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Freitag, 9. Oktober 2015

USA haben Griechenland gegen Deutschland beraten

Thema: Kalter Krieg

Wegen Nato im Euro bleiben
USA haben Griechenland bei Taktik gegen Deutschland beraten

Die USA haben die Syriza-Regierung bei der Wahl der richtigen Taktik gegen Deutschland beraten. Die USA, die nie ein Hel daraus gemacht haben, dass Griechenland wegen der Nato im Euro bleiben müsse, haben Alexis Tsipras empfohlen, Deutschland nicht über Gebühr zu reizen. Die Taktik ist aufgegangen.

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten
Kommentare

Benno Trebo sagt:
Wo und wie mischen die Amerikaner eigentlich noch überall in Europa mit? Wohl mehr zum Schaden für Europa als zu dessen Nutzen.

Walter Gerhartz sagt:
Kein Wunder…gerade US-Banken sind die größten Gläubiger Griechenlands und wollten so, dass ihre Kredite von Deutschland abgesichert werden…ALSO ZU UNSEREN LASTEN !!!

Orpheus sagt:
„Die USA …. haben Tsipras empfohlen ….. „?
Wie bitte darf ich mir das vorstellen? Hat sich da die St. Andreasspalte aufgetan und eine hörbare Empfehlung ausgespuckt?
Also: Wer genau hat Tsipras beraten? Wer berät Obama? Und in wessen Auftrag? Allerdings ist der Rat, Deutschland nicht über Gebühr zu reizen, nicht zu vernachlässigen – wobei auch hier eher von den Deutschen zu sprechen wäre, bzw. den Bürge(r)n für die (der) BRD.
Sprich: Verkehrte Wortwahl = Brainwashing.


Donnerstag, 16. Juli 2015

Anne Will - 15.07.2015 - Solidarität nur nach deutschen Regeln ...


Sendung am 15. Juli 2015 | 22:45 Uhr
Solidarität nur nach deutschen Regeln - Ist die große Idee Europa gescheitert?
Die Gäste im Studio
© Will Media Fotograf Wolfgang Borrs/Marijan Murat
  • Sonja Puntscher Riekmann Politikwissenschaftlerin
  • Jens Spahn Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium
  • Rainer Hank Journalist, Wirtschaftschef der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung"
  • Daniel Cohn-Bendit War lange Jahre Europa-Abgeordneter
Nach der Einigung in Brüssel muss das griechische Parlament nun im Eiltempo erste Reformen beschließen. Der Ausgang der Abstimmung am Mittwoch ist ungewiss: Der Rückhalt für Ministerpräsident Alexis Tsipras bröckelt, denn die Reformpläne treffen auf erbitterten Widerstand großer Teile seiner linken Syriza-Partei. Wird das griechische Parlament den beschlossenen Reformen zustimmen oder wird es diese konsequent ablehnen? Immerhin hatte sich das griechische Volk beim Referendum vor einer Woche gegen den Sparkurs ausgesprochen. Der harte Kurs der Bundesregierung bei den Verhandlungen in Brüssel ist nicht nur bei der deutschen Opposition auf Kritik gestoßen. Auch international mehrten sich kritische Stimmen. Insbesondere der Vorschlag eines "Grexits auf Zeit" von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sorgte für Entrüstung. Hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem ausgehandelten Kompromiss Europa mehr geschadet als genutzt? Und ist die große Idee Europa noch zu retten?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)


Kommentare aus dem Blog

Nr. 29 von Marie
14. Juli 2015 um 20:40
Der häßliche Deutsche ist wieder da, er zeigt ungeschminkt seine häßliche Fratze. Die Reaktionen, v.a. im Ausland auf den unter deutscher Führung angezettelten Putsch gegen die griechische Regierung sind verheerend und man muss sich wieder zutiefst schämen, ein Bürger dieses Landes zu sein, das nun zum drittenmal seit 1914 Europa in den Abgrund reißt.
Der angerichtete Schaden ist immens, das deutsch-französische Verhältnis ist schwer beschädigt. „Das (von Deutschland diktierte) Papier liest sich, als wollten sie eine Einigung um jeden Preis verhindern.“ (Spiegel online) Wolfgang Schäuble hat (bezüglich der Grexit-Pläne) den Bundestag belogen, Gabriel hat die SPD belogen, Schäuble und Merkel haben die Axt an Europa gelegt. „Das ist ein krasser europapolitischer und demokratischer Skandal. Er bricht damit auch die Verfassung.” (Kindler, haushaltspolitischer Sprecher der Grünen, Veröffentlichungen auch von Attac u.a.)
Die deutsche Versöhnungspolitik der letzten 70 Jahre, Adenauer, Brandt, Kohl, ist zunichte gemacht, heute heißt es: „Befolgt unsere Befehle! und es ähnelt dem, was unter dem Joch der Deutschen in Konflikten üblich war… – der deutsche Kolonialismus ist wieder da, Griechenland als Kolonie, ohne jegliche Souveränität, der Ausverkauf eines Staates, der sein Tafelsilber an „Investoren“ zu verscherbeln, seine Bürger ins Elend weiter zu treiben und seine Wirtschaft weiter abzuwürgen hat, welch eine Schande. Die Herrscher in diesem Europa sind mal wieder die Deutschen, die es schon immer mit menschenverachtenden „Regel“ hatten, sie werden Deutschland und Europa ein weiteres Mal ins Verderben führen.
Die Botschaft ist: Ihr könnt wählen, was ihr wollt, wir setzen jede Regierung ab, die sich unserem Diktat nicht unterwirft.

Nr. 30 von Marie
14. Juli 2015 um 20:43
Deutschland hat mit der Not seiner Nachbarn Multi-MILLIARDEN gemacht, die Wirtschaft anderer Länder mit Dumpinglohnpolitik und Außenhandelsüberschüssen niederkonkurriert, und Milliarden an Zinsvorteilen durch die Krise in anderen Ländern eingestrichen. Deutschland verletzt auf schlimmste Weise sämtliche Regeln eines fairen Miteinanders der Völker. Die Hetze ist zudem UNERTRÄGLICH, widerlich, ekelhaft.
Mit diesem deutschen Diktat, für das man Tsipras mit dem Rücken zur Wand die Pistole an die Schläfe gesetzt und die Griechen zutiefst gedemütigt hat, das schlimmer ist, als alles, was man sich vorstellen konnte, wird die griechische Wirtschaft auf das Niveau eines Dritte-Welt-Landes gebracht, werden die Griechen noch tiefer ins Elend getrieben und weitere Milliarden werden in ein schwarzes Loch versenkt, denn Griechenland wird mit diesem irrsinnigen Weg nie wieder auf die Beine kommen, das nächste Hilfspaket zur „Rettung“ der privaten Anleger und der Banken wird folgen, es wird einen massiven Rechtsruck nicht nur in Griechenland geben, Deutschland ist DER Totengräber der EU und der Demokratie im Namen des Kapitals.

Nr. 88 von Eugen H
15. Juli 2015 um 15:03
Die europäische Idee scheint ja offensichtlich zu sein, dass Griechische Oligarchen in London leben und nur minimal besteuert werden dass in Luxemburg & Co Steueroasen geschaffen wurden (von einem gewissen Herrn Juncker) und die Griechen sollen ihre Reeder besteuern, die gar nicht unter griechischer Flagge fahren und ihre Oligarchen zur Kasse bitten die gar nicht in Griechenland leben sondern in London und ihre Milliarden in Steueroasen verdienen?
Europäisch wäre es gewesen wenn bei dem Abkommen sämtliche Euroländer vereinbart hätten europaweit griechische Steuersünder zu suchen und die Steuern einzutreiben, aber das Gegenteil geschieht, der einfache griechische Bürger und die Ressourcen Griechenlands werden an die Superreichen Europas verhökert.
Wenn die Europäische Idee war Reiche noch reicher zu machen und Arme noch ärmer – “dann scheitert nicht nur der Euro sondern auch Europa”

Nr. 98 von Günter 78
15. Juli 2015 um 16:46
Die große Idee” Europa ” ist gescheitert. Ich meine das Europa, das auf einer Solidargemeinschaft beruht.
Hier wird gehetzt und es werden Lügen verbreitet.
Bitte sagt mir einer ,wie eine Volkswirtschaft aus der Krise kommen soll, wenn Wachstum und Überschüsse durch Sparen, Steuererhöhung u.a. erreicht werden soll, wie im Falle Griechenland. Das ist doch einfach zu blöd. Und es gibt Leute die das glauben.
Aber man braucht nicht nach Griechenland zu gehen. Auch die von Schäuble gepredigte scharze Null ist eine Verdummung, wo bleiben denn die Zinseinsparungen die durch die Zinspolitik der EZB erwirtschaftet werden ? Antwort: Das bezahlen wir mit unseren Habenzinsen auf Lebensversicherungen u..a..
Schön bei der Wahrheit bleiben.
Sehr geehrte Frau Will, warum sind keine Politiker der “Linken” heute dabei ?
Guten Tag
Schäuble gepriesene schwarze Null ist eine Verdummung.

Nr. 118 von Gerd 49
15. Juli 2015 um 20:33
Nun greifen die USA ein: Ein letzter Versuch, den Euro zu retten.
Wie Reuters meldet, wird Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Donnerstag mit seinem US-Kollegen Jack Lew über den weiteren Weg Griechenlands in der Euro-Zone sprechen.
Nach dem Treffen in Berlin werde Lew noch am selben Tag nach Paris zu Gesprächen mit dem französischen Finanzminister Michel Sapin reisen, teilte das US-Finanzministerium am Dienstag mit.
Bereits am Mittwoch komme Lew mit EZB-Präsident Mario Draghi in Frankfurt zusammen. Neben Griechenland werde es auch um den Zustand der Weltwirtschaft gehen.
Für die Amerikaner ist klar, was bei einem Crash in Griechenland passiert:
Die Zukunft der Nato in Europa ist gefährdet. Der Flächenbrand, der sich politisch gerade rasend schnell von Griechenland aus über andere Euro-Länder verbreitet, könnte dem Militär-Bündnis gewaltigen Schaden zufügen. Außerdem könnten rechtsextreme Parteien, Euro-Skeptiker, EU-Gegner und linke Protestparteien die Machtverhältnisse in der EU kippen.
Sie alle eint der Antiamerikanismus und eine teils militante Ablehnung der Nato.
Der von den Amerikanern beherrschte IWF teilte bereits letzte Woche aus dem Nichts heraus mit, dass Griechenland viel mehr Geld und einen Schuldenschnitt brauchen werde. Bis Ende 2018 sei mit einem Schuldenstand von fast 200 Prozent des BIP zu rechnen und auch jetzt, vor entscheidenden Beratungen, meldet sich der IWF wieder zu Wort und bringt das Thema Schuldenschnitt wieder aufs Tapet.
Sollte Schäuble weiterhin stur seine Linie verfolgen, braucht Angela Merkel entweder bald einen neuen Finanzminister, oder Lew und Hollande stimmen in Paris den Abgesang auf die Euro-Zone in ihrer bisherigen Form an.
Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Nr. 388 von Marie Luise Müller
17. Juli 2015 um 0:00
Verteidigung der sozialistischen Revolution in Griechenland. Aus dem Handbuch der LinksRechten.
– Vorwurf, der Widerpart soll sich erst einmal kundig machen. Vorteil: Widerpart wird als dumm hingestellt.
– Keine Ereignisse nennen, die der eigenen Argumentation nicht dienlich sind. Beginne immer mit dem Finanzcrash 2008. Vorteil: USA (Lehman Brothers) ist schuld, Deutschland ist schuld usw.
– Man verweist auf machtvolle Proteste im In- und Ausland. Klein groß reden. Optional: Organisierung von effizienten Krawallen.
– Grundsätzlich die eigene Menschlichkeit hervorheben. Einige Begrifflichkeiten: Solidarität, Befreiung von der Knechtschaft des Kapitals, Handlanger des US-Imperialismus, faschistisches Gedankengut. Besonders effektiv: griechisches und kommunistisches Liedgut einzufügen.
– Alle Fakten, auf die man selbst keine Antwort hat, sind Unsinn. Antwortvorschlag: Was Positionen der griechischen Regierung angeht, liegen Sie total daneben und mixen die Dinge munter durcheinander. Aber das aufzudröseln, wäre vergebliche Mühe.
– Man spiele die Meinung des anderen herunter. Antwortvorschlag: Wenn ein Staat seine Schulden nicht zurückzahlen kann, dann ist es vollkommen unerheblich, wenn jemand wie Sie sagt, dass es seine Schulden zurückzahlen muss.
– Man stelle eine Gruppierung her, die den Widerpart ausschließt. Lösungsvorschlag: wir Hochbegabten, wir Studierten, wir Bildungsbürger. Dazu streue man lateinische Zitate ein.
– Man bediene sich renommierter Personen. Beachte: vermeide grundsätzlich Erklärungen, warum diese Person nicht Mitglied eines sozialistischen Partei ist. Lösungsvorschlag: Nobelpreisträger, US- und andere Ökonomen. Hinweis: niemals Marx, Lenin, Stalin, Castro, Mao anführen.
– Das effektivste Mittel, der persönliche Angriff. Hinweis: Dummheit des Widerparts; eigene berufliche Meriten werden erhöht (ein Ingenieur wird Wissenschaftler, ein Bauzeichner Architekt usw.). Letzter Vorschlag: man aktiviert das eigene Netzwerk für einen Shitstorm.

Nr. 414 von Claudia X.
17. Juli 2015 um 11:33
Nr. 388
Frau Müller: Da Sie in Ihrem Beitrag mich des öfteren zitierten, reagiere ich mal drauf.
Ich bin es schlicht leid, immer wieder denselben Unsinn zu lesen, der ganz offenbar nur ideologisch motiviert ist: Mit Zahlen, die sich schon durch einfache Recherche als falsch erweisen; mit fehlender Logik, mit Unterstellungen, ohne Argumente stattdessen mit zusammengewürfelten Versatzstücken unreflektiert gespeicherter Hofberichterstattung (die auseinanderzudröseln wirklich nicht die Mühe lohnt) und vieles mehr. Ihr Beitrag, Frau Müller, zeigt genau dieses überdeutlich. Aus Platzgründen nur wenige Beispiele:
Zitat: “Man spiele die Meinung des anderen herunter. Antwortvorschlag: Wenn ein Staat seine Schulden nicht zurückzahlen kann, dann ist es vollkommen unerheblich, wenn jemand wie Sie sagt, dass es seine Schulden zurückzahlen muss.”
Nein, Frau Müller, das ist kein Herunterspielen, sondern Logik: Wenn jemand nunmal z.B. keinen 1000 kg-Stein hochstemmen kann, dann ändert es nichts, wenn jemand sagt, er muss es tun.
Und dann natürlich die Unterstellungen, die nur Ihrer Phantasie entspringen, z.B. Nähe zu bestimmten Personen (Marx, Lenin, Stalin, Castro, Mao – ist natürlich alles ein Topf und eine Soße) zu suggerieren, die nur aus taktischen Gründen nicht zitiert würden.
Zudem die Unterstellung von Absichten wie Organisierung von effizienten Krawallen und Shitstorms.
Ich bin sehr für den Austausch von Argumenten und Sichtweisen – das ist immer eine Chance, dazu zu lernen. Aber das ist von manchen gar nicht gewollt und dieser Beitrag ist so unter allem Niveau, dass sich jede weitere Diskussion dazu erübrigt.

Nr. 449 von e.dreier
17. Juli 2015 um 14:45
Da hier schon des öfteren Heiner Flassbeck erwähnt wurde,hier ein Tipp:Heiner Flassbecks >Abrechnung mit der Rolle der Medien in der Griechenlandkrise>
Ein 13 minütiges Radiointerwiew.Dazu noch ein Zitat eines Foristen Namens: zeisiganzeigen.
“Tja, nur dumm das Schäuble das nichts in GR versenkt, sondern 90 % aller bisherigen Mittel sind direkt ,ohne umwege in die deutschen und Franz Banken geflossen . und nicht etwa nach Griechenland. Schäuble und Merkel lügen da das blaue vom Himmel runter, nur um zu vertuschen das es nie im Griechenland ging, sondern es immer noch darum geht die dt. und franz PRIVATEN Banken zu retten .. also Private Firmen und ihre Kaputten Geschäftsmodelle aus der Staatskasse! Und Schäuble – der kann und darf das nicht beenden, weil ansonsten die Banken die grätsche machen in Bälde, den dieses Gesamte System der Privatbanken ist faktisch nicht mehr Stabil .. so wenig stabil das merkels “Ihre Sparkonten sind sicher” sich gerade ebenso in Luft auflöst!”

Nr. 460 von Marie
17. Juli 2015 um 15:45
Zu 448
Sie haben ja nicht unrecht, mir waere es auch lieber gewesen, Varoufakis haette sich mit seinem demokratisch vorbildlichen Verstaendnis durchgesetzt. Aber ich glaube trotzdem, auch das haette nichts genuetzt. Sie werden es nicht zulassen, dass auch nur ein Land in der EU demokratisch nach den Interessen der Buerger regiert wird, das Kapital hat den Klassenkampf gewonnen und die Folgen werden entsetzlich sein. Die Macht liegt nicht mehr beim Souveraen, Varoufakis waere rucki-zucki weg geputscht worden. Und man haette sich noch mehr an den Griechen geraecht. M.E. ist die Lage hoffnungslos, es wird ueber kurz oder lang in der EU zu massiver Gewalt kommen. Zu blutigen Aufstaenden. Und man kann nur hoffen, dass nicht europaweit Nazis die Macht ergreifen, das ist die wahrscheinlichste Variante. Die Schuld liegt nicht bei Tsipras, die liegt bei Deutschland. Er hat es wenigstens versucht, eine Chance hatte er nicht. Griechenland und jede Regierung, die sich nicht beugt, wird weggefegt.

Nr. 478 von Marie
17. Juli 2015 um 17:22
Zu 445 noch kurz vor Torschluss
Herr T. hat nicht behauptet, dass dies Massnahmen ” alternativlos” seien, er hat gesagt, er hatte keine Wahl und das ist etwas anderes. T. hatte, wie auch V., die ” Wahl” zwischen Pest und Cholera. Herr T. hat sich fuer die Pest, Herr V. haette sich fuer die Cholera (Grexit) entschieden. Mehr Wahlmoeglichkeiten gab es nicht. Auch wenn viele behaupten, ein Grexit sei die Loesung fuer GR, das sehe ich nicht. Ich haette in dieser Situation nicht reinen Gewissens den Griechen Variante B empfehlen koennen, zu unwaegbar sind die Folgen. Haette ich nur fuer mich allein entscheiden muessen, haette ich mich Varoufakis angeschlossen.
Selbst wenn Herr T. einen Fehler gemacht haben sollte, was nur verifizierbar waere, wenn beide Varianten sozusagen ausprobiert worden waeren, was aber nicht geht, steht es uns nicht zu, ihn zu verurteilen. Er hat sein Bestes getan, auch, wenn diese Entscheidung falsch sein sollte. Er ist das Opfer der Erpresser, er ist nicht der Taeter! Man kann das kritisieren, wofuer er sich entschieden hat, das tue ich auch, aber man sollte ihn nicht verurteilen.Einer der Gruende, weshalb linke Ideen sich nicht durchsetzen, sind Grabenkaempfe um Nebensaechlichkeiten. Auch Varoufakis, der sich fuer die Cholera entschieden haette, haette sich nicht durchsetzen koennen, ich glaube nicht, dass das die Situation der Griechen wesentlich verbessert haette, er waere rucki- zucki gestuerzt worden. Das WAR ein Putsch. Und auch Tsipras wird diesen Putsch nicht ueberleben. Unterschaetzen Sie nicht die Skrupellosigkeit der ” Elite”.

Pressestimmen

F.A.Z.
TV-Kritik: Anne Will
Die neue Deutsche Frage
Aus der Griechenland-Krise ist eine Debatte über die deutsche Rolle in Europa geworden. Diese ist längst überfällig gewesen - und sollte nicht dem Bundesfinanzminister überlassen werden, wie die Sendung von Anne Will zeigte.

DIE WELT
"Niemandem werden 80 Milliarden Euro aufgezwungen"
Bei Anne Will geraten der Grüne Daniel Cohn-Bendit und Wolfgang Schäubles Staatssekretär Jens Spahn aneinander. Bendit geht mit Schäuble hart ins Gericht. Eine Österreicherin klagt Deutschland an.

FOCUS
TV-Kolumne „Anne Will"
Fiebrige Talk-Tarantella um rein gar nichts
In Griechenland debattiert das Parlament über die EU-Reformen, in der ARD die fahrige Talkshow von Anne Will über die Auswirkung der Abstimmung in Athen: Nur, das Parlament stimmt bis zum Ende der Sendung gar nicht ab.


Sonntag, 28. Juni 2015

Merkels Schicksal hängt an Griechenland

Thema: Krise

Deutsche Wirtschafts Nachrichten
USA erhöhen den Druck
Angela Merkels Schicksal hängt an Griechenland

Washington erhöht den Druck auf Angela Merkel: Sie müsse Griechenland aus politischen Gründen im Euro halten, wenn sie weiter eine Rolle in der Weltpolitik spielen will. Besonders gefährlich für Merkel: Erstmals äußert sich ein hochrangiger Nato-Führer besorgt über die chaotische Lage in der EU.

Die US-Regierung hat von allem Anfang an klargemacht: Griechenland muss aus geostrategischen Überlegungen im Euro gehalten werden. Bisher hatten sich die Amerikaner offiziell eher zurückgehalten: Präsident Barack Obama hatte bei Merkels jüngstem Besuch in Washington zu Griechenland eigentlich nicht mehr gesagt, als dass er zuversichtlich sei, dass „Angela“ die Krise schon im Sinne des Westens lösen werde.

Nun publiziert die New York Times am 24.06.2015 einen Artikel, in dem erstmals das politische Schicksal Angela Merkels vom Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone abhängig gemacht wird.



Foto: Screenshot

Die New York Times ist ja nicht eine beliebige Zeitung.
Die NYT ist das Sprachrohr der US-Regierung.
Gerade die direkten Verbindungen zur Regierung wie auch zu den Geheimdiensten macht sie für ihre kritischen Leser zu einer vertrauenswürdigen Quelle.
Dass die US-Regierung kein Geheimnis daraus gemacht hat, Griechenland solle mit allen Mitteln in der Eurozone gehalten werden, ist bekannt. Zu sehr befürchten sie nach einem Grexit auch den Austritt Griechenlands aus der Nato. Das ist nun mal gar nicht im Sinne der "Weltenherrscher", das sie dann wohl ihre Nato-Stützpunkte abbauen müssten und Russland oder China gerne Ersatz leisten würden. Natürlich werden sie sich nicht an den Kosten beteiligen, das ist ein innereuropäisches Problem aus ihrer Sicht.

Mit der Schlagzeile: „Die Schulden-Verhandlungen könnten der entscheidende Augenblick für Griechenland und für Angela Merkel sein“ wird deutlich gemacht, was die US-Regierung von ihr erwartet. Man ernennt sie also zur Chefin der EU und verlangt von ihr, das ihnen lästige Problem zu lösen.
    Wirkliches Gewicht erhält der Artikel durch den stellvertretenden Generalsekretär der Nato, Alexander R. Vershbow, der erklärt, das ein Austritt Griechenlands aus dem Euro „Folgen“ für die Nato haben könnte: „Wir machen uns darüber Sorgen.“ Die Nato und die USA betrachten den Fall Griechenlands nicht mit „Scheuklappen und sehen das Ganze nur als eine Wirtschaftskrise“.
Und weiter DWN
    Was das für die Kanzlerin bedeutet, hat die FAZ für das politische Berlin übersetzt: Es gehe bei der Entscheidung über Griechenland um das „politische Vermächtnis“ Angela Merkels und um die Frage, „wie sie die Finanzkrise bewältigt und die Sicherheit und Einheit Europas erhält.“

    Viel höher kann man die Latte nicht legen. Angela Merkel als Garantin der Sicherheit und Einheit Europas, und gleichzeitig als Bezwingerin der Finanzkrise. Wow. In ihrer Haut möchte man in diesen Tagen nicht stecken.


Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer sagt:
Mysteriös(?) ist, dass Dr. Merkel weinte, nachdem im Herbst 2011 der damalige EU-Präsident Barroso einen Putsch gegen den zu dieser Zeit amtierenden Griechen Papandreou lancierte, Barack Obama die Europäer demütigte und danach offiziell das Kommando übernahm!
Dr. Merkel führte bei diesem Gipfel den Beweis ihrer Glaubwürdigkeit, indem sie den USA die Enteignung von deutschem Volksvermögen als Sicherheit überschrieb(?)! http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/05/13/mysterioes-warum-hat-angela-merkel-bei-euro-krisensitzung-geweint/comment-page-41/#comments Danach war „damals“ der Euro gerettet, die Euro-Politiker allerdings „zu Lakaien degradiert“, aber auch die Macht(?) unserer(?) Dr. Merkel „vorläufig“ gerettet! Ist der jetzige Druck Washingtons damit nicht völlig legitim?

Christie sagt:
„……Angela Merkel als Garantin der Sicherheit und Einheit Europas, und gleichzeitig als Bezwingerin der Finanzkrise. Wow. In ihrer Haut möchte man in diesen Tagen nicht stecken….“
Die Situation in der wir uns befinden ist ein unlösbarer Widerspruch in sich. Egal welche Entscheidung sie trifft, es wird langfristig nichts Positives dabei rauskommen können.
In diese Situation hat sich Frau Merkel selber hineinmanövriert, weil Sie nicht im Interesse der deutschen Bürger handelte sondern sich freiwillig zur Marionette der Interessen der USA herabstilisieren liess.
Der innere Frieden Europas ist zunehmend gefährdet, und somit macht sich Europa auch nach aussen hin verwundbar.
Die dilletantische Europa Politik führt zur Destabilisierung des Friedens und der Wirtschaft.

Jürgen Schlitter sagt:
Die Situation in der wir uns befinden ist ein unlösbarer Widerspruch in sich. Egal welche Entscheidung sie trifft, es wird langfristig nichts Positives dabei rauskommen können.
Sie muss endlich eine neue Politik in Europa in Angriff nehmen. Ein reinigendes Gewitter bräuchten die Eurokraten in Brüssel, der IWF und die Regierung der VSA. Einige Staaten in Europa würden Deutschland dabei unterstützen. Sie warten schon lange auf eine klare Ansage aus D, glaube ich.
Die europäischen Völker haben die jetzige Politik der EU satt. Sie wollen keinen Krieg mit Russland. Alternativen gibt es immer. Man muss nur über den eigenen Schatten springen. Dazu braucht man aber Mut.


Sonntag, 21. Juni 2015

Das deutsche Märchen vom griechischen Luxusrentner

Thema: Griechenland

t-online.de

Schuldenstreit
Die Mär vom griechischen Luxusrentner

18.06.2015, 16:37 Uhr | Von Florian Diekmann, Spiegel Online
Griechen gehen mit 56 in Rente, Deutsche mit 64: So behaupten es deutsche Medien und Politiker. Das ist schlicht unwahr. Über die Bedeutung von Renten in einem Land, in dem die Armen nicht einen Cent Sozialhilfe bekommen.

Ist es denn zu glauben? Da steht ein Land vor dem Bankrott. Doch statt die Hilfe der starken Partner (und deren Bedingungen) dankbar anzunehmen, will es nicht einmal die krassesten Auswüchse sozialer Wohltaten kappen. Und so verabschieden sich seine Einwohner weiter von Mitte 50 an in die üppig ausgestattete Rente. Die braven Bürger der Partnerländer hingegen müssen sich noch fast zehn weitere Jahre schinden - um jene Steuern zu erwirtschaften, die dann ins Pleiteland transferiert und an dessen Luxusrentner ausbezahlt werden.

Falsche Erzählungen in Medien und Politik

Ungefähr so geht die Erzählung, mit der deutsche Medien und Politiker die dramatischen Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Geldgebern begleiten: "Bild" und "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitierten vergangene Woche eine Statistik, wonach die Griechen im Schnitt mit 56 Jahren in Rente gehen, die Deutschen hingegen mit 64.

Der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach sprach bei "Günther Jauch" vor fünf Millionen Zuschauern: "Der griechische Ministerpräsident hat jetzt angeboten, das reale Renteneintrittsalter in Griechenland, das bei uns bei fast 64 Jahren liegt, auf 56 Jahre anzuheben."

Das Problem an der Erzählung ist nur: Sie ist schlicht und einfach falsch. Griechen gehen nicht früher in den Ruhestand als Deutsche, von Luxusrenten kann keine Rede sein. Vor allem aber blendet diese Darstellung einen Aspekt vollkommen aus, der verständlich macht, weshalb Kürzungen im Rentensystem in Griechenland weitaus heikler sind, als sie es etwa in Deutschland wären: Das Rentensystem besitzt dort die Funktion einer Art Ersatz-Sozialhilfe. Viele Familien kämen ohne die Rente der Großeltern nicht über die Runden, wie der englische "Guardian" feststellt. Dieser Fakt macht aus einer falschen Erzählung eine perfide Mär.

Fatalerweise heizt diese Mär eine Stimmung an, die in den vergangenen Wochen ohnehin zu einem fundamentalen Meinungswechsel geführt hat. Just zu dem Zeitpunkt, an dem der Grexit zum ersten Mal eine echte Option ist, befürwortet ebenfalls erstmals eine Mehrheit der Deutschen den Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Nicht unerheblich, sollte es bald wirklich hart auf hart kommen bei einem Treffen der Mächtigen in der EU.

Griechenland kennt keine Sozialhilfe

Nun gibt es eine Fülle von Dingen, die man der griechischen Regierung und all ihren Vorgängerinnen mit allem Recht vorwerfen kann. Sie haben einen Staat geschaffen, der durch Raffgier und Klientelpolitik gepaart mit einer notorischen Unzuverlässigkeit öffentlicher Dienstleistungen besticht und seine Bürger auf die Familie als einzig wirklich verlässliches Solidarsystem zurückwirft. Sie haben das Land in eine Krise manövriert, unter der große Teile der Bevölkerung seit Jahren fürchterlich leiden und die noch weitaus katastrophalere Ausmaße annehmen kann.

Doch in diesem speziellen Fall, in dieser speziellen Situation, tut man der Regierung Tsipras Unrecht, wenn man ihre Weigerung, die Renten noch weiter zu kürzen als angeboten, als bloße Dreistigkeit abtut. Denn Griechenland kennt keine Sozialhilfe, kein Hartz IV. Für EU-Normalbürger unvorstellbar: Nicht einmal das Existenzminimum ist abgesichert. Arbeitslosengeld gibt es nur für ein Jahr. Mehr als 90 Prozent der Arbeitslosen bekommen derzeit: keinen Cent.

In einer Gesellschaft, in der seit Jahren mehr als jeder vierte Erwerbsfähige ohne Job ist, bedeutet das: Viele Familien rücken noch enger zusammen, teilen alles. Jeder gekürzte Renteneuro fehlt dann nicht nur dem Rentner, sondern auch seinen Kindern und Enkeln. Nicht für Kino oder Café, sondern für Essen und Kleidung. Und bereits jetzt bekommt fast die Hälfte der Rentner weniger als 665 Euro im Monat. Sie fallen damit unter die Armutsdefinition der EU. Tsipras-Regierung handelt verständlich - aber muss reformieren

Auch die Weigerung der Regierung, die Möglichkeiten zur Frühverrentung noch stärker als ohnehin angeboten zu kappen, wird dadurch verständlich. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet über eine 59-jährige Arbeitslose, die sich schweren Herzens für eine Frührente mit hohen Abschlägen entschieden hat - ihre einzige Möglichkeit, überhaupt Einkünfte zu erzielen. Was passiert mit Griechen wie ihr, wenn die Frühverrentung drastisch beschränkt würde? Zum Vergleich: In Deutschland leben fast 740.000 Menschen im Alter von über 55 Jahren von Hartz IV.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Das griechische Rentensystem ist völlig verrottet, der "Guardian" hat es unlängst in einem lesenswerten Artikel seziert. Es ist offiziell das achtschlechteste der Welt, zutiefst ineffizient und ungerecht. Reformen sind dringend nötig, wie auch die Analyse eines griechisch-britischen Bankers und Bloggers belegt, weit grundlegender als die Einschnitte, denen die Regierung in den Verhandlungen bereits zugestimmt hat.

Und: Die politische Klasse Griechenlands trägt selbst Verantwortung für die Zwickmühle, in der sie steckt. Laut "Wirtschaftswoche" hatte die Troika Griechenland aufgefordert, bis Sommer 2014 eine Sozialhilfe europäischen Zuschnitts einzuführen - mit einem klar definierten und transparent ermittelten Existenzminimum, das jedem Einwohner zusteht. Keinem Vertreter der Geldgeber würde es einfallen, Einschnitte in ein solches System zu fordern.

Die Regierenden haben die Aufforderung der Troika ignoriert - auch um Sozialleistungen wie etwa subventionierten Strom weiterhin von ihrer Gunst abhängig zu machen und als Wahlversprechen einsetzen zu können. Das gilt auch für die linke Syriza, die ihren Wahlsieg unter anderem derartigen Versprechen verdankt und in der Regierung bislang keinerlei Anstalten gemacht hat, grundsätzlich etwas am System zu ändern.

Doch all dies ändert nichts daran, dass weitere Zugeständnisse bei den Renten im aktuellen Schuldenstreit vor allem die Ärmsten treffen würden, Jung und Alt. Wer sich derzeit seine Meinung bildet, ob Griechenland aufgrund seiner Sturheit den Euro verlassen soll oder nicht, sollte das im Hinterkopf behalten.

Zu den Fakten
  • Medienkritiker wie Stefan Niggemeier und "Bildblog" haben ebenso wie "Tagesspiegel" oder Deutschlandfunk darauf hingewiesen, dass die von "Bild" und Co. zitierte griechische Statistik selbst das angebliche durchschnittliche Renteneintrittsalter von 56 Jahren widerlegt: Die Zahl bezieht sich dort ausschließlich auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Gleichzeitig liegt das Renteneintrittsalter in Deutschland nur für diejenigen bei durchschnittlich 64 Jahren, die aus Altersgründen in Rente gehen - alle anderen, etwa Erwerbsunfähige, zählen nicht dazu.
  • Laut der Industrieländerorganisation OECD lag das tatsächliche durchschnittliche Renteneintrittsalter in Griechenland über alle Eintrittsgründe und Berufsgruppen hinweg im Jahr 2011 bei 61,4 Jahren.
  • Ebenfalls 61,4 Jahre betrug nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung im Jahr 2013 das tatsächliche durchschnittliche Renteneintrittsalter in Deutschland.
  • Selbst im Detail liegt das durchschnittliche Ruhestandsalter in Griechenland und Deutschland nahe zusammen, etwa im öffentlichen Dienst: Laut dem aktuellen Versorgungsbericht der Bundesregierung gingen Beamte bei Bahn oder Post 2010 im Schnitt mit 58 beziehungsweise 55 Jahren in Pension.
  • Dass Griechen im Schnitt im gleichen Alter in Rente gehen wie Deutsche, überrascht. Denn die fehlende Sozialhilfe beeinflusst auch die Statistik: In Griechenland gehen viele ältere Arbeitslose deshalb in Frührente - und drücken damit den Altersschnitt des Renteneintritts. In Deutschland bekommen Menschen in vergleichbarer Situation Hartz IV, bis sie in der Regel mit 63 in Rente gehen.
Auch der Anteil der Ruheständler an der Gesamtbevölkerung liegt in Deutschland und Griechenland nicht weit auseinander. In Griechenland entsprechen die 2,65 Millionen Rentner 24,3 Prozent der Bevölkerung. In Deutschland gibt es 19,4 Millionen Rentner und 1,6 Millionen Pensionäre - zusammengenommen ein Anteil von 26,0 Prozent. Zählt man die 740.000 über 55-jährigen Hartz-IV-Bezieher hinzu (die in Griechenland Rente beantragen müssten), erhöht sich der Anteil auf 26,9 Prozent.
Quelle: t-online.de

Kommentare

dorfbahnhof
Was ist denn hier passiert? Das konnte man doch schon immer wissen. Jetzt versteh' ich t-online nicht mehr. Übrigens hat bei uns schon Herr Kohl bei der Privatisierung der Post überzählige Beamte in den unfreiwilligen Vorruhestand verabschiedet, und werden heute noch Hartzer gezwungen vorzeitig Erwerbsminderungsrenten zu beantragen. Aber was bei uns völlig in Ordnung ist, ist natürlich eine himmelschreiender Unfug, wenn dies andere, deren politische Richtung einem nicht gefällt, genauso machen.

Incredible
Es geht nicht um die Rentenhöhe, sondern das Renteneintrittsalter, und das ist doch erwiesenermaßen mit 56 möglich in Griechenland. Auch wenn es sich nur um Beamte handelt, halb Griechenland scheint noch verbeamtet zu sein, auch da liegt viel im Argen. Man kann nicht alles mit dieser unsäglichen Misswirtschaft entschuldigen, man muss da aktiv werden um glaubwürdig zu bleiben. Korruption kann keine Leitlinie für politisches Handeln sein. Und das Verweigern von längst fälligen Reformen schon gar nicht. Das kann man dem sich krumm buckelnden deutschen Steuerzahler nicht vermitteln. Natürlich leidet das Volk in G., und natürlich wurden die Gelder nur in die Rachen der Banken und Reichen geworfen. Das muss ein Ende haben. Wirtschaftswachstum (echtes) beginnt von unten, ein Wasserkopf schadet dem Land.

coralee
Es ist doch völlig egal, wie hoch die Renten sind, wann die in Rente gehen usw. Ich will einfach nicht für andere bezahlen, weder für die noch für irgendwelche einreisenden Fachkräfte!!
Juan
Was soll mit diesem Artikel über die "bedauernswerten" Griechen bezweckt werden ?? Daß weiterhin deutsches Geld nach Athen fliessen soll und die Deutschen dafür gefälligst Verständnis aufbringen sollen. Nach dem Motto: Solidarität muß halt jetzt sein. Die geizigen, reichen Deutschen sollen sich beim Blechen für Andere nicht so anstellen.


Montag, 27. April 2015

Griechen spuren nicht - Euro-Retter verlieren die Nerven

Thema: Eurovisionen

Euro-Retter verlieren die Nerven:
Unflätige Attacken, weil Griechen nicht spuren

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 25.04.15
Bei den Euro-Rettern liegen die Nerven blank: In Riga gaben die Finanzminister jede diplomatische Zurückhaltung auf und sind über ihren griechischen Kollegen hergefallen. Sie nannten Yanis Varoufakis einen „Amateur“ und einen „Spieler“. Der Zwischenfall zeigt: Die Berufspolitiker in der EU haben massive Probleme mit abweichenden Positionen. Der Realitätsverlust könnte den Euro-Crash auslösen – mit Milliarden-Verlusten für die europäischen Steuerzahler.
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Ein wichtiger Satz steht dort im Text:
Die Griechen haben nun einmal diese Regierung gewählt – und warum sollte die Regierung auf die Troika mehr hören als auf ihre Wähler? Tsipras und Varoufakis verdanken ihre Jobs den Griechen und nicht der Gunst von Juncker, Lagarde oder Merkel.


Gerade die Letzgenannte schwafelt immer so viel von "westlicher Wertegemeinschaft".
Zu dieser "Wertegemeinschaft" soll doch wohl auch Demokratie gehören, oder sehe ich das falsch?
Was aber hat das Vorgehen der Troika gegen andersdenkende Politiker mit Demokratie zu tun? Was haben sie dagegen, wenn die griechische Regierung ihre Wahlversprechen einhalten will?

Ekkehardt Fritz Beyer sagt in den Kommentaren bei DWN
„Bei den Euro-Rettern liegen die Nerven blank“
Könnte diese Reaktion auch daran liegen, dass sich inzwischen in “allen” EU-Ländern die Gegner der Brüsseler Union, die immer selbstherrlicher und in immer grundsätzlicheren Fragen über die Köpfe der EU-Bürger hinweg regiert, formieren und selbst Österreich seinen Bürgern bei einem „EU-Austrittsvolksbegehren“ Ende Juni die Gelegenheit zum Protest gibt?
Sehen die sogenannten „Retter“(?) etwa ihre Pfründe davonschwimmen?

Mittwoch, 4. Februar 2015

Anne Will - 04.02.2015 - Die Machtprobe - Tsipras gegen das alte Europa


Sendung am 4. Februar 2015 | 23:30 Uhr
Die Machtprobe - Tsipras gegen das alte Europa
Die Gäste im Studio
© Will Media Fotograf Wolfgang Borrs/Marijan Murat
  • Theodoros Paraskevopoulos Ökonomischer Berater von Syriza
  • Christoph M. Schmidt Gesandter-Botschaftsrat der Botschaft der Ukraine in Deutschland
  • Norbert Röttgen Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestags
  • Ralf Stegner Stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender
  • Marion von Haaren Korrespondentin im ARD-Hauptstadtstudio
Am Mittwoch trifft Alexis Tsipras zu seinem ersten Besuch in Brüssel ein und kommt dort mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zusammen. Mit Spannung wird dieses Treffen erwartet. Kommt es zum Showdown zwischen dem "alten Europa" und dem "neuen Linken" aus Athen?

Nachdem Griechenland die Zusammenarbeit mit der Troika aus EU, EZB und IWF für beendet erklärt hatte, bekräftigte die Bundesregierung, den Reformprozess in Griechenland weiterhin von der Kontrollgruppe überwachen zu lassen. Die neue griechische Regierung rückte unterdessen von ihrer Forderung nach einem Schuldenschnitt ab und spricht von Umschuldungen etwa durch Anleihen. Ministerpräsident Alexis Tsipras sicherte zu, dass sein Land die Schulden an IWF und EZB zurückzahlen werde. Bisher galt die europäische Reformpolitik als alternativlos.

Steht die Zerschlagung der Troika gegen den Widerstand aus Berlin bevor und wäre das ein Sieg Griechenlands gegen das "alte Europa"? Werden die Reformen in Griechenland zurückgedreht oder gar beendet? Muss Europa die "alternativlose Sparpolitik" begraben?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)


Kommentare aus dem Blog

Nr. 1 von Caterina Ehlers
3. Februar 2015 um 14:34
Liebe Anne Will,
ich bin absolut froh und dankbar für den MUT der Griechen, endlich und nochmal endlich ein Staat sich traut, gegen dieses menschenverachtende System eine Partei zu wählen in demokratischer Form, die einzig wohl zur Zeit diesen Zug anhalten wird via Notbremse.
Und hoffentlich machen das die nächsten Staaten genauso, damit dieses zerstörerische Ausbeuten der wahren Arbeiter endlich ein Ende findet und das das Geld wieder in Umlauf gebracht wird, weil viele es haben und nicht ein paar wenige und alles ohne Blutvergießen, da sollte man doch froh drüber sein. Ich habe mich wirklich sehr gefreut und für mich sind die Griechen die wahren Demokraten! Und vielleicht sogar die Retter Europas.
Es beschämt mich, obwohl ich diese deutsche Regierung nie wählte, wie armselig die deutschen Bürger und die deutschen Medien sich mal wieder verhalten und sich immer ducken um bloß selbst keinen Schaden zu nehmen. Den Deutschen fehlt das Kreuz wie eh und je und das Treten von oben nach unten hat immer funktioniert und Deutschland geht es gut und dann ist doch alles gut. ICH kann es nicht mehr hören und den Griechen gehört mein größter Respekt, das will ich hier gerne gewusst wissen.
MFG

Nr. 2 von Kathrin
3. Februar 2015 um 15:11
Es ist doch keine Wunder, wenn die Deutschen wie Sie, Fr. Ehlers, schreiben, kein “Kreuz” hätten. Da gehen abertausende auf die Straße und demonstrieren gegen die deutsche Politik und was passiert. Sie werden bis auf’s Übelste beleidigt und in die rechte Ecke gestellt, ihrer Würde beraubt und ihre Meinungs- und Demonstrationsfreiheit beschnitten. Und seit Wochen, nein, seit Monaten ist es eine einzige Hetze in allen Medien, schriftliche, digitale oder auch Fernsehen. Nicht eine Nachrichtensendung, nicht eine Sendung, nicht ein Bericht, sogar bereits in den – von mir so betitelten – Smalltalkrunden wird darüber gehetzt. Die Zahlen werden wie in einem Wettbüro gehandelt und wer mehr hat, war dann der bessere. Da frage ich mich nicht, warum einige aus dem deutschen Volk – das ganze wird nie auf die Straße gehen – nicht mehr auf die Straße wollen und vor allem auch nicht mehr wählen gehen. Dies war in Griechenland der Grund, daß diese Regierung jetzt zustande kam, weil die Griechen gewählt haben. Hier in Deutschland gehen die, denen es nicht recht ist, nicht wählen und schenken gerade dadurch denen ihre Stimme, die sie überhaupt nicht an bzw. in der Regierung sehen wollen. Ich bin zwar Ausländerin, lebe aber seit über 40 Jahren hier, aber ich war gegen die Einführung des Euro wie viele auch und auch bin ich gegen die EU. Man sieht es auch gerade in Deutschland. Viele Kulturen und Eigenarten der Völker kann man nicht unter ein Hut bringen, das gibt Unfrieden. Etwas mit genügend “Luft” funktioniert in Maßen, aber nicht solch Massen, wie jetzt in der EU vorhanden sind.

Nr. 9 von Caterina Ehlers
3. Februar 2015 um 15:57
“Die Machtprobe – Tsipras gegen das alte Europa”
Wäre die Frage dazu noch, was denn mit altem Europa gemeint ist. Die französische Revolution oder was? Die Geschichte Europas ist lang, wenn man sich denn dafür interessiert, allerdings gibt es eine beständige Ergebnisgeschichte und die ist immer gleich, egal was für ein System nun gerade mal dran war.
Niemals kann man soziale Ungerechtigkeit ewig verschleiern und Millionen von Menschen damit “beglücken” ohne das dies Konsequenzen hat.
Ich hab das Gefühl, dass mit Frau Merkel die DDR durch die Hintertür gelangte via Westen ganz ohne Mauer und Schießbefehl und einem Gauck, der da versucht militärisch auf zu rüsten, was mindestens mit meiner Generation gar nicht geht. Aus der DDR kommt anscheinend nicht nur Gutes.
Merkel und Gauck müssen Demokratie erst lernen und Frieden vor allem und Gerechtigkeit und soziale Marktwirtschaft die da immer eine gerechte Verteilung bedarf und nicht den ganzen Schwachsinn den da 2 Parteien sich untereinander aufteilen, plus die Grünen, die da sich wandelten wie es noch nicht mal SPD und CDU schafften.
Wir sind Menschen und um deren Fortkommen geht es und nicht um die paar Superkapitalisten die da sich auf dem Mond glauben tun und die Medien in Deutschland sollten da endlich mal hinter herkommen und nicht ständig hinter den europäischen Medien ignorierend auf dem Mond glaubend das dumme Zeug labern wie die Politiker, weil ich will gerne mal die Namen wissen, die da als Beamte in deutschem Namen eine Troika stellen, weil die sind verantwortlich für das ganze Ausmaß an Menschenverachtung.
Ich will Namen haben und keine Politiker die sich hinter der EU verstecken, weil das System hat ja Kultur, indem man die Verantwortlichkeit einfach mal abgeben will.
Sind ja alle nicht mehr zuständig die guten. Für mich sind sie das aber nach wie vor und ich will die Namen wissen der Menschen die da Troika heißen und Europa in den Abgrund stürzen!!
MFG

Nr. 17 von Reini
3. Februar 2015 um 17:11
Meiner Meinung nach wird Europa NIE zu einer Einheit werden, so lange man die armen Staaten durch Ausbeutung und Erpressung zu „domestizieren“ versucht. Die EU sollte endlich zur Kenntnis nehmen, dass es niemals gleich starke Länder geben kann!
Würde man solidarisch mit den anderen sein hätte man eine Chance. Dazu müsste man sich vorstellen dass Europa auf die Größe Deutschlands schrumpft und alle 28 Staaten der EU……Bundesländer in diesem Staat wären.
In Deutschland geht kein Staat Pleite….Reiche Länder geben den armen Ländern über den Finanzausgleich finanzielle Hilfe. Bayern und BW beschweren sich zwar immer….aber es hilft nichts, sie müssen zahlen! Ist auch völlig in Ordnung…wie soll das Saarland, Bremen oder Berlin die gleiche Wirtschaftskraft haben wie die großen Länder! Leider gibt es in den Ländern mit florierender Wirtschaft genügend Gierhälse die teilen nicht gelernt haben und lieber die anderen verrecken lassen würden! Selbst wenn es ihnen durch die Abgaben kein bisschen schlechter gehen würde….sie wollen ALLES für sich!
So ist der Zustand von Europa! Griechenland hat völlig Recht, dass sie die mit der Geldeintreiber-Troika nicht verhandelt haben! Man kann doch nicht sein Volk ausbeuten, damit die Banken Geld für die nächsten Betrügereien haben! Die EZB druckt doch gerade Geld für die Banken….da sollen sie doch gleich einige Milliarden für Griechenland mit drucken….
Es gäbe keine Erpressung wie es mit Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und all den noch folgenden Ländern geschieht, wären die Politiker an einem vereinten Europa interessiert! Dann nämlich hätten sie schon längst den Plan des TEILENS in Angriff genommen. Anscheinend gibt der reale Marktkapitalismus das nicht her! Der besteht nämlich einzig und allein aus G I E R ! Nicht teilen, sondern besser als der Andere sein und so viel wie möglich Gewinn realisieren….so funktioniert Europa! Und das ist für mich eine SCHANDE!!

Nr. 18 von Greedy
3. Februar 2015 um 17:48
@Nr. 13 von Caterina Ehlers,
Große Klasse,Frau Ehlers.Bitte weiter so.
Liebe Grüße.
Greedy

Nr. 20 von Marie
3. Februar 2015 um 18:13
Es waren viele Milliarden, echte Reformen, wie Besteuerung der griechischen Millionärsclique sind von Merkel/der Troika nicht gewollt. Deshab wurden sie im Vertrag nicht zur Bedingung gemacht. Bedingung sind Maßnahmen zur Verelendung breiter Bevölkerungsschichten und zum weiteren Anwachsen der Schulden des griechischen Staates, dessen Wirtschaft vorsätzlich abgewürgt wurde, damit die Schulden steigen und Griechenland raffgierigen Investoren zum Frass vorgeworfen werden kann. Alles verlief planmäßig, man jubelte, Griechenland sei auf einem guten Weg, weil planmäßig die Schulden weiter stiegen und die Bevölkerung verarmte. Arbeitslosenraten der Jugend von mehr als 50 %, immer mehr Obdachlose, Menschen, die nicht heizen oder kochen können, weil sie Energie nicht bezahlen können, Kranke, die nicht behandelt werden, weil ohne Krankenversicherung, Armenküchen, das ist von der Troika unter Führung von Frau Merkel gewollt, deshalb wurde gejubelt und das zeigt die menschenverachtende Skrupellosigkeit der korrumpierten Akteure, die Milliarden zulasten des Steuerzahlers Banken und Zockern in den Rachen warfen und die Demokratie zum Wohle des Finanzkapitals schon lange abgeschafft haben. Deshalb sind in der „Krise“ die Vermögen oben exorbitant gestiegen, während nicht nur in Griechenland breite Bevölkerungsschichten immer mehr verarmen. Das ist nicht „alternativlos“, wie uns korrupte Politiker und deren mediale Sprachrohre ohne Unterlass eintrichtern. Die griechische Wahl macht Hoffnung, auch die Entwicklung in Spanien. Das laute Gejaule, die Beschimpfung der griechischen Wähler und deren Regierung zeigt: Die Interessenvertreter des Finanzkapitals sind nervös. Man sollte allerdings nicht ihre menschenverachtende Skrupellosigkeit, ihre Manipulationsmacht und ihr machtmissbräuchliches Erpressungspotential unterschätzen. Dass zu einer Alibiveranstaltung missbrauchte Wahlen in einer marktkonformen Schein-Demokratie etwas im Kern verändern können, ist unwahrscheinlich.

Nr. 36 von Reini
3. Februar 2015 um 20:43
Die Schulden von Deutschland betragen 2 000 Milliarden….
die der USA 14 000 Milliarden! Meint einer von euch, dass diese Schulden jemals zurück gezahlt werden können!
KEINER will die Schulden zurück zahlen, nur die Zinsen! Sonst würde das ganze kapitalistische System zusammenbrechen.
Die Menschen Griechenlands werden ausgebeutet, damit Banken und die Reichen weiter ihre Geschäfte machen können! Und Merkel macht als treibende Kraft natürlich mit! Sie fordert nicht höhere Steuern für die Reichen, oder die Jagd nach Steuerverbrechern, sondern sie nimmt den Menschen ihre Existenz!! Wie soll ein Menschen leben können wenn ihm die Rente, oder der Lohn um 50% gekürzt wird??
Jedem Land wird es früher oder später ebenso gehen! Nicht das Volk gibt zu viel Geld aus, sonder das Volk wird von der Wirtschaft, den Reichen und seinen korrupten Politiker betrogen!!
Doch die Medien spielen mit…die führen uns die Griechen als faules Volk vor, dass nicht arbeiten will! Und der Deutsche glaubt es mal wieder…so wie er gern alles glaubt was von den käuflichen Medien als „Wahrheit“ verbreitet wird!
Nicht die Linken haben Griechenland in den Ruin getrieben, sondern korrupte KONSERVATIVE POLITIKER!

Nr. 67 von Till Eulenspiegel (Robert Kroiß)
4. Februar 2015 um 11:04
[[„Werden die Reformen in Griechenland zurückgedreht oder gar beendet? Muss Europa die “alternativlose Sparpolitik” begraben?“]]
Dazu hätte ich nur eine kurze Frage? Wenn die „alternativlose SPARpolitik“ der EZB und Draghis so erfolgreich ist und war, weshalb muss „man“ dann nun „neues Geld“ drucken?! Wo ist all das „erfolgreich AngeSPARte“ abgeblieben?! Evtl. bei den Krisengewinnern?! Und wer sind diese?!

Nr. 84 von Till Eulenspiegel (Robert Kroiß)
4. Februar 2015 um 13:49
Die Verlogenheit dieses ganzen „Systems“ beginnt doch schon da, wo von Hilfe gesprochen wird, obwohl es sich in Wahrheit um ein (Tausch)Geschäft handelt. Es wird doch nicht wegen der Not und dem Leid der Menschen und damit der Hilfe wegen geholfen. Sondern es wird versucht, auch aus der Not und dem Elend Anderer noch ein Geschäft zu machen! Kapital- und Gewinnerträge daraus zu generieren. Was hat derartiges mit „Hilfe“ zu tun?! Interessant dabei ist, dass es sich vorwiegend um „konservativ, christliche“ Entscheidungsträger handelt, welche die/ihre Hilfe und damit die/ihre Nächstenliebe zu einem Geschäft gemacht haben und immer noch machen. Deren „geben“ statt „nehmen“ nur dann seliger macht, wenn aus der „Hilfe“ ein gewinnbringendes Geschäft wird! Und ganz wichtig für diese „christlichen Entscheidungsträger, welche das „Christentum“ schon in ihren Parteinamen wie eine Monstranz vor sich hertragen“! Es bedarf immer eines „Schuldigen“!
„In der Regierung angekommen, ging Tsipras in den Tempel und fing an die Händler und die Troika und die, die bei ihnen kauften hinauszujagen. Die Tische der Geldwechsler und Sitze der Statistiker stieß er um. Er duldete auch nicht, dass Jemand etwas über den Tempelhof und aus dem Lande hinfort trug. Sein Tempel sollte ein Tempel für alle (griechischen) Menschen sein. Aber sie hatten eine Räuberhöhle daraus gemacht.“ Diesen Text sollten all die „christlichen Entscheidungsträger doch kennen. Er steht – wenn auch ein wenig anders formuliert – als Gleichnis in der Bibel, im Markusevangelium 11.

Wer die Sendung nicht gesehen hat, hat nicht viel verpasst.
80% hohles Politikergeschwafel

Montag, 26. Januar 2015

Griechenland hat gewählt - EU ist schockiert

Thema: Griechenland
t-online.de
Keine absolute Mehrheit für Syriza
Tsipras: "Griechen haben die Troika für beendet erklärt"

Europa zittert erneut vor Griechenland: Bei der Parlamentswahl hat das linke Bündnis Syriza einen historischen Sieg eingefahren - allerdings verfehlte es mit 149 Sitzen im Parlament um nur zwei Sitze die absolute Mehrheit. Syriza-Chef Alexis Tsipras drängt nun rasch an die Macht. Noch am Montag will er mit den rechtspopulistischen Unabhängigen Griechen eine Zusammenarbeit ausloten. Schon am Abend könnte er neuer Ministerpräsident werden.

Grafik-Lizenz: gemeinfrei
Tsipras ließ sich in einer Konferenzhalle im Zentrum Athens von seinen euphorisierten Anhängern feiern. "Heute haben die Griechen Geschichte geschrieben. Hoffnung hat Geschichte geschrieben", sagte er. Das Land lasse fünf Jahre der Erniedrigung und des Leids hinter sich. Der "zerstörerische Sparkurs, Furcht und Autokratie" gehörten der Vergangenheit an, ebenso die regelmäßigen Inspektionen der internationalen Gläubiger. Gleichzeitig hätten die Wähler die Kontrolle der internationalen Gläubiger-Troika abgewählt und für "beendet" erklärt.

Tsipras signalisierte aber auch Verhandlungsbereitschaft. Die neue griechische Regierung werde ein faires und sowohl für Athen als auch für die internationalen Geldgeber vorteilhaftes Abkommen aushandeln.

Euro fällt leicht

Die politische Wende in Athen machte sich an den Finanzmärkten bemerkbar: Ohnehin schon angeschlagen, fiel der Euro um 0,3 Prozent und notierte bei 1,117 Dollar. Das ist der tiefste Stand seit April 2003. In Asien gaben zudem die Börsen nach. Aus Brüssel und Deutschland kamen warnende Stimmen, die Griechenland zur Wahrung seiner im Gegenzug für Finanzhilfen vereinbarten Verpflichtungen mahnten.

In den Wahlkampf war Syriza-Chef Tsipras mit dem Versprechen gezogen, das 240 Milliarden Euro schwere Rettungspaket für sein Land neu aushandeln zu wollen. Die dafür nötigen schmerzhaften Reformen will er abfedern, zudem pocht er auf einen Schuldenschnitt.

Einkommen um 30 Prozent gesunken

Tsipras' Rhetorik verfing offenbar bei den Griechen, von denen viele in den letzten Jahren im Schnitt Einkommenseinbußen von 30 Prozent hinnehmen mussten. Nach Auszählung von 97,6 Prozent der Wahllokale kam Syriza auf 36,4 Prozent der Stimmen, die konservative Regierungspartei Neo Dimokratia auf 27,8 Prozent.

Der scheidende Ministerpräsident Antonis Samaras räumte seine Niederlage ein. Er übergebe nun ein Land, das die schlimmsten Phase der Finanzkrise hinter sich gebracht habe, sagte er. Er habe die Grundlagen für wirtschaftliches Wachstum und ein Ende der Krise geschaffen.

Verhandlungen mit Rechtspopulisten

Für eine linksradikale Partei in Griechenland ist das Wahlergebnis ein historischer, noch nie dagewesener Erfolg. Der 40-jährige Tsipras wäre zudem der jüngste Regierungschef des Landes seit 150 Jahren. Angesichts der verpassten absoluten Mehrheit fasst er nun laut einem Syriza-Vertreter eine Zusammenarbeit mit den rechtspopulistischen Unabhängigen Griechen ins Auge. Diese holten 13 Parlamentssitze. Den Unabhängigen Griechen schwebt zwar wie Syriza eine radikale Abkehr vom strikten Sparkurses vor, doch bei praktisch allen anderen Themen liegen die beiden Parteien überkreuz.

Nach dem Wahlsieg des Linksbündnisses fordern Politiker aus der Union und SPD die künftige griechische Regierung auf, die mit den internationalen Geldgebern geschlossenen Vereinbarungen einzuhalten. "Die Griechen müssen jetzt die Konsequenzen selber tragen und können sie nicht dem deutschen Steuerzahler aufbürden", sagte Unionsfraktionsvize Hans-Peter Friedrich (CSU) der "Bild"-Zeitung.

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann forderte in der "Rheinischen Post" Syriza zu neuen Reformen und zur Bekämpfung von Korruption und Vetternwirtschaft auf.

Linkspartei-Chefin Katja Kipping wertete den Wahlausgang in der "Bild-Zeitung" als "klare Absage an das Kürzungsdiktat, das eine soziale Katastrophe und volkswirtschaftlich unverantwortlich ist".
Quelle: t-online.de

Kommentare aus dem T-Online-Forum

schoenfeldwolfgang
Einen Schuldenschnitt? Warum? Sie haben sehr viele Milliarden bekommen. Als Dank wurden wir beleidigt. An alle die jetzt den Daumen nach unten drücken. Wenn ihr jemanden Geld leiht, viel Geld, und der dann sagt er will von Euch einen Schuldenschnitt. Sagt ihr dann auch ihr scheisst auf Euer Geld? Hee?

derstauner
Das Geld, welches nach Griechenland gegeben wurde, floss nicht in die Taschen des Volkes, sondern in die Taschen der Banken, die die Schulden ja produziert haben. Das griechische Volk muss dafür mit radikalem Sozialabbau zahlen. Jetzt wehrt es sich. Das hätte durch kluge Politik verhindert werden können.

haudegen1949
Es gibt keine "kluge Politik". Hat es noch nie gegeben. Es gibt nur die Politik der Banken. Und die Politik Derer, die die Sparer und Arbeitnehmeer ausbeuten. Und die Politik des Machterhalts.

braddog
DANKE Frau Merkel und Herr Schäuble dass ihr unser Geld den Griechen geschenkt habt das wir niemals wieder sehen. Mann sollte euch persönlich zur Verantwortung ziehen für so viel Dummheit!

Dengxiaoping
Geh mal einer zu seiner Bank und erklär denen, dass du deine Schulden ab jetzt nicht bezahlen willst, weil die Linken dir das geraten haben.

computerwurm
Sehr geehrte Frau Merkel,
so wichtig, wie der Euro für Deutschland ist, so wichtig ist auch der Islam für Deutschland.
Beides brauchen wir NICHT!
Gebt uns unseren Wohlstand zurück, den wir bis Mitte/Ende der 90er hatten. MFG Ein gefrusteter Bürger!

Panzercop
Dann bin ich jetzt doch mal gespannt, ob Griechenland Teil der Gemeinschaftswährung und der Eurozone bleiben wird. An sich wäre ich ja dafür das se aus beidem austreten, in der Hoffnung dass es ihnen danach besser gehen wird. Wieso? Sollte es so kommen dann wäre ein für alle mal klar: Europa und Euro sind NICHT ALTERNATIVLOS.

gerer
Was hat uns Deutsche die EU und der Euro gebracht? Riesen Kaufkraftverlust, Sozialabbauorgien und Umverteilung von Unten nach Oben ala Schröder und Merkel, Millionenfache miese Löhne und miese Renten und Preiserhöhung ohne Ende, 16,2 Millionen Deutsche zu Armhäuslern gemacht und Wohlstandsverlierern, Kalter Krieg mit Russland, Bumerang Russlandsanktionen, Zypernhilfe , Griechenhilfe, Kiewer Putschisten Ukraine Hilfe, jetzt noch Eurowährungverfall .....und hier wird alles schlechter. Habe den Kanal voll von der Drecks EU dieser fürchterlichen Bundesregierung in Berlin! Kein Wunder das die Bürger jetzt auf die Straße gehen bei uns und 50 % nicht mehr zur Wahl. Man fühlt sich betrogen,belogen,abgezockt und verarscht,die regieren einfach über unsere Köpfe weg.

JLTemp
In jedem der Schuldenläder (Griechenland, Portugal, etc.) wächst der Unmut über den Euro und ebenso in den Geberländern. Wann sehen unsere Politiker und auch all die `Gutmenschen` ein, daß eine Gemeinschaft aus der Vielfalt und nicht einer erzwungenen Einheit und Gleichmacherei besteht? Der Eurowahnsinn muss endlich aufhören!

helmawilhelm
Ich hoffe, dass sich auch andere EU-Staaten ein Beispiel an Griechenland nehmen und die EU-Verbrecher handlungsunfähig machen.

Snooker
Selbst die SPD fordert die Einhaltung der Verträge, die gleichzeitig weitere drastische Einschnitte bei den kleinen Bürgern zur Folge hätte. Die SPD ist längst zum größten Verräter der Arbeitnehmer geworden - auf Jahrzehnte deshalb nicht wählbar!

Michael2004
Europa und der Euro hatten bereits fertig als die Tinte unter den jeweiligen Verträgen trocken war!
Gleichmacherei hat Alternativen, ihr lieben Gutmenschen!
Und liebe Griechen - räumt erstmal euren Mafia-Staat auf!

einermussestun
Griechenland hat sich selbst in diese Situation gebracht. Sie haben auf Kosten anderer sehr gut gelebt, ohne die entsprechenden Leistungen zu erbringen und Gegenwerte zu erwirtschaften. Wenn sie das wieder so machen wollen, ist das bequem und vielleicht sogar verständlich. Wir allerdings haben ab heute keinerlei Verpflichtungen mehr und sollten die gezahlten Milliarden genauso zurückfordern, wie es Banken auch tun. Ohne Rücksicht auf irgendwen. Aus dem Euro werden die ach so stolzen Schmarotzer wohl selbst austreten. Soviel Anstand werden sie wohl haben. Und dann viel Spaß mit der Freiheit. Meinen geplanten Griechenlandurlaub habe ich eben übrigens umgebucht.

shogun5349
Das wird alles ganz einfach gereGELD...und zwar so....Rauswerfen können sie die Griechen nicht (Verträge...) ausgerechnet dieser Vertrag wird komischerweise eingehalten. Selbst rausgehen werden die Griechen nicht...ALSO Europäer ZAHLEN, ZAHLEN, ZAHLEN, bis zum Umfallen. Gut Nacht Marie und kein Bett.