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Donnerstag, 23. Februar 2017

Der Aufreger von Trump: „Schaut euch an, was in Schweden passiert ist“

Thema: US-Präsident

Trumps Aufreger-Rede: Das sagte er wirklich
„Schaut euch an, was in Schweden passiert ist“

Von Rosemarie Frühauf19. February 2017 Aktualisiert: 21. Februar 2017 17:55
Deutschland und Schweden als mahnende Beispiele für gescheiterte Einwanderungspolitik: In seiner Florida-Rede am Samstag hatte US-Präsident Trump einmal mehr scharf ausgeteilt. Allerdings sorgte seine Schweden-Erwähnung für Medienwirbel.

Bei seinem Auftritt vor Fans im US-Bundesstaat Florida hatte US-Präsident Donald Trump außer Medienschelte noch einige andere wahlkampfbekannte Themen angesprochen. Er verteidigte seine Einwanderungs- und Sicherheitspolitik und führte einmal mehr Deutschland und Schweden als drastische Beispiele an.

„Ich habe entschiedene Maßnahmen ergriffen, um radikal-islamische Terroristen verdammt noch mal aus unserem Land herauszuhalten“, so Trump.

„Wir müssen die Sicherheit unseres Landes bewahren. Schaut euch an, was los ist. Schaut euch an, was in Deutschland passiert, schaut euch an, was letzte Nacht in Schweden passiert ist.“
(Medien und internationales Publikum fragten sich an dieser Stelle, ob Trump absichtlich einen Terroranschlag erfunden hat? #lastnightinsweden wurde zum Hashtag. Medien überschlugen sich in Unterstellungen. Trump meinte danach auf Twitter, er habe sich auf einen Fernsehbeitrag bezogen. Fox News hatte am Freitagabend eine allgemeine Sendung zur desaströsen Sicherheitslage Schwedens gebracht.)
My statement as to what’s happening in Sweden was in reference to a story that was broadcast on @FoxNews concerning immigrants & Sweden. — Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 19. Februar 2017
Weiter ging Trumps Rede wie folgt:

„Schweden! Wer hätte das gedacht. Schweden. Sie nahmen in großer Zahl [Migranten] auf. Sie haben jetzt Probleme, die sie nie für möglich gehalten hätten. Schaut euch an, was in Brüssel passiert. Schaut euch an, was auf der ganzen Welt passiert. Schaut auf Nizza. Schaut auf Paris. Wir haben Tausende und Abertausende von Menschen in unser Land gelassen und es gab keine Möglichkeit, diese Leute zu überprüfen. Es gab keine Dokumentation. Es gab nichts. Deshalb werden wir unser Land absichern.“

Zuvor sagte er: „Sicherheit ist ein Bürgerrecht. Und wir werden dafür kämpfen, dass Amerika wieder richtig sicher wird.“


Zum Thema Kriegsflüchtlinge sagte er:

„Und wir alle haben Herz, nebenbei bemerkt. Und was ich machen will, ist, sichere Zonen in Syrien und an anderen Orten aufzubauen, damit sie dort bleiben können und sicher leben können, bis ihre Städte und ihr Land, dieses Chaos, das ich von Obama und all den anderen geerbt habe“ wieder in Ordnung gebracht sei.

Trump schlug sodann vor, dass die arabischen Staaten welche „Geld ohne Ende“ hätten, diese Sicherheitszonen finanzieren sollten.

Von den Demokraten forderte er, „ihre Taktik der Verzögerung, Behinderung und Zerstörung zu stoppen.“ Sie würden dem amerikanischen Volk Schaden zufügen.

„Nationalstaat bleibt bestes Modell“

Gegen Ende seiner Rede meinte Trump: „Der Nationalstaat bleibt das beste Modell für menschliches Glück und die amerikanische Nation bleibt das größte Symbol der Freiheit (…)“.

Nicht nur in Amerika sei ein neuer Geist und Optimismus zu spüren. Eine Bewegung fege jetzt über den ganzen Globus. „Schaut auf den Brexit (…) Die Menschen wollen die Kontrolle über ihre Länder zurück und die Kontrolle über ihr Leben und das Leben ihrer Familie zurück.“

„Die Abschaffung nationaler Grenzen macht die Menschen nicht sicherer. Sie untergräbt Demokratie und wirtschaftlichen Wohlstand“, so Trump.

Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Sonntag, 31. Januar 2016

Migrationsforscher Paul Collier: "Merkel ist schuld an der Flüchtlingskrise"

Thema: Flüchtlingskrise

"Merkel ist schuld an der Flüchtlingskrise"
Scharfe Kritik an Merkel:
Deutsche Asylpolitik "rettet niemanden sondern schafft Tote"

Der Migrationsforscher Paul Collier geht mit Angela Merkel und ihrer Flüchtlingspolitik hart ins Gericht. Die Kanzlerin sei schuld an der Krise in Europa. Sie habe mit ihrer Einladungspolitik niemanden gerettet sondern für Todesopfer gesorgt...

"Merkel ist schuld an der Flüchtlingskrise? Wer sonst?", sagt der Migrationsforscher Paul Collier im Gespräch mit der "Welt". Die deutsche Einwanderungspolitik habe niemanden gerettet – sondern "eher Tote auf dem Gewissen."

Der Grund sei klar, die deutsche Kanzlerin habe die Türen nach Europa geöffnet und die Menschen förmlich eingeladen den riskanten Weg über das Mittelmeer zu wagen. Auch für die Krise insgesamt trage die Bundeskanzlerin die Schuld.

"Bis zum vergangenen Jahr waren Flüchtlinge für Europa kein großes Thema. Ich verstehe bis heute nicht, warum Frau Merkel so gehandelt hat. Sie hat Deutschland und Europa damit definitiv ein gewaltiges Problem aufgebürdet, das sich nun auch nicht mehr so einfach lösen lässt," kritisier der Oxford-Ökonom die deutsche Asylpolitik.

Colliers Prognosen über die Flüchtlingskrise sind nüchtern und klar.

Der einstige Chef der Weltbank sagt, dass Europa sich zum einem mit gescheiterten Staaten wie Syrien konfrontiert sieht und zum anderen mit dem Chaos in Afrika. In Syrien würden 14 Millionen Menschen um das nackte Überleben kämpfen. Und die Menschen aus den armen Ländern der Welt würden sich nach Europa aufmachen um ihr Glück zu versuchen.

Und das vor allem wegen der Einladung der Kanzlerin: "Überlegen Sie doch einfach mal, wie das bei diesen Menschen ankommt," sagt Collier zur "Welt".

Deshalb ist für ihn auch klar, dass die deutsche Kanzlerin die Schuld an der Krise in Europa trägt.

Deutschland als Retter?

Hunderte Millionen Menschen seien auf der Suche nach einem neuen Leben und diese "gewaltige Masse" sei kaum noch steuerbar, "wenn sie sich einmal in Bewegung setzt", so der 62-jährige Brite.

"Deutschland gefällt sich offensichtlich in der Retterrolle", fährt der Ökonom fort. Collier weißt jedoch darauf hin, dass die Bundesrepublik an kein Kriegsland grenzt und sich alle diese Menschen aus sicheren Drittstaaten auf den Weg nach Deutschland gemacht haben.

Deshalb habe die BRD keinen einzigen Syrer vor dem Tod gerettet. "Im Gegenteil: Deutschland hat trotz bester Absichten eher Tote auf dem Gewissen. Die Sache ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Viele Menschen haben Merkels Worte als Einladung verstanden und sich danach überhaupt erst auf den gefährlichen Weg gemacht, haben ihre Ersparnisse geopfert und ihr Leben dubiosen Schleppern anvertraut," so Collier, zur Zeitung.

Flüchtlinge sollen in sichere Nachbarstaaten reisen

Er fordert "einen radikalen Schwenk in der Kommunikation". Den Menschen in den Krisenländern müsse man klar vermitteln, dass sie sich nicht mehr auch den Weg nach Europa machen sollen. Die Flüchtlinge, die sich in Sicherheit bringen wollen müssten in die sicheren Nachbarstaaten reisen, so, "wie es völkerrechtlich festgelegt ist".

Es sei auch ein Problem, dass sich die Fachkräfte nach Europa aufmachten, weil diese nicht mehr zurückgehen würden, aber für den Wiederaufbau in den Krisenländer am wichtigsten seien.

Die Flüchtlinge sollten in den Libanon, der Türkei oder nach Jordanien gehen. Dort gebe es auch Auffanglager. Darüber sagt Collier: "Ich habe mir eines dieser Aufnahmelager in Jordanien angesehen. Das Leben dort ist nicht großartig, aber erträglich. Und nur darauf kommt es an. Wir müssen den Menschen, die ihre Heimat nicht freiwillig verlassen haben, helfen. Aber deshalb haben sie noch lange keinen Anspruch auf einen Platz im europäischen Wohlstandshimmel."

Deutschland kann Jobs kreieren

Der Ökonom findet, dass man Wolfgang Schäubles Vorschlag, eines Marshallplan für die sicheren Anrainerländer auszurufen, nachkommen solle.

"Das ist genau der richtige Ansatz," meint er. Das wichtigste aber sei es, diesen Menschen wieder Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Sie bräuchten eine Perspektive. Dies wäre momentan in der Türkei und dem Libanon nicht der Fall und deshalb würden die Menschen alle nach Westeuropa weiter reisen wollen.

Deutschland könne helfen Jobs in Jordanien zu kreieren. Dies habe die BRD auch für Polen und die Türkei gemacht.

Jordanien habe sogar extra Wirtschaftszonen eingerichtet, die bestens erschlossen seien, so Collier. Die Syrer könnten dort in einer Werkhalle arbeiten, sie "sind nicht schlechter qualifiziert als etwa die Türken."

Schengen: "Nur ein theatralisches Symbol der Brüsseler Politiker"

Dass Europa über Grenzsicherung und Flüchtlingsobergrenzen debattiert versteht der Experte nicht: "Die Europäische Union ist nicht zuständig für die Aufnahme der Flüchtlinge", sagt er. Die EU sei aber sehr wohl zuständig dafür, "seine eigenen Grenzen zu sichern, entweder gemeinschaftlich oder, wenn das nicht geht, dann eben jeder Einzelstaat für sich."

Auch die Diskussion um Schengen wäre völlig umsonst. Großbritannien sei kein Teil des Schengenabkommens habe aber keinen einzigen Nachteil deswegen.

"Schengen ist nur so ein theatralisches Symbol der Brüsseler Politiker. Man will damit so etwas wie einen europäischen Staat suggerieren. Aber Schengen hat nichts mit Europa zu tun. Was zählt, ist, dass wir von einem Land ins andere reisen können. Und das geht auch ohne Schengen," sagt Collier im "Welt"-Interview.

Dass ein Ende von Schengen den Exporteuren innerhalb der EU steigende Kosten bescheren würde, glaubt Collier nicht.

"Wenn ich nach Kontinentaleuropa einreise, zeige ich meinen Pass vor, das dauert zehn Sekunden, und mehr Aufwand ist das nicht. Wichtig ist, dass man frei reisen kann, und dafür braucht man kein Schengen. Es ist doch ganz einfach: Jedes Land ist dafür zuständig, seine eigenen Grenzen zu sichern. Sie können auch nicht einfach so nach Botsuana einreisen. Warum soll das in Europa anders sein?"

"Zuwanderung ist ein Politikfehler"

Collier meint, dass die Menschen erkennen werden, "dass der Zustrom nur die Folge eines großen Politikfehlers war, der wieder behoben wird".

Die Integration der Migranten in Deutschland werde aber trotzdem schwierig werden. Vor allem wenn der Migrantenzuzug anhält und sich wirklich viele Ausländer im Land befinden und auf engem Raum zusammenleben. Damit sinke auch die Notwendigkeit, "sich kulturell und sprachlich für das Gastland zu öffnen". "In der Folge entstehen schwer steuerbare Parallelgesellschaften," sagt der Experte zur "Welt".

Die USA könne Deutschland als Vorbild einer erfolgreichen Immigration dienen, so Collier. Dort habe die Einwanderung gut funktioniert. Auch Kanada und Australien seien Beispiele für eine gute Integration. Diese Länder würden nur eine begrenzte Anzahl von Flüchtlingen aufnehmen. Kanada hat nur 25.000 selektierte Syrer aufgenommen. In das Land kommen nur Familien, keine allein reisenden jungen Männer, sagt Collier. Wenn sich Europa daran orientieren würde, würden viele Probleme über die die EU jetzt klagt, gar nicht erst entstehen. (so)

Mit freundlicher Genehmigung von http://www.epochtimes.de

Dienstag, 10. November 2015

Flüchtlingshelferin - Humanitäre Katastrophe wird vor der Bevölkerung versteckt

Thema: Flüchtlinge

Flüchtlingshelferin:
Humanitäre Katastrophe vor der Bevölkerung versteckt

Eine österreichische Flüchtlingshelferin fordert, die Politik der Beschwichtigung einzustellen. In Österreich spiele sich eine "humanitäre Katastrophe" ab, die vor dem Volk versteckt werde.

"Den Österreichern wird vorgegaukelt, wir haben alles im Griff. Aber wir haben Sorge, diffuse Angst, wir erzählen Gerüchte weiter, wir wissen nicht, wie wir damit umgehen sollen. Sicherheit gibt uns niemand," zitiert die Kronen-Zeitung die besorgte österreichische Flüchtlingshelferin Doraja Eberle, die im "ORF" über die Flüchtlingslage in Österreich sprach.

Mit Sorge blickt sie auf die chaotische Einwanderungspolitik des Landes. In der ORF-Sendung "Im Zentrum" am Sonntag sagte Eberle: "Für uns Österreicher und auch Europa bricht ja alles zusammen. Jetzt haben wir ein paar Tausend, ein paar Hunderttausend, eine Million in Deutschland, und da paniken wir. Wenn ich mir denke, da kommen noch einmal drei- oder viermal so viele: Das kann man nicht stemmen".

Die ehemalige Salzburger Landesrätin ist eine von Hunderten ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern in Österreich. Sie meinte, die Flüchtlingslage im Land würde ohne die Freiwilligen kollabieren. "Alles würde zusammenbrechen", so Eberle. Die österreichischen Politiker hätten keinen "Plan-B", den sie schon längst haben müssten. Es ist eine "humanitäre Katastrophe" die sich in Österreich abspiele aber vor "der Bevölkerung versteckt wird", kritisiert die Helferin.

Die Arbeit mit den Flüchtlingen wäre ein täglicher Kampf und nehme sehr viel Energie in Anspruch. Um die Menschen die nach Europa kommen mit Würde behandeln zu können, brauche es Kraft und Anstrengung.

Eberle kritisierte auch die derzeitige Behandlung der Flüchtlinge. Dies habe nichts mit Integration zu tun. Außerdem sollten die Politik damit aufhören die Menschen zu beschwichtigen. Denn schon jetzt wäre der Personalmangel offensichtlich. Es gebe nicht einmal genug Mitarbeiter die herausfinden könnten, wer von den Flüchtlingen und Migranten in Österreich bleiben kann und wer nicht. (so)

Mit freundlicher Genehmigung von Epoch Times