immer mehr zwischen die Fronten.
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 05.10.12

Schäuble gibt Entwarnung: „Komme mit guten Nachrichten zum IWF“
Bundesfinanzminister Schäuble sieht das Ende der Euro-Krise kommen. Er fahre mit guten Nachrichten zum Herbsttreffen des IWF nach Tokio. Schäuble sieht den europäischen Patienten auf dem Weg der Genesung: „Die Behandlung wirkt!“


elli sagt:
hier eine detaillierte Aufstellung des ifo Instituts:
http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/policy/Haftungspegel.html
Bei Zahlungsunfähigkeit der GIIPS+Z Länder gilt für D die rechte Säule 655 Mrd.
Dieser Zahl liegt zugrunde, dass der Haftungsanteil Ds 27% beträgt, d.h. die anderen Geberländer noch zahlungsfähig sind.
Die Zahl von der viele reden (1.8 Billionen Säule 3) ist die Summe aller in der Eurozone vereinbarten Stützungsmaßnahmen.
Verbleibt D als letztes zahlungsfähiges Land in der Eurozone, gilt die Säule 2 1270 Mrd. Das wäre der worst case, der in der Presse häufig zitiert wird.
Aber die richtig dicken Brocken kommen ja noch, wenn es erst mit der Bankenrettung losgeht nach der BTW
Die Zahl, wenn nur D aus dem Euro geht, habe ich nicht gefunden. Der Verlust hängt sehr davon ab, ob das Eurosystem danach noch existiert oder inwieweit der Euro abwertet. Die Forderungen bleiben bestehen, allerdings ob die je eingebracht werden können ist höchst fraglich.
Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende


Hans Reuter sagt:
Ackermann sagte doch schon bei der ersten “Rettung” von Griechenland, sehr zum Missfallen von Merkel, dass Deutschland von dem Geld nichts wiedersieht. Merkel versprach natürlich damals vollmundig das Geld würde zurückgezahlt und die “Rettung” sei einmalig. Solange das Hauptproblem, die gemeinsame Währung und eine EZB für 17 Länder nicht beseitigt ist, wird dieses Problem nie gelöst werden sondern es wird ständig schlimmer. Da nutzen weder Sparprogramme noch Verschleierungstaktiken wie ESM oder Bankenunion etwas. Wer so etwas aufrechterhalten will unter dem Motto “koste es was es wolle” ist ein fanatischer Ideologe und wird den gleichen Zerfall wie bei der Sowjetunion erleben. Dier Druck auf die Menschen wird dabei ständig erhöht, kann aber letztlich ein solch marodes System auch nicht retten.


Henry sagt:
Es geht doch bei allen Mittelmeeranreinern, besonders bei den östlichen nur um eines: Destabilisieren, um an die Öl- und Gasvorkommen heranzukommen. Gaddaffi, so despotisch er sein Land regiert haben mag, er wollte den Golddinar einführen: massakriert, Tunesien, Ägypten, Syrien, Türkei, Zypern und Griechenland. Die beiden Letzten: EU-Staaten. Hier hat man den Weg über Goldman Sachs gewählt. Das Ergebnis sieht man. Wenn es stimmt, was Dirk Müller sagt, und davon gehe ich aus, wollten die Nordischen Staaten Griechenland gegen Beteiligung an den Gasvorkommen schuldenfrei stellen. Das wurde verhindert. Griechenland soll so pleite werden, dass die Gasvorkommen komplett von gewissen Banken gepfändet werden können. In der Zwischenzeit werden die Europäischen Staaten noch abkassiert.


Oeconomicus sagt:
Hoffentlich hat unser geschätzter Finanzminister nicht ganz plötzlich Albträume und erinnert sich an eine öffentliche Anhörung zum Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetz (WFStG) vom 5. Mai 2010.
Dort gab der als Experte geladene damalige BaFIN-Chef Jochen Sanio zu Protokoll:
“..Es geht grundsätzlich um die Frage, wie wir damit umgehen wollen, dass der Staat wegen des Arguments „too big to fail“ einspringen muss.
Wir alle sind uns einig:
Der Staat hat das einmal getan und soll das nicht ein zweites Mal tun.
Sonst kommen die Steuerzahler und hängen uns alle auf.
Das möchten wir nicht. Wir müssen nach Lösungswegen suchen, um das zu vermeiden. Wir brauchen – das alles ist auf dem Weg – ein neues Restrukturierungs- und Abwicklungsrecht anstelle eines Insolvenzrechts, das nicht passt..”
http://oconomicus.wordpress.com/2013/07/13/dustere-vorahnung-eines-crashs/