Montag, 17. April 2023

Presseclub - 16.04.2023 - Klimaproteste: Heiligt der Zweck jedes Mittel?

Presseclub - 16.04.2023 - Klimaproteste: Heiligt der Zweck jedes Mittel?
So. 16. April 2023, 12.03 - 13.00 Uhr

Klimaproteste: Heiligt der Zweck jedes Mittel?


Die Gäste von links
  • Anette Dowideit
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    Leitender Redakteur und Ressortleiter „Zeitgeschehen“ und „Staat und Recht“, Frankfurter Allgemeine Zeitung
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    Chefredakteur und Reporter für Klimakrise und "Macht der Vielen"
Moderation
Susan Link
Susan Link moderiert seit 2012 das ARD Morgenmagazins und seit 2017 auch den Kölner Treff.
Bilder: Screenshots. Text+Logo: ARD

Erst waren es Schüler, die freitags für mehr Umweltschutz demonstrierten, jetzt kleben sich Aktivisten der „Letzten Generation” an Kunstwerken und Straßen fest. Nächste Woche wollen sie die gesamte Hauptstadt lahmlegen, der vorläufige Höhepunkt der schon länger währenden Proteste. Radikalisiert sich hier eine neue Bewegung oder ist der zivile Ungehorsam demokratisch legitim, um die drohende Klimakrise abzuwenden?

Anfangs schlug der Klimabewegung „Fridays for Future” viel Sympathie entgegen. Greta Thunberg war aus Protest gegen die vermeintliche Untätigkeit der Politik, mit der aus ihrer Sicht vor allem die Zukunft der jungen Generation aufs Spiel gesetzt wird, nicht zur Schule gegangen. Daraus wurde eine weltumspannende Bewegung, denn die Berichte des Weltklimarates IPCC sprechen eine klare Sprache: Das 1,5 Grad-Ziel wird kaum noch zu halten sein. Doch die politischen Maßnahmen gegen den Klimawandel greifen vielen zu langsam. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum die Aktivisten der „Letzten Generation” zu immer radikaleren Mitteln greifen und Flughäfen und Straßen blockieren. Seither schlägt die Stimmung in der Bevölkerung um in Wut und Aggression.

Überspannen die Aktivisten den Bogen und schaden ihrer Sache mehr, als sie ihr nutzen? Die Grünen gehen auf Distanz zur „Letzten Generation” und selbst „Fridays for Future” übt Kritik. Ihr Protest sei selbstgerecht und verprelle die Menschen. Ist das der Anfang vom Ende dieser noch relativ jungen Umweltschutzbewegung? Zerfällt sie nun in einzelne Strömungen? Werden die Aktivisten der „Letzten Generation” einlenken oder sich weiter radikalisieren? Wie sollten Justiz und Politik mit ihnen umgehen?

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» der Kommentar des Blogschreibers «

Also, wie von einer Ö-R-Anstalt nicht anders zu erwarten, war es das Übliche. Dieser Kommentar fasst die Sendung ganz gut zusammen:

Kommentar 585:
Stefan Teschner schreibt am 16.04.2023, 12:46 Uhr:
Fazit: So bleibt unter dem Strich das Faktum fortgesetzter Nötigung und Verkehrsgefährdung, begangen von Personen, die ihre eigenen Belange und Befindlichkeiten rücksichtslos über die ihrer Mitbürger stellen. Ermutigt von Politikern, die offenbar ein ähnlich gestörtes Verhältnis zu Recht und Gesetz haben, wenn sie etwas vermeintlich moralisch legitimiert glauben. So sind auch die für Berlin angekündigten „Aktionen“ Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, denen die staatlichen Organe wohl einmal mehr nicht mit der möglichen und notwendigen Entschlossenheit entgegentreten.

Wer die Sendung nicht gesehen hat, hat nichts verpasst, wer sie trotzdem nochmal sehen möchte, unterhalb der Kommentare ist das Video.

909 Kommentare + 683 Antworten = 1.592 Beiträge, davon 196 gesperrt

Kommentar 578:
Heinz Becker schrieb am 16.4.2023, 12:46 Uhr:
Ist es nicht die größte Anmaßung, dass in Deutschland eine Minderheit entscheiden will, wie weltweit das Klima "gerettet" werden soll?
    Antwort von
    Karl-Theodor , geschrieben am 16.04.2023, 14:26 Uhr:
    Ja das ist es, die größte Anmaßung, weil die spießbürgerliche Mehrheit auf ihrem Allerwertesten sitzt und es sich gefallen lässt, die linken Aktivisten wissen das genau und sie haben die Unterstützung der meisten Genossen der Medienschaffenden
    Antwort von
    Stefan Teschner, geschrieben am 16.04.2023, 14:29 Uhr:
    Klare Antwort: Ja!

Kommentar 695:
Heinz Becker schreibt am 16.04.2023, 13:19 Uhr:
Wenn die deutschen "Klimaretter" das Klima der ganzen Welt retten wollen, warum kleben sie sich dann nicht bei den größten Verschmutzern auf die Straßen. China sei da genannt und für das US-Militär bieten sich die Zufahrten zu den Kasernen in Ramstein an. Das würde weltweit beachtete Bilder erzeugen. Allerdings könnten die Kleber nicht "mal eben" mit dem eigenen Auto anreisen.
    Antwort von
    Renate Meile, geschrieben am 16.04.2023, 14:36 Uhr:
    Bei denen reicht es maximal zu Gratismut-kleben in Berlin. Da wo selbst Staatsanwaltschaft und Regierung heimlich Beifall spenden, solange es sich um die richtige Ideologie handelt. Gab es übrigens schon desöfteren in Deutschland, dass Regierungen sich bei erwünschter Ideologie gemein machen. Geht bis ins letzte Jahrtausend.

Kommentar 451:
Johannes Hohenthaner schreibt am 16.04.2023, 12:34 Uhr:
Freie Meinungsäußerung und die Begehung von Straftaten muß getrennt betrachtet werden! Die #LastGen mißbraucht das Grundgesetz - das ist nicht hinzunehmen!
    Antwort von
    Heinz Becker, geschrieben am 16.04.2023, 13:33 Uhr:
    Freie Meinungsäußerung in der Coronakrise hat vielen Menschen ihren Arbeitsplatz gekostet. So ist das wenn eine Minderheit meint das Sagen zu haben und die Mehrheit zu feige ist etwas dagegen zu unternehmen.

Kommentar 444:
Walther D. Schäffler schreibt am 16.04.2023, 12:33 Uhr:
Wenn alle angeblich so für Klimaschutz sind: Wieso werden Urlaubsflugreisen, Kauf von SUVs usw. nicht weniger? Interessant wäre was über die klimaneutrale Lebenswirklichkeit der Journalisten, Politiker, "Aktivisten" (seltsames Wort für Straftäter) zu erfahren. Was machen die im Urlaub, wie kommen sie von A nach B usw. . Ich denke oft wird hier Wasser gepredigt und Wein getrunken.
    Antwort von
    Heinz Becker, geschrieben am 16.04.2023, 13:48 Uhr:
    Im Sprachgebrauch Derjenigen, die meinen die Richtlinien zu bestimmen, werden "Straftäter" zu "Aktivisten", genau wie aus "Freiheitskämpfern" auf der einen Seite zu "Terroristen" auf der anderen Seite werden, obwohl sie genau das Gleiche tun. Es kommt eben darauf an, auf welcher Seite man steht.

Kommentar 519:
Klaus Winkler schreibt am 16.04.2023, 12:40 Uhr:
Das Wort "Klima-Terroristen" ist für mich nicht das Unwort des Jahres, sondern eine zutreffende Charakterisierung einer Gruppe von Leuten, die unsere Gesellschaft terrorisieren wollen.
    Antwort von
    Paula Runz, geschrieben am 16.04.2023, 13:44 Uhr:
    Mit was denn terrorisieren bitte?? Mit ein paar Plakaten? die Polizei ist immer informiert und in ner viertel Stunde / sofort da.. unsinnige Diskussion, irre.
    Antwort von
    Gerald, geschrieben am 16.04.2023, 13:57 Uhr:
    Kommentare Klaus: 519 , Karl: 518 sagen beide Klimaterroristen und meinen total gegensätzliche Interessen. Ich Tausch mal mit Klimaaktivisten und auch hier können sich totale Gegensätze interpretieren. Der eine aktiviert das Klima und der andere wird vom Klima aktiviert.
    Antwort von
    Heinz Becker, geschrieben am 16.04.2023, 14:04 Uhr: - - ZENSIERT - -
    Genau, und das ist eine behütete Unterabteilung einer ideologie- und fremdgesteuerten Klimasekte, für die bei der letzten Wahl eine Minderheit von 11,2 % aller Wahlverechtigten gestimmt haben.

Kommentar :
Heinz Becker schrieb am 16.4.2023, 17:37 Uhr: - - ZENSIERT - -
Es wäre schon ein positiver Schritt in die richtige Richtung, wenn alle Grünen und ihre Anhänger in Deutschland ab sofort aufhören würden sich zu vermehren. Es würde jede Menge Co2 eingespart und für alle anderen Länder würde der Temperaturanstieg langsamer vonstatten gehen, was allerdings nicht mal messbar wäre.




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