Sonntag, 28. Januar 2018

OXFAM - Alle zwei Tage ein neuer Milliardär




Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander.

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Duong Thi Lan näht für große internationale Marken. Sechs Tage die Woche, neun Stunden am Tag. Sie bekommt einen US-Dollar die Stunde. Zum Leben reicht das kaum.





Liebe Leser,

die 32-jährige Duong Thi Lan aus Vietnam näht Absätze und Sohlen für Schuhe internationaler Marken zusammen. An sechs Tagen die Woche, neun Stunden am Tag. Für einen US-Dollar pro Stunde. Sie selbst kann sich diese Schuhe nicht leisten. Die großen Konzerne drücken die Löhne. So maximieren sie ihre Profite – auf Kosten der Arbeiter/innen und Angestellten.
 

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Anstatt in Löhne zu investieren, wollen die Konzerne vor allem Gewinne an ihre Aktionär/innen ausschütten. Es sei denn, es handelt sich um die Gehälter der Konzernchefs. Die sind üppig: In nur vier Tagen verdient der Vorstandsvorsitzende eines der fünf größten Modekonzerne so viel wie eine Näherin in Bangladesch in ihrem ganzen Leben.

Und während die Superreichen ihr Vermögen in Lichtgeschwindigkeit vermehren, tritt die arme Hälfte der Weltbevölkerung auf der Stelle. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Die Zahl der Milliardär/innen ist im letzten Jahr in bisher nicht dagewesener Weise gestiegen – alle zwei Tage kam ein/e neue/r Milliardär/in hinzu. Den Preis der Profite zahlen Milliarden Menschen weltweit, die für Hungerlöhne schuften.

Steuervermeidung von Konzernen verschärft prekäre Lage

Konzerne drücken nicht nur Löhne, sie drücken sich auch davor, ihre fairen Steuerbeiträge zu leisten. Ihre Milliardengewinne schaffen Konzerne und Superreiche in Steueroasen. Damit bringen sie jene Länder, in denen die Gewinne erwirtschaftet wurden, um dringend benötigte Einnahmen. Diese fehlen dann für die Ausstattung von Bildungs- und Gesundheitssystemen. Schlechte Löhne und keine Chancen auf gute Bildung und Gesundheitsversorgung sind für Millionen Menschen bittere Realität.

Frauen zahlen den höchsten Preis

Besonders Frauen leiden unter dieser fatalen Schieflage. Das derzeitige Wirtschaftssystem fußt auf ihrer konsequenten Ausbeutung. Weltweit werden Frauen schlechter bezahlt als Männer. Überproportional oft arbeiten sie in schlecht bezahlten Berufen und in unsicheren Arbeitsverhältnissen. Sie leisten unbezahlte Pflege- und Sorgearbeit im Umfang von schätzungsweise 10 Billionen US-Dollar jährlich und subventionieren damit die globale Wirtschaft. Frauen funktionieren für die Wirtschaft – die Wirtschaft aber nicht für die Frauen.

Die zukünftige Bundesregierung muss endlich handeln

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander – auch weil die Politik es versäumt, die richtigen Maßnahmen gegen extreme soziale Ungleichheit zu ergreifen.

Wir fordern daher von der zukünftigen Bundesregierung, entschieden zu handeln und Ungleichheit abzubauen – zwischen Arm und Reich, zwischen Männern und Frauen, weltweit und in Deutschland.

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Bitte teilen Sie die Aktion auch mit Ihren Freund/innen, Bekannten und Verwandten. Wir müssen so viele Menschen wie möglich überzeugen mitzumachen.

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Gemeinsam können wir die zukünftige Bundesregierung bewegen, endlich etwas gegen die extreme Ungleichheit zu unternehmen – damit Menschen wie Duong Thi Lan nicht mehr für einen Hungerlohn schuften müssen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Herzliche Grüße

Charlotte Becker
Kampagnenkoordinatorin „Besser gleich! Schließt die Lücke zwischen Arm und Reich!“


PS: Steuervermeidung von Konzernen und Superreichen, unfaire Bezahlung von Frauen und Männern, fehlende Investitionen in Bildung und Gesundheit: Das sind Ursachen sozialer Ungleichheit, die wir dringend bekämpfen müssen. Die Politik muss jetzt handeln!










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