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Sonntag, 21. Juni 2015

Das deutsche Märchen vom griechischen Luxusrentner

Thema: Griechenland

t-online.de

Schuldenstreit
Die Mär vom griechischen Luxusrentner

18.06.2015, 16:37 Uhr | Von Florian Diekmann, Spiegel Online
Griechen gehen mit 56 in Rente, Deutsche mit 64: So behaupten es deutsche Medien und Politiker. Das ist schlicht unwahr. Über die Bedeutung von Renten in einem Land, in dem die Armen nicht einen Cent Sozialhilfe bekommen.

Ist es denn zu glauben? Da steht ein Land vor dem Bankrott. Doch statt die Hilfe der starken Partner (und deren Bedingungen) dankbar anzunehmen, will es nicht einmal die krassesten Auswüchse sozialer Wohltaten kappen. Und so verabschieden sich seine Einwohner weiter von Mitte 50 an in die üppig ausgestattete Rente. Die braven Bürger der Partnerländer hingegen müssen sich noch fast zehn weitere Jahre schinden - um jene Steuern zu erwirtschaften, die dann ins Pleiteland transferiert und an dessen Luxusrentner ausbezahlt werden.

Falsche Erzählungen in Medien und Politik

Ungefähr so geht die Erzählung, mit der deutsche Medien und Politiker die dramatischen Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Geldgebern begleiten: "Bild" und "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitierten vergangene Woche eine Statistik, wonach die Griechen im Schnitt mit 56 Jahren in Rente gehen, die Deutschen hingegen mit 64.

Der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach sprach bei "Günther Jauch" vor fünf Millionen Zuschauern: "Der griechische Ministerpräsident hat jetzt angeboten, das reale Renteneintrittsalter in Griechenland, das bei uns bei fast 64 Jahren liegt, auf 56 Jahre anzuheben."

Das Problem an der Erzählung ist nur: Sie ist schlicht und einfach falsch. Griechen gehen nicht früher in den Ruhestand als Deutsche, von Luxusrenten kann keine Rede sein. Vor allem aber blendet diese Darstellung einen Aspekt vollkommen aus, der verständlich macht, weshalb Kürzungen im Rentensystem in Griechenland weitaus heikler sind, als sie es etwa in Deutschland wären: Das Rentensystem besitzt dort die Funktion einer Art Ersatz-Sozialhilfe. Viele Familien kämen ohne die Rente der Großeltern nicht über die Runden, wie der englische "Guardian" feststellt. Dieser Fakt macht aus einer falschen Erzählung eine perfide Mär.

Fatalerweise heizt diese Mär eine Stimmung an, die in den vergangenen Wochen ohnehin zu einem fundamentalen Meinungswechsel geführt hat. Just zu dem Zeitpunkt, an dem der Grexit zum ersten Mal eine echte Option ist, befürwortet ebenfalls erstmals eine Mehrheit der Deutschen den Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Nicht unerheblich, sollte es bald wirklich hart auf hart kommen bei einem Treffen der Mächtigen in der EU.

Griechenland kennt keine Sozialhilfe

Nun gibt es eine Fülle von Dingen, die man der griechischen Regierung und all ihren Vorgängerinnen mit allem Recht vorwerfen kann. Sie haben einen Staat geschaffen, der durch Raffgier und Klientelpolitik gepaart mit einer notorischen Unzuverlässigkeit öffentlicher Dienstleistungen besticht und seine Bürger auf die Familie als einzig wirklich verlässliches Solidarsystem zurückwirft. Sie haben das Land in eine Krise manövriert, unter der große Teile der Bevölkerung seit Jahren fürchterlich leiden und die noch weitaus katastrophalere Ausmaße annehmen kann.

Doch in diesem speziellen Fall, in dieser speziellen Situation, tut man der Regierung Tsipras Unrecht, wenn man ihre Weigerung, die Renten noch weiter zu kürzen als angeboten, als bloße Dreistigkeit abtut. Denn Griechenland kennt keine Sozialhilfe, kein Hartz IV. Für EU-Normalbürger unvorstellbar: Nicht einmal das Existenzminimum ist abgesichert. Arbeitslosengeld gibt es nur für ein Jahr. Mehr als 90 Prozent der Arbeitslosen bekommen derzeit: keinen Cent.

In einer Gesellschaft, in der seit Jahren mehr als jeder vierte Erwerbsfähige ohne Job ist, bedeutet das: Viele Familien rücken noch enger zusammen, teilen alles. Jeder gekürzte Renteneuro fehlt dann nicht nur dem Rentner, sondern auch seinen Kindern und Enkeln. Nicht für Kino oder Café, sondern für Essen und Kleidung. Und bereits jetzt bekommt fast die Hälfte der Rentner weniger als 665 Euro im Monat. Sie fallen damit unter die Armutsdefinition der EU. Tsipras-Regierung handelt verständlich - aber muss reformieren

Auch die Weigerung der Regierung, die Möglichkeiten zur Frühverrentung noch stärker als ohnehin angeboten zu kappen, wird dadurch verständlich. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet über eine 59-jährige Arbeitslose, die sich schweren Herzens für eine Frührente mit hohen Abschlägen entschieden hat - ihre einzige Möglichkeit, überhaupt Einkünfte zu erzielen. Was passiert mit Griechen wie ihr, wenn die Frühverrentung drastisch beschränkt würde? Zum Vergleich: In Deutschland leben fast 740.000 Menschen im Alter von über 55 Jahren von Hartz IV.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Das griechische Rentensystem ist völlig verrottet, der "Guardian" hat es unlängst in einem lesenswerten Artikel seziert. Es ist offiziell das achtschlechteste der Welt, zutiefst ineffizient und ungerecht. Reformen sind dringend nötig, wie auch die Analyse eines griechisch-britischen Bankers und Bloggers belegt, weit grundlegender als die Einschnitte, denen die Regierung in den Verhandlungen bereits zugestimmt hat.

Und: Die politische Klasse Griechenlands trägt selbst Verantwortung für die Zwickmühle, in der sie steckt. Laut "Wirtschaftswoche" hatte die Troika Griechenland aufgefordert, bis Sommer 2014 eine Sozialhilfe europäischen Zuschnitts einzuführen - mit einem klar definierten und transparent ermittelten Existenzminimum, das jedem Einwohner zusteht. Keinem Vertreter der Geldgeber würde es einfallen, Einschnitte in ein solches System zu fordern.

Die Regierenden haben die Aufforderung der Troika ignoriert - auch um Sozialleistungen wie etwa subventionierten Strom weiterhin von ihrer Gunst abhängig zu machen und als Wahlversprechen einsetzen zu können. Das gilt auch für die linke Syriza, die ihren Wahlsieg unter anderem derartigen Versprechen verdankt und in der Regierung bislang keinerlei Anstalten gemacht hat, grundsätzlich etwas am System zu ändern.

Doch all dies ändert nichts daran, dass weitere Zugeständnisse bei den Renten im aktuellen Schuldenstreit vor allem die Ärmsten treffen würden, Jung und Alt. Wer sich derzeit seine Meinung bildet, ob Griechenland aufgrund seiner Sturheit den Euro verlassen soll oder nicht, sollte das im Hinterkopf behalten.

Zu den Fakten
  • Medienkritiker wie Stefan Niggemeier und "Bildblog" haben ebenso wie "Tagesspiegel" oder Deutschlandfunk darauf hingewiesen, dass die von "Bild" und Co. zitierte griechische Statistik selbst das angebliche durchschnittliche Renteneintrittsalter von 56 Jahren widerlegt: Die Zahl bezieht sich dort ausschließlich auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Gleichzeitig liegt das Renteneintrittsalter in Deutschland nur für diejenigen bei durchschnittlich 64 Jahren, die aus Altersgründen in Rente gehen - alle anderen, etwa Erwerbsunfähige, zählen nicht dazu.
  • Laut der Industrieländerorganisation OECD lag das tatsächliche durchschnittliche Renteneintrittsalter in Griechenland über alle Eintrittsgründe und Berufsgruppen hinweg im Jahr 2011 bei 61,4 Jahren.
  • Ebenfalls 61,4 Jahre betrug nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung im Jahr 2013 das tatsächliche durchschnittliche Renteneintrittsalter in Deutschland.
  • Selbst im Detail liegt das durchschnittliche Ruhestandsalter in Griechenland und Deutschland nahe zusammen, etwa im öffentlichen Dienst: Laut dem aktuellen Versorgungsbericht der Bundesregierung gingen Beamte bei Bahn oder Post 2010 im Schnitt mit 58 beziehungsweise 55 Jahren in Pension.
  • Dass Griechen im Schnitt im gleichen Alter in Rente gehen wie Deutsche, überrascht. Denn die fehlende Sozialhilfe beeinflusst auch die Statistik: In Griechenland gehen viele ältere Arbeitslose deshalb in Frührente - und drücken damit den Altersschnitt des Renteneintritts. In Deutschland bekommen Menschen in vergleichbarer Situation Hartz IV, bis sie in der Regel mit 63 in Rente gehen.
Auch der Anteil der Ruheständler an der Gesamtbevölkerung liegt in Deutschland und Griechenland nicht weit auseinander. In Griechenland entsprechen die 2,65 Millionen Rentner 24,3 Prozent der Bevölkerung. In Deutschland gibt es 19,4 Millionen Rentner und 1,6 Millionen Pensionäre - zusammengenommen ein Anteil von 26,0 Prozent. Zählt man die 740.000 über 55-jährigen Hartz-IV-Bezieher hinzu (die in Griechenland Rente beantragen müssten), erhöht sich der Anteil auf 26,9 Prozent.
Quelle: t-online.de

Kommentare

dorfbahnhof
Was ist denn hier passiert? Das konnte man doch schon immer wissen. Jetzt versteh' ich t-online nicht mehr. Übrigens hat bei uns schon Herr Kohl bei der Privatisierung der Post überzählige Beamte in den unfreiwilligen Vorruhestand verabschiedet, und werden heute noch Hartzer gezwungen vorzeitig Erwerbsminderungsrenten zu beantragen. Aber was bei uns völlig in Ordnung ist, ist natürlich eine himmelschreiender Unfug, wenn dies andere, deren politische Richtung einem nicht gefällt, genauso machen.

Incredible
Es geht nicht um die Rentenhöhe, sondern das Renteneintrittsalter, und das ist doch erwiesenermaßen mit 56 möglich in Griechenland. Auch wenn es sich nur um Beamte handelt, halb Griechenland scheint noch verbeamtet zu sein, auch da liegt viel im Argen. Man kann nicht alles mit dieser unsäglichen Misswirtschaft entschuldigen, man muss da aktiv werden um glaubwürdig zu bleiben. Korruption kann keine Leitlinie für politisches Handeln sein. Und das Verweigern von längst fälligen Reformen schon gar nicht. Das kann man dem sich krumm buckelnden deutschen Steuerzahler nicht vermitteln. Natürlich leidet das Volk in G., und natürlich wurden die Gelder nur in die Rachen der Banken und Reichen geworfen. Das muss ein Ende haben. Wirtschaftswachstum (echtes) beginnt von unten, ein Wasserkopf schadet dem Land.

coralee
Es ist doch völlig egal, wie hoch die Renten sind, wann die in Rente gehen usw. Ich will einfach nicht für andere bezahlen, weder für die noch für irgendwelche einreisenden Fachkräfte!!
Juan
Was soll mit diesem Artikel über die "bedauernswerten" Griechen bezweckt werden ?? Daß weiterhin deutsches Geld nach Athen fliessen soll und die Deutschen dafür gefälligst Verständnis aufbringen sollen. Nach dem Motto: Solidarität muß halt jetzt sein. Die geizigen, reichen Deutschen sollen sich beim Blechen für Andere nicht so anstellen.


Sonntag, 21. Juli 2013

Jobcenter empfiehlt Arbeitslosen: Nur noch Leitungswasser trinken!

Ohne Fleisch mit Hartz IV

Hartz-IV-Empfänger sollen ihre alten Möbel verkaufen, weniger Fleisch essen und nur mehr Leitungswasser trinken. Diesen Eindruck vermittelt eine neue Broschüre eines Jobcenters in Schleswig-Holstein. Die Chefs der Bundesagentur für Arbeit loben die Darstellung als pädagogisch wertvoll.


Die Familie feiert die Versteigerung ihrer Möbel übers Internet: Hartz-IV-Empfänger sollen von der Hand in den Mund leben. (Grafik: DWN/Screenshot)
Eine Informations-Broschüre des Jobcenters Pinneberg in Schleswig-Holstein sorgt zur Zeit für Aufregung. Darin werden Beziehern von Arbeitslosengeld-II (Hartz-IV) Spar-Tipps gegeben, die Betroffene durchaus als Verhöhnung auffassen könnten.

Mit Hilfe von Comic-Bildern wird in dem Folder geschildert, wie die fiktive Familie Fischer Arbeitslosengeld-II beantragt. Als die Eltern ihren Kindern eröffnen, dass sie Hartz-IV in Anspruch nehmen, wird erstmal beschlossen, „eine Woche auf Fleisch zu verzichten“. Der Tochter gefällt das: „Ich will sowieso Vegetarierin werden.“

Später werden alte Möbelstücke übers Internet versteigert. Die 350 Euro darf die Familie behalten, werde doch „der Erlös aus dem Verkauf von Möbeln und Haushaltsgegenständen“ nicht als Einkommen angerechnet.

Statt dem Getränke-Kauf im Supermarkt gibt eine Freundin Frau Fischer den Ratschlag, doch in Zukunft lieber Leitungswasser zu trinken: „Vielleicht müsst ihr Euch nur daran gewöhnen“. Geraten wird Langzeit-Arbeitslosen auch, Steine in den WC-Spülkasten zu legen, um Toilettenwasser zu sparen.

Das vermittelte Bild ist alles andere als glücklich. Das Jobcenter scheint vermitteln zu wollen, dass sich mit Hartz-IV im Grunde locker ein Auskommen finden lässt, solange man nur genügend Eigeninitiative und Verzichtsbereitschaft an den Tag legt.

Die Bild-Zeitung machte daraus in ihrer Donnerstagsausgabe einen regelrechten Skandal. Ein Redakteur verstieg sich sogar zur Aussage, die Bundesagentur für Arbeit (BA) sei eine „Bundesagentur für Volksveräppelung“. Zuvor hatte der Vizechef der BA, Heinrich Alt, die Broschüre ausdrücklich gelobt. „Jobcenter Pinneberg hat einen tollen ALG2-Ratgeber herausgegeben“, schrieb er in einer Twitter-Nachricht.

Eine Sprecherin von Alt sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass er trotz der Aufregung bei seinem Lob bleibe. Die Broschüre sei in erster Linie dazu gedacht, die Grundsicherung für Arbeitsuchende verständlich zu erklären. Die Spar-Tipps nähmen nur einen sehr kleinen Teil der Publikation in Anspruch und würden mehr einen allgemeinen Denkanstoß als eine konkrete Handlungsempfehlung darstellen. Auch dass die Auswahl der dargestellten Situationen mit mehr Sensibilität erfolgen hätte können, sieht die Sprecherin nicht ein.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Sagen Sie mal werte Bundesagentur für Arbeit, geht's noch?
Diese Behörde muss ja viel Zeit und Geld übrig haben um so ein Produkt bürokratischen Zynismus anfertigen zu können.

Ist das nicht Ihr Bereich werte Ursula von der Leyen?
Was maßen Sie sich wieder mal an?

Sie verteidigen ein mehr als überflüssiges Druckwerk, das Hartz-IV-Empfänger geradezu verhöhnt? Ist das Ihr Beitrag zum Wahlkampf 2013, Zensursula?
Dass Sie unbelehrbar sind und beratungsresistent, dass Sie sich frech über Gesetze hinwegsetzen, sogar über das Grundgesetz, haben wir im Wahlkampf 2009 gesehen und gehört. Da waren Sie Familienministerin.
Ihr Kreuzzug gegen Kinderpornografie war zu Recht ein Reinfall und ich freue mich heute noch für sein Scheitern, zumal es gar nicht um Kinderpornografie ging sondern um Internetkontrolle und Sie wussten das.

Dass Sie 2013 noch einen Schritt weiter gehen, und als Arbeitsministerin ein zynisches Verhöhnungspamphlet verteidigen lassen würden, hätte ich nicht gedacht.

Eine Zwischenfrage:
Wer schaut sich eigentlich dieses aalglatte Teflonverhalten bei wem ab, Sie bei der Merkel oder die Merkel bei Ihnen?

Sollen die Wähler dieser "christlichen Partei" sich besser dauerhaft an das unchristliche Verhalten ihrer Abgeordneten gewöhnen?
Hoffen Sie auf Stimmenfang, wohlmöglich sogar aus Reihen der Konservativen "christlich sozialen" Bevölkerung im Süden des Landes, wo die Partei das "C" im Parteinamen genauso wählertäuschend trägt wie die Schwesterpartei im Norden?

Was glauben Sie, wer Kandidaten mit so menschenverachtendem Verhalten wählt?

Zumindest stellen Sie sich in eine Reihe mit Westerwelle, der 2010 in einem Zeitungsbeitrag nach dem Hartz-IV-Urteil des Bundesverfassungsgerichts beklagt, die Debatte trage „sozialistische Züge“ und laufe in die falsche Richtung...

Na dann viel Spass, da haben Sie ja mit dem Richtigen gleichgezogen.



Emilia sagt:
Bei den Ämtern sitzen ganz einfach zu viele Leite rum.
Um ihr Dasein zu rechtfertigen, kommen sie auf solche dummen Ideen.
Griechenland ist überall.
Die größte Ungerechtigkeit ist die Gleichbehandlung der älteren Arbeiter, die nach 30 bis 40 Arbeitsjahren von diesen Schandgesetz betroffen werden, mit den Berufshartzern, die schon in der Schule zum Lernen zu faul waren.
Ach ja, jeder Europäer und auch die Asylanwärter haben die gleichen Ansprüche, wie ein langgedienter Arbeiter, der in die Sozialsysteme eingezahlt
und treu und brav seine Steuern gezahlt hat.


Demotator sagt:
Erstaunlich, wie verkommen die BRD doch in den letzten 25 Jahren geworden ist. Im Mittelalter waren es die Hexen, bei den Nazis waren es die Juden und jetzt sind es die HartzIV Empfänger. Ich möchte nicht wissen, was allein die Herrausgabe dieser sogenannten Broschüre gekostet hat. Bestimmt ein vielfaches dessen, was eine Hartz IV Familie im ganzen Jahr erhält. Mir geht diese Hartz IV Hetze mittlerweile nur noch auf den S…! Die an die Alg. Empfänger ausgezahlten Gelder erreichen nicht annähernd die Summe, die unsere Multimillionäre in verbrecherischer Absicht an Steuern hinterziehen. Es ist halt leichter, über die ärmsten Mitglieder unserer Gesellschaft herzufallen, schließlich haben die ja keine Lobby. Gleichzeitig werden den Bankgangstern, Wurstkoenigen, Gummibärchenprinzen und Flughafenexperten immer wieder rote Teppiche ausgerollt, weil sie ja so wichtig für die Gesellschaft sind. Nicht die Hartz IV Empfänger sind Lauschepper, sondern z.B. der Hartz IV Erfinder und Namensgeber.
Übrigens: Steine eignen sich auch hervorragend für andere Zwecke. Schließlich hat diesen Zweck ja schon der ehemalige Außenminister J. Fischer erkannt, und das kann ja nicht falsch sein, er war immerhin Vizekanzler der BRD.. War nur so ein Tip.


Herle King sagt:
Zahl der Hartz IV Aufstocker steigt
http://www.youtube.com/watch?v=XTwVqe7qD_o
Bitte beachten Sie die dreiste Manipulation des ‘Berichtes’ :
Gleich am Anfang heißt es : “..doch ihr Gehalt von mehr als 800 Euro im Monat reicht nicht…” die Zahlen, die im weiteren vorgestellt werden, beziehen sich aber NUR auf die Gruppe, die über 800 Euro / Monat verdient, also etwa 323Tausend Menschen!
Die wirkliche Menge der “Aufstocker” sieht aber etwas anders aus:
Erwerbstätige ALGII-Bezieher Juli 2012 ca. 1.320.000
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstocker#Sozialstatistik
ps
http://www.youtube.com/results?search_query=HARTZ+IV


123 sagt:
Wie wäre es mit einem vergleichbaren Ratgeber für Beamte, Politiker, EU-Günstlinge etc. Enthaltsamkeit macht gute Laune, nicht wahr?


´Schland sagt:
Erntezeit.Die Spreu trennt sich vom Weizen.
Wer Augen hat, der sehe.
Wer Ohren hat, der höre.


Andreas sagt:

Es geht nicht ums gut gehen. Wem es gut gehen soll, der soll arbeiten gehen.

Es geht darum, dass die Hartzer auf einem ganz hohen Niveau jammern. Oder warum kommt wohl derzeit halb Rumänien und Bulgarien freiwillig nach Deutschland? Bestimmt nicht, weil es den Bedürftigen hier im internationalen Vergleich so schlecht geht.


NICF-Nettie sagt:

Bezug auf Kommentar von “Andreas”

Zitat: „Nein, das geht gar nicht. Jeder in Deutschland hat Anspruch auf eine Rundum-Sorglos-Versorgung.“

@Andreas

Das ist auch völlig richtig so, wenn wir bedenken wo wir leben. Hartz IV widerspricht jedoch schon für sich genommen dem Grundgesetz, vor allem in der Ausübung. (Eingliederungsvereinbarungen, Ortsabwesenheitskriterien, Zwangsarbeit, und die teuren Sinnlosmaßnahmen, die niemanden in Arbeit bringen) Das alles zu erklären würde hier jeden Rahmen sprengen, einiges als Videos am Ende. Und was teure und sinnlose Bürokratie ist, weil man jedes halbe Jahr den Antrag auf Verlängerung stellen muss (früher war es wenigstens einmal jährlich), der eigentlich nur den Sinn der Schikane hat, weil man da alles nochmal ausfüllt, was die schon wissen, zumal man von selbst aus eh schon Veränderungen aufzeigen muss und letztendlich das wieder bewilligt bekommt.

Zitat: „Es ist nicht zumutbar, dass jemand nur einmal die Woche Fleisch essen kann. Und ohne Kippen und Bier geht es mal gar nicht. Man will ja am gesellschaftlichen Leben teilhaben.“

Das ist schon Bildzeitungs-Niveau, die Hetze funktioniert also. Man kann durchaus mit Hartz IV „überleben“, wenn man es sparsam macht. Doch dazu brauche ich kein Ratgeber aus Pinneberg, der mir empfiehlt meine Möbel zu verkaufen oder ob ich Leitungswasser trinken könnte (als wenn man das nicht selbst wüsste) und auch von der Packung Vollmilch, den Vitaminsaft, ja sogar die Packung Zigaretten fliesst als Mehrwertsteuer wieder ein Teil in den Topf zurück. Im Grunde der ganze Hartz IV Satz als 19 %, weil es egal ist, was man davon kauft. Im Bier sind auch Nährstoffe, ich trinke jedoch kein Alkohol, ausser Malzbier weil es besser schmeckt. Doch da merkt man schon, wie unsinnig solche Aufzählungen sind, die gehen weder dem Jobcenter noch jemand anderes etwas an, die Leistungen ist eh raus und damit muss jeder zurecht kommen. Gesellschaftliche Teilhabe ist jedoch davon nicht möglich, nicht indem Sinne was man darunter versteht. Mallorca ist nicht drin, und das braucht man auch nicht, aber sich Selbstverständlichkeiten aus dem Supermarkt erlauben können, muss drin sein.

Zitat: „Wie ging es Arbeitslosen eigentlich vor 100 Jahren“

Nun um diesen Rückschritt ist man ja bemüht wie man sieht und das mit Hilfe von Propaganda beim Leservolk. Aber dafür geht es den Bänkern von Tag zu Tag besser. Wie geht es dir denn dabei, Steuern für Zockerbanken zu entrichten? Was da an Gelder rausgeht, da sind Arbeitslosenkosten ein Peanuts gegen. Würde man aber endlich diese Jobcenter mit ihren Ladenhüter-Jobs, schikanierenden Sachbearbeitern und vor allem dieser Sinnlosbürokratie abschaffen und endlich zum Bedingungslosen Grundeinkommen für alle kommen, das ist durchaus finanzierbar, weil diese Behördenapparat dann weg ist, abgesehen davon das viele ohnehin schon von Staat subventioniert werden müssen, weil arm trotz Arbeit, könnte man sogar die Wirtschaft wieder in Gang bringen, diese unsäglichen 1 Euro Jobs, Zeitarbeit und Minijobs, die richtige Arbeitsplätze kaputt gemacht haben, von 20 Arbeitern sind heute gerade mal 2-3 Festangestellt, soweit sidn wir schon, oder vernünftig bezahlen, dann gäbe es wieder vernünftige und für die heutige Zeit normal bezahlte Arbeitsverhältnisse, weniger Mobbing, und die Wirtschaft würde belebt werden.

Tatsache ist nämlich, das mehr Maschinen heute die Arbeit übernehmen, es aber auch immer mehr Menschen werden (wogegen ich nichts habe), ist nicht für jeden Arbeit da. Und selbstverständlich ist nicht jeder für alles geeignet, doch mit der modernen Sklaverei will man dem begegnen, und die ist vom Grundgesetz her verboten. Doch das schert der Regierung schon lange nicht mehr, siehe ESM und anderes.

Stattdessen betreibt man das Schikane-Modell Hartz IV und andere neiden einem die Zigarette, als hätte man das recht zu rauchen oder auf ein Bier verwirkt, weil man Hartz bezieht, das ist menschenverachtend!

Im Bundestag winkt man Rettungschirme im Eiltempo innerhalb von Tagen durch, aber bei der 5,- EURO Erhöhung streitet man Monate im Bundestag. Das Jobcenters Pinneberg oder Herr Alt haben vergessen wenn sie ihren Job eigentlich verdanken! Gäbe es die Arbeitslosen nicht., würden sie da nicht sitzen. Ich weiss, sie würden woanders sitzen, weil diese Typen immer nach Oben fallen, aber sie sitzen nunmal da und das sicher nicht einmal schlecht.

Zitat: „oder wie geht es den Armen in Afrika/Asien/Südamerika/dem Balkan etc.?“

Sehr schlecht, das ist aber nicht die Schuld der HartzIV Empfänger hierzulande. Das wäre an die Adresse der 4 Blockparteien anzubringen.

Das sind Hinterlassenschaften der westlichen Konzerne, vor allem der USA, informiere dich da mal näher wie das zustande kam und auch heute noch läuft. Man beutet sie aus, nimmt ihnen ihre Lebensgrundlage.

Zitat: „Wenn ja, warum kommen dann massenhaft Flüchtlinge vorzugsweise nach Deutschland?“

Eben wegen genanntem.

Ist das ein Grund ein menschenverachtenden Klugscheissersinnlosratgeber aus Pinneberg rauszubringen, übrigens auch auf Kosten der Steuerzahler, der das Problem nicht im mindesten am Kern packt? Soll man Gott auf Knien für diesen Unfug nun danken? Was ist Menschenwürde heute wert?

Und genauso würde verachtend ist so eine Neiddebatte, die man von Bildlesern Kommentaren kennt. Es geht niemanden einen scheiss etwas an, wer sich ein Bier oder Zigarette gönnt. Andere gönnen sich 5 Häuser und drei Ferraris ohne dafür gearbeitet zu haben. Sollen sie, aber auf ehrliche Weise aber nicht mit Peanuts auf die schwächsten der Gesellschaft schauen. Und jeder kann in Hartz IV landen – ausnahmslos, ausser Banker, Manager und Politiker. Egal ob selbstständig, Mittelständler oder Angestellter. Das geht heute ganz schnell.

Jaja der Steuerzahler dürfte jetzt kommen. Nun wir werden im September sehen wie klug der Steuerzahler wirklich ist, ob man Schäuble und Konsorten sowie die nichtgewählten EU Verbrecher in Brüssel von Deutschland aus, noch weiter den Freifahrtsschein zur Talfahrt gibt.

Und du lieber Andreas kannst dann mittlerweile darüber nachdenken, ob Neidebatten unter deutschen Mitbürgern weiterhin sinnvoll ist, egal welchen Einkommens-Status sie haben. Es geht um diese dreiste Pamflet-Broschüre, die nichts weiter als ein Propaganda Comic ist, das andere Menschen in ihrer Würde verletzt.

Gäbe man mir so ein Teil in die Hand, würde ich Strafanzeige auf der einen Seite erstatten, auf der anderen Seite solche Herrschaften vor das Sozialgericht zerren. Den es handelt sich nicht um ein Ratgeber zur Maßnahmen oder Ausbildungen was deren eigentliche Aufgabe ist, sondern ist diese provozierende Broschüre ein Eingriff in das private Lebensverhalten, das muss man begreifen, die bewilligten Leistungen, mit denen man so oder so auskommen muss, mehr gibt es ja nicht, da muss man selbst zurecht kommen, und niemand weiss besser als ein Hartz IV Empfänger wie man am besten spart.

Und nicht jeder trinkt Bier, es darf neben dem Leitungswassergebrauch, auch mal ein gesunder Vitaminsaft sein, oder der Liter Frischmilch, das erwähnt man bei mancher Schreibpropaganda jedoch nicht. Gegen ein Glas Leistungswasser spricht auch nichts, um das klar zu sagen, aber dafür brauche ich nicht Empfehlungen vom Jobcenter, die auf einen ganz anderen Kurs aus sind.

Ein menschenverachtendes Comic, das so keiner ernst nehmen kann und darf, ist sicher nicht aus Liebe zum Mensch heraus gebracht worden, aber doch nicht von der Arbeitsagentur, das geben die Inhalte auch nicht her und für so ein Unfug hat man Geld übrig.

Nichts gegen eine frei Meinung, so ja auch meine hier, aber etwas konstruktiver könnte es beim nächsten mal dann doch sein. Na sicher haben wir ein Einwanderungsprobem, man kan nicht für alel aufkommen, erstmal gehen die Einheimischen Bürger wohl doch vor.

Die Hartz IV Empfänger können nichts für die Einwanderung aus dem Ausland. In vielen Ländern wie Griechenland hat Deutschland seinen Teil ja dazu beigetragen, das alle her wollen. Würde man den Menschen das Geld zukommen lassen, statt den Banken, denn das wird jedesmal durcheinander gebracht, wäre die Situation eine ganz andere.

Auch die Einheitswährung, trotz verschiedender Wirtschaftskulturen, tut dann sein Rest. Diese absurde Broschüre lenkt von solchen eigentlichen Problemen ab. Genau derselbe Unsinn wie die Südländer hätten über ihre Verhältnisse gelebt. Die Banken ja, aber nicht die Menschen. Sind wir soweit darüber zu diskutieren, wer sich was kaufen darf??? Das insich ist schon abstossend.

Bill Gates und seinen Milliardärskollegen pumpen Milliarden in diese Impflüge (Bevölkerungsreduktion) in Afrika, dabei könnte man davon die Armen dort mehr als satt bekommen.

Zitat nochmal: „Wie ging es Arbeitslosen eigentlich vor 100 Jahren“

Und was die Zeit vor 100 (130) Jahren angeht, da war mal nicht einmal krankenversichert wenn man gearbeitet hat. Genaugenommen wurde die gesetzliche Krankenversicherung 1883 eingeführt. Es gibt vieles aus alter Zeit was man nicht wiederhaben wollen würde. Doch man kan auch Kühe und Mäsue vergleichen. Früher hatten wir auch einen Kaiser, na und? Hartz IV ist kein zeitgemäßes Niveau um es mal deutlich zu sagen. Wird man nur geboren um für andere zu arbeiten? Nicht unbedingt will man meinen. Und was gibt es am Ende? Die Grundsicherung zur Rente.

Aber wir steuern auf Zeiten zu, wenn man sich was erspart hat, das es einem wegenommen werden kann. Menschenwürdig und GG mäßig nach vorne sehen sollte es lauten.

Es gab schon mal obskurse Debatten ob ein Hartz IV Bezieher Lotto spielen darf. Was sind Hartz IV Bezieher, entrechtete Menschen??? Ich bitte inständig, den Verstand endlich einzuschalten, sonst haben wir den Faschismus schneller zurück als man denkt. Heute die, morgen die.

Hier nun etwas Hartz IV Info:

http://www.youtube.com/watch?v=-mZuSFcAFpM

http://www.youtube.com/watch?v=_KnJJ2ocSBs

http://www.youtube.com/watch?v=zAoIRtMBuQE

http://www.youtube.com/watch?v=4hzdKkv4JSY

http://www.youtube.com/watch?v=OJGtgL6sJzk

http://www.youtube.com/watch?v=4OdyHKX_0zw