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Montag, 18. Januar 2016

Seymour Hersch, einer der bekanntesten US-Journalisten: „Erdogan wird verlieren“

Thema: Interview

Seymour Hersch:
US-Militärs haben Respekt vor Leistung der Russen in Syrien

Seymour Hersch, einer der bekanntesten amerikanischen Investigativ-Journalisten, berichtet, dass die US-Militärs die militärischen Erfolge der Russen in Syrien anerkennen. Die Russen seien sehr professionell vorgegangen und hätten es geschafft, die syrische Armee wieder kampfstark zu machen. Die US-Politik in der Region sei dagegen inkonsistent, weil säkulare Regimes entfernt wurden und dadurch ein Vakuum entstanden sei. In dieses seien die radikalen Islamisten gestoßen, gegen die der Westen nun kämpfen muss.

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Diesem mutigen Journalisten ist es zu verdanken, dass im Vietnamkrieg 1969 die Kriegsverbrechen der US-Armee im Massaker von My Lai aufgedeckt wurden.
2004 berichtete er über das Gefängnis von Abu-Graib und die Folterungen der US-Armee.
Er deckte im Syrienkrieg auf, dass mit großer Wahrscheinlichkeit der Sarin-Angriff in Ghuta, nicht wie vom Westen immer behauptet, von der syrischen Regierung durchgeführt wurde, sondern von Geheimdiensten und Islamisten.
Seit diesen Enthüllungen und seinen offenen Worten über die traditionellen Medien, sie seien nur Lautsprecher für die Propaganda der US-Regierung, wird er von ihnen attakiert.

Lesen Sie das sehr interessante Interview (hier)

Seymour Hersh wird am 11. März 2016 bei einer Konferenz des Centre for Investigative Journalism in Berlin sprechen. Thema der Tagung: „Challenge Power! Building Alliances against secrecy, surveillance and censorship“.

Samstag, 14. September 2013

USA und Russland einigen sich im Syrien-Konflikt

Thema: Syrien

In dieser Zeit überschlagen sich die Meldungen,
lautete vor Kurzem noch die Schlagzeile:
Einsatz von Chemie-Waffen: UN-Bericht belastet Syriens Assad schwer

so gilt jetzt:
USA und Russland einigen sich im Syrien-Konflikt

also zuerst das Aktuelle:

Die USA und Russland haben sich auf die Vernichtung der syrischen Chemiewaffen geeinigt. Syrien muss demnach seine Arsenale innerhalb einer Woche offenlegen.

Das teilte der US-Außenminister der USA, John Kerry, am Samstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Genf mit.



Letzte Gespräche hinter der Hecke am Pool: der russische Außenminister Lawrow (von hinten), sein US-Kollege Kerry (rechts) und ihre Stäbe feilen im letzten Moment an der Einigung (Foto von t-online übernommen)
Kerry: Kriegsdrohung bleibt bestehen

Alle syrischen Chemiewaffen sollen außerhalb des Landes zerstört werden. Kerry betonte, die US-Drohung gegen Syrien gemäß Kapitel sieben der UN-Charta bleibe bestehen, wonach es bei Zuwiderhandlungen Zwangsmaßnahmen geben solle.

Mit anderen Worten: Ein US-Angriff ist immer noch möglich.

Die Welt erwarte nun vom Assad-Regime, seine Zusage für die Vernichtung seiner Giftgas-Arsenale umgehend zu erfüllen: "Es gibt keinen Raum für Spielchen, es kann nur die volle Befolgung durch das Assad-Regime geben."

Lawrow fügte hinzu, dass nach der grundsätzlichen Einigung zwischen beiden Ländern noch etliche Einzelheiten zu klären seien. Dazu gehöre eine Resolution des UN-Sicherheitsrates sowie die Beteiligung der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag.

Die Regierung in Washington beschuldigt Syriens Präsident Baschar al-Assad, hinter dem verheerenden Giftgas-Angriff vom 21. August mit Hunderten Toten zu stecken. Damaskus hält diesen den Rebellen vor. Moskau steht an Assads Seite.

US-Präsident Barack Obama hatte am Samstag in einer Rundfunkansprache Entschlossenheit demonstriert: Die USA blieben "bereit zum Handeln" und wollten sich nicht einfach auf Zusagen Russlands und Syriens verlassen: "Wir müssen konkrete Maßnahmen sehen, die zeigen, dass Assad es ernst mit der Aufgabe seiner Chemiewaffen meint."

Kontrollen brauchen Zeit

Es gebe allerdings "positive Entwicklungen": Damaskus räume jetzt den Besitz von Chemiewaffen ein und erkläre sich bereit, der von 189 Staaten getragenen Konvention zum Verbot chemischer Waffen beizutreten, betonte Obama. "Und Russland hat seine eigene Glaubwürdigkeit mit der Unterstützung dieses Ergebnisses verbunden."

Wie schnell Kontrollen in Syrien erfolgreich sein könnten, ist offen. Der einflussreiche russische Außenpolitiker Alexej Puschkow nannte US-Forderungen zur schnellen Übergabe syrischer Chemiewaffen "unprofessionell". Es gebe "mindestens 42 Giftgas-Arsenale, einige davon in Kampfzonen", schrieb der Chef des Auswärtigen Duma-Ausschusses am Samstag bei Twitter.
Er rechne nicht damit, dass die Führung des Bürgerkriegslands die Chemiewaffen "innerhalb von zwei oder drei Wochen" unter internationale Kontrolle stellen könne.
Beitrag von t-online 14.09.2013, 12:50 Uhr | AP/dpa, dpa


Die gleiche Meldung bei Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Einigung in Genf: Kein Krieg gegen Syrien

Die USA und Russland haben sich auf eine Lösung in der Syrien-Krise geeinigt. Assad soll seine Chemiewaffen abgeben. Beide Staaten werden die Übergabe der C-Waffen an die UN überwachen. Hält sich Assad nicht an die Vereinbarung, kann es einen gemeinsamen Militärschlag geben.

Einigung in Genf: US-Außenminister John Kerry und der russische Außenminister Sergei Lawrow. (Foto: dpa)

Die USA und Russland haben in Genf einen Durchbruch erzielt. US-Außenminister John Kerry und sein russischer Amtskollege Sergei Lawrow einigten sich darauf, jegliche Chemiewaffen Syriens einzuziehen und vollständig zu vernichten. Somit würde die Assad-Regierung ihre Nachbarn und das eigene Volk nicht mehr bedrohen. Die Gespräche zwischen den Amtskollegen liefen insgesamt drei Tage lang.

Bis Mitte 2014 soll der amerikanisch-russische Plan umgesetzt werden. Lawrow sagte, dass die Entscheidung auf den Grundlagen der „Kompromissbereitschaft“ und der „Professionalität“ gefällt wurde. Sollte sich die syrische Regierung gegen die erzielte Einigung widersetzen, könnte im Rahmen der UN ein gemeinsamer Militärschlag erfolgen, berichtet USA Today.

Doch die syrische Opposition ist nicht erfreut über den Vorstoß Washingtons und Moskaus. Diese Einigung sei ein Schlag gegen die Bestrebungen, Assad zu stürzen, sagte der Stabschef der Freien Syrischen Armee, Salim Idris, Reuters.

Der Rebellenkommandeur Kassim Saadeddine sagt, dass sie die Einigung nicht unterstützen werden. „Lavrov und Kerry sollen zur Hölle gehen mit ihrem Plan“, so Saaeddine.

Im zweieinhalbjährigen syrischen Bürgerkrieg sind bisher 100.000 Menschen ums Leben gekommen. Etwa Zwei Millionen Syrer mussten in die Nachbarländer Türkei, Libanon, Jordanien, Irak und auch nach Ägypten fliehen, berichtet der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


und hier die Meldung von Deutsche Wirtschafts Nachrichten
14. September 2013, 01:53 Uhr

Der UN liegen stichhaltige Beweise vor, wonach in Syrien C-Waffen eingesetzt wurden. Die Urheber des Einsatzes seien noch nicht klar. Doch der syrische Präsident Baschar al-Assad soll „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ begangen haben.

Foto: Bildschirmfoto

Der von der UN in Auftrag gegebene und noch nicht veröffentlichte „Sellström-Bericht“ soll den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad schwer belasten. Das jedenfalls sagt UN-Generalsekretär Ban Ki-mon. Assad habe „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ begangen.

Auch sei nun der Einsatz von C-Waffen endgültig bewiesen worden. Doch Ban Ki-mon sagte nicht direkt, dass Assad auch verantwortlich ist für den C-Waffen-Einsatz, berichtet der Guardian.

Am Donnerstag hatte Syrien beantragt, der Chemiewaffen-Konvention der UN beizutreten. Der russische Außenminister Sergei Lawrow hatte den Vorschlag gemacht, dass Syrien seine Chemiewaffen abgibt, um einen drohenden US-Militärschlag zu verhindern. Die Sicherung von syrischen C-Waffen sollte nach Vorschlag Moskaus in drei Phasen unterteilt werden.

In der ersten Phase sollte die Assad-Regierung der Konvention beitreten. In der zweiten Phase sollten die Lagerorte der Waffen festgestellt werden, um in der dritten Phase geeignete Maßnahmen zur Sicherung der Waffen vorzunehmen, berichtet BBC.

Washington wirft der Assad-Regierung vor, am 21. August bei Damaskus durch Giftgas etwa 1.400 Menschen getötet zu haben. Doch die syrische Regierung weist jegliche Schuld zurück.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare


Da jubelt zum aktuellen Beitrag schon jemand, der sich wie eine Whiskymarke nennt, bei t-online:

Jimbeam 14.09.2013 um 13:57:59 Uhr
Hurra, eine diplomatische Lösung ist da! Die ganze Welt freut sich und stimmt im Chor ein: Syrische Chemiewaffen unter internationale Kontrolle - eine prima Idee! Da Syrien eines der größten Chemiewaffenarsenale weltweit hat, wird diese internationale Mission wohl einiges an Kräften und Zeit in Anspruch nehmen... Wer glaubt, dass das Mitte 2014 abgeschlossen sein wird, ist ganz gewaltig auf dem Holzweg. Zwischenzeitlich läuft der Bürgerkrieg und die UN-Truppe läuft Gefahr, ebenfalls zur Kriegspartei zu werden. Genau so, wie wir in Afghanistan 2002 nur helfen wollten eine Übergangsregierung zu implementieren... Wie das Szenario für die Truppe dann aussehen würde, kann man sich sehr leicht ausmalen; da Syrien direktes Nachbarland der Iraks ist und militante Gruppierungen des Irakkrieges in den syrischen Bürgerkrieg verwickelt sind, sind bereits jetzt deutliche Parallelen in der Kampfführung zu erkennen...


Soweit Jimbeam

Jetzt wird es aber interessant zu beobachten, was die USA weiter unternehmen werden um an den Iran zu kommen.
Nachdem ihnen Putin mit seinem "Eingreifen" den Wind aus den Segeln genommen hat und auf einmal in der Rolle des Friedensstifters dasteht, eine Rolle auf die eigentlich, nach eigenem Verständnis, die USA abonniert ist.
Die Kriegstrommelei in den westlichen Medien ist zwar leiser geworden, aber immer noch nicht verstummt.


hier die Kommentare zu Beitrag:
Einsatz von Chemie-Waffen: UN-Bericht belastet Syriens Assad schwer


bauagent sagt:
Dass dieses Geplänkel stattfindet, war sicher allen interessierten Beobachtern klar.

Die Feststellung, Assad habe Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen ist ja nicht neu und dürfte von ehrlichen Foristen auch gar nicht bestritten werden, weil in jedem Krieg alle Teilnehmer aus der Natur der Sache heraus, solche Verbrechen begangen werden.
Selbstverständlich gilt das genauso, vielleicht umso mehr für die Terrorristen, die zu Beginn tatsächlich einmal Opposition gewesen waren und später vom Westen unter schleichender Unterwanderung zu einer dezentralen Terrorristenarmee mitthilfe des Mossad und der CIA umgeformt wurde.

Nach den derzeitigen Erkenntnissen jedenfalls geht der GIFTGAS-Anschlag, und nur darum geht es derzeit, nicht auf das Konto von Assad.

Interessanter ist schon, dass Ban ki moon ausdrücklich nur Assad unter dem Aspekt solcher Verbrechen erwähnt. Meines Erachtens zeigt dies den Wert solcher Untersuchungskommissionen und die Gewichtung der Macht bei der UN. Zeitgleich hat man die Organisation Human Rights Watch ( hört sich gut an ) auf Syrien losgelassen und prompt hört man nur vom ” Schlächter ” Assad. Die Organisation wird seit 2010 von George Soros mit 100 Millionen $ finanziert.

Diese und einige andere Zusammenhänge, die den Kommentarrahmen sprengen, bringen und brachten mich zu jeder Zeit zur Auffassung, dass seit 2001 die heiße und lange vorgeplante Phase der Enterung des Nahen Osten unter Führung des industrie-/militärischen Komplex´ der USA läuft. Ziel ist der IRAN und ein Flächenbrand, zur Not unter Opferung Israels.

Wahrscheinlicher ist aber eine ethnische Teilung, die einen völlig neuen Nahen Osten zeigen werden. Man vergesse nicht, dass Russland derzeit kaum unter dem Gesichtspunkt der Verteidigung humnitärer Werte in Genf zu Verhandlungen unterwegs ist . Es geht ausschließlich um die wirtschaftlichen Interessen des wichtigsten Konglomerats GAZPROM und der geostrategischen Position nach einer Intervention.

So komme ich zum Schluss, dass der große Krieg im Nahen Osten nur aufgeschoben ist. Ob er zu einem noch größeren wird hängt davon ab, wie das wieder erstarkte Russland auf die Gier der USA reagiert.

Wer sich mit der Doktrin der USA einmal näher auseinandersetzen will, dem empfehle ich den nachfolgenden Link:
http://parseundparse.wordpress.com/2012/01/23/bernard-lewis-und-the-middle-east-1/

PS.: Warum habe ich keine Europäer erwähnt? Weil sie zwar die Energieversorgung sicher stellen wollen, sich aber als Wurmfortsatz der US Multikonzerne mit ihrem schwachen Militär nur temporär beteiligen müssen. Der Rest ist Schattenboxen.


Parsifal sagt:
Ähnlichkeiten mit Bush Jr. Und dem zweiten Irakkrieg rein zufällig. Irgendwo wird dann auf dem Hinterhof eine Büchse “gefunden” mit anschließendem “Beweisvideo”. Aber die Leute sind wesentlich kritischer, auch in den USA, und glauben nicht mehr an solche Lügen.


in die Puschen sagt:
“”Auch sei nun der Einsatz von C-Waffen endgültig bewiesen worden. Doch Ban Ki-mon sagte nicht direkt, dass Assad auch verantwortlich ist für den C-Waffen-Einsatz,”"

Was nicht passt wird eben passend gemacht. Man stelle sich vor was die ganze Säbelrasselei bisher gekostet hat. Medien wurden “eingestimmt”, Rebellen wurden ausgebildet und dorthin verfrachtet. Waffen geliefert, Kriegsmaschienerie übers Meer hingeschippert, Raketensytheme in Stellung gebracht. Und DANN nach SOVIEL “Einsatz” von Maschienerie, Menschen und Waffen soll man sich wieder trollen? Nix Syrien und dann Iran?
Wers glaubt.
Das mit den chemie-böllern war ein Schuss nach hinten (auch wenn es keiner zugeben kann und darf) DANN wird es eben einen anderen Grund zu Krieg, Mord und Totschlag finden und geben. Ist nur eine Frage der Zeit. Die Sache wird durchgezogen, früher oder später.

Warum senden die UN keine Kommision mal dorthin wo ”mutmaßlich” eine nukleares “Päckchen” explodiert ist? Syrien soll “mutmaßlich” von Israel nicht nur mit Atomwaffen angegriffen worden sein sondern mit einer amerikanischen, bunkerbrechenden Atombombe. Kümmert keine XXX oder wie?
Ist in den Augen der Befürworter solcher Waffen MORALISCHER? HUMANER?
Besser Nuclear fallout als gar kein Regen?

MORALISCHE Kriege gibt es nicht.


La Paloma sagt:
Hierzu ein Interview mit Praesident Assad vom 8.9.2013

Der amerikanische Journalist Charlie Rose führte ein Interview mit Syriens Präsident Dr. Bashar al-Assad am vergangenen Sonntag in Damaskus. Hier die ersten Ausschnitte davon, die am Montag in den USA gesendet wurden. Assad spricht Englisch und scheint sehr gut informiert zu sein. Man merkt, die Fragen von Rose gehen von ganz falschen Unterstellungen aus. Er plappert die Lügen der US-Regierung nach. Assad beantwortet sie aber ruhig und sachlich.

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Interview mit Bashar al-Assad vom 8.9.13

Die US-amerikanische Regierung sucht den Krieg……………..hoffen wir, dass es IHNEN nicht gelingt!


La Paloma sagt:
Eine Frage, Herr General

Werter General Wesley Clark, Sie haben bereits vor sechs Jahren angekündigt, dass sich die USA schon lange auf einen Krieg gegen Syrien vorbereiten. Am 3. Oktober 2007 überraschten Sie die Mitglieder des renommierten Commonwealth Club of California in San Francisco mit der Enthüllung, dass ein US-Überfall auf Syrien mindestens seit 2001 geplant sei. Als ehemaliger hoher Militär – von 1997 bis 2000 oberster Befehlshaber der NATO-Streitmacht in Europa und Vier-Sterne-General – sind Sie sich sicher der Brisanz ihres Vortrags bewusst gewesen.

http://www.neues-deutschland.de/artikel/832963.eine-frage-herr-general.html

Das im Text enthaltende Video:
Wesley Clark ( US 4 Star General ) US will attack 7 countries in 5 years.
http://www.youtube.com/watch?v=Ha1rEhovONU



Montag, 9. September 2013

Geschäfte mit dem Tod: Britische Firma hat Giftgas an Assad verkauft

Thema: Syrien-Krise
Britische Regierung handelte „unverantwortlich“

Großbritanniens Regierung hat zugegeben, dass britische Firmen zwischen 2004 und 2010 Chemikalien nach Syrien exportiert haben. Entgegen den internationalen Vereinbarungen lieferten die Briten Natriumfluorid an syrische Kosmetik-Firmen. Der britische Geheimdienst muss zu diesem Zeitpunkt gewusst haben, dass diese Firmen nur Tarnung sind.


Die Daily Mail illustriert in einer Grafik den Kreislauf, wie das Giftgas zum Kriegsmittel wurde. (Foto: Daily Mail)
Natriumfluorid wird zur Herstellung des Nervengases Sarin verwendet. Die britische Regierung hat zugegeben, dass die Chemikalie von britischen Firmen zwischen 2004 und 2010 nach Syrien geliefert worden ist. Die Genehmigung wurde erteilt, weil Natriumfluorid auch zur Herstellung von Kosmetika verwendet werden kann.

Damit hat Großbritannien klar gegen internationale Gesetze verstoßen. Der Verkauf der Chemikalien kam zu einer Zeit, in der Bashar Al Assad unter Verdacht stand, sich ein großes Arsenal an chemischen Waffen zuzulegen. Wegen des potenziellen Giftgas-Anschlages der syrischen Armee gegen die Rebellen ist eine internationale Krise ausgebrochen, in der die USA Syrien mit einem Militärschlag drohen (mehr zum wahren Ausmaß eines möglichen Militärschlages durch die USA – hier).

Die britischen Firmen lieferten die Substanzen an syrische Kosmetikfirmen. In Geheimdienstkreisen gelten diese Kosmetikfirmen jedoch als Tarnung zur Herstellung chemischer Waffen, berichtet Daily Mail.

Die Genehmigung der Lieferungen durch die britischen Geheimdienste sei „unverantwortlich“, sagte Richard Kemp, ehemaliges Mitglied des COBRA Notfall-Komitees der britischen Regierung.
Syrien ist eines der wenigen Länder, das ein Abkommen gegen den Einsatz von chemischen Waffen nicht unterzeichnet haben.
Die britische Lieferung zeigt:
Solange Unternehmen Profite machen können, kennt auch die westliche Staatengemeinschaft keine Hemmungen.
Die Lieferung an Syrien erfolgte zu einem Zeitpunkt, zu dem die britischen Geheimdienste definitiv wussten, dass die Kosmetik-Firmen eine Tarnung waren und dass Assad (oder wer auch immer) zum Einsatz der chemischen Waffen gegen die Bevölkerung bereit ist.
Nun heucheln die westlichen Staaten ihre Betroffenheit über den Einsatz von Giftgas.
Hätten sie nicht nach Syrien geliefert, wären die syrischen Zivilisten, der Tod der Westen nun rächen will, vermutlich noch am Leben.
Die Profitgier führt dazu, dass die Grenzen zwischen Krieg und Frieden immer mehr verschwimmen.

In Syrien hat dieser Krieg längst begonnen.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

und so sah der Aufmarsch am 05.09.2013 aus

Danke Klaus für den Link

Kommentare

Geht dann gar nichts mehr ohne Manipulation?
Ist das nicht auch schon psychologische Kriegsführung, wenn man auf einer Grafik zur Erklärung des Kreislaufs von Natriumfluorid zur Giftgasrakete einen weinenden Jungen abbildet?

Will man uns damit von britischer Seite sagen: "Seht her, wir haben an Assad geliefert, also müssen  Assads Soldaten für den Giftgasangriff verantwortlich sein?

Man könnte beim der Eile fast meinen, einige verantwortliche Nationen wollen schnellstmöglich nach Syrien um Beweise und verräterische Spuren zu vernichten.
Es wäre ja nicht der erste Fall.

"Made in Saudi-Arabia" wurde schon auf Kunststoffkanistern gefunden.

Kanister mit "Made in Germany" und welche mit "Made in USA" wirds wohl auch reichlich geben und "Made in UK" wurde ja gerade zugegeben.



bauagent sagt:
Zitat:
“Hätten sie nicht nach Syrien geliefert, wären die syrischen Zivilisten, deren Tod der Westen nun rächen will, vermutlich noch am Leben.”
Diese Aussage mann man so nicht stehen lassen.
Natriumfluorid ist selbst in unserer Zahnpasta in geringen Dosen und soll unseren angeblichen Fluormangel ausgleichen, wer es glaubt! Es dürfte wohl eher als Giftstoff
eingeordnet werden, wie das Endprodukt Sarin zeigt.
Es ist fast überall auf der Welt leicht zu bekommen. Beispielsweise auch in China über die Handelsplatform ” Alibaba “.
Hier mehr:
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/mike-adams/beweis-chinesische-lieferanten-listen-natriumfluorid-offen-als-insektizid-und-anhaftendes-schutz.html

Wie einfach es sein muss zeigt der Bericht des Aufgreifens von Al Nusra Rebellen einer türkischen Zeitung, die dies dann auf Regierungsgeheiß löschen musste. Aber im Netz geht ja fast nichts verloren.

Bericht hier:
http://julius-hensel.com/2013/05/turkei-polizei-verhindert-sarin-attentat-syrischer-rebellen-in-adana/
Auch in den USA gibt es Lieferanormalitäten, die unter den Teppich gekehrt werden.
Deutsche Kanister wurden in Syrien ebenfalls bereits gefunden.
Hätte man Syrien mithilfe der ” Rebellen ” nicht angegriffen, wäre eine Ächtung über die Vereinten Nationen sicher kein Problem gewesen, wenn denn auch die USA und GB ihre Bestände vernichten würden.
Das Unternehmen Stoffe weltweit liefern, die im Zweifel auch für das Erstellen von Bomben oder anderen Kampfstoffen herhalten kann, ist wohl kaum ein Geheimnis.


Fatson sagt:
http://www.politaia.org/terror/nahost-versagen-der-amerikanischen-und-europaischen-ausenpolitik/


Kourit sagt:
Großbrittanien muss für diese verbotene Aktion vor den Internationalen
Gerichtshof! Sofort!
Rufe alle Staatspräsidenten auf dies zu tun!



Mittwoch, 5. Juni 2013

Was man in Deutschland nur äußerst selten zu lesen bekommt

Fernsehsender: Syrische Armee erbeutet Container mit Giftgas Sarin Thema: Unruhen in Syrien

MOSKAU, 02. Juni (RIA Novosti).
Mehrere Container mit dem Giftgas Sarin soll die syrische Armee laut eigenen Angaben bei einer Operation gegen bewaffnete Regimegegner in der Stadt Hama im Westen Syriens erbeutet haben, berichtet der Fernsehsender Press TV am Sonntag.

Die Container seien in einem Versteck im Stadtviertel al-Faraieh sichergestellt worden, das in den letzten Tagen stark umkämpft wurde, berichtet der Sender.

Laut der Uno-Resolution 687 wird Sarin als Massenvernichtungswaffe eingestuft.

Im Mai dieses Jahres hatte die Uno berichtet, dass Sarin vermutlich von bewaffneten Regimegegnern in Syrien eingesetzt wurde. Letzten Donnerstag hatten türkische Medien berichtet, dass im Süden des Landes 12 Vertreter der syrischen Oppositionskräfte festgenommen wurden, die Sarin bei sich hatten.

Holla, was läuft denn da ab? Soll da was untergeschoben werden?
Will man die Amerikaner mit "false-flag-operation" zum Eingreifen zwingen weil Obama gesagt hat, Giftgas sei für ihn die rote Linie?

Passend dazu:
Moskau enttäuscht über gescheiterte UN-Ermittlung zu C-Waffen in Syrien
Thema: Unruhen in Syrien

MOSKAU, 31. Mai (RIA Novosti)
Russland ist laut Außenminister Sergej Lawrow darüber enttäuscht, dass die Vereinten Nationen der Bitte der syrischen Regierung, zum mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz in Aleppo zu ermitteln, nicht nachgekommen sind.

Statt auf die syrische Bitte schnell zu reagieren, habe das UN-Sekretariat „wegen politischer Spiele“ Vorbedingungen gestellt, „die nach unserer Einschätzung absolut grundlos sind und eine konkrete Mission in einem konkreten Gebiet scheitern ließen“, sagte Lawrow am Freitag in Moskau nach Verhandlungen mit seinem bosnischen Amtskollegen Zlatko Lagumdžija.

Seltsam, das UN-Sekretariat stellt Bedingungen wenn ihnen was nicht in den Kram passt?
Wenn die Amis was befehlen, sind sie sehr schnell dabei, wirklich seltsam.


Und noch was Passendes:

Moskau hält Verträge ein
Aufrüstung: Russland liefert hochmoderne Kampfjets an Syrien

Die Aufrüstung in Syrien geht weiter: Mehr als zehn russische Kampfjets des Typs Mig-29 sollen schon bald in Syrien ankommen. Zuvor hatte Moskau Damaskus mit der ersten Partie an S-300 Raketen beliefert.


Das Warten auf russische Jets hat sich gelohnt
(Foto: Flickr/Ronnie MacDonald).
Moskau lässt Damaskus weiterhin massive militärische Hilfen zukommen. Etwa zehn Kampfflugzeuge vom Typ Mig-29MM2 sollen schon bald in Syrien ankommen. Damit erfülle Russland seine Verpflichtungen aus zuvor abgeschlossenen Verträgen, berichtet CBS.

Der Lagerbestand der syrischen Luftwaffe umfasst aktuell 159 Mig-21 Fishbed H/J und 60 Mig-23 BN. Bis zum Jahr 2015 sollen weitere 24 Mig-29 SMT Jets dazu kommen. Des Weiteren verfügt Syrien über 41 Mig-29 Fulcrum A, 30 Mig-25, 80 Mig-23 MLD, 8 Mig-25 R. Des Weiteren sind 50 Su-22 und 20 Su-24 vorhanden, berichtet das US-Think Tank Globalsecurity. Die Mig-29 MM2 gilt als besondern schlagkräftig.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

Kommentar

Kourit sagt:

Viele Staaten in Nah – Ost und Afrika haben Ärger mit Ihren Nachbarn und Bürgern!

Wir helfen!
    Die größten Waffenlieferanten der Welt:
    1. Amerika: 8,80 Mrd.
    2. Russland: 8,62 Mrd.
    3. Deutschland: 1.2 Mrd.
    3. Frankreich: 1,1 Mrd.
    4. V. Königreich: 0,90 Mrd.

Nein, Portugal, Türkei, Griechenland werden Sie hier nicht finden.

Was kann man dagegen bei tagesschau.de lesen?

Westerwelle und Kerry gegen Waffenlieferungen
Außenminister kritisieren Moskau


Die Minister Westerwelle und Kerry demonstrierten Einigkeit. (Foto: AP)
Die USA und Deutschland haben Russland davor gewarnt, die geplante Friedenskonferenz für Syrien durch Waffenlieferungen an die Regierung von Präsident Baschar al Assad zu gefährden. Die Lieferung der S-300-Abwehrraketen würde nur den Bürgerkrieg verlängern und Bemühungen zur Bildung einer Übergangsregierung auf dem Verhandlungsweg in Gefahr bringen, sagten US-Außenminister John Kerry und Bundesaußenminister Guido Westerwelle bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Washington.

"Es ist nicht hilfreich, die S-300 in die Region zu bringen, während wir versuchen, diese Friedenskonferenz zu organisieren und Frieden zu schaffen", erklärte Kerry. Auch Westerwelle rief Russland auf, die Friedensgespräche nicht in Gefahr zu bringen. Waffenlieferungen an Assad seien "vollkommen falsch".

Aber England und Frankreich wollen die Terroristentruppe in Syrien, die hochtrabend "Opposition" genannt wird, mit Waffen beliefern.
Was sagen die beiden dazu? Anscheinend nichts!

Ergänzung 05.06.2013, 07:40 Uhr

Russland glaubt nicht an US-Angaben über Giftgas-Einsatz durch Assad

WASHINGTON, 05. Juni (RIA Novosti).
Russland hat Indizien der amerikanischen Geheimdienste für die Anwendung von C-Waffen durch die Regierung von Syriens Präsident Baschar al-Assad als nicht überzeugend eingestuft,  meldet AP am Mittwoch unter Hinweis auf US-Offizielle.  

Der Agentur zufolge sagte eine anonyme Quelle in Washington, dass eine diplomatische Delegation der USA im Mai Russland besucht und den russischen Behörden Beweise für die Anwendung von Chemiewaffen in Syrien vorgelegt hatte. Diese hätten die russischen Kollegen jedoch nicht überzeugt.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, und die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jennifer Psaki, gaben am Dienstag bekannt, die USA seien in der Frage, ob in Syrien Giftgas eingesetzt wurde (und wenn ja, dann durch wen) nach wie vor nicht zu einem endgültigen Schluss gekommen. 

Die USA zeigten dabei auch keine Eile, die von Frankreich vorgelegten „unwiderlegbaren Beweise“ für die Anwendung von chemischen Kampfstoffen durch die Assad-Kräfte zu bestätigen. 

Russland und die USA versuchen, die syrische Regierung und die Opposition an eine internationale Konferenz zur Regelung der Situation in Syrien heranzuziehen. Dabei bleiben die Meinungsverschiedenheiten zwischen Moskau und Washington beim Herangehen an den Syrien-Konflikt erhalten. 

Die USA bestehen auf dem Rücktritt Assads und kritisieren Russland wegen der Waffenlieferungen an Syrien. Moskau erklärt seinerseits, die Forderung nach Assads Rücktritt sei unrealistisch und die russischen Waffenlieferungen würden im Rahmen der früher geschlossenen Verträge erfolgen und seien nicht in der Lage, ein militärisches Ungleichgewicht im Bürgerkrieg herzustellen.