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Dienstag, 28. Februar 2023

Dr. Daniele Ganser: Ist Deutschland im Krieg mit Russland?

Dr. Daniele Ganser: Ist Deutschland im Krieg mit Russland? (12.01.23)

Daniele Ganser

20.01.2023
Ist Deutschland im Krieg mit Russland? Gemäss dem Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser lautet die Antwort ja. Ganser zeigt, dass die Waffenlieferungen an die Ukraine und die Ausbildung von ukrainischen Soldaten an NATO-Waffen in Deutschland de facto bedeuten, dass sich Deutschland wieder im Krieg mit Russland befindet. Wie konnte es soweit kommen?

Von 1945 bis 1955 hatte Deutschland keine Armee. Danach hat 1955 Westdeutschland die Bundeswehr gegründet, und ist im selben Jahr dem Militärbündnis NATO beigetreten, das von den USA angeführt wird.

Bis 1995 war die Bundeswehr nie im Ausland im Einsatz. Doch dann am Ende des Krieges in Bosnien sind deutsche Kriegsflugzeuge, Tornados, nach Italien verlegt worden und haben von dort zusammen mit US-Kriegsflugzeugen am Krieg in Bosnien teilgenommen, ohne in Kampfhandlungen verwickelt zu sein. Die Bevölkerung in Deutschland hat das nicht gemerkt. Es wurde von den Medien kaum berichtet und blieb lange geheim.

Nur wenige Jahre später, 1999, folgte dann der erste Krieg an dem sich die Bundeswehr beteiligte: Der Angriff auf Serbien. Die USA unter Präsident Clinton führten diesen Krieg an, das wiedervereinigte Deutschland unter Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Aussenminister Joschka Fischer (Grüne) machte mit. Erst Jahre später gab Schröder zu, dass dieser Krieg illegal war, weil es kein UNO-Mandat für den Angriff auf Serbien gab.

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 – die bis heute nicht geklärt sind – beteiligte sich die Bundeswehr ab 2002 an ihrem zweiten Krieg, wieder auf Anweisung aus dem Pentagon in Washington, diesmal in Afghanistan. Bundeskanzler Gerhard Schröder schickte die Soldaten an den Hindukusch. Und Kanzlerin Angela Merkel führte den Krieg weiter. Die letzten Soldaten der Bundeswehr zogen am 30. Juni 2021 aus Afghanistan ab. «Alles ist nicht so geglückt, wie wir es uns vorgenommen haben. Das ist eine Erkenntnis, die bitter ist», erklärte Kanzlerin Merkel nach dem Afghanistankrieg.

Danach folgte 2015 die Beteiligung der Bundeswehr am Syrienkrieg. Das Budget der Bundeswehr für diesen Krieg umfasste 134 Millionen Euro und 1200 Soldaten. Die Bundeswehr schickte eine Fregatte, machte Aufklärungsflüge mit Tornado-Jets, Luft-Luft-Betankung und Begleitschutz.

Seit 2022 beteiligt sich Deutschland unter Kanzler Olaf Scholz (SPD) am Krieg gegen Russland. «Waffen für die Ukraine sind Pflicht christlicher Nächstenliebe», behauptet Annette Kurschus, Deutschlands oberste Protestantin, die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche. Historiker Ganser warnt, dass dies ein sehr gefährlicher Weg ist. Er wendet sich klar gegen Waffenlieferungen in die Ukraine und erklärt, dass die zwei Grundprinzip der Friedensbewegung weiterhin lauten: «Nie wieder Krieg!». Sowie: «Du sollst nicht töten!»

Daniele Ganser hat eine neue kostenpflichtige Community! Er sagt: "Ich würde mich sehr freuen, Dich dort zu begrüssen! Mein Ziel ist, in diesen bewegten Zeiten den inneren und äusseren Frieden zu stärken!" Hier erfährst Du mehr zu diesem spannenden neuen Projekt:
https://community.danieleganser.online/

Abonniere hier den Daniele Ganser YouTube Kanal: https://bit.ly/3i0QecQ

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Dr. Daniele Ganser ist Schweizer Historiker und Friedensforscher. Er ist Leiter des Swiss Institute for Peace an Energy Research (SIPER).

In seiner Arbeit untersucht Daniele Ganser die Themen Frieden, Energie, Krieg, Terror und Medien aus geostrategischer Perspektive. In der Überzeugung, dass auch Wissenschaftler helfen können, einen Teil der Lügen und der Brutalität zu überwinden, die unsere Welt noch immer prägen, engagiert sich Daniele Ganser gemeinsam mit tausenden Menschen für eine Welt in Frieden und für erneuerbare Energien. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Internationale Zeitgeschichte seit 1945, Verdeckte Kriegsführung und Geheimdienste, US-Imperialismus und Geostrategie, Energiewende und Ressourcenkriege, Globalisierung und Menschenrechte.

Kommentare

Anouschka die Erste
„Ist Deutschland im Krieg mit Russland?“ Leider ja. Und das schlimme daran: ein Großteil der deutschen Politiker und ein Teil der Bevölkerung schreien nach weiteren Waffenlieferungen und ein anderer Teil der Bevölkerung interessiert sich schlichtweg nicht dafür, was hier vorgeht. Vielen Dank, Daniele, für ihre stetige Aufklärung, für Ihre informativen Videos zur Weltpolitik und Ihren unermüdlichen Einsatz für Frieden🕊
Hakan Özkan
Daniele Ganser bester Mann ⭐⭐⭐⭐⭐
Yvonne Plangg
grossartig... sie verdienen höchsten respekt für ihr unermüdliches aufklären... danke danke... gott beschütze sie und familie und menschheitsfamilie..

Mittwoch, 6. April 2022

Anne Will - 03.04.2022 - Streit um russisches Öl und Gas - Soll Deutschland den Import sofort stoppen?

Anne Will - 03.04.2022 - Streit um russisches Öl und Gas - Soll Deutschland den Import sofort stoppen?

Die Gäste im Studio

Foto: Screenshots . Text: ARD

von links

  • Veronika Grimm
    Wirtschaftswissenschaftlerin, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
  • Lars Klingbeil (SPD)
    Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz
  • Markus Söder (CSU)
    Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern
  • Marieluise Beck (Bündnis 90/Die Grünen)
    Zentrum Liberale Moderne, Parlamentarische Staatssekretärin a.D.
  • Robin Alexander
    Stellvertretender Chefredakteur der "Welt"
  • Ob Deutschland einen sofortigen Lieferstopp für Gas, Öl und Kohle aus Russland verkraften könnte – darüber gehen in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft die Meinungen auseinander. Bundeskanzler Olaf Scholz warnte am vergangenen Sonntagabend: „Wenn von einem Tag auf den anderen diese Importe ausblieben, würde das dazu führen, dass ganze Industriezweige ihre Tätigkeit einstellen müssten.“ Ist dieses Szenario wahrscheinlich? Was bedeutet es, dass die Bundesregierung erstmals die Frühwarnstufe des „Notfallplan Gas“ ausgerufen hat? Und: Wie würde sich ein schnelles und vollständiges Energie-Embargo auf Putins Krieg auswirken?

    Link zur Sendungsseite
    Link zum Gästebuch

    Pressestimmen

    WELT
    TV-Kritik „Anne Will“
    „Wir müssen aufhören, die Kriegskasse von Putin zu füllen“

    Von Barbara Manhart
    Unter dem Eindruck der grauenhaften Bilder aus Butscha diskutierten die Gäste bei Anne Will, was Deutschland nun tun soll. Ein Energie-Embargo lehnten sowohl der SPD- als auch der CSU-Chef ab. Die Grünen-Politikerin Marieluise Beck dagegen war für einen „kurzen, harten Schnitt.“

    Mit gefesselten Händen, schwarz angelaufenen Fingern, Händen und Gesichtern liegen sie auf dem nassen Asphalt. Menschen, die ihre Augen nie wieder öffnen werden. Die Straßen von Butscha, einem Ort unweit von Kiew, sind bedeckt mit den Leichen von Zivilisten. Es ist der Tag der grauenhaften Bilder.

    Getötet wurden diese Menschen von russischen Soldaten, die ebenfalls verantwortlich sind für viele weitere Gräueltaten. Berichtet wird unter anderem über Vergewaltigungen und Missbrauch von Mädchen und Frauen. Weit entfernt von dieser grauenhaften Realität wird in Deutschland immer noch über ein mögliches Energie-Embargo diskutiert.


    FAZ.de
    TV-Kritik „Anne Will“
    Von der Moral sprechen wir später

    Von Claudius Seidl
    Wann, wenn nicht jetzt? Bei Anne Will ging es um die Frage nach dem Öl- und Gasembargo gegen Russland. Kämpferisch waren die Frauen. Und sie hatten auch die besseren Argumente als die Vorsitzenden von SPD und CSU.

    Nein, von Moral war kaum die Rede an diesem Sonntagsabend bei Anne Will, wo sechs Menschen, anfangs zumindest, auch vom Krieg in der Ukraine sprachen und von dem Entsetzen über die Bilder der Leichen aus Butscha – deutsche Menschen, die sich selbst und einander doch so gerne bescheinigen, dass sie vor lauter Moral so oft fürs politische Denken keine Kraft mehr haben.

    Aber das moralische Problem, die Frage, ob die, die jahrelang die vermeintliche Friedensdividende genossen haben, bezahlbare Preise für Energie und Rohstoffe, ob die Deutschen also jetzt einen Teil dieser Profite zurückzahlen müssten, um die, auf deren Kosten das alles ging, zu unterstützen und vielleicht zu retten – die Frage also, ob Deutschland schon moralisch verpflichtet wäre zu einem Öl- und Gasembargo: Diese Frage wurde leider nicht gestellt. Und womöglich hätten der bayerische Ministerpräsident und der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei diese Frage auch gar nicht zugelassen. Oder sie als emotional und weltfremd zurückgewiesen.

    t-online.de
    Ukraine-Talk bei "Anne Will"
    Grünenpolitikerin stellt sich bei Gas-Embargo gegen SPD-Chef

    Von Von Peter Luley
    Sofortiges Energie-Embargo gegen Russland? Zu dieser Frage bildeten sich bei "Anne Will" bemerkenswerte Allianzen: Eine Grüne und eine Wirtschaftsweise votierten dafür, SPD-Chef Lars Klingbeil und CSU-Chef Markus Söder vereint dagegen.

    Anne Will wollte ohnehin über die Frage diskutieren, ob Deutschland sofort den Import von russischem Öl und Gas stoppen sollte – durch die gestern bekannt gewordenen Gräueltaten der russischen Armee in Butscha gewann das Thema noch zusätzliche Brisanz.

    Am engagiertesten sprach sich die Grünen-Politikerin Marieluise Beck, gerade von einer viertägigen Kiew-Reise zurückgekehrt, für diese radikale Maßnahme aus. "Wir müssen aufhören, die Kriegskasse von Putin zu füllen", forderte sie und machte sich zugleich dafür stark, "endlich den Himmel über der Ukraine zu schließen". Wenn die Nato das nicht tun wolle, müsse eben die Ukraine selbst durch Lieferung von Flugzeugen und modernen Luftabwehrsystemen dazu in die Lage versetzt werden.


    3014 Kommentare und Antworten

    Die "Rohfassung" ergab 566 DIN-A4 Seiten. Nachden die heiße Luft (Leerzeilen hauptsächlich aus Odradeks Beiträgen), rausgelassen war, blieben 342 Seiten übrig

    Seite 29
    Günter K schrieb am 02.04.2022 14:34 Uhr:
    MLM welche Nation wurde denn schon für ihre Kriegsverbrechen verurteilt ? Die Geschichte wird nur von den Siegern geschrieben.......und bestimmt !!!
      Marie Luise Müller schrieb am 02.04.2022 15:55 Uhr:
      Nürnberger Gericht wurde Deutschland nicht allseitig aber vielfach verurteilt.
      Eva Müller schrieb am 02.04.2022 17:23 Uhr: - - ZENSIERT - -
      ... und was ist mit den vielen Kriegsverbrechen nach 1945, angefangen beim Atombombenabwurf über Japan, Vietnamkrieg und Napalmeinsatz, "Colateral Murder" und Abu Ghraib im Irak sowie weit über 50 Andere? Wer ist dafür verurteilt worden? Ist überhaupt schon mal Anklage erhoben worden?
      Hat sich überhaupt schon mal jemand getraut dafür Anklage zu erheben?
      EllaRosa schrieb am 02.04.2022 18:09 Uhr:
      Frau Müller, warum will die EU, Ursula v.d.L den Nürnberger Kodex abschaffen? Wer hat/muß heutzutage Angst/haben und warum?

    Seite 38
    Karl Machhold schrieb am 02.04.2022 21:45 Uhr: - - ZENSIERT - -
    Ist zwar schon 8 Jahre her, aber immer noch aktuell gerade als Grund für diesen Krieg: https://youtu.be/qwqAWCZvhx4
    Mr. Wissen²Go in seiner Analyse dazu:
    „Rechtsextreme Kämpfer, die russische Menschen foltern, ja das gibt es. Aber ein vergleichsweise kleines Problem wird dadurch zu etwas deutlich Größerem gemacht. Aufgebauscht. Die Frage ist: Wie reagiert man darauf am besten?“
    Nach ihm erst mal gar nicht bis der Krieg zu Ende ist. Na, ist das nicht toll ? Da muss man ja ein Gemüt wie ein Fleischerhund haben. Versetzen Sie sich mal in die Situation dieser Russen, die schon durch Faschisten im 2.WK Angehörige verloren haben! Was die wohl empfinden? Aber das ist natürlich nur aufgebauscht. Man muss sich als Deutscher schämen wie das banalisiert wird!!!
    Seite 40
    Karl Machhold schrieb am 02.04.2022 23:38 Uhr: - - ZENSIERT - -
    Wie sich die Zeiten ändern. Da wird auf Seite 38 gegen 21:45 Uhr bei Anne Will ein Filmchen von Anne Will von 2014 über die Faschisten in der Ukraine nicht mehr veröffentlicht. Schöne „Meinungsfreiheit“!
    https://youtu.be/qwqAWCZvhx4

    Seite 46
    Westcoast schrieb am 03.04.2022 11:42 Uhr:
    Sieht man die grausamen Bilder getöteter Zivilisten, darunter Frauen und Kleinkinder, auf den Straßen aus den Gebieten, die von der ukrainische Armee nun vom russischen Aggressor zurück erobert wurden, so ist es nur umso beschämender, wie sich Menschen in Deutschland wegen ein paar kleinen Einschränkungen und Wohlstandverlusten ins Hemd machen und immer noch nicht bereit sind ein totales Rohstoffembargo gegen Russland zu verhängen.
      H.L. schrieb am 03.04.2022 14:19 Uhr: - - ZENSIERT - -
      Was für eine Heuchelei, die die Verbrechen der Faschisten vom Asow völlig ignoriert. Asow -Zentrale seit Jahren in Mariupol in der Ostukraine. Über 14000 Opfer gab es da seit 2014.
      https://www.blick.ch/ausland/dauerkonflikt-in-ostukraine-un-erhoeht-opferzahl-deutlich-id17140400.html
      Die Minsker Abkommen wurden von der Ukraine torpediert, weil sie die Volksrepubliken Donezk und Luhansk, die aus Referenden entstanden, nicht anerkannt haben.
      Z.Zt. gibt es die meisten Opfer in Mariupol. Da kämpfen die Asow-Faschisten auf ukrainischer Seite. Man sieht da sehr viele Häuser mit kaputten Fenstern und verbrannten Hauswänden, aber ohne Zerstörungen durch russische Granaten. Asow-Söldner nahmen Zivilisten als Schutzschilde, schossen mit Panzerfäusten aus den Wohnungen und setzten sie so in Brand. Das sieht man in allen ARD- und ZDF-Nachrichten aus Mariupol.
      „totales Rohstoffembargo gegen Russland“ und dafür „umweltfreundliches + preiswertes“Frackinggas aus den USA? Wie krank muss man da sein?

    Seite 176
    Robert Kroiß schrieb am 04.04.2022 12:40 Uhr: - - ZENSIERT - -
    Abgesehen von dem widersprüchlichen Unsinn, den Frau Beck in ein paar Worten zum besten gab.
    „Putin ist zu allem bereit (demnach auch zum Einsatz von Atomwaffen?!), Putin ist nicht zu bremsen (also an der ukrainischen Grenze zu den EU-Ländern?!). Wir müssen Putin ernst nehmen!“
    Dann Waffenlieferungen und eine Flugverbotszone zu fordern grenzt an Irrsinn hoch 3! Wenn wir dann aktive Kriegspartei geworden sind, hilft der Ukraine und uns WER?! Wohin flüchten wir dann alle?!
    Aber der Gipfel war für mich das schamlos süffisante Lächeln dieser emotionalen und empathischen Frau, als sie sich nach Klingbeils Aussage zu Waffenlieferungen und ihrer Aussage: „dann wird sich ja Montag, Dienstag viel bewegen (ab ca. Min. 40:00)“ Zustimmung heischend Robin Alexander zuwandte!
    Ich habe selten soviel widersprüchlichen Unsinn innerhalb von ein paar Minuten gehört!
    Seite 177
    Anette Beuter schrieb am 04.04.2022 12:40 Uhr:
    Ich komme erst heute dazu, muss es aber unbedingt noch schreiben. Marieluise Beck hat mich sehr beeindruckt. Ihre Argumentation war so eindringlich und überzeugend wie alles andere beschämend ist. Angesichts der Bilder und Tatsachen. Ein sofortiges konsequentes Handeln der Bundesregierung mit allen Mitteln muss erfolgen um den Krieg so schnell wie möglich zu beenden. Das unentschiedene Reden und nach Ausflüchten suchen ist wirklich kaum zu ertragen. Natürlich wird es Konsequenzen für uns in Deutschland haben. Wirtschaftliche sicher und soziale auch. Die sind sowieso zu erwarten. Trotzdem dürfen wir uns der Verantwortung nicht entziehen, sonst machen wir uns mitschuldig.
      Klaus Winkler schrieb am 04.04.2022 12:58 Uhr: Ich lehne dieses Gerede von Verantwortung und Schuld
      - angesichts der zahlreichen weltweiten Kriege komplett ab!
      Heinz schrieb am 04.04.2022 14:21 Uhr:
      Das ist immer das Gleiche, vor der eigenen Haustür möchten alle Schranken niederreißen, aber was weit weg passiert interessiert nicht die Bohne. Ich halte diese Doppelmoral bald nicht mehr aus, tut mir leid es ihnen so sagen zu müssen!

    Seite 177
    S.W. Kraft schrieb am 04.04.2022 12:47 Uhr:
    Gestern im Weltspiegel. Ein Situationsbericht aus Mariupol mit Interviews in der russischen Bevölkerung aus dem Ostteil der Stadt.
    Wovon mehrere tausend Ältere, Frauen mit Kindern, wie sie sagten von russischen Soldaten befreit über die Grenze nach Tagaurog in Sicherheit gebracht wurden. Um weiter in russischen Hinterland in RegiRegionen verteilt werden, die noch niemand kennt.
    Wir saßen tagelang in kalten Kellern ohne Informationen von außen, ohne Licht und ohne Wasser. Wir hörten nur Flugzeuge über uns und Bomben. Teile der Stadt wurden zerstört. Ukrainische Soldaten haben uns vorher noch gesagt wir sind jetzt Geiseln.
    Dagegen herrscht am Strand von Mariupol am asowschen Meer unter der Bevölkerung Urlaubsstimmung. Kaum zu glauben, aber man konnte es in Video sehen.
    "Die russische Armee bomben nicht auf Zivilisten".
    "Die ukrainische Regierung ist furchtbar. Sie versteht nicht was die Bevölkerung will", so die Ausagen in Interviews des Weltspiegel.

    Seite 194
    Wahrheitsucher schrieb am 05.04.2022 06:57 Uhr: - - ZENSIERT - -
    Russisches Kriegsverbrechen in Butscha
    Das russische Verteidigungsministerium bestreitet die Vorwürfe natürlich und meldet, dass die russische Armee Butscha schon am 30. März verlassen habe und spricht von einer ukrainischen Provokation. Natürlich muss man dem russischen Verteidigungsministerium nicht glauben.
    Wem man aber glauben sollte, ist der Bürgermeister von Butscha. Der hat vor einigen Tagen eine Videobotschaft gesendet und freudig gemeldet, der 31. März gehe in die Geschichte der Stadt Butscha ein, denn die Stadt sei befreit worden, die russische Armee sei abgezogen. Der Bürgermeister hat damit die Russen bestätigt.
    Warum war der Bürgermeister so gut gelaunt, anstatt das Kriegsverbrechen anzuprangern, das die russische Armee begangen haben soll und das Kiew erst am 3. April, 4 Tage nach dem russischen Abzug, gemeldet hat. Warum brauchte man vier Tage, um das Kriegsverbrechen zu entdecken und zu melden, bei dem die Toten auf der Straße lagen?
    https://youtu.be/ItpCmtDawhw
    Seite 209
    Wahrheitsucher schrieb am 05.04.2022 17:16 Uhr: - - ZENSIERT - -
    Heute früh 7 Uhr schrieb ich einen Beitrag zu den Vorgängen in Butscha, der nicht veröffentlicht wurde.
    Die Fakten:
    1. Abzug der russischen Truppen am 30.3.
    2. Freudige Videobotschaft des Butschaer Bürgermeisters zum Abzug tags darauf
    3. Vier Tage später von der Ukraine die Behauptung, die Russen hätten Kriegsverbrechen begangen, viele Tote auf den Straßen.
    Warum ist der Bmstr. in seiner Rede nicht auf die Verbrechen eingegangen, die da schon bekannt sein mussten?
    https://youtu.be/ItpCmtDawhw
    Sind diese Zusammenhänge, die überhaupt noch keinen Beweis für Kriegsverbrechen der Russen sind, zu unangenehm?
    Wo bleiben die vielgerühmten westlichen Werte einer Demokratie, dass bis zum Beweis die Unschuldsvermutung gilt? Stattdessen gibt es neue Sanktionen und Ausweisung von russischen Diplomaten. Sollte man aus den Erfahrungen mit ukrainischen Fakenews (Babtschenko, MH17…) nicht vorsichtiger mit Anschuldigungen sein? So eine Verfahrensweise kann diesen Krieg zu einem Weltkrieg eskalieren lassen.
    Seite 213
    Neumann schrieb am 05.04.2022 17:57 Uhr:
    Apell : Robert Kroiß S. 189 und 202 lesen.....

    Seite 189
    Robert Kroiß schrieb am 04.04.2022 18:43 Uhr:
    Einfach mal einem Amerikaner jüdischer Abstammung wie Selenskyj zuhören.
    https://youtu.be/vln_ApfoFgw
    Seite 202
    Robert Kroiß schrieb am 05.04.2022 13:02 Uhr:
    Will dann gerne nochmal was verlinken (eine Ukrainerin berichtet) und jede/r möge sich seine eigene Meinung dazu bilden:
    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-deutschen-wollen-den-krieg-in-der-ukraine-gewinnen

    Wer alle Kommentare ohne das lästige Weiterblättern lesen oder herunterladen möchte, bitte hier klicken

    Die Seitenzahlen in roter Schrift sind die aus dem Anne Will Gästebuch



    Sonntag, 18. August 2019

    Wolfgang Effenberger Vortrag - Machterhalt durch Geschichtsmanipulation


    Thema:

    Machterhalt durch Geschichtsmanipulation -
    Wolfgang Effenberger (Vortrag Regentreff 2018)



    NuoViso.TV
    Am 06.12.2018 veröffentlicht

    Wir alle kennen die historischen Fakten, welche zum Ersten und später zum Zweiten Weltkrieg führten. Oder doch nicht? Der Historiker und Autor Wolfgang Effenberger zeigt mit diesem Vortrag, dass unser geschichtliches Wissen über die letzten 100 Jahre lediglich die Oberfläche ankratzt.

    Wer wie Wolfgang Effenberger etwas tiefer in die Materie eintaucht, stößt schnell auf die Drahtzieher im Hintergrund, welche anhand von historischen Fakten und Aufzeichnungen klar benannt werden können. Es zeigt auch, dass eine langfristige Planung statt Zufall bei der Entstehung beider Weltkriege im Vordergrund standen. Dieser Vortrag könnte Ihnen helfen, wesentliche historische Ereignisse durch mehr Detailwissen in einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

    Jetzt Kanal Mitglied werden und alle Vorteile nutzen:
    https://www.youtube.com/channel/UCPOm...

    Kategorie Nachrichten & Politik

    Kommentare

    F. Seger
    Der Krieg, der viele Väter hatte von Rhonhof lesen! Auch da fällt einem die Kinnlade runter!

    Durchblick
    Extrem guter Vortrag. Vielen Dank für diese einzigartige tiefe Recherche!

    ruhrradweg
    Ein Bekannter von mir hat das Buch des Ex-Generals Schulze Ronhof "Der Krieg der viele Väter hatte" gelesen. Dabei hat er Magenschmerzen bekommen so groß und infam sind die Lügen mit denen wir alle aufgewachsen sind. Beispielsweise haben die Alliierten bei den Nürnberger Prozessen eine Version des Kriegsverlauf aus ihrer Sicht vorgebracht. Die BRD mußte sich verpflichten, diese Version als "Gesetz" anzuerkennen. In den jeweiligen Kultusministerien der Bundesländer wird nach diesem "Gesetz" der Inhalt dieser Version unseren Kindern in die Köpfe gehämmert. Immer und immer wieder.

    Klaus Rhodes
    Leider konnte man nicht, die wahren Protagonisten benennen, da dies in Deutschland verpönt, wenn nicht gar verboten ist!!! Ich empfehle das Buch :Wahrheit sagen -Teufel jagen!!! Von Gerard Menuhin, selbst Jude und Sohn des jüdischen Jahrhundertgeigers Y.Menuhin!!! Dieses Buch gibt es als kostenlose pdf-Datei im Internet und hier auf YouTube als Hörbuch (Kanal :punxsutawney)!!! Jeder sollte das lesen!!! Nur durch Wahrheit, haben wir eine Zukunft!!!


    Hier findet man alle Teile des Hörbuchs
    Der Blogbetreiber

    Ma Ja
    Frieden in Europa nur mit Russland im Verbund.............gerade um das zu verhindern , wurden UN NATO und EU ja gegründet !!!

    katja katja
    WIR , die dummen Schafe, lassen uns vor den Karren der Finanz-und Waffenwölfe spannen.
    Leider

    Achimov
    hai, eine weltregierung wird nicht von kriminellen unterwandert - sie wird von ihnen gergründet...
    gruß A.

    Zahnrad im System 2019
    Leider müssen solche Leute immer aufpassen, dass sie nicht entsorgt werden. Die werden irgendwann zu gefährlich

    Clark Griswald
    Wir werden hier alle verarscht, seit Jahrhunderten....Von Freimaurern/Illuminaten und Zionisten!!!

    Dr. Penguin
    Darum endlich "Wahrheit sagen Teufel jagen" lesen und die Bücher von Wolfgang Eggert "erst Manhattan dann Berlin" ...

    Donnerstag, 15. August 2019

    Wladimir Putins kürzeste Rede

    Nachtrag 15.08.2019, 21:35 Uhr
    Die Echtheit kann nicht garantiert werden, der Text wurde mir zur Veröffentlichung zugesandt.
    Eine schnelle Recherche brachte kein eindeutiges Ergebnis

    Hier eine bemerkenswerte Rede von Putin.
    Welcher deutsche Politiker würde sich sowas zu sagen trauen?



    „Lebt in Russland wie Russen! Jede Minderheit, gleichgültig, woher sie kommt, muss, wenn sie in Russland leben, dort arbeiten und essen will, Russisch sprechen und das russische Gesetz respektieren.

    Wenn Sie das Gesetz der Scharia bevorzugen und das Leben von Muslimen führen wollen, raten wir Ihnen, dorthin zu gehen, wo es Staatsgesetz ist.

    Russland braucht keine muslimischen Minderheiten. Die Minderheiten brauchen Russland, und wir werden Ihnen keine besonderen Privilegien gewähren oder unsere Gesetze zu ändern versuchen, um Ihre Wünsche zu erfüllen, egal, wie laut sie "Diskriminierung" schreien.

    Wir werden keine Missachtung unserer russischen Kultur dulden.
    Wir sollten besser aus dem Selbstmord der USA, Großbritannien, Niederlanden, Deutschland und Frankreich eine Lehre ziehen, wenn wir als Nation überleben wollen. Die Muslime sind dabei, diese Länder zu erobern.

    Die russische Lebensart und Tradition ist nicht vereinbar mit dem Kulturmangel oder dem primitiven Wissen des Gesetzes der Scharia und der Muslime.

    Wenn unsere ehrenwerte gesetzgebende Körperschaft in Erwägung zieht, neue Gesetze zu schaffen, sollte sie zuallererst das Interesse der russischen Nation im Auge haben, in Anbetracht der Tatsache, dass muslimische Minderheiten keine Russen sind.“


    Die Politiker der Duma gaben dem russischen Präsidenten Wladimir Wladimirowitsch Putin eine fünfminütige stehende Ovation !

    Danke Willi für die Zusendung

    Samstag, 16. Februar 2019

    Die Lage bleibt also ernst, war aber nie hoffnungslos!

    Thema: Endzeitstimmung

    Ihr satanisches Psychogramm der Tötungslust bricht zusammen !


    Mechtild Berwald
    Am 06.02.2019 veröffentlicht

    " ........ Ebenso umsichtig und klug sollten diejenigen handeln, welche sich der linken Bewegung „Auf- stehen“ angeschlossen haben.

    Wenn sie dazu beitragen können, mutig das links - rechts - Schema als Spaltpilz der Nation zu überwinden und dazu, sich aufklärerisch für den National- staat als einzigen Garanten sozialer Gerechtigkeit zu engagieren; wenn sie außenpolitisch ein Bündnis Deutschlands mit Russland fordern und den trotzkistischen Kultur-Marxismus als psychischen Krankheitszustand erkennen, den die Psychologie längst als pathologischen Narzissmus ausgemacht hat und der mit einer sozialen Politik nicht das geringste -, jedoch mit Neofaschismus sehr viel zu tun hat; wenn sie die elende trotzkistische Polit-kanaille in den eigenen Reihen überwinden, die 007-Puschergruppen antideutschen Hasses, dann wird es auch viele Gesprächsebenen zwischen den Anhängern Wagenknechts und Höckes geben können. Und es werden diejenigen falschen Fuffziger in den jeweils eigenen Reihen neutralisiert, die in beiden Bewegungen unbedingt Linke und Rechte zum tödlichen Schaden Aller - der Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund wie der legalen wie illegalen Migranten - aufeinanderhetzen wollen.

    Davon wird in nächster Zeit viel innerer Friede in Deutschland und in jedem selbst abhängen.

    Die Lage bleibt also ernst, war aber nie hoffnungslos!

    Kategorie Soziales Engagement

    Kommentare

    Greta Boubaker
    Es muss ein neues NÜRNBERG hier, alle kriminellen Politiker und Satanisten müssen die höchste Strafe bekommen und dürfen nicht entkommen.

    Ralf Bachmann
    Eine gute Zusammenstellung von Informationen, Gott mit uns, WWG1WGA!

    Helga Kleemann
    Hoffe das bald unsere Altparteien,Die Regierungszeit vorbei ist! Die von der Altparteien sind höchst Wahnsinnig geworden mit ihren Multikulti Wahn.

    matthias belser
    Liebe Mechtild, wie kann es sein das man die komplette Geschichte der letzten 100 Jahren in frage stellt, aber bei der von Siegermächten aufgestellten geschichte von 1933 bis 45 nicht den geringsten zweifel hegt? Ist das womöglich die perverse Lust der Selbstgeiselung? Die Sieger schreiben die Geschichte und der Dumme glaubt sie.

    Ernst Huber
    Wenn man das Volk fragen würde, eine vorhergehende gründliche Aufklärung auf allen Medien vorausgesetzt, dann würde man wissen dass wir endlich ein souveräner Staat sein wollen. Dann kann man weiterschaun und auf gleicher Höhe verhandeln. Frankreich und England haben den ersten und zweiten Weltkrieg angezettelt aus Neid. Die Engländer haben Dresden vernichtet und einige andere Städte, weil sie das deutsche Volk vernichten wollten. Und jetzt probieren die es wieder. Merkel Macron May und der Rest der deutschen Regierung sind eindeutig die neuen Deutschhasser! Schicken wir die mit Schimpf und Schande in die Wüste, aber vorher an den Pranger damit das Volk die von früh bis spät angespuckt und mit faulen Eiern beworfen werden können. Also auf deutsches Volk, aber erst mit den Mitteln der echten Demokratie damit kein Bürgerkrieg (was diesen Verräter in die Hände spielen würde) ausbricht. Ab in die gelben Westen und gegen die Verräter am deutschen Volk. Einschließlich der Antifa, die von unseren Steuergelder finanziert werden.

    Montag, 30. Juli 2018

    Bundesregierung und Geheimdienste haben immer noch keine Beweise

    Thema: Skripal

    Bundestagsabgeordnete:
    Geheimdienste haben keine Beweise für russische Rolle bei Skripal-Anschlag

    Das Versäumnis der Bundesregierung, Beweise für Russlands angebliche Verwicklung in den Skripal-Fall vorzulegen, zeigt: Weder deutsche noch britische Geheimdienste haben etwas gegen Moskau in der Hand. Das meint Heike Hänsel, Bundestagsabgeordnete von Die Linke.

    Westliche Medien und Politiker nutzen immer noch jede Gelegenheit, Moskau für die Vergiftung des ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und seiner Tochter Yulia im März verantwortlich zu machen. Die Beteuerungen deutscher Behörden, sichere Informationen von Verbündeten erhalten zu haben, dass Russland darin verwickelt wäre, hinterfragt nun auch die Abgeordnete Heike Hänsel. Im Interview mit der Tageszeitung Junge Welt bemerkte sie, dass die Anträge sowohl von ihr wie schon zuvor von ihrer Kollegin Sevim Dağdelen auf Beweise für den Vorwurf unbeantwortet blieben. Und zwar offenbar selbst im Geheimschutzraum gegenüber dem gerade für besonders sensible Informationen eigentlich vorgesehenen Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr) des Bundestages.

    Mehr zum Thema - Lebensgefährte verstorbener Britin aus Amesbury: Fläschchen mit Nowitschok an Freundin geschenkt

    "Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen hat die Bundesregierung gegenüber dem Bundestag Antworten auf parlamentarische Anfragen zum Giftanschlag im britischen Salisbury und zu den damit begründeten schweren diplomatischen Konsequenzen zwischen NATO-Staaten und Russland abgelehnt", so Hänsel und fügte im am Samstag veröffentlichten Interview hinzu:
    Bisher [besitzen] weder die britischen noch die deutschen Geheimdienste Belege einer behaupteten russischen Verantwortung für den Anschlag im März dieses Jahres.
    Auf die jüngste Anfrage der Linksfraktion reagierte die Bundesregierung nur formell und zurückhaltend. Darin heißt es, dass die angeblichen Beweise nicht freigegeben werden können, da die fraglichen Daten klassifiziert sind. Merkels Regierung beteuerte jedoch, dass die britische Seite nach Berlin durchaus einige Details mitteilte. Darunter solche über Londons Entscheidung, Russland die Schuld zu geben, und ihre Behauptung, dass keine andere Erklärung plausibel schiene. Eigene Informationen zu den laufenden Ermittlungen lägen der Bundesregierung nicht vor, so das Auswärtige Amt in seinem Schreiben vom 20. Juli, schreibt die Junge Welt.

    Im Juni kam der Forschungs- und Dokumentationsdienst des Deutschen Bundestages zu dem Schluss, dass Moskau bei der Untersuchung des Skripal-Falles keine internationalen Normen verletzt hat. Der Agenturbericht des Deutschen Bundestages schloss sich dem Tenor an, wonach Berlin keinen einzigen Beweis dafür erhalten habe, dass Russland hinter dem Anschlag Anfang März stecken könnte.

    Russland hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und sich darüber beschwert, dass die Ergebnisse der Untersuchung geheim gehalten wurden. Der russische Gesandte in Großbritannien hat mehrfach gesagt, dass London während der Untersuchung sogar versucht habe, Beweise zu "vernichten". Auch die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) hat unterdessen keine Verbindungen herstellen können, um aufzeigen zu können, dass das Nervengas, mit dem die Skripals vergiftet worden sein sollen, aus Russland kam.

    Quelle: RT-Deutsch

    Freitag, 29. Juni 2018

    Dr. Rainer Rothfuß zur CSU und zu Russland

    Thema: verordnete Meinung


    Friedensaktivist Dr. Rainer Rothfuß zur CSU:
    "Wer das glaubt, der muss noch einiges dazulernen…

    Dr. Rainer Rothfuß ist Friedensaktivist durch und durch. Schon seit Jahren setzt er sich für die Völkerverständigung zwischen Deutschland und Russland ein und organisiert im Druschba-Verein bereits seit drei Jahren die Friedensfahrt nach Moskau. Politisch engagiert war Rothfuß lange Jahre in der CSU und kandidierte 2011 sogar als Oberbürgermeister in der Stadt Lindau.

    Nach dem kurzen regional-politischen Intermezzo war Rothfuß vollkommen desillusioniert. Lange hat er nicht mehr an eine echte politische Wende geglaubt, nun möchte er sich in einer anderen Partei engagieren und mitgestalten. Jasmin Kosubek hat den Friedensaktivist in Lindau besucht und über seine Beziehung zu Russland und Deutschland gesprochen.


    Quelle: RT-Deutsch

    Mittwoch, 17. Mai 2017

    Ex-Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam im Gespräch über die öffentliche Berichterstattung

    Thema: Öffentlich-Rechtlich

    Ex-ARD-Redakteur Bräutigam über die Tagesschau:
    „Die Mängel sind institutionell“

    Der langjährige Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam hat bereits über 200 Programmbeschwerden auf Grund der seiner Meinung nach zu tendenziösen ARD-Berichterstattung verfasst. Im Gespräch mit RT Deutsch Redakteur Kani Tuyala spricht er über seine Motivation und über Medien als Herrschaftsinstrument.

    Der ehemalige Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam im Gespräch mit RT Deutsch Redakteur Kani Tuyala

    Der langjährige Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam hat bereits über 200 Programmbeschwerden auf Grund der seiner Meinung nach zu tendenziösen ARD-Berichterstattung verfasst. Im Gespräch mit RT Deutsch Redakteur Kani Tuyala spricht er über seine Motivation und über Medien als Herrschaftsinstrument.

    Er sieht weniger ein individuelles Versagen als grundsätzliche Mängel im modernen Mediensystem.


    Der ehemalige Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam im Gespräch mit RT Deutsch Redakteur Kani Tuyala

    Der langjährige Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam hat bereits über 200 Programmbeschwerden auf Grund der seiner Meinung nach zu tendenziösen ARD-Berichterstattung verfasst. Im Gespräch mit RT Deutsch Redakteur Kani Tuyala spricht er über seine Motivation und über Medien als Herrschaftsinstrument.

    Er sieht weniger ein individuelles Versagen als grundsätzliche Mängel im modernen Mediensystem.

    Kategorie Nachrichten & Politik
    Lizenz Standard-YouTube-Lizenz

    Mittwoch, 26. April 2017

    Uniper, ENGIE, OMV, Shell und Wintershall unterzeichnen Finanzierungsvereinbarungen mit der Nord Stream 2 AG,

    Thema: North Stream 2

    Uniper investiert eine Milliarde Euro
    Deutscher Versorger unterstützt Gazprom

    Düsseldorf/Paris/Moskau. Mehrere europäische Konzerne, darunter auch der deutsche Versorger Uniper, wollen dem russischen Gasgiganten GaZprom bei der Finanzierung der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 unter die Arme greifen. Damit wird eine wichtige Hürde für das Projekt aus dem Weg geräumt. Neben Uniper wollen auch Wintershall, Shell, OMV und Engie für je 950 Millionen Euro und damit jeweils rund zehn Prozent der Kosten für das Milliarden-Projekt einstehen, wie sie gestern in Paris weiter erklärten. Gazprom sprach von einem Zeichen westlicher Unterstützung für das Projekt. Die Pipeline Nord Stream 2 soll Erdgas von Russland durch die Ostsee bis nach Deutschland leiten.

    Uniper selbst prüft,"einen Partner ins Boot zu holen", teilte das Unternehmen zudem mit. Für etwa 30 Prozent der Finanzierung werde Uniper Mittel zur Verfügung stellen, die von der Nord Stream 2 AG voraussichtlich 1m ]ahr 2017 beansprucht würden. Der verbleibende Finanzierungsanteil von 70 Prozent solle über eine „gemeinsame Projekttinanzierung“ abgedeckt werden. Uniper prüfe darüber hinaus „mögliche Strukturen zur Beteiligung eines Partners“. rtr

    Quelle: WP 25.04.2017 und DGAP-News

    Donnerstag, 19. Januar 2017

    Warum ist Merkel gegen Donald Trump? - Ein Beitrag von Willi Wimmer

    Thema: Neuer US-Präsident

    Willy Wimmer:
    Warum ist Merkel gegen Trump der „nicht wie die Bushs, Clintons, Obamas die Welt in Schutt und Asche legen will?“

    "Man kann es nicht glauben. Jetzt besteht die Chance, mit Präsident Trump einen amerikanischen Präsidenten im Amt zu haben, der nicht wie die Clintons, Bushs und Obamas die Welt in Schutt und Asche legen will und Frau Dr. Merkel will es wie gewohnt? - Europas und Berlins willige Vollstrecker, die eine amerikanische Politik goutieren, die nichts, aber auch gar nichts mehr mit der Politik des angeblich so "freien Westens" zu tun gehabt hat?," schreibt CDU-Urgestein Willy Wimmer.

    Man möchte den Streithähnen in Washington zurufen, dass es reicht. An Bigotterie sind die Auseinandersetzungen, die sich nach dem, was die Amerikaner als „Wahl“ zum Amt des Präsidenten bezeichnen, ohnehin nicht zu überbieten.

    Eigentlich liegt nach allen Beschwerden, die zu Recht über die deutschen Staatsmedien vorgebracht werden können, das zentrale Versäumnis diesmal darin, nicht in voller Länge und ausreichender deutscher Übersetzung die Anhörungen aus dem Kongress über die Nominierung von künftigen Kabinettsmitgliedern im Fernsehen hier übertragen zu haben. Dann hätte sich jeder hier ein eigenes Urteil über die Fehlentwicklung der Vereinigten Staaten und des Westens ganz allgemein machen können. So wird die Bewertung dessen, was dort zu hören war, wieder den interessengesteuerten Kommentatoren überlassen. Denen hat es der mögliche neue amerikanische Präsident Trump bei seiner sogenannten Pressekonferenz knüppeldick mit auf den Weg gegeben. Sie seien die Produzenten von „Fake-News“ und die weltweite Zuhörerschaft wird ihm nicht nur bei dieser Bemerkung zugestimmt haben.

    Es wird sich allerdings dann, wenn er am 20. Januar 2017 die angesetzte Inaugurationsveranstaltung auf der Balustrade am Kapitol erreicht und übersteht, bald einer in diesem Zusammenhang für uns alle entscheidenden Frage ausgesetzt sehen. Wird er einer amerikanischen Politik abschwören, die seit der Explosion des Kriegsschiffes „Maine“ im Hafen von Havanna vor gut 130 Jahren über den Golf von Tonkin und den Yellow Cake des Präsidenten George W. Bush vor der Aggression gegen den Irak Lüge und Betrug zum Instrument einer Welteroberungspolitik zu machen, die mit dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges ihren Anfang genommen hatte?

    Gelegenheiten dafür gibt es genug, auch in einer Cyber-Welt. Niemand sollte vergessen, welche Rolle die CIA und andere amerikanische Dienste dabei gespielt haben, so etwas wie das Internet erst zu schaffen. Das macht man nur, um in der in den Vereinigten Staaten dominierenden Geisteshaltung der Manipulation Tür und Tor zu öffnen. Selbst wenn man sich dabei so angreifbar macht wie die Kandidatin Hillary Clinton.

    Heute regt man sich in Washington darüber auf, „gehackt“ worden zu sein. Dabei hat Frau Clinton während ihrer Zeit als Außenministerin durch das Verlassen geschützter Verbindungen und Nutzen privater Server alles unternommen, Täter einzuladen. Jedes Jahr findet eine Großkonferenz kundiger junger Leute des „Chaos Computer Clubs“ statt. Die hätte man befragen müssen, wenn wirklich Netz-Sicherheit oberste Priorität gewesen sein sollte. Wenn man sich eine Vorstellung von einer hervorragenden Pressekonferenz mit hohem Aussagewert machen will, kann sich jeder, der auf Qualitätsstandards Wert legt, einmal die Jahrespressekonferenz des russischen Präsidenten Putin ansehen. Auf Berlin braucht niemand zu blicken, weil dort noch nicht einmal das geliefert werden könnte, was wir bei dem president-elect Trump gesehen haben.

    Es wird noch heißer gegessen, als es gekocht wird.

    Zum Glück ging neben den dramatischen Abläufen in Washington völlig die Rede der deutschen Bundeskanzlerin in Brüssel anlässlich des Verleihung einer universitären Auszeichnung unter. Sie hat dort nicht mehr und nicht weniger angekündigt, dass die transatlantischen Beziehungen nicht immer auf dem traditionellen Niveau würden bleiben müssen. Ist das nach dem Widerstands-Meeting mit dem noch im Amt befindlichen amerikanischen Präsidenten Obama in Berlin Frau Dr. Merkels Kampfansage an den Präsidenten Trump?

    Man kann es nicht glauben. Jetzt besteht die Chance, mit Präsident Trump einen amerikanischen Präsidenten im Amt zu haben, der nicht wie die Clintons, Bushs und Obamas die Welt in Schutt und Asche legen will und Frau Dr. Merkel will es wie gewohnt? – Europas und Berlins willige Vollstrecker, die eine amerikanische Politik goutieren, die nichts, aber auch gar nichts mehr mit der Politik des angeblich so „freien Westens“ zu tun gehabt hat?

    Wir sehen doch alle, mit welchen Manipulationen auf höchster staatlicher Ebene der noch nicht im Amt befindliche Präsident Trump auf Konfrontations- und letztlich Kriegskurs gegen Russland gehalten werden soll. Dieser Mann geht nach allem, was wir aus den Vereinigten Staaten als „Hort der institutionalisierten Revolution“ kennen, ein so ungeheures Risiko gegenüber den McCains dieser Welt ein, das wir uns eigentlich danach fragen sollten, was auf dem Spiel für die Welt steht, wenn die McCains, Rubios und Grahams neben den Neocons die Oberhand gewinnen? Kommt dann zur nächsten Kriegs- und Umsturzkonferenz in wenigen Wochen Senator McCain nach München mit dem Satz auf den Lippen: “ War at our time“ und wird zum Dank dafür ins Berliner Kanzleramt eingeladen?

    Showdown zum G-20 Treffen im sommerlichen Hamburg?

    Derzeit wird in Washington mit System um den heißen Brei herumgeredet. Da werden Muskeln beschworen, die man eigentlich in Frage stellen muss. Zu Recht übrigens, denn die Welt hat sich mit Präsident Wladimir Putin verändert. Die Vereinigten Staaten haben es offenkundig als Hausrecht auf dem Globus angesehen, jedem anderen Gemeinwesen ihren Willen aufzuzwingen. Alleine vor diesem Hintergrund ist die Brüsseler Kampfansage von Frau Dr. Merkel an die Vereinigten Staaten mehr als bemerkenswert. Aber Russland hat deutlich gemacht, dass es zwei Dinge im Vordergrund sieht: Russland will selbst über sein Schicksal entscheiden und die Beziehungen zu anderen Staaten auf der Grundlage des Völkerrechts gestaltet wissen. Genau diese Position, die in Zusammenhang mit dem gegen Russland gerichteten Putsch in der Ukraine und in Syrien materiell unterfüttert worden ist, bedeutet für die USA in ihrem Versuch der Dominanz gegenüber Russland ein klares Signal: bis hierher und nicht weiter.

    Wenn europäische Regierungen die Aufgabe sehen würden, für die Belange ihrer Bürger verantwortlich zu sein, müsste ein Präsident Trump als einmalige Chance empfunden werden, aus dem Bild durch Europa vorpreschender US-Panzer an die Ostfront wegzukommen. Wir wollen keine amerikanische Kolonie sein, aber in Freundschaft mit dem Vereinigten Staaten leben und übrigens mit Russland auch. Die Signale, die die noch im Amt befindliche Bundeskanzlerin aussendet, beziehen unseren Untergang und nicht unsere gutnachbarschaftliche Zukunft ein. Das haben wir und die Menschen in Europa nicht verdient. Hamburg hat es für den möglichen Besuch eines Präsidenten Trump in sich. Dazu zählen nicht alleine die persönlichen Verbindungen, die der vielleicht nächste amerikanische Präsident Trump nach Hamburg hat.

    Darüber kann jeder im Netz das ein oder andere lesen.

    Hamburg hat gleichsam eine „amerikanische Vergangenheit“, die sich in berühmten Namen äußert. Hier ist intensiv an einem „Scharnier“ zwischen Deutschland und der „Neuen Welt“ gearbeitet worden und das zu einer Zeit, als das kaiserliche Deutschland eine Macht in Europa darstellte, die aus Gründen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, eines hohen Wissenschaftsstandards und Grundsätzen einer demokratischen Toleranz weltweit geachtet wurde.

    Natürlich war diese Macht mit Österreich-Ungarn verbündet, dessen in jeder Hinsicht fortschrittlicher Thronfolger in Sarajewo getötet wurde, um den Anlass für den Untergang des bekannten Europa zu bewerkstelligen. Das einstmals blühende Deutschland wurde über Versailles in Verbrecherhand gegeben. Bei George Friedman kann man sich über die Hintergründe schlau machen, wie man so etwas bewerkstelligt. Für ein Treffen der wichtigsten politischen und globalen Repräsentanten konnte man keinen besseren Platz für ein Treffen als Hamburg finden, wenn man der Welt Hoffnung oder den Untergang in Aussicht stellen will. Nicht nur unter diesen Umständen ist ein amerikanischer Präsident mit dem Namen „Donald Trump“ in Hamburg mehr als willkommen.

    Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.

    Mit freundlicher Genehmigug von EpochTimes.de

    Freitag, 21. Oktober 2016

    Leserbrief auf Poroschenkos Artikel in der FAZ "Ende der Maskerade“

    Thema: Ukraine

    Antwort auf Poroschenko: „Ende der Maskerade“

    Unser Gastautor Zlatko Percinic schreibt dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko einen offenen Brief. Bei seinem heutigen Besuch in Berlin sprechen Poroschenko und die Vertreter des Normandie-Format über die Ukraine-Krise. Seine Sichtweise durfte Poroschenko in der FAZ darlegen. Hier die Antwort.

    Sehr geehrter Herr Präsident Poroschenko,
    Lange habe ich überlegt, wie ich auf Ihren Gastkommentar in der Frankfurter Allgemeine(FAZ) vom 13. Oktober 2016 reagieren sollte.

    Verschiedene Varianten standen theoretisch zur Verfügung. Einige davon machten wenig Sinn angesichts der wichtigen Botschaft, die Sie den deutschsprachigen Leserinnen und Lesern der FAZ übermittelt haben. Wieder andere, wie etwa die ansonsten in westlichen Demokratien - zu welcher Sie sich und Ihr Land bekanntlich bekennen und zählen - übliche Kommentarfunktion, wurde von der FAZ vermutlich wohlweislich deaktiviert.

    Es hätte ganz bestimmt einige sehr kluge Kommentare gegeben, einige, die dem zustimmen, was Ihnen Ihr Redenschreiber vorbereitet hat, und wieder einige - und da sind wir uns bestimmt einig -, die ganz und gar nicht mit dem Inhalt einverstanden gewesen wären und dementsprechend ihre Meinung ohne political correctness offen dargelegt hätten. Ja und das wäre sogar demokratisch legitim gewesen, gibt es ja in Deutschland diesen Artikel 5 im Grundgesetz, der den Bürgerinnen und Bürgern eine freie Meinungsäußerung garantiert.

    Aber keine Sorge Herr Präsident, noch gibt es da einen anderen Artikel, allerdings im Strafgesetzbuch, der Beleidigungen von ausländischen Staatsoberhäuptern oder deren Vertreter untersagt. Wie schon gesagt, die FAZ hat wohlweislich die Kommentarfunktion zu Ihrem Gastkommentar deaktiviert und dabei kurzerhand das vermeintliche Recht auf Meinungsäußerung gleich mit ausgeschaltet, aber natürlich nur zum Wohle der deutschen Bürgerinnen und Bürger, die sich möglicherweise etwas ungehalten geäußert hätten.

    Und selbstverständlich auch nur zu Ihrem eigenen Wohle. Nicht, dass Sie noch in der respektablen FAZ etwas lesen müssten, was Ihnen den Appetit auf den von Ihnen geschätzten, edlen Belugakaviar aus dem Kaspischen Meer vermiesen könnte.

    Erlauben Sie mir nun wieder, werter Herr Präsident Poroschenko, Ihre geschätzte Aufmerksamkeit auf den eigentlichen Grund dieses Schreibens zu richten: eine Antwort auf Ihren Gastkommentar. Vielleicht wird es sogar mehr als nur eine Antwort, eher etwas, was man eventuell auch als Gegendarstellung beschreiben könnte.

    Es gibt nur Weniges, wo ich Ihnen in Ihrer Darstellung der Lage im Donbass zustimmen könnte. Eigentlich sind es lediglich zwei Punkte: "Das Ende der Maskerade" und der "Krieg wütet" in der Tat trotz offiziellem Waffenstillstand weiter, und fordert wöchentlich seinen unausweichlichen Tribut ein. Bestimmt stimmen Sie mir zu, dass das nicht gerade die beste Ausgangslage ist, um sich dann off the records inhaltlich irgendwo in der Mitte zu einigen. Das würde aber bedeuten, dass der Privat- und Geschäftsmann Petro Poroschenko, eine gänzlich andere Sichtweise einnehmen müsste, als es der Präsident der Ukraine tut. An so eine Möglichkeit wollen wir nicht einmal ein Augenzwinkern lang denken, nicht wahr? Nein, das wollen wir ganz bestimmt nicht. Da ich Ihnen, geschätzter Herr Präsident, lediglich in zwei Punkten zustimmen kann, eröffnet sich mir ein unerwartetes Problem in meiner Gegendarstellung: wie soll sie denn nun aussehen? Soll ich jetzt etwa hingehen, und jeden einzelnen Punkt aus Ihrem Gastkommentar in der FAZ kommentieren und dokumentieren, mit dem ich (und mit Verlaub, eine Menge anderer Menschen auch) nicht einverstanden bin?

    Nein keine Bange, das würde den Rahmen des Möglichen und Zumutbaren sprengen und ganz nebenbei so viel Zeit in Anspruch nehmen, dass sich womöglich niemand mehr an Ihren Gastkommentar oder überhaupt daran erinnert, dass Sie, Petro Poroschenko, Präsident der Ukraine waren. Deshalb werde ich es etwas kürzer fassen. Ich hoffe, Sie werden es mir nicht übel nehmen.

    Es beginnt schon damit, dass Sie zwei unterschiedliche Begriffe benutzen, um das zu beschreiben, was im Osten der Ukraine geschieht. In diesem FAZ-Artikel verwenden Sie den Begriff "Krieg", welchen Sie auch sonst im internationalen Umgang verwenden. Zuhause aber sprechen Sie nicht von einem Krieg, sondern von einer Anti-Terror-Operation, oder eben ATO. Obwohl beide Definitionen am Ende des Tages das gleiche Resultat erzielen, nämlich Blutvergießen, wecken Sie mit den unterschiedlichen Definitionen auch unterschiedliche Assoziationen. Zufall? Mitnichten! Das ist und war so von Anfang an gewollt.

    Ich weiss, das war noch alles vor Ihrer Zeit als Präsident der Ukraine. Dennoch möchte ich gerne einigen der deutschsprachigen Leserinnen und Lesern, die Ihren Gastkommentar gelesen haben und vielleicht nun meinen Kommentar lesen, die Möglichkeit bieten, diese Sache mit der ATO etwas näher zu bringen.

    Nach dem Putsch in Kiew, der zur Flucht des korrupten, aber demokratisch gewählten Präsidenten Viktor Janukowitsch führte, kam für eine kurze Zeit eine Interimsregierung an die Macht. Vizeministerpräsident wurde Vitaly Yarema, der Mitte April 2014 stolz verkündete, "wir haben die Unterstützung der Vereinigten Staaten erhalten, dass sie uns nicht alleine mit einem Aggressor lassen."

    Damit meinte er die US-Unterstützung für die "Anti-Terror-Operation", die zur "Liquidierung von illegalen bewaffneten Gangs" Anfang April 2014 gestartet wurde. "Die Resultate dieser Aktion werde man in naher Zukunft sehen können", so Yarema weiter. Genau vor diesem "Resultat" fürchteten sich aber die Menschen im Osten der Ukraine, dem fruchtbaren und produktiven Donbass, wie die Bewohner von Slawjansk deutlich machten. Was sie damit meinten, soll am besten jeder für sich selbst hier oder hier nachsehen.

    Und dann die "grünen Männchen". Ja, das ist in der Tat ein PR-Coup allererster Güte! Diese "grünen Männchen" haben schon fast Kultstatus erreicht. Sie werden untrennbar mit dem Krieg in der Ukraine in Verbindung gebracht werden, vielleicht bleiben sie sogar als Überbleibsel für die nächsten Generationen hängen.

    Sie lassen sich einfach zu gut in jedes Märchen einbinden, da eine realitätsnahe Figur für den Zuhörer eher zu fassen ist, als es beispielsweise beim grünen Oger (französische Märchen) oder Leprechaun, dem grünen Kobold aus Irland, der Fall wäre. Was mich wirklich ein wenig amüsiert bei der ganzen Sache, ist der Mythos, den Sie und ihre westlichen Kollegen aus der sogenannten zivilisierten Welt um die "grünen Männchen" spinnen.

    Obwohl Sie ja eigentlich ausdrücken möchten, dass Ihrer Meinung nach russische Truppen in der Ukraine sind, verleihen Sie aber den "grünen Männchen" eine Aura der Unverwundbarkeit, machen aus ihnen Superhelden, wie es selbst die Marvel-Zeichner nicht besser tun könnten. Sie nehmen Ihnen, ohne einen einzigen Schuss abzufeuern, das größte Juwel, die Krim, ab, welches Ihre Vorgänger seit 2006 der NATO versprochen haben, indem sie sich lediglich der "Maskerade" entledigen mussten und "schleichen" sich über Nacht in den Donbass, um Ihre "Freiwilligenverbände" und Ihre Armee aus großen Teilen der Oblasten von Donezk und Lugansk herauszuwerfen.

    Etwas verwirrt mich, Herr Präsident.

    Mal sprechen Sie von "prorussischen Kämpfern", dann sind es "prorussische Söldner" und schließlich ist es sogar der Kreml, der den "Osten (Ihres) Landes militärisch angriff." Ich werde es etwas einfacher für Sie machen und nenne die Männer so, wie sie momentan zumindest organisiert sind und wie sie sich selbst auch bezeichnen: Novorossiya Armed Forces, oder NAF. Wenigstens sind aber Ihre Angaben zum Waffenarsenal eindeutig, welches Sie als größer als jenes der "deutschen Bundeswehr" halten. Ob diese Zahlen korrekt sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen.

    Da muss ich Ihnen einfach vertrauen. Allerdings kann ich zumindest etwas dazu sagen, woher diese Waffensysteme herkommen. Ein geringer Teil (Geräte zur elektronischen Kriegsführung, Überwachungsdrohnen, Munition, vereinzelte Artilleriesysteme aus überholten Lagerbeständen der russischen Armee, sowie sehr wenige moderne Luftabwehrsysteme wie z.Bsp. Pantsir-S1) wurde in der Tat von Russland geliefert, um sicherzustellen, dass sich das tief in die kollektive Psyche der Menschen im Donbass eingebrannte Odessa-Trauma vom 2. Mai 2014 unter keinen Umständen wiederholt. (Dass Sie Frankreichs Regierung unter Druck setzten, um dieses Video aus dem Verkehr zu ziehen, fand man übrigens nicht so toll)

    Der bei weitem größte Teil dieser von Ihnen angegeben Waffensysteme, stammt noch aus Depots - und in vielen Fällen sogar achtlos irgendwo verscharrt (sogar die New York Timesberichtete 2005 darüber) - der sowjetischen Armee, und was von fliehenden Soldaten der ukrainischen Armee erbeutet wurde.

    Aber der mit Abstand beste Teil aus Ihrem Gastkommentar in der FAZ ist der folgende Satz:

     "Sieht das in diesen Tagen nicht bekannt aus, wenn Russland versucht, dieses Szenario im Donbass zu wiederholen, indem es auf eine politische Lösung und Lokalwahlen vor allen anderen Schritten dringt?"

    Sehr geehrter Herr Präsident Poroschenko,

    ich muss gestehen, hier haben Sie mich aber sowas von überrascht. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich diesen Satz gelesen habe, war ich vollkommen davon überzeugt und habe es auch überall so erklärt, wo es jemand wissen wollte, dass der Präsident der Ukraine bei jeder sich bietenden Möglichkeit erklärt, Russland müsse das Abkommen von Minsk umsetzen. Sie haben es ja sogar im ersten Absatz selbst gesagt, beziehungsweise geschrieben:

    "Der Krieg wütet weiter, und es gibt vielfache Belege dafür, dass der Minsk-Prozess über Russlands ewige Maskerade strauchelt."

    Nicht dass Sie alleine mit dieser Meinung dastehen würden. Ganz im Gegenteil. Eigentlich sagen das alle Politiker und Staatschefs, mit denen Sie sich so in den vergangenen zwei Jahren getroffen haben. Insbesondere bei Vertretern der Europäischen Union, wie zum Beispiel der deutsche Europaabgeordnete der CDU Elmar Brok oder Barbara Lochbihler der Grünen, finden Sie immer wieder ein offenes Ohr mit solchen Behauptungen.

    Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde nicht müde zu betonen, dass es an Russland liege, dass der Minsk-Prozess "strauchelt", um hier Ihre Formulierung zu zitieren (es sei an dieser Stelle für die Leserinnen und Leser nur kurz erwähnt, dass es Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist, der in dieser Krise die Stimme der Vernunft der deutschen Regierung darstellt, und ohne dessen mäßigende Einwirkung wir heute vielleicht an einem anderen Punkt stehen würden).

    Nur heute, da Sie sich mit Kanzlerin Merkel, Ihrem russischen Amtskollegen Wladimir Putin (dem ebenso immer wieder jene geheimnisvollen Superheldenkräfte attribuiert werden wie den "grünen Männchen") und Frankreichs Präsident Francois Hollande im Kanzleramt in Berlin treffen, scheint es plötzlich nicht mehr so eindeutig zu sein, wer denn nun den Minsk-Prozess ins Straucheln gebracht hat.

    Stattdessen heißt es aus der Bundesregierung:

    "Im Mittelpunkt der Telefonate der Kanzlerin stand deshalb immer die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen zur Ukraine. Dabei ging es vor allem um die Stärkung des Waffenstillstands, die Entflechtung der Truppen und die notwendigen nächsten Schritte bis zu möglichen Kommunalwahlen in der Region Donbass. Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass Fortschritte sowohl in Sicherheitsfragen als auch in den politischen Fragen nötig seien."

    Ich glaube, geschätzter Herr Präsident, jetzt verstehen Sie, warum Sie mich so überrascht haben. Einerseits beharren Sie darauf, und das völlig zurecht, dass der 13-Punkteplan des sogenannten MinskII-Abkommens vom 12. Februar 2015 (interessanterweise hat die Bundesregierung nie eine Fassung des Minsk-Abkommens veröffentlicht, im Gegensatz zur französischen und russischen Regierung - Anm. des Autors) umgesetzt wird, das selbst der UN-Sicherheitsrat mit der Resolution 2202 hoch offiziell in Stein gemeißelt hat, andererseits kritisieren Sie aber nahezu im selben Atemzug Russland, weil es auf die Umsetzung desselbigen drängt. Ziemlich paradox das alles.

    Um es für Ihre wie auch meine Leserinnen und Leser etwas verständlicher zu machen, sollten zu diesem Minsk-Abkommen vielleicht noch ein paar Dinge erwähnt werden. Angefangen damit, dass der vereinbarte Waffenstillstand seit Monaten nur noch auf dem Papier existiert, wie Sie es ebenso korrekterweise genannt haben. Das Weitere sieht dann nicht minder düster aus, was die Umsetzung des Abkommens betrifft. Abzug von schweren Waffen, durch die OSZE zu beobachten und den Waffenstillstand zu "verifizieren"? Wurde anfänglich weitestgehend umgesetzt.

    Wie es nun mal leider oft so ist, wenn ein Konflikt etwas länger dauert als man es sich vielleicht vorgestellt hat, lässt das weitere Interesse an der Umsetzung irgendwelcher Abkommen deutlich nach. Nicht anders in Ihrer Ukraine, Herr Präsident. Seit mindestens Anfang August verifiziert die OSZE, dass die ukrainische Armee ihre schweren Waffen wieder in die verbotene Zone bringt, und sie auch entsprechend einsetzt. Der Einsatz von schweren Waffen durch die "Mitglieder der DPR/LPR" wie die OSZE die NAF nennt, wird ebenso dokumentiert.

    Politische Konsequenzen hatte diese Verifizierung durch die OSZE allerdings keine: beide Seiten und auch jeweils ihre Unterstützer zeigten lediglich mit dem Finger auf den Anderen, und das war’s. Nun könnte man vielleicht argumentieren, wie es auch sehr gerne einige Ihrer Diplomaten tun, erst müssten die anderen zeigen, dass sie es wirklich ernst meinen. Diese Interpretation der Sachlage gefällt zwar Ihren Unterstützern im US-Kongress und der Verhovna Rada in Kiew, ist in der Realität allerdings nicht umsetzbar.

    Wieso? Weil Sie damit von den Menschen im Donbass fordern, sich ohne jegliche Gegenwehr umbringen zu lassen, um Ihnen und Ihren Unterstützern beweisen zu können, dass sie es tatsächlich ernst meinen. Damit wären wir an genau der gleichen Stelle wie vor über zwei Jahren, als die Bewohner der ostukrainischen Stadt Slawjansk sich auf das vorbereitet haben, was Vize-Interimsministerpräsident Yarema damals angekündigt hatte: die "Liquidierung" derjenigen, die sich gegen die angreifende ukrainische Armee zur Wehr setzen.

    Ja, eine angreifende ukrainische Armee. Das würde man nur aus dem Begriff "Krieg" nicht unbedingt raushören können, welche Sie im Ausland und auch in Ihrem Gastkommentar verwendet haben. Aber bei dem Begriff, den Sie zuhause in der Ukraine verwenden, Anti-Terror-Operation (ATO), sieht das ganz anders aus.

    Es ist die Logik der Definition einer Anti-Terror-Operation, dass derjenige, der sie durchführt, auch derjenige sein muss, der Zeitpunkt, Mittel und Ziele definiert. Aus der Sicht der Menschen im Donbass also der Angreifer. Deshalb werden sie auch niemals die Waffen strecken oder sie gänzlich abziehen, solange sich Ihre Armee mit schweren Waffen in der verbotenen Zone befindet.

    Was mich schließlich zum vorletzten Punkt bringt. Wie weiter oben bereits erwähnt, monieren Sie, sehr geehrter Herr Präsident Poroschenko, dass Russland "auf eine politische Lösung und Lokalwahlen vor allen anderen Schritten" drängt.

    So wie Sie es formuliert haben, impliziert es eine völlig abstruse Forderung seitens Russlands. Dabei ist das lediglich eine Forderung, welche unter Punkt 12 des MinskII-Abkommens - unter dem Titel "Dezentralisierung der Ukraine" - klar formuliert ist und auch von US-Präsident Barack Obama zumindest offiziell gefordert wird. Eigentlich überflüssig zu sagen, geht dem Punkt 12 der Punkt 11 voran, von welchem niemand mehr etwas in Ihrer Regierung wissen möchte:

     "Durchführung einer Verfassungsreform in der Ukraine und Inkrafttreten einer neuen Verfassung bis Ende 2015. [Diese Verfassung muss] als Schlüsselelement eine Dezentralisierung (unter Berücksichtigung der Besonderheiten einzelner Gebiete der Oblaste Donezk und Lugansk) aufweisen, die mit den Vertretern dieser Gebiete abgestimmt ist, ebenso die Verabschiedung eines ständigen Gesetzes über den besonderen Status einzelner Gebiete der Oblaste Donezk und Lugansk in Entsprechung mit Maßnahmen, die in den Anmerkungen aufgeführt sind¹, bis zum Ende des Jahres 2015."

    Nicht nur, dass der vereinbarte Zeitpunkt bis wann diese Verfassungsänderung durchzuführen ist (Ende 2015) sich bald jährt, Ihr Parlament, die Verhovna Rada, weigert sich in aller Öffentlichkeit, dies auch zu tun. Parlamentspräsident und bekennender Nazi, Andriy Paruby, sagte ebenfalls, dass er die Minsk-Abkommen "nie unterstützt" hat und deshalb den Stuhl im National Sicherheitsrat der Ukraine verlassen musste.

    Selbst Oleksii Makeiev, Politischer Direktor in Ihrem Außenministerium, machte deutlich, dass es beim Minsk-Abkommen "nicht um Wahlen im Donbass geht, sondern um den Abzug russischer Waffen und Truppen." Genau die gleiche Meinung teilt übrigens auch Ihr Außenminister Pavlo Klimkin, der sich in einem Interview in der Sendung "Conflict Zone" der Deutschen Welle nicht gerade - mit Verlaub - mit Ruhm bekleckert hat.

    Herr Präsident,

    ich kann aber auch Ihre Sorgen vor den Nazis in Ihrem Land sehr gut nachvollziehen. Gerade erst hat das einst so von Ihnen gelobte Azow-Bataillon, welches 2015 zwar formell dem Innenministerium unterstellt wurde, sich aber immer das Recht vorbehielt, aus offiziellen Armeestrukturen zurückzutreten, sollte die Regierung in Kiew das Minsker-Abkommen im Donbass umsetzen, eine eigene Partei gegründet.

    Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, was für Sie jetzt schlimmer ist: die Tatsache, dass es in der Ukraine und somit in Europa 76 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wieder eine offizielle Nazipartei gibt, oder dass die Organisation (Azow), aus der diese Partei hervorgegangen ist, den Minsk-Prozess als "Kriegsverbrechen" wertet.

    Was Sie schließlich in den Augen der Nazis zu einem Kriegsverbrecher machen würde, sollten Sie die vorgesehene und vereinbarte Verfassungsreform im Donbass weiter vorantreiben. Vorübergehend brauchen Sie sich deswegen vermutlich keine Sorgen zu machen. Denn obwohl es ja Teil des Minsk-Prozesses und der gleichnamigen Abkommen ist, durch die UN-Resolution 2202 völkerrechtlich bindend geworden, haben Sie im Juni diesen Jahres einfach mal eine eigene Bedingung zur Umsetzung gestellt:

    Kompletter Waffenstillstand im Donbass, bevor Sie überhaupt an eine Verfassungsänderung denken würden. Und wenn man denkt, besser kann es gar nicht mehr kommen, haben Sie sich in Brüssel bei den "europäischen Partnern völliges Verständnis" dafür abgeholt. Da haben diese europäischen Partner bestimmt nicht mehr an die Kredite über 200 Millionen Euro gedacht, oder an die 97 Millionen Euro, die an Kiew überwiesen wurden, um die Dezentralisierung in der Ukraine voranzutreiben.

    Jetzt ist dann aber wirklich Schluss. Das ist der letzte Punkt, zu dem ich Ihnen bezüglich des Minsk-Prozesses etwas sagen möchte. Sie haben es sicherlich schon erraten, es geht um Punkt 10 des Abkommens, der Abzug von allen bewaffneten Einheiten vom Territorium der Ukraine:

     "Abzug aller ausländischer bewaffneter Einheiten und von [deren] Militärtechnik, ebenso von Söldnern, vom Territorium der Ukraine unter Beobachtung durch die OSZE. Entwaffnung aller illegalen Gruppierungen."
     
    Mit "Abzug aller ausländischer bewaffneter Einheiten" sind auch tatsächlich alle gemeint, und nicht nur "russische Waffen und Truppen", wie es etwa Ihr Außenminister Klimkin und sein Politischer Direktor Makeiev meinen. Nun, davon sind wir in etwa so weit entfernt, wie der Bär vom Fliegen.
    Sie wissen es ganz bestimmt Herr Präsident, in Ihrem Land tummeln sich regelrecht bewaffnete ausländische Einheiten. Amerikaner, Kanadier, Polen, Litauer, Letten, um nur einige der offiziell bekannten Einheiten zu nennen. Diese Einheiten verfügen sogar über einen eigenen Stützpunkt in der Ukraine, in Yavoriv, um genauer zu sein. Damit nicht genug. Ihrem eigenen Verteidigungsminister Stepan Poltorak wurde sogar ein "Berater" von Washington zur Seite gestellt, General a.D. John Abizaid.

    Damit sollte Ihr Verteidigungsminister in der Tat gute Ratschläge bekommen, wie man Angriffskriege zu führen hat. Immerhin führte General Abizaid Kommandos (heute würde man das vermutlich auch als ATO bezeichnen) in Grenada 1983, im Irak 1991 und Kosovo 1999. Die Krönung seiner Laufbahn war sicherlich als CENTCOM-Kommandeur von 2003 bis 2007, der Zeit also, als es im Irak so richtig schief lief. Wie auch immer, diejenigen, die ihn jetzt nach Kiew abkommandiert haben, werden sich schon was dabei gedacht haben.

    Sehr geehrter Herr Präsident Poroschenko,

    wie Eingangs schon erwähnt, gehe ich mit Ihnen konform, dass es Zeit für ein "Ende der Maskerade" ist. Nur gehen unsere Meinungen auseinander, bei wem. Und irgendwie scheinen das auch Ihre Wähler in der Ukraine ziemlich ähnlich zu sehen.

    mit freundlichen Grüßen,
    Zlatko Percinic

    Quelle: RT-Deutsch

    Sonntag, 2. Oktober 2016

    Protestierer vor dem Bundeskanzleramt fordern Politikwechsel in Deutschland

    Thema: Kalter Krieg

    Protest vor dem Bundeskanzleramt:
    Kriege und wirtschaftliche Ungerechtigkeit beenden

    Mehrere Tausend Menschen forderten heute in Berlin einen Politikwechsel in Deutschland. Im Mittelpunkt stand die Kritik an der militärischen Aufrüstung und der NATO. Aber auch Umweltpolitik und die Rechte der aus den Kriegsgebieten geflüchteten Menschen waren Themen.
    Am heutigen Samstag haben in Berlin mehrere Tausend Menschen gegen die aktuelle Politik der Bundesregierung protestiert. Zu der Kundgebung hatte der Journalist Ken Jebsen über soziale Medien mobilisiert. Von einer überdachten Bühne redeten vor dem Bundeskanzleramt zunächst Jebsen und der Musiker Owe Schattauer.

    Beide kritisierten die Aufrüstung in der Bundesrepublik und die Mitgliedschaft in der NATO. Insbesondere das Verhältnis zu Russland und der Syrienkrieg seien die Folgen einer verfehlten Wirtschaftspolitik, die auf den Raub von Ressourcen und den Machterhalt einer kleinen Elite angelegt sei, so Jebsen.

    Die Sprecher der Aktion "Es reicht" appellierten an die Bevölkerung, sich nicht durch künstliche Widersprüche spalten zu lassen. Hautfarbe, Religion und andere Unterschiede seien Teil der Natur und der Schöpfung, argumentierte, der ehemalige Radiomoderator. Um gemeinsam für Frieden und eine zukunftsfähige Wirtschaft einzustehen, die nicht darauf basiert, Ressourcen zu enteignen und zu verschwenden, sollten die Menschen das Gemeinsame suchen.

    Die Veranstalter begrüßten, dass Deutschland und Europa eine große Zahl von Flüchtlingen aufnehmen. Allerdings bräuchten die Menschen eine Perspektive, auch in ihre Länder zurückkehren zu können. Das wichtigste sei es, die Ursachen der Flucht zu bekämpfen: die Kriege und ungerechte Wirtschaftsbeziehungen. Politiker aller Parteien mussten sich harsche Kritik anhören.
      "Wer die Interessen der Bevölkerung nicht vertritt, ist auch kein Volksvertreter", so Ken Jebsen.



    Quelle: RT-Deutsch
    Danke Klaus für den Link

    Sonntag, 5. Juni 2016

    Glaubt man den Medien, sind Europas Milchbauern selber schuld an der "Überproduktion"

    Thema: Russlandsanktionen

    „Milchgipfel“ ohne Ergebnisse:
    Deutsche Bauern leiden weiter unter Sanktionsfolgen

    Seit mittlerweile zwei Jahren behauptet die EU, ihre Sanktionen gegen Russland wären nötig, um ein Zeichen für „europäische Werte“ zu setzen. Doch der Unmut insbesondere bei deutschen Milchbauern nimmt angesichts sanktionsbedingt fallender Milchpreise massiv zu. Gleichzeitig drängen insbesondere asiatische Länder in die "Milchexportlücke" und investieren Milliarden in den russischen Agrarmarkt.

    Zu Beginn der Woche sah sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt veranlasst, Bauernvertreter, Molkereien und Großabnehmer wie Supermarktketten zu einem „Milchgipfel“ zu laden, auf dem Maßnahmen beschlossen werden sollten, um dem weiteren Absturz von Erzeugerpreisen entgegenzuwirken. Da deutsche Bauern auf Grund der Sanktionen ihre Produkte nicht mehr nach Russland liefern können, fiel der Preis seit deren erstmaliger Verhängung von etwa 40 auf mittlerweile unter 28 Cent, in besonders drastischen Fällen sogar auf 20 Cent und darunter. Für viele Landwirte wird dadurch der Hof zur bloßen Liebhaberei.

    Mit Ausnahme einer Sofortunterstützung in Höhe von 100 Millionen Euro, die für die Betroffenen allerdings eher einen Tropfen auf dem heißen Stein darstellen, ist aus dem ersten Temin des „Milchgipfels“ jedoch lediglich eine Einigung auf einen weiteren „Branchendialog“ übrig geblieben.

    Wie die NGO „Foodwatch“ herausfand, scheint die Politik auch kaum über tatsächliche Möglichkeiten zu verfügen, den Preisverfall aufzuhalten. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass auch hochpreisige Milch keine höheren Erlöse für die Bauern nach sich zieht als Billigprodukte, weil die Konsumenten, die teure Milch kaufen, in erster Linie Werbung und Marketing finanzieren. Für die Verbesserung der Ertragssituation bei den Bauern hilft der Kauf teurer Markenmilch nicht.

    Auch Appelle und Milchgipfel vermögen den tatsächlichen Grund für die Milchpreismisere nicht zu beseitigen, und dieser liegt im Überangebot auf den heimischen Märkten infolge der Sanktionspolitik. Die flehentlichen Appelle von Fachleuten und Praktikern wie dem Bauernverbandspräsidenten für Mecklenburg-Vorpommern, Rainer Tietböhl, doch endlich die ruinösen Sanktionen zu beenden, stoßen jedoch bisher in Berlin und Brüssel auf taube Ohren.

    Selbst im Fall zeitnaher Aufhebungen der Sanktionen dürfte eine Rückkehr deutscher Milchbauern auf den russischen Markt schwerfallen. Nicht nur die russischen Landwirte selbst, die gestärkt aus der Krise hervorgingen und in diesem Jahr bereits ein Gewinnplus von 3,7 Prozent erwirtschaften konnten, sondern vor allem auch Anbieter aus Asien, etwa aus China, Thailand oder Vietnam, haben die Situation genützt, um sich strategisch zu positionieren.

    Im Mai etwa unterzeichnete der thailändische Premierminister Prayut Chan-o-cha bei einem Staatsbesuch in Moskau einen Vertrag zum Aufbau einer gigantischen Milchproduktionsanlage im 200 Kilometer südlich von Moskau gelegenen Rjasan im Wert von etwa einer Milliarde US-Dollar. Neben der thailändischen Charoen-Pokphand-Gruppe sind auch der chinesische Konzern Banner Infant Dairy Products, der russische Staatsfonds RDIF und arabische Investoren an dem Projekt beteiligt. Vietnam positionierte sich ebenfalls im russischen Milchsektor mit einer Großinvestition im Großraum Moskau.

    Einzig der deutsche Konzern DMK (Humana, Milram, Oldenburger) erlangte von den russischen Kartellbehörden jüngst eine Genehmigung zum Kauf mehrerer russischer Käsehersteller in Woronesch.

    Quelle RT-Deutsch



    Größter Gewinner des Lebensmittelembargos:
    Russische Landwirtschaft

    Die Abwertung des Rubels und steigende Chancen auf dem Binnenmarkt als Ergebnis des von Moskau verhängten Lebensmittelembargos für ausländische Agrar-Produkte haben für die russische Landwirtschaft neue Anreize geschaffen, Pläne für umfassende Investitionen und Wachstum auszuarbeiten.

    So verkündete unter anderem das Unternehmen Ros Agro, es werde 250 Millionen US-Dollar an Fremdkapital für Investitionen aufnehmen, um westliche Importausfälle durch eigene Produkte zu substituieren.

    Der Mehrheitsaktionär des Unternehmens Vadim Moshkovich plant, weitere neu ausgegebene Hinterlegungsscheine im Wert von 100 Millionen US-Dollar zu erwerben.

    Unter anderem gehört Ros Agro zu den größten Gewinnern des russischen Lebensmittelembargos gegen westliche Importeure. Der Aktienkurs des Unternehmens hat sich seit August 2014 verdreifacht. Am Montag wurde er zuletzt bei 16,12 US-Dollar je Aktie gehandelt.

    „Das Unternehmen wird aggressiv investieren und wachsen“, attestierte der Finanzanalyst Swjatoslaw Arsenow gegenüber Bloomberg. Er betonte, die Abwertung des Rubels mache den Sektor besonders attraktiv.

    Russland wurde 2013 international als der neuntgrößte Lebensmittelhersteller geführt. Vor zwei Jahren reduzierte Russland laut Regierungsangaben seine Lebensmittelimporte weiter um 40 Prozent auf 26,5 Milliarden US-Dollar.

    Die russische Regierung in Moskau betont immer wieder, sie wolle die Ernährungssicherheit erhöhen und den Agrarsektor stärken. Dabei verspricht sie Landwirten umfassende staatliche Unterstützungsprogramme. Nach Aussagen des Premierministers, Dimitri Medwedew, produziere Russland immer noch nicht genug Milch, Obst und Gemüse.

    „Wir haben die Menge der in Russland produzierten Fleischprodukte und jene für den heimischen Markt zementiert und die Exporte in gleichem Maße erhöht. Wir können nicht nur uns versorgen“, sagte Medwedew Anfang dieses Monats. Er fügte hinzu, dass inzwischen mehr als 3,4 Milliarden US-Dollar in den russischen Agrarsektor investiert wurden.

    Quelle: RT-Deutsch

    » der Kommentar des Blogschreibers «

    Mit keinem Wort wird in der westlichen Berichterstattung der wahre Grund für die Milchschwemme genannt. Als sei über Nacht eine "Überproduktion" entstanden.
    Natürlich trägt die Politik keine Schuld an der augenblicklichen Lage, die "gierigen" auf immer mehr "Gewinn" ausgelegten Bauern sind selber verantwortlich für die "Überproduktion", wenn man den Medien glaubt. Für wie blöd will man uns eigentlich noch verkaufen?