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Sonntag, 8. September 2019

McKinsey stellt der Bundesregierung bezüglich Energiewende ein verheerendes Zeugnis aus

Höchst fahrlässig
Energiewende droht zu scheitern

Wirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier versucht zu retten, was kaum mehr zu retten ist. Die Energiewende, die wie wenige andere Projekte mit dem Namen von Bundeskanzlerin Angela Merkel verbunden ist, droht krachend zu scheitern.
Das Zeugnis, das der Beratungskonzem McKinsey der Bundesregierung ausstellt, ist verheerend. Wer die Warnungen der Experten liest, dem kann angst und bange werden.
Denn verläuft die E-Wende weiter wie bisher -im Schneckentempo - müssen sich Bürger und Unternehmen in wenigen Jahren auf Blackouts einstellen. Auf riesige Stromausfälle. Oder darauf. dass mal diese, mal jene Stadt oder Region vom Netz abgekoppelt werden muss, dass also dort die Lichter ausgehen, um die Stabilität zu gewährleisten.

Um das zu verhindern, müsse bloß der fast zum Erliegen gekommene Windenergie-Ausbau wieder Fahrt aufnehmen. Diesen Eindruck hat Altmaier gestern jedenfalls bei seinem Gipfel mit den Windmüllern zu vermitteln versucht. Doch das ist ein Märchen. Die Giganten aus Stahl und Beton, von denen mittlerweile rund 28.000 in die Landschaft gerammt wurden oder die sich an den Küsten und auf hoher See drehen, decken gerade einmal 3 Prozent des Primärenergiebedarfs. Es ist illusorisch anzunehmen, schwankungsanfällige Wind- und Sonnenenergie könnten die durch die Abschaltung von fossilen Kraftwerken und Atommeilern wegfallenden Kapazitäten kompensieren.

Doch trotzig bleibt die Bundesregierung auf Kurs, will gar die Rechte der Bürger einschränken, sich gegen die rotierenden Kolosse zur Wehr zu setzen. Mit dem Alibi, das Klima schützen zu wollen, sollen Naturschutzauflagen für die Windräder wegfallen, deren Flügeln Vögel, Fledermäuse und Insekten zum Opfer fallen. Aus der Kern- und Kohlekraft auszusteigen, ohne genau zu wissen, wo der fehlende Strom herkommt, ist ein Irrweg und für eine Industrienation, die zugleich auf Elektro-Mobilität setzt, höchst fahrlässig.
Torsten Henke

Weblinks

Energiewende in Deutschland: Murks in Germany
Spiegel-online

Zu langsam, zu engstirnig: Scheitert die Energiewende?
Berliner Morgenpost

Die Politik ist dem Ausstieg nicht gewachsen
Cicero

Bundesrechnungshof wirft der Regierung Versagen vor
Bei der Energiewende droht Deutschland der endgültige Kontrollverlust
WELT.de

Danke Willi für die Zusendung