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Freitag, 10. März 2023

Körperverletzung im Amt - Rubikon

Körperverletzung im Amt https://www.rubikon.news/artikel/korperverletzung-im-amt Körperverletzung im Amt
Ein für seine Gewaltbereitschaft berüchtigter Polizist wurde nun von einem seiner Opfer wegen Körperverletzung im Amt angezeigt.
von Andrea Drescher

Manche Rückenschild-Nummern sind bei Demonstrationen in Berlin besonders gefürchtet. Tauchen Einheiten mit den Nummern 31*, 32*, 33* oder 14* auf, liegt Gewalt in der Luft. Diese Truppen sind einer der Gründe, warum viele Menschen Demonstrationen in Berlin inzwischen meiden. Bilder und Videos von gewalttätigen Übergriffen durch Polizisten auf Rentner, Schwangere oder Rollstuhlfahrer wurden im Netz hunderttausend Mal geklickt, haben aber für die Beamten nahezu keine Konsequenzen nach sich gezogen. Dass ein Mensch mit einer schweren Behinderung einem Mitglied dieser Truppe endlich einmal Paroli bietet und durch seine Hartnäckigkeit dafür gesorgt hat, dass gegen diesen Polizisten wegen Körperverletzung im Amt verhandelt wird, zeigt, dass Polizeigewalt nicht zur Regel werden muss und man sich sehr wohl dagegen wehren kann. Der Prozess, der hoffen lässt, dass es doch noch Grenzen für die Berliner Polizei gibt, findet am Donnerstag, dem 9. März 2023 um 10:00 Uhr im Gerichtsgebäude des Amtsgerichtes Tiergarten, Kirchstraße 6, 10557 Berlin, im Raum 1101 statt.


Dass es überhaupt zur Anklage kommen konnte, hat das Video
„Polizeiangriff mit Pfefferspray“ von Markus Hoffmann ermöglicht, das dieser am 21. April 2021 aufgenommen hat.

auf Youtube ansehen Polizeiangriff mit Pfefferspray, Berlin, 21.04.2021

Zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz wurde das Opfer Peter K. mit einer Pfefferspraydose vom Polizisten BE 14301 an den Kopf geschlagen und bekam danach eine volle Ladung Pfefferspray ab. Er erlitt daraufhin einen schweren epileptischen Anfall, der zunächst nur unzureichend medizinisch behandelt wurde. Bis heute hat er unter den Folgen dieses Übergriffs zu leiden, was ihn aber nicht davon abgehalten hat, den Verantwortlichen anzuzeigen und alle Hebel in Bewegung zu setzen, dass es fast zwei Jahre später zu einem Prozess kommt.

Der Angeklagte ist kein unbeschriebenes Blatt. Der Künstler Björn Banane hatte mehrfach „Kontakt“ mit ihm, wurde mindestens sechsmal von ihm in Maßnahmen genommen und hatte schon den Eindruck, BE 14301 sei auf ihn angesetzt worden, da er ihm auch außerhalb von Berlin begegnete. In seinem Telegram-Kanal weist Björn bereits im Januar 2022 BE 14301 darauf hin, dass gewalttägige Polizisten zur Rechenschaft gezogen werden. Jetzt ist es soweit — dank Peter K., der mir im Gespräch von seinen Erfahrungen mit den Polizisten und den Gerichten erzählte.

Andrea Drescher: Können Sie sich kurz vorstellen?

Peter K.: Ich bin Peter, 65 Jahre alt, habe zwei Töchter, demnächst 10 Enkel und wohne in Hamburg. Ich bin aufgrund verschiedener Erkrankungen seit 12 Jahren nicht mehr arbeitsfähig und lebe von einer kleinen Rente beziehungsweise Aufstockung durch die Behörden.

Sie haben mehrere Erkrankungen?

Ja. Ich bin zu 90 Prozent (B und G) schwerbehindert. In einem Attest steht, dass ich multimorbid erkrankt bin — mit zahlreichen Diagnosen, die das internistische, orthopädische, HNO-ärztliche, neurologische und psychiatrische Fachgebiet betreffen. Ich bin Epileptiker und wurde schon vor dem Vorfall psychisch betreut. Ich hatte unter anderem zwei Schlaganfälle und leide an schwerer Arthritis. Alles Wichtige ist in meinem Behinderten-Ausweis dokumentiert, den ich selbstverständlich immer bei mir trage.

Sie waren am 21. April 2021 in Berlin Opfer von Polizeigewalt?

Ja. Das ist richtig. Ich hätte dabei umkommen können. Das kann ich bis heute nicht vergessen. Es lässt mich nicht los, ich kann keine Nacht mehr richtig schlafen.

Was ist passiert?

Wir waren im Park, wurden weggedrängt, fast durch die Polizei gejagt. Es war aber eine friedliche Gruppe, mit der ich unterwegs war. Ständig wurden um uns herum Menschen verhaftet, es wurde gekesselt, besonders betroffen waren die Trommler.

An einen Typen erinnere ich mich, der forderte mit Lautsprecher auf, durchzubrechen und die Polizei zu überrennen. Der wurde seltsamerweise nicht verhaftet. Dann wurde es auf einmal eng. Vor uns stand ein Trupp Polizisten und wir konnten nicht weiter. Genau dort stand übrigens auch eine öffentlich/rechtliche Fernsehkamera. Alle gingen zurück, es gab wohl lautes Geschrei, von dem ich aber mangels meiner Hörgeräte nichts mitbekommen habe. Der Polizist kam auf mich zu und griff mich frontal an. Das Bild verfolgt mich bis heute, aber was danach kam, weiß ich nicht. Ich bin erst im Krankenwagen wieder aufgewacht. Was passiert ist, habe ich selbst erst durch das Video von Markus Hoffmann erfahren.

Sie hatten einen epileptischen Anfall, wissen Sie das nicht mehr?

Nein, es wurde mir erst klar, dass ich einen Anfall hatte, als man im Krankenwagen von Zungenbiss sprach. Ein Zungenbiss ist für mich bei der Epilepsie besonders gefährlich, da ich aufgrund meiner Herzprobleme schwere Blutverdünner schlucke. Wenn ich dann bewusstlos liege und das Blut schlucke, kann ich daran sterben. Und die Polizei hat mich zunächst wirklich einfach liegen lassen.

Im Video von Markus Hoffmann sieht man genau, was passiert ist. Ich blieb mehrere Meter vor der plötzlichen Polizeiabsperrung stehen. Als der Polizist mit der Nummer BE 14301 auf mich zukam, nahm ich instinktiv als Zeichen der Kooperationsbereitschaft beide Hände hoch.

Er zielte mit der spitzen Seite des Pfefferspray-Behälters direkt auf meinen Kopf, erwischte mich aber nur an der Schläfe. In dem Bereich sind Narben in meinem Gehirn aufgrund der Schlaganfälle, sodass das den epileptischen Anfall ausgelöst hat. Aber der Schlag hat ihm wohl nicht gereicht, er hat mir dann noch eine volle Ladung Pfefferspray verpasst.

Und dann kam der massive Anfall, ohne dass seitens der Polizei eingegriffen wurde. Ein Arzt, der helfen wollte, wurde zurückgedrängt, obwohl er rief, „der Mann könnte sterben“. Auch andere, die mir zu Hilfe kommen wollten, wurden durch die Polizei bedroht. Es gab keine stabile Seitenlage - nichts, was man in dieser Situation sofort hätte machen müssen. Erst als ein Polizist aus einer Einheit aus NRW mitbekam, wie schlecht es mir ging, und Hilfsmaßnahmen einleitete, kam auch seitens der 14-er Einheit Unterstützung. Niemand hat in meinen Notfallausweis reingeschaut. Wofür trage ich das Ding denn mit? Dann wurde ich auch noch über den Boden gezerrt, sodass ich eine Wunde am Knie bekam, die später im Krankhaus behandelt wurde.

Jeder, der das Video gesehen hat, ist entsetzt, wie seitens der Polizei mit einem völlig hilflosen Menschen in dieser lebensbedrohlichen Situation umgegangen wurde.

Aber davon habe ich nichts mitbekommen. Im Krankenwagen haben mich die Sanitäter mit leichten Ohrfeigen wieder zurückgeholt, mir die Augen ausgespült und mich dann in die Charité gebracht. Erst ab diesem Zeitpunkt erinnere ich mich überhaupt wieder an die Vorfälle.

Wie ging es im Krankenhaus weiter?

Ich kam mit Blaulicht dort an — und zu meinem Entsetzen war dort aber auch ein Polizist, der mich nach der Behandlung in Gewahrsam nehmen sollte. Er blieb neben meinem Bett — eine ständige Drohung, dass ich ins Gefängnis gehen muss, was mir sehr viel Angst machte. Seitens des Krankenhauses wusste man durch die Übergabe des Krankenwagens, dass ich geschlagen worden war und deshalb einen epileptischen Anfall hatte. Die Behandlung war aber bestenfalls oberflächlich. Es gab keine neurologische Untersuchung, nur ein paar Pflaster. Die wollten mich wohl so schnell wie möglich loswerden. Das bestätigt auch der Abschlussbericht in dem steht: „Es soll ein Zungenbiss stattgefunden haben.“ Hätte es eine Untersuchung gegeben, hätten sie das ja selbst feststellen können.

Wurden Sie dann verhaftet?

Nein. Der Polizist, der mich bewachte, erhielt einen Anruf. Ich hörte etwas von „Zeugen“ und auf einmal war das Thema mit der Verhaftung vom Tisch. Er begleitete mich dann noch bis zur Tür — und ich war auf mich allein gestellt. Dass ich nicht wusste, wie ich nach Hause kommen kann, hat keinen interessiert. Ich hatte meine Begleitperson verloren, war ziemlich desorientiert und wusste nicht, wie ich das mit meiner Behinderung allein bewerkstelligen sollte. Aber das war denen egal. Ich habe es dann irgendwie geschafft, mit dem letzten Bus so gegen 22 Uhr nach Hamburg zu fahren.

Wurden Sie später nochmals untersucht?

Ja. Da meine Augen die ganze Nacht gebrannt haben, bin ich ins Bundeswehrkrankenhaus gegangen und habe mich untersuchen lassen. Dort wurde ich gut behandelt, vernünftig untersucht und bekam Augentropfen gegen die Wirkung des Reizgases.

Sie haben dann Anzeige gegen den Polizisten gestellt?

Ja. Am 2. Mai 2021 habe ich bei der Staatsanwaltschaft Hamburg Anzeige wegen schwerer Körperverletzung erstattet. Das war mir möglich, da ich nicht nur verschiedene Zeugen auf meiner Seite hatte, sondern auch auf das Video von Markus Hoffmann aufmerksam gemacht worden war. Ich wollte das so schnell wie möglich hinter mich bringen, auch um mit der Traumatisierung durch diesen Übergriff besser fertig zu werden. Aber Sie sehen ja: Es hat fast zwei Jahre gedauert, bis es zu dem Verfahren kam.

Noch im Februar 2022 wurde dann aufgrund einer Gegenanzeige gegen mich wegen eines angeblichen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Das ist nun wirklich absurd, der Täter wird zum Opfer. Das kann doch nicht wahr sein?!

Ist es aber leider. Ich habe über die innere Abteilung in Hamburg erfahren, dass ich angezeigt worden war. Bei einem Termin dort habe ich der Mitarbeiterin das Video von Markus Hoffmann gezeigt. Ihre Reaktion war bezeichnend: „Wir haben hier ein ganz anderes Video von den Kollegen bekommen!“ — und sie holte gleich ihren Chef dazu. Man stellte dann sehr schnell fest, dass das Polizei-Video an den entscheidenden Stellen geschnitten worden war.

Die Hamburger Polizei ist anders als ihre Kollegen in Berlin, sie schätzen dieses Verhalten überhaupt nicht und waren entsetzt über diese Anzeige. Sie haben mich daher gleich beruhigt, dass ich mir keine Gedanken machen muss und mir nichts passieren werde. Als dann das offizielle Ermittlungsverfahren kam, lag zwar auch das Polizei-Video vor, aber nachdem ich dem ermittelnden Beamten mein Video zeigte, wurde dieser sehr freundlich.

Es ist doch völlig lächerlich. Angeblich soll ich den Polizisten festgehalten haben. Meine Finger waren kurz vorher operiert, ich habe künstliche Gelenke. Ich kann nicht mal ein Baby richtig halten, geschweige denn einen ausgebildeten Kampfroboter aus einer Einsatzeinheit.

Das Verfahren gegen mich wurde daher Ende März offiziell eingestellt.

Fälschung von Beweismitteln ist meines Erachtens strafbar. Wurde das verfolgt?

Ob es ein Verfahren gegen denjenigen gab, der durch den verfälschenden Schnitt diese sinnlose Anzeige überhaupt möglich gemacht hat, weiß ich leider nicht. Diese sollte meines Erachtens aber unbedingt passieren, ich habe aber leider noch nichts gehört.

Auch die Kollegen von BE 14301 müssen zur Verantwortung gezogen werden. Sie hätten erkennen müssen, dass BE 14301 gewalttätig war, sie hätten sagen müssen: „So geht das nicht. Der Kollege hat Mist gemacht, da stehen wir nicht dahinter.“ Sie hätten ihn anzeigen müssen. Aber durch ihr Schweigen beziehungsweise vermutliche Falschaussagen sollte alles unter den Teppich gekehrt werden, wenn nicht das Video aufgetaucht wäre.

So wurde wenigstens der Fall der Körperverletzung vorangetrieben. Am 9. März ist ja die Verhandlung.

Ja. Ich habe mehrfach nachgefasst, bis es jetzt endlich soweit ist. Die zwei Jahre Wartezeit haben mir gar nicht gut getan, auch wenn ich durchgängig in therapeutischer Behandlung bin. Meine psychische Situation hat sich so verschlechtert, dass ich auf starke Antidepressiva angewiesen bin.

Mein Bruder bringt mich mit dem Auto am 8. März nach Berlin. Die Hotelkosten werden übernommen, da ich als Nebenkläger und Zeuge auftrete und nicht mehr allein reisen kann. Die Bundespolizei am Berliner Bahnhof löst bei mir Panikattacken aus, ich kann also nicht mehr mit der Bahn oder Bussen fahren.

Werden Sie im Verfahren anwaltlich vertreten?

Bis zum 1. März 2023 sah es so aus, dass ich ohne Anwalt im Gerichtssaal stehe, da ich mir bei meiner kleinen Rente keinen Anwalt leisten kann. Aber dank der Kontakte von Markus Hoffmann unterstützt mich jetzt ein Berliner Strafrechtsexperte.

Was erwarten Sie sich von der Verhandlung?

Weder Markus Hoffman noch meine Begleitperson sind als Zeugen geladen, das verunsichert mich. Ich wünsche mir natürlich, dass der Polizist verurteilt wird und ich das alles hinter mir habe. Aber das Wichtigste ist, dass die Öffentlichkeit wachgerüttelt wird, dass die Menschen erfahren, was da wirklich passiert. Es sind schon seltsame Zufälle, dass die Medien genau dort auftauchen, wo es zufällig aggressiv wird und derjenige, der mit Lautsprecher die Menschen aufgeheizt hat, nicht verhaftet wird. Auch die Presse hat ja berichtet, die „bösen Querdenker“ hätten die Polizei angegriffen, und die Leser glauben dann, die Querdenker machen nur Randale. Dabei war es bei uns genau umgekehrt. Und das muss der Bevölkerung klar gemacht werden.

Warum tun Sie sich das an? Sie sind schwer behindert, seit dem Übergriff noch stärker belastet und kämpfen einen sehr mühsamen Kampf für Gerechtigkeit. Was treibt Sie an?

Indem „die“ ihre Macht demonstrieren, wollen sie erreichen, dass wir aufgeben. Das funktioniert nicht, wir geben nicht auf. Als ich jung und noch gesund war, war ich ein guter Sportler, ein Einzelkämpfer, der gelernt hat, nicht aufzugeben. Man kann und darf nicht wegschauen. „Die“ dürfen nicht mit ihren Gemeinheiten durchkommen, sonst hört das nie auf.

Es ist ein Unding, dass dieser Polizist immer weitere Einsätze durchführen darf, obwohl ich seine Vorgesetzten und den Innensenator schriftlich auf sein Fehlverhalten aufmerksam gemacht habe. Meines Wissens hat er am 1. August 2021 erneut einen Demonstranten verletzt, einen Mann mit der Faust auf den Kopf geschlagen. Er muss für sein Verhalten zur Verantwortung gezogen werden.

Und nicht nur er. Alle Verantwortlichen bis zum damaligen Innensenator müssen sich für die Übergriffe gegen friedliche Demonstranten rechtfertigen und die Konsequenzen tragen. Sie dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Nur so können wir sicherstellen, dass das in Zukunft nicht mehr passiert. Ich habe den vollen Rückhalt meiner Familie, wenn man soweit ist wie ich, muss man das durchziehen.

Danke für Ihren Mut und viel Erfolg am 9. März 2023!




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Nina Sendling, Andrea Drescher, Jahrgang 1961, lebt seit Jahren in Oberösterreich. Sie ist Unternehmensberaterin, Informatikerin, Selbstversorgerin, Friedensaktivistin, Schreiberling und Übersetzerin für alternative Medienprojekte sowie seit ihrer Jugend überzeugte Antifaschistin. Zuletzt erschien von ihr „Menschen mit Mut“.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Der Artikel ist erschienen bei :Rubikon-News

Donnerstag, 23. Februar 2023

Die Friedensbewegung ist zurück!- München - 18.02.2023

Die Friedensbewegung ist zurück!

Weltnetz TV

20.02.2023
Über 22.000 gegen Sicherheitskonferenz!
Weltnetz dokumentiert die Rede und Kulturbeitrag von Diether Dehm, Redner neben dem Ex-Bundestagsabgeordneten Todenhöfer. Viele Livestreams und Videos der Eindrücke von der Kundgebung und Demo sind unten versammelt.

Mit über 20 000 Teilnehmern landete die lagerübergreifende Friedenskundgebung zur Münchner Sicherheitskonferenz einen super Erfolg. Mit Fug und Recht kann gesagt werden: Die Friedensbewegung ist zurück! Diffamierungen durch die CIA-Medien von Washington Post bis Spiegel im Vorfeld konnten die Mobilisierung nicht verhindern. Züge fielen ohne Begründung aus (z.B. aus dem Saarland über Stuttgart), es gab zahlreiche Behinderungen. Trotzdem war der Münchner Königsplatz gut gefüllt und die lokalen Friedensgruppen vor Ort führten trotz der zentralen Aktion ihre samstäglichen Protestaktionen in den Städten für die daheim Gebliebenen fort.

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Kommentare

Maik Stein
Gute Veranstaltung...
Gut dass es euch gibt.
Wir alle müssen jetzt aufstehen und uns wehren .
Rudolf Pastor
Eine sehr gute Veranstaltung ,weiter so.

Sonntag, 30. Oktober 2022

Eine Hammerrede von Anwalt Edgar Siemund in Prien a. Chiemsee 03.10.22

Eine Hammerrede von Anwalt Edgar Siemund in Prien a. Chiemsee 03.10.22

Klardenker

04.10.2022
Dies ist die sehr gute Rede von dem Anwalt Edgar Siemund in den Priener Schären. Unbedingt anhören. Heute hatten mehrere Organisationen aus Bayern zu einem gemeinsamen Umzug, und zu einer gemeinsamen Veranstaltung aufgerufen. Motto: 75 Jahre Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee - Das Grundgesetz und unsere Menschenrechte.

Kommentare

Christian Müller
Super Rede! ❤
Anna Maria Wachter
Super Rede, nur so kann man die Menschen aufklären. Vielen Dank, für ihre Arbeit für unsere Kinder, die die Zukunft sind. Eine Oma❤️
Laura Klein
Großartige Rede, vielen lieben Dank dafür. Wir werden frei sein, ganz sicher.

Donnerstag, 27. Mai 2021

europäische Demonstration am 29. Mai, 15 Uhr in Brüssel, Belgien

europäische Demonstration am 29. Mai, 15 Uhr in Brüssel, Belgien
Friedlicher Protest für die Freiheit
Dies ist das Logo der offiziellen Website für die große
europäische Demonstration am 29. Mai in Brüssel, Belgien!

Das Motto der Demo: Stoppt den grünen Impfpass – Unterzeichnet und teilt die Petition, Demonstration in Brüssel am 29. Mai:

Verehrte Menschen Europas!

Wir müssen den "grünen Impfpass" (Covid Passport) jetzt stoppen! Dafür braucht es eine Million Stimmen, damit die Petition in der EU Gehör findet. Zusammen können wir das schaffen. Bitte teilt diese Petition mit Freunden, eurer Familie und Bekannten - die Zeit drängt uns!

Wir sitzen im selben Boot und können diesem Irrsinn mithilfe vereinter europäischer Stimmen Einhalt gebieten.

Auf der Demonstration am Samstag den 29. Mai in Brüssel werden wir diese Petition an das europäische Parlament übergeben. Auch, wenn ihr an diesem Tag dabei sein könnt, so ist es euch möglich eure Stimme für die Freiheit zu erheben.

Unterschreiben Sie bitte auf der Seite


📢 🍀 💪


Die vier Säulen der Petition:
  1. Bewegungsfreiheit - Kein (digitaler) Impfpass
  2. Grundrechte reaktivieren
  3. Versammlungsfreiheit - Ohne Schikanen des Staates!
  4. Freie Presse und unparteiische Medienberichterstattung
Folgt uns auf hier auf Telegram https://t.me/europeansunited

Da diese Unterschriften schon am Samstag übergeben werden, drängt die Zeit.

Montag, 5. April 2021

Demo Stuttgart am 03.04.2021 - aufgezeichmeter Livestream

Demo Stuttgart am 03.04.2021 - aufgezeichmeter Livestream

und das war dann auf dem Hauptkanal:


reitschuster.de

Unterstützung: https://reitschuster.de/unterstuetzung/​

Paypal: https://www.paypal.com/paypalme/breit...​​

Mein Ersatzkanal: https://www.youtube.com/user/breitsch...​
Meine Seite: https://reitschuster.de/​
Twitter: https://twitter.com/reitschuster​
Facebook: https://www.facebook.com/reitschuster​
Telegram: https://t.me/reitschusterde​
VK: https://vk.com/reitschuster​
Parler: https://www.parler.com/profile/reitsc...​
Impressum: https://reitschuster.de/impressum/

Kommentare

Emel Kara
Sie sind auf dem rechten Weg Herr Reitschuster! Wir sind stolz auf Sie! Die Mühen sind nicht um sonst! Das gute wird siegen! Koste es was es wolle!
René Lederer
Von YouTube gesperrt werden ist fast schon ein Qualitätssiegel! Weitermachen, Boris, wir brauchen dich!
Tina S
Wenn das Kartenhaus zusammenbricht wissen wir ganz genau wer hier sachlich und neutral berichtet hat ! Danke vielmals Herr Reitschuster🙏
Vedji
„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ Mahatma Gandhi 🙏
inci 2
YouTube ist ein richtiger Scheixx-Verein geworden. Wenn die meinen, sie könnten uns Mundtot machen, haben die sich geirrt ! Nur von Koch Kanälen und Katzenvideos können die auf Dauer nicht überleben. Herr Reitschuster, danke für ihre Arbeit. Schade, das es nicht mehr Menschen von ihrer Art gibt !
Ivi Volkerson
Es ist einfach unfassbar, dass die meisten Menschen nichts in Frage stellen! Wie sollen wir da vorgehen , um uns zu wehren?

Freitag, 26. März 2021

Was geschah am 20. März in Kassel? - Ein Erfahrungsbericht

Was geschah am 20. März in Kassel? Ein Erfahrungsbericht Ein Podcast



RT DE
Laut den Berichten großer Medien kam es Samstag, den 20.3.2021, in Kassel zu erheblicher Gewalt. "Querdenker" und "Corona-Leugner" seien für diese Gewalt verantwortlich. RT DE war vor Ort und gewann einen ganz anderen Eindruck.

» der Kommentar des Blogschreibers «

  • „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten."
  • „Im Grundgesetz stehen wunderschöne Bestimmungen über die Freiheit der Presse. Wie so häufig, ist die Verfassungswirklichkeit ganz anders als die geschriebene Verfassung."
  • „Da die Herstellung von Zeitungen und Zeitschriften immer größeres Kapital erfordert, wird der Kreis der Personen, die Presseorgane herausgeben, immer kleiner. Damit wird unsere Abhängigkeit immer größer und immer gefährlicher.“
Paul Sethe (1901-1967) Journalist
Einer der fünf Gründungsherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zwischen 1949 und 1955,
siehe auch :DER SPIEGEL, 5. Mai 1965




“. . .Die Aufgabe der Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füssen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiss es. . .”
John Swinton, (1829 – 1901), US-amerikanischer Redaktions-Chef der New York Times
das koplette Zitat findet man bei Wikipedia

Kommentare

Wolf Larsen
Die Mainstreammedien lügen wie üblich, dass sich die Balken biegen. Völlig normal im verbrecherischen Unrechtsstaat des Merkel-Regimes.
Gabi Schommer
Alle die dort waren wissen dass das Lügenpresse ist....!!!
Kat Arizona
Ja genauso war es.. Und ich als Normalbürger war das erste Mal auf einer Demo und fand es super... Tolle Stimmung und tolle Leute dort.. Komme wieder zur Demo gegen diese fatale Politik 💪
Ralf von der Kolk
Ich war auch dort und weiß jetzt , was Lügenpresse bedeutet ...
Herkules Kassel
Bravo, so habe Ich das auch gesehen !Das schlimme ist, das die anderen kein Sprachrohr bekommen von den Mainstream Medien !1000 👍noch oben für RT-DE

Dienstag, 23. März 2021

Der Kessel von Kassel – wie es auf der Demo wirklich war

Der Kessel von Kassel – wie es auf der Demo wirklich war - Und wie mich die Antifa angegriffen hat.

Boris Reitschuster

Von einem „Randale-Mob“ in Kassel berichtete die Bild-Zeitung, das Framing in den Medien lautete "Gewalt bei Corona-Demos". Sehen Sie hier meine Video-Reportage und machen Sie sich selbst ein Bild.

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Kommentare

Georg Dieter
Das muss alles eines Tages bestraft werden. Politiker, Polizei, Antifa und Medien müssen zur Verantwortung gezogen werden. Das was die zusammen getan haben und immer noch tun ist ein riesiges Verbrechen an den Bürgern. In Deutschland und in vielen anderen Ländern auch. Die müssen alle vor ein Gericht.
marcowanders85
DANKE für Ihre Arbeit Herr Reitschuster! Wenn es einen unabhängigen Preis für freien Journalismus geben würde, Sie hätten ihn verdient
NOE
Man kann nur noch bitterlich weinen, wenn man sieht, was hier bei uns inzwischen abgeht. Das hätte ich vor 1,5 Jahren noch nicht für möglich gehalten.
Sibel Kruithof
Hi,
Ich wohne in Melbourne und die Polizei setzt diese tactic hier sehr oft ein...heißt hier kettling.
Die Polizei umzingelt die Demonstranten und schließt sie ein. Drängt sie dicht zusammen damit die Abstands Pflicht nicht eingehalten werden kann und verhaftet dann alle die im Kreis sind.
Ich sende euch allen in Deutschland viel viel Stärke... hört nicht auf für eure Freiheit zu kämpfen. Unser Protest in Melbourne gestern war zum ersten Mal seit dem Anfang von diesen Maßnahmen friedlich und die Polizei hat sich vernünftig verhalten.
Stay strong!!! 💪🏼♥️🙌🏼
Ramona Weinrich
Erneut danke Hr. Reitschuster, dass sie sich so engagieren und die andere Seite beleuchten und Berichten!

Montag, 9. November 2020

Wie bestellt – die Gewalt bei der Corona–Demo in Leipzig

Wie bestellt – die Gewalt bei der Corona–Demo in Leipzig

Boris Reitschuster

Als Journalist erliegt man immer der Gefahr, berufsblind zu werden. Einen Tunnelblick zu bekommen. Ein ganz wesentlicher Faktor und damit auch eine Gefahr ist die eigene Erfahrung – besonders, wenn sie sehr spezifisch ist. Ich war 16 Jahre Korrespondent in Moskau. Dort sind die Methoden von KGB (und dessen Tochter Stasi) bis heute noch allgegenwärtig. Wenn auch in einem neuen, modernen, smarten Gewand. Und ganz ohne Sozialismus. Bei Demonstrationen gehört es fast schon zur Tradition, dass "Provokationen" angezettelt werden. Radikale Teilnehmer sorgen dabei oft für Eskalationen, und auf die stürzen sich dann die Medien.

Auch in der Politik hat das Prinzip Methode. Die "Liberaldemokratische" Partei LDPR des Politik-Clowns Wladimir Schirinowski spielte in Russland lange eine Rolle, die ein wenig an die der AfD in Deutschland erinnert. Als Schreckgespenst einte sie die anderen Kräfte und scharte die Wähler hinter den anderen Parteien. Anders als bei der AfD spricht bei der LDPR viel dafür, dass sie quasi aus der Retorte geschaffen wurde. Und ihr Anführer Schirinowski – um es juristisch unbedenklich auszudrücken – nicht immer eine Handlänge Abstand zum KGB hatte.

Warum ich das alles schreibe? Weil ich mich bei der Demonstration der Corona-Maßnahmen-Gegner von Querdenken gestern in Leipzig an meine Moskauer Erfahrung erinnert führte. Die Szenen der Gewalt, die ich dort erlebte, erinnerten mich massiv an meine Erlebnisse in Russland, aber auch in der Ukraine. Mit den Jahren entwickelt man ein Gespür dafür, wo die normale Demonstration endet und wo die Provokation anfängt. Dass diejenigen vermummten, gewaltbereiten Schlägertypen, die gestern in Leipzig für Gewaltszenen sorgten, und mir eine Flasche gegen den Kopf warfen, Provokateure waren – das scheint mir offensichtlich.

Weil sie äußerlich wie ein Ei dem anderen dem "Schwarzen Block" glichen, der normalerweise mit der Antifa identifiziert wird, hielt ich sie zunächst für "Antifa-Leute. Inzwischen erscheint mir das nicht mehr die plausibelste Erklärung. Gewaltbereite ähneln sich. Es ist durchaus möglich, dass es sich um rechte Extremisten handelte. Sicher ist aber: Es waren Menschen, denen es ganz offensichtlich nur um Gewalt ging. Sie waren gut organisiert und zur rechten Zeit am passenden Platz. Nein, ich glaube nicht an eine Verschwörung. Aber daran, dass hier jemand massives Interesse an einer Eskalation hatte. Warum auch immer. Fakt ist: Für das Narrativ in den großen Medien kamen die Gewalttäter wie gerufen. Aber auch extremistischen rechten Gruppen kann an einer Eskalation gelegen haben. Motive und Möglichkeiten gibt es viele.

In den sozialen Medien wird berichtet, die Gewalttäter seien bereits vorher bei der Demonstration gesichtet worden, und sie seien "Rechte". Beides mag zutreffen. Aber es widerspricht überhaupt nicht der These, dass hier jemand gezielt eine Eskalation wollte. So dumm es wäre, die Verhältnisse von Moskau auf Deutschland zu übertragen und in solchen Szenen eine Verschwörung von Staat, Geheimdiensten oder Medien zu sehen – so dumm wäre es andererseits, die Augen davor zu schließen, dass hier alles für eine gezielte Provokation spricht. Die einen friedlichen Protest diskreditierte. Für umso wichtiger halte ich es, diese zu dokumentieren. Deshalb habe ich – mit inzwischen viel stärker als gestern brummendem Schädel – aus meinem gestrigen sechsstündigen Livestream eine Reportage geschnitten. Hier finden Sie diese:

P.S.: Eine Leserin schrieb mir folgendes:

keine Ahnung ob Sie mir glauben werden, wie die hinter die Front kamen. Ich hatte mich ein wenig zurück gezogen vom Demolärm, in den kleinen Park hinter der Oper. Dort liefen ab und zu in 5-7 Mann Gruppen, schwarz vermummte rum. Polizei nahm keinen Anstoß, trotz vieler Menschen im Park. Und diese Vermummten haben den Leuten auch nichts getan, nichts gesagt oder ähnliches. Ich ging Richtung bzw. stand dann auf der Goethestraße und unterhielt mich. Da die Demo abgebrochen war, waren nur noch vereinzelte Demonstranten zusehen. (Die ganze Straße war voller Polizei und Autos) Die Vermummten kamen aus dem Park, liefen hoch Richtung Augustusplatz. Blieben nach 100m stehen, besprachen sich und dann rannten sie in einen lockeren Tempo los10-12 Mann, Richtung Bahnhof (nahmen aber keine Notiz von den vereinzelten Demonstranten) Ein Demonstrant machte die Polizei auf das Ereignis aufmerksam, die hat es aber nicht gejuckt, die blieben ganz ruhig stehen. Es war abgesprochen, sie wußten wer die Leute sind und das sie keine Gefahr für die Demonstranten waren. Die waren bestellt, für das Schauspiel was sie beobachtet hatten. Und ich habe mir den Kopf zerbrochen und konnte es nicht einorden. Denn im Bereich der Nikolai Kirche, ist die Polizei gegen eine Gruppe schwarzer vorgegangen und haben diese verhaftet. Dank ihres Beitrag, verstehe ich das jetzt alles. Und hoffe ihren Kopf geht es besser und ich werde mir wohl langsam aber sicher eine Kamera besorgen, als Beleg für solche Ereignisse.


Danke Klaus für den Link

Dienstag, 20. Oktober 2020

Die Heuchelei der Welt anhand der unterschiedlichen Reaktionen Floyd/Paty



Gerald Grosz

Wo sind denn die Demonstrationen in allen europäischen Hauptstädten? Wo verstecken sich die hunderttausenden Menschen, die noch vor Monaten - lautstark #blacklivematters kreischend - durch die Straßen unsere Städte gezogen sind?
Wo sind denn die mit Trauerflor versehenen Profilbilder der hunderttausenden Prominenten und jener die es glauben zu sein?

Ist also das Leben eines französischen Geschichtelehrers, der für unsere Meinungsfreiheit, unsere Demokratie auf unserem Kontinent den Kopf verloren hat, weniger wert als das Leben eines posthum heilig gesprochenen Opfers in den fernen USA ist?

Wann werden die tausenden Diskussusionsrunden von Anne Will bis Im Zentrum über diesen schleichenden Krieg gegen unsere Werte ausgestrahlt?

Ich höre keine mahnenden Worte, ich lese keine kilometerlangen Kolumnen in den Tageszeitungen. Ich sehe keine Millionen von jungen Menschen auf der Straße, die für unsere Kultur, unsere Demokratie, unsere Meinungsfreiheit einstehen. Oder ist es Euch schon zu kalt. Haben Euch Eure Omas gegen Rechts noch keine Pudelmützchen gebastelt? Sind die Sturmhauben vom letzten Mal bereits angerotzt und unbrauchbar? Ist Euch das Geld für die bemalten Pappschildchen ausgegangen. Zahlen die Sozialisten und die GrünInnen der Welt für Trauerkundgebungen anlässlich des Mordes eines unschuldigen, rechtsschaffenen Menschens nichts mehr?
Ein paar Tausend in Frankreich auf der Straße, der Rest der eitlen Sonntagsdemokraten in Berlin, Wien, London schläft und schweigt, versteckt sind. Macht der antifaschistische Kampf einen Unterschied zwischen den Opfern und den Tätern. Ich verstehe es nicht.

Sind Demos nur gegen Herrn Klimawandel und Frau Holle, nur für George Floyd und gegen die Polizei erlaubt?
Sind Eure Ideale tatsächlich teilbar?

War das Leben eines Samuel Paty wirklich so wenig wert, dass man europäische Werte wie Demokratie, Meinungsfreiheit, Trennung von Staat und Religion nicht mehr verteidigen will.
Ist der religiöse Wahn, der sich gegen uns richtet denn kein Faschismus?
Seid Ihr alle auf einem Auge blind?

Erfordert es nicht den wütenden Protest aller aufrechten Demokraten, wenn sich die Gewalt gegen uns, gegen unsere Art zu leben, gegen unsere Werte richtet? Allein das Schweigen der dummen Lämmer zeigt doch, wie heuchlerisch die Welt geworden ist. Es kommt nicht mehr darauf, was gesagt wird, sondern wer es sagt. Es kommt auch offenbar nicht mehr darauf an, wer stirbt sondern nur mehr warum man stirbt. Der Name des Opfers des Polizeiübergriffs wie eine Monstranz quer über den Globus gezogen, das Opfer des islamistischen Terrors morgen wieder vergessen.
Zum Speiben, diese Müdigkeit, diese Feigheit, diese Überheblichkeit jener, die sich in Moral und Anstand über andere erheben wollen!

Kommentare

HLiww Udsij
Es wird kein Tam -Tam gemacht weil es ein rechtschaffender Weißer war und kein farbiger Krimineller! Aber schlaft ruhig weiter ihr Gutmenschen!
sonja len
In sieben Städten wo die Demokraten USA regieren, gibt es Mord und TOTSCHLAG, die Menschheit ist wohlstandsverwahrlost, die Klimahüpfer und Black lives Matter, die nur eine Moral kennen, die des Hasses.
Gitta Günter
Ganz Genau Herr Grosz so ist das. Was für Heuchler und Feiger Hunde sind das nur noch, Grüsse aus Berlin
Der Realist
Sehr richtig, wo bleiben die Sondersendungen, Schweigeminuten usw..
Jürgen L.
"Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von den Menschenmassen, die das Böse zulassen."
Albert Einstein
Volker H.
Die Wende von 1989 wird nun endgültig vollzogen, die Bundesrepublik wurde von der Deutschen Demokratischen Republik übernommen. Es gibt zwar keine Todesstrafe für Regime-Kritiker, aber dass löst man heutzutage eleganter durch Existenzvernichtung, wozu die Medien mit beitragen, sie wurden zum stärksten Feind des Bürgers. Die unkontrollierte Angst der Bürger vor einem imaginären Todfeind (Corona) bewirkt gerade, dass die Wirtschaft total zum Erliegen kommt. Sie wird für den Neuanfang/die neue Normalität sturmreif geschossen oder wie Merkel es 2019 in Davos ausdrückte: „"Das setzt aber voraus, dass wir die bestehende Ordnung nicht so weit ruinieren, dass kein Mensch mehr an neue Leitplanken glaubt". Die Leichenfledderer (weltumspannende, ultrareiche Großkonzerne und die Chinesen) stehen schon bereit, Firmen zum Ausverkaufspreis zu erwerben. Den deutschen Michel wird’s nicht stören, er ist zu beschäftigt damit, sich maskieren, testen, impfen und chippen zu lassen, sein Arbeitsplatz und seine persönliche Freiheit sind da Nebensache. Damit er keinen Unfug mit seinem Bargeld macht, wird man ihm auch das abnehmen und zentral/digital verwalten. Bei Ungehorsam wird Papa-Staat dann dafür sorgen, dass ihm das digitale „Taschengeld“ gekürzt wird, Vergünstigungen oder die Mobilität eingeschränkt werden. Kurzum, der moderne Mensch von Morgen wird unter der „neuen Normalität“ nicht mehr leben…er wird „gehalten“.
Danke Willi für den Link

Montag, 14. September 2020

Im "freien" Freistaat Bayern geht es demomäßig zu wie in Berlin

Auch am 12.09.2020 in München mussten sich die Querdenker ihr Demorecht wieder über die Gerichte erkämpfen und der Umzug wurde mit ähnlichen Methoden, wie in Berlin gestoppt.

Was ist denn mit dem freien Freistaat Herr Söder? Kein Arsch in der Hose aber Bundeskanzler werden wollen? Vergessen Sie es!

Der Veranstalter hat m. E. klug gehandelt, und den Umzug wegen der Repressionen und der drohenden Auflösung selbst aufgelöst und die Menschen sind dann zur Kundgebung auf die Theresenwiese gezogen – auch dort ging der „Verordnungsterror“ weiter, aber es ist dem Coronaregime nicht gelungen, die Demo aufzulösen, allerdings hat es viele Bußgelder wegen der irren Maskenpflicht gegeben. Die nur aus regierungskritischen Demos und sonst nirgends im Freien gilt.

Genial: Der bundesweit bekannte „Fernsehpfarrer“ Jürgen Fliege hat in München bei den „rechtsextremen Covidioten“ eine geniale Rede gehalten, das war in den „Qualitätsmedien“ kaum Thema – weil es nicht in ihre Propaganda von Covidioten, Reichsbürgern, Rechtsextremen passt. Hier die Rede:

Pfarrer Jürgen Fliege spricht bei Querdenken 089 München
(Fest für Freiheit und Frieden 12.09.2020)


Dieses Video stammt von
Martin Lejeune

Er schreibt: "Bitte unterstützt unsere Redakteurin und Kamerafrau Anni mit Spenden für ihre Recherchen und Reisen: Paypal: https://www.paypal.me/annihoehne und Hoehne.anne@web.de / Iban: DE08 1005 0000 1063 3264 23 (Kontoinhaberin: Anne Höhne)

Kommentare

Karl Mewes
Mein höchsten Respekt an diesen Herrn, der die Botschaft unserer Natur sehr genau verstanden hat. Alle Einflüsse die sich dieser Mensch ausgesetzt hat, haben seinen Geist nicht verletzen können. Er verkündet eine Wahrheit, die in allen von uns steckt, egal welcher Glaubensrichtung, welcher Nationalität und welcher Hautfarbe. Er hat es geschafft seinen von Gott gegebenen Geist mit den guten Grundsätzen einer Christlichen Weltanschauung zu speisen und viel wichtiger noch, zu bewahren.Ich glaube, Mut und Unbefangenheit sowie Ehrlichkeit ist sein Antrieb. Wir brauchen aus allen Gotteshäusern, aller Glaubensausrichtungen,Menschen, die gemeinschaftlich und somit eine vielleicht nie dagewesene Botschaft des Friedens und des Zusammenhalts in die Welt senden um den unterdrückten Völkern dieser Erde Kraft zu verleihen. Das wäre ein Symbol, welches das Konstrukt der Spaltung egalisieren würde. Wenn die Geistliche Welt ein unbesiegbares Bündnis besiegeln würde und das Augenmerk auf die Zerstörung unserer Natur lenken, die unser aller Lebensgrundlage ist. Für mich ist eines ganz gewiss. Technologischer Fortschritt, Digitalisierung und Industrialisierung in dieser Form, hat allenfalls unsere Lebensgrundlage aufs übelste geschädigt. Und das geschah bislang nur einzig und allein aus Macht-und Geldier einiger Weniger.

SGEfan78
Jürgen Fliege? Ich werde in dieser Krise noch zum gläubigen Christen. Ich habe Tränen in den Augen. Ich hoffe und bete nun, daß sich noch viel mehr Pfarrer äußern und aufstehen. Möge Gott ihnen die Kraft dazu geben. Vielen Dank Herr Fliege.
Nino Richter
Jürgen Fliege .... lange nichts gehört. Mochte ich immer. Seine Sendung machte schon vor Jahren mit neuem, alternativen, nicht vom Mainstream gewollten Gedankengut bekannt. Deshalb wurde sein Sendung auch plötzlich aufgehoben.
H. Fliege wurde vorher nicht unterrichtet.
Er schämt sich für seine Kollegen. Grossartig. Bei solchen Pfarrern würde ich in der Kirche bleiben.
Tolle Rede, Herr Fliege!!!!

Josef Beier
Schön wie sie sprechen Herr Pfarrer, leider ist die Kirche Teil dieses Systems.
Danke Agnes für den Link und den Text

Mittwoch, 2. September 2020

Rubikon - Massiver Verfassungsbruch

Massiver Verfassungsbruch


Am Wochenende haben Politik und von ihr beauftragte Polizei in der Bundeshauptstadt massiv Recht gebrochen, während Hunderttausende friedlich gegen die Corona-Politik demonstrierten.
von Tilo Gräser

Der 29. August in Berlin war ein Erfolg — einmal für alle, die für eine andere Politik nicht nur in der Corona-Krise demonstrierten. Es kamen Schätzungen von Augenzeugen zufolge mindestens 300.000 Menschen zusammen, viele auch aus anderen Ländern, die zeigten, was sie von den Regierenden und den etablierten Parteien halten — nämlich sehr wenig. Es war eine bunte Mischung von Menschen, aus verschiedenen Generation, mit verschiedenen Ansichten, soweit sie erkennbar gemacht wurden, manche ernst, manche fröhlich, manche tanzend, manche sitzend, manche Transparente oder richtige Masken tragend, manche Fahnen schwenkend, manche durch ihr Dabeisein das Anliegen unterstützend. Um es gleich vorweg zu sagen: Es waren auch jene dabei, die glauben, in der Vergangenheit Deutschlands liegt die Zukunft. Ihre Fahnen waren immer wieder zu sehen, aber sie waren eindeutig und ganz offensichtlich nicht in der Mehrheit von Demonstration und Kundgebung.

Es war aber ehrlicherweise ebenso ein Erfolg für die Berliner Polizei, die mehrfach rechtswidrig, aber im Sinne der zuvor angekündigten harten Linie von Innensenator Andreas Geisel gegen die friedlich Demonstrierenden vorging. Dabei wurden die Gerichtsentscheidungen, die das vorherige Verbot von Demonstration und Kundgebung am Freitag aufgehoben hatten, massiv ignoriert. Auch der Hinweis des Berliner Verwaltungsgerichtes, dass die Infektionsschutzverordnung der Hauptstadt in § 4 das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen nur in geschlossenen Räumen anordnet. So mussten die Polizisten in voller Kampfmontur selbst mit Helm und Masken in der Sonne stehen.

Die Macht hat ihre Arroganz massiv zur Schau gestellt und vieles dafür getan, zu verhindern, dass noch mehr Menschen in der bundesdeutschen Hauptstadt zusammenkommen und zeigen, was sie von der herrschenden Politik in der Corona-Krise halten. Ich war ab etwa 11.30 Uhr etwa neun Stunden lang Augen- und Ohrenzeuge des Geschehens, habe beobachtet, fotografiert und mit Teilnehmenden gesprochen, und will an dieser Stelle zusammenfassen, was ich sah und hörte, soweit das in gebotener Kürze möglich ist.

Provokation der Polizei


Mit Hilfe der Polizei konnte verhindert werden, dass noch mehr als die geschätzt etwa insgesamt 300.000 Menschen zum Demonstrationszug und zur Kundgebung auf der Straße des 17. Juni kommen konnten. Das geschah mit Straßensperrungen, Blockaden und immer wieder mit der Drohung, Demonstration und Kundgebung aufzulösen.

Dabei wurden Situationen provoziert, in denen die Demonstrierenden in der Berliner Friedrichstraße gar nicht den geforderten Abstand einhalten konnten: Indem verhindert wurde, dass der Demonstrationszug mit der Spitze an der Kreuzung Friedrichstraße/Torstraße sich in Bewegung setzte und die Menschen sich so verteilen konnten. Dazu wurden außerdem die Zugänge zu den Seitenstraßen versperrt, in die sich der Demonstrationszug hätte ausbreiten können, um die Abstände einhalten zu können, die zum Hygienekonzept von Anmelder Nils Wehner gehörten. Am Ende waren die Menschen auf der Friedrichstraße stundenlang von allen Seiten wie eingekesselt.

Wiederholte Interventionen von Rechtsanwalt Markus Haintz, einer von insgesamt 30 Anwälten auf Seiten der Demonstration und Kundgebung, wurden anscheinend von der Polizei ignoriert. Das reichte von der Aufforderung, Überwachungsfilmaufnahmen einzustellen und die Helme abzunehmen, weil von den Demonstrierenden keine Gefahren und Straftaten ausgehen. Die Polizisten standen in voller Kampfmontur den offensichtlich friedlichen Zivilisten gegenüber, die von den Organisatoren immer wieder aufgerufen wurden, trotz allen Ärgers sich nicht provozieren zu lassen und friedlich zu bleiben.

Die Polizei forderte von den Demonstrierenden, nachdem sie dafür gesorgt hatte, dass die geforderten Abstände gar nicht eingehalten werden können, Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen. Sie nutzte dabei aus, dass das Berliner Verwaltungsgericht am Freitag auch festgelegt hatte, dass die Polizei „weitere verhältnismäßige Auflagen erlassen kann, um konkreten Gefahren zu begegnen“. Doch diese angeblichen Gefahren hatte der Einsatzleiter der Polizei, Stephan Katte, selbst verursacht, als er verhindern ließ, dass die vielen tausenden Menschen in der Friedrichstraße losgehen konnten in Richtung Straße des 17. Juni.

Vorschläge seitens des Anmelders und der Anwälte, die Seitenstraßen zu öffnen, um Platz zu schaffen, wurden von der Polizei ignoriert. Als die Demonstrierenden sich erwartungsgemäß weigerten, die geforderten Mund-Nasen-Bedeckungen anzulegen, wurde die Demonstration seitens der Polizei-Einsatzleitung für aufgelöst erklärt. Zuvor hatte Rechtsanwalt Haintz noch per Mikrofon allen berichtet, die Polizei habe nachgegeben und die Demonstration könne fortgesetzt werden, doch nichts dergleichen geschah. Zwar verließ die Polizeikette auf der Kreuzung Friedrichstraße/Torstraße plötzlich ihren Platz, aber die Polizeifahrzeuge blockierten weiter den Weg — hinter ihnen drei Wasserwerfer in Bereitschaft, die belegen, dass es sich um eine geplante Provokation seitens der Polizei handelte.

Die gewaltsame Räumung der Straße unterblieb aber, die Demonstrierenden blieben zum Großteil lange auf der Straße sitzen, nachdem es hieß, vor Gericht gebe es einen Eilantrag gegen die Polizeimaßnahmen. Es gab einzelne Zwischenfälle, unter anderem als ein Mann an der Kreuzung von mindestens einem Dutzend Polizisten verhaftet wurde. An einer gesperrten Seitenstraße, der Claire-Waldorff-Straße, begannen aufgebrachte Demonstranten die Absperrungen umzuwerfen, bis Demo-Ordner dazwischen gingen und aufforderten friedlich zu bleiben. Als gegen 15.30 Uhr die Demonstrierenden in der Friedrichstraße aus Richtung Torstraße zurückströmten in Richtung Unter den Linden, versuchte eine Polizeikette auf Höhe des Friedrichstadtpalastes noch, sie aufzuhalten, bis sie von den Menschen einfach überrannt wurde.

Massen und Randerscheinungen


So konnten sich die Tausenden, die in der Friedrichstraße ausgeharrt hatten, dann doch noch auf den Weg zur Straße des 17. Juni machen, wo bereits die große Kundgebung an der Siegessäule lief. Während auf der rechten Seite der Straße Unter den Linden die Demonstrierenden friedlich Richtung Brandenburger Tor und Siegessäule gingen, lieferten sich auf der rechten Spur vor der Russischen Botschaft zu der Zeit bereits zahlreiche offensichtlich Rechte und Rechtsextreme erste Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die scheinen so eskaliert worden zu sein, dass später die Straße Unter den Linden zwischen Wilhelmstraße und Friedrichstraße durch ein massives Polizeiaufgebot vollständig gesperrt wurde. Es habe Straftaten gegeben, erklärte ein Polizist fragenden Passanten, als ich gegen 19.30 Uhr dort vorbei kam.

Doch die Rechten blieben an dem Tag insgesamt eine Randerscheinung, auch wenn sie am Abend noch einmal für Schlagzeilen sorgten, als Einige von Ihnen in das Reichstagsgebäude eindringen wollten. Randerscheinungen blieben auch die angeblich antifaschistischen Gegendemonstranten in Seitenstraßen, denen maskiert nichts weiter einfiel, als „Nazis raus“ und ähnliche Sprüche zu skandieren.

Die Straße des 17. Juni füllte sich am Nachmittag mehr und mehr, immer mehr Menschen strömten zur Siegessäule, wo auf einer Bühne Reden gehalten, Initiativen wie die „Mutigmacher“ und die „Klagepaten“ vorgestellt und auch gemeinsam gesungen wurde. Neben Robert F. Kennedy jr., Neffe von John F. Kennedy, sprachen der Arzt Bodo Schiffmann, der Fußballer Thomas Berthold, Veranstalter Michael Ballweg von der Stuttgarter Initiative „Querdenken 711“, Autor Heiko Schrang, Kapitalismus- und Elitenkritiker Herrmann Ploppa sowie zahlreiche Andere, darunter ehemalige Polizisten und Bundeswehr-Angehörige. Sie kritisierten nicht nur die Politik der Regierungen von Bund und Ländern in der Corona-Krise angesichts der Folgen. So widersprach Heiko Schöning von den „Ärzten für Aufklärung“ mit Fakten den offiziellen Erklärungen über das Virus Sars-Cov-2 und die von ihm laut Weltgesundheitsorganisation WHO ausgelöste Krankheit Covid-19.

Zudem machten die Redenden deutlich, dass immer mehr Menschen den Regierenden und den Parteien misstrauen, ebenso den etablierten Medien. Das bestätigten die vielen Tausenden an der Siegessäule und in den Zugangsstraßen, die über Videoleinwände und Boxentürme das Geschehen auf der Bühne mitverfolgen konnten, mit massenhaftem Beifall. Den bekam Student David Claudio Sieber, der berichtete, was er als Mitglied der Grünen erlebte, als er versuchte, die herrschende Meinung zum Corona-Virus in Frage zu stellen. Was er über die Arroganz und Ignoranz der führenden Grünen-Politiker berichtete, dürfte nicht nur mich an ähnlich Erlebtes aus der DDR-Zeit erinnert haben.



Grundstimmung für Veränderung


Das Programm auf der Bühne hat ebenso wie die Mischung aus Hunderttausenden Menschen aus Berlin und anderen bundesdeutschen Regionen sowie aus dem Ausland, die zum Teil wegen der Polizeisperren nicht zur Demo und zur Kundgebung durchkamen, gezeigt, dass es keine rechte Veranstaltung oder eine mit einer „rechten Grundstimmung“ war, wie manche Medienberichte erneut behaupteten. Immer wieder wurde gerufen „Frieden — Freiheit“ und auch die Liebe wurde immer wieder ausgerufen — ebenso wie eine Verfassunggebende Versammlung, die eine neue Verfassung auf Basis des Grundgesetzes erarbeiten will.

Wenn das rechtes Gedankengut ist, dann ist nach der Gesinnung derer zu fragen, die so etwas behaupten. Diese Diffamierungen nutzen nur den Regierenden und Herrschenden sowie den Mächtigen, denen sie dienen. Dass viele der Teilnehmenden auch nichts mehr mit den vorgeblich linken Parteien zu tun haben wollen, die wie SPD, Grüne und Linkspartei in Berlin regieren, haben diese sich selbst zuzuschreiben — auch mit ihrer harten und vorher angekündigten Eskalationspolitik gegenüber den Veranstaltungen am Samstag.

Diese rechtswidrige Eskalation der Polizei entsprechend der politischen Vorgaben durch Innensenator Geisel (SPD), die selbst Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichtes Berlin-Brandenburg ignorierte, wurde noch am Samstagabend und am Sonntag fortgesetzt. Die Kundgebung an der Siegessäule endete wie geplant am Samstag 20.30 Uhr. Die Polizei hatte sich zurückgehalten, nur wiederholt gefordert, dass die Menschen mehr auseinander rücken, um die geforderten Abstände einzuhalten. Nach der Kundgebung sollte das vom Oberverwaltungsgericht bestätigte Camp auf der Straße des 17. Juni beginnen.

Nach Angaben des Veranstalters Michael Ballweg trat die Polizei nach der Kundgebung an ihn heran und teilte mit, das Camp sei verboten und sofort aufzulösen. Ballweg habe daraufhin den entsprechenden Verbotsbescheid gefordert, aber bis 15 Uhr am Sonntag nicht erhalten. Stattdessen ignorierte die Polizei erneut die eingelegten Rechtsmittel („Widerspruch“) und räumte mit Gewalt bis Sonntagnachmittag den Platz an der Siegessäule. Dabei gab es Augenzeugen zufolge infolge des gewaltsamen Vorgehens der Polizisten in Kampfuniform eine Reihe von Verletzten, denen nicht gleich geholfen wurde. Der Feuerwehrmann Martin Wiese verfolgte das Geschehen via Online-Livestream und informierte daraufhin die Feuerwehr-Leitstelle. Daraufhin schickte diese ein Führungsfahrzeug und zwei Rettungswagen zur Siegessäule, berichtete Wiese.

Massive Polizeigewalt


Der Journalist Boris Reitschuster berichtete darüber online:

„Eigentlich wollte ich heute Nacht schon ein Video von der Berliner Großdemo schneiden und dann noch einen Bericht über diese schreiben. Da bekam ich kurz vor Mitternacht die Nachricht, dass unerwartet das Camp der Demo-Veranstalter von ‚Querdenken 711‘ aufgelöst werde. Hastig setzte ich mich aufs Rad und fuhr zurück. Und traute meinen Augen nicht. Die Polizei war gerade dabei, eine ‚Spontan-Demonstration‘ aufzulösen: Als die ganzen Kameras und fast alle Journalisten weg waren, räumten die Beamten mitten in der Nacht doch noch den Platz um die Siegessäule.

Die grob geschätzt zwischen 1.000 und 1.500 verbliebenen Demonstranten, die zu großen Teilen auf dem Boden saßen, weigerten sich, den Platz nach wiederholter Aufforderung durch die Beamten zu verlassen. Als Reaktion gingen die Ordnungskräfte brutal vor — aber nur die Berliner Polizei und teilweise die Brandenburger Polizei, der Kontrast zur ebenfalls eingesetzten Niedersächsischen und Bayerischen Polizei war gewaltig. Sie können sich das in meinem auf YouTube hochgeladenen Livestream ansehen. In dem Video sehen Sie bei Zeitmarke 1:11.59, wie ein Polizist seine Knie auf den Kopf eines Mannes drückt, der auf dem Asphalt liegt.

Als ich die Szene filme, werde ich, obwohl ich meinen Presseausweis vor mir halte und mich als Presse explizit zu erkennen gebe, erst weggeschupst und dann auch noch meterweit weggezerrt. Eine klare unzulässige Behinderung der Presse, noch dazu im Dienst. … Interessant ist, dass erst durch die Polizei-Aktion eine massive Verletzung der Mindestabstände zustande kam, während diese zuvor zumindest teilweise eingehalten wurden …“

Was Reitschuster berichtet, das bestätigt in Grundlinien, was ich bereits am Tag in der Friedrichstraße beobachtete und erlebte.

Ähnlich ging die Polizei am Sonntagnachmittag gegen die angemeldete Querdenken-Veranstaltung im Berliner Mauerpark vor. Dabei behauptete die Polizei wieder, die Teilnehmenden würden sich nicht an die geltenden Hygieneregeln wie Mund-Nasen-Schutz und Abstandsregeln halten. Daraufhin haben die Veranstalter die Versammlung laut „Berliner Morgenpost“ selbst aufgelöst und eine spontane Versammlung angemeldet. Doch das stoppte die Polizei nicht, die auch die Atteste ignorierte, die viele Teilnehmenden vorwiesen.

Wie Hermann Ploppa vom Mauerpark berichtete, wurde Anselm Lenz von der Berliner Initiative „Demokratischer Widerstand“ beim Zeitungsverteilen von der Polizei verhaftet, ihm zwangsweise eine Maske aufgesetzt und er weggezerrt. Die Teilnehmenden seien eingekesselt worden, während eine benachbarte Demonstration von angeblichen Antifa-Aktivisten in Ruhe gelassen worden sei.

Politische Verantwortung


Die Berliner Polizei hat damit den vorher verkündeten harten Kurs der Berliner rosa-rot-grünen Landesregierung gegen die Kritiker der Corona-Politik von Bund und Land rechtswidrig und verfassungsbrüchig durchgesetzt. Die wiederholten Aufrufe der Organisatoren und Demonstranten an die „Mitbürger Polizisten“, keine Gewalt anzuwenden und rechtswidrige Befehle nicht zu befolgen verhallten anscheinend ungehört — erst recht die Aufrufe „Schließt Euch an“ an die behelmten Kampfuniformierten.

Dass Polizisten nicht blind politisch motivierten Durchgreif-Befehlen folgen müssen, bestätigte am Sonntag die Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten (Hamburger Signal) in einer Erklärung unter dem Titel „Verbot des Demonstrationsverbots — Wie in den 70er, 80er Jahren“ zu den Berliner Ereignissen, die vier von ihnen vor Ort beobachteten. Sie bestätigen unter anderem die der Teilnehmenden:

„Gestern waren nach unserer gesicherten Einschätzung hunderttausende auf den Straßen der Berliner Innenstadt mit unterschiedlichen Demonstrationszielen und in mindestens sieben verschiedenen Demonstrationen unterwegs.“

Sie schreiben:

„Am markantesten war jedoch, wie — wieder einmal — aus politischen Gründen die Teilnehmerzahl der vollkommen falsch als Corona-GegnerInnen gelabelten DemonstrantInnen weit — sehr sehr weit — zu niedrig angesetzt worden ist.

Ansonsten ist es geübte Praxis — zu Silvester und anderen Ereignissen — die geschätzte Teilnehmerzahl von Veranstaltungen in Berlin, wenn das Brandenburger Tor mit der sechsspurigen Straße von der ‚Straße des 17. Juni‘ bis zur Siegessäule mit Menschen gefüllt ist, von rund einer Million TeilnehmerInnen auszugehen. Warum war und ist das hier anders?“

Zu dem, was die kritischen Polizisten beim Vorgehen der Polizei entsprechend der Senatslinie beobachteten, ist zu lesen:

„Wir erlebten Abläufe wie bei den Anti-AKW-Demonstrationen in Brokdorf, Wackersdorf, Gorleben und anderorts. Auch jetzt im Medienzirkus. Teilweise Vergleichbares fand damals auch bei den großen Friedensdemonstrationen statt.“

Das sei geschehen trotz der „gelösten wie friedvollen Grundstimmung“ unter den Demonstrierenden — „Ähnlich wie am 3. Oktober 1990 am gleichen Spielort: 1. Feiertag zur (sog.) Deutschen Einheit“.

Was die Vertreter Des „Hamburger Signals“ beobachteten und auf ihrer Website nachzulesen ist, bestätigt ebenfalls, was ich sah und hörte, insbesondere was das zum Teil provokative Auftreten von Polizeibeamten angeht. Interessant ist auch, was sie zum rechten „Sturm auf den Reichstag“ am Samstagabend schreiben. Die kritischen Polizisten stellen außerdem fest: „Wir sind entsetzt, was die offiziellen Medien wieder einmal aus den Fakten machen (müssen?).“ Sie fragen „Wie kommt so eine Schrottberichterstattung — die lobend zu erwähnenden Ausnahmen lösen nicht den Gesamteindruck, weil Rundfunk + TV ja weiter voll abledern — zustande?“

Am Ende betont Thomas Wüppesahl, Bundessprecher des „Hamburger Signals“:

„Wir haben nichts gegen eine ordentliche wie anständige JournalistInnenlandschaft, wir haben auch nichts gegen ‚die‘ Politik oder ‚die‘ PolitikerInnen, sondern höchstens gegen bedauerlicherweise viele PolitikerInnen die ihren Job untermassig ausüben. So sehen das immer mehr und mehr Menschen in diesem Land und werden durch so eine selten dämliche Verbotsverfügung, auch wenn ‚seine‘ Polizei viel dazu beitrug und kräftig nachhalf, sie nachträglich zu rechtfertigen oder durch die Art und Weise wie Inhalte der Berichterstattungen bestätigt.“

Dem habe ich zustimmend nichts mehr hinzuzufügen, außer der Entschuldigung an unsere Leser, dass durch die Ereignisse vom Sonntag mein Bericht länger als vorgesehen wurde.

als Beispiel für die Demo nur zwei Fotos



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Tilo Gräser Tilo Gräser, Jahrgang 1965, ist als Redakteur und Korrespondent für RIA Novosti Deutschland/Sputniknews tätig. Der Diplom-Journalist arbeitete zuvor für verschiedene Medien und als Pressesprecher. Seine Schwerpunkte sind Politik, Soziales und Geschichte.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Der Artikel ist erschienen bei :Rubikon-News


Montag, 31. August 2020

Berlin 30.08.2020 - Polizist schlägt am Boden liegende Frau mit Faust in den Nacken!

Deutschland holt auf. Viel fehlt nicht mehr bis die Stasi-Methoden der DDR wieder erreicht sind. Berlins Innensenator Geisel kann mit seiner ganzen SED-Erfahrung dazu beitragen.


Kai Stuht Creative Caravan

Polizist schlägt am Boden liegende Frau mit Faust in den Nacken! Bitte erstattet Anzeige wegen Körperverletzung!
Der Vorfall ereignette sich am 30.08.2020 gegen ca. 11:50 Uhr.

Geknüppelt und geschlagen wird schon wie in den USA, der Regierung unliebsame Menschen werden in die Psychatrie eingesperrt wie in der ehemaligen DDR. Zensiert wird schon wie in China, gleichgeschaltet sind die Medien wie in Nord-Korea.
Trotzdem behaupten einige angepasste Unbelehrbare, die anscheinend der geballten Medienmanipulation verfallen sind, Deutschland sei Mitglied einer "Westlichen Wertegemeinschaft", in Deutschland gäbe es "Demokratie".

Donnerstag, 27. August 2020

Pressemitteilung vom 26.08.2020 - Berlin verbietet Corona-Demonstrationen

Berlin verbietet Corona-Demonstrationen

Pressemitteilung vom 26.08.2020

Berlins Innensenator begrüßt Entscheidung der Versammlungsbehörde. Infektionsschutz steht im Mittelpunkt.

Die Versammlungsbehörde hat heute mehrere Demonstrationen verboten, die am kommenden Wochenende in Berlin stattfinden sollten. Die Verbote werden maßgeblich damit begründet, dass es bei dem zu erwartenden Kreis der Teilnehmenden zu Verstößen gegen die geltende Infektionsschutzverordnung kommen wird. Besondere Auflagen – wie zum Beispiel das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung – als milderes Mittel seien bei den angemeldeten Versammlungen nicht ausreichend. Die Versammlungen vom 01.08.2020 hätten gezeigt, dass die Teilnehmenden sich bewusst über bestehende Hygieneregeln und entsprechende Auflagen hinweggesetzt haben.

Berlins Innensenator Andreas Geisel begrüßte die Entscheidung: „Das ist keine Entscheidung gegen die Versammlungsfreiheit, sondern eine Entscheidung für den Infektionsschutz. Wir sind noch mitten in der Pandemie mit steigenden Infektionszahlen. Das kann man nicht leugnen. Wir müssen deshalb zwischen dem Grundrecht der Versammlungsfreiheit und dem der Unversehrtheit des Lebens abwägen. Wir haben uns für das Leben entschieden.“ Versammlungsfreiheit bedeute nicht, sich über geltendes Recht hinwegsetzen zu können, sagte Andreas Geisel. „Die Anmelder der Versammlungen, die Anfang August in Berlin stattfanden, haben ganz bewusst die Regeln gebrochen, die sie vorher in Gesprächen mit der Polizei akzeptiert hatten – dazu gehörten das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Einhalten des 1,5-Meter-Abstands. Ein solches Verhalten ist nicht akzeptabel. Der Staat lässt sich nicht an der Nase herumführen.“

Innensenator Geisel kündigte ein konsequentes Vorgehen der Polizei an, sollten sich dennoch große Menschenansammlungen bilden. „Ich bin nicht bereit ein zweites Mal hinzunehmen, dass Berlin als Bühne für Corona-Leugner, Reichsbürger und Rechtsextremisten missbraucht wird. Ich erwarte eine klare Abgrenzung aller Demokratinnen und Demokraten gegenüber denjenigen, die unter dem Deckmantel der Versammlungs- und Meinungsfreiheit unser System verächtlich machen“, sagte Berlins Innensenator.

Andreas Geisel kündigte zudem an, dass die im Vorfeld angekündigten Zeltlager in Berlin nicht geduldet werden. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Berlin zu einem großen Campingplatz für vermeintliche Querdenker und Verschwörungsideologen gemacht wird.“

Die Versammlungseigenschaft eines Zeltlagers ist nach Auffassung der Versammlungsbehörde nicht gegeben, da anzunehmen ist, dass Zeltlager hauptsächlich für Übernachtungszwecke genutzt werden. Gestützt wird diese Rechtsaufassung von den am 21.08.2020 ergangenen Beschlüssen des VG Berlin und OVG Berlin-Brandenburg, die in Bezug auf ein Zeltlager von staatenlos.info die fehlende Versammlungseigenschaft bestätigten und den diesbezüglichen Feststellungsbescheid als rechtmäßig erachtet haben.

Quelle: Berlin.de

» der Kommentar des Blogschreibers «

Auch Berlins Innensenator Andreas Geisel ist sich nicht zu schade dafür, bei der offensichtlichen Fake-News-Verbreitung um Corona mit zu machen. Nun ja, er ist Mitglied der SPD, da kann man nichts anderes erwarten.
Er schwafelt von "steigenden Infektionszahlen. Das kann man nicht leugnen", aber das RKI schrieb bereits in seinem Lagebericht vom 18.06.2020 auf Seite 11: "seit der 16. KW 2020 gibt es keine Nachweise von SARS-CoV-2 mehr."
Nimmt man dazu seine anderen Aussagen, dann kann jeder, der noch klar denken kann, zu dem Schluß kommen: Ihm geht es nicht um die Gesundheit, die wird, wie in allen anderen Fällen, vorgeschoben, ihm geht es, wie der Bundesregierung auch, um eine Machtdemonstration. Es kann doch nicht jeder daherkommen und in "seinem Berlin" machen was er will.
Natürlich bemüht auch er wieder mal, wider besseren Wissens, die bekannten, abgedroschenen Floskeln: Corona-Leugner, Reichsbürger und Rechtsextremisten.
Herr Geisel, was wäre denn, wenn sich Europas Linke zur "Demonstration gegen Rechts" angekündigt hätten? Oder die Antifa aus ganz Deutschland? Wäre dann "ihr Berlin" nicht zu klein? Würden Sie dann auch so argumentieren oder eher wieder so, wie bei politsch gewünschten Demos?
Als Berliner muss man sich schämen, von solchen Leuten wie Sie, regiert zu werden.

PS:
Ist eigentlich schon bekannt, wieviel deutsche Regierungsmitglieder von der WHO für den Lockdown bekommen haben? Wie Lukaschenko sagte, wurden ihm für das viel kleinere Weissrussland 92 Mio. Dollar in bar angeboten, um "zu handeln wie Italien" und nachdem er ablehnte kommt die Weltbank und bietet ihm einen Kredit über 900 Mio. Dollar an, aber nur bei einem Lockdowsn in Weissrussland. Sind WHO und IWF vernetzt oder ist der IWF gar weisungsbefugt über die WHO? Stecken eventuell die gleichen Leute hinter beiden?

Dienstag, 18. August 2020

Rubikon - Gefährlicher Protest

Die Demonstration vom 1. August 2020 ist weiter im Visier der Herrschenden — wir kennen diese Abwehrreaktion bereits.
von Hans Springstein

Bis heute wird über die große Demonstration am 1. August dieses Jahres in Berlin diskutiert. Schon bevor sie begann, wurde gegen sie und jene, die sie organisierten und an ihr teilnahmen, gehetzt, gelogen und mit verschiedenen Mitteln vorgegangen. Das hält an, auch wenn sich die Belege dafür häufen, dass es keine Rechtsextremen und auch keine „Staatsfeinde“ waren, die da demonstrierten. Die Hetze gegen die Demonstration und die vielen Menschen, die dabei waren, ist ein Angriff auf jene Demokratie, auf die sich die Verleumder pro forma berufen. Das ist verlogen und doppelzüngig — auch wenn es nicht neu ist. Der Umgang mit der Demonstration vom 1. August bedeutet aber eine neue Qualität des Umgangs mit Widerstand und Protest. Diese gelten den Herrschenden und Mächtigen anscheinend als zu gefährlich.


„Friedlich, bunt und lustig“ — so hat Kerstin Wolf aus Berlin die
Demonstration am 1. August in Berlin erlebt, über die weiterhin gestritten wird. Die Berliner Ärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilkunde gehörte zu den vielen tausenden Menschen aus der gesamten Bundesrepublik, die an der seit Jahrzehnten größten regierungskritischen Demonstration in der Hauptstadt teilnahmen. Unter ihnen seien nur einige wenige erkennbar Rechte gewesen, so einige „Reichsbürger“, berichtete die Medizinerin im Gespräch.

Sie sei etwa viereinhalb Stunden bei der Demonstration mitgelaufen, bei der Gruppe der „Ärzte für individuelle Impfentscheidung“. Die Ärztin ist nach ihren Worten gegen Zwangsimpfungen, „egal ob Masern oder Corona“. Nach den viereinhalb Stunden und wegen des heißen Sommerwetters sei sie nach Hause gegangen. Für die Abschlusskundgebung auf der Straße des 17. Juni habe ihre Kraft dann leider nicht mehr gereicht.

Wolf meint, dass nach ihrem Eindruck insgesamt deutlich mehr als die von der Berliner Polizei offiziell verkündeten 20.000 Menschen an der Demo und an der Kundgebung zum Schluss teilgenommen haben. Dazu hatte die Stuttgarter Initiative „Querdenken 711“ unter dem Motto „Tag der Freiheit — das Ende der Pandemie“ in die Hauptstadt eingeladen. Dem waren so viele Menschen gefolgt, dass die Veranstalter am Ende des Tages von 1,3 Millionen Teilnehmenden sprachen. Gerechnet hatten sie mit etwa 500.000, wie es vorher hieß.

Darüber, wie viele tatsächlich dabei waren und wer da die Zahlen hoch- oder runtergerechnet hat, begann gleich nach der von der Polizei gegen 16.45 Uhr abgebrochenen Kundgebung zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule eine Debatte. Dabei versuchen Sympathisanten und Gegner mit verschiedensten Methoden und Modellen nachzuweisen, dass entweder mindestens einige hunderttausend Menschen teilnahmen oder nur die polizeilich gemeldeten 20.000.
Zahlenspiele
An der Debatte kann und will ich mich nicht beteiligen, nicht nur, weil ich leider selbst nicht dabei sein konnte. Nur so viel dazu: Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass auch der eigene Augenschein trügen kann, wenn es um die Frage geht, wie viele Menschen an solch einem Ereignis teilgenommen haben. Wie schwierig es ist, die genauen Zahlen zu ermitteln, hat Dieter Rucht vom Berliner Institut für Protest- und Bewegungsforschung (IPB) 2016 im Zusammenhang mit den damaligen bundesweiten Protesten gegen das Freihandelsabkommen TTIP beschrieben.

Die Abweichungen der Teilnehmerzahlen „wären nur dadurch aufzulösen, dass die jeweiligen Schätz- und Zählverfahren offengelegt“ oder „in Gänze per Video dokumentiert und damit nachprüfbar werden“, so Rucht. „Ein anderes Verfahren bestünde in einer Auszählung bzw. Hochrechnung auf der Basis von Luftbildern, wie es inzwischen bei Großdemonstrationen in den USA, vereinzelt auch in Deutschland praktiziert wird.“ Das dürfte auch im aktuellen Fall gelten.

Das Online-Magazin Nachdenkseiten hatte bei der Berliner Polizei zu den Zahlen vom 1. August noch einmal nachgefragt und folgende Antwort bekommen:

„Die Einschätzung von ungefähr 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bleibt auch nach Prüfung im Nachhinein bestehen. Dazu wurde die vorhergegangene, ermittelte Teilnehmerzahl durch die Auswertung öffentlich zugänglicher Luft- und Übersichtsaufnahmen vom Einsatztag nochmals überprüft. Lediglich eine mögliche Varianz von mehreren tausend Personen in der Spitze über dem genannten Ergebnis konnte als Veränderung ermittelt werden.“

Etwas unklar bleibt aus meiner Sicht, ob die Zahl sich nur auf die Abschlusskundgebung auf der Straße des 17. Juni oder die zuvor mehr als vier Stunden dauernde Demonstration durch die Mitte der Hauptstadt bezieht. Teilnehmerin Kerstin Wolf berichtete von Informationen, dass die Polizei irgendwann den Zugang zur Abschlusskundgebung sperrte, weil sich bereits zu viele Menschen auf dem Platz befänden. Bei den Nachdenkseiten ist zu lesen, dass die zahlreichen Fotos und Videos von Demo-Teilnehmenden den Eindruck vermitteln, dass die Zahlen der Polizei deutlich zu niedrig seien.

Paul Schreyer von Onlinemagazin Multipolar hat sich ebenfalls in einem Beitrag mit den Zahlen beschäftigt. In einem Zusatz schreibt er:

„Der Journalist Robert Fleischer hat die bislang gründlichste Recherche zur Frage der Teilnehmerzahl veröffentlicht. Er präsentiert neben dem Busunternehmer Thomas Kaden einen weiteren Zeugen vor der Kamera — den Versammlungsleiter des Umzugs durch die Stadt, Nils Wehner —, der ebenfalls berichtet (…), am frühen Nachmittag von dem für ihn zuständigen Verbindungsmann der Polizei erfahren zu haben, der Umzug hätte Luftbildern der Polizei zufolge geschätzt 800.000 Teilnehmer. Offenbar hatte der größte Teil der Demonstranten des Umzugs es gar nicht bis auf die Straße des 17. Juni geschafft.“

Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Polizei mit den gemeldeten 20.000 Teilnehmenden nur jene von der Abschlusskundgebung meint. Aber wichtiger als die Frage nach den genauen Zahlen der vielen Menschen, die das Anliegen der Veranstalter teilen, sind aus meiner Sicht zwei Fragen: Zum einen, welche Rolle offensichtlich rechte und rechtsextreme Gruppen bei der Demo spielten. Zum anderen eben die nach den Inhalten. Zumindest letztere Frage gerät bei der Zahlen-Debatte aus dem Blickfeld — was vor allem jene freuen dürfte, gegen die am 1. August demonstriert wurde.
Verleumdungen
Zu der ersten Frage gab es gleich am 1. August zum Teil hanebüchene Aussagen: So sprach Jörg Reichel, Landesgeschäftsführer der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) in der Gewerkschaft ver.di Berlin-Brandenburg, von einer „rechtsoffenen bis teilweise rechtsextremen Demonstration“. Schon zwei Tage zuvor hatte Reichel die Organisatoren als „rechtsextrem“ diffamiert, ohne das weiter zu begründen.
Dass die tonangebenden öffentlich-rechtlichen und privaten Medien die Demonstration von Beginn an in ein schlechtes Licht stellten, ist nicht verwunderlich. Das ist journalistisch hochgradig unprofessionell, aber vorhersehbar, stützen doch diese Medien den Kurs der Regierenden und der etablierten Politik in der Corona-Krise samt Angst- und Panikmache.
Dass Gewerkschafter und vermeintlich linke Kräfte dabei mitmachen, ist mehr als bedauerlich. Besonders ärgerlich finde ich, dass vermeintlich alternative Medien wie das Online-Magazin Telepolis sich fortgesetzt an der Diffamierung beteiligen, so Telepolis-Chefredakteur Florian Rötzer am 7. August wieder. Einen Beitrag zum Thema, wie viele am 1. August in Berlin demonstrierten und wie groß eine „kritische Masse an Systemverweigerern“ sein könnte, bebilderte er mit einem entsprechenden Foto: Das zeigt ausgerechnet die wenigen Rechten und Rechtsextremen mit „Reichsbürger“-Fahnen im Demonstrationszug aus vielen tausenden Menschen.

Nicht nur Teilnehmerin Kerstin Wolf bezeugte, dass diese kleinen Gruppen aus ewig Gestrigen mit „Reichsbürger“- und anderen deutschnationalen Flaggen aus vergangenen Zeiten keine Rolle spielten. Auch die Dokumentarfilmerin Gaby Weber spricht in ihrem kurzen Film-Bericht von der Demo von einer „Handvoll“ offensichtlicher Anhänger der Rechtsextremen. Das ist inzwischen selbst bei Telepolis nachlesbar, scheint aber dessen Chefredakteur, der gern den großen Aufklärer gibt, nicht weiter zu beeindrucken.

Der Augenzeuge Lars Töpfer hat in einem kleinen Video aus eigenen Smartphone-Aufnahmen von der Abschlusskundgebung am 1. August Hinweise darauf gebracht, dass der Auftritt der ZDF-Journalistin Dunja Hayali vor Ort inszeniert gewesen sein kann — samt schwarz-weiß-roter Deutschland-Fahnen. Im medienkritischen Onlinemagazin Übermedien wurde Hayalis angeblicher Versuch, mit den Demo-Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen, als „Walk of Häme“ bezeichnet.

Die Autorin Samira El Quassil erinnerte daran, dass Journalismus selbst auch immer Performance ist. Es ist eine alte und vielfach belegte Erkenntnis, dass Journalisten Ereignisse und Bilder schaffen, wenn die Realität sie ihnen nicht für ihre Berichte liefert. Die Liste entsprechender Beispiele ist auf jeden Fall länger als der Zug der Demonstranten am 1. August. Zudem ist es eine ebenso alte Erkenntnis, dass das Außergewöhnliche und die Kontroverse wichtige Nachrichtenfaktoren sind, die die Arbeit von Medien bestimmen.
Widerlegung
Gegen ihre fortgesetzte Diffamierung durch Politiker aller Lager sowie durch die tonangebenden Medien lieferte mit dem Verfassungsschutz eine Behörde Argumente, die sich offiziell dem selben Ziel wie die Kritiker der Anti-Corona-Politik verschieben hat: Dem Schutz des Grundgesetzes und seiner Werte. „Nach Einschätzung des Bundesverfassungsschutzes haben an der Corona-Demonstration am vergangenen Samstag in Berlin nur ‚einzelne Angehörige‘ aus dem rechtsextremen Spektrum teilgenommen“, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am Sonntag, 9. August, auf Seite 1 unter der Überschrift „Keine Demo der Rechtsextremen“.

„Ein prägender Einfluss auf den Demonstrationszug oder die Gesamtkundgebung ging von diesen nicht aus“, habe die Behörde mitgeteilt, so das Blatt. Es zitierte die Verfassungsschützer weiter, dass „aus der Kundgebung für die traditionelle rechtsextreme Szene keine nennenswerte Anschlussfähigkeit an demokratische Kundgebungsteilnehmer“ resultiere. Ob sich jene, die den Kritikern der panik- und angstmachenden Politik von Beginn an vorwerfen, sie seien rechtsextrem, rassistisch und „Covidioten“, bei diesen für ihre Lügen und Diffamierungen entschuldigen, ist leider nicht zu erwarten.

Dokumentarfilmerin Gaby Weber hofft darauf, dass die verschiedenen Seiten wieder miteinander ins Gespräch kommen, wie sie in ihrem Demo-Filmbericht sagt:

„Am Straßenrand zu stehen und ‚Nazis raus‘ zu rufen, oder bei schönstem Wetter mit Maske auf dem Fahrrad ‚Masken an‘ zu brüllen, bringt da wenig und verhindert jede Diskussion“, stellt sie fest. Die Augenzeugin beschreibt zwei Tendenzen unter den Demonstranten, die sie beobachtet hat:

„Da ist die Mehrheit, die einmal aus dem grünen Spektrum kam und sich heute als politisch heimatlos betrachtet und nach radikal demokratischen Lösungen sucht. Die Grünen waren ja mal eine Anti-System-Partei, die direkte Demokratie propagiert hat. Also links-offen und explizit nicht rechts.

In der zweiten Gruppe sind viele, die reale Existenzängste auf die Straße getrieben hat, Freiberufler, Arbeitslose — Leute, die nicht an jedem Ersten des Monats automatisch ihr Geld bekommen. Sie fühlen sich nicht gehört und belogen. Sie bezeichnen sich selbst als ‚unpolitisch‘ und sind offen für die AfD oder für linke Vorschläge — falls diese denn mal kommen würden.“

Das belegen auch die zehn Interviews in dem kurzen Film von Gaby Weber mit Frauen und Männern, die am 1. August in Berlin dabei waren. Darunter ist eine Frau, die nach eigener Aussage einst die Alternative Liste in West-Berlin mitgegründet hat. „Wo sind die Grünen?“, fragt sie enttäuscht in die Kamera. Auch die Ostberliner Ärztin Kerstin Wolf hat bei vielen Wahlen in den letzten Jahren grün gewählt. Das könne sie nun nicht mehr angesichts der Politik der Partei in der Corona-Krise. Wen sie nun wählen könne, wisse sie nicht mehr, sagte sie im Gespräch.
Aufstandsbekämpfung
Am Ende zeigt sich unter anderem an den Reaktionen aus der Politik und denen aus den tonangebenden privaten und öffentlich-rechtlichen Medien: Dieser Protest wie am 1. August ist nicht erwünscht, schon gar nicht in dieser Größenordnung. Dagegen werden viele Mittel in Anschlag gebracht, vom Strom- und Netzausfall und der Polizei, die sich nicht an Absprachen mit den Veranstaltern hält, bis hin zur Diffamierung und der Unterstellung, die Demonstranten seien „eine Gefahr, die eingedämmt werden muss“. Zu dieser Drohung verstieg sich einen Tag später Reinhard Müller, Redakteur der FAZ, in seinem Blatt.

Das Vorgehen gegen jene, die nicht einverstanden sind mit der Politik der Regierenden in der Corona-Krise und die vor deren Folgen warnen, zeigt zum einen die Verlogenheit der etablierten Politik. Wenn im chinesischen Hongkong Menschen auf die Straße gehen und aus verschiedenen Motiven gegen die dortige Politik protestieren, werden diese Demonstranten als „Freiheitskämpfer“ gefeiert. Bundesaußenminister Heiko Maas traf sich mit „Demokratie-Aktivist“ Joshua Wong aus der chinesischen Stadt, der hierzulande hofiert wird. Gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit sagte dieser bei seinem Deutschland-Aufenthalt 2019, Hongkong sei „das neue Berlin“:

„Und gerade weil die Deutschen besonders in Berlin für die Freiheit gekämpft haben, bitte ich die Deutschen um Hilfe in unserem Kampf.“

Sicher waren die hierzulande Regierenden und Herrschenden froh, dass Joshua Wong das nur im Vergleich mit der Zeit des „Kalten Krieges“ bis 1989 gemeint hat.
Während der eine, der sich im fernen Hongkong nach eigener Aussage für Demokratie und Freiheit einsetzt, hofiert und unterstützt wird, werden jene, die das im eigenen Land tun, mit vielen Mitteln bekämpft.
Dabei wird auch in die Kiste der Mittel und Methoden der Aufstandsbekämpfung gegriffen. Zu deren drei Kernstrategien gehört erstens die totale Informiertheit über die eigene Bevölkerung durch Überwachung und zweitens die Vernichtung der identifizierten gefährlichen Minderheit. Diese müsse „von der allgemeinen Bevölkerung separiert und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln eliminiert werden“. So beschreibt das der kritische US-amerikanische Rechtsanwalt Bernard E. Harcourt in seinem 2019 auf Deutsch erschienen Buch „Gegenrevolution — Der Kampf der Regierungen gegen die eigenen Bürger“. Die dritte Strategie ziele auf die Gefolgschaft der Gesamtbevölkerung:

„Es muss alles dafür getan werden, die Herzen und Hirne der passiven Mehrheit zu gewinnen. Deren Gefolgschaft und Loyalität — und letztlich ihre Passivität — sind das Allerwichtigste.“

Der Anwalt berichtet dabei anhand zahlreicher Beispiele nicht über China oder irgendein anderes Land, das im Westen als Diktatur bezeichnet wird, sondern über das vermeintliche „Mutterland der Demokratie“, die USA heute.
Verbindungen
Wer verstehen will, was um die Demonstration am 1. August in Berlin herum geschah und geschieht — vorher, während der Demo und danach — kommt nicht umhin, sich mit dem zu beschäftigen, was Harcourt beschreibt. Davon zeugt auch die Umfrage, die im Auftrag des Bertelsmann-Senders RTL ergeben haben soll, dass 91 Prozent der Bundesbürger kein Verständnis für die Demonstrationen gegen die Anti-Corona-Politik haben würden. Das ist zum einen sicher Folge der Angst- und Panikmache und zum anderen der Stimmungsmache gegen jene, die die auf dem Grundgesetz fußende bundesdeutsche Demokratie noch ernst nehmen, auf die sich ihre herrschenden Gegner in Sonntagsreden so gern berufen.

Es verweist zudem auf ganz andere Verbindungen im Hintergrund: RTL gehört zum Bertelsmann-Konzern, der im Besitz der Bertelsmann-Stiftung ist. Die wiederum meldet sich immer wieder mit Studien zu verschiedenen gesellschaftlichen Fragen zu Wort, auch zum Abbau der bundesdeutschen Krankenhausstrukturen.

Dem Stiftungsvorstand sitzt stellvertretend die Gründer-Witwe Liz Mohn vor, der wiederum nachgesagt wird, mit Kanzlerin Angela Merkel befreundet zu sein. 2009 bereits erklärte der damalige Vize-Regierungssprecher Thomas Steg laut Medienberichten, die Kanzlerin habe „eine sehr enge, vertrauensvolle Beziehung zur Familie Mohn“. Wer meint, das sei alles kein Zufall, läuft Gefahr, als „Verschwörungstheoretiker“ diffamiert zu werden, wie es derzeit jenen geschieht, die die Anti-Corona-Politik von Merkel & Co. kritisieren.

Das führt mich nochmal zu den Protesten gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA in den Jahren 2015 und 2016: Damals lief die gleiche Kampagne gegen jene ab, die dieses Projekt von internationalen Großkonzernen und ihren politischen Helfershelfern kritisierten. Wer das tat, hatte mit Behauptungen wie denen zu kämpfen, dass der Protest gegen die Freihandelsabkommen Rechte und Linke vereine und antiamerikanisch, gar antisemitisch, fremdenfeindlich und nationalistisch sei. Das transportierten und verbreiteten vor allem Mainstream-Medien und deren Autoren, wie ich vor vier Jahren in einem Blogbeitrag schrieb.

Das Magazin Spiegel online veröffentlichte am 10. Oktober 2015 vor der Demonstration in Berlin einen „polemischen“ Kommentar von Spiegel-Hauptstadtreporter Alexander Neubacher. Darin wurde verleumdet und gehetzt, indem der Autor unter anderem behauptete, „bei den TTIP-Protesten sind die Rechten nicht Mitläufer, sondern heimliche Anführer“. Belege dafür gab es auch damals keine, aber diese verleumdenden und zielgerichtet gestreuten Vorwürfe an die Organisatoren des Protestes und die Protestierenden selber hielten sich weiter.

Stattdessen stellten das Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und das Institut für Protest- und Bewegungsforschung (IPB) in einer Befragung unter den Teilnehmenden der Anti-TTIP-Demo 2015 in Berlin fest, diese seien „weder Querfront, noch Querschnitt der Bevölkerung“. Sie seien stattdessen mehrheitlich „links von der Mitte“ und hätten unter anderem oftmals hohe Bildungsabschlüsse. Den Teilnehmenden an der Demonstration 2015 sei es vor allem um Kritik an den Verfahren von TTIP und CETA sowie an der Macht der Konzerne gegangen.
Die Protestierenden gegen die Freihandelsabkommen seien „kritisch, aber loyal zur liberalen Demokratie“. Die Grenze zwischen links und rechts würde nicht verschwimmen, stellte damals IPB-Wissenschaftler Simon Teune von der Technischen Universität (TU) Berlin klar.
Am Schluss der Studie zur Demonstration vom 2015 heißt es:

„Angesichts der Größe der Demonstration bemerkenswert ist es allerdings auch, wie wenige Spuren der Protest in der medialen Öffentlichkeit hinterlassen hat. Zwar haben alle größeren Zeitungen und Nachrichtensendungen über die Demonstration berichtet, aber über die abgesehen von ihrer Größe wenig spektakuläre, friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufene Demonstration wurde in den überregionalen Medien nicht ausführlich auf der Titelseite, sondern nur im Innenteil der Zeitungen berichtet.“
Gemeinsamkeiten
Das mag einer der wenige Unterschiede zur Demonstration vom 1. August dieses Jahres sein. Aber es ist auch ein altes Prinzip, dass das, was nicht sein soll, verleumdet und diffamiert wird, wenn es schon nicht verschwiegen werden kann. Es gibt noch eine Gemeinsamkeit, die mir nicht unwichtig erscheint: Wer vor fünf Jahren gegen die Freihandelsabkommen protestierte, tat das für Demokratie und gegen die Macht der Konzerne. Dazu gehörte bereits damals die Macht der Pharma-Konzerne und ihrer Lobby, die sich stark für TTIP und CETA einsetzten. Es sind die gleichen Kräfte, die heute die Corona-Krise nutzen, um mit Unterstützung der etablierten Politik ihre angekündigten Impfstoffe einer verängstigten und in Panik versetzten Bevölkerung aufzwingen wollen — bis hin zur Drohung, erst dann sei die Rückkehr zur Normalität möglich.

Dagegen zu protestieren, ist das demokratische Recht jeder und jedes Einzelnen. Das geschieht „friedlich, bunt und lustig“, wie es die Ärztin Kerstin Wolf beschrieben hat und wie es auf vielen Videos von der Demo am 1. August im Internet zu sehen ist. Das tun jene, denen der Zustand der Gesellschaft, in der sie leben, und der Zustand der viel beschworenen Demokratie nicht egal sind. Darunter sind auch Einige, die sich im Herbst 1989 in der DDR aktiv gegen eine alles kontrollierende Staatsmacht, die sich auf das Volk berief, für demokratische Veränderungen einsetzten.

Wirklich gefährlich sind heute wie damals nur jene, die gegen diesen Protest hetzen und ihn mit den verschiedensten Mitteln unterdrücken wollen, am Ende auch mit Polizeigewalt. Heute wie damals setzen diese Kräfte gegen die Interessen derer, auf die sie sich berufen, ganz andere Interessen durch, koste es, was es wolle. Dabei spielen zu viele Medien und Journalisten erneut leider keine gute Rolle. Sie sollten eigentlich jene wie die kritische Ärztin Kerstin Wolf und alle anderen, die Fragen und Zweifel zur Anti-Corona-Politik der Regierenden haben und friedlich demonstrieren, unterstützen, indem sie diese zu Wort kommen lassen und Antworten einfordern.



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Hans Springstein Hans Springstein ,Hans Springstein ist ein deutscher Journalist. In derzeit unregelmäßigen Abständen betreibt er privat den Blog „Argumente & Fakten“.
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Der Artikel ist erschienen bei :Rubikon-News