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Freitag, 18. Oktober 2013

Der brutalste Raubzug aller Zeiten: Wie die Banken den Crash planen

Thema: Die große Krise

Die EU-Finanzminister haben sich auf ihrem Treffen in Luxemburg auf die rechtlichen Eckdaten für den Aufbau einer zentralen Bankenaufsicht in der EU geeinigt. Die bei der Europäischen Zentralbank (EZB) angesiedelte Einheit soll mit mehreren Hundert Mitarbeitern die rund 130 größten Banken der Euro-Zone direkt überwachen. Sie ist ein wichtiger Baustein der europäischen Bankenunion. Der Arbeitsbeginn ist für November 2014 geplant. http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-10/bankenaufsicht-zentralbank-einigung


Die Zentrale der verstaatlichten Bankia in Madrid
© Susana Vera/Reuters

Alle reden vom Crash. Viele reden schon lange von ihm. Aber wird er wirklich kommen?

Er wird.

Doch er wird ganz anders ablaufen wie die meisten sich das vorstellen.

Denn der Crash folgt einem Plan.

Es ist, wie der Dokumentar-Filmer David Malone in einem „must read“ ausführlich erklärt hat, der „Plan B“ der internationalen Groß-Banken – vorzugsweise jener Banken, die eine mächtige Investment-Abteilung führen.

Malone geht davon aus, dass für die Banken zu viel auf dem Spiel steht, als dass sie einfach pokern können: Wer stirbt, wer bleibt übrig?

Das internationalen Geld-System hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem reinen Spielgeld-System entwickelt: Geld muss nicht mehr von wirklichen Werten hinterlegt sein. Geld muss vor allem von einem hinterlegt sein: Von Papieren, auf denen draufsteht, dass sie Geld wert sind.

Goethes Faust, von Jens Weidmann gerne zitiert, hätte sich die Hände gerieben: Das Geld gebiert immer mehr Geld. Der wahre Wert ist nicht das Gold, mit dem früher einmal, zu Zeiten des Gold-Standards, das Geld von den Zentralbanken hinterlegt werden musste.

Der wahre Wert des internationalen Finanz-Systems ist das Verhältnis von Gläubiger und Schuldner: Geld wird dann etwas wert, wenn es durch viele Hände geht: Mit jeder Transaktion ist nämlich weiteres Geld verbunden – in Form von Zinsen.

Früher wurden Kredite gegen Sicherheiten vergeben: Jeder Hausbesitzer weiß das: Im Grundbuch steht die Bank. Ihr gehört das Haus, in dem er wohnen darf.

In der US-Subprime-Krise haben die Banken den ersten Testlauf gestartet: Sie haben möglichst vielen, die es sich nicht leisten konnten, eingeredet, dass sie ein Eigenheim besitzen müssen. Die Paten für das System waren US-Präsident Bill Clinton und der Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Alan Greenspan.

Die Banken haben dann die verschiedenen Kredite so lange gebündelt, bis niemandem mehr klar war, wer von den Schuldnern eigentlich in der Lage sein wird, seine Schulden abzutragen. Diese Bündel nannte man Derivate. Derivate wurden von Warren Buffett als „finanzielle Waffen der Massenvernichtung“ bezeichnet. Denn sie blähten sich zu gigantischen Summen auf. Mit jeder Weitergabe wurden erneut Zinsen und Gebühren berechnet, das Geschäft schien ins Unermessliche zu wachsen.

Damit eine Bank möglichst viele dieser Wert-Bündel kaufen kann, braucht sie viel Geld: Sie verschaffte sich – zu früheren Zeiten – dieses Geld bei anderen Banken. Dies geschieht durch sogenannte „Repos“, oder Rückkauf-Vereinbarungen: Die Bank A verkauft an die Bank Derivate an die Bank B. Dafür bekommt sie einen Kredit und zahlt diesen Kredit nach kurzer Zeit an Bank B zurück. Sobald sie den Kredit mit Zinsen abgezahlt hat, erhält sie ihr Wertpapier zurück.


So funktioniert ein sogenanntes Repo-Geschäft. (Quelle: Wikipedia)

Seit den Hochzeiten der US-Immobiliengeschäfte sind die „Repos“ das Lebens-Elexier für die Banken: Die einen bekommen schnell Geld für spekulative Geschäfte, die anderen kassieren die Zinsen.

Das ging so lange gut, bis einige Marktteilnehmer sagten: Wir trauen der anderen Bank nicht mehr. Wir wollen unser Geld zurück. Das hatten die Banken jedoch nicht. Kommt der Ruf nach Rückgabe über Nacht („Margin Call“), dann wird es eng für die Schuldner-Bank: Entweder sie hat genug Geld im Eigenkapital – oder sie ist pleite.

Genau das geschah auch: Bear Stearns und Lehman Brothers brachen wegen genau solcher Repo-Geschäfte zusammen.

Zufall? Pech? Warum Lehman?

Es wird immer deutlicher, dass die Zusammenbrüche keine Zufälle waren.

Sie waren Testläufe.

Als Bear Stearns kollabierte, war JP Morgan Chase der strahlende Sieger.

Bei Lehman profitierten die britische Barclays, die japanische Nomura und Goldman Sachs.
Das Muster wird deutlich: Mit der Idee von Derivaten und Repo-Geschäften haben die Banken das Grundprinzip des Geldes ohne Sicherheiten zur Perfektion gemacht, zu einer Maschine, die aus sich selbst funktioniert.

Die Maschine beruht auf dem Prinzip Schuldner-Gläubiger. Der eine nimmt, der andere gibt. Immer im Kreislauf, immer weiter.

Ein Wahnsinns-Spiel. Eine gnadenlose Jagd der Haie. Jeder kann den tödlichen Biss setzen.
Doch bei Haien und Banken gilt: Es sieht immer der Größere.

Malone nennt das Spiel sinngemäß: „Die Maschine, die am Ende zum brutalsten Raubzug aller Zeiten hochgefahren wird“ (Armageddon Looting Machine).

Denn nach dem Lehman-Crash wurde es für die überlebenden Haie erst richtig interessant.
Sie hatten erkannt, dass das Spiel funktioniert. Und sie erkannten, dass man es praktisch risikofrei spielen konnte: Am Ende kam der Steuerzahler und leistete mit Steuergeldern erste Hilfe an den siegreichen Haien. Sie hatten immerhin einige Bisswunden davon getragen.

„Too big to fail“: Der große Hai darf nicht sterben. Denn Goldman schickte seinen besten Mann ins Finanzministerium: Hank Paulson wurde der staatlich vereidigte Banken-Retter. Er versprach den Politikern: Ihr bekommt euer Geld zurück, und zwar mit Gewinn. Einzige Bedingung: Das Spiel muss weitergehen. Wir müssen weiter Derivate und Repo-Geschäfte machen dürfen. Dann können wir so viel Geld erschaffen, dass es euer Schaden nicht sein wird.

Ein Angebot, zu dem die Politiker in Washington nicht Nein sagen konnten. Denn sie konnten den Steuerzahlern erklären: Ihr bekommt euer Geld auch zurück, lasst uns nur machen.

Was ein Derivate oder ein Repo-Geschäft ist, versteht ohnehin kein Mensch. Das braucht man nicht zu verbieten.

Doch die Banken verfolgten einen teuflischen Plan, der erstaunlicherweise von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde. Sie zwangen die Politiker dazu, ihnen die Derivate staatlich zu garantieren. Die Derivate wurden durch mehrere Gesetze zu so genannten „sicheren Häfen“ (save haven) erklärt: Zu diesem Zweck wurde das Insolvenzrecht für Banken geändert. Save haven bedeutet in diesem Zusammenhang: Wenn eine Bank aus dem Umweg von Derivaten im Besitz von Wertpapieren ist, dann kann sie diese im Falle einer Pleite des Gegenübers – also des Schuldners – behalten: Das Gesetz ist nichts anderes als eine völlig legale Enteignung. Der unschätzbare Vorteil dieser Regelung: Die Gläubiger-Bank wird bevorzugt behandelt. Während es im klassischen Insolvenzrecht genau eine solche Bevorzugung von Gläubigern nicht geben kann, wurde sie im Fall der Derivate zur Norm erhoben: Die Kunden der Bank, die Steuerbehörden, die normalen Anleihen-Besitzer gehen leer aus – und verlieren ihr Geld.

Der Deal: Derivate werden an Anleger mit vergleichsweise geringen Zinsen verkauft. Das Motto: „Sicheres Investment – niedrige Zinsen“. Weil die Zinsen von den Zentralbanken gegen Null gefahren wurden, wurden die Anleger regelrecht in die Derivate getrieben.

Für die Haie gilt: Wer Derivate hat, gewinnt. Er konfisziert das Eigentum seines Schuldners – und kann es, was es sonst ebenfalls nirgendwo gibt, sofort wieder verkaufen: Das Spiel kann weitergehen.
Nach der Lehman-Pleite erschien es trotz der Zusicherungen der Banken, alles Rettungsgelder zurückzuzahlen, nicht angeraten, weiter die Steuerzahler zur Kasse zu bitten.

Daher ließen die Haie den nächsten Test-Ballon steigen.

Diesmal traf es MF Global.

Anders als Bear Stearns und Lehman, die beide reine Investment-Banken waren, war MF Global eine Bank, die auch Gelder von Kunden verwaltete.

Der Unterschied zwischen einer Investment-Bank und einer Kunden-Bank ist: Die Investment-Bank verzockt nur das Geld anderer Banken oder von Unternehmen oder Großanlegern. Eine Kunden-Bank kann mit dem Geld der normalen Anleger zocken.

Genau das tat Jon Corzine, der Chef von MF Global.

Er war ein Hai unter Haien und tat nichts anderes als die anderen Haie auch.

Doch buchstäblich über Nacht bissen die großen Haie wieder zu.
MF Global meldete „Liquiditäts-Schwierigkeiten“: Die anderen Banken hatten ihn die nötigen Repo-Kredite verweigert.

Das Spiel war aus.

Doch die unglaublichste Frage war: Wo war das Geld hin? Jon Corzine sagte nach der Pleite, er wisse nicht, wo die Milliarden geblieben seien.

Und er hat nicht einmal gelogen.

Denn seine Anleger waren über Nacht enteignet worden: Über die „save haven“-Regelung waren die Derivate bei anderen Banken gelandet. Sie gehörten nun ihnen. Ganz legal.

Es ist nicht zu beweisen, doch die Branche vermutet: Das Geld ist in Form von Derivaten zu JP Morgan gewandert.

Schon nach Lehman, aber noch viel mehr nach MF Global, bekamen es die kleinen Haie mit der Angst zu tun. Sie wollten aus dem verdammten Repo-Spiel aussteigen.

Technisch beschreibt das der inzwischen an die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) aufgestiegene Goldman-Investment-Banker Mario Draghi in der ihm eigenen, etwas gelangweilten Art bei jeder der Pressekonferenzen der EZB mit den Worten: „Wir haben festgestellt, dass der Interbanken-Markt nicht funktioniert. Die Banken leihen einander kein Geld mehr.“
Draghi beklagt bei denselben Pressekonferenzen in schöner Regelmäßigkeit, dass die Banken auch der „Realwirtschaft“ nichts mehr leihen.

Das ist Teil des Systems: Die Realwirtschaft ist den Banken völlig gleichgültig. Sie brauchen ihr Geld für das große Spiel mit der Derivaten: Nach der Häuser-Krise waren die Banken unglaublich kreativ im Erfinden neuer Derivate: Studenten-Kredite, Gold, Rohstoffe, Lebensmittel, Unternehmen (sogenannte Asset Backed Securities, eine Spezialität von Jörg Asmussen) wurden erschaffen – und über die große Armageddon-Maschine von Schulden und Krediten weiter mit Profit umgewälzt.
Das Geld kommt nicht in die reale Welt – weshalb es auch keine Inflation gibt. Das wird von der EZB stets als großer Erfolg vermeldet.

Kein Wunder: Das Geld darf den geschlossenen Kreislauf nicht verlassen.
Der Ausfall des Interbanken-Marktes führte dazu, dass die Zentralbanken einschritten: Sie übernahmen die Finanzierung für die im Becken mit ihren Zähnen bleckenden Haie.
Mit dem Fall von MF Global waren erstmals richtige Ableger enteignet worden. Mit dem Geld-Drucken der EZB und aller anderen Zentralbanken wurden nun die Steuerzahler ins Boot geholt: Sie mussten die Sicherheiten liefern, die der Markt nicht mehr hatte. Die Fed kauft monatlich US-Staatsanleihen im Wert von 85 Milliarden Dollar. Im ESM lagern 700 Milliarden Euro vom europäischen Steuerzahler. Die Banken kauften Staatsanleihen und hielten ruhig, als die europäische Staatsschulden-Krise außer Kontrolle zu geraten drohte.

Die Finanzhaie beißen die Hände nicht, die sie füttern.

Mit den Derivaten waren die Banken wegen der Gläubiger-Bevorzugung auf der sicheren Seite: Wann immer ein Konkurrent ins Gras beißt, gehen seine Gegner mit einem satten Profit nach Hause.
Auch die EU hatte, wie der Amsterdamer Rechtsprofessor Perotti schreibt, im Derivaten-Poker nachgezogen: Durch zwei klammheimlich verabschiedete EU-Direktiven haben die Derivaten-Besitzer heute auch in Europa bevorzugten Gläubiger-Status im Fall einer Banken-Pleite.
Daher konnte die nächste Etappe des Experiment des brutalsten Raubzugs aller Zeiten gestartet werden: In Zypern kam es erstmals zu einer Zwangsabgabe bei ungesicherten Einlagen (Bail-In). Die EU erklärte wenig später die strukturelle Enteignung von Bank-Kunden und ungesicherten Einlegern sowie Anleihe-Besitzern für die „Blaupause“ für künftige Banken-Pleiten.

Die Derivate-Besitzer sind davon nicht betroffen: Sie sind die super-bevorzugten Gläubiger, die immer gewinnen.

Um der Öffentlichkeit jedoch den Anschein zu vermitteln, dass alle Beteiligten aus der Finanzkrise 2008 gelernt hätten, warf die EU nun – etwas zeitverzögert zu den USA – eine riesige Nebelkerze ins staunende und zu Recht zunehmend verunsicherte Publikum: Sie führte die Banken-Regulierung ein.

Die Anwältin und Finanzmarkt-Kritikerin Ellen Brown erläutert auf ihrem äußerst lesenswerten Blog, warum die Banken-Regulierung eine der raffiniertesten Täuschungen der Anleger und Steuerzahler ist: Das Derivate-Geschäft wurde klammheimlich auf ein Parallel-Universum verlagert: Auf die Schattenbanken. Dieser umfasst nach Reuters-Schätzungen einen Markt von 60 Billionen Dollar. Die Haie in diesem Becken sind genau dieselben Banken, die sich bei hellem Tageslicht mit geheucheltem Schmerz regulieren lassen.

Sie kämpfen ihren finalen Kampf jedoch im Schattenbank-System weiter: Über Hedge Fonds, Private Equity Gesellschaften und sonstigen kreativen Vehikeln, die dazu dienen, dass die Risiken verschleiert und die offiziellen Bilanzen der regulären Banken aussehen sollen wie eine Menü-Folge beim Konfirmations-Essen.

Das alles geschieht mit der ausdrücklichen Zustimmung der mächtigsten Bank der Welt, der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Der stellvertretende Generaldirektor der BIZ, Hervé Hannoun, hat den Banken dazu ganz offiziell den Segen erteilt.

Wenn die Finanzminister der Euro-Zone also am Dienstag mit großem Pathos verkünden werden, dass die Banken-Union auf einem guten Weg ist, bedeutet dies in Wahrheit: Der Endkampf der Haie um Europa hat begonnen. Es wird Banken-Pleiten geben, sorgfältig orchestriert von sogenannten „Stress-Tests“ der offiziellen Banken.

Der Crash, der sich daraus ergeben wird, wird in Etappen verlaufen: Es wird immer nach den Mustern Bear Stearns, Lehman oder Dexia gehen, jener belgisch-französischen Bank, die wenige Monate, nachdem ihr die Europäische Bankenaufsicht EBA in einem „Stress-Test“ die Bestnote erteilte hatte, über dieselben Repo-Geschäfte zu Fall kam wie die US-Institute.

Das Bemerkenswerteste an dem Prozess ist, dass diejenigen, die am Ende vollständig enteignet werden, davon noch gar nichts wissen: Es werden die Steuerzahler, Aktionäre, Sparer und Bank-Kunden sein. Denn sie werden von jeder Banken-Pleite überrascht werden. Wenn sie es merken und zu den Bankomaten oder den Bank-Schaltern laufen, wird das Geld genauso weg sein wie bei MF Global: Nicht einmal die Bankdirektoren werden den Sparern sagen können, wo die Ersparnisse geblieben sind.

Es wird ein Bank-Run ins Leere.

Das Geld wird dann bereits schon, völlig legal, Eigentum der Derivate-Inhaber sein, die die Gelder als Sicherheiten behalten und weiterverwerten werden.

Dagegen kann man klagen, wie die HSBC gegen MF Global.

Doch das hilft gar nichts: Bei Enteignungen gilt die historische Erfahrung, dass der, der das Geld wirklich hat, in einer unvergleichlich besseren Position ist als der, dem es eigentlich gehört.
Weil im Derivaten-Kasino während einer Banken-Pleite weitergespielt wird, werden die ratlosen Steuerzahler, Sparer und Aktionäre nicht einmal erfahren, wo ihr Geld ist.
Es gehört schon wieder anderen.

Wann das alles geschehen wird?

Die Stunde kennt niemand.

Doch Malone schreibt: „Der Plan B der Banken ist nicht nur ein Plan, um die verwundbaren Banken in schwachen Nationen auszurauben. Es ist auch ein Plan, die Nationen selbst auszurauben. Und der Raubzug wird nicht Monate und nicht einmal Tage dauern. Er kann in Stunden, wenn nicht sogar in Minuten durchgezogen werden.“

Die Positionen sind bezogen. Die Rechtslage ist eindeutig: Kein einziger Banker wird sich bei der großen Enteignung einer Gesetzes-Verletzung schuldig machen.

Was jetzt noch fehlt, ist das Crash-Ereignis, dass die Banken brauchen, um einen Wettbewerber abzuschießen.

Früher nannte man das den Schwarzen Schwan.

Der wird diesmal auf Befehl kommen.

Er kann in Peking aufziehen, oder in Washington.

Es kann ein großer Schwan sein, oder viele kleine in den kommenden Jahren.

Wann beißen die großen Haie das nächste Mal zu?

Es wird viele Verlierer geben, beim großen Fressen.

Es wird einige grandiose Sieger geben.

Die Positionen sind bezogen.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Geldzurück sagt:
Viele von Euch sind ja selbst daran schuld. Ihr habt die falschen gewählt im Vertrauen auf die altbewährte Propaganda der Politiker die im Endergebnis nichts einhalten von ihren Endsiegparolen. Der Sieg wird auch heute noch verkündet obwohl die Schlacht schon verloren ist. Das Geld wird auf die eine oder andere Weise verloren sein.Die Chinesen haben im allgemeinen dazu folgende Erkenntnis aus Erfahrung: “Immer sind es die Kaiser und Fürsten gewesen die von den Bauern im Laufe von Jahrtausenden gestürzt wurden. Ihnen gebührt folglich immer Ehrfurcht und Beachtung.”
Von der Beachtung der Volksmeinung sind wir hier in Europa aber weit entfernt. Mit den nunmehr zu erwartenden Folgen. Solange sich Politiker als Europäer bezeichnen kann man nicht erwarten das sie sich für ihre Bundesrepublikanischen Deutschen Bürger einsetzen. Da habt Ihr einfach mal ne Großspende an irgend jemand gegeben und umsonst Jahrzehnte gearbeitet.
Seht Euch doch die unfähigen Politiker an die sich da hochgekrochen haben.
Schiller meinte ” …es hat schon immer nur wenige mit Verstand gegeben…”

Die Geldmafia hat das politische Ruder übernommen sagt:

Der DWN ein ganz dickess Lob, für diesen investigativen Bericht.

Dass irgend etwas nicht mehr stimmt in der Welt, diese Gefühl haben viele.

Wenn man aber Ihren Bericht, sehr verehrte Redaktion liest, dann löst ein Schauer der einem über den Rücken läuft den anderen ab.
Das atmen fällt einem schwer – früher gab es die Raubritter, heute haben die Raubritter Computer – das ist der einzige qualitative Unterschied.

Ich kann nur noch sagen die Geldmafia hat das Spiel gewonnen, gewonnen und möglich gemacht durch korrupte Politiker und Abgeordnte die dieses Spiel nicht durchschauen oder sehr gut kennen und schweigen, Hauptsache das eigene Konto wird gut gefüllt.
Viele Abgeordnete kennen angeblich nicht mal die Funktionweise des ESM.

Ich hätte niemals gedacht, dass ich in meinem Leben vor so einer Situation gestellt werde.

In diesem Fall so bitter dies ist, hoffe ich auf China und die BRIC Staaten um endlich den verbrecherischen Dollar als Weltwährung abzulösen.

Die westliche Welt ist zu einem von der Geldmafia legalisiertem Casino verkommen, bei dem der Bürger garantiert verliert!

Rechtsstaatlichkeit wurde von Finanz Gangster so gebogen bis der Bürger ausgeraubt ist. Dann bricht das System zusammen.
Jedes Schneeballsystem ist einmal zu Ende – aber, dass wir auch von unseren Abegordneten in aller Frechheit an der Nase rumgeführt werden – macht die Sache desaströß und abstoßend.

Ich bin mir sicher, dass die politischen Ränder wachsen werden, in EU Europa schon Realität nur in Deutschland dauert es halt ein wenig länger. Ich bin kein Freund dieser Entwicklung – sehe aber diese Gefahr ausglöst von gierigen mafiösen Strukturen in Deutschland und in den USA!

Der Weckruf sagt:
Jeder und alles hat Handlungsschwellwerte, sogenannte Hemmschwellen. Menschen, Tiere, auch Organisationen haben diese Schwellen. Man denke an das Fight-or-Flight-Prinzip. Ist eine gewisse Reizschwelle erreicht, greifen wir an oder flüchten.

Ich behaupte, das gilt auch für Bevölkerungen. Irgendwann, und der Tag kann genauso wenig bestimmt werden wie der finanzielle D-Day, fällt der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt. Man denke an die Revolten in den Slums in den USA in den 90ern, an die französischen Ghettos in den frühen 2000ern, an Griechenland jüngst zu Pfingsten. Dann werden wir unsere Welt nicht mehr wiedererkennen. Unsere Nachbarn, unsere Viertel, uns selbst.

Ich erinnere mich dieser Tage immer häufiger an meine Befürchtungen und Zweifel die ich hatte, kurz vor der Geburt meines Kindes. Ich hatte Angst, ihn in diese Welt zu setzen. Die Angst ist wieder da.

Spitzer Stachel sagt:
Es sind nicht die 100 Schläge auf den Stein, die ihn zerbrechen lassen. Es ist auch nicht der eine Schlag – der letzte – der ihn zum Zerbrechen bringt.
NEIN, es sind die 99 Schläge zuvor.


Sonntag, 22. September 2013

Die Stunde der Wahrheit: Nach der Wahl kommt die große Enteignung

Thema: Bundestagswahl
 
Die europäische Schulden-Krise wird ab Montag im Zentrum der Politik der neuen Bundesregierung stehen. Schuldenschnitte und Banken-Rettungen werden schwere Verluste für die deutschen Steuerzahler und Sparer bringen. Eine große Koalition aus Boston Consulting und Goldman Sachs wird den Deutschen sagen, wo es lang geht. Die Pläne sind weit gediehen. In der Abteilung VII des Finanzministeriums wirkt bereits seit geraumer Zeit ein hochrangiger Experte, der die Enteignung kontrolliert durchführen soll.

Die nackte Wahrheit: Nach der Wahl wird Angela Merkel den Deutschen sagen müssen, dass alle für die Schulden bluten müssen. (Foto: dpa)
Die nackte Wahrheit: Nach der Wahl wird Angela Merkel den Deutschen sagen müssen, dass alle für die Schulden bluten müssen. (Foto: dpa)
Es ist völlig gleichgültig, wie die Wahlprognosen, Hochrechnungen und Endergebnisse am Sonntagabend lauten.
Nach dem Wahltag kommt der Zahltag.

Nach der Wahl wird sich die neue Bundesregierung mit einer einzigen Frage wirklich beschäftigen: Wie sagen wir den deutschen Steuerzahlern und Sparern, dass sie erhebliche Opfer zu bringen haben  – und zwar unfreiwillig?

Die europäische Schuldenkrise wurde aus gutem Grund aus dem Wahlkampf der etablierten Parteien ausgeblendet. Lediglich die Alternative für Deutschland (AfD) hat das Thema forciert.

Die Positionen der etablierten Parteien dagegen bleiben inhaltsleer. Angela Merkel beschwor am Samstag noch ein letztes Mal, dass alles, was für Europa gut sei, auch gut für Deutschland sei.

Man kann diese Plattitüde nicht mehr hören.

Wer jedoch glaubt, dass Merkel diesen Spruch aus Einfallslosigkeit andauernd wiederholt, irrt gewaltig. Dieser Spruch und seine ständige Wiederholung sind blanke Berechnung: Merkel will, dass die Leute ruhig bleiben.

Tatsächlich liegt der Plan längst auf dem Tisch. An den Details wird eifrig gearbeitet. Vieles ist bekannt, manches wird noch diskutiert, einiges ist unvorhersehbar.

Die Schulden in allen Euro-Staaten sind zu hoch. Alle Staaten in Europa sind überaltert. Alle Profiteure des billigen Geldes – Banken, Unternehmen, Privathaushalte, staatliche Wohltäter – können niemals so viel erwirtschaften, wie sie an Zins und Zinseszins zurückzahlen müssen.

Das wissen alle: Merkel, Gabriel, Schäuble, Trittin.

Nach dem Wahltag kommt der Zahltag.

Daniel Stelter, der viele Jahre für die Boston Consulting Group (BCG) gearbeitet hat, hat mit seinem Buch „Die Billionen-Schuldenbombe“ schon vor einiger Zeit die Situation schonungslos beschrieben. Noch im Frühjahr legte Stelter im Auftrag der BCG eine Untersuchung vor, der zufolge die Schuldenkrise nur mit radikalen Schnitten zu lösen sei (mehr dazu hier). Schon einige Monate vorher hatte die BCG festgestellt, dass der Ausstieg aus dem Schneeballsystem der globalen Schulden nur mit enormen Verlusten der Bürger zu bewerkstelligen sei (hier). Die BCG ist einer der wichtigsten Berater der Bundesregierung.

Interessanter Weise ist Stelter jetzt nicht mehr der bei der Boston Consulting Group. Er will, wie dem Züricher Tagesanzeiger zu entnehmen ist, in Berlin „einen eigenen Thinktank für wirtschaftspolitische Fragen errichten“.

Wen Stelter mit seinem Thinktank genau beraten wird, ist unbekannt.

Es ist jedoch gut denkbar, dass zu seinen Kunden ein alter Bekannter von der BCG zählen könnte.

Von der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Januar 2012 Stelters ehemaligen Chef, den Leiter des einflussreichen Berliner Büros der BCG, Levin Holle, ins Finanzministerium geholt. Er wirkt seither als Abteilungsleiter der Abteilung VII Finanzmarktpolitik.

Die FAZ berichtete damals trocken:
    Levin Holle übernimmt im Bundesfinanzministerium zum Jahreswechsel die Abteilung Finanzmarktpolitik. Dieser Personalie hat das Kabinett am Mittwoch zugestimmt. Die Abteilung umfasst die Banken- und Versicherungsaufsicht, die Kontrolle des Finanzmarktstabilisierungsfonds Soffin sowie die deutsche und europäische Finanzmarktregulierung. Außerdem bereitet sie die Treffen der G 8 und der G 20 vor. Der 44 Jahre alte Jurist Holle, der sich in seiner Doktorarbeit mit der südafrikanischen Verfassungsgerichtsbarkeit befasste, arbeitete in den vergangenen 15 Jahren für die Boston Consulting Group, zuletzt als Senior Partner.
Seit Holles Einstieg bei Schäuble ist viel geschehen: Mit der Zwangsabgabe für Sparer in Zypern wurde eine Blaupause für künftige Enteignungen erfolgreich getestet. Die Euro-Retter inklusive der Bundesbank wurden nicht müde, den Bürgern Europas einzubläuen, dass künftig bei Banken-Rettungen zunächst die Bank-Kunden enteignet werden – Gläubiger, Anleihe-Besitzer, Sparer (hier).
Die Wahrheit ist kein schönes Programm: Zwangsabgaben, höhere Steuern, weniger Sozialleistungen. (Foto: dpa)
Die Wahrheit ist kein schönes Programm: Zwangsabgaben, höhere Steuern, weniger Sozialleistungen. (Foto: dpa)
Weil das vermutlich nicht reichen wird, wurde der ESM still und leise zu einem Banken-Rettungsfonds umgewidmet. Zwei Drittel der dazu nötigen „Banken-Union“ sind bereits beschlossen. Darunter vor allem die für Angela Merkel zur Bedingung ausgerufene Bankenaufsicht, die
Goldman Sachsdie Europäischen Zentralbank (EZB) übernehmen wird (hier). Der jüngste G 20-Gipfel – in dessen Vorbereitung Levin Holle qua Amt im Finanzministerium eingebunden war – hat beschlossen, dass die Steuerbehörden als Vertreter der Staaten künftig weltweit die Informationen über Daten der Bürger austauschen werden (hier).

Levin Holle hat für all diese Schritte zur technischen Vorbereitung der Enteignung die Arbeit für Schäuble gemacht.

Das Konzept ist schlüssig und wie aus einem Guss.

Die größte Leistung Holles bestand darin, dass alle Schritte völlig transparent der Öffentlichkeit mitgeteilt wurden.

Und erstaunlicher Weise hat kaum einer der gutmütigen deutschen Sparer bisher begriffen, dass es bei all diesen Maßnahmen nicht, wie öffentlich kommuniziert, um Stabilität und Steuergerechtigkeit geht, sondern um eine knallharte, flächendeckende Enteignung der deutsche Sparer, Steuerzahler und Bankkunden.

Levin Holle, der aus Düsseldorf stammt und heute im schönen Berliner Süden lebt, ist der Technokrat hinter den Plänen.

Wenn die Deutschen am Sonntagabend gebannt die Hochrechnungen verfolgen werden und sich fragen, mit wem Merkel denn nun regieren soll, werden sie keine Minute darüber nachdenken, dass das alles nur eine große Show ist – nicht viel anders wie „Wetten dass…“ oder „Wer wird Millionär?“

Denn die Weichen sind längst gestellt, damit die Schuldenkrise gelöst werden kann.
Wer die schlechten Nachrichten, die ab Montag zu verkünden sein werden, dem Volk überbringt, ist nebensächlich. Die Rolle der Bundeskanzlerin entspricht etwa der des Tagesschau-Sprechers Jan Hofer: Beide machen die News nicht, aber beide werden vom Steuerzahler bezahlt.

Die Fäden im Hintergrund ziehen andere. Levin Holle ist einer. Mario Draghi ein anderer. Boston Consulting und Goldman Sachs – das ist die große Koalition, die den Deutschen in den kommenden Monaten den Marsch blasen wird. Goldman Sachs hatte bereits vor Monaten durchgerechnet, wie hoch die Zwangsabgabe der Bürger sein müsse, um die Schulden der Banken abzutragen (hier).

Daher lohnt es sich, am Tag der Wahl die Gedanken zu hören, die sich Holles ehemaliger Kollege Daniel Stelter so macht über das zukünftige Leben in der Euro-Zone. Origineller Weise kommen Stelters Worte aus der Schweiz, jenem Land, das als erstes gerade ganz unverhohlen darüber sinniert, wie das mit Pleiten von Großbanken aussehen wird (ein weiterer Mosaikstein – hier).

Stelter wiederholt im Wesentlichen, was BCG bereits in seiner legendären „Mesopotamia“-Studie vor einigen Monaten bekanntgegeben hatte (komplette Studie hier, Englisch).
Stelter im Tagesanzeiger auf die Frage, was er den Deutschen sagt, da diese nicht bereit seien, für die Schulden der Defizitstaaten aufzukommen:

„Kein Gläubiger hat Freude, wenn seine Forderungen nicht zurückbezahlt werden.“
Stelter auf die Frage, ob es eine Alternative zum großen Schuldenschnitt in Europa gäbe:
    „Nein. Griechenland und Portugal, aber auch Irland und Spanien werden niemals mehr in der Lage sein, ihre Schulden ordnungsgemäß zu begleichen. Reden wir daher Klartext: Das Geld ist futsch – mindestens teilweise.“

Stelter zum Ernst der Lage:
     „Die Schulden in Europa wachsen nach wie vor, und zwar im Tempo von 100 Millionen Euro – pro Stunde wohlverstanden. Gleichzeitig stagniert die Wirtschaft. Lange kann das nicht mehr gut gehen.“
Stelter zu den konkreten Maßnahmen, auf die die Deutschen sich jetzt gefasst machen müssen:
    „Die uneinbringbaren Schulden der Defizitstaaten – wohlgemerkt nicht nur der Staaten, sondern auch des privaten Sektors – müssen in einen großen Topf geworfen und gleichzeitig ein Plan ausgearbeitet werden, wie sie über einen Zeitraum von beispielsweise 20 Jahre abgetragen werden können. Das heißt, Steuern müssen erhöht werden, und es braucht einen Lastenausgleich zwischen wirtschaftlich starken und schwachen Ländern.“
Stelter zur Alternativlosigkeit der Enteignung:
    „Eine moralische Diskussion hilft uns nicht weiter. Ich finde es auch eine Schweinerei, wenn jemand Schulden macht im Wissen, dass er sie nicht begleichen kann. Und es stimmt leider auch, dass in der aktuellen Situation die Sparer die Angeschmierten sind. Aber vergessen wir nicht: Es waren nicht nur die Banken, die leichtfertig Geld verliehen haben, es war auch die Politik, die das ausdrücklich gewünscht und gefördert hat. Das war ebenfalls unmoralisch – und zwar in hohem Maße.“
Stelter zur Propaganda, dass die Konjunktur wieder anspringt:
    „Nur auf den ersten Blick sind die Zahlen so gut. Wenn Sie dahinter schauen, sehen Sie, dass es vor allem ein statistischer Effekt ist. Wenn sie stark eingebrochen sind, wirkt schon eine Verlangsamung des Abschwungs wie eine Stabilisierung…Die Gefahr wächst, dass es zu ungeordneten Staatspleiten kommt, die das gesamte System zum Einsturz bringen könnten.“
Stelter zur Realität in Deutschland, also zur Frage, ob denn nicht Deutschland am meisten vom Euro profitiert habe:
    „Gehen Sie einmal in Barcelona über die Strassen, und dann in Berlin. Der Unterschied ist frappant. Wir sind Export-Vizeweltmeister, aber unsere Strassen haben Schlaglöcher und unsere Schulen zerfallen. Mein Sohn traut sich in seinem Gymnasium nicht mehr auf die Toilette, weil die Zustände derart erbärmlich geworden sind.“
Stelter zu den Ausmaßen des bevorstehenden Schuldenschnitts:
    „Die Staatsschulden müssten bis auf 60 Prozent des Bruttoinlandprodukts abgeschrieben werden, die privaten auf 90 Prozent. Finanziert werden müsste dies von einem Fonds auf europäischer Ebene. Auf europäischer Ebene müssten sich auch die Vertreter der einzelnen Länder an einen Tisch setzen und aushandeln: Wer zahlt wie viel und über welchen Zeitraum?“
Stelter zum deutschen Beitrag:
    „Deutschland müsste nach meinen Berechnungen jährlich etwa 70 Milliarden Euro einbringen.“
Stelter zur Frage, wer denn das bezahlen muss:
    „Alle. Die Reichen und die Unternehmen müssen mehr Steuern bezahlen, die Armen auf einen Teil ihrer Sozialleistungen verzichten.“
Stelter auf die Frage, dass die Deutschen dann den Eindruck gewinnen könnten, dass sie die Dummen sind:
    „Die Alternativen sind entweder illusorisch – nämlich aus den Schulden herauswachsen – oder noch gefährlicher – nämlich Hyperinflation, oder unkoordinierte Staatspleiten und die Weigerung einzelner Staaten, weiterhin zu zahlen.“
Interessanterweise schließt Stelter auch eine Währungsreform nicht ausdrücklich aus. Der Tagesanzeiger fragt, was Stelter vom Ruf der Deutschen nach einer Rückkehr zur D-Mark hält.
Stelter:
    „Wenig. Es ist das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt. Zunächst gilt es, ein geordnetes Verfahren für den Abbau der Schulden zu finden. Erst wenn dies gelingen sollte, kann man sich über Sinn oder Unsinn der Einheitswährung nachdenken und die Frage stellen, wer ihr angehören soll.“
Damit ist der Masterplan bekannt: Die große Enteignung kommt, weil sie kommen muss. Sie wird alle treffen. Es gibt kein Entrinnen. Die Vorbereitungen sind getroffen.

Nicht ganz klar ist, ob die Rettung gelingt. Denn die Idee, von der die Euro-Retter ausgehen, ist, dass am Ende ein Kerneuropa übrigbleibt, eine kleine EU, wie Stelter sie beschreibt:

„Die Kernstaaten sollten sich dann tatsächlich zu den Vereinigten Staaten von Europa zusammenschließen, mit einer richtigen Zentralbank, einer Banken- und Fiskalunion und einer gemeinsamen Sozialpolitik. Und die Wachstumskräfte stärken: intelligente Einwanderung, bessere Bildung, Investitionen in Infrastruktur und Innovation.“

Ein schlüssiger Plan, bestechend einfach.

Er könnte jedoch an einem winzig kleinen Detail scheitern. Der Tagesanzeiger fragt, was denn geschieht, wenn die Franzosen sagen: „Wir geben aber unsere Autonomie nicht her?“

Stelter:
    „Dann haben wir ein Problem. Stellen Sie sich vor, die Franzosen wollen weiterhin mit 60 in Rente gehen und die Deutschen müssen bis 67 oder noch länger arbeiten. Das würde ein System der Vereinigten Staaten von Europa niemals aushalten.“
Wir empfehlen unseren geneigten Lesern daher für den Wahltag morgens ein Pain au chocolat, mittags ein Entrecote mit Pommes de Terre und abends ein schönes Glas Sancerre.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Ich bin gespannt ob die mächtigste Frau der Welt in ihrem Leben noch einmal ehrlich ist, vor die Kameras und Mikrofone tritt und sagt:

"Liebe Wählerinnen und Wähler, ich danke für ihr Vertrauen.


Jetzt kann ich es ja sagen: Ich habe euch vor der Wahl nach Strich und Faden belogen. 
Aber was solls, ich mache eh nur noch drei Jahre und dann: "Nach mir die Sintflut."

Meine Rente ist auf jeden Fall sicher, und nicht zu knapp!

Jetzt, wo die FDP nicht mehr dabei ist, kann ich es, nein muss ich es sagen: Nicht nur ich habe gelogen, die ganze Regierung hat euch jahrelang belogen.

Deutschland geht es nicht gut, es geht einigen Wenigen gut, ja denen geht es sogar sehr gut, denen geht es von Jahr zu Jahr besser.
Aber liebe Wählerinnen und Wähler, denen muss es auch gut gehen, schließlich bekommen wir von denen die größten Parteispenden und da muss man sich auch bedanken, das sehen Sie doch ein.


Sie können sich sicher denken warum das so ist: von dem was Hartz 4-Empfänger, Rentner, Arbeiter oder Mittelstand so abgeben, davon kann keine Partei existieren und auch die FDP lebte nicht nur von Mövenpicks. 

Da ging auch ein großer Teil an die CSU, schließlich waren die ja der eigentliche Treiber bei der Hotelsteuer.

Auch Herr Dr. Schäuble hat gelogen und allen Deutschen was vorgemacht.

Obwohl er von allen am besten weiss was kommen wird, er hat ja die Verträge alle mit ausgearbeitet, hat er Ihnen ganz bewusst was anderes erzählt. Ja das kann er der alte Fuchs, das konnte er schon immer, lügen ohne rot zu werden wenn es zu seinem eigenen oder zum Vorteil der Partei war.

Aber das spielt jetzt alles keine Rolle mehr, ihr habt unsere Lügen geglaubt und uns wiedergewählt. 


Mehr wollten wir nicht. Also auf die nächsten Jahre.

wolfswurt sagt:
Stelter begreift nicht die Lage.
Stelter glaubt einen morschen Baum mit dem absägen von toten Ästen retten zu können. Soviel Unkenntnis fand man zuletzt bei Egon Krenz.
Der meinte, das morsche Staatengebilde DDR durch Reiseerlaubnis und wirtschaftliche Freiheit retten zu können.
Wie wir alle wissen ging das schief.

Herr Stelter, es würde ihnen gut bekommen einen Blick in den Spiegel der Historie zu werfen. Erweitert den Horizont ungemein.
Keine einzige Regierung hat jemals das Volk überlebt aber das Volk alle Regierungen!

Elch sagt:
Ich habe meine Wahl getroffen – AfD mit Rechtdrall mittels der Erststimme!

:-)
Und hier meine – nicht von feindlichen Kräften finanzierte – Prognose:
http://deutschland-schlaf-nicht-laenger.blogspot.de/

Kurt Streit sagt:
Wenn Ihr geschätzten, lieben Freunde und Nachbarn im Norden nicht länger von CDU/CSU/FDP // SPD angelogen, veräppelt und betrogen (z.B. um Euer sauer Erspartes) werden wollt, dann gebt Euch endlich einen Ruck und wählt AfD. Ansonsten habt Ihr mit Eurer repräsentativen Demokratie keine Chance, endlich etwas zu bewegen: Lieber ein Ende mit Merkel als ein Schrecken ohne Ende!

Wäre ich Deutscher, würde ich alles versuchen, der derzeitigen Regierung und den anderen etablierten Parteien den Stecker zu ziehen. Ihr müsst da raus, raus aus der EU, das könnt Ihr nie durchfinanzieren. Im Vergleich dazu war die Wiedervereinigung ein Sandkastenspiel. Jeder Deutsche hat bei der Geburt ca. 250’000.- EUR (zweihundertfünfzigtausend) Schulden. Jetzt geht’s um Alles oder Nichts.

Wenn Ihr das nicht schnallt, dann wird’s dunkel in Europa. Wenn Ihr nicht begreift, was auf dem Spiel steht, dann legalisiert Ihr die Vernebelung der Wahrheit durch die CDU/CSU/FDP // SPD, dann legt Ihr das Ermächtigungsgesetz neu auf. Die politische Ermächtigung zur bewussten Nicht- oder Halbaufklärung über finanzpolitisch existenzielle Sachverhalte in Deutschland! Das ist strafbar.

Wer das weiss und sie trotzdem wählt, straft sich selbst, so rum, dass ihm die gedeckten Lügen eines Tages als Forderungen um die Ohren fliegen. Man kann Euch die Freiheit und das Leben nehmen, aber die Ehre nicht? Wenn Ihr die derzeitige Regierung oder die SPD wählt, habt Ihr Eure Ehre selbst zerstört, die Freiheit habt Ihr bereits weitgehend verloren und über das Leben entscheiden andere.

Die Frage heisst nicht, ob die AfD gut oder schlecht oder so oder anders ist, sondern wie Ihr das brandgefährliche Lügengebilde der etablierten Parteien zum Einsturz bringt. Oder wollt Ihr am Wochenende dem Rest der Welt dokumentieren, dass Ihr weiter schlafen und lullen wollt. Ihr lieben Nachbarn und Freunde im Norden, zieht den Stecker und macht ein ordentliches Reset – noch habt Ihr die Zeit und die Kraft.

JoeB sagt:
Ich kann es nicht verstehen, dass jemand das Wahlrecht nicht wahrnimmt, Ich habe ein Bild aus meiner Jugend vor mir, als es Wahlen in einem afrikanischen Staat gab. Die Menschen reihten sich vor dem Wahllokal in eine 200 Meter Schlange ein, um ihre Stimme abzugeben, nachdem sie 4 Tage zum Wahllokal gelaufen waren. Seither habe ich für mich eine Wahlpflicht.

DerZerspaner sagt:
Wen wir so abgeschöpft werden sollen frage ich mich ernsthaft ob ich noch arbeiten gehen soll. Um Banken zu stützen weil sie sich verzockt haben? Um andere Länder zu retten weil sie das Geld verschwendet haben oder es versäumt haben sich rechtzeitig den Veränderungen in der Welt anzupassen?

Was würde wohl Brüssel tun, wenn die dummen Deutschen einfach nichts mehr tun und man sie somit nicht mehr melken kann?