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Samstag, 8. Juli 2017

Das Drum und Dran des G20 Gipfels aus Sicht einer schweizer Zeitung

Thema: G20 Gipfel

Blut, Protest und Schnaps –
20 Fakten zum G20

Der G20-Gipfel hält Hamburg nicht nur an den Tagen des eigentlichen Kongresses auf Trab. Einige Fakten.

Was lässt sich Hamburg den G20-Gipfel kosten? Warum trinken plötzlich alle Tomaten-Schnaps? Und was hat ein Kriegsschiff im Hamburger Hafen zu suchen?

Die Teilnehmer des G-20-Gipfels in Hamburg sind die Staats- und Regierungschefs von Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Südafrika, Südkorea, der Türkei, den USA, Grossbritannien und der Europäischen Union.

Seine Teilnahme abgesagt hat der saudische König Salman. Stattdessen wird Staatsminister Ibrahim al-Assaf die Delegation beim G20-Treffen leiten. Offiziell sind die Gründe für die Absage unbekannt, Hintergrund dürfte aber die aktuelle Krise zwischen dem Emirat und anderen Golfstaaten sein. Brasiliens Staatschef Michel Temer, der eigentlich abgesagt hatte, kommt hingegen doch

König Salmans Absage dürfte das Hotel Vier Jahreszeiten ärgern. Dem «Hamburger Abendblatt» zufolge hatte er alle 156 Zimmer und Suiten gebucht. Seine Delegation sollte mehrere hundert Personen umfassen, weshalb der König weitere Zimmer im Westin in der Elbphilharmonie und im Sofitel dazugemietet hatte. König Salman hätte auch seine eigene Küchencrew dabei gehabt. Auf dem Speiseplan hätten etwa dreissig gegrillte Lämmer gestanden.

Im Vier Jahreszeiten wollte eigentlich auch US-Präsident Donald Trump absteigen, kam mit seiner Anfrage aber zu spät. Laut «Hamburger Abendblatt» steigt Trump nun im Gästehaus des Senats am Feenteich ab. Zum 1868 gebauten Gebäude sind vor dem Gipfel fünfzig neue Digitalleitungen verlegt worden.

Die Hamburger Hotelbranche (im Bild: das Grand Elysée Hotel) macht mit dem G20-Gipfel ein gutes Geschäft. Zwischen dem 6. und dem 9. Juli werden rund 9000 Zimmer benötigt. Viele Unterkünfte sind längst ausgebucht.

Wer Trump nicht mag, sich aber lieber an den Tresen statt demonstrierend auf die Strasse stellt, kann mit Schnaps gegen den US-Präsidenten aufbegehren. Linke Barbetreiber haben aus Korn, Tomatensaft, Tabasco, Pfeffer und Salz den sogenannten Soli-Mexikaner gemischt. Der Erlös des Tomatenshots geht an die Anti-G20-Gruppen. Den Mexikaner kann man bereits in 140 Bars weltweit bestellen, zitiert der «Weser Kurier» die Erfinder.

Für die Hamburger Spitäler wie etwa das Universitätsklinikum Eppendorf bedeutet der G20-Gipfel vor allem Extraschichten. Auf den Notfallstationen sind mehr Ärzte als sonst im Einsatz, weitere schieben Pikettdienst.

Für grössere Notfälle gewappnet ist auch das Zentralinstitut für Transfusionsmedizin. Dort wird für die Gipfel-Zeit etwa die doppelte Menge an Blutkonserven bereitgehalten. «Schmerzmittel, Infusionen und Antibiotika werden ebenfalls in grossen Mengen bevorratet», so der Sprecher der Asklepios-Kliniken Franz Jürgen Schell zur «Bild»-Zeitung.

Der Gipfel zieht ob der mehr als hundert Flugzeuge der Staatsgäste auch viele Planespotter an. Eines der Highlights ist die Air Force One des US-Präsidenten. Insgesamt dürfte die US-Delegation mit fünf bis sieben grossen Boeings in Hamburg eintreffen, sagt ein Planespotter zum «Handelsblatt». Die Polizei empfiehlt den Flugzeugfans den Aussichtspunkt an der Holtkoppel.

Rund um den G20-Gipfel geben sich zahlreiche Künstler die Klinke in die Hand: Am Vorabend des Treffens treten Coldplay, Shakira, Ellie Goulding, Pharrell Williams und Herbert Grönemeyer beim Global Citizen Festival auf.

Schlechte Nachricht gab es allerdings für die Hamburger Fans von Elton John: Der Popstar hat sein für Samstag geplantes Konzert wegen der Auswirkungen des G20-Gipfels verschoben. Angesichts der am Hamburger Flughafen geltenden Beschränkungen habe das Tourneeflugzeug zunächst keine Landegenehmigung erhalten, so der Konzertveranstalter.

Gegen das Treffen der Mächtigen finden ausserdem Ausstellungen, Perfomances und andere Aktionen statt. Eine Hamburger Galerie stellt etwa Bilder des syrischen Malers Abdalla Al Omari aus, der Staatsoberhäupter des 21. Jahrhunderts als Vertriebene darstellt (20 Minuten berichtete). Am 5. Juli gingen Protestler bereits als graue «1000 Gestalten» auf die Strasse.

Für die Partner der G20-Staatschefs geht es in Hamburg auf Sightseeing-Tour: Melania Trump und Konsorten begeben sich auf eine Hafenrundfahrt, besichtigen das Rathaus und hören ein Konzert in der Elbphilharmonie. Zudem besuchen die Partner auf Wunsch von Angela-Merkel-Gatte Joachim Sauer auch das Deutsche Klimarechenzentrum. Vielleicht berichtet Melania Trump ja dem US-Präsidenten, einem Klimaskeptiker, davon.

Bis zum Ende des G20-Treffens sind mehr als dreissig Kundgebungen und Protestzüge angekündigt. Es werden mehr als 100'000 Gegendemonstranten erwartet – darunter bis zu 8000 gewaltbereite. Aus der Schweiz fährt am Mittwoch ein Sonderzug mit Demonstranten ab Basel ab.

Für die Hamburger Polizei bedeutet der G20-Gipfel den grössten Einsatz ihrer Geschichte. Mehr als 19'000 Polizisten, 120 Polizeitaucher, über 150 Hunde, 110 Pferde (mit eigenem Veterinär und Hufschmied), elf Helikopter, 3000 Fahrzeuge, darunter 40 Wasserwerfer, mehr als 60 Boote und eine Drohne mit Kameras sorgen für die Sicherheit der über 6500 Gipfelteilnehmer.

«Wir werden die gesamte bundesdeutsche Polizei hier in Hamburg haben, eigentlich mit allem, was Polizeien so besitzen, sowohl an Technik als auch an anderem Equipment», sagte Einsatzleiter Hartmut Dudde dem NDR. Insgesamt seien rund 4,5 Millionen Euro für neue Polizeiausrüstung ausgegeben worden.

Während des Gipfels ist ausserdem ein Kriegsschiff der Marine im Hamburger Hafen stationiert. Es soll die Regierungschefs etwa im Falle eines Terroranschlags Richtung Nordsee evakuieren, bezieht sich der «Focus» auf hochrangige Sicherheitskreise der Bundesregierung. An Bord gibt es auch eine moderne Krankenstation samt Operationsräumen. Offiziell liegt das Schiff allerdings wegen fehlender Ersatzteile vor Hamburg. Der Vorwand soll dem Bericht zufolge eine Debatte über den Einsatz der Bundeswehr im Inneren vermeiden.

Die Bundeswehr hat einem «Spiegel»-Bericht zufolge die Soldaten im Raum Hamburg aufgefordert, zum Schutz vor Übergriffen während des G20-Gipfels keine Uniform zu tragen. Es müsse damit gerechnet werden, dass Soldaten in Uniform während der angekündigten Proteste angegriffen werden könnten, heisst es in einem internen Papier der Bundeswehr.

Während sich grosse Läden und Einkaufzentren in der Hamburger Innenstadt ihre Schaufenster mit Holzplatten verbarrikadieren, setzen kleinere Geschäfte im Schanzenviertel auch auf ein Plakat: «No G20, spare our store!» (deutsch: Verschont unseren Laden), steht darauf. Linksaktivisten hätten das Schild verteilt, schreibt der «Spiegel». Nicht ganz klar sei, ob nur ausgewählte Läden, in den Augen der Aktivisten «die Guten», das Plakat erhalten hätten.

Die meisten Geschäfte sind an den beiden Gipfeltagen zwar von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Wegen der erwarteten Demonstrationen und des massiven Sicherheitsaufgebots sind aber viele Strassen abgesperrt und der ADAC prognostiziert in ganz Hamburg ein Verkehrschaos – was viele Kunden abschrecken dürfte. City-Managerin Brigitte Engler geht allein für den Bereich ums Gipfelgelände von Umsatzeinbussen in der Höhe von 15 Millionen Euro aus, sagt sie dem «Spiegel».

Schon Tage vor dem Gipfel ist die Polizei gegen linke Protest-Camps vorgegangen, wobei es zu Auseinandersetzungen kam. Nachdem das Verwaltungsgericht den Aufbau von Schlafzelten oder Duschen untersagt hatte,

... übernachteten rund drei Dutzend Aktivisten im Foyer des Schauspielhauses, wie ein Mitarbeiter gegenüber der Nachrichtenagentur DPA bestätigte. Als weiteres Zeichen des Protests hängten sie die Fassade des Schauspielhauses mit Plakaten teilweise zu. Neben dem Eingang klebten Parolen wie «Bühne frei für Isomatten» und «Protest is not a crime». Laut NDR bieten auch einige Kirchen G20-Gegnern einen Schlafplatz. Man erlaube die Übernachtungen nicht, dulde sie aber, so der Pastor der St. Pauli Kirche.

Im Stadtteil Harburg richtete die Polizei eine sogenannte zentrale Gefangenensammelstelle ein. Dort stehen in einem Containerdorf 120 Einzel- und Sammelzellen für bis 400 Festgenommene bereit. Es gibt auch Container für Anwaltsgespräche und Vernehmungen.

Direkt daneben ist zeitweise eine Aussenstelle des Amtsgerichts geöffnet. In einem Dreischichtenbetrieb entscheiden hier Richter rund um die Uhr im Eilverfahren, ob ein Festgenommener in U-Haft muss. Total stehen mehr als 130 Richter und rund 140 Staatsanwälte im Einsatz.

Die zweitägige Veranstaltung geht ordentlich ins Geld. Derzeit rechnet man mit Gesamtkosten von rund 130 Millionen Euro. Davon trägt der Bund als Gastgeber einen Grossteil der Kosten. Kritiker befürchten ein Total von 400 Millionen Euro, weil Umsatzeinbussen in der aktuellen Rechnung nicht aufgeführt würden, so der «Stern».

Dass die Kosten explodieren können, zeigt der G20-Gipfel von 2010 in Toronto. Dieser war mit 179 Millionen Euro veranschlagt und kostete am Ende fast eine Milliarde. Aber: «Die tatsächlichen Kosten des G20-Gipfels stehen noch nicht fest», hält die Stadt Hamburg fest.

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Montag, 6. März 2017

Die grandiose Rede des US-Präsidenten vor dem Kongress auf deutsch

Thema: Donald Trump

Grandiose Rede von Donald Trump vor dem Kongress
28.02.2017 Deutsch


Kategorie Nachrichten & Politik
Lizenz Standard-YouTube-Lizenz

» der Kommentar des Blogschreibers «

Könnte sich auch nur einer vorstellen, etwas Ähnliches von einem deutschen Politiker zu hören?

Kommentare

Max AFDler
Ich war die ganze Nacht wach und habe jedes einzelne Wort gehört! Was war das Schlimme? Die perversen, hetzerischen, arroganten und linksradikalen Kommentare der Phoenix Kommentatoren! Eine große Rede, und deutsche linksradikale Berichterstatter! GEZ ABSCHAFFEN! ARD UND ZDF MITARBEITER SOFORT ENTLASSEN!

Teto
Mit Trump wird Amerika es schaffen.
Deutschland ist mit Merkel/Schulze verloren.

Daisy Duck
Tolle Rede.Trump macht sich wenigstens Gedanken was für ein Land man den Kindern hinterlässt.Unsere Altparteien juckt das ja nicht....

Kurt Noswitz
Eine großartige Rede, ich hoffe und wünsche das der Funke auf das ganze Land überspringt und auf die ganze Welt

werner zuercher
hört man donald trump zu, übersetzt seine worte der wahrheit getreu, kann man über diesen mann nur staunen! man kann so aber auch verstehen das der us - europäische polit und medienmainstream angst hat! seine grenzenlose macht, und seine kriegstreiberei in gefahr sieht! die boshaftigkeit mit der die gleichgeschaltenen, gekauften und feigen medien trump die worte im mund umdrehen, seine reden aus den zusammenhängen reissen, ihm worte in den mund legen die er so nicht gesprochen hat, (terroranschlag in schweden! obsolet heisst in englisch veraltet! nicht unnötig! und vieles mehr!) ist ungeheuerlich!

Danke Klaus für den Link

Dienstag, 21. Juli 2015

AVAAZ - Die Apachen brauchen unsere Hilfe


Die US-Regierung will einem Bergbauunternehmen ein prachtvolles Stück Land geben, das dem Volk der Apachen seit Langem heilig ist. Diese Woche protestieren Anführer der Apachen in Washington, um das Vorhaben zu stoppen. Wenn wir ihren dringenden Aufruf unterstützen, können wir dem US-Kongress zeigen, dass die ganze Welt zuschaut. Machen Sie mit:

Unterzeichnen

Liebe Freundinnen und Freunde,

die US-Regierung will einem riesigen internationalen Bergbauunternehmen erlauben, ein prachtvolles Waldstück zu zerstören, das dem Apachen-Volk heilig ist. Doch diese Woche protestieren die Anführer der Apachen in Washington und wir können ihnen helfen, den skandalösen Deal zu stoppen.

Zu viele Regierungen haben in der Geschichte die Rechte indigener Völker missbraucht.

Nun haben US-Abgeordnete mit Verbindungen zur Bergbauindustrie hinterhältige Methoden angewendet, um ein Bergwerk zu genehmigen. Doch diesmal haben sich die Apachen gewehrt und das zeigt bereits Erfolg: Im Kongress erwägt man, das Projekt zu stoppen.

In wenigen Stunden treffen sich Anführer der Apachen mit Abgeordneten. Wenn wir ihren mutigen Einsatz heute zahlreich unterstützen, könnten wir den Apachen mit vereinter Kraft helfen, ihr Erbe zu retten. Damit würden wir Politikern weltweit außerdem die Botschaft übermitteln, dass das Land und die Kultur indigener Völker nicht zum Verkauf stehen. Machen Sie mit:

https://secure.avaaz.org/de/stand_with_the_apache_global_loc_dn/?baLosfb&v=62178

Seit Jahrhunderten nutzen die Apachen von San Carlos das Oak Flat Gebiet im Tonto National Forest in Arizona für traditionelle religiöse Zeremonien. Wegen seiner kulturellen Bedeutung und seiner prachtvollen Natur genießt der Wald seit über 60 Jahren Schutzstatus. Immer wieder sind Versuche, das Land für den Bergbau freizugeben, im Kongress gescheitert.Die Senatoren von Arizona, die beide finanzielle Verbindungen zu Bergbauunternehmen pflegen, haben es letztes Jahr nur durch den Kongress geschafft, weil sie die Genehmigung an einen Gesetzesentwurf zur Landesverteidigung geknüpft haben, der damit gar nichts zu tun hat.
Die Unterstützer des Bergbauplans — allen voran ein australisch-britisches Unternehmen — behaupten, dieser würde Arbeitsplätze in der Gegend schaffen. Doch vor Ort stellt man in Frage, wie viele Jobs tatsächlich an die Lokalbevölkerung gehen würden, und weist außerdem auf die immensen Kosten hin. Eine zwei Meilen lange Kupfermine in Oak Flat würde eine heilige Stätte zerstören, die die Apachen seit Generationen benutzen.
Schließen wir uns den Apachen an, um dieses Land zu schützen. Diese Woche treffen ihre Anführer in Washington ein, um dieses unersetzliche Erbe zu verteidigen. Stehen wir ihnen zur Seite, damit sie dem Erfolg einen Schritt näher kommen. Unterzeichnen und verbreiten Sie die Aktion:

https://secure.avaaz.org/de/stand_with_the_apache_global_loc_dn/?baLosfb&v=62178

Von Brasilien bis Tansania hat unsere Gemeinschaft stets Menschen zur Seite gestanden, die ihr Kultur- und Naturerbe schützen wollten. Nun können wir dafür sorgen, dass die US-Regierung ihre moralische Verpflichtung gegenüber den Apachen erfüllt, die das Land über Generationen hinweg geschützt haben.Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Nick, Joseph, Rewan, Emma und der Rest des Avaaz-Teams

Weitere Informationen (auf Englisch):Heilige Stätte der Apachen wird verkauft (New York Times)
http://www.nytimes.com/2015/05/29/opinion/selling-off-apache-holy-land.html

Indigene Völker protestieren seit drei Wochen gegen Bergbauplan (Arizona Daily Star)
http://tucson.com/news/state-and-regional/tribe-s-protest-of-mine-plan-near-superior-is-in/article_f551fab1-853b-5826-9037-9ddb3739e5fc.html

Apache-Volk bestürzt über Privatisierung einer heiligen Stätte (Arizona Daily Star)
http://tucson.com/news/apache-tribe-distressed-by-privatization-of-sacred-land/article_c8f9f32c-80c0-11e4-a781-a7334409bcc3.html

Rettet Oak Flat
http://www.apache-stronghold.com

Erneuter Widerstand gegen Superior Kupfermine (AZCentral)
http://www.azcentral.com/story/news/arizona/politics/2015/06/17/superior-copper-mine-congress-bill-stop/28894741/




Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 41 Millionen Mitgliedern,
das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.

Um Avaaz zu kontaktieren, antworten Sie bitte nicht auf diese E-Mail.Benutzen Sie stattdessen das Formular www.avaaz.org/de/contact?ftr oder rufen Sie uns an, unter: +1 1-888-922-8229 (USA).

Donnerstag, 12. September 2013

US-Politiker: Stimme für Obama, wenn er Friedens-Nobelpreis zurückgibt

Thema: Krieg und Frieden
 
Der Kongress-Abgeordnete Steve Stockman hat Präsident Obama einen ungewöhnlichen Deal vorgeschlagen: Wenn Obama den Friedens-Nobelpreis zurückgibt und 10 weitere, unangenehme Fragen ehrlich beantworten kann, werde er für einen Militärschlag gegen Syrien stimmen.


Foto: dpa
Der aus Texas stammende, republikanische Kongress-Abgeordnete Steve Stockman stellt US-Präsident Barack elf kritische Fragen. Für den – höchst unwahrscheinlichen – Fall, dass Obama zufriedenstellende Antworten geben kann, wäre Stockman bereit, die Militäraktion gegen Syrien zu unterstützen.

Dazu wird es vermutlich nicht kommen.

Besonders die sechste Frage ist für Obama sehr unangenehm: „Sind Sie bereit, den Friedens-Nobelpreis zurückzugeben?“

Auch mit den anderen Fragen legt Stockman den Finger in die Wunde: Er fragt nach Libyen, das nach der US-Intervention praktisch ein „gescheiterter Staat“ sei. Stockman will wissen, warum Ägypten als die größte muslimische Nation im Nahen Osten in die Operation gegen Syrien nicht einbezogen ist. Er fragt, ob Obama allen Ernstes glaube, das Assad seine chemischen Waffen abgeben werde.

Stockman sagt, dass er von Nato-Quellen erfahren habe, dass ein Militärschlag gegen Syrien nur funktionieren könne, wenn jedes Detail gelingt – „etwas, was bei Militär-Aktionen niemals der Fall ist“. Die Nato könne nicht garantieren, dass Syrien nach einem möglichen Sturz Assads nicht in die Hände von Al Qaida fallen werde.

Stockman wirft Obama vor, dass Assad in den vergangenen Wochen genug Zeit gehabt habe, um sich mit „menschlichen Schutzschildern“ umgeben habe – Frauen und Kindern, die im Fall eine Angriffs geopfert würden.

Schließlich fragt Stockman: „Wir erhalten fast täglich Berichte, dass die Rebellen christliche Kirchen angreifen, christliche Dörfer niederbrennen und syrische Christen töten. Warum sollten die Vereinigten Staaten diese Verbrecher gegen die Menschlichkeit unterstützen?“

Eine Reaktion Obamas auf diese Fragen ist nicht überliefert. Der Präsident hält am Dienstag Abend (21 Uhr Ortszeit) eine TV-Ansprache.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare


Leider gibt es viel zu viele geistige Tiefflieger auf der Welt. Den einen geht es nur um Geld, Geld und nochmals Geld. Die Anderen wollen sich darstellen, einmal im Mittelpunkt stehen, egal was es kostet.
Wieder andere sind Brandstifter und freuen sich, wenn aufgrund ihrer Intrige Schaden angerichtet wird.
Was aber ein Brandstifter im geistigen Tiefflug verzapft, kann man hier lesen: http://www.bild.de/news/standards/franz-josef-wagner/post-von-wagner-32336478.bild.html

Vor Leuten die sowas schreiben muss die Menschheit geschützt werden!



Mainhattan sagt:
Man muss sich das mal ganz bewußt vor Augen halten, weil dieser Gedanke immer wieder verloren geht und verallgemeinert wird: Die amerikanische Bevölkerung will keinen Krieg . Das amerikanische Volk ist, wie die meisten zivilisierten Menschen, friedliebend und es gibt da auch kaum Unterschiede zu uns Europäer. Die Kriegstreiber sind die Politiker, allen voran dieser Obama. Dies sei nur mal gesagt, bevor es wieder heißt: “Die Amerikaner…..”


Sam sagt:
@Mainhatten
Richtig, nicht die Menschen sind die Kriegstreiber und deshalb muss auch die EU den 2012 erhaltenen Friedensnobelpreis zurückgeben.
Man denke an Libyen, Afghanistan, Mali usw. und aktuell an Syrien. DWN berichtete dieser Tage: Am Freitag hatten elf Staaten am Rande des G20-Gipfels in St. Petersburg eine „starke internationale Antwort“ auf den Giftgaseinsatz am 21. August in Syrien gefordert. Nach Merkels einknicken haben meines Wissens 25 EU-Staten dieses Papier unterzeichnet, doch was in Syrien abgeht, das wissen selbst die Mainstream-Informierten inzwischen.
Und da hocken sie, im feinen Tuch dekoriert mit Orden und Friedensnobelpreisen, in ihren Sesseln und hetzen die Menschen gegeneinander und jedes mal nach gelungener Verhetzung und Tötung vieler unschuldiger Menschen trinken sie sicher anschließend den teuersten Champagner und feiern “ihren Sieg”, nämlich der neuen Weltordnung wieder ein Stück nähergekommen zu sein und diese Welt wird dann unterteilt in Eliten und Sklaven.

Wie lange noch unterstützen wir dieses Morden? Denn jedesmal wenn ein Soldat die vielfältigen Waffen einsetzt unterstützt er dieses Morden und macht sich selbst nicht nur zum Mörder, sondern gleichzeitig zum Sklaven.


ratlos sagt:
Goldman Sachs spielt wieder mit dem Markt, zu Ungunsten der Privatinvestoren, wie schon so oft. Absolut lesenswert:
http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/171/2013-der-goldman-bluff-oder-wie-eine-bank-die-welt-regiert.php


Tante Emma sagt:
“Blödes Rumgelalle.” finde ich nicht. Im Gegenteil Superargumente. Gerade das mit den getöteten Christen zeigt, daß es um die Errichtung der Sharia geht, einer noch schlimmeren Diktatur als unter den normalen dortigen “Regimen”. Ist doch auch Usa mit Spähaffäre nsa, Sprengung 9/11,chemich. Waffeneinsatz in Vietnam, Eroberung Irak wegen Lügen, selbst ein solches Wildwest-Regime, in dem auch Gefangene gefoltert werden. …

Sie wollen wie in Ägypten, Afghanistan, Irak … bewußt ein “normales” Regime gegen islamistische Rebellen austauschen, um in diesem Chaos und als Preis für die “Waffen-Hilfe” an den Rebellen die Ölquellen und andere Rohstoffe zu besetzen. Siehe Irak.


walter sagt:
In der Tat, es ist doch schon sehr entlarvend, dass die mainstremmedien so tun als wüssten sie nicht was da in Syrien passiert. Warnungen des Fides Dienstes, kann man in der Regel nur im internet nachlesen, Zeitungen der westlichen(christlichen?) wertegemeinschaft ( jedes Schulzimmer nur ein Kreuz) werden also ignoriert oder abgetan, als handele es sich um die Äusserungen einer unbedeutenden Sekte oder verwirrte Verschwörungstheoretiker, mit denen man seine Leser nicht behelligen möchte und nicht um eine pressestelle des vatikans mit authentischen Berichten aus Syrien.

http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Syrien/fides.html

Hier ein aktuelles interview mit einer katholischen Nonne aus Syrien:

http://rt.com/op-edge/mother-chemical-attack-footage-fraud-509/




Samstag, 7. September 2013

Syrien: Obama sucht verzweifelt nach Argumenten für den Krieg

Thema: Syrien und der Nahe Osten

Der Iran plant nach Aussagen der Amerikaner einen Gegenschlag, wenn die USA Syrien angreifen. Die Amerikaner versuchen offenbar, den Kongress von der Abstimmung von der Gefährlichkeit der Feinde der USA zu überzeugen. Das scheint dringend nötig: Ein Bericht der New York Times über die Terror-Verbindungen der Rebellen hat die Glaubwürdigkeit Obamas weiter erschüttert.

Ausgerechnet jetzt bringt auch noch die New York Times am 05.09.2013 auf ihrer Titelseite dies:

Die New York Times bereitet US-Präsident Obama mit dieser Titelgeschichte ernsthafte Probleme: Viele Kongressabgeordnete zweifeln an einem Syrien-Krieg. Nun porträtiert die NYT die Rebellen, an deren Seite die Amerikaner kämpfen wollen. Für diese War-Lords werden sich die Amerikaner nicht begeistern. (Foto: New York Times)
In den USA wachsen die Schwierigkeiten für Präsident Obama, die Bürger von der Sinnhaftigkeit eines Kriegs in Syrien zu überzeugen.
 
Um entgegen der öffentlichen Kriegsmüdigkeit dennoch die Genehmigung des US-Kongresses für einen Militärschlag zu erhalten, gehen die Amerikaner nun in die Offensive und beschuldigen den Iran, einen Gegenschlag als Reaktion auf den amerikanischen Angriff zu planen.
 
Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf amerikanische Militärkreise, dass der Iran einen Angriff auf Syrien für den Fall eines Eingreifens Amerikas in Syrien plant. Als Beweis legen die US-Geheimdienste ein abgefangenes Telefonat vor, dessen Urheber der Chef einer Spezialeinheit sein soll. Demnach habe der Chef einer Spezialeinheit der iranischen Revolutionsgarden die Schiiten im Süden des Iraks aufgefordert, sich in Kampfbereitschaft zu begeben. Die Milizen sollten auf einen möglichen Angriff der Amerikaner in Syrien reagieren.
 
Die amerikanische Warnung vor dem Iran kommt zu einem Zeitpunkt, da es
für Präsident Obama immer schwieriger wird, echte Beweise für den Giftgas-Einsatz zu präsentieren.
 
Gerade seine engsten Verbündeten lassen den Präsidenten nun im Stich, wenn es darum geht, Kriegspropaganda zu vertreiben. Neben dem Kongress macht auch die Obama-Wahlbewegung MoveOn.org Stimmung gegen den Krieg.
 
So veröffentlichte die New York Times einen spektakulären Bericht über die Hintergründe der Rebellen in Syrien. Demnach haben die Rebellen deutlich mehr Kontakte zu den Terrorgruppen um das Netzwerk von Al-Qaeda, als die amerikanische Regierung nun behauptet. Die New York Times beschreibt in dem Bericht die Netzwerke, Ziele und Methoden der Rebellen.
 
Bemerkenswert ist dabei, wie sehr die New York Times auf die Kraft der Bilder setzt: Das Titel-Foto zeigt eine Hinrichtung, die die Rebellen an syrischen Soldaten durchgeführt haben sollen. Im Internet präsentiert das Blatt das grausame Video (wenn es echt ist) sogar direkt auf der Website.

    NYT - Korrektur: 06.09.2013
    Bei dem Artikel am Donnerstag über das rücksichtslose Vorgehen einiger Rebellengruppen in Syrien mit sieben gefangen genommenen syrischen Soldaten zeigt, wurde ein falsches Datum angegeben. Das Video, das von einem ehemaligen Rebellen aus Syrien geschmuggelt wurde, wurde im Frühjahr des Jahres 2012, nicht im April 2013, aufgenommen.
Die Botschaft der Times ist klar: Die Argumentation Obamas, bei den Rebellen handle es sich um eine harmlose Gruppe, soll deutlich zerstört werden. Beim Hearing im Ausschuss des Senats war Senator McCain Außenminister Kerry zu Hilfe geeilt und hatte erklärt, dass die Opposition nicht von Terroristen unterwandert sei. Diese Behauptung führte dazu, dass die Resolution für Obama erweitert wurde. Die Amerikaner sollen nun ermächtigt werden, nicht bloß einen Militärschlag durchzuführen, sondern auch den Rebellen Waffen zu liefern.
 
Genau davor fürchtet sich die amerikanische Öffentlichkeit: Linke und Konservative fürchten gleichermaßen eine tiefe Verstrickung der US Truppen in einen Syrien-Krieg. Erinnerungen an den Irak und Vietnam werden wach.
 
Die Erwähnung einer iranischen Drohung seitens der US Administration könnte nun dazu dienen, die Anti-Kriegs-Berichterstattung der New York Times zu kontern und den Amerikanern vor Augen zu führen, wie wichtig ein Eingreifen Amerikas ist: Es soll der Eindruck erweckt werden, dass es hier um einen Stellvertreterkrieg geht. Auf der einen Seite stehen nach amerikanischer Darstellung die vom Iran geförderten islamistischen Terroristen. Ihnen gegenüber stehen die Amerikaner als Bewahrer der westlichen Werte.
 
Genau diese Argumentation kaufen jedoch die Amerikaner ihrem Präsidenten nicht mehr ab. Der Bericht der New York Times erzählt unter anderem die Geschichte des Anführers der Terroristen von der Exekution. Der Mann soll der Zeitung gesagt haben, er habe seine Terror-Miliz aus Rache zusammengestellt. Sein Vater sei im Jahre 1982 von Soldaten des damaligen Diktators Hafez al Assad getötet worden. Nun Sinne er auf Rache und wurde deshalb gegen Assads Sohn Bashar kämpfen, der heute in Syrien herrscht.
 
1982 galt die Assad-Dynastie noch als ein verlässlicher Partner der Amerikaner. Der Westen setzte damals darauf, dass entweder von ihm eingesetzte oder aber mindestens von ihm tolerierte Diktatoren im Nahen Osten die sicherste Variante zur Wahrung der amerikanischen Interesse seien.
 
Daher glauben die Amerikaner der Beschwörung des Iran als potentiellen Gegner nicht. Die US-Außenpolitik hat in den vergangenen Jahrzehnten einen derart opportunistischen Zick-Zack-Kurs verfolgt, dass es der Regierung nicht mehr gelingt, die Bürger zu überzeugen.
 
Hinzu kommt, dass die Amerikaner sich im Moment im Rahmen ihres allgemeinen Phlegmas, das sie zu Datenschutz-Themen in der Regel an den Tag legen, doch sehr über die Geheimdienste und ihre Schnüffelei in privaten Emails und Telefon-Gesprächen ärgern.
 
Ausgerechnet diese Geheimdienste sind nun, erneut im Nebel unbeweisbarer Behauptungen manövrierend, die einzigen Zeugen der Anklage für einen Krieg gegen Syrien.
 
Das kaufen die Amerikaner der Obama-Administration nicht ab.
 
Die bisher einzige offizielle Stellungnahme des Iran deckt sich im Wesentlichen mit den Urteilen der amerikanischen Militärs: Ein amerikanischer Militärschlag gegen Syrien werde zu Opfern auf amerikanischer Seite führen.
 
Das ist eine Binsenweisheit.
 
Keine Drohung.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN



Übersetzung des Artikels der New York Times



Die Brutalität der syrischen Rebellen bereitet dem Westen zunehmend Probleme
Von C. J. CHIVERS

Die syrischen Rebellen stehen betont lässing, mit Gewehren im Anschlag über den verängstigten Männern mit nacktem Oberkörper.

Alle sieben Gefangenen sind sysrische Soldaten. Fünf von ihnen waren gefesselt. Ihre Rücken sind mit roten Striemen gezeichnet. Sie hielten ihre Gesichter in den Dreck gepresst während der Rebellenkommandant einen bitteren, revolutionären Vers zitiert.

"Seit fünfzig Jahren seien sie "Freunde der Korruption" sagte er, "wir schwören dem Herrn des Thrones und beeiden dies: wir werden Rache nehmen."

In dem Moment, als er den Vers beendet, schießt der Kommandant, bekannt unter dem Namen "der Onkel", dem ersten Gefangenen eine Kugel in den Hinterkopf. Die anderen Bewaffneten töten darauf die anderen Männer zu ihren Füßen.

Diese Szene eines Videos, dass vor ein paar Tagen von einem ehemaligen Rebellen, der das Töten leid war, rausgeschmuggelt wurde, bietet einen Einblick darin, dass die Rebellen genauso vorgehen wie das Regime, dass sie stürzen wollen.

In den Vereinigten Staaten wird darüber debattiert, ob man den Obamavorschlag, die syrischen Streitkräfte für den Einsatz chemischer Waffen gegen die Zivilbevölkerung anzugreifen, unterstützen soll, während dieses Video aus 2012 zeigt, dass die Rebellen aus Banden von Wegelagerern, Entführern und Mörden bestehen.

Das Video erinnert auch an die Außenpolitik der Vereinigten Staaten bei der Suche nach Oppositions-Verbündeten wie einige Mitglieder des Kongresses, darunter Senator John McCain, die eine robustere militärische Unterstützung für die Opposition durchdrücken wollen.

In den mehr als zwei Jahren, die dieser Bürgerkrieg schon dauert, hat ein großer Teil der syrischen Opposition keine feste Kommandostruktur, wird aus mehreren arabischen Staaten und in geringen Maße aus dem Westen unterstützt. Ein anderer Teil ist extremistisch und hat sich offen mit Al Qaida verbündet.

Gegenüber den Syrern die vom Westen unterstützt werden, haben sie sich zu einer Guerilla- und Verbrecherarmee entwickelt. So könnte die amerikanische Militäraktion versehentlich islamische Extremisten und Kriminelle stärken.

Abdul Samad Issa(37), der Rebellenkommandeur und seine Kämpfer zeigen durch die Hinrichtung der gefangenen Soldaten, dass sie gefährlich sind.

In Nordsyrien ist er als "Onkel" bekannt, weil zwei seiner Stellvertreter seine Neffen sind. Mr. Issa, führt eine relativ unbekannte Gruppe von weniger als 300 Kämpfer sagte einer seiner ehemaligen Adjutanten. Der ehemalige Berater, der das Video aus Syrien geschmuggelt hat, wird aus Gründen der Sicherheit nicht namentlich genannt.

Mr. Issa hat schon vor dem Krieg aus Händlern und Viehhirten eine Kampftruppe für den Aufstand zusammengestellt und mit eigenem Geld Waffen gekauft und die Kämpfer bezahlt.

Wie sein ehemaliger Berater sagte, sei seine Motivation Rache, auch als er das Gedicht rezitierte, Rache.

Am Mittwoch sprach Staatssekretär John Kerry in Washington mit dem Vertreter der Texas Republikaner, Michael McCaul, über die Frage nach radikalisierten Rebellen. Mr. Kerry betonte: "Es gibt nur eine echte gemäßigte Opposition".

Mr. Kerry sagte, dass es 70.000 bis 100.000 "Oppositionelle" gäbe. Davon, seien etwa 15 bis 20 Prozent "bad guys" oder Extremisten.

Mr. McCaul antwortete, er habe schon in Besprechungen erfahren, dass die Hälfte der Oppositionskämpfer Extremisten seien.

Ein Großteil der amerikanischen Beamten ist über zwei Gruppen besorgt, die Verbindungen zu Al Kaida haben.
Diese Gruppen -die Nusra- Front und die islamischen Gruppen im Irak und in Syrien - haben ausländische Dschihadisten angezogen, verwenden terroristische Taktiken und geloben eine Gesellschaftordnung auf Grundlage des islamischen Rechts für Syrien zu schaffen.

Sie haben eine feste Präsenz in Teilen von Aleppo und Idlib Provinzen und in der nördlichen Provinzhauptstadt Raqqa und in Deir al- Zour erreicht, im Osten bis an die irakische Grenze.

Während die Dschihadisten behaupten überlegene Kämpfer zu sein und mit den säkularen syrischen Rebellen zusammengearbeitet haben, beachten einige Analysten und Diplomaten auch, dass sie weniger auf den Sturz Präsident Bashar al -Assad bedacht sind.
Stattdessen sagten sie, sie konzentrieren sich mehr auf Errichtung einer Zone unter ihrer Kontrolle,  übergreifend auf die irakische Provinz Anbar und die Wüste in den östlichen Gebieten von Syrien, und schließlich zur Gründung einer islamischen Territoriums unter ihre Verwaltung.

Andere Bereiche sind unter weltlicher Kontrolle, einschließlich der Vororte von Damaskus. In East Ghouta zum Beispiel, die Vororte östlich der Hauptstadt, wo die chemischen Angriffe stattgefunden haben, sind nicht die Dschihadisten in der Mehrzahl sondern Menschen die dort leben und arbeiten.

Während die Vereinigten Staaten sagen, sie suchen eine Strategie die säkularen Rebellen zu stärken und die Extremisten zu isolieren, zeigt die Realität, wie das Video von Idlib und eine Flut von anderen dokumentierten Verbrechen, es ist ist komplizierter als ein Wettstreit zwischen weltlichen und religiösen Gruppen.

Mr. Issas Vater war gegen Präsident Hafez al -Assad , dem Vater des jetzigen Präsidenten Syriens. Er verschwand im Jahr 1982 , gemäß Mr. Issas Aufzeichnungen.

Wie Mr. Issas Berater sagte, glaubt er, dass sein Vater während der 27 -Tage-des Regierungszusammenbruchs durch die Muslimbruderschaft in dem Jahr, was als Massaker von Hama bekannt wurde, getötet wurde.

Zu der Zeit war er ein junger Mann. Mr. Issa redete staatsfeindlich, wurde verhaftet und zweimal für insgesamt neun Monate eingesperrt, sagte der Berater.

Als der Aufstand gegen Bashar al -Assad vor zweieinhalb Jahren begann, sah die Familie ihre Chance gekommen, alte Rechnungen zu begleichen.

Menschen die Herr Issa kennen, sagen er sei ein Demonstrant und er führe Kämpfer in kleine Scharmützeln .
Im letzten Jahr nahm er an einem Trainingslager im Hochland in der Nähe der Türkei teil.

Dieses Jahr, sagte der Berater, sammelte er Waffen von Verwandten und arabischen Geschäftsleuten von denen er durch seine Arbeit als Händler erfahren hatte. Mindestens einmal bekam er was vom westlich unterstützten Obersten Kriegsrat der Freien Syrischen Armee, der Rebellentruppe.

(Zwei Vertreter des militärischen Rates lehnten eine militärische Zusammenarbeit oder logistische Unterstützung für Mr. Issa Gruppe ab. Herr Issa war für einen Kommentar dazu über zwei Tage lang in dieser Woche nicht erreichbar.)

Bis zum Frühjahr hatte sich seine Gruppe einen klangvoller Name gegeben: Jund al -Sham , den sie sich mit drei internationalen Terrorgruppen, und einer anderen Gruppe in Syrien teilen müssen.

Seine Beziehung - wenn überhaupt - mit diesen anderen Gruppen ist nicht klar.

Mr. Issas ehemaliger Adjutant und zwei andere Männern, die ihn getroffen und seine Gruppe untersucht haben sagten, wie es scheint übernehme er Identitäten Anderer aus Bequemlichkeit.

Aber sie sagten auch, eine seiner Taktiken war, seinen Kämpfern zu versprechen was er "die Vernichtung" von Alawiten  - eine islamische Minderheitssekte der die Assad-Familie angehört - nennt, und welcher Mr. Issa die Schuld für Syriens Leiden gibt.

Dieses Gefühl wird Herr Issas Entscheidung, seine Gefangenen in dem Video zu exekutieren, angetrieben haben, sagte sein ehemaliger Berater. Die Soldaten wurden gefangen genommen, als Herr Issas Kämpfer einen Regierungskontrollpunkt nördlich von Idlib im März überrannten.

Wie der ehemalige Berater sagte, waren auf ihren Handys Videos, die Soldaten bei Vergewaltigungen von syrischen Zivilisten und bei Plünderungen zeigten.

Mr. Issa erklärte sie alle zu Verbrechern, sagte er, ein revolutionärer Prozess fand statt, sie wurden für schuldig befunden.

Wie der ehemalige Berater weiter sagte, wurde dann von Mr. Issa angeordnet bei der Ausführung zu filmen, damit er seine Arbeit gegen Herrn Assad gegenüber militärischen Spendern beweisen könnte, und für die Suche nach weiterer Finanzierung nutzen könne.

Das Video endet abrupt, nachdem seine Kämpfer die Leichen der Soldaten in einen Brunnen geworfen haben.

Einer der Teilnehmer, ein junger Mann, er trägt eine lila Fleece-Jacke, schaut in die Kamera und lächelt.

Karam Shoumali beigetragen von Antakya , Türkei Berichterstattung ; Anne Barnard von Beirut , Libanon , und Michael R. Gordon aus Washington.

ohne jeden weiteren Kommentar



Sonntag, 1. September 2013

Historische Blamage: Meuterei der US-Militärs zwang Obama zum Rückzug

Thema: Politik und Krieg
 
US-Präsident Barack Obama musste den geplanten Militärschlag gegen Syrien offenbar wegen einer gewaltigen Meuterei in der US-Militärführung abblasen. Die Soldaten konnten keine Strategie des Präsidenten erkennen – und äußerten massive Bedenken gegen die Aktion. Noch nie haben die Soldaten in Amerika einem Präsidenten derart offen die Gefolgschaft verweigert.


Die US-Militärs verweigerten US-Präsident Barack Obama (hier mit dem Chef des Generalstabs, Admiral Michael Mullen und Verteidigungsminister Robert Gates beim Gedenken an den 11. September) die Gefolgschaft: Obama hat den Bogen im Kampf gegen den Terror überspannt. Seine Soldaten wollen nicht in einen Krieg ziehen, den sie nicht verstehen. (Foto: White House)

Der überraschende Rückzieher von US-Präsident Barack Obama von seinen Syrien-Plänen ist offenbar auf eine massive Meuterei in der US-Armee zurückzuführen.

Die Washington Post berichtet, dass von den vier-Sterne-Generälen bis zu den einfachen Soldaten kaum einer den Nutzen der von Obama vorangetriebenen Militär-Aktion erkennen konnte.
Die Post berichtet, dass den Soldaten vor allem eine klare Strategie fehlt, was denn nach den geplanten Militärschlägen geschehen solle. Viele US-Soldaten haben schlechte Erfahrungen mit den Einsätzen im Irak und in Afghanistan gemacht. Zunächst wurden ihnen heroische Ziele versprochen. Doch kaum waren die Interventionen im Gang, wurden die Truppen in stets neue Abenteuer geschickt. In beiden Fällen gab es keine Exit-Strategie. Die Ankündigungen zum Rückzug aus den Kampfzonen waren widersprüchlich und zogen sich in die Länge.

Im Falle Syriens ist es Obama nicht gelungen, die Militärs vom Sinn einer militärischen Operation zu überzeugen.

Bisher haben die US-Militärs stets öffentlich geschwiegen und den Befehlen der militärisch-politischen Führung gehorcht. Grundlage für die Einsätze war meist, dass es den Präsidenten gelungen war, die Soldaten davon zu überzeugen, dass der jeweilige Einsatz der „nationalen Sicherheit“ diene.

Auch im Falle Syriens bemühte Obama diesen Begriff.
Doch seine eigenen Soldaten glauben ihm nicht.

Noch peinlicher für Obama: Die meisten Offiziere und Soldaten haben einen wesentlich klareren Blick für die Realität als ihr Präsident und Oberbefehlshaber.

So sagte der pensionierte Generalleutnant Gregory S. Newbold der Post: „Die Politiker sind naiv über die Verpflichtungen, die es in der Außenpolitik gibt. Viele sind erschreckend ahnungslos über das, was ein Militär-Einsatz erreichen kann.“ Newbold war im Führungskader im Irak-Krieg. Er sagte, dass viele seiner aktiven Kollegen seine schweren Bedenken teilen.

Ein Offizier, der sich nur anonym äußern wollte, sagte: „Ich kann es nicht fassen, dass der Präsident diesen Schritt überhaupt in Erwägung zieht. In den vergangenen 10 Jahren haben wir gegen Aufständische gekämpft. Syrien hat moderne Waffensysteme. Wir würden in einen klassischen Krieg kämpfen müssen.“

Schon in der vergangenen Woche hatte General Martin Dempsey, der Chef der Oberbefehlshaber, auf die Kopflosigkeit der Obama-Administration hingewiesen. Er sagte dem Sender ABC: „Der simple Einsatz von Waffen, ohne eine genaue Strategie, wie der Einsatz zu Ende geführt wird, führt vermutlich nie zu dem Ergebnis, das wir uns vorstellen.“

General James Mattis sagte: „Wenn die Amerikaner tatsächlich einen derartigen Einsatz durchführen, dann wird das ein brutaler, sehr, sehr ernster Krieg.“

Ein anderer Offizier sagte: „Welchen politischen Endzustand wollen wir erreichen? Ich weiß nicht, was es ist. Wir sagen, es soll kein Regime-Wechsel sein. Wenn es Bestrafung sein soll – es gibt andere Wege, um jemanden zu bestrafen.“

Andere Offiziere kritisieren die Halbherzigkeit des Einsatzes. So wie von Obama geplant, werde ein Militärschlag bei den Verbündeten der USA im Nahen Osten den Eindruck erwecken, dass die Amerikaner nicht ernsthaft ihre Interessen in der Region verteidigen wollen. Die Aktion hätte den Anschein, dass Raketen abgefeuert werden, bloß, damit irgendetwas getan würde.

Die meisten aktiven Soldaten und Militärs sagten ausdrücklich, dass ihnen nichts ferner liege, als der politischen Führung in den Rücken zu fallen.

Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass sie sich überhaupt äußern und nicht in den nach dem 11. September 2001 immer wieder erfolgreich abgerufenen Reflex eines simplen Patriotismus verfallen.

Der Krieg gegen den Terror scheint bei denen, die für ihn ins Feuer geschickt werden, nicht mehr als Motivation zu verfangen. Die meisten US-Soldaten können nicht mehr nachvollziehen, welchen Sinn die geopolitischen Volten ihrer politischen Führung haben. Sie haben offenbar keine Lust, als Weltpolizei in immer entferntere Regionen der Erde geschickt zu werden.

Der Dissens deckt sich mit der Einschätzung der amerikanischen Bevölkerung: Nur eine kleine Minderheit befürwortet einen Militärschlag.

Für Obama dürfte es nun schwierig werden, den Kongress zu überzeugen. Denn auch die Abgeordneten stehen der Aktion mehr als skeptisch gegenüber. 200 Abgeordnete hatten eine Petition gegen den Militär-Einsatz unterzeichnet.

Für den Kongress stellt sich darüber hinaus ein Problem, das auch die Soldaten als Grund für ihre Ablehnung nannten: Der Verteidigungshaushalt wurde dramatisch gekürzt, weil das US-Budget durch die jahrzehntelange Schuldenpolitik unkontrolliert aus dem Ruder gelaufen ist.
Die Meuterei der US-Armee ist ein Novum in der amerikanischen Geschichte.

Der Druck auf Obama scheint jedoch in den vergangenen Tagen so groß geworden zu sein, dass er schließlich die Reißleine ziehen und den unmittelbar bevorstehenden Einsatz wieder abblasen musste.

Und so erleben wir ein Phänomen, das sich viele bis vor kurzem nicht vorstellen konnte: Der mächtige US-Präsident erklärt einem Land den Krieg. Und seine eigenen Soldaten sagen: „Stell Dir vor: Der Präsident sagt, es ist Krieg, und keiner geht hin.“

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Was ist eigentlich so schwer daran, einmal zu sagen: "Ich habe mich geirrt, das mit der roten Linie war voreilig."
Ziemt es sich nicht für einen Präsidenten? Muss ein Präsident immer Recht haben?
Oder geht es vielmehr um die Männer hinter ihm, die aus dem Dunkel heraus seinen Wahlkampf finanziert haben, ihn sich quasi als Marionette halten, aber selber zu feige sind, gegenüber der Öffentlichkeit für ihr Handel einzustehen?

Die halbe Welt weiß, dass es keinem dieser Strippenzieher auch nur im geringsten um die Zivilbevölkerung geht, dass ihnen getötete Frauen und Kinder egal sind, egal wer sie getötet hat, solange sie die Möglichkeit haben, an Gas, Öl und weitere Rohstoffe zu kommen und nebenbei die arabischen Banken unter ihre Kontrolle bringen können.
Auf jeden Fall muss der Dollar Weltwährung bleiben sonst machen sie Riesenverluste und das ganze Land ist ruck-zuck weg vom Fenster!

Kurz gesagt, ihnen geht es nur um Profit und nochmals Profit, mit dem geringsten Aufwand das Meiste rausholen, ohne Rücksicht auf die Gesundheit und das Leben von Mitmenschen.
Sie wollen ihre Macht und ihren Reichtum vergrößern, dabei sind "Kollateralschäden" an "Humankapital" einkalkuliert. Von ihnen selber riskiert natürlich keiner auch nur die kleinste Schramme, auch dazu sind sie zu feige.



wurm sagt:
Naja…hoffen wir das es Stimmt.
Also brauchen “SIe”nun was ganz grosses um die Kriegsmüden zu mobilisieren.
Es geht ja schon im Netz rum das eine False Flag geplant ist indem die bösen Achsen”mächte”einen Cyberangriff auf die Banken machen was zum zusammenbruch des Geldsystems führt.
Wobei ja mittlerweile viele wissen das dieses System so und so eine Halbwertszeit hat und schon von der Dynamik her zum scheitern verurteilt ist.
Nur wollen die oben im Sattel bleiben……Krieg ist der eine Plan…..was da noch im Köfferchen ist?

Novaris sagt:
General James Mattis sagte: „Wenn die Amerikaner tatsächlich einen derartigen Einsatz durchführen, dann wird das ein brutaler, sehr, sehr ernster Krieg.“

Diesen brutalen Krieg wollen “das Komitee von 300 Leuten, die unsere Welt regieren und deren Identität nur ihresgleichen bekannt ist”(Reichsaußenminister Walther Rathenau),
deren Marionette Mr. Obama ist und welche die Welt beherrschen wollen.
Diese Figuren agieren hinter den Kulissen und werden nun gezwungen, aus den Kulissen hervorzutreten und ihr hässliches Gesicht der Welt zu zeigen.
Die Menschen lassen sich nicht mehr für dumm verkaufen und vor den Karren dieser Figuren spannen und das ist gut so.



Raffi sagt:
Ich glaube hier findest du die Namen von diesen 300 Banditen…
http://www.pseudoreality.org/committeeof300.html


Buerger67 sagt:
“..Und so erleben wir ein Phänomen, das sich viele bis vor kurzem nicht vorstellen konnte: Der mächtige US-Präsident erklärt einem Land den Krieg. Und seine eigenen Soldaten sagen: „Stell Dir vor: Der Präsident sagt, es ist Krieg, und keiner geht hin.“..”
Ich danke den amerikanischen Soldaten, die aus den vergangenen völkerrechtswidrigen Kriegen der USA gelernt haben und auf Grund ihres Verstandes und Herzens solche Kriege nicht mehr mitmachen, denn Gewalt hat noch NIE einen Sieger gebracht!
Bravo! Weiter so!


Endgame sagt:
Die Überschrift klingt gut, allerdings erschließt sich mir nicht, was die geäusserte Kritik, noch dazu von hauptsächlich schon pensionierten Generälen, mit einer Meuterei zu tun haben sollen.
Bedenken zu äußern ist eine Sache, eine Befehlsverweigerung – Meuterei – ist weit und breit nicht erkennbar.
“Und so erleben wir ein Phänomen, das sich viele bis vor kurzem nicht vorstellen konnte: Der mächtige US-Präsident erklärt einem Land den Krieg. Und seine eigenen Soldaten sagen: „Stell Dir vor: Der Präsident sagt, es ist Krieg, und keiner geht hin.“
Wo kann man dieses Phänomen, das wir angeblich erleben, denn besichtigen? :-)