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Sonntag, 16. August 2020

Rubikon - Befreit unsere Kinder!

Angeblich steigende Infektionszahlen dienen als Vorwand für die Gängelung und Gleichschaltung der jungen Generation.

von Max Stadler

Mehrere Gesundheitsämter drohen Eltern kleiner Kinder mit Kindesentzug, wenn angeordnete Quarantänemaßnahmen zu Hause nicht umgesetzt werden. Die Kleinen sollen allein in einem Zimmer isoliert werden, abgesondert vom Familienleben, separates Füttern ist aber erlaubt. Ob das Essen aus mehreren Metern in den Isolierraum geworfen werden muss oder ob man sich an Gefängnistüren mit Durchreiche orientieren soll, wird in den Schreiben der Ämter nicht präzisiert. Begründet werden diese Horrordrohungen mit steigenden Infektionszahlen im Land.


Seit Wochen und Monaten werden die Menschen mit
Horrormeldungen von steigenden Infektionszahlen bombardiert. Ein Rekord jagt den nächsten. Umfragen besagen, dass viele Menschen in Deutschland einen zweiten Lockdown für möglich, ja sogar für wahrscheinlich halten. Das mediale Dauerfeuer zeigt Wirkung. Besonders leiden nun die Kinder und Schüler hierzulande unter dieser Endlosschleife aus Panik.

Ab dieser Woche müssen Kinder von der 5. Klasse aufwärts in Nordrhein-Westfalen (NRW) an den Schulen ganztägig Masken tragen. Man mag sich das gar nicht ausmalen. Von früh bis spät vermummt, maskiert, unter einem Stofffetzen gefangen bei mehr als 30 Grad im Schatten. Die Funktion der Schule als sozialer Hort ist in Gefahr, ein Urwald aus Regeln und Vorschriften belastet die jungen Kinderseelen.

Ärzte und Verbände schreiben Offene Briefe, um vor den Gefahren dieses Vermummungszwangs zu warnen. Sie betonen die Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Doch bislang treffen sie mit ihren Einwänden bei den Behörden auf eine Mauer aus Beton. Viele Eltern fragen sich: Wie kann ich mein Kind vor diesem Wahnsinn schützen? Das Gefühl der Hilflosigkeit macht sich breit. Bei nicht wenigen schlägt diese Hilflosigkeit in Wut um.
Systematische Einschüchterung
Seit einer Woche vermeldet das Robert Koch-Institut (RKI), dass die Zahl sogenannter Infizierter in Deutschland täglich auf über 1.000 gestiegen sei. Man verschweigt dabei geflissentlich, dass die Zahl der Tests deutlich erhöht wurde.

Ebenso wenig verweist man auf die Unzuverlässigkeit jener Tests. Man scheint nur ein Ziel vor Augen zu haben, und dieses Ziel lautet: Einschüchterung und Gleichschaltung der Bevölkerung. Und das Mittel dazu ist die Zahl positiver Tests. Damit kann man manipulieren, Furcht schüren, Widerspruch im Keim ersticken.

Noch
Die Zeit der Virologen ist abgelaufen. Bald treten Statistiker in den Vordergrund, deren Zahlen die Phrasen der Politiker als das entlarven, was sie sind: ein verzweifeltes Klammern an die Macht.
Max Roser ist ein Ökonom und Statistiker an der Oxford Universität. In den vergangenen Jahren hat er soziale und gesellschaftliche Daten auf zahlreichen Feldern erfasst und verglichen. Aber nicht nur das, er hat auch die Website Our World In Data erstellt, mit der er eine riesige Menge an Informationen für jedermann — sowohl für Privatpersonen als auch für Medien — frei zugänglich gemacht hat. Our World In Data ist ein gemeinnütziges Projekt, das inzwischen unter anderem von der Bill & Melinda Gates Foundation und privaten Spenden über die Website unterstützt wird (1). Das Team hinter der Webseite besteht aus Wissenschaftlern. Die meisten von ihnen arbeiten an der Oxford Universität, aber einige kommen auch von anderen Universitäten und Institutionen aus der ganzen Welt.

In der folgenden aktuellen Grafik zeigen die Wissenschaftler anschaulich, wie die täglichen „Fallzahlen“ von Corona-Infizierten in der Tat steil ansteigen. Von knapp 100.000 auf inzwischen fast 300.000 pro Tag. Was aber ebenfalls sofort ins Auge sticht, ist die Tatsache, dass die täglich registrierten Todesfälle auf ungefähr derselben (niedrigen) Schwelle verharren.

Bild
Quelle:
https://ourworldindata.org/grapher/daily-covid-cases-deaths
Was können wir daraus ableiten?
  1. Die Testzahlen steigen weltweit. Die von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgegebene Losung „Testen, testen, testen“ wird umgesetzt. Auch in Deutschland wurden in den vergangenen Wochen mehr Tests durchgeführt. Die Gesamtzahlen der Testpositiven steigen. Es wurde schon viel über die Falsch-Positiv-Rate dieser PCR-Tests (PCR steht für Polymerase-Kettenreaktion) gesagt, aber selbst bei einer hundertprozentigen Verlässlichkeit leuchtet es vermutlich jedem ein, dass mehr Tests auch automatisch zu mehr „Funden“ führen. Ein exponentieller Anstieg der Tests führt zu einem exponentiellen Anstieg der Fälle.
  2. Die Quantität der schweren Verläufe von Covid bleibt weltweit in etwa konstant. Die Kurve — sofern man den knapp über Null zuckenden Strich so nennen kann — zeigt keine auffälligen Ausschläge nach oben. Wohlgemerkt: für alle Toten weltweit.
  3. Mehr Infizierte bedeuten nicht automatisch mehr Tote. Diese Feststellung mag banal wirken, ist jedoch derzeit die Hauptbegründung der sogenannten AHA-Maßnahmen (AHA steht für Abstand, Hygiene, Alltagsmasken). Wenn, wie die Grafik andeutet, inzwischen zahllose Infektionen harmlos verlaufen, wäre es da nicht angemessen, die Beschränkungen zur Sommerzeit aufzuheben, um eine möglichst schonende „Durchseuchung“ der Bevölkerung zu erlangen?
  4. Die Pandemie ist in Europa vorbei. Es ist Sommer, Atemwegserkrankungen sind in dieser Jahreszeit deutlich weniger gefährlich als im Winter. Kein Land meldet vermehrte Erkrankungen. Nur die Testpositiven nehmen zu.
Das Wohl unserer Kinder
Das Wohl unserer Kinder steht auf dem Spiel. In Deutschland haben sich die Leitmedien viel Mühe gegeben, den sogenannten Schwedischen Weg zu verunglimpfen und als verantwortungslos darzustellen. Völlig ignoriert wurde dabei, dass die schwedische Gesundheitsbehörde von Anfang an ein Hauptaugenmerk auf den Schutz der Psyche der Kinder gelegt hat. Für essenziell erachtete man dabei die Schulen.
Bis heute sind die Maßnahmen in Deutschland starr auf den Schutz der Alten und Vorerkrankten ausgerichtet, die sogenannte Risikogruppe. Die zukünftige Generation spielt ganz offenkundig eine nachgeordnete Rolle.
Eine vergleichende Studie zwischen Finnland und Schweden — Länder mit Schulsystemen, die sich in vielem ähnlich sind und die doch hinsichtlich der Schulschließung in den Monaten März bis Mai unterschiedliche Maßnahmen ergriffen haben — offenbart, dass es in der Altersgruppe der Ein- bis Neunzehnjährigen keinen Unterschied in der Auftretenshäufigkeit von bestätigten Covid-19 Fällen gibt. Schwere Erkrankungen mit intensivmedizinischer Versorgung sind in dieser Altersgruppe in beiden Ländern sehr selten, und es gibt keine Berichte über Todesfälle.

Untersuchungen zu Ausbrüchen in Finnland haben nicht belegt, dass Kinder viel zu Übertragungen beitragen. Und in Schweden zeigte eine vergleichende Studie über das Covid-19-Risiko für verschiedene Berufsgruppen kein erhöhtes Risiko für Lehrkräfte — ohne Masken und ohne Abstandsregeln.

In Schweden waren sowohl die Kindergärten als auch die Vor- und Primarschulen durchgehend offen, das heißt, Schüler bis 15 Jahren wurden weiter normal beschult. Erst ab der Sekundarschule (16 bis 19 Jahre) gab es Onlinekurse.

Begründet wurde dieses Vorgehen folgendermaßen: Schulschließungen können möglicherweise viele negative Auswirkungen haben, hauptsächlich im sozialen Bereich, aber auch solche sekundären Effekte, dass Eltern zu Hause bei ihren Kindern bleiben müssen. Dies könnte Personalengpässe verschärfen, beispielsweise in Krankenhäusern oder in anderen gesellschaftlich entscheidenden Bereichen.

Kinder scheinen allgemein sehr viel weniger von Covid-19 betroffen zu sein als Erwachsene. Sie werden nicht in dem Ausmaß wie Erwachsene schwer krank, und da sie weniger starke Symptome oder auch gar keine zeigen, könnten sie auch weniger ansteckend sein.

In Schweden führten diese Annahmen und Erwägungen über die negativen Folgen von Schulschließungen zu der Entscheidung, weder die Kindertagesbetreuung noch die Primarschulen zu schließen, als am 17. März die weiterführenden Schulen und die Universitäten geschlossen wurden.

In Finnland hingegen wurden am 18. März alle Schulen bis zum 13. Mai geschlossen, mit Ausnahme für die Schüler der Klassen 1 bis 3, die die Möglichkeit hatten, am regulären Unterricht in der Schule teilzunehmen, wenn ihre berufstätigen Eltern in sozial-entscheidenden Bereichen arbeiteten (18. März bis 13. Mai) oder wenn die Eltern die Teilnahme als notwendig erachteten (23. März bis 13. Mai). Allerdings wurde den Eltern von Kindern der Klassen 1 bis 3 empfohlen, ihre Kinder am Fernunterricht von zu Hause aus teilnehmen zu lassen.

Sowohl in Finnland als auch in Schweden gehen Kinder gewöhnlich ab dem Alter von zwei Jahren in eine Kindertagesstätte und in dem Jahr ihres sechsten Geburtstages in die einjährige Vorschule. Die Primarschule wird im Alter von sieben bis fünfzehn besucht, gefolgt von drei oder vier Jahren Sekundarschule.
In den meisten der von der Pandemie betroffenen Länder wurden die Schulen mit der Absicht geschlossen, die Kinder vor Ansteckung zu schützen, und um die Ausbreitung ganz allgemein zu reduzieren. Es wird behauptet, dass Kinder möglicherweise eine wichtige Rolle bei der Übertragung dieser Infektion spielen, insbesondere da sie gewöhnlich nicht sehr krank werden, aber dennoch eine hohe Virenlast haben können.

Die kumulierten Fallhäufigkeiten bei Schulkindern in Finnland und in Schweden sind ähnlich, obwohl Finnland im Gegensatz zu Schweden die Schulen für die meisten Kinder geschlossen hatte.

Schweden ist durch die Pandemie weitaus stärker betroffen als Finnland, aber dies bildet sich nicht in den Fallhäufigkeiten bei Kindern ab. Wahrscheinlich sind viele milde Fälle bei Kindern in Schweden nie entdeckt worden, da in den Kalenderwochen 12 bis 22 hauptsächlich Menschen getestet wurden, die stationär aufgenommen wurden.
Mittlerweile ist es offensichtlich, dass Kinder sehr viel weniger gefährdet sind, durch eine Infektion ernsthaft zu erkranken. Das bedeutet, dass es für Kinder weniger schädlich sein dürfte, die Schulen offen zu halten anstatt sie zu schließen.
Das Schließen oder Nicht-Schließen von Schulen hatte keine messbare direkte Auswirkung auf die Anzahl der bestätigten Fälle bei Schulkindern in Finnland oder in Schweden. Die schwedische Gesundheitsbehörde betont, man müsse die negativen Folgen von Schulschließungen stärker in den Fokus rücken.
Daten
Finnland: Anzahl der gemeldeten Fälle, Anzahl der Einweisungen in Intensivstationen, Anzahl der Todesfälle durch COVID-19 und kumulierte Auftretenshäufigkeit gemeldeter Fälle per 14. Juni 2020.

Bild
Einwohnerzahl aus Statistics Finland vom Dezember 2019
Schweden: Anzahl der gemeldeten Fälle, Anzahl der Einweisungen in Intensivstation, Anzahl der Todesfälle durch COVID-19 und kumulierte Auftretenshäufigkeit gemeldeter Fälle per 14. Juni 2020.

Bild
Einwohnerzahl aus Statistics Sweden vom Dezember 2019
Quellen und Anmerkungen
(1) https://ourworldindata.org/supporters





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Max Stadler Max Stadler, Jahrgang 1981, studierte Literaturwissenschaften und Geschichte in Straßburg, Uppsala und Freiburg. Seit 2006 ist er als freier Übersetzer und Autor tätig. Er ist unter anderem die deutsche Stimme des norwegischen Enfant terrible Matias Faldbakken sowie zahlreicher weiterer Autoren. Er hat Helene Hegemann ins Französische übertragen.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Der Artikel ist erschienen bei :Rubikon-News

Sonntag, 2. Februar 2020

Zur Sonntagsüberraschung etwas Nostalgisches, dokumentiert von ARTE

ABBA: Die Kultband aus Schweden | Doku | ARTE
Dokumentarfilm von Chris Hunt (GB 2019, 60 Min)



Irgendwas mit ARTE und Kultur
eingestellt am 10.01.2020

Vor 50 Jahren lernten sie sich kennen, vor 40 Jahren gaben sie ihr letztes Konzert und vor 20 Jahren feierten sie mit dem Musical "Mamma Mia!" ihr Comeback. ARTE blickt den Machern der Hologramm-Tour 2019 über die Schultern und rollt die Geschichte der schwedischen Kultband noch einmal ganz neu auf.

Rund 50 Jahre ist es inzwischen her, dass sich vier junge Schweden kennenlernten, die zusammen Musikgeschichte schreiben und 400 Millionen Platten verkaufen sollten: Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid alias ABBA. Vor 20 Jahren feierte das Musical „Mamma Mia!“ mit 27 Songs der legendären Seventies-Popgruppe im Londoner West End Premiere – und wurde seither von über 60 Millionen Menschen gesehen. Obwohl die erfolgreiche Band 1982 nach nur einem Jahrzehnt auseinanderging, kennt auch heute noch jedes Kind ihre Songs. ABBA scheint unsterblich zu sein – und genau das will dieser Film zeigen. Bandmitglied Anni-Frid: „ABBA wird nie verschwinden. Ich bekomme Fanpost von Teenagern – ich könnte ihre Oma sein!“. „ABBA forever“ ist ein Festival der größten ABBA-Hits, darunter „Super Trouper“, „Waterloo“, „SOS“, „Mamma Mia“, „Fernando“, „Chiquitita“, „Dancing Queen“, „Gimme“, „Does Your Mother Know“, „Knowing Me Knowing You“, „The Winner Takes It All“, „Thank You For The Music“ und „Money“. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der ABBA-Mitglieder von ihrer ersten Begegnung bis heute. Neben den Songs und Interviews mit Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid nimmt die Erzählung Gestalt an durch Beiträge von Fans und Wegbegleitern wie Donny Osmond, Bono, Barbara Dickson, dem legendären Plattenproduzenten Pete Waterman, dem britischen Hörfunkmoderator Paul Gambaccini, dem Kostümdesigner Owe Sandstrom, dem avantgardistischen Tontechniker Michael Tretow, dem Tour-Promoter Thomas Johansson, dem musikalischen Leiter und den Hauptdarstellern des Musicals „Mamma Mia!“. Gambaccini sagt im Film: „Was ich an der Musik von ABBA toll finde, ist, dass sie alle happy macht. Nur wenige Menschen haben die Gabe, andere glücklich zu machen. ABBA hatte diese Gabe und hat sie genutzt.“

Kategorie Musik

Kommentare

TheFugazi83
Das beste was Schweden je hervorgebracht hat, dicht gefolgt von Roxette. Die Musik von ABBA wird man in 100 Jahren noch hören, wie heute Beethovens 7. oder 9. Sinfonie

Bernd Kossan
Abba ist Medizin für die Seele. .. 3 takte davon und jeder noch so beschi.... Tag ist gerettet. Thank you for the music

bellyofanarchitect
Ich war 10 als sie mit Waterloo gewannen. Seither bin ich ABBA-süchtig. Auch heute noch mit 56. Ein Phänomen größer als die Beatles. Und ich durfte sie auch live erleben in der Wiener Stadthalle. Etwas wie ABBA wird es nie wieder geben. Unschlagbar. Unmöglich. Unerreichbar.

dreasbn
schade nur, dass einige Fakten so gar nicht stimmen und vor allem chartstechnisch immer nur die "britische Brille" aufgezogen wurde. ABBA waren z.B. gerade hierzulande durchgehend erfolgreich und hatten mit Honey Honey (Nr. 2 der deutschen Charts) und So Long (Nr.11) und I Do I DO I Do I Do I Do (Nr.7) durchgehend Chartserfolge. Nur in GB waren sie nicht erfolgreich. Es war aber nicht Mamma Mia, das den Durchbruch brachte sondern SOS. Der Titel war in GB eine Nummer 6 und hierzulande eine fette Nummer 1. Damit waren ABBA wieder überall in den Top Ten vertreten. Selbst in den USA war SOS recht erfolgreich. Ich glaube Nummer 15. Die wilden etwas sehr trashigen Klamotten trugen Sie nur ca. 2 Jahre. Spätestens mit der Veröffentlichung von Arrival hat sich der Stil komplett geändert. Es blieb manchmal noch bunt, aber doch oft sehr geschmackvoll für die jeweilige Zeit. Benny und Björn lernten sich 1966 und nicht erst 1969 kennen und begannen zu gemeinsam Musik zu schreiben. Die Tour 1979 war keine Fortsetzung der Tour von 1977 sondern eine eigenständige Tour. Man könnte sagen die Japan Konzerte 1980 waren eine Fortsetzung der 1979er Tour. Nicht erwähnt wurde die Tour durch Europa, aber eben nicht GB, Ende 1974. Da wollten die Briten von ABBA nichts wissen. Die vielbeschworeren ABBA-mania in Australien ging so schnell wie sie kam. Nach der Tour im Frühjahr 1977 hat ABBA dort nur noch mäßigen Erfolg, anders als in Europa. Ende 1978 trennten sich Agnetha und Björn und Björn kam schon eine Woche später mit seiner heutigen Frau zusammen. Nicht wenige Monate trennten sich Frida und Benny sondern gute 2 Jahre später, weil Benny Mona Nörklit traf. Bis heute seine Frau. Als The Winner Takes It All geschrieben und recht schnell veröffentlicht wurde, waren Agnetha und Björn bereits ca 1,5 Jahre getrennt. The Day Before You Came war in Deutschland eine Nummer 5 in den Charts.. auch in anderen kontinentaleuopäischen Ländern ein Erfolg aber wieder nicht in GB. Komisch war auch der Kommentar zu Fridas Solokarriere, die inhaltlich auf die 80er bezogen war, aber wozu ein Titel aus dem schwedischsprachigen Album von 1996 eingeblendet wurde, welches natürlich nicht auf Platz 13 der US-Charts stieg, das war (I Know) There's Something Going On. Remixed ? wohl eher Remastered. Da die Doku von 2019 sein soll, die neuen Songs und die Tatsache, dass sie 2017 gemeinsam im Studio waren mit keiner Silbe erwähnt, nehme ich doch eher, dass die Doku im Frühjahr 2016 produziert wurde. Im Sommer 2016 sangen Frida und Agnetha sogar live "The Way Old Friends Do" zur Feierlichkeit der 50Jahre währenden Freundschaft von Björn und Benny. Auch das war nicht erwähnt. Daher meine Vermutung. Ja trotzdem eine nette Doku, aber eben so ein wenig handgestrickt. Wenn so ein allerwelts Fan wie ich das weiß, warum können Leute, die damit Geld verdienen nicht sorgfältiger arbeiten ?
Aber egal... ABBA FOREVER


Montag, 15. Juli 2019

Auch in Schweden hat man wegen gestiegener Kriminalität "die Schnauze voll"

Thema: Rinwanderung

Zu viel Verbrechen: Volvo erwägt, Zentrale ins Ausland zu verlagern

Volvo erwägt, seine Unternehmens-Zentrale von Göteborg ins Ausland zu verlagern. Der Grund: Die steigende Zahl von Gewaltverbrechen in schwedischen Großstädten.

Laut seinem Vorstands-Chef Hakan Samuelsson erwägt der schwedische Autobauer Volvo, seine Unternehmens-Zentrale aus Göteborg ins Ausland zu verlagern. In einem Interview (1) mit der schwedischen Zeitung „SvD Näringsliv“ sagte der Manager, dass es angesichts der zunehmenden Gewalt immer schwieriger werde, neue Mitarbeiter für die Zentrale zu rekrutieren.

In den letzten fünf Jahren ist die Kriminalität in Schweden stark gestiegen. Laut Daten des „Bundesrats für die Verhinderung von Straftaten“ (2) ist die Zahl der Körperverletzungen seit 2014 um rund 25 Prozent gestiegen, die Zahl der Raubüberfälle um mehr als 50 Prozent. Besonders stark ist der Anstieg der Sexualdelikte: Er beträgt mehr als 300 Prozent.

Äußerst hoch ist die Zahl der Tötungsdelikte durch Schusswaffen: Sie beträgt – gemessen an der Bevölkerungszahl – rund das Vierfache von der in Deutschland. Die Aufklärungsquote ist mit 25 Prozent ausgesprochen niedrig (Deutschland: 95 Prozent). In den letzten fünf Jahren waren neun Opfer Unbeteiligte, für die die Kugeln gar nicht bestimmt waren. In Göteborg und der umliegenden Region wurden im Jahr 2014 14 Fälle von Schusswaffengebrauch registriert, 2015 waren es 34 Fälle. 2017 waren in circa 90 Prozent der Fälle von Schusswaffengebrauch die Täter nicht in Schweden geboren. Seit 2016 hat es darüber hinaus fast 40 Anschläge mit Handgranaten gegeben.

Sowohl unter den Tätern als auch den Opfern befinden sich überdurchschnittlich viele, die nicht in Schweden geboren wurden. Die Bandenkriege,(3) in deren Verlauf in den Jahren 2016 und 2017 in Malmö fast 20 Menschen den Tod fanden,(4) wurden so gut wie zwischen Zuwanderern ausgetragen.

Allein 2015 kamen 163.000 Zuwanderer ins Land; mittlerweile ist etwas mehr als jeder sechste Einwohner im Ausland geboren. Inzwischen hat Schweden seine Zuwanderungspolitik stark verschärft; seit 2016 nimmt das 10,25-Millionen-Einwohner-Land nur noch 30.000 Asylbewerber pro Jahr auf.

Quelle: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/07/12/zu-viel-verbrechen-volvo-erwaegt-zentrale-ins-ausland-zu-verlagern/

Links
(1)  https://www.svd.se/volvochefen-om-bristen-hur-sjutton-ska-vi-gora

(2)  https://www.bra.se/bra-in-english/home/about-bra.html

(3)  https://www.deutschlandfunk.de/schweden-der-schwierige-kampf-um-die-innere-sicherheit.724.de.html?dram:article_id=407658

(4)  https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/06/11/malmoe-mehrere-sprengstoffanschlaege-problemvierteln/

Donnerstag, 8. Februar 2018

Prof. Max Otte - Die Bargeldabschaffung bedroht Bürgerrechte

Thema: Krieg gegen Bargeld

Negativbeispiel Schweden:
Die Bargeldabschaffung bedroht Bürgerrechte.
Vortrag von Prof. Max Otte.


Privatinvestor TV
Am 11.01.2018 veröffentlicht

Kategorie Bildung
Lizenz Standard-YouTube-Lizenz

Prof. Dr. Max Otte

Die Debatte um die Bargeldabschaffung nimmt immer mehr Fahrt auf. Diverse Politiker werden nicht müde, mit Scheinargumenten, wie etwa Kriminalitätseindämmung oder Terrorismusbekämpfung, auf eine bargeldlose Welt hinzuarbeiten. Werden wir zu Geiseln der Banken und Regierungen gemacht?

Max Otte fasst in seinem Vortrag die gängigsten aktuellen Argumente von Gegnern und Befürwortern zusammen und beleuchtet die Interessen, welche dahinter stehen.

Kommentare

novo sakharchenko
Der punkt ist, dass man bargeld wirklich besitzt, um es eventuell anonym in güter und dienstleistungen umzuwandeln, oder es ins ausland verschwinden (legal) zu lassen. Das ist freiheit. Ein konto besitzt die bank, man ist lediglich verfügungsberechtigt. So eine berechtigung (lizenz) ist schnell entzogen oder eingeschränkt und sei es nur wegen "technischer probleme". Guter vortrag,danke.
SC
Wichtiger Beitrag, vielen Dank, Herr Otte. Die Barobergeldgrenze liegt derzeit bei <10.000 Euro. Vorher lag sie bei <15.000 Euro. Wo landen wir in den nächsten Jahren / Monaten ?

horsthelp
Leider sehen sich das nur die wenigsten an. Zumindest wird in dem Beitrag alles verständlich erklärt, hat Hand und Fuß. Danke, Herr Prof. Otte.

Gerd Heming
Es gibt viele Wege, den Kampf gegen das Bargeldverbot mit eiserner Hand zu führen. Neben der Unterstützung des Prof. Otte und dem Verein "ProBargeld" sind etliche Petitionen im Verkehr, denen wir uns durch unsere Unterschrift

Donnerstag, 30. November 2017

»Die Anatomie der Ungleichheit: Woher sie kommt und wie wir sie beherrschen können« von Per Molander


Thema: Gastbeitrag

»Die Anatomie der Ungleichheit:
Woher sie kommt und wie wir sie beherrschen können« von Per Molander



Per Molander stammt aus einem Land mit einem Wohlfahrtsstaat, in dem das Vermögen durch Umverteilung von oben nach unten verteilt wird. Dies bedeutet Besteuerung des Reichtums und Bekämpfung der Armut. Die Ungleichheit hat strukturelle Ursachen und eine Anatomie.

Per Molander ist ein schwedischer Politik-Berater und -Analyst und Autor, der zu Verteilungsfragen forscht und publiziert. Analytisch und realpolitisch befasst sich Molander mit konkreten Fragen der Verteilungsgerechtigkeit, wie, weshalb in keiner Gesellschaft absolute Gleichheit herrscht? Warum in den meisten OECD-Ländern die Einkommensunterschiede wachsen? Wie lässt sich mehr gesellschaftliche Gleichheit herstellen? Molander verfasste in Schweden mehrere Bücher über politische Fragen für breiteres Publikum.

Angeregt durch die Theorie des Nash-Gleichgewichts, auf die er bei seinem Studium stiess, befasste er sich mit dem Phänomen der Ungleichheit in der Gesellschaft. Er sieht darin eine Begründung dafür, dass häufig in Gesellschaften "Stärkere stärker, Schwächere schwächer, Reiche reicher, Arme ärmer" (Susanne Mauthner-Weber) werden.

»Die Anatomie der Ungleichheit: Woher sie kommt und wie wir sie beherrschen können« von Per Molander geht der Frage nach, ob es eine Anatomie der Ungleichheit gibt. Für Per Molander gibt es eine Anatomie der Ungleichheit. Ungleiche Verhältnisse entwickeln sich in jeder Gesellschaft, unabhängig von den Fähigkeiten und dem Arbeitswillen der Menschen, sagt der Mathematiker Per Molander. Ungleichheit ist natürlich – aber sie ist kein Naturgesetz und kann mit den richtigen politischen Maßnahmen überwunden werden.

Der glühende Sozialdemokrat behauptet darin, Ungleichheit gehöre zum Menschsein. Wissenschaftlich fundiert und mit vielen anschaulichen Beispielen eröffnet Molander eine ganz neue Perspektive auf eines der weltweit größten Probleme und zeigt auch Lösungswege. Denn handeln wir nicht, geht die Schere zwischen Arm und Reich zwangsläufig immer weiter auseinander, was schließlich zum Verlust jeglichen Vertrauens innerhalb der Gesellschaft führt – zum Schaden aller.

Literatur
Peter Molander
Die Anatomie der Ungleichheit: Woher sie kommt und wie wir sie beherrschen können

Weblinks:
Per Molander:
"Die Anatomie der Ungleichheit" - So entsteht Armut ...
"Die Anatomie der Ungleichheit"

eingestellt von Blogger - vorm. unter Torpedo - kritischer Gesellschafts- und Politik-Blog
Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise des Blogbetreibers widerspiegeln.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Gegen Atomwaffen - Das Bündnis Ican bekommt den Friedensnobelpreis

Thema: Friedensnobelpreis

Ein Zeichen gegen Atomwaffen
Das Bündnis Ican bekommt den Friedensnobelpreis

Das Bündnis Ican kämpft dafür, Atomwaffen auf der ganzen Welt abzuschaffen. Es setzt sich dafür ein, dass möglichst viele Länder einen Vertrag unterzeichnen. Darin erklären sich die Staaten dazu bereit, keine Atomwaffen zu besitzen, zu entwickeln, zu testen oder mit ihnen zu drohen.

Jetzt steht fest: lcan bekommt für seine Bemühungen den Friedensnobelpreis. Mit ihrer Wahl hat die Jury des Preises ein Zeichen gesetzt „Wir leben in einer Welt, in der das Risiko, dass Atomwaffen zum Einsatz kommen, größer ist als lange Zeit“, sagte die Chefin der Jury.

Die Freude beim Ican-Team war riesig, als der Anruf der Jury aus Schweden kam. „Wir waren schockiert, dann haben wir gekichert und einen Moment gedacht, der Anruf war vielleicht ein Scherz“, sagt Beatrice Fihn, Mitarbeiterin von Ican. Sie seien zutiefst dankbar.

Deutschland hat den Vertrag bisher noch nicht unterschrieben. Die deutsche Regierung ließ mitteilen: Solange es eine Bedrohung durch manche Staaten mit Atombomben gebe, seien die Waffen als Abschreckung notwendig. Auch die Regierung Wünsche sich aber eine Welt ohne Atomwaffen.

Die zerstörerische Kraft ist kaum vorstellbar. Eine Atombombe kann ganze Städte vernichten. Manche Länder besitzen solche Waffen um Gegner abzuschrecken oder zu bedrohen. Andere finden, dass niemand auf der Welt so viel Macht haben sollte.

Quelle: Westfalenpost am 11.10.2017

Auszeichnung in Oslo
Friedensnobelpreis geht an Anti-Atomwaffen-Kampagne

Das Nobelpreiskomitee hat die Kampagne für ein Atomwaffenverbot mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Ican ist ein Bündnis von 450 Friedensgruppen, die sich für Abrüstung einsetzen.
Spiegel-Online.de

» der Kommentar des Blogschreibers «

"Deutschland hat den Vertrag bisher noch nicht unterschrieben", na klar, das hat Deutschland auch gar nicht zu entscheiden. Das entscheidet ganz alleine das einzige Land, das bisher Atombomben gegen Menschen eingesetzt hat, und das sind die USA.
Was der Friedensnobelpreis noch wert ist wenn selbst Kriegstreiber wie Barrack Obama und Henry Kissinger ihn bekommen, sollte jeder für sich selbst entscheiden.

Freitag, 15. September 2017

change.org - Vorbild Schweden? Nein danke! Pro #BARGELD und keine #BARGELDOBERGRENZE!

Peter Kindel hat gerade ein Update zur Petition „Keine #Bargeldobergrenze! Bargeldkäufe in unbegrenzter Höhe beibehalten!” veröffentlicht.

Vorbild Schweden? Nein danke! Pro #BARGELD und keine #BARGELDOBERGRENZE!

Schweden, fast ohne Bargeld - vorbildlich und ohne Wenn und Aber? Mitnichten – meint Björn Eriksson, der ehemalige Chef der schwedischen Polizei. Schweden setzt immer stärker auf digitalen Zahlungsverkehr. Dabei begeben sich die Schweden auf dem Weg zur bargeldlosen Gesellschaft immer mehr in die Hände der Banken und der Kreditkartenfirmen. Dass dies nicht nur transparent macht, stört den...
Vollständiges Update lesen

Freitag, 14. April 2017

Nie wieder Masseneinwanderung nach Terror-Anschlag in Schweden

Thema: Terror

Schweden:
Premierminister verkündet Ende der Masseneinwanderung nach Terror-Anschlag durch abgelehnten Asylbewerber

Der schwedische Premierminister Kjell Stefan Löfven spricht von einer Kurs-Korrektur des Landes: "Schweden wird nie mehr zurück zur Masseneinwanderung kehren, wie wir sie im Herbst 2015 hatten." Der mutmaßliche Attentäter von Stockholm stammte aus Usbekistan und war einer von 12.000 Personen in Schweden, die eine Absage ihres Asylgesuchs erhielten.

In seiner Beileidsbekundung für die Opfer des Terror-Anschlags von Stockholm beteuerte der schwedische Premierminister Kjell Stefan Löfven von der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Schwedens (SAP) nun eine Kurs-Korrektur des Landes:
    Schweden wird nie mehr zurück zur Masseneinwanderung kehren, wie wir sie im Herbst 2015 hatten.“
    (Stefan Löfven, Premierminister Schweden)
Schwedens Innenminister Anders Ygeman folgt seinem Regierungschef nahtlos:
    Wir müssen mehr handeln. Es ist selbsterklärend, dass diejenigen, die kein Recht auf Asyl oder Schutz haben, zurückgehen müssen.“
    (Innenminister Ygeman, Schweden)
Stunden nach dem Anschlag in Stockholm wurde Rachmat Akilov in Märsta rund 40 Kilometer nördlich von Stockholm festgenommen. Obwohl er verletzt war, war es ihm den Medienberichten zufolge in der allgemeinen Panik nach dem Anschlag gelungen, in die nächste U-Bahnstation zu flüchten, den Flughafenexpress zu nehmen und am Flughafen dann einen Bus nach Märsta zu besteigen.

Kurze Zeit später wurde er dort am Steuer eines weißen Lieferwagens festgenommen – er hatte sich offenbar an einer Tankstelle derart seltsam verhalten, dass das Personal Verdacht schöpfte und die Polizei alarmierte. Laut „Expressen“ gestand Akilow die Tat sofort: Er habe sein Ziel erreicht und sei „zufrieden mit dem, was er getan habe“, zitierte das Blatt die Ermittler.

Zehntausende Abgelehnte untergetaucht

Laut Polizei stellte Akilow 2014 einen Antrag auf ständige Aufenthaltsgenehmigung, doch wurde dieser zwei Jahre später abgelehnt. Vor seiner Zwangsabschiebung tauchte er unter, seit Ende Februar wurde er deshalb von der Polizei gesucht.

Schon vor Akilov, gab es Attentäter mit abgelehntem Asylantrag, die Anschläge in Schweden ausübten. Abraham Ukbagabir, der für den Doppelmord im schwedischen Ikea in Västeras verantwortlich war, machte öffentlich, dass das Ablehnungsbescheid ihn zu der Tat verleitet habe.

Akilov war einer von 12.000 Personen, denen die schwedische Einwanderungsbehörde eine Absage seines Asylgesuchs erteilte. Aber anstatt das Land zu verlassen, tauten sie unter. Die schwedischen Behörden fürchten, dass die Zahl der Untergetauchten in den kommenden Jahren noch weiter steigen wird.

Attentäter zuvor kaum „religiös“

Nach dem Anschlag in Stockholm entsteht nur langsam ein Bild des mutmaßlichen Attentäters. Den dürren Angaben der schwedischen Ermittler zufolge handelt es sich um einen 39-jährigen Usbeken mit Sympathien für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und andere radikalislamische Gruppierungen, der vor seiner drohenden Abschiebung untergetaucht war.

Bekannte und Kollegen wissen nur wenig über den vierfachen Familienvater und Bauarbeiter zu berichten: Demnach war er „wenig religiös“, „trank und feierte“, war aber ansonsten eher „zugeknöpft“.

Nach Informationen von „Aftonbladet“ veröffentlichte Akilow allerdings auf seiner Facebook-Seite Propaganda-Videos des IS und kommentierte eine Aufnahme von blutenden Menschen nach dem Anschlag auf den Bostoner Marathon mit „Gefällt mir“. Mehrere seiner Facebook-Bekanntschaften sollen laut „Expressen“ Verbindungen zu der radikalislamischen Gruppierung Hezb ut-Tahrir haben. Sie ist in vielen Staaten verboten, darunter auch in Usbekistan, wo sie lange Zeit über eine große Anhängerschaft verfügte.

Akilow kam als illegaler Gastarbeiter

Die beiden Zeitungen „Expressen“ und „Aftonbladet“ gaben den Namen des 39-Jährigen mit Rachmat Akilow an. Er kam demnach als illegaler Gastarbeiter aus Usbekistan nach Schweden, wo er vorwiegend auf Baustellen arbeitete. „Er kam für die Arbeit nach Schweden, um seiner Familie Geld nach Hause zu schicken“, sagte eine Bekannte „Aftonbladet“.

Medienberichten zufolge soll er mehrere Monate lang eine Wohnung in dem Stockholmer Arbeiter-Vorort Varberg gemietet haben. Ermittler hätten sie am Wochenende durchsucht.

Eine Frau, die an Akilows offizieller Adresse anzutreffen war, sagte, er habe nicht wie ein religiöser Fanatiker gewirkt:
    Er sprach nie über Politik oder Religion. Was ich so mitbekam, betete er auch nicht fünf Mal am Tag.“
    (Bekannte von Akilow)
Pierre Svensson, für den Akilow Ende des vergangenen Jahres mehrere Wochen lang bei einem Asbestsanierungsprojekt in Stockholm arbeitete, beschrieb den Usbeken als sehr zurückhaltend: „Er stach nicht besonders hervor“, sagte Svensson der Nachrichtenagentur AFP.

„Er tat seine Arbeit. Ich würde ihn nicht gerade als gesellig beschreiben – wir sagten ihm, was er zu tun hat und das tat er dann“, fügte Svensson hinzu. Zudem habe er kaum Schwedisch gesprochen. Als Akilow Anfang des Jahres seinen Job verlor, verbrachte er seine Tage „mit Schlafen und Rauchen“, wie ein ehemaliger Kollege berichtete.

Ein anderer ehemaliger Arbeitgeber erzählte, der Mann habe einmal angegeben, im Umgang mit Sprengstoff ausgebildet zu sein. (afp/so/sm)

Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de



Samstag, 25. Februar 2017

Was ist dran an den Migrationsproblemen in Schweden?

Thema: Flüchtlinge

Migration
So gross sind Schwedens Probleme wirklich

von Mareike Rehberg - Wegen der Flüchtlinge geht Schweden vor die Hunde – diesen Eindruck hat der US-Präsident. Doch was ist dran an der Angst vor Kriminalität und No-go-Areas?

Seit Donald Trumps Aussage über «last night in Sweden» und die belustigten bis empörten Reaktionen darauf stellt sich die Frage: Herrschen in Schweden wirklich so desolate Zustände, seit das Land viele Flüchtlinge ins Land gelassen hat? Ein Beitrag des US-Senders Fox, dem das schwedische «Aftonbladet» zahlreiche Fehler nachgewiesen hat, hat den US-Präsidenten das nach eigener Aussage glauben lassen. Oder haben Kommentatoren in den sozialen Medien recht, wenn sie mit humorvollen Tweets suggerieren, Schwedens grösste Probleme bestünden im fachgerechten Aufbau von Ikea-Möbeln oder in der Angst, beim Eurovision Song Contest schlecht abzuschneiden?

Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen. Schwedische Grossstädte haben ohne Frage problematische Stadtviertel und Vororte. Die Arbeitslosigkeit in diesen Gegenden ist hoch, es leben dort viele Migranten, und die Polizei hat alle Hände voll zu tun, weil es häufiger als anderswo zu Straftaten kommt – ähnlich wie in den Banlieues und Ghettos von Paris, London oder Berlin. Vorfälle wie die Krawalle im vorwiegend von Migranten bewohnten Stockholmer Vorort Rinkeby verstärken den Eindruck, Schweden habe ein Problem mit kriminellen Einwanderern.

Granate durchs Wohnungsfenster

Auch Schreckensmeldungen aus anderen schwedischen Städten scheinen das Klischee von der skandinavischen Idylle zu konterkarieren. Die Viertel Seved und Rosengård in Malmö etwa gelten als Viertel, in die sich Polizisten nur mit Verstärkung trauen. Im Göteborger Vorort Biskopsgården starb im vergangenen Sommer ein achtjähriger Bub durch eine Handgranate, die durch das Fenster einer Wohnung geworfen wurde – vermutlich war er das Opfer rivalisierender Drogenbanden in dem Viertel.

Laut «Süddeutscher Zeitung» sind Biskopsgården, Rosengård und andere Problem-Stadtteile Beispiele dafür, wo Integration in Schweden nicht funktioniert. Die früheren Arbeiterviertel seien heute Abstellgleise für Ausländer, die kaum Chancen auf einen Job hätten, schreibt die Zeitung. In einigen Orten liege der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund bei mehr als 80 Prozent, die Arbeitslosigkeit sei dort oft doppelt so hoch wie im übrigen Land.

Diese Probleme sind Wasser auf die Mühlen der rechtspopulistischen Schwedendemokraten. Vertreter der drittstärksten Partei im Land, die seit der Flüchtlingskrise an Zustimmung gewonnen hat, fordern etwa militärische Unterstützung der Polizei und eine rigidere Einwanderungspolitik. Auf vielen – oft rechtsgerichteten – Online-Plattformen wie «Politically Incorrect» oder «Breitbart» ist zu lesen, die Einwanderer und Flüchtlinge in Schweden sorgten für eine Vergewaltigungswelle, einen rasanten Anstieg der Kriminalität und zahlreiche No-go-Areas.

Probleme gibt es schon lange

Die Statistiken liefern jedoch ein differenzierteres Bild. Es ist richtig, dass sich die Kriminalitätsrate im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhte – allerdings nur auf das Niveau von 2005. Die Unterschiede sind zudem klein: Der Anteil der Bevölkerung, der Opfer von Gewalt oder Belästigungen wurde, schwankt in den offiziellen Statistiken seit 2005 selten um mehr als einen halben Prozentpunkt. Von der Polizei erfasste Tätlichkeiten etwa nahmen 2015 gegenüber dem Vorjahr rund zwei Prozent zu, während die Zahl der Vergewaltigungen um zwölf Prozent abnahm. Die Kriminalitätsrate ging gemäss der Nachrichtenagentur SDA 2016 zudem wieder zurück.

Zwar hat Schweden im internationalen Vergleich tatsächlich eine hohe Vergewaltigungsrate, doch lassen sich die Zahlen nach Ansicht von Fachleuten nicht vergleichen, da sie anders erfasst werden. Wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (FAZ) schreibt, wird in Schweden der Strafbestand Vergewaltigung weiter gefasst als in anderen Ländern, ausserdem würden die Fälle einzeln gezählt. Wenn etwa eine Frau ein Jahr lang jede Woche von ihrem Partner vergewaltigt werde, seien das 52 Straftaten in der schwedischen Statistik – in Deutschland ginge dieser Fall nur einmal in die Statistik ein.

Umstrittene Kampagne

Was die Brennpunkte in Malmö, Göteborg und Stockholm angeht, gibt Bernd Parusel, Migrationsexperte im schwedischen Einwanderungsamt, zu bedenken, dass diese auf lange gewachsenen Problemen beruhen, die nicht direkt etwas mit der Flüchtlingswelle der vergangenen beiden Jahre zu tun hätten. Zudem sei es irreführend, von No-go-Areas zu sprechen, in die sich die Polizei nicht mehr traue, weil sie gerade dort verstärkt Präsenz zeigen wolle. «Schweden hat sich lange als ein Land profiliert, in dem Flüchtlinge willkommen sind. Jetzt geniessen Populisten es, das Land vorzuführen und zu zeigen: Es klappt doch nicht», sagte Parusel der FAZ.

Dass es vielleicht doch klappt mit der Integration, hofft die Nichtregierungsorganisation Individuell Människohjälp (IM). In einem Video vom September 2016 ruft die NGO die Bürger dazu auf, Integration als etwas zu betrachten, was nicht nur die Ausländer, sondern alle Schweden betreffe. Durch die Migranten werde Schweden nie wieder das sein, was es gewesen sei, und das müsse man akzeptieren, so IM in der Kampagne, die auf geteiltes Echo stiess und insbesondere auf rechtsgerichteten Online-Plattformen auf harsche Kritik stiess.

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Donnerstag, 23. Februar 2017

Der Aufreger von Trump: „Schaut euch an, was in Schweden passiert ist“

Thema: US-Präsident

Trumps Aufreger-Rede: Das sagte er wirklich
„Schaut euch an, was in Schweden passiert ist“

Von Rosemarie Frühauf19. February 2017 Aktualisiert: 21. Februar 2017 17:55
Deutschland und Schweden als mahnende Beispiele für gescheiterte Einwanderungspolitik: In seiner Florida-Rede am Samstag hatte US-Präsident Trump einmal mehr scharf ausgeteilt. Allerdings sorgte seine Schweden-Erwähnung für Medienwirbel.

Bei seinem Auftritt vor Fans im US-Bundesstaat Florida hatte US-Präsident Donald Trump außer Medienschelte noch einige andere wahlkampfbekannte Themen angesprochen. Er verteidigte seine Einwanderungs- und Sicherheitspolitik und führte einmal mehr Deutschland und Schweden als drastische Beispiele an.

„Ich habe entschiedene Maßnahmen ergriffen, um radikal-islamische Terroristen verdammt noch mal aus unserem Land herauszuhalten“, so Trump.

„Wir müssen die Sicherheit unseres Landes bewahren. Schaut euch an, was los ist. Schaut euch an, was in Deutschland passiert, schaut euch an, was letzte Nacht in Schweden passiert ist.“
(Medien und internationales Publikum fragten sich an dieser Stelle, ob Trump absichtlich einen Terroranschlag erfunden hat? #lastnightinsweden wurde zum Hashtag. Medien überschlugen sich in Unterstellungen. Trump meinte danach auf Twitter, er habe sich auf einen Fernsehbeitrag bezogen. Fox News hatte am Freitagabend eine allgemeine Sendung zur desaströsen Sicherheitslage Schwedens gebracht.)
My statement as to what’s happening in Sweden was in reference to a story that was broadcast on @FoxNews concerning immigrants & Sweden. — Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 19. Februar 2017
Weiter ging Trumps Rede wie folgt:

„Schweden! Wer hätte das gedacht. Schweden. Sie nahmen in großer Zahl [Migranten] auf. Sie haben jetzt Probleme, die sie nie für möglich gehalten hätten. Schaut euch an, was in Brüssel passiert. Schaut euch an, was auf der ganzen Welt passiert. Schaut auf Nizza. Schaut auf Paris. Wir haben Tausende und Abertausende von Menschen in unser Land gelassen und es gab keine Möglichkeit, diese Leute zu überprüfen. Es gab keine Dokumentation. Es gab nichts. Deshalb werden wir unser Land absichern.“

Zuvor sagte er: „Sicherheit ist ein Bürgerrecht. Und wir werden dafür kämpfen, dass Amerika wieder richtig sicher wird.“


Zum Thema Kriegsflüchtlinge sagte er:

„Und wir alle haben Herz, nebenbei bemerkt. Und was ich machen will, ist, sichere Zonen in Syrien und an anderen Orten aufzubauen, damit sie dort bleiben können und sicher leben können, bis ihre Städte und ihr Land, dieses Chaos, das ich von Obama und all den anderen geerbt habe“ wieder in Ordnung gebracht sei.

Trump schlug sodann vor, dass die arabischen Staaten welche „Geld ohne Ende“ hätten, diese Sicherheitszonen finanzieren sollten.

Von den Demokraten forderte er, „ihre Taktik der Verzögerung, Behinderung und Zerstörung zu stoppen.“ Sie würden dem amerikanischen Volk Schaden zufügen.

„Nationalstaat bleibt bestes Modell“

Gegen Ende seiner Rede meinte Trump: „Der Nationalstaat bleibt das beste Modell für menschliches Glück und die amerikanische Nation bleibt das größte Symbol der Freiheit (…)“.

Nicht nur in Amerika sei ein neuer Geist und Optimismus zu spüren. Eine Bewegung fege jetzt über den ganzen Globus. „Schaut auf den Brexit (…) Die Menschen wollen die Kontrolle über ihre Länder zurück und die Kontrolle über ihr Leben und das Leben ihrer Familie zurück.“

„Die Abschaffung nationaler Grenzen macht die Menschen nicht sicherer. Sie untergräbt Demokratie und wirtschaftlichen Wohlstand“, so Trump.

Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Mittwoch, 22. Februar 2017

US-Präsident Donald Trump erzeugt Fake-News über Attentat in Schweden

Thema: Kalter Krieg

#LastNightInSweden
Schweden kontern Trump mit Fakten

Erst der Humor, dann die Fakten: Schweden will nicht als schlechtes Beispiel für Zuwanderung herhalten und begegnet Trumps Behauptungen mit Statistiken.

Nachdem US-Präsident Donald Trump am Samstag ein Attentat in Schweden erfunden hatte, erntete er in den sozialen Medien Spott und Häme. Nun gerät aber auch seine Rechtfertigung unter Beschuss: Führende schwedische Medien widerlegen einen vom US-Präsidenten zitierten Beitrag des konservativen Senders «Fox News» Punkt für Punkt.
My statement as to what's happening in Sweden was in reference to a story that was broadcast on @FoxNews concerning immigrants & Sweden.– Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 19. Februar 2017
Trump hatte in seiner Rede behauptet: «Schaut euch an, was gestern Abend (also Freitagabend, Anm. d. R.) in Schweden passiert ist! Schweden! Wer hätte das gedacht? Sie haben eine grosse Anzahl aufgenommen, und nun haben sie Probleme, die sie nicht für möglich hielten.» Dann zählte der Präsident die Terroranschläge in Brüssel, Nizza und Paris auf. Am Sonntag rechtfertigte er sich dann über Twitter, er habe sich auf einen Bericht von «Fox News» über Einwanderer in Schweden bezogen.

Schweden als abschreckendes Beispiel für Zuwanderung?

Das Urteil der Zeitung «Aftonbladet» über den Bericht fällt sehr kritisch aus. Der Beitrag enthalte etliche Fehler und Übertreibungen. Das bewegte die Zeitung gar dazu, einen englischsprachigen Faktencheck zu veröffentlichen.
Diesen Beitrag auf Fox News hat Donald Trump gesehen. (Video: Youtube/Fox News)
Die Fehler beginnen bei den Jahreszahlen: Fox berichtete, dass letztes Jahr 160'000 Flüchtlinge nach Schweden kamen. Korrekt für das Jahr 2016 ist aber, dass rund 30'000 Asylgesuche gestellt wurden. Es war im Jahr zuvor als 160'000 Flüchtlinge nach Schweden kamen.

Es stimmt, dass sich die Kriminalitätsrate im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhte – aber nur auf das Niveau von 2005. In konkreten Zahlen sind diese Unterschiede zudem klein: Der Anteil der Bevölkerung, der Opfer von Gewalt oder Belästigungen wurde, schwankt in den offiziellen Statistiken seit 2005 selten um mehr als einen halben Prozentpunkt – und eine Tendenz ist schwer zu erkennen.

Die Daten zeigen dabei ein sehr differenziertes Bild: Von der Polizei erfasste Tätlichkeiten etwa nahmen 2015 gegenüber dem Vorjahr rund zwei Prozent zu, während die Zahl der Vergewaltigungen um 12 Prozent abnahm. Zudem ergänzt die Nachrichtenagentur sda, dass die Kriminalitätsrate 2016 wieder zurückging.

«No go»-Zonen gibt es nicht

Dass Flüchtlinge «riesige Sozialabgaben» erhalten, wie im Beitrag von Fox News behauptet wird, findet «Aftonbladet» übertrieben. Asylsuchende bekämen monatlich maximal rund 2200 Kronen, also knapp 250 Schweizer Franken.

Als letzten Punkt greift «Aftonbladet» die Behauptung auf, dass gewisse Zonen schwedischer Städte so gefährlich seien, dass sie sogar von der Polizei gemieden würden. Diese Idee von rechtsfreien «no go»-Zonen kursiere, seit die schwedische Polizei in einem Bericht vom Februar 2016 die «am meisten gefährdeten Vororte» auflistete. Aber die Zeitung stellt klar: «Es ist nicht wahr, dass die Polizei zu viel Angst hat und diese Zonen meidet.» (mch/sda)
Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Freitag, 10. Februar 2017

Schwedischer Kommissar berichtet unzensiert über Migrantenkriminalität

Thema: Flüchtlinge

Schweden:

Polizist packt Wahrheit über kriminelle Migranten aus –
Bevölkerung überschüttet ihn mit Dank

Mit einem unzensierten Bericht zur Kriminalität der Woche hat ein schwedischer Kommissar auf Facebook Furore gemacht: Mitbürger überschütteten ihn mit Blumen und Dankesbotschaften. Schwedens Premier fühlte sich zu einem Statement genötigt.

Polizeikommissar Peter Springare wurde mit Blumen und Dank überschüttet, nachdem er unzensiert über seine Arbeit geschrieben hat. Foto: Screenshot Facebook
Kommissar Peter Springare aus Örebro hatte auf Facebook über seine Arbeit ausgepackt. Normalerweise führten solche Äußerungen zur Suspendierung, aber das sei ihm nun egal, so der Polizist, der mit 47 Dienstjahren kurz vor dem Ruhestand steht. Freitag nacht schrieb er über die Fälle, die ihn im Lauf der Woche beim Dezernat für Schwerkriminalität beschäftigt hatten.

„100 % ausgelastet mit Migrantenkriminalität“

Springare nannte die Verbrechensbezeichnung und die Herkunftsländer der mutmaßlichen Täter. Alle hatten Migrationshintergrund und entstammten dem muslimischen Kulturkreis. Lediglich ein Schwede war „am Rande eines Drogendeliktes“ beteiligt. Fünf Fälle waren Vergewaltigungen, außerdem gab es Körperverletzung, Erpressungen, Drohungen und einen Mordversuch in der siebtgrößten Stadt Schwedens (140.000 Einwohner). Die Ermittlungskapazitäten seien damit hundertprozentig ausgelastet – und das gehe schon seit über zehn Jahren so, schrieb der Kommissar.

Er kündigte an, von nun an jeden Freitag über seine Arbeitswoche zu berichten.

Springares offene Worte fanden Applaus von Befürwortern. Auf seiner Polizeistation gingen allein am Montag 60 Blumensträuße als Dankeschön ein. Auch Zuwanderer lobten seinen Mut.

Kritiker nannten seinen Bericht „fremdenfeindlich“ und „rassistisch“. Auch wurde Springare angezeigt, wegen möglicher Regelverletzung, berichteten schwedische Medien laut „RT“

In einem weiteren Facebook-Post wies Springare die Anschuldigung, rechtsextrem zu sein, zurück:

„Wenn man das Problem der Einwandererkriminalität nicht mehr diskutieren kann, ohne dass jemand dies als rassistische Propaganda etikettiert, dann sind wir in tiefen Schwierigkeiten“, schrieb er. „Das Problem ist, dass niemand darüber reden will.“

Löfven: „Falsches Bild“

Schwedens Regierungschef Stefan Löfven sagte am Dienstag gegenüber „Expressen“:

„Ich weiß nicht, wie es in Örebro aussieht, aber in der breiteren Perspektive finde ich es schwer zu sehen, dass 100 Prozent der Ermittlungskapazitäten der Polizei von Verbrechen beansprucht werden, die von Einwanderern begangen wurden. Ich finde es schwer, dieses Bild zu akzeptieren und würde sagen, dass es ein falsches ist“, so Löfven. „Nyheter24“ berichtete.

Riesige Unterstützergruppe auf Facebook

Auf Facebook formierte sich eine Gruppe zur Unterstützung Springares, die in kürzester Zeit über 100.000 Mitglieder hatte. Auch viele seiner Kollegen schlossen sich ihr an.

„Peter unternahm eine unglaubliche Anstrengung, als er die Karten auf den Tisch legte und seine Arbeitswoche beschrieb“, so eine Administratorin. „Viele von uns spürten eine unglaubliche Erleichterung, dass die Wahrheit – endlich – herauskam.“

Sein Facebook-Eintrag im Wortlaut:

„Ich bin so verdammt müde. Was ich jetzt hier schreiben werde, ist nicht politisch korrekt. Aber das interessiert mich nicht. Was ich jetzt Ihnen und allen Steuerzahlern sage, ist uns Staatsdienern verboten zu sagen. Es führt zum Verlust der Karriere und zum Verlust des individuellen Gehalts. Obwohl es die Wahrheit ist. Ich kümmere mich um das alles nicht, weil ich mich sowieso bald nach 47 Jahren aus diesem Geschäft zurückziehen werde. Ich werde jetzt von nun an jede Woche im Detail beschreiben, was mich als Ermittler des Dezernats für schwere Kriminalität bei der Polizei Örebro beschäftigt hat. Es wird nicht mit der BRA-Einschätzung oder der Wahrnehmung anderer linker Kriminologen aus der öffentlichen Diskussion übereinstimmen. Unsere Rentner sind auf den Knien, die Schulen ein einziges Chaos, die Gesundheitsversorgung ist ein Inferno und die Polizei ist völlig zerstört worden, etc etc. Jeder weiß warum, aber niemand wagt es, oder will den Grund aussprechen, weil Schweden immer den Mythos von der herrlichen, ultimativen Gesellschaft gelebt hat, die über unzählige Ressourcen verfügt, um die Spitzenstellung zu verteidigen, wenn es darum geht, die einzige politisch korrekte Option zu sein in einer dysfunktionalen Welt, die sich bereits gebeugt hat vor dem destruktiven Verhalten, dass im Namen verschiedenster Religionen verübt wird.

Los geht’s. Das habe ich diese Woche von Montag bis Freitag behandelt:

Vergewaltigung, Vergewaltigung, schwere Vergewaltigung, Körperverletzung, Vergewaltigung, Erpressung, Erpressung, Missbrauch der Justiz, rechtswidrige Drohungen, Gewalt gegen die Polizei, Bedrohung der Polizei, Drogenhandel, verschärfte Drogendelikte, versuchter Mord, nochmal Vergewaltigung, Erpressung und Schläge.

Mutmaßliche Täter: Ali Mohamad, Mahmod, Mohammed, Mohammed Ali, nochmal, nochmal, nochmal, Christopher … he? Stimmt. Ja, ein schwedischer Name hat sich da am Rande eines Drogendeliktes eingeschlichen, Mohammed Ali Mahmod, nochmal und nochmal.

Länder, die in den Verbrechen der Woche repräsentiert wurden: Irak, Irak, Türkei, Syrien, Afghanistan, Somalia, Somalia, nochmal Syrien, Somalia, unbekanntes Land, unbekanntes Land, Schweden. Bei der Hälfte der Verdächtigen wissen wir es nicht sicher, weil sie keine gültigen Papiere haben. Was an sich schon oft bedeutet, das sie bezüglich ihrer Nationalität und Identität lügen.

Wir reden hier jetzt nur von Örebro. Und diese Verbrechen beanspruchen unsere Ermittlungskapazität zu 100%.

So sieht es aus und so sah es die letzten 10 bis 15 Jahre aus.
Nächsten Freitag werde ich wieder eine Aufzählung der Woche bringen.“

Schweden und „Neuschweden“ überschütteten ihn mit Dank

Er habe Unmengen an Nachrichten, Dankesbotschaften, Blumen und Geschenken erhalten, schrieb Springare gestern auf Facebook – nicht nur den erwarteten politischen Gegenwind. Seine Mailbox explodiere. Menschen aus ganz Schweden – von Familien über Rentnern bis Alleinerziehenden hätten ihm Briefe geschrieben. Er sei überwältigt von Unterstützung und Sympathie. Besonders gerührt hätten ihn die vielen Einwanderer, die ihn gelobt und Sympathie bekundet hätten. Der Kampf um eine friedliche Gesellschaft ohne Bedrohungen und Belästigungen sei nicht aufgegeben.

Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Montag, 24. Oktober 2016

US-Wahlkampf in allen Medien Deutschlands? Gibt es nichts Wichtigeres?

Thema: USA-Wahlen

Kolonie der USA oder souverän -

wie selbstständig ist Deutschland tatsächlich?

Kann sich jemand vorstellen, dass in einem wirklich souveränen Land wie Frankreich oder Schweden so ein Buhei um die US-Wahl gemacht wird wie in Deutschland?

Fotos: Screenshots Youtube
Seit Wochen vergeht kein Tag ohne das man auf den US-Wahlkampf aufmerksam gemacht wird.
Die Zeitungen sind voll, die Nachrichtensendungen und Talkshows auch und man muss glauben, auf der Welt gibt es nichts Wichtigeres als dieses Schmierentheater mit angeschlossenen Schlammschlachten.

Jetzt sind unsere gebündelten Einheitsmedien nicht nur die Hofberichterstatter für die eigenen Regierungsdarsteller, sie müssen auch noch täglich über die Geschehnisse rund um die Wahl bei den "Kolonialherren" berichten.
Als ob Deutschlands Wohl und Wehe davon abhängt wen die USA zu ihrem nächsten Präsidenten wählen? Nur verständlich wenn Deutschland auch diesem wie eine Kolonie auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Keinesfalls ist es das Verhalten eines vollsouveränen Landes mit einer unabhängigen Regierung.

Übrigens: die beiden Kandidaten um das Präsidentenamt scheinen zu wissen, dass sie die Marionetten der Wallstreet sind und nur deren Befehle auszuführen haben und genauso verhalten sie sich auch. Mehr als ein sauteueres Kasperletheater war das bisher nicht, was in den USA als "Wahlkampf" vermarktet und durchgeführt wurde.

Die meisten Bewohner des Landes wissen, dass in ihrem Land eine besondere Demokratie herrscht, bei der nicht unbedingt derjenige Präsident wird, der die meisten Stimmen bekommt sondern der, der ausgeguckt wurde. George W. Bush und Al Gore könnten bestimmt davon berichten, denn deren Fall von 2000 ist bis heute nocht nicht geklärt. AL Gore erhielt über eine halbe Million Stimmen mehr als George Dabbelju. Wer Präsident wurde wissen wir.

Ergänzung 24.10.2016, 14:25 Uhr
Diesen Link hat Ralf im Kommentar empfohlen: AnderweltOnline.com

Donnerstag, 7. Juli 2016

Kommt nach dem Brexit jetzt auch noch Schwedens Svexit?

Thema: Schweden - Svexit?

Schweden:
Folgt auf den Brexit der Svexit?

Am vergangenen Wochenende feierte Schweden das traditionelle „Midsommar“- Fest. Doch nachdem die Briten über ihren Ausstieg aus der EU entschieden hatten, verbreitete sich am Montag Schlechtwetter an der Stockholmer Börse. Großbritannien war bisher immer der wichtigste Handelspartner der Schweden. Nun muss sich das kleine Land neu orientieren.

von Olga Banach
Nach Börsenschluss am Montag hatte der schwedische Index OMXSPI um 7,8 Prozentpunkte verloren. Nach der Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, diskutieren und polarisieren die Schweden über ihre Position. Während Premierminister Stefan Löfven beteuert, er halte an der europäischen Union fest, macht das rechte und kommunistische Lager in Schweden Stimmung gegen Europa und fordert ein eigenes EU-Referendum.

Löfven ließ in einer Erklärung verlauten, dass sich das Land auf Stabilität und langfristige Planungen konzentrieren müsse. Er forderte aber auch ein geeintes Europa, welches die Lasten der Flüchtlingsströme gerecht teile.

Schweden hat sich gerade mit einem neuen Immigrationsgesetz von seiner Liberalität verabschiedet. Bei einer Einwohnerzahl von 9,5 Millionen hat das Land im letzten Jahr 160.000 Asylbewerber aufgenommen. Laut der neuen Regelungen wird der Familiennachzug erschwert und den unter-25-Jährigen wird nur dann ein permanenter Aufenthalt gewährt, wenn sie über einen Schulabschluss verfügen und sich selbst versorgen können.

Morgan Johansson, Schwedens Justiz- und Migrationsministerin, warnte letzte Woche in einer hitzigen Parlamentsdebatte zum Thema Einwanderung, dass das schwedische Sozialsystem bei einer Zahl von 200.000 Asylbewerbern in diesem Jahr kollabieren könnte.

Seit der Entscheidung für den Brexit ist auch die Zahl der Briten, welche die schwedische Staatsbürgerschaft beantragen, stark angestiegen. In der letzten Woche erreichten 129 Anträge auf Einbürgerung britischer Staatsbürger die Migrationsbehörde. Dies ist ein Rekord.

Kristoffer Tamsons, der ehemalige Stabs- und Planungschef unter Staatsminister Frederik Reinfeldt, schreibt im schwedischen Tageblatt, dass durch den Brexit für Schweden die Chance auf eine Neuorientierung besteht. Schweden solle sich nun weg von England und den skandinavischen Ländern, hin zu Deutschland und den baltischen Staaten orientieren. Diese Neuorientierung sei besonders im Hinblick auf die "russische Bedrohungslage" zwingend notwendig.

Doch wächst nun das schwedische Lager der EU-Gegner. Am 27. Juni versammelten sich Anhänger der kommunistischen Partei schwedenweit, um ebenfalls ein Referendum für einen Austritt aus der EU zu fordern. Die kommunistische Partei Schwedens richtet sich an die Arbeiter, die sich von der "Geißel der EU" befreien wollen.

Jens Halldin von der kommunistischen Partei Schwedens merkt an:
    „Im Gegensatz zu Großbritannien ist sich die schwedische Elite in der Unterstützung der EU eins. Sie werden alles tun, um die Schweden mundtot zu machen und ihre Interessen durchzusetzen.“
Ulf Kristersson, ökonomisch-politischer Sprecher der Moderaten Partei Schwedens, sieht keinen Spielraum für einen Svexit und spricht sich gegen eine Hysterie in der Debatte um Europa aus.
Jimmie Akesson von den rechtsgerichteten Schwedendemokraten sieht im Brexit eine Chance für sein Land:
    „Die britischen Bürger haben gezeigt, dass eine EU-Mitgliedschaften neu überdacht werden kann. Die derzeitige Entwicklung in Großbritannien ist etwas, was wir uns auch für Schweden wünschen.“
Außenministerin Margot Wallström zeigt sich besorgt über die Folgen des Brexit für ihr Land, vor allem auch im Hinblick auf rechte Strömungen im Inland, die hier Stimmung machen könnten.

Tatsächlich haben die Schwedendemokraten im Jahr 2014 schon 13 Prozent der Stimmen erhalten und laut Umfragen ist der Zuspruch für die Partei seither gewachsen. Der prominenteste Fall, der den Schwedendemokraten mehr Zuspruch in ihrer kritischen Asyl- und Europapolitik gab, war die Ermordung einer Frau und ihres Sohnes in einer schwedischen Ikea Filiale. Die Tat wurde durch einen Asylbewerber aus Eritrea begangen, dessen Asylgesuch bereits abgelehnt wurde.

Aus Sicht der Schweden war die EU bisher immer ein ökonomisches Projekt, in welchem die Briten ihnen den Weg geebnet haben. Schweden hat durch den Brexit eine wichtige Allianz verloren, die nun ein Vakuum hinterlässt, welches es durch neue Partner füllen muss, oder aber durch eine rein nationale Lösung.

Erst seit ein paar Stunden hat Stefan Löfven einen Twitteraccount, auf dem er auf Englisch schreibt. Sein erster Tweet befasst sich sogleich mit dem Brexit und zeigt seinen europäischen Kampfgeist: „On my way to Brussels for Big challenges demand hard work and cooperation. Improving EU is not for quitters!”

Quelle: RT-Deutsch

Samstag, 25. Juni 2016

Russisches U-Boot vor Schwedens Küste in 2014 hat es nie gegeben

Thema: Falscher Alarm

Minister räumt ein:
Vorgebliche russische U-Boote vor Schweden existierten nie

Ein russisches U-Boot soll vor zwei Jahren in schwedische Nationalgewässer eingedrungen sein. Nun stellten sich dieser und ein weiterer Vorfall laut dem schwedischen Verteidigungsminister als Ente heraus. Die "Eindringlinge" seien schwedische und deutsche U-Boote gewesen.

2014 war laut schwedischen Behörden ein russisches U-Boot in Gewässer des Landes vorgedrungen. Dieser Vorfall wurde nun vom schwedischen Verteidigungsminister Peter Hultqvist für ungültig erklärt. So ein Ereignis habe es nie gegeben. Bei dem verdächtigen Objekt soll es sich um ein schwedisches U-Boot gehandelt haben, erklärte der Minister gegenüber Sverige Radio, laut “Deutsche Wirtschaft Nachrichten.” Eine nachträgliche Analyse der Signale des betreffenden U-Boots habe dies ergeben.

Für die Falschinformation machte der Verteidigungsminister ausschließlich das schwedische Militär verantwortlich. Auch die Regierung hätte sich auf die Informationen des Militärs gestützt. Bemerkenswert ist, das schwedische Militär hatte bereits im September 2015 die angeblichen Beweise für das Eindringen eines russischen U-Boots für ungültig erklärt, so Sverige Radio. Offenbar einigten sich aber zu diesem Zeitpunkt Regierung und Militär über die Situation zu schweigen, um sich nicht öffentlich zu blamieren.

Bei dem Vorfall in 2014 war in der Nähe des Seehafens in Stockholm ein U-Boot kurzzeitig aufgetaucht. Zuvor sollen russische Funksprüche aus Kaliningrad abgefangen worden sein. Russland hatte jede Tatbeteiligung dementiert. Damals wurde die schwedische Marine alarmiert und eine große Suchaktion gestartet.

Auch während eines Manövers im Mai 2015 in den Gewässern von Vindbaden, 50 Kilometer vor Stockholm, wurde ein unbekanntes U-Boot gesichtet. Und auch in diesem Fall wurde Russland für den Vorfall verantwortlich gemacht. Wie sich später herausstellte, war aber ein deutsches U-Boot für den Vorfall verantwortlich, berichtet Göteborgs Posten. Auch dieser Fall unterlag bislang der Geheimhaltung. (dk)
Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Donnerstag, 24. März 2016

Afghanistan - Deutschland und Schweden waren aktiv an gezielten Tötungsmissionen beteiligt

Thema: Deutschland

New York Times:
Deutschland aktiver Teil US-amerikanischer Killer-Kommandos in Afghanistan

Deutschland und Schweden waren aktiv an gezielten Tötungsmissionen, mehrheitlich per Kampfdronhnen-Einsatz gegen vermeintliche Aufständische in Afghanistan und den damit zusammenhängenden Entscheidungsprozessen beteiligt, so ein Bericht der New York Times.
    The New York Times
    KABUL, Afghanistan — Two European allies of the United States have been directly participating in so-called kill decisions against insurgents in Afghanistan despite rules prohibiting them from doing so, according to two senior Western officials with knowledge of the operations.
Über die gezielten Tötungen via den todbringenden Rapper-Drohnen-Raketen entschieden auch Bundeswehr-Offiziere - Quelle: US Airforce
Bei ihren Ausführungen beruft sich die Tageszeitung mit Sitz in New York auf Aussagen zweier Regierungsmitarbeiter der Bundesrepublik, die offenbar aus Angst vor beruflichen Folgen ungenannt bleiben wollten. Sie gaben an, dass deutsche Soldaten trotz jahrelanger entgegenlautender Beteuerungen Berlins an gezielten Tötungen in Afghanistan beteiligt waren. Die Bundesregierung stritt bisher Unterstellungen im Zusammenhang mit dem „Isaf-Targeting-Prozess“ ab. Bislang gab Berlin nur eine Rolle bei der Erstellung von Listen zu, die potenzielle Todesziele kategorisieren. Nicht zuletzt bleibt aber auch Deutschlands umstrittene Rolle in Präsident Obamas internationalem Drohnenkrieg hängen, in dem vermeintliche Terroristen und oft zahlreiche unschuldige Zivilisten getötet werden. Die Angriffe werden mitunter vom US-Stützpunkt im deutschen Ramstein geflogen.

Um die gezielte Tötung zu legalisieren, entschied sich Berlin zu diesem Zweck, die Auslegung eines solchen Aktes bewusst vage zu halten. Der Ex-NATO-Offizier Ramms bekräftigte Ende 2014 nochmals, dass die Bundeswehr „selbstverständlich“ bei der Erstellung von Todeslisten eine bedeutende Rolle spielte. Dennoch gab Berlin zu verstehen, dass die Tötung von vermeintlichen Terroristen anderen NATO-Staaten überlassen wurde. Deutschland habe sich an solchen Aktivitäten nicht beteiligt.

Das Nachrichtenportal „Telepolis“ glaubt aber, dass es genügend Hinweise dafür gäbe, wie beispielsweise die „Joint Prioritized Effects List“ (JPEL), die den Verdacht erhärten, dass es für den Bundesnachrichtendienst und das deutsche Militär nicht bei einer passiven Rolle geblieben wäre. Seinen Teil zum Killer-Programm habe man mittels zahlreicher Drohnen- und Kampfhubschrauber-Angriffen beigetragen.

Am Joint Operations Center (C.J.O.C.) der NATO in Kabul, wo auf Großbild-Monitoren der Tod zahlreicher Menschen dokumentiert wurde, engagierten sich laut der „New York Times“ sowohl deutsche als auch schwedische Militärvertreter.

Urheber des menschenunwürdigen Programms seien die US-Amerikaner. Ein Informant teilte mit, dass die NATO eigentlich nichts mit gezielten Tötungen zu tun haben wollte. „Aber die Amerikaner wollten alle daran beteiligen. Ich denke, sie waren der Überzeugung, dass ihnen dies politische Deckung gab.“

Kritiker warnen, das Tötungsprogramm in Afghanistan muss noch längst nicht zu Ende sein. Die „New York Times“ glaubt, dass unabhängig vom Abzug der US-Truppen aus Afghanistan sogenannte gezielte Tötungen unter den Ausnahmen des Schutzes von übriggebliebenen NATO-Truppen und des Anti-Terrorkampfs aufrecht bleiben würden – beides jeweils sehr vage Legitimationsgründe.

Besonders unter dem Afghanistan-Oberbefehlshaber General Campbell, der seit dem 26. August 2014 Befehlshaber ist, etablierten sich Tötungsmissionen und wurden laut „Telepolis“ zur Regel. Schließlich sollten gar unbedeutendere Taliban-Kämpfer, die keine unmittelbare Bedrohung darstellten, über diese Ausnahmeregelung von Todeskommandos verfolgt werden.

Das schwedische Außenministerium bestätigt unterdessen, dass sich ein Verbindungsoffizier im Operationszentrum aufhalte, erklärt aber auch, dass „weder er noch ein anderer schwedischer Offizier am Entscheidungsprozess oder der Ausführung von Anti-Terror-Operationen beteiligt sind“.

Auf Anfrage der „New York Times“ sowie nach einem irritierendem Hin und Her zwischen Ministerien räumte schließlich auch das deutsche Auswärtige Amt ein, dass im Kabuler Hauptquartier der NATO geführten Resolute Support Mission deutsche Soldaten stationiert seien. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes gab an, dass sich im Operationszentrum ausschließlich deutsche Verbindungsoffiziere aufhalten würden und diese von Anti-Terror-Operationen ausgeschlossen würden. Der NATO-Sprecher in Kabul, Christopher Chambers, bestätigte, dass die Bundeswehr Offiziere als Verbindungspersonal in das Operationszentrum entsandt habe. Er machte allerdings schnell klar, dass Resolute Support zwar keine Kampfmission sei, aber es wichtig sei, stationierte Truppen „in Übereinstimmung mit der NATO-Politik und dem internationalem Recht" zu schützen, was nicht zuletzt tödliche Gewalt einschließen könne, zitierte „Telepolis“.
Quelle: RT-Deutsch