Freitag, 26. September 2014

EU-Kommission bei Freihandel knallhart: „Wir ändern kein Jota“

Thema: Freihandel

Am Freitag werden die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen CETA zwischen Kanada und der EU offiziell beendet. Reichlich spät beginnt sich bei den deutschen Parteien der Widerstand zu regen. SPD-Chef Sigmar Gabriel verspricht Änderungen. Doch der Vertrag ist fertig verhandelt. Die EU-Kommission stellt unmissverständlich fest: Änderungen sind nicht mehr möglich. Angela Merkel dürfte versuchen, dem Bundestag das CETA als alternativlos zu verkaufen. Sie hat beste Chancen, damit durchzukommen.

Am Freitag wird im kanadischen Ottawa das Ende der Verhandlungen zum Freihandelsabkommen CETA gefeiert. Der kanadische Premier Stephan Harper und der scheidende EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso hatten geplant, den Vertrag symbolisch zu unterzeichnen. Darauf wird verzichtet, da kurz vor Beendigung der Gespräche die Diskussion um CETA noch einmal lauter wird.

Plötzlich wird in Deutschland und Frankreich über Bestandteile des Abkommens diskutiert. Im Fokus steht dabei das Investorenschutzabkommen, also die Regelung, dass Unternehmen Staaten vor Schiedsgerichten verklagen können. Kritiker fürchten, dass den Unternehmen gegenüber den Regierungen zu viel Macht eingeräumt wird.

„Wir werden kein Jota von dem Text ändern“, zitiert das WSJ einen hochrangigen Kommissionsbeamten. „Wenn sie uns abknallen wollen, dann sollen sie das tun“, so der EU-Vertreter weiter.

Caitlin Workman, die Sprecherin der kanadischen Regierung, sagte, beide Seiten haben sich auf einen kompletten Text geeinigt. „Wie Kanada hat sich auch die EU verpflichtet, die Handelsabkommen so schnell wie möglich in Kraft zu setzen“, so Workman.

Die Bundesregierung spricht sich gegen Regelungen zum Schutz von Investitionen im Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada aus. Diese seien zwar wohl wesentlich weniger problematisch als gelegentlich angedeutet, ließ Wirtschaftsstaatssekretärin Brigitte Zypries am Montagnachmittag erklären. Man brauche solche Klauseln in entwickelten Rechtssystemen jedoch nicht, „und wir wollen sie auch bei CETA nicht“.

Die deutsche Vertretung in Brüssel sieht das ähnlich: „Wir sind beides hoch entwickelten Länder“, so Hardy Böckle, ein Sprecher der deutschen Vertretung der EU. „Wir brauchen es nicht.“

Ein vom Bund in Auftrag gegebenes Gutachten sagt zudem aus, dass das nationale Recht den Investoren umfassenderen Schutz zubillige als dies mit den CETA-Regelungen geschehe. Ein Investor würde daher im Streitfall eher den deutschen Rechtsweg gehen als auf das in CETA verankerte Schiedsgerichtsverfahren zurückzugreifen, so die Argumentation gegen ein Schutzabkommen.

CETA ermögliche es auch nicht, deutsche Rechtsverordnungen auszuhebeln, besagt das Gutachten des Experten für internationales Recht, Stephan Schill. Er sagte, dass eher umgekehrt deutsche Investoren in Kanada durch CETA mehr Schutz bekommen könnten.

Bei Teilen der SPD ist das Abkommen besonders umstritten, da es Befürchtungen gibt, dass damit Standards bei Umwelt, Kultur oder sozialer Sicherung ausgehebelt werden könnten. Am Wochenende hatte ein kleiner SPD-Parteitag Gabriel beauftragt, die Verhandlungen zwischen den USA und der EU weiter zu begleiten und nicht auf einen Abbruch zu dringen. Gabriel hat so seine Kritiker ausgetrickst. Denn er gewann deren Zustimmung zum umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP, indem er Änderungen am Abkommen in CETA versprach. Doch diese Änderungen kann es nicht geben: Die Bundesregierung hat das fertig verhandelte CETA mit Kanada an die Bundesländer bereits mit dem Hinweis verschickt, „umfassende Änderungsanträge“ seien „nicht mehr zielführend“.

Von einer Befassung in den nationalen Parlamenten ist bislang keine Rede. Gabriels Staatssekretärin Zypries räumte ein, dass die EU-Kommission bislang hart bleibt. Einen Alleingang Brüssels will Deutschland notfalls im Ministerrat stoppen oder den Streit vor dem Europäischen Gerichtshof klären lassen. Dies könnte den CETA-Abschluss um ein bis zwei Jahre verzögern, meinte Gutachter Franz Mayer von der Universität Bielefeld. Jedoch könne die Kommission in Abstimmung mit Kanada – und Zustimmung von Rat und EU-Parlament – das Abkommen auch vorläufig in Gang setzen, bis der Rechtsstreit endgültig geklärt sei.

Die ehemalige Bundesjustizministerin und SPD-Abgeordnete Herta Däubler-Gmelin will die Versprechungen von Gabriel genau kontrollieren. Im Interview mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten sagt sei über die Vorgangsweise der EU:
    „Allerdings ist es ein Skandal, dass die EU-Kommission die ausverhandelten Texte offiziell immer noch nicht der Öffentlichkeit und den Abgeordneten zugeleitet hat, sondern diese auf inoffizielle Texte angewiesen sind. Schon das ist ein gravierender Verstoß gegen das Transparenzgebot, auf das auch der SPD-Beschluss ja großen Wert legt. Hinzu kommen bei CETA auch Rechtsprobleme, weil Zweifel daran bestehen, ob die EU-Kommission ihre Kompetenzen nach dem sogenannten Anwendungsvertrag (früher: Lissabonner Vertrag) nicht überschritten hat“, so Däubler-Gmelin.
Die Einführung von Änderungen würde Tumulte auslösen, die ihm Scheitern des kompletten Abkommens gipfeln könnten. Das Freihandelsabkommen mit Kanada wird als Blaupause für das Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU gesehen.

Der Druck der nationalen Regierung soll dazu geführt haben, dass die Europäische Kommission das Abkommen auf dem Gipfel in Ottawa erstmal nicht unterschreibt, heißt es im WSJ. Normalerweise praktiziert die EU es so, dass der Vertreter – in diesem Fall Manuel Barroso – seine Initialen auf jeder Seite des Vertrages hinterlässt, um so das Ende der Verhandlungen zu verdeutlichen.

Dennoch wird der Gesetzes-Text am Freitag freigegeben. Die EU-Vertreter bestätigen, dass die Verhandlungen gelaufen sind – trotz des Murrens in einigen Mitgliedsstaaten. Nach einer rechtlichen Prüfung werde der Vertrag in die EU-Sprachen übersetzt und dem Europäischen Rat sowie dem EU-Parlament zur Ratifizierung vorgelegt. Bis zu einer Veröffentlichung des Textes werde mindestens noch eine Woche vergehen.

Die Ratifizierung bedeutet, dass ein Land sich dem CETA zwar verweigern kann und die formelle Unterzeichnung nicht durchführt. Die Alternative wäre ein Vorbehalt und eine Klage beim EuGH. Dass Deutschland hier ausschert, ist völlig undenkbar: Bundeskanzlerin Angela Merkel reist in weiser Voraussicht seit Monaten durch die Lande und preist die marktgerechte Demokratie die Freihandelsabkommen an.

Der Europäische Rat als Vertreter der nationalen Regierungen und das Europäische Parlament müssen über den Vertrag abstimmen. Sie werden erfahrungsgemäß spät alle Unterlagen erhalten. Es ist völlig offen, ob sich im EU-Parlament tatsächlich eine Mehrheit gegen das CETA findet.

Der Europäische Rat als Vertreter der nationalen Regierungen und das Europäische Parlament müssen über den Vertrag abstimmen. Sie werden erfahrungsgemäß spät alle Unterlagen erhalten. Es ist völlig offen, ob sich im EU-Parlament tatsächlich eine Mehrheit gegen das CETA findet.

Ein Gutachten des Bundes behauptet zwar, dass die Ratifizierung auch eine Art materieller Prüfung beinhalte. Dies wird von der EU-Kommission entschieden verneint. Auch dieser Streit zwischen der Kommission und den Staaten müsste, wenn er denn wirklich ausbricht, erst vor dem Europäischen Gerichtshof geklärt werden.

Danach ist das CETA – auch als Vorläufer-Modell für das TTIP – vermutlich längst in Kraft. Merkel, Barroso, Gabriel und Juncker hoffen, dass die Brisanz des Themas bis dahin dem Vergessen anheimgefallen sein wird.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

hp sagt:
Dieses und weitere Abkommen sind verfassungswidrig, gegen das Völkerrecht und gegen das EU-Recht!
Die EU hat kenne Kompetenz-Kompetenz: sie darf nur Handelsfragen verhandeln, KEINE Rechtsvorschriften der nationalen Parlamente. Obendrein MUSS der Vertrag VOR der Ratifizierung ( Art 23 GG und Integrationsänderungsgestz u.a) dem Parlament vorgelegt werden.
Das EuGH anzurufen ist UNSINN, denn es wird den vertrag bestätigen, weil das EuGH eine EU-Bestätigungs-Schiedsstelle ist!
Der Vertrag muss in Den Haag beklagt werden, weil er gegen s.o. verstösst. Seit wann ist die EU ein STAAT? Sie darf keine völkerrechtlich zwingenden Verträge abschliessen, auch wen das viele IDIOTEN meinen!

marietta sagt:
“Seit wann ist die EU ein Staat” – GENAU DAS wird angestrebt durch Aufhebung der nationalen Souveränitäten!! Der EURO war nur ein monetärer Vorlauf.

Webjockel sagt:
Es ist doch bekannt, dass der Investorenschutz für Entwicklungsländer mit einem völlig unterentwickelten Rechtssystem gedacht war. Somit ist es eine Unverschämtheit sonder Gleichen, so etwas zivilisierten Staaten wie Deutschland und Kanada unter zu schieben. CETA ist ja nicht nur für die Europäer eine Zumutung, sondern für die Kanadischen Bürger in gleicher Weise. Die Industrielobby will damit die Demokratie in beiden Staaten weitest gehend aus hebeln. Die Lobbyisten gesteuerte Kommission ist natürlich mit Hurra dabei. Merkelchen selbst verständlich auch.
Wer schützt uns vor Merkel und der EU Kommission? Wer hat diese gewählt. Wenn uns Gott nicht hilft, dann kann uns keiner mehr helfen, es sei denn die Völker wachen auf. Die Franzosen vielleicht, die Deutschen eher wieder mal nicht.

andrea22 sagt:
- “Wir werden kein Jota von dem Text ändern”, zitiert das WSJ einen hochrangigen Kommissionsbeamten. “Wenn sie uns abknallen wollen, dann sollen sie das tun”, so der EU-Vertreter weiter. –
Will die EU-Kommission damit sagen, dass jedes Mitspracherecht und jeder Widerstand nach den Regeln der Demokratie unmöglich sind?
Ist das ein Aufruf zu Gewalt?!

Gino sagt:
Nein, es zeigt nur eindeutig, dass der Verein macht was er will.
NIEMAND kann gegen die vorgehen, denken die.
Aber das war vor der franz. Revolution auch so.
Wenn die Franzosen die Pleite nicht mehr verhindern können (die sind zu groß um gerettet zu werden) dann ist der Euro für die eh Geschichte. Kurz danach wird Italien austreten und dann zerbricht endlich dieses EU-Konstrukt und somit deren Führer.
Dann endlich wird auch die Presse diese in der Luft zerreissen.

Wie naiv ist mir sagt:
Der kanadische Premier Stephan Harper und der scheidende EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso hatten geplant, den Vertrag symbolisch zu unterzeichnen. Darauf wird verzichtet, da kurz vor Beendigung der Gespräche die Diskussion um CETA noch einmal lauter wird.
Da wird eine Kapitulationsurkunde einfach in Kraft getreten. Eine formale Unterzeichnung, ist gar nicht mehr notwendig!? Von wem wurde denn diese EU- Kommission dahingehend autorisiert? Das ist ein Vorgang, der auch jedwede Einflussnahme des Grundgesetzes ausschließt. Die Bundestagsabgeordneten haben sich da freiwillig völlig zurück gehalten. Es wird wohl keiner den umfangreichen englischen Text gelesen haben.

Wie naiv ist mir sagt:
Plötzlich wird in Deutschland und Frankreich über Bestandteile des Abkommens diskutiert. Im Fokus steht dabei das Investorenschutzabkommen, also die Regelung, dass Unternehmen Staaten vor Schiedsgerichten verklagen können. Kritiker fürchten, dass den Unternehmen gegenüber den Regierungen zu viel Macht eingeräumt wird.
Das so etwas, Investorenschutzabkommen, überhaupt nur angedacht wurde, ist an sich bereits ein Putsch gegen jede demokratische Verfassung in Europa.

Cerberus sagt:
Der Putsch wurde ja schon mit diesem “Gouverneursrat” und seiner unantastbaren Autorität begonnen. Er schreitet eben fort, bis die alten Gesellschaftsstrukturen komplett zerstört sind. Als nächstes werden die noch staatlichen Reste der Infrastrukturen angegriffen (Wasser, Straßen, “Behörden”etc.). Und dann, irgendwann (kommt ja alles fein scheibchenweise), lebt das Nutzvolk, als eben ein solches; wofür es die “Geld-Elite” vorgesehen hat. Nur, richtig merken tut das die Masse nie. Über die schleichende Art des Putsches, dazu immer unter dem Mantel von einer vermeintlichen Seriosität, wird alles was da (eigentlich) unvorstellbares vollzogen wird, als “normal” empfunden. Man wird sich in 30 Jahren nicht erinnern, wie es mal war, nicht sehen, dass das, was ist, UNNORMAL ist – für MENSCHEN.

Detlev G. Pinkus sagt:
Warum treiben Merkel, Barroso, Gabriel und Juncker solch einen Unfug???
Hier soll bewusst verschleiert werden, die EU kommt in eine nachteilige Position und die nationalen Parlamente werden von den nationalen Politikern auch noch ausgehebelt.
Wenn das die Europaeischen Werte sind von denen diese Angela Merkel immer spricht, dann kann ich hier klar sagen, auf diese Werte verzichte ich sehr gerne. Da haben wir in Russland wirkliche Werte die es gilt zu erhalten. Und wenn mir einer nochmals etwas von den Europaeischen Demokratien erzaehlt, dann werde ich ihm sagen das er ein Luegner und Scharlatan ist.

Steuerzahler sagt:
Ich hätte mir mal eine knallharte Merkel und einen knallharten Schäuble gewünscht, als es um den Bruch der No Bailout-Klausel sowie der Bankenunion ging. Oder ein knallhartes Parlament beim ESM!
Wir werden offensichtlich von einer totalen Negativauslese regiert und die Masse wählt diese Leute immer noch. Unser sogenanntes Parlament können wir uns eigentlich schenken. Kostet nur unnützes Geld. Denn abgestimmt wird nach Fraktionszwang!
WOZU MÜSSEN WIR DIESE LEUTE EIGENTLICH NOCH BEZAHLEN?

Merkel ist die größte Umfallerin aller Zeiten. Wahrscheinlich fühlt sie sich gebauchpinselt, wenn irgendwo geschrieben steht, dass sie was zu melden hätte.
Merkel verschenkt und verschleudert nur unser schwer erarbeitetes Steuergeld!
Was hat sie denn zum Wohle des eigenen Volkes bisher geleistet?


Donnerstag, 25. September 2014

Campact - TTIP: Damit hat die EU-Kommission nicht gerechnet

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TTIP
25.09.2014 - Abonnent/innen: 1.478.349
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Wir lassen uns nicht den Mund verbieten!
Ist das dreist: Die EU-Kommission verweigert uns eine Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA. Jetzt organisieren wir sie einfach selbst! Eine Million Unterschriften aus ganz Europa – das braucht einen langen Atem. Bitte stärken Sie uns den Rücken:

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Liebe Leser,

von Brüssel aus bläst uns gerade mächtig Gegenwind entgegen: Mehr als 240 Organisationen aus ganz Europa haben sich für eine Europäische Bürgerinitiative zusammengeschlossen. Unser gemeinsames Ziel: Mehr als eine Million Unterschriften von Europas Bürger/innen gegen TTIP und CETA sammeln. Doch die EU-Kommission lehnte vorletzte Woche die Bürgerinitiative gegen die Handels- und Investitionsabkommen mit den USA und Kanada ab – mit rechtlich unhaltbaren Begründungen.

Dabei hatten wir extra mit einem Gutachten die Rechtmäßigkeit der Bürgerinitiative belegt. Dies verstärkt den fatalen Eindruck: Für Lobbyisten sind die Türen bei der Kommission weit geöffnet. Uns Bürger/innen verweigert sie sich.

Doch so einfach lassen wir uns nicht den Mund verbieten: Wenn wir keine offizielle Europäische Bürgerinitiative starten dürfen, dann organisieren wir sie halt selbst! So antworten wir auf eine Weise, dass die Kommission reagieren muss. Schon kommende Woche geht es los.

Damit TTIP und CETA politisch nicht mehr durchsetzbar sind, müssen wir zusammen mit unseren Partnern europaweit mehr als eine Million Unterschriften zusammen bekommen. Ein großes Ziel, um das zu erreichen wir viele Monate durchhalten müssen. Das kann gelingen – mit Ihrer Hilfe.
Langfristige Kampagnen schaffen wir nur, wenn Menschen Campact als Förderer/innen regelmäßig unterstützen. Fast 30.000 Campact-Förderer/innen gibt es bereits. Um mit voller Kraft streiten zu können, wollen wir jetzt 5.000 weitere Unterstützer/innen gewinnen. Schon mit monatlich 6 Euro können Sie den entscheidenden Beitrag leisten:
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Unser Plan: Kommende Woche starten wir europaweit die Bürgerinitiative online zusammen mit unseren Partnern. Am 11. Oktober folgt dann der nächste Streich: Im Rahmen eines europäischen Aktionstags rufen wir Sie und Bürger/innen im ganzen Land dazu auf, gemeinsam Unterschriften auf Papier zu sammeln. Und zwar direkt bei Ihnen vor Ort, an tausenden Orten bundesweit – vor dem Super- oder Biomarkt, in der Fußgängerzone oder einfach an der nächsten Straßenecke. Und auch mit großen Anzeigen in bundesweiten Zeitungen wollen wir viele Menschen für die Bürgerinitiative gewinnen.

Durch die Ablehnung der Bürgerinitiative hat die Kommission ein wertvolles Instrument der Demokratisierung Europas entwertet. Das wollen wir nicht hinnehmen! Zusammen mit unseren Partnern bereiten wir gerade eine Klage beim Europäischen Gerichtshof vor – und rechnen uns gute Chancen aus. Aber eine Klage braucht Zeit: Früher als in eineinhalb Jahren wird das Gericht kaum entscheiden. Zu viel Zeit, um zu warten. Genau deshalb organisieren wir jetzt die Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA selbst.
Die aufwändige Klage, dezentrale Aktionstage mit tausenden Aktionspaketen, große Anzeigen in bundesweiten Zeitschriften – all das verlangt uns erhebliche Kraft ab. Daher suchen wir nun Ihre Rückendeckung. Bitte unterstützen Sie Campact regelmäßig mit einem monatlichen Förderbeitrag: Schon 6 Euro im Monat helfen eine Menge.
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Als Campact-Förderer/in werden Sie zum jährlichen Förderertreffen eingeladen und erhalten mehrmals im Jahr spezielle Förderer-Informationen per E-Mail. Am Jahresanfang erhalten Sie eine steuerlich absetzbare Spendenquittung über Ihre Beiträge. Ihre Unterstützung können Sie jederzeit formlos kündigen.

Zeigen wir jetzt der EU-Kommission, dass die Bürgerinnen und Bürger sich nicht den Mund verbieten lassen.

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Vielen Dank für Ihr Engagement und herzliche Grüße

Ihr Christoph Bautz, Campact-Vorstand

PS: Wenn Sie bis kommenden Mittwoch, 1. Oktober 2014, Förderer/in werden, senden wir Ihnen zu Ihrer argumentativen Stärkung und als Dankeschön das Buch „Die Freihandelsfalle“.

Ja, ich will Campact-Förderer/in werden!


Falls Sie einen Brief oder das Fax bevorzugen, einfach unser Förderer-PDF ausdrucken und an Campact senden.
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Die "Mogelpackung des Monats" kommt von Henkel

T-Online
Thema: "Mogelpackung des Monats"
Henkel schrumpft XL-Flaschen

Der Waschmittel-Hersteller Henkel hat den Inhalt seiner Großpackungen reduziert. Statt zuvor für 48 Wäschen reicht eine XL-Flasche "Spee", "Persil" oder "Weißer Riese" jetzt nur noch für 44 Durchgänge, wie die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) berichtet. Der Preis bleibt trotzdem gleich.

Mogelpackung des Monats: Die XL-Flasche von "Spee Black" sieht sogar größer aus, reicht aber für vier Wäschen weniger. (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)
Die Schrumpfmaßnahme entspricht einer versteckten Preiserhöhung von 9,1 Prozent. So verkleinerte sich zum Beispiel die Packung Flüssigwaschmittel "Persil Color Gel" von 3504 auf 3212 Milliliter. Das Gleiche gilt auch für die Waschmittel "Weißer Riese KraftGel 5" und "Spee Black", so die Verbraucherzentrale Hamburg. Den Flaschen sieht man die Trickserei kaum an. Dafür bekommen die Henkel-Produkte nun von der vzhh den Titel "Mogelpackung des Monats September".

Henkel bekommt erneut Negativ-Titel

Henkel macht sich damit erneut bei Verbraucherschützern unbeliebt. Vor einem halben Jahr hatte der Konzern die Standardpackungen der selben Produkte von 16 auf 15 Waschladungen geschrumpft und wurde deshalb schon einmal mit der zweifelhaften Auszeichnung bedacht.

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Gleicher Preis, weniger Inhalt: Weitere "Mogelpackungen des Monats"
Weitere Mogelpackungen finden Sie auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg und auf facebook.
Quelle: T-Online

Kommentare aus dem T-Online-Forum

Realtechniker
Mit der Freigabe der Verpackungsgrößen haben unsere Löbby-gesteuerten Politiker der Täuschung Tür und Tor geöffnet, zu Gewinnmaximierung der Konzerne.
Monatlich verringern sich die Verpackungsinhalte, wobei die Verpackungen immer gleich aussehen, z.B. Spülmittel: 1000ml-900ml-750ml. Preis bleibt natürlich gleich oder sogar teurer.
Damit der Kunde das Umrechnen gar nicht erst anfängt, werden z.B. bei Waschmittel so abenteuerliche Größen wie 3,175kg oder 1,254kg verwendet.
Die Brotpackung von gestern mit 500g hat plötzlich nur noch 400g, nicht auf Anhieb zu sehen. Das Ganze dient nur der TÄUSCHUNG DER VERBRAUCHER, nichts anderes steckt dahinter!
Es ist äußerst mühselig, ständig die kleingedruckten Angaben zu Mengen- und Preise pro Einheit zu vergleichen.
Ich hab mir inzwischen angewöhnt, alle "anormalen" Verpackungen nach Möglichkeit zu boykottieren, also keine 75 oder 80 gr., wenn es auch 100 oder 150 gr. gibt. Die kleineren Packungen sind eh immer teurer!

ossipapa
Die größte Mogelpackung sitzt in Berlin. Leider haben wir bei den Landtagswahlen nichts gelernt und die gleichen Parteien gewählt.

frankbobo
Nicht nur Henkel!
Auch Maggi seit geraumer Zeit. Die Normalflasche bisher 250 ml jetzt nur noch 202 ml! Die Vorratsflasche bisher 1000 ml jetzt nur noch 805 ml!
Preiserhöhung satte 22 Prozent!

Chatnoir01
Ganz einfach... Vergleichen Sie doch einfach den Pris pro Liter oder Kg und nicht pro Waschladung. Und im Zweifelsfall einfach nachwiegen. An fast jeder Obsttheke steht eine Waage. Die Vorgehensweise ist auch bei anderen Verpackungseinheiten anzuraten.

Nicky2006
geht doch alle mal einkaufen, es wird überall gemacht, 50 oder 100g weniger drin und der gleiche preis.ist doch keine neuigkeit mehr das es teurer wird

freewomo
Das Ganze ist ein gesetzlich legetemierter Betrug am Verbraucher, das die Regierung dank der Lobbyisten standartisierte Maß- und Mengeneinheiten gesetzlich kippte um somit den Herstellern versteckte Preiserhöhungen ermöglicht.
Die Verbraucher werden genötigt, das sie beim Einkauf jeden einzelnen Artikel (das können schon mal 100 und mehr sein) im kleingedruckten am Regal durch Umrechnung auf volle Maßeinheiten vergleicht und gleichzeitig die letzten Preise im Gedächtniss hat.
Mogelpackungen sind ein Beispiel von vielen, wie 5000 Lobbyisten der Industrie die Regierung ihre Politiker und ranghohe Mitarbeiter im Griff haben.
Und ein weiteres Gesetz von SPD und Schröder "Änderungen in der Preisangaben- und Fertigpackungsverordnung" das von 1 September 2000 stammt, das die Bürger und Verbraucher mit Füßen tritt.
Noch ein Tip..es kann getrost die Empfehlung der Menge von Waschpulver pro Ladung ignoriert werden. Bei kaum Verschmutzter Wäsche reicht auch die Hälfte der Angabe.

senfdazugeber56
Es ist ja auch nichts gegen gerechtfertigte Preiserhöhungen einzuwenden. Aber mittlerweile gibt es ja kaum einen Hersteller, egal was er produziert, der es nicht über die Schiene wie Henkel macht. Die Verpackung wird aufgebläht und die Ware wird immer weniger...Ich habe mir angewöhnt, von diesen Herstellern nichts mehr zu kaufen und diese zu boykottieren...Gott sei Dank gibt es genügend Mitbewerber und einer davon wird schon ehrlich sein...

Frederik-kn
Dies zeigt wieder einmal mehr, wie sinnvoll die Normgrössen waren! Ich kaufe übrigens schon lange keine Waschmittel von Henkel mehr ein, beim Drogeriemarkt und bei den Eigenmarken der Discounter wurden teilweise die Grössen noch nicht geändert.

art-mente Gibt es bald die Mogelpackung - GroKo?
Viel versprochen, aber nichts dahinter.
Nur leere Luft.

AlterSchwede
Hier ist die EU endlich mal gefragt. Die VERBIETET uns Bürgern kräftige Staubsauger, helle Glühbirnen und was denen sonst noch so einfällt. Hier, bei so BLÖDSINNIGEN Inhalten wie 3212 ml oder Schokoriegel mit solch unsinnigem Gewicht wie 78,5 Gramm, sollten die Eurokraten mal ansetzen! Wie sollen wir Verbraucher denn da Preise Vergleichen? Mit einem Taschenrechner in der Hand durch den Supermarkt ist ja wohl alles andere als Kundenfreundlich! Die sollen endlich wieder zu VERNÜNFTIGEN Mengen-Angaben zurück finden. Und die Industrie soll sich verdammt noch mal nach den Kunden richten ...


Russland will Verschleppung der Ermittlungen zu MH17 verhindern

Thema: MH17
RIA Novosti
MH17-Absturz: Russland will Verschleppung der Ermittlungen verhindern

Natalia Kowalenko, Stimme Russlands / RIA Novosti.
Der Uno-Sicherheitsrat erörtert am 19. September den Verlauf der Ermittlungen zum Absturz der malaysischen Boeing in der Ukraine. Diese Sitzung wurde von Russland initiiert. Die Tragödie ereignete sich vor zwei Monaten, die Ermittlung hat jedoch bisher praktisch keinerlei Ergebnisse bekanntgegeben.

Russland wird nicht erlauben, dass die Untersuchung der Absturzumstände der malaysischen Passagiermaschine in der Ukraine gebremst wird, sagte Außenminister Sergej Lawrow. Am 9. September veröffentlichten die Niederlande erste Ermittlungsergebnisse. Die Hauptschlussfolgerung in dem langerwarteten Bericht wurde die Feststellung der Tatsache, dass das Flugzeug wegen unzähliger von außen her zugefügter Beschädigungen in der Luft zerfallen sei. Woher dieser Schlag geführt wurde und vor allem von wem - das versuchten die Autoren des Berichts nicht einmal herauszufinden.

Es gab zwei Hauptversionen. Die Rakete sei von einem Fliegerabwehr-Raketenkomplex „Buk“ abgeschossen worden, mit dem die ukrainische Armee bewaffnet sei, oder von einem Kampfflugzeug Su-25, das Satelliten des russischen Verteidigungsministeriums unweit der fliegenden Boeing festgestellt hatten. Dieser Tage tauchte eine weitere Version auf. Nicht irgendwo, sondern auf der Website des Deutschen Bundestags.

© RIA Novosti, Andrej Stenin
Dort wurde ein Memorandum veröffentlicht. Es enthält Angaben, dass der Flug MN17 – die malaysische Boeing – von einer Rakete des Fliegerabwehr-Raketenkomplexes S-125 „Petschora“ (nach der Nato- Klassifizierung – SA-3) abgeschossen worden sein könnte. Zumindest hatten zwei Nato- Aufklärungsflugzeuge, die im Luftraum Polens und Rumäniens das Geschehen in der Ukraine beobachtet haben, sein In-Funktion-treten im Abschussgebiet fixiert. Das Dokument, das vom Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Markus Ederer unterzeichnet wurde, enthalte zwar keinerlei Schlussfolgerungen, doch sie würden auf der Hand liegen, bemerkt der Direktor des Zentrums für strategische Konjunktur Iwan Konowalow: „Der Bericht, den die Niederländer im Ergebnis der Untersuchung erstellten, offenbarte nichts. Es ist klar, dass die Boeing abgeschossen wurde. Aber alle erwarten die Antwort auf die Frage, wessen Rakete es gewesen sei. Die deutsche Version fügte dem allgemeinen Bild noch ein weiteres hinzu – dass es die ukrainische Seite gewesen sei. Der S-125-Komplex - das ist eine alte Anlage, in der russischen Armee gibt es sie längst nicht mehr, und schon gar nicht gehört sie zur Bewaffnung der Volkswehr des Donbass. Sollte sich diese Version bestätigen, bleibt keinerlei Zweifel daran, dass die Streitkräfte der Ukraine diese Rakete abgefeuert haben.“

Der Oberst der Reserve, der Militärwissenschaftler Dr. Anatoli Sokolow, stimmt zu, dass ein ukrainischer S-125-Fliegerabwehr-Raketenkomplex die Boeing habe abschießen können. Aber trotzdem neigt er mehr zur Version, dass das Flugzeug von einer Luft-Luft-Rakete abgeschossen wurde. Das Bild des Geschehens wäre sehr viel klarer, hätten die Ermittler alle Fakten bekanntgegeben, die sie sammeln konnten.

Im Bericht der Niederländer fehlte sogar der vollständige Gesprächskontakt der Crew mit dem ukrainischen Fluglotsen. Zwei Wochen nach der Katastrophe hatten die Ukraine, die Niederlande, Australien und Belgien eine Vereinbarung darüber abgeschlossen, die Information über die Ermittlungsarbeiten ohne die Zustimmung aller Seiten nicht zu verbreiten. Inwieweit das in menschlichem und politischem Sinne ethisch gerechtfertigt ist, ist eine Gewissensfrage. Die rechtliche Seite der Frage weckt Zweifel. Dieser Tage richtete eine Gruppe italienischer Europaabgeordneter eine Anfrage an die Europäische Kommission, ob die Vereinbarung über die Geheimhaltung der Untersuchungsergebnisse rechtmäßig sei.

Indessen haben Privatdetektive beschlossen, sich mit der Untersuchung der Katastrophe zu befassen. Eine Detektiv-Agentur aus Deutschland verkündete eine Belohnung in Höhe von 30 Millionen Dollar für Hinweise, die helfen können, die Absturzumstände der malaysischen Boeing aufzuklären.

Mittwoch, 24. September 2014

Das Märchen vom gerechten Staat

Kontrolle statt Steuervereinfachung

Steuerabzocke - ein Video von 2007, aktueller denn je ...
vom Autor Günter Ederer, ehemaliger ZDF Journalist
Warten Sie ab, die 5 Teile laufen automatisch nacheinander



Kommentare von der Youtube-Seite


Siegmar Henne
Tut mir leid Leute, aber Günter Ederer war der letzte (aktive) Journalist im deutschen Fernsehen, dessen Sendungen ich noch gern gesehen habe.

munichdan
Köstlich, diese Dokumentation. Es zeigt den Schwachsinn und hat köstliche Kommentare: "Wir können es uns nicht leisten, weniger Steuern zu bezahlen." Hirntot.

Manfred Meier
Wenn man sich vorstellt, dass wir nachdem immer wieder VON EINEM EINZIGEN LOHN immer wieder nochmal ein Scheibchen an den Staat verschenken sollen, wird einem Schlecht. Wozu reiße ich mir jeden Tag was auf? Im Grunde mache ich das, damit Politiker in gepanzerten 500.000€ Mercedes Audi oder BMW fahren dürfen um sich an sicheren Orten etwas zu erzählen.. wohlwissend, dass Ihre Zukunft finanziell gesichert ist. In der Wirtschaft ist keiner Sicher!

Ukraine: Warnung für europäische Steuerzahler

Thema: Ukraine

Investoren bereiten sich auf Staats-Pleite vor

Den Anlegern an den internationalen Kapitalmärkten dämmert langsam, dass die Ukraine pleite ist: Sie bereiten sich auf einen Schuldenschnitt vor. Misslich für den europäischen Steuerzahler ist die Tatsache, dass die Ukraine vermutlich mit europäischen Steuergeldern gerettet werden muss. Bundeskanzlerin Merkel sorgt sich bereits um die Gasversorgung im Winter.

Die ukrainische Anleihe mit Laufzeit bis 2023 wurde am Dienstag auf dem niedrigsten Kurs-Niveau seit Anfang Mai gehandelt. (Grafik: ariva.de)
Angesichts wachsender Zweifel an der Tragfähigkeit der Schuldenlast der Ukraine sind Anleihen des Landes unter Verkaufsdruck geraten. Ein 1,2 Milliarden Dollar schwerer Schuldtitel mit Laufzeit bis 2023 wurde am Dienstag auf dem niedrigsten Kurs-Niveau seit Anfang Mai gehandelt. Den Investoren wird nach Ansicht von Experten die schwierige Lage des Landes zunehmend bewusst. Die Wirtschaft wird 2014 Schätzungen der Zentralbank zufolge um bis zu zehn Prozent schrumpfen. Die Waffenruhe in dem von einem Separatisten-Aufstand erschütterten Osten der Ukraine könnte zugleich den Weg für eine Umschuldung frei machen, sagte Ökonom David Spegel von BNP Paribas der Nachrichtenagentur Reuters.

Ökonomen verweisen darauf, dass trotz eines Kredits des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 17 Milliarden Dollar und weiterer Kreditzusagen des Westens der Schuldenstand des Landes wegen der tiefen Wirtschaftskrise immer bedrohlicher wird. Falls es zu einem Schuldenschnitt kommen sollte, müssten private Investoren wohl stärker bluten, warnt Analyst Tim Ash von der Standard Bank. Bei einem im Fachjargon ‘Haircut’ genannten Schuldenschnitt müssen Anleger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. An den ukrainischen Anleihemärkten ist derzeit laut Analysten über alle Laufzeiten hinweg ein Schuldenschnitt in Höhe von rund 20 Prozent in den Preisen bereits vorweggenommen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sorgt sich um die Energieversorgung in der Ukraine. Hintergrund ist der Gas-Streit zwischen Russland und der Ukraine. Mit Blick auf den nahenden Winter sagte sie am Dienstag beim Industrietag in Berlin: «Deshalb eilt die Zeit hier auch.» An diesem Freitag werden die Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew unter Vermittlung von EU-Energiekommissar Günther Oettinger in Berlin fortgesetzt. Russland und die Ukraine streiten unter anderem über den künftigen Preis, den Kiew für russisches Gas bezahlen muss. Über die Ukraine wird auch ein Großteil des russischen Exportgases nach Europa geleitet. Oettinger hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, dass die europäischen Steuerzahler die Rechnungen bei Gazprom bezahlen sollten.

Sollte es tatsächlich zu einem Schuldenschnitt der Ukraine kommen, werden die europäischen Steuerzahler vermutlich einen gut Teil der Last tragen müssen. Durch das kürzlich von der EU und der Ukraine ratifizierte Assoziierungsabkommen ist der EU eine Verpflichtung erwachsen, eine finale Staatspleite der Ukraine zu verhindern. Russlands Präsident Wladimir Putin befindet sich dagegen in der komfortablen Lage, zu wissen, dass die europäischen Steuerzahler die Rechnungen für den Staatskonzern Gazprom bezahlen dürften, um einen Crash zu verhindern.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Hobby-Journalist sagt:
Unsere Staatsratsvorsitzende Merkel hat sich vor den Karren der USA spannen lassen, hat ausschließlich die Interessen der amerikanischen Großkonzerne vertreten. Den Obama freut das doch, das die dummen Europäer die Zeche zahlen können. Und Russland, weil es als Kreditgeber nicht mehr einspringen muss. Hat ja alles prima funktioniert. Schlmm daran nur, dass die dummen Deutschen das Spiel wohl noch immer nicht begriffen haben, wie benutzt wir wurden und noch immer werden.

Aufgewachte sagt:
Nun ja,dürfte jetzt wohl dem/der Letzten klar sein,warum die Ukraine möglichst schnell in die EU will.
Der Menschenrechtsrat hat die Verbrechen in der Ukraine inklusive Massenmorde in Odessa bereits angeprangert und verurteilt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit,bis die Kriegstreiber incl.Merkel und Timoschenko sich vor einem Internationalen Gericht zu verantworten haben.Bei einer Firma fällt übrigens der Immunitätsschutz weg! Es dürfte übrigens auch mittlerweile bekannt sein,daß die Ankläger in Den Haag (ICC) gegen Israel aktiv geworden sind.Das war überfällig !

naturbaby sagt:
na, mit Oettinger ist ja wieder ein richtiger “Spezialist” am Werk.

tigerente sagt:
Das ging aber schnell: Bambule im Winter, Putsch im Frühjahr, Krieg im Sommer, pleite im Herbst. Wenn man doch dieses Tempo auf die gesamte EU und die NATO-Staaten übertragen könnte… Die Ukraine sollte beiden Bündnissen ganz schnell beitreten.

Erik Hofmann sagt:
Man sollte auch mal die russischen Kredite erwähnen und die Konditionen. Putin könne, wenn er wollte, auf den Knopf drücken und die Ukraine ist pleite! Da gibt es Klauseln, welche an die Wirtschafts- und Finanzkraft der Ukraine gekoppelt sind! Kann ich dann Deutschland wegen Steuerbetrug verklagen? Wenn zu Rettung der Ukraine meine Steuern herangezogen werden? Vorsätzliche Steuerverschwendung der Regierung für einen NICHT EU Staat?!

Pequod sagt:
Was hat man eigentlich anderes erwartet?
Das hätte man sich früher überlegen sollen, bevor man den Stunk auf dem Maidan angefangen hat! Jetzt darf die ‘EU’, sprich der deutsche Steuerzahler, die Ukraine sanieren, was aber nebensächlich ist, da ja die Kanzlerin die westlichen Werte in der Ukraine verteidigt. Dafür frieren wir gerne!

Herzlichen Glückwunsch sagt:
Vorher sprang der IWF noch mit 30 Milliarden ein, ausfallgefährdete Bankkredite mussten wieder einmal gerettet und verbürgt werden. Die österreichischen Banken sind äußerst stark in Osteuropa engagiert, auch in der Ukraine. Ein weiterer Fall für den ESM, der jetzt ja auch noch Banken stabilisieren, sanieren und refinanzieren muss (spanischer Weg).
Wir sind wohl wieder einmal bei einer Rettungsparty mit dabei, ökonomisch-finanzielle und politische Expansionspläne bergen einige Risiken. Vielleicht bald auch militärische. Russland will seine Schwarzmeerflotte erweitern, die Ukraine soll EU-Beitrittskandidat werden. US-amerikanische Firmen sicherten sich umfangreiche Förder- und Schürfrechte im russischen Machtbereich. Russland verkauft seine Bodenschätze gen Asien, D schaut in die Röhre.

Robert B. sagt:
Du bist ja ein Witzbold!
WIR haben den Maidan auch nicht angefangen, das waren unsere Freunde von “über dem Teich” (respektive, wie in Syrien, ein paar echte Unzufriedene die dann aufgestachelt und instrumentalisiert und “personell verstärkt” wurden. Wofür gibt es denn NGOs…).
WIR haben hinterher mur weisungsgemäss mitgespielt.


Programmbeirat an der ARD: „Tendenziöse Berichterstattung“

Thema: Öffentlich-Rechtliche-Rundfunkanstalten
„Tendenziöse Berichterstattung“
Programm-Beirat übt scharfe Kritik an der Ukraine-Berichterstattung der ARD

Der ARD-Programmbeirat hat auf offenbar massive Kritik der Zuschauer reagiert und die Berichterstattung der ARD überraschend scharf kritisiert. In einer ausführlichen Analyse beschreibt der Beirat die „tendenziöse Berichterstattung“, die „Voreingenommenheit“ und die merkwürdige Auswahl der Experten, die der Sender zu Wort kommen ließ. Das Dokument in einem Auszug im Wortlaut.

Die Kritik des ARD-Programmbeirats an der Ukraine-Berichterstattung aus dem Protokoll 582 (Juni 2014) im Wortlaut:

Im Juni 2014 hat der Programmbeirat im Rückblick eine ganze Reihe von Beiträgen über die Krise in der Ukraine beobachtet, die seit Ende 2013 im Ersten ausgestrahlt worden waren. Zu diesem methodisch ungewöhnlichen Vorgehen sah er sich veranlasst, nachdem einige Rundfunkräte sowie zahlreiche Zuschauer/innen Kritik an der Ukraine-Berichterstattung im Ersten geübt und dabei vor allem Einseitigkeit zulasten Russlands, mangelnde Differenziertheit sowie Lückenhaftigkeit beklagt hatten. Die Beobachtungen des Programmbeirats umfassten die zehn „Brennpunkt“-Sendungen zur Ukraine-Krise sowie einige Talkshows und rund drei Viertel der insgesamt mehr als 40 Beiträge zum Thema in den politischen Magazinen, dem „Europamagazin“, dem „Weltspiegel“ und in „ttt“. Der Programmbeirat kam aufgrund seiner Beobachtungen zu dem Schluss, dass die Berichterstattung im Ersten über die Krise in der Ukraine teilweise den Eindruck der Voreingenommenheit erweckt hat und tendenziell gegen Russland und die russischen Positionen gerichtet war. Engagement und Einsatz der Reporter/innen vor Ort sind in hohem Maße anzuerkennen.

Jedoch sind in der Recherche – die vor Ort meist nur unzureichend geleistet werden könne – wichtige und wesentliche Aspekte nicht oder nur unzureichend beleuchtet worden, obwohl sie für ein Urteil über die Situation essentiell gewesen wären. An vielen Stellen wurde nicht ausreichend differenziert. Doch gerade in solch schwierigen Gemengelagen muss soweit wie möglich und um ein ausgewogenes Urteil zu ermöglichen, auf möglichst hohe Vollständigkeit geachtet werden. Soweit dies in der aktuellen Berichterstattung nicht sofort geleistet werden kann, muss es in den Formaten der Hintergrundberichterstattung, in den „Tagesthemen“, in den Magazinen und in speziellen Features, aber auch mit geeigneten Gesprächspartnern und Experten in den Talkformaten nachgeholt werden. Folgende grundlegende Punkte, die für die Einschätzung und das Verständnis der Ursachen und der Eskalation der Krise wichtig gewesen wären, fehlten in der Ukraine-Berichterstattung im Ersten jedoch oder wurden nur unzureichend behandelt:

- Differenzierende Berichte über die Verhandlungen der EU über das Assoziierungsabkommen, die genauen Inhalte des Abkommens, seine Tragweite und seine Vereinbarkeit mit russischen Interessen.

- Die politischen und strategischen Absichten der NATO bei der Osterweiterung und in der Ukraine-Krise.

- Rolle und Legitimation des sogenannten Maidanrats bei politischen Entscheidungen, sein Zustandekommen und seine Zusammensetzung und die Rolle der radikal nationalistischen Kräfte, insbesondere Swoboda, in diesem Rat.

- Zustandekommen und Inhalte der Vereinbarung zur Beilegung der Krise in der Ukraine vom 21. Februar, die Ursachen für ihr Scheitern und die Rolle von Maidanrat und rechtsnationalen Kräften hierbei.

- Die Frage nach der Verfassungs- und Demokratiekonformität der Absetzung Janukowitschs sowie die Rolle rechtsnationaler Kräfte bei der Absetzung.

- Eine kritische Analyse der Rollen von Julia Timoschenko und Vitali Klitschko.

- Die Frage nach Ablauf und Rechtmäßigkeit der Abstimmung über das Krim-Referendum, die völkerrechtliche Bewertung des Referendums, die Einordnung von Wahlbeteiligung und -ergebnis sowie die Rolle von Geschichte und Ethnien der Krim in dem Sezessionsprozess.

- Belastbare Belege für eine Infiltration der Krim durch russische Armeeangehörige.

- Eine völkerrechtliche Analyse der Abspaltung der Krim: War es eine Annexion oder eine völkerrechtlich mögliche Sezession? Wie ist die Eingliederung der Krim 1954 in die ukrainische SSR zu werten?

- Ein Feature über die Geschichte der Ukraine, um die tieferen Ursachen für die gegensätzlichen Interessen und damit die Krise in der Ukraine verständlich zu machen. Nach Ansicht des Programmbeirats wäre in diesem Zusammenhang eine gründlichere Recherche durch die politischen Redaktionen notwendig und hilfreich, für eine vollständige Hintergrundberichterstattung im Grunde unentbehrlich gewesen. Daher ist es angesichts der Fortdauer der Krise wünschenswert, auch noch im Rückblick Recherche und Information zu verstärken, um in Dokumentationen und Hintergrundberichten die Entwicklung in der Ukraine zu beschreiben und nachvollziehbar zu machen und so auch politische Verantwortungen zu klären. Zu den einzelnen Formaten ist zusammenfassend anzumerken: „Brennpunkte“ zeichnen sich durch hohe Aktualität aus, sie berichten von Orten, an denen es gerade „brennt“.

Dass in solchen Situationen die höchst engagierten und mutigen Journalisten/innen vor Ort das jeweilige Ereignis gegebenenfalls noch nicht in seiner gesamten Tragweite erfassen und in der Kürze der Zeit möglicherweise nicht alle Hintergründe recherchieren und fernsehgerecht präsentieren können, ist dem Programmbeirat klar; daher macht er, was dieses Format anbelangt, in seinen Forderungen nach umfassender und tiefgründiger Berichterstattung durchaus Abstriche. Dennoch: Von den zehn Brennpunkten zur Krise in der Ukraine befassten sich drei binnen vier Tagen (19.-22. Februar) sehr eng getaktet mit den Protesten und dem Sturz der Regierung in Kiew, weitere drei binnen sechs Tagen (1.-6. März) mit dem Konflikt um die Krim. Hier wäre durchaus Raum für Hintergrundinformationen gewesen, und es hätte auch von anderen Orten als fast ausschließlich dem Kiewer Maidan, wie zwischen 19. und 22. Februar geschehen, berichtet werden sollen.

Berichtet werden müssen hätte über die Faktoren, die ursächlich am Entstehen der Krise beteiligt waren, darunter die Politik von EU, USA und NATO und deren Interessen gegenüber der Ukraine und Russland. Stattdessen wurde die Verantwortung für die Krise fast ausschließlich der Regierung Janukowitsch und Russland, genauer: Putin persönlich zugeschrieben. Differenzierte Berichterstattung war das nicht. Eine gewisse Einseitigkeit ließ sich manchmal auch in der Wortwahl erkennen, im mehr oder weniger unterschwelligen Transport von Meinung durch Moderatoren/innen und Reportern/innen und in der Auswahl von Berichtsgegenständen, die selbst in der Zusammenschau aller zehn Ukraine- „Brennpunkte“ kein einigermaßen umfassendes Bild der Krise ergaben.

Die Berichterstattung in den „Brennpunkten“ war zweifelsohne aktuell, aber es fehlte ihr an Differenziertheit, Ausgewogenheit und – selbst in Hinblick auf die Kürze der Sendungen – Vollständigkeit. Dabei wäre gerade in den „Brennpunkten“ mit ihrem sehr großen Publikum umfassende, objektive und zumindest die wichtigsten Hintergründe aufzeigende Berichterstattung unerlässlich, um die Zuschauer/innen in die Lage zu versetzen, sich eine eigene, fundierte Meinung zu bilden.

Unter den vielen Magazinbeiträgen fielen einige wenige positiv auf und dank ihrer Themensetzung auch aus dem Rahmen der sonst üblichen Berichterstattung heraus. Dies waren zwei „ttt“-Beiträge (16. und 30. März), in denen Schriftsteller/innen die Ursachen der Krise aus ihrer Perspektive schilderten, ein „Plusminus“-Beitrag (19. März) über den Sinn von Sanktionen, zwei Berichte in „Monitor“ (13. März), die die wirtschaftlichen und strategischen Interessen auch des Westens in den Blick nahmen, sowie zwei „Panorama“-Beiträge (6. und 8. Mai), die sich mit der Rolle der Rechten in der Ukraine befassten. Alle anderen gesehenen Magazinbeiträge aus „Europa- magazin“, „Weltspiegel“ einschließlich der Sonderausgabe zur Krimkrise (9. März), „Bericht aus Berlin“ und „Report München“ waren von unterschiedlicher Qualität; viele erschienen fragmentarisch, einige tendenziös, und bei den meisten mangelte es an umfassender und die Hintergründe beleuchtender Berichterstattung. Negativ stach die sehr einseitige, fast schon an die Sprache des Kalten Krieges gemahnende Moderation in den „Weltspiegel“-Ausgaben des BR hervor (1. Dezember 2013 und 2. März 2014), und auch die teils provokanten Fragen im „Bericht aus Berlin“ an die Interviewpartner stießen beim Programmbeirat auf Kritik.

Bei den Talkshows fiel auf, dass die Titel häufig antirussische Tendenzen erkennen ließen bzw. den Konflikt auf die Person Putin fokussierten und weder eine mögliche westliche Mitverantwortung am Entstehen der Krise thematisierten noch beispielsweise die demokratische Legitimation der Übergangsregierung oder der Maidan-Bewegung in der Ukraine infrage stellten. Das Themenspektrum war also eingeschränkt, und teilweise wiederholten sich die Fragestellungen überdies. Die Gästeauswahl deckte in der Regel gegensätzliche Positionen ab und gewährleistete damit weitgehende Ausgewogenheit, auch die Moderation war unparteiisch. Kritisch anzumerken ist, dass viele wichtige Punkte wie etwa das Assoziierungsabkommen allenfalls angesprochen, aber nicht tiefergehend diskutiert wurden.

Die Dokumentation „Zwischen Chaos und Krieg – Wer zerstört die Ukraine?“ vom 19. Mai – neben einer „Weltspiegel“-Sonderausgabe zur Krim-Krise die einzige längere monothematische Ukraine-Sendung im Ersten – hat nach Auffassung des Programmbeirats die Chance vertan, die Entwicklung der Krise in der Ukraine solide darzustellen; stattdessen wurden die Zuschauer/innen mit den Bewertungen einer Reihe von Experten/innen konfrontiert, deren Auswahl unklar blieb. Von dieser Dokumentation hätte man sich erwartet, dass gerade hier in der Rückschau die eingangs erwähnten offenen Fragen aufgegriffen würden.

Insgesamt hält der Programmbeirat aufgrund seiner Beobachtung der genannten Sendungen fest: In der Berichterstattung über die Krise in der Ukraine überwog anfangs eine Schwarz-Weiß-Zeichnung zugunsten der Maidan-Bewegung, obwohl hier auch das rechte, extrem nationalistische Lager beteiligt war, und zulasten der russischen und der abgesetzten ukrainischen Regierung, denen nahezu die gesamte Verantwortung zugeschoben wurde. Dass der Programmbeirat mit seiner Meinung nicht alleine steht, unterstreicht beispielsweise der Beitrag im NDR-Medienmagazin „ZAPP“ vom 5. März: „Ukraine – Berichterstattung durch die West-Brille?“, der über drei Monate „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ auswertete und eine deutliche Überrepräsentanz der prowestlichen Sicht auf die Ereignisse ausmachte, daneben aber auch in anderen wichtigen Medien eine einseitige, antirussische Berichterstattung konstatierte. Das heißt, die Berichterstattung in einer Vielzahl von Medien folgte anscheinend einem gewissen Mainstream, dem sich auch Das Erste anschloss. Mit Fortschreiten der Krise war jedoch eine Änderung in der Farbe der Berichterstattung des Ersten zu registrieren: Sie erschien – vielleicht in Reaktion auf die Zuschauerkritik – etwas objektiver. Eine ganze Reihe von Punkten aber, die für das Verständnis der Ursachen und der Entwicklung der Krise und somit als Basis für eine für eine sachliche Bewertung im Grunde unabdingbar sind, fehlte, wie erwähnt, in den beobachteten Formaten.

Die Mitglieder des Programmbeirats kommen aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen. Im Beirat befinden sich keine Parteienvertreter. Es ist eher selten, dass der Beirat eine derart scharfe Kritik an der Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Senders äußert.

ARD-Chefredakteur Thomas Baumann wies die Kritik “energisch” zurück: Die ARD habe “differenziert” und “wahrheitsgetreu” berichtet, sagte Baumann in einer Stellungnahme. Baumann räumte keine Fehler ein und kündigte auch nicht an, ob und wie die ARD auf die umfassende Kritik zu reagieren gedenkt.
Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Barzahler sagt:
Der Programmbeirat hat ernst zu nehmende und stimmige, differenzierte Kritik geäußert. Wenn Herr Bauman dann behauptet, ihr Bürger seit alle doof, wir haben immer differenziert und wahrheitsgetreu berichtet ist das höchst zynisch und frech. Sein Vertrag bei der ARD läuft am 30. Mai 2016 aus. Vielleicht sollte die ARD diese Gelegenheit nutzen!

Romie sagt:
Die Kritik kommt zu spät. Die Gehirnwäsche ist schon abgeschlossen. Trotzdem ist es ein wichtiges Zeichen, dass das Internet und “andere” Zeitungen wie die DWN es den Mainstream-Medien zunehmend schwerer machen Propaganda zu betreiben.

Kevin sagt:
Die ARD ist Merkel´s Lautsprecher. Wieso schlägt man jetzt den Esel und nicht den eigentlichen Verursacher, den Herrn des Esels? Die Groko ist eindeutig der verlängerte Arm der CIA. Wer hat am Maidan Polizisten und Demonstraten in den Rücken geschossen? Wieso hält Merkels Regime die Protokolle von MH17 unter Verschluss? Wieso dehnt sich die Nato als Kriegs-und Angriffsclub für Energiediebstahl nach Osten aus (Lit.Let.Estl.Rumän.Bulgar.)obwohl die Russen die DDR zur Wiedervereinigung und Heilung alter Wunden in die Nato entlassen haben? Was ist mit dem Versprechen Berlins/Bonns und d. Nato einschl. Washingtons sich nicht nach Osten auszuweiten? Warum sagt man heute wieder in den deutschen(!!)MSM, dass die Russen Kinder fressen und morgen in Warschau und Berlin einmarschieren wollen? ARD pur

Detlev G. Pinkus sagt:
Mal eine positive Entwicklung. Das trifft aber eins zu eins auf das ZDF ebenfalls zu. Aus diesem Grund erhaertet sich der Verdacht, dass die Politik starken Einfluss auf die Berichterstattung genommen hat, um Meinungsbildung in der Deutschen Bevoelkerung zu betreiben, und auch noch tut. Mir faellt lediglich auf, dass diese Art der Berichterstattung sich ebenfalls durch die Printmedien zieht, DWN ausgenommen, und dass das erst verstaerkt auftritt seit dem Angela Merkel im Kanzleramt ihren Schreibtisch hat.

Andreas Damm sagt:
Es ist kaum zu glauben, da hat doch tatsächlich ein Teil der Institution “Öffentlicher Rundfunk” es gewagt, gegen die eigenen Leute aufzustehen.
Da lobe ich mal und sage “Klasse!” zu den Mitgliedern des Rundfunkbeirates.
Es ist wiederum absolut enorm, mit welcher Frechheit sich Herr Baumann (ARD-Chefredakteur) dieser berechtigten Kritik widersetzt. Einfach nur beratungsresistent und dummerhaft arrogant.
Danke an die DWN-Redaktion für die Veröffentlichung dieses Protokolls!

Alfred sagt:
Der Herr Chefredakteur merkt wohl nicht, dass er durch solche einseitige Berichterstattung mit dazu beigetragen hat, was dort in der Ukraine passiert ist. Durch diese Berichterstsattung wurde die Menschheit für DUMM verkauft und zog daraus die Schlußfolgerung, jawohl was die EU, USA und unsere Regierung mit Rußland veranstalten ist richtig. Übrigens war das nicht nur im Ersten, in den meisten anderen Sendern auch. Man konnte sich ja nur über das Internet richtig informieren. Das war eine Bewusste falsche Darstellung der Berichte und diese verantwortlichen haben in den Redaktionsstuben nichts mehr zu suchen und wir Bürger zahlen noch diese hohen GEZ-Gebühren für Lügen.

hp sagt:
Einerseits ist das zwar zu begrüssen, andererseits aber kommt es zu spät und wird nicht in entsprechendem Rahmen innerhalb des TV gewürdigt.
Man kann weltweit und im Internet auf mindestens 100 Kanälen recherchieren und Daten zur Ukraine-Krise finden, evaluieren und bewerten, bevor man Berichte bringt.
Wenn selbst in USA auf offiziellen Seiten des Aussenminiseriums und offiziösen Stellen die Linie der Regierung kritisiert oder anders beleuchtet wird, dann muss es auch dem ARD möglich sein, ordentlich zu berichten. DAS WAR ES IN KEINEM FALL.
Deutsches fernsehen hat sich in der UKRAINE-Krise als Frontrunner falscher und negativ tendenziöser Berichterstattung hervorgetan und einen Regierungschef, der über alle Massen klug, zurückhaltend und neutral agiert hat, diffamiert und beleidigt! SHAME

Michael Spies sagt:
Was gibt es dazu noch zu sagen? Ein weiteres demokratisches und unvoreingenommenes Element wird von unseren Mainstreammedien völlig ignoriert. Ich frage mich, wie wohl die Gerichte dies sehen, wenn es um die Frage des Rundfunkbeitrags geht. Sollen wir wirklich unseren “Beitrag” für eine kriegshetzende Propagandamaschinerie, wie es die Maintreammedien geworden sind, bedingungslos zahlen? Es drängt sich der Verdacht auf, dass der Rundfunkbeitrag vorsorglich eingerichtet wurde, um eventuellen finanziellen Engpässen durch Kündigung der Rundfunkgebühr oder Boykottierung der namlichen Sender vorzubeugen … Ist dies noch mit der Würde des Menschen vereinbar? Wie kann ich sicher und ruhigen Gewissens schlafen, wenn ich weiß, dass ich unfreiwillig meinen Beitrag zu dieser Kriegshetze leiste?

Dagmar sagt:
“Baumann räumte keine Fehler ein und kündigte auch nicht an, ob und wie die ARD auf die umfassende Kritik zu reagieren gedenkt.”
Fehler? Was denn für Fehler? Er hat die Weisungen der USA doch bis aufs Komma genau erfüllt. Ist es sein Fehler, wenn der blöde Fernsehzuschauer das nicht weiß? Und da der zwangsfinanzierende Zuschauer sowieso zahlen muss, reicht doch die ungeprüfte Übernahme vorgefertigter Artikel von Reuters und anderen.
Soll Herr Baumann für sein üppiges Salär etwa auch noch recherchieren?
*Wer Ironie, Spott Hass oder gar Sarkasmus findet, darf das behalten oder weiter verteilen.

Meyer sagt:
Dieser Bericht untermauert immer noch die einseitige Berichterstattung und geht viel zu unkritisch mit den Medien um. Es war keine einseitige Berichterstattung, sondern eine breit inszenierte Propagandaaktion gegen Putin unterhalb der Gürtellinie.
Kein Wort über die Interessen der USA, Europa, bzw. Deutschland in einen Konflickt verwickeln zu wollen. Kein Wort über den Absturz der MH 17 und eine mögliche Verwicklung der ukrainischen Armee.
Spätestens seit dieser Aktion wurde den meisten Bürgern klar, dass diese GEZ-Medien ihre Daseinsberechtigung in dieser Form der politischen Meinungsvertretung der etablierten Parteien, verloren haben. U. a. auch der undemokratischer Umgang mit neuen Parteien, wie z. B. der AFD. Die Parteien haben in diesen öffentlichen Medien nichts zu suchen.

Amerikanische Kanzlerin sagt:
Der Chefredakteur Baumann leidet wohl an Realitätsverlust.Die scharfe Kritik des Programmbeirats ist absolut gerechtfertigt. Die Reaktion zeigt aber, dass es nichts bringen wird, es wird so weitergehen, weil die Einsicht fehlt. Man kann solche Sendungen und auch die Nachrichten des Staatsfernsehens nur noch boykottieren. Über die aktuellen Nachrichten informiere ich mich nur noch über Internet

Heiri Kugler sagt:
Danke DWN für diesen Beitrag!
Die kritisierte Berichterstattung betrachte ich als fahrlässig, willkürlich manipulativ und mitschuldig.
Chefredakteur Baumann scheint äusserst lernresistent zu sein. Da müssten eigentlich Köpfe rollen! Stellt sich die Frage: Wer sind die Strippenzieher?

andrea22 sagt:
Damit kritisiert der ARD-Programmbeirat ja genauso deutlich die Regierung, deren Mitglieder bekanntlich mit genau denselben Stil und Inhalten zur Bevölkerung sprechen!
Außer dem Handelsblatt und dem Tagesspiegel hat kein MSM (der Freitag, Junge Welt und Neues Deutschland zählen ja für die meisten nicht dazu) über diese Kritik des ARD-Programmbeirates berichtet; schon gar nicht die ARD selbst.
Wenn das jetzt JEDEM Bürger bekannt wäre, würde wohl wirklich ein Ruck durch Deutschland gehen. Auf t-online las ich schon Kommentatoren, die diese Meldung dort verbreiteten. Jetzt werden in den MSM wohl bald alle Kommentarfunktionen abgeschaltet.
Langsam sollte man vielleicht schon mal die Druckerpressen für die „Wurfzettel“ warmlaufen lassen!

Schweizer sagt:
passt alles zusammen, man kann Arte auch noch dazu nehmen, habe Sendung gesehen in der die Moderatorin den zugeschalteten Gast, der sich kritisch zur EU und Ami Politik äusserte, einfach abgesägt hat: auf Wiedersehen und danke, der Gast: "was jetzt schon?"
Arte ist bei mir auch unten durch, Schweizer Fernsehen ebenso, einzig im ORF habe ich Sendungen gesehen, die sich um eine ausgewogene Berichterstattung oder Diskussion bemüht haben ...

ChickenJoe sagt:
Das Staatsfernsehen scheint überhaupt in einer tiefen Krise zu stecken. Corinna Harfouch teilt gerade berechtigt aber so richtig ordentlich aus:
“Schauspielstar Corinna Harfouch hat in einem Interview ihrem Ärger über das Programm bei ARD und ZDF Luft gemacht. “Es gibt bei den Sendern nur noch ganz wenige Redaktionen, über die ich sage: Die sind noch irgendwie bei Trost, die denken noch nach, die pflegen noch eine Fantasie, die nicht von tausenden Regeln erstickt ist”, sagte Harfouch.
[...]
Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sei ein System entstanden, “in dem sich der einzelne Mensch kaum noch gegen den Apparat durchsetzen kann”, beklagte die 59-Jährige. “Ich weiß gar nicht, ob ich bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehredaktionen von Feigheit sprechen soll.”



Dienstag, 23. September 2014

Schottland - Petition verlangt Wahlwiederholung

Thema: Referendum in Schottland

Eine Petition verlangt eine Wahlwiederholung mit einer Stimmenauszählung im Beisein von internationalen Beobachtern. Videos im Internet sollen die falsche Zuordnund von Stimmzetteln und das Ankreuzen auf Stimmzetteln durch "Auszähler" belegen.

Freeman von Alles Schall und Rauch schreibt:

Foto: Screenshot
Gerichtet ist die Petition an Schottlands Ersten Minister und Anführer der Scottish National Party (SNP) Alex Salmond, der das Resultat des Referendum am Freitag akzeptierte und wegen der Mehrheit an Nein-Stimmen von 55 Prozent am Samstag seinen Rücktritt per November erklärt hat.

"Wir verlangen ein Wahlwiederholung des besagten Referendum, wo jeder Stimmzettel durch zwei Personen gezählt wird, einer davon sollte eine internationale unabhängige Partei sein ohne Interesse an der Abstimmung."

Die Beschuldigungen beziehen sich auf Videos die auf Youtube am Freitag geposted wurden, welche Aufnahmen von Sky News in Wahllokalen in Dundee und Edinburgh zeigen. Aufmerksame Beobachter erkannten einen Stapel an Ja-Stimmen auf einem Tisch der für Nein-Stimmen vorgesehen war.

Der Link zur Petition: hier

Englischsprachige Zeitungen berichten darüber:
Scottish Independence: 70,000 Nationalists Demand Referendum be Re-Held After Vote Rigging Claims
http://www.ibtimes.co.uk/scottish-independence-70000-nationalists-demand-referendum-be-re-held-after-vote-rigging-claims-1466416

Petition alleging fraud in Scottish independence vote receives 70,000 signatures
http://metro.co.uk/2014/09/20/petition-alleging-fraud-in-scottish-independence-vote-receives-70000-signatures-4876344/


AVAAZ: WIR HABEN’S GESCHAFFT!! Die größte Klima-Demo aller Zeiten

Thema: AVAAZ

Liebe wunderbare Avaazer,

vor einigen Monaten hat sich unsere Gemeinschaft ein verrücktes Ziel gesetzt:
die größte Klima-Mobilisierung aller Zeiten auf die Beine zu stellen.
Und gestern haben wir unsere kühnsten Erwartungen übertroffen - mit einer Klima-Demo, die alle vorigen Aktionen größenmäßig um das *Sechsfache* übertrifft!!!
80 Häuserblöcke in New York sahen gestern so aus:


Und so sah es in London, Berlin, Bogota, Paris, Delhi, und Melbourne aus...


Über 675.000 von uns sind weltweit auf die Straßen gegangen. So haben wir auf wunderbare Weise deutlich gemacht, wie sehr uns alles, was vom Klimawandel bedroht ist, am Herzen liegt. Wir haben außerdem die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass wir diese Welt retten und eine Gesellschaft aufbauen können, die zu 100% auf sauberen Energieträgern beruht. Klicken Sie hier, um noch mehr Bilder des Tages anzuschauen:

https://secure.avaaz.org/de/climate_march_reportback/?baLosfb&v=46387

Gemeinsam haben wir Geschichte geschrieben, aber dies ist nur der Anfang. In 15 Monaten findet der entscheidende Klima-Gipfel in Paris statt - dort brauchen wir ein globales Abkommen. Die jeweiligen Staaten haben versprochen, bis März 2015 ihre nationale Zielsetzung festzulegen. Deshalb wird sich unsere Bewegung jetzt aufgliedern, um diese nationalen Ziele ins Visier zu nehmen. Doch bis zum Pariser Gipfel werden wir uns alle paar Monate weltweit zusammentun - immer wieder, immer stärker - um unsere Forderung nach Veränderungen und 100% sauberer Energie so laut werden zu lassen, dass Entscheidungsträger nicht weghören können. Die Bewegung, auf die wir gewartet haben, ist entfacht.

Voller Dankbarkeit,

Ricken, Emma, Alice, Iain, Nataliya, Patri, Oliver, Diego, Rewan und das ganze Avaaz-Team


PS - Um diesen Tag zu ermöglichen, haben wir haben mit Tausenden von Organisationen zusammengearbeitet und sind unseren Freunden bei der Organisation 350 ganz besonders verbunden. Doch unsere Gemeinschaft kann sich zu diesem wichtigen Schritt, den wir unternommen haben, gratulieren. Das Avaaz-Team und die Gemeinschaft haben eine zentrale Rolle bei fast allen Demos und Events gespielt, die veranstaltet wurden. Die britische Tageszeitung "The Guardian" nannte es „einen organisatorischen Triumph" für Avaaz und die BBC sagte „bei den Demonstrationen sind, dank der organisatorischen Leistung der Online-Gemeinschaft Avaaz, mehr Menschen auf die Straßen gegangen, als je zuvor." Wir haben Hunderte von Organisatoren und Tausende von Freiwilligen herangeholt und unsere Gemeinschaft hat das Projekt mit Spenden in Millionenhöhe unterstützt. Angesichts der Herausforderungen unserer Zeit, müssen wir alle über uns hinauswachsen. Gemeinsam haben wir genau das getan und wachsen so zu einer neuen und effektiveren Art von Bewegung heran: einer Bewegung, die jetzt sowohl online als auch offline existiert. Wir sind allen Beteiligten unendlich dankbar.

Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 38 Millionen Mitgliedern, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.

MH17: Angehörige deutscher Opfer verklagen Regierung der Ukraine wegen Totschlags

Thema: MH17
Totschlag durch Unterlassen

Die Ukraine wird von den Hinterbliebenen der Opfer des abgeschossenen Flugzeugs MH17 verklagt: Die Ukraine sei nach internationalem Recht für die Sicherheit verantwortlich gewesen und hätte diese entweder garantieren oder aber den Luftraum sperren müssen. Die ukrainische Regierung sei des Totschlags durch Unterlassen schuldig und habe eine Menschenrechtsverletzung begangen.

Die Angehörigen der deutschen Opfer des abgeschossenen malaysischen Verkehrsflugzeuges wollen die Ukraine vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verklagen. Rechtsanwalt Elmar Giemulla, der drei deutsche Opferfamilien vertritt, sagte der Bild am Sonntag, nach internationalem Recht sei jeder Staat für den Luftraum über seinem Staatsgebiet verantwortlich, wenn er ihn für Durchflüge öffnet. Könne ein Staat die Sicherheit nicht gewährleisten, müsse er seinen Luftraum sperren. Dies sei nicht geschehen, sagte der Professor für Luftfahrtrecht. Damit habe der ukrainische Staat in Kauf genommen, dass das Leben Hunderter von unschuldigen Menschen “vernichtet worden ist”.

Giemulla stuft dies als Menschenrechtsverletzung ein. Daher werde er in etwa zwei Wochen für die deutschen Hinterbliebenen Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen die Regierung der Ukraine und Präsident Petro Poroschenko wegen Totschlags durch Unterlassen in 298 Fällen einreichen. Er wolle dabei Schmerzensgeldforderungen von mindestens einer Million Euro pro Opfer durchsetzen, berichtete die Zeitung weiter. Bislang hat Malaysia Airlines den Hinterbliebenen 5000 Dollar gezahlt.

Die Untersuchungen der Absturzursache laufen schleppend: Der offizielle Bericht der Niederländer stellte allerdings fest, dass die Maschine abgeschossen wurde. Das dürfte eine wichtige Grundlage für die Klage darstellen. Den genauen Hergang kennen nur die Geheimdienste: Die Bundesregierung hat ihre diesbezüglichen Informationen als geheime Verschlusssache eingestuft und verweigert die Herausgabe von Details aus Gründen der internationalen Sicherheit.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Stephan Schäfer sagt:
"Die Bundesregierung hat ihre diesbezüglichen Informationen als geheime Verschlusssache eingestuft und verweigert die Herausgabe von Details aus Gründen der internationalen Sicherheit.
Was wäre, wenn der Abschlussbericht eindeutige Beweise fuer die Schuld Russlands oder der “Rebellen” gehabt haette?

Power sagt:
Es ist schon bezeichnend, dass gerade die Angehörigen der Opfer auf die Schuld der ukrainischen Regierung hinweisen müssen.
Jeder Mensch, der seine Sinne noch ein bisschen beinander hat muss zu dem Schluss gelangen, dass die Ukraine die volle Verantwortung zu tragen hat, da der Luftraum für den zivilen Luftverkehr nicht geschlossen war. Es wurden bis zum Unglückstag 20+ Maschinen vom Himmel geholt.
Das wäre die Aufgabe der Medien von Anfang an gewesen darauf hinzuweisen, aber uns wollten die von Anfang an erzählen dass die Separatisten oder sogar Putin höchstpersönlich verantwortlich seien. Bei dieser Klage sieht man, wie es um den deutschen Journalismus bestellt ist – es ist eine SCHANDE!

bluesbower sagt:
Wer sagt denn, dass die sog. Übergangsregierung nicht sogar direkt am Abschuss von MH 17 beteiligt war. Bisher werden die Untersuchungsergebnisse vom Westen unter Verschluss gehalten.
Ein russisches Gutachten spricht davon, dass MH 17 durch den Beschuss von Bordkanonen eines Kampfjets zum Absturz gebracht werden konnte. Ob dieses Untersuchungsergebnis Propaganda ist oder sachlich richtig, kann man nicht beurteilen.
Da der Westen um die Absturzursachen eine Mauer des Schweigen aufbaut, muss man annehmen, dass es etwas zu verbergen gibt.

Detlev G. Pinkus sagt:
Dass das Flugzeug des Fluges MH17 abgeschossen wurde, darueber besteht kein Zweifel. Russland war das nicht und ebenfalls auch nicht die Seperatisten, sonst hätte nämlich Angela Merkel sofort diese Kunde verbreitet. Stattdessen stuft man das einfach als geheim ein.
Das ist die Ukrainische Luftwaffe in Zusammenarbeit mit dem CIA gewesen.
Da bin ich gespannt was bei der Klage heraus kommt.

heide sagt:
30 Millionen zur Aufklärung:
Die Detektei Wifka will folgendes wissen:
- Wer hat am 17. Juli das Flugzeug MH17 abgeschossen?
- Wer hat den Abschuss angeordnet?
- Wer deckt die Tat? (auch wenn es sich um einen politisch, wirtschaftlich, militärisch versehentlichen Abschuss gehandelt haben sollte)
- Wer kann Details zu den Umständen nennen, die zum Abschuss führten?
- Wer war am Abschuss direkt beteiligt?
- Was ist aus den Menschen geworden, die am Abschuss beteiligt waren? Was wurde aus der Tatwaffe?
- Wer kann die Person(en) benennen, die den Abschuss freigegeben haben?
http://www.wifka.de/wer-hat-mh17-abgeschossen-30-000-00000-mio-dollar-belohnung-fuer-hinweise-auf-die-taeter.html


MH17 Untersuchung: Abschuss durch Kampfjet

Thema: MH17

Während der Westen Details über den Absturz von MH17 verschweigt kommen russische Experten zu folgendem Schluss: die Maschine wurde von einem Kampfjet abgeschossen und zwei Mal attackiert, bis sie in großer Höhe in der Luft auseinanderbrach.


Symbolfoto
Auszüge aus dem Untersuchungsbericht der “Russian Union of Engineers” (s.u.)

Eine Experten-Gruppe der Russian Union of Engineers hatte sich zusammengefunden, um die Situation zu analysieren. Zu der Experten-Gruppe gehörten pensionierte AA-Offiziere, die Erfahrung mit Boden-Luft-Raketensystemen haben und als Piloten erfahren im Umgang mit Luft-Luft-Bewaffnung sind. Das Problem wurde auch beim Treffen der Acedemy of Geopolitical Affairs (Akademie für geopolitische Angelegenheiten) be-sprochen, wo wieder einmal viele verschiedene Versionen ausprobiert und besprochen wurden. Im Laufe der Analyse haben die Experten auf Material zurückgegriffen, dass offen in den Massenmedien publiziert worden ist. Die Situation wurde darüber hinaus mit Hilfe eines SU-25 Flugsimulators analysiert.
[. . .]
Schlussfolgerungen

Basierend auf der Meinung der Analysten der Russian Union of Engineers hat demnach ein komplexer Abschuss der Boeing 777 stattgefunden; sowohl durch eine Luft-Luft-Rakete mit kurzer Reichweite, als auch mit einer 30-mm-Bordkanone oder einem Kanonenbehälter SPPU-22 mit der doppelläufigen Maschinenkanone Gsh23-L. Darüber hinaus könnte ein Laser-Entfernungsmesser oder eine Laser-Zielvorrichtung beim Abschuss auf das Ziel benutzt worden sein, was eine signifikante Erhöhung der Schuss-genauigkeit ermöglichte. Diese Schlussfolgerung kann aus der Art der Beschädigungen und der Verteilung der Fragmente geschlossen werden: es gibt sowohl kreisrunde Löcher, welche normalerweise durch Geschützfeuer verursacht werden, als auch Beschädigungen durch Sprengkörper, was eine Rakete mit pfeilartigen Tochtergeschossen indiziert.

Basierend auf den vorgenannten Erwägungen können die folgenden Schlussfolgerungen gezogen werden:
9.1. Bezüglich der Umstände des Absturzes der Malaysia Airlines Boeing 777.
Die Malaysia Airlines Boeing 777 befand sich am 17.07.2014 auf dem Flug von Amsterdam nach Kuala Lumpur in dem von den Fluglotsen angeordneten Korridor. Es ist höchstwahr-scheinlich, dass die manuelle Flugkontrolle Offline war und das Flugzeug im Autopilot-Modus flog und es dabei im Horizontalflug der von den ukrainischen Fluglotsen am Boden angelegten und angepassten Route folgte.

Um 17:17-17:20 Uhr befand sich die Boeing 777 in ukrainischem Luftraum im Gebiet Donetsk auf einer Höhe von 10.100 m. Ein unidentifiziertes Jagdflugzeug (vermutlich eine SU-25, oder MiG-29), welches sich vorher auf einer niedrigeren Flugbahn auf Kollisions-kurs innerhalb einer Wolkenschicht bewegte, stieg rasant auf, tauchte unerwartet vor dem Passagierflugzeug aus den Wolken auf und eröffnete das Feuer auf die Kontrollkabine (das Cockpit) mit einer 30-mm oder kleineren Bordkanone. Der Beschuss könnte nicht nur durch den Jagdpiloten in „freier Jagd“ (unter Nutzung des Bordradars) ausgeführt worden sein, sondern auch von einem Navigationsoffizier am Boden unter Nutzung der Flugraum-daten, die von bodenbasiertem Radar empfangen wurden.

Das Cockpit des Flugzeugs wurde durch eine Vielzahl von Geschossen beschädigt, die den Rumpf des Flugzeugs trafen. Die Kontrollkabine büßte seinen Luftdruck ein, was den un-mittelbaren Tod der Besatzung durch mechanische Einflüsse und Dekompression zur Folge hatte. Der Angriff war unerwartet und dauerte nur den Bruchteil einer Sekunde. Angesichts der Überraschung war die Besatzung nicht in der Lage irgendeine Art von für diese Situationen vorgesehenem Alarm auszulösen, da der Flug seiner vorgeschriebenen Route folgte und der Angriff für alle unerwartet kam.

Weder die Maschinen, noch das Hydrauliksystem, noch andere Bauteile die zur Fort-führung des Flugs notwendig waren, wurden außer Betrieb gesetzt und die Boeing 777 folgte weiter seinem horizontalen Flug im Autopilot-Modus (was eine Standard-Situation ist) und verlor dabei vielleicht allmählich an Höhe.

Danach manövrierte und positionierte sich das unidentifizierte Jagdflugzeug in den hinteren Bereich der Boeing 777. Es legte einen Abfangkurs an, zielte mit dem an Bord befindlichen Zielerfassungssystem und startete eine R-60 oder R-73 Luft-Luft-Rakete (eine oder mehrere).

Durch den Raketen-Einschlag wurde die gesamte Kabine dekompressiert, das Flug-kontrollsystem wurde außer Gefecht gesetzt, der Autopilot schaltete sich ab, das Flugzeug stellte seinen Horizontalflug ein und stürzte unkontrolliert ab. Die auftretenden G-Kräfte verursachten ein mechanisches Auseinanderreißen des Flugwerks in großer Höhe.

Wie die verfügbaren Daten des Flugschreibers andeuten, fiel das Flugzeug in der Luft auseinander, was aber hauptsächlich im Fall eines vertikalen Sturzes aus einer Höhe von ~10.000 m möglich ist, was normalerweise nur beim Überschreiten der maximal erlaubten G-Kräfte geschehen kann. In der Regel kann ein derartiger unkontrollierter Absturz mit der Unfähigkeit der Besatzung erklärt werden, das Flugzeug zu kontrollieren, da es zu einer Notsituation in der Kabine und anschließend zu einer sofortigen Dekompression des Cockpits und des Passagierabteils kam.

Die Zerstörung des Flugzeugs ereignete sich in großer Höhe, was die Tatsache erklärt, dass die Wrackteile des Flugzeugs über ein Gebiet von über 15 km² verteilt wurden.
Ausführliche Analyse (16 Seiten pdf, deutsch)
Untersuchungsbericht PDF-deutsch
englisch: http://t.co/jbVQuzd76h
www.российский-союз-инженеров.рф
Quelle: MMnews vom 20.09.2014

Mit freundlicher Genehmigung von pravda-tv.com

Montag, 22. September 2014

Putin arrangiert sich mit Obama: Keine neuen Sanktionen gegen die EU

Thema: Ukraine
Russland hat Ziele erreicht

Russland wird trotz der angedrohten, neuen Sanktionen keine Gegensanktionen in Kraft setzen. Die neue Linie der Vernunft ist auf die Einigung zwischen den USA und Russland im Ukraine-Konflikt zurückzuführen. Wladimir Putin hat seine Ziele in der Ukraine erreicht, die europäischen Steuerzahler müssen für einen weiteren Pleite-Staat aufkommen.
Russland wird auf Gegenmaßnahmen für die neuen EU-Sanktionen verzichten. “Über weitere Strafmaßnahmen beraten wir nicht”, sagte Vize-Ministerpräsident Arkadi Dworkowitsch am Samstag russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Die USA und die EU hatten wegen der Ukraine-Krise Russland mit Sanktionen belegt. Diese richten sich vor allem gegen den Energie-, Rüstungs- und Finanzsektor. Moskau hatte als Reaktion ein Einfuhrverbot für Gemüse, Obst, Fleisch und Milchprodukte auch aus der Europäischen Union verhängt.

Russlands Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew stieß ins gleiche Horn. Zusätzliche Gegenmaßnahmen wären kontraproduktiv, erklärte er am Samstag am Rande eines Wirtschaftsforums in Sotschi am Schwarzen Meer. Moskau wolle indes Unternehmen unterstützen, die von Sanktionen betroffen seien.

Tatsächlich haben die Russen ihre Ziele in der Ukraine im wesentlichen erreicht: Mit einem geschickt geführten “hybriden Krieg” haben sie die EU dazu gebracht, sich so massiv in der Ukraine zu engagieren, dass das korrupte und bankrotte Land fortan von den europäischen Steuerzahlern zu retten ist. Angela Merkel und José Manuel Barroso haben bereits entsprechende Milliarden-“Hilfen” versprochen.

Die Amerikaner haben hinter den Kulissen längst begonnen, sich mit den Russen zu arrangieren. US-Präsident Barack Obama braucht die Russen im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) – nicht zuletzt, weil die Russen viel bessere Verbindungen nach Syrien und in den Irak haben. Der Kampf gegen den islamistischen Terror war von Obama in seiner Rede an die Nation als die vorrangige außenpolitische Aufgabe der USA ausgerufen worden. Obama hatte die Ukraine in dieser Rede lediglich in einem eher zusammenhanglosen Nebensatz erwähnt. Die Teilnahme des russischen Außenministers Lawrow an der Anti-Terror-Konferenz in Paris ist ein klares Signal, dass Washington die Weltpolitik nicht ohne die Russen dominieren kann.

Aber auch auf operativen Ebene wird offen über die Teilung der Ukraine gesprochen: So sagte der ehemalige britische Verteidigungsminister Douglas Henderson beim Economic Forum im polnischen Krynica unter lautstarkem Protest der anwesenden polnischen und baltischen Politiker, dass es „eine Neu-Definierung des Territoriums in der Ukraine“ geben müsse, weil eine militärische Lösung des Konflikts nicht möglich sei. Der Westen brauche „Putin für die Achse gegen den Islam“. Es müsse eine Achse „Nato-USA-Russland – nicht mit der EU“ geben. Henderson sagte bereits Anfang September, dass es eine militärische Einigung über die Ukraine nicht geben werde.

Die Tatsache, dass Henderson die Nato und nicht die EU als Ansprechpartner sieht, belegt: Die EU-Politiker haben sich unter Führung von Angela Merkel in der Ukraine-Krise in eine äußert missliche Lage manövriert. Sie werden von den Amerikaner schlicht nicht ernstgenommen. Zu Zeiten des Kalten Krieges hätte man von „nützlichen Idioten“ gesprochen. Victoria Nulands barsches „Fuck the EU“ war mitnichten eine unbeherrschte Entgleisung, sondern ist integraler Bestandteil der US-Geopolitik.

Denn auch die Russen scheinen sich bereits mit einigen Fakten abgefunden zu haben. Vladimir Lukin, früherer Berater von Wladimir Putin, sagte Bloomberg, dass die Russen sich mit einer Nato-Mitgliedschaft der West-Ukraine abfinden könnten, wenn ihnen der Ostteil des Landes zugesprochen wird. Dies dürfte weniger in Form einer staatlichen Abspaltung geschehen, sondern in Form einer Sicherstellung des russische Einflusses auf die für die russische Rüstung wichtigen Industrie-Betriebe im Donbass. Lukin meinte, die Ost-Ukrainer würden gegen eine Nato-Mitgliedschaft ihres Gebiets stimmen. Der ehemalige russische Botschafter in Washington sprach sich für eine weitgehende Autonomie des Ostens der Ukraine aus.

Das ukrainische Parlament, die Rada, hatte das Gesetz über einen Sonderstatus für die Gebiete Donezk und Lugansk am Vortag in einer nicht öffentlichen Sitzung angenommen. Unmittelbar darauf ratifizierte die Rada gleichzeitig mit dem per Video zugeschalteten Europaparlament in Straßburg ein Partnerschaftsabkommen zwischen Kiew und Brüssel.

Hardliner wie Julia Timoschenko wollen das Gesetz über den Sonderstatus in der Ostukraine zwar wegen angeblicher Verstöße gegen Abstimmungsregeln für ungültig erklären. Um das Votum geheim zu halten, seien am Vortag elektronische Abstimmungsmaschinen verwendet worden, sagten die Abgeordneten.

Mit dem Sonderstatus räumt Kiew den Gebieten Donezk und Lugansk für drei Jahre Selbstverwaltungsrechte ein. Vorgesehen sind zudem örtliche Wahlen am 7. Dezember sowie die Gründung einer eigenen Volksmiliz. Ein Amnestiegesetz gewährt den Separatisten zudem weitgehende Straffreiheit. Nur besonders schwere Verbrechen sollen geahndet werden.

Russland reagierte positiv auf das Gesetz. Es sei „ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte die Föderationsratschefin Valentina Matwijenko der Zeitung Rossijskaja Gaseta. Separatistenführer Alexander Sachartschenko äußerte sich jedoch zurückhaltend. Wenn der Sonderstatus eine Unabhängigkeit der Region Donbass bedeute, würde er dies begrüßen, sagte er.

Die ukrainische Regierung und die Rebellen im Osten haben sich als ersten konkreten Schritt auf die Einrichtung einer Pufferzone im Osten des Landes geeinigt, um Verstöße gegen die Waffenruhe zu verhindern. Beide Seiten hätten bei einem Treffen der sogenannten Kontaktgruppe im weißrussischen Minsk zugesagt, schwere Waffen von der Front jeweils um 15 Kilometer zurückzusetzen, sagte der ehemalige ukrainische Präsident Leonid Kutschma am Samstag. Die so entstehende 30 Kilometer breite Pufferzone entlang der Front werde von Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) überwacht werden. Kutschma vertritt die Regierung in Kiew bei der Kontaktgruppe.


Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

sigyn sagt:
Der Artikel klingt für mich ein bisschen so, als hätten hier zwei wirkliche Großmächte mit der kleinen EU das “Good-Cop/Bad-Cop-Spielchen” getrieben, um sie nicht zu groß werden zu lassen.
Wirklich wundern würde mich das nicht. Beide Regierungen sind dafür bekannt, dass sie vehement und bedingungslos die Interessen ihrer Staaten vertreten.
Bei der deutschen Regierung kann ich das nicht so feststellen – eher das Gegenteil. Und von der “EU-Regierung” (was/wer immer das auch sein soll), kann ich noch nicht mal festellen, welche Interessen sie überhaupt vertritt (außer die, ihre eigenen Pfründe zu vermehren).
Europäische EU-Kritiker werden entweder als linke oder rechte Populisten diffamiert, je nachdem, was gerade opportun ist. Kein Wunder, wenn wir Spielball der “echten” Großmächte sind.

Neander Thaler sagt:
Ja da laus mich doch der Affe! Sorry, aber ich kann mich nicht des Gefühls erwehren, dass hier eine riesengroße Vergackeierei abgelaufen ist. Viele Menschen sahen schon den 3. Weltkrieg kommen, haben Petitionen unterschrieben, Briefe an Politiker etc. und Schwupp – herrscht Friede, Freude, Einigkeit!?
Mich beschleicht das Gefühl, dass die Ukraine eine Ablenkung von anderen Schweinereien sein sollte und siehe da: Siggi winkt TTIP durch. Iss ja nicht so schlimm; dafür sind wir gerade einem Krieg entronnen und die Toten müssen halt in Kauf genommen werden. Ich traue diesen Typen mittlerweile alles Schlechte und gänzlich Unvorstellbare zu.
Ach ja, die Rechnung hierfür kommt ja auch noch und wer darf die wohl bezahlen? Iss ja auch nicht schlimm, dafür haben wir ja jetzt Frieden. Ironie Ende.

andrea22 sagt:
Den Ukraine-Konflikt nahm ich schon sehr ernst.
Ich habe das so empfunden, dass die USA ihre Vormachtstellung endgültig ausbauen wollte; natürlich wie immer mit Intrigen und militärischer Gewalt. Hätten sie Russland als jahrzehntelangen selbsternannten Todfeind „geknackt“, hätten sie ein immenses Territorium erworben und vor allem „Prestige“. Bei den US-Finanzmächtigen und Politikern herrscht ja schon generationenlang eine ganz verschrobene, schon sektenartige Ideologie vor.
Dass die deutsche Regierung aber diese Krise sehr nutzte, um von dem Dank der Aufklärungsarbeit von vor allem NGO-s der breiten Öffentlichkeit bekannten TTIP abzulenken, sehe ich genauso und hatte das auch immer im Kopf.
Mir tut es vor allem um die Jugend leid. Die wünschen sich ein erfülltes Leben und gute Berufe.

Ekkehardt Fritz Beyer sagt:
Dieser Artikel sagt mir: Obamas einziger Grund mit Putin verhandeln, war die Angst vor weiteren Reaktionen der Russen auf die vom ihm angeordneten Sanktionen. Doch wäre es nicht sauberer, wenn Obama der EU anordnet, auch die bisher schon verhängten Sanktionen zurück zu nehmen?
Gut: Putin ist sicher ein Diplomat durch u. durch und ich nur ein abgewrackter Holzfäller mit wohl viel zu wenig Verständnis für derartige Angelegenheiten! Nachdem ich allerdings bedachte, dass auch er mit seiner Strategie die BRICS schaffte u. damit den Grundstein für den bevorstehenden Niedergang der „ehemals“ alles beherrschenden USA – aus meiner Sicht aber auch die Beschleunigung der Rückentwicklung der EU in die „alten“ Nationalstaaten – schaffte, gratuliere ich ihm dafür!

blut geld sagt:
Schade um die vielen Menschen die für das Theater ihr leben lassen mußten.
Keiner von den Politikern spricht sein bdauern über das leid und den toten aus.
Menschenopfer gibt es ja schon seit mehreren tausend Jahren !
Sind ja für eine gute sache gestorben.
Für fuck the EU.

andrea22 sagt:
Das sehe ich auch so!
Allein die Dinge mit den „unbekannten“ Schützen auf dem Maidan, den BlackWater-Söldnern, den absichtlich Verbrannten in Odessa, die Faschisten in der Swoboda-Partei, der MH-17 (und MH-370?), der Bezeichnung der russischen Hilfskonvois als „Invasion“; das alles reicht aus, um die „Fratze des Bösen“ in den USA auch für den letzten Ami-Anhänger ganz deutlich zu erkennen. Auch der Besatzerstatus Deutschlands durch die Amis ist nun unabstreitbar. Frau Merkel wurde von Obama geschoben! Ebenso die Mainstreampresse.
Die deutsche Regierung soll nie wieder die Worte „Werte“ „Freiheit“ und „Demokratie“ in den Mund nehmen! Sie hat sich an offensichtlichen Morden im Auftrag einer anderen Regierung beteiligt durch ihr Nichteingreifen!

andrea22 sagt:
Fortsetzung:
Nun dürfte jeder Deutsche ahnen, was ihn auch in der Binnenpolitik erwartet, zumal die Steuern ja zum großen Teil nicht für die eigene Normalbevölkerung ausgegeben werden, obwohl auch wir schon genug Elend haben, wenn auch noch mit Brot und Behausung.
Uns wird der Ami mit TTIP und TISA knebeln. Die deutsche Regierung nickt alles ab, genau wie in der Ukraine-Krise.
Das alles war jetzt ein Lehrstück par excellence, aber z.B. im PoWi-Unterricht in den Schulen nicht gebracht.

Pia sagt:
”Vielleicht” besteht hier noch ein kleiner Funken.
http://www.umweltinstitut.org/presse/presse-details/aspresse/129/buendnis-gegen-ttip-und-ceta-zieht-vor-den-europaeischen-gerichtshof-europaeische-buergerinitiativ-1.html
Das aus über 240 Organisationen bestehende Bündnis „Stop TTIP“ hat entschieden, Rechtsmittel gegen die Ablehnung der Europäischen Bürgerinitiative zu TTIP und CETA durch die Europäische Kommission einzulegen. Die Organisatoren kündigten außerdem an, dass die Europäische Bürgerinitiative wie geplant durchgeführt werde, auch ohne Anerkennung durch die EU-Kommission.