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Dienstag, 2. September 2014

Es ist sehr erschreckend zu sehen, wie hoch die Welt verschuldet ist

Thema: Weltfinanzlage
$ 280 Billionen Schulden, $ 1,5 Billiarden Derivate und ein Gold-Squeeze

Eric King im Interview mit Egon von Greyerz.

“Angesichts von $ 280 Billionen Dollar Schulden auf der Welt und $ 1,5 Billiarden Dollar an Derivaten wird dies zu einem Zusammenbruch führen, der die Welt mindestens 50 Jahre, wenn nicht mehr, zurückwerfen wird.”


Der Dollar brennt
Greyerz: “Eric, ich schaue mir den deflationären Druck an, den wir in vielen Bereichen in Europa und Japan sehen. Fortlaufende Deflation wird zu einer Implosion von Anlagepreisen und Bankschulden führen. Bei so einem Szenario werden keine Schulden zurückgezahlt und das Finanzsystem wird scheitern."

Angesichts von $ 280 Billionen Dollar Schulden auf der Welt und $ 1,5 Billiarden Dollar an Derivaten wird dies zu einem Zusammenbruch führen, der die Welt mindestens 50 Jahre, wenn nicht mehr, zurückwerfen wird. Regierungen und Zentralbanken sind die deflationären Risiken vollkommen bewußt, deswegen haben sie gedruckt und Billionen von Dollar erschaffen und die Zinsraten auf null gesenkt.

Aber bis jetzt hatten diese ganze Gelderschaffung und die Stimuli keinen Effekt. Das europäische Bankensystem ist unter enormem Druck und wird nicht ohne massiven Liquiditätszufluss überleben. Trotz der optimistischen Botschaft, die die EU und die europäischen Regierungen zu verbreiten versuchen, versinkt Südeuropa langsam im Mittelmeer – und das betrifft auch Frankreich.

Diese Gegend und andere Länder wie Japan sind hoffnungslose Fälle, die keine Chance haben die Schuldenkrise zu überleben. Selbst Deutschland fängt nun an langsamer zu werden und deutsche Zinsraten sind jetzt negativ. Und wenn wir uns die USA anschauen, da gibt es derzeit einen Optimismus, der völlig fehl am Platz ist, dass all die Probleme gelöst worden sind.

Nun, es ist keine Überraschung Eric, dass wenn man Billionen von Dollar in den Markt gibt und die Zinsraten auf null setzt, dass man damit etwas kurzfristigen Optimismus erreicht. Die größten Nutznießer davon sind natürlich die Aktienmarkt-Investoren und die Banker und einige größere Konzerne, aber die Armen werden immer ärmer und stärker verschuldet und die Sozialhilfe-Zahlungen werden immer größer. Darüber hinaus wissen wir, dass die offiziellen US-Statistiken irreführend sind und oft vollkommen inkorrekt. Die Arbeitslosigkeit liegt, gemessen auf einer gleichbleibenden Basis, bei 22 Prozent und das um die Inflation bereinigte BIP fällt, genau wie die Einkommen.

Die FED hat aber drei wesentliche Ziele: Maximale Beschäftigung, stabile Preise und moderate langfristige Zinsen. Daneben sind sie für die Geldpolitik verantwortlich und dafür die Stabilität im Finanzsystem zu bewahren, und natürlich auch die Banken zu beaufsichtigen.

Also, mit den 22 Prozent Arbeitslosigkeit haben sie an der Front vollkommen versagt und bezüglich der Stabilität im Finanzsystem hat die FED genau das Gegenteil getan. Indem sie Geld gedruckt und die Zinsraten ständig manipuliert haben, haben sie das instabilste und gefährlichste Finanzsystem der Geschichte erschaffen.

Mit einem starken, von Liquidität befeuerten Aktienmarkt sehen die Dinge rosig aus, aber darunter ist alles am verrotten. Man schaue sich nur die kurzfristigen Zinsen für Schatzanleihen an. Im Jahr 2000 lagen die bei 6 Prozent. Dann fiel der Aktienmarkt und die Zinsen wurden 2003 in einer Serie ungeplanter, panischer Bewegungen auf unter 1 Prozent gesenkt.

Der Aktienmarkt erholte sich und die Zinsen wurden bis 2006 wieder auf bis zu 5 Prozent erhöht. Und dann kam die große Finanzkrise 2007. Die FED geriet wieder in Panik und die Zinsen wurden bis 2008 auf null gedrückt, wo sie seitdem auch stehen.

Es geht mir um folgendes, Eric; die FED hat überhaupt keinen Plan und erfüllt in keiner Weise die ihr gestellten Aufgaben. Alles was sie tun, ist auf Ereignisse zu reagieren – Ereignisse, von denen einige von uns wussten, dass sie unausweichlich sind, aber die FED nie hat kommen sehen.“ …

Greyerz: “Die Menge des Papiergolds da draußen ist unglaublich groß und wenn die Menschen einmal anfangen, dem System nicht mehr zu vertrauen und zu verstehen, dass westliche Zentralbanken kein Gold, oder nur sehr wenig Gold übrig haben, und die Bullion(Goldbarren-)banken ebenfalls, dann wird die 100 zu 1 Ratio von Papiergold zu physischem Gold dazu führen, dass massiv Shorts gedeckt werden.“

Egon von Greyerz, ist der Gründer und Manager von Matterhorn Asset Management in Zürich, Schweiz. Quelle: n8waechter.info vom 30.08.2014
Mit freundlicher Genehmingung von pravda-tv.com

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Samstag, 19. Oktober 2013

Die große Enteignung: Zehn Prozent „Schulden-Steuer“ auf alle Spar-Guthaben

Thema: Zwangsabgabe
IWF knallhart: Sonst Inflation
 
Die große weltweite Enteignung wird konkret: Der Internationale Währungsfonds verlangt eine allgemeine „Schulden-Steuer“ in Höhe von 10 Prozent für jeden Haushalt in der Euro-Zone, der auch nur über geringe Ersparnisse verfügt. Das Geld soll für den Schulden-Dienst verwendet werden. Damit sollen die Forderungen der Banken befriedigt und das Schulden-System gerettet werden. Dieses Konzept habe sich bereits nach dem Ersten Weltkrieg in Europa bewährt. Der Vorstoß sollte jeden Sparer in höchste Alarm-Bereitschaft versetzen.

Die Architektin der globalen Zwangsabgabe: IWF-Chefin Christine Lagarde verlangt 10 Prozent Schulden-Steuer von allen europäischen Haushalten. Die Bürger sollen zahlen, damit die Spiele weiter gehen können. (Foto: dpa)

Dieser Vorstoß sollte jeden deutschen Sparer alarmieren.

Der IWF fordert eine „Schulden-Steuer“ in Höhe von 10 Prozent auf die Ersparnisse der Bürger in der Eurozone.

Begleitet könnte diese massive und flächendeckende Enteignung von Kapital-Verkehrskontrollen sein: Den Euro-Bürgern sollen alle Fluchtwege abgeschnitten werden. Auch dies wird bereits in der Praxis getestet: Am Dienstag stürmte die belgische Polizei 20 Wohnungen in Belgien, deren Besitzer verdächtigt wurden, ein Bank-Konto der britischen HSBC in der Schweiz zu unterhalten (mehr hier).

Ein Testlauf, um zu zeigen, dass die Finanz-Eliten an ihr Geld kommen werden, wenn sie den Zeitpunkt für gekommen halten.

Der Vorstoß des IWF muss jeden Sparer alarmieren.

Denn der IWF ist kein Spaß-Verein.

Der Internationale Währungsfonds ist die Instanz, die gemeinsam mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) und der Weltbank für die Weltwirtschafts-Ordnung zuständig ist.

Der IWF ist kein Debattier-Club. Er ist der Motor für alle Veränderungen im Weltwirtschafts-System. Er hat Einfluss: Im neuen Fiscal Monitor fordert der IWF, dass der Spitzensteuersatz in Deutschland auf bis zu 70 Prozent angehoben werden.

In Berlin laufen die Koalitionsverhandlungen. Sigmar Gabriel wird jubeln. Und Angela Merkel kann sagen, dass ja nicht die Union die Steuern erhöhen will, sondern der IWF warnt, dass eine Steuer-Erhöhung eben alternativlos ist.

Doch das sind – fast – Peanuts zur zentralen Handlungs-Anweisung, die der IWF den ahnungslosen Politikern auf den Weg gibt.

Wenn der IWF eine weltweite Schulden-Steuer fordert, wird sie kommen.

Der Vorschlag ist die erste konkrete Ankündigung einer flächendeckenden Enteignung, um das globale Schulden-Business am Laufen zu halten.

Der IWF-Bericht (hier im Original, Englisch) enthält viele Zahlen und Daten und wird sich, was die Bestätigung der Prognosen durch die Wirklichkeit betrifft, dort einreihen, wo die IWF-Prognosen meist gelandet sind: Im Reich der Irrtümer und Märchen (mehr dazu hier).

Doch es geht nicht um Zahlen und Fakten.

Es geht um eine politische Botschaft.

Und die ist knallhart.

In dem „Fiscal Monitor“ entwickelt der IWF auf Seite 49 des Dokuments in der eiskalten Sprache der Finanz-Technokraten das Szenario, das die Bürger Europas im Schlaf überrumpeln soll:

„Die deutliche Verschlechterung der öffentlichen Finanzen in vielen Ländern hat das Interesse an einer Zwangsabgabe auf Vermögen (capital levy) geweckt. Dies ist eine einmalige Abgabe als eine außergewöhnliche Maßnahme, um die Nachhaltigkeit der Schulden wiederherzustellen. Der Charme einer solchen Maßnahme besteht darin, dass eine solche Steuer erhoben werden kann, bevor es zu einer Steuerflucht kommen kann. Dazu muss der Glaube hergestellt werden, dass diese Maßnahme einmalig ist und niemals wiederholt wird. Die Steuer würde die Bürger nicht verstören. Einige würden sie sogar als fair empfinden.“

Der IWF formuliert, in scheinbar höflich-abwägender Form, eine knallharte Erpressung:

„Die Voraussetzungen für eine solche Steuer müssen geschaffen werden. Doch sie müssen abgewogen werden gegen die Alternativen: Diese wären die Ablehnung der öffentlichen Schulden (also Staatspleiten, Anm. d. Red.) oder Inflation.

Der IWF sagt also: Die Europäer können wählen zwischen einer Zwangsabgabe oder Vermögensentwertung durch Inflation.

Der IWF hat bereits ausgerechnet, wie viel die große Enteignung jeden Bürger der Euro-Zone kosten wird:

„Die Höhe der Steuer muss dazu führen, dass die europäischen Staats-Schulden auf das Vorkrisen-Niveau zurückgefahren werden. Das ist zumutbar: Um die Schulden auf den Stand von 2007 zurückzufahren (zum Beispiel in den Ländern der Euro-Zone), ist eine Steuer von etwa 10 Prozent für Haushalte mit einem positiven Vermögensstand notwendig.“

Die Buchhalter des IWF behaupten zwar, dieser Vorschlag sei „theoretisch“.

Doch das haben die Finanz-Eliten immer gesagt: Bei der Einführung der Zwangsabgabe in Zypern etwa. Auch da hieß es, das sei nur ein Modell für Zypern. Nachdem die Revolution ausgeblieben war, setzte sich die Zwangsabgabe als „Blaupause“ durch: Heute bezeichnet sie etwa Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble völlig selbstverständlich als Teil des europäischen Banken-Rettungsprogramms – natürlich bei einer Tagung von IWF und Weltbank (hier).

Die Rolle von Wolfgang Schäuble ist von Bedeutung: Wie wir bei bereits vor Monaten ausgeführt haben, will Schäuble die Euro-Rettung nach dem Muster des „Soli“ bei der deutschen Wiedervereinigung durchführen. In Europa heißt das nicht mehr Soli, sondern „Bail-In“ und „Bail-Out“. Die Bail-Ins – also die Enteignung der Bank-Kunden, soll den Bürger auf eine falsche Fährte schicken: Er soll glauben, dass die Banken selbst zahlen. Doch die Banken haben ihr Geld bei den Schattenbanken angelegt. Dies geschieht in Form von Kunstprodukten, die die Banken für sich selbst geschaffen haben. Man nennt sie Derivate. Die Derivate sind bei der großen Enteignung ausgenommen: Per Gesetz sind sie bei einer Banken-Pleite geschützt (mehr zu diesem gespenstisch-rationalen Prozess – hier).

Für die Herren und Damen der neuen Welt-Finanzordnung ist eine „Schulden-Steuer“ Autoren „eine effiziente Lösung“ für das Schuldenproblem in Europa.

Die angedachte Steuer soll die Verschuldung der Krisenländer auf ein Niveau der Schuldenquote vor der Krise bringen.

Das ist ein fatales Konzept: Die neue europaweite „Schulden-Steuer“ würde nämlich nicht dazu führen, dass die jungen Europäer, die von der Krise wie von einem unsichtbaren Tsunami aus der Mitte der Gesellschaft in die Arbeitslosigkeit und Bedürftigkeit gespült wurden, wieder einen Job bekommen.

Die „Schulden-Steuer“, wie der IWF sie wünscht, dient ausschließlich dazu, dass die internationalen Banken befriedigt werden: Sie haben während der Jahre 2007 bis 2011 weiter enorme Risiken aufgebaut. Auch die Schulden-Staaten haben weiter Schulden gemacht, um Wahlgeschenke verteilen zu können. Außer dem König der Niederlande hat kein Staatsoberhaupt seinem Volk bisher reinen Wein eingeschenkt (hier).

Hinter der Forderung des IWF steckt auch ein handfestes eigenes Interesse.
 
Der Fonds fürchtet um die eigenen, den europäischen Krisenländern zur Verfügung gestellten Finanzmittel. Christine Lagarde, die ehemalige französische Finanzministerin, gute Freundin von Angela Merkel, wegen Unregelmäßigkeiten im Amt von der französischen Justiz verfolgte Chefin des IWF, will ihr Geld wiederhaben.

Der IWF hat das Schulden-Kasino in der Euro-Krise massiv unterstützt.
Die zwischen aufgehäuften Schulden in der Euro-Zone in den vergangenen fünf Jahren betragen locker 500 Milliarden Euro. Ganz genau kann man das nicht sagen, weil auch bei diesen Schulden ohne Ende getrickst und manipuliert wird. Vielleicht ist es sogar das Doppelte.

Kein Mensch weiß das.

Was Mme. Lagarde als Sprecherin der internationalen Finanz-Eliten jedoch weiß: Irgendwer muss für die Party bezahlen – auch wenn die Bürger Europas an dieser Party nicht einmal am Fernseher teilhaben durften.

Bemerkenswert an diesem Konzept ist, dass der IWF nicht sagt, eine Steuer müsse erhoben werden, um die Wirtschaft anzukurbeln. Oder in Bildung zu investieren. Oder die maroden Schulen, Kindergärten oder Straßen zu sanieren. Oder den Unternehmen die Möglichkeit zu geben, mehr Mitarbeiter zu beschäftigen. Oder Innovation zu fördern.

Der IWF will die Europäer enteignen, um die Europäer zu zwingen, den Schulden-Dienst bei den Banken – private wie öffentliche (EZB und IWF) – sicherzustellen.

Der IWF sagt auch nicht, dass der ganze Schulden-Irrsinn nichts anderes ist als Irrsinn, der schleunigst beendet werden muss.

Der IWF will, dass nach der großen Enteignung weiter Schulden gemacht werden können.

Dabei schreckt der IWF auch nicht davor zurück, die Neid-Karte zu spielen: „Der IWF rechtfertigt diese Steuer mit den Trends einer wachsenden Ungleichheit der Einkommen in den meisten Staaten, die sich durch ein Schwinden der Steuerprogression erklären lässt.“
 
Damit soll gesagt werden, dass die „vermutete Ungleichheit“ die Reichen begünstige und den Armen schadet.

Doch so, wie diese Steuer angelegt ist, ist das eine blanke Lüge: Jeder Haushalt, der über Vermögen verfügt („positive net wealth“), soll abgezockt werden.
 
Sparbücher, Anleihen, Aktien, Rücklagen für die Renten, Bargeld – alles wird fällig.

Wenn jemand sein ganzes Leben lang keine Schulden gemacht hat und Ersparnisse von 100.000 Euro für das Alter zurückgelegt hat, werden ihm aus dem Stand 10.000 Euro abgenommen.

Die einzigen, die angeblich nicht geschröpft werden sollen, sind insolvente Haushalte. Doch selbst hier kann erwartet werden, dass man Möglichkeiten findet, um auch extrem verschuldete Haushalten noch irgendwo einen „net wealth“ anzuhängen und sie dann unter diese Steuer zu zwingen. Wie das geht, haben wir in Deutschland bei der jüngsten Debatte um Anrechnung von Ersparnissen auf Sozialleistungen gesehen.

Der IWF will allerdings an alle Vermögen. Daher empfiehlt das Papier die Jagd auf die Vermögenden. Erste Streifzüge haben wir bereits gesehen. Der IWF fordert „verstärkte internationale Kooperation, um Steuerflucht zu unterbinden“. Dies soll in Form von Kapitalverkehrskontrollen geschehen. Die internationale Finanz-Elite hat einen ersten Schritt dazu bereits beim vergangenen G 20-Gipfel getan: Dort wurde die vollständige, globale Kooperation der Steuerbehörden aus aller Welt beschlossen. Sie wird 2014 umgesetzt.

Der IWF ist zuversichtlich, dass die globale „Schulden-Steuer“ erfolgreich umgesetzt werden kann:

„Es gibt überraschend viele Erfahrungen mit einer solchen Zwangsabgabe in der Geschichte, auf denen wir aufbauen können. Solche Zwangsabgaben wurden vielfach in Europa nach dem Ersten Weltkrieg erhoben.

Unglaublich.

Jeder weiß, mit welcher Katastrophe dieses dunkel Kapitel der Geschichte geendet hat.

Das ist Faschismus mit Ansage.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Thorsten Koch
Junge, junge……. mich kotzt diese ganze Europa Sche…. von Tag zu Tag mehr an. Währen wir doch bloß bei der guten alten BRD und der D-Mark geblieben. Aber unsere Damen und Herren Volksvertreter (die sie ja eigentlich sein sollten) machen wat sie wollen und deshalb haben wir jetzt auch den Salat.

Ein großes Dankeschön an unsere Politiker hier in Deutschland. Schönen Dank für einen Arschtritt nach dem anderen……… aber, der Krug geht nur so lange zum Brunnen bis er Bricht. Also macht nur weiter so……. ;-)

argus germanicus sagt:

Hier bricht so schnell kein Krug!
…41,X % für die Merkelpartei sprechen doch wohl Bände!

Steuersklave sagt:

Sdie sollten noch ein kleines Danke Schön an alle diejenigen nachschieben, die bei der letzten BT- Wahl CDU/CSU/SPD/DIE GRÜNEN gewählt haben.

Freitag, 18. Oktober 2013

Der brutalste Raubzug aller Zeiten: Wie die Banken den Crash planen

Thema: Die große Krise

Die EU-Finanzminister haben sich auf ihrem Treffen in Luxemburg auf die rechtlichen Eckdaten für den Aufbau einer zentralen Bankenaufsicht in der EU geeinigt. Die bei der Europäischen Zentralbank (EZB) angesiedelte Einheit soll mit mehreren Hundert Mitarbeitern die rund 130 größten Banken der Euro-Zone direkt überwachen. Sie ist ein wichtiger Baustein der europäischen Bankenunion. Der Arbeitsbeginn ist für November 2014 geplant. http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-10/bankenaufsicht-zentralbank-einigung


Die Zentrale der verstaatlichten Bankia in Madrid
© Susana Vera/Reuters

Alle reden vom Crash. Viele reden schon lange von ihm. Aber wird er wirklich kommen?

Er wird.

Doch er wird ganz anders ablaufen wie die meisten sich das vorstellen.

Denn der Crash folgt einem Plan.

Es ist, wie der Dokumentar-Filmer David Malone in einem must read ausführlich erklärt hat, der „Plan B“ der internationalen Groß-Banken – vorzugsweise jener Banken, die eine mächtige Investment-Abteilung führen.

Malone geht davon aus, dass für die Banken zu viel auf dem Spiel steht, als dass sie einfach pokern können: Wer stirbt, wer bleibt übrig?

Das internationalen Geld-System hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem reinen Spielgeld-System entwickelt: Geld muss nicht mehr von wirklichen Werten hinterlegt sein. Geld muss vor allem von einem hinterlegt sein: Von Papieren, auf denen draufsteht, dass sie Geld wert sind.

Goethes Faust, von Jens Weidmann gerne zitiert, hätte sich die Hände gerieben: Das Geld gebiert immer mehr Geld. Der wahre Wert ist nicht das Gold, mit dem früher einmal, zu Zeiten des Gold-Standards, das Geld von den Zentralbanken hinterlegt werden musste.

Der wahre Wert des internationalen Finanz-Systems ist das Verhältnis von Gläubiger und Schuldner: Geld wird dann etwas wert, wenn es durch viele Hände geht: Mit jeder Transaktion ist nämlich weiteres Geld verbunden – in Form von Zinsen.

Früher wurden Kredite gegen Sicherheiten vergeben: Jeder Hausbesitzer weiß das: Im Grundbuch steht die Bank. Ihr gehört das Haus, in dem er wohnen darf.

In der US-Subprime-Krise haben die Banken den ersten Testlauf gestartet: Sie haben möglichst vielen, die es sich nicht leisten konnten, eingeredet, dass sie ein Eigenheim besitzen müssen. Die Paten für das System waren US-Präsident Bill Clinton und der Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Alan Greenspan.

Die Banken haben dann die verschiedenen Kredite so lange gebündelt, bis niemandem mehr klar war, wer von den Schuldnern eigentlich in der Lage sein wird, seine Schulden abzutragen. Diese Bündel nannte man Derivate. Derivate wurden von Warren Buffett als „finanzielle Waffen der Massenvernichtung“ bezeichnet. Denn sie blähten sich zu gigantischen Summen auf. Mit jeder Weitergabe wurden erneut Zinsen und Gebühren berechnet, das Geschäft schien ins Unermessliche zu wachsen.

Damit eine Bank möglichst viele dieser Wert-Bündel kaufen kann, braucht sie viel Geld: Sie verschaffte sich – zu früheren Zeiten – dieses Geld bei anderen Banken. Dies geschieht durch sogenannte „Repos“, oder Rückkauf-Vereinbarungen: Die Bank A verkauft an die Bank Derivate an die Bank B. Dafür bekommt sie einen Kredit und zahlt diesen Kredit nach kurzer Zeit an Bank B zurück. Sobald sie den Kredit mit Zinsen abgezahlt hat, erhält sie ihr Wertpapier zurück.


So funktioniert ein sogenanntes Repo-Geschäft. (Quelle: Wikipedia)

Seit den Hochzeiten der US-Immobiliengeschäfte sind die „Repos“ das Lebens-Elexier für die Banken: Die einen bekommen schnell Geld für spekulative Geschäfte, die anderen kassieren die Zinsen.

Das ging so lange gut, bis einige Marktteilnehmer sagten: Wir trauen der anderen Bank nicht mehr. Wir wollen unser Geld zurück. Das hatten die Banken jedoch nicht. Kommt der Ruf nach Rückgabe über Nacht („Margin Call“), dann wird es eng für die Schuldner-Bank: Entweder sie hat genug Geld im Eigenkapital – oder sie ist pleite.

Genau das geschah auch: Bear Stearns und Lehman Brothers brachen wegen genau solcher Repo-Geschäfte zusammen.

Zufall? Pech? Warum Lehman?

Es wird immer deutlicher, dass die Zusammenbrüche keine Zufälle waren.

Sie waren Testläufe.

Als Bear Stearns kollabierte, war JP Morgan Chase der strahlende Sieger.

Bei Lehman profitierten die britische Barclays, die japanische Nomura und Goldman Sachs.
Das Muster wird deutlich: Mit der Idee von Derivaten und Repo-Geschäften haben die Banken das Grundprinzip des Geldes ohne Sicherheiten zur Perfektion gemacht, zu einer Maschine, die aus sich selbst funktioniert.

Die Maschine beruht auf dem Prinzip Schuldner-Gläubiger. Der eine nimmt, der andere gibt. Immer im Kreislauf, immer weiter.

Ein Wahnsinns-Spiel. Eine gnadenlose Jagd der Haie. Jeder kann den tödlichen Biss setzen.
Doch bei Haien und Banken gilt: Es sieht immer der Größere.

Malone nennt das Spiel sinngemäß: „Die Maschine, die am Ende zum brutalsten Raubzug aller Zeiten hochgefahren wird“ (Armageddon Looting Machine).

Denn nach dem Lehman-Crash wurde es für die überlebenden Haie erst richtig interessant.
Sie hatten erkannt, dass das Spiel funktioniert. Und sie erkannten, dass man es praktisch risikofrei spielen konnte: Am Ende kam der Steuerzahler und leistete mit Steuergeldern erste Hilfe an den siegreichen Haien. Sie hatten immerhin einige Bisswunden davon getragen.

„Too big to fail“: Der große Hai darf nicht sterben. Denn Goldman schickte seinen besten Mann ins Finanzministerium: Hank Paulson wurde der staatlich vereidigte Banken-Retter. Er versprach den Politikern: Ihr bekommt euer Geld zurück, und zwar mit Gewinn. Einzige Bedingung: Das Spiel muss weitergehen. Wir müssen weiter Derivate und Repo-Geschäfte machen dürfen. Dann können wir so viel Geld erschaffen, dass es euer Schaden nicht sein wird.

Ein Angebot, zu dem die Politiker in Washington nicht Nein sagen konnten. Denn sie konnten den Steuerzahlern erklären: Ihr bekommt euer Geld auch zurück, lasst uns nur machen.

Was ein Derivate oder ein Repo-Geschäft ist, versteht ohnehin kein Mensch. Das braucht man nicht zu verbieten.

Doch die Banken verfolgten einen teuflischen Plan, der erstaunlicherweise von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde. Sie zwangen die Politiker dazu, ihnen die Derivate staatlich zu garantieren. Die Derivate wurden durch mehrere Gesetze zu so genannten „sicheren Häfen“ (save haven) erklärt: Zu diesem Zweck wurde das Insolvenzrecht für Banken geändert. Save haven bedeutet in diesem Zusammenhang: Wenn eine Bank aus dem Umweg von Derivaten im Besitz von Wertpapieren ist, dann kann sie diese im Falle einer Pleite des Gegenübers – also des Schuldners – behalten: Das Gesetz ist nichts anderes als eine völlig legale Enteignung. Der unschätzbare Vorteil dieser Regelung: Die Gläubiger-Bank wird bevorzugt behandelt. Während es im klassischen Insolvenzrecht genau eine solche Bevorzugung von Gläubigern nicht geben kann, wurde sie im Fall der Derivate zur Norm erhoben: Die Kunden der Bank, die Steuerbehörden, die normalen Anleihen-Besitzer gehen leer aus – und verlieren ihr Geld.

Der Deal: Derivate werden an Anleger mit vergleichsweise geringen Zinsen verkauft. Das Motto: „Sicheres Investment – niedrige Zinsen“. Weil die Zinsen von den Zentralbanken gegen Null gefahren wurden, wurden die Anleger regelrecht in die Derivate getrieben.

Für die Haie gilt: Wer Derivate hat, gewinnt. Er konfisziert das Eigentum seines Schuldners – und kann es, was es sonst ebenfalls nirgendwo gibt, sofort wieder verkaufen: Das Spiel kann weitergehen.
Nach der Lehman-Pleite erschien es trotz der Zusicherungen der Banken, alles Rettungsgelder zurückzuzahlen, nicht angeraten, weiter die Steuerzahler zur Kasse zu bitten.

Daher ließen die Haie den nächsten Test-Ballon steigen.

Diesmal traf es MF Global.

Anders als Bear Stearns und Lehman, die beide reine Investment-Banken waren, war MF Global eine Bank, die auch Gelder von Kunden verwaltete.

Der Unterschied zwischen einer Investment-Bank und einer Kunden-Bank ist: Die Investment-Bank verzockt nur das Geld anderer Banken oder von Unternehmen oder Großanlegern. Eine Kunden-Bank kann mit dem Geld der normalen Anleger zocken.

Genau das tat Jon Corzine, der Chef von MF Global.

Er war ein Hai unter Haien und tat nichts anderes als die anderen Haie auch.

Doch buchstäblich über Nacht bissen die großen Haie wieder zu.
MF Global meldete „Liquiditäts-Schwierigkeiten“: Die anderen Banken hatten ihn die nötigen Repo-Kredite verweigert.

Das Spiel war aus.

Doch die unglaublichste Frage war: Wo war das Geld hin? Jon Corzine sagte nach der Pleite, er wisse nicht, wo die Milliarden geblieben seien.

Und er hat nicht einmal gelogen.

Denn seine Anleger waren über Nacht enteignet worden: Über die „save haven“-Regelung waren die Derivate bei anderen Banken gelandet. Sie gehörten nun ihnen. Ganz legal.

Es ist nicht zu beweisen, doch die Branche vermutet: Das Geld ist in Form von Derivaten zu JP Morgan gewandert.

Schon nach Lehman, aber noch viel mehr nach MF Global, bekamen es die kleinen Haie mit der Angst zu tun. Sie wollten aus dem verdammten Repo-Spiel aussteigen.

Technisch beschreibt das der inzwischen an die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) aufgestiegene Goldman-Investment-Banker Mario Draghi in der ihm eigenen, etwas gelangweilten Art bei jeder der Pressekonferenzen der EZB mit den Worten: „Wir haben festgestellt, dass der Interbanken-Markt nicht funktioniert. Die Banken leihen einander kein Geld mehr.“
Draghi beklagt bei denselben Pressekonferenzen in schöner Regelmäßigkeit, dass die Banken auch der „Realwirtschaft“ nichts mehr leihen.

Das ist Teil des Systems: Die Realwirtschaft ist den Banken völlig gleichgültig. Sie brauchen ihr Geld für das große Spiel mit der Derivaten: Nach der Häuser-Krise waren die Banken unglaublich kreativ im Erfinden neuer Derivate: Studenten-Kredite, Gold, Rohstoffe, Lebensmittel, Unternehmen (sogenannte Asset Backed Securities, eine Spezialität von Jörg Asmussen) wurden erschaffen – und über die große Armageddon-Maschine von Schulden und Krediten weiter mit Profit umgewälzt.
Das Geld kommt nicht in die reale Welt – weshalb es auch keine Inflation gibt. Das wird von der EZB stets als großer Erfolg vermeldet.

Kein Wunder: Das Geld darf den geschlossenen Kreislauf nicht verlassen.
Der Ausfall des Interbanken-Marktes führte dazu, dass die Zentralbanken einschritten: Sie übernahmen die Finanzierung für die im Becken mit ihren Zähnen bleckenden Haie.
Mit dem Fall von MF Global waren erstmals richtige Ableger enteignet worden. Mit dem Geld-Drucken der EZB und aller anderen Zentralbanken wurden nun die Steuerzahler ins Boot geholt: Sie mussten die Sicherheiten liefern, die der Markt nicht mehr hatte. Die Fed kauft monatlich US-Staatsanleihen im Wert von 85 Milliarden Dollar. Im ESM lagern 700 Milliarden Euro vom europäischen Steuerzahler. Die Banken kauften Staatsanleihen und hielten ruhig, als die europäische Staatsschulden-Krise außer Kontrolle zu geraten drohte.

Die Finanzhaie beißen die Hände nicht, die sie füttern.

Mit den Derivaten waren die Banken wegen der Gläubiger-Bevorzugung auf der sicheren Seite: Wann immer ein Konkurrent ins Gras beißt, gehen seine Gegner mit einem satten Profit nach Hause.
Auch die EU hatte, wie der Amsterdamer Rechtsprofessor Perotti schreibt, im Derivaten-Poker nachgezogen: Durch zwei klammheimlich verabschiedete EU-Direktiven haben die Derivaten-Besitzer heute auch in Europa bevorzugten Gläubiger-Status im Fall einer Banken-Pleite.
Daher konnte die nächste Etappe des Experiment des brutalsten Raubzugs aller Zeiten gestartet werden: In Zypern kam es erstmals zu einer Zwangsabgabe bei ungesicherten Einlagen (Bail-In). Die EU erklärte wenig später die strukturelle Enteignung von Bank-Kunden und ungesicherten Einlegern sowie Anleihe-Besitzern für die „Blaupause“ für künftige Banken-Pleiten.

Die Derivate-Besitzer sind davon nicht betroffen: Sie sind die super-bevorzugten Gläubiger, die immer gewinnen.

Um der Öffentlichkeit jedoch den Anschein zu vermitteln, dass alle Beteiligten aus der Finanzkrise 2008 gelernt hätten, warf die EU nun – etwas zeitverzögert zu den USA – eine riesige Nebelkerze ins staunende und zu Recht zunehmend verunsicherte Publikum: Sie führte die Banken-Regulierung ein.

Die Anwältin und Finanzmarkt-Kritikerin Ellen Brown erläutert auf ihrem äußerst lesenswerten Blog, warum die Banken-Regulierung eine der raffiniertesten Täuschungen der Anleger und Steuerzahler ist: Das Derivate-Geschäft wurde klammheimlich auf ein Parallel-Universum verlagert: Auf die Schattenbanken. Dieser umfasst nach Reuters-Schätzungen einen Markt von 60 Billionen Dollar. Die Haie in diesem Becken sind genau dieselben Banken, die sich bei hellem Tageslicht mit geheucheltem Schmerz regulieren lassen.

Sie kämpfen ihren finalen Kampf jedoch im Schattenbank-System weiter: Über Hedge Fonds, Private Equity Gesellschaften und sonstigen kreativen Vehikeln, die dazu dienen, dass die Risiken verschleiert und die offiziellen Bilanzen der regulären Banken aussehen sollen wie eine Menü-Folge beim Konfirmations-Essen.

Das alles geschieht mit der ausdrücklichen Zustimmung der mächtigsten Bank der Welt, der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Der stellvertretende Generaldirektor der BIZ, Hervé Hannoun, hat den Banken dazu ganz offiziell den Segen erteilt.

Wenn die Finanzminister der Euro-Zone also am Dienstag mit großem Pathos verkünden werden, dass die Banken-Union auf einem guten Weg ist, bedeutet dies in Wahrheit: Der Endkampf der Haie um Europa hat begonnen. Es wird Banken-Pleiten geben, sorgfältig orchestriert von sogenannten „Stress-Tests“ der offiziellen Banken.

Der Crash, der sich daraus ergeben wird, wird in Etappen verlaufen: Es wird immer nach den Mustern Bear Stearns, Lehman oder Dexia gehen, jener belgisch-französischen Bank, die wenige Monate, nachdem ihr die Europäische Bankenaufsicht EBA in einem „Stress-Test“ die Bestnote erteilte hatte, über dieselben Repo-Geschäfte zu Fall kam wie die US-Institute.

Das Bemerkenswerteste an dem Prozess ist, dass diejenigen, die am Ende vollständig enteignet werden, davon noch gar nichts wissen: Es werden die Steuerzahler, Aktionäre, Sparer und Bank-Kunden sein. Denn sie werden von jeder Banken-Pleite überrascht werden. Wenn sie es merken und zu den Bankomaten oder den Bank-Schaltern laufen, wird das Geld genauso weg sein wie bei MF Global: Nicht einmal die Bankdirektoren werden den Sparern sagen können, wo die Ersparnisse geblieben sind.

Es wird ein Bank-Run ins Leere.

Das Geld wird dann bereits schon, völlig legal, Eigentum der Derivate-Inhaber sein, die die Gelder als Sicherheiten behalten und weiterverwerten werden.

Dagegen kann man klagen, wie die HSBC gegen MF Global.

Doch das hilft gar nichts: Bei Enteignungen gilt die historische Erfahrung, dass der, der das Geld wirklich hat, in einer unvergleichlich besseren Position ist als der, dem es eigentlich gehört.
Weil im Derivaten-Kasino während einer Banken-Pleite weitergespielt wird, werden die ratlosen Steuerzahler, Sparer und Aktionäre nicht einmal erfahren, wo ihr Geld ist.
Es gehört schon wieder anderen.

Wann das alles geschehen wird?

Die Stunde kennt niemand.

Doch Malone schreibt: „Der Plan B der Banken ist nicht nur ein Plan, um die verwundbaren Banken in schwachen Nationen auszurauben. Es ist auch ein Plan, die Nationen selbst auszurauben. Und der Raubzug wird nicht Monate und nicht einmal Tage dauern. Er kann in Stunden, wenn nicht sogar in Minuten durchgezogen werden.“

Die Positionen sind bezogen. Die Rechtslage ist eindeutig: Kein einziger Banker wird sich bei der großen Enteignung einer Gesetzes-Verletzung schuldig machen.

Was jetzt noch fehlt, ist das Crash-Ereignis, dass die Banken brauchen, um einen Wettbewerber abzuschießen.

Früher nannte man das den Schwarzen Schwan.

Der wird diesmal auf Befehl kommen.

Er kann in Peking aufziehen, oder in Washington.

Es kann ein großer Schwan sein, oder viele kleine in den kommenden Jahren.

Wann beißen die großen Haie das nächste Mal zu?

Es wird viele Verlierer geben, beim großen Fressen.

Es wird einige grandiose Sieger geben.

Die Positionen sind bezogen.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Geldzurück sagt:
Viele von Euch sind ja selbst daran schuld. Ihr habt die falschen gewählt im Vertrauen auf die altbewährte Propaganda der Politiker die im Endergebnis nichts einhalten von ihren Endsiegparolen. Der Sieg wird auch heute noch verkündet obwohl die Schlacht schon verloren ist. Das Geld wird auf die eine oder andere Weise verloren sein.Die Chinesen haben im allgemeinen dazu folgende Erkenntnis aus Erfahrung: “Immer sind es die Kaiser und Fürsten gewesen die von den Bauern im Laufe von Jahrtausenden gestürzt wurden. Ihnen gebührt folglich immer Ehrfurcht und Beachtung.”
Von der Beachtung der Volksmeinung sind wir hier in Europa aber weit entfernt. Mit den nunmehr zu erwartenden Folgen. Solange sich Politiker als Europäer bezeichnen kann man nicht erwarten das sie sich für ihre Bundesrepublikanischen Deutschen Bürger einsetzen. Da habt Ihr einfach mal ne Großspende an irgend jemand gegeben und umsonst Jahrzehnte gearbeitet.
Seht Euch doch die unfähigen Politiker an die sich da hochgekrochen haben.
Schiller meinte ” …es hat schon immer nur wenige mit Verstand gegeben…”

Die Geldmafia hat das politische Ruder übernommen sagt:

Der DWN ein ganz dickess Lob, für diesen investigativen Bericht.

Dass irgend etwas nicht mehr stimmt in der Welt, diese Gefühl haben viele.

Wenn man aber Ihren Bericht, sehr verehrte Redaktion liest, dann löst ein Schauer der einem über den Rücken läuft den anderen ab.
Das atmen fällt einem schwer – früher gab es die Raubritter, heute haben die Raubritter Computer – das ist der einzige qualitative Unterschied.

Ich kann nur noch sagen die Geldmafia hat das Spiel gewonnen, gewonnen und möglich gemacht durch korrupte Politiker und Abgeordnte die dieses Spiel nicht durchschauen oder sehr gut kennen und schweigen, Hauptsache das eigene Konto wird gut gefüllt.
Viele Abgeordnete kennen angeblich nicht mal die Funktionweise des ESM.

Ich hätte niemals gedacht, dass ich in meinem Leben vor so einer Situation gestellt werde.

In diesem Fall so bitter dies ist, hoffe ich auf China und die BRIC Staaten um endlich den verbrecherischen Dollar als Weltwährung abzulösen.

Die westliche Welt ist zu einem von der Geldmafia legalisiertem Casino verkommen, bei dem der Bürger garantiert verliert!

Rechtsstaatlichkeit wurde von Finanz Gangster so gebogen bis der Bürger ausgeraubt ist. Dann bricht das System zusammen.
Jedes Schneeballsystem ist einmal zu Ende – aber, dass wir auch von unseren Abegordneten in aller Frechheit an der Nase rumgeführt werden – macht die Sache desaströß und abstoßend.

Ich bin mir sicher, dass die politischen Ränder wachsen werden, in EU Europa schon Realität nur in Deutschland dauert es halt ein wenig länger. Ich bin kein Freund dieser Entwicklung – sehe aber diese Gefahr ausglöst von gierigen mafiösen Strukturen in Deutschland und in den USA!

Der Weckruf sagt:
Jeder und alles hat Handlungsschwellwerte, sogenannte Hemmschwellen. Menschen, Tiere, auch Organisationen haben diese Schwellen. Man denke an das Fight-or-Flight-Prinzip. Ist eine gewisse Reizschwelle erreicht, greifen wir an oder flüchten.

Ich behaupte, das gilt auch für Bevölkerungen. Irgendwann, und der Tag kann genauso wenig bestimmt werden wie der finanzielle D-Day, fällt der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt. Man denke an die Revolten in den Slums in den USA in den 90ern, an die französischen Ghettos in den frühen 2000ern, an Griechenland jüngst zu Pfingsten. Dann werden wir unsere Welt nicht mehr wiedererkennen. Unsere Nachbarn, unsere Viertel, uns selbst.

Ich erinnere mich dieser Tage immer häufiger an meine Befürchtungen und Zweifel die ich hatte, kurz vor der Geburt meines Kindes. Ich hatte Angst, ihn in diese Welt zu setzen. Die Angst ist wieder da.

Spitzer Stachel sagt:
Es sind nicht die 100 Schläge auf den Stein, die ihn zerbrechen lassen. Es ist auch nicht der eine Schlag – der letzte – der ihn zum Zerbrechen bringt.
NEIN, es sind die 99 Schläge zuvor.


Dienstag, 24. September 2013

Banken-Rettung: EZB fordert Not-Kredite vom deutschen Steuerzahler

Es ist noch keine 24 Stunden her,
eine neue Regierung gibt es noch nicht, aber es geht schon wieder los:


Thema: Banken-Rettung
Aufsicht nur mit Sicherheiten 

Die Europäische Zentralbank setzt der neuen Bundesregierung ein Ultimatum: Sie werde die Banken-Aufsicht für die europäischen Banken erst beginnen, wenn die Steuerzahler Not-Kredite für Pleite-Kandidaten garantieren. Offenbar gibt es unerfreuliche Erkenntnisse aus dem neuen Stress-Test. 


Der Glanz des Wahl-Siegs ist verblasst, bald ist es wieder so weit: EZB-Chef Mario Draghi muss Angela Merkel vorrechnen, wie viel Geld die maroden europäischen Banken brauchen. (Foto: dpa)
Einen Tag nach der Bundestagswahl meldet sich die Europäische Zentralbank (EZB) mit einer neuen Hiobsbotschaft – und stellt die noch nicht einmal gebildete Bundesregierung vor die Wahl: Entweder garantieren die europäischen Regierungen Not-Kredite für marode europäische Banken – oder die Heerscharen von neuen Mitarbeitern, die die EZB gerade unter Vertrag nimmt, legen die Hände in den Schoss und verweigern die Kontrolle des europäischen Banken-Systems.

Die EZB sucht für die Kontrolle der über 130 Großbanken in Europa rund tausend neue Mitarbeiter – möglicher Weise werden es sogar 2.000 Leute (hier). Spätestens im Oktober 2014 soll die neue

Banken-Aufsichtsbehörde der EZB voll funktionsfähig sein.

Doch nun gibt es – unerwartet – Schwierigekeiten.

Und neue Forderungen, die den deutschen Steuerzahler interessieren dürften.

Denn bereits jetzt sich scheint die EZB darüber im Klaren zu sein, dass die bevorstehende Bilanzprüfung, also der neue Bankenstresstest für die Großbanken in Europa, ohne vorherige finanzielle Absicherung von maroden Banken nicht gewährleistet ist.

Daher macht der Luxemburger Yves Mersch, Mitglied im Direktorium der EZB, im Hinblick auf den neuen Bankenstresstest gewaltigen Druck. „Ohne die Finanzierung vorab geklärt zu haben, könnte uns die Prüfung zurück in eine Krise stürzen. Das können wir nicht verantworten“, betonte Mersch. „Wir werden nicht anfangen, bevor die Regierungen sich nicht über Backstopps, also die Notfallfinanzierung von Kapital-Lücken geeinigt haben, die wir möglicherweise in den Bankbilanzen entdecken“, sagte er dem Handelsblatt.

Eine Notfallfinanzierung von Kapitallücken für Banken kann nichts anderes bedeuten, als die Regierungen in der Eurozone, allen voran Deutschland, bereits vor Beginn des Banken-Stresstests darauf zu verpflichten, im Vorfeld etwaige Rekapitalisierungen für marode Banken über den ESM freizugeben. Ohne Transparenz und ohne Bekanntgabe der Höhe der Bankenfinanzierungen – sozusagen als Blankoscheck.

Damit setzt die EZB auch eine noch nicht funktionsfähige neue Koalition in Deutschland unter Zugzwang.

Das lässt vermuten, dass sich bei den Stresstests, die von der EBA (European Banking Authority) in London durchgeführt wird, erhebliche Finanzierungslücken ergeben, die die EZB offenbar mit einer Freigabe von ESM-Mitteln abfedern möchte.

Der neue Bankenstresstest wurde im Mai dieses Jahres auf den September verschoben – wohlweislich, um die Bundestagswahl abzuwarten.

Bei den bereits stattgefundenen Stresstests für die Banken in den Jahren 2010 und 2011 war enorme Kritik entstanden, da das Ziel, die Märkte über die Situation der europäischen Banken zu beruhigen, nicht erreicht wurde.

Was auch nicht weiter verwunderlich ist. In den Krisenländern der Eurozone sind Banken mit faulen Krediten in Milliardenhöhe belastet. Selbst wenn Teile dieser ausstehenden Kredite in Bad-Banks bilanziert sind. Eine zuverlässige Größe, wie hoch das tatsächliche Volumen der faulen Kredite der Euro-Banken ist, gibt es aus diesem Grund nicht. Mindestens sollen es aber 720 Milliarden Euro sein.

Auch bei deutschen Banken sieht die Lage nicht unbedingt rosiger aus. Der Blick in die Bücher der Commerzbank, der Portigon und auch der NordLB bestätigen dies. Und die Deutsche Bank hat enorme Anteile risikoreicher Derivate in ihren Bilanzen (mehr hier.)

Deshalb braucht es nach Ansicht der EZB nun die „Notfallfinanzierung von Kapitallücken“ und die Zusicherung der Regierungen, dass entsprechende Finanzmittel für marode Banken zur Verfügung gestellt werden.

Schnell, unbürokratisch – und intransparent.

Die neue Schulden-Union ist nun, nachdem die Bundestagswahl gelaufen ist, auf einem „guten Weg“.

Das bedeutet: Die deutschen Steuerzahler müssen für die Leichen im Keller Sicherheiten hinterlegen – und zwar vorher, bevor die Leichen gefunden wurden.

Aus Sicht der EZB ist das absolut verständlich.

Schließlich ist sich jeder in diesem Spiel der nächste.

Wenn man mal vom deutschen Steuerzahler absieht.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare


Wo war Herr Draghi früher? Goldman-Sachs?
Na bitte, ohne den dazwischen geschalteten Ackermann
Ihre Befehle kommen jetzt direkt aus der Kommandozentrale!
Die Realität ist manchmal spannender als jede Verschwörungstheorie. LINK


Empörter sagt:
Ich habe gestern mit Erst- und Zweitstimme die AfD gewählt, damit ich meinen Kindern später nicht erklären muss, warum wir diesen Euroirrsinn nicht gestoppt haben, der unser Land in die Pleite treiben wird und dass nur, weil man uns eine Gemeinschaftswährung aufgedrückt hat, die keiner haben wollte. Über 2 Mio Bürger haben sich mir angeschlossen, wir haben uns nichts vorzuwerfen. Für alle anderen Wähler habe ich kein Verständnis und sagen Ihnen: Tragt die Konsequenzen und zahlt!


Boxer sagt:
Das ging aber Ruck-zuck-zack-zack….
Noch keine 24 Stunden seit der Wahl und schon kommen die Forderungen :mrgreen:
Da werden die Merkel Anhänger noch auf die Welt kommen…. wenn massiv Steuererhöhungen kommen und die Sparkonten leergeräumt werden.
Nun ja, selber schuld. Es gab eine Alternative….


HeSchi sagt:
“Der Glanz des Wahl-Siegs ist verblasst, bald ist es wieder so weit: EZB-Chef Mario Draghi muss Angela Merkel vorrechnen, wie viel Geld die maroden europäischen Banken brauchen.”
Man muß sich das mal langsam auf der Zunge zergehen lassen “wie viel Geld die maroden europäischen Banken brauchen”. Fr. Merkel muss sich vorrechnen lassen! Wer ist dieser Draghi eigentlich? Als wäre das Geld ganz einfach aus der privaten Schatulle von Frau Merkel. Dieser Mensch macht sich keine Gedanken darüber, dass eine Nation dieses Geld erwirtschaftet, aber nicht, um es anderen in den Rachen zu werfen, die nicht wirtschaften können.
Leider hat Deutschland bei der Wahl seine Chance vertan, das Ruder noch irgendwie herumreißen zu können. Bleibt nur: Armes Deutschland!


Peter G. sagt:
Mit stillschweigendem Einverständnis gerade der deutschen Regierung wurde der GS-geführten EZB die vornehmlich gegen das “reiche Deutschland” gerichtete Geldpolitik der EU übertragen. Jetzt werden die Folgen, in Form weiterer finanzieller Belastungen, aber auch massiven Demokratieverlustes sichtbar. Das kommt davon, wenn politische Opposition, Medien, Schulen ihrem Auftrag zur Information und staatsbürgerlichen Bildung nicht nachkommen, sondern sich als Erfüllungsgehilfen der “Rettungspolitik” der Regierung sehen. Wir dürfen gespannt sein, wie dies alles dem Bürger verkauft werden soll.


HeSchi sagt:
Das Wahlvolk hat gewählt! Das Stimmvieh will es nicht anders!
Also: Mutti Angie wird das erarbeitete Volksvermögen schon sicher nach Brüssel schaukeln mit allen deutschen Vollmachten, denn ein vergemeinschaftetes Europa ist ihre Vision.

Deutschland Ade, auch der Letzte in diesem Land wird es irgendwann kapieren, dass Europa Vorrang hat, dass es dann kein Deutschland mehr geben wird. Das heißt, dass das was in diesem unserem Land erarbeitet wird, andere davon die Nutznießer sind: Überhöhte Gehälter der Bankster, wahnsinnige hohe Boni, Dividenden usw. usw. Warum geht denn die Schere Arm vs. Reich immer weiter auseinander? Weil von unten nach oben geschaufelt wird.
Hinzu kommt noch der enorm sich vergrößernde Politik-Wasserkopf. Ständig kommen neue Ämter hinzu mit Diäten, die kaum in der Wirtschaft heute mehr zu erzielen sind. Nicht nur das, sondern auch die Pensionen, die festgeschrieben sind und irgendwann bezahlt werden müssen.

Der Zahltag wird kommen! Dann werden die Schuppen von den Augen derer fallen, die heute noch an das vereinigte Europa glauben. Kein europäischer Staat will seine Souveränität aufgeben. Alle schauen sie nach Deutschland, auf das Geld der Deutschen, DAS wird Europa genannt. Wacht auf!

Ist es nicht verrückt, wir erarbeiten das deutsche Volksvermögen und dann wird es uns abgenommen und an andere gegeben. Nicht an die Staaten, sondern den Banken dieser Staaten. Denn es müssen dort die Verträge mit den Vorständen und Managern eingehalten werden, auch wenn sie auf Millionenbeträge festgeschrieben sind, benso die Dividenden und Zinsen. Bei uns zerfallen Schulen, Straßen, Renten werden gekürzt, Rentenalter hochgesetzt, Lohndumping und vieles mehr, damit es den anderen Staaten besser geht als uns. Im Bild ausgedrückt so: Ich gehe arbeiten und fahre einen maroden Kleinwagen, damit mein Nachbar von meinem Geld eine goldene Luxuskarosse fahren kann.

Jedes Gerede von „Staaten“ retten ist eine Farce. Die Banken werden gerettet, damit die Reichen noch reicher werden vom Geld der einfältigen Steuerzahler.
“Meine Damen und Herren, nach der vertraglichen Regelung gibt es keine Haftung der Gemeinschaft für Verbindlichkeiten der Mitgliedsstaaten und keine zusätzlichen Finanztransfers.”
Zitat Bundeskanzler Helmut Kohl am 23. April 1998 in der Debatte des Deutschen Bundestages über die Einführung des Euro

VERRATEN UND VERKAUFT VON UNSEREN POLITIKERN!

Nachfolgend nett geschriebener Artikel
http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/die-deutsche-biedermeierstube-1.18153768



Montag, 22. Juli 2013

Zentralbanken bringen Waffen der Massenvernichtung in Stellung

Finanz-Kasino
In einer konzertierten Aktion haben die EZB und China entschieden, gefährliche Risiko-Papiere als Sicherheiten für Kredite zuzulassen. Damit dürfen die Banken einen neuen Kasino-Tisch eröffnen. Es ist derselbe, an dem im Jahr 2007 die Bombe hochging, die die Finanzkrise auslöste.
 
EZB-Mann Jörg Asmussen hat für die Banken-Lobby einen großen Erfolg in der EZB erzielt. ESM-Mann Klaus Regling steht für die Aufräumarbeiten bereit. (Foto: consilium)
Am Donnerstag haben die Chinesen und die EZB entschieden, dass die Stimmung im globalen Finanz-Kasino verbessert werden muss. Zu diesem Zwecke werden minderwertige Wertpapiere als neue Sicherheiten für Kredite zugelassen. In der EZB haben die Südeuropäer – offenbar gegen die Willen von Bundesbank-Chef Jens Weidmann – durchgesetzt, dass künftig Risikopapiere mit schlechteren Ratings als Sicherheiten für Kredite hinterlegt werden dürfe. Es handelt sich dabei um sogenannte Asset Backed Securities (ABS). Das sind Schuldtitel, hinter denen reale Werte stehen: Unternehmensanteile, Autos, Immobilien. Bisher mussten solche Papiere ein Triple A als Rating haben, nun genügt ein A. In China haben die Regulatoren eine Beschränkung für solche gefährlichen Papiere aufgehoben. Große Banken können nun wesentlich mehr von den giftigen Papieren ins System pumpen.

Die ABS sind in der Finanzkrise 2007 berühmt geworden: Die Finanzexperten Leibfried und Zimmermann schreiben: „Verantwortlich dafür, dass … aus einer lokalen Immobilienblase eine globale Finanzkrise werden konnte, sind die Refinanzierungsstrukturen am US-Kreditmarkt. Um Liquidität zu generieren, wurden die Kreditforderungen gegenüber den Immobilienbesitzern mit Hilfe von Asset Backed Securities (ABS) verbrieft und handelbar gemacht.“ Jochen Rahn sieht in den ABS die „Voraussetzung für einen marktübergreifenden Dominoeffekt“. (mehr zu den Ursachen der Krise in Rahns Buch)

Schon damals waren die Zentralbanken maßgebliche Förderer der von Warren Buffet als „Waffen der Massenvernichtung“ bezeichneten Papiere. Der damalige Chef der US-Notenbank und Großmeister der Niedrigzins-Politik, Alan Greenspan, pries die Produkte, die schließlich zum Crash führen sollten, als besonders wertvoll, weil sie „das Risiko streuen“. Und auch die Deutsche Bundesbank verstieg sich zu der Prognose, dass ausgerechnet die ABS die Widerstandskraft des Finanzsystems stärken und Schocks abfedern würden.

Die Bombe explodierte, als die Ratingagentur Moody’s am 15. Juni 2007 die Ratings von 131 ABS reduzierte und die Papiere herabstufte. Standard & Poor’s folgte im Juli – der Crash war eingeleitet, der schließlich mit der Pleite von Lehman seinen Höhepunkt fand.

Offenbar haben die Zentralbanken nichts aus der Geschichte gelernt.

Denn auch heute sagen sowohl die EZB als auch die Chinesen, dass sie alles unter Kontrolle hätten. Die EZB verkündete am Donnerstag, dass sie mit der Zulassung von Schrottpapieren ihre Risikokontrolle „weiter gestärkt“ hätte. Die Chinesen sagten, sie werden alle Emissionen von Giftmüll streng kontrollieren.

Wie schon 2007 geben die Banken – und ihre Sprecher, die Zentralbanken – vor, den Unternehmen helfen zu wollen, damit diese leichter an Geld kommen. Alle bisherigen Maßnahmen des Geld-Druckens haben nicht dazu geführt, dass auch nur ein Unternehmen deswegen leichter an Geld gekommen wäre.

Tatsächlich geht es bei der Senkung der Hemmschwelle um ein wichtiges Signal an die Banken: Ein neuer Spieltisch ist im Kasino eröffnet worden. Darauf haben sich die Banken schon länger vorbereitet: In Deutschland gibt es eine eigene, mächtige Lobby-Gruppe für die ABS. In der „True Sale International GmbH“ werden die giftigen Papiere von den Banken als Perlen des Systems dargestellt. Ein alter Förderer dieser Gruppe ist das EZB-Direktoriums-Mitglied Jörg Asmussen (mehr zu seinen gespenstischen Verflechtungen mit der ABS-Lobby – hier).

Für die Banken sind die ABS in mehrfacher Hinsicht wertvolle Produkte: Sie verwenden sie als Pfand, um an Kredite zu kommen. Die Banken brauchen immer mehr Kredite, weil sich eine immer größere Blase aufbaut. Diese Blasen kommt aus dem Derivaten-Geschäft: Die Banken können nämlich aus realen Werten Spielgeld machen. Aus mehreren ABS werden CDOs (collateralized debt obligations) und dann CDS (credit default swaps). Die CDS sind Derivate – das heißt Wetten. In den CDOs werden mehrere ABS gebündelt.

Das Kalkül lautet: Man nimmt so viele Einzelpapiere als möglich, dann minimiert sich die Wahrscheinlichkeit des Ausfalls.

Die Realität: Wenn eine einzige Annahme falsch ist, kracht das Weltfinanzsystem zusammen. Das könnte zum Beispiel bei den ABS auf Automobile der Fall sein. Die Lobby TSI preist Autos als besonders geeignet an, weil sie – rein theoretisch – immer einen Wert haben. Wenn jedoch, wie seinerzeit der ganze US-Immobilienmarkt im Zuge der Krise der ganze europäische Automobilmarkt zusammenbricht, dann kollabiert das System.
 
Die Banken wissen das auch ganz genau, setzen aber darauf, dass sich das Spiel eine Weile hinziehen kann. Und um diese Zwischenzeit von heute bis zum Crash geht es: In dieser Zeit können mit den ABS Milliarden gemacht und satteste Boni mühelos eingesackt werden.

Mit der Krise in den Ländern Südeuropas oder gar mit der Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen hat die Aufwertung der Schrottpapiere durch die EZB gar nichts zu tun.

Es geht um die hemmungslose Profitgier einer Branche, die mit rein künstlichen Produkten und ohne einen Hauch von Moral Geschäfte auf Kosten der Allgemeinheit macht.

Mit Mario Draghi als ehemaligen Goldman Sachs Banker sitzt „ihr Mann“ an der richtigen Stelle.

♠ - Der Rubel kann rollen - ♣ - Les jeux sont faites - ♦ - Bis nichts mehr geht - ♥

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

Jörg Asmussen aus der Sicht von Stoersender.TV - HG.Butzko


Aufschlussreich oder?


Kommentare

Uli77 sagt:

Guter Beitrag, nur vermisse ich einen wichtigen Zusatz der bei dieser Entscheidung einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet haben dürfte.

Es ist bekannt dass sich die USA mit über 100 Prozent offizieller Staatsverschuldung, ein mehrfaches an Schulden der Kommunen (siehe z.B. Detroit) und ein Vielfaches an Schulden von Pensionsverpflichtungen mit seinen landeseigenen (!) Ratingagenturen die Bestnote Triple A verleiht.
Es ist unbestreitbar dass diese Ratingagenturen eine Monopolstellung besitzen und als Indikator für die weltweiten Finanzmärkte anerkannt sind.

Viele Länder haben in ihrer Gesetzgebung verankert dass bestimmte Anlagenformen (vorwiegend öffentliche Pensionsfonds) nur in Finanzprodukte mit Spitzenwertung erfolgen dürfen. Nun gibt sich die USA durch ihre Ratingagenturen selbst ein Spitzenrating, während andere Länder, die offiziell und v.a inoffiziell einen niedrigeren Schuldenstand besitzen, ein niedriges Rating bekommen.
Der Grund ist, Bernanke zeigt es eindrucksvoll mit dem Ankaufprogramm eigener Anleihen bzw. Schuldtitel, dass bis zum endgültigen Kollaps dieser gigantischen Staatschuldenblase andere Länder in diese hauseigenen “Spitzenwertpapiere” investieren, so den Zins weiterhin niedrig halten und immer weitere Schulden finanzieren.

So auch mit den bunt bedruckten Scheinchen, genannt Dollars, die durch Deckung realer Sachwerte, Arbeitsleistung und Rohstoffe anderer Länder ihren Wert erst bekommen. Petrodollar, Weltleitwährung. Lassen die anderen Länder diese Papierblüten fallen, dann geht deren Wert auf den realen Wert runter…Null.

Sprich die faulsten Eier mit goldenen Anstrich (Ratings) leben lediglich vom Vertrauen und Wirtschaftsleistung anderer. Fällt dies, dann geht der Wert auf 0 und mit wehenden Fahnen unter. das letzte was man sieht ist das Triple A auf der Fahne.

Ich denke die Europäer und Chinesen verlassen nun das sinkende Schiff allmählich und lassen die Katze aus dem Sack. Es ist sowieso alles Schrott, Ursache Geldschöpfung und Zinseszins, aber wenigstens will man in den eigenen Schrott investieren können.

Erik von Forell sagt:

Soweit sind wir also: Die Kriminellen ABS-Ponzi-Schneeball-Spekulanten bei der EZB wurden aus dem BundesMinisterium fuer Finanzen rekrutiert. Nach dem Abgang des Staatssekretaers Asmussen, der z.B. beim Bankrott der IKB bis ueber die Ellenbogen mit seinen fehlgeschlagenen ABS verwickelt war, uebernahm Herr Wolfgang Schaeuble das Ministerium. Der eine profilierte sich mit Schrottpapieren, der andere beschraenkte sich auf die Weitergabe von Briefumschlaegen vollgefuellt mit Peanuts. Heute steht das Finanz-System wieder so auf der Kippe, den beiden steht nach hemmungslosem Systemmissbrauch, das Wasser bis Oberkante Unterlippe, sodass sie bereit sind Europa mit immer groesseren Einsaetzen vor sich herzutreiben. In jedem Kasino gibt es Hoechstgrenzen fuer den Einsatz. Die beiden unter Anleitung des kriminell vorbelasteten Drachens werfen alle eventuell noch vorhandenen Bedenken ueber Board nach der Devise: “Lieber morgen absaufen als schon heute”.

dogbert sagt:

Wenn ich die Nachricht richtig verstanden habe, dann werden die ABS nicht in Umlauf gebracht, sondern bei der EZB als Sicherheit deponiert. Wenn sie platzen, dann ist davon einzig und allein die EZB betroffen.
Quadra sagt:

Goldmann Sachs hat alles “richtig” gemacht – erst die Verbindlichkeiten von Griechenland übernommen, um den Euro zu destabilisieren und dann Mario Draghi an die Spitze der EZB gesetzt. Der Beitrag “Eine Bank lenkt die Welt” http://www.arte.tv/de/goldman-sachs-eine-bank-lenkt-die-welt/6820372.html hat es genau geschildert. Der Schlange Goldmann Sachs gehört der Kopf abgeschlagen!