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Sonntag, 8. September 2019

McKinsey stellt der Bundesregierung bezüglich Energiewende ein verheerendes Zeugnis aus

Höchst fahrlässig
Energiewende droht zu scheitern

Wirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier versucht zu retten, was kaum mehr zu retten ist. Die Energiewende, die wie wenige andere Projekte mit dem Namen von Bundeskanzlerin Angela Merkel verbunden ist, droht krachend zu scheitern.
Das Zeugnis, das der Beratungskonzem McKinsey der Bundesregierung ausstellt, ist verheerend. Wer die Warnungen der Experten liest, dem kann angst und bange werden.
Denn verläuft die E-Wende weiter wie bisher -im Schneckentempo - müssen sich Bürger und Unternehmen in wenigen Jahren auf Blackouts einstellen. Auf riesige Stromausfälle. Oder darauf. dass mal diese, mal jene Stadt oder Region vom Netz abgekoppelt werden muss, dass also dort die Lichter ausgehen, um die Stabilität zu gewährleisten.

Um das zu verhindern, müsse bloß der fast zum Erliegen gekommene Windenergie-Ausbau wieder Fahrt aufnehmen. Diesen Eindruck hat Altmaier gestern jedenfalls bei seinem Gipfel mit den Windmüllern zu vermitteln versucht. Doch das ist ein Märchen. Die Giganten aus Stahl und Beton, von denen mittlerweile rund 28.000 in die Landschaft gerammt wurden oder die sich an den Küsten und auf hoher See drehen, decken gerade einmal 3 Prozent des Primärenergiebedarfs. Es ist illusorisch anzunehmen, schwankungsanfällige Wind- und Sonnenenergie könnten die durch die Abschaltung von fossilen Kraftwerken und Atommeilern wegfallenden Kapazitäten kompensieren.

Doch trotzig bleibt die Bundesregierung auf Kurs, will gar die Rechte der Bürger einschränken, sich gegen die rotierenden Kolosse zur Wehr zu setzen. Mit dem Alibi, das Klima schützen zu wollen, sollen Naturschutzauflagen für die Windräder wegfallen, deren Flügeln Vögel, Fledermäuse und Insekten zum Opfer fallen. Aus der Kern- und Kohlekraft auszusteigen, ohne genau zu wissen, wo der fehlende Strom herkommt, ist ein Irrweg und für eine Industrienation, die zugleich auf Elektro-Mobilität setzt, höchst fahrlässig.
Torsten Henke

Weblinks

Energiewende in Deutschland: Murks in Germany
Spiegel-online

Zu langsam, zu engstirnig: Scheitert die Energiewende?
Berliner Morgenpost

Die Politik ist dem Ausstieg nicht gewachsen
Cicero

Bundesrechnungshof wirft der Regierung Versagen vor
Bei der Energiewende droht Deutschland der endgültige Kontrollverlust
WELT.de

Danke Willi für die Zusendung

Mittwoch, 12. Juli 2017

Anne Will - 9. Juli 2017 - G20-Bilanz - War es das wert?


Sendung am 9. Juli 2017 | 21:45 Uhr
G20-Bilanz - War es das wert?
Foto: Screenshot
    die Gäste im Studio

  • John Kornblum, Früherer US-Botschafter in Deutschland
  • Georg Restle, Redaktionsleiter und Moderator von "Monitor"
  • Olaf Scholz (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg
  • Peter Altmaier (CDU), Chef des Bundeskanzleramtes
  • Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen), Fraktionsvorsitzende im Bundestag

Brennende Autos, Plünderungen und Gewalt in Hamburgs Straßen - die Proteste gegen den G20-Gipfel sind eskaliert. Mindestens 130 Millionen Euro an Kosten und mehr als 20.000 Polizisten im Einsatz. Sind die Ergebnisse des Gipfels das wert? Wird es Angela Merkel und den übrigen Gipfelteilnehmern gelingen, Kompromisse bei den strittigen Themen wie Klimaschutz, Freihandel und Migration zu finden? Rückt die Weltgemeinschaft durch das Hamburger Gipfeltreffen näher zusammen?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)

Kommentare aus dem Blog

Jonathan Fliege
Dass Mutti unfähig ist,beweist sie schon seit dem 04.08.1990, Eintritt in die CDU ob als Ministerin für Frauen und Jugend oder Umweltminsiterin oder auch als Generalsekreträrin ( mit Sekretärinnen kennt isch die ehem. FDJ Sekretärin für Propagand und Agitation ja gut aus).Aber nun hat sie mit der Auswahl des Austragungort für den G 20 in Hamburg den Vogel abgeschossen und zeigt, dass diese Versagerin keine Ahnung hat was in diesem Land vor sich geht.Der Austragungsort, die Hamburger Messe, nur einen Steinwurf vom Schanzen- und Karolinenviertel entfernt - Hochburgen der linken Szene. Zu gewaltbereiten Extremisten kommen ein Versagen der Sicherheitsbehörden und ein unnötig riskanter Austragungsort.Das ist so, als würden man eine große Grillparty auf Benzinlagergelände veranstalten.Ist Madam so blöd oder wem wollte sie etwas beweisen???Mit tun die unschuldigen Hamburger und friedlichen Demonstraten leid die hier komplett zwischen der Räder geraden, zwische gewaltbereite Linksextremisten und schlägernde Polizeibeamte, wer sich die Bilder ansieht, kann nicht so blind sein und die Polizei von massiver und extremer Gewaltbereitschaft freisprechen.Ich habe es schon einemal erwähnt, die Bundesländer haben die größster Schläger in ihren Reihen nach Hamburg geschickt.-Anzeigen gegen Polizei wegen Pfefferspray-Polizei schießt falschen Mann an-"Wir sind entsetzt" Polizisten prügeln auf Autofahrer ein-Polizist bricht Frau die Nase-.Dank Handy und Smart-Phone läßt

Klaus Keller
Es war verantwortungslos den Gipfel nach Hamburg zu holen. An der Stelle von Olaf Scholz würde ich mir schon mal einen neuen Job suchen, damit die SPD bei der nächsten Wahl nicht zu tief in den Keller sinkt.

Die Ergebnisse waren es mit Sicherheit nicht wert. Selbst wenn es echte Ergebnisse gegeben hätte, es wäre ein UNO-Vermeidungstreffen geblieben. Es gibt keine Leginimation für G20. G20 sind Ursache der Probleme, nicht Lösung.

Was als "Freihandel" bezeichnet wird ist eigentlich immer zum Nachteil der Mehrheit. Für die Industrieländer bedeutet das Lohndumping, für ärme Länder ist das Ergebnis die Demontage der eigenen Wirtschaft durch ausländische Konzerne. Die Entwicklung der weltweiten Vermögensverteilung stützt diese These. Jetzt will Merkel auch noch die Entwicklungshilfe privatisieren.

Ein Hoch auf Trump!
Der Gebrauch des Begriffes "Protektionismus" ist an Perversion nicht mehr zu überbieten. Trump wird kritisiert, weil er seine Wähler vor Lohndumping schützen will, z.B. über Mexiko. Merkel ist aber sehr für den Protektionismus in Form vom Investorenschutz in sogenanngen "Freihandelsabkommen", bei dem Investoren vor demokratischer Justiz und Gesetzgebung geschützt werden sollen. Die Verbraucher, Arbeitnehmer und Mieter werden dagegen den Investoren hemmungslos ausgeliefert.

Ich wähle die Etablierten schon seit Schröders Rot-Grün nicht mehr. Die EU sollte aufgelöst werden,; wir brauchen einen weitgehenden Neuanfang bei der Zusammenarbeit der Länder.

Horst Meyer
Merkel wollte es Putin, Trump, Erdogan und den Autokraten dieser Welt mal so richtig zeigen: Auch in der (marktkonformen, polizeistaatlichen Oligarchen-)Demokratie kann man die Puppen tanzen lassen, in Saus und Braus leben auf Kosten der Steuerzahler, protzen bis die Schwarte kracht. Und ganz egal wie verlogen und peinlich man sich anstellt, das Volk jubelt einem zu. Fehlt eigentlich nur noch die Beflaggung öffentlicher Gebäude und Schulen mit dem Raute-Symbol.
Merkel und „ihr“ Volk: Viele Merkel-Follower und Foristen kommen nach gründlicher Analyse zu dem Schluss, dass der Grund für die Gewaltausbrüche und Randale die pure Lust an der Zerstörungswut ist. Dabei weiß jeder „Tatort“-Kommissar, dass Verbrechen Gründe haben, dass es die reine Mordlust nicht gibt. Zumal die Merkel-Fans in den Gewalttätern von HH im gleichen Atemzug „Linksextreme“, „Linksfaschisten“ usw. erkennen, also das gleiche ausgeleierte Vokabular, das wir vom AfD-Bashing kennen. Nur jetzt gemünzt auf eine Linke, zu der aus Sicht vieler sogenannter Rechter auch Merkel gehört.
Wirkliche Besserung könnte es erst geben, wenn sich die Regierung an die eigene Nase fassen würde, was sie natürlich nicht tun wird. Der Innenminister will den Schwarzen Block nun, bildlich gesprochen, grün und blau schlagen lassen. Merkel wird aber die Probleme, die sie pausenlos selbst erzeugt, mit dieser Form von Multikulti kunterbunt nicht aus der Welt „schaffen“.

Peter
Nicht geschont werden darf der Bundes-Innenminister de Maiziere, CDU Er tägt die größte Verantwortung. Den Laufpass hätte er schon lange verdient-schon wegen seinem Sachsensumpf in Dresden, wegen seinem Drohnen -Desaster (500 Mio.) als Bundesverteidigungsminister. Jetzt wieder abermals Innenminister. Daran erkennen wir, dass Merkel und auch ihr Minister keine Daseinsberechtigung und somit auch keine Kompetenzen für ihr Amt haben. Jagt sie aus dem Amt und verklagt sie wegen Veruntreuung unserer Gelder und wegen Verrat am deutschen Volk.

HannaH 20
Hat Olaf Scholz nicht in dieser Sendung ganz offen für die EINE-WELT-Regierung im Sinne der NWO geworben? Keiner hat nachgehakt. Kein Wunder, redet doch die Kanzlerin der Eine-Welt-Ordnung auch ständig das Wort.
Wer sich mit dieser Thematik beschäftigt, dem quellen Augen und Ohren über wenn er bemerkt, was alles schon schleichend umgesetzt wurde. Immer Schritt für Schritt. In D. werden Bürgerrechtsentziehende Gesetze nachts um 1:00h verabschiedet oder mal ganz nebenbei in harmlose Gesetze verschoben und versteckt. Kaum 60 Abgeordnete haben das Bankgeheimnis gekippt. Während kurz vorher bei der Schwulenehegleichstellung der Plenarsaal proppenvoll war. Leute bitte wacht auf.
Anne
Genauso ist es.

Besserwisserin
Oh, Sie haben das ernst genommen.
Der Kriminalist in der Sendung sagte das:
Priorität 1: Die Sicherheit der G20 - Teilnehmer gewährleisten
Priorität 2: Die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten"
Das heißt, mit der Entscheidung Merkels, den G20-Gipfel in Hamburg durchzuführen, hat sie BEWUSST die Sicherheit der Bevölkerung aufs Spiel gesetzt. Das war bei der Öffnung der Grenzen im Herbst 2015 genau so. Klar ist, dass unser Staat nicht Willens oder in der Lage ist, die eigene Bevölkerung gegen Gefahren von außen und von innen zu schützen.
Wer die CDU wählt, will, das es genau so weiter geht.

E.Dreier
In der Diskusion am Tisch wurde ausschliesslich über die Krawalle gesprochen.Aber was ist mit den Gipfelgegner,die zu 10 000de friedlich blieben.Warum haben diese gegen den Gipfel in Hanburg demonstriert,was sin deren Beweggründe und Ziele?Kein Wort davon am Tisch,man kehrt es wie üblich unter dem Teppich.Was sagen Ataac,greenpeece,Friedensbefürworter,Andersdenkende zum vermerkelten Sitzunggipfel,Die Vorschläge der Gegener sind doch bekannt warum wird das in den Medien sowenig kommuniziert?In anderen Foren ist das neutraler und nicht so einseitig dargestellt wie im PC,wo nur auf Kuschelkurs und Hofnerichterstattung gesetzt wird.Mit Ausnahme von Frau Busse.Nochmals 4 Jahre Merkel und DE ist am Ende!

Samstag, 22. Oktober 2016

Maybrit Illner - 20.10.2016 - "Feldherr Putin – starkes Russland, schwacher Westen?"

Thema: Doppelmoral

Talk bei Maybrit Illner
Der Westen ist in Sachen Putin ratlos

Die USA? Im Wahlkampf. Deutschland? In der Flüchtlingskrise. Russland? Nutznießer des strauchelnden Westens. Wladimir Putin war zwar nicht zu Gast bei Maybrit Illner. Er sollte aber das Thema sein. Neben zahlreichen Nebenkriegsschauplätzen, die insgesamt für einen wirren Talk sorgten.

Kategorie Nachrichten & Politik
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Die Gäste
  • Peter Altmaier (CDU), Chef des Bundeskanzleramtes
  • Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender Die Linke
  • Alexander Rahr, Putin-Biograf
  • Florence Gaub, Europäisches Institut für Sicherheitsstudien
  • Aktham Suliman, syrischer Journalist
  • Peter R. Neumann, Terrorismus-Experte am Londoner King's College

Das Thema

"Feldherr Putin - starkes Russland, schwacher Westen?", fragte die ZDF-Redaktion am Donnerstagabend. Gerade war er noch da, es sollen harte Gespräche gewesen sein mit Angela Merkel, da war der russische Präsident schon wieder weg. Doch Deutschland diskutiert weiter. Seine Rolle in der Ukraine, in Deutschland, in Syrien, im US-Wahlkampf und - wie die Bundeskanzlerin nun suggerierte - möglicherweise bald in einem anderen Land, das heute noch gar nicht im Fokus steht. Maybrit Illner allerdings entschied, dass anhand Syrien Putins Strategie erklärt werden sollte.

Die Fronten

Syrien quasi als Stellvertreter-Diskussion über Russland. So, wie Syrien der Stellvertreter-Krieg für so unglaublich viele Interessen ist, wie Dietmar Bartsch feststellte. Nichts Neues hier, genauso wenig an der neuen Kalter-Krieg-Front. Aktham Suliman bezichtigte den Westen der Arroganz gegenüber den arabischen Ländern, dabei mit falschen Karten spielend. "Der Westen vertritt seine Interessen. Das ist legitim. Die anderen aber auch, nur nennt man die dann Kriegsverbrecher." Die Worte richteten sich an Peter Altmaier, die stumpfe Allzweckwaffe der Bundesregierung in der Talkshow-Prärie. Keine Überraschung, dass der Chef des Bundeskanzleramtes Russland nicht als Teil der Lösung, sondern als Teil des Problems in Syrien bezeichnete.

Aufreger des Abends

Eigentlich ging es den ganzen Abend über um Doppelmoral. Die friedenstiftenden, aber waffenexportierenden Europäer. Die Tschetschenien-erfahrenen Russen, die aus Aleppo ein zweites Grosny machen könnten. Die inzwischen kriegsmüden Amerikaner, die Mossul bombardieren wie die Russen Aleppo, es aber für gerechtfertigter halten, weil dort der IS sitzt - und als Kollateralschaden auch Zivilisten. Und dann sind da die Syrer. Schließlich geht es um sie. Suliman forderte Altmaier und den Westen auf, sich zu entscheiden. Entweder, man sei wirklich an Frieden interessiert. Dann müsse man dementsprechend handeln und mit allen Fronten - auch mit Russland - offen sprechen. "Wenn nicht, lassen Sie unser Land in Ruhe! Die Menschen wollen keine Demokratie, sie wollen keine Wirtschaft, sie wollen nur normal leben." Das sollte man sich vielleicht mal merken.

Moderatoren-Frage des Abends

Apropos Doppelmoral: Maybrit Illner fragte Altmaier, ob es eigentlich der Ernst des Westens sei, dass "wir mit Ländern wie Saudi-Arabien und Bahrain, die selbst den politischen Islamismus befördern, zusammen um die Befreiung Syrien kämpfen". Der CDU-Politiker antwortete ohne mit der Wimper zu zucken: "Mit denen kämpfen wir gegen den IS. Diese Allianz haben wir geschlossen. Und es ist gut, gegen den IS zu kämpfen." Es war einer der schmerzlich wohltuenden Momenten des Abends, an denen Doppelmoral wenigstens offen zutage gefördert wurde. Ganz nach dem Motto: Mit dem Teufel den Beelzebub austreiben.

Tiefpunkt des Abends

Einen weiteren Satz hatte Altmaier auch noch im Gepäck an all jene Deutsche, die aktuell für den IS in Syrien kämpfen und darauf hoffen, sollten sie überleben, nach Deutschland zurückkehren zu können, potentiell dann als Attentäter. „Jeder, der plant zurückzukommen, muss wissen, dass es für ihn ein großes Risiko bedeutet, wenn er vor hat, in Deutschland Terroranschläge zu begehen.“ Gut zu wissen, dass das Risiko nur bei den Rückkehrern liegt.

Fakt des Abends

Gab es an diesem Abend auch wirklich Erhellendes? Oh ja! Dafür waren die beiden Wissenschaftlicher zuständig, mit denen alleine wohl eine spannendere Diskussion möglich gewesen wäre. Florence Gaub öffnete unter anderem dafür die Augen, wo wir rein statistisch aktuell stehen in Syrien. "Bürgerkriege dauern im Schnitt zehn Jahre. Jetzt stehen wir aktuell bei fünf Jahren, als bei der Halbzeit. Aber Bürgerkriege werden verlängert, wenn sich Drittmächte einmischen." Und davon gibt es in Syrien eine ganze Menge. Kurzum, Halbzeit dieses Konflikts dürfte noch nicht einmal erreicht sein.

Die Frage ist, was das Ende des Konflikts einläuten würde. Der Sieg über den IS? Laut Peter R. Neumann hat der IS in den letzten anderthalb Jahren auf der irakischen Seite rund 50 Prozent an Territorium verloren, auf syrischer Seite knapp 25 Prozent. Der Schlüssel zum Sieg über den IS könnte Mossul werden. "Dort wurde das Kalifat ausgerufen. Wenn Mossul fällt, könnten sich viele Anhänger die Frage stellen: War das eigentlich das richtige Kalifat? Das wäre wichtig", so der Professor des renommierten King's College.

Was offen bleibt

Neumann regte zudem an darüber nachzudenken, was passieren sollte, falls der IS tatsächlich zerschlagen würde. Denn mitnichten würde dies bedeuten, dass es keine IS-Kämpfer mehr gäbe. Nur eben keinen IS mehr. "Viele werden zurückgehen in die Nachbarländer, insbesondere in die Türkei. Das wird destabilisierend wirken", so Neumann. "Und dann ist die Frage, wohin sie als nächstes gehen."

Und dann war da ja eigentlich noch Wladimir Putin. So wirklich Erhellendes brachte die Diskussion über ihn nicht. Biograf Alexander Rahr hätte vielleicht mehr beitragen können. Aber er wurde zu selten in die Diskussion eingebunden. So stand am Ende nur seine Aussage: "Putin möchte Anerkennung als Großmacht erhalten, nachdem Russland in den Neunziger Jahren am Boden lag." Aber auch das war eigentlich schon vorher bekannt.

Quelle: t-online.de

Dienstag, 19. Januar 2016

Anne Will - 17.01.2016 - Nach Köln - Höchste Zeit für eine neue Flüchtlingspolitik?


Sendung am 17. Januar 2016 | 21:45 Uhr
Nach Köln - Höchste Zeit für eine neue Flüchtlingspolitik?
Die Gäste im Studio
© Will Media Fotograf: Borrs/Yunck
  • Gesine Schwan (SPD) Politologin
  • Peter Altmaier (CDU)Chef des Bundeskanzleramts, Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung
  • Stefan Aust Herausgeber und Chefredakteur "WeltN24"
  • Ahmad Mansour Psychologe und Autor
Die massiven Übergriffe der Silvesternacht in Köln haben Deutschland erschüttert und die Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen auf eine harte Probe gestellt. Als Reaktion will die Bundesregierung nun kriminelle Ausländer deutlich schneller ausweisen. Doch führt das auch wirklich zu mehr Abschiebungen? Stellen uns gerade die alleinreisenden, muslimischen Männer vor neue Herausforderungen? Hat Angela Merkels Flüchtlingspolitik die Silvester-Übergriffe überhaupt erst ermöglicht? Und wenn schon Verfassungsrechtler an Merkels Kurs zweifeln, wie lässt sich dann das gesellschaftliche Vertrauen in ihre Flüchtlingspolitik wieder herstellen?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)
Kommentare aus dem Blog

Artur von Blasewitz schrieb am 15.01.2016 14:19 Uhr:
Achduliebemeinegüte!
In diesem Kränzchen der Ahungslosen, Wichtigtuer und Selbstdarsteller fehlt nur noch die neuerdings wieder gesellschaftsfähig gewordene Alice Schwarzer!
Ich jedenfalls, freue mich auf einen entspannten fernsehfreien Sonntagabend!

Peter Schuster schrieb am 15.01.2016 14:40 Uhr:
Tagtäglich müssen wir uns von Politikern die vorgefertigten Statements (auch zur Flüchtlingspolitik) anhören. Warum also müssen unbedingt diese Leute dafür auch noch eine Bühne in Talkshows bekommen? Wenn ihr schon beim ÖRR unbedingt dreimal die Woche dasselbe Thema durchkauen müsst, dann doch bitte mit Menschen von denen man auch mal was Konstruktives zur Lösung beigetragen wird. Ich bin es leid immer nur die üblichen parteipolitischen Aussagen zu hören, die außer der üblichen Rhetorik sonst nichts zu bieten haben. Herr Altmeier repräsentiert genau das was ich meine.

Claudio Y schrieb am 15.01.2016 15:30 Uhr:
Leider wieder der alte Trick auch von der Anne-Will Redaktion, diese Leute "Flüchtlinge" zu nennen. Das sind KEINE Flüchtlinge, sondern Migranten und damit vor allem Wirtschaftsmigranten. Zur Frage der Sendung: Natürlich wird es Zeit für eine andere Politik beim Thema Migranten. Kein Land der Welt kann sich so überfluten lassen mit ca. 80% muslimischen, jungen Männern. Diese kennen aus Ihrer Welt und Ihrer Erziehung nur das Recht des Stärkeren und dass der Clan und die Religion wichtiger ist, als eine Verfassung. Ausserdem sollte doch mittlerweile jedem klar sein, dass diese Menschen viel schneller und aus nichtigsten Gründen zur Gewalt greifen, die kennen keine Diskussionskultur und regeln Auseinandersetzungen und Streitigkeiten eben mit Gewalt. Diese Mentalität trifft dann auf eine unterwürfig und viel zu verständnisvolle Gesellschaft (wobei uns das ja nur auferlegt wurde, denn sonst ist man ein Rechter), bei der Polizisten ernsthaft bei einer Razzia in einer Moschee die Schuhe ausziehen sollen. Die lachen sich doch schlapp über uns. Dieses Zurückweichen unsererseits wird die nur noch weiter ermutigen, da die uns als schwach ansehen. Die Grünen und Sozialromantiker sind mit ihrer Ideologie endgültig gescheitert!!!

Wolfgang Friedrich schrieb am 15.01.2016 21:50 Uhr:
Die Flüchtlingspolitik der Fr. Merkel ist am Ende!
Warum meiner Meinung: Frau Merkel incl. der Medien vermengen etwas, was nicht zusammengehört. Flüchtlinge und Emigranten. Flüchtlinge bekommen Zuflucht und Sicherheit auf Zeit. Während Emigranten Einwanderer sind, die nicht nur auf Zeit einreisen. Von beiden wird aber erwartet, dass sie unser Rechtssystem, unsere Lebensformen akzeptieren und nicht untergraben.

Romano schrieb am 16.01.2016 00:57 Uhr:
Lieber NDR, Liebe Redaktion,
Sie wollen allen Ernstes die übergeordnete Leitfrage "Wie lässt sich das Vertrauen in Merkels Flüchtlingspolitik wieder herstellen?" von diesen vier linken Socken diskutieren lassen? Wo sind die Kritiker? Wo ist die CSU? Wo die AFD?
8 Milliarden Euro Rundfunkbeiträge pro, über 10 Leute in der Redaktion, Prime Time Sendeplatz am Sonntagabend - und dann so eine einseitige, linksorientierte Therapiesendung für das bröckelnde Weltbild der Toleranzromatiker und Multi Kulti Traumtänzer. Das ist ein Skandal!
Wenn sie sich gefragt haben, wo der polemische Vorwurf "Lügenpresse" herkommt, schauen sie sich nur das Setup ihrer Sendung an. Fair & Balanced ist anders.
Wie Frau Merkel haben die öffentlich Rechtlichen ihr Vertrauen in vier Monaten verspielt, das sie sich über Jahre aufgebaut haben.
Schämen Sie sich!

- nachträglich zensiert Seite 15 -
Paulus schrieb am 16.01.2016 14:44 Uhr:
Wer noch einen kleinen Funken von Glaube an eine Beeinflussung praktischer, politischer Entscheidungen durch Stimmabgabe bewahrt hat - und sich in Opposition zur Groko und deren fundamental falscher "Asylpolitik" befindet und wem die versuchte Infantilisierung des intellektuellen Klima in D durch von "oben" durchgedrückte Sprachregelungen (PC) langsam auf die Nerven geht, kann beim nächsten Gang an die Wahlurne nur einer einzigen Partei seine Stimme geben, die mit dem Buchstaben A ..... in ihrer Namensführung beginnt und damit aufspießt, was es mit der "Alternativlosigkeit" zur Politik von Frau Merkel tatsächlich auf sich hat.
Gruß Paulus


Maria schrieb am 16.01.2016 15:22 Uhr:
Warum sollte man das Vertrauen in Merkels Flüchtlingspolitik wiederherstellen. Die meisten lehnten diese Politik von Anfang an ab (man hätte leicht das Volk abstimmen lassen können), zudem ist die Politik falsch, schadet allen außer Merkel.
Nachdem diese im Gegensatz zu Wulff immer nur auf christlich-jüdische Wurzeln hinwies,über Gaza hinwegging und -geht, änderte sie ihren Kurs etwa vor einem Jahr, um sich gegen Pegida und AFD abzugrenzen. Alle seien willkommen, verstanden viele als Einladung, viele verloren ihr Leben im Mittelmeer.
Schon Cond. Rice wollte den ganzen Nahen Osten neu ordnen, d. h. auch Assad muss weg wie andere vor ihm z. B. Saddam. Die Folgen sehen wir nun, nämlich den IS.
Just in der gleichen Woche, als die UN ihre Hilfen (Zufall?) für die syrischen Lager an der Grenze um ca 30% kürzten, USA Aleppo angriff, machte sich Merkel besonders für die Aufnahme syrischer Flüchtlinge von dort (junge Männer, die in der Mehrzahl Assad gewählt hatten) stark,was ihr US-Lob brachte. Es kommt zum Eingreifen Russlands, das von Merkel(USA) schon durch Sanktionen geschwächt wurde.Nach dem arabischen Frühling bat H. Clinton öffentlich die syrische Opposition sich gegen Assad zu erheben, der sich dann wehrte. IS und Arabien taten ein übriges u. a. mit deutschen Waffen. Fehlten einigen anscheinend nur noch deutsche Tornados. Die Syrer können einem wirklich leidtun. Doch nicht nur Syrer flüchten.Das wird zu viel für D. Merkel gehorcht Obama wie beim €, stärkt USA, schwächt D.

Prof. Dr. Rainer Arnold schrieb am 18.01.2016 17:53 Uhr:
Die Sendung mit Anne Will war unter allem Niveau: inhaltlich sowieso und journalistisch erst recht. Ursachen der Krise in unserer Gesellschaft unbenannt, endlos geduldete, komplett banale und inhaltsleere Monologe Altmeiers (natürlich pro Merkel-Kurs, was denn sonst!) Schwan und Aust nur graduell besser, Mansours Einwürfe nicht verstanden; Schlußfolgerungen: keine! Ganz einfach: Niemand kommt (und bleibt auch nicht!)ohne Papiere ins Land, strengste Kriterien an Asylsuchende, Trittbrettfahrer, Idenditätsschwindler, Abenteuermigranten wieder ausweisen und abschieben. Mit dem "Rest" an echt Verfolgten kämen wir alle glänzend zurecht!
Rainer Arnold

Pressestimmen

"Anne Will" zur Flüchtlingspolitik:
"Wir reden alle durcheinander. Ich würde gerne Ruhe reinbringen!"
Macht Deutschland seine Grenzen dicht? Und wie viele Flüchtlinge kommen wirklich ins Land? Bei "Anne Will" wurden wichtige Themen diskutiert - leider chaotisch und ohne nennenswerten Beitrag der Moderatorin. Spannend wurde es erst, als die Sendung endete.
Spiegelonline
Peter Altmaier:
„Gesetze anpassen und verschärfen“
Die Vorgängerin von „Günther Jauch“ beerbt ihren Nachfolger: „Anne Will“ ist zurück. Optisch hat sich damit einiges geändert. Inhaltlich aber tritt der Sonntags-Talk weiterhin auf der Stelle.
Focus.de

Anne Wills Sonntags-Comeback
Jauchs Vorgängerin und Nachfolgerin schlägt sich tapfer
Fast souverän, auf jeden Fall unterhaltsam: Anne Will hat nach vier Jahren ein halbwegs gelungenes Comeback zur Talk-Primetime auf dem Sendeplatz von Günther Jauch hingelegt.
t-online.de

Lesen Sie auch hier: http://robert-diegrossenreligionen.blogspot.de/2016/01/nachbetrachtung-zur-anne-will-sendung.html

Dienstag, 27. Oktober 2015

Hart aber Fair - Plasberg diskutiert über Flüchtlinge

Thema: Hart aber Fair

Plasberg diskutiert über Flüchtlinge
"Dann werden sie Merkel fallen lassen"

27.10.2015, 07:46 Uhr | Von Marc Merten, t-online.de
Die Suche nach dem Knopf: Frank Plasberg hat mit seinen Gästen am Montagabend einmal mehr im deutschen Fernsehen versucht, den Knopf zu finden, mit dem der Flüchtlingsstrom gestoppt und das humanitäre Problem in Deutschland und Europa gelöst werden kann. Das gelang "Hart aber Fair" nicht. Stattdessen blieben Fragen über die Transitzonen, über die Türkei und unter welchen Bedingungen Angela Merkel zurücktreten müsste.

Peter Altmaier mag kein begnadeter Rhetoriker sein, aber als Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung muss er die Politik der Kanzlerin in Talkshows erklären. Mantra-artig wiederholt er immer und immer wieder die Argumente von Angela Merkel. Folge: Er muss sich öfter mal fühlen wie auf der Anklagebank.

Das Interessante: Alle Diskutanten schienen eigentlich auf der Seite Angela Merkels und der Regierung zu sein. Trotzdem nutzte jeder die Plattform, direkt oder indirekt Kritik an der Kanzlerin zu üben. Rainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, kritisierte die geringe Unterstützung für die Polizeibeamten und propagierte (wobei Propaganda hier durchaus wörtlich verstanden werden darf) erneut einen Zaun an der deutsch-österreichischen Grenze.

Christian Bernreiter, CSU-Politiker und Präsident des Bayerischen Landkreistages, stellte gleich zu Beginn die Frage, wann endlich Schluss sei mit der unkontrollierten Flüchtlingswelle? "Wann hören wir auf? Wann setzen wir unser Rechtssystem wieder in Kraft?"

Sevim Dagdelen, die migrationspolitische Sprecherin der Linken, monierte, dass der "soziale Frieden" in Deutschland über allem stehen müsse, und es endlich an der Zeit sei, die tatsächlichen Ursachen der Flüchtlingsströme zu bekämpfen - namentlich deutsche Waffenexporte und das Wegschauen bei humanitären Krisen in der arabischen Welt.

Wie lange hält Merkel durch?

Und Michael Spreng, der jahrelange Politikberater, verteidigte Merkel zwar vehement ("Es gibt keine Alternative. Ein Politiker muss sagen: Wir schaffen das. Zweckoptimismus ist alternativlos, sonst kann er seinen Job direkt aufgeben."), stellte am Ende aber die große Frage: Wie lange hält Merkel diesen Kurs noch durch? Könnte die Flüchtlingskrise sogar in einem Rücktritt der Kanzlerin gipfeln?

Ehe wir zu diesem Thema kommen, seien vorher noch zwei weitere erwähnt, die heiß diskutiert wurden: die Transitzone (oder "Internierungslager", wie Dagdelen sie nennt) und die Türkei. Beides vergleichbar mit einem Pakt mit dem Teufel - oder mit einer großen Chance für Europa. Je nach dem, wem man zuhörte. "Wir wollen keinen Zaun bauen", sprach Bernreiter fast schon historisch anmutende Mauerbau-Worte.

Doch viel eher brachte die Diskussion um die Transitzone und die Frage, ob ein Zaun um Deutschland herum sinnvoll wäre, viel kleinbürgerliches Angst-Gedankengut auf den Tisch. Plasberg nannte dies zum Glück beim Namen, es hätte wohl zu Diskussionen führen können, die manch älteren Menschen durchaus noch bekannt hätte vorkommen können.

"Erdogan, die personifizierte Fluchtursache"

Der andere große Streitpunkt war die Türkei. Das Land, das unter Staatschef Recep Tayyip Erdogan zu einer Demokratur verkommen ist, nun aber eine entscheidende Rolle für Europa spielt. Das Land, über das die größten Flüchtlingsströme aus Syrien fließen und zu dem die Europäische Union nun plötzlich als Bittsteller angekrochen kommt. "So ein Land als sicheres Herkunftsland einzustufen", sagte Dagdelen, „in dem der Präsident eine personifizierte Fluchtursache ist, ist schäbig. Kein Pakt mit Erdogan, Herr Altmaier!", forderte die Linke-Politikerin. "Sie machen sich erpressbar von Erdogan."

Dem stimmte Michael Spreng zu: "Ein Land, in dem die Kurden verfolgt werden, Journalisten und Oppositionelle ins Gefängnis gesteckt werden, soll aus politisch opportunistischen Gründen zum sicheren Herkunftsland erklärt werden? Das kann doch nicht sein."

Es war einer dieser Momente, in denen man Altmaier wünschte, zu Hause geblieben zu sein. Seine Antwort war ein Zeugnis der Hilflosigkeit der EU in den Gesprächen mit einem so wichtigen Grenzstaat zu Syrien wie der Türkei: Ja, in der Türkei seien "sicherlich viele Dinge geschehen, die wir kritisiert haben".

Aber was hilft’s? Die Flüchtlinge gelangen nun einmal zunächst in die Türkei. Und weil die Türkei "von allen Staaten in der Region nicht der undemokratischste" wäre, sei es richtig, mit Erdogan zu reden. Nicht der "undemokratischste". Ein bemerkenswertes Kriterium für ein Land, das einmal EU-Mitglied werden könnte.

"Kanzlerin muss einstecken"

Aber kommen wir doch noch auf die Frage, was denn nun aus Angela Merkel wird. Die Bundeskanzlerin hatte ja eben schon wegen ihres Treffens mit Erdogan ordentlich einstecken müssen. Wenn Michael Spreng richtig liegt, dürfte das aber nur der Anfang sein.

In den Umfragewerten hat Merkel bekanntlich bereits deutlich eingebüßt, während Stimmenfänger Horst Seehofer der AfD nacheifert und im rechten Becken fischt. "Man sieht", sagte Spreng, "dass sich im Untergrund der Union etwas verändert. Die Union wandert peu à peu aus dem Merkel-Land aus. Sollte die Union künftig ein unfreundliches Gesicht den Flüchtlingen gegenüber zeigen, müsste sie zurücktreten. Denn dann wäre das nicht mehr ihr Land."

Ein Rücktritt Merkels aufgrund der Flüchtlingskrise? Für Spreng wäre er eine Folge politischer Gewalt. "Frau Merkel ist beliebt, weil sie eine Macht-Garantin ist. Wenn CDU/CSU aber zu dem Schluss kommen, dass sie keine Macht-Garantin mehr ist, weil sie den Rückhalt der Wähler verliert, dann werden sie Merkel fallen lassen. So hart ist die Politik.“

Alles hängt eben doch an diesem einen Knopf, den keiner findet, um aus der Flüchtlings-Bredouille zu kommen, die eigentlich gar keine sein dürfte. Da konnte Altmaier noch so sinnentleert erklären, dass sich auch heute noch Sigmar Gabriel nach den Merkel’schen Umfragewerten die Finger lecken würde. Er entlarvte damit nur wieder das größte Problem, das nicht nur die deutschen Politiker haben: Am Ende geht es nur um die nächste Wahl. Das eigentliche Problem ist aber: Flüchtlinge, die vor Krieg und Verderben davon laufen, haben keine Wahl. Weder politisch noch humanitär.

Quelle: t-online.de

... und wie immer wenn es für die Regierung nicht gut aussieht und die meisten Kommentare nicht politisch korrekt sein werden:

Liebe Leserin, lieber Leser, bei t-online.de können Sie die meisten Artikel kommentieren. Einige Themen sind allerdings nicht kommentierbar. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion. Weitere Hinweise finden Sie in unserer Netiquette. Wir danken für Ihr Verständnis.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Den deutschen Leitmedien laufen die Leser davon

Thema: Nachrichten

Den deutschen Leitmedien laufen die Leser davon
Posted by Maria Lourdes | 12. Oktober 2015
Das Gute daran- die Nachrichtenseiten im Internet, die alternative und objektive Informationen bieten, bekommen immer mehr Leser.
zum Beispiel: Michael Winkler

Merkels letztes Aufgebot, der große Koordinator der Flüchtlingskrise, Peter Altmaier, muß mangels eigener Ideen bei Seehofer klauen: er spricht auch schon von "Transit-Zonen" für die sogenannten Flüchtlinge, um diese gleich an der Grenze festzuhalten. Ich finde, Transit-Zonen ist ein guter Name für Lager, in denen diese unerwünschten Zudringlinge konzentriert untergebracht werden.

Mutter-Merkel
Foto: Lupocattivoblog.com
Natürlich sollte man diese in einen Bereich für Muslime und einen anderen für Nichtgläubige unterteilen. Im Bereich für Ungläubige gibt es Schweinebraten, Schweinswürstel, Alkohol - und im Bereich der Muslime die Scharia. Fünfmal beten am Tag, Freitags alle in die Moschee und einen schönen großen Platz, auf dem Hände abgehackt, Verbrecher ausgepeitscht, gesteinigt oder geköpft werden. Wir sind es schließlich aus Respekt vor dieser anderen Kultur schuldig, die Diener Allahs in den Monaten bis zu ihrer Abschiebung nach ihren eigenen Gebräuchen leben zu lassen.

Ich habe mal die Liste aus dem Wahlkampf 2013 hervorgeholt, mit den ganzen Gründen, Merkel nicht zu wählen. Das Wort "Asyl" kommt darin nicht vor, auch nicht "Asylbetrüger" oder "Invasor". Daraus schließe ich, daß Merkel durchaus zu einer Entwicklung fähig ist. Eine Entwicklung zum Schlechteren, Bösartigeren, Widerwärtigeren ist schließlich auch eine Entwicklung. Jedenfalls gewinnt der letzte aufgeführte Punkt an Aktualität: Wenn die grauslichste Kanzlerin aller Zeiten so weitermacht, wird sich bald keiner mehr daran erinnern können, sie jemals gewählt zu haben. So nach zwei Jahren wird immer deutlicher, was uns alles erspart geblieben wäre, wenn vor zwei Jahren ein paar mehr Leute vernünftig gewesen wären.

Mein Gott, sieht unsere hochverehrte Frau Verteidigungsministerin alt aus! Sind das alles Sorgenfalten? Ich habe den Eindruck, als sei sie 20, wenn nicht gar 30 Jahre gealtert, seit das mit ihrer Doktorarbeit herausgekommen ist. Und in ihrem Lebenslauf soll sie auch geschummelt haben. Die Universität Stanford weiß jedenfalls nichts von einer Dr. Ursula von der Leyen, die dort Gasthörerin gewesen sein will. Andererseits, sie sollte froh sein, wenn sie in Ruhe und vor Angela Merkel ihre Karriere beenden kann. Klar, sie wurde als künftige Bundeskanzlerin gehandelt, aber was sollte sie denn in diesem Amt tun? Den Asylbetrügern Kitas bauen? Oder Kitas in Griechenland, wenn die Euro-Krise wieder hochkocht? Wobei, auch in Frankfurt am Main wäre bestimmt noch Platz für ein paar Kitas, falls die Börse abstürzt oder die Deutsche Bank Bankrott anmelden muß. Nur, fürchte ich, werden diese Kitas keine Probleme lösen. Nach Merkel sollte jemand kommen, der die Dinge tatsächlich anpackt, nicht aussitzt oder Kitas baut.

Die irakische Luftwaffe hat den Konvoi des größten Kalifen der Gegenwart angegriffen, doch das Oberhaupt des Islamischen Staates al-Bagdadi ist diesem Angriff entkommen. Liebe Iraker, das war ein netter Versuch. Aber solltet Ihr wieder so etwas erfahren, dann laßt bitte die Profis ran. Russische Piloten hätten getroffen.

In Israel wird wieder einmal auf Semiten geschossen. Sobald ein Semit einen messerähnlichen Gegenstand in der Hand hat, wird er von einem Juden in Notwehr erschossen. So mancher Beobachter fürchtet, daß demnächst wieder eine Intifada stattfindet, ein breiter Aufstand der unterdrückten Semiten gegen die Besatzer. Allzu große Sorgen sind jedoch unnötig, so ein paar aufmüpfige Semiten ballern die Juden doch mit links weg, das hat die Vergangenheit zur Genüge bewiesen. Und wenn auf dem Tempelberg ein paar Moscheen zerstört werden, ist das nicht so schlimm, zum einen werden in Deutschland ständig neue Moscheen gebaut, zum anderen wird Israel an diese Stelle ein wahres Wunderwerk an Tempel hinstellen, auf das die ganze jüdische Menschheit stolz sein wird.

In der Türkei herrschen Fassungslosigkeit und Staatstrauer ob der Anschläge in Ankara. Allerdings mischt sich darunter auch die Wut vieler Bürger, die nicht an die Unschuld des großen Sultans glauben wollen. Außerdem ist die Zahl der Opfer nicht sicher. Offizielle Stellen sprechen von 95 Toten, die Kurden von 128 Toten. Die offizielle Türkei beschuldigt den Islamischen Staat, die PKK und eine linke Splittergruppe, die Kurden bezichtigen Erdogan, mit den Tätern unter einer Decke zu stecken. Wie lange wird die Türkei noch ruhig bleiben? In früheren Zeiten hat bei solchen Gelegenheiten das Militär für Ordnung gesorgt, doch seit der Re-Islamisierung der AKP ist das Militär geschwächt. Ich fürchte, da unten wird gerade ein neues Faß aufgemacht. Kein Bierfaß, das wäre unislamisch, sondern ein Pulverfaß.

Quelle: Michael Winkler


Sonntag, 28. Juli 2013

"Mythen der Energiewende": Warum Merkel beim Strompreis irrte

t-online.de

Selten legt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel genau fest. Aber bei der Ökostrom-Umlage hat sie es einst getan - und dürfte es inzwischen bereuen. Denn der eine Satz verfolgt Merkel: "Die EEG-Umlage soll nicht über ihre heutige Größenordnung hinaus steigen. Heute liegt sie bei etwa 3,5 Cent pro Kilowattstunde." Das sagte die Kanzlerin im Juni 2011 im Bundestag. Inzwischen ist die im Strompreis enthaltene und im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verankerte Umlage auf 5,3 Cent gestiegen. 2014 werden es 6 bis 6,5 Cent sein - fast schon das Doppelte.

angela-merkel-2011-im-bundestag-die-eeg-umlage-ist-seitdem-stark-gestiegen-und-hat-den-strom-verteuert
Angela Merkel 2011 im Bundestag: Die EEG-Umlage ist seitdem stark gestiegen und hat den Strom verteuert (Quelle: dpa)
Statt 122 Euro sind es inzwischen 185 Euro, die ein Haushalt mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden nur für die Ökostrom-Umlage im Jahr berappen muss. Im Schnitt zahlt so ein Haushalt nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft 83,80 Euro im Monat für Strom, 2011 waren es mit 73,59 Euro zehn Euro weniger. Auf das Jahr hochgerechnet kommt für viele die 1000-Euro-Marke in Sicht - vielerorts wird sie sogar bereits überschritten.

Was die EEG-Umlage nach oben treibt

Warum eigentlich ist die angeblich so billige Energiewende zu einem Mythos geworden?

Punkt 1: Der starke Solarzubau. Allein 2010 bis 2012 wurden über 22.000 Megawatt an neuer Leistung installiert, trotz mehrerer Förderkürzungen treibt das die Umlage.

Punkt 2: Immer mehr Rabatte für energieintensive Unternehmen bei Umlage und Netzentgelten, die die Verbraucher mitzahlen.

Punkt 3: Eine gewisse Flickschusterei. So wurde eine neue Umlage eingeführt, um Schadenersatz für Netzprobleme bei See-Windparks auf die Strompreise abzuwälzen. Auch zwangsweise am Netz gehaltene Kraftwerke schlagen zu Buche. Der Staatsanteil beim Strompreis liegt inzwischen bei über 50 Prozent.

Punkt 4: Ein nicht mehr funktionierender Strommarkt, der Preissteigerungen begünstigt.

Für einkommensschwache Haushalte wird die Lage schwieriger, Wohlfahrtsverbände warnen vor Hunderttausenden Stromsperren durch die Auswirkungen der Energiewende. Die Preisdebatte leidet aber unter einseitigen Argumentationen. Wenn etwa Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) einen Stopp für neue Windräder und Solaranlagen als ein Allheilmittel sieht, greift das zu kurz. Denn die Umlage - es ist die Summe aus den auf 20 Jahre garantierten festen Vergütungen und Industrierabatten - würde auch ohne ein neues Windrad steigen.

Ausbaustopp stoppt nicht den Anstieg des Strompreises

Wie bitte? Ja, es zeigt sich in diesem Jahr ein Phänomen, das auch SPD-Chef Sigmar Gabriel nicht auf dem Zettel hatte, als er als Bundesumweltminister in der großen Koalition mit der Union eine neue Berechnungsgrundlage für die Ökostrom-Umlage auf den Weg brachte. Gezahlt wird seitdem die Differenz zwischen dem für den Wind- und Solarstrom an der Strombörse - also im Einkauf - erzielten Preis und der festen Einspeisevergütung.

Die einfachste Sparmaßnahme wäre ein Wechsel. In der Studie heißt es, dass der Kunde bei einem Wechsel aus der Grundversorgung im Schnitt 190 Euro pro Jahr sparen kann, "wobei beim Maximalwert bis zu 482 Euro erreicht werden". Doch gerade Ereignisse wie die Insolvenz des Anbieters Flexstrom oder die Debatte um Care Energy könnten die Wechselbereitschaft einschränken, betonen die beiden Analysten.

Anfang September sickert die Hiobsbotschaft durch

Umweltschützer und Opposition fordern mehr Druck auf die Anbieter, Ersparnisse durch die preissenkenden Wirkungen des Ökostroms an der Börse weiterzugeben. Alle Parteien wappnen sich mit argumentativer Munition, wenn Anfang September die Höhe der Umlage für 2014 durchsickern wird. Denn wegen des Leitungsausbaus werden auch die Netzentgelte als weiterer Teil des Strompreises wohl steigen.

Umweltminister auf verlorenem Posten

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) versuchte es mit einer "Strompreisbremse". Doch eine nachträgliche Förderkürzung für bestehende Anlagen war schon in der Union nicht vermittelbar - dieser Batzen macht über 90 Prozent der Umlage aus. Angesichts des Rekords bei den Rabatten für die Industrie will er zumindest diese um 700 Millionen Euro kappen - denn allein 2013 haben 2367 Unternehmen von den anderen Stromverbrauchern zu zahlende Nachlässe beantragt.

Aber eine echte Bremse wäre auch das wohl kaum. Angesichts der davon galoppierenden Kosten hat er die Regierungsschätzungen drastisch nach oben korrigiert: Ohne Gegensteuern könne die Energiewende eine Billion kosten. Aber das könnte wiederum auch etwas übertrieben sein.
Quelle: dpa


Kommentare

 
uds schrieb:
Wann bekommen die Leute endlich mit, dass die Frau Merkel die größte Schleimerin ist die wir haben. Immer lächeln, aber nichts richtige sagen und versprechen, wie früher im Osten.

bevdie schrieb:
Wie konnte man denn die Energie in Private Hände der Konzerne legen da liegt das Problem.
Und das die Konzern Nadelstreifen Anzugträger nur an den Profit für ihre Taschen denken dürfte ja mittlerweile jedem bekannt sein.
Was damals so hinter die Kulissen der Politik von statten ging seht ihr heute in eurer Tasche.
Alles was der Mensch zum Leben und zur Versorgung seines Ich s braucht gehört Verstaatlicht wie vorher auch.
Aber aufregen braucht ihr euch absolut nicht ihr habt diese Politik Gewählt und werdet es bald wieder tun.

ADK65 schrieb:
Eine Schande und Schweinerei wie wir bei dem täglichen Energiebedarf von Strom, Benzin (Diesel) und Gas beschissen werden. Wir können wählen wen wir wollen, Deutschland hat sich Kaputtregiert.

Hanspeter schrieb:
Die Energieversorger kommen vor lachen nicht mehr in den Schlaf und können die ganzen Gewinne gar nicht mehr zählen. Damit die Preise schön oben bleiben wird sogar der überschüssige Strom ins Ausland verschenkt. Der deutsche Michel wird abrasiert. Ist ja auch so einfach.

lorentius schrieb:
Habt ihr schon vergessen ,das sie in diesem Jahr die Rentner mit der Erhöhung der Renten West betrogen hat mit 0,25 Brutto Rentenerhöhung.
Warum wählen die Otto Normalverbraucher eigentlich diese Frau die nur für
Reiche sorgt. Ich sehe noch im Fernsehen wie sie den Steuerbtrüger Höneß
sehr Freundlich mit Handschlag im Stadion begrüß hat. Hätte ein normaler Bürger dieses Volksverbrechen begangen würde er in Haft sitzen. Denn Steuerhinterziehung ist ein Verbrechen am Volk. Oder etwa nicht. Im September beginnt der Prozeß abe heut weiß man Schon wie die Richter urteilen . Das ist doch sonderbar.

And68 schrieb:
Jeder der sich mit der Energiegewinnung etwas auskennt, konnte schon damals sehen, das die Berechnung getürckt war. Die Lobbyisten hatten ganze Arbeit geleistet und auch noch Kosten für den Netzerhalt auf den Verbraucher abgewälzt, die er eigentlich schon gezahlt hatte.

Nickel schrieb:
So ist es immer, wenn sich Mutti mal festlegt. Letztes Beispiel: Prism bei der US-Armee und der Bundeswehr ist ein anderes, zweites Spionage-Programm und hat mit Prism der NSA nichts zu tun. Wieder falsch. Die Dame hat keine Ahnung oder sie will die Menschen für dumm verkaufen. Deshalb gilt: wenn Du geschwiegen hättest, wärest Du ein Philosoph geblieben ! Wir glauben Ihnen nichts, Frau Bundeskanzler.

sv98 schrieb:
Wir wurden schon immer belogen, aber so viel wie von dieser Frau noch nie. Sie trifft keine Entscheidungen. Sie sitzt alles aus, (NSA). Sie will ganz Europa helfen und denkt nicht an Deutschland.