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Montag, 24. Februar 2020

Brexit reißt 75-Milliarden-Lücke in EU-Kasse, Deutschland übernimmt

Der EU werden zwischen 2021 bis 2027 aufgrund des Brexit 75 Milliarden Euro weniger zur Verfügung stehen. Deutschland soll fast den gesamten Fehlbetrag übernehmen.

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union verursacht in den kommenden Jahren eine Milliardenlücke in der EU-Kasse. Deutschland wird deshalb den ausfallenden jährlichen Beitrag von Großbritannien fast komplett übernehmen. Dieser jüngsten Berechnungen zufolge soll der jährliche Beitrag um etwa 14 Milliarden Euro steigen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte nach Angaben der dpa in der Debatte des Europaparlaments über den Finanzrahmen 2021 bis 2027 am Mittwoch in Straßburg: "Es sind etwa 75 Milliarden Euro weniger für die gesamte Periode." Von der Leyen fügte hinzu, sie werde kein Budget akzeptieren, das nicht 25 Prozent aller Mittel für den Klimaschutz aufwende. Sonst sei die Klimawende nicht zu schaffen.

Der Vorsitzende der EVP-Fraktion, Manfred Weber (CSU), rief in der Debatte dazu auf, die Nettozahlerdiskussion zu beenden. Geld für den Grenzschutz oder einen Marshallplan für Afrika fließe nicht in die Mitgliedstaaten zurück, sei aber wichtig für Deutschland, Österreich, die Niederlande und andere Mitgliedstaaten.

"Die Zeit drängt, die Uhr tickt", sagte Iratxe García Pérez von der sozialdemokratischen S&D-Fraktion zu den laufenden Verhandlungen über den Mehrjährigen Finanzrahmen der EU. Man werde deshalb aber nicht nachgeben, denn es gehe um Europas Zukunft. Kommissionspräsidentin von der Leyen hatte zuvor gedrängt: "Wenn der Haushalt nicht bald beschlossen wird, dann werden wir im nächsten Jahr nicht in der Lage sein, die neuen Aufgaben auch tatsächlich zu finanzieren."

Quelle: DWN https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/502245/Brexit-reisst-75-Milliarden-Luecke-in-EU-Kasse-Deutschland-uebernimmt?utm_content=link_18&utm_medium=email&utm_campaign=dwn_telegramm&utm_source=mid189&f_tid=e58393b68aae838074dfa845733b1ce5

Freitag, 23. Oktober 2015

Illinois, ein Land hinter der Atlantikbrücke, hat große Finanzprobleme ...

... für Rentner und Pensionäre zu sorgen aber die Waffenproduktion ist nicht gefährdet. 50 Millionen Amerikaner leben auf Lebensmittelkarten aber für Kriege weltweit ist immer genügend Geld da. Ist das der neue "american Way of Life"

Thema: USA und Fonds

Einzahlungen wurden gestoppt
Pensionsfonds von Illinois steht vor dem Kollaps

Der US-Bundesstaat Illinois hat Einzahlungen in seinen Pensionsfonds gestoppt. Selbst die obersten Behörden schließen einen Ausfall des Fonds nicht mehr aus. Dem Staat droht die Zahlungsunfähigkeit, nicht einmal Lotto-Gewinner werden zurzeit ausgezahlt.

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Kommentare
limubai sagt:
600.000.000.000 us$ das aktuelle Militärbudget
1200.000.000.000 us$ das aktuelle gesamt Budget
also 50% Militärausgaben + versteckte Budgets bei CIA und NSA 700 Militärbasen weltweit mit 250.000 Mann Personal Obama hat die Militärausgaben sogar gesteigert über seine Amtszeit. und das ganze bei 18000.000.000.000 us$ Defizit = völlig pleite! Im Dez wird es wieder soweit sein. drohende Haushaltssperre.

reiner tiroch sagt:
seltsam, auch der größte Fonds der Welt ist vom Handel ausgesetzt. die Pleitewelle lässt Grüßen, gell ihr Verbrecher!



Liquiditäts-Engpass:
Weltgrößter Fonds setzt Handel aus

Der japanische Broker Nomura setzt überraschend Zeichnungen für den weltgrößten ETF aus. Begründet wird dies mit einem „Liquiditäts-Engpass“. Der Fonds sei zu groß geworden, so Nomura.

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Kommentare
Echolon sagt:
Die Mär vom sich selbst vermehrenden Geld hält sich wahrlich hartnäckig in den Köpfen der Menschheit.

reiner tiroch sagt:
ist der Handel ausgesetzt weil kein Geld mehr drinnen ist? ist er daher zu Groß? lol. wie Nett das auch der Ami so Pleitefonds vermeldet.


Sonntag, 1. September 2013

Historische Blamage: Meuterei der US-Militärs zwang Obama zum Rückzug

Thema: Politik und Krieg
 
US-Präsident Barack Obama musste den geplanten Militärschlag gegen Syrien offenbar wegen einer gewaltigen Meuterei in der US-Militärführung abblasen. Die Soldaten konnten keine Strategie des Präsidenten erkennen – und äußerten massive Bedenken gegen die Aktion. Noch nie haben die Soldaten in Amerika einem Präsidenten derart offen die Gefolgschaft verweigert.


Die US-Militärs verweigerten US-Präsident Barack Obama (hier mit dem Chef des Generalstabs, Admiral Michael Mullen und Verteidigungsminister Robert Gates beim Gedenken an den 11. September) die Gefolgschaft: Obama hat den Bogen im Kampf gegen den Terror überspannt. Seine Soldaten wollen nicht in einen Krieg ziehen, den sie nicht verstehen. (Foto: White House)

Der überraschende Rückzieher von US-Präsident Barack Obama von seinen Syrien-Plänen ist offenbar auf eine massive Meuterei in der US-Armee zurückzuführen.

Die Washington Post berichtet, dass von den vier-Sterne-Generälen bis zu den einfachen Soldaten kaum einer den Nutzen der von Obama vorangetriebenen Militär-Aktion erkennen konnte.
Die Post berichtet, dass den Soldaten vor allem eine klare Strategie fehlt, was denn nach den geplanten Militärschlägen geschehen solle. Viele US-Soldaten haben schlechte Erfahrungen mit den Einsätzen im Irak und in Afghanistan gemacht. Zunächst wurden ihnen heroische Ziele versprochen. Doch kaum waren die Interventionen im Gang, wurden die Truppen in stets neue Abenteuer geschickt. In beiden Fällen gab es keine Exit-Strategie. Die Ankündigungen zum Rückzug aus den Kampfzonen waren widersprüchlich und zogen sich in die Länge.

Im Falle Syriens ist es Obama nicht gelungen, die Militärs vom Sinn einer militärischen Operation zu überzeugen.

Bisher haben die US-Militärs stets öffentlich geschwiegen und den Befehlen der militärisch-politischen Führung gehorcht. Grundlage für die Einsätze war meist, dass es den Präsidenten gelungen war, die Soldaten davon zu überzeugen, dass der jeweilige Einsatz der „nationalen Sicherheit“ diene.

Auch im Falle Syriens bemühte Obama diesen Begriff.
Doch seine eigenen Soldaten glauben ihm nicht.

Noch peinlicher für Obama: Die meisten Offiziere und Soldaten haben einen wesentlich klareren Blick für die Realität als ihr Präsident und Oberbefehlshaber.

So sagte der pensionierte Generalleutnant Gregory S. Newbold der Post: „Die Politiker sind naiv über die Verpflichtungen, die es in der Außenpolitik gibt. Viele sind erschreckend ahnungslos über das, was ein Militär-Einsatz erreichen kann.“ Newbold war im Führungskader im Irak-Krieg. Er sagte, dass viele seiner aktiven Kollegen seine schweren Bedenken teilen.

Ein Offizier, der sich nur anonym äußern wollte, sagte: „Ich kann es nicht fassen, dass der Präsident diesen Schritt überhaupt in Erwägung zieht. In den vergangenen 10 Jahren haben wir gegen Aufständische gekämpft. Syrien hat moderne Waffensysteme. Wir würden in einen klassischen Krieg kämpfen müssen.“

Schon in der vergangenen Woche hatte General Martin Dempsey, der Chef der Oberbefehlshaber, auf die Kopflosigkeit der Obama-Administration hingewiesen. Er sagte dem Sender ABC: „Der simple Einsatz von Waffen, ohne eine genaue Strategie, wie der Einsatz zu Ende geführt wird, führt vermutlich nie zu dem Ergebnis, das wir uns vorstellen.“

General James Mattis sagte: „Wenn die Amerikaner tatsächlich einen derartigen Einsatz durchführen, dann wird das ein brutaler, sehr, sehr ernster Krieg.“

Ein anderer Offizier sagte: „Welchen politischen Endzustand wollen wir erreichen? Ich weiß nicht, was es ist. Wir sagen, es soll kein Regime-Wechsel sein. Wenn es Bestrafung sein soll – es gibt andere Wege, um jemanden zu bestrafen.“

Andere Offiziere kritisieren die Halbherzigkeit des Einsatzes. So wie von Obama geplant, werde ein Militärschlag bei den Verbündeten der USA im Nahen Osten den Eindruck erwecken, dass die Amerikaner nicht ernsthaft ihre Interessen in der Region verteidigen wollen. Die Aktion hätte den Anschein, dass Raketen abgefeuert werden, bloß, damit irgendetwas getan würde.

Die meisten aktiven Soldaten und Militärs sagten ausdrücklich, dass ihnen nichts ferner liege, als der politischen Führung in den Rücken zu fallen.

Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass sie sich überhaupt äußern und nicht in den nach dem 11. September 2001 immer wieder erfolgreich abgerufenen Reflex eines simplen Patriotismus verfallen.

Der Krieg gegen den Terror scheint bei denen, die für ihn ins Feuer geschickt werden, nicht mehr als Motivation zu verfangen. Die meisten US-Soldaten können nicht mehr nachvollziehen, welchen Sinn die geopolitischen Volten ihrer politischen Führung haben. Sie haben offenbar keine Lust, als Weltpolizei in immer entferntere Regionen der Erde geschickt zu werden.

Der Dissens deckt sich mit der Einschätzung der amerikanischen Bevölkerung: Nur eine kleine Minderheit befürwortet einen Militärschlag.

Für Obama dürfte es nun schwierig werden, den Kongress zu überzeugen. Denn auch die Abgeordneten stehen der Aktion mehr als skeptisch gegenüber. 200 Abgeordnete hatten eine Petition gegen den Militär-Einsatz unterzeichnet.

Für den Kongress stellt sich darüber hinaus ein Problem, das auch die Soldaten als Grund für ihre Ablehnung nannten: Der Verteidigungshaushalt wurde dramatisch gekürzt, weil das US-Budget durch die jahrzehntelange Schuldenpolitik unkontrolliert aus dem Ruder gelaufen ist.
Die Meuterei der US-Armee ist ein Novum in der amerikanischen Geschichte.

Der Druck auf Obama scheint jedoch in den vergangenen Tagen so groß geworden zu sein, dass er schließlich die Reißleine ziehen und den unmittelbar bevorstehenden Einsatz wieder abblasen musste.

Und so erleben wir ein Phänomen, das sich viele bis vor kurzem nicht vorstellen konnte: Der mächtige US-Präsident erklärt einem Land den Krieg. Und seine eigenen Soldaten sagen: „Stell Dir vor: Der Präsident sagt, es ist Krieg, und keiner geht hin.“

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Was ist eigentlich so schwer daran, einmal zu sagen: "Ich habe mich geirrt, das mit der roten Linie war voreilig."
Ziemt es sich nicht für einen Präsidenten? Muss ein Präsident immer Recht haben?
Oder geht es vielmehr um die Männer hinter ihm, die aus dem Dunkel heraus seinen Wahlkampf finanziert haben, ihn sich quasi als Marionette halten, aber selber zu feige sind, gegenüber der Öffentlichkeit für ihr Handel einzustehen?

Die halbe Welt weiß, dass es keinem dieser Strippenzieher auch nur im geringsten um die Zivilbevölkerung geht, dass ihnen getötete Frauen und Kinder egal sind, egal wer sie getötet hat, solange sie die Möglichkeit haben, an Gas, Öl und weitere Rohstoffe zu kommen und nebenbei die arabischen Banken unter ihre Kontrolle bringen können.
Auf jeden Fall muss der Dollar Weltwährung bleiben sonst machen sie Riesenverluste und das ganze Land ist ruck-zuck weg vom Fenster!

Kurz gesagt, ihnen geht es nur um Profit und nochmals Profit, mit dem geringsten Aufwand das Meiste rausholen, ohne Rücksicht auf die Gesundheit und das Leben von Mitmenschen.
Sie wollen ihre Macht und ihren Reichtum vergrößern, dabei sind "Kollateralschäden" an "Humankapital" einkalkuliert. Von ihnen selber riskiert natürlich keiner auch nur die kleinste Schramme, auch dazu sind sie zu feige.



wurm sagt:
Naja…hoffen wir das es Stimmt.
Also brauchen “SIe”nun was ganz grosses um die Kriegsmüden zu mobilisieren.
Es geht ja schon im Netz rum das eine False Flag geplant ist indem die bösen Achsen”mächte”einen Cyberangriff auf die Banken machen was zum zusammenbruch des Geldsystems führt.
Wobei ja mittlerweile viele wissen das dieses System so und so eine Halbwertszeit hat und schon von der Dynamik her zum scheitern verurteilt ist.
Nur wollen die oben im Sattel bleiben……Krieg ist der eine Plan…..was da noch im Köfferchen ist?

Novaris sagt:
General James Mattis sagte: „Wenn die Amerikaner tatsächlich einen derartigen Einsatz durchführen, dann wird das ein brutaler, sehr, sehr ernster Krieg.“

Diesen brutalen Krieg wollen “das Komitee von 300 Leuten, die unsere Welt regieren und deren Identität nur ihresgleichen bekannt ist”(Reichsaußenminister Walther Rathenau),
deren Marionette Mr. Obama ist und welche die Welt beherrschen wollen.
Diese Figuren agieren hinter den Kulissen und werden nun gezwungen, aus den Kulissen hervorzutreten und ihr hässliches Gesicht der Welt zu zeigen.
Die Menschen lassen sich nicht mehr für dumm verkaufen und vor den Karren dieser Figuren spannen und das ist gut so.



Raffi sagt:
Ich glaube hier findest du die Namen von diesen 300 Banditen…
http://www.pseudoreality.org/committeeof300.html


Buerger67 sagt:
“..Und so erleben wir ein Phänomen, das sich viele bis vor kurzem nicht vorstellen konnte: Der mächtige US-Präsident erklärt einem Land den Krieg. Und seine eigenen Soldaten sagen: „Stell Dir vor: Der Präsident sagt, es ist Krieg, und keiner geht hin.“..”
Ich danke den amerikanischen Soldaten, die aus den vergangenen völkerrechtswidrigen Kriegen der USA gelernt haben und auf Grund ihres Verstandes und Herzens solche Kriege nicht mehr mitmachen, denn Gewalt hat noch NIE einen Sieger gebracht!
Bravo! Weiter so!


Endgame sagt:
Die Überschrift klingt gut, allerdings erschließt sich mir nicht, was die geäusserte Kritik, noch dazu von hauptsächlich schon pensionierten Generälen, mit einer Meuterei zu tun haben sollen.
Bedenken zu äußern ist eine Sache, eine Befehlsverweigerung – Meuterei – ist weit und breit nicht erkennbar.
“Und so erleben wir ein Phänomen, das sich viele bis vor kurzem nicht vorstellen konnte: Der mächtige US-Präsident erklärt einem Land den Krieg. Und seine eigenen Soldaten sagen: „Stell Dir vor: Der Präsident sagt, es ist Krieg, und keiner geht hin.“
Wo kann man dieses Phänomen, das wir angeblich erleben, denn besichtigen? :-)



Dienstag, 4. Juni 2013

EU-Geheimplan: Deutsche Steuerzahler sollen Banken in Europa retten

Eurovisionen, Der ESM wird gefährlich
Die Euro-Gruppe plant, die europäischen Banken-Rettungen über den ESM abzuwickeln. Demnach soll der deutsche Steuerzahler für alle Banken-Rettungen in Europa haften. Die Euro-Zone will das Modell erstmals mit den griechischen Bank-Krediten ausprobieren. So werden die Defizite der Süd-Staaten künstlich gesenkt. Das Risiko trägt der deutsche Steuerzahler. Der Bundestag hat bei dem Plan keinerlei Mitsprache.

Mit einem neuen Plan wollen die Euro-Retter den ESM still und leise als einen europäischen Banken-Rettungs-Fonds in Stellung bringen. Euro- Gruppenchef Jeoen Dijsselbloem spricht von einer sehr sensiblen Angelegenheit, über die die Öffentlichkeit besser nicht allzu viel erfahren soll. (Foto: consilium)

Die Euro-Retter haben erkannt, dass eine europäische Banken-Union für die Rettung der gefährdeten Banken in Südeuropa zu spät kommen dürfte. Daher soll der europäische Rettungsschirm ESM, in den die Euro-Länder 500 Milliarden Euro einzuzahlen haben, die Funktion eines europäischen Banken-Rettungsfonds übernehmen.
 
Der Euro-Gruppenführer Jeroen Dijsselbloem sagte in Athen, dass diese Sache „sehr sensibel“ sei und wollte daher nicht öffentlich darüber diskutieren.

Doch ausgerechnet in Athen hat Dijsselbloem die Katzen aus dem Sack gelassen. Die Griechen haben der EU nämlich mitgeteilt, dass sie ohne einen weiteren Schuldenschnitt ihr Haushalts-Defizit nicht annähernd in jene Region drücken können, die die Maastricht-Verträge vorsehen.

Um die Brisanz des Themas zu kaschieren, sagte Dijesselbloem bei seinem Besuch in Athen, dass es einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland frühestens im April 2014 geben werde. Die Botschaft wurde in der europäischen Öffentlichkeit dankbar weitergetragen.

Die Griechen brauchen jedoch schon früher Entlastung. Daher arbeitet die Euro-Zone an einem Geheimplan, demzufolge die 48,2 Milliarden Euro, die die Griechen zur Rekapitalisierung ihrer Banken erhalten haben, aus dem griechischen Haushalts-Defizit herausgerechnet werden sollen. Dijsselbloem schloss ausdrücklich nicht aus, dass die 48.2 Milliarden Euro beim ESM verbucht werden könnten.

Die endgültige Entscheidung will die EU beim nächsten Gipfel am 20. Juni treffen.

Bis dahin soll die Angelegenheit am besten unter der Decke bleiben.

Denn die Idee ist brisant.

Und sie dürfte für den deutschen Steuerzahler teuer werden.
Mit der Umschuldung der griechischen Banken-Rettungskredite wäre den Euro-Rettern ein aus ihrer Sicht cleverer Schachzug gelungen: Das griechische Staatsdefizit wäre mit einem Schlag geringer. Die Kommunikation in die Märkte soll durch die entsprechende Positiv-Propaganda orchestriert werden. Dijesselblom gab in Athen schon einmal eine erste Kostprobe und sagte: „Wir haben die ersten Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung. Die Wirtschaft wird sich im kommenden Jahr erholen.“

Angesichts der weiter explodierenden Jugendarbeitslosigkeit (siehe Grafik) ist dies eine aberwitzige Beurteilung. Sie soll jedoch dazu dienen, den Bürgern Europas den Eindruck zu geben, dass die Euro-Rettungsprogramme eine einzige Erfolgsgeschichte sind.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland und Spanien explodiert. An Sparprogramme ist in den meisten Euro-Staaten nicht mehr zu denken. (Grafik: zerohedge)

Die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland und Spanien explodiert. An Sparprogramme ist in den meisten Euro-Staaten nicht mehr zu denken. (Grafik: zerohedge)

Für die Euro-Retter hätte die Verschiebung der Kredite für die Banken-Rettung außerdem den Vorteil, dass die nationalen Parlamente keinerlei Zustimmungs-Möglichkeiten mehr haben. Denn der ESM ist seiner Struktur nach ein völlig autonomes Vehikel. Der ESM-Vertrag sieht vor, dass das Direktorium des ESM das einzige Gremium ist, das wirklich weiß, was mit dem Geld geschieht. Informations-Pflichten sind nicht vorgesehen. Die ESM-Manager agieren im außerrechtlichen Raum. Sie unterliegen keiner nationalen Jurisdiktion, können also für ihre Entscheidungen nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Transparenz ist ausdrücklich nicht vorgesehen. Selbst die Wirtschaftsprüfer erhalten nur einen eingeschränkten Einblick in die Operationen des ESM.

Auch die deutsch-französische Einigung zur europäischen Banken-Rettung folgt diesem Ansatz. Ein französischer Verhandlungsteilnehmer sagte der FT, dass Frankreich glücklich darüber sei, die Zustimmung Angela Merkels zur Banken-Rettung über den ESM gewonnen zu haben. Der ESM soll als eine Art „offizieller Reservefonds“ eingesetzt werden, auf den die Euro-Staaten Zugriff haben, wenn sie eine Banken-Rettung auf nationaler Ebene nicht stemmen können.

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble hatten bisher dem Deutschen Bundestag versichert, dass der ESM nicht zur direkten Banken-Rettung eingesetzt werden dürfe. Daher waren die 80 Milliarden Euro für die spanischen Banken auch zunächst im spanischen Haushalt als Kredit verbucht worden. Allerdings hatten die Spanier bereits den Vorteil, dass die Genehmigung der Kredite an keinerlei Auflagen gekoppelt waren. Das ist auch für die Franzosen wichtig: Paris wird niemals die Troika als Aufpasser im Land akzeptieren.

Die heimliche Umschuldung Griechenlands könnte dann als Blaupause dienen, wie Banken-Rettungen in Europa ablaufen.

Wie in Zypern wird es eine Zwangsabgabe für alle Sparer geben. Das kann speziell in Frankreich kritisch werden. Vor allem aber würde ein Haircut bei den französischen Sparern nicht reichen, um die großen französischen Banken zu retten.

Weil es aber noch keine gemeinsame europäische Einlagensicherung gibt, bietet sich der ESM als, wie die Technokraten es nennen, „public backstop“ an. Die Kredite werden an das jeweilige Land vergeben und rückwirkend beim ESM verbucht. Damit würde nicht der deutsche Sparer an den Bankenrettungen in Italien oder Frankreich beteiligt, sondern der deutsche Steuerzahler.
 
Da die Gelder für den ESM bereits beschlossen sind und nach ESM-Gesetz auch immer wieder neue Gelder von den Staaten abgefordert werden können, soll der ESM also die Löcher stopfen, die die Euro-Retter mit der Banken-Union nicht rechtzeitig stopfen können.

Dieses Vorgehen ist auch deshalb nötig geworden, weil die EZB steigenden Druck verspürt: Der deutsche EZB-Mann Jörg Asmussen und der Luxemburger Yves Mersch sprachen sich gegen weitergehende Staats-Finanzierungen aus. Bei der EZB fürchtet man, dass das Bundesverfassungsgericht einer exzessiven Rettungspolitik einen Riegel vorschieben könnte. Zwei ehemalige Verfassungsrichter haben massive rechtliche Bedenken angemeldet. Ein Schuldenschnitt in Griechenland wäre für die EZB sehr unangenehm: Er würde erstmals reale Verluste für die Kredite bedeuten, die Deutschland an Griechenland vergeben hat.

Beim ESM besteht diese Gefahr nicht: Was er bilanziert, entzieht sich der Mitwirkung und Kenntnis der Parlamente. Die Öffentlichkeit wird davon nie die Details zu Gesicht bekommen – auch nicht, wenn Kredite rückwirkend vom EFSF auf den ESM umgeschuldet werden.

Die Euro-Finanzminister gehen offenbar davon aus, dass die 500 Milliarden Euro aus dem ESM reichen, um die europäischen Banken zu retten. Die Krise bei den Banken hat sich jedoch in den vergangenen Monaten deutlich verschärft, wie Bundesbank-Präsident Jens Weidmann neulich erklärt hatte (hier).

Demnach gewinnen die etwas in Vergessenheit geratenen Zahlen des IWF neue Plausibilität. Der IWF hatte vor einem Jahr gesagt, dass der ESM eher 2 Billionen Euro an „Feuerkraft“ habe müsse.

Für die erste Not hoffen EU, IWF und EZB jedoch, mit einer teilweisen Plünderung des ESM das Auslangen zu finden.

Die Bundesregierung möchte auf jeden Fall bis zur Bundestagswahl im Herbst Zeit gewinnen. So erklärt sich auch die Wandlung von Jörg Asmussen zum Hardliner in Sachen Zurückhaltung. Asmussen dürfte von Berlin angewiesen worden sein, bis zum September auf die Bremse zu treten. Der EZB-Mann und ehemalige Rettungs-Experte aus dem Bundesfinanzministerium war neulich seinem Chef Mario Draghi spektakulär in den Rücken gefallen: Dieser hatte die Möglichkeit von sogenannten „Asset Based Securities“ (ABS) ins Gespräch gebracht, also die direkte Kreditvergabe durch die EZB an Unternehmen. Asmussen sagte, dass man aus der Finanzkrise gelernt haben sollte, dass ABS eine höchst riskante Sache seien. Als Staatssekretär im Finanzministerium hatte Asmussen noch im Jahr 2006 der ABS-Lobby True-Sales-Initiative (TSI) einen Freibrief ausgestellt und die Instrumente als besonders innovativ gepriesen (mehr zu dieser bemerkenswerten Verflechtung – hier).

Im Herbst tritt Asmussen als Keynote-Speaker bei dieser Lobby-Gruppe auf. Ihm könnte durch den EU-Geheimplan die Peinlichkeit erspart bleiben, dass er nun gegen Instrument auftreten muss, dessen Einführung er noch vor wenigen Jahren als besonders empfehlenswert bezeichnet hatte.
Nach der Bundestags-Wahl darf sich der deutsche Steuerzahler auf neue kreative Vorschläge freuen.
 
Unkreativ sind die zu erwartenden Ideen nur in einer Hinsicht: Die Rechnung wird immer von den Deutschen bezahlt – auch bei der Banken-Rettung.

Solange die Konstruktionen kompliziert genug sind, werden die Zahler davon nichts merken.

Das nennt sich dann Staatsräson.
 
Und die darf seit Jahrhunderten nicht hinterfragt werden.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Schon am 24.05.2013 schrieb ich (hier)
In diesem Zusammenhang sei noch einmal an den ESM (EU-Schuldenunion) erinnert und wärmstens empfohlen dieses Video anzuschauen:
Auch könnte man mal darüber nachdenken, warum einen der ESM vorher nicht interessiert hat und warum jedes Jammern jetzt zu spät ist.
Sie werden an unser Erspartes gehen! Garantiert!


Und der Witz des Jahrhundertstausends: der Bundestag kann nichts dagegen machen.
Mit Abnicken des ESM-Vertrages haben sie auf sämtliche Befugnisse verzichtet!

Kommentare
von den DWN-Seiten

John sagt:
Das Verfassungsgericht, mit von den Parteien gestelltem Richterpersonal, wird dann wieder “Ja, aber…” urteilen, und es wird weiterlaufen wie bisher.
Wir haben weder eine pluralistische Meinungsbildung im Bundestag, noch eine funktionierende Gewaltenteilung.

Rentnerin sagt:
Wut,Wut und nochmals Wut !!!!! Diese Volksverräter, Unser schönes Deutschland ,wie es einmal war, können wir vergessen. Man darf in diesem Land doch noch nicht einmal sagen, daß man stolz ist, oder war, Deutsche z sein. Wir haben immer nur gearbeitet und gearbeitet und unsere Kinder unter den größten Entbehrungen großgezogen. Wir haben nie etwas vom Staat gefordert , erst viel später gab es mal ein wenig KIndergeld. Unsere Kinder,die lane Lernen und Studieren mußten, haben schon soviel und tun es immer noch, in die Sozialkassen eingezahlt. Diese Betrüger, die sich selbst nur die Taschen vollmachen,daß meiste wieder weg.Das die sich hinstellen und uns West Rentnern ohne mit der Wimper zu zucken,0,25 % mehr Rente anbieten,ist das Papier nicht wert auf das es gedruckt wird. Pfüi Teufel kann ich da nur sagen.Ich schäme mich für diese ganze Politkaste.Wir merken ja schon länger, daß sich dieses Land vollkommen verändert hat (andere Kultur, ect.) Ich würde sagen, wir sind die zweite DDR geworden.Das dieses Geheimpapier jetzt veröffentlich wird, Wird diesen Genossen ja in keiner Weise passen.Immer mehr kommt ans Tgeslicht, von den Betrügern. Wie gut ,daß wir eine Alternative haben!!!

Elouise sagt:
@Rentnerin Sie werden von Typen regiert, die wissentlich und willentlich ständig gültiges Recht brechen. Anders kann man es nicht definieren. Wenn Sie dasselbe tun, werden Sie zum Kriminellen und sofort strafrechtlich verfolgt und bestraft. Anders ist das, wenn Sie die sog. Macht haben, Macht, wie sie z.B. in der DDR ausgeübt und propagandistisch als im einzig real existierende Sozialismus hochlobend begründet wurde. Heute klingt diese Propaganda etwas anders:” … wir haben vom Euro profitiert und… wir sind auf einem guten Weg “. Erschütternd dabei ist, dass alle Gewerkschaften ( eigentlich die ureigensten Vertreter der Arbeiter) das europapolitische Handeln der Regierung mit Totalausverkauf der deutschen Arbeiterschaft an die Finanzoligarchie unwidersprochen zulassen und gar decken. Sie als Rentnerin, geboren in einer Zeit deutschen Niedergangs, haben mit Einsatz Ihrer Lebensarbeitskraft geholfen dieses Land wieder auf die Beine zu stellen. Nur, profitiert haben im eigentlichen Sinn davon die Industrie- und Bankbosse, vertreten in grossen Lobbyverbänden, im Einklang mit den Herren und Damen in Berlin.