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Montag, 18. April 2016

Presseclub 17.04.2016 - unser marodes Rentensystem - droht Millionen Deutschen die Altersarmut?

Thema: Rentensystem



Ist unser Rentensystem gescheitert?

Was muss passieren, damit nicht Millionen Deutsche im Alter in die Armut abrutschen?
Und kann die SPD mit ihren Reformplänen punkten?

Presseclub - So. 1.04.16, 12.00 - 13.00 Uhr
Die Zahlen sind erschreckend. Für fast die Hälfte aller jüngeren Arbeitnehmer in Deutschland wird im Alter ihre gesetzliche Rente unterhalb der Armutsgrenze liegen. Wer 40 Jahre lang einzahlt und 2100 Euro oder weniger verdient, würde ab dem Jahr 2030 als Rentner zum Sozialfall - sofern er nicht privat vorsorgen konnte oder geerbt hat. Das hat diese Woche eine große Untersuchung im Auftrag des WDR ergeben.

Um die Beiträge zur gesetzlichen Rente niedrig zu halten, hatte die Bundesregierung unter Kanzler Schröder vor 15 Jahren beschlossen, das Rentenniveau immer weiter abzusenken. Im Jahr 2030 wird es nur noch bei 43 % des Durchschnittslohns liegen - heute sind es 48 %.

Das fehlende Geld fürs Alter sollten die Deutschen eigentlich privat ansparen, mit Hilfe der Riester-Rente und Betriebsrenten. Doch heute wird klar: Die Riester-Rente ist offenbar gescheitert. Sie lohnt sich wegen hoher Kosten kaum, und gerade Geringverdiener nutzen diese Vorsorge nicht. Zudem haben die Betriebsrenten größte Probleme, die geplanten Zinsen zu erwirtschaften - eine dramatische Folge von Mario Draghis Null-Zins-Politik.

Darüber diskutiert ARD-Programmdirektor Volker Herres am Sonntag im "Presseclub" mit:


  • Sven Afhüppe, Handelsblatt

  • Heike Göbel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

  • Elisabeth Niejahr, Die Zeit

  • Thomas Öchsner, Süddeutsche Zeitung

  • Fotos: Screenshots
    In Berlin bastelt Arbeitsministerin Nahles eifrig an Reformvorschlägen. Die Rente könnte das große Thema des kommenden Bundestagswahlkampfes werden. Denn die SPD sucht angesichts desaströser Umfragewerte dringend ein Thema, um bei den Wählern wieder zu punkten. Viele Fachleute aber halten nichts von punktuellen Reformen. Sie fordern, das Rentensystem zu einer Art „Deutschlandrente" umzubauen. In diese sollten dann alle einzahlen - auch Beamte und Selbständige.

    Ist unser Rentensystem gescheitert? Was muss passieren, damit nicht Millionen Deutsche im Alter in die Armut abrutschen? Und kann die SPD mit ihren Reformplänen punkten?

    Kommentare

    Susanne Herschbach
    Auf einmal sorgt Merkel sich um die Rente ! Was hat diese Frau eigentlich elf Jahre getan ?

    Susanne
    Die OECD umfasst 34 entwickelte Staaten. Deutschland liegt auf dem vorletzten Platz vor Mexico!!! Unser Rentensytem ist mittelalterlich und zutiefst ungerecht! 9 europäische Staaten haben vorbildlich, ganz anders aufgebaute Säulen Komponeten Systeme, die für 79-95 %Netto Rentenniveau sorgenstatt 48% unseresNiveau! Monitor stellte die gut augestellte österreichische gesetzliche Rente vor!Normale Angestellte, Renter, Arbeitslose stellen proportional die Bevölkerunggsmehrheit, wir müssen unsere Volksvertreter zwingen für die Merheit gute Politik zu machen! Es handelt sich um sozialen Sprengstoff, der VOR der Wahl gelöst werden muss!

    Maria Tamkro
    @ Neuester
    D. Schulz, heute, 21:47 Uhr: Ich bekomme einen Zorn wenn selbst Politker behaupten die Regierung würde jedes Jahr 80 M. in die Rentenkasse einzahlen. Das ist Blödsinn hoch 3, sie zahlen für die Entnahme für versicherungsfremde Leistungen nur einen Teil zurück. Sie haben und tun es auch immer noch, sie bestehlen die Beitragszahler. Und hier wird gefragt ob es zukünftige Altersarmut gibt. Die gibt es heute schon. Riester ist erledigt und Maschmeyer hat alle abgezockt. Wie war das nochmal mit seiner AWD. Der Riesterfaktor muß sofort wieder zurück genommen werden. Die Kürzung ebenso.
    Sie bringen es auf den Punkt. Und die größte Unverschämtheit ist es, dass die viel zu geringe Rückzahlung der Entnahme für gesamtgesellschaftliche Aufgaben auch noch Bundeszuschuss genannt wird.

    Pavel Deutscher
    Je mehr Ungerechtigkeit in einem Land herrscht umso größer wird die Armut. So einfach ist das! Geht Deutschland auch diesen Weg?

    Nicole B.
    Nadine Schöhler, 20:43 Uhr: "Seit 1957 finanziert der Bund aus den Renten-Beiträgen allgemeinstaatliche Aufgaben, die nach §213 SGB VI durch einen Bundeszuschuss zurück bezahlt werden müssen."
    Ja und dafür gibt es unzählige Quellen. Es dürften nur an diejenigen Renten ausgezahlt werden, die auch eingezahlt haben. Alle anderen Beträge sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben und müssen daher aus dem Steueraufkommen bezahlt werden. Zu den vielen Fremdleistungen zählen Renten an Aussiedler, die neue Mütterrente, Reha-Maßnahmen usw. usw. es gibt eine ellenlange Liste, die bei den verschiedenen Quellen zu finden ist. Das ist Enteignung der Rentner, die jetzt mit einer Hungerrente entwürdigt werden. Was für ein Betrug. Würde? Was ist das denn? Das braucht nicht jeder, entscheidet die Politik.

    Ulrich
    Eine auf den Kopf gedrehte Alterspyramide hält kein System aus, da muss man doch nicht herum reden. Wir sind stolz auf unsere Wirtschafts und Arbeitsmarktpolitik, unter was für einen Preis? So verkehrt ist die damalige Werbung der CDU, Kinder statt Inder, nicht gewesen. Stattdesssen machten sich unsere Politiker lieber Gedanken um Homo-Ehen u.s.w. Und trotzdem wäre jetzt immer noch genug Geld da um die Menschen vernünftig zu versorgen denen wir den heutigen Wohlstand zu verdanken haben. Kein Geld in Afghanistan ,,verbrennen, keine Entwicklungshilfe für Länder wie China, und keine ,,ihr Kinderlein kommet " Politik bei den Flüchtlingen. Dann hätten wir genug Geld.

    Maria
    Das Thema Rente soll zum Wahlkampf Thema werden. Ich als Wähler will kein Wahlkampfthema das nur genutzt wird um auf Stimmenfang zu gehen sondern will ernstgemeinte Politik die nicht nur bis zum Wahlabend ernstgemeint ist. Wen interessiert den die Rentner im normalen Leben sie sind doch nur das dumme Wahlvolk auf das die Parteien vielleicht noch hoffen können. Sonst würde man nicht schon seit Monaten Politik gegen das Volk machen.

    Rolf Heinz
    Urplötzlich kümmern sich Politiker diesem Thema. Es geht jedoch nicht in erster Linie darum sondern um 2017 Wählerstimmen zu bekommen und die eigenen Pfründe und die der Beamten und Pensionäre zu sichern. Das 3-Säulenmodell gehört sofort abgeschafft weil es untauglich ist da nur abhängigig Beschäftige einbezahlen, Betriebsrenten für AN in Kleinbetrieben sind Utopieh und die private (Riester, etc) nichts bringen. Der abhängig Beschäftigte wird doppelt bestraft, durch zwangsweise Einzahlung in dieses System und über Steuern für Ruhestandsgelder für Abegeordnete und Pensionen. Dies alles wird uns verkauft als Gerechtigkeit. Es wird höchste Zeit für eine Rentensystem a la Österrech in das ALLE einbezahlen. Also abhänigig Beschäftigte und Rentner: ran an die Wahlurnen und der Politik die rote Karte zeigen und wer der Souverän ist; nicht Politiker und Beamte sondern IHR!!!

    André
    Es ist schon verblüffend da wird von dem BVG wegen der Ungleichbehandlung von Pensionen und Renten in Sachen Steuer die Renten als Steuerpflichtig hingestellt und dann nimmt die Politik/Expertenkommission eine so niedrige Pension die es in Deutschland gar nicht gibt nur um die Renten zum großenteil in die Steuerpflicht zu bringen und treibt dabei die Rentner die eine normale Rente haben auch noch in die Altersarmut.Unsere Politik ist unfähig weil sie sich zusehr auf Lobbyisten und die eliten verlassen und das Volk dabei mit voller absicht Übervorteilen um die Reichen noch reicher zu machen und ihre persönliche Anschlußverwendung zu verbessern.Ekelhaft dieses ganze System.

    Alle Kommentare gibt's hier zu lesen.

    Sonntag, 21. Juni 2015

    Das deutsche Märchen vom griechischen Luxusrentner

    Thema: Griechenland

    t-online.de

    Schuldenstreit
    Die Mär vom griechischen Luxusrentner

    18.06.2015, 16:37 Uhr | Von Florian Diekmann, Spiegel Online
    Griechen gehen mit 56 in Rente, Deutsche mit 64: So behaupten es deutsche Medien und Politiker. Das ist schlicht unwahr. Über die Bedeutung von Renten in einem Land, in dem die Armen nicht einen Cent Sozialhilfe bekommen.

    Ist es denn zu glauben? Da steht ein Land vor dem Bankrott. Doch statt die Hilfe der starken Partner (und deren Bedingungen) dankbar anzunehmen, will es nicht einmal die krassesten Auswüchse sozialer Wohltaten kappen. Und so verabschieden sich seine Einwohner weiter von Mitte 50 an in die üppig ausgestattete Rente. Die braven Bürger der Partnerländer hingegen müssen sich noch fast zehn weitere Jahre schinden - um jene Steuern zu erwirtschaften, die dann ins Pleiteland transferiert und an dessen Luxusrentner ausbezahlt werden.

    Falsche Erzählungen in Medien und Politik

    Ungefähr so geht die Erzählung, mit der deutsche Medien und Politiker die dramatischen Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Geldgebern begleiten: "Bild" und "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitierten vergangene Woche eine Statistik, wonach die Griechen im Schnitt mit 56 Jahren in Rente gehen, die Deutschen hingegen mit 64.

    Der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach sprach bei "Günther Jauch" vor fünf Millionen Zuschauern: "Der griechische Ministerpräsident hat jetzt angeboten, das reale Renteneintrittsalter in Griechenland, das bei uns bei fast 64 Jahren liegt, auf 56 Jahre anzuheben."

    Das Problem an der Erzählung ist nur: Sie ist schlicht und einfach falsch. Griechen gehen nicht früher in den Ruhestand als Deutsche, von Luxusrenten kann keine Rede sein. Vor allem aber blendet diese Darstellung einen Aspekt vollkommen aus, der verständlich macht, weshalb Kürzungen im Rentensystem in Griechenland weitaus heikler sind, als sie es etwa in Deutschland wären: Das Rentensystem besitzt dort die Funktion einer Art Ersatz-Sozialhilfe. Viele Familien kämen ohne die Rente der Großeltern nicht über die Runden, wie der englische "Guardian" feststellt. Dieser Fakt macht aus einer falschen Erzählung eine perfide Mär.

    Fatalerweise heizt diese Mär eine Stimmung an, die in den vergangenen Wochen ohnehin zu einem fundamentalen Meinungswechsel geführt hat. Just zu dem Zeitpunkt, an dem der Grexit zum ersten Mal eine echte Option ist, befürwortet ebenfalls erstmals eine Mehrheit der Deutschen den Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Nicht unerheblich, sollte es bald wirklich hart auf hart kommen bei einem Treffen der Mächtigen in der EU.

    Griechenland kennt keine Sozialhilfe

    Nun gibt es eine Fülle von Dingen, die man der griechischen Regierung und all ihren Vorgängerinnen mit allem Recht vorwerfen kann. Sie haben einen Staat geschaffen, der durch Raffgier und Klientelpolitik gepaart mit einer notorischen Unzuverlässigkeit öffentlicher Dienstleistungen besticht und seine Bürger auf die Familie als einzig wirklich verlässliches Solidarsystem zurückwirft. Sie haben das Land in eine Krise manövriert, unter der große Teile der Bevölkerung seit Jahren fürchterlich leiden und die noch weitaus katastrophalere Ausmaße annehmen kann.

    Doch in diesem speziellen Fall, in dieser speziellen Situation, tut man der Regierung Tsipras Unrecht, wenn man ihre Weigerung, die Renten noch weiter zu kürzen als angeboten, als bloße Dreistigkeit abtut. Denn Griechenland kennt keine Sozialhilfe, kein Hartz IV. Für EU-Normalbürger unvorstellbar: Nicht einmal das Existenzminimum ist abgesichert. Arbeitslosengeld gibt es nur für ein Jahr. Mehr als 90 Prozent der Arbeitslosen bekommen derzeit: keinen Cent.

    In einer Gesellschaft, in der seit Jahren mehr als jeder vierte Erwerbsfähige ohne Job ist, bedeutet das: Viele Familien rücken noch enger zusammen, teilen alles. Jeder gekürzte Renteneuro fehlt dann nicht nur dem Rentner, sondern auch seinen Kindern und Enkeln. Nicht für Kino oder Café, sondern für Essen und Kleidung. Und bereits jetzt bekommt fast die Hälfte der Rentner weniger als 665 Euro im Monat. Sie fallen damit unter die Armutsdefinition der EU. Tsipras-Regierung handelt verständlich - aber muss reformieren

    Auch die Weigerung der Regierung, die Möglichkeiten zur Frühverrentung noch stärker als ohnehin angeboten zu kappen, wird dadurch verständlich. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet über eine 59-jährige Arbeitslose, die sich schweren Herzens für eine Frührente mit hohen Abschlägen entschieden hat - ihre einzige Möglichkeit, überhaupt Einkünfte zu erzielen. Was passiert mit Griechen wie ihr, wenn die Frühverrentung drastisch beschränkt würde? Zum Vergleich: In Deutschland leben fast 740.000 Menschen im Alter von über 55 Jahren von Hartz IV.

    Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Das griechische Rentensystem ist völlig verrottet, der "Guardian" hat es unlängst in einem lesenswerten Artikel seziert. Es ist offiziell das achtschlechteste der Welt, zutiefst ineffizient und ungerecht. Reformen sind dringend nötig, wie auch die Analyse eines griechisch-britischen Bankers und Bloggers belegt, weit grundlegender als die Einschnitte, denen die Regierung in den Verhandlungen bereits zugestimmt hat.

    Und: Die politische Klasse Griechenlands trägt selbst Verantwortung für die Zwickmühle, in der sie steckt. Laut "Wirtschaftswoche" hatte die Troika Griechenland aufgefordert, bis Sommer 2014 eine Sozialhilfe europäischen Zuschnitts einzuführen - mit einem klar definierten und transparent ermittelten Existenzminimum, das jedem Einwohner zusteht. Keinem Vertreter der Geldgeber würde es einfallen, Einschnitte in ein solches System zu fordern.

    Die Regierenden haben die Aufforderung der Troika ignoriert - auch um Sozialleistungen wie etwa subventionierten Strom weiterhin von ihrer Gunst abhängig zu machen und als Wahlversprechen einsetzen zu können. Das gilt auch für die linke Syriza, die ihren Wahlsieg unter anderem derartigen Versprechen verdankt und in der Regierung bislang keinerlei Anstalten gemacht hat, grundsätzlich etwas am System zu ändern.

    Doch all dies ändert nichts daran, dass weitere Zugeständnisse bei den Renten im aktuellen Schuldenstreit vor allem die Ärmsten treffen würden, Jung und Alt. Wer sich derzeit seine Meinung bildet, ob Griechenland aufgrund seiner Sturheit den Euro verlassen soll oder nicht, sollte das im Hinterkopf behalten.

    Zu den Fakten
    • Medienkritiker wie Stefan Niggemeier und "Bildblog" haben ebenso wie "Tagesspiegel" oder Deutschlandfunk darauf hingewiesen, dass die von "Bild" und Co. zitierte griechische Statistik selbst das angebliche durchschnittliche Renteneintrittsalter von 56 Jahren widerlegt: Die Zahl bezieht sich dort ausschließlich auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Gleichzeitig liegt das Renteneintrittsalter in Deutschland nur für diejenigen bei durchschnittlich 64 Jahren, die aus Altersgründen in Rente gehen - alle anderen, etwa Erwerbsunfähige, zählen nicht dazu.
    • Laut der Industrieländerorganisation OECD lag das tatsächliche durchschnittliche Renteneintrittsalter in Griechenland über alle Eintrittsgründe und Berufsgruppen hinweg im Jahr 2011 bei 61,4 Jahren.
    • Ebenfalls 61,4 Jahre betrug nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung im Jahr 2013 das tatsächliche durchschnittliche Renteneintrittsalter in Deutschland.
    • Selbst im Detail liegt das durchschnittliche Ruhestandsalter in Griechenland und Deutschland nahe zusammen, etwa im öffentlichen Dienst: Laut dem aktuellen Versorgungsbericht der Bundesregierung gingen Beamte bei Bahn oder Post 2010 im Schnitt mit 58 beziehungsweise 55 Jahren in Pension.
    • Dass Griechen im Schnitt im gleichen Alter in Rente gehen wie Deutsche, überrascht. Denn die fehlende Sozialhilfe beeinflusst auch die Statistik: In Griechenland gehen viele ältere Arbeitslose deshalb in Frührente - und drücken damit den Altersschnitt des Renteneintritts. In Deutschland bekommen Menschen in vergleichbarer Situation Hartz IV, bis sie in der Regel mit 63 in Rente gehen.
    Auch der Anteil der Ruheständler an der Gesamtbevölkerung liegt in Deutschland und Griechenland nicht weit auseinander. In Griechenland entsprechen die 2,65 Millionen Rentner 24,3 Prozent der Bevölkerung. In Deutschland gibt es 19,4 Millionen Rentner und 1,6 Millionen Pensionäre - zusammengenommen ein Anteil von 26,0 Prozent. Zählt man die 740.000 über 55-jährigen Hartz-IV-Bezieher hinzu (die in Griechenland Rente beantragen müssten), erhöht sich der Anteil auf 26,9 Prozent.
    Quelle: t-online.de

    Kommentare

    dorfbahnhof
    Was ist denn hier passiert? Das konnte man doch schon immer wissen. Jetzt versteh' ich t-online nicht mehr. Übrigens hat bei uns schon Herr Kohl bei der Privatisierung der Post überzählige Beamte in den unfreiwilligen Vorruhestand verabschiedet, und werden heute noch Hartzer gezwungen vorzeitig Erwerbsminderungsrenten zu beantragen. Aber was bei uns völlig in Ordnung ist, ist natürlich eine himmelschreiender Unfug, wenn dies andere, deren politische Richtung einem nicht gefällt, genauso machen.

    Incredible
    Es geht nicht um die Rentenhöhe, sondern das Renteneintrittsalter, und das ist doch erwiesenermaßen mit 56 möglich in Griechenland. Auch wenn es sich nur um Beamte handelt, halb Griechenland scheint noch verbeamtet zu sein, auch da liegt viel im Argen. Man kann nicht alles mit dieser unsäglichen Misswirtschaft entschuldigen, man muss da aktiv werden um glaubwürdig zu bleiben. Korruption kann keine Leitlinie für politisches Handeln sein. Und das Verweigern von längst fälligen Reformen schon gar nicht. Das kann man dem sich krumm buckelnden deutschen Steuerzahler nicht vermitteln. Natürlich leidet das Volk in G., und natürlich wurden die Gelder nur in die Rachen der Banken und Reichen geworfen. Das muss ein Ende haben. Wirtschaftswachstum (echtes) beginnt von unten, ein Wasserkopf schadet dem Land.

    coralee
    Es ist doch völlig egal, wie hoch die Renten sind, wann die in Rente gehen usw. Ich will einfach nicht für andere bezahlen, weder für die noch für irgendwelche einreisenden Fachkräfte!!
    Juan
    Was soll mit diesem Artikel über die "bedauernswerten" Griechen bezweckt werden ?? Daß weiterhin deutsches Geld nach Athen fliessen soll und die Deutschen dafür gefälligst Verständnis aufbringen sollen. Nach dem Motto: Solidarität muß halt jetzt sein. Die geizigen, reichen Deutschen sollen sich beim Blechen für Andere nicht so anstellen.