Freitag, 13. Januar 2017

Umweltinstitut - Erneuter Störfall im AKW Gundremmingen ++ Wir haben es satt Demo ++ Was steckt in meinem T-shirt?

Donnerstag, 12.01.2017
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Erneuter Störfall im AKW Gundremmingen
AKW Gundremmingen
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

Block C des bayerischen Risikomeilers Gundremmingen muss wenige Tage nach seiner Wiederinbetriebnahme erneut vom Netz. Nach Revisionsarbeiten wurde während des Anfahrens ein Leck an einem Ventil im Sicherheitsbehälter festgestellt, aus dem radioaktiver Wasserdampf austritt. Erst Mitte Dezember 2016 war beim Brennelementwechsel ein defektes Brennelement entdeckt worden.
Gundremmingen ist mit seinen zwei Blöcken das größte und unsicherste AKW, das in Deutschland noch Strom produziert. Es ist der letzte Siedewasserreaktor, alle anderen sind aufgrund ihrer Sicherheitsmängel nach Fukushima abgeschaltet worden. Block B soll gemäß Atomausstiegsplan Ende 2017 stillgelegt werden, Block C allerdings erst Ende 2021, obwohl beide Reaktoren 1984 in Betrieb gingen.
Dies ist aus Sicherheitsgründen nicht hinnehmbar! Deshalb fordern wir die Abschaltung beider Blöcke noch im Jahr 2017: "Wer B sagt, muss auch C sagen!" Zum 40. Jahrestag des Atomunfalls im AKW Gundremmingen, der den Totalschaden von Block A zur Folge hatte, protestieren wir deshalb am Freitag lautstark vor dem Atomkraftwerk.
In den nächsten Wochen werden wir unserer Forderung mit weiteren Kampagnenschritten Nachdruck verleihen. 
Wir haben es satt! Aufruf zur Demo in Berlin
Wir haben es satt
Nur wenige Konzerne kontrollieren den weltweiten Saatgutmarkt und halten damit die Grundlage für die Erzeugung unserer Lebensmittel in den Händen. Kleine bäuerliche Betriebe können nicht mehr überleben und weichen riesigen Fabriken, in denen unsere Nutztiere leiden. Pestizide belasten die Umwelt und unsere Gesundheit. Agrarkonzerne versuchen mit aller Macht, neuartige Gentechniken auf unsere Äcker und Teller zu bringen. Freihandelsabkommen wie CETA und TTIP gefährden Umwelt- und Verbraucherschutzstandards.
Das alles haben Sie genauso satt wie wir?
Dann kommen auch Sie zur großen "Wir haben es satt"-Demonstration am 21. Januar nach Berlin und fordern Sie gemeinsam mit zehntausenden TeilnehmerInnen eine Agrarwende und eine gerechte Handelspolitik.
Der Trostlosigkeit der Agrarindustrie setzen wir die Vision einer anderen Landwirtschaft entgegen. Wir gehen mit einem breiten Bündnis auf die Straße, um für gesundes Essen, eine ökologisch bäuerliche Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung und einen fairen Welthandel einzustehen.
Was steckt in meinem T-Shirt? Unser neuer Flyer verrät es Ihnen!
Info-Flyer Schmutzige KleidungDie Kleiderschränke in Deutschland platzen aus allen Nähten. Im Durchschnitt kauft jeder von uns 60 Kleidungsstücke im Jahr. Und mit immer neuen Trends, Rabattaktionen und Ausverkäufen heizt die Textilindustrie den Konsum-Wahnsinn weiter an.
In unserem neuen Flyer "Schmutzige Kleidung" informieren wir über die fatalen ökologischen und sozialen Folgen der Herstellung von Textilien und zeigen öko-faire Alternativen auf.

Hier können Sie den Flyer bestellen oder im pdf-Format herunterladen

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage.
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Mit herzlichen Grüßen, Ihr
Unterschrift Harald Nestler
Harald Nestler
Vorstand

 Termine
Anti-Atomkraft-Aktion vor dem AKW Gundremmingen
13. Januar 2017, 11 Uhr vor dem Atomkraftwerk Gundremmingen
Anlässlich des 40. Jahrestags des Atomunfalls in Gundremmingen protestiert das Umweltinstitut München gemeinsam mit .ausgestrahlt und dem Verein Forum für die komplette Abschaltung des Reaktorblocks C noch in diesem Jahr.

Wir haben es satt! Demo für eine Agrarwende und gegen die industrielle Landwirtschaft
Samstag, 21. Januar 2017, 12 Uhr, Potsdamer Platz, Berlin
Gemeinsam mit einem breiten Bündnis demonstrieren wir zum siebten Mal in Berlin für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel. Im Jahr der Bundestagswahl wollen wir die Agrar- und Ernährungswende zum zentralen politischen Thema machen. Seien Sie dabei!



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Kommentare :

  1. Wenn man sich ernsthaft bemüht, über Stromverbrauch und seine Hintergründe in Deutschland zu diskutieren, erfährt man Desinteresse und oberflächliche Denkweisen der meisten Diskutanten. Auch hier muss man leider erkennen, dass gezielte Meinungsmache wirkt. Es beginnt mit der „ Schuldzuweisung“ für Strompreiserhöhung an den erneuerbaren Energien, die einfach nicht so stimmen. Ich sage nur Strombörse und Netzentgelte, besonders in den neuen Bundesländern.
    Darüber habe auch ich mehrfach versucht stichhaltige Erklärungen abzugeben, meistens eben nicht mit der erwünschten Resonanz. Irgendwann resultiert daraus eine gewisse Resignation.
    Trotzdem möchte ich, gerade im Hinblick auf den erwähnten erneuten Störfall und der absolut nicht mehr notwendigen Zuschaltung dieses Risikomeilers, mit einigen Zahlen aufwarten.

    Der Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Bruttostromerzeugung betrug 2016 29,5 Prozent. Der Anteil der Braunkohle betrug 23,1 Prozent, der der Steinkohle 17 Prozent und der der Atomkraft 13,1 Prozent.. Gaskraftwerke haben ihren Anteil an der Stromerzeugung erhöht und trugen nunmehr 12,1 Prozent zur Bruttostromproduktion bei.Diese Entwicklung ist z. Zeit zu begrüßen, da Gaskraftwerke eine wichtige Größe zur Netzstabilität beitragen, dass heißt je nach Bedarf zu bzw. abgeschaltet werden können.
    Die Größe Bruttostromverbrauch ist nur bedingt aussagekräftig.Dazu gehört die Berücksichtigung des Eigenverbrauchs der Kraftwerke. Gaskraftwerke 3,4 %, AKW 5,5 % Braunkohlekraftwerke 7,1 % Steinkohle 8,3 %. Dadurch kann man in 2016 bei diesen Kraftwerken von 26 Milliarden Kilowattstunden Eigenverbrauch ausgehen.Diese Zahlen ermittelte das Fraunhofer-Institut.
    Der AG Energiebilanzen (AGEB) ermittelte für 2016 einen Nettoexport von 55,5 Milliarden Kilowattstunden.
    Nettoexport und den Eigenverbrauch von der Menge des produzierten Stromes abgezogen, ergibt
    einen Netto-Inlandsstromverbrauch von ca. 567 Milliarden Kilowattstunden.
    Daraus schlussfolgernd, die Nettoproduktion der AKW von ca. 80 Milliarden Kilowattstunden, wurden hauptsächlich für den Stromexport benötigt.
    Nun sollte jeder für sich selber die Frage beantworten, ob wir solche Risikofaktoren, wie eben diesen Atommeiler noch brauchen.Dabei bitte immer wieder an Tschernobyl und Fukushima denken, aber auch an die Kosten des doch so „billigen“ Atomstroms, selbst dann wenn ungerechterweise der Kilowattstundenpreis in Deutschland durchschnittlich wieder angeblich wegen der EE um 1 Cent angehoben wird.

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  2. Mit der Resignation, kann ich gut verstehen.Mir geht es so ähnlich, aber ich bin ja ja noch einige Jahre älter als du.Ich begreife viele unserer Zeitgenossen nicht mehr. Die EE werden weltweit kommen müssen und Politiker waren schon immer Bremsklötze, besonders die Vertreter der Lobbyisten. Alleine die Kosten für Rückbau der KKW und Endlagerung der Brennelemente, müssten doch zu denken geben.
    Je schneller der 100 prozentige Umstieg auf EE gelingt, desto billiger, wäre aus logischer und technischer Sicht, der Verbraucherpreis für die Kilowattstunde. Ob das politisch gewollt wäre, ist fraglich.
    Ich habe mich im Hinblick des Präsidentenwechsels mit den USA, auch mit der Umstellung dort auf EE beschäftigt.
    Dabei habe ich festgestellt, dass die Erneuerbare Energie immer preisgünstiger wird. Strom aus Windkraft ist in den USA seit 2008 um 41 %, Solarstrom sogar um 64 % günstiger geworden.
    Die Industrie steigt immer mehr auf EE um. Ich denke und hoffe, dass auch Trump der Entwicklung Rechnung tragen wird.Russland wäre der Markt für Deutschland, aber nicht mit Merkels Sanktionspolitik.
    Olaf

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