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Dienstag, 12. April 2022

Schröder & Putin: Was Medien dir verschweigen

Schröder & Putin: Was Medien dir verschweigen

Martin Wehrle: Coaching- und Karrieretipps

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Gerhard Schröder ist mit Putin befreundet und agiert als Gaslobbyist für Russland. Ist die massive Kritik an ihm berechtigt? Oder handelt es sich schon um eine Hetzjagd? Diese Frage stellt sich vor dem Hintergrund: Putin, Russland, führt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Aber führt er diesen Krieg wirklich nur gegen die Ukraine? Oder führt er ihn auch gegen sein eigenes Volk? Wie konnte es zu einer neuen kriegerischen Auseinandersetzung in Europa kommen? Drohen uns jetzt ein Atomkrieg und eine Zukunft ohne Frieden? Martin Wehrle geht in seinem Video auf solche Fragen ein. Und er zeigt auf, was den Frieden sichern und den Krieg dauerhaft beenden kann. Es hat viel mit Haltung und Einstellung zu tun.
Dieser Krieg kam zur Unzeit, denn in Deutschland herrscht große Unsicherheit. Die vierte Corona-Welle rollt übers Land, mitsamt Omikron-Variante, die Inzidenz-Zahlen schießen in Deutschland durch die Decke, die Diskussion um 2 G (plus) und 3 G bestimmt die öffentliche Debatte, die Impfpflicht und die Impfung, der Streit zwischen Geimpften und Ungeimpften, sind zu großen Corona-Streitthemen geworden. Ist hier Narzissmus im Spiel, wenn ja, auf welcher Seite? Immer noch bestimmt die Pandemie unser Leben: Corona-Fallzahlen werden diskutiert, die von Jens Spahn – ist er ein Narzisst? – zu verantwortende Impfung (Astrazeneca Impfstoff & Biontech/Pfizer) lief schlecht, und die vierte Welle hat das Land trotz Corona-Tests und Schnelltests hart getroffen. Die Corona-Zahlen, Inzidenzwerte und aktuellen Corona-Nachrichten beherrschen Deutschland, doch einige Maskendealer – sind sie Narzissten? – haben sich die Taschen vollgestopft. Das wird in der Debatte um Corona-Lügen und Corona-Gefahren, um Corona-Leugner und Befürwortung der Corona-Maßnahmen viel zu oft vergessen – ob bei Markus Lanz, bei KenFM, Tagesschau oder in allen anderen Medien, kritisch kommentiert von seriösen und weniger seriösen YouTubern wie Gunnar Kaiser, Paul Schreyer, Tim Kellner, Boris Reitschuster, Daniele Ganser oder Sahra Wagenknecht.
Martin Wehrle zeigt in diesem Video auf, welche Rolle Gerhard Schröder nach seiner Kanzlerschaft gespielt hat und dass die Kritik an ihm im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg übers Ziel hinausschießt.


Kommentare

Claudia Weck
wer unsere Medien kennt, der weiß eigentlich Bescheid..mehr braucht man nicht mehr dazu zu sagen...:Danke Herr Wehrle, dass sie das Thema aufgenommen haben. Tut meiner Seele gut
Mucelke
Danke, Herr Wehrle. Ich stimme Ihnen voll und ganz in allen Punkten zu.
Thomas Müller
Danke Herr Werle, ich unterschreibe jedes Wort. Verglichen mit seinen Nachfolgern war Schröder trotz seiner großen Fehler noch Gold. Jene die jetzt über ihn herfallen sind nicht einmal ansatzweise in der Lage ihm das Wasser zu reichen.
Peter Mahr
Wenn ich mir Interviews mit Putin anschaue, dann scheint er mir weder verrückt noch machtbesessen. Er nennt ganz klar die Gründe für seine Entscheidung. Das darf man nicht einfach alles ausblenden, wenn man diesen Konflikt wirklich beenden möchte. Diplomatie ging mal anders.

Montag, 17. Juni 2019

Die SPD zerlegt sich selbst


Foto: Tagesschau.de
Die SPD zerlegt sich selbst - da spielt es keine Rolle, wer derzeit an der Spitze der Partei ist. Es fehlt jegliches Programm, kein Markenkern, keine Visionen und dazu keine Glaubwürdigkeit. Zudem hat die SPD nunmehr endgültig alle Wähler verprellt, die sie 40 Jahre lang gewählt haben.

Die SPD hat es einfach versäumt, mit den gleichen Leuten an der Spitze für eine Erneuerung der Partei zu sorgen. In einer GroKo ist das nicht zu machen. Das hätten die Genossen eigentlich schon aus den letzten Koalitionen lernen müssen. Wer aber nichts lernen will, muss jetzt mit den Schaden bei den Wählern leben.

Die programmatische Ausrichtung auf die Stammwähler, die „normalen“ Arbeiter und Angestellten, die Rentner und die sozial Schwachen kann auch wieder viele neue Wähler überzeugen.

Es muss wieder glaubhafte Politik für die Normalbürger gemacht werden. Es darf nicht mehr der Eindruck entstehen, daß Politik nur für die Stärkeren und Wohlhabenden gemacht wird. Alles

Mieten, Mobilität, Gesundheitsvorsorge, Bildung, Altersruhegeld und Pflege müssen nicht nur finanzierbar, sondern auch bezahlbar bleiben. Der Wähler braucht wieder eine Partei, die sich um seine Belange kümmert und nicht nur um persönliche Pfründe, Pisten und Vermögen.

Was will die SPD mit Europa, wie soll die Rentenpolitik der Zukunft aussehen, was ist mit Nitratwerten und multiresistenten Keimen, wie sieht ihre Verkehrspolitik konkret aus, was ist mit einer Neuorientierung der Steuerpolitik? Wann traut sich die SPD endlich mal, jemandem weh zu tun und nicht nur herumzueiern?

Fragen über Fragen. Was vor wenigen Jahren noch undenkbar erschien: In dieser Verfassung, Ideen- und Konzeptionslosigkeit braucht die SPD tatsächlich niemand mehr.

Schröder hat das Ende der SPD eingeleitet - Nahles hat sie an den Abgrund geführt. Da helfen jetzt auch keine "Wohltaten" wie Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung etc.

Die Genossinnen und Genossen zeigen doch regelmäßig, dass sie einfach unfähig sind, mit sich selbst klar zu kommen, geschweige denn mit einem ganzen Land. Wo sind Leute vom Format von Schumacher, Wehner, Brandt, Bahr, Schmidt...? Es gibt sie schlichtweg nicht mehr in der SPD. Und die Leute, die die SPD hat, werden gnadenlos niedergemacht, ehe sie sich besinnen können: Beck, Gabriel, Schulz, Nahles. Und dem oder der Nächsten wird es nicht anders ergehen. Da wundert es einen nicht, wenn dann Parteien gewählt werden, die diese Situation nutzen können für ihr gefährliches Spiel.

Die SPD ist ziemlich unten, der CDU steht dieser Weg noch bevor! Die Grünen machen nicht unbedingt alles besser aber es gibt schon viele Jahre Basisdemokratie, verschiedene Führungen, neue Gesichter, Offenheit für Kritik.

Entweder die sogenannten Volksparteien machen wieder Politik für das Volk, wie es der Amtseid vorsieht und nicht ausschließlich für Industrie und Wirtschaft, oder sie werden beide bei 5 bis 10 Prozent daherdümpeln.

Eingestellt von Blogger auch unter
Torpedo - Gesellschafts- und Politik-Blog mit stets aktuellen Themen
Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise des Blogbetreibers widerspiegeln.

Montag, 18. April 2016

Presseclub 17.04.2016 - unser marodes Rentensystem - droht Millionen Deutschen die Altersarmut?

Thema: Rentensystem



Ist unser Rentensystem gescheitert?

Was muss passieren, damit nicht Millionen Deutsche im Alter in die Armut abrutschen?
Und kann die SPD mit ihren Reformplänen punkten?

Presseclub - So. 1.04.16, 12.00 - 13.00 Uhr
Die Zahlen sind erschreckend. Für fast die Hälfte aller jüngeren Arbeitnehmer in Deutschland wird im Alter ihre gesetzliche Rente unterhalb der Armutsgrenze liegen. Wer 40 Jahre lang einzahlt und 2100 Euro oder weniger verdient, würde ab dem Jahr 2030 als Rentner zum Sozialfall - sofern er nicht privat vorsorgen konnte oder geerbt hat. Das hat diese Woche eine große Untersuchung im Auftrag des WDR ergeben.

Um die Beiträge zur gesetzlichen Rente niedrig zu halten, hatte die Bundesregierung unter Kanzler Schröder vor 15 Jahren beschlossen, das Rentenniveau immer weiter abzusenken. Im Jahr 2030 wird es nur noch bei 43 % des Durchschnittslohns liegen - heute sind es 48 %.

Das fehlende Geld fürs Alter sollten die Deutschen eigentlich privat ansparen, mit Hilfe der Riester-Rente und Betriebsrenten. Doch heute wird klar: Die Riester-Rente ist offenbar gescheitert. Sie lohnt sich wegen hoher Kosten kaum, und gerade Geringverdiener nutzen diese Vorsorge nicht. Zudem haben die Betriebsrenten größte Probleme, die geplanten Zinsen zu erwirtschaften - eine dramatische Folge von Mario Draghis Null-Zins-Politik.

Darüber diskutiert ARD-Programmdirektor Volker Herres am Sonntag im "Presseclub" mit:


  • Sven Afhüppe, Handelsblatt

  • Heike Göbel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

  • Elisabeth Niejahr, Die Zeit

  • Thomas Öchsner, Süddeutsche Zeitung

  • Fotos: Screenshots
    In Berlin bastelt Arbeitsministerin Nahles eifrig an Reformvorschlägen. Die Rente könnte das große Thema des kommenden Bundestagswahlkampfes werden. Denn die SPD sucht angesichts desaströser Umfragewerte dringend ein Thema, um bei den Wählern wieder zu punkten. Viele Fachleute aber halten nichts von punktuellen Reformen. Sie fordern, das Rentensystem zu einer Art „Deutschlandrente" umzubauen. In diese sollten dann alle einzahlen - auch Beamte und Selbständige.

    Ist unser Rentensystem gescheitert? Was muss passieren, damit nicht Millionen Deutsche im Alter in die Armut abrutschen? Und kann die SPD mit ihren Reformplänen punkten?

    Kommentare

    Susanne Herschbach
    Auf einmal sorgt Merkel sich um die Rente ! Was hat diese Frau eigentlich elf Jahre getan ?

    Susanne
    Die OECD umfasst 34 entwickelte Staaten. Deutschland liegt auf dem vorletzten Platz vor Mexico!!! Unser Rentensytem ist mittelalterlich und zutiefst ungerecht! 9 europäische Staaten haben vorbildlich, ganz anders aufgebaute Säulen Komponeten Systeme, die für 79-95 %Netto Rentenniveau sorgenstatt 48% unseresNiveau! Monitor stellte die gut augestellte österreichische gesetzliche Rente vor!Normale Angestellte, Renter, Arbeitslose stellen proportional die Bevölkerunggsmehrheit, wir müssen unsere Volksvertreter zwingen für die Merheit gute Politik zu machen! Es handelt sich um sozialen Sprengstoff, der VOR der Wahl gelöst werden muss!

    Maria Tamkro
    @ Neuester
    D. Schulz, heute, 21:47 Uhr: Ich bekomme einen Zorn wenn selbst Politker behaupten die Regierung würde jedes Jahr 80 M. in die Rentenkasse einzahlen. Das ist Blödsinn hoch 3, sie zahlen für die Entnahme für versicherungsfremde Leistungen nur einen Teil zurück. Sie haben und tun es auch immer noch, sie bestehlen die Beitragszahler. Und hier wird gefragt ob es zukünftige Altersarmut gibt. Die gibt es heute schon. Riester ist erledigt und Maschmeyer hat alle abgezockt. Wie war das nochmal mit seiner AWD. Der Riesterfaktor muß sofort wieder zurück genommen werden. Die Kürzung ebenso.
    Sie bringen es auf den Punkt. Und die größte Unverschämtheit ist es, dass die viel zu geringe Rückzahlung der Entnahme für gesamtgesellschaftliche Aufgaben auch noch Bundeszuschuss genannt wird.

    Pavel Deutscher
    Je mehr Ungerechtigkeit in einem Land herrscht umso größer wird die Armut. So einfach ist das! Geht Deutschland auch diesen Weg?

    Nicole B.
    Nadine Schöhler, 20:43 Uhr: "Seit 1957 finanziert der Bund aus den Renten-Beiträgen allgemeinstaatliche Aufgaben, die nach §213 SGB VI durch einen Bundeszuschuss zurück bezahlt werden müssen."
    Ja und dafür gibt es unzählige Quellen. Es dürften nur an diejenigen Renten ausgezahlt werden, die auch eingezahlt haben. Alle anderen Beträge sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben und müssen daher aus dem Steueraufkommen bezahlt werden. Zu den vielen Fremdleistungen zählen Renten an Aussiedler, die neue Mütterrente, Reha-Maßnahmen usw. usw. es gibt eine ellenlange Liste, die bei den verschiedenen Quellen zu finden ist. Das ist Enteignung der Rentner, die jetzt mit einer Hungerrente entwürdigt werden. Was für ein Betrug. Würde? Was ist das denn? Das braucht nicht jeder, entscheidet die Politik.

    Ulrich
    Eine auf den Kopf gedrehte Alterspyramide hält kein System aus, da muss man doch nicht herum reden. Wir sind stolz auf unsere Wirtschafts und Arbeitsmarktpolitik, unter was für einen Preis? So verkehrt ist die damalige Werbung der CDU, Kinder statt Inder, nicht gewesen. Stattdesssen machten sich unsere Politiker lieber Gedanken um Homo-Ehen u.s.w. Und trotzdem wäre jetzt immer noch genug Geld da um die Menschen vernünftig zu versorgen denen wir den heutigen Wohlstand zu verdanken haben. Kein Geld in Afghanistan ,,verbrennen, keine Entwicklungshilfe für Länder wie China, und keine ,,ihr Kinderlein kommet " Politik bei den Flüchtlingen. Dann hätten wir genug Geld.

    Maria
    Das Thema Rente soll zum Wahlkampf Thema werden. Ich als Wähler will kein Wahlkampfthema das nur genutzt wird um auf Stimmenfang zu gehen sondern will ernstgemeinte Politik die nicht nur bis zum Wahlabend ernstgemeint ist. Wen interessiert den die Rentner im normalen Leben sie sind doch nur das dumme Wahlvolk auf das die Parteien vielleicht noch hoffen können. Sonst würde man nicht schon seit Monaten Politik gegen das Volk machen.

    Rolf Heinz
    Urplötzlich kümmern sich Politiker diesem Thema. Es geht jedoch nicht in erster Linie darum sondern um 2017 Wählerstimmen zu bekommen und die eigenen Pfründe und die der Beamten und Pensionäre zu sichern. Das 3-Säulenmodell gehört sofort abgeschafft weil es untauglich ist da nur abhängigig Beschäftige einbezahlen, Betriebsrenten für AN in Kleinbetrieben sind Utopieh und die private (Riester, etc) nichts bringen. Der abhängig Beschäftigte wird doppelt bestraft, durch zwangsweise Einzahlung in dieses System und über Steuern für Ruhestandsgelder für Abegeordnete und Pensionen. Dies alles wird uns verkauft als Gerechtigkeit. Es wird höchste Zeit für eine Rentensystem a la Österrech in das ALLE einbezahlen. Also abhänigig Beschäftigte und Rentner: ran an die Wahlurnen und der Politik die rote Karte zeigen und wer der Souverän ist; nicht Politiker und Beamte sondern IHR!!!

    André
    Es ist schon verblüffend da wird von dem BVG wegen der Ungleichbehandlung von Pensionen und Renten in Sachen Steuer die Renten als Steuerpflichtig hingestellt und dann nimmt die Politik/Expertenkommission eine so niedrige Pension die es in Deutschland gar nicht gibt nur um die Renten zum großenteil in die Steuerpflicht zu bringen und treibt dabei die Rentner die eine normale Rente haben auch noch in die Altersarmut.Unsere Politik ist unfähig weil sie sich zusehr auf Lobbyisten und die eliten verlassen und das Volk dabei mit voller absicht Übervorteilen um die Reichen noch reicher zu machen und ihre persönliche Anschlußverwendung zu verbessern.Ekelhaft dieses ganze System.

    Alle Kommentare gibt's hier zu lesen.

    Samstag, 4. April 2015

    Ex-Kanzler Schröder zu Merkels Russland - Politik

    Thema: Russland
    t-online
    Altkanzler zeigt Verständnis für Putin
    Schröder rechnet mit Merkels Russland-Politik ab


    28.03.2015, 15:26 Uhr | t-online.de
    Altkanzler Gerhard Schröder meldet sich im "Spiegel" zu Wort - und rechnet mit der Außenpolitik seiner Nachfolgerin ab: Die Verhandlungen mit Griechenland seien "zu wenig europäisch und zu deutsch", und die internationale Isolation Russlands falsch. Für Moskaus Ängste vor einer Einkreisung durch den Westen zeigt der Putin-Freund Verständnis - für die Sorgen von Polen und Balten vor einer russischen Vormachtstellung in Osteuropa aber nicht.

    Die Bundesregierung, so kritisiert der ehemalige Regierungschef im "Spiegel"-Interview, hätte nicht zulassen dürfen, dass die EU-Kommission "nur mit der Ukraine und nicht auch mit Russland über eine EU-Assoziierung verhandelte".

    Auch die Versuche, Russland durch Wirtschaftssanktionen international zu isolieren, hält der Sozialdemokrat für falsch. Einen Ausschluss Russlands aus der G8-Gruppe hätte er als verantwortlicher Kanzler abgelehnt: "Gerade in der Krise sind Gespräche zwingend erforderlich", so Schröder.

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte jüngst Russlands Annexion der Krim im März 2014 und das anschließende Referendum als eine "völkerrechtswidrige" Politik gegeißelt, die Berlin nicht anerkenne und auch "nicht vergessen werde".

    Moskau vom Westen eingekreist

    Der frühere Bundeskanzler zeigt zudem Verständnis für Moskaus Ängste vor einer Einkreisung durch die Nato, die mit den beiden baltischen Staaten Lettland und Estland bereits an Russland grenzt. Dahinter steckt offensichtlich Schröders Kritik an einer Osterweiterung des westlichen Militärbündnisses nach dem Ende des Kalten Krieges.

    "Mit dem Ende der Sowjetunion hat der Warschauer Pakt aufgehört zu existieren, während die Nato nicht nur weiterbestand, sondern sich erheblich nach Osten ausgedehnt hat." Russlands Präsident Wladimir Putin, das stellt Schröder ebenfalls klar, habe zwar mit der Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel gegen das Völkerrecht verstoßen. Doch würde Putin die verbliebene Ukraine als "selbstständigen Staat" akzeptieren.
    Polens Grenzen nicht in Gefahr

    Kaum nachvollziehen kann Schröder hingegen die Ängste der Polen und Balten vor dem russischen Nachbarn: Er kenne "niemanden, auch nicht in Russland, der so verrückt wäre, es auch nur in Erwägung zu ziehen, die territoriale Integrität Polens oder der baltischen Staaten infrage zu stellen", so Schröder.
    Quelle: t-online

    Umfrage auf der t-online-Seite

    Kommentare aus dem T-Online-Forum
    ReinholdKempter
    Gerhard Schröder hat weitestgehend recht.
    M-M-POWER
    Man muß kein Studierter sein, ein gesunder Menschenverstand reicht völlig aus. Und deshalb hat Schröder recht. Deutschland war auch einmal isoliert und eingekreist: die Folge war der erste Weltkrieg!

    censor61260
    Nicht nur Schröder, auch andere Alt-Politiker warnen immer wieder vor der weiteren Beschreitung des Weges, welchen deutsche Politiker in falsch verstandener USA-Anhänglichkeit eingeschlagen haben. Deutschland und die EU brauchen den Frieden und den Handel mit Russland. Die Einzigen, denen das nicht passt, sind unsere "transatlantischen Freunde". Ein starkes Europa schadet dem US$ ebenso wie eine eurasische Wirtschaft mit Russland. Ich denke, Frau Merkel weiß das ebenso gut wie ihre Herren Vorgänger im Amt, nur, dass sie die erste ist, die es nicht beherzigt.

    CHRISTOPH1
    Man sollte auf Urgesteine deutscher Politik hören und sich nicht fehlleiten lassen. Mit Russland als wirtschaflichen Partner hat es bei uns im Westen noch keine Probleme gegeben. Die von einigen Wilden im Westen ausgesprochenen Sanktionen haben die Wirtschaft bereits Milliarden gekostet. Steigerungen sind noch möglich, mit einem Land, welches schon heute einen Milliardenhunger hat. Altbewährtes sollte man nicht mit Füssen treten. Insofern hat Schröder absolut Recht.

    censor61260
    Es ist bezeichenend, dass nur Politiker, welche nicht mehr im Tagesgeschäft sind, sich trauen, die Wahrheit zu sagen. Und das gilt nicht nur für die SPD.

    Kaluratz
    Die mediale Verblödung ist wirklich schon sehr weit fortgeschritten. Wem bringen Sanktionen etwas? Deutschland jedenfalls nicht. Vielleicht haben wir die falschen Verbündeten? Ein Gedanke, über den man mal nachdenken könnte. Wenn man Russland als totalitären Staat bezeichnen möchte, was sicherlich soweit in Ordnung geht - was aber ist dann die EU???? Und man darf sich -egal welche Meinung man vertritt, glaube ich nichts vormachen. Der nächste Krieg wird in Westeuropa stattfinden. Also ziemlich genau: Hier. Daher würde ich mir eine faire Russlandpolitik wünschen. Etwas anderes bleibt uns nämlich auch nicht übrig.


    Montag, 30. März 2015

    Der Jemen ist der Nächste - Saudi-Offensive im Jemen

    Thema: die nächste Krise naht
    Spiegel-online

    Saudi-Offensive im Jemen:
    Opposition fürchtet Krieg mit deutschen Waffen

    Saudi-Arabien führt die Offensive gegen die Huthi-Rebellen im Jemen an. Das Königreich hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Rüstungsgüter aus Deutschland erhalten - ein ernstes Problem, findet die Opposition.

    Das Königreich ist in den vergangenen Jahren einer der größten Abnehmer von militärischer Ausrüstung aus Deutschland gewesen (hier nachlesbar in der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten van Aken). Alle wichtigen deutschen Militärschmieden lieferten an die Saudis, unter Gerhard Schröders rot-grüner Regierung genauso wie anschließend zur Zeit der ersten Großen Koalition unter Kanzlerin Angela Merkel. Besonders großzügig mit den Exportgenehmigungen war das schwarz-gelbe Bündnis zwischen 2009 und 2013. Erst die aktuelle Große Koalition hat die Rüstungsausfuhren nach Saudi-Arabien gedrosselt - aber geliefert wird weiterhin.
    hier weiterlesen: Spiegel

    • 1945 - 1990 Nie wieder Krieg!
    • 1991 - 2005 Schröder 2003: Irakkrieg? Ohne uns!
    • CDU-Vorsitzende Merkel zum US-Kongress und in der "Washington Post":
      "Schröder spricht nicht für alle Deutschen."
    • 2005 - bis ? Regierung Merkel: Nie wieder Krieg ohne uns!
    • Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt! [und in der Ukraine und . . .]
    Und wenn wir schon nicht selber überall teilnehmen können, dann sollen wenigstens deutsche Waffen dabei sein, nicht wahr Frau Merkel?



    Saudi-Arabien bombardiert den Jemen

    Thema: Nahost
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten
    Krieg in Nahost: Saudi-Arabien bombardiert den Jemen

    Der Bürgerkrieg im Jemen droht sich in einen militärischen Konflikt in der Region auszuweiten. Saudi-Arabien griff gemeinsam mit arabischen Verbündeten erstmals mit Waffengewalt in den Bürgerkrieg im Nachbarland ein, um dort den weiteren Vormarsch schiitischer Huthis zu stoppen. hier weiterlesen


    » der Kommentar des Blogschreibers «
    Frau Merkel, Herr Steinmeier!
    Ein Land bombardiert ein souveränes Land, was ist mit Sanktionen gegen Saudi-Arabien?
    Was ist hier anders als in der Ukraine, ausser dass die Saudis die Freunde eurer Freunde sind? Dürfen Freunde sowas?


    Samstag, 6. September 2014

    Rumgeeiert hat sie schon immer, die mächtigste Frau der Welt

    Thema: Angela Merkel
    Eine Merkel als Kanzlerin schon 2003?
    Deutschland wäre mit Sicherheit beim Irakkrieg dabei gewesen

    Zur Erinnerung

    Extra - Die ersten 100 Tage von Kanzlerin Merkel
    Stern am 13. Mai 2004
    "Ich wollte Eiskunstläuferin werden"

    Gelingt ihr der Sprung ins Kanzleramt? stern-Gespräch mit CDU-Chefin Angela Merkel über Frauen und Macht, ihren Masterplan für Deutschland, den Zwist mit der Schwesterpartei CSU - und den Irak-Krieg.


    Eine Frau will höher hinaus - © Anne Schönharting
    Frau Merkel, wie viele deutsche Soldaten wären im Irak bis heute ums Leben gekommen, wenn die Union die Bundestagswahl vor zwei Jahren gewonnen hätte?

    Was die aktive Beteiligung anbelangt, wäre die Lage genau so, wie sie heute ist. Kein Mensch hat erwartet, dass Deutschland Soldaten in den Irak schickt - auch die Amerikaner nicht.

    Lesen Sie das komplette Interview hier:
    http://www.stern.de/politik/deutschland/angela-merkel-ich-wollte-eiskunstlaeuferin-werden-523894.html

    20. Februar 2003 - Merkel in der Washington Post:
    Schröder spricht nicht für alle Deutschen

    hier: http://menschenfuerdemo-kratie.de/ext/pdf/merkel_wpost_20030220_en.pdf

    20.02.2003 Spiegel-Online:
    Beitrag in US-Zeitung: Merkels Bückling vor Bush


    Schon 2003 - Angela Merkel: Kotau vor der US-Regierung | Foto: DDP
    Angela Merkel hat für einen handfesten Eklat gesorgt: In einem Beitrag für die "Washington Post" stimmte die CDU-Chefin in den Kriegsgesang der US-Regierung ein, wetterte gegen die Bundesregierung - und brach damit nach Ansicht der SPD eine Tradition deutscher Politik.

    Berlin - Die Blockade der Planungen zur Militärhilfe für die Türkei "untergräbt die Basis der Legitimität der Nato", schrieb Merkel für die renommierte US-Tageszeitung. Die "wichtigste Lektion deutscher Politik", dozierte die CDU-Chefin weiter, sei die, dass es nie wieder einen deutschen Sonderweg geben dürfe. Nur leider werde diese Lektion von der Bundesregierung hinfort gewischt, "anscheinend mit leichter Hand". Und das obendrein nur aus "wahltaktischen Gründen". hier geht's weiter: http://www.spiegel.de/politik/ausland/beitrag-in-us-zeitung-merkels-bueckling-vor-bush-a-237040.html


    20. Februar 2003 | 18.11 Uhr
    RP-Online: "Schröder spricht nicht für alle Deutschen"
    Merkel kritisiert in US-Zeitung Irak-Kurs der Bundesregierung

    Washington (rpo). Angela Merkel hat in einer amerikanischen Zeitung den Irak-Kurs der Bundesregierung kritisiert. Die CDU-Vorsitzende verteidigte einen Irak-Krieg als "letztes Mittel".
    hier: http://www.rp-online.de/politik/merkel-kritisiert-in-us-zeitung-irak-kurs-der-bundesregierung-aid-1.2288007

    20.02.2003 FAZ
    Krise am Golf
    Merkel attackiert Schröder in amerikanischer Zeitung
    Kurz vor ihrem USA-Besuch hat sich CDU-Chefin Angela Merkel klar von der Irak-Politik der Bundesregierung abgegrenzt. „Schröder spricht nicht für alle Deutschen“, schrieb Merkel in einem Beitrag für die „Washington Post“.
    hier: http://www.faz.net/aktuell/politik/krise-am-golf-merkel-attackiert-schroeder-in-amerikanischer-zeitung-190718.html



    Bewegende Rede von Roland Düringer ! - MyVideo


    Donnerstag, 1. Mai 2014

    Merkel besteht auf "sofortiger Freilassung" und "Von Putin zum Affen gemacht"

    T-Online.de
    Steht Schröder hinter Putin-Einsatz?
    Merkel besteht auf "sofortiger Freilassung"

    30.04.2014, 17:14 Uhr | dpa, AP/dpa, AFP, T-Online.de

    Foto: Screenshot
    Man achte auf den feinen Unterschied:
    Im Aufmacher heisst es Steckt Schröder hinter Putin?
    Im Artikel dann: Steht Schröder hinter Putin?
    Rechtschreibfehler oder typische Hetze?
    Bald frei oder doch nicht? Das Hin und Her um die Militärbeobachter, die in der Ost-Ukraine festgehalten werden, geht der Bundeskanzlerin zunehmend auf die Nerven. Angela Merkel fordert die sofortige Freilassung auch der vier Deutschen und sieht dabei Russland in der Pflicht.

    Deutschland bemühe sich derzeit "auf allen diplomatischen Kanälen" um eine Lösung, sagte Merkel in Berlin. Dazu gehörten auch Gespräche mit dem Kreml in Moskau. "Russland könnte mehr tun", sagte die CDU-Chefin. "Dies wäre ein ganz wichtiges Zeichen für eine Deeskalation. Aber es müssen weitere Zeichen folgen."

    Erst gestern Abend hatten der Separatistenchef und selbsternannte Bürgermeister von Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, ebenso wie Russlands Präsident Wladimir Putin selbst eine baldige Freilassung der OSZE-Beobachter in Aussicht gestellt. Aber Ponomarjow ruderte einen Tag später schon wieder ein Stückchen zurück: "Wir sind in einem guten Dialog, aber ich denke nicht, dass es eine Freilassung schon heute oder morgen geben kann", sagte er plötzlich der "Bild"-Zeitung.

    Hat Schröder was gesagt?

    Zuvor war spekuliert worden, dass Putin selbst sich für eine schnelle Lösung stark gemacht haben soll - und zwar ohne Gefangenenaustausch, wie ihn die pro-russischen Separatisten in der Ost-Ukraine zunächst gefordert haben. Und womöglich ist das viel kritisierte Treffen von Ex-Kanzler Gerhard Schröder mit Putin in St. Petersburg der Grund für Putins Einsatz.

    Das glaubt nicht nur der Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat. Er geht davon aus, dass Schröder beim Treffen mit Putin seine Möglichkeiten genutzt habe, "um diese, unsere Soldaten dort frei zu bekommen". Das sagte Kujat im Deutschlandfunk. "Und möglicherweise hat er das erreicht, was wir alle gehofft haben, was sich jetzt jedenfalls ganz offenkundig als positiv abzeichnet."

    Regierungssprecher Steffen Seibert antwortete bei einer Pressekonferenz auf die Frage, ob die Bundesregierung in Kontakt mit Schröder stehe jedoch: "Ich kann ihnen von keinem Kontakt mit Altbundeskanzler Schröder in den letzten zwei Tagen berichten. Ich weiß auch nicht, was der Altbundeskanzler mit Präsident Putin besprochen hat."

    Rebellenchef Ponomarjow wies eine Einflussnahme durch den russischen Präsidenten in dem Geiseldrama vehement zurück. Man werde sich von Putin nichts sagen lassen, so der Separatistenchef. "Wir hatten bisher noch keinen Kontakt zu Moskau und gehorchen hier auch nicht Putin, wir sind die Volksrepublik Donezk."

    Dennoch stellte er eine Lösung der Geiselnahme durch die pro-russischen Separatisten in Aussicht. Das Auswärtige Amt dagegen sieht die Lage eher kritisch und spricht von "schwierigen" Verhandlungen zwischen der OSZE und den Separatisten.

    "Sanktionen sind kein Selbstzweck"

    Merkel zeigte sich unterdessen unbeeindruckt von Drohungen russischer Gegensanktionen in der Ukraine-Krise: "Wir haben keinen Grund, die beschlossenen Sanktionen infrage zustellen oder in einem anderen Lichte zu sehen." Putin hatte zuvor gedroht, sollte der Westen an seinen Sanktionen festhalten, müssten etwa Beteiligungen westlicher Firmen in Russland überprüft werden.

    "Die Sanktionen sind nicht irgendein Selbstzweck", sagte Merkel. Sie seien von den USA, der EU und der G7 verhängt worden, weil Russland nicht helfe, "dem ukrainischen Volk zu seinem Selbstbestimmungsrecht und zu seiner territorialen Integrität zu verhelfen. Deshalb liegt es in jeder Sekunde und in jeder Minute auch in der Hand Russlands, die Entwicklung in der Ukraine zu befrieden".

    und hier sehen wir den Grund der Hetze

    T-Online:
    Presseschau zur Schröder-Umarmung
    "Von Putin zum Affen gemacht"
    30.04.2014, 10:48 Uhr | T-Online.de

    Gestern sind deutsche Politiker über Ex-Kanzler Gerhard Schröder hergefallen, heute schäumen die Kommentatoren der Tageszeitungen: Seine Geburtstagsparty mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin - mitten in der Ukraine-Krise - wird hart kritisiert. Vor allem das Bild, in dem Schröder Putin lachend um den Hals fällt, hat eine Wutwelle ausgelöst.

    Das Bild, das den Zorn auf Gerhard Schröder niederfahren lässt: Der Ex-Kanzler umarmt Wladimir Putin und lacht breit. (Quelle: dpa)
    "Mannheimer Morgen"
    "Gerhard Schröders bizarre Kumpanei mit dem 'lupenreinen Demokraten' hat schon in der Vergangenheit immer wieder für großes Kopfschütteln gesorgt, aber jetzt ist das Maß wirklich voll: Das Umarmungsfoto ist ein gefundenes Fressen für Putins Propaganda-Abteilung und damit auch ein Schlag ins Gesicht der deutschen Außenpolitiker."
    "Gerhard Schröders bizarre Kumpanei mit dem 'lupenreinen Demokraten' hat schon in der Vergangenheit immer wieder für großes Kopfschütteln gesorgt, aber jetzt ist das Maß wirklich voll: Das Umarmungsfoto ist ein gefundenes Fressen für Putins Propaganda-Abteilung und damit auch ein Schlag ins Gesicht der deutschen Außenpolitiker."

    "Badische Zeitung"
    "Angesichts der zugespitzten Lage hätte er als Aufsichtsratsvorsitzender der Nordstream-Pipeline die Sause zu seinem 70. Geburtstag in St. Petersburg besser abgesagt. Dass er Freund Wladimir dort aber auch noch vor gezückten Fotoapparaten begeistert umarmte, während sich deutsche Militärbeobachter in der Geiselhaft prorussischer Separatisten im ukrainischen Slawjansk befinden, macht sprachlos. Schröder ließ sich zu Propagandazwecken missbrauchen.

    Diese Bilder der Kumpanei verhöhnen die Betroffenen und ihre Angehörigen. Und er fällt der Bundesregierung in den Rücken. Schröder hat sich damit aus der Riege der ernstzunehmenden Politiker katapultiert - es sei denn, er hätte sich von Putin zum Affen machen lassen, um ihm eine Lösung der Ukrainekrise oder eine Freilassung der Geiseln abzutrotzen. Ernsthaft glauben kann man das nicht."

    "Westfälische Nachrichten"
    "Doch nun will uns Gerhard Schröder nicht in, sondern auf den Arm nehmen, wenn er öffentlich demonstriert, dass der russische Bär eigentlich nur spielen will. Das ist unverfroren. ... Schröder macht sich zum Handlanger Putins. Die schönen Bilder helfen nur dem russischen Präsidenten und seiner kaltschnäuzigen Politik."

    "Thüringische Landeszeitung"
    "Irgendwann im vergangenen Jahrzehnt muss Schröder sein politischer Instinkt verloren gegangen sein. Er präsentiert sich daher heutzutage nicht als der weise alte Staatsmann, der hinter den Linien Diplomatie betreibt, sondern als Kraftmeier, der er immer noch sein möchte. Hat seine Tingeltangeltour mit Putin etwas gebracht? Das ist nicht zu erkennen. Schröder aber muss sich an seinem Erfolg messen lassen. Und der ist gleich null."

    "Nürnberger Nachrichten"
    "Dass er ein solches Freundschafts- und Heiterkeitsfoto mit Wladimir Putin zuließ in einer Zeit, in der deutsche Soldaten als Mitglieder einer OSZE-Aktion unter ungeklärten Umständen im Osten der Ukraine von prorussischen Kräften festgehalten werden - das war unsensibel und unnötig.

    Putin lacht sich ins Fäustchen: Da baut der Westen mühsam eine Drohkulisse auf, unter anderem tut das der amtierende SPD-Außenminister - und einer der wichtigsten europäischen Politiker der vergangenen 20 Jahre scheint davon vollständig unberührt. Das Argument, Schröder sei ein Privatmann, verfängt hier nicht. Ein früherer Regierungschef bleibt immer ein Vertreter seines Landes, wenn auch in abgeschwächter Form."

    "Reutlinger General-Anzeiger"
    "Natürlich ist Altkanzler Gerhard Schröder ein freier Mann und kann sich seine Freunde nach Gusto auswählen. Doch bei diesem Treffen war er zur falschen Zeit am falschen Platz. Denn Schröder-Freund Putin treibt derzeit ein riskantes Spiel mit der Weltgemeinschaft. Das alles kann Schröder nicht entgangen sein. Mit seinem Verhalten pfeift er in Wirklichkeit auch auf die verhängten Sanktionen des Westens. Ein kriegerischer Konflikt lässt sich nicht durch Kumpanei lösen, sondern durch eine entschlossene Entspannungspolitik."

    "Westdeutsche Zeitung"
    "Man darf ein hohes Maß an Intelligenz bei dem Altkanzler vermuten, dessen Sicht auf Russland sich von der zu häufig populistischen Haltung der deutschen Öffentlichkeit seit jeher unterschieden hat. Schröder hat oft betont, dass Russlands Weg hin zu einer Demokratie noch brauchen wird. Wie das auch hierzulande Zeit benötigt hat.

    Dass er dabei russische Mentalitäten berücksichtigt, mag verschreckend wirken, kann aber strategisch den Zugang zu Putin erleichtern, den andere längst verloren haben oder nie hatten. Konfrontation ist - und das ist vielfach ausgeführt - der sichere Weg zur Eskalation. Zuerst aus Umarmung kann Einfluss entstehen."

    "Kölner Stadt-Anzeiger"
    "Für die Diplomatie hatten beide noch nie viel übrig. Den Austausch pflegte man in Schröders Zeit als Bundeskanzler vorzugsweise in Hinterzimmern. Man tut, was man kann, und das zum eigenen Vorteil. So wurde die Ostseepipeline Nordstream gegen den Widerstand der Osteuropäer wenige Wochen vor Schröders Abwahl beschlossen, und der konnte sogleich umso entspannter seinen Posten im Vorstand des Unternehmens antreten.

    Dass Europa auf nicht absehbare Zeit auf russische Gaslieferungen angewiesen und damit in seiner politischen Handlungsfreiheit eingeschränkt sein wird, ist die Konsequenz dieses Deals. Für Schröder und Putin dagegen ist er vor allem ein Bombengeschäft. Wenn das kein Grund zum Feiern ist."

    Kommentare

    heinzrossmueller
    Fr.Merkel wie wäre es mal wieder die nette Frau Timoschenko zum Kaffeeklatsch auf ihrem Sofa einzuladen.

    Beurger
    Frieden und gute Beziehung zu Russland dem größten Staat der Welt und unserem Gaslieferanten Nr . 1 ! Klasse unser B a D Schröder!

    LotmaDFB
    Wenn jemand etwas für die Freilassung dieser gefangen gehaltenen Personen erreichen kann, dann ist das in erster Linie unser Ex-Kanzler Gerhard Schröder. Frau Merkel wird nichts erreichen können. Wieso auch.

    lidia
    Diese demonstrative Umarmung zwischen Schröder und Putin enthält auch eine Botschaft. RUSSLAND IST KEIN FEIND VON DEUTSCHLAND! Schröder ist nicht dumm und er wusste, dass diese Fotos veröffentlicht werden und heftige Kontroverse hervorrufen. Und ich denke, dass viele Menschen diese Botschaft richtig verstanden haben.

    Leipziger123
    Warum hetz unsere Presse so gegen Schröder ? Der Mann ist (zum Glück) kein Politiker mehr. Er arbeitet auf dem freien Markt und Putin ist fast sowas wie sein Chef. Was soll das ganze?

    MahneridW
    Die westlichen Medien scheinen sich geschlossen auf einen Konfrontationskurs mit Russland eingeschworen zu haben! Dass es weder eine Krise in der Ukraine, noch die sogenannte Annexion der Krim - der Begriff, der von den Medien wie eine Tatsache dargestellt wird obwohl völkerrechtlich zumindest fragwürdig - und schon gar nicht Geiseln in der Hand von kriminellen Aufständischen gegeben hätte, wenn es nicht diese total verfehlte Außenpolitik des Westens gegeben hätte und auch noch gäbe, dass findet sich höchstens mal am Rande! Damit haben sich alle genauso unglaubwürdig gemacht und als Propaganda-Instrumente geoutet, wie russische Presseorgane auch! So findet auch niemand etwas dabei, wenn sich deutsche (Panzer)-Offiziere in ein Krisengebiet begeben, das vom Westen verursacht ist!

    Momo15
    Kabinettssitzung: "Seibert, berichten SIe." Tja, also trotz der täglichen Medien-Gehirnwäsche denkt das blöde Volk immer nocht nicht, was es soll." --- "Egal, weitermachen!"