Sonntag, 30. Mai 2021

change.org - #Genozid an den Ovaherero und Nama im heutigen Namibia

Deutschland will sich für die ’Gräueltaten’ an den Ovaherero und Nama im heutigen Namibia entschuldigen, aber rechtlich nicht als Genozid anerkennen. Der Berliner Ovaherero-Nachfahre Israel Kaunatjike ist wütend: „Das ’Versöhnungsabkommen’ - nicht REPARATIONSABKOMMEN - ist ein Public Relations Coup Deutschlands und ein Akt des Verrats durch die namibische Regierung. Herr Steinmeier, bei einem solchen Abkommen sollten Sie lieber zu Hause bleiben.” Liebe Leser, unterstützen Sie ihn und die Vertreter*innen der Ovaherero und Nama bei ihrer Forderung?


Reparationszahlungen für den Völkermord an Ovaherero und Nama den Opfern zukommen lassen

2873 haben Evelyn Mswetsa's Petition unterschrieben. Lassen Sie uns 5000 erreichen!

Bitte unterschreiben Sie diese Petition

Deutschland will sich für die "Gräueltaten" an den Ovaherero und Nama im heutigen Namibia entschuldigen, aber rechtlich nicht als Genozid anerkennen. Die deutsche Regierung will 1,1 Milliarden Euro an die namibische Regierung zahlen und nicht an die Nachkommen der Opfer, die bei den Verhandlungen völlig außen vor gelassen wurden. 

Wir sind die Ovaherero Genocide Foundation, die Ovaherero Traditional Authority und die Nama Traditional Leaders Association. Als Nachfahren der Opfergemeinschaften des deutschen Völkermordes ist die Tatsache, dass wir bei den Verhandlungen außen vor gelassen wurden, ein Skandal!

Deshalb fordern wir folgendes: 

1. Volle Reperationszahlungen an die Nachfahren der Opfergemeinschaften des Völkermordes und nicht an eine Regierung, die uns nicht repräsentiert.

2. Wir fordern, dass Deutschland seine Verantwortung für den Völkermord auch nach internationalem Recht wahrnimmt.

3. Wir wollen, dass dieses sogenannte ‘Versöhnungsabkommen’ - nicht REPARATIONSABKOMMEN, das wir als PR-Coup Deutschlands und als einen Akt des Verrats der namibischen Regierung sehen, abgeschafft wird.

Unser lieber Freund und in Berlin lebender Ovaherero-Nachkomme Israel Kaunatjike unterstützt ebenfalls unser Anliegen und diese Petition. Er sagt: „Das ’Versöhnungsabkommen’ - nicht REPARATIONSABKOMMEN - ist ein Verrat an meinen Vorfahren, die hier in Deutschland in unseren Museen liegen. Herr Steinmeier, mit einer solchen Vereinbarung sollten Sie besser zu Hause bleiben. Sie sollten sich lieber ein Beispiel an Willy Brandt nehmen, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Polen auf die Knie gegangen ist. Genau wie er sollten auch Sie, Herr Steinmeier, auf die Knie gehen - nicht im Parlament, sondern an dem Ort, an dem Lothar von Throta den Völkermord an den Ovaherero und Nama angeordnet hat. Wir fordern eine rechtliche Anerkennung des Völkermordes, eine ehrliche Entschuldigung und echte und angemessene Reparationszahlungen an die Nachkommen der Opfergemeinschaften."

Es kann nicht um uns gehen, wenn wir nicht mit einbezogen werden. Alles, was ohne uns vereinbart wird, ist gegen uns… Wenn Sie das ignorieren, bedeutet das, dass Sie sich nicht mit unserer Sache befassen.

In Anbetracht der obigen Ausführungen lehnen wir das paraphierte Versöhnungsabkommen, das ohne die Beteiligung der legitimen Vertreter der Mehrheit der Opfergemeinschaften ausgehandelt wurde, mit der Verachtung ab, die es verdient. Es ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht, und wir fordern die Vereinten Nationen, die Afrikanische Union und den Rest der internationalen Gemeinschaft auf, diese Spielerei von Deutschland und Namibia abzulehnen. Ebenso fordern wir die UN und die US-Regierung auf, die Massaker von 1904-08 durch Deutschland als Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuerkennen.

Bitte unterschreiben Sie diese Petition

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