Donnerstag, 11. Mai 2017

campact - Diese Bank zerstört den Regenwald

 


 
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Hört auf zu zündeln!
Indonesiens Regenwälder brennen für neue Palmöl-Plantagen. Die Brandrodungen setzen riesige Mengen des Klimakillers Kohlenstoff frei. Mitfinanziert wird dies von der Deutschen Bank. Schon nächste Woche treffen sich Großaktionär/innen und Finanzpresse zur Hauptversammlung in Frankfurt. Das ist unsere Chance, die Bank zu stoppen: Bitte unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell an die Deutsche Bank.

Liebe Leser,
dichter Qualm dringt aus dem Boden, Rauchwolken schrauben sich in den Himmel, durch den Wald hallen verzweifelte Schreie der Orang-Utans: Der Regenwald in Indonesien brennt. Denn Unternehmen brauchen Platz für neue Palmöl-Plantagen – Öl für unsere Kosmetik, unser Essen und für billigen Sprit. Mit den Waldbränden drohen nicht nur Orang-Utans auszusterben. Zudem entstehen Unmengen Klimagase: An manchen Tagen setzt Indonesien mehr Kohlenstoff frei als die USA.[1]
Mitfinanziert wird diese Brandrodung indonesischer Regenwälder von der Deutschen Bank. Das wollen wir ändern: Im Februar hat der Branchenriese HSBC-Bank die Finanzierung solcher Palmöl-Unternehmen beendet.[2] Wenn wir das große Brennen öffentlich machen, muss die Deutsche Bank nachziehen. Nach all den Skandalen der letzten Jahre kann das Kreditinstitut vor allem eines nicht gebrauchen: schlechte Presse.
Schon am 18. Mai treffen sich die Aktionär/innen der Bank und die Finanzpresse zur Hauptversammlung in der Frankfurter Festhalle. Und wir sind dabei: mit einer riesigen Kettensäge und in Orang-Utan-Kostümen. Wenn bis dahin 100.000 Menschen unseren Appell unterzeichnet haben, halten wir eine Rede und überreichen Deutsche-Bank-Chef John Cryan den Appell. Das Rederecht haben wir bereits – jetzt fehlt nur noch Ihre Unterschrift!
Die Deutsche Bank ist tief verstrickt in die Regenwaldzerstörung. Sie finanziert die beiden Firmen Noble Group und First Pacific/Indofood, die Regenwälder für Palmölplantagen zerstören.[3] Zwar hat die Bank sich selbst Umweltregeln für die Kreditvergabe auferlegt, doch die sind so lax, dass die Zerstörung von Regenwäldern und Torfmooren nicht ausgeschlossen wird. Dabei sind die meterdicken Torfböden einer der wichtigsten Kohlenstoffspeicher weltweit. Wir fordern, dass die Bank ihre Geschäfte mit diesen Firmen beendet und ihre Regeln für die Kreditvergabe verschärft.
Die Vergangenheit hat gezeigt: Banken reagieren sehr sensibel auf öffentliche Kritik. Vor kurzem haben knapp 300.000 Menschen unseren Appell an die Bayerische Landesbank unterzeichnet, Trump keinen Kredit für seine klimaschädliche Mega-Pipeline zu geben. Mit Erfolg! Auf ähnliche Weise konnte die Umweltorganisation Greenpeace die HSBC-Bank dazu bewegen, zerstörerische Palmöl-Geschäfte zu beenden.
Einen neuen Skandal kann das Kreditinstitut nicht gebrauchen. Mit Ihrer Unterstützung können wir die Deutsche Bank überzeugen, die Finanzierung zu beenden. Wenn zwei der größten Banken der Welt den Urwald-Brandstiftern das Geld entziehen, kann daraus ein neuer Standard für die gesamte Branche werden. Bitte helfen Sie dabei – unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell:
Mit hoffnungsvollen Grüßen
Gerald Neubauer, Campaigner
Lisa Lehmann, Campaignerin
PS: Das Wort „Orang-Utan“ bedeutet im Indonesischen „Waldmensch“. Der extrem intelligente Affe kennt jeden Baum seines über 300 Hektar großen Reviers. Er weiß genau, wann und wo welche Früchte reif sind.[4] Doch sein Lebensraum schrumpft dramatisch, weil Konzerne den indonesischen Regenwald roden – mitfinanziert von der Deutschen Bank. Retten Sie die Orang-Utans vor dem Aussterben!
[1] „Über Bankgeschäfte auf Kosten der Wälder“, Greenpeace-Blog, Gesche Jürgens, 15. März 2017
[2] „HSBC promises to cut ties with forest trashing palm oil companies“, Greenpeace International-Blog, Annisa Rahmawati, 21. Februar 2017
[3] „Dirty Bankers, How HSBC is financing Forest Destruction for Palm Oil“, Greenpeace 2017
[4] „Abenteuer Regenwald: Orang-Utans – die Denker des Dschungels“, Umwelthelden e.V.
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