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Montag, 3. April 2023

Charles auf Staatsbesuch in Deutschland und Land der Glücklichsten steht vor Herausforderungen

Beim Eintrag in das goldene Buch der Stadt Hamburg
Foto: Screenshot

Charles und Camilla
auf Staatsbesuch in Deutschland

Noch vor seiner Krönung ist der britische Monarch auf Staatsbesuch nach Deutschland gekommen. Der König und Königin-Gemahlin Camilla trafen in Berln die gesammelte deutsche Polit-Prominenz. Charles‘ Sorge um die Sicherheit Europas und die Herausforderungen in der deutsch-britischen Zusammenarbeit nach dem Brexit standen im Vordergrund des Besuchs. Im Bundestag hielt der König eine Rede; als erstem Monarchen überhaupt wurde ihm diese Ehre zuteil.


Das Land der Glücklichsten steht vor Herausforderungen

Flagge Finnland
Foto: tagesschau.de

Finnland ist seit Jahrzehnten ein ‚Role Model‘ des skandinavischen Wohlfahrtsstaates nordisch-sozialdemokratisch-liberaler Prägung. Die jahrzehntelangen Erfolge in der Bildungs-, Sozial- und Wirtschaftspolitik, welche die Finnen zu den glücklichsten Menschen der Welt macht, kommen nicht von Ungefähr, sondern aus dem fairen und gelungenen Ausgleich von Wirtschaft und Gesellschaft.

Auch an Finnland sind die Spuren der weltweiten Verwerfungen aus Corona-Krise, Ukraine-Krieg und Energiekostenexplosion nicht vorbei gegangen. Das macht Regieren nicht einfach. Dafür braucht es aber Konzepte und keinen billigen, lösungsbefreiten Populismus.

Die Probleme Finnlands sind die Probleme vieler Staaten in Europa, wo Moralismus und Ideologie statt Pragmatismus und Realismus regiert. Überalterung der Gesellschaft, gewaltige Umverteilungssysteme und eine hohe Migration. Und für die wenigen echten Arbeitnehmer steigen die Steuern und Abgaben auf immer neue Rekordwerte, während die reale Kaufkraft stagniert oder sinkt.


Gepostet von Blogger auch auf
Torpedo - Gesellschafts- und Politik-Blog für Aufklärung mit tagesaktuellen Themen
Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise des Blogbetreibers widerspiegeln.

Sonntag, 16. August 2020

Rubikon - Befreit unsere Kinder!

Angeblich steigende Infektionszahlen dienen als Vorwand für die Gängelung und Gleichschaltung der jungen Generation.

von Max Stadler

Mehrere Gesundheitsämter drohen Eltern kleiner Kinder mit Kindesentzug, wenn angeordnete Quarantänemaßnahmen zu Hause nicht umgesetzt werden. Die Kleinen sollen allein in einem Zimmer isoliert werden, abgesondert vom Familienleben, separates Füttern ist aber erlaubt. Ob das Essen aus mehreren Metern in den Isolierraum geworfen werden muss oder ob man sich an Gefängnistüren mit Durchreiche orientieren soll, wird in den Schreiben der Ämter nicht präzisiert. Begründet werden diese Horrordrohungen mit steigenden Infektionszahlen im Land.


Seit Wochen und Monaten werden die Menschen mit
Horrormeldungen von steigenden Infektionszahlen bombardiert. Ein Rekord jagt den nächsten. Umfragen besagen, dass viele Menschen in Deutschland einen zweiten Lockdown für möglich, ja sogar für wahrscheinlich halten. Das mediale Dauerfeuer zeigt Wirkung. Besonders leiden nun die Kinder und Schüler hierzulande unter dieser Endlosschleife aus Panik.

Ab dieser Woche müssen Kinder von der 5. Klasse aufwärts in Nordrhein-Westfalen (NRW) an den Schulen ganztägig Masken tragen. Man mag sich das gar nicht ausmalen. Von früh bis spät vermummt, maskiert, unter einem Stofffetzen gefangen bei mehr als 30 Grad im Schatten. Die Funktion der Schule als sozialer Hort ist in Gefahr, ein Urwald aus Regeln und Vorschriften belastet die jungen Kinderseelen.

Ärzte und Verbände schreiben Offene Briefe, um vor den Gefahren dieses Vermummungszwangs zu warnen. Sie betonen die Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Doch bislang treffen sie mit ihren Einwänden bei den Behörden auf eine Mauer aus Beton. Viele Eltern fragen sich: Wie kann ich mein Kind vor diesem Wahnsinn schützen? Das Gefühl der Hilflosigkeit macht sich breit. Bei nicht wenigen schlägt diese Hilflosigkeit in Wut um.
Systematische Einschüchterung
Seit einer Woche vermeldet das Robert Koch-Institut (RKI), dass die Zahl sogenannter Infizierter in Deutschland täglich auf über 1.000 gestiegen sei. Man verschweigt dabei geflissentlich, dass die Zahl der Tests deutlich erhöht wurde.

Ebenso wenig verweist man auf die Unzuverlässigkeit jener Tests. Man scheint nur ein Ziel vor Augen zu haben, und dieses Ziel lautet: Einschüchterung und Gleichschaltung der Bevölkerung. Und das Mittel dazu ist die Zahl positiver Tests. Damit kann man manipulieren, Furcht schüren, Widerspruch im Keim ersticken.

Noch
Die Zeit der Virologen ist abgelaufen. Bald treten Statistiker in den Vordergrund, deren Zahlen die Phrasen der Politiker als das entlarven, was sie sind: ein verzweifeltes Klammern an die Macht.
Max Roser ist ein Ökonom und Statistiker an der Oxford Universität. In den vergangenen Jahren hat er soziale und gesellschaftliche Daten auf zahlreichen Feldern erfasst und verglichen. Aber nicht nur das, er hat auch die Website Our World In Data erstellt, mit der er eine riesige Menge an Informationen für jedermann — sowohl für Privatpersonen als auch für Medien — frei zugänglich gemacht hat. Our World In Data ist ein gemeinnütziges Projekt, das inzwischen unter anderem von der Bill & Melinda Gates Foundation und privaten Spenden über die Website unterstützt wird (1). Das Team hinter der Webseite besteht aus Wissenschaftlern. Die meisten von ihnen arbeiten an der Oxford Universität, aber einige kommen auch von anderen Universitäten und Institutionen aus der ganzen Welt.

In der folgenden aktuellen Grafik zeigen die Wissenschaftler anschaulich, wie die täglichen „Fallzahlen“ von Corona-Infizierten in der Tat steil ansteigen. Von knapp 100.000 auf inzwischen fast 300.000 pro Tag. Was aber ebenfalls sofort ins Auge sticht, ist die Tatsache, dass die täglich registrierten Todesfälle auf ungefähr derselben (niedrigen) Schwelle verharren.

Bild
Quelle:
https://ourworldindata.org/grapher/daily-covid-cases-deaths
Was können wir daraus ableiten?
  1. Die Testzahlen steigen weltweit. Die von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgegebene Losung „Testen, testen, testen“ wird umgesetzt. Auch in Deutschland wurden in den vergangenen Wochen mehr Tests durchgeführt. Die Gesamtzahlen der Testpositiven steigen. Es wurde schon viel über die Falsch-Positiv-Rate dieser PCR-Tests (PCR steht für Polymerase-Kettenreaktion) gesagt, aber selbst bei einer hundertprozentigen Verlässlichkeit leuchtet es vermutlich jedem ein, dass mehr Tests auch automatisch zu mehr „Funden“ führen. Ein exponentieller Anstieg der Tests führt zu einem exponentiellen Anstieg der Fälle.
  2. Die Quantität der schweren Verläufe von Covid bleibt weltweit in etwa konstant. Die Kurve — sofern man den knapp über Null zuckenden Strich so nennen kann — zeigt keine auffälligen Ausschläge nach oben. Wohlgemerkt: für alle Toten weltweit.
  3. Mehr Infizierte bedeuten nicht automatisch mehr Tote. Diese Feststellung mag banal wirken, ist jedoch derzeit die Hauptbegründung der sogenannten AHA-Maßnahmen (AHA steht für Abstand, Hygiene, Alltagsmasken). Wenn, wie die Grafik andeutet, inzwischen zahllose Infektionen harmlos verlaufen, wäre es da nicht angemessen, die Beschränkungen zur Sommerzeit aufzuheben, um eine möglichst schonende „Durchseuchung“ der Bevölkerung zu erlangen?
  4. Die Pandemie ist in Europa vorbei. Es ist Sommer, Atemwegserkrankungen sind in dieser Jahreszeit deutlich weniger gefährlich als im Winter. Kein Land meldet vermehrte Erkrankungen. Nur die Testpositiven nehmen zu.
Das Wohl unserer Kinder
Das Wohl unserer Kinder steht auf dem Spiel. In Deutschland haben sich die Leitmedien viel Mühe gegeben, den sogenannten Schwedischen Weg zu verunglimpfen und als verantwortungslos darzustellen. Völlig ignoriert wurde dabei, dass die schwedische Gesundheitsbehörde von Anfang an ein Hauptaugenmerk auf den Schutz der Psyche der Kinder gelegt hat. Für essenziell erachtete man dabei die Schulen.
Bis heute sind die Maßnahmen in Deutschland starr auf den Schutz der Alten und Vorerkrankten ausgerichtet, die sogenannte Risikogruppe. Die zukünftige Generation spielt ganz offenkundig eine nachgeordnete Rolle.
Eine vergleichende Studie zwischen Finnland und Schweden — Länder mit Schulsystemen, die sich in vielem ähnlich sind und die doch hinsichtlich der Schulschließung in den Monaten März bis Mai unterschiedliche Maßnahmen ergriffen haben — offenbart, dass es in der Altersgruppe der Ein- bis Neunzehnjährigen keinen Unterschied in der Auftretenshäufigkeit von bestätigten Covid-19 Fällen gibt. Schwere Erkrankungen mit intensivmedizinischer Versorgung sind in dieser Altersgruppe in beiden Ländern sehr selten, und es gibt keine Berichte über Todesfälle.

Untersuchungen zu Ausbrüchen in Finnland haben nicht belegt, dass Kinder viel zu Übertragungen beitragen. Und in Schweden zeigte eine vergleichende Studie über das Covid-19-Risiko für verschiedene Berufsgruppen kein erhöhtes Risiko für Lehrkräfte — ohne Masken und ohne Abstandsregeln.

In Schweden waren sowohl die Kindergärten als auch die Vor- und Primarschulen durchgehend offen, das heißt, Schüler bis 15 Jahren wurden weiter normal beschult. Erst ab der Sekundarschule (16 bis 19 Jahre) gab es Onlinekurse.

Begründet wurde dieses Vorgehen folgendermaßen: Schulschließungen können möglicherweise viele negative Auswirkungen haben, hauptsächlich im sozialen Bereich, aber auch solche sekundären Effekte, dass Eltern zu Hause bei ihren Kindern bleiben müssen. Dies könnte Personalengpässe verschärfen, beispielsweise in Krankenhäusern oder in anderen gesellschaftlich entscheidenden Bereichen.

Kinder scheinen allgemein sehr viel weniger von Covid-19 betroffen zu sein als Erwachsene. Sie werden nicht in dem Ausmaß wie Erwachsene schwer krank, und da sie weniger starke Symptome oder auch gar keine zeigen, könnten sie auch weniger ansteckend sein.

In Schweden führten diese Annahmen und Erwägungen über die negativen Folgen von Schulschließungen zu der Entscheidung, weder die Kindertagesbetreuung noch die Primarschulen zu schließen, als am 17. März die weiterführenden Schulen und die Universitäten geschlossen wurden.

In Finnland hingegen wurden am 18. März alle Schulen bis zum 13. Mai geschlossen, mit Ausnahme für die Schüler der Klassen 1 bis 3, die die Möglichkeit hatten, am regulären Unterricht in der Schule teilzunehmen, wenn ihre berufstätigen Eltern in sozial-entscheidenden Bereichen arbeiteten (18. März bis 13. Mai) oder wenn die Eltern die Teilnahme als notwendig erachteten (23. März bis 13. Mai). Allerdings wurde den Eltern von Kindern der Klassen 1 bis 3 empfohlen, ihre Kinder am Fernunterricht von zu Hause aus teilnehmen zu lassen.

Sowohl in Finnland als auch in Schweden gehen Kinder gewöhnlich ab dem Alter von zwei Jahren in eine Kindertagesstätte und in dem Jahr ihres sechsten Geburtstages in die einjährige Vorschule. Die Primarschule wird im Alter von sieben bis fünfzehn besucht, gefolgt von drei oder vier Jahren Sekundarschule.
In den meisten der von der Pandemie betroffenen Länder wurden die Schulen mit der Absicht geschlossen, die Kinder vor Ansteckung zu schützen, und um die Ausbreitung ganz allgemein zu reduzieren. Es wird behauptet, dass Kinder möglicherweise eine wichtige Rolle bei der Übertragung dieser Infektion spielen, insbesondere da sie gewöhnlich nicht sehr krank werden, aber dennoch eine hohe Virenlast haben können.

Die kumulierten Fallhäufigkeiten bei Schulkindern in Finnland und in Schweden sind ähnlich, obwohl Finnland im Gegensatz zu Schweden die Schulen für die meisten Kinder geschlossen hatte.

Schweden ist durch die Pandemie weitaus stärker betroffen als Finnland, aber dies bildet sich nicht in den Fallhäufigkeiten bei Kindern ab. Wahrscheinlich sind viele milde Fälle bei Kindern in Schweden nie entdeckt worden, da in den Kalenderwochen 12 bis 22 hauptsächlich Menschen getestet wurden, die stationär aufgenommen wurden.
Mittlerweile ist es offensichtlich, dass Kinder sehr viel weniger gefährdet sind, durch eine Infektion ernsthaft zu erkranken. Das bedeutet, dass es für Kinder weniger schädlich sein dürfte, die Schulen offen zu halten anstatt sie zu schließen.
Das Schließen oder Nicht-Schließen von Schulen hatte keine messbare direkte Auswirkung auf die Anzahl der bestätigten Fälle bei Schulkindern in Finnland oder in Schweden. Die schwedische Gesundheitsbehörde betont, man müsse die negativen Folgen von Schulschließungen stärker in den Fokus rücken.
Daten
Finnland: Anzahl der gemeldeten Fälle, Anzahl der Einweisungen in Intensivstationen, Anzahl der Todesfälle durch COVID-19 und kumulierte Auftretenshäufigkeit gemeldeter Fälle per 14. Juni 2020.

Bild
Einwohnerzahl aus Statistics Finland vom Dezember 2019
Schweden: Anzahl der gemeldeten Fälle, Anzahl der Einweisungen in Intensivstation, Anzahl der Todesfälle durch COVID-19 und kumulierte Auftretenshäufigkeit gemeldeter Fälle per 14. Juni 2020.

Bild
Einwohnerzahl aus Statistics Sweden vom Dezember 2019
Quellen und Anmerkungen
(1) https://ourworldindata.org/supporters





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Max Stadler Max Stadler, Jahrgang 1981, studierte Literaturwissenschaften und Geschichte in Straßburg, Uppsala und Freiburg. Seit 2006 ist er als freier Übersetzer und Autor tätig. Er ist unter anderem die deutsche Stimme des norwegischen Enfant terrible Matias Faldbakken sowie zahlreicher weiterer Autoren. Er hat Helene Hegemann ins Französische übertragen.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Der Artikel ist erschienen bei :Rubikon-News

Samstag, 18. Januar 2020

Wer ersetzt eigentlich den Zahlungsausfall der Briten an die EU?

Hat sich schon mal jemand gefragt wer den Zahlungsausfall der Briten bei der EU ersetzt?

Da braucht man nicht lange zu raten, so größzügig wie die deutsche Bundeskanzlerin das Geld der Steuerzahler weltweit verschleudert.
Für angemessene Renten ist kein Geld da, aber für Militärausgaben, da braucht Mr. Trump nur zu pfeifen, schon springt die Kanzlerin, und jetzt auch noch Zahlemann als Britenersatz.

"Wegen Großbritannien: Deutschlands EU-Beitrag steigt um 14 Milliarden Euro" schreibt Deutsche Wirtschafts Nachrichten.

Nach dem Brexit wird Deutschlands EU-Beitrag um jährlich 14 Milliarden Euro auf etwa 39 Milliarden Euro steigen.
Laut Schätzung der Bundesregierung wird der jährliche deutsche Beitrag im EU-Haushaltsplan für den Zeitraum von 2021 bis 2027 steigen - und zwar um durchschnittlich 14 Milliarden Euro im Jahr auf 42 Milliarden. Die Regierung beruft sich auf den Vorschlag Finnlands, das zuletzt die EU-Ratspräsidentschaft innehatte. Inzwischen ist diese an Kroatien übergegangen. Deutschland zählte im Jahr 2018 25,27 Milliarden Euro ein. Damit deürfte der jährliche Beitrag Deutschlands nach dem Brexit auf jährlich 39 Milliarden Euro steigen.

Großbritannien verlässt die EU nach bisheriger Planung Ende des Monats. Dadurch sieht sich die Staatengemeinschaft mit dem Problem konfrontiert, in den kommenden Jahren einen wichtigen Nettozahler zu verlieren, so Reuters.

Wie die Lücke in dem sogenannten mehrjährigen Finanzrahmen aufgefüllt werden soll, steht noch nicht fest. Vorschläge dazu haben neben der EU-Ratspräsidentschaft auch die Kommission und das Parlament gemacht. Diese sehen größere Beiträge der verbleibenden Mitgliedstaaten vor als der Entwurf Finnlands.


Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Warum Deutschland, warum nicht Frankreich?
Wird jetzt das Europaparlament verkleinert, weil ja nur noch 27 Länder?
Was passiert mit den eingesparten Personalkosten und Abgeordnetendiäten?


Freitag, 1. Februar 2019

So einfach geht Europa

Thema: Europa

Update: 01.02.2019 | 09:30 Uhr
EU - super erklärt...
Rechnung für Europa

Europaflagge - Grafik: gemeinfrei
10 Männer – ein Grieche, ein Italiener, ein Franzose, ein Portugiese, ein Spanier, ein Zypriot, ein Finne, ein Österreicher, ein Holländer und ein Deutscher – treffen sich regelmäßig zum Essen. So war es auch wieder in der letzten Woche.

Die Rechnung für alle zusammen betrug genau 500,- €, denn man speiste schon sehr gern auf hohem Niveau.

Die Gäste bezahlten ihre Rechnung, so wie wir unsere Steuern und das sah ungefähr so aus:
  • Vier Gäste (der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener) zahlten nichts.
  • Der Zypriot zahlte 1€.
  • Der Franzose 5€.
  • Der Österreicher 50€.
  • Der Finne 80€.
  • Der Holländer 100€.
  • Der Zehnte (der Deutsche) zahlte 264€.
Das ging schon eine ganze Weile so. Immer wieder trafen sie sich zum Essen.

Alle waren zufrieden, bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte, als er vorschlug, den Preis für das Essen um 50€ zu reduzieren.
“Weil Sie alle so gute Gäste sind!”
Wie nett von ihm! Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 450€.

Die Gruppe wollte unbedingt weiter so bezahlen, wie das bisher üblich war. Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos. Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus? Wie konnten sie die 50€ Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte?

Die sechs stellten schnell fest, dass 50€ geteilt durch sechs Zahler 8,33€ ergibt.

Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen kommen. Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte wie er insgesamt beisteuere.
Er setzte sich also hin und begann das für seine Gäste auszurechnen.

Heraus kam folgendes:
  • der Zypriot zahlte, ebenso wie die ersten vier, ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis).
  • Der Franzose zahlte 3€ statt 5€ (40% Ersparnis).
  • Der Österreicher zahlte 45€ statt 50€ (10% Ersparnis).
  • Der Finne zahlte 72€ statt 80€ (10% Ersparnis).
  • Der Holländer zahlte 90€ statt 100€ (10% Ersparnis).
  • Der Deutsche zahlte 239€ statt 264€ (11% Ersparnis).
Jeder der sechs kam bei dieser Lösung günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen immer noch kostenlos.

Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal wie sie dachten.

“Ich hab’ nur 2€ von den 50€ bekommen!” sagte der Franzose und zeigte auf den Deutschen, “Aber er kriegt 25€!”.

“Stimmt!”, rief der Zypriot, “Ich hab’ nur 1 Euro gespart und er spart mehr als zwanzigmal so viel wie ich”.

“Wie wahr!”, rief der Österreicher, “Warum kriegt er 25€ zurück und ich nur 5€? Alles kriegen mal wieder die reichen Deutschen!”.

“Moment mal” riefen da der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener wie aus einem Munde, “Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!”
Gemeinsam gingen die neun auf den Deutschen los und verprügelten ihn.

Zum nächsten Treffen erschien der Deutsche nicht mehr. Also setzten sich die übrigen 9 zusammen und begannen ohne ihn.
Als es an der Zeit war die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest: Alle zusammen hatten nicht genügend Geld, um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können!

Und wenn sie zwischenzeitlich nicht verhungert sind, wundern sie sich wohl noch heute.

So einfach geht EUROPA 😜
(gemeint ist aber die Europäische Union und nicht der Erdteil Europa, obwohl im Politsprech gerne großspurig von "Europa" gefaselt wird, wenn die 27 EU-Staaten gemeint sind. Die anderen 20 Staaten, inkl. Türkei und Russland, werden nicht mal am Rande erwähnt.)

Um Weiterleitung wird gebeten!

Dienstag, 8. Januar 2019

Frische Euros für Europa


Thema: Euro

2019 prägen die Euro-Staaten neue Münzen im Wert von 2,1 Milliarden Euro.
Deren Herstellung ist oft teurer als ihr Wert.

schreibt Mischa Ehrhardt in der "Wstfalenpost" vom 2.1.2019

und weiter:

Sie wiegen schwer, und manche von ihnen kosten mehr, als sie wert sind. Dennoch werden in diesem jahr wieder viele neue EuroMünzen in Umlauf kommen: Geldstücke im Wert von 2,1 Milliarden Euro werden die Euro-Staaten ausgeben. 2018 waren es Münzen im Wert von 2,2 Milliarden Euro.
Knapp ein Fünftel des neuen Geldes werden Sammlermünzen mit besonderen Bildern sein.


Na, die Sammlermünzen werden ja wohl nicht schwer in den Geldbörsen der Verbraucher liegen.

Anders als die Euro-Banknoten, fallen die Münzen der Gemeinschaftswährung in die Zuständigkeit der einzelnen Länder. Doch in vielen Euro-Staaten ist der Nutzen der Münzen mittlerweile umstritten - vor allem bei den kleinsten, den Ein- und Zwei-Cent-Stücken. Vielen Verbrauchern sind die Kupfermünzen eine Last im Portemonnaie viel Platz für wenig Wert. Eine Umfrage aus dem jahr 2015 hat ergeben, dsss die Mehrheit hierzulande die Klein-Cent-Münzen ablehnt.

Frage: Wieviele Kupfermünzen schleppt denn jeder so mit sich rum, außerdem, die Mehrheit hat sie ja schon immer abgelehnt, warum wurden sie trotzdem eingeführt?

Vor allem die jüngere Generation der unter 30-jährigen befürwortet zu 60 Prozent eine Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Stücke. Auch die Europäische Kommission wägt seit Jahren ab, ob die kleinsten Euro-Münzen sich weiter lohnen oder nicht. Dass es anders geht, zeigen Länder wie Finnland und die Niederlande. Dort ist es längst üblich, dass kleinere Cent-Beträge auf- oder abgerundet werden .
Für den Verbraucher wird wohl mehr auf- als abgerundet

Argumente gegen die Kupfermünzen gibt es einige: Die Herstellung - vom Ankauf der Metalle und Rohstoffe für die Kupfermünzen über deren Herstellung bis zu ihrer Auslieferung - übersteigt den eigentlichen Wert der Münzen bei Weitem. In manchen Staaten liegen die Produktionskosten nach einer Studie der EU-Kommission um das Vierfache höher als der wahre Wert der Münzen.

Als ob das neu wäre! Was war denn damals mit Ein- und Zweipfennig-Münzen?
Wurden die kostendeckend hergestellt oder war es nicht so, dass der Kupferanteil mehr wert war als die Münze?
Statt die kleinen Münzen abzuschaffen, sollte lieber darüber nachgedacht werden, eine 0,9-Cent und eine 9-Cent-Münze einzuführen. Die eine dafür, dass man an Tankstellen passend bezahlen kann und die andere für ganz normale Läden bei denen die Unsitte, Preise zur Verbrauchertäuschung auf 9 bzw. 99 enden zu lassen schon Jahrzehnte alt ist.


Wer ausgerechnet Finnland und Niederlande als Vorbild nennt, sollte auch mal die Preise mit den Ländern vergleichen. Dagegen ist es in Deutschland ja noch preiswert.
Bedauernswert sind die EU-Staaten mit niedrigem Einkommen, in denen noch jeder Cent zählt. Da wird's dann aber schwierig, oder werden die gar nicht gefragt und Deutschlands (Europas) Staatsratsvorsitzende entscheidet das wieder mal ganz alleine?

Mittwoch, 1. Juli 2015

Finnland beschließt das Bedingunslose Grundeinkommen

Thema: Bedingunslose Grundeinkommen

Mitteldeutsche-Zeitung-WEB.de
Finnland wagt ein Experiment:

Als erstes Land in Europa will die Regierung das bedingungslose Grundeinkommen einführen. Dafür gibt es viel Unterstützung in der Bevölkerung – auch wenn die Pläne noch wenig konkret sind.


Tagesanzeiger Schweiz
Grundeinkommen – Umsonst-Geld für die Finnen


Helsinki plant ein Experiment – mit einer alten Idee.
Der Unterschied zur Schweiz könnte kaum grösser sein.



Vice.com
Finnland hat das europaweit erste Grundeinkommens-Experiment beschlossen

Es ist nur ein One-Liner, aber dafür einer, der das Potential hat, Geschichte zu schreiben: Die neue Regierung in Finnland hat sich darauf geeinigt, das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) zu testen.

Im Kapitel „Gesundheit und Wohlfahrt“ des neuen Koalitionsvertrages zwischen der liberalen Zentrumspartei, der rechtspopulistischen Finns Party und der konservativen NCP ist die „Einführung eines Grundeinkommens-Experiments“ nun tatsächlich wortwörtlich festgeschrieben.
Acht von zehn Finnen gefällt das.
Bei einer Umsetzung in der nun beginnenden Legislaturperiode wäre es der erste Versuch eines europäischen Landes, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen. Finnland erhofft sich davon eine effizientere Organisation des Sozialstaates, wenn alle Transferleistungen wie Kindergeld, Rente, Wohngeld und Sozialhilfe durch einen fixen Betrag zur Grundsicherung (der unabhängig von Alter und Einkommen monatlich ausgezahlt wird) ersetzt werden. Ursprünglich erreichte das Thema BGE die finnische Politik durch eine kleine Anfrage im Parlament zur wirkungsvolleren Armutsbekämpfung.


Das gelbe Forum
Finnland beschließt das Bedingunslose Grundeinkommen

Die Finnen sind ja nicht blöd. Alles einer der letzten Netto-Zahler mit uneingeschränkter Kreditwürdigkeit in der Eurozone (neben den Niederlanden, Österreich und Deutschland), stellt man halt schon einmal die Weichen, selber zum EU-Transferempfänger zu werden.

Statt das Geld in den Moloch "Eurozone" zu werfen, verteilt man es lieber an die eigene Bevölkerung.

Und jetzt ratet mal, bei welchem der genannten Länder genau dieses zuletzt geschehen wird?



» der Kommentar des Blogschreibers «
Statt das Geld europaweit zu verschleudern und anderer Länder Waffen zu bezahlen, kann man es auch der eigenen Bevölkerung zugute kommen lassen.
Eine Idee, auf die eine Angela Merkel nie im Leben kommen würde!


Montag, 17. November 2014

TTIP vernichtet in Europa 583.000 Arbeitsplätze

Thema: TTIP
USA und Börsen gewinnen
Unabhängige Studie: TTIP vernichtet in Europa 583.000 Arbeitsplätze

Deutsche Wirtschafts Nachrichten
Die erste wirklich unabhängige Studie über die Folgen des Freihandelsabkommens TTIP kommt zu einem für Europa verheerenden Ergebnis: 583.000 Arbeitsplätze werden bis 2025 in der EU verlorengehen. Die Exporte werden schrumpfen, ebenso das Bruttoinlandsprodukt. Löhne und Steuereinnahmen werden sinken. In den USA werden all diese Kennzahlen dagegen steigen. Die einzigen, die in der EU profitieren, sind die Kapitalvermögen. Das TTIP erweist sich demnach als gefährlicher Turbo für die Umverteilung von Arm zu Reich.
Lesen Sie den ganzen Artikel (hier)

Die neue Studie der Tufts-Universität belegt: Das Gegenteil von dem was uns erzählt wird ist wahr. Europa wird einen gewaltigen Preis bezahlen, wenn das TTIP zustandekommt. Die verantwortlichen Politiker wissen das ganz genau und versuchen deshalb, Petitionen gegen das TTIP zu unterdrücken und die Verhandlungen unter strengster Geheimhaltung durchzuziehen. EU-Kommissar Günther Oettinger hat die TTIP-Gegner sogar ganz offen verspottet.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/29/eu-kommissar-oettinger-verhoehnt-ttip-kritiker-bischoefe-ngos-ami-go-home-altgruppen/

Das kaltschnäuzige Kalkül der politischen Eliten in der EU und den Nationalstaaten: Bis die Leute draufkommen, was wir beschlossen haben, sind wir längst in der Rente. Dafür werden auch dann die Steuern noch reichen.

Kommentare

Kommentator sagt:
Wenn bei einem System mit Überproduktion eine Seite gewinnt muss die andere Seite verlieren.
Europa insb. Deutschland soll noch weiter wirtschaftlich und sozial runtergedrückt werden. Wie kann ein Gebilde wie Europa sich der USA unterordnen, wenn man wirtschaftlich besser dasteht und dabei noch ein höheres Sozialsystem besitzt mit dazu noch größerer Bevölkerung?

Die europäischen Personen, die die Freihandelsabkommen befördern, darf man getrost als Europaverräter bezeichnen. Die Ideologie einer unipolaren und somit scheinbar friedlichen Welt kann man nicht als Rechtfertigung für diese Machenschaften gelten lassen.

Eine Frage ist auch: Wieso sind viele Waren (Konsumgüter) in Europa viel teurer als in der USA? Und dann zahlt man auch noch keine Steuern hier in Europa.

hp sagt:
Wer die Wirtschaftsgeschichte der USA verfolgt, kann feststellen, dass die USA noch NIE ein Freihandelsabkommen geschlossen haben, das sich negativ auf die USA und positiv auf den Vertragspartner ausgewirkt hatte. Der Sinn und Zweck der “Freihandelsabkommen” mit den USA ist die EINSEITIGE Verstärkung der positiven Effekte für die USA und negativen Aspekte für den “Partner”.
Ich muss da nochmal Manuel Castells anführen. Der hat in seinem epochalen Werk (Das Computer-Zeitalter, 3 Bände über die Weltwirtschaft) genau dargelegt, worauf es ankommt in Zukunft: eine sehr kleine Schicht von Elite wird die Welt wirtschaftlich dominieren ( US-Hedgefonds und Investoren) und der Rest der notwendigerweise noch arbeitenden Bevölkerung wird in die Sklaven-Ökonomie abdriften mit Hungerlöhnen- und weltweit.

ronja w. sagt:
Wunderbarer Artikel!
Der letzte Absatz bringt es auf den Punkt. Das Volk wird nur vera…… und merkt es nicht. Was geht nur in den Köpfen der Politiker vor? In jedem anderen Beruf würden sie wegen Unfähigkeit rausfliegen. Charakter haben die alle nicht!

Bodensee sagt:
Investorenschutz ist schon längst Standard im Internationalem Recht.
Somit kann jetzt jeder Verstehen, warum bei den ganzen Bankenrettungen zum Bsp. in Irland usw. keine Investoren genannt wurden/werden.
Jeder sollte sich nun überlegen, ob er weiterhin mit seiner Lohn / Einkommenssteuer oder durch Konsum dieses System / Investoren unterstützen möchte.
Diese Leute verschieben ihr Investitionsrisiko auf die Arbeitenden Bevölkerung, der sogenannten Leistungsträger. Sie saugen ganze Staaten und deren Bevölkerung aus.
Sie stürzen jetzt, durch ihre selbst ernannten Gesetze, die Europäischen Länder langsam aber sicher ins Elend. Als nächstes kommen die Nordländer dran.
Die DWN hat Recht, die Rechnung wird die arbeitende Bevölkerung und vor allem die Jungen bezahlen.

umbhaki sagt:
Dass TTIP und CETA keinerlei Vorteile für die EU-Bürger bringen werden, war doch jedem interessierten Menschen von vornherein klar. Schön, dass nun auch „berufene Kreise“ zu diesem Schluss kommen.
Aber mal im Ernst: Hat irgend jemand geglaubt, TTIP würde wirklich zum Nutzen der EU-Bürger auf Kiel gelegt? Dann bitte aufwachen und umschauen.
Es sollte übrigens auch niemand meinen, man könne TTIP verhindern. Die im Artikel beschriebenen Auswirkungen sind genau jene, die beabsichtigt sind. Das wissen auch die angeblichen Entscheider, also unsere Damen und Herren Politiker. Sie entscheiden bewusst gegen die Interessen ihrer Bevölkerungen.
Es läuft alles nach Plan.

Maus sagt:
Auch ohne die Studie weiß jeder Bürger das das Freihandelsabkommen nichts aber auch gar nichts gutem dem Bürger bringen wird !
Unser Land wird vollständig Ruiniert .Es ist in der Tat nur eine weitere Umverteilung von unten nach oben.
Löhne werden weiterhin damit ins Bodenlose gedrückt werden ,und Mittelständische Unternehmen werden sich nicht halten können ,und auch die Klein Bauern werden mit in den Untergang getrieben werden.
Das was ansteigen wird sind die Arbeitslosenzahlen!
Gen Nahrung,Hormonfleisch,Fracking ,werden Tür und Tor geöffnet.
Und somit die Gesundheit des Volkes gleich mit ruiniert.
Aber wie DWN schon richtig erkannt haben: ”Bis die Leute draufkommen was wir beschlossen,haben sind wir längst in Rente”


Samstag, 24. Mai 2014

Mehr als 700.000 Unterschriften gegen TTIP übergeben + Kein AKW-Neubau in Finnland! + Bilanz von zehn Jahren Gentechnik in Brasilien

Freitag, 23. Mai 2014
Newsletter
Logo: Umweltinstitut München e.V.
 


Mehr als 700.000 Unterschriften gegen TTIP
Bündnis ttip unfairhandelbar
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,
am gestrigen Donnerstag übergaben wir im Rahmen des Bündnisses ttip-unfairhandelbar in Berlin fast 715.000 Unterschriften gegen das transatlantische Freihandels- und Investitionsabkommen TTIP an die SpitzenkandidatInnen für die Europawahl am kommenden Sonntag. Die enorme Zahl der Unterschriften machte den PolitikerInnen deutlich: Die Menschen in Deutschland wollen TTIP nicht!

Während Rebecca Harms (Grüne) und Gabriele Zimmer (Linke) sich dafür bedankten, dass unsere Kampagne TTIP in die Öffentlichkeit gebracht hat, warf Alexander Graf Lambsdorff (FDP) dem Bündnis "Angstmache" vor. Auch David McAllister (CDU) und Markus Ferber (CSU) blieben bei einer positiven Einstellung zum Abkommen mit den USA. Martin Schulz (SPD) drückte sich zwar vor einer Aussage, wie er selbst über TTIP abstimmen wird, wies aber darauf hin, dass im europäischen Parlament schon andere Abkommen wie zum Beispiel ACTA gescheitert sind. Mit viel öffentlichem Druck können wir TTIP also verhindern!

Unterschriftenübergabe
Wir bedanken uns zum Ende der Aktion ganz herzlich bei allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, indem sie unterschrieben und auf Listen mitgesammelt haben!

Unsere Pressemeldung zur Unterschriftenübergabe finden Sie hier.

Fotos mit den EU-SpitzenkandidatInnen finden Sie in unserer Bildergalerie.
Wir bleiben dran und informieren weiterhin über das Freihandelsabkommen und die Gefahren, die dadurch auf uns alle zukommen. In den letzten Monaten haben wir mehr als eineinhalb Millionen TTIP-Faltblätter verschickt. Nach einem kurzen Lieferengpass haben wir inzwischen wieder ausreichend davon auf Lager. Machen Sie mit und helfen Sie uns, TTIP zu verhindern!

Auf jeden Aktionskarton kommt es an. Verteilen Sie die Flyer und Aufkleber an Nachbarn und Kollegen, in den Bioläden, Kinos, Gaststätten, bei Veranstaltungen, im Verein, bei Stadtteilfesten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber vergessen Sie bitte nicht zu fragen, bevor Sie auslegen oder Aufkleber anbringen.
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Mit Ihrer Spende und ihren Beiträgen ermöglichen Sie unsere Aufklärungsarbeit zu Freihandelsabkommen und die Vorbereitung der Europäischen Bürgerinitiative.
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Kein AKW-Neubau in Finnland!
Kein AKW-Neubau in Finnland!
In Finnland ist ein neuartiger Reaktor russischer Bauart geplant, wie er weltweit nirgendwo in Betrieb ist.

Trotzdem wird im Umweltverträglichkeitsbericht behauptet, dass keinerlei ernsthafte Schäden zu erwarten sind, auch nicht bei Unfällen. Grenzüberschreitende Auswirkungen werden gar gänzlich verneint.

Verblüffend ist zum Beispiel die Aussage, dass die maximal mögliche Freisetzungsmenge an Radioaktivität bei einem schweren Unfall per gesetzlicher Verordnung festgelegt ist. Die entweichende Menge Radioaktivität per Verordnung zu begrenzen ist genau so unsinnig, wie den GAU per Gesetz zu verbieten.

Eine mögliche Freisetzung durch einen Atomunfall basiert allein auf dem radioaktiven Inventar, nicht auf gesetzlichen Vorgaben! Das Umweltinstitut München e.V. hat im Rahmen des EU-weiten grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahrens eine ausführliche Einwendung erstellt und beim finnischen Ministerium eingereicht.
Wir müssen unbedingt verhindern, dass sich die Atomkonzerne hierzulande aus der Verantwortung stehlen. Unterstützen Sie deshalb unsere Unterschriften-Aktion "Wir zahlen nicht für euren Müll", die wir gemeinsam mit der Organisation .ausgestrahlt durchführen. Trotz aller Dementis verhandelt die Bundesregierung offenbar bereits mit den Konzernen über die anfallenden Rückbau- und Endlagerungskosten.

Machen Sie mit! Die Konzerne dürfen nicht aus ihrer Haftung und Verantwortung für die immensen Folgekosten und den für Jahrtausende strahlenden Abfall entbunden werden!
Zur Onlineaktion
Zehn Jahre Gentechnik in Brasilien:
Die desaströse Bilanz
Prof. Andrioli
Melanie Eben, Referentin am Umweltinstitut München, traf den brasilianischen Agrarexperten und Gentechnikkritiker Prof. Antônio Andrioli, um mit ihm über die aktuelle Situation und die Folgen von zehn Jahren Gentechnikeinsatz in Brasilien zu sprechen.

Sein verheerendes Fazit: Ernteerträge konnten mit Hilfe der Gentechnik nicht gesteigert werden, der Pestizideinsatz ist drastisch gestiegen, Unkräuter- und Schädlingsresistenzen nehmen stetig zu und die ertragreichsten Sorten sind nach wie vor herkömmlich gezüchtete Pflanzensorten. Doch es gibt auch einen Hoffnungsschimmer: die ökologische Landwirtschaft, mit der Kleinbauern vor Ort beweisen, dass es eben auch anders geht.

Helfen Sie mit, über die Risiken der Gentechnik aufzuklären und werden Sie Teil unserer Gen-Infokampagne!
Zur Infokampagne
Mit herzlichen Grüßen, Ihr
Unterschrift Harald Nestler
 
Harald Nestler
Vorstand

 
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Termine
 
March against Monsanto
Samstag, 24. Mai 2014, 12:00 Uhr
Stachus, München

March against Monsanto

Am 24. Mai gehen auch dieses Jahr wieder Tausende Menschen auf der ganzen Welt unter dem Motto "March against Monsanto" gegen die Monopolisierung unserer Lebensgrundlagen durch die großen Konzerne der Agrar- und Lebensmittelindustrie auf die Straße. In München legen die Veranstalter dieses Jahr den Schwerpunkt auf die Macht der Verbraucherinnen und Verbraucher. Ab 12 Uhr ist auch das Umweltinstitut München mit einem Infostand am Stachus präsent.

Auch in Berlin, Ingolstadt, Hamburg, Freiburg, Hannover, Krefeld, Leer, Düsseldorf, Frankfurt, Saarbrücken, Stuttgart, Wien, Bregenz und Klagenfurt finden zum March against Monsanto Demonstrationen und Straßenfeste statt. Mehr Informationen gibt es auf www.march-against-monsanto.com.
 
 

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