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Sonntag, 17. April 2016

AVAAZ - Den Mord an Elefanten stoppen

Hallo! Es scheint, als hätten Sie die E-Mail über diesen außerordentlich Einsatz zur Rettung der Elefanten noch nicht gesehen. Hier können Sie sie lesen und einen Beitrag leisten.

Liebe Avaazerinnen und Avaazer,

dutzende schwer bewaffnete Jäger haben in einem Nationalpark in Kamerun über 600 Elefanten niedergemetzelt und ihnen die Gesichter abgehackt, um an das Elfenbein zu kommen.

In Zentralafrika haben Wilderer bereits die Hälfte der verbleibenden Elefanten vernichtet. Und bislang hat niemand sie stoppen können.


Doch das kann sich jetzt ändern!

In acht afrikanischen Ländern sind mutige Menschen als verdeckte Ermittler in Wildererbanden eingedrungen. 1200 Wildtierhändler sind dadurch schon hinter Gitter gekommen!

Dieser beeindruckende Einsatz hat bereits Auszeichnungen gewonnen. Dennoch scheuen sich viele Geldgeber davor, dem organisierten Verbrechen die Stirn zu bieten. Unsere Gemeinschaft könnte also am ehesten in der Lage sein, dieses außergewöhnliche Unterfangen auszuweiten — und zwar schnell.

Jede Stunde werden vier Elefanten getötet — es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, bevor wir diese sanften Riesen für immer verlieren. Doch wenn wir alle jetzt etwas spenden, kann das Team auf weitere Länder ausgedehnt werden, um mehr kriminellen Drahtziehern und Beamten, die in die Verbrechen verstrickt sind, das Handwerk zu legen. Außerdem können wir uns mit Kampagnen dafür einsetzen, diese anmutigen Tiere vor einem großen Massaker zu retten.

Kein anderes Unterfangen weist eine solche Erfolgsquote vor! Tragen Sie jetzt dazu bei:


Dieses Massaker findet auf dem gesamten Kontinent statt. Wilderer werden dafür bezahlt, Elefanten, Leoparden, Affen und alle möglichen bedrohten Tiere aufzuspüren. Dann rücken die Hintermänner mit Hubschraubern und schweren Waffen an, um die Tiere zu jagen und abzuschlachten — für ihr Elfenbein und ihr Fell. Es ist ein Geschäft, das internationalen Mafianetzwerken jährlich 19 Milliarden Dollar einspielt. Und sie kommen ungeschoren davon, weil sie überall Bestechungsgelder zahlen.

Doch jetzt kommen ihnen die mutigen Aktivisten der Organisation Eco-Activists for Governance and Law Enforcement (EAGLE) an jeder Ecke in die Quere: Sie dringen undercover in die Gangs ein, arbeiten mit der Polizei zusammen, um Festnahmen zu überwachen, und stellen sicher, dass die Bosse im Gefängnis landen.

Ihr beispielloser Erfolg hat ihnen bereits die Anerkennung von Interpol und dem WWF eingebracht. Doch bisher arbeitet EAGLE mit einem winzigen Budget, hauptsächlich aus einer tiefen Liebe für diese Tiere heraus. Wenn wir alle einen kleinen Betrag spenden, könnten wir folgendes in die Tat umsetzen:

  • Training und finanzielle Unterstützung für dutzende Undercover-Ermittler, damit sie sich in weiteren Ländern in die wichtigsten Netzwerke einschleusen und deren Hintermänner hinter Gitter bringen können;
  • Ermittlungsverfahren gegen mitschuldige Beamte und Politiker unterstützen, die den blutigen Handel ermöglichen;
  • Große Kampagnen rund um Festnahmen und Gerichtstermine starten, damit die Kultur der Straflosigkeit ein Ende nimmt; und
  • Gegen Konzerne und Regierungen ermitteln und offenlegen, wie sie vom Verkauf von Elfenbein und anderen Wildtierprodukten profitieren.

Nur wenige von uns würden bereitwillig ihr Leben riskieren, um Tiere vor der Skrupellosigkeit und der Gier der Menschen zu retten. Jetzt können wir diese heldenhaften Aktivisten unterstützen, die genau das tun. Stärken wir ihnen mit der geballten Kraft unserer Gemeinschaft den Rücken — hier können Sie spenden:


Immer wieder hat unsere Gemeinschaft mutige Aktivisten an vorderster Front bei ihrer gefährlichen aber unsagbar wichtigen Arbeit unterstützt: seien es Bürgerjournalisten in Syrien oder freiwillige Helfer im Kampf gegen Ebola. Wir unterstützen die besten Ideen, die am meisten Wirkung erzielen können — vor allem, wenn sonst niemand dazu bereit ist. Stehen wir jetzt diesen Helden zur Seite, damit in Afrikas Savannen und Wäldern wieder eine bunte Tierwelt gedeiht. So, wie es sein soll.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Alice, Alex, Iain, Patricia, Spyro, Joseph, Nataliya, Emily, Ricken und das ganze Avaaz- Team.

Weitere Informationen:

Wilderei wird zum Kleinkrieg: Elefanten brutal verstümmelt (N-TV)
http://www.n-tv.de/panorama/Elefanten-brutal-verstuemmelt-article5740521.html

Elefantenmassaker in Kamerun – jetzt müssen die Behörden handeln (IFAW)
http://www.ifaw.org/deutschland/aktuelles/elefantenmassaker-kamerun-%E2%80%93-jetzt-m%C3%BCssen-die-beh%C3%B6rden-handeln

Und auf Englisch:

Das organisierte Verbrechen steigt ins Wilderergeschäft ein (BBC)
http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-26153516

Afrikanische Naturschutzgruppe auf ungewöhnlicher Mission: Verbrechensermittlung (New York Times)
http://www.nytimes.com/2015/10/13/science/african-conservation-group-with-unusual-mission-enforcement.html

Afrikanische Elefanten könnten innerhalb des nächsten Jahrzehnts aussterben (Telegraph)
http://www.telegraph.co.uk/travel/destinations/africa/articles/African-elephants-could-be-extinct-within-a-decade/

Senegal beschlagnahmt illegalen Schmuck aus Elefantenhaar (Reuters)
http://uk.reuters.com/article/uk-senegal-elephants-idUKKBN0OR29920150611

Direktor von Wildschutzbehörde bei Untersuchung von illegalem Schimpansenhandel mit Ostasien festgenommen (The Express)
http://www.express.co.uk/news/nature/602475/Wildlife-trafficker-selling-chimpanzees-arrested





Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 42 Millionen Mitgliedern,
das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.


Um Avaaz zu kontaktieren, antworten Sie bitte nicht auf diese E-Mail.Benutzen Sie stattdessen das Formular www.avaaz.org/de/contact?ftr oder rufen Sie uns an, unter: +1 1-888-922-8229 (USA).

Mittwoch, 27. Mai 2015

Ist Deutschland immer noch eine korrupte Bananenrepublik wie 2010?

Thema: Korruption

Ein Video von 2010 - immer noch gültig - unglaublich!

Ein Staatsanwalt ist ein Beamter im höheren Justizdienst in einer Staatsanwaltschaft und weisungsgebunden...
Die Staatsanwaltschaft (StA) in Deutschland ist eine weisungsgebundene Behörde, die für die Strafverfolgung und -vollstreckung zuständig ist und als solche ein Teil der Rechtspflege ist. Sie wird auch mit dem Begriff Anklagebehörde bezeichnet.(Wikipedia)


wegen vorübergehender Sprachlosigkeit:
ohne Kommentar

Sonntag, 22. September 2013

Die Stunde der Wahrheit: Nach der Wahl kommt die große Enteignung

Thema: Bundestagswahl
 
Die europäische Schulden-Krise wird ab Montag im Zentrum der Politik der neuen Bundesregierung stehen. Schuldenschnitte und Banken-Rettungen werden schwere Verluste für die deutschen Steuerzahler und Sparer bringen. Eine große Koalition aus Boston Consulting und Goldman Sachs wird den Deutschen sagen, wo es lang geht. Die Pläne sind weit gediehen. In der Abteilung VII des Finanzministeriums wirkt bereits seit geraumer Zeit ein hochrangiger Experte, der die Enteignung kontrolliert durchführen soll.

Die nackte Wahrheit: Nach der Wahl wird Angela Merkel den Deutschen sagen müssen, dass alle für die Schulden bluten müssen. (Foto: dpa)
Die nackte Wahrheit: Nach der Wahl wird Angela Merkel den Deutschen sagen müssen, dass alle für die Schulden bluten müssen. (Foto: dpa)
Es ist völlig gleichgültig, wie die Wahlprognosen, Hochrechnungen und Endergebnisse am Sonntagabend lauten.
Nach dem Wahltag kommt der Zahltag.

Nach der Wahl wird sich die neue Bundesregierung mit einer einzigen Frage wirklich beschäftigen: Wie sagen wir den deutschen Steuerzahlern und Sparern, dass sie erhebliche Opfer zu bringen haben  – und zwar unfreiwillig?

Die europäische Schuldenkrise wurde aus gutem Grund aus dem Wahlkampf der etablierten Parteien ausgeblendet. Lediglich die Alternative für Deutschland (AfD) hat das Thema forciert.

Die Positionen der etablierten Parteien dagegen bleiben inhaltsleer. Angela Merkel beschwor am Samstag noch ein letztes Mal, dass alles, was für Europa gut sei, auch gut für Deutschland sei.

Man kann diese Plattitüde nicht mehr hören.

Wer jedoch glaubt, dass Merkel diesen Spruch aus Einfallslosigkeit andauernd wiederholt, irrt gewaltig. Dieser Spruch und seine ständige Wiederholung sind blanke Berechnung: Merkel will, dass die Leute ruhig bleiben.

Tatsächlich liegt der Plan längst auf dem Tisch. An den Details wird eifrig gearbeitet. Vieles ist bekannt, manches wird noch diskutiert, einiges ist unvorhersehbar.

Die Schulden in allen Euro-Staaten sind zu hoch. Alle Staaten in Europa sind überaltert. Alle Profiteure des billigen Geldes – Banken, Unternehmen, Privathaushalte, staatliche Wohltäter – können niemals so viel erwirtschaften, wie sie an Zins und Zinseszins zurückzahlen müssen.

Das wissen alle: Merkel, Gabriel, Schäuble, Trittin.

Nach dem Wahltag kommt der Zahltag.

Daniel Stelter, der viele Jahre für die Boston Consulting Group (BCG) gearbeitet hat, hat mit seinem Buch „Die Billionen-Schuldenbombe“ schon vor einiger Zeit die Situation schonungslos beschrieben. Noch im Frühjahr legte Stelter im Auftrag der BCG eine Untersuchung vor, der zufolge die Schuldenkrise nur mit radikalen Schnitten zu lösen sei (mehr dazu hier). Schon einige Monate vorher hatte die BCG festgestellt, dass der Ausstieg aus dem Schneeballsystem der globalen Schulden nur mit enormen Verlusten der Bürger zu bewerkstelligen sei (hier). Die BCG ist einer der wichtigsten Berater der Bundesregierung.

Interessanter Weise ist Stelter jetzt nicht mehr der bei der Boston Consulting Group. Er will, wie dem Züricher Tagesanzeiger zu entnehmen ist, in Berlin „einen eigenen Thinktank für wirtschaftspolitische Fragen errichten“.

Wen Stelter mit seinem Thinktank genau beraten wird, ist unbekannt.

Es ist jedoch gut denkbar, dass zu seinen Kunden ein alter Bekannter von der BCG zählen könnte.

Von der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Januar 2012 Stelters ehemaligen Chef, den Leiter des einflussreichen Berliner Büros der BCG, Levin Holle, ins Finanzministerium geholt. Er wirkt seither als Abteilungsleiter der Abteilung VII Finanzmarktpolitik.

Die FAZ berichtete damals trocken:
    Levin Holle übernimmt im Bundesfinanzministerium zum Jahreswechsel die Abteilung Finanzmarktpolitik. Dieser Personalie hat das Kabinett am Mittwoch zugestimmt. Die Abteilung umfasst die Banken- und Versicherungsaufsicht, die Kontrolle des Finanzmarktstabilisierungsfonds Soffin sowie die deutsche und europäische Finanzmarktregulierung. Außerdem bereitet sie die Treffen der G 8 und der G 20 vor. Der 44 Jahre alte Jurist Holle, der sich in seiner Doktorarbeit mit der südafrikanischen Verfassungsgerichtsbarkeit befasste, arbeitete in den vergangenen 15 Jahren für die Boston Consulting Group, zuletzt als Senior Partner.
Seit Holles Einstieg bei Schäuble ist viel geschehen: Mit der Zwangsabgabe für Sparer in Zypern wurde eine Blaupause für künftige Enteignungen erfolgreich getestet. Die Euro-Retter inklusive der Bundesbank wurden nicht müde, den Bürgern Europas einzubläuen, dass künftig bei Banken-Rettungen zunächst die Bank-Kunden enteignet werden – Gläubiger, Anleihe-Besitzer, Sparer (hier).
Die Wahrheit ist kein schönes Programm: Zwangsabgaben, höhere Steuern, weniger Sozialleistungen. (Foto: dpa)
Die Wahrheit ist kein schönes Programm: Zwangsabgaben, höhere Steuern, weniger Sozialleistungen. (Foto: dpa)
Weil das vermutlich nicht reichen wird, wurde der ESM still und leise zu einem Banken-Rettungsfonds umgewidmet. Zwei Drittel der dazu nötigen „Banken-Union“ sind bereits beschlossen. Darunter vor allem die für Angela Merkel zur Bedingung ausgerufene Bankenaufsicht, die
Goldman Sachsdie Europäischen Zentralbank (EZB) übernehmen wird (hier). Der jüngste G 20-Gipfel – in dessen Vorbereitung Levin Holle qua Amt im Finanzministerium eingebunden war – hat beschlossen, dass die Steuerbehörden als Vertreter der Staaten künftig weltweit die Informationen über Daten der Bürger austauschen werden (hier).

Levin Holle hat für all diese Schritte zur technischen Vorbereitung der Enteignung die Arbeit für Schäuble gemacht.

Das Konzept ist schlüssig und wie aus einem Guss.

Die größte Leistung Holles bestand darin, dass alle Schritte völlig transparent der Öffentlichkeit mitgeteilt wurden.

Und erstaunlicher Weise hat kaum einer der gutmütigen deutschen Sparer bisher begriffen, dass es bei all diesen Maßnahmen nicht, wie öffentlich kommuniziert, um Stabilität und Steuergerechtigkeit geht, sondern um eine knallharte, flächendeckende Enteignung der deutsche Sparer, Steuerzahler und Bankkunden.

Levin Holle, der aus Düsseldorf stammt und heute im schönen Berliner Süden lebt, ist der Technokrat hinter den Plänen.

Wenn die Deutschen am Sonntagabend gebannt die Hochrechnungen verfolgen werden und sich fragen, mit wem Merkel denn nun regieren soll, werden sie keine Minute darüber nachdenken, dass das alles nur eine große Show ist – nicht viel anders wie „Wetten dass…“ oder „Wer wird Millionär?“

Denn die Weichen sind längst gestellt, damit die Schuldenkrise gelöst werden kann.
Wer die schlechten Nachrichten, die ab Montag zu verkünden sein werden, dem Volk überbringt, ist nebensächlich. Die Rolle der Bundeskanzlerin entspricht etwa der des Tagesschau-Sprechers Jan Hofer: Beide machen die News nicht, aber beide werden vom Steuerzahler bezahlt.

Die Fäden im Hintergrund ziehen andere. Levin Holle ist einer. Mario Draghi ein anderer. Boston Consulting und Goldman Sachs – das ist die große Koalition, die den Deutschen in den kommenden Monaten den Marsch blasen wird. Goldman Sachs hatte bereits vor Monaten durchgerechnet, wie hoch die Zwangsabgabe der Bürger sein müsse, um die Schulden der Banken abzutragen (hier).

Daher lohnt es sich, am Tag der Wahl die Gedanken zu hören, die sich Holles ehemaliger Kollege Daniel Stelter so macht über das zukünftige Leben in der Euro-Zone. Origineller Weise kommen Stelters Worte aus der Schweiz, jenem Land, das als erstes gerade ganz unverhohlen darüber sinniert, wie das mit Pleiten von Großbanken aussehen wird (ein weiterer Mosaikstein – hier).

Stelter wiederholt im Wesentlichen, was BCG bereits in seiner legendären „Mesopotamia“-Studie vor einigen Monaten bekanntgegeben hatte (komplette Studie hier, Englisch).
Stelter im Tagesanzeiger auf die Frage, was er den Deutschen sagt, da diese nicht bereit seien, für die Schulden der Defizitstaaten aufzukommen:

„Kein Gläubiger hat Freude, wenn seine Forderungen nicht zurückbezahlt werden.“
Stelter auf die Frage, ob es eine Alternative zum großen Schuldenschnitt in Europa gäbe:
    „Nein. Griechenland und Portugal, aber auch Irland und Spanien werden niemals mehr in der Lage sein, ihre Schulden ordnungsgemäß zu begleichen. Reden wir daher Klartext: Das Geld ist futsch – mindestens teilweise.“

Stelter zum Ernst der Lage:
     „Die Schulden in Europa wachsen nach wie vor, und zwar im Tempo von 100 Millionen Euro – pro Stunde wohlverstanden. Gleichzeitig stagniert die Wirtschaft. Lange kann das nicht mehr gut gehen.“
Stelter zu den konkreten Maßnahmen, auf die die Deutschen sich jetzt gefasst machen müssen:
    „Die uneinbringbaren Schulden der Defizitstaaten – wohlgemerkt nicht nur der Staaten, sondern auch des privaten Sektors – müssen in einen großen Topf geworfen und gleichzeitig ein Plan ausgearbeitet werden, wie sie über einen Zeitraum von beispielsweise 20 Jahre abgetragen werden können. Das heißt, Steuern müssen erhöht werden, und es braucht einen Lastenausgleich zwischen wirtschaftlich starken und schwachen Ländern.“
Stelter zur Alternativlosigkeit der Enteignung:
    „Eine moralische Diskussion hilft uns nicht weiter. Ich finde es auch eine Schweinerei, wenn jemand Schulden macht im Wissen, dass er sie nicht begleichen kann. Und es stimmt leider auch, dass in der aktuellen Situation die Sparer die Angeschmierten sind. Aber vergessen wir nicht: Es waren nicht nur die Banken, die leichtfertig Geld verliehen haben, es war auch die Politik, die das ausdrücklich gewünscht und gefördert hat. Das war ebenfalls unmoralisch – und zwar in hohem Maße.“
Stelter zur Propaganda, dass die Konjunktur wieder anspringt:
    „Nur auf den ersten Blick sind die Zahlen so gut. Wenn Sie dahinter schauen, sehen Sie, dass es vor allem ein statistischer Effekt ist. Wenn sie stark eingebrochen sind, wirkt schon eine Verlangsamung des Abschwungs wie eine Stabilisierung…Die Gefahr wächst, dass es zu ungeordneten Staatspleiten kommt, die das gesamte System zum Einsturz bringen könnten.“
Stelter zur Realität in Deutschland, also zur Frage, ob denn nicht Deutschland am meisten vom Euro profitiert habe:
    „Gehen Sie einmal in Barcelona über die Strassen, und dann in Berlin. Der Unterschied ist frappant. Wir sind Export-Vizeweltmeister, aber unsere Strassen haben Schlaglöcher und unsere Schulen zerfallen. Mein Sohn traut sich in seinem Gymnasium nicht mehr auf die Toilette, weil die Zustände derart erbärmlich geworden sind.“
Stelter zu den Ausmaßen des bevorstehenden Schuldenschnitts:
    „Die Staatsschulden müssten bis auf 60 Prozent des Bruttoinlandprodukts abgeschrieben werden, die privaten auf 90 Prozent. Finanziert werden müsste dies von einem Fonds auf europäischer Ebene. Auf europäischer Ebene müssten sich auch die Vertreter der einzelnen Länder an einen Tisch setzen und aushandeln: Wer zahlt wie viel und über welchen Zeitraum?“
Stelter zum deutschen Beitrag:
    „Deutschland müsste nach meinen Berechnungen jährlich etwa 70 Milliarden Euro einbringen.“
Stelter zur Frage, wer denn das bezahlen muss:
    „Alle. Die Reichen und die Unternehmen müssen mehr Steuern bezahlen, die Armen auf einen Teil ihrer Sozialleistungen verzichten.“
Stelter auf die Frage, dass die Deutschen dann den Eindruck gewinnen könnten, dass sie die Dummen sind:
    „Die Alternativen sind entweder illusorisch – nämlich aus den Schulden herauswachsen – oder noch gefährlicher – nämlich Hyperinflation, oder unkoordinierte Staatspleiten und die Weigerung einzelner Staaten, weiterhin zu zahlen.“
Interessanterweise schließt Stelter auch eine Währungsreform nicht ausdrücklich aus. Der Tagesanzeiger fragt, was Stelter vom Ruf der Deutschen nach einer Rückkehr zur D-Mark hält.
Stelter:
    „Wenig. Es ist das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt. Zunächst gilt es, ein geordnetes Verfahren für den Abbau der Schulden zu finden. Erst wenn dies gelingen sollte, kann man sich über Sinn oder Unsinn der Einheitswährung nachdenken und die Frage stellen, wer ihr angehören soll.“
Damit ist der Masterplan bekannt: Die große Enteignung kommt, weil sie kommen muss. Sie wird alle treffen. Es gibt kein Entrinnen. Die Vorbereitungen sind getroffen.

Nicht ganz klar ist, ob die Rettung gelingt. Denn die Idee, von der die Euro-Retter ausgehen, ist, dass am Ende ein Kerneuropa übrigbleibt, eine kleine EU, wie Stelter sie beschreibt:

„Die Kernstaaten sollten sich dann tatsächlich zu den Vereinigten Staaten von Europa zusammenschließen, mit einer richtigen Zentralbank, einer Banken- und Fiskalunion und einer gemeinsamen Sozialpolitik. Und die Wachstumskräfte stärken: intelligente Einwanderung, bessere Bildung, Investitionen in Infrastruktur und Innovation.“

Ein schlüssiger Plan, bestechend einfach.

Er könnte jedoch an einem winzig kleinen Detail scheitern. Der Tagesanzeiger fragt, was denn geschieht, wenn die Franzosen sagen: „Wir geben aber unsere Autonomie nicht her?“

Stelter:
    „Dann haben wir ein Problem. Stellen Sie sich vor, die Franzosen wollen weiterhin mit 60 in Rente gehen und die Deutschen müssen bis 67 oder noch länger arbeiten. Das würde ein System der Vereinigten Staaten von Europa niemals aushalten.“
Wir empfehlen unseren geneigten Lesern daher für den Wahltag morgens ein Pain au chocolat, mittags ein Entrecote mit Pommes de Terre und abends ein schönes Glas Sancerre.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Ich bin gespannt ob die mächtigste Frau der Welt in ihrem Leben noch einmal ehrlich ist, vor die Kameras und Mikrofone tritt und sagt:

"Liebe Wählerinnen und Wähler, ich danke für ihr Vertrauen.


Jetzt kann ich es ja sagen: Ich habe euch vor der Wahl nach Strich und Faden belogen. 
Aber was solls, ich mache eh nur noch drei Jahre und dann: "Nach mir die Sintflut."

Meine Rente ist auf jeden Fall sicher, und nicht zu knapp!

Jetzt, wo die FDP nicht mehr dabei ist, kann ich es, nein muss ich es sagen: Nicht nur ich habe gelogen, die ganze Regierung hat euch jahrelang belogen.

Deutschland geht es nicht gut, es geht einigen Wenigen gut, ja denen geht es sogar sehr gut, denen geht es von Jahr zu Jahr besser.
Aber liebe Wählerinnen und Wähler, denen muss es auch gut gehen, schließlich bekommen wir von denen die größten Parteispenden und da muss man sich auch bedanken, das sehen Sie doch ein.


Sie können sich sicher denken warum das so ist: von dem was Hartz 4-Empfänger, Rentner, Arbeiter oder Mittelstand so abgeben, davon kann keine Partei existieren und auch die FDP lebte nicht nur von Mövenpicks. 

Da ging auch ein großer Teil an die CSU, schließlich waren die ja der eigentliche Treiber bei der Hotelsteuer.

Auch Herr Dr. Schäuble hat gelogen und allen Deutschen was vorgemacht.

Obwohl er von allen am besten weiss was kommen wird, er hat ja die Verträge alle mit ausgearbeitet, hat er Ihnen ganz bewusst was anderes erzählt. Ja das kann er der alte Fuchs, das konnte er schon immer, lügen ohne rot zu werden wenn es zu seinem eigenen oder zum Vorteil der Partei war.

Aber das spielt jetzt alles keine Rolle mehr, ihr habt unsere Lügen geglaubt und uns wiedergewählt. 


Mehr wollten wir nicht. Also auf die nächsten Jahre.

wolfswurt sagt:
Stelter begreift nicht die Lage.
Stelter glaubt einen morschen Baum mit dem absägen von toten Ästen retten zu können. Soviel Unkenntnis fand man zuletzt bei Egon Krenz.
Der meinte, das morsche Staatengebilde DDR durch Reiseerlaubnis und wirtschaftliche Freiheit retten zu können.
Wie wir alle wissen ging das schief.

Herr Stelter, es würde ihnen gut bekommen einen Blick in den Spiegel der Historie zu werfen. Erweitert den Horizont ungemein.
Keine einzige Regierung hat jemals das Volk überlebt aber das Volk alle Regierungen!

Elch sagt:
Ich habe meine Wahl getroffen – AfD mit Rechtdrall mittels der Erststimme!

:-)
Und hier meine – nicht von feindlichen Kräften finanzierte – Prognose:
http://deutschland-schlaf-nicht-laenger.blogspot.de/

Kurt Streit sagt:
Wenn Ihr geschätzten, lieben Freunde und Nachbarn im Norden nicht länger von CDU/CSU/FDP // SPD angelogen, veräppelt und betrogen (z.B. um Euer sauer Erspartes) werden wollt, dann gebt Euch endlich einen Ruck und wählt AfD. Ansonsten habt Ihr mit Eurer repräsentativen Demokratie keine Chance, endlich etwas zu bewegen: Lieber ein Ende mit Merkel als ein Schrecken ohne Ende!

Wäre ich Deutscher, würde ich alles versuchen, der derzeitigen Regierung und den anderen etablierten Parteien den Stecker zu ziehen. Ihr müsst da raus, raus aus der EU, das könnt Ihr nie durchfinanzieren. Im Vergleich dazu war die Wiedervereinigung ein Sandkastenspiel. Jeder Deutsche hat bei der Geburt ca. 250’000.- EUR (zweihundertfünfzigtausend) Schulden. Jetzt geht’s um Alles oder Nichts.

Wenn Ihr das nicht schnallt, dann wird’s dunkel in Europa. Wenn Ihr nicht begreift, was auf dem Spiel steht, dann legalisiert Ihr die Vernebelung der Wahrheit durch die CDU/CSU/FDP // SPD, dann legt Ihr das Ermächtigungsgesetz neu auf. Die politische Ermächtigung zur bewussten Nicht- oder Halbaufklärung über finanzpolitisch existenzielle Sachverhalte in Deutschland! Das ist strafbar.

Wer das weiss und sie trotzdem wählt, straft sich selbst, so rum, dass ihm die gedeckten Lügen eines Tages als Forderungen um die Ohren fliegen. Man kann Euch die Freiheit und das Leben nehmen, aber die Ehre nicht? Wenn Ihr die derzeitige Regierung oder die SPD wählt, habt Ihr Eure Ehre selbst zerstört, die Freiheit habt Ihr bereits weitgehend verloren und über das Leben entscheiden andere.

Die Frage heisst nicht, ob die AfD gut oder schlecht oder so oder anders ist, sondern wie Ihr das brandgefährliche Lügengebilde der etablierten Parteien zum Einsturz bringt. Oder wollt Ihr am Wochenende dem Rest der Welt dokumentieren, dass Ihr weiter schlafen und lullen wollt. Ihr lieben Nachbarn und Freunde im Norden, zieht den Stecker und macht ein ordentliches Reset – noch habt Ihr die Zeit und die Kraft.

JoeB sagt:
Ich kann es nicht verstehen, dass jemand das Wahlrecht nicht wahrnimmt, Ich habe ein Bild aus meiner Jugend vor mir, als es Wahlen in einem afrikanischen Staat gab. Die Menschen reihten sich vor dem Wahllokal in eine 200 Meter Schlange ein, um ihre Stimme abzugeben, nachdem sie 4 Tage zum Wahllokal gelaufen waren. Seither habe ich für mich eine Wahlpflicht.

DerZerspaner sagt:
Wen wir so abgeschöpft werden sollen frage ich mich ernsthaft ob ich noch arbeiten gehen soll. Um Banken zu stützen weil sie sich verzockt haben? Um andere Länder zu retten weil sie das Geld verschwendet haben oder es versäumt haben sich rechtzeitig den Veränderungen in der Welt anzupassen?

Was würde wohl Brüssel tun, wenn die dummen Deutschen einfach nichts mehr tun und man sie somit nicht mehr melken kann?

Sonntag, 14. Juli 2013

EU-Abgeordnete verlangen 4,4 Prozent mehr Gehalt

EU-Parlament

Das Europäische Parlament soll im kommenden Jahr deutlich teurer werden. Neben höheren Gehältern soll im Jahr der Europawahl auch verstärkt Werbung für die EU gemacht und die „europäische Identität“ gefördert werden.


Parlaments-Präsident Martin Schulz und seine Kollegen wollen sich etwas mehr Geld genehmigen: 2,3 Millionen Euro pro Abgeordneter. (Foto: Consilium)
Trotz der größten Wirtschaftskrise seit Bestehen der EU haben die Abgeordneten für das kommende Jahr deutlich mehr Geld gefordert. Rezession und Rekord-Arbeitslosigkeit, unter denen hunderte Millionen Europäer leiden, konnten die Parlamentarier von den Mehrausgaben nicht abhalten.
Das EU-Parlament fordert Mehrausgaben für Beamte, Abgeordnete und Gebäude in Höhe von 56 Millionen Euro, berichtet der Telegraph. Insgesamt kostet das Parlament dann circa 1,8 Milliarden Euro. Demnach wird jeder der 766 EU-Abgeordneten im kommenden Jahr den Steuerzahler circa 2,3 Millionen Euro kosten.

Die Abgeordneten verlangen diese Ausgaben-Erhöhung, obwohl das gesamte EU-Budget für 2014 um 6 Prozent fällt. Das Parlament soll vor allem deswegen teurer werden, weil die Abgeordneten sich selbst und ihren Beamten Gehaltserhöhungen um 4,4 Prozent genehmigen wollen. Vor allem herausragend gute Leistungen sollen künftig noch stärker belohnt werden.

Zudem wollen die EU-Abgeordneten noch mehr Werbung für ihr Parlament machen lassen. Und auch die Fraktionen, die sich im EU-Parlament gebildet haben, werden künftig besser unterstützt. So soll etwa die christlich-demokratische Europäische Volkspartei 9 Prozent mehr Geld erhalten.

Die Kosten für das Haus der Europäischen Geschichte, das die „europäische Identität“ feiern und fördern soll, werden nach dem Willen der Abgeordneten auf 13 Millionen Euro verdoppelt. Denn das Haus soll rechtzeitig zur Europawahl im kommenden Jahr eröffnen können. Hinzu kommen 5 Millionen Euro für das Parlamentarium, eine multimediale Ausstellung, die die harte Arbeit der EU-Abgeordneten würdigen soll.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

Soweit die Meldung vom 13.07.2013

Dazu passt doch der Beitrag vom 08.07.2013 wie die Faust auf's Auge ...
... und genau deshalb hänge ich ihn nochmal hier an:


Ein ganz normaler Tag in Brüssel ...

Wirklich? Ein ganz normaler Tag?
Haben die meisten von uns doch den falschen Beruf gewählt?
Wenn man diese Bilder sieht, könnte man dass tatsächlich glauben.

Voll ist der Sitzungssaal ja nicht gerade. Na ja, vielleicht wurde das Bild freitags aufgenommen, wo sich viele Abgeordnete morgens anmelden um das Sitzungsgeld für den Tag noch eben mit zu nehmen und direkt danach ins Wochenende abreisen, oder Montagmorgen, wo die meisten noch gar nicht aus dem Wochenende zurück sind. Hat sich halt so eingebürgert.


12.000 EUR pro Monat
12.000 EUR pro Monat

12.000 EUR pro Monat
12.000 EUR pro Monat

12.000 EUR pro Monat
12.000 EUR pro Monat

12.000 EUR pro Monat
12.000 EUR pro Monat

Erkennt ihr sie wieder?

Das sind nicht irgendwelche unbekannte Personen, das sind die von uns für die verantwortungsvolle Aufgabe gewählten und hochbezahlten Europa-Abgeordneten.
Das sind die, die von sich behaupten sie können das und deshalb gewählt werden wollen.
Das sind die, die bei jeder Gelegenheit behaupten sie seien ihr Geld wert.

Die sollen unsere Anliegen und Interessen beim Europaparlament vertreten und nicht alles abnicken, was die nicht gewählten EU-Beamten und EU-Kommissare uns so einfach vor die Nase setzen wollen.

Auf diesen Bildern sehen wir, wie schwer sie es haben,
- schwer den Tag zu überdauern -

... und wenn sie dann mal wach werden, müssen sie sich mit solchen "wichtigen Themen" wie:
  • Krümmungsgrad von Bananen und Gurken
  • Glühbirnenverbot weil europäische Hersteller das so wollten
  • ob Mastschweine klassische Musik hören sollen
  • dass Mecklenburg-Vorpommern den Text des Gesetzes über Seilbahnen zurück schickt
  • wie viel Salz die Bäcker in den Teig geben sollen
  • wie groß die Magnetplättchen in Spielzeug sein dürfen
beschäftigen.

Wieso auch nicht? Man hat doch sogar einen Etalon (nach Länge und Breite) für durchschnittliche Kondome ausgearbeitet. Dabei wurde nur verschwiegen, wie man diese Durchschnittswerte ermittelt hat: an Freiwilligen oder an den Herren Abgeordneten selbst?

Man schaue sich auch die Reformversuche im Bereich der Linguistik an. Da wird verboten, die Damen mit „Madame" oder „Miss" anzureden, selbst für Herren sollte eine „neutrale" Anrede gefunden werden, heißt es.

Man hat den Eindruck, als würden für die Abgeordneten zuweilen gar keine echten Probleme existieren. Zum Beispiel, wie Mittel aus dem EU-Haushalt verschleudert werden.
Wenn Zuwendungen, die zur Förderung der Produzenten in der Landwirtschaft bestimmt waren, zum Bau von Billard-Klubs oder eines Fußballstadions genutzt werden.
Oder aber sie verschwinden einfach im Alltagsmeer.
Dieses Schicksal ereilt oft auch jene Mittel, die für Strukturreformen bereitgestellt wurden.

Dass dabei eine gewisse Müdigkeit aufkommen kann ist klar,
aber nicht für 12.000 Euro im Monat?

Der Kommentar dessen, von dem die Bilder zu mir gelangten:

(Und Du schaffst Monat für Monat wie ein Tier ... bis zum 65. - 67. Geburtstag, dieses Niveau wirst Du dennoch nie erreichen.)

In deinem eigenen Interresse: nimm dir die Zeit und schicke diese eine Mail unbedingt weiter. Die Gesichter hier sind keine No-Name-Personen; vielleicht erkennst Du sie wieder. Das sind unsere Abgeordneten. Wir haben sie dorthin geschickt und wir bezahlen sie.


Nachtrag 08.07.2013, 10:40 Uhr

zum Schluss noch die erfreuliche Nachricht des Tages
Wie ich soeben der Tageszeitung entnehme, arbeiten wir ab heute für die eigene Tasche.
Berlin.Ein gutes halbes Jahr für den Staat. ein knappes halbes Jahr für sich selbst: Nach einer Studie des Steuerzahlerbundes arbeiten die Bundesbürger erst vom heutigen Montag an in die eigene Tasche. Danach ging - rechnerisch - die bisherige Arbeitsleitung des Jahres komplett für Steuern und Sozialabgaben drauf.
Erst vom 8. Juli an bleibe von Lohn und Gehalt etwas übrig. Der Präsident des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel, verwies darauf, dass jeder Arbeitnehmer im Durchschnitt derzeit 51,6 Prozent seines Verdienstes abführen müsse. afp


Nachtrag am 08.07.2013 um 23:08 Uhr
Na ja, zur Feier des Tages auch dies noch:


... unbezahlbar ...


Sonntag, 5. Mai 2013

Top-Beamte in Brüssel verdienen mehr als Angela Merkel

Luxus - Protest
Die Beamten der EU-Institutionen drohen erneut mit Streik. Der Bund der Steuerzahler bezeichnet dies als „dreist“ und „unglaubwürdig“. Die geplanten Änderungen im Beamten-Dienstrecht seien zumutbar, viele Beamte seien Top-Verdiener und zahlen kaum Steuern.


Die EU-Beamten in den Brüsseler Bürokomplexen
- hier der Kommissions-Palast -
begehren gegen Einsparungen auf.(Foto: Flickr/tpholland)
Die Beamten der EU-Institutionen drohen erneut mit Streik. Der Bund der Steuerzahler bezeichnet dies als „dreist“ und „unglaubwürdig“. Die geplanten Änderungen im Beamten-Dienstrecht seien zumutbar, viele Beamte seien Top-Verdiener und zahlen kaum Steuern.

Die Gewerkschaft der EU-Beamten hat für den 7. Mai abermals mit einem Streik gedroht. Sie wollen sich gegen die Einführung einer 40-Stunden-Woche und eine Anhebung des Renten-Eintrittsalters wehren. Der Bund der Deutschen Steuerzahler (BdSt) kritisiert dies heftig.

Bei den Protesten der Brüsseler Beamten geht es um die Einschränkung von Gehaltssprüngen und anderen Vorteilen. Die geplanten Kürzungen würden die Kaufkraft in den kommenden 15 Jahren um 60 Prozent reduzieren, kritisieren die Gewerkschaften in ihrem Streikaufruf. „Der Rat will uns tot sehen!“, heißt es gar auf der Homepage der größten Brüsseler Beamten-Gewerkschaft Union Syndicale. Eine mehr als drastische Wortwahl für die tatsächlich eher bescheidenen Reformvorschläge: Die Einführung der 40-Stunden-Woche und die Anhebung des Pensionsantrittsalters auf 67 sind Kernpunkte der von den EU-Organisationen angedachten Einschnitte.

Als „dreist und absurd“ bezeichnet Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler, den angekündigten Streik der EU-Beamten in einer Mitteilung. Es entbehre jeglicher Grundlage, dass die Top-Verdiener der öffentlichen Verwaltung in Europa auf die Straße gehen und sich gegen die Einführung von Minimalstandards auflehnen wollen.

Immerhin sei die EU-Kommission Bestandteil der Troika, welche den Euro-Krisenstaaten harte Einschnitte in deren Verwaltungsapparate vorschreibt. Daher müssten diese Einschnitte auch rasch bei den EU-Beamten umgesetzt werden. „Mit einer solchen Politik schädigt man nicht nur den notwendigen Reformprozess, sondern macht sich auch unglaubwürdig“, so Holznagel.

Die EU-Beamten seien „allesamt“ Top-Verdiener mit besten Arbeitsbedingungen.

Das Einstiegsgehalt eines EU-Beamten liegt bei mindestens 2.600 Euro monatlich. Spitzenbeamte bringen es sogar auf mehr als 18.000 Euro ohne Berücksichtigung von teils üppigen und steuerfreien Zulagen, die das Gehalt eines Generalsekretärs auf über 23.000 Euro im Monat hochschnellen lassen können. Dadurch verdienen diese brutto, aber vor allem netto aufgrund der relativ geringen Steuerlast deutlich mehr als beispielsweise die Bundeskanzlerin. Auch die deutschen Beamten arbeiten bereits länger.

Die Debatte um die Bezüge von EU-Beamten ist im Zuge der Verhandlungen um den mehrjährigen Finanzrahmen der Union von 2014 bis 2020 aktueller denn je. Schon im vergangenen Herbst wollten mehrere EU-Staaten Einschnitte in der EU-Verwaltung erwirken (hier). Nachdem sich die Länder aber nicht einigen konnten und die Beamten schon einmal auf die Barrikaden gingen, kam es zu einer deutlichen Erhöhung der Bezüge (hier).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

Dazu passt ganz ausgezeichnet dieser Bericht:

Der ärmste Präsident der Welt, José Mujica


Kennt jemand Uruguay? -  Kennt jemand José Mujica?

Nein? Dann wird es Zeit, den einmal kennen zu lernen.

Das ist er:

José Mujica ist Staatspräsident von Uruguay und von Beruf Blumenzüchter

José Mujica ist ein echter Mann des Volkes. Der Präsident von Uruguay wird liebkosend
“el présidente mas pobre”, der ärmste President, genannt.

Der 77-jähre hat kürzlich zugegeben, dass er fast sein gesamtes Einkommen den Ärmsten seines Landes spendet.
El Mundo sagte er, dass er sich von $12,500 nur $1,250 überlässt. Er findet, dass er mit diesem Betrag wunderbar leben kann und bedauert, dass viele Uruguayaner mit viel weniger auskommen müssen. Sein kostbarster Besitz ist ein Volkswagen Kever, dessen Wert auf $1,945 geschätzt wird.

Wenn man diese Geschichte betrachtet, ist es nicht mehr verwunderlich dass Uruguay das Land mit der geringsten Korruption der Welt ist.

Er ist Präsident über ein mit 176.215 km² halb so großen Land wie Deutschland, aber mit nur 3.510.385 Einwohnern lt. Wikipedia. Bei Wikipedia kann man sehr viel über Uruguay und den Präsidenten lesen. Dies sind die Links: Uruguay,  José Mujica

Schaut euch mal (hier) um, da gibt es noch mehr Bilder vom unglaublichen Präsidenten.

Da fragt man sich doch:

"Warum meinen Verwaltungsbeamte und Regierungsmitglieder in Europa, sie seien soviel mehr wert als ein Staatspräsident in Mittelamerika?"

... und dann könnte man ja mal so manche Regierung und auch die gierigen EU-Beamten anschreiben und auffordern sich am Präsidenten von Uruguay wenigstens ein kleines Beispiel zu nehmen.

Jedesmal wenn unsere Kanzlerin sagt: "Ich will dem deutschen Volk dienen", dann soll sie diesen Präsidenten vor Augen haben. Da sie anscheinend aber nicht weiß wie man dem Volk dient sondern nur die Befehle aus der Wirtschaft und von den Banken ausführt, werde ich diesen Blogbeitrag mit freundlichen Grüßen und der Bitte, eine Kopie an die betroffenen EU-Beamten zu leiten, ans Kanzleramt schicken.


Hier bitte die Petition unterschreiben