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Sonntag, 20. September 2020

Neues im Fall Nawalny - Nowitschok per Flaschenpost

mysteriöse Nawalny-Zeugin flieht vor Justiz


RT Deutsch

Erst Tee, jetzt Wasser: Die angeblich mit Nowitschok verseuchte Flasche soll eine Maria Pewtschich nach Deutschland geschmuggelt haben. Sie entzog sich der Befragung durch russische Ermittler und floh nach Berlin. Wenig ist über sie bekannt. Dafür ist einiges brisant.

Kommentare

Michael MB
Kein Mensch der klar denkt,gibt noch was auf Aussagen von BRD Politikern oder deren Sprechern.
Darkhazard Productions
Moment: Nawalny fliegt weg und lässt private Dinge im Hotel zurück, die erst gesichert werden, nachdem er im Krankenhaus ist? Aha... 🤔
Bruno von Eckstein
Die Rußlandhetze ist unerträglich. Gebial wie Herr Putin über der Sache steht, sich nicht provozieren läßt . Ein Lehrstück für armseelige Politiker wie hochprofessionell der Staatsmann Lawrov den Stricherpolitiker Maas wie einen Schulbuben da stehen läßt. Rußland darf sich glücklich schätzen diese Volksvertreter zu haben. Wir haben im wesentlichen nur Volksverräter und Seelenverkäufer in der Politik, die im Auftrag der Hochfinanzn vor nichtd zurückschrecken. Die rigorose Ablehnung Putins von Verrätern nene ich Charakter der besten Art. Recht hat er!!!

Montag, 8. Oktober 2018

Der Fall Skripal - eine Meisterleistung der Kriegslügner und Propagandisten

Thema: Skripal

Lügen ohne Ende
Der „Fall Skripal“ verkommt zur Meisterleistung der Kriegslügner und Propagandisten.
von Rubikons Weltredaktion

Das Rätsel um die Skripal-Vergiftungen wird immer undurchsichtiger. Nun „fand“ man Anfang September praktischerweise zwei Verdächtige, die – sollten sie tatsächlich für die Vergiftungen in Salisbury verantwortlich sein – dilettantischer nicht hätten handeln können. Craig Murray über die entsprechenden „Erkenntnisse“ und Entwicklungen.

Das Mysterium wird immer größer
von Craig Murray

Der Zeitpunkt, zu dem „Boshirov und Petrov“ angeblich ihre Attacke in Salisbury ausführten, fällt genau in das Zeitfenster, in dem die Skripals sämtlichen Berichten zufolge ihr Haus mit ausgeschalteten Handys verlassen hatten.

Eine entscheidende Lücke im Bericht der britischen Regierungen zu den Vergiftungen in Salisbury wurde nun geschlossen – nämlich der Mangel an Zeugen. Diese Unklarheit wurde scheinbar sehr überzeugend beseitigt – die beiden Männer scheinen genau zum für die Tat passenden Zeitpunkt nach Salisbury gereist zu sein.

Im Trüben fischen

Bisher (1) wurde weder ihre Identität noch der Zweck ihres Aufenthaltes in Salisbury geklärt. Auch darüber, ob sie russische Agenten sind, herrscht noch keine Klarheit. Sollten sie russische Agenten sein, wären sie bemerkenswert dilettantische Attentäter. Und die neuen Beweise bringen den etablierten Zeitrahmen durcheinander – und machen die Theorien der „Experten“ darüber zunichte, warum die Nowitschok-Dosis nicht tödlich war.

Dieser BBC-Report liefert eine sehr nützliche chronologische Zusammenfassung der Ereignisse.

Am Sonntag, den 4. März, wurde das fahrende Auto der Skripals per Videobeobachtung um 9.15 Uhr nacheinander an drei verschiedenen Orten in Salisbury gesehen. Beide hatten ihre Handys ausgeschaltet – was für die nächsten vier Stunden auch so bleiben sollte und damit die Ortung der Geräte vereitelte.

Von Tarnkappen und Siebenmeilenstiefeln

Es gibt keine Videoaufzeichnungen, die darauf hinweisen, dass die Skripals in ihr Haus zurückgekehrt sind. Deswegen ist man bisher stets davon ausgegangen, dass sie gegen 9.00 Uhr die Türklinke zum letzten Mal berührt hätten.

Die Metropolitan Police gab jedoch an, dass Boshirov und Petrov am Tag der Vergiftungen erst um 11.48 Uhr in Salisbury angekommen seien. Das bedeutet, dass sie frühestens gegen 12.00 Uhr ein Nervengift auf die Türklinke der Skripals aufgebracht haben könnten. Es gab jedoch nie einen Hinweis darauf, dass die Skripals am Sonntag, den 4. März nach 12.00 Uhr in ihr Haus zurückgekehrt sind. Hätten sie es doch getan, hätten sie und/oder ihr Auto erfolgreich alle Video-Überwachungskameras umschifft. Zur Erinnerung: Als sie losfuhren, wurden sie nacheinander von drei verschiedenen Kameras erfasst. Auch Borishov und Petrov wurden nach ihrer Ankunft wiederholt gefilmt.

Chronologie der Ereignisse

Um 13.30 Uhr wurden die Skripals wieder von einer Videokamera erfasst, als sie die Devizes Road entlangfuhren. Danach können ihre Bewegungen bis zu ihrer Aufnahme ins Krankenhaus klar bezeugt werden oder wurden aufgezeichnet.

...und immer wieder die Türklinke

Selbst wenn also die Skripals „unsichtbar“ nach Hause gefahren sein sollten, bevor sie auf der Devizes Road wieder gesehen wurden, bedeutet dies, dass 13.15 Uhr der spätestmögliche Zeitpunkt war, zu dem sie die Türklinke berührt haben könnten. Der zeitliche Abstand zwischen der Aufbringung des Nowitschok auf die Türklinke und der Berührung durch die Skripals hätte also höchstens eine Stunde und fünfzehn Minuten betragen. Erinnern Sie sich an all diese „Experten“, die uns im Brustton der Überzeugung erzählt haben, dass das Nervengift – das „zehnmal stärker als VX ist“ –, nicht tödlich war, weil es über Nacht auf der Türklinke zerfallen war? Nun, das kann nicht stimmen. Die Zeit zwischen Aufbringung und Kontakt betrug zwischen einer Minute und höchstens einer guten Stunde, wenn man von der aktuellen Zeitachse ausgeht.

Im Übrigen ist auch beachtenswert, dass die Skripals – wie auch die arme Dawn Sturgess und Charlie Rowley – zu den Schlüsselzeiten und während ihrer weitläufigen Bewegungen praktisch unsichtbar für die Video-Überwachungskameras waren, während „Petrov und Boshirov“ während der Gesamtheit ihres kurzen Aufenthaltes oft und in bester Qualität erfasst wurden.

Dies ist besonders bemerkenswert im Zusammenhang mit dem Aufenthaltsort der Skripals am 4. März um 12.00 Uhr. Die Regierung kann lediglich behaupten, dass sie um diese Zeit nach Hause zurückgekehrt sind, weil sie darauf besteht, dass die Skripals das Nervengift über die Türklinke aufgenommen haben. Warum aber wurde ihr Auto so oft beim Wegfahren aufgezeichnet und kein einziges Mal auf ihrem Rückweg? Es erscheint sehr wahrscheinlich, dass sie mit dem Nervengift irgendwo anders in Berührung gekommen sind, während sie unterwegs waren.

Russische Agenten?

„Boshirov und Petrov“ sind bei diesem Fall sicher von Interesse. Jedoch nur Theresa May behauptete, dass sie russische Agenten seien – die Polizei tat dies nicht, äußerte jedoch die Vermutung, dass es nicht ihre echten Identitäten sind. Es scheint sehr wahrscheinlich, dass ihr Erscheinen an diesem Tag etwas mit den Skripals zu tun hatte. Sie könnten sie aber auch außerhalb ihres Hauses getroffen haben. Die Hinweise deuten jedenfalls darauf hin – und nicht auf die Theorie mit der Türklinke. Ein solches Treffen könnte erklären, warum die Skripals ihre Handys ausgeschaltet hatten, um einer Beobachtung zu entgehen.

Agenten auf "Räuber und Gendarm"-Niveau

Bezeichnend ist auch, dass die Polizei im Fall Dan Sturgess keine Anklage gegen „Boshirov und Petrov“ erhoben hat. Wenn die Regierungsversion zutrifft, wäre dies nämlich zumindest Totschlag gewesen.

Wenn „Boshirov und Petrov“ Geheimagenten sind, ist ihre Inkompetenz verblüffend. Sie bedienten sich öffentlicher Verkehrsmittel statt eines Autos und hinterließen die deutlichsten Spuren auf den Überwachungs-Videos. Sie scheiterten mit ihrem Mordversuch. Sie ließen überall Spuren von Nowitschok zurück und hätten sich sogar selbst damit vergiften können. Zudem ließen sie die „Mordwaffe“ herumliegen, so dass sie gefunden werden konnte. Ihr Zeitplan war sehr straff – und hing vom Sonntagsfahrplan der britischen Bahn ab.

Noch ist gar nichts geklärt

Es gibt noch andere Erklärungen dafür, wer „Boshirov und Petrov“ wirklich sind — die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass sie aus der Ukraine stammen. Aus meiner Zeit als britischer Botschafter in Usbekistan weiß ich, dass es in der sowjetischen Chemiewaffen-Testanlage in Nukus eine große Gruppe ukrainischer Wissenschaftler gab. Aber es gibt auch noch viele andere Möglichkeiten.

Die gestrigen Enthüllungen tragen sicher zu unseren Kenntnissen über den Skripal-Fall bei. Sie werfen aber ebenso viele Fragen auf, wie sie beantworten.


Craig Murray, früherer britischer Diplomat, arbeitet heute als Menschenrechtsaktivist und Blogger. Bekanntheit erlangte er, als er während seiner Zeit als Botschafter in Usbekistan das dortige Karimov-Regime immer wieder wegen dessen Menschenrechtsverletzungen kritisierte.


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien zuerst unter dem Titel „The Mystery deepens". Er wurde vom ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzungsteam übersetzt und vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratsteam lektoriert.

Creative Commons LizenzvertragDieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Originalquelle: Rubicon.news

Montag, 30. Juli 2018

Bundesregierung und Geheimdienste haben immer noch keine Beweise

Thema: Skripal

Bundestagsabgeordnete:
Geheimdienste haben keine Beweise für russische Rolle bei Skripal-Anschlag

Das Versäumnis der Bundesregierung, Beweise für Russlands angebliche Verwicklung in den Skripal-Fall vorzulegen, zeigt: Weder deutsche noch britische Geheimdienste haben etwas gegen Moskau in der Hand. Das meint Heike Hänsel, Bundestagsabgeordnete von Die Linke.

Westliche Medien und Politiker nutzen immer noch jede Gelegenheit, Moskau für die Vergiftung des ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und seiner Tochter Yulia im März verantwortlich zu machen. Die Beteuerungen deutscher Behörden, sichere Informationen von Verbündeten erhalten zu haben, dass Russland darin verwickelt wäre, hinterfragt nun auch die Abgeordnete Heike Hänsel. Im Interview mit der Tageszeitung Junge Welt bemerkte sie, dass die Anträge sowohl von ihr wie schon zuvor von ihrer Kollegin Sevim Dağdelen auf Beweise für den Vorwurf unbeantwortet blieben. Und zwar offenbar selbst im Geheimschutzraum gegenüber dem gerade für besonders sensible Informationen eigentlich vorgesehenen Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr) des Bundestages.

Mehr zum Thema - Lebensgefährte verstorbener Britin aus Amesbury: Fläschchen mit Nowitschok an Freundin geschenkt

"Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen hat die Bundesregierung gegenüber dem Bundestag Antworten auf parlamentarische Anfragen zum Giftanschlag im britischen Salisbury und zu den damit begründeten schweren diplomatischen Konsequenzen zwischen NATO-Staaten und Russland abgelehnt", so Hänsel und fügte im am Samstag veröffentlichten Interview hinzu:
Bisher [besitzen] weder die britischen noch die deutschen Geheimdienste Belege einer behaupteten russischen Verantwortung für den Anschlag im März dieses Jahres.
Auf die jüngste Anfrage der Linksfraktion reagierte die Bundesregierung nur formell und zurückhaltend. Darin heißt es, dass die angeblichen Beweise nicht freigegeben werden können, da die fraglichen Daten klassifiziert sind. Merkels Regierung beteuerte jedoch, dass die britische Seite nach Berlin durchaus einige Details mitteilte. Darunter solche über Londons Entscheidung, Russland die Schuld zu geben, und ihre Behauptung, dass keine andere Erklärung plausibel schiene. Eigene Informationen zu den laufenden Ermittlungen lägen der Bundesregierung nicht vor, so das Auswärtige Amt in seinem Schreiben vom 20. Juli, schreibt die Junge Welt.

Im Juni kam der Forschungs- und Dokumentationsdienst des Deutschen Bundestages zu dem Schluss, dass Moskau bei der Untersuchung des Skripal-Falles keine internationalen Normen verletzt hat. Der Agenturbericht des Deutschen Bundestages schloss sich dem Tenor an, wonach Berlin keinen einzigen Beweis dafür erhalten habe, dass Russland hinter dem Anschlag Anfang März stecken könnte.

Russland hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und sich darüber beschwert, dass die Ergebnisse der Untersuchung geheim gehalten wurden. Der russische Gesandte in Großbritannien hat mehrfach gesagt, dass London während der Untersuchung sogar versucht habe, Beweise zu "vernichten". Auch die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) hat unterdessen keine Verbindungen herstellen können, um aufzeigen zu können, dass das Nervengas, mit dem die Skripals vergiftet worden sein sollen, aus Russland kam.

Quelle: RT-Deutsch

Freitag, 27. Juli 2018

Ist Dawn Sturgess wegen eines fatalen Irrtums gestorben am Nowitschok gestorben?

Thema: Nowitschok

Charlie Rowley schenkte Flasche mit Nervengift seiner Freundin

Ist Dawn Sturgess wegen eines fatalen Irrtums gestorben? Ihr Freund Charlie Rowley berichtet, wie sie mit Nowitschok in Kontakt kamen.

Der Tod einer 44-jährigen Frau in Südengland durch den Kampfstoff Nowitschok ist offenbar durch einen fatalen Irrtum verursacht worden. Er habe «eine kleine Kosmetikflasche» gefunden, «die ich aufhob und ihr schenkte», sagte ihr Lebensgefährte am Dienstag der Zeitung «The Sun». Er sei sehr traurig über das Geschehene und werde wohl nie darüber hinwegkommen.

Der 45-Jährige und seine Freundin waren Ende Juni mit Vergiftungssymptomen in die Klinik gebracht worden - die Frau starb am 8. Juli. Der Mann konnte vergangenen Freitag aus dem Spital entlassen werden, ist aber noch gesundheitlich angeschlagen.

Weitere Gegenstände kontaminiert?

Die kleine Flasche mit dem Nervengift, die das Paar für Parfüm hielt, hatten Ermittler in seiner Wohnung in Amesbury entdeckt. Bislang war aber nicht bekannt gegeben worden, wie sie dort hingekommen sein könnte.

Die Behörden schliessen nicht aus, dass noch weitere Gegenstände und Orte in der Umgebung von Salisbury mit Nowitschok kontaminiert sein könnten. Sie warnten davor, unbekannte Dinge vom Boden aufzuheben.

Zusammenhang mit Fall-Skripal?

Die Ermittler glauben, dass der Fall mit dem Giftanschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia zusammenhängt. Sie waren Anfang März bewusstlos auf einer Parkbank in Salisbury entdeckt worden, nur wenige Kilometer vom Amesbury entfernt. Sie entkamen nur knapp dem Tod.

London bezichtigte Moskau, für den Anschlag verantwortlich zu sein. Nowitschok wurde in der früheren Sowjetunion entwickelt, später experimentierten aber auch andere Länder mit dem Kampfstoff. Der Kreml wies die Vorwürfe zurück; der Fall löste eine schwere diplomatische Krise aus. Ein Bericht, wonach die Polizei angeblich russische Verdächtige identifiziert hat, wurde bislang nicht bestätigt.

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch