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Samstag, 14. September 2013

USA und Russland einigen sich im Syrien-Konflikt

Thema: Syrien

In dieser Zeit überschlagen sich die Meldungen,
lautete vor Kurzem noch die Schlagzeile:
Einsatz von Chemie-Waffen: UN-Bericht belastet Syriens Assad schwer

so gilt jetzt:
USA und Russland einigen sich im Syrien-Konflikt

also zuerst das Aktuelle:

Die USA und Russland haben sich auf die Vernichtung der syrischen Chemiewaffen geeinigt. Syrien muss demnach seine Arsenale innerhalb einer Woche offenlegen.

Das teilte der US-Außenminister der USA, John Kerry, am Samstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Genf mit.



Letzte Gespräche hinter der Hecke am Pool: der russische Außenminister Lawrow (von hinten), sein US-Kollege Kerry (rechts) und ihre Stäbe feilen im letzten Moment an der Einigung (Foto von t-online übernommen)
Kerry: Kriegsdrohung bleibt bestehen

Alle syrischen Chemiewaffen sollen außerhalb des Landes zerstört werden. Kerry betonte, die US-Drohung gegen Syrien gemäß Kapitel sieben der UN-Charta bleibe bestehen, wonach es bei Zuwiderhandlungen Zwangsmaßnahmen geben solle.

Mit anderen Worten: Ein US-Angriff ist immer noch möglich.

Die Welt erwarte nun vom Assad-Regime, seine Zusage für die Vernichtung seiner Giftgas-Arsenale umgehend zu erfüllen: "Es gibt keinen Raum für Spielchen, es kann nur die volle Befolgung durch das Assad-Regime geben."

Lawrow fügte hinzu, dass nach der grundsätzlichen Einigung zwischen beiden Ländern noch etliche Einzelheiten zu klären seien. Dazu gehöre eine Resolution des UN-Sicherheitsrates sowie die Beteiligung der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag.

Die Regierung in Washington beschuldigt Syriens Präsident Baschar al-Assad, hinter dem verheerenden Giftgas-Angriff vom 21. August mit Hunderten Toten zu stecken. Damaskus hält diesen den Rebellen vor. Moskau steht an Assads Seite.

US-Präsident Barack Obama hatte am Samstag in einer Rundfunkansprache Entschlossenheit demonstriert: Die USA blieben "bereit zum Handeln" und wollten sich nicht einfach auf Zusagen Russlands und Syriens verlassen: "Wir müssen konkrete Maßnahmen sehen, die zeigen, dass Assad es ernst mit der Aufgabe seiner Chemiewaffen meint."

Kontrollen brauchen Zeit

Es gebe allerdings "positive Entwicklungen": Damaskus räume jetzt den Besitz von Chemiewaffen ein und erkläre sich bereit, der von 189 Staaten getragenen Konvention zum Verbot chemischer Waffen beizutreten, betonte Obama. "Und Russland hat seine eigene Glaubwürdigkeit mit der Unterstützung dieses Ergebnisses verbunden."

Wie schnell Kontrollen in Syrien erfolgreich sein könnten, ist offen. Der einflussreiche russische Außenpolitiker Alexej Puschkow nannte US-Forderungen zur schnellen Übergabe syrischer Chemiewaffen "unprofessionell". Es gebe "mindestens 42 Giftgas-Arsenale, einige davon in Kampfzonen", schrieb der Chef des Auswärtigen Duma-Ausschusses am Samstag bei Twitter.
Er rechne nicht damit, dass die Führung des Bürgerkriegslands die Chemiewaffen "innerhalb von zwei oder drei Wochen" unter internationale Kontrolle stellen könne.
Beitrag von t-online 14.09.2013, 12:50 Uhr | AP/dpa, dpa


Die gleiche Meldung bei Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Einigung in Genf: Kein Krieg gegen Syrien

Die USA und Russland haben sich auf eine Lösung in der Syrien-Krise geeinigt. Assad soll seine Chemiewaffen abgeben. Beide Staaten werden die Übergabe der C-Waffen an die UN überwachen. Hält sich Assad nicht an die Vereinbarung, kann es einen gemeinsamen Militärschlag geben.

Einigung in Genf: US-Außenminister John Kerry und der russische Außenminister Sergei Lawrow. (Foto: dpa)

Die USA und Russland haben in Genf einen Durchbruch erzielt. US-Außenminister John Kerry und sein russischer Amtskollege Sergei Lawrow einigten sich darauf, jegliche Chemiewaffen Syriens einzuziehen und vollständig zu vernichten. Somit würde die Assad-Regierung ihre Nachbarn und das eigene Volk nicht mehr bedrohen. Die Gespräche zwischen den Amtskollegen liefen insgesamt drei Tage lang.

Bis Mitte 2014 soll der amerikanisch-russische Plan umgesetzt werden. Lawrow sagte, dass die Entscheidung auf den Grundlagen der „Kompromissbereitschaft“ und der „Professionalität“ gefällt wurde. Sollte sich die syrische Regierung gegen die erzielte Einigung widersetzen, könnte im Rahmen der UN ein gemeinsamer Militärschlag erfolgen, berichtet USA Today.

Doch die syrische Opposition ist nicht erfreut über den Vorstoß Washingtons und Moskaus. Diese Einigung sei ein Schlag gegen die Bestrebungen, Assad zu stürzen, sagte der Stabschef der Freien Syrischen Armee, Salim Idris, Reuters.

Der Rebellenkommandeur Kassim Saadeddine sagt, dass sie die Einigung nicht unterstützen werden. „Lavrov und Kerry sollen zur Hölle gehen mit ihrem Plan“, so Saaeddine.

Im zweieinhalbjährigen syrischen Bürgerkrieg sind bisher 100.000 Menschen ums Leben gekommen. Etwa Zwei Millionen Syrer mussten in die Nachbarländer Türkei, Libanon, Jordanien, Irak und auch nach Ägypten fliehen, berichtet der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


und hier die Meldung von Deutsche Wirtschafts Nachrichten
14. September 2013, 01:53 Uhr

Der UN liegen stichhaltige Beweise vor, wonach in Syrien C-Waffen eingesetzt wurden. Die Urheber des Einsatzes seien noch nicht klar. Doch der syrische Präsident Baschar al-Assad soll „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ begangen haben.

Foto: Bildschirmfoto

Der von der UN in Auftrag gegebene und noch nicht veröffentlichte „Sellström-Bericht“ soll den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad schwer belasten. Das jedenfalls sagt UN-Generalsekretär Ban Ki-mon. Assad habe „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ begangen.

Auch sei nun der Einsatz von C-Waffen endgültig bewiesen worden. Doch Ban Ki-mon sagte nicht direkt, dass Assad auch verantwortlich ist für den C-Waffen-Einsatz, berichtet der Guardian.

Am Donnerstag hatte Syrien beantragt, der Chemiewaffen-Konvention der UN beizutreten. Der russische Außenminister Sergei Lawrow hatte den Vorschlag gemacht, dass Syrien seine Chemiewaffen abgibt, um einen drohenden US-Militärschlag zu verhindern. Die Sicherung von syrischen C-Waffen sollte nach Vorschlag Moskaus in drei Phasen unterteilt werden.

In der ersten Phase sollte die Assad-Regierung der Konvention beitreten. In der zweiten Phase sollten die Lagerorte der Waffen festgestellt werden, um in der dritten Phase geeignete Maßnahmen zur Sicherung der Waffen vorzunehmen, berichtet BBC.

Washington wirft der Assad-Regierung vor, am 21. August bei Damaskus durch Giftgas etwa 1.400 Menschen getötet zu haben. Doch die syrische Regierung weist jegliche Schuld zurück.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare


Da jubelt zum aktuellen Beitrag schon jemand, der sich wie eine Whiskymarke nennt, bei t-online:

Jimbeam 14.09.2013 um 13:57:59 Uhr
Hurra, eine diplomatische Lösung ist da! Die ganze Welt freut sich und stimmt im Chor ein: Syrische Chemiewaffen unter internationale Kontrolle - eine prima Idee! Da Syrien eines der größten Chemiewaffenarsenale weltweit hat, wird diese internationale Mission wohl einiges an Kräften und Zeit in Anspruch nehmen... Wer glaubt, dass das Mitte 2014 abgeschlossen sein wird, ist ganz gewaltig auf dem Holzweg. Zwischenzeitlich läuft der Bürgerkrieg und die UN-Truppe läuft Gefahr, ebenfalls zur Kriegspartei zu werden. Genau so, wie wir in Afghanistan 2002 nur helfen wollten eine Übergangsregierung zu implementieren... Wie das Szenario für die Truppe dann aussehen würde, kann man sich sehr leicht ausmalen; da Syrien direktes Nachbarland der Iraks ist und militante Gruppierungen des Irakkrieges in den syrischen Bürgerkrieg verwickelt sind, sind bereits jetzt deutliche Parallelen in der Kampfführung zu erkennen...


Soweit Jimbeam

Jetzt wird es aber interessant zu beobachten, was die USA weiter unternehmen werden um an den Iran zu kommen.
Nachdem ihnen Putin mit seinem "Eingreifen" den Wind aus den Segeln genommen hat und auf einmal in der Rolle des Friedensstifters dasteht, eine Rolle auf die eigentlich, nach eigenem Verständnis, die USA abonniert ist.
Die Kriegstrommelei in den westlichen Medien ist zwar leiser geworden, aber immer noch nicht verstummt.


hier die Kommentare zu Beitrag:
Einsatz von Chemie-Waffen: UN-Bericht belastet Syriens Assad schwer


bauagent sagt:
Dass dieses Geplänkel stattfindet, war sicher allen interessierten Beobachtern klar.

Die Feststellung, Assad habe Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen ist ja nicht neu und dürfte von ehrlichen Foristen auch gar nicht bestritten werden, weil in jedem Krieg alle Teilnehmer aus der Natur der Sache heraus, solche Verbrechen begangen werden.
Selbstverständlich gilt das genauso, vielleicht umso mehr für die Terrorristen, die zu Beginn tatsächlich einmal Opposition gewesen waren und später vom Westen unter schleichender Unterwanderung zu einer dezentralen Terrorristenarmee mitthilfe des Mossad und der CIA umgeformt wurde.

Nach den derzeitigen Erkenntnissen jedenfalls geht der GIFTGAS-Anschlag, und nur darum geht es derzeit, nicht auf das Konto von Assad.

Interessanter ist schon, dass Ban ki moon ausdrücklich nur Assad unter dem Aspekt solcher Verbrechen erwähnt. Meines Erachtens zeigt dies den Wert solcher Untersuchungskommissionen und die Gewichtung der Macht bei der UN. Zeitgleich hat man die Organisation Human Rights Watch ( hört sich gut an ) auf Syrien losgelassen und prompt hört man nur vom ” Schlächter ” Assad. Die Organisation wird seit 2010 von George Soros mit 100 Millionen $ finanziert.

Diese und einige andere Zusammenhänge, die den Kommentarrahmen sprengen, bringen und brachten mich zu jeder Zeit zur Auffassung, dass seit 2001 die heiße und lange vorgeplante Phase der Enterung des Nahen Osten unter Führung des industrie-/militärischen Komplex´ der USA läuft. Ziel ist der IRAN und ein Flächenbrand, zur Not unter Opferung Israels.

Wahrscheinlicher ist aber eine ethnische Teilung, die einen völlig neuen Nahen Osten zeigen werden. Man vergesse nicht, dass Russland derzeit kaum unter dem Gesichtspunkt der Verteidigung humnitärer Werte in Genf zu Verhandlungen unterwegs ist . Es geht ausschließlich um die wirtschaftlichen Interessen des wichtigsten Konglomerats GAZPROM und der geostrategischen Position nach einer Intervention.

So komme ich zum Schluss, dass der große Krieg im Nahen Osten nur aufgeschoben ist. Ob er zu einem noch größeren wird hängt davon ab, wie das wieder erstarkte Russland auf die Gier der USA reagiert.

Wer sich mit der Doktrin der USA einmal näher auseinandersetzen will, dem empfehle ich den nachfolgenden Link:
http://parseundparse.wordpress.com/2012/01/23/bernard-lewis-und-the-middle-east-1/

PS.: Warum habe ich keine Europäer erwähnt? Weil sie zwar die Energieversorgung sicher stellen wollen, sich aber als Wurmfortsatz der US Multikonzerne mit ihrem schwachen Militär nur temporär beteiligen müssen. Der Rest ist Schattenboxen.


Parsifal sagt:
Ähnlichkeiten mit Bush Jr. Und dem zweiten Irakkrieg rein zufällig. Irgendwo wird dann auf dem Hinterhof eine Büchse “gefunden” mit anschließendem “Beweisvideo”. Aber die Leute sind wesentlich kritischer, auch in den USA, und glauben nicht mehr an solche Lügen.


in die Puschen sagt:
“”Auch sei nun der Einsatz von C-Waffen endgültig bewiesen worden. Doch Ban Ki-mon sagte nicht direkt, dass Assad auch verantwortlich ist für den C-Waffen-Einsatz,”"

Was nicht passt wird eben passend gemacht. Man stelle sich vor was die ganze Säbelrasselei bisher gekostet hat. Medien wurden “eingestimmt”, Rebellen wurden ausgebildet und dorthin verfrachtet. Waffen geliefert, Kriegsmaschienerie übers Meer hingeschippert, Raketensytheme in Stellung gebracht. Und DANN nach SOVIEL “Einsatz” von Maschienerie, Menschen und Waffen soll man sich wieder trollen? Nix Syrien und dann Iran?
Wers glaubt.
Das mit den chemie-böllern war ein Schuss nach hinten (auch wenn es keiner zugeben kann und darf) DANN wird es eben einen anderen Grund zu Krieg, Mord und Totschlag finden und geben. Ist nur eine Frage der Zeit. Die Sache wird durchgezogen, früher oder später.

Warum senden die UN keine Kommision mal dorthin wo ”mutmaßlich” eine nukleares “Päckchen” explodiert ist? Syrien soll “mutmaßlich” von Israel nicht nur mit Atomwaffen angegriffen worden sein sondern mit einer amerikanischen, bunkerbrechenden Atombombe. Kümmert keine XXX oder wie?
Ist in den Augen der Befürworter solcher Waffen MORALISCHER? HUMANER?
Besser Nuclear fallout als gar kein Regen?

MORALISCHE Kriege gibt es nicht.


La Paloma sagt:
Hierzu ein Interview mit Praesident Assad vom 8.9.2013

Der amerikanische Journalist Charlie Rose führte ein Interview mit Syriens Präsident Dr. Bashar al-Assad am vergangenen Sonntag in Damaskus. Hier die ersten Ausschnitte davon, die am Montag in den USA gesendet wurden. Assad spricht Englisch und scheint sehr gut informiert zu sein. Man merkt, die Fragen von Rose gehen von ganz falschen Unterstellungen aus. Er plappert die Lügen der US-Regierung nach. Assad beantwortet sie aber ruhig und sachlich.

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Interview mit Bashar al-Assad vom 8.9.13

Die US-amerikanische Regierung sucht den Krieg……………..hoffen wir, dass es IHNEN nicht gelingt!


La Paloma sagt:
Eine Frage, Herr General

Werter General Wesley Clark, Sie haben bereits vor sechs Jahren angekündigt, dass sich die USA schon lange auf einen Krieg gegen Syrien vorbereiten. Am 3. Oktober 2007 überraschten Sie die Mitglieder des renommierten Commonwealth Club of California in San Francisco mit der Enthüllung, dass ein US-Überfall auf Syrien mindestens seit 2001 geplant sei. Als ehemaliger hoher Militär – von 1997 bis 2000 oberster Befehlshaber der NATO-Streitmacht in Europa und Vier-Sterne-General – sind Sie sich sicher der Brisanz ihres Vortrags bewusst gewesen.

http://www.neues-deutschland.de/artikel/832963.eine-frage-herr-general.html

Das im Text enthaltende Video:
Wesley Clark ( US 4 Star General ) US will attack 7 countries in 5 years.
http://www.youtube.com/watch?v=Ha1rEhovONU



Freitag, 13. September 2013

Chemiewaffen an 50 geheimen Orten versteckt

Thema: Syrien-Krise

t-online am 13.09.2013, 08:10 Uhr | AFP :
Assad auf Militärschlag vorbereitet

Die syrische Regierung hat ihre Chemiewaffenbestände auf bis zu 50 Orte im Land verteilen lassen. Eine geheime Einheit der Streitkräfte sei mit der Verlegung der Bestände und von Munition beauftragt worden, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Regierungsbeamte aus den USA und dem Nahen Osten.


Die UN-Inspekteure dürften es sehr schwer haben, Assads Waffen aufzuspüren (Quelle: Reuters)
Die Verteilung der Waffen könne einen etwaigen US-Militärschlag erschweren und stelle infrage, ob Damaskus seine C-Waffenbestände wirklich vernichten lassen wolle, so die Experten.

Giftgaswaffen in zahlreichen Lagern

Die Spezialeinheit "Unit 450" sei schon seit Monaten damit beschäftigt, die Giftgas-Bestände im Land zu verteilen. Inzwischen gebe es fast zwei Dutzend Hauptlager, an denen die Waffen aufbewahrt würden. Hinzu kämen Dutzende kleinere Lager in allen Landesteilen. Dessen ungeachtet gingen US- und israelische Geheimdienste davon aus, dass sie wüssten, wo die meisten Chemiewaffen aufbewahrt würden, schreibt die Zeitung.
Die Aktion weckt Zweifel an der Umsetzung des Plans Russlands, nach dem Präsident Baschar al-Assad seine Chemiewaffen unter internationale Kontrolle stellen soll.

Beitritt zur Chemiewaffenkonvention

Syriens Machthaber hatte am Donnerstag erklärt, sein Land werde der Chemiewaffenkonvention beitreten. Ein entsprechender Antrag wurde bei der UNO eingereicht. Bislang hat Washington seine Angriffsdrohung gegen das Assad-Regime noch nicht zurückgenommen.
"Worte allein reichen einfach nicht aus", sagte Kerry, deswegen würden die Streitkräfte "den Druck aufrechterhalten". Jedwede Vereinbarung zur Kontrolle des syrischen Chemiewaffenarsenals müsse glaubwürdig sein und zeitnah erfolgen.

Taktischer Schachzug?

Syrien will nach UN-Angaben die Verpflichtungen aus der Chemiewaffenkonvention schon vor dem formellen Beitritt einhalten. Das habe die syrische Regierung in einem Brief an die UNO erklärt, so ein Sprecher. Mit einem Beitritt unterwirft sich ein Land den Kontrollen der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OVCW). Nach der formellen Mitgliedschaft hätte Damaskus gemäß der Konvention 30 Tage Zeit, Auskunft über all seine Chemiewaffenbestände zu geben.
13.09.2013, 08:10 Uhr | AFP


Kommentare


Was steckt dahinter, dass ausgerechnet deutsche Medien am meisten für einen Angriff auf Syrien trommeln und es anscheinend gar nicht abwarten können?
Sind es die vielen Reporter- und Kamerateams die jetzt schon, mit kugelsicherer Weste ausgestattet, in Syrien dem Einsatz entgegenfiebern um live vom Bombenhagel und den "Kolateralschäden" berichten zu können?
Sind es die Reporter vom Schlage eines "BILD-Kriegs-Experten", die uns dann in Talkshows wieder ihre "Experten-Kenntnisse" unterbreiten dürfen wie bei Anne-Will zum Fall Kundus?

Oder ist es einfach nur Demut und vorauseilender Gehorsam gegenüber den Freunden unserer Regierung, weil die über Deutschland immer noch die Verfügungsgewalt haben?



erich_franz-baum
Was sagen die Menschen, die als Geisel der Rebellen in Gefangenschaft lebten ?
http://www.shortnews.de/id/1049647/syrien-ehemalige-geiseln-giftgasangriff-durch-die-rebellen


Jiskoko
@engel...ihre blauäugige Unwissenheit tut schon weh. weil die USA ihre Raketen Richtung Russland in der Türkei aufstellen wollten haben wir die Türkei als NATO-Partner. teil des Deals der USA und Türkei war es, das Deutschland dafür den großen teil der heute in Deutschland lebenden türken als Arbeitskräfte aufnehmen musste. wer heute in Deutschland über Türken schimpft, sollte sich mal Gedanken darüber machen wem wir die zu verdanken haben.


burghard
Amerikaner und Russen schüren das Feuer.Die Waffenindustrie (selbstverständlich auch die deutsche) reibt sich die Hände. Im Übrigen ist es Jacke wie Hose, ob Assad "siegt" oder ob die sog. Rebellen siegen. Das Morden wird weitergehen und die Waffenfirmen werden weiter ihren Profit einfahren, So funktioniert Wirtschaftspolitik. Schönen Tag noch.


Poison
waren ja dagegen das es nun zu diesen Kontrollen kommt.Das sagt doch schon alles aus.


wood
es ist unglaublich wie uns immer wieder neue Geschichten über Chemiewaffen aufgetischt werden nur um eine Rechtfertigung für einen Überfall auf Syrien zu rechtfertigen. Es ist auch unglaublich dass es nach Irak und Kuwait immer noch Leute gibt die diesen Schwachsinn glauben.
Selbst wenn es so WÄRE, wer gibt irgend einem Staat das Recht zu bestimmten welche Waffen ein anderer Staat besitzen darf. Ein Staat der selbst alle erdenkliche Massenvernichtungswaffen besitzt ) und auch keine Skrupel hat einzusetzen) schon gar nicht.



Assad macht erstmals persönlich Zugeständnisse

Thema: Syrien-Krieg

Kompromiss um Chemiewaffen

t-online schreibt am 12.09.2013, 17:38 Uhr | dpa

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat vor dem Beginn der russisch-amerikanischen Verhandlungen zum Syrien-Konflikt den Willen zur Übergabe der Chemiewaffen bekundet.


Syriens Präsident Baschar al-Assad gab dem russischen Fernsehen ein Interview (Quelle: Archivfoto dpa)

Syrien werde zudem den Vereinten Nationen Dokumente zur Vorbereitung eines Chemiewaffenabkommens vorlegen, kündigte Assad in einem in Auszügen veröffentlichten Interview des staatlichen russischen TV-Senders Rossija-24 an.
 
Vier-Stufen-Plan Russlands
 
Die Außenminister der USA und Russlands, John Kerry und Sergej Lawrow, wollen mindestens bis Freitag in Genf über das weitere Vorgehen verhandeln.

Russland wolle bei dem Treffen einen Vier-Stufen-Plan zur Vernichtung der Chemiewaffenarsenale in dem Bürgerkriegsland vorschlagen, verlautete aus Moskau. Demnach soll sich Syrien in einem ersten Schritt der internationalen Chemiewaffenkonvention anschließen, was das Assad-Regime jüngst angekündigt hatte.

Putin spricht von wachsendem Vertrauen zu Obama

Die zweite Stufe sei die Offenlegung der Lager- und Produktionsstätten. In einem dritten Schritt sollen Inspekteure die Arsenale begutachten. Die vierte Etappe schließlich befasse sich mit der Vernichtung der Waffen, wobei Russland und die USA kooperieren könnten.

Der russische Präsident Wladimir Putin sprach in einem Beitrag für die "New York Times" von wachsendem Vertrauen zwischen ihm und US-Präsident Barack Obama. Zugleich griff er die USA scharf an und warf Washington vor, weltweit bei Konflikten zunehmend auf "rohe Gewalt" zu setzen.

Putin warnt vor Militärschlag

Putin warnte vor einem Militärschlag gegen das Regime von Baschar al-Assad und machte deutlich, dass er hinter dem Giftgaseinsatz im August die syrischen Rebellen sieht.

Russlands Außenminister Lawrow sagte vor dem Treffen: "Ich bin überzeugt, dass es eine Chance für Frieden in Syrien gibt." Kerry kam dort gegen Mittag an.

CIA beginnt mit Waffenlieferungen

Der US-Geheimdienst CIA begann einem Bericht der "Washington Post" zufolge damit, leichte Waffen, Munition sowie Kommunikations- und medizinische Ausrüstung an die syrischen Rebellen zu liefern. In den vergangenen zwei Wochen seien erste Lieferungen in das arabische Land gelangt.

Das bedeute zusammen mit der separaten Lieferung von Fahrzeugen und anderen Ausrüstungsgegenständen eine wesentliche Ausweitung der US-Rolle im syrischen Bürgerkrieg, meinte das Blatt. Die USA hofften, die Aufständischen in dem zweieinhalbjährigen Konflikt so zu stärken.

Obama erhält Drohung aufrecht

Nach Einschätzung der US-Regierung wird es keine schnelle diplomatische Lösung für den Konflikt geben. "Ich vermute, das wird einige Zeit dauern", sagte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Jay Carney. Obama hatte den Giftgasangriff als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" bezeichnet.

Die amerikanische Drohung mit einem Militärschlag gegen das syrische Regime gelte weiterhin für den Fall, dass Syrien nicht ernsthaft an der Vernichtung seiner Chemiewaffen mitwirke.
12.09.2013, 17:38 Uhr | dpa

So sieht man das bei Kriegstrommel T-online -

und was schreiben andere?



Assad: Wir übergeben Chemiewaffen wegen Russland,
nicht aus Angst vor Obama

US-Drohungen ohne Gewicht

Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten

Die militärischen Drohungen der USA hätten bei seiner Entscheidung keine Rolle gespielt, sagte der syrische Präsident Assad. Sein Land werde die Chemiewaffen an die internationale Gemeinschaft übergeben, weil Russland dies vorgeschlagen habe. 

und weiter: 

Syrien hatte im Streit um seine Chemiewaffen nachgegeben und entschieden, diese unter internationale Kontrolle zu stellen. Damit sei man dem russischen Vorschlag gefolgt, sagte der syrische Präsident Bashar al-Assad am Donnerstag.

„Die US-Drohungen haben diese Entscheidung nicht beeinflusst“, zitiert RT den syrischen Präsidenten. Vor Syriens Einwilligung in den russischen Plan hatte US-Außenminister John Kerry Syrien ein Ultimatum gestellt: Das Land könnte einen Angriff verhindern, wenn es seine Chemiewaffen abgebe (hier).

Am Montag hatte der russische Außenminister Sergei Lawrow den Vorschlag gemacht, dass Syrien seine Chemiewaffen abgibt, um einen drohenden US-Militärschlag zu verhindern (hier). Zudem forderte Moskau Syrien dazu auf, der Organisation für das Verbot chemischer Waffen beizutreten.
Syrien akzeptierte diesen Vorschlag und erklärte sich sogar bereit, die Chemiewaffenkonvention zu unterzeichnen. Syrien werde den UN die nötigen Dokumente übergeben, sagte Assad.

Am Dienstag nannte US-Präsident Obama den russischen Vorstoß einen möglichen Durchbruch. Zugleich versuchte er aber, seine kriegsmüde Nation davon zu überzeugen, dass der Einsatz von Chemiewaffen eine militärische Antwort erfordern könnte. Obama drohte Syrien erneut mit einem „gezielten Schlag“ zur Abschreckung. (mehr hier).

US-Außenminister John Kerry und sein russischer Amtskollege Sergei Lawrow werden sich später am Donnerstag in Genf treffen, um die Details des russischen Plans zu besprechen. Lawrow sagte, dass nicht nur Moskau und Washington die Übergabe der Chemiewaffen überwachen würden, sondern dass auch Experten anderer Länder beteiligt würden.


Kommentare


Der normale Verstand kann so etwas nicht erfassen. Sowas versteht nur ein jahrelang abgestumpfter Kapitalist, einer der sich eh für den Herrscher der Welt hält und der wenig anderes kennt, als dem Geld hinterher zu rennen. Einer, der es gewohnt ist andere nach seiner Pfeife tanzen zu lassen. 
Diese von ihm gesteuerten Marionetten müssen solche Konflikte, wie den Bürgerkrieg in Syrien, immer am köcheln halten, eben durch Waffen und Munitionslieferungen. Es darf um Gotteswillen keine Pause entstehen, die Produktion könnte stocken, Arbeitsplätze wären in Gefahr.

Aber das Allerschlimmste:
Es könnte einem ja was verloren gehen, ein anderer könnte ja mal Gewinn machen. Undenkbar für einen richtigen Kapitalisten!

 
Für solcherlei "Menschen" ist das allerkleinste Verlustgeschäft schon nahe am Weltuntergang.

Wenn sich dann am Ende rausstellen sollte, dass es doch die "Opposition" war, das mit dem Giftgas, ja dann hat man doch wieder neue Feinde, die sind dann über Nacht keine Freiheitskämpfer mehr, es sind dann ganz normale Terroristen denen man ja den Krieg erklärt hat, und das bedeutet natürlich wieder Profit und Waffenlieferungen, diesmal dann eben an andere.



Michael_1

ich frage mich, ob die Leute der CIA noch "alle Tassen im Schrank" haben. Die Rebellen sind sehr stark von radikalen Islamisten (Al Kaida Anhängern und Salafisten) unterwandert. Ich kann nur sagen: helft denen mal schön und als Dank gibt es ein paar schöne Anschläge in den USA, vielleicht sogar mit etwas Giftgas, das sich die Rebellen schon mal an die Seite gelegt haben.


menorquin
CIA gelieferten Waffen richten sich irgendwann gegen die USA selbst, siehe Afghanistan ! Die Lernfähigkeit der USA scheint unwiederbringlich verloren ...


Bloedmann
Und gleich wieder Waffen und Munition liefern ,damit der Bürgerkrieg noch länger geführt werden kann. Stellvertreterkriege sind schon was feines, man macht sich nicht die Hände schmutzig und die Rüstungsfirmen verdienen auch was. Perverse Welt!


disagioFR
Obama soll mal der Weltöffentlichkeit die Erklärung abgeben, weshalb er in unaufhörlicher Manier laufend sein "Kriegsschrei" ausstossen muss. Derzeit stehen die Chancen zur diplomatischen Lösung, dank Putin, nicht schlecht. Die USA sollten ihre "überschüssigen Kräfte" lieber in die Verhandlungen, der zum kontrollierten Giftgasabbau der Syrier führen kann, investieren. Als entfernter Beobachter dieser Szene gehe ich langsam von dem Standpunkt aus, dass die USA lieber einen militärischen Angriff auf Syrien als eine diplomatische Lösung anstrebt. Assad ist bereit, Putin ist bereit, der Großteil der Weltöffentlichkeit ist bereit - nur Obama streckt die Säbelspitze Richtung Syrien. Nun die Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen. Eine Maßnahme, welche über kurz oder land als Aggression gegen den syrischen Staat angesehen werden kann. Und die europäischen Staaten, ausgenommen Russland, schaut zu und hüllt sich in Schweigen. Eine der Lieblingssituationen von Merkel. Keine Kompetenzen!


ErichKuehn Es ist schon traurig, daß die Ami`s nicht mehr alle an der Waffel haben! Waffen an die Rebellen - total bescheuert!!!!


standuhrenpeter
stellt euch vor, dieRebellen haben den Gasangriff durchgeführt ,um die Amis zum eingreifen zu bringen,zur Belohnung gibts jetzt Waffen und Munition was wenn Hr. Putin recht hat


Donnerstag, 12. September 2013

US-Politiker: Stimme für Obama, wenn er Friedens-Nobelpreis zurückgibt

Thema: Krieg und Frieden
 
Der Kongress-Abgeordnete Steve Stockman hat Präsident Obama einen ungewöhnlichen Deal vorgeschlagen: Wenn Obama den Friedens-Nobelpreis zurückgibt und 10 weitere, unangenehme Fragen ehrlich beantworten kann, werde er für einen Militärschlag gegen Syrien stimmen.


Foto: dpa
Der aus Texas stammende, republikanische Kongress-Abgeordnete Steve Stockman stellt US-Präsident Barack elf kritische Fragen. Für den – höchst unwahrscheinlichen – Fall, dass Obama zufriedenstellende Antworten geben kann, wäre Stockman bereit, die Militäraktion gegen Syrien zu unterstützen.

Dazu wird es vermutlich nicht kommen.

Besonders die sechste Frage ist für Obama sehr unangenehm: „Sind Sie bereit, den Friedens-Nobelpreis zurückzugeben?“

Auch mit den anderen Fragen legt Stockman den Finger in die Wunde: Er fragt nach Libyen, das nach der US-Intervention praktisch ein „gescheiterter Staat“ sei. Stockman will wissen, warum Ägypten als die größte muslimische Nation im Nahen Osten in die Operation gegen Syrien nicht einbezogen ist. Er fragt, ob Obama allen Ernstes glaube, das Assad seine chemischen Waffen abgeben werde.

Stockman sagt, dass er von Nato-Quellen erfahren habe, dass ein Militärschlag gegen Syrien nur funktionieren könne, wenn jedes Detail gelingt – „etwas, was bei Militär-Aktionen niemals der Fall ist“. Die Nato könne nicht garantieren, dass Syrien nach einem möglichen Sturz Assads nicht in die Hände von Al Qaida fallen werde.

Stockman wirft Obama vor, dass Assad in den vergangenen Wochen genug Zeit gehabt habe, um sich mit „menschlichen Schutzschildern“ umgeben habe – Frauen und Kindern, die im Fall eine Angriffs geopfert würden.

Schließlich fragt Stockman: „Wir erhalten fast täglich Berichte, dass die Rebellen christliche Kirchen angreifen, christliche Dörfer niederbrennen und syrische Christen töten. Warum sollten die Vereinigten Staaten diese Verbrecher gegen die Menschlichkeit unterstützen?“

Eine Reaktion Obamas auf diese Fragen ist nicht überliefert. Der Präsident hält am Dienstag Abend (21 Uhr Ortszeit) eine TV-Ansprache.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare


Leider gibt es viel zu viele geistige Tiefflieger auf der Welt. Den einen geht es nur um Geld, Geld und nochmals Geld. Die Anderen wollen sich darstellen, einmal im Mittelpunkt stehen, egal was es kostet.
Wieder andere sind Brandstifter und freuen sich, wenn aufgrund ihrer Intrige Schaden angerichtet wird.
Was aber ein Brandstifter im geistigen Tiefflug verzapft, kann man hier lesen: http://www.bild.de/news/standards/franz-josef-wagner/post-von-wagner-32336478.bild.html

Vor Leuten die sowas schreiben muss die Menschheit geschützt werden!



Mainhattan sagt:
Man muss sich das mal ganz bewußt vor Augen halten, weil dieser Gedanke immer wieder verloren geht und verallgemeinert wird: Die amerikanische Bevölkerung will keinen Krieg . Das amerikanische Volk ist, wie die meisten zivilisierten Menschen, friedliebend und es gibt da auch kaum Unterschiede zu uns Europäer. Die Kriegstreiber sind die Politiker, allen voran dieser Obama. Dies sei nur mal gesagt, bevor es wieder heißt: “Die Amerikaner…..”


Sam sagt:
@Mainhatten
Richtig, nicht die Menschen sind die Kriegstreiber und deshalb muss auch die EU den 2012 erhaltenen Friedensnobelpreis zurückgeben.
Man denke an Libyen, Afghanistan, Mali usw. und aktuell an Syrien. DWN berichtete dieser Tage: Am Freitag hatten elf Staaten am Rande des G20-Gipfels in St. Petersburg eine „starke internationale Antwort“ auf den Giftgaseinsatz am 21. August in Syrien gefordert. Nach Merkels einknicken haben meines Wissens 25 EU-Staten dieses Papier unterzeichnet, doch was in Syrien abgeht, das wissen selbst die Mainstream-Informierten inzwischen.
Und da hocken sie, im feinen Tuch dekoriert mit Orden und Friedensnobelpreisen, in ihren Sesseln und hetzen die Menschen gegeneinander und jedes mal nach gelungener Verhetzung und Tötung vieler unschuldiger Menschen trinken sie sicher anschließend den teuersten Champagner und feiern “ihren Sieg”, nämlich der neuen Weltordnung wieder ein Stück nähergekommen zu sein und diese Welt wird dann unterteilt in Eliten und Sklaven.

Wie lange noch unterstützen wir dieses Morden? Denn jedesmal wenn ein Soldat die vielfältigen Waffen einsetzt unterstützt er dieses Morden und macht sich selbst nicht nur zum Mörder, sondern gleichzeitig zum Sklaven.


ratlos sagt:
Goldman Sachs spielt wieder mit dem Markt, zu Ungunsten der Privatinvestoren, wie schon so oft. Absolut lesenswert:
http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/171/2013-der-goldman-bluff-oder-wie-eine-bank-die-welt-regiert.php


Tante Emma sagt:
“Blödes Rumgelalle.” finde ich nicht. Im Gegenteil Superargumente. Gerade das mit den getöteten Christen zeigt, daß es um die Errichtung der Sharia geht, einer noch schlimmeren Diktatur als unter den normalen dortigen “Regimen”. Ist doch auch Usa mit Spähaffäre nsa, Sprengung 9/11,chemich. Waffeneinsatz in Vietnam, Eroberung Irak wegen Lügen, selbst ein solches Wildwest-Regime, in dem auch Gefangene gefoltert werden. …

Sie wollen wie in Ägypten, Afghanistan, Irak … bewußt ein “normales” Regime gegen islamistische Rebellen austauschen, um in diesem Chaos und als Preis für die “Waffen-Hilfe” an den Rebellen die Ölquellen und andere Rohstoffe zu besetzen. Siehe Irak.


walter sagt:
In der Tat, es ist doch schon sehr entlarvend, dass die mainstremmedien so tun als wüssten sie nicht was da in Syrien passiert. Warnungen des Fides Dienstes, kann man in der Regel nur im internet nachlesen, Zeitungen der westlichen(christlichen?) wertegemeinschaft ( jedes Schulzimmer nur ein Kreuz) werden also ignoriert oder abgetan, als handele es sich um die Äusserungen einer unbedeutenden Sekte oder verwirrte Verschwörungstheoretiker, mit denen man seine Leser nicht behelligen möchte und nicht um eine pressestelle des vatikans mit authentischen Berichten aus Syrien.

http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Syrien/fides.html

Hier ein aktuelles interview mit einer katholischen Nonne aus Syrien:

http://rt.com/op-edge/mother-chemical-attack-footage-fraud-509/




Samstag, 7. September 2013

Obama will Syrien-Angriff offenbar ausweiten

Thema: Militärschlag gegen Assad

t-online am 06.09.2013, um 11:32 Uhr | dpa, AP/dpa, rtr


Bisher war von Kriegsschiffen die Rede, nun könnten auch Kampfjets gegen Syrien zum Einsatz kommen (Quelle: Reuters)
Begrenzt und konzentriert soll ein Militärschlag gegen Syrien ausfallen, betont US-Präsident Barack Obama immer wieder. Einem Bericht der "New York Times" zufolge will er nun aber die Ziele für einen möglichen Angriff ausweiten und auch Kampfflugzeuge einsetzen. Es gehe darum, die Chemiewaffen des Assad-Regimes effektiver zu treffen, heißt es unter Berufung auf Regierungsbeamte.

Direkt sollten Giftgasarsenale nicht attackiert werden, das sei viel zu gefährlich. Es gehe darum, die Raketen zu zerstören, mit denen das Giftgas abgeschossen werden kann. Obama reagiere mit seinen Plänen auch auf Geheimdienstberichte, wonach syrische Militärs ihre Waffenarsenale in Erwartung eines Angriffs verlegt oder getarnt hätten. Er habe das Pentagon bereits informiert. Bislang seien etwa 50 Ziele ins Auge gefasst worden.

Kommen auch französische Jets zum Einsatz?

Wenn der verbliebene potenzielle Verbündete Frankreich tatsächlich mitzieht, dann möglicherweise auch mit seiner Luftwaffe. Laut der "New York Times" berät das Weiße Haus erstmals auch über einen Einsatz amerikanischer und französischer Kampfflugzeuge, die ausgewählte Ziele angreifen sollten. Bisher war vornehmlich von Marschflugkörpern die Rede, die von Schiffen aus abgefeuert werden. Fünf US-Zerstörer befinden sich bereits im östlichen Mittelmeer.

Offenbar erwägen die USA auch die Entsendung von Militärausbildern, um die Rebellen in Syrien zu stärken. Eine Entscheidung sei aber noch nicht getroffen worden, hieß es aus Regierungskreisen. Ein solcher Schritt würde der Forderung einiger Abgeordneter entsprechen, die verstärkte Hilfen für die Opposition fordern. Gerade einflussreiche Republikaner, die den demokratischen Präsidenten unterstützen wollen, haben das zur Voraussetzung für ihre Zustimmung im Kongress gemacht.

CIA bildet bereits aus

Die Ausbildung syrischer Kämpfer würde außerhalb des Landes stattfinden, wahrscheinlich in Jordanien, verlautete aus Washington. Der US-Geheimdienst CIA bildet dort schon einzelne Gruppen aus. Wenn das Militär die Operation übernehmen würde, könnten Hunderte oder Tausende Kämpfer ausgebildet werden statt nur ein paar Dutzend.

Unterdessen bereitet der Assad-Verbündete Iran offenbar Vergeltungsschläge für den Fall eines US-Angriffs gegen den syrischen Machthaber vor. Dem "Wall Street Journal" zufolge haben die USA eine bedrohliche Anordnung aus dem Iran abgefangen. Demnach sollten amerikanische Ziele im Irak attackiert werden.

Schiitische Extremisten sollen Pläne ausführen

Ein mögliches Ziel sei die US-Botschaft in Bagdad, zitierte das "Wall Street Journal" namentlich nicht genannte Regierungsvertreter. Auch amerikanische Einrichtungen im Libanon seien gefährdet, hier zudem durch die auf der Seite Assads kämpfende Hisbollah-Miliz. Ferner sind US-Schiffe im Persischen Golf mögliche Ziele. Der Zeitung zufolge wurden die Besatzungen in Alarmstellung versetzt, weil iranische Schnellboote angreifen könnten.

Der Befehl, auf einen US-Schlag zu reagieren, stamme vom Chef der Kuds-Spezialeinheit der Revolutionsgarden und sei an vom Iran unterstützte schiitische Milizen im Irak gerichtet gewesen. Die Extremisten sollten sich demnach für eine gewaltsame Reaktion bereithalten.
Die Sicherheitslage im Irak, der zwischen dem Iran und Syrien liegt, hat sich nach Abzug der US-Truppen in den vergangenen Monaten verschlechtert. Tausende Menschen kamen bei zahlreichen Anschlägen ums Leben. Hintergrund sind Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen, die auch durch den Bürgerkrieg in Syrien geschürt werden.

Russische Marine erhöht ihre Präsenz

Russland, das Assad ebenfalls unterstützt und mit Waffen beliefert, schickt derweil ein weiteres Kriegsschiff Richtung Syrien. Das Landungsschiff "Nikolai Filtschenkow" der Schwarzmeerflotte habe den Hafen in Sewastopol auf der ukrainischen Halbinsel Krim verlassen, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf den Stab der russischen Kriegsmarine. Das Boot der Alligator-Klasse kann bis zu 20 Panzer an Bord nehmen sowie bis zu 300 Soldaten.

Moskau hatte zuletzt mehrere Kriegsschiffe ins Mittelmeer beordert: eine Reaktion auf die amerikanische Präsenz. Die offizielle Begründung des russischen Muskelspiels zielt darauf ab, dass notfalls in der Region lebende Landsleute in Sicherheit gebracht werden sollen, betonte der Chef der Präsidialverwaltung, Sergej Iwanow.

Diplomatischer Vorstoß brachte nichts ein

Russische Parlamentarier hatten versucht, ihre US-Kollegen vom diplomatischen Weg zu überzeugen. Nun reagieren sie enttäuscht auf die ablehnende Haltung. "Der Widerwille, unsere Argumente zu hören, zeigt, dass unseren amerikanischen Partnern die Schwäche ihrer Position bewusst ist", sagte der Vorsitzende der Staatsduma, Sergej Naryschkin. Er warf den USA vor, die Sicherheit unabhängiger Staaten als Privatangelegenheit zu betrachten.

Der republikanische Mehrheitsführer im US-Repräsentantenhaus, John Boehner, hatte ein Treffen abgelehnt und stattdessen angekündigt, den Kurs des Präsidenten unterstützen zu wollen.
06.09.2013, 11:32 Uhr | dpa, AP/dpa, rtr

So kriegsgeil sind deutsche Medien:
http://www.heise.de/tp/artikel/39/39826/1.html


So sah die Umfrage bei t-online, Stand am 06.09.2013 um 13:14 Uhr, aus:


Kommentar

Ob das Ergebnis der Umfrage repräsentativ ist, ist doch egal, zumindest ist die Aussage eindeutig: Die Mehrheit stimmt gegen einen Eingriff.
Genauso sieht es in den anderen Ländern der "Willigen" auch aus. Nur die Politikerdarsteller interessiert das nicht. Der Waffenindustrie würden ja Aufträge, und damit Profit, entgehen. Deshalb das Totschlagargument der Wichtigtuer und ihr unaufhörliches Geschwafel von "Arbeitsplätzen in Gefahr".

So ganz nebenbei:
Vielleicht sollten sich die "Widerstandskämpfer", die der US-Geheimdienst CIA schon in einzelnen Gruppen ausbildet, einmal erkundigen was aus ihren Kollegen in Afghanistan geworden ist, die auch vom CIA ausgebildet, bewaffnet und bezahlt wurden und deren Anführer damals Osama bin Laden hieß. O.K. damals hiessen die "Widerstandskämpfer" noch Mujahedin und es ging gegen Sowjetbesatzer, aber sonst war die Situation ähnlich.

Die Erfahrung sollte ihnen doch zeigen, dass niemand auf der Welt sich schneller eines Freundes entledigt und ihn zum Feind erklärt, als ausgerechnet die Führer der Nation, die sich als Retter der Welt verstehen.

Sobald sie aus einer Freundschaft keinen Profit mehr ziehen können, wird dieser Freund kurzerhand zum Feind erklärt, den es zu bekämpfen gilt, und schon klappt es wieder mit dem Profit, denn dann werden Waffen gebraucht. Ein Meister des Umerklärens war der von Gott persönlich begnadete George dabbelju.

In Afghanistan dauerte es nämlich gar nicht lange, bis aus den von der CIA teuer ausgebildeten "Widerstandskämpfern" ganz normale Terroristen wurden. Dadurch wurden dann wieder in der Waffenindustrie und beim Militär Arbeitsplätze geschaffen und das bedeutet Profit ...




Syrien: Obama sucht verzweifelt nach Argumenten für den Krieg

Thema: Syrien und der Nahe Osten

Der Iran plant nach Aussagen der Amerikaner einen Gegenschlag, wenn die USA Syrien angreifen. Die Amerikaner versuchen offenbar, den Kongress von der Abstimmung von der Gefährlichkeit der Feinde der USA zu überzeugen. Das scheint dringend nötig: Ein Bericht der New York Times über die Terror-Verbindungen der Rebellen hat die Glaubwürdigkeit Obamas weiter erschüttert.

Ausgerechnet jetzt bringt auch noch die New York Times am 05.09.2013 auf ihrer Titelseite dies:

Die New York Times bereitet US-Präsident Obama mit dieser Titelgeschichte ernsthafte Probleme: Viele Kongressabgeordnete zweifeln an einem Syrien-Krieg. Nun porträtiert die NYT die Rebellen, an deren Seite die Amerikaner kämpfen wollen. Für diese War-Lords werden sich die Amerikaner nicht begeistern. (Foto: New York Times)
In den USA wachsen die Schwierigkeiten für Präsident Obama, die Bürger von der Sinnhaftigkeit eines Kriegs in Syrien zu überzeugen.
 
Um entgegen der öffentlichen Kriegsmüdigkeit dennoch die Genehmigung des US-Kongresses für einen Militärschlag zu erhalten, gehen die Amerikaner nun in die Offensive und beschuldigen den Iran, einen Gegenschlag als Reaktion auf den amerikanischen Angriff zu planen.
 
Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf amerikanische Militärkreise, dass der Iran einen Angriff auf Syrien für den Fall eines Eingreifens Amerikas in Syrien plant. Als Beweis legen die US-Geheimdienste ein abgefangenes Telefonat vor, dessen Urheber der Chef einer Spezialeinheit sein soll. Demnach habe der Chef einer Spezialeinheit der iranischen Revolutionsgarden die Schiiten im Süden des Iraks aufgefordert, sich in Kampfbereitschaft zu begeben. Die Milizen sollten auf einen möglichen Angriff der Amerikaner in Syrien reagieren.
 
Die amerikanische Warnung vor dem Iran kommt zu einem Zeitpunkt, da es
für Präsident Obama immer schwieriger wird, echte Beweise für den Giftgas-Einsatz zu präsentieren.
 
Gerade seine engsten Verbündeten lassen den Präsidenten nun im Stich, wenn es darum geht, Kriegspropaganda zu vertreiben. Neben dem Kongress macht auch die Obama-Wahlbewegung MoveOn.org Stimmung gegen den Krieg.
 
So veröffentlichte die New York Times einen spektakulären Bericht über die Hintergründe der Rebellen in Syrien. Demnach haben die Rebellen deutlich mehr Kontakte zu den Terrorgruppen um das Netzwerk von Al-Qaeda, als die amerikanische Regierung nun behauptet. Die New York Times beschreibt in dem Bericht die Netzwerke, Ziele und Methoden der Rebellen.
 
Bemerkenswert ist dabei, wie sehr die New York Times auf die Kraft der Bilder setzt: Das Titel-Foto zeigt eine Hinrichtung, die die Rebellen an syrischen Soldaten durchgeführt haben sollen. Im Internet präsentiert das Blatt das grausame Video (wenn es echt ist) sogar direkt auf der Website.

    NYT - Korrektur: 06.09.2013
    Bei dem Artikel am Donnerstag über das rücksichtslose Vorgehen einiger Rebellengruppen in Syrien mit sieben gefangen genommenen syrischen Soldaten zeigt, wurde ein falsches Datum angegeben. Das Video, das von einem ehemaligen Rebellen aus Syrien geschmuggelt wurde, wurde im Frühjahr des Jahres 2012, nicht im April 2013, aufgenommen.
Die Botschaft der Times ist klar: Die Argumentation Obamas, bei den Rebellen handle es sich um eine harmlose Gruppe, soll deutlich zerstört werden. Beim Hearing im Ausschuss des Senats war Senator McCain Außenminister Kerry zu Hilfe geeilt und hatte erklärt, dass die Opposition nicht von Terroristen unterwandert sei. Diese Behauptung führte dazu, dass die Resolution für Obama erweitert wurde. Die Amerikaner sollen nun ermächtigt werden, nicht bloß einen Militärschlag durchzuführen, sondern auch den Rebellen Waffen zu liefern.
 
Genau davor fürchtet sich die amerikanische Öffentlichkeit: Linke und Konservative fürchten gleichermaßen eine tiefe Verstrickung der US Truppen in einen Syrien-Krieg. Erinnerungen an den Irak und Vietnam werden wach.
 
Die Erwähnung einer iranischen Drohung seitens der US Administration könnte nun dazu dienen, die Anti-Kriegs-Berichterstattung der New York Times zu kontern und den Amerikanern vor Augen zu führen, wie wichtig ein Eingreifen Amerikas ist: Es soll der Eindruck erweckt werden, dass es hier um einen Stellvertreterkrieg geht. Auf der einen Seite stehen nach amerikanischer Darstellung die vom Iran geförderten islamistischen Terroristen. Ihnen gegenüber stehen die Amerikaner als Bewahrer der westlichen Werte.
 
Genau diese Argumentation kaufen jedoch die Amerikaner ihrem Präsidenten nicht mehr ab. Der Bericht der New York Times erzählt unter anderem die Geschichte des Anführers der Terroristen von der Exekution. Der Mann soll der Zeitung gesagt haben, er habe seine Terror-Miliz aus Rache zusammengestellt. Sein Vater sei im Jahre 1982 von Soldaten des damaligen Diktators Hafez al Assad getötet worden. Nun Sinne er auf Rache und wurde deshalb gegen Assads Sohn Bashar kämpfen, der heute in Syrien herrscht.
 
1982 galt die Assad-Dynastie noch als ein verlässlicher Partner der Amerikaner. Der Westen setzte damals darauf, dass entweder von ihm eingesetzte oder aber mindestens von ihm tolerierte Diktatoren im Nahen Osten die sicherste Variante zur Wahrung der amerikanischen Interesse seien.
 
Daher glauben die Amerikaner der Beschwörung des Iran als potentiellen Gegner nicht. Die US-Außenpolitik hat in den vergangenen Jahrzehnten einen derart opportunistischen Zick-Zack-Kurs verfolgt, dass es der Regierung nicht mehr gelingt, die Bürger zu überzeugen.
 
Hinzu kommt, dass die Amerikaner sich im Moment im Rahmen ihres allgemeinen Phlegmas, das sie zu Datenschutz-Themen in der Regel an den Tag legen, doch sehr über die Geheimdienste und ihre Schnüffelei in privaten Emails und Telefon-Gesprächen ärgern.
 
Ausgerechnet diese Geheimdienste sind nun, erneut im Nebel unbeweisbarer Behauptungen manövrierend, die einzigen Zeugen der Anklage für einen Krieg gegen Syrien.
 
Das kaufen die Amerikaner der Obama-Administration nicht ab.
 
Die bisher einzige offizielle Stellungnahme des Iran deckt sich im Wesentlichen mit den Urteilen der amerikanischen Militärs: Ein amerikanischer Militärschlag gegen Syrien werde zu Opfern auf amerikanischer Seite führen.
 
Das ist eine Binsenweisheit.
 
Keine Drohung.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN



Übersetzung des Artikels der New York Times



Die Brutalität der syrischen Rebellen bereitet dem Westen zunehmend Probleme
Von C. J. CHIVERS

Die syrischen Rebellen stehen betont lässing, mit Gewehren im Anschlag über den verängstigten Männern mit nacktem Oberkörper.

Alle sieben Gefangenen sind sysrische Soldaten. Fünf von ihnen waren gefesselt. Ihre Rücken sind mit roten Striemen gezeichnet. Sie hielten ihre Gesichter in den Dreck gepresst während der Rebellenkommandant einen bitteren, revolutionären Vers zitiert.

"Seit fünfzig Jahren seien sie "Freunde der Korruption" sagte er, "wir schwören dem Herrn des Thrones und beeiden dies: wir werden Rache nehmen."

In dem Moment, als er den Vers beendet, schießt der Kommandant, bekannt unter dem Namen "der Onkel", dem ersten Gefangenen eine Kugel in den Hinterkopf. Die anderen Bewaffneten töten darauf die anderen Männer zu ihren Füßen.

Diese Szene eines Videos, dass vor ein paar Tagen von einem ehemaligen Rebellen, der das Töten leid war, rausgeschmuggelt wurde, bietet einen Einblick darin, dass die Rebellen genauso vorgehen wie das Regime, dass sie stürzen wollen.

In den Vereinigten Staaten wird darüber debattiert, ob man den Obamavorschlag, die syrischen Streitkräfte für den Einsatz chemischer Waffen gegen die Zivilbevölkerung anzugreifen, unterstützen soll, während dieses Video aus 2012 zeigt, dass die Rebellen aus Banden von Wegelagerern, Entführern und Mörden bestehen.

Das Video erinnert auch an die Außenpolitik der Vereinigten Staaten bei der Suche nach Oppositions-Verbündeten wie einige Mitglieder des Kongresses, darunter Senator John McCain, die eine robustere militärische Unterstützung für die Opposition durchdrücken wollen.

In den mehr als zwei Jahren, die dieser Bürgerkrieg schon dauert, hat ein großer Teil der syrischen Opposition keine feste Kommandostruktur, wird aus mehreren arabischen Staaten und in geringen Maße aus dem Westen unterstützt. Ein anderer Teil ist extremistisch und hat sich offen mit Al Qaida verbündet.

Gegenüber den Syrern die vom Westen unterstützt werden, haben sie sich zu einer Guerilla- und Verbrecherarmee entwickelt. So könnte die amerikanische Militäraktion versehentlich islamische Extremisten und Kriminelle stärken.

Abdul Samad Issa(37), der Rebellenkommandeur und seine Kämpfer zeigen durch die Hinrichtung der gefangenen Soldaten, dass sie gefährlich sind.

In Nordsyrien ist er als "Onkel" bekannt, weil zwei seiner Stellvertreter seine Neffen sind. Mr. Issa, führt eine relativ unbekannte Gruppe von weniger als 300 Kämpfer sagte einer seiner ehemaligen Adjutanten. Der ehemalige Berater, der das Video aus Syrien geschmuggelt hat, wird aus Gründen der Sicherheit nicht namentlich genannt.

Mr. Issa hat schon vor dem Krieg aus Händlern und Viehhirten eine Kampftruppe für den Aufstand zusammengestellt und mit eigenem Geld Waffen gekauft und die Kämpfer bezahlt.

Wie sein ehemaliger Berater sagte, sei seine Motivation Rache, auch als er das Gedicht rezitierte, Rache.

Am Mittwoch sprach Staatssekretär John Kerry in Washington mit dem Vertreter der Texas Republikaner, Michael McCaul, über die Frage nach radikalisierten Rebellen. Mr. Kerry betonte: "Es gibt nur eine echte gemäßigte Opposition".

Mr. Kerry sagte, dass es 70.000 bis 100.000 "Oppositionelle" gäbe. Davon, seien etwa 15 bis 20 Prozent "bad guys" oder Extremisten.

Mr. McCaul antwortete, er habe schon in Besprechungen erfahren, dass die Hälfte der Oppositionskämpfer Extremisten seien.

Ein Großteil der amerikanischen Beamten ist über zwei Gruppen besorgt, die Verbindungen zu Al Kaida haben.
Diese Gruppen -die Nusra- Front und die islamischen Gruppen im Irak und in Syrien - haben ausländische Dschihadisten angezogen, verwenden terroristische Taktiken und geloben eine Gesellschaftordnung auf Grundlage des islamischen Rechts für Syrien zu schaffen.

Sie haben eine feste Präsenz in Teilen von Aleppo und Idlib Provinzen und in der nördlichen Provinzhauptstadt Raqqa und in Deir al- Zour erreicht, im Osten bis an die irakische Grenze.

Während die Dschihadisten behaupten überlegene Kämpfer zu sein und mit den säkularen syrischen Rebellen zusammengearbeitet haben, beachten einige Analysten und Diplomaten auch, dass sie weniger auf den Sturz Präsident Bashar al -Assad bedacht sind.
Stattdessen sagten sie, sie konzentrieren sich mehr auf Errichtung einer Zone unter ihrer Kontrolle,  übergreifend auf die irakische Provinz Anbar und die Wüste in den östlichen Gebieten von Syrien, und schließlich zur Gründung einer islamischen Territoriums unter ihre Verwaltung.

Andere Bereiche sind unter weltlicher Kontrolle, einschließlich der Vororte von Damaskus. In East Ghouta zum Beispiel, die Vororte östlich der Hauptstadt, wo die chemischen Angriffe stattgefunden haben, sind nicht die Dschihadisten in der Mehrzahl sondern Menschen die dort leben und arbeiten.

Während die Vereinigten Staaten sagen, sie suchen eine Strategie die säkularen Rebellen zu stärken und die Extremisten zu isolieren, zeigt die Realität, wie das Video von Idlib und eine Flut von anderen dokumentierten Verbrechen, es ist ist komplizierter als ein Wettstreit zwischen weltlichen und religiösen Gruppen.

Mr. Issas Vater war gegen Präsident Hafez al -Assad , dem Vater des jetzigen Präsidenten Syriens. Er verschwand im Jahr 1982 , gemäß Mr. Issas Aufzeichnungen.

Wie Mr. Issas Berater sagte, glaubt er, dass sein Vater während der 27 -Tage-des Regierungszusammenbruchs durch die Muslimbruderschaft in dem Jahr, was als Massaker von Hama bekannt wurde, getötet wurde.

Zu der Zeit war er ein junger Mann. Mr. Issa redete staatsfeindlich, wurde verhaftet und zweimal für insgesamt neun Monate eingesperrt, sagte der Berater.

Als der Aufstand gegen Bashar al -Assad vor zweieinhalb Jahren begann, sah die Familie ihre Chance gekommen, alte Rechnungen zu begleichen.

Menschen die Herr Issa kennen, sagen er sei ein Demonstrant und er führe Kämpfer in kleine Scharmützeln .
Im letzten Jahr nahm er an einem Trainingslager im Hochland in der Nähe der Türkei teil.

Dieses Jahr, sagte der Berater, sammelte er Waffen von Verwandten und arabischen Geschäftsleuten von denen er durch seine Arbeit als Händler erfahren hatte. Mindestens einmal bekam er was vom westlich unterstützten Obersten Kriegsrat der Freien Syrischen Armee, der Rebellentruppe.

(Zwei Vertreter des militärischen Rates lehnten eine militärische Zusammenarbeit oder logistische Unterstützung für Mr. Issa Gruppe ab. Herr Issa war für einen Kommentar dazu über zwei Tage lang in dieser Woche nicht erreichbar.)

Bis zum Frühjahr hatte sich seine Gruppe einen klangvoller Name gegeben: Jund al -Sham , den sie sich mit drei internationalen Terrorgruppen, und einer anderen Gruppe in Syrien teilen müssen.

Seine Beziehung - wenn überhaupt - mit diesen anderen Gruppen ist nicht klar.

Mr. Issas ehemaliger Adjutant und zwei andere Männern, die ihn getroffen und seine Gruppe untersucht haben sagten, wie es scheint übernehme er Identitäten Anderer aus Bequemlichkeit.

Aber sie sagten auch, eine seiner Taktiken war, seinen Kämpfern zu versprechen was er "die Vernichtung" von Alawiten  - eine islamische Minderheitssekte der die Assad-Familie angehört - nennt, und welcher Mr. Issa die Schuld für Syriens Leiden gibt.

Dieses Gefühl wird Herr Issas Entscheidung, seine Gefangenen in dem Video zu exekutieren, angetrieben haben, sagte sein ehemaliger Berater. Die Soldaten wurden gefangen genommen, als Herr Issas Kämpfer einen Regierungskontrollpunkt nördlich von Idlib im März überrannten.

Wie der ehemalige Berater sagte, waren auf ihren Handys Videos, die Soldaten bei Vergewaltigungen von syrischen Zivilisten und bei Plünderungen zeigten.

Mr. Issa erklärte sie alle zu Verbrechern, sagte er, ein revolutionärer Prozess fand statt, sie wurden für schuldig befunden.

Wie der ehemalige Berater weiter sagte, wurde dann von Mr. Issa angeordnet bei der Ausführung zu filmen, damit er seine Arbeit gegen Herrn Assad gegenüber militärischen Spendern beweisen könnte, und für die Suche nach weiterer Finanzierung nutzen könne.

Das Video endet abrupt, nachdem seine Kämpfer die Leichen der Soldaten in einen Brunnen geworfen haben.

Einer der Teilnehmer, ein junger Mann, er trägt eine lila Fleece-Jacke, schaut in die Kamera und lächelt.

Karam Shoumali beigetragen von Antakya , Türkei Berichterstattung ; Anne Barnard von Beirut , Libanon , und Michael R. Gordon aus Washington.

ohne jeden weiteren Kommentar



Donnerstag, 5. September 2013

Pentagon-Chef Hagel: Schlag gegen Syrien wird kein Nadelstich sein

Thema: Eingreifen in Syrien bahnt sich an

WASHINGTON, 04. September (RIA Novosti).
Die geplante Militäroperation gegen Syrien wird nach Worten von Pentagon-Chef Chuck Hagel kein Nadelstich sein.
 "Diese Operation wird die militärischen Möglichkeiten der syrischen Behörden spürbar einengen", erklärte Hagel am Mittwoch bei einer Syrien-Anhörung um US-Kongress. "Präsident (Barack) Obama sagte, das werde kein Nadelstich sein. Das sind seine Worte. Das wird tatsächlich ein schwerer Schlag sein."


Pentagon-Chef Chuck Hagel, © AFP/ Saul Loeb
Hagel zufolge bezeichnen die USA die Wahrscheinlichkeit, dass das syrische Regime wieder Kampfstoffe einsetzt, als "sehr hoch", wenn Präsident Baschar al-Assad nicht gestoppt wird. Einer ähnlichen Meinung ist auch US-Außenminister John Kerry.
Am vergangenen Wochenende hatte Obama den US-Kongress ersucht, eine Militäroperation gegen Syrien zu billigen. Seine Pläne begründet Washington damit, dass die syrische Armee am 21. August in Vororten von Damaskus Kampfstoffe gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt hat. Dabei sind angeblich rund 1400 Menschen ums Leben gekommen.
 
Experte: Schlag gegen Atomobjekte in Syrien ebnet Terroristen den Weg zu nuklearen Technologien


Experte: Schlag gegen Atomobjekte in Syrien ebnet Terroristen den Weg zu nuklearen Technologien © AFP/ Shaam News Network
  MOSKAU, 04. September (RIA Novosti).
 
Ein Schlag gegen zivile Atomobjekte in Syrien wird den Terroristen nach Expertenansicht den Weg zu nuklearen Technologien ebnen.

"Der Schlag gegen das Atomzentrum in Syrien wird unweigerlich einen zeitweiligen Verlust der Kontrolle über die Sicherheit seiner Objekte zur Folge haben.
Dadurch könnten Terrororganisationen in den Besitz nuklearer Technologien gelangen", sagte der russische Atomexperte Alexander Uwarow am Mittwoch in einem RIA-Novosti-Gespräch.

Er erinnerte daran, dass im Atomzentrum Dar al-Hajar bei Damaskus ein kleiner Neutronenreaktor im Betrieb ist. Es handele sich um einen chinesischen Klon kanadischer Technologien, die Syrien vom Iran bezogen hatte und unter Garantie der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) stünden.
"Der Reaktor hat eine Leistung von 30 Kilowatt und ist für die Weitergabe (von Atomtechnologien) eigentlich belanglos. Aber der Meiler wird durch Uran-Aluminium-Brennstoff betrieben, wobei der auf 90,2 Prozent angereicherte Isotop Uran-235 durchaus waffenfähig ist. Seinerzeit hatte der chinesische Lieferant Syrien fast ein Kilogramm waffenfähigen Urans als Brennstoff für diesen Reaktor zur Verfügung gestellt", fuhr der Experte fort.
Die Menge reiche nicht für die Herstellung einer atomaren Sprengladung aus. Aber der Verlust der Kontrolle über ein Kilogramm waffenfähigen Urans im Fall einer Attacke auf den Reaktor könnte unberechenbare Folgen im Nahen Osten haben.
Uwarow teilte ferner mit, dass Reaktoren vom syrischen Typ nicht gegen einen Raketenangriff geschützt sind. "Nach dem Schlag würden das Personal des Zentrums und die Zivilbevölkerung in der Region einer starker Strahlung ausgesetzt", warnte er.

Obama sieht keine Kontroverse zwischen seinem Friedensnobelpreis und geplantem Schlag gegen Syrien



US-Präsident Barack Obama © AFP/ Saul Loeb
STOCKHOLM, 04. September (RIA Novosti).

US-Präsident Barack Obama sieht keine Kontroverse zwischen seinem Friedensnobelpreis und dem geplanten Militärschlag gegen Syrien.

Er plane die Militäroperation in Syrien vor allem aus den Erwägungen der Sicherheit für die gesamte internationale Gemeinschaft heraus. Diese Pläne liefen den ihm zuvor zuerkannten Friedensnobelpreis nicht zuwider, sagte Obama am Mittwoch in Stockholm auf einer Pressekonferenz, die er gemeinsam mit Schwedens Regierungschef Fredrik Reinfeldt gab.

"Ich als US-Präsident kann nicht umhin, solche Entscheidungen zu vermeiden", sagte der Präsident auf die Frage, wie er die Zwiespältigkeit erklären würde, dass ein Friedensnobelpreisträger einen Krieg gegen Syrien vorbereite. Er erkenne seine Verantwortung und habe bereits Anstrengungen für die Beendigung des Irak-Krieges und für die Einstellung der Kampfhandlungen in Afghanistan unternommen, sagte Obama.

"Ich bin bemüht, Diplomatie und friedliche Beilegung von Konflikten durchzusetzen. Aber die (Syrien-)Frage betrifft jetzt die gesamte internationale Gemeinschaft, nicht nur mich… Wir müssen Aktionen unterbinden, die die Ruhe uns aller gefährden."

Obama zufolge hat die Weltgemeinschaft jetzt eine Chance, Schritte zu tun, die ein konkretes Problem werden lösen helfen, da durch den Einsatz von Kampfstoffen Zivilisten sterben müssen.

"Für mich wird die Annahme derartiger Beschlüsse mit jedem Tag immer schwieriger. Ich hätte lieber von der Notwendigkeit guter Ausbildung gesprochen. Aber ich als Oberhaupt des amerikanischen Staates kann manchmal Beschlüsse nicht vermeiden, die von der ganzen Welt verurteilt werden, aber notwendig sind", betonte Obama.

alle drei Beiträge: RIA Novosti