Donnerstag, 14. Januar 2016

Milliardenklage gegen den Klimaschutz ++ Gemeinsam für die Agrarwende!

Donnerstag, 14.01.2016
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Milliardenklage gegen den Klimaschutz
Teersandabbau in Kanada
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,
vor zwei Monaten setzte US-Präsident Obama ein Signal für den Klimaschutz und stoppte Pläne zum Bau der Pipeline "KeystoneXL", die Öl aus Teersanden von Kanada in die USA transportieren sollte. Die Entscheidung war ein Sieg für die Umweltbewegung in Nordamerika, die sieben Jahre gegen das Großprojekt gekämpft hatte. Denn die Gewinnung von Öl aus Teersanden zählt zu den schmutzigsten Formen der Rohstoffförderung überhaupt, ganze Landstriche werden dabei verwüstet.
Der kanadische Rohstoffkonzern TransCanada holt jedoch zum Gegenschlag aus und präsentiert eine 15 Milliarden Dollar schwere Schadensersatzklage. Das nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA ermöglicht diese Klage vor einem mit drei AnwältInnen besetzten Schiedsgericht.
Dies zeigt einmal mehr, worauf sich die EU mit den Handels- und Investitionsabkommen TTIP und CETA einlassen würde. Der Fall beweist auch, dass Kanada keinesfalls ein harmloser Partner für ein Investitionsschutzabkommen ist: Die kanadische Rohstoffindustrie ist weltweit dort aktiv, wo es besonders dreckig wird und setzt ihre Interessen rücksichtslos durch.
Mehr zum Fall Keystone und zur Frage, wie er die öffentliche Debatte über Freihandelsabkommen in den USA beeinflusst, lesen Sie in unserer aktuellen Meldung.
Gemeinsam für die Agrarwende!
Wir haben es satt!Jedes Jahr öffnet in Berlin die Grüne Woche ihre Pforten für hunderttausende BesucherInnen. Doch was den meisten Gästen vor allem als "Fressmeile" in Erinnerung bleibt, ist hinter den Kulissen ein Spitzentreffen der globalen Agrarindustrie und der Politik. Hier wird darüber gesprochen, wie die Welt in Zukunft ernährt werden soll: Durch teure Technik, Chemikalien, Biotechnologie und Standards für globale Lieferketten. Das klingt modern, hat aber keine Zukunft. Diese Politik zerstört die bäuerliche Landwirtschaft, die Artenvielfalt und das Klima und schafft so Hunger.
Bei der Demonstration "Wir haben es satt!" am kommenden Samstag demonstrieren wir deshalb für ökologische und regionale Lebensmittelproduktion, für eine bäuerliche Landwirtschaft, eine gesunde Umwelt und einen gerechten Welthandel. Den MinisterInnen beim Agrarministergipfel zeigen wir zu Zehntausenden, dass wir eine andere Politik wollen. Wollen Sie einer dieser vielen Menschen sein?
Kritischer Agrarbericht 2016Am heutigen Donnerstag erscheint zudem der kritische Agrarbericht 2016. Der Schwerpunkt liegt auf dem Thema Wachstum. Während die Agrarindustrie auf das Wachstum von Umsatzzahlen und Exporten zielt, wachsen die Probleme beim Tierschutz, bei der Nährstoffversorgung der Böden, beim Einsatz von Ackergiften, beim Schutz der biologischen Vielfalt. Doch es geht auch anders, wie der kritische Agrarbericht zeigt: Stabilität statt Wachstum, Regionalität statt Export, Kooperation statt Konkurrenz.
Auch das Umweltinstitut unterstützt den kritischen Agrarbericht. Wenn Sie jetzt Fördermitglied werden, schenken wir Ihnen eine Ausgabe mit 320 Seiten voller guter Argumente.
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Mit herzlichen Grüßen, Ihr
Unterschrift Harald Nestler
Harald Nestler
Vorstand
Termine
"Wir haben es satt!" – Großdemo in BerlinWir haben es satt!
Samstag, 16. Januar 2016, ab 12:00 Uhr,
Potsdamer Platz, 10785 Berlin
Die Landwirtschaft steht am Scheideweg: Wird unser Essen zukünftig noch von Bäuerinnen und Bauern erzeugt oder von Agrarkonzernen, die auf Agrogentechnik und Tierfabriken setzen und zu Dumpingpreisen für den Weltmarkt produzieren?
Wir fordern einen anderen Weg! Wir wollen ökologisch hochwertige und gesunde Lebensmittel von Bauernhöfen mit fairen Preisen und Marktbedingungen weltweit!
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BIC: BFSWDE33MUE
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