Montag, 18. März 2024

Presseclub 17.03.2024 - Immer wieder Stillstand - wie viel Streik verträgt Deutschland ?

Presseclub 17.03.2024 - Immer wieder Stillstand - wie viel Streik verträgt Deutschland ?
So. 17. März 2024, 12.03 - 13.00 Uhr

Immer wieder Stillstand - wie viel Streik verträgt Deutschland ?


Die Gäste von links
  • Alexander Hagelüken
    Süddeutsche Zeitung
  • Ulrike Herrmann
    taz, die Tageszeitung
  • Antje Höning
    Rheinische Post
  • Nikolaus Doll
    Die WELT
Moderation
Ellen Ehni
Seit September 2018 ist Ellen Ehni Chefredakteurin des WDR-Fernsehens und sie ist Mitglied der Lobbyorganisation Atlantikbrücke

Bilder: Screenshots. Text+Logo: ARD

Immer wieder Stillstand - wie viel Streik verträgt Deutschland ?

Bahn, öffentlicher Nahverkehr, Flughäfen: Eine Streikwelle überzieht gerade die Republik.
Wer in den Osterferien eine Bahn- oder Flugreise gebucht hat, muss die laufenden Tarifverhandlungen immer im Blick haben. Mit besonderer Härte führt Claus Weselsky, der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, den Arbeitskampf. Er hat für die kommenden Wochen viele kleine Streiks angedroht, mit kurzem Vorlauf. Leidtragende sind Pendler und Reisende. Und die Streiks beeinträchtigen längst auch die Wirtschaft. Ein eintägiger bundesweiter Bahnstreik kann nach Berechnungen des Instituts der Wirtschaft in Köln bis zu 100 Millionen Euro an Wirtschaftsleistung kosten. Die GDL kämpft um höhere Gehälter und weniger Arbeitszeit. Knackpunkt ist die Forderung, dass Schichtarbeiter für das gleiche Geld 35 statt 38 Stunden in der Woche arbeiten sollen. Die Bahn ist der GDL zwar entgegengekommen. Doch der Tarifstreit bleibt festgefahren, die Fronten sind verhärtet. Sind die Streiks noch verhältnismäßig? Muss die Politik das Streikrecht der Gewerkschaften beschränken? Was macht den Konflikt bei der Bahn so schwierig? Zudem zeigen die bundesweiten Streiks: Die Kräfteverhältnisse am Arbeitsmarkt verändern sich angesichts des Fachkräftemangels zugunsten der Arbeitnehmer. Müssen wir in Zukunft mit härteren Tarifauseinandersetzungen rechnen? Wird Deutschland ein Streikland?

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» der Kommentar des Blogschreibers «

Wie eigentlich immer - 5 Journalisten reden über ein Thema, von dem sie keine Ahnung haben, nur um die Hofberichterstattung der regierungsnahen Medien zu ergänzen.
Wer die Sendung nicht gesehen hat, hat nichts verpasst, wer sie trotzdem nochmal sehen möchte, unterhalb der Kommentare ist das Video.

586 Kommentare + 415 Antworten = 1001 Beiträge - davon 89 zensiert

Kommentar 271
Heinz Becker, geschrieben am 17.03.2024 12:23 Uhr:
Sehr interessant, wie der Hinweis auf die überbordenden Geschäftsführergehälter mal wieder umschifft wurde. Hat man Angst davor einen Präzedenzfall zu schaffen, bei dem die ungerechtfertig gezahlten Beträge zurückgezahlt werden müssen?

Kommenar 356
Heinz Becker, geschrieben am 17.03.2024, 12:42 Uhr:
Warum diskutiert die Runde nicht einmal darüber, dass zur Verhinderung einer Preissteigerung bei der Bahn sämtliche Geschäftsführer auf eine Gehaltserhöhung in 2024 verzichten und dafür klatschen die Reisenden beim Betreten des Abreisebahnhofs kurz in die Hände? Bei Corona wurde sowas Ähnliches doch auch gefordert.
Kommentar 420
Heinz Becker, geschrieben am 17.03.2024, 13:07 Uhr:
Zwei telefonische Zuschauerbeiträge in "Nachgefragt" brachten mehr Klarheit zum Thema, als die 45 Minuten Diskutiererei von 5 Journalisten vorher.
Kommentar 466:
Müller schreibt am 17.03.2024, 14:19 Uhr :
Manche verwechseln den Bahnstreik gleich wieder mit dem Krieg in der Ukraine. Letzterer ist heute aber nicht ganz das Thema. Es geht ums Streikrecht und die Vorschläge der FDP für dessen Änderung. Es gibt auch Themen, die mal so gar nichts mit der Ukraine zu tn haben oder mit den Rechtsaußenpopulisten.
    Antwort von
    Heinz Becker, geschrieben am 17.03.2024. 14:38 Uhr:
    Danke für die Klarstellung. Man muss heutzutage für Jeden dankbar sein, der diverse Themen unterscheiden kann, beim Denken also noch nicht betreut wird, der seinen Mitmenschen das aber auch vermittelt.

Kommentar 469:
Nele schreibt am heute, 14:24 Uhr:
Trotz der gezeigten Streiktage-Tabelle geht es, und das kommt ja auch immer wieder zum Ausdruck, nicht nur Deutschland so mit dem Streikrecht. Und wenn sich ein Land relativ gesehen noch am wenigsten Gedanken machen muss derzeit, dann ist es Deutschland. Aber das kommt an solchen virtuellen Klagemauern wie etwa Gästebüchern gar nicht rüber, weil nicht die ganze Meinungsvielfalt hier vertreten ist, sondern eben nur die normalerweise jammernden Echokammernbesucher.
    Antwort von
    Heinz Becker, heschrieben am 17.03.2024, 15:00 Uhr:
    Wie wäre es, wenn Sie Nele, nicht nur "solche virtuellen Klagemauern wie etwa Gästebücher" besuchen, wo "nur die normalerweise jammernden Echokammernbesucher" vertreten sind, sondern sich auf fachlich und mit Fakten untermauerten Informationsveranstaltungen schlau machen und die Ergebnisse, kurz zusammengefasst, dann hier vorstellen? Ich meine für mich, bei vielen Themen noch etwas lernen zu können.



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