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Freitag, 13. Dezember 2013

Euro-Retter wollen europäische Super-Bank für Zugriff auf Steuergelder

Thema: Das letzte Gefecht
 
Die Euro-Retter um Wolfgang Schäuble planen eine supranationale Superbank, um direkten Zugriff auf die Steuer-Milliarden zu erhalten. Sie wollen den ESM und die EU-Kommission über die Banken-Rettungen entscheiden lassen. Damit wäre in Europa ein neo-sozialistisches Modell installiert. Orchestriert wird der Coup von einer heftigen Banken-Schelte. Doch es geht Schäuble nicht um Moral: Er will den direkten Zugriff auf die Vermögen der Steuerzahler im Crash-Fall.
 

„I have a dream“: Die Euro-Retter Wolfgang Schäuble und Jean-Claude Juncker könnten schon bald gemeinsam die wichtigsten Bank-Direktoren Europas sein. (Foto: dpa)

Wolfgang Schäuble lenkt bei der Banken-Rettung ein. Er scheint, scheinbar widerwillig, dem Diktat der anderen Staaten zuzustimmen:
Die EU-Kommission soll das letzte Wort haben, wenn eine Bank zu retten ist.

Formal hat Schäuble das bisher immer abgelehnt.

Doch es war offenbar von Anfang an geplant.

Den Abwehrkampf führt Schäuble nur für die Galerie.

Er verfolgt einen Plan. Diesmal knöpft sich er sich die Banken vor.

Zu diesem Zweck ist der ESM von großer Bedeutung.

Denn Schäuble möchte selbst Bank-Direktor werden.

Schäuble?

Wolfgang Schäuble hat im Parteispenden-Skandal den Deutschen Bundestag belogen. Bis heute ist ungeklärt, was mit einem Kuvert geschehen ist, in dem sich 100.000 DM des Waffenhändlers Schreiber befanden. Schäuble kann sich bis heute nicht daran erinnern, was mit dem Geld geschehen ist (dazu unübertroffen: Dieter Hildebrandt - hier).

So wie es jetzt aussieht, wird Schäuble sowohl über die deutschen Steuer-Milliarden als auch über die europäischen Milliarden im ESM immer entscheidend bestimmen können.

Schäuble wird dies weitgehend ohne öffentliche Kontrolle machen: Der ESM, der zur Bank ausgebaut werden soll (mehr hier), unterliegt keiner Transparenz oder Rechenschaftspflicht.

Schäuble will Direktor des ESM mit uneingeschränkten Vollmachten werden.

Asmussen, der viele Jahre eng mit Schäuble zusammengearbeitet hat, könnte Schäubles Generalbevollmächtigter werden.

Und auf Seiten der EU-Kommission müssen wir uns jemand ganz anderen vorstellen als den Portugiesen José Manuel Barroso, den Schäuble nicht ausstehen kann.

Schäuble träumt von Jean-Claude Juncker als neuem EU-Kommissionspräsidenten. Der

Luxemburger ist auf dem Transfermarkt, er hat Bankenerfahrung als Pate des sagenumwobenen Finanzplatzes Luxemburg (hier); und er würde die Präsidentschaft als Krönung seiner Karriere sehen (hier).

Die Euro-Retter aus alten Tagen – sie wäre wieder vereint.

Sie wollen den Zugriff auf die Milliarden – weil sie ihn brauchen: Denn Schäuble und Asmussen wissen, dass die Schulden-Krise in Europa mit jedem Tag schlimmer wird (hier).

Schäuble und Asmussen wissen, dass der Tag des Endspiels naht.

Und bei diesem Endspiel wird es zu einer Konfrontation kommen: Die Banken werden als Gläubiger versuchen, ihr Geld zurückzubekommen. Die Schulden-Staaten werden versuchen, eine „neue Lage“ herbeizuführen: Sie wollen eine Situation schaffen, in der die Banken diskreditiert werden. Wenn die Taktik aufgeht, könnte es den Staaten gelingen, ihren Schuldenberg an die Banken abzuwälzen.

Die Idee ist die von schlechten Schuldnern: Man übertragt das Eigentum an einen entfernten Verwandten, legt den Offenbarungseid ab und macht weiter wie bisher.

Nur darum geht es bei der Banken-Kritik von Schäuble: Schäuble hatte behauptet, die Kreativität der Banken, die Regulierung zu umgehen, sei weiterhin groß. Schäuble hatte in diesem Zusammenhang dem Handelsblatt einen wichtiges Satz gesagt: „Es waren nicht die Staaten, welche die Krise ausgelöst haben. Das war die Finanzbranche! Deshalb kann es kein Ende der Regulierung geben.“

Diese Behauptung entspricht nicht der Wahrheit: Die ganze Katastrophe des Weltfinanzsystems hatte mit der Aufforderung von US-Präsident Bill Clinton an den Chef der Federal Reserve, Allen Greenspan, begonnen, die Zinsen so niedrig wie möglich zu halten. Es sei ein politisches Ziel, dass sich jeder Amerikaner eine eigene Immobilie leisten solle. Clintons Administration sprach von einem amerikanischen Traum. Greenspan gehorchte, die Schulden-Droge war unters Volk der Banker und Zentralbanker gebracht.

Von nun an gab es kein Halten mehr. Alle machten mit, alle Politiker wollten ihren Wählern alles auf Pump versprechen. Die politisch dominierten deutschen Landesbanken waren ganz vorne beim Boom – und vor allem ganz vorne dabei beim Crash: Die von Jörg Asmussen beaufsichtigte IKB brach unter der Last von Spekulationen zusammen, die auf Manipulationen beruhten. Die Band Bank der Hypo Real Estate, die FMS Wertmanagement, konnte nur mit einem Buchhaltungs-Wunder gerettet werden – bis heute weiß niemand genau, wie das eigentlich zugegangen ist. Eines Tages verkündete Schäuble, man habe zufällig 55,5 Milliarden Euro gefunden, die sich hinter einem „Statistikproblem“ verborgen hielten. Das Problem war gelöst (hier bei DMN).

Die Bundesregierung hat in der Frage der europäischen Banken-Rettung mit großem Weitblick vorgesorgt: Die Sparkassen und die Landesbanken sind aus der europäischen Banken-Aufsicht herausgenommen.

Wie praktisch.

Die Landesbanken werden politisch kontrolliert. Die Sparkassen arbeiten in enger Abstimmung mit der Politik.

Erst in dieser Woche wurde bekannt, dass die Landesbank Berlin, die mit einem politischen Dekret den Sparkassen aufs Auge gedrückt worden war, eine weitere Milliarde Verlust gemacht hat. Damit liegen die Verluste einer vom Staat geführten und vom Staat beaufsichtigten Bank bei 3,2 Milliarden Euro.

Die WestLB wurde staatlich geführt und kontrolliert.

Von der WestLB gibt es nur noch eine Bad Bank mit 1,5 Billionen-Risiken an Derivaten (mehr hier).

Die IKB ist weg. Staatlich geführt und gescheitert.

Die HSH Nordbank kämpft ums Überleben. Staatlich gefürhrt.

Die SachsenLB: Staatlich geführt und gescheitert.

Doch Schäuble und sein Gehilfe Asmussen wollen zurückkehren zu dem Konzept der Staatsbanken.

Ihnen schwebt für das gesamte Finanz-System ein sozialistischer Gegenentwurf vor: Die Staaten sollen die Kontrolle übernehmen.

Asmussen hat vorgeschlagen, dass die Staaten künftig die Zinsen festsetzen sollten, um Manipulationen zu verhindern.

Hier wird eine Fiktion verbreitet, die verwegener kaum sein kann: Wenn der Staat am Ruder ist, geht alles mit rechten Dingen zu. Wenn private Unternehmen involviert sind, ist das Verbrechen nicht weit.

Was dabei geflissentlich verschwiegen wird: Banken und Staaten waren bei allen Manipulationen stets Komplizen. Im Falle Schäubles ist es besonders delikat: Mehrfach hat Schäuble hinter den Kulissen schärfere Regulierungen verhindert: Einmal ging es um Erleichterungen für französische und deutschen Banken in der Frage der Eigenkapitalquote (hier). Ein anderes Mal ging es um die Lebensmittelspekulationen (hier).

Vor allem aber haben die Politiker durch ihr Konstrukt der Euro-Zone die EZB geschaffen, die zwar formal unabhängig ist.

Weil jedoch die Euro-Zone wegen der unterschiedlichen wirtschaftlichen Bedingungen in den Staaten nicht mit einem einheitlichen Zinssatz funktionieren kann, kann die EZB ihren Gründungsauftrag – Geldwertstabilität – grundsätzlich nur mit Manipulationen erfüllen. Auch die Fed und die japanische Notenbank manipulieren, was das Zeug hält. Alle tun es im Auftrag der Politik.

Schäubles Kritik und Asmussens Unterstützung sind daher nicht, wie Deutsche Bank-Chef Jürgen Fitschen sagt, „Populismus“.

Sie folgen eiskalt einem Plan (Schäuble – hier; Asmussen – hier).

Der Plan wird bei dem Streit um die Banken-Rettung in Europa sichtbar: Schäuble betont immer wieder, dass die Gläubiger, also die Bank-Kunden, im Falle einer Banken-Pleite geschröpft werden.

Die Banken wollen, angeführt von EZB-Chef Mario Draghi, dass die Steuerzahler zahlen.

Für den Bürger ist dies ein Streit ohne Bedeutung: Er wird für die Schulden aufkommen müssen, die andere gemacht haben: Die die Politiker wollten wieder gewählt werden und sahen den einfachsten Weg mit Geld-Versprechen.

Die Banken haben die Kredite mit der Aussicht auf todsichere Schuldner gerne gewährt: Es gibt bis heute (!) keine Regeln für eine staatliche Insolvenz in Europa, und damit wähnen sich die Banken auf der sicheren Seite.

In jedem Fall werden die Schulden die kommenden Generationen bezahlen.

Das chronische Klagen über die schlechte Moral gehört zum Ritual der Vorbereitung des Endspiels der Lastenverteilung. Auch Bundesbank-Chef Jens Weidmann hatte erst vor kurzem kritisiert, dass die Banken weiter zocken (hier).

Doch die Frontlinie verläuft nicht zwischen den Banken und den Staaten.

Sie läuft zwischen Gläubiger und Schuldnern (Banken + Staaten) und den Bürgern.

Banken und Staaten wissen, dass sie den Billionen Schulden-Berg nicht abtragen werden.

Daniel Stelter hat genau herausgearbeitet, wer am Ende bezahlen wird: Es sind die Sparer und die Empfänger von staatlichen Leistungen, die bezahlen werden. Die einen durch eine Zwangsabgabe, die anderen durch Entzug der Leistungen (mehr dazu hier).

Wolfgang Schäuble ist seit 40 Jahren Berufspolitiker. Er weiß nicht, wie die Welt „da draußen“ aussieht.

Es interessiert ihn auch nicht: Er will, dass die Welt nach seinen Vorstellungen geformt wird.

Der Architekt der Finanz-Welt von morgen ist ein Mann, der eine 100.000 DM-Spende mit viel Pech verloren und 55,5 Milliarden Euro für die staatliche Bad Bank wie durch ein Wunder gefunden hat.
Man sieht: Es geht ganz schön exponentiell zu bei der Finanz-Krise.

Und genau daran wird der Schäuble-Asmussen-Plan scheitern: Die Billionen Schulden stehen in den Büchern. Sie können nicht weggetrickst werden.

Die ersten Investoren blasen zur globalen Kapitalflucht aus einem durch und durch korrumpierten System (mehr hier).

Schäuble und Asmussen stehen auf der falschen Seite.

Sie wissen es, und wollen ihre Haut mit der Flucht nach vorne retten.

Sie werden nicht weit kommen.

Der Schwelbrand hat den Notausgang bereits erfasst.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

» der Kommentar des Blogschreibers «
Hier noch einmal mein Beitrag zum Anne-Will-Blog, der nicht freigeschaltet wurde sondern spurlos von der Seite verschwand. Warum wohl?

38 Gerd 49: Der Kommentar wartet auf Freischaltung
10. Dezember 2013 um 20:00 Uhr
Ausgerechnet Schäuble warnt vor Regelverstössen?
Ausgerechnet der Mann der sich genausowenig wie die Banken an Regeln hält?, der mit den Eurorettern eine supranationale Superbank plant, um den direkten Zugriff auf die Steuermilliarden zu erhalten. Sein Traum: Der ESM und die EU-Kommission soll über die Banken-Rettungen entscheiden.
Ein in Geldangelegenheiten unglücklich glücklicher Mann, der bis heute nicht weiss wo die 100.000 DM vom Waffenhändler Schreiber verloren gegangen sind, der dann aber, an anderer Stelle oh Wunder, 55,5 Milliarden Euro für die staatliche Bad Bank findet. Dieser Mann will Direktor des ESM mit uneingeschränkten Vollmachten werden. Den hat er mit erschaffen und dessen Immunität will er nutzen.
So wie es jetzt aussieht, wird Schäuble sowohl über die deutschen Steuer-Milliarden als auch über die europäischen Milliarden im ESM immer entscheidend bestimmen können denn der ESM unterliegt keinerlei Transparenz und und ist niemanden Rechenschaftspflichtig. Es ist ein ganz böses Spiel das der Warner vor Regelverstößen da mit uns treibt.

Was der Mann bisher schon im Hintergrund, von der Öffentlichkeit unbemerkt, für Geschäfte abwickelt hat, ist schon der reine Wahnsinn und hat mit Demokratie wirklich nichts zu tun.
Zählt er sich vielleicht selber schon zu den rechtmäßigen Herrschern der Welt und als Organisator der Neuen Weltordnung unter Führung der US-Banken und des ESM?
Nachlesen kann man das alles bei Deutsche Wirtschafts Nachrichten und wenn man z.B. nach Daniel Stelter, Boston Consulting Group oder Levin Holle googelt.

Lesen Sie auch hier bei Focus Finanzen: LINK
"Warum die Zwangsenteignung für alle kommen wird"
Die westlichen Demokratien sind überschuldet wie nie – und können diese Mega-Defizite nicht aus eigener Kraft abbauen. Deshalb werden die USA, Japan und Europa kleine und große Sparer bald zwangsenteignen. Es wäre nicht das erste Mal.


Frau Nachdenklich sagt:
Wir brauchen einen Aufstand der Gescheiten! Leider gibt es mehr Bekloppte als Gescheite in diesem Land. Sorry, das sieht mir leider ganz danach aus. Jeder hat das Recht, sich zu informieren.

fan sagt:
Wie oft habe ich hier bei DWN geschrieben:
Die Brüsseler “Zentral-Sozialistische-Diktatur” soll vollendet werden, und Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sollen für die EU-Bürgerinnen und -Bürger geschleift werden.

Ein neuer Sozialistischer Ostblock bzw. Zentral-Verwalteter EU-Block wird gegen die EU-Bevölkerungen geschaffen, und Karlsruhe wird das tun, was Merkel will, die ehemalige aktive Mitmacherin der ROTEN-Diktatur und Anhängerin der SBZ, der SED, der DDR und der Volkskammer mit Block-Parteien-Anhang – das hat sie ja haut-nah in der ROTE-Diktatur gelernt, verinnerlicht und durfte sogar, andere durften es nicht, als Linien-Treue in der UdSSR studieren..!

Und Schäuble wird vom Macht- und Größen-Wahn getrieben, verrät unsere (halbwegs noch bestehende) deutsche freiheitlich-demokratische und rechtsstaatliche Grund- und Gesellschafts-Ordnung und wird uns wie der Gröfaz in den Ruin treiben..!

Und die Bevölkerungen wollen einfach nicht kapieren, wo es langgeht..!

Karl sagt:
==> Die Billionen Schulden stehen in den Büchern. Sie können nicht weggetrickst werden.<==

Diese Billionen Schulden müssen auch nicht wegtrickst werden. Für Schäuble und sein Verbrechersynikat steht schon lange fest wer dafür aufkommen muss: die kleinen und mittleren Einkommensbezieher zahlen die Zeche für die Party.

Superbank-Analyst sagt:
Die Euro-Retter um Wolfgang Schäuble müssen nicht mehr eine supranationale Superbank planen, um direkten Zugriff auf die Steuer-Milliarden zu erhalten. Diese Superbank ist mit dem ESM-Vertrag bereits gegründet und von den Politikern genehmigt worden.

Hier einige Passagen, die belegen, das mit dem ESM-Vertrag eine Superbank gegründet wurde:
  • Die Mitgliedsstaaten verpflichten sich unwiderruflich und uneingeschränkt, ihren Beitrag zum genehmigten Stammkapital gemäß ihrem Beitragsschlüssel zu leisten. Sie verpflichten sich unwiderruflich und uneingeschränkt, das geforderte Kapital innerhalb von sieben Tagen einzuzahlen.
  • Die Finanzminister der Mitgliedstaaten bilden in der Regel den Gouverneursrat. Der Gouverneursrat übernimmt sämtliche Aufgaben innerhalb des ESM. Er tätigt die Kapitalabrufe, legt deren Höhe fest und kann das maximale Darlehensvolumen des ESM beliebig erhöhen.
  • Der Gouverneursrat handelt wirtschaftspolitischen Auflagen aus, kann Änderungen an der Liste der Finanzhilfeinstrumente vornehmen, kann andere Fonds einrichten und kann sonstige erforderliche Beschlüsse fassen, die in dem Vertrag nicht ausdrücklich genannt sind.
  • Der ESM, sein Eigentum, seine Mittelausstattung und seine Vermögenswerte genießen Immunität von gerichtlichen Verfahren jeder Art und sind von Beschränkungen, Verwaltungsvorschriften, Kontrollen und Moratorien jeder Art befreit.
  • Auch der Gouverneursrat genießt vollständige Immunität.
  • Außerdem besteht Immunität von Durchsuchung, Beschlagnahme, Einziehung, Enteignung und jeder sonstigen Form des Zugriffs durch vollziehende, gerichtliche, administrative oder gesetzgeberische Maßnahmen. Sämtliche Tätigkeiten unterliegen der ewigen Geheimhaltung.
  • Die Archive und Geschäftsräume des ESM und seine sämtlichen Unterlagen sind unverletzlich.
  • Alles was den ESM anbelangt ist von Steuern und Zöllen befreit.

Montag, 25. November 2013

Die Junker blasen zum Angriff: Die Rückkehr der Feudal-Herrschaft in Europa

Thema: Eurovisionen
 
Die Zentralbanker übernehmen das Kommando: Jörg Asmussen fordert in New York die Umsetzung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA. Mario Draghi bezeichnet Kritiker der EZB als Nationalisten. Parlamente in ganz Europa sind gelähmt. Sie greifen in finaler Panik in die Staatskasse. Die Morphinisten der Macht in Brüssel torkeln von Schlappe zu Schlappe. Die Folge wird das Ende der Demokratie sein - und die Rückkehr der Feudal-Herrschaft in Europa.


In Europa überfordert, in China peinlich: Die nicht gewählten Führer der EU, Herman Van Rompuy und José Manuel Barroso, mit Chinas Premier Li Keqiang. Höhepunkt des Besuchs: Die obligate Pressekonferenz ohne Fragen. In der Zwischenzeit stellen in Europa ganz andere die Weichen für die neue Feudal-Herrschaft und die Umwandlung der Kontinents zu einer Kolonie. (Foto: dpa)
Früher einmal war es Usus, dass die Zentralbanker überhaupt nicht in der Öffentlichkeit auftraten. Sie beobachteten die Märkte, legten die Zinsen fest, und verschwanden wieder von der Bildfläche.
Das hat sich gründlich geändert: Denn obwohl die Europäische Zentralbank keine andere Aufgabe hat als die Geldpolitik, jetten ihre Protagonisten – vom Steuerzahler finanziert – durch die Weltgeschichte und sondern Sprechblasen ab.

Diese Sprechblasen sollen die „Investoren“ glücklich machen, beruhigen, einlullen, überzeugen. Die EZB-Politiker sind die Lobbyisten der Investoren, namentlich der großen internationalen Banken. Sie überschreiten damit seit vielen Jahren ihr Mandat – nämlich das der Rolle als Hüter der Stabilität einer Währung.

Die Investoren stört das nicht, im Gegenteil: Sie sind die neuen Feudal-Herren Europas. Sie hören genau zu, wenn die EZB-Politiker sprechen. Denn sie wissen: Im Unterschied zu den europäischen Politiker haben die Zentralbanker wirklich etwas zu sagen.

Jörg Asmussen sagte am Donnerstag beim Council of Foreign Relations in New York: Europa befinde sich auf einem guten Weg, die Staaten hätten viele von den „Investoren“ geforderten Maßnahmen eingeleitet. Noch besser könnt jedoch alles werden, wenn „es Anstrengungen gäbe, die regionale Freihandelsabkommen, im speziellen die Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) zwischen Europa und und den USA beschleunigen.“ Ausmussen rechnet vor, dass TTIP 400.000 neue Jobs in Europa schaffen werde. Das Vermögen der Welt würde sich mit TTIP um 100 Milliarden Euro jährlich erweitern.

Niemand weiß, woher Asmussen diese Zahlen hat. In seiner Rede gibt es dazu keine Quelle.

Allerdings sollte jeder wissen, dass Freihandelsabkommen wie das TTIP dramatische Auswirkungen auf die Souveränität der europäischen Staaten haben. Sie werden das gesamte Rechtsgefüge auseinander nehmen, wie man schon am Beispiel von CETA, dem Abkommen der EU mit Kanada, deutlich erkennen kann (mehr zu diesem gespenstischen Eingriffen – hier).

Nun wäre es Aufgabe der Politiker, die Bürger über solch gravierende Veränderungen zu informieren, gegen solche Eingriffe zu kämpfen, die drohende Plünderung zu verhindern. Doch dies geschieht nicht: CETA und TTIP werden streng geheim in Brüssel verhandelt, von EU-Beamten, die keiner kennt, deren Gesichter niemand je gesehen hat – und deren Verhandlungsmandat von niemandem kontrolliert werden kann.

Auch Asmussens Chef, Mario Draghi, hat am Donnerstag politisiert: Er hat seine Kritiker gerügt und gesagt, dass die EZB keine deutsche, italienische oder französische Politik mache, sondern eine europäische Politik. Wer die EZB-Politik als einseitig darstelle, agiere „nationalistisch“ sagte Draghi. Wenn sich die Deutschen über niedrige Zinsen beschweren, dann sollte sie sich bei ihrer eigenen Wirtschaft beschweren: Die EZB halte die Zinse nur so niedrig, weil es der Wirtschaft schlecht geht.

Hier sehen wir beispielhaft, wie sich die politischen Gewichte in der Welt verschieben: EZB-Direktor Asmussen ist kein Zentralbanker. Er ist ein Politiker. Auch Draghi ist kein Banker: Er ist ein Lobbyist.

Weil die beiden von niemandem gewählt wurden, niemandem Rechenschaft ablegen müssen und gleichzeitig immer folgenreichere Entscheidungen treffen, die das Leben der Bürger in Europa unmittelbar beeinflussen, spielen sie die Rolle der mächtigen politischen Kommissare, wie es sie in der Sowjetunion gegeben hat. Sie bestimmen, welche Prinzipien gelten. Sie machen die Politik in Europa.

Das Volk hat keinerlei Mitsprache.

Denn die gewählten Volksvertreter zeigen gerade, wie bizarr sie ihre Rolle spielen: In Griechenland genehmigen sich die Parlamentarier mitten in der Krise Top-Gehälter (hier), in Österreich finden die Politiker eine Woche nach der Wahl beim heurigen ein 40-Milliarden-Euro-Budgetloch. In Deutschland schafft sich die Regierung selbst ab und ersetzt sich durch einen in der Verfassung an keiner Stelle vorgesehenen „Super-Ausschuss“ (hier). In Frankreich erfindet die Regierung jeden Tag eine neue Steuer, um sie am nächsten Tag zu widerrufen. Überall Chaos, überall Verfassungs- und Rechtsbruch; Lügen, Intrigen, Verteilungs-Kämpfe.

Kein Wunder, dass die EZB-Politiker in das Vakuum stoßen.

Denn die EU-Granden agieren ja noch absonderlicher: Eine beispiellose Blamage der EU mit der Ukraine, bei der Putin Barroso und Rompuy gezeigt hat, dass er die selbstgefälligen Großsprecher nicht einmal ignoriert. In China haben die Chinesen in dieser Woche den Kopf geschüttelt, als Barroso und Rompuy auftraten – ohne Agenda, ohne Hausmacht, ohne Gewicht. Besonders gelacht haben die Chinesen, dass die EU-Führer artig an einer Pressekonferenz teilgenommen haben, an der nach guter chinesischer Sitte, keine Fragen gestellt werden durften.

Völker, die von solchen Herren vertreten werden, brauchen sich nicht zu wundern, dass andere das Heft in die Hand nehmen.

Im Fall der Finanz-Kommissare Asmussen und Draghi ist es allerdings kein Fahrplan und kein Parteiprogramm, mit dem sie Europa auf Linie bringen werden: Es ist die Knute, die Schulden-Peitsche – mit der diese globalen „Investment“-Lobbyisten dafür sorgen werden, dass der Kontinent Europa zur weltweiten Ausbeutung und Plünderung freigegeben wird. Wenn Asmussen das TTIP nennt, hat das einen guten Grund: Die Finanz-Eliten haben es auf die Assets in Europa abgesehen.

Der Putsch von oben, er soll schnell, geräuschlos, schmerzlos vor sich gehen.

Die Party-Politiker in Athen und Berlin, die Morphinisten der Macht in Brüssel, die internationalen Banken unter der Führung der Finanz-Kommissare der Zentralbanken: Sie alle treiben die demokratischen Gesellschaften Europas auf den Abgrund zu. Sie rauben den Völkern Europas die Selbstbestimmung. Sie beenden das Experiment der Freiheit, welches sich in Europa nach dem Fall der UdSSR durchgesetzt zu haben schien.

Das war ein Irrtum.

Wir erleben die Rückkehr zur Feudalgesellschaft.

Die neuen Junker kommen aus aller Herren Länder.

Sie blasen zur Jagd auf Europa.

Es wird scharf geschossen.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Schreiner Hans sagt:
Der zentralistische Bevormundungsverein EU hat schon lange seine Maske fallen gelassen. Mehr als einmal haben die verschiedensten Völker, Irland, Holland, Frankreich z.B. ganz klar NEIN zu noch mehr Regulierung und Zentralisierung per “EU-Verfassung” oder anderer Massnahmen gesagt. Brüssel hat das einfach ignoriert.
Staatsoberhäupter die gewagt haben Souveränität zu verlangen oder ihr Volk zu befragen wurden ersetzt.
Monti in Italien war nicht mal Mitglied des Parlaments oder einer dort vertretenen Partei. Er war schlicht der Gouverneur von Goldman – Sachs Gnaden! Papandreou hat gewagt statt klaglos die “Reformen” und “Sparmaßnahmen” der Verbrecher in Brüssel und des IWF zu befolgen ein Referendum abhalten zu wollen wo sein Volk über diese Maßnahmen entscheiden sollte.
Das war Anfang November 2011. Auf Druck von EU und innenpolitischer Kritik sagte er das ab.
Bereits am 11. Nov. wurde er als Ministerpräsident ersetzt nachdem er am 9.11. seinen Rücktritt erklärt hatte.
Am 18.03. 2012 verlor er das Amt als Parteivorsitzender der PASOK und ich wundere mich, daß er noch am Leben ist!
Ich bin kein so großer Freund von V. Klaus, aber wie der terrorisiert wurde damit er ESM und Vertrag von Lissabon unterschreibt spottet jeglicher Beschreibung.
Bei seinen EU-kritischen Reden im EU-Parlament verließen viele Abgeordnete den Saal, was mir deren Demokratieverständnis zeigt. Man könnte das beliebig fortsetzen, aber mal unter uns: Wem das noch nicht als Grund zum Widerstand und der Wahl von EU-skeptikern reicht, dem ist nicht zu helfen.
Die Begriffe NATIONALE DEMOKRATIE und NATIONALE INTERESSEN dürfen für alle Völker Europas kein Tabu mehr sein. Die Völker Europas sollten sich geschlossen gegen diese Eu stellen, damit bei diesen Eurokraten kein Irrtum aufkommt. Die dürfen sich nicht einbilden, die Demokraten gegen einander aufzubringen! SOLIDARITÄT ist das Zauberwort!

Wolfgang R.Grunwald sagt:
Müssen wir daher nicht endlich die Systemfrage stellen?
Manch einer glaubt daher inzwischen:
„Das politisch-finanz-wirtschaftliche West-System hat keine Fehler – sondern ist der Fehler!“
Statt gläsernem Bürger – endlich eine gläserne Politkaste und eine gläserne Finanzkaste!
Geldschöpfung aus der Luft, Zinseszins, private Zentralbanken, die Propaganda der Internationalisten usw. müssen auf den Tisch.
Transparenz und Enteignung der Finanzkaste dürfen keine Tabus mehr sein.
Die Geldschöpfung muß wieder zurück an die Nation und an ein politisches System, das den Interessen der Nation verpflichtet ist – und nicht einer Clique.
Denn – warum sollten sich die Nationen der Welt von einer Clique in den Abgrund reißen lassen?
Zur Propaganda der Internationalisten: die brandneue Studie berücksichtigt auch die neuesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung und NLP, die gegen uns eingesetzt werden:
„Die erfolgreichsten Gehirnwäsche-Techniken. Der Globalisierungs-Fanatiker. Ein Psychogramm der Westlichen-Werte-Demokratie“

Zusammenfassung: http://www.gsm-grunwald.de/Gehirnwaesche_Zsfg.pdf Hier geht es zum Interview mit dem Buchautor: https://www.youtube.com/watch?v=_fcFQ55xwAY

Wolfgang sagt:
Wenn es uns nicht gelingt, das Freihandelsabkommen zu stoppen, dann sind wir Arbeitnehmer erledigt. Dank dem Sozialdemokraten Asmussen.

wütender wutbürger sagt:
Hallo Selbstdenker,
genauso sehe ich das auch!

Was wir und die vorherige Generation in den Jahren vor Euroeinführung erlebt haben, waren Jahre der Vorbereitung und eine scheinbare Pause von der damaligen Schreckensdiktatur zur Fortführung bzw. globalen Neuausrichtung. Man hat die Zeit genutzt, die Menschen zu manipulieren und hirnzuwaschen und es hat sehr gut funktioniert. In Wirklichkeit waren wir nie davon erlöst!

Viele haben immer noch nicht begriffen, was auf uns zukommt, und was jetzt passiert und wohin der Weg uns alle führen wird.
Die Mehrheit hat sämtliche Warnzeichen ignoriert oder diese schlichtweg nicht erkannt! Und genau das hat uns in diese katastrophale gefährliche Lage gebracht. Es waren damals Duckmäuser und heute sind wir wieder Duckmäuser.

Das Schlimme ist, das Diejenigen, die erkannt haben, dass sich immer mehr Regierungsentscheidungen gegen das Volk und Wohlergehen richten und dies laut aussprachen (aussprechen), von den Ignoranten und Schlafenden als Verschwörungstheoretiker und als verrückt erklärt wurden/werden.
Obwohl ich eine krasse Veränderung z.B. bei den Kommentaren der MSM wie z.B. (Welt, RP, Focus, Handelsblatt, Tagesschau etc.) sehe, scheint die Mehrheit immer noch in ihrer heilen Welt zu schlafen. Sehr bald wird es wiederholt in unserer Geschichte heissen: “Warum haben wir nichts dagegen unternommen? Warum haben wir nichts dagegen getan”?! Doch dann ist es längst viel zu spät!

Ich habe mir in den vergangenen Tagen einige Interviews und Aussagen von Karen Hudes (Whistleblowerin Weltbank) angesehen….es muss vielleicht nicht alles 100% stimmen, was sie sagt, aber zum größten Teil findet man vieles wieder, was hier viele schon wussten. Diese Schattenmacht die das Weltgeschehen bestimmt ist so unheimlich wahnsinnig mächtig! Und weil in den vergangenen Jahren die Meisten einfach nicht glauben wollten, das so vieles der Wahrheit entspricht, was sich im Hintergrund abspielt, hatten diese Schattenmächte viele Gelegenheiten ihren Plan weiter zu vollenden. Die sind jetzt so gut organisiert, dass ich glaube, dass wir sehr bald einfach nur noch Chancenlos sind.

Die einzigste Chance, die ich für uns alle sehe, ist ein stiller, kollektiver, globaler, zeitgleicher und friedlicher Protest. Nein, nicht nur auf die Strassen gehen, sondern eine gemeinsame Verweigerungshaltung in sämtlichen Lebens- und Arbeitsbereichen. Doch dafür sind die Meisten schlichtweg zu bequem und vor allem viel zu ängstlich! Aber, wenn ALLE oder soviele an einem Strang ziehen, wen wollen DIE denn dann bestrafen bzw. bedrohen? Wie soll das dann gehen? Bleiben 80 oder 90 % ihrer Arbeit fern, wie wollen DIE ihre Arbeitnehmer denn abstrafen und einschüchtern? Kündigen?
Geht nicht, weil sie auf uns Sklaven (noch) angewiesen sind. Schade, dass man das sowenigen begreiflich machen kann.
Man hofft zwar auf ein Wunder, aber das wird bestimmt nicht kommen.

Freitag, 18. Oktober 2013

Der brutalste Raubzug aller Zeiten: Wie die Banken den Crash planen

Thema: Die große Krise

Die EU-Finanzminister haben sich auf ihrem Treffen in Luxemburg auf die rechtlichen Eckdaten für den Aufbau einer zentralen Bankenaufsicht in der EU geeinigt. Die bei der Europäischen Zentralbank (EZB) angesiedelte Einheit soll mit mehreren Hundert Mitarbeitern die rund 130 größten Banken der Euro-Zone direkt überwachen. Sie ist ein wichtiger Baustein der europäischen Bankenunion. Der Arbeitsbeginn ist für November 2014 geplant. http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-10/bankenaufsicht-zentralbank-einigung


Die Zentrale der verstaatlichten Bankia in Madrid
© Susana Vera/Reuters

Alle reden vom Crash. Viele reden schon lange von ihm. Aber wird er wirklich kommen?

Er wird.

Doch er wird ganz anders ablaufen wie die meisten sich das vorstellen.

Denn der Crash folgt einem Plan.

Es ist, wie der Dokumentar-Filmer David Malone in einem must read ausführlich erklärt hat, der „Plan B“ der internationalen Groß-Banken – vorzugsweise jener Banken, die eine mächtige Investment-Abteilung führen.

Malone geht davon aus, dass für die Banken zu viel auf dem Spiel steht, als dass sie einfach pokern können: Wer stirbt, wer bleibt übrig?

Das internationalen Geld-System hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem reinen Spielgeld-System entwickelt: Geld muss nicht mehr von wirklichen Werten hinterlegt sein. Geld muss vor allem von einem hinterlegt sein: Von Papieren, auf denen draufsteht, dass sie Geld wert sind.

Goethes Faust, von Jens Weidmann gerne zitiert, hätte sich die Hände gerieben: Das Geld gebiert immer mehr Geld. Der wahre Wert ist nicht das Gold, mit dem früher einmal, zu Zeiten des Gold-Standards, das Geld von den Zentralbanken hinterlegt werden musste.

Der wahre Wert des internationalen Finanz-Systems ist das Verhältnis von Gläubiger und Schuldner: Geld wird dann etwas wert, wenn es durch viele Hände geht: Mit jeder Transaktion ist nämlich weiteres Geld verbunden – in Form von Zinsen.

Früher wurden Kredite gegen Sicherheiten vergeben: Jeder Hausbesitzer weiß das: Im Grundbuch steht die Bank. Ihr gehört das Haus, in dem er wohnen darf.

In der US-Subprime-Krise haben die Banken den ersten Testlauf gestartet: Sie haben möglichst vielen, die es sich nicht leisten konnten, eingeredet, dass sie ein Eigenheim besitzen müssen. Die Paten für das System waren US-Präsident Bill Clinton und der Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Alan Greenspan.

Die Banken haben dann die verschiedenen Kredite so lange gebündelt, bis niemandem mehr klar war, wer von den Schuldnern eigentlich in der Lage sein wird, seine Schulden abzutragen. Diese Bündel nannte man Derivate. Derivate wurden von Warren Buffett als „finanzielle Waffen der Massenvernichtung“ bezeichnet. Denn sie blähten sich zu gigantischen Summen auf. Mit jeder Weitergabe wurden erneut Zinsen und Gebühren berechnet, das Geschäft schien ins Unermessliche zu wachsen.

Damit eine Bank möglichst viele dieser Wert-Bündel kaufen kann, braucht sie viel Geld: Sie verschaffte sich – zu früheren Zeiten – dieses Geld bei anderen Banken. Dies geschieht durch sogenannte „Repos“, oder Rückkauf-Vereinbarungen: Die Bank A verkauft an die Bank Derivate an die Bank B. Dafür bekommt sie einen Kredit und zahlt diesen Kredit nach kurzer Zeit an Bank B zurück. Sobald sie den Kredit mit Zinsen abgezahlt hat, erhält sie ihr Wertpapier zurück.


So funktioniert ein sogenanntes Repo-Geschäft. (Quelle: Wikipedia)

Seit den Hochzeiten der US-Immobiliengeschäfte sind die „Repos“ das Lebens-Elexier für die Banken: Die einen bekommen schnell Geld für spekulative Geschäfte, die anderen kassieren die Zinsen.

Das ging so lange gut, bis einige Marktteilnehmer sagten: Wir trauen der anderen Bank nicht mehr. Wir wollen unser Geld zurück. Das hatten die Banken jedoch nicht. Kommt der Ruf nach Rückgabe über Nacht („Margin Call“), dann wird es eng für die Schuldner-Bank: Entweder sie hat genug Geld im Eigenkapital – oder sie ist pleite.

Genau das geschah auch: Bear Stearns und Lehman Brothers brachen wegen genau solcher Repo-Geschäfte zusammen.

Zufall? Pech? Warum Lehman?

Es wird immer deutlicher, dass die Zusammenbrüche keine Zufälle waren.

Sie waren Testläufe.

Als Bear Stearns kollabierte, war JP Morgan Chase der strahlende Sieger.

Bei Lehman profitierten die britische Barclays, die japanische Nomura und Goldman Sachs.
Das Muster wird deutlich: Mit der Idee von Derivaten und Repo-Geschäften haben die Banken das Grundprinzip des Geldes ohne Sicherheiten zur Perfektion gemacht, zu einer Maschine, die aus sich selbst funktioniert.

Die Maschine beruht auf dem Prinzip Schuldner-Gläubiger. Der eine nimmt, der andere gibt. Immer im Kreislauf, immer weiter.

Ein Wahnsinns-Spiel. Eine gnadenlose Jagd der Haie. Jeder kann den tödlichen Biss setzen.
Doch bei Haien und Banken gilt: Es sieht immer der Größere.

Malone nennt das Spiel sinngemäß: „Die Maschine, die am Ende zum brutalsten Raubzug aller Zeiten hochgefahren wird“ (Armageddon Looting Machine).

Denn nach dem Lehman-Crash wurde es für die überlebenden Haie erst richtig interessant.
Sie hatten erkannt, dass das Spiel funktioniert. Und sie erkannten, dass man es praktisch risikofrei spielen konnte: Am Ende kam der Steuerzahler und leistete mit Steuergeldern erste Hilfe an den siegreichen Haien. Sie hatten immerhin einige Bisswunden davon getragen.

„Too big to fail“: Der große Hai darf nicht sterben. Denn Goldman schickte seinen besten Mann ins Finanzministerium: Hank Paulson wurde der staatlich vereidigte Banken-Retter. Er versprach den Politikern: Ihr bekommt euer Geld zurück, und zwar mit Gewinn. Einzige Bedingung: Das Spiel muss weitergehen. Wir müssen weiter Derivate und Repo-Geschäfte machen dürfen. Dann können wir so viel Geld erschaffen, dass es euer Schaden nicht sein wird.

Ein Angebot, zu dem die Politiker in Washington nicht Nein sagen konnten. Denn sie konnten den Steuerzahlern erklären: Ihr bekommt euer Geld auch zurück, lasst uns nur machen.

Was ein Derivate oder ein Repo-Geschäft ist, versteht ohnehin kein Mensch. Das braucht man nicht zu verbieten.

Doch die Banken verfolgten einen teuflischen Plan, der erstaunlicherweise von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde. Sie zwangen die Politiker dazu, ihnen die Derivate staatlich zu garantieren. Die Derivate wurden durch mehrere Gesetze zu so genannten „sicheren Häfen“ (save haven) erklärt: Zu diesem Zweck wurde das Insolvenzrecht für Banken geändert. Save haven bedeutet in diesem Zusammenhang: Wenn eine Bank aus dem Umweg von Derivaten im Besitz von Wertpapieren ist, dann kann sie diese im Falle einer Pleite des Gegenübers – also des Schuldners – behalten: Das Gesetz ist nichts anderes als eine völlig legale Enteignung. Der unschätzbare Vorteil dieser Regelung: Die Gläubiger-Bank wird bevorzugt behandelt. Während es im klassischen Insolvenzrecht genau eine solche Bevorzugung von Gläubigern nicht geben kann, wurde sie im Fall der Derivate zur Norm erhoben: Die Kunden der Bank, die Steuerbehörden, die normalen Anleihen-Besitzer gehen leer aus – und verlieren ihr Geld.

Der Deal: Derivate werden an Anleger mit vergleichsweise geringen Zinsen verkauft. Das Motto: „Sicheres Investment – niedrige Zinsen“. Weil die Zinsen von den Zentralbanken gegen Null gefahren wurden, wurden die Anleger regelrecht in die Derivate getrieben.

Für die Haie gilt: Wer Derivate hat, gewinnt. Er konfisziert das Eigentum seines Schuldners – und kann es, was es sonst ebenfalls nirgendwo gibt, sofort wieder verkaufen: Das Spiel kann weitergehen.
Nach der Lehman-Pleite erschien es trotz der Zusicherungen der Banken, alles Rettungsgelder zurückzuzahlen, nicht angeraten, weiter die Steuerzahler zur Kasse zu bitten.

Daher ließen die Haie den nächsten Test-Ballon steigen.

Diesmal traf es MF Global.

Anders als Bear Stearns und Lehman, die beide reine Investment-Banken waren, war MF Global eine Bank, die auch Gelder von Kunden verwaltete.

Der Unterschied zwischen einer Investment-Bank und einer Kunden-Bank ist: Die Investment-Bank verzockt nur das Geld anderer Banken oder von Unternehmen oder Großanlegern. Eine Kunden-Bank kann mit dem Geld der normalen Anleger zocken.

Genau das tat Jon Corzine, der Chef von MF Global.

Er war ein Hai unter Haien und tat nichts anderes als die anderen Haie auch.

Doch buchstäblich über Nacht bissen die großen Haie wieder zu.
MF Global meldete „Liquiditäts-Schwierigkeiten“: Die anderen Banken hatten ihn die nötigen Repo-Kredite verweigert.

Das Spiel war aus.

Doch die unglaublichste Frage war: Wo war das Geld hin? Jon Corzine sagte nach der Pleite, er wisse nicht, wo die Milliarden geblieben seien.

Und er hat nicht einmal gelogen.

Denn seine Anleger waren über Nacht enteignet worden: Über die „save haven“-Regelung waren die Derivate bei anderen Banken gelandet. Sie gehörten nun ihnen. Ganz legal.

Es ist nicht zu beweisen, doch die Branche vermutet: Das Geld ist in Form von Derivaten zu JP Morgan gewandert.

Schon nach Lehman, aber noch viel mehr nach MF Global, bekamen es die kleinen Haie mit der Angst zu tun. Sie wollten aus dem verdammten Repo-Spiel aussteigen.

Technisch beschreibt das der inzwischen an die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) aufgestiegene Goldman-Investment-Banker Mario Draghi in der ihm eigenen, etwas gelangweilten Art bei jeder der Pressekonferenzen der EZB mit den Worten: „Wir haben festgestellt, dass der Interbanken-Markt nicht funktioniert. Die Banken leihen einander kein Geld mehr.“
Draghi beklagt bei denselben Pressekonferenzen in schöner Regelmäßigkeit, dass die Banken auch der „Realwirtschaft“ nichts mehr leihen.

Das ist Teil des Systems: Die Realwirtschaft ist den Banken völlig gleichgültig. Sie brauchen ihr Geld für das große Spiel mit der Derivaten: Nach der Häuser-Krise waren die Banken unglaublich kreativ im Erfinden neuer Derivate: Studenten-Kredite, Gold, Rohstoffe, Lebensmittel, Unternehmen (sogenannte Asset Backed Securities, eine Spezialität von Jörg Asmussen) wurden erschaffen – und über die große Armageddon-Maschine von Schulden und Krediten weiter mit Profit umgewälzt.
Das Geld kommt nicht in die reale Welt – weshalb es auch keine Inflation gibt. Das wird von der EZB stets als großer Erfolg vermeldet.

Kein Wunder: Das Geld darf den geschlossenen Kreislauf nicht verlassen.
Der Ausfall des Interbanken-Marktes führte dazu, dass die Zentralbanken einschritten: Sie übernahmen die Finanzierung für die im Becken mit ihren Zähnen bleckenden Haie.
Mit dem Fall von MF Global waren erstmals richtige Ableger enteignet worden. Mit dem Geld-Drucken der EZB und aller anderen Zentralbanken wurden nun die Steuerzahler ins Boot geholt: Sie mussten die Sicherheiten liefern, die der Markt nicht mehr hatte. Die Fed kauft monatlich US-Staatsanleihen im Wert von 85 Milliarden Dollar. Im ESM lagern 700 Milliarden Euro vom europäischen Steuerzahler. Die Banken kauften Staatsanleihen und hielten ruhig, als die europäische Staatsschulden-Krise außer Kontrolle zu geraten drohte.

Die Finanzhaie beißen die Hände nicht, die sie füttern.

Mit den Derivaten waren die Banken wegen der Gläubiger-Bevorzugung auf der sicheren Seite: Wann immer ein Konkurrent ins Gras beißt, gehen seine Gegner mit einem satten Profit nach Hause.
Auch die EU hatte, wie der Amsterdamer Rechtsprofessor Perotti schreibt, im Derivaten-Poker nachgezogen: Durch zwei klammheimlich verabschiedete EU-Direktiven haben die Derivaten-Besitzer heute auch in Europa bevorzugten Gläubiger-Status im Fall einer Banken-Pleite.
Daher konnte die nächste Etappe des Experiment des brutalsten Raubzugs aller Zeiten gestartet werden: In Zypern kam es erstmals zu einer Zwangsabgabe bei ungesicherten Einlagen (Bail-In). Die EU erklärte wenig später die strukturelle Enteignung von Bank-Kunden und ungesicherten Einlegern sowie Anleihe-Besitzern für die „Blaupause“ für künftige Banken-Pleiten.

Die Derivate-Besitzer sind davon nicht betroffen: Sie sind die super-bevorzugten Gläubiger, die immer gewinnen.

Um der Öffentlichkeit jedoch den Anschein zu vermitteln, dass alle Beteiligten aus der Finanzkrise 2008 gelernt hätten, warf die EU nun – etwas zeitverzögert zu den USA – eine riesige Nebelkerze ins staunende und zu Recht zunehmend verunsicherte Publikum: Sie führte die Banken-Regulierung ein.

Die Anwältin und Finanzmarkt-Kritikerin Ellen Brown erläutert auf ihrem äußerst lesenswerten Blog, warum die Banken-Regulierung eine der raffiniertesten Täuschungen der Anleger und Steuerzahler ist: Das Derivate-Geschäft wurde klammheimlich auf ein Parallel-Universum verlagert: Auf die Schattenbanken. Dieser umfasst nach Reuters-Schätzungen einen Markt von 60 Billionen Dollar. Die Haie in diesem Becken sind genau dieselben Banken, die sich bei hellem Tageslicht mit geheucheltem Schmerz regulieren lassen.

Sie kämpfen ihren finalen Kampf jedoch im Schattenbank-System weiter: Über Hedge Fonds, Private Equity Gesellschaften und sonstigen kreativen Vehikeln, die dazu dienen, dass die Risiken verschleiert und die offiziellen Bilanzen der regulären Banken aussehen sollen wie eine Menü-Folge beim Konfirmations-Essen.

Das alles geschieht mit der ausdrücklichen Zustimmung der mächtigsten Bank der Welt, der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Der stellvertretende Generaldirektor der BIZ, Hervé Hannoun, hat den Banken dazu ganz offiziell den Segen erteilt.

Wenn die Finanzminister der Euro-Zone also am Dienstag mit großem Pathos verkünden werden, dass die Banken-Union auf einem guten Weg ist, bedeutet dies in Wahrheit: Der Endkampf der Haie um Europa hat begonnen. Es wird Banken-Pleiten geben, sorgfältig orchestriert von sogenannten „Stress-Tests“ der offiziellen Banken.

Der Crash, der sich daraus ergeben wird, wird in Etappen verlaufen: Es wird immer nach den Mustern Bear Stearns, Lehman oder Dexia gehen, jener belgisch-französischen Bank, die wenige Monate, nachdem ihr die Europäische Bankenaufsicht EBA in einem „Stress-Test“ die Bestnote erteilte hatte, über dieselben Repo-Geschäfte zu Fall kam wie die US-Institute.

Das Bemerkenswerteste an dem Prozess ist, dass diejenigen, die am Ende vollständig enteignet werden, davon noch gar nichts wissen: Es werden die Steuerzahler, Aktionäre, Sparer und Bank-Kunden sein. Denn sie werden von jeder Banken-Pleite überrascht werden. Wenn sie es merken und zu den Bankomaten oder den Bank-Schaltern laufen, wird das Geld genauso weg sein wie bei MF Global: Nicht einmal die Bankdirektoren werden den Sparern sagen können, wo die Ersparnisse geblieben sind.

Es wird ein Bank-Run ins Leere.

Das Geld wird dann bereits schon, völlig legal, Eigentum der Derivate-Inhaber sein, die die Gelder als Sicherheiten behalten und weiterverwerten werden.

Dagegen kann man klagen, wie die HSBC gegen MF Global.

Doch das hilft gar nichts: Bei Enteignungen gilt die historische Erfahrung, dass der, der das Geld wirklich hat, in einer unvergleichlich besseren Position ist als der, dem es eigentlich gehört.
Weil im Derivaten-Kasino während einer Banken-Pleite weitergespielt wird, werden die ratlosen Steuerzahler, Sparer und Aktionäre nicht einmal erfahren, wo ihr Geld ist.
Es gehört schon wieder anderen.

Wann das alles geschehen wird?

Die Stunde kennt niemand.

Doch Malone schreibt: „Der Plan B der Banken ist nicht nur ein Plan, um die verwundbaren Banken in schwachen Nationen auszurauben. Es ist auch ein Plan, die Nationen selbst auszurauben. Und der Raubzug wird nicht Monate und nicht einmal Tage dauern. Er kann in Stunden, wenn nicht sogar in Minuten durchgezogen werden.“

Die Positionen sind bezogen. Die Rechtslage ist eindeutig: Kein einziger Banker wird sich bei der großen Enteignung einer Gesetzes-Verletzung schuldig machen.

Was jetzt noch fehlt, ist das Crash-Ereignis, dass die Banken brauchen, um einen Wettbewerber abzuschießen.

Früher nannte man das den Schwarzen Schwan.

Der wird diesmal auf Befehl kommen.

Er kann in Peking aufziehen, oder in Washington.

Es kann ein großer Schwan sein, oder viele kleine in den kommenden Jahren.

Wann beißen die großen Haie das nächste Mal zu?

Es wird viele Verlierer geben, beim großen Fressen.

Es wird einige grandiose Sieger geben.

Die Positionen sind bezogen.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Geldzurück sagt:
Viele von Euch sind ja selbst daran schuld. Ihr habt die falschen gewählt im Vertrauen auf die altbewährte Propaganda der Politiker die im Endergebnis nichts einhalten von ihren Endsiegparolen. Der Sieg wird auch heute noch verkündet obwohl die Schlacht schon verloren ist. Das Geld wird auf die eine oder andere Weise verloren sein.Die Chinesen haben im allgemeinen dazu folgende Erkenntnis aus Erfahrung: “Immer sind es die Kaiser und Fürsten gewesen die von den Bauern im Laufe von Jahrtausenden gestürzt wurden. Ihnen gebührt folglich immer Ehrfurcht und Beachtung.”
Von der Beachtung der Volksmeinung sind wir hier in Europa aber weit entfernt. Mit den nunmehr zu erwartenden Folgen. Solange sich Politiker als Europäer bezeichnen kann man nicht erwarten das sie sich für ihre Bundesrepublikanischen Deutschen Bürger einsetzen. Da habt Ihr einfach mal ne Großspende an irgend jemand gegeben und umsonst Jahrzehnte gearbeitet.
Seht Euch doch die unfähigen Politiker an die sich da hochgekrochen haben.
Schiller meinte ” …es hat schon immer nur wenige mit Verstand gegeben…”

Die Geldmafia hat das politische Ruder übernommen sagt:

Der DWN ein ganz dickess Lob, für diesen investigativen Bericht.

Dass irgend etwas nicht mehr stimmt in der Welt, diese Gefühl haben viele.

Wenn man aber Ihren Bericht, sehr verehrte Redaktion liest, dann löst ein Schauer der einem über den Rücken läuft den anderen ab.
Das atmen fällt einem schwer – früher gab es die Raubritter, heute haben die Raubritter Computer – das ist der einzige qualitative Unterschied.

Ich kann nur noch sagen die Geldmafia hat das Spiel gewonnen, gewonnen und möglich gemacht durch korrupte Politiker und Abgeordnte die dieses Spiel nicht durchschauen oder sehr gut kennen und schweigen, Hauptsache das eigene Konto wird gut gefüllt.
Viele Abgeordnete kennen angeblich nicht mal die Funktionweise des ESM.

Ich hätte niemals gedacht, dass ich in meinem Leben vor so einer Situation gestellt werde.

In diesem Fall so bitter dies ist, hoffe ich auf China und die BRIC Staaten um endlich den verbrecherischen Dollar als Weltwährung abzulösen.

Die westliche Welt ist zu einem von der Geldmafia legalisiertem Casino verkommen, bei dem der Bürger garantiert verliert!

Rechtsstaatlichkeit wurde von Finanz Gangster so gebogen bis der Bürger ausgeraubt ist. Dann bricht das System zusammen.
Jedes Schneeballsystem ist einmal zu Ende – aber, dass wir auch von unseren Abegordneten in aller Frechheit an der Nase rumgeführt werden – macht die Sache desaströß und abstoßend.

Ich bin mir sicher, dass die politischen Ränder wachsen werden, in EU Europa schon Realität nur in Deutschland dauert es halt ein wenig länger. Ich bin kein Freund dieser Entwicklung – sehe aber diese Gefahr ausglöst von gierigen mafiösen Strukturen in Deutschland und in den USA!

Der Weckruf sagt:
Jeder und alles hat Handlungsschwellwerte, sogenannte Hemmschwellen. Menschen, Tiere, auch Organisationen haben diese Schwellen. Man denke an das Fight-or-Flight-Prinzip. Ist eine gewisse Reizschwelle erreicht, greifen wir an oder flüchten.

Ich behaupte, das gilt auch für Bevölkerungen. Irgendwann, und der Tag kann genauso wenig bestimmt werden wie der finanzielle D-Day, fällt der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt. Man denke an die Revolten in den Slums in den USA in den 90ern, an die französischen Ghettos in den frühen 2000ern, an Griechenland jüngst zu Pfingsten. Dann werden wir unsere Welt nicht mehr wiedererkennen. Unsere Nachbarn, unsere Viertel, uns selbst.

Ich erinnere mich dieser Tage immer häufiger an meine Befürchtungen und Zweifel die ich hatte, kurz vor der Geburt meines Kindes. Ich hatte Angst, ihn in diese Welt zu setzen. Die Angst ist wieder da.

Spitzer Stachel sagt:
Es sind nicht die 100 Schläge auf den Stein, die ihn zerbrechen lassen. Es ist auch nicht der eine Schlag – der letzte – der ihn zum Zerbrechen bringt.
NEIN, es sind die 99 Schläge zuvor.


Sonntag, 15. September 2013

Banken-Rettung: Der große Zugriff auf die Sparer wird konkret

Thema: Sparguthaben

"Der Euro ist ein installiertes Betrugssystem" sagt Christoph Hörstel
(Video unter Kommentare)
Bitte das Video ansehen, es ist wichtig vor der Wahl

In Vilnius konkretisieren die Finanzminister der Euro-Zone den Modus, wie die Sparer und Steuerzahler künftig Pleite-Banken retten werden. Die Beteiligung von Gläubigern und Einlegern ist fix – darüber wird im Grundsatz nicht einmal mehr debattiert. Klar ist ebenfalls, dass die Banken Beiträge zu einem Rettungsfonds einzahlen müssen. Diese werden sie sich von den Bank-Kunden über höhere Gebühren zurückholen. Offen ist lediglich die Frage, in welcher Form die Steuerzahler zu Kasse gebeten werden sollen.

Wolfgang Schäuble und sein ehemaliger Mitarbeiter Jörg Asmussen in Vilnius: Jeder spielt sein Rolle im großen Enteignungs-Theater. (Foto: dpa)
Bei ihrem zweitägigen Treffen in Vilnius erhält die künftige Form der Banken-Rettung Kontur. Es wird in jedem Fall bei Pleite-Banken das Modell „Zypern“ geben: Aktionäre, Gläubiger und Einleger mit ungesicherten Einlagen werden enteignet werden. Der Direktor des Brüsseler Think Tanks Bruegel, Guntram Wolff, sagte der Webiste centralbanking.com, dass die Enteignung der genannten Gruppen – offizielle Sprachregelung: „bail-in“ – „kommen wird, trotz verwirrender Entwicklungen“.

Der Zugriff auf die Vermögen der Bank-Kunden dürfte, wenn es einmal konkret wird, auf Widerstand der Kunden stoßen. Denn die betroffenen Gruppen – Gläubiger und Aktionäre – sind wichtige Player der Finanz-Wirtschaft: Andere Banken und Pensionsfonds sind durch die enorme Verflechtung teilweise massiv in Banken investiert. Sie werden sich mit Sicherheit rechtlich wehren. Gerade eben haben die Banken in London das noch vor wenigen Monaten mit viel Pathos angepriesene Verbot des Short-Sellings zu Fall gebracht (hier). Die eigenen Juristen haben der EU in einem Gutachten bescheinigt, dass die als große regulatorische Errungenschaft gelobte Finanz-Transaktions-Steuer als nicht gesetzeskonform entzaubert (hier). In Griechenland haben sich Banken und Hegde-Fonds weitgehend aus dem Schulden-Chaos bei den griechischen Instituten verabschiedet. Die Schulden wurden elegant auf die „öffentlichen Gläubiger“ abgewälzt – heute sitzt vor allem die EZB auf den Schrottpapieren. Dies ist über den Umweg der Bundesbank immer zu 27 Prozent der deutsche Steuerzahler.

Weil die rechtlichen Risiken unabsehbar sind, muss ein „einheitlicher Abwicklungsmechanismus“, der sogenannte SRM geschaffen werden. Dieser soll den Rest der Verluste einer Pleite-Bank zahlen, wenn die Enteignung der Kunden aus rechtlichen oder politischen Gründen nicht ausreichend möglich ist. Über die rechtliche Ausgestaltung des SRM diskutieren die Finanzminister in Vilnius. Diese Debatte ist jedoch keine, in der grundsätzliche Widersprüche aufeinander prallen. Es geht um das übliche Feilschen um Kompetenzen, welches im Streit der EU-Gremien zwingend notwendig ist. Einen solchen Schaukampf haben wir in dieser Woche zwischen der EZB und dem EU-Parlament erlebt (hier).

Die Debatte darüber gibt vor allem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Gelegenheit, sich kurz vor der Bundestags-Wahl noch einmal als Hardliner zu profilieren. Um das Schauspiel entsprechend zu orchestrieren, wird ein Machtkampf zwischen Brüssel und Berlin in Szene gesetzt – den es in Wahrheit gar nicht gibt.

Schäuble hat auch, entgegen der geschickt lancierten öffentlichen Wahrnehmung, eingeräumt, dass die bereits beschlossene Bankenaufsicht durch die EZB (hier) in einer Grauzone spielt.

Schäuble sagte im DLF:
    „Die einzige Grundlage im Vertrag für eine europäische Bankenaufsicht ist nun mal der Artikel – ich glaube, es ist 127 im Vertrag -, wonach der EZB im Zusammenhang mit der Bankenaufsicht durch einstimmigen Ratsbeschluss Aufgaben übertragen werden können. Wir hätten lieber eine begrenzte Vertragsänderung gehabt… Aber eine begrenzte Vertragsänderung braucht Zeit und deswegen haben wir uns darauf verständigt, als ersten Schritt machen wir jetzt eine Bankenaufsicht bei der EZB, schaffen aber eine klare Trennung innerhalb der EZB und auch durch die Konstruktion der Bankenaufsicht bei der EZB, dass die Verantwortung für Geldpolitik und die Verantwortung für Bankenaufsicht streng getrennt wird und dass es nicht zu einer Interessenkollision kommen kann.“
 
Für eine dauerhafte, gemeinsame europäische Banken-Rettung braucht es nach heutiger Einschätzung von Schäuble, eine Änderung des Lissabon-Vertrages.

Schäuble:
    „Wir hätten lieber eine eindeutige Rechtsgrundlage im Vertrag, aber dazu brauchen wir eine begrenzte Vertragsänderung. Wir können aber … mit der Schaffung einer europäischen Bankenaufsicht als wichtigem Schritt auf dem Weg zu einer europäischen Bankenunion nicht warten, bis wir eines Tages eine Vertragsänderung – die braucht nun mal seine Zeit, weil alle Mitgliedsstaaten zustimmen müssen; das geht nur einstimmig -, bis wir die haben. Deswegen: In der Politik muss man immer den nächsten Schritt tun, auch wenn man die hundertprozentige Lösung nicht erreicht.“
Schäuble ist ein Befürworter einer Vertragsänderung:
    „Unsere Position ist, dass wir sagen, solange wir nicht eine Vertragsänderung erreichen – wir sind ja für eine solche Vertragsänderung, um eine Rechtsgrundlage zu schaffen -, müssen wir einen Board schaffen, in dem die nationalen Aufsichtsinstitutionen, also bei uns die BaFin, auch die Bundesbank, letzten Endes zu einer gemeinsamen Entscheidung kommen, jedenfalls die der betroffenen Länder bei einer grenzüberschreitenden Bank, und da kann die Kommission dann mitwirken.“
Schäuble kann sich nach den unfallfreien Abstimmungen im Deutschen Bundestag zur
Abgabe von SouveränitätBanken- und Euro-Rettung über den ESM sicher sein, dass der Bundestag einen „einwandfreien Rechtsgrundlage“, wie Schäuble das nennt,  zustimmen wird. Nachdem es zu diesem Thema im Bundestag außer der Linken eine breite Mehrheit gibt, muss Schäuble in diesem Punkt keine Ablehnung fürchten. Eine Befragung des Volkes ist zu dem Thema nicht vorgesehen.

Der SRM soll durch Beiträge der Banken finanziert werden und nach zehn Jahren etwa in der Größenordnung von einem Prozent der gesicherten Einlagen aller in der Banken-Union vereinten Banken bestehen. Die Banken werden sich diesen „Beitrag“ selbstverständlich bei den Kunden in Form von höheren Gebühren holen: Ein Prozent von allen Konten, die bei den Banken liegen, scheint eine zumutbare Größenordnung für die die Kunden zu sein.

Bis die rechtliche Grundlage dieses Teils der Banken-Rettung steht, könnte der ESM einspringen. EZB-Direktor Jörg Asmussen schlug vor, dass der ESM dem unvollendeten SRM Steuergelder leihen soll, bis die Banken ihren Beitrag eingezahlt haben. Der Vorschlag stieß vordergründig auf Ablehnung. Asmussens Idee entspricht jedoch der Euro-Praxis, wie sie einmal vom damaligen Euro-Gruppenführer Jean Claude Juncker skizziert wurde: Man wirft eine Idee in den Raum, wartet, was passiert, und zieht das Ganze dann durch. Die Methode zieht sich durch die ganze Schuldenkrise, wie die Chronologie der gebrochenen Versprechen belegt (hier).

Der große Zugriff auf die Sparer nimmt also konkrete Gestalt an. Mit dem ESM ist ein wichtiges Puzzle-Teil bereits unwiderrufliche Realität: 700 Milliarden Euro können – ohne demokratische Legitimation, ohne Transparenz, ohne Widerspruch durch die Parlamente eingesetzt werden.

Die einzige offene Frage ist, ob die Euro-Retter die Rettung noch schaffen: „Das ist immer auch ein Wettlauf gegen die Zeit“, sagte Schäuble dem DLF.

Nicht berücksichtigt in den Crash-Abwehr-Szenarien sind die Billionen-Risiken, die sich aus den Derivaten ergeben werden.

Dafür reichen weder ESM noch SRM.

Platzt die Schulden-Blase wegen der immer abenteuerlicheren Manipulationen vorher, bleibt den Schulden-Königen in den Nationalstaaten, der EZB und der EU nur noch der Mittelfinger.

Peer Steinbrück hat schon mal die Pferde gesattelt.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare


Ein ganz wichtiges Video, 23 Minuten, Christopf Hörstel im Gespräch mit KenFM



Dies ist der Link zum angesprochenen Video von ARTE "Staatsgeheimnis Bankenrettung"



khaproperty sagt:
Zu unterscheiden ist zunächst die Bankenunion in der EU (mit langem Horizont) und die Abwicklungen in der Währungsunion (mit ganz kurzer Lunte).

Bis der bei aktuellen Bankinsolvenzen in der Währungsunion noch zu findende Fonds (in D existiert schon ein nationaler) mit auf etliche Jahre angelegten regelmäßigen Zahlungen der Banken befüllt sein wird, besteht eine Finanzierungslücke für zu rettende Banken, nachdem Eigner und Gläubiger bereits rasiert wurden – und das Risiko der Insolvenz.

Deswegen möchte Kommission, EZB und Asmussen den ESM zur Lückenschließung heranziehen, was unzulässig ist, weil damit hintenherum der Steuerzahler (über die Gewährträgerhaftung für den ESM, welche unbegrenzt ist) herangezogen werden kann, vornehmlich der deutsche, was verfassungsrechtlich in Karlsruhe noch in der Hauptsache auf Zulässigkeit geprüft wird.

Darum geht im Wesentlichen der Streit.
Er kann gegenwärtig nicht entschieden werden.

Klar hingegen ist bei einer Insolvenz immer schon nach geltendem Recht, daß Eigner und Gläubiger (das sind auch Sparer) komplett rasiert werden (mit Ausnahme der 100 tausend-Garantie).

An die 90% der Banken in der EU und Währungsunion könnten gefahrlos Pleite gehen. Eigner und Gläubiger/Sparer verlören Geld – bis auf die o.a. Garantie – und alle anderen sonstwie Beteiligten ebenso, wie etwa andere Banken pp.

Diskutiert wird nur die Rettung systemrelevanter Institute – dazu braucht es dann jedenfalls gegenwärtig doch wieder frisches Geld vom Steuerzahler.
Und nicht zu knapp.
Kippt eine systemrelevante Bank mangels Hilfe, haben wir eine Neuauflage von Lehman. Ob das schlecht wäre, ist einer anderen Diskussion vorbehalten.


Gast sagt:
Es ist doch immer wieder gut zu wissen daß der Sinn des Lebens nicht jener ist der uns täglich suggeriert wird. Politiker und Banker stehen in erster Reihe der Sinnlosigkeit und sind unbedeutend für das Leben. Sie wissen es nur nicht daß es so ist. Schade drum Leben so zu verschwenden anstatt mit seinem Leben der Menschheit zu dienen. Sie dienen nur sich selbst und ihrer eigenen Sinnlosigkeit.


Selbstdenker sagt:
Die geheimen Studien der Bundesregierung zum Euro-Ausstieg.
Irgendwann ist Schluss mit “geheim”!
http://www.geolitico.de/2013/09/14/afd-chef-lucke-spricht-von-geheimen-euro-studien/








Montag, 22. Juli 2013

Zentralbanken bringen Waffen der Massenvernichtung in Stellung

Finanz-Kasino
In einer konzertierten Aktion haben die EZB und China entschieden, gefährliche Risiko-Papiere als Sicherheiten für Kredite zuzulassen. Damit dürfen die Banken einen neuen Kasino-Tisch eröffnen. Es ist derselbe, an dem im Jahr 2007 die Bombe hochging, die die Finanzkrise auslöste.
 
EZB-Mann Jörg Asmussen hat für die Banken-Lobby einen großen Erfolg in der EZB erzielt. ESM-Mann Klaus Regling steht für die Aufräumarbeiten bereit. (Foto: consilium)
Am Donnerstag haben die Chinesen und die EZB entschieden, dass die Stimmung im globalen Finanz-Kasino verbessert werden muss. Zu diesem Zwecke werden minderwertige Wertpapiere als neue Sicherheiten für Kredite zugelassen. In der EZB haben die Südeuropäer – offenbar gegen die Willen von Bundesbank-Chef Jens Weidmann – durchgesetzt, dass künftig Risikopapiere mit schlechteren Ratings als Sicherheiten für Kredite hinterlegt werden dürfe. Es handelt sich dabei um sogenannte Asset Backed Securities (ABS). Das sind Schuldtitel, hinter denen reale Werte stehen: Unternehmensanteile, Autos, Immobilien. Bisher mussten solche Papiere ein Triple A als Rating haben, nun genügt ein A. In China haben die Regulatoren eine Beschränkung für solche gefährlichen Papiere aufgehoben. Große Banken können nun wesentlich mehr von den giftigen Papieren ins System pumpen.

Die ABS sind in der Finanzkrise 2007 berühmt geworden: Die Finanzexperten Leibfried und Zimmermann schreiben: „Verantwortlich dafür, dass … aus einer lokalen Immobilienblase eine globale Finanzkrise werden konnte, sind die Refinanzierungsstrukturen am US-Kreditmarkt. Um Liquidität zu generieren, wurden die Kreditforderungen gegenüber den Immobilienbesitzern mit Hilfe von Asset Backed Securities (ABS) verbrieft und handelbar gemacht.“ Jochen Rahn sieht in den ABS die „Voraussetzung für einen marktübergreifenden Dominoeffekt“. (mehr zu den Ursachen der Krise in Rahns Buch)

Schon damals waren die Zentralbanken maßgebliche Förderer der von Warren Buffet als „Waffen der Massenvernichtung“ bezeichneten Papiere. Der damalige Chef der US-Notenbank und Großmeister der Niedrigzins-Politik, Alan Greenspan, pries die Produkte, die schließlich zum Crash führen sollten, als besonders wertvoll, weil sie „das Risiko streuen“. Und auch die Deutsche Bundesbank verstieg sich zu der Prognose, dass ausgerechnet die ABS die Widerstandskraft des Finanzsystems stärken und Schocks abfedern würden.

Die Bombe explodierte, als die Ratingagentur Moody’s am 15. Juni 2007 die Ratings von 131 ABS reduzierte und die Papiere herabstufte. Standard & Poor’s folgte im Juli – der Crash war eingeleitet, der schließlich mit der Pleite von Lehman seinen Höhepunkt fand.

Offenbar haben die Zentralbanken nichts aus der Geschichte gelernt.

Denn auch heute sagen sowohl die EZB als auch die Chinesen, dass sie alles unter Kontrolle hätten. Die EZB verkündete am Donnerstag, dass sie mit der Zulassung von Schrottpapieren ihre Risikokontrolle „weiter gestärkt“ hätte. Die Chinesen sagten, sie werden alle Emissionen von Giftmüll streng kontrollieren.

Wie schon 2007 geben die Banken – und ihre Sprecher, die Zentralbanken – vor, den Unternehmen helfen zu wollen, damit diese leichter an Geld kommen. Alle bisherigen Maßnahmen des Geld-Druckens haben nicht dazu geführt, dass auch nur ein Unternehmen deswegen leichter an Geld gekommen wäre.

Tatsächlich geht es bei der Senkung der Hemmschwelle um ein wichtiges Signal an die Banken: Ein neuer Spieltisch ist im Kasino eröffnet worden. Darauf haben sich die Banken schon länger vorbereitet: In Deutschland gibt es eine eigene, mächtige Lobby-Gruppe für die ABS. In der „True Sale International GmbH“ werden die giftigen Papiere von den Banken als Perlen des Systems dargestellt. Ein alter Förderer dieser Gruppe ist das EZB-Direktoriums-Mitglied Jörg Asmussen (mehr zu seinen gespenstischen Verflechtungen mit der ABS-Lobby – hier).

Für die Banken sind die ABS in mehrfacher Hinsicht wertvolle Produkte: Sie verwenden sie als Pfand, um an Kredite zu kommen. Die Banken brauchen immer mehr Kredite, weil sich eine immer größere Blase aufbaut. Diese Blasen kommt aus dem Derivaten-Geschäft: Die Banken können nämlich aus realen Werten Spielgeld machen. Aus mehreren ABS werden CDOs (collateralized debt obligations) und dann CDS (credit default swaps). Die CDS sind Derivate – das heißt Wetten. In den CDOs werden mehrere ABS gebündelt.

Das Kalkül lautet: Man nimmt so viele Einzelpapiere als möglich, dann minimiert sich die Wahrscheinlichkeit des Ausfalls.

Die Realität: Wenn eine einzige Annahme falsch ist, kracht das Weltfinanzsystem zusammen. Das könnte zum Beispiel bei den ABS auf Automobile der Fall sein. Die Lobby TSI preist Autos als besonders geeignet an, weil sie – rein theoretisch – immer einen Wert haben. Wenn jedoch, wie seinerzeit der ganze US-Immobilienmarkt im Zuge der Krise der ganze europäische Automobilmarkt zusammenbricht, dann kollabiert das System.
 
Die Banken wissen das auch ganz genau, setzen aber darauf, dass sich das Spiel eine Weile hinziehen kann. Und um diese Zwischenzeit von heute bis zum Crash geht es: In dieser Zeit können mit den ABS Milliarden gemacht und satteste Boni mühelos eingesackt werden.

Mit der Krise in den Ländern Südeuropas oder gar mit der Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen hat die Aufwertung der Schrottpapiere durch die EZB gar nichts zu tun.

Es geht um die hemmungslose Profitgier einer Branche, die mit rein künstlichen Produkten und ohne einen Hauch von Moral Geschäfte auf Kosten der Allgemeinheit macht.

Mit Mario Draghi als ehemaligen Goldman Sachs Banker sitzt „ihr Mann“ an der richtigen Stelle.

♠ - Der Rubel kann rollen - ♣ - Les jeux sont faites - ♦ - Bis nichts mehr geht - ♥

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

Jörg Asmussen aus der Sicht von Stoersender.TV - HG.Butzko


Aufschlussreich oder?


Kommentare

Uli77 sagt:

Guter Beitrag, nur vermisse ich einen wichtigen Zusatz der bei dieser Entscheidung einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet haben dürfte.

Es ist bekannt dass sich die USA mit über 100 Prozent offizieller Staatsverschuldung, ein mehrfaches an Schulden der Kommunen (siehe z.B. Detroit) und ein Vielfaches an Schulden von Pensionsverpflichtungen mit seinen landeseigenen (!) Ratingagenturen die Bestnote Triple A verleiht.
Es ist unbestreitbar dass diese Ratingagenturen eine Monopolstellung besitzen und als Indikator für die weltweiten Finanzmärkte anerkannt sind.

Viele Länder haben in ihrer Gesetzgebung verankert dass bestimmte Anlagenformen (vorwiegend öffentliche Pensionsfonds) nur in Finanzprodukte mit Spitzenwertung erfolgen dürfen. Nun gibt sich die USA durch ihre Ratingagenturen selbst ein Spitzenrating, während andere Länder, die offiziell und v.a inoffiziell einen niedrigeren Schuldenstand besitzen, ein niedriges Rating bekommen.
Der Grund ist, Bernanke zeigt es eindrucksvoll mit dem Ankaufprogramm eigener Anleihen bzw. Schuldtitel, dass bis zum endgültigen Kollaps dieser gigantischen Staatschuldenblase andere Länder in diese hauseigenen “Spitzenwertpapiere” investieren, so den Zins weiterhin niedrig halten und immer weitere Schulden finanzieren.

So auch mit den bunt bedruckten Scheinchen, genannt Dollars, die durch Deckung realer Sachwerte, Arbeitsleistung und Rohstoffe anderer Länder ihren Wert erst bekommen. Petrodollar, Weltleitwährung. Lassen die anderen Länder diese Papierblüten fallen, dann geht deren Wert auf den realen Wert runter…Null.

Sprich die faulsten Eier mit goldenen Anstrich (Ratings) leben lediglich vom Vertrauen und Wirtschaftsleistung anderer. Fällt dies, dann geht der Wert auf 0 und mit wehenden Fahnen unter. das letzte was man sieht ist das Triple A auf der Fahne.

Ich denke die Europäer und Chinesen verlassen nun das sinkende Schiff allmählich und lassen die Katze aus dem Sack. Es ist sowieso alles Schrott, Ursache Geldschöpfung und Zinseszins, aber wenigstens will man in den eigenen Schrott investieren können.

Erik von Forell sagt:

Soweit sind wir also: Die Kriminellen ABS-Ponzi-Schneeball-Spekulanten bei der EZB wurden aus dem BundesMinisterium fuer Finanzen rekrutiert. Nach dem Abgang des Staatssekretaers Asmussen, der z.B. beim Bankrott der IKB bis ueber die Ellenbogen mit seinen fehlgeschlagenen ABS verwickelt war, uebernahm Herr Wolfgang Schaeuble das Ministerium. Der eine profilierte sich mit Schrottpapieren, der andere beschraenkte sich auf die Weitergabe von Briefumschlaegen vollgefuellt mit Peanuts. Heute steht das Finanz-System wieder so auf der Kippe, den beiden steht nach hemmungslosem Systemmissbrauch, das Wasser bis Oberkante Unterlippe, sodass sie bereit sind Europa mit immer groesseren Einsaetzen vor sich herzutreiben. In jedem Kasino gibt es Hoechstgrenzen fuer den Einsatz. Die beiden unter Anleitung des kriminell vorbelasteten Drachens werfen alle eventuell noch vorhandenen Bedenken ueber Board nach der Devise: “Lieber morgen absaufen als schon heute”.

dogbert sagt:

Wenn ich die Nachricht richtig verstanden habe, dann werden die ABS nicht in Umlauf gebracht, sondern bei der EZB als Sicherheit deponiert. Wenn sie platzen, dann ist davon einzig und allein die EZB betroffen.
Quadra sagt:

Goldmann Sachs hat alles “richtig” gemacht – erst die Verbindlichkeiten von Griechenland übernommen, um den Euro zu destabilisieren und dann Mario Draghi an die Spitze der EZB gesetzt. Der Beitrag “Eine Bank lenkt die Welt” http://www.arte.tv/de/goldman-sachs-eine-bank-lenkt-die-welt/6820372.html hat es genau geschildert. Der Schlange Goldmann Sachs gehört der Kopf abgeschlagen!


Dienstag, 4. Juni 2013

EU-Geheimplan: Deutsche Steuerzahler sollen Banken in Europa retten

Eurovisionen, Der ESM wird gefährlich
Die Euro-Gruppe plant, die europäischen Banken-Rettungen über den ESM abzuwickeln. Demnach soll der deutsche Steuerzahler für alle Banken-Rettungen in Europa haften. Die Euro-Zone will das Modell erstmals mit den griechischen Bank-Krediten ausprobieren. So werden die Defizite der Süd-Staaten künstlich gesenkt. Das Risiko trägt der deutsche Steuerzahler. Der Bundestag hat bei dem Plan keinerlei Mitsprache.

Mit einem neuen Plan wollen die Euro-Retter den ESM still und leise als einen europäischen Banken-Rettungs-Fonds in Stellung bringen. Euro- Gruppenchef Jeoen Dijsselbloem spricht von einer sehr sensiblen Angelegenheit, über die die Öffentlichkeit besser nicht allzu viel erfahren soll. (Foto: consilium)

Die Euro-Retter haben erkannt, dass eine europäische Banken-Union für die Rettung der gefährdeten Banken in Südeuropa zu spät kommen dürfte. Daher soll der europäische Rettungsschirm ESM, in den die Euro-Länder 500 Milliarden Euro einzuzahlen haben, die Funktion eines europäischen Banken-Rettungsfonds übernehmen.
 
Der Euro-Gruppenführer Jeroen Dijsselbloem sagte in Athen, dass diese Sache „sehr sensibel“ sei und wollte daher nicht öffentlich darüber diskutieren.

Doch ausgerechnet in Athen hat Dijsselbloem die Katzen aus dem Sack gelassen. Die Griechen haben der EU nämlich mitgeteilt, dass sie ohne einen weiteren Schuldenschnitt ihr Haushalts-Defizit nicht annähernd in jene Region drücken können, die die Maastricht-Verträge vorsehen.

Um die Brisanz des Themas zu kaschieren, sagte Dijesselbloem bei seinem Besuch in Athen, dass es einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland frühestens im April 2014 geben werde. Die Botschaft wurde in der europäischen Öffentlichkeit dankbar weitergetragen.

Die Griechen brauchen jedoch schon früher Entlastung. Daher arbeitet die Euro-Zone an einem Geheimplan, demzufolge die 48,2 Milliarden Euro, die die Griechen zur Rekapitalisierung ihrer Banken erhalten haben, aus dem griechischen Haushalts-Defizit herausgerechnet werden sollen. Dijsselbloem schloss ausdrücklich nicht aus, dass die 48.2 Milliarden Euro beim ESM verbucht werden könnten.

Die endgültige Entscheidung will die EU beim nächsten Gipfel am 20. Juni treffen.

Bis dahin soll die Angelegenheit am besten unter der Decke bleiben.

Denn die Idee ist brisant.

Und sie dürfte für den deutschen Steuerzahler teuer werden.
Mit der Umschuldung der griechischen Banken-Rettungskredite wäre den Euro-Rettern ein aus ihrer Sicht cleverer Schachzug gelungen: Das griechische Staatsdefizit wäre mit einem Schlag geringer. Die Kommunikation in die Märkte soll durch die entsprechende Positiv-Propaganda orchestriert werden. Dijesselblom gab in Athen schon einmal eine erste Kostprobe und sagte: „Wir haben die ersten Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung. Die Wirtschaft wird sich im kommenden Jahr erholen.“

Angesichts der weiter explodierenden Jugendarbeitslosigkeit (siehe Grafik) ist dies eine aberwitzige Beurteilung. Sie soll jedoch dazu dienen, den Bürgern Europas den Eindruck zu geben, dass die Euro-Rettungsprogramme eine einzige Erfolgsgeschichte sind.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland und Spanien explodiert. An Sparprogramme ist in den meisten Euro-Staaten nicht mehr zu denken. (Grafik: zerohedge)

Die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland und Spanien explodiert. An Sparprogramme ist in den meisten Euro-Staaten nicht mehr zu denken. (Grafik: zerohedge)

Für die Euro-Retter hätte die Verschiebung der Kredite für die Banken-Rettung außerdem den Vorteil, dass die nationalen Parlamente keinerlei Zustimmungs-Möglichkeiten mehr haben. Denn der ESM ist seiner Struktur nach ein völlig autonomes Vehikel. Der ESM-Vertrag sieht vor, dass das Direktorium des ESM das einzige Gremium ist, das wirklich weiß, was mit dem Geld geschieht. Informations-Pflichten sind nicht vorgesehen. Die ESM-Manager agieren im außerrechtlichen Raum. Sie unterliegen keiner nationalen Jurisdiktion, können also für ihre Entscheidungen nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Transparenz ist ausdrücklich nicht vorgesehen. Selbst die Wirtschaftsprüfer erhalten nur einen eingeschränkten Einblick in die Operationen des ESM.

Auch die deutsch-französische Einigung zur europäischen Banken-Rettung folgt diesem Ansatz. Ein französischer Verhandlungsteilnehmer sagte der FT, dass Frankreich glücklich darüber sei, die Zustimmung Angela Merkels zur Banken-Rettung über den ESM gewonnen zu haben. Der ESM soll als eine Art „offizieller Reservefonds“ eingesetzt werden, auf den die Euro-Staaten Zugriff haben, wenn sie eine Banken-Rettung auf nationaler Ebene nicht stemmen können.

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble hatten bisher dem Deutschen Bundestag versichert, dass der ESM nicht zur direkten Banken-Rettung eingesetzt werden dürfe. Daher waren die 80 Milliarden Euro für die spanischen Banken auch zunächst im spanischen Haushalt als Kredit verbucht worden. Allerdings hatten die Spanier bereits den Vorteil, dass die Genehmigung der Kredite an keinerlei Auflagen gekoppelt waren. Das ist auch für die Franzosen wichtig: Paris wird niemals die Troika als Aufpasser im Land akzeptieren.

Die heimliche Umschuldung Griechenlands könnte dann als Blaupause dienen, wie Banken-Rettungen in Europa ablaufen.

Wie in Zypern wird es eine Zwangsabgabe für alle Sparer geben. Das kann speziell in Frankreich kritisch werden. Vor allem aber würde ein Haircut bei den französischen Sparern nicht reichen, um die großen französischen Banken zu retten.

Weil es aber noch keine gemeinsame europäische Einlagensicherung gibt, bietet sich der ESM als, wie die Technokraten es nennen, „public backstop“ an. Die Kredite werden an das jeweilige Land vergeben und rückwirkend beim ESM verbucht. Damit würde nicht der deutsche Sparer an den Bankenrettungen in Italien oder Frankreich beteiligt, sondern der deutsche Steuerzahler.
 
Da die Gelder für den ESM bereits beschlossen sind und nach ESM-Gesetz auch immer wieder neue Gelder von den Staaten abgefordert werden können, soll der ESM also die Löcher stopfen, die die Euro-Retter mit der Banken-Union nicht rechtzeitig stopfen können.

Dieses Vorgehen ist auch deshalb nötig geworden, weil die EZB steigenden Druck verspürt: Der deutsche EZB-Mann Jörg Asmussen und der Luxemburger Yves Mersch sprachen sich gegen weitergehende Staats-Finanzierungen aus. Bei der EZB fürchtet man, dass das Bundesverfassungsgericht einer exzessiven Rettungspolitik einen Riegel vorschieben könnte. Zwei ehemalige Verfassungsrichter haben massive rechtliche Bedenken angemeldet. Ein Schuldenschnitt in Griechenland wäre für die EZB sehr unangenehm: Er würde erstmals reale Verluste für die Kredite bedeuten, die Deutschland an Griechenland vergeben hat.

Beim ESM besteht diese Gefahr nicht: Was er bilanziert, entzieht sich der Mitwirkung und Kenntnis der Parlamente. Die Öffentlichkeit wird davon nie die Details zu Gesicht bekommen – auch nicht, wenn Kredite rückwirkend vom EFSF auf den ESM umgeschuldet werden.

Die Euro-Finanzminister gehen offenbar davon aus, dass die 500 Milliarden Euro aus dem ESM reichen, um die europäischen Banken zu retten. Die Krise bei den Banken hat sich jedoch in den vergangenen Monaten deutlich verschärft, wie Bundesbank-Präsident Jens Weidmann neulich erklärt hatte (hier).

Demnach gewinnen die etwas in Vergessenheit geratenen Zahlen des IWF neue Plausibilität. Der IWF hatte vor einem Jahr gesagt, dass der ESM eher 2 Billionen Euro an „Feuerkraft“ habe müsse.

Für die erste Not hoffen EU, IWF und EZB jedoch, mit einer teilweisen Plünderung des ESM das Auslangen zu finden.

Die Bundesregierung möchte auf jeden Fall bis zur Bundestagswahl im Herbst Zeit gewinnen. So erklärt sich auch die Wandlung von Jörg Asmussen zum Hardliner in Sachen Zurückhaltung. Asmussen dürfte von Berlin angewiesen worden sein, bis zum September auf die Bremse zu treten. Der EZB-Mann und ehemalige Rettungs-Experte aus dem Bundesfinanzministerium war neulich seinem Chef Mario Draghi spektakulär in den Rücken gefallen: Dieser hatte die Möglichkeit von sogenannten „Asset Based Securities“ (ABS) ins Gespräch gebracht, also die direkte Kreditvergabe durch die EZB an Unternehmen. Asmussen sagte, dass man aus der Finanzkrise gelernt haben sollte, dass ABS eine höchst riskante Sache seien. Als Staatssekretär im Finanzministerium hatte Asmussen noch im Jahr 2006 der ABS-Lobby True-Sales-Initiative (TSI) einen Freibrief ausgestellt und die Instrumente als besonders innovativ gepriesen (mehr zu dieser bemerkenswerten Verflechtung – hier).

Im Herbst tritt Asmussen als Keynote-Speaker bei dieser Lobby-Gruppe auf. Ihm könnte durch den EU-Geheimplan die Peinlichkeit erspart bleiben, dass er nun gegen Instrument auftreten muss, dessen Einführung er noch vor wenigen Jahren als besonders empfehlenswert bezeichnet hatte.
Nach der Bundestags-Wahl darf sich der deutsche Steuerzahler auf neue kreative Vorschläge freuen.
 
Unkreativ sind die zu erwartenden Ideen nur in einer Hinsicht: Die Rechnung wird immer von den Deutschen bezahlt – auch bei der Banken-Rettung.

Solange die Konstruktionen kompliziert genug sind, werden die Zahler davon nichts merken.

Das nennt sich dann Staatsräson.
 
Und die darf seit Jahrhunderten nicht hinterfragt werden.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Schon am 24.05.2013 schrieb ich (hier)
In diesem Zusammenhang sei noch einmal an den ESM (EU-Schuldenunion) erinnert und wärmstens empfohlen dieses Video anzuschauen:
Auch könnte man mal darüber nachdenken, warum einen der ESM vorher nicht interessiert hat und warum jedes Jammern jetzt zu spät ist.
Sie werden an unser Erspartes gehen! Garantiert!


Und der Witz des Jahrhundertstausends: der Bundestag kann nichts dagegen machen.
Mit Abnicken des ESM-Vertrages haben sie auf sämtliche Befugnisse verzichtet!

Kommentare
von den DWN-Seiten

John sagt:
Das Verfassungsgericht, mit von den Parteien gestelltem Richterpersonal, wird dann wieder “Ja, aber…” urteilen, und es wird weiterlaufen wie bisher.
Wir haben weder eine pluralistische Meinungsbildung im Bundestag, noch eine funktionierende Gewaltenteilung.

Rentnerin sagt:
Wut,Wut und nochmals Wut !!!!! Diese Volksverräter, Unser schönes Deutschland ,wie es einmal war, können wir vergessen. Man darf in diesem Land doch noch nicht einmal sagen, daß man stolz ist, oder war, Deutsche z sein. Wir haben immer nur gearbeitet und gearbeitet und unsere Kinder unter den größten Entbehrungen großgezogen. Wir haben nie etwas vom Staat gefordert , erst viel später gab es mal ein wenig KIndergeld. Unsere Kinder,die lane Lernen und Studieren mußten, haben schon soviel und tun es immer noch, in die Sozialkassen eingezahlt. Diese Betrüger, die sich selbst nur die Taschen vollmachen,daß meiste wieder weg.Das die sich hinstellen und uns West Rentnern ohne mit der Wimper zu zucken,0,25 % mehr Rente anbieten,ist das Papier nicht wert auf das es gedruckt wird. Pfüi Teufel kann ich da nur sagen.Ich schäme mich für diese ganze Politkaste.Wir merken ja schon länger, daß sich dieses Land vollkommen verändert hat (andere Kultur, ect.) Ich würde sagen, wir sind die zweite DDR geworden.Das dieses Geheimpapier jetzt veröffentlich wird, Wird diesen Genossen ja in keiner Weise passen.Immer mehr kommt ans Tgeslicht, von den Betrügern. Wie gut ,daß wir eine Alternative haben!!!

Elouise sagt:
@Rentnerin Sie werden von Typen regiert, die wissentlich und willentlich ständig gültiges Recht brechen. Anders kann man es nicht definieren. Wenn Sie dasselbe tun, werden Sie zum Kriminellen und sofort strafrechtlich verfolgt und bestraft. Anders ist das, wenn Sie die sog. Macht haben, Macht, wie sie z.B. in der DDR ausgeübt und propagandistisch als im einzig real existierende Sozialismus hochlobend begründet wurde. Heute klingt diese Propaganda etwas anders:” … wir haben vom Euro profitiert und… wir sind auf einem guten Weg “. Erschütternd dabei ist, dass alle Gewerkschaften ( eigentlich die ureigensten Vertreter der Arbeiter) das europapolitische Handeln der Regierung mit Totalausverkauf der deutschen Arbeiterschaft an die Finanzoligarchie unwidersprochen zulassen und gar decken. Sie als Rentnerin, geboren in einer Zeit deutschen Niedergangs, haben mit Einsatz Ihrer Lebensarbeitskraft geholfen dieses Land wieder auf die Beine zu stellen. Nur, profitiert haben im eigentlichen Sinn davon die Industrie- und Bankbosse, vertreten in grossen Lobbyverbänden, im Einklang mit den Herren und Damen in Berlin.