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Donnerstag, 14. Juni 2018

Kim Jong Un auf Augenhöhe mit US-Präsident Trump

Thema: Der Gipfel von Singapur

Und plötzlich ist Kim Jong Un auf Augenhöhe mit US-Präsident Trump

Die Stellungnahme der EU ließ nicht lange auf sich warten - nein, nicht Angela Merkel - die EU-Außenbeauftragte Mogherini begrüßt das Ergebnis des Gipfels

Das Treffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim ]ong Un bestätige die Überzeugung der Europäischen Union, dass nur Diplomatie einen dauerhaften Frieden auf der koreanischen Halbinsel bringen könne, erklärte ‘Mogherini gestern in Brüssel. „Den Weg der Diplomatie zu gehen, ist oft eine Herausforderung, aber es ist immer lohnend.“ Ziel bleibe die völlige, überprüfbare und unumkehrbare nukleare Abrüstung der koreanischen Halbinsel. Die gemeinsame Erklärung Trumps und Kims gebe ein Signal, dass dieses Ziel erreichbar sei. Mogherini sagte die Unterstützung der EU für die nun folgenden Schritte zur Vertrauensbildung zu.

Der Gipfel von Singapur in Zitaten

„Richtig großartig hier. Wir werden eine großartige Diskussiön haben und ich glaube, großartigen Erfolg.“
(US-Präsident Donald Trump zum Auftakt seines Gipfeltreffens mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un am Dienstag in Singapur)

„Viele Leute in der Welt werden dies für eine Art Fantasie halten, aus einem Science-Flction-Film.“
(Kim zum Auftakt der Gespräche mit US-Präsident Donald Trump)

„Bekommt jeder ein gutes Bild? Also, sehen wir freundlich, attraktiv und dünn aus? Perfekt.“
(Donald Trump zu den Fotografen, vor dem gemeinsamen Mittagessen mit Kims Delegation)

„Ein ehrenwerterVerhandler. Sehr ehrenwerter, sehr smarterVerhandler. Wir haben einen großartigen Tag zusammen verbracht. Und wir haben sehr viel über einander und über unsere Länder gelernt."
(Trump über Kim)

Quelle: WP 13.06.2018


Montag, 21. September 2015

Sie hat sich wieder gedreht - Schutz der EU-Außengrenzen hat jetzt Vorrang

Thema: Flüchtlinge

Merkels neue Strategie:
Schutz der EU-Außengrenzen hat Vorrang

Bundeskanzlerin Angela Merkel will in der Flüchtlings-Krise offenbar den Schwerpunkt verlagern: Nachdem eine verbindliche Quote in der EU nicht durchsetzbar ist, sollen nun die EU-Außengrenzen geschützt werden. Vermutlich wird beim EU-Gipfel deshalb nicht über den Syrien-Krieg oder die humanitäre Lage der Flüchtlinge gesprochen – sondern über die Verteilung von Steuergeldern für Grenzbefestigungen. Von den europäischen Werten sollte man bei solch einer kurzsichtigen Annäherung lieber schweigen.

Flucht und Vertreibung sind kein Schicksal, sondern das Ergebnis brutaler regionaler und geopolitischer Kriege.
Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Und das Tabuthema "Waffenlieferungen", egal von welcher Seite, traut sich die mächtigste Frau der Welt nicht mal anzusprechen

Kommentare

21. September 2015 um 01:49
hr sagt:
Merkels neue Strategie: Schutz der EU-Außengrenzen hat Vorrang Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 21.09.15 01:05 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel will in der Flüchtlings-Krise offenbar den Schwerpunkt verlagern: Nachdem eine verbindliche Quote in der EU nicht durchsetzbar ist, sollen nun die EU-Außengrenzen geschützt werden. Vermutlich wird beim EU-Gipfel deshalb nicht über den Syrien-Krieg oder die humanitäre Lage der Flüchtlinge gesprochen – sondern über die Verteilung von Steuergeldern für Grenzbefestigungen. Von den europäischen Werten sollte man bei solch einer kurzsichtigen Annäherung lieber schweigen Die Reichen werden Todeszäune ziehen.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14344559.html
Was ist der Grund, das niemand über eine Schutzzone in Syrien spricht ?

21. September 2015 um 05:07
Detlev G. Pinkus sagt:
Merkels neue Strategie: Schutz der EU-Außengrenzen hat Vorrang. Man kann nur hoffen, das die Deutschen entlich begreifen, Angela Merkel ist ein Wendehals, Mitlaeufer und ein Untertan des USA Praesidenten. Die hat keine Ideen, keinen Plan, keine Vision und keine Strategie. Die ist aber eine excellenteTaktikerin in Sachen Joberhalt im Kanzleramt in Berlin. Fuer Angela Merkel zaehlt nur Angela Merkel, Deutschland mit Sicherheit nicht.

21. September 2015 um 08:03
meinung sagt:
Merkel meint sicher die USE Außengrenzen, welche Bestandteil eines europäischen Staates wären, was ja das Ziel der Politik ist. Bis die Grenze steht ist die westliche Kultur unterwandert und zerfallen, was ja auch ein Ziel ist um den Weg zum EU-Staat zu ebnen. Das Problem sind nicht die Grenzen von Ländern sondern die Grenzen in den Köpfen von Politikern wie Merkel. Als ob ein Grenze das tatsächliche Problem lösen würde. Die, vor allem westliche, Politik sollte sich aus dritten Ländern heraus halten ich nicht immer so tun als ob ihr streben eine Art Verbesserung einer Gesellschaft wäre, was es ja ganz offensichtlich nicht ist.
Merkels gegensätzliche und verwirrenden Äußerungen deuten einmal mehr darauf hin daß sie einfach alternativlos unfähig ist den Job des Staatsdieners zu tragen.

21. September 2015 um 08:06
Jim Kopf sagt:
Typisch Deutsch. Erst werden Waffen geliefert, dann wird stillgehalten, wenn der große Bruder die Flüchtlingswelle herbei bombt. Dann wird auf „Aktion“ gemacht. Zum guten Schluss, wird wieder Geld verteilt und die Drecksarbeit sollen andere machen. Brutaler kann Politik der merkelschen Art nicht sein, denn schließlich reden wir ja hier von Menschen Und wenn ihr die Menschen im eigenen Land schon egal sind, sollte sie wenigstens so ehrlich sein, den potentiellen Neubürgern klar und deutlich sagen, das alles nur Spaß war und jetzt Schluss ist mit der Aufnahme.
Nein, es wird verwaltet (Das auch noch ganz schlecht lieber Herr Maizière), geredet, weggeduckt, Bauernopfer dargebracht und Scheinaktivitäten entfaltet. Diese Frau produziert ein Chaos ersten Ranges. Es ist ganz schlimm, dass sich solche Leute immer nur vor der Geschichte verantworten müssen und nie vor Gericht.
Eine Forderung nach Rücktritt der Regierung (Ihre SPD kann dann gleich mit einpacken) muss einfach immer lauter werden. Diese Frau darf politisch nicht mehr in Ruhe gelassen werden.

21. September 2015 um 09:09
norbert sagt:
„Von den europäischen Werten sollte man bei solch einer kurzsichtigen Annäherung lieber schweigen.“
Welche europäischen Werte?
Europäische Werte sind doch der Neoliberalismus und das Abzocken der Gesellschaft. Es ist Zeit, „das Merkel“ gewaltsam nach 20/4 GG abzusetzen und vor ein Sondergericht zu stellen.
Samt ihrer gesamten Bande die sich als Regierung bezeichnet !
Das Brüsseler Eurokratenviertel muss niedergebrannt werden als Zeichen des Widerstandes.

21. September 2015 um 09:11
Mainfranke sagt:
Die Sicherung der Außengrenzen kann natürlich nur ein erster Schritt sein.
Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof hat in einem offenen Brief an Merkel die Situation tiefergehender analysiert und zusammengefasst, als man es meist zu hören bekommt, und hat Lösungsvorschläge die man sich genauer betrachten sollte.

21. September 2015 um 09:47
denkmalnach sagt:
Da die deutsche Regierung als drittgrößter Waffendealer der Welt einer der größten Nutznießer von Krieg und Zerstörung ist, ist die Ursache des Flüchtling-Problems natürlich Tabu.
Soviel zu westlichen Werten!

21. September 2015 um 12:39
Beobachter2 sagt:
Es ist unglaublich. Lt. Focus soll jetzt die Fa. Mc Kinsey (Unternehmensberatung) Struktur in die Abwicklung bringen. Das nenne ich mal den SuperGau für unsere Regierung. Sie können es nicht.
Werden wir jetzt von einer amerikanischen Unternehmensberatungsfirma regiert? Ich bin sprachlos.

21. September 2015 um 10:56
Birgit sagt:
„Wir sind eine Europäische Union, die die gleichen Werte vertritt.“
Und welche Werte wären das?

21. September 2015 um 11:14
Bastian sagt:
„Europäische Werte“ hat es nie gegeben. Diese wurden in Washington für deren Interessen formuliert. Wir werden uns nur aus diesem Würgegriff befreien können, wenn wir die Vasallen abwählen. Und dieses kann nur nach russischem Vorbild gelingen, wo selbst noch im hintersten sibirischen Dorf der gesamte Wahlprozess einschließlich Stimmenauszählung penibel videoüberwacht wird.

21. September 2015 um 12:02
Christie sagt:
„….Merkels neue Strategie: Schutz der EU-Außengrenzen hat Vorrang…“
Wieso denn neu??
Darum geht es doch: Einen zentralistisch regierten EU-Einheitsbreistaat zu schaffen. Und der braucht schliesslich für Freund und Feind eindeutig erkennbare Grenzen nach aussen…..:-(
Die einheitliche Währung haben wir ja bereits.
Nationale Gesetzgebung weicht EU-Gesetzgebung (z.B.der BGH wird vom EUGH überstimmt) Die Geldumschichtung z.B. Griechenland/Ukraine läuft auch schon recht gut, Man ist gerade dabei die Löhne zu vereinheitlichen.
Nur die EU-Aussengrenzen waren noch nicht so richtig im Visier, aber dafür eben jetzt. Europa soll doch bestens gewappnet sein für die Zukunft….:-(

21. September 2015 um 12:11
Christian Vollmer sagt:
Merkel ist nicht mehr tragbar. Sie muss zurücktreten und den Weg für Neuwahlen freimachen. Das wird sie natürlich nicht tun und das Land und Europa weiter Richtung Abgrund treiben. Aber eines ist sicher: ihr unaufhaltsamer Niedergang hat begonnen.


Samstag, 16. Mai 2015

Schlepperboote zerstören? Von wegen - Krieg ums Öl - und die EU ist auch wieder dabei?

Thema: Schlepperboote zerstören

Wieder ein Krieg ums Öl?
Libyen-Geheimpapier der EU enthüllt handfeste Kriegspläne


Was wollen die EU und die NATO wirklich in Libyen? Ein EU-Geheimpapier, welches der britische Guardian in die Finger bekam, legt nahe, dass hier ein richtiger Krieg geführt werden soll. „Es geht nicht um Flüchtlinge, sondern um Öl“, analysierten die Deutschen Wirtschaftsnachrichten.

Die von der EU geplanten Maßnahmen hören sich nach einer klassischen Militärinvasion an, das vorgebliche Ziel, Schleuser-Netzwerke zu bekämpfen und Boote noch an der Küste zu zerstören, sei lediglich die Verkleidung für geopolitische Absichten. Damit in der EU-Bevölkerung mehr Akzeptanz für den neuen Krieg vorhanden sei, gebe man ihm eine humanitäre Ummantelung. Und deshalb würden wir seit Wochen von den Medien mit Nachrichten zur Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer beschossen. Seit Anfang des Jahres sollen bereits 2.000 Bootsflüchtlinge ums Leben gekommen sein, die versuchten, über Libyen nach Europa zu flüchten.

Boxt sie gerade den Weg für den nächsten Öl-Krieg frei? Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini will ein "robustes UN-Mandat", angleblich zur Bekämpfung von Schlepperbanden in Libyen. Foto: EMMANUEL DUNAND / AFP / Getty Images
Warum ausgerechnet Libyen?

Libyen wird gerade vom Bürgerkrieg zerfetzt. Um die Vorherrschaft streiten der „Nationale Übergangsrat“, welcher nach dem Sturz von Muammar al-Gaddafi gegründet wurde, und mehr als 200 Milizen. Auch der Islamische Staat ISIS ist dort aktiv. Die Öl-Förderung stockt seit Gaddafis Ende. Zuletzt hatte Ägypten versucht, eine Rolle in der libyschen Produktion zu übernehmen, berichtet die DWN. Ägypten spiele eine „etwas undurchsichtige Rolle“, die vom Militär eingesetzte Regierung kooperiere sowohl mit den Amerikanern als auch mit den Russen.

Sollte die EU in Libyen sich Zugang zu Öl sichern können, wäre dies für sie eine Chance, ihre Abhängigkeit von Russland zu mildern – ein Ziel das auch die USA, mit ihrem Verhalten in der Ukraine-Krise verfolgen, analysierte die DWN. (Die Nato scheiterte 2011 beim dem Versuch, sich nach dem Libyen-Einsatz die dortigen Ölvorkommen zu sichern. Stattdessen wurde aus dem Land ein „Failed State“).

Mogherini will „robustes UN-Mandat“

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hatte dieser Tage bereits in New York für ein „robustes UN-Mandat“ für Libyen geworben, damit man „notfalls auch militärisch“ gegen Schlepper und Schleuser und deren Boote an Land und auf dem Mittelmeer vorgehen könne. Die Zerstörung von Schlepperbooten wäre andernfalls rechtlich problematisch: Ohne robustes UN-Mandat dürfte das EU-Militär dazu nicht in libyschen Hoheitsgewässern operieren. (Die UN-Vetomacht Russland ist immer noch strikt gegen einen Einsatz zur Zerstörung von Booten.)

Ein „robustes UN-Mandat“ erlaubt UN-Soldaten die Anwendung von Waffengewalt nicht nur zur Selbstverteidigung, sondern auch „zur Verteidigung der Mission“ und von Zivilisten. Und bei der „Verteidigung der Mission“ liegt der entscheidende Spielraum, mit dem - wenn nötig - allerhand erlaubt werden kann.

Viel militärischer Aufwand geplant

Im nun geleakten Geheimpapier der EU wird die geplante Aktion natürlich nicht als Krieg dargestellt, sondern als Kooperation mit den libyschen Behörden, die dem Einsatz von Bodentruppen zur Schleuserbekämpfung erst zustimmen müssten. So zitiert der Guardian daraus: „Eine Präsenz am Boden könnte vorgesehen werden, wenn dies mit zuständigen Behörden vereinbart wurde.

Der Vorgang würde eine Vielzahl von Luft-, See- und Landressourcen erfordern. Dazu gehören Geheimdienst-Überwachung und Aufklärung; Verpflegungseinheiten, patrouillierende Einheiten (in der Luft und auf See), Schiffe, Wasserflugzeuge mit dem Ziel der Zerstörung aus der Luft, an Land und vom Meer aus, einschließlich militärischer Spezialeinheiten bzw. Sondereinsatztruppen.“

Ist so viel schweres Geschütz wirklich nötig, um Schlepperboote zu zerstören?

Doch die Sache hat noch einen anderen Haken: Flüchtlingsboote werden erst dann zu Flüchtlingsbooten, wenn sie mit Menschen beladen sind. Vorher liegen sie als unscheinbare Schifferboote in Häfen vor Anker, wie jedes andere Wasserfahrzeug. Will man sie also zerstören, sind unschuldige Menschen, deren Ertrinken im Mittelmeer man angeblich edelmütig verhindern will, in der Schusslinie.

„Hohes Risiko von Kollateralschäden“

Das Geheimpapier weist interessanterweise darauf hin, dass während der „Kampagne“ unschuldige Menschen getötet werden könnten: „Die Operationen gegen die Schmuggler in Anwesenheit von Migranten hat ein hohes Risiko von Kollateralschäden, einschließlich des Verlustes von Leben.“

Das Papier stellt sich für die EU-Soldaten außerdem „Anwesenheit oder Aufgaben auf libyschem Territorium" vor. Und da könnten dann „Milizen und Terroristen" durchaus zur Bedrohung für Schiffe und Flugzeuge der EU werden, schließlich gebe es in der Region „schweres militärisches Gerät, einschließlich Küstenartillerie Batterien“, nebst „fähigen Milizen“, welche diese bedienen könnten. Da könnte dann schon mal der Fall eintreten, dass „Aktionen an Land in einer feindlichen Umgebung durchgeführt werden“ müssten.

Wie der Spiegel berichtete, versucht Deutschland aktuell, die Libyen-Pläne der EU zu entschleunigen, weil „eine gefährliche neue Bundeswehr-Mission“ befürchtet werde.

Das EU-Strategiepapier soll offiziell beim EU-Gipfel im Juni abgesegnet werden. Bis zu 10 EU-Staaten haben sich bereit erklärt, bei der Militäroperation mitzuwirken, sagten leitende Beamte, darunter Italien als Anführer, Großbritannien, Frankreich und Spanien. (rf)
Mit freundlicher Genehmigung von http://www.epochtimes.de

Samstag, 7. März 2015

Italiens Premier Matteo Renzi redet mit Putin über Zusammenarbeit

Thema: Ungehorsam
Deutsche Wirtschafts Nachrichten
Italien ignoriert US-Vorgaben und redet mit Russland über Zusammenarbeit

Der italienische Premier Matteo Renzi hat bei seinem Besuch in Moskau Präsident Wladimir Putin nach Mailand eingeladen. Putin zeigte sich erfreut und hat Italien eine privilegierte Partnerschaft angeboten. Italien ist offenbar nicht gewillt, die EU-Sanktionen zum eigenen Schaden als das letzte Wort zu nehmen.

Italiens Premier Matteo Renzi
Foto: Presidenza della Repubblica
Italiens Premier, Matteo Renzi, befürchtet weitere Flüchtlinge aus dem Süden und sieht Russland in der Vermittlerrolle in Libyen. Ausserdem leidet Italien extrem unter den Folgen der Sanktionen gegen Russland. Präsident Putin bestätigte, dass sich die Krise auf den Handel mit Italien ausgewirkt habe, aber zum Aufbau der Beziehungen bot er Italien eine "priviligierte Partnerschaft" an. Laut Corriere della Sera wollen Russland und Italien in den Bereichen “Energiesektor, Maschinenbau und Atomindustrie” enger zusammenarbeiten. Italien sei einer der wichtigsten Handelspartner Russlands.

Erst kürzlich hatte der ehemalige EU-Kommissionspräsident Romano Prodi eingeräumt, dass die Sanktionen der italienischen Wirtschaft beträchtlichen Schaden zufügen.

Die Weigerung der Italiener am Kalten Krieg teilzunehmen, wird von den USA argwöhnisch beobachtet. Auch in Brüssel dürfte das Verhalten für Irritationen sorgen: Die EU-Außenbeauftrage Federica Mogherini ist Italienerin und wird von den Falken in Brüssel als unsichere Kantonistin angesehen: Sie hatte sich schon vor ihrer Bestellung ostentativ nach Moskau orientiert.


Kommentare

auweia sagt:
  • Wenn du merkst, dass ein Handel nicht durch Zustimmung sondern durch Zwang zustande kommt
  • wenn du erkennen musst, dass du, um zu produzieren, eine Erlaubnis von Menschen bekommen musst, die nichts produzieren
  • wenn Du siehst, dass Geld zu denen fließt, die nicht mit Waren handeln, sondern diese nur für sich ausnutzen
  • wenn du feststellst, dass manche Menschen durch Gaunereien und bezogene Vergünstigungen, Lügen, Täuschungen viel reicher werden als durch ehrliche Arbeit und deine Gesetze dich nicht vor ihren Machenschaften schützen, die Gesetze sie aber vor dir schützen
  • wenn du siehst, dass Korruption und Erpressung belohnt wird und Ehrlichkeit nur zu Selbstaufopferung führt
dann merkst du vielleicht, dass deine Gesellschaft zum Scheitern verurteilt ist.”
Ayn Rand, 1950

Und ganz besonders eine Gesellschaft, bei der nicht mehr derjenige das Schwein ist, der eine Schweinerei begeht sondern derjenige, der die Schweinerei aufdeckt!

joachim999 sagt:
“Die Amerikaner wollen schärfere Sanktionen gegen Russland – vor allem, um Russland als Energielieferant für Europa aus dem Markt zu drängen.”

Danke, liebe DWN: Endlich mal eine Zeitschrift, die sich das Unaussprechliche auszusprechen wagt: Bei der Ukraine-Krise geht es nicht um Politik – es geht auch nicht um Macht und Herrschaft – es geht nur ums Geld. Die USA sind ganz neuerdings kein Netto-Energieverbraucher mehr, sondern Netto-Energielieferant. Andere Haupt-Energie-Lieferanten der Welt sind Saudi-Arabien und Rußland.

Durch den unsinnigen Ukraine-Konflikt soll die EU gezwungen werden, den Lieferanten zu wechseln. Nur darum geht’s.

zauberberg sagt:
Gott sei Dank hat mit Italien nun auch eines der “großen” EU-Länder endlich den Mut, sich gegen den von den USA aufgezwungenen Sanktionsirrsinn aufzulehnen. Sehr gut. Es ist nicht einzusehen, dass wir uns hier ruinieren, direkt oder indirekt, nur um die Machtgelüste der Amerikaner zu befriedigen.

Bernd sagt:
Ich höre schon die US-Sonderbeauftragte Nuland in mäßiger Stimmung ihren berüchtigten Ausspruch wiederholen. Aus Gründen der Machtentfaltung ist es für die Europäische Union m.E. grundsätzlich schon richtig, gegenüber der Welt einig aufzutreten. Aber man sollte den Mut haben, wirklich eigenständige Interessen zu vertreten, was ich von den dt. Bundeskanzlern zuletzt Hr. Schröder durchaus attestiere.

Die Ukraine ist ein wertvolles Stück Ackerland im russischen Vorgarten, das man aus historischen wie geostrategischen Gründen selbstverständlich klar dem russischen Gärtner zuordnen möchte. Erst nachdem die weit entfernten USA versuchten, dies Land wegzuschnappen, zerren nun 2 Großmächte verbissen an diesem Land, wobei mir die ohnehin nicht mit Wohlstand gesegnete ukr. Bevölkerung leid tut.

M.Plachetka sagt:
Dass DE, also wir die Vasallen der USA sind, ist nichts Neues wegen abhandener Souveränität, aber dass sich Staaten wie Italien, Frankreich, Spanien, heißt Rest-Europa, sich vor den US-Hegemonial-Interessen beugen, kann ich nicht verstehen. Was ist hier seit wann passiert? Ich habe lange in FR (Ende der 70er Jahre) gelebt und damals hat man sogar versucht, amerikanische Begriffe wie “Computer” (hieß damals “Calculateur) verboten. Wo ist diese “kulturelle Freiheit ´geblieben? Warum wehren wir uns nicht gegen diese geopolitische kulturzerstörende USA nicht? Was tun wir eigentlich, um uns gegen Krieg zu schützen. Lasst uns die USA von unserem Kontinent verbannen, Frieden mit Russland und uns wäre geholfen!!!

Dreistein sagt:
Das ist die EU kein Land hält sich an irgendetwas sobald es ihm dadurch schlechter geht, Ausser der deutsche Trottel der hält sich natürlich Ordnungsgemäß an die Vorgaben des Amis äh der EU koste es was es wolle.
Was hat Russland uns oder der EU eigentlich getan? Nicht einmal das kann keiner erklären ohne das Wort Annexion in den Mund zu nehmen, wenn wir nun Jugoslawien als Maßstab nehmen Frage ich nochmal was hat der Russe uns gemacht?
Trotz aller Widrigkeiten hat er weiter Gas geliefert(wenn auch eigennützig) und seine Verträge eingehalten.
Italien macht für mich den richtigen Schritt auf Russland zu. Ami go home!

Detlev G. Pinkus sagt:
Das ist doch ein sehr guter Schritt. Der US-Geopolitiker Zbigniew Brzeziński sagt vor dem US-Kongress, dass Russland auch die Hauptstädte Estlands und Lettlands erobern wolle. Soviel Unsinn habe ich noch nicht gehoert. Russland will mit den Staaten in Europa in einer wirtschaftlichen und in anderen Bereichen Partnerschaft leben. Natuerlich birgt das Gefahren fuer die USA, aber einzig und allein was die geopolitische Einflussnahme in Europa betrifft. Zbigniew Brzeziński lebt noch in der Vergangenheit, denn die Vormachstellung der USA in der Welt broeckelt und broeckelt und ist nicht mehr aufzuhalten.
Fuer Italien und Russland ist dieser Schritt wirtschaftlich von grossem Vorteil, und das ist wichtig. Ob die USA sich aergern oder nicht ist in diesem Fall voellig unwichtig.

Rumpel Stielzchen sagt:
Alles (ich nehme mich da nicht aus) schaut gebannt zu den Protagonisten des Ukraine-Konfliktes und vergisst dabei ganz, daß hier möglicherweise ein ganz anderes politisches Kalkül dahintersteckt. >>> Wer spricht nun noch vom Freihandelsabkommen TTIP, das kurz vor dem Aufflammen der Streitereien Tagesthema war???

Könnte doch auch eine prima Möglichkeit sein um das Werk ganz unauffällig zu vollenden und dann schnell in trockene Tücher zu bringen, denn da geht es um weitaus mehr, als nur um ein (eigentlich) bankrottes Land!

Global sagt:
Das was sie schreiben gehört meiner Meinung zusammen.Durch die Schuldenunion und den Handelsabkommen werden alle Staaten der EU zu Knechten der Hochfinanz.