Donnerstag, 25. Januar 2018

55 Jahre deutsch-französisches Europa-Bündnis
die Reden von Sarah Wagenknecht und Alice Weidel

Thema: Bundestag

55 Jahre deutsch-französisches Europa-Bündnis:
Sahra Wagenknechts Kritik an heutiger EU


veröffentlicht von RT Deutsch am 23.01.2018

Anlässlich des 55. Jahrestags der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags ist der Deutsche Bundestag zu einer Sondersitzung zusammengekommen. Mit einer Resolution sollten das deutsch-französische Freundschaftsbündnis vertieft und der Freundschaftsvertrag von 1963 erneuert werden. Zwei Damen waren mit einem "Weiter so" in Europa aber nicht einverstanden: Sahra Wagenknecht für die Linke und Alice Weidel für die AfD. Wir zeigen ihnen beide Redebeiträge in voller Länge.

Wagenknecht erklärte, dass sich immer mehr Menschen von diesem Europa abwenden, in dem "Großbanken und Konzerne den Ton angeben, während die Mittelschicht Wohlstand verliert, die Armut wächst und ein Teil der jungen Generation keine Zukunft mehr hat". Dieses Europa sei weit von dem entfernt, wie es eigentlich geplant war. Es sei ein deutsches Europa und nicht das einst erträumte "in seiner Vielfalt und kulturellen Unterschiedlichkeit einige Europa, ein Europa souveräner Demokratien": Es sei ein "Europa, das aus Brüssel oder Berlin regiert wird und Parlamente entmachtet".

Eine Aushöhlung der nationalen Souveränität sah auch Alice Weidel. In diesem heutigen Europa verliere "Deutschland seine nationale Selbstbestimmung und werde zum Zahlmeister für andere Länder gemacht", erklärte sie.

Die AfD-Fraktion im Bundestag hat zudem angekündigt, den anstehenden Élysée-Feierlichkeiten fernzubleiben. Hintergrund ist die Ausgrenzung der Partei bei der Ausarbeitung einer gemeinsamen Resolution des Bundestags und der französischen Nationalversammlung, heißt es in einer Presseerklärung der Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Alexander Gauland. Diesbezüglich gab es noch eine Gemeinsamkeit zwischen den Rechtskonservativen und den Linkssozialisten: Auch die Linksfraktion war von der Ausarbeitung der Resolution ausgeschlossen worden

55 Jahre deutsch-französisches Europa-Bündnis:
Alice Weidels Kritik an heutiger EU


Kategorie Nachrichten & Politik
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Kommentare

das wird böse enden
Ich war kein AFD Anhänger aber wenn ich sehe wie eingebildet und undemokratisch sich die anderen parteien aufführen muss ich sagen dass die afd wirklich recht hat und wir als wähler das alte regime absetzen sollten.

Alois Meier
Super Rede der Frau Dr. Weidel. "Hören Sie einfach zu da vorne, dann können Sie vielleicht noch was lernen ..." Köstlich :-)

Alexander Hergert
Schön wie sie Schulz zur Weißglut treibt :) SPD nur noch 17%

Jay Kalinka
Da braucht der Martin nicht dazwischen rufen der sollte sich in Grund und Boden schämen dieser Lügner und Verräter. Hör lieber auf mit Politik und greif wieder zur Flasche wenigstens das kannst du gut.

H vB
Wie gut, daß diese Ansprache nicht mehr ungeschehen gemacht werden kann, selbst wenn diese Videoaufnahme auf Youtube wegzensiert werden sollte.

1 Kommentar :

  1. Die Reden der beiden Damen unterscheiden sich folgendermaßen: Während Frau Wagenknecht Ursache UND Wirkung der jetzigen Situation in Europa beschreibt, beschränkt sich Frau Weidel nur auf die Wirkung.Sie beginnt ihre Rede damit, anderen zu unterstellen, das sie von Ökonomie "rein gar nichts" verstehen, ohne dies zu beweisen. Sie redet vom bilateralen Vertrag, dem Europa der Vaterländer, von geschichtlichen Vorgängen, aber wo ist der Bezug zur Ökonomie? Erst später kritisiert sie die EURO-Rettungsmaßnahmen, aber ohne die Ursachen dafür zu benennen. Man vermisst bei allem Pathos z.B. die Erklärung für den riesigen Exportüberschuss Deutschlands, den Frau Wagenknecht klar herausarbeitete. Dass durch Target-2 und andere Regelungen die Schulden der anderen Staaten beim deutschen Steuerzahler hängenbleiben, ist eine Folge der Ursachen, die Frau Wagenknecht benannt hatte.
    F.Hofmann

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