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Mittwoch, 8. Januar 2020

Weltweites Staunen über die Geduld der deutschen Steuerzahler

Deutschland wird es als erstes Land der Welt schaffen, eine dreifache Steuer für denselben Zweck zu erheben:
  1. Eine KFZ-Steuer welche sich nach der Schadstoffemission richtet.
  2. Eine Energiesteuer (Mineralölsteuer) für den Kraftstoff (welcher bei Verbrauch Schadstoffe produziert)
  3. Eine C02 Steuer, die den Kraftstoff nochmal verteuert, da auch diese der Endverbraucher zu zahlen hat.
Der Deutsche bezahlt also exakt mit derselben Begründung faktisch drei mal Steuern für ein und denselben Zweck:
Mit dem Auto von A nach B zu kommen und dabei Abgase zu produzieren.

Das muss man erstmal schaffen:
Ein Volk so zu verdummen, dass es dadurch nicht zu Aufruhr kommt, sondern ein Großteil es nicht merkt und auch noch: "Danke!“ sagt.

Natürlich stecken monate-, wenn nicht gar jahrelange, Meinungsmanipulationen der regierungstreuen, rot und giftgrün gefärbten Medien mit ihrer "politisch korrekten Hofberichterstattung" (Framing), dahinter.
Die Franzosen hätten wohl schon wieder ihre gelben Westen angezogen.

Mittwoch, 7. August 2019

"Union wird sich gegen CO2-Steuer aussprechen", so Linnemann

Thema: CO2-Steuer

Carsten Linnemann:
Union wird sich gegen CO2-Steuer aussprechen


Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann rechnet nicht mit einem Ja der CDU zur Einführung einer CO2-Steuer. „Ich bin fest davon überzeugt, dass sich die Union am Ende gegen eine CO2-Steuer aussprechen wird“, sagte Linnemann der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe). In der Bundestagsfraktion sehe er um derzeitigen Stand keine Mehrheit dafür.

Eine CO2-Steuer wäre wie eine klimapolitische Wette, so der CDU-Politiker weiter. „Die Verbraucher würden deutlich stärker zur Kasse gebeten, aber trotzdem könnte niemand garantieren, dass der CO2-Ausstoß auch wie gewünscht sinkt.

Und dass dafür jeder Bürger eine entsprechende Entlastung erhalten wird, ist so wahrscheinlich wie die Deutsche Meisterschaft des SC Paderborn.“

Klimaschutz funktioniere nur über Ländergrenzen hinweg. „Das Wichtigste ist jetzt, statt Hysterie Vernunft walten zu lassen.“ Linnemann plädierte für eine Ausweitung des europäischen Emissionshandels auf die Bereiche Verkehr und Gebäude. (dts)

Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Sonntag, 21. Juni 2015

Das deutsche Märchen vom griechischen Luxusrentner

Thema: Griechenland

t-online.de

Schuldenstreit
Die Mär vom griechischen Luxusrentner

18.06.2015, 16:37 Uhr | Von Florian Diekmann, Spiegel Online
Griechen gehen mit 56 in Rente, Deutsche mit 64: So behaupten es deutsche Medien und Politiker. Das ist schlicht unwahr. Über die Bedeutung von Renten in einem Land, in dem die Armen nicht einen Cent Sozialhilfe bekommen.

Ist es denn zu glauben? Da steht ein Land vor dem Bankrott. Doch statt die Hilfe der starken Partner (und deren Bedingungen) dankbar anzunehmen, will es nicht einmal die krassesten Auswüchse sozialer Wohltaten kappen. Und so verabschieden sich seine Einwohner weiter von Mitte 50 an in die üppig ausgestattete Rente. Die braven Bürger der Partnerländer hingegen müssen sich noch fast zehn weitere Jahre schinden - um jene Steuern zu erwirtschaften, die dann ins Pleiteland transferiert und an dessen Luxusrentner ausbezahlt werden.

Falsche Erzählungen in Medien und Politik

Ungefähr so geht die Erzählung, mit der deutsche Medien und Politiker die dramatischen Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Geldgebern begleiten: "Bild" und "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitierten vergangene Woche eine Statistik, wonach die Griechen im Schnitt mit 56 Jahren in Rente gehen, die Deutschen hingegen mit 64.

Der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach sprach bei "Günther Jauch" vor fünf Millionen Zuschauern: "Der griechische Ministerpräsident hat jetzt angeboten, das reale Renteneintrittsalter in Griechenland, das bei uns bei fast 64 Jahren liegt, auf 56 Jahre anzuheben."

Das Problem an der Erzählung ist nur: Sie ist schlicht und einfach falsch. Griechen gehen nicht früher in den Ruhestand als Deutsche, von Luxusrenten kann keine Rede sein. Vor allem aber blendet diese Darstellung einen Aspekt vollkommen aus, der verständlich macht, weshalb Kürzungen im Rentensystem in Griechenland weitaus heikler sind, als sie es etwa in Deutschland wären: Das Rentensystem besitzt dort die Funktion einer Art Ersatz-Sozialhilfe. Viele Familien kämen ohne die Rente der Großeltern nicht über die Runden, wie der englische "Guardian" feststellt. Dieser Fakt macht aus einer falschen Erzählung eine perfide Mär.

Fatalerweise heizt diese Mär eine Stimmung an, die in den vergangenen Wochen ohnehin zu einem fundamentalen Meinungswechsel geführt hat. Just zu dem Zeitpunkt, an dem der Grexit zum ersten Mal eine echte Option ist, befürwortet ebenfalls erstmals eine Mehrheit der Deutschen den Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Nicht unerheblich, sollte es bald wirklich hart auf hart kommen bei einem Treffen der Mächtigen in der EU.

Griechenland kennt keine Sozialhilfe

Nun gibt es eine Fülle von Dingen, die man der griechischen Regierung und all ihren Vorgängerinnen mit allem Recht vorwerfen kann. Sie haben einen Staat geschaffen, der durch Raffgier und Klientelpolitik gepaart mit einer notorischen Unzuverlässigkeit öffentlicher Dienstleistungen besticht und seine Bürger auf die Familie als einzig wirklich verlässliches Solidarsystem zurückwirft. Sie haben das Land in eine Krise manövriert, unter der große Teile der Bevölkerung seit Jahren fürchterlich leiden und die noch weitaus katastrophalere Ausmaße annehmen kann.

Doch in diesem speziellen Fall, in dieser speziellen Situation, tut man der Regierung Tsipras Unrecht, wenn man ihre Weigerung, die Renten noch weiter zu kürzen als angeboten, als bloße Dreistigkeit abtut. Denn Griechenland kennt keine Sozialhilfe, kein Hartz IV. Für EU-Normalbürger unvorstellbar: Nicht einmal das Existenzminimum ist abgesichert. Arbeitslosengeld gibt es nur für ein Jahr. Mehr als 90 Prozent der Arbeitslosen bekommen derzeit: keinen Cent.

In einer Gesellschaft, in der seit Jahren mehr als jeder vierte Erwerbsfähige ohne Job ist, bedeutet das: Viele Familien rücken noch enger zusammen, teilen alles. Jeder gekürzte Renteneuro fehlt dann nicht nur dem Rentner, sondern auch seinen Kindern und Enkeln. Nicht für Kino oder Café, sondern für Essen und Kleidung. Und bereits jetzt bekommt fast die Hälfte der Rentner weniger als 665 Euro im Monat. Sie fallen damit unter die Armutsdefinition der EU. Tsipras-Regierung handelt verständlich - aber muss reformieren

Auch die Weigerung der Regierung, die Möglichkeiten zur Frühverrentung noch stärker als ohnehin angeboten zu kappen, wird dadurch verständlich. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet über eine 59-jährige Arbeitslose, die sich schweren Herzens für eine Frührente mit hohen Abschlägen entschieden hat - ihre einzige Möglichkeit, überhaupt Einkünfte zu erzielen. Was passiert mit Griechen wie ihr, wenn die Frühverrentung drastisch beschränkt würde? Zum Vergleich: In Deutschland leben fast 740.000 Menschen im Alter von über 55 Jahren von Hartz IV.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Das griechische Rentensystem ist völlig verrottet, der "Guardian" hat es unlängst in einem lesenswerten Artikel seziert. Es ist offiziell das achtschlechteste der Welt, zutiefst ineffizient und ungerecht. Reformen sind dringend nötig, wie auch die Analyse eines griechisch-britischen Bankers und Bloggers belegt, weit grundlegender als die Einschnitte, denen die Regierung in den Verhandlungen bereits zugestimmt hat.

Und: Die politische Klasse Griechenlands trägt selbst Verantwortung für die Zwickmühle, in der sie steckt. Laut "Wirtschaftswoche" hatte die Troika Griechenland aufgefordert, bis Sommer 2014 eine Sozialhilfe europäischen Zuschnitts einzuführen - mit einem klar definierten und transparent ermittelten Existenzminimum, das jedem Einwohner zusteht. Keinem Vertreter der Geldgeber würde es einfallen, Einschnitte in ein solches System zu fordern.

Die Regierenden haben die Aufforderung der Troika ignoriert - auch um Sozialleistungen wie etwa subventionierten Strom weiterhin von ihrer Gunst abhängig zu machen und als Wahlversprechen einsetzen zu können. Das gilt auch für die linke Syriza, die ihren Wahlsieg unter anderem derartigen Versprechen verdankt und in der Regierung bislang keinerlei Anstalten gemacht hat, grundsätzlich etwas am System zu ändern.

Doch all dies ändert nichts daran, dass weitere Zugeständnisse bei den Renten im aktuellen Schuldenstreit vor allem die Ärmsten treffen würden, Jung und Alt. Wer sich derzeit seine Meinung bildet, ob Griechenland aufgrund seiner Sturheit den Euro verlassen soll oder nicht, sollte das im Hinterkopf behalten.

Zu den Fakten
  • Medienkritiker wie Stefan Niggemeier und "Bildblog" haben ebenso wie "Tagesspiegel" oder Deutschlandfunk darauf hingewiesen, dass die von "Bild" und Co. zitierte griechische Statistik selbst das angebliche durchschnittliche Renteneintrittsalter von 56 Jahren widerlegt: Die Zahl bezieht sich dort ausschließlich auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Gleichzeitig liegt das Renteneintrittsalter in Deutschland nur für diejenigen bei durchschnittlich 64 Jahren, die aus Altersgründen in Rente gehen - alle anderen, etwa Erwerbsunfähige, zählen nicht dazu.
  • Laut der Industrieländerorganisation OECD lag das tatsächliche durchschnittliche Renteneintrittsalter in Griechenland über alle Eintrittsgründe und Berufsgruppen hinweg im Jahr 2011 bei 61,4 Jahren.
  • Ebenfalls 61,4 Jahre betrug nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung im Jahr 2013 das tatsächliche durchschnittliche Renteneintrittsalter in Deutschland.
  • Selbst im Detail liegt das durchschnittliche Ruhestandsalter in Griechenland und Deutschland nahe zusammen, etwa im öffentlichen Dienst: Laut dem aktuellen Versorgungsbericht der Bundesregierung gingen Beamte bei Bahn oder Post 2010 im Schnitt mit 58 beziehungsweise 55 Jahren in Pension.
  • Dass Griechen im Schnitt im gleichen Alter in Rente gehen wie Deutsche, überrascht. Denn die fehlende Sozialhilfe beeinflusst auch die Statistik: In Griechenland gehen viele ältere Arbeitslose deshalb in Frührente - und drücken damit den Altersschnitt des Renteneintritts. In Deutschland bekommen Menschen in vergleichbarer Situation Hartz IV, bis sie in der Regel mit 63 in Rente gehen.
Auch der Anteil der Ruheständler an der Gesamtbevölkerung liegt in Deutschland und Griechenland nicht weit auseinander. In Griechenland entsprechen die 2,65 Millionen Rentner 24,3 Prozent der Bevölkerung. In Deutschland gibt es 19,4 Millionen Rentner und 1,6 Millionen Pensionäre - zusammengenommen ein Anteil von 26,0 Prozent. Zählt man die 740.000 über 55-jährigen Hartz-IV-Bezieher hinzu (die in Griechenland Rente beantragen müssten), erhöht sich der Anteil auf 26,9 Prozent.
Quelle: t-online.de

Kommentare

dorfbahnhof
Was ist denn hier passiert? Das konnte man doch schon immer wissen. Jetzt versteh' ich t-online nicht mehr. Übrigens hat bei uns schon Herr Kohl bei der Privatisierung der Post überzählige Beamte in den unfreiwilligen Vorruhestand verabschiedet, und werden heute noch Hartzer gezwungen vorzeitig Erwerbsminderungsrenten zu beantragen. Aber was bei uns völlig in Ordnung ist, ist natürlich eine himmelschreiender Unfug, wenn dies andere, deren politische Richtung einem nicht gefällt, genauso machen.

Incredible
Es geht nicht um die Rentenhöhe, sondern das Renteneintrittsalter, und das ist doch erwiesenermaßen mit 56 möglich in Griechenland. Auch wenn es sich nur um Beamte handelt, halb Griechenland scheint noch verbeamtet zu sein, auch da liegt viel im Argen. Man kann nicht alles mit dieser unsäglichen Misswirtschaft entschuldigen, man muss da aktiv werden um glaubwürdig zu bleiben. Korruption kann keine Leitlinie für politisches Handeln sein. Und das Verweigern von längst fälligen Reformen schon gar nicht. Das kann man dem sich krumm buckelnden deutschen Steuerzahler nicht vermitteln. Natürlich leidet das Volk in G., und natürlich wurden die Gelder nur in die Rachen der Banken und Reichen geworfen. Das muss ein Ende haben. Wirtschaftswachstum (echtes) beginnt von unten, ein Wasserkopf schadet dem Land.

coralee
Es ist doch völlig egal, wie hoch die Renten sind, wann die in Rente gehen usw. Ich will einfach nicht für andere bezahlen, weder für die noch für irgendwelche einreisenden Fachkräfte!!
Juan
Was soll mit diesem Artikel über die "bedauernswerten" Griechen bezweckt werden ?? Daß weiterhin deutsches Geld nach Athen fliessen soll und die Deutschen dafür gefälligst Verständnis aufbringen sollen. Nach dem Motto: Solidarität muß halt jetzt sein. Die geizigen, reichen Deutschen sollen sich beim Blechen für Andere nicht so anstellen.


Montag, 4. August 2014

Steuern auf Sparguthaben auch in Deutschland? - denkbar schon

Sparguthaben versteuern?
Max Otte: Steuer auf Sparguthaben ist auch in Deutschland denkbar

Mit der Steuer auf Sparguthaben hat in Spanien die direkte Enteignung der Sparer begonnen. Auch in Deutschland ist so eine Zwangsabgabe denkbar, so der Ökonom Max Otte. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble habe längst vor den Lobbygruppen kapituliert. Die Bundesregierung setze offenbar darauf, dass sich die Sparer alles gefallen lassen.

In Spanien wurde erstmals eine landesweite Steuer auf Bankguthaben eingeführt. Spareinlagen werden dort ab sofort mit 0,03 Prozent besteuert. Die Regierung erhofft sich dadurch steuerliche Mehreinnahmen von rund 400 Millionen Euro. Das Gesetz tritt unmittelbar in Kraft un gilt sogar rückwirkend zum 1. Januar 2014, so dass eine Steuerflucht nicht mehr möglich ist (mehr hier). Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten sprachen mit dem Finanzexperten Max Otte.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Spanien hat eine landesweite Steuer von 0.03 Prozent auf Bankguthaben erhoben. Die Regierung begründet das damit „die Markteinheit zu stärken und zu garantieren“. Zudem sollen so die finanzschwachen Regionen gestärkt werden. Ein Art Länderfinanzausgleich oder was steckt wirklich hinter der neuen Abgabe?

Prof. Dr. Max Otte
(Foto: IFVE)
Max Otte: Einen Länderfinanzausgleich könnte man über das normale Steuersystem durchführen. Hier geht’s darum, dass tatsächlich zum ersten Mal das, was wir alle schon vor fünf, sechs, sieben Jahren befürchtet haben, nämlich die Enteignung der Sparer, offen und flagrant von einer kleinen Gruppe probiert wird. Hier geht’s darum die Sparer zu belasten, um damit andere Dinge zu bezahlen, zum Beispiel insgesamt fehlende Staatsfinanzen. Das ist eine Umverteilung von den Sparern zu anderen Sektoren. Und das haben wir schon seit bald sieben Jahren in Form der Finanzrepression, also etwas versteckter. Die Guthaben-Zinsen liegen deutlich unter der tatsächlichen Inflation, wenn man die Inflation richtig rechnet. Das ist nicht uneffektiv aus Sicht der Staaten: Die tatsächliche Umverteilung beträgt so bereits zwei bis drei Prozent pro Jahr, wenn man richtig rechnen würde. Das ist die Enteignung der Sparer. Das sind dann in zehn Jahren 25 Prozent und in 15 Jahren schon fast 40 Prozent durch den Zinseszins-Effekt. Aber in Spanien wird nun zum ersten Mal flagrant in die Vermögen der Sparer direkt eingegriffen wird.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Die Zinsen sind auf Rekordtief. Nun belegt die Regierung Sparguthaben mit Abgaben. Welchen Anreiz haben spanische Bürger nun noch, ihr Geld einer Bank anzuvertrauen? Ist zu erwarten, dass die Spanier ihr Geld abziehen und nach anderen Anlagemöglichkeiten suchen?

Max Otte: Das tun die Bürger in gewisser Weise jetzt schon. Zum Beispiel in Deutschland: Hier werden leider keine Aktien gekauft, was eine solide Vermögensanlage ist. Es wird etwas Gold gekauft, aber es wird vor allem konsumiert, wie lange nicht. Also man untergräbt sich selber die Zukunft der Volkswirtschaft und das sind die Spareinlagen. Das Kapital, was gesammelt wird, um es für Investitionen zu nutzen, das bauen wir sowieso schon ab. Aber ansonsten lassen die Leute alles mit sich machen. Das sehe ich keine Veränderung. Es wird gemacht, und dann kommt das nächste Land dran. Und schon sind wir einen Schritt weiter in der Planwirtschaft und im Sozialismus. Das geht im Moment in riesen Schritten.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Die Regierung erhofft sich durch die Abgabe bis zu 400 Millionen Euro Mehreinnahmen. Steht die spanische Regierung wirtschaftlich so schlecht da, dass sie für eine so geringe Summe einen möglichen Bank-Run in Kauf nimmt?

Max Otte: Gewohnheiten ändern sich wenig. Die Amerikaner, beispielsweise, haben Schulden, Immobilien- und Aktiensparpläne. Die Deutschen haben Lebensversicherungen, Geld, Immobilien und keine Schulden. Das ist fest in der Mentalität der Leute drin. Diese – zunächst kleine – Steuer zur Enteignung der Sparer wird keinen großen Run auf andere Anlageformen auslösen. Die Leute werden sagen: „Na gut, dann nehmen wir das auch noch in Kauf“. Das ist wie mit dem Frosch, den man so langsam im Wasser kocht, und er merkt den Temperaturanstieg nicht.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Erwarten Sie, dass die spanische Regierung die Steuer auf Bankguthaben nun sukzessive erhöht? Könnte sie dadurch einen Bank-Run auslösen?

Max Otte: Zur Not, ja. Die ganzen Maßnahmen der letzten sechs Jahre sind alle gegen die Sparer, gegen den Mittelstand, gegen situierte Bürger, die einen halbwegs vernünftigen Job haben und dafür pro Staat, pro Staatssicherung, pro Finanzbranche. So läuft die Politik im Moment. Und es ist auch nicht ganz überraschend, wenn man sieht wo die Lobbymächte sitzen, dass wir letztlich keine funktionierenden und effektiven Staaten mehr haben in Europa, die das in irgendeiner Form ausgleichen oder aufhalten können.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Erst Zypern, und nun Spanien. Sind die Abgaben auf Sparguthaben nur Testläufe für ganz Europa?

Max Otte: Zypern habe ich unterstützt, weil in Zypern vor allem Fluchtgeld war. Man hat die großen Konten belastet, die wissentlich und willentlich in diesen dubiosen Bankenplatz gegangen sind. Man muss das also etwas differenzieren…

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: In Spanien greift man nun aber auch Konten unter 100.000 Euro an. Ist Spanien also nach Zypern ein weiterer Testballon und müssen wir uns darauf einstellen, dass solche Maßnahmen auch in Deutschland angewendet werden?

Max Otte: Ich befürchte mittlerweile ja. Ich hätte das noch vor zwei Jahren für unmöglich gehalten, aber ich habe vieles für unmöglich gehalten. Ich habe die NSA-Geschichten für unmöglich gehalten. Ich habe diesen dubiosen MH17-Abschuss für unmöglich gehalten, an dem meiner Meinung nach weder Russland, noch die pro-russischen Separatisten Interesse haben konnten. Wenn überhaupt jemand daran Interesse haben kann, dann vermutlich jemand ganz anderes. Also ich habe unglaublich Vieles für unmöglich gehalten, was mittlerweile eingetreten ist. Von daher sage ich: Auch in Deutschland ist mittlerweile nichts mehr unmöglich, gerade bei Leuten wie Schäuble, die völlig kapituliert haben vor den Lobbys und dem ausländischen Konsens und überhaupt keine deutschen Interessen mehr vertreten.

Dr. Max Otte ist Professor für quantitative und qualitative Unternehmensführung am Institut für Unternehmensführung und Entrepreneurship der Karl-Franzens-Universität in Graz. Sein Buch “Sehr geehrte Privatanleger!: Die besten Anlageweisheiten der letzten 10 Jahre” ist im FinanzBuch Verlag erschienen und hier bei Amazon erhältlich.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Heinz Boxan sagt:
fleißig arbeiten und sparen gelten als besonders ausgeprägte gute Eigenschaft des braven Deutschen. Das soll sich ändern. Bestraft wird der Trottel für solch Unfug. Geben soll er, schließlich brauch man die Knete für alle möglichen Fässer ohne Boden. Überteuerte, außer Kontrolle geratene Prestige-Bauten, Kampfdrohnen für Granaten Ulla, Diätenerhöhungen für notleidende Politker……wo sind wir nur hingekommen und in welch Chaos werden wir landen…..BLÖD-Michel, du hast sie gewählt, also halt gefälligst das ……

Tante Ho sagt:
Und im Vorfeld hat Schäuble mit allen wesentlichen Ländern Vertraege geschlossen um automatisch Guthaben deutscher Bürger im Ausland zu erhalten. Geld ins Ausland zu bringen um so der Zwangsabgabe zu entgehen ist keine Option! Gesetze um die bösen Steuerhinterzieher zu fassen wurden beklatscht , wie dumm und naiv ist doch der Buerger. Wir werden wir Lämmer zur Schlachtbank geführt ohne jeglichen Protest.

Eve sagt:
Der Bail in kommt, ganz sicher, weil schon beschlossen. !!! Ein größer werdender Teil der Bevölkerung, KANN nicht mehr sparen, von was ? Zum zweiten: Die Zeiten, in denen der Deutsche Ottonormalsparer auf relativ hohem Niveau jammerte sind vorbei. Der Konsumrausch den Herr Otte beschreibt, bleibt zumindestens bescheiden. Es gäbe da ganz einfache Beispiele. Der Absatz bei der Zulassung von Neuwagen geht beständig zurück, sowie bei Technischen Geräten. Auch Events haben eine zunehmende Umsatzeinbuße zu verzeichnen. Der jährliche Urlaub fällt entweder bescheiden aus, oder ganz flach. Selbst eine Autoreparatur oder kaputte Waschmasch. wird zum finanziellen Fiasco. Sehr viele Menschen drehen den Cent dreimal herum. Im Volksmund heißt das: Zum leben zu wenig, und zum sterben zuviel. Zypern 2,0.

Aleksej sagt:
wir werden doch ständig enteignet das ist jetzt auch nichts neues. Angefangen mit GEZ gefolgt von zig sinnlosen Steuern und die Banken rauben uns aus mit den ganzen Zinsen. Und wenn du keine Steuern auf dein Hab und Gut zahlen kannst, wirst du schnell sehen ob dir überhaupt etwas gehört!

Unbedingt lesen sagt:
Ein sehr guter Link zur Beschreibung der derzeitigen Kriegssituation in Europa von Prof. Dr. Otte!
http://www.f-tor.de/board/showthread.php?s=e4ceca1ed23be0dd3addb6e81e99e706&t=42342

Delinix sagt:
Gut, dass Sie wieder von sich hören lassen! DANKE !! Das Interview ist ein Genuss und es eignet sich bestens, es an Freunde weiter zu leiten, die noch immer an die Unschuld der USA glauben.

Sven Kesch sagt:
“… weil in Zypern vor allem Fluchtgeld war. Man hat die großen Konten belastet.” Da kann ich mit Prof. Otto nicht übereinstimmen, denn auch der „kleine Mann“, der ein Leben lang gearbeitet und etwas mehr als 100.000 Euro für den Lebensabend angespart und Steuern bezahlt hatte oder kleinere Händler und Unternehmer, wurden mit Oligarchen in einen Topf geworfen. Von 100.001 Euro bleiben ihm also gerade noch 62.500 Euro. 37,500 Euro sind einfach weg – vielleicht sogar 60.000 Euro. Viele Groß-Investoren (Spekulanten) waren gut beraten und hatten ihre Einlagen schon vorher, und sogar während der Bankensperren, dem Zugriff des Staates entzogen und außer Landes geschafft. Für den kleinen Sparer oder für mittelständische Unternehmer bestand diese Möglichkeit nicht.
siehe auch http://www.iYOUeu.at

Ruben sagt:
Es ist ganz und gar nicht unvorstellbar, dass Enteignung ein Mittel der Politdarsteller sein wird (in seinen Büchern beschreibt Otte ganz andere Mittel). Ziel: totale Demontage des Mittelstands, Weiterführung der Umverteilung von unten nach oben, 100% des globalen Vermögens für die Finanzelite = Feudalsystem. Alles getarnt unter Medienpropaganda, statistischen Fälschungen und Manipulationen.

Sven Kesch sagt:
… und dann sollte man auch die Aussage des Euro-Gruppenchefs Dijsselbloem vom 25.3.2013 nicht vergegessen: “Zypern taugt als Modell für künftige Rettungsschirme im Krisenfall.” Als infolgedessen Aktien und Euro absackten und Zinsen für PIGS-Staaten in die Höhe schossen, widerrief die EZB Dijsselbloem Aussage ganz schnell: “Zypern ist ein Einzelfall, Sonderfall, Einzelfall, Sonderfall ….”
aus: Kurs halten, bis zum Untergang EUropas.”

Brigitta sagt:
Ich werde regelmässig ausgelacht, wenn ich Bekannten sage, dass sie eines morgens aufwachen und feststellen werden, dass der Staat plötzlich als Gläubiger ihres abbezahlten Hauses im Grundbuch stehen wird.
Neben der Guthaben-Steuer auf dem Konto, versteht sich. Und zwar wie in Spanien, rückwirkend…

Bloody Mary sagt:
“Wir beschliessen etwas, stellen es dann in den Raum. Und wenn der Aufschrei nicht zu groß ist, weil die meisten nicht begriffen haben, was wir beschlossen haben, dann machen wir weiter. Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.! (J.C. Juncker, frischgewählter EU-Kommissionspräsident.)
Spanien begann den Probelauf mit dieser Steuer. Kein Aufschrei? Schon bei Zypern habe ich geschrieben: Zieht Euch warm an. Das wird über kurz oder lang, in der ganzen EU eingeführt! Mein Eurokonto habe ich schon längst aufgelöst.

meinung sagt:
Natürlich wird die Sparerenteignung kommen.
Genauso wie die Grundbesitzabgabe.
Vielleicht unter anderem Namen, sicherlich mit logisch klingenden, scheinheiligen Begründungen. Aber zum Glück wissen doch, wer dafür verantwortlich ist.
Diese Leute, ihre Namen und Gesichter sind bekannt.
Mal schau’n, wie schnell deren Pferde wirklich sind.

G.N. sagt: Diese Regierung schreckt vor nichts zurück! Versteuertes Geld noch einmal zu versteuern, wie bei Lebensversicherungen usw. Nun, warum sollten Sie Halt machen vor dem Sparvermögen und Immobilien. Es hält sie doch niemand auf, nein schlimmer noch, die Bürger wählen diese “Pappnasen” zum Großteil immer wieder!


Freitag, 16. Mai 2014

Der teure Wahnsinn - die EU als Politik-Konzern

Thema: Bürokratie

Die EU als Politik-Konzern: Parlament beschäftigt 6.000 Mitarbeiter

Das EU-Parlament leistet sich mehr als 6.000 Angestellte. Die Kosten für ihre Gehälter verschlingen inzwischen ein Drittel des Parlamentshaushalts. Viele der Mitarbeiter sind nur damit beschäftigt, den monatlichen Umzug nach Straßburg zu organisieren, der den Steuerzahler rund 180 Millionen Euro im Jahr kostet.

Das EU-Parlament leistet sich mehr als 6.000 Mitarbeiter und Assistenten.
Die Gehaltkosten der Parlamentsmitarbeiter belaufen sich mittlerweile auf ein Drittel des Haushalts – Tendenz steigend. Neben der parlamentarischen Arbeit sind viele von ihnen mit der Logistik der EU-Abgeordneten beschäftigt, wenn diese wieder einmal zwischen Brüssel und Straßburg hin und her pendeln.

Der größte Posten im Haushalt des EU-Parlaments – etwa 35 Prozent – wird für die 5.567 permanenten Mitarbeiter aufgewendet, wie Open Europe in einer Recherche ermittelt hat. Hinzu kommen 1.146 temporäre Angestellte. Weitere 27 Prozent des Haushalts entfallen auf die EU-Abgeordneten selbst. Darin inbegriffen sind Gehälter, Ausgaben und Aufwendungen, sowie Büro- und Reisekosten.

Allein die Reisekosten der Abgeordneten verschlingen dabei immense Summen. Denn das Parlament steht seit Jahren in der Kritik, weil es sich zwei Tagungsorte leistet. Die Parlamentarier pendeln einmal im Monat von Brüssel nach Straßburg. Dazu werden tausende Container mit Dokumenten von einem Heer von Mitarbeitern zum zweiten Parlamentssitz ins 430 Kilometer entfernte Straßburg verfrachtet.
Dadurch werden für den Steuerzahler Kosten in Höhe von 180 Millionen Euro pro Jahr verursacht. Andere Schätzungen gehen von über 200 Millionen Euro jährlich aus.

Das Parlamentsgebäude in Straßburg steht an knapp 300 Tagen im Jahr leer. Der „Reise-Zirkus“, wie er von Open Europe genannt wird, wird zwar von den meisten EU-Parlamentariern abgelehnt. Doch eine Abschaffung des teuren Pendelverkehrs würde eine Änderung der EU-Verträge erfordern und diese wird von Frankreich blockiert.

Die durchschnittlichen Gehälter der EU-Abgeordneten belaufen sich auf 96.000 Euro pro Jahr. Hinzu kommen zahlreiche Steuervergünstigungen. Mitglieder des EU-Parlaments zahlen ebenso wie EU-Kommissare besonders niedrige Steuersätze, die als Einnahmen wieder direkt in den Haushalt des EU-Parlaments fließen.

Hinzu kommen immense Pensionsansprüche der Parlamentarier. So sparen sich viele EU-Abgeordnete im Steuerparadies Luxemburg auf Kosten der Steuerzahler eine zweite Pension an. Dadurch erhalten die Abgeordneten im Ruhestand rund 50.000 Euro mehr im Jahr. Der Pensionsfonds verbuchte im Zuge der Finanzkrise hohe Verluste, sodass ihm spätestens im Jahr 2026 die Mittel ausgehen. Damit die Zweit-Pensionen der Parlamentarier nicht gefährdet sind, entschieden sie im EU-Parlament, dass der europäische Steuerzahler die Finanzlöcher stopfen muss (mehr hier).

Dazu haben die Abgeordneten Ansprüche auf Unkosten-Pauschalen wie eine Sekretariatszulage in Höhe von 21.209 Euro monatlich. Der österreichische EU-Abgeordnete Hans Peter Martin deckte die widerrechtliche Verwendung dieser Pauschale durch diverse Parlamentarier auf. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass Martin sich selbst auf Steuerzahlerkosten bereichert hatte (mehr über das Luxusleben der EU-Parlamentarier hier).

Auch die „Allgemeine Unkostenpauschale“ in Höhe von 51.588 Euro jährlich ist anfällig für den Missbrauch der Parlamentarier, denn sie müssen über die Verwendung der Gelder keinerlei Rechenschaft in Form von Belegen abgeben. Zudem erhalten die Abgeordneten Tagesgeld für Verpflegung und Sitzungsgeld für die Teilnahme an Parlamentssitzungen. Immer wieder geraten Parlamentarier in die Kritik, weil sie diese Gelder ohne erbrachte Leistungen einstreichen.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

» der Kommentar des Blogschreibers «
Unglaublich! Das sind genau die Wichtigtuer und Schmarotzer, die der arbeitenden Bevölkerung Vorschriften machen und für ihre Arschkriecherei bei Banken und Konzernen nebenbei noch mit so mancher "Sonderzulage" belohnt werden.

Apropos, wie erfolgreich ist eigentlich die Leihgabe aus Bayern ans Politiker-Endlager Brüssel?
Deutschlands schärfste Waffe für "Bürokratie-Abbau", der "Finanzexperte für Pleitebanken" und Milliardenvernichter der CSU wird doch am Ende nicht mehr gekostet als eingebracht haben wenn seine Zeit im Oktober rum ist?


Wahnsinn sagt:
Mehr als 6.000 Mitarbeiter und Assistenten. Wobei man nicht vergessen darf das einem Assistenten sicherlich noch ein Unter-Assistent zusteht. Der größte Teil dieser Leute dürfte von der Intelligenz her nicht in der Lage sein, sich eigenhändig die Schuhe zu binden. In der freien Wirtschaft hätte der überwiegende Teil dieser achso wichtigen geballten Inkompetenz mit der Position des Büroboten schon das Ende der Karrierleiter erreicht.

ein Kommentator sagt:
DENN SIE (die Politiker, Beamten, Mitarbeiter) WISSEN NICHT WAS SIE TUN!
Das ist ein Fass ohne Boden. Wo bleibt die öffentliche Diskussion über Wertschöpfung und Leistung? Neun von zehn Unternehmen in Deutschland beschäftigen weniger als zehn Mitarbeiter; doch siebzig Prozente aller Beschäftigten.
Der durchschnittliche Unternehmensgewinn vor Steuer lag in 2012 bei 5,7 Prozent. Nur für die 180 Millionen Brüsseler-Umzugs-/Verwaltungskosten müsste demnach aus dem Mittelstand eine Arbeitsleitung von 3,157 Milliarden € Umsatz erwirtschaftet werden.
In der Realität schätzten mehr als 1.000 befragte Mitarbeiter und “Passanten” die Unternehmensleistung durchschnittlich zehn mal so hoch ein wie die Realität.
Es ist zum heulen! AHNUNGSLOSES VERPRASSEN findet hier statt!

Schmarotzerveranstaltung EUdSSR sagt:
Zitat:”Die EU als Politik-Konzern: Parlament beschäftigt 6.000 Mitarbeiter”. Der EUdSSR-Drecksladen will jetzt auch illegal Geld ausgeben, um die Korruption zu tarnen. Schon jetzt sind Trolle der EUdSSR in Foren aktiv.
Jedes Jahr ziehen die 6000 Schmarotzer von Brüssel nach Straßbourg um. Alle Gebäude gibt es deswegen doppelt.
Die EUdSSR ist eine französische Veranstaltung von Schmarotzerländer. Die größte Schmarotzerveranstaltung in der Geschichte der Menschheit.
Wer weiß wann die EUdSSR anfängt Menschen mit Gewalt zu verfolgen, um die illegale Macht zu verteidigen. Es geht um sehr viel Geld.