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Donnerstag, 4. Juli 2019

Zum Fall der Schiffskapitänin Carola Rackete:


Zum Fall der Schiffskapitänin Carola Rackete:

Als die Kapitänin mit ihrem Schiff "Sea Watch" am 12. Juni 2019 in Seenot geratene Flüchtlinge auf hoher See aufnahm, wurde ihr, laut ZDF vom 13.6.2019, ein -dem internationalen Seerecht entsprechender- lybischer Hafen zugewiesen, der nur 34 Seemeilen von ihrem Rettungs-Standpunkt entfernt war.

Dieser Hafen hatte zugesagt die Schiffbrüchigen aufzunehmen, zu versorgen und medizinisch zu betreuen, unter internationaler Aufsicht.
Dem hat sich die Kapitänin Rackete widersetzt und hat statt dessen Kurs auf das über 250 Seemeilen entfernte Italien genommen, das 7 mal so weit entfernt war, wie der lybische Hafen!

Obwohl ihren Angaben zufolge "schwer Kranke und Sterbende" an Bord waren.

Anstatt den Schiffbrüchigen eine schnelle medizinische Versorgung zu ermöglichen, ist sie mit diesen armen Menschen, aus PR-Gründen, Richtung Italien gefahren. Wohl wissend, dass Italien und auch Malta eine Einfahrt in ihre Häfen verweigert.

Offenbar erschien der Kapitänin, Frau Carola Rackete, die Rettung und Versorgung der Schiffbrüchigen doch nicht so dringend.

2 Tage nach der Rettung, am 13. Juni 2019, hat die italienische Marine 10 besonders hilfsbedürftige der Geretteten aufgenommen und in Italien an Land gebracht.

Aus PR-Gründen, um den "Sea-Watch e.V." bekannt zu machen und um Spendengelder zu akquirieren, ist die Kapitänin 2 Wochen lang (!!), bis zum 29. Juni 2019 mit den Schiffbrüchigen vor Italien gelegen. Um dann PR-trächtig gegen die ausdrückliche italienische Anordnung in den Hafen von Lampedusa ein zu laufen. Bei der illegalen Hafeneinfahrt hat sie sogar noch rücksichtslos ein Schiff der italienischen Küstenwache gerammt, wobei sie schwere Schäden verursachte und das Leben der Küstenwache-Besatzung gefährdete.

Um es ganz deutlich zu sagen: Die Kapitänin Frau Carola Rackete hat die Schiffbrüchigen benutzt, um eine PR-trächtige Aktion zu starten, die dem "Sea-Watch e.V." inzwischen mehr als 1,3 Millionen Spendengelder gebracht hat!

Es bedarf keiner Frage, dass Schiffbrüchigen jederzeit gerettet werden müssen.

Es ist aber auch die Pflicht der jeweiligen Rettungs-Schiffe diese Schiffbrüchige schnellstmöglich medizinisch zu versorgen und in Sicherheit zu bringen. Und nicht, wie es die Kapitänin Frau Rackete machte, mit den Schiffbrüchigen 17 Tage auf See zu kreuzen, obwohl ihr unmittelbar nach der Rettung ein sicherer Hafen in nur 35 Seemeilen Entfernung zugewiesen wurde, den sie in wenigen Stunden hätte erreichen können.

Selbst die Bundesdeutsche Regierung bestätigt intern in einem Bericht, dass die Kapitänin den nächstgelegenen Hafen hätte ansteuern müssen. Ein hochrangiger Beamter des Innenministeriums sagte: „Sichere Häfen gibt es nicht nur in Italien, sondern deutlich näher in Marokko, Algerien, Tunesien und Ägypten – dort wo Deutsche Urlaub machen.“

Der ganze derzeitige Hype um die angebliche "mutige" und sogar "heldenhafte" Kapitänin Carola Rackete, zeigt lediglich, wie dumm und einfältig die meisten Menschen sind und wie leicht sie sich von Medienberichten manipulieren lassen.


Danke Willi für die Zusendung des Beitrags

Sonntag, 23. Juli 2017

und es wiederholt sich doch - eine gut organisierte Asylindustrie der NGO's

Thema: Asylkrise

Die Asylkrise hat nie aufgehört –
Dezentralisierung und gut organisierte Asylindustrie verbergen hässliche Bilder

Mittlerweise sieht man mehr Migranten in den deutschen Großstädten als in Catania an der "Mittelmeerroute". Wo bleiben die Ankommenden von heute? Sie werden an perfekte, verborgene Orte verbracht, abseits der Zivilisation, gesichert von der Armee. Eine Recherche von JF-TV.

Auf Malta ist nicht viel von afrikanischen Migranten zu entdecken, stellten Reporter der jungefreiheit.de fest. NGOs haben sich hingegen in großer Anzahl in den Häfen von Malta niedergelassen. Wo bleiben die aktuell aus dem Mittelmeer Geretteten? Zumindest sind sie in den Orten im Stadtbild nicht zu finden – warum bittet Italien dann die EU um Hilfe?

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Italien Unterstützung bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise zugesagt. „Italien hat Großartiges geleistet, was die Registrierung und die Ankunft der Flüchtlinge anbelangt“, sagte die Kanzlerin. Das Land habe eine „große Aufgabe zu bewältigen, bei der wir Italien solidarisch zur Seite stehen wollen“.

Andererseits wird vom Präsidenten des Flüchtlingsrates (Consiglio Italiano per I Refugiati, CIR), Christopher Hein, gesagt: „70 bis 90 Prozent dieser Zuwanderer aus Nigeria, Elfenbeinküste, Senegal oder Guinea haben gar keine Chance auf Asyl. Sie fallen auch nicht unter die von der EU beschlossenen Umverteilungsregeln.“

Nun stellte JF-TV in einem längeren Video seine aktuellen Recherchen vor. Was tun die NGOs vor Ort auf Malta und Sizilien? Ist das noch Seenotretten oder „Beihilfe zum Schleusertum“?

Und wo bleiben die Neuankömmlinge? Die Reporter folgten den Bussen aus einem Hafen ins Innere von Sizilien, und entdeckten perfekte, verborgene Orte voller afrikanischer Migranten. Die Camps sind Sperrgebiet für Journalisten.

Video: Die Flüchtlingslüge 2017 – Und es wiederholt sich doch (JF-TV Dokumentation)


Die internationale Behörde für Migration IOM geht davon aus, dass der Auswanderungsdruck so bald nicht nachlässt, berichtete dpa am 11. Juni 2017. So sei die Zahl der Menschen mit Auswanderungsplänen in den vergangenen Jahren leicht gestiegen, berichtete die UN-Organisation als Ergebnis einer Analyse von Umfragedaten der Jahre 2010 bis 2015.

Die USA bleiben der Studie nach das beliebteste Ziel für Menschen mit Migrationsplänen. Deutschland liegt nach den IOM-Zahlen auf Platz sechs der Wunschliste hinter Großbritannien, Saudi-Arabien, Kanada und Frankreich.

Die Experten gehen von schätzungsweise 23 Millionen Menschen aus, die mehr als nur vage Pläne zur Auswanderung haben. Zu den konkreten Vorbereitungen zählten etwa Geld sparen, Sprache lernen und Visa-Anträge stellen.

Die Hälfte der Migrationswilligen lebt danach in 20 Staaten, angeführt von Nigeria und Indien. Acht davon sind afrikanische Länder. Insgesamt geht die Migrationsbehörde der Vereinten Nationen davon aus, dass es aktuell 244 Millionen Migranten weltweit gibt. (ks)

Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Weitere Artikel
Südtirol: 25.000 Migranten kamen im Juni – Verdopplung
„Migranten sind mehr wert als Drogen“ – Italiens Mafia macht Millionengeschäft

Montag, 6. Februar 2017

Sie meint das ernst mit dem "Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten"

Thema: Europa

Merkel zu EU-Perspektiven
Vom "Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten"

Kanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass es in Zukunft innerhalb der EU zwischen den Ländern verschieden enge Kooperationen geben wird. Sie setze auf ein "Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten", sagte sie nach dem EU-Sondergipfel in Malta.

Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt auf ein "Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten". Der EU-Gipfel habe über diese Frage diskutiert und festgestellt, "dass nicht immer alle an den gleichen Integrationsstufen teilnehmen werden", sagte Merkel in der maltesischen Hauptstadt Valletta. Sie glaube, dass sich dies "eventuell" auch auf der auf dem Jubiläumsgipfel Ende März geplanten Erklärung zur Zukunft der EU wiederfinden werde. Grundsätzlich wolle man aber die gemeinsame Wertebasis betonen.

Hintergrund sind sehr unterschiedliche Zielsetzungen der einzelnen Regierungen für die Weiterentwicklung der EU. Die polnische Regierung etwa pocht auf eine Konzentration der EU auf wenige Themen wie Verteidigung. In diesem Bereich ist allerdings auch Polen für eine vertiefte Zusammenarbeit. Belgien, Luxemburg, aber auch Deutschland und Frankreich fordern dagegen eine generell wesentlich tiefere Integration zumindest der 19 Euro-Länder auch in der Wirtschafts- und Steuerpolitik. Bereits heute gibt es etwa mit dem Euro und der Schengen-Zone Politikbereiche, der nicht alle EU-Mitgliedstaaten angehören.

Der eintägige Sondergipfel der EU in Valletta hatte Maßnahmen zur Reduzierung des Flüchtlingszuzugs über das zentrale Mittelmeer beschlossen und über die Zukunft der Union nach dem britischen Ausscheiden diskutiert.

Quelle: tagesschau.de

Kommentare

schiebaer45
Dazu möchte ich eine genauerer Angabe haben.
"" Kanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass es in Zukunft innerhalb der EU zwischen den Ländern verschieden enge Kooperationen geben wird. Sie setze auf ein "Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten". Was genau hat das denn zu bedeuten? Werden nicht alle EU Mitglieder gleiche Standards haben? Fragen über Fragen die ich mir stelle.Und kann es nicht sein das noch mehr Länder den " Brexit " machen?

newsreader
Beides Auslaufmodelle
Merkel und EU gehören hoffentlich bald der Vergangenheit an.

wenigfahrer
Gut wäre mal sich zu entscheiden, ob man von Europa oder der EU spricht, 27 zu 45 sind die Zahlen. Beides wird immer vermischt, so das man etwas durcheinander kommt.
Was Sie Vorschlägt ist ja schon immer im Gespräch seit Jahren, nur diese Angleichung wird für Deutschland schlecht ausgehen.
Und ich das über die Köpfe der Bürger zu entscheiden wäre nicht gut, dazu sollte dann wirklich das Volk gefragt werden in einem Entscheid.
Eine EU mit verschiedenen Optionen wird nicht funktionieren, dann kann ich als nicht integrierter ja auch gleich aussteigen.
Das bringt am Ende mehr Probleme als jetzt schon vorhanden sind.
So beliebt wie immer gedacht ist die EU wohl nicht, auch wenn das immer behauptet wird, unterschwellig sieht das Ganze anders aus.

blinder Aktionismus
Klingt in meinen Ohren wie "unter allen Umständen muss an der Institution Europa festgehalten werden..." koste es was es wolle und eventuell ohne Rücksicht auf Verluste.
Hier wird krampfhaft versucht, einen längst gegen die Wand gefahrenen Karren in alle Einzelteilen zerlegt wieder auf die Bahn zu schicken.
Es wird nicht klappen, fürchte ich - aber das wird sehr teuer.

Pflasterstein
"Kanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass es in Zukunft innerhalb der EU zwischen den Ländern verschieden enge Kooperationen geben wird."
Mit anderen Worten: eine "EU erster Klasse" und eine "zweiter Klasse". Angela Merkel macht mal wieder deutlich warum sie keine gute Politikerin ist: SIE GRENZT DIEJENIGEN AUS DIE NICHT MIT IHR EINVERSTANDEN SIND. Hier eben nur auf EU-Ebene. Nach einer "gemeinsamen Lösung" mag sie wohl nicht mehr suchen, da es ihr wohl inzwischen aufgegangen ist, dass es zu viel Gegenwind für IHRE IDEEN gibt und sie will ANDERE IDEEN nicht akzeptieren.
Wie Dieter Thomas Heck sagen würde "zum dritten mal dabei, bitte nicht mehr wiederwählen." Die vergangenen Entscheidungen der EU (Osterweiterung, Schengen-Abkommen) zu "überdenken", daran denkt Frau Merkel nicht. Dazu sind unsere Politiker insgesamt nicht in der Lage, obwohl dies die logische Konsequenz der Überlegung über "unterschiedlich starke Kooperationen" sein MÜSSTE. Sind sie zu feige oder zu dumm?

toto96
Bitte löst endlich dieses unnötige Konstrukt auf. Zurück zu einer großen Handelsunion und fertig. Ich möchte keine Haftungsunion, keine Sozialunion oder ähnliches, die Deutschen sind doch hier immer die Zahlmeister. Schluß mit Schengen, 8 Milliarden verliert die Wirtschaft angeblich, das ist ein kompletter Witz, das erwirtschaftet die osteuropäischen Mafia bei Einbrüchen locker, der Sozialbetrug angeblicher selbständiger Rumänen und Bulgaren ist bestimmt ähnlich hoch. Die Löhne auf dem Bau durch Billigarbeitskräfte sind so stark gesunken, das es einer modernen Sklaverei ähnelt.
Der Versuch EU war gut gemeint, die schnelle Osterweiterung hat das Projekt gekillt. Wenn Italien und Griechenland abgewickelt werden müssen bleibt von Deutschland nichts über aus Billionen Schulden.

C. Apokalyptik
Was denn für Geschwindigkeiten?
Polen, Ungarn, und andere ehem. GUS-Staaten sind auf dem Weg in die stalinistische Vergangenheit, und Europas Südländer sind nie aus ihrer Vergangenheit herausgekommen, oder wie ist es zu verstehen, daß weder Griechenland, Italien, oder Spanien ihre Wirtschaft entwickeln, sondern sich in ihrer Korruptionspolitik weiterhin wohlfühlen.
Die einzige Nation in Europa, die sich, wenigstens wirtschaftlich, nach vorne bewegt, ist Deutschland. Politisch ist zwar bei 10% der Bevölkerung das Dritte Reich gefragt, ist aber ..... ein anderes Thema.
Es herrscht Stillstand in Europa, von Geschwindigkeit ist keine Rede mehr. Für mich ein Indiz, daß weder Merkel, und schon gar nicht Schäuble, die Bedeutung von Europa verstanden haben, und nur Deutschland im Auge hatten, und Europa aus blakem Egoismus vergessen haben. Helmut Kohl läßt grüßen, der hatte erkannt, daß Deutschland für Europa zahlen muß, sonst fällt es auseinander.

sosprach
Der € ist das Problem, er weckt Begierlichkeiten. Schwache Staaten mit zu harter Währung. Banken die Kredite geben ohne sich um Sicherheiten zu kümmern- andere werden schon bezahlen.. Die Konstruktion ist falsch, daher Abriß und Neubeginn. Wir alle wollen Frieden und Sicherheit.
Frau Merkel hat ohnehin keinen Plan. Sie verjubelt das Wohl das ihre Vorgänger erarbeitet haben.

Danke Klaus für den Link

Montag, 27. April 2015

Griechen spuren nicht - Euro-Retter verlieren die Nerven

Thema: Eurovisionen

Euro-Retter verlieren die Nerven:
Unflätige Attacken, weil Griechen nicht spuren

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 25.04.15
Bei den Euro-Rettern liegen die Nerven blank: In Riga gaben die Finanzminister jede diplomatische Zurückhaltung auf und sind über ihren griechischen Kollegen hergefallen. Sie nannten Yanis Varoufakis einen „Amateur“ und einen „Spieler“. Der Zwischenfall zeigt: Die Berufspolitiker in der EU haben massive Probleme mit abweichenden Positionen. Der Realitätsverlust könnte den Euro-Crash auslösen – mit Milliarden-Verlusten für die europäischen Steuerzahler.
Lesen Sie hier weiter: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Ein wichtiger Satz steht dort im Text:
Die Griechen haben nun einmal diese Regierung gewählt – und warum sollte die Regierung auf die Troika mehr hören als auf ihre Wähler? Tsipras und Varoufakis verdanken ihre Jobs den Griechen und nicht der Gunst von Juncker, Lagarde oder Merkel.


Gerade die Letzgenannte schwafelt immer so viel von "westlicher Wertegemeinschaft".
Zu dieser "Wertegemeinschaft" soll doch wohl auch Demokratie gehören, oder sehe ich das falsch?
Was aber hat das Vorgehen der Troika gegen andersdenkende Politiker mit Demokratie zu tun? Was haben sie dagegen, wenn die griechische Regierung ihre Wahlversprechen einhalten will?

Ekkehardt Fritz Beyer sagt in den Kommentaren bei DWN
„Bei den Euro-Rettern liegen die Nerven blank“
Könnte diese Reaktion auch daran liegen, dass sich inzwischen in “allen” EU-Ländern die Gegner der Brüsseler Union, die immer selbstherrlicher und in immer grundsätzlicheren Fragen über die Köpfe der EU-Bürger hinweg regiert, formieren und selbst Österreich seinen Bürgern bei einem „EU-Austrittsvolksbegehren“ Ende Juni die Gelegenheit zum Protest gibt?
Sehen die sogenannten „Retter“(?) etwa ihre Pfründe davonschwimmen?

Donnerstag, 28. März 2013

Zypern kein Einzelfall - wer in Europa noch bedroht ist

Unten der blaue Text ist der Link zu diesem t-online-Artikel. Da manche Beiträge dort schon mal sehr schnell verschwinden, habe ich diesen Bemerkenswerten komplett hierhin kopiert.

Drei weitere Staaten müssen zittern
27.03.2013, 14:20 Uhr | AFP, t-online.de

Ist Zypern nur der Anfang für weitere Turbulenzen? Nach der dramatischen Rettungsaktion für Zypern hat Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem auch andere Euro-Länder ermahnt, ihren aufgeblähten Bankensektor in den Griff zu bekommen. Als künftige potenzielle Krisenländer gelten demnach Slowenien, Luxemburg und Malta. Auch diese kleinen Staaten verlassen sich auf starke Banken und Steuervorteile als Lockmittel.

"Regelt das, bevor es zu Schwierigkeiten kommt", sagte Dijsselbloem an Länder wie Luxemburg oder Malta gewandt. In der Euro-Zone gelten derzeit vor allem drei Staaten als krisenanfällig, weil ihr Finanzsektor im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) eine extrem starke Stellung einnimmt. t-online.de gibt einen Überblick.

Slowenien: Sieben Milliarden Euro faule Kredite
 Nach einem Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) haben slowenische Banken etwa sieben Milliarden Euro an faulen Krediten in ihren Büchern stehen - eine Summe, die 20 Prozent des BIP des Landes ausmacht. Seit Monaten wird daher regelmäßig darüber spekuliert, ob der Adria-Staat als nächstes Land unter den Euro-Rettungsschirm flüchten müsse; im vergangenen Sommer waren die Anzeichen dafür besonders akut. Seither hat Slowenien aber eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die dem Land mehr Luft an den Finanzmärkten verschafften. So wurde eine Bad Bank beschlossen, in die toxische Papiere der Banken ausgelagert werden sollen.

Kein unmittelbares Risiko
Die Ratingagentur Fitch sah in ihrem jüngsten Länderblick auf Slowenien von vor wenigen Tagen daher nicht mehr unmittelbar das Risiko, dass die frühere jugoslawische Teilrepublik internationale Finanzhilfe beantragen muss. Unter einer Voraussetzung: dass die neue Mitte-Links-Regierung in Ljubljana den Reformkurs fortsetzt und den Bankensektor noch stärker an die Kandare nimmt. Vor allem müsse die Rekapitalisierung der Banken vorangetrieben werden. In Slowenien wird im zweiten Jahr in Folge in 2013 mit einer Rezession gerechnet.
An den Finanzmärkten wächst indes die Skepsis. Die Renditen für slowenische Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit sprangen am Mittwoch wieder auf 6,74 Prozent, berichtete die Nachrichtenagentur STA. Damit hätten diese Papiere allein seit Montag um 1,5 Prozentpunkte zugelegt.

Luxemburg: Riesiger Finanzsektor
 Der Kleinstaat gilt eigentlich als wirtschaftlich grundsolide, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bescheinigte ihm in einem Bericht vom Dezember das höchste Pro-Kopf-Einkommen der OECD-Staatengruppe. Zudem sei Luxemburg vergleichsweise gut durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gekommen. Doch die OECD mahnte auch, dass das Land trotz bereits umgesetzter Regulierungen im Bankenbereich zu stark von seinem riesigen Finanzsektor abhängig sei, der ein Drittel des BIP erwirtschaftet - zum Vergleich: Auf Zypern waren es 45 Prozent.
Die luxemburgischen Banken gelten freilich als weit seriöser als die zyprischen. Sie litten laut OECD kaum unter der Finanzkrise, weil ihnen als "sicherer Hafen" manche Anlagegelder zuflossen. Dennoch: Eine schwere Verschärfung der Eurokrise könnte auch das luxemburgische Geschäftsmodell ins Wanken bringen, die Einlagen bei Banken und Investmentfonds übersteigen das BIP um ein Vielfaches. Das kleine Luxemburg könnte die Banken dann aus eigener Kraft nicht retten - ganz zu schweigen von den internationalen Schockwellen. Allein bei der Rettung der maroden Dexia-Bank gab Luxemburg 2011 eine Garantie von 2,55 Milliarden Euro oder 8,5 Prozent seines Bruttosozialproduktes ab.

Regierung protestiert
Die Regierung von Luxemburg hat jeden Vergleich des luxemburgischen Finanzsektors mit dem Bankensystem in Zypern scharf zurückgewiesen. Luxemburg sei "besorgt" über Warnungen vor "angeblichen Risiken" in Euro-Ländern durch eine im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt überdimensionierte Finanzbranche, erklärte die Regierung. Der luxemburgische Finanzsektor sei "ein wichtiger Zutrittspunkt" für internationale Investitionen für die Eurozone. "Dieser Sektor trägt also zur allgemeinen Wettbewerbsfähigkeit aller Mitgliedsstaaten bei." Zudem hob die Regierung die "effiziente Kontrolle" der Branche hervor.

Malta: Schuldenstand immer noch zu hoch
Der winzige Inselstaat im Mittelmeer rühmt sich, die Eurokrise zuletzt weit besser als andere Euro-Länder überstanden zu haben. Die Arbeitslosigkeit liegt bei lediglich sechs Prozent, das Wachstum erreichte im vergangenen Jahr 1,5 Prozent und das Defizit konnte auf 2,3 Prozent und damit sogar unter die Drei-Prozent-Grenze der EU gedrückt werden. Und doch wird Malta immer wieder als möglicher Wackelkandidat im Euroraum genannt. Der Grund: Die Entwicklung war vorher über Jahre weit negativer, der Schuldenstand ist immer noch zu hoch und der Finanzsektor ebenfalls viel zu aufgebläht.

zwei Kommentare:

Fragender (Gast)schrieb: 27.03.2013, 16:14:58 Uhr
Wann merken sie eigentlich das wir keine Länder retten, sondern nur ein Finanzsystem das ohne Skrupel zockt, sich die Gewinne möglichst unversteuert einsteckt und uns für alle Verluste haften lässt?

Claus(Gast)schrieb: 27.03.2013, 16:10:42 Uhr
Unsere Politiker sind so darauf aus, in die Geschichtsbücher als Europa-Macher bzw. Euro-Macher einzugehen, dass sie sich nicht eingestehen können, dass dieser Weg falsch war und man eigentlich zurückrudern müsste. Wenn heute eine Volksabstimmung in den Euroländern gäbe, wäre der Euro erledigt.

Den Kommentarschreibern kann man einfach nur zustimmen

und bei RIA Novosti steht:

Zypern stellt Kapitalbewegung unter Kontrolle -
Banktransaktionen zeitweilig beschränkt

20:16 27/03/2013 NIKOSIA, 27. März (RIA Novosti).

Zypern ordnet ab diesem Donnerstag, wenn alle einheimischen Banken wieder geöffnet werden sollen, für sieben Tage harte Einschränkungen für die Transaktionen an, wie die griechische Zeitung „Kathimerini“ unter Berufung auf den zyprischen Finanzminister Michalis Sarris schreibt.

Es wird unter anderem die Ausfuhr von Bargeld aus dem Land verboten. Die Transaktionen mit Kreditkarten werden auf jeweils 5000 Euro beschränkt. Die Verträge über befristete Guthaben dürfen innerhalb dieses Zeitraums nicht vorzeitig gekündigt werden. Einheimische Unternehmen werden Importlieferungen nur unter Vorlage entsprechender Dokumente bezahlen können.

Nach Angaben des Blattes wollen die zyprischen Behörden fordern, dass die aus dem Export bzw. dem Verkauf von Vermögen in Zypern erwirtschafteten Gelder binnen zehn Tagen wieder ins Land zurückgeführt werden. Außerdem wird verboten, Geldsummen von über 3000 Euro je Person und Reise ins Ausland auszuführen. Den Banken wird untersagt, Transaktionen abzuwickeln, deren Ziel es ist, die festgelegten Schranken zu umgehen.

Die Kontrolle über die Kapitalbewegung gilt für alle Konten, Zahlungen und Überweisungen unabhängig von der Währung.

Zypern hatte ursprünglich geplant, alle Bank-Einlagen mit einer Einmal-Steuer zu belegen. Dies führte zu Panik unter den Sparern. Die Regierung verzichtete auf diese Idee und konnte am Montag mit der Gläubiger-Troika (EU, EZB und IWF) eine neue Vereinbarung erzielen. Demgemäß wird Zypern verpflichtet, sein Bankensystem im Austausch gegen ein Rettungsprogramm von zehn Milliarden Euro zu gesunden. Die Einlagen bis zu 100 000 Euro werden dabei von Zwangsabgaben verschont. Bankkunden mit mehr als 100 000 Euro werden schmerzhafte Einschnitte, das heißt Verluste von bis zu 80 Prozent der Einlagen, verkraften müssen.

Wie lange wird es wohl noch dauern, bis es bei uns genauso ist? 
dazu passt dieser Artikel und die Umfrage bei t-online:

CDU-Politiker wollen reiche Sparer schützen
27.03.2013, 11:47 Uhr | AFP, dpa

Werden wohlhabende Sparer künftig nach dem Vorbild des Zypern-Modells zur Kasse gebeten, um kriselnde Banken zu retten? EU und Euro-Gruppe deuteten zuletzt solche Lösungen an. In der Union regt sich nun heftiger Widerstand dagegen.
"Das Modell Zypern lässt sich nicht einfach eins zu eins auf ganz Europa übertragen, Zypern ist ein Spezialfall", sagte Fraktionsvize Michael Meister (CDU) der "Rheinischen Post". In Zypern gehe es nicht um eine einzelne Bank, sondern um einen überdimensionierten Bankensektor, der stark schrumpfen müsse.
mehr lesen Sie HIER

Stand der Umfrage 28.03.2013, 10:50

Aber es gibt immer noch kanzlerinnengläubige Zeitgenossen, die unsererem Rettungs-Dreamteam vertrauen und mit denen einer Meinung sind: "Ja Zypern, das ist doch ganz was anderes. Sowas kann in Deutschland doch nicht passieren, nicht solange uns die mächtigste Frau der Welt das verspricht?"

... und werte Retterin, was haben eigentlich die Leute, die den Banken einen Kredit geben indem sie ihnen ihr Geld anvertrauen, mit der Schieflage der Banken zu tun? Ist das nicht vielmehr eine Angelegenheit der Eigentümer und Aktionäre der Bank?
An die trauen Sie sich wohl nicht ran!