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Dienstag, 3. Januar 2017

Seit 10 Jahren versinkt der Irak im Chaos und der IS hatte seinen Anfang

Thema: Irak und Regime Change

Irak: Vor zehn Jahren wurde Saddam Hussein hingerichtet
die Ideologie des Regime Change

Vor zehn Jahren wurde der langjährige irakische Staatschef Saddam Hussein hingerichtet. Der Prozess sollte dem Land nach der US-Invasion einen Bruch mit der Vergangenheit ermöglichen. Stattdessen versank der Irak im Bürgerkrieg und der IS nahm seinen Anfang.

Am 30. Dezember 2006, in jenem Jahr der Tag des islamischen Opferfestes Eid al-Adha, wurde der langjährige irakische Staatschef Saddam Hussein Abd al-Majid al-Tikriti in al-Kazimiyya bei Bagdad hingerichtet. Ein Tribunal, das durch die US-amerikanischen Invasionstruppen eingerichtet und mit irakischen Richtern besetzt worden war, hatte Saddam zuvor der Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen.

Der relevante Anklagepunkt war in diesem Zusammenhang ein Massaker irakischer Regierungstruppen an mindestens 148 Bewohnern des Dorfes Dudschail am 9. Juli 1982. Dieses soll ein Racheakt der Regierung dafür gewesen sein, dass am Tag zuvor in diesem Dorf schiitisch-islamistische Anhänger der verbotenen "Dawa-Partei" einen Konvoi des Staatschefs angegriffen hatten. Der Schuldspruch war wenige Wochen zuvor am 5. November erfolgt.

Für den US-Präsidenten George W. Bush, dessen Republikanische Partei gerade erst in beiden Häusern des Kongresses ihre Mehrheiten verloren hatte, war die Hinrichtung Saddam Husseins einer der letzten politischen Erfolge. Er hatte 2003 - wie sich später herausstellen sollte, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen – die Invasion im Irak befohlen mit dem Ziel, den Präsidenten zu entmachten und dem Land, das zuvor zwölf Jahre lang einem erdrückenden UN-Embargo ausgesetzt war, die Chance auf einen Neuanfang zu eröffnen.

Nach dem in den meisten Ländern unblutig vonstattengegangenen Zusammenbruch der sozialistischen Staatswesen in Osteuropa und nach der ersten erfolgreichen "Farbrevolution" in der Bundesrepublik Jugoslawien im Jahre 2000 erachtete man in westlichen Regierungsetagen das Konzept der nationalen Souveränität weitgehend als überholt. Die einzig verbliebene Supermacht USA und ihre westlichen Verbündeten betrachteten sich als die unangefochtenen Sieger der Geschichte und als dazu berufen, früher oder später ihr vermeintlich überlegenes Staats- und Gesellschaftssystem über den gesamten Erdball zu verbreiten.

Die Idee des Regime Change war nur eine logische Konsequenz dieser Überzeugung. Sobald ein Staat seine Interessen in einer Weise definiert, die jenen des Westens zuwiderläuft, stellt er sich gegen die "Demokratien" und muss logischerweise eine "Diktatur" sein. Eine solche würde in jedem Fall das Volk unterdrücken und sie notfalls von außen zu beenden, würde zwangsläufig im Einklang mit dessen Willen erfolgen und dem Staat in weiterer Folge selbst eine Entwicklung hin zur westlich-liberale Demokratie ermöglichen. Der neuzeitliche Mythos von der Legitimität des "Tyrannenmords", gepaart mit einer naiven oder eurozentristischen Sichtweise und ausgeprägter Ahnungslosigkeit hinsichtlich der Verhältnisse in nichtwestlichen Ländern, stand offenkundig auch der Erwartungshaltung Bushs Pate, der die Aussicht, den "Schurken" im irakischen Präsidentenamt zu beseitigen, höher veranschlagte als völkerrechtliche Bedenken hinsichtlich der Invasion.
    Dass Saddam Hussein trotz seiner fürchterlichen Verbrechen gegen das eigene Volk ein faires Verfahren erhielt, ist ein Zeugnis der Entschlossenheit des irakischen Volkes, nach Jahrzehnten der Unterdrückung nach vorne zu schauen", äußerte Bush im Anschluss an die Hinrichtung. "Unter Saddams tyrannischer Herrschaft waren faire Verfahren nicht denkbar."
Inhaltlich hatte Bush damit auch alles andere als Unrecht. Saddam Husseins persönlicher und politischer Weg war von Gewalt gekennzeichnet und diese kennzeichnete auch seine Herrschaft, die 1979 begann, elf Jahre, nachdem sich die nationalistisch-sozialistische Baath-Partei unter Ahmad Hasan al-Bakr an die Macht geputscht hatte. Bereits kurz nach seinem Machtantritt führte Saddam eine brutale Säuberungskampagne gegen innerparteiliche Widersacher durch, im Zuge derer auch sein Amtsvorgänger einem Giftanschlag zum Opfer fiel. Berichte über Gräueltaten, die Saddam selbst oder seine Brüder angeordnet haben sollen, füllen Bücher.

Neben einer Reihe zweifelhafter oder als Propaganda entlarvter Darstellungen bleiben ausreichend nachgewiesene übrig, um eine Bewertung der Diktatur Saddams als blutig und rücksichtslos zumindest als nachvollziehbar erscheinen zu lassen.
Die westlichen Demokratien und Hüter der Universalität der Menschenrechte nahmen an den brachialen Praktiken Saddams indessen über eine längere Zeit hinweg nur wenig Anstoß. Im Jahr 1980 verlieh die Stadt Detroit ihm sogar ihren Ehrenschlüssel, nachdem er eine umfangreiche Spende an die dortige Chaldäische Gemeinde geleistet hatte.

Nachdem der irakische Potentat nach einem Grenzkonflikt mit dem Iran, der gerade die "Islamische Revolution" hinter sich hatte, das Nachbarland auf breiter Ebene angegriffen hatte, standen mehrere westliche Staaten, darunter Frankreich und Deutschland, stets bereitwillig als Lieferanten von Waffen und Chemikalien zur Verfügung, sobald sich die Kräfteverhältnisse zu stark zugunsten des Iran wendeten. Die Golfmonarchien gewährten Saddam großzügige Kredite.

Die USA belieferten beide Seiten des Konflikts und verhinderten Maßnahmen gegen den Irak auf der Ebene der Staatengemeinschaft. Auch die militärische Arabisierungskampagne Bagdads in den nordirakischen Kurdengebieten, die Human Rights Watch zufolge von der Deportation und Ermordung einer sechsstelligen Anzahl an Kurden und zur Zerstörung von Dörfern und Städten - teils unter Einsatz von Giftgas - begleitet war, änderte nichts an der grundsätzlich aufgeschlossenen Haltung im Westen gegenüber dem irakischen Staatschef.

Die Weltwoche schrieb 2002 über die Kumpanei westlicher Staaten und Institutionen mit dem Irak unter anderem:
    Etwa sechzig DIA-Mitarbeiter waren während des iranisch-irakischen Kriegs damit beschäftigt, den irakischen Diktator vor einer drohenden Niederlage zu bewahren; sie übermittelten amerikanische Satelliten-Aufklärung und inspizierten vor Ort Frontlage und Strategien. Niemals hätte die DIA 'den Einsatz chemischer Waffen gegen Zivilisten geduldet, aber ihre Anwendung gegen militärische Ziele wurde als unvermeidlich für den irakischen Überlebenskampf angesehen', sagt der ehemalige DIA-Oberst Walter Lang.
Erst 1990 sollte Saddam in Ungnade fallen. Über die genauen Hintergründe des Einmarsches der irakischen Armee im Scheichtum Kuwait am 2. August jenes Jahres rätseln Historiker immer noch. Grenzstreitigkeiten, die hohen Schulden des Iraks nach dem Krieg gegen den Iran oder Vorwürfe, Kuwait würde in unerlaubter Weise eine entlang der Grenze verlaufende Ölpipeline anzapfen: Was immer es war, soll die US-Botschafterin in Bagdad, April Glaspie, Saddam im Vorfeld des Einmarsches signalisiert haben, die USA hätten "keine Meinung" zu dem Konflikt. Später betonte die Botschafterin, sie habe auch auf die grundsätzliche Haltung der USA hingewiesen, innerarabische Konflikte seien auf dem Wege der Diplomatie und nicht militärisch zu lösen.

Tatsächlich wurde in den Verlautbarungen westlicher Regierungspolitiker und in der Presse der ehemals als Bannerträger eines säkularen Staatswesens im Irak gewürdigte Saddam in kürzester Zeit zum "Verrückten", "Monster", "Schlächter", "neuen Hitler" und "Despoten", dessen Soldaten Babys aus ihren Brutkästen reißen und der jederzeit bereit wäre, zu allem Überfluss auch noch Saudi-Arabien anzugreifen.

Da die Zuspitzung der Situation einen Rückzug des Iraks ohne Gesichtsverlust nicht zuließ, ließ es Saddam auf die militärische Eskalation ankommen. Ermächtigt vom UN-Sicherheitsrat vertrieb eine von den USA angeführte Koalition im Januar 1991 die irakischen Truppen aus Kuwait. Die Truppen marschierten allerdings nicht nach Bagdad, um Saddam Hussein abzusetzen.

In den Jahren darauf blieb der irakische Staatschef ein allgegenwärtiger Bogeyman, in westlichen Medien und in der Politik dämonisiert. Eine Flugverbotszone, die vonseiten der USA über weite Teile des Landes ausgerufen wurde, diente als Grundlage für wiederholte militärische Machtdemonstrationen, ein UN-Embargo gegen das Land traf vor allem die Zivilbevölkerung, gleichzeitig wurde der Narrativ gesponnen, Saddam würde an der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen arbeiten.

Diese Behauptung sowie nicht belegte Geheimdienstdarstellungen, Saddam Hussein pflege Kontakt zu Terroristen von Al-Kaida und würde diese im Irak beherbergen, nahmen die US-Regierung und ihre britischen Verbündeten 2003 zum Anlass, in das Land einzumarschieren. Tatsächlich hatte Saddam Hussein – auch um einem möglichen Aufkeimen islamistischer Gruppierungen entgegenzuwirken – zwar ab 1993 eine staatliche Kampagne unter dem Motto "Rückkehr zum Glauben" betrieben. Radikal-islamische Gruppen, die über Jahrzehnte hinweg im Irak mit eisernem Besen ausgekehrt worden waren, hielten diese jedoch für nicht glaubwürdig. Ungeachtet gemeinsamer Feindbilder wie Amerika oder Israel hätten sie Saddam Hussein zu keiner Zeit als authentischen Vertreter eines politischen Islam akzeptiert.

Noch im Angesicht des Todes zeigte sich, dass Saddam Hussein nie ein religiöser Mensch gewesen sei, so der Berater des früheren Regierungschefs Nouri al-Maliki, Mowaffak al-Rubaie. Man musste ihn noch auf dem Gang zur Hinrichtung daran erinnern, das islamische Glaubensbekenntnis auszusprechen. Von sich aus habe Saddam, der Ende 2003 in einer Erdhöhle aufgespürt worden war, kurz vor seiner Hinrichtung nur Slogans wie "Heil Palästina!" oder "Tod den USA!" gerufen.

Es gelang den US-Truppen binnen weniger Wochen nach ihrem Einmarsch, das Land einzunehmen. Die Baath-Partei wurde aufgelöst, 52 hochrangige Regierungsmitglieder zur Fahndung ausgeschrieben. Im Januar 2005 fanden erstmals freie Parlamentswahlen unter den Bedingungen eines Mehrparteiensystems im Irak statt.

Lange schien sich eine Chance dafür aufzutun, dass das westliche Polit-Märchen vom Regime Change, der das Land in eine strahlende Zukunft führen würde, auch hier Platz greifen könnte. Nur rechneten die USA und ihre Verbündeten nicht damit, dass der Wegfall des Diktators das Aufbrechen jahrhundertealter Konflikte begünstigen könnte, die zuvor mit brachialen Mitteln im Keim erstickt worden waren.

Vor allem die Rivalität zwischen Sunniten und Schiiten, die das Baath-Regime mittels eines ausgeklügelten Konzepts aus Vetternwirtschaft, Repression und Symbolpolitik austarieren konnte, eskalierte zunehmend. Mit den Golfmonarchien und dem Iran als Brandbeschleuniger und einer völlig verfehlten, sektiererischen Regierungspolitik des neuen Regierungschefs von US-Gnaden, Nouri Al-Maliki, potenzierte sich der Effekt, den zuvor schon Anarchie in weiten Landesteilen, Aufstände von Al-Kaida-Banden und marodierende Milizen bewirkt hatten.

Die Auflösung der irakischen Armee führte Hunderttausende in eine hoffnungslose Situation, in der sie zur willkommenen Manövriermasse für extremistische Gruppen wurden. Eine Großoffensive der USA im Jahr 2007 konnte noch einmal vorübergehend die Sicherheitssituation im Land verbessern, ehe 2008 das Truppenabkommen zwischen den USA und dem Irak den Fahrplan für den Abzug der US-Truppen festlegte.

Nicht einmal zwei Jahre später zeigte das Auftauchen des "Islamischen Staats im Irak und in der Levante" (ISIS), dass dem nicht so war und dass der Regime Change das Land vom Regen in die Traufe führte. Die Erfahrungen des Fiaskos im Irak hinderten den Westen indessen nicht daran, die gleiche naive, eurozentristische und Ahnungslosigkeit offenbarende Herangehensweise wie im Irak mit Blick auf Syrien an den Tag zu legen.

Im Unterschied zum Iraks Saddam Hussein, der im Volk nicht geliebt, aber gefürchtet wurde, bäumte sich in Syrien das Volk selbst gegen das von außen ins Land getragene Chaos und die marodierenden islamistischen Banden auf und stellte sich aktiv hinter den Präsidenten Baschar al-Assad, dessen Vater einst als Erzrivale Saddams galt. Die erfolgreiche Befreiung Aleppos aus den Klauen der Terroristen, das anhaltende Chaos im Irak, der völlige Vertrauensverlust der gelenkten Medien des Mainstreams im Zusammenhang mit der Ukraine und Syrien und der Sieg Donald Trumps über das interventionistische Establishment bei den US-Wahlen haben spätestens im Jahr 2016 die Ideologie des Regime Change selbst auf das Totenbett gebracht.

Im jüngst veröffentlichten Buch "Debriefing the President: The Interrogation of Saddam Hussein" erklärt der frühere CIA-Beamte John Nixon, der 2003 Saddam Hussein verhört hatte, dass unter dessen Herrschaft das Entstehen des IS nicht möglich gewesen wäre.

Nixon schrieb:
    Saddam war klar, dass islamistische extremistische Gruppen im Irak die größte Gefahr für ihn darstellen würden und sein Sicherheitsapparat arbeitete unermüdlich, um solche Bedrohungen zu beseitigen. […] Es ist unwahrscheinlich, dass eine Gruppe wie der IS unter seinem repressiven Regime einen ähnlichen Erfolg haben hätte können wie dies unter der schiitisch geführten Regierung in Bagdad der Fall war.
Der Gedanke, einen alternden und passiven Saddam Hussein an der Macht zu haben, so Nixon, erscheine "fast troststiftend im Vergleich mit den vergeblichen Bemühungen unserer tapferen Männer und Frauen in Uniform und dem Aufstieg des Islamischen Staates; von den 2,5 Trillionen Pfund, die man in den Aufbau eines neuen Iraks gesteckt hat, ganz zu schweigen".

Quelle: RT-Deutsch

Sonntag, 28. Juni 2015

Merkels Schicksal hängt an Griechenland

Thema: Krise

Deutsche Wirtschafts Nachrichten
USA erhöhen den Druck
Angela Merkels Schicksal hängt an Griechenland

Washington erhöht den Druck auf Angela Merkel: Sie müsse Griechenland aus politischen Gründen im Euro halten, wenn sie weiter eine Rolle in der Weltpolitik spielen will. Besonders gefährlich für Merkel: Erstmals äußert sich ein hochrangiger Nato-Führer besorgt über die chaotische Lage in der EU.

Die US-Regierung hat von allem Anfang an klargemacht: Griechenland muss aus geostrategischen Überlegungen im Euro gehalten werden. Bisher hatten sich die Amerikaner offiziell eher zurückgehalten: Präsident Barack Obama hatte bei Merkels jüngstem Besuch in Washington zu Griechenland eigentlich nicht mehr gesagt, als dass er zuversichtlich sei, dass „Angela“ die Krise schon im Sinne des Westens lösen werde.

Nun publiziert die New York Times am 24.06.2015 einen Artikel, in dem erstmals das politische Schicksal Angela Merkels vom Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone abhängig gemacht wird.



Foto: Screenshot

Die New York Times ist ja nicht eine beliebige Zeitung.
Die NYT ist das Sprachrohr der US-Regierung.
Gerade die direkten Verbindungen zur Regierung wie auch zu den Geheimdiensten macht sie für ihre kritischen Leser zu einer vertrauenswürdigen Quelle.
Dass die US-Regierung kein Geheimnis daraus gemacht hat, Griechenland solle mit allen Mitteln in der Eurozone gehalten werden, ist bekannt. Zu sehr befürchten sie nach einem Grexit auch den Austritt Griechenlands aus der Nato. Das ist nun mal gar nicht im Sinne der "Weltenherrscher", das sie dann wohl ihre Nato-Stützpunkte abbauen müssten und Russland oder China gerne Ersatz leisten würden. Natürlich werden sie sich nicht an den Kosten beteiligen, das ist ein innereuropäisches Problem aus ihrer Sicht.

Mit der Schlagzeile: „Die Schulden-Verhandlungen könnten der entscheidende Augenblick für Griechenland und für Angela Merkel sein“ wird deutlich gemacht, was die US-Regierung von ihr erwartet. Man ernennt sie also zur Chefin der EU und verlangt von ihr, das ihnen lästige Problem zu lösen.
    Wirkliches Gewicht erhält der Artikel durch den stellvertretenden Generalsekretär der Nato, Alexander R. Vershbow, der erklärt, das ein Austritt Griechenlands aus dem Euro „Folgen“ für die Nato haben könnte: „Wir machen uns darüber Sorgen.“ Die Nato und die USA betrachten den Fall Griechenlands nicht mit „Scheuklappen und sehen das Ganze nur als eine Wirtschaftskrise“.
Und weiter DWN
    Was das für die Kanzlerin bedeutet, hat die FAZ für das politische Berlin übersetzt: Es gehe bei der Entscheidung über Griechenland um das „politische Vermächtnis“ Angela Merkels und um die Frage, „wie sie die Finanzkrise bewältigt und die Sicherheit und Einheit Europas erhält.“

    Viel höher kann man die Latte nicht legen. Angela Merkel als Garantin der Sicherheit und Einheit Europas, und gleichzeitig als Bezwingerin der Finanzkrise. Wow. In ihrer Haut möchte man in diesen Tagen nicht stecken.


Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer sagt:
Mysteriös(?) ist, dass Dr. Merkel weinte, nachdem im Herbst 2011 der damalige EU-Präsident Barroso einen Putsch gegen den zu dieser Zeit amtierenden Griechen Papandreou lancierte, Barack Obama die Europäer demütigte und danach offiziell das Kommando übernahm!
Dr. Merkel führte bei diesem Gipfel den Beweis ihrer Glaubwürdigkeit, indem sie den USA die Enteignung von deutschem Volksvermögen als Sicherheit überschrieb(?)! http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/05/13/mysterioes-warum-hat-angela-merkel-bei-euro-krisensitzung-geweint/comment-page-41/#comments Danach war „damals“ der Euro gerettet, die Euro-Politiker allerdings „zu Lakaien degradiert“, aber auch die Macht(?) unserer(?) Dr. Merkel „vorläufig“ gerettet! Ist der jetzige Druck Washingtons damit nicht völlig legitim?

Christie sagt:
„……Angela Merkel als Garantin der Sicherheit und Einheit Europas, und gleichzeitig als Bezwingerin der Finanzkrise. Wow. In ihrer Haut möchte man in diesen Tagen nicht stecken….“
Die Situation in der wir uns befinden ist ein unlösbarer Widerspruch in sich. Egal welche Entscheidung sie trifft, es wird langfristig nichts Positives dabei rauskommen können.
In diese Situation hat sich Frau Merkel selber hineinmanövriert, weil Sie nicht im Interesse der deutschen Bürger handelte sondern sich freiwillig zur Marionette der Interessen der USA herabstilisieren liess.
Der innere Frieden Europas ist zunehmend gefährdet, und somit macht sich Europa auch nach aussen hin verwundbar.
Die dilletantische Europa Politik führt zur Destabilisierung des Friedens und der Wirtschaft.

Jürgen Schlitter sagt:
Die Situation in der wir uns befinden ist ein unlösbarer Widerspruch in sich. Egal welche Entscheidung sie trifft, es wird langfristig nichts Positives dabei rauskommen können.
Sie muss endlich eine neue Politik in Europa in Angriff nehmen. Ein reinigendes Gewitter bräuchten die Eurokraten in Brüssel, der IWF und die Regierung der VSA. Einige Staaten in Europa würden Deutschland dabei unterstützen. Sie warten schon lange auf eine klare Ansage aus D, glaube ich.
Die europäischen Völker haben die jetzige Politik der EU satt. Sie wollen keinen Krieg mit Russland. Alternativen gibt es immer. Man muss nur über den eigenen Schatten springen. Dazu braucht man aber Mut.